Reiner Strack verstorben.

Montag, 02. November 2020

Reiner Strack verstorben.

Eigentlich kannten ihn alle als Opa Strack - eine Institution inmitten der Insel der Glückseeligkeit.

Genaugenommen eine Insel mitten in der Insel - nämlich die Breidscheid Auffahrt innerhalb der Nordschleife:

Mike Frison / renn.tv

Hier hat er fast sein ganzes Leben verbracht - hier war sein Reich und trotzdem hatte man das Gefühl jeder Tag für ihn sei wie Urlaub.

Lag es an seinen lockeren Sprüchen?

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Seiner knorrigen Art?

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Oder wie er in sich selbst ruhte?

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Für mich war er immer eine Respektsperson, deshalb habe ich mich mit dem “Opa” nie richtig anfreunden können.

Meine eigenen Nordschleifenanfänge reichen zurück an die T13 - die alte Auffahrt. Und da stand bei Wind und Wetter Reiner Strack mit seiner Ledertasche, um die Karten abzuknipsen.

Ich schätze mein Respekt vor der Strecke hat sich nahtlos auf ihn übertragen.

Dabei stand die Aufregung vor den ersten Runden immer im krassen Gegensatz zu seiner stoischen und gleichzeitig auf seine Weise liebevollen Art. Aber egal was war - den Spruch auf die Reise hat man immer mitbekommen.

Mit der Jahreskarte war es einfacher, denn man musste nicht anhalten, sondern hat einen Aufkleber bekommen mit dem man durchrollen konnte.

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Hier die beiden 1100er GSX-R von Christian Kohlhaas und mir:

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(Das ist übrigens der Motor vom Gixxerkart!)

Man kann sogar die Aufkleber erkennen:

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Mein Motorrad wurde immer nackter nach diversen Ausritten und bei Ausgrabungen wird man später einmal noch zerdengelte Verkleidungsteile von einem blau-weißen Gixxer Baujahr 88 finden, die irgendwo unter der T13 eingelagert wurden.

Gestern haben wir uns gemeinsam von Reiner Strack verabschiedet am Friedhof in Herschbroich und ich hatte noch ein Bild für Chris im Auto - so schließt sich der Kreis:

Mike Frison / renn.tv

Die Ruhestätte in Herschbroich könnte passender nicht sein: idyllisch gelegen innerhalb (!) der Nordschleife, man hört den Rennbetrieb und der Blick zur Nürburg ist auch inklusive:

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“Es darf wieder gelacht werden!” - war sein Lieblingsspruch, wenn nach einer Streckensperrung der erlösende Anruf zur Schrankenöffnung kam. Mit einem halben Auge immer auf die gegenüberliegende Ausfahrt achtend, um nicht zu verpassen was der Abschlepper geborgen hatte. Auf dem Friedhof haben wir noch einmal die Vergangenheit Revue passieren lassen - und wir wissen jetzt schon, dass wir regelmäßig mit dem Motorrad vorbeischauen werden um Hallo zu sagen.

Lieber Reiner Strack - für viele von uns warst Du der Fixpunkt während unserer Nordschleifen-Eskapaden.

Danke dafür.

Mike Frison / renn.tv

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Mach et joot!


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