Irgendwann vor ein paar Jahrzehnten nahm das Automobil die falsche Abzweigung – und fährt seither immer tiefer in eine Sackgasse.

Donnerstag, 27. August 2020

Irgendwann vor ein paar Jahrzehnten nahm das Automobil die falsche Abzweigung – und fährt seither immer tiefer in eine Sackgasse.

Meint Peter Ruch von radical-mag.com in seinem Artikel zu dem neuen Defender.

Wer will ihm da widersprechen - ich ganz sicher nicht.

Er weiss auch genau wovon er redet, denn:

Als Besitzer eines unterdessen auch bald 15-jährigen Defender 110 Td5 (das erste und auch einzige Automobil, das ich je neu gekauft habe), der sein Auto gerne als «komplette Fehlkonstruktion» bezeichnet, nach mehr als 200’000 Kilometern einigermassen kennt, schon viel Geld investieren musste und es trotzdem über alles liebt, verfolge ich das ein bisschen.

Und wie ist der Neue so?

Gut, er ist länger geworden (5,02 Meter anstatt 4,6 Meter), er ist breiter geworden (2,01 Meter anstatt 1,79 Meter), dafür etwas flacher (1,97 Meter anstatt 2,06 Meter). Aber dass dies dann gleich mit mindestens 300 zusätzlichen Kilos zu Buche schlägt? Am meisten wundert uns aber die Breite, gut 20 Zentimeter mehr sind es aussen – und im Innenraum bietet der Neue trotzdem mehr als 10 Zentimeter weniger nutzbaren Raum. Noch mehr Zahlen: zwar ist das Ding über fünf Meter lang, aber die Ladetiefe des Kofferraums ist bei abgeklappten Rücksitzen trotzdem um 15 Zentimeter geringer.

Viel mehr - und viel weniger gleichzeitig - für schlappe 90.000 Schweizer Franken.

Irgendwann vor ein paar Jahrzehnten nahm das Automobil die falsche Abzweigung – und fährt seither immer tiefer in eine Sackgasse.

Ich fürchte diesen Spruch dürfen wir noch ein paarmal bemühen in den nächsten Jahren. Hoffentlich nicht in den nächsten Jahrzehnten!

Gordon Murray zeigt doch wie es geht. Und auch dazu gibt es einen tollen Artikel im radical-mag, den ich Euch nicht vorenthalten möchte.

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