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Dienstag, 21. Juli 2020

Stefan Johansson über Sebastian Vettel.

With any sport at the highest level, 90 percent of the performance is really in your head, especially so in F1. Everybody that gets to that point has tremendous raw talent. But if things don’t flow right it’s very easy to struggle. We’ve seen it so many times in racing. You’re either the windshield or the bug.

You’re either the windshield or the bug. Könnt Ihr Euch selber denken, zu welcher Kategorie Sebastian Vettel aktuell zählt.

Aber auch der Rest seines Blog ist sehr lesenswert.

Kürzlich war Stefan Johannson auch zu Gast im Beyond The Grid podcast. Sehr unterhaltsam und erkenntnisreich - da hilft seine offene Art die Dinge gradlinig auszusprechen. Aber auch die Ära, während der er aktiv war in der Formel 1 in den 80ern mit McLaren und Ferrari, war eine aus besseren Zeiten. Er ist auch Le Mans Veteran - 16 mal gestartet! - sogar 1997 gewonnen mit Joest. In der Indycar war er auch 5 Jahre unterwegs.

Und sogar am Ring - mit Wolfgang Kaufmann im Mazda MX5 - hättet Ihr es gewusst?

Die Nordschleife braucht man ihm sicher nicht erklären, er wurde 1983 beim letzten 1000km Rennen auf der 20,832 km Strecke Zweiter zusammen mit Bob Wollek im Porsche 956.

Insgesamt kann man also schon sagen, dass er weiß wovon er redet.

Johansson | BeyondTheGrid | Vettel |


Freitag, 02. November 2018

RS MR heißt 7 Sekunden schneller als nur RS: 6:40,3 Min. Rundenrekord für Manthey-Raeder-Porsche und Lars Kern am Steuer.

Kurz vor der Essen Motorshow haben Porsche / Raeder / Manthey noch einmal 7 Sekunden von der 911 GT2 RS Zeit vom letzten Jahr (Video) runtergefeilt. Lars Kern ist jetzt am 25.Okt. eine 6:40,3 gefahren.

Natürlich mit Video:

youtu.be/2ror87RYTqE

Mit der Zeit wäre man übrigens beim 1000km-Rennen 1983 als Fünfter gestartet - beim Rudi gibt es das Trainingsergebnis zum Nachlesen.

Onboard | Rekord | LarsKern | Manthey | 911GT2RS |


Montag, 02. April 2018

An Ostern ist das Motorsportprogramm eher dünn - außer natürlich die 1000km Hockenheim am Ostersamstag.


Mittwoch, 28. März 2018

Neu bei Carrera 1:24 - Ja zum Nürburgring BMW M1.

Neu bei Carrera 1:24 - Ja zum Nürburgring BMW M1.

Eine Zierde für jede Rennbahn!

JaZumNürburgring | Carrerabahn | BMWM1 | Procar |


Mittwoch, 03. Januar 2018

Video: Oliver Skach, Start 1000km Hockenheim 2013.

Als ich diesen Artikel über Oliver Skach gelesen habe - Motorrad Endurance Rennfahrer aus Dormagen - bin ich an’s googeln gekommen und habe diese schöne Eröffnung vom 1000km Hockenheim gefunden.

Ist ja bald wieder Ostern! An die 1000km habe ich gemischte Erinnerungen - bin ich mal mit gebrochenem Fuß gefahren. Aber immerhin erlaubte mir die Gunst der frühen Geburt damals® auch Rennen auf dem alten, großen Kurs. Das war mega.

UPDATE:

Ach, sieh mal an, RCN ist der Oliver Skach auch gefahren!

Skach | Hockenheim | 1000km |


Sonntag, 27. November 2016

Neuer Gruppe B Kalender von McKlein Publishing.

2017 wird ein gutes Jahr, denn der Kalender für’s Büro ist jetzt schon am Start. Aber nicht der Gruppe B Kalender, sondern der andere - der Motorsport Classic. Der Rallye Kalender verrichtet seine Dienste in Ringminihausen - da gehört er auch hin.

Aber die Geschichte von Anfang an, das war nämlich so: eigentlich ging es darum den Benz von meinem Dad umzuziehen in eine andere Halle. Für Ralf’s Showraum war er nämlich nicht porschig genug:

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

In Ermangelung eines passenden Zugfahrzeuges hat Achim’s Servicebus ausgeholfen, wodurch das Gespann auch direkt nfiziert war:

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Und zurück beim Achim ist mir dann eigefallen, dass ich noch die Kalender im Auto hatte, die mir McKlein Publishing zur Vorstellung im Blog zugeschickt hatte. Da war die Ringminiwerkstatt doch genau das richtige Ambiente, um die Pakete auszupacken:

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Man hat pro Monat immer 2 Bilder zur Auswahl, d.h. man kann wechseln oder sich für ein Bild entscheiden.

Natürlich hatte der Rallye Kalender in den Händen von Achim seine letzte Bestimmung erreicht, aber als hätten die Kleins es geahnt haben sie mir 2 Kalender geschickt - vielen Dank! Die 2. Variante heißt Motorsport Classic und wird in meinem Büro in Niehl für etwas Benzinkultur sorgen:

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Es sind auch ein paar Ford am Start, die waren früher ja auch mal hoch im Kurs.

Bei diesem Foto hier kamen wir in’s Grübeln, das ist nämlich 1000km Nürburgring 1957. Kann doch eigentlich nur Breidscheid / Ex Mühle sein, oder?

UPDATE:

Ja, auch Alex meint, dass es Breidscheid ist!

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Ist das das 27 Ventisette? Hier ist das Bild nochmal in gross - alleine dafür lohnt sich der Kalender ja schon.

Kostenpunkt: 39,90€ bei rallywebshop.com.

McKlein | Kalender | Ringmini | GruppeB | 27Ventisette |


Mittwoch, 24. August 2016

VLN und GT3.

Natürlich sind die GT3 tonangebend in der VLN, läuft doch gerade so gut. Der Bereich Flugplatz ist umgebaut und die versprochenen aerodynamischen Beschränkungen haben sich buchstäblich in Luft aufgelöst. Zeiten unter 8 Min. sind inzwischen selbstverständlich - da redet keiner mehr drüber.

Wenn man mal die GP Strecke grob mit 1:30 Min. abzieht, dann sind wir bei 6:30 Min. Rundenzeiten für die Nordschleife, das wäre 1983 ein guter Startplatz beim 1000km Rennen der Gruppe C gewesen.

Die Langstrecken-Serie fährt immer weiter in die Sackgasse, aus der sie aus eigener Kraft nicht mehr herauskommen wird.

Oder um Wilhelm Hahne’s Fazit zu zitieren:

Die GT3 sind das „Krebsgeschwür“ des Basis-Motorsports und der DMSB ist sein Totengräber. (..) Die VLN-Serie steuert – wenn man die bisherige Richtung beibehalten sollte – in den Ruin!

Mir persönlich ist jemand bekannt, der in den letzten 10 Jahren kein Rennen der VLN ausgelassen hat und immer schon Freitags angereist ist. Ein richtiger Hardcore VLN’ler. Der aber in der aktuellen Phase der GT3 Übernahme das letzte Mal 2014 ein Rennen verfolgt hat und keine Anstalten macht, sich das verlängerte Hersteller-Marketing in der aktuellen Form anzuschauen. Dieser Jemand sitzt übrigens gerade hier hinter der Tastatur.

Wusstet Ihr, dass die jämmerlichen Tankkannen immer noch im Einsatz sind? Zusätzlich zur Sprit-Beschränkung und Boxen Mindeststandzeiten? Was für ein Armutszeugnis.

Was ich nicht ganz nachvollziehen kann: wieviele Leute, denen ich Rückgrat zugetraut hätte, immer noch gute Miene zum bösen Spiel machen. Ich kann gut nachvollziehen, dass man als Fahrer in einem GT3 viel Freude auf der Nordschleife haben kann. Ausgereifte Rennfahrzeuge aus den Entwicklungsabteilungen der Hersteller - echte Werks-Prototypen. Was ich aber peinlich finde, das dann als den heiligen Gral des Motorsports verkaufen zu wollen, der spannend und fesselnd sei, obwohl der Wettkampf längst nicht mehr auf der Rennstrecke ausgetragen wird, sondern beim Bluffen am Pokertisch.

FIAGT3 | VLNLangstrecke | BalanceOfPerformance |


Samstag, 02. April 2016

Lucy Glöckner gewinnt 1000km Hockenheim.

Das hat noch keine Frau vor ihr geschafft. Und die schnellste Runde des Rennens, das traditionell am Ostersamstag über die Bühne geht, verbucht sie auch auf ihr Konto.


Sonntag, 21. Februar 2016

Wie hat der Mike vor 15 Jahren gebloggt?

Das Internet vergisst nichts und die Motopartner Rennteam Seite hat noch ein paar Altertümchen auf Lager:

Im Juli 2001 ging es mit dem beigen Bomber nach Magny Cours - damals gab es eine Deutsche Langstreckenmeisterschaft und der Lauf in Frankreich war ein 8 Stunden Rennen. Genau die richtige Distanz, um zu Zweit anzutreten und Christian Kohlhaas ließ sich nicht lange bitten.

Ebensowenig wie sein Cousin Martin - beide heute wieder vereint in Martin’s Racing One Ferrari Aktivitäten.

Und weil die Berichte noch im Netz stehen, kann man gut nachlesen, wie der Mike sich schon damals das Erlebte von der Seele geschrieben hat: Teil 1, Teil 2 und Teil 3.

Habe es als schöne und entspannte Veranstaltung in Erinnerung und sie wäre auch als 1000km-Rennen durchgegangen, denn das war genau die Distanz, die wir nach 8h hinter uns gebracht haben.

Obwohl wir ziemlich naiv die Sache angegangen sind, denn wir wussten z.B. nicht, dass man in dieser Serie auch Regenreifen aufziehen darf. Ich werd nie vergessen, wie Martin nach dem Training mit den Ergebnislisten in der Hand mit den Worten zurückkam: Ich fahr sofort nach Hause! Ihr seid Letzter! Stellte sich nämlich raus, dass wir wohl doch die einzigen waren, die keine Regenreifen hatten. Und unser Joker bei abtrocknender Strecke am Schluß nochmal rauszugehen wurde auch vereitelt, weil wir natürlich auch nicht wussten, dass die Boxengasse 15 Min. vor Schluß zumacht. Grmmpf.

Egal, am Renntag war es trocken und aus dem 44.Startplatz wurde dann doch noch ein versöhnlicher 11.Gesamtrang. Sonst hätte uns der Martin auf der Heimfahrt wohl auch im französischen Niemandsland an der Autobahn ausgesetzt ;)

Es ist viel passiert in den vergangenen 15 Jahren und um das mal in Perspektive zu setzen: 2001 gab es weder Facebook (2004), GoPro (2004), Youtube (2005) oder iPhone (2007).

Kohlhaas | RacingOne | Ferrari | BeigerBomber | MagnyCours | 8hRennen |


Sonntag, 21. September 2014

Rechnungshof: Nürburgring Verpachtung war zum Scheitern verurteilt.

Da hat der Rechnungshof sich aber mächtig reingekniet. Über 300 Seiten sind es geworden, 2 Jahre hat es gedauert.

Es geht um den denkwürdigen Tag im März 2010, den einige auch live in Adenau erlebt haben: die Privatisierung des Nürburgrings, der Startschuss der NAG mit Richter/Lindner und gleichzeitig die Übernahme der als Privat geplanten Kai-Richter-Bauten.

Bereits im Dezember 2009 wurde das Konzept vorgestellt und hat bei den Ringfans große Trauer ausgelöst. Ich hatte seinerzeit die Startseite von 20832.com durch eine Todesanzeige ersetzt und diesen Text in Frage / Antwort Form geschrieben.

Das ist jetzt knapp 5 Jahre her.

Die Veranstaltung am 26.März 2010, als Hendrik Hering zusammen mit Ri/Li den besiegelten Todesstoß vor versammelter Bevölkerung mit blumigen Worten verkündete habe ich auch besucht und auch den kompletten Audiomitschnitt mitgebracht.

Erst kürzlich hatte ich mit Hendrik Hering eine Auseinandersetzung zu dem Thema. Bzw. ich habe auf seiner Facebookseite sein Mitwirken an der Insolvenz des Nürburgrings in’s Spiel gebracht - worauf er mich gesperrt hat. Dialog 2.0 quasi. Und nicht nur mich, das ging richtig hoch her zum Jahreswechsel und ich habe mich intensiv mit seiner Rolle auseinandersetzt.

Was jetzt der Landesrechnungshof noch einmal in einer komplett anderen Dimension macht. Und diesmal kann der ehrenwerte Herr Hering nicht einfach den Klaus Behnke sperren - diesmal zieht sich die Schlinge kräftig zu.

Hendrik Hering - damals Wirtschaftsminister und heute SPD Fraktionsvorsitzender in RLP - und Carsten Kühl - damals und heute Nachfolger von Ingolf Deubel als Finanzminister und beim Ursprungskonzept in 2007 Mitglied des 4-köpfigen Nürburgring Aufsichtsrates - wandeln auf hauchdünnem Eis. Man könnte sogar sagen sie sind erledigt. Von Rücktritt (Politologe Jürgen Falter / SWR Video bei Minute 5:00) bis Neuwahlen (Florian Zerfaß / WiWo) reicht die Palette der geforderten Konsequenzen. Und die Staatsanwaltschaft musste sich auch schon erklären, weil soviele Anfragen reinkamen. Da muss doch jetzt was passieren?!

Wenn, ja wenn wir nicht in RLP wären. Obwohl - oder weil? - in RLP viele Juristen in Politikerpositionen gelandet sind - Malu Dreyer war sogar mal Staatsanwältin. Von der hört man im Moment zum Thema übrigens … nichts.

Vor dem Hintergrund der Insolvenz und der jetzt hektisch betriebenen Veräußerungsaktivitäten hätte ich mir allerdings von dem Gutachten eine intensivere Betrachtung des Eigentumübergangs der Richter-Immobilien in Staatshand gewünscht. Aber auch ohne diese Baustelle enthält der Bericht neben einer großen Anzahl von schwergewichtigen Verfehlungen auch jede Menge Details, die zumindest mir so nicht bekannt waren oder die es lohnt im Zusammenhang noch einmal in Erinnerung gerufen zu bekommen.

Ich hab mir mal die Mühe gemacht und meinen Genesungssonntag mit Lesen verbracht - statt F1, 1000km, WRX, Familie, Hausrenovierung, usw.

2 Dokumente möchte ich Euch zum Lesen anbieten:

Die Regierung redet sich jetzt raus, der Landesrechnungshof hätte die komplexe Materie nicht gepeilt. Auf der einen Seite eine freche Beleidigung nach der hervorragenden Arbeit, auf der anderen wieder eine dieser perfiden Ausreden, um von den Tatsachen abzulenken. In Wirklichkeit ist es der Regierung nicht gelungen, die Vorgänge so komliziert auszugestalten, dass sie tatsächlich keiner mehr versteht. Man könnte nämlich den Eindruck bekommen, dass wäre die Zielsetzung ihres Handelns. Der Rechnungshof aber hat sich durchgewühlt und einen 1a Überblick zusammenbekommen. Ähnlich beeindruckend wie die EU Kommission in ihrem Eröffnungsbeschluß - die Tiefe und die Details helfen auch unsereins beim Verständnis.

Zusammenfassend bekommt man den ausführlich begründeten Eindruck, dass die Regierung bzw. Hering/Kühl absichtlich Dokumentationen verhindert haben und Organe wie die Nürburgring Aufsichtsrat oder untergeordnete Firmen wie die ISB mit Tricks und Druck in die Illegalität gedrängt haben. Alles unter hohem Zeitdruck und ohne Erwägung von Alternativen. Die Verpachtung an Ri/Li und der Kauf des Gastromülls waren quasi vorgegeben - nur 1 Jahr vor den bevorstehenden Landtagswahlen. Die erstellten Gutachten haben die typischen Merkmale von Auftragsgutachten und sind in engen Grenzen so gesteckt, damit keiner auf dumme Ideen kommt.

Über allem, was man liest, schwebt der Auftag von Kurt Beck, kurzfristig für Ruhe zu sorgen, koste es, was es wolle. Hauptsache die Landtagswahl (am 27.März 2011) geht noch haarscharf über die Bühne. Und was es gekostet hat! Nicht nur, dass der Ring und wir unter dem Ri/Li Regime gefoltert wurden, auch kohlemässig wurde massivst umverteilt. Die NAG hat sich natürlich kräftig bedient, so eine Chance lassen die sich nicht entgehen. Was wir immer befürchtet haben ist jetzt auch schwarz auf weiss dokumentiert. Da wurden kräftig Aufräge an beteiligte Firmen verteilt, dass die Gewinne aus dem Nürburgringbetrieb fast verdunstet sind.

Auch der Nürburgring TV von Pathe/Althof darf man gratulieren zum Einzug in den Rechnungshofbericht, sie sind aufgeführt unter den mit der NAG verflochtenen Unternehmen, dank derer die Ausgabenhöhe hoch gehalten worden. Seite an Seite mit Richter’s Ehefrau Tini Richter und ihrer Dienstleistungen für die NAG wird die Nürburgring TV mit einem 2010er Umsatzvolumen von 167.000 Euro (!) aufgelistet, das alleine mit der NAG abgerechnet wurde (PDF Seite 228).

Aber auch der Letter of Understanding mit der NAG wird veröffentlicht ebenso wie der Kreditauftrag. Man reibt sich schon hier und da die Augen, was da zusammengebastelt wurde. Eigentlich muss jedem klar gewesen sein, dass das Kartenhaus schon beim Angucken zusammenfällt.

Im Einzelnen geht es in dem Gutachten von Behnke und Co. hauptsächlich um folgende Verfehlungen:

Fehlende Abstimmung mit der EU Kommission.

Man hat das nicht nur vergessen, nein - man hat einen Riesenbogen um Brüssel geschlagen. Hier und da ein Gutachten, dass die Rechtsgültigkeit der Beihilfen bescheinigt - aber bloß nicht selber nachfragen!

Den Grund können wir uns alle denken: die EU hätte Hering & Kühl ihr Anliegen links und rechts um die Ohren gehauen!

Das Zukunfskonzept war das Papier nicht wert auf dem es niedergeschrieben wurde.

Hering’s Cunning Plan war laut Rechnungshof von Anfang an zum Scheitern verurteilt, weil selbst die vereinbarten Mindestpachten nicht gereicht hätten, Zins und Tilgung zu decken.

Dabei hatte man tief in die schmutzige Trickkiste gegriffen und z.B. die Abschreibunsdauern kurzerhand … verdoppelt!!

Die Entscheider wurden absichtlich dumm gehalten und zur Unterschrift gedrängt.

Dem Aufsichtsrat der Nürburgring GmbH wurde sogar der Betriebspachtvertrag vorenthalten, stattdessen hat der Herr Minister (Hering) mündlich (!!) referiert.

Daraufhin wurde authorisiert. Dokumentation: Fehlanzeige.

Das Ganze wurde unter hohem Zeitdruck durchgezogen, die Entscheider waren nicht in der Lage, fundierte Informationen einzufordern. Sie haben es aber auch nicht probiert - das wird ihnen jetzt angelastet (sowohl ISB als auch Nürburgring GmbH).

Jürgen Pföhler hat sich bei der Abstimmung übrigens enthalten!

Es wurden keine Sicherheiten überprüft von den Pächtern Lindner / Richter.

Ich erinnere mich gut an diese Situation bei der Veranstaltung in Adenau. Jörg Lindner wurde bedrängt seine Sicherheiten zu benennen, worauf er dann schließlich meinte, er bürge mit seinem guten Namen.

Alle Gutachten waren Folgegutachten, d.h. sie basierten nach wie vor auf den Ausgangsparamentern, die zur Erstellung des Freizeitgrabs verwendet wurden.

So wird das natürlich nie was. Die völlig zu groß geratenen Beckbauten dokumentieren das für jeden, der mal dort war - aber die Traumtänzer hantieren einfach weiter, als ginge sie die Realität nichts an.

Keine Bank der Welt hätte den Monsterkredit von 330 Millionen Euro für das Zukunftsprojekt bewilligt. Ausser der eigenen Landesbank (ISB). Die hätte sich sogar fast an dem Brocken verschluckt.

Der Finanzminister hat den Kreditauftrag geschickt - was der Chef sagt, wird gemacht. Und das Prüfen auf Sicherheiten wurde ausdrücklich untersagt.

Das Finanzministerium (Kühl) hat Swapgeschäfte zur Zinssicherung befohlen. Daraus entstehen für den Steuerzahlen in den nächsten Jahren 80 Mio. Euro (!!) Kosten. Kein Witz. 80 Mio. Euro. Nur für die Zinssicherung des Kredits. Das sind 2 Bilster Berg Rennstrecken. Und nebenbei mehr als der Verkauf des gesamten Nürburgrings einbringen soll. Einfach mal so zum Schornstein raus!

Eine Ermächtigung für den Kredit gibt es laut Rechnungshof nicht im Haushalt. Damit hätte sich der Finanzminister zu weit aus dem Fenster gewagt. Ebenso die Verwendung des Cashpool, der dem Rechnungshof schon lange - als schwarze Kasse - ein Dorn im Auge ist.

Der Ministerrat hat (am 24.März 2010) dem Vorhaben zugestimmt - so nennt man in RLP die Regierung, d.h. alle Minister der damaligen Regierung inkl. Malu Dreyer haben das Vorhaben abgenickt.

Es gab keine Ausschreibung.

Hendrik Hering hat die Beteiligten über den wahren Kreditbedarf im Unklaren gelassen. Er lag in Wirklichkeit noch höher.

Eine Dokumentation der Vorgänge war quasi nicht vorhanden. Verträge wurden bearbeitet und geändert, auf Begründungen wurde verzichtet.

Warum auch. Geht ja bloß um Steuergeld.

Leidiges Thema Besucherzahlen: wie gehabt viel zu hoch angesetzt. Hendrik Hering hatte seinerzeit von 170.000 Besuchern gesprochen - stellt sich raus es waren nur 94.000.

Nur mal so als Auszug. Macht Euch die Mühe und geht das Dokument durch, besser als jeder Krimi.

Wenn es nicht so traurig wäre. Die Vorgänge waren tatsächlich die Sargnägel für die Nordschleife.

Und wer jetzt immer noch glaubt, dass wenigstens der Verkaufsprozess ordentlich über die Bühne gegangen sein soll … dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

Tags: HendrikHering | CarstenKühlRechnungshof | Gutachten | Zukunftskonzept | JörgLindnerKaiRichter | Privatisierung | RücktrittNeuwahlen |


Dienstag, 29. Juli 2014

Neue SimRacing Expo beim 1000km-Rennen.

nr1000.de:

"Wenn im September zum dritten Mal die Blancpain Nürburgring 1000 stattfindet, feiert die SimRacingEXPO zeitgleich am 20. Und 21. September ihre Premiere. Diese Veranstaltungs-Kombination am Nürburgring ermöglicht eine einzigartige Mischung aus realer Racing-Action und virtuellem Motorsport am selben Ort. (..)

„Durch maßgeschneiderte Sponsorenpakete und Ausstellungs-möglichkeiten konnten wir bereits namhafte Firmen gewinnen. Dabei reicht die Bandbreite vom Lenkrad über aktuelle Konsolen- und PC-Spiele bis zum Simulator für Rennteams. Vom Gaming-Einsteiger bis hin zum Profi ist also für jeden was dabei.“, so Marc Hennerici, Leiter Sport & Event des ADAC Mittelrhein e.V..

Da hat der Marc sich mächtig in’s Zeug gelegt und etwas aus der Taufe gehoben, wovon er wahrscheinlich seit den legendären GT-Trophys im Forsthaus träumt. Eine schöne Gelegenheit noch einmal zurückzublenden: 2005, 2006 und 2007 - erkennt Ihr alle Leute?

Der Eintritt für die Messe ist übrigens kostenlos.

Tags: 1000kmADACMittelrhein | HennericiSimRacingEXPO |


Mittwoch, 04. Juni 2014

Das Archiv der englischen Zeitschrift MOTORSPORT jetzt online für jeden zu lesen.

Ganz feiner Zug das Archiv zu öffnen, nicht weniger als die komplette Motorsporthistorie ist für jeden kostenlos zugänglich:

archive.motorsportmagazine.com

So sieht zum Beispiel das 1000km Rennen von vor 50 Jahren aus:

Sogar die alten Anzeigen kann man sich anschauen.

Viel Spass beim Stöbern! Wenn Ihr was Spannendes findet, bitte Bescheid sagen :)

Tags: MotorsportArchiv | Historie


Samstag, 21. September 2013

LIVE Stream Blancpain 1000 morgen am Sonntag.

Es gibt jede Menge Möglichkeiten, das 1000km Rennen morgen am Nürburgring über Live Stream zu verfolgen, auch mit dem Smartphone:

Hier die Teilnehmer-Liste:

Our man Christian Kohlhaas fährt übrigens auf dem GT Corse Ferrari mit der Startnummer 458 - zusammen mit Alexander Mattschull und Pierre Ehret.


Samstag, 10. August 2013

Demofahrt Porsche 956 auf der Nordschleife mit Derek Bell.

Gerade ist Derek Bell 2 Runden auf der Nordschleife gefahren mit dem restaurierten Porsche 956, mit dem er 1983 das 1000km Rennen zusammen mit Stefan Bellof gefahren ist. Und mit dem Stefan Bellof im Training die berühmte 6:11 fuhr und später am zweiten Pflanzgarten-Sprung so heftig verunfallt ist. Er hat also quasi 30 Jahre später die Runde zuende gefahren. Kein Wunder, daß das 30 Jahre gedauert hat das Auto zu reparieren, hätte nicht gedacht, daß das überhaupt geht! ;)

Die Umstände, wie daraus eine Marketingaktion für den versammelten beck°beton gemacht wird mag ich überhaupt nicht und auch bei dem - zum ersten Mal überhaupt - neuen Streckenabschnittsnamen hab ich so meine Probleme.

Aber den 956 auf der Nordschleife zu sehen war schon Kracher. Morgen fährt er wohl nochmal.

Waren nicht viele Zuschauer da, hab mir das in Breidscheid angeschaut.

Um 11:12 dann das erste Mal, leider direkt hinter dem Kamerawagen / Vorauswagen hergefahren. Aber gehört hat man ihn schon.

War nicht einfach an dem Kamerawagen vorbeizufotografieren.

Vor 30 Jahren gab's auf jeden Fall nicht so viele Graffitis! ;)

Die haben dann angehalten, Motor aus und Fotos gemacht ...

... ehe es wieder weiterging. Mein Eindruck war es ging mehr darum, daß das Team alles in den Kasten bekommt, statt eine Demofahrt für die Zuschauer zu machen. Von den wenigen sind dann sogar auch einige enttäuscht wieder gegagen. Man wusste ja nicht, ob er noch ein zweites Mal kommt.

Kam er aber - um 11:30 - Derek Bell hätte wohl auch nicht gedacht, daß er mal eine 18 Minuten Runde im Rennwagen auf der Nordschleife fährt ;)

Leider wieder direkt hinter dem Führungsauto, der ist dem immer fast in den Kofferraum gefahren und alles im gemütlichen Schneckentempo.

Aber trotzdem ein Mega-Anblick die beiden nach 30 Jahren wieder vereint zu sehen!

Übrigens findet Ihr Derek Bell auch auf Facebook und Twitter, falls Ihr mal Hallo sagen wollt.

Tags: DerekBell | Bellof | OldtimerGrandPrix | Porsche956


Dienstag, 28. Mai 2013

30 Jahre 6:11,13.

Heute auf den Tag genau vor 30 Jahren - am 28.Mai 1983 - ist Stefan Bellof auf der Nordschleife den sagenhaften Rundenrekord von 6 Minuten 11 Sekunden gefahren.

Wo gibt es sowas, daß ein Rundenrekord 30 Jahre lang hält?

Das Besondere an dem 1000km-Rennen 1983 war, daß es auf dem reinen Nordschleifen-Kurs abgehalten wurde. Die GP-Strecke war zu dem Zeitpunkt gerade im Bau und wurde erst 1984 eröffnet. Die Gruppe C hatte ihren Höhepunkt und Stefan Bellof war der überragende Fahrer. Und so ist der Rekord bis heute ungeschlagen.

Es gibt sogar ein Video davon, Derek Bell hat eine Riesen-Kamera in’s Auto geschnallt bekommen und kommentiert eine komplette Onboard-Runde. Gibt es bei Duke Video zu kaufen und bei youtube geistern einige illegale Kopien davon rum.

Wo wir gerade von Onboard sprechen: um die Zeit etwas in’s Verhältnis zu setzen, die Rekordrunde auf meiner DVD von Uwe Alzen von 2005 im Turbinchen - 8:09,949 für die VLN Streckenvariante - entspricht in etwa einer Nordschleifenzeit von 6:41 Min.. Man kann die Abschnitte ja gut stoppen auf der DVD und das kleine Stück T13 geschätzt dazu addieren. Damit hätte Uwe Alzen 1983 auf Startplatz 5 gestanden!

Doch auch der zweite 956 von Mass/Ickx war nicht langsam: 6:16,85. Das wäre heute genauso Rekord, allerdings mit 199 km/h Durchschnitt und nicht wie die Rekordrunde mit 202,1 km/h als einzige Runde über 200 km/h.

Rekordrunde ist eigentlich auch falsch, weil es im Training und nicht im Rennen gefahren wurde. Im Rennen ist Stefan Bellof auch die schnellste Runde mit 6:25,91 gefahren, dann aber ganz heftig am Großen Sprunghügel Pflanzgarten abgeflogen.

Auszüge aus dem Stefan Bellof Buch:

"Freier Flug: Die Strecke von der Kuppe am oberen Bildrand bis zur Einschlagstelle absolvierte Stefan Bellof als atemberaubende Luftreise."

"Totalschaden: Der Porsche 956 ist reif für den Schrottplatz"

"Autogrammstunde: Kurz nach dem Unfall schreibt Bellof schon wieder Autogramme"

Das Auto ist wohl wieder aufgebaut und soll - festhalten - im Rahmen des OGP dieses Jahr mit Derek Bell am Steuer auf der Nordschleife fahren!

Das läuft unter dem Stichwort Stefan Bellof Tribute von stefan-bellof.de und wird extra zu Ehren der sich heute zum 30.Mal jährenden Rekordrunde durchgeführt - irre!

Eine gute Quelle für das Rennen ist auch Rudi Izdebski, der es damals besucht hat und seine Bilder hier ausstellt. Er hat auch diesen und diesen Bericht dazu.

Stefan Bellof war übrigens auch einmal Teilnehmer beim 24h-Rennen - 1982 - und meinen Blogeintrag Nummer 1983 habe ich ihm hier gewidmet: renn.tv/1983.

Empfehlen kann ich zur Lektüre auch den von Tom Schwede erstellten 3-Teiler zu 30-Jahre Gruppe C: renn.tv/1905.

Und wenn ich mir was wünschen darf: daß die 6:11 niemals nie geknackt wird! :)

Tags: Bellof | Rundenrekord


Samstag, 23. Februar 2013

Video: 1000km-Rennen von 1971.

Schöne Zeitreise, am besten gefällt mir der Teil “An den Boxen herrscht hektischer Betrieb” bei 5:10. So ging damals hektisch! :)


Samstag, 07. Januar 2012

Die Onboardaufnahmen vom 1000km Rennen 1966 ...

... sind zwar erstellt worden für das ZDF, aber seitdem nicht mehr aufgetaucht.

Also falls die jemand findet / kennt: her damit!

Aber auch sonst lohnt sich der Klick auf den Link, Klaus erzählt, wie er das Rennen damals erlebt hat.


Freitag, 06. Januar 2012

Video: 1000km 1966

Aus der beliebten Serie “Historische 1000km Rennen” hier ein Film von 1966:

(Via.)


Video: 1000km 1957

Es tauchen weitere Videos auf von historischen 1000km Rennen, hier die Version von 1957:

(Via.)


Dienstag, 03. Januar 2012

Video: 1000km 1971

Danke an Racingblog!


Donnerstag, 09. September 2010

Tolle Filmaufnahmen vom 1000km-Rennen 1957.Werner Ring hat im Forum diesen Film vorgestellt, den sein Vater 1957 beim 1000km-Rennen aufgenommen hat. Wirklich toll gemacht, mit ruhiger Hand aufgenommen und das Drumherum schön eingefangen. Ist schon paradox, daß ein 53 Jahre alter Film auf youtube veröffentlicht wird. Aber man sieht den Aufnahmen ihr Alter kaum an! Danke für´s Teilen!


Sonntag, 01. August 2010

VLN 6h: 1000km-Rennen Nordschleife.Das war ein bemerkenswertes 6-Stunden Rennen. Als erstes wurde man in Breidscheid von diesem schönen Plakat begrüßt:



Was für eine Beleidigung für die Nordschleifenfans, dieses Poster ausgerechnet an der Auf- und Abfahrt für die Nordschleife aufzustellen. Das müssen wir jetzt bis zum 23.Oktober ertragen? Nicht zu fassen, das sind 3 Monate. Da sollte man eine Schmerzensgeldklage vorbereiten.

Im Fahrerlager war dann die Welt wieder in Ordnung es gab sowohl zwei Mantheys als auch 2 Mantas zu bewundern.



Im Training sind dann mal grade 12 Autos unter 8:30 gefahren: 11 GT3 (von insgesamt 14 gestarteten GT3) und ein Cup Porsche (!!). Ich bin nach wie vor kein großer Freund der GT3, die die SP7 und 8 quasi ausgerottet haben. Man begibt sich freiwillig in die Abhängigkeit vom FIA Reglement und der Haribo Porsche ist im Training 8:08 gefahren. Als 2005 der Alzen Turbo mit Uwe am Steuer diese Zeiten abgerannt hat, waren die Verantwortlichen aufgescheucht und meinten, das sei viel zu schnell für die Nordschleife. Jetzt - 5 Jahre später - führen sie sich selber ad absurdum.

Wo wir grade bei Rückblicken sind: beim 6h-Rennen 2007 haben engagierte Nordschleifenanhänger eine Flyer Protestaktion gestartet. ´Rettet die Nordschleife vor dem Erlebnisgrab´ stand dort zu lesen. Jetzt sind die überflüssigen Einrichtungen gebaut und der Nordschleife 357 Millionen Euro Schulden an´s Bein gebunden. Mit mehr Widerstand hätte sich vor 3 Jahren der Albtraum vermeiden lassen. Die Karte hab ich mir gut aufgehoben:



Zurück zum Rennen: Wetter war perfekt, die Strecke gut besucht, aber immer noch ein Parkplatz zu bekommen. Patrick Simon endlich mal wieder im Rennauto und dann auch noch der Land Porsche - Klassiker! Auch toll der Heinrich-M1, was für ein verrücktes Projekt und mit 9:18 schon zackig unterwegs.



Das war zu erwarten: die Lärmschutzwand, von der die Anwohner sagen, daß es jetzt lauter geworden ist, hat ihre ersten Graffities abbekommen.



Im Ziel dann ein Manthey-Only Podium, heftig. Frikadelli auf 4, dann das Mamerow Kundenauto - alles Porsche, alle GT3/SP9. Der Patrick-Simon-Land-Cup-Porsche auf einem super 6.Platz, dann der schicke Dörr Z4 als erster und einziger Nicht-Porsche unter den Top 13.



Ein besonders schönes Auto möcht ich noch erwähnen, den Bauer/Förster M3, der mir schon immer gefallen hat. Ist 28. im Gesamt geworden, schnellste Runde in 9:24. Bitte noch lange einsetzen den schönen Wagen!



Das Fotografieren hat viel Spaß gemacht, beim 6h-Rennen hat man noch mehr Zeit als sonst. Während dem Rennen hatte ich schon ein paar Schnappschüsse nach Facebook hochgeladen. Meine Fotoauswahl vom Wochenende findet sich aber da, wo sie hingehört: im 20832 Fotoreport. Da hoff ich, daß es trotz neuer Facebook-Zeitrechnung auch im 20832 Kommentareteil im Retro-Style ein paar interessante Einträge gibt :)
Donnerstag, 11. Februar 2010

Das neue drei°gestirn meinte gestern im Interview: "Es ist jedoch eine absolute Falschinformation .. nein, wir haben für 2010 keine Rennveranstaltung abgesagt."

Wenn man einem Veranstalter eigenes Catering und eigene Beherbergung aufzwingen will, der sich aber nicht knebeln läßt und von Nürburg nach Hockenheim wechselt - stimmt: abgesagt wurde die Veranstaltung nicht. Findet nur nicht mehr statt. Die schlaue Formulierung ändert aber nichts an der Tatsache, daß die World Series von Renault dieses Jahr in Hockenheim ausgetragen wird, inklusive der laut Veranstalter 90.000 Besucher.

Auch das 1000km-Rennen der Le Mans Series des ACO wurde nicht "abgesagt", sondern "ersetzt". Durch die neue FIA GT1 Weltmeisterschaft. Die Le Mans Series wurde im Jahr 2004 vom ACO geschaffen und hat seitdem durchgängig das 1000km-Rennen auf dem Nürburgring ausgetragen. Veranstalter war der ADAC Nordrhein und es war die einzige Möglichkeit in Deutschland Le Mans Prototypen in Aktion zu sehen.

UPDATE:
Herr Hütter von Renault schreibt mir zu den WSR:

"Der "Umzug" der WSR vom Nürburgring weg nach Hockenheim hat NICHTS und rein garnichts mit was auch immer am Nürburgring zu tun. Es ist eine reine Marketingentscheidung von Renault Frankreich [..] Wir haben uns am Ring immer wohl gefühlt und sind dort perfekt und gut behandelt worden!"

Vielen Dank für die Richtigstellung! Die Gründe hatte ich mir nicht ausgedacht, sondern am Ring aufgeschnappt. Da war man wohl falsch informiert. Wer noch etwas zu dem Thema beitragen möchte, kann das gerne im Forum oder direkt bei mir. Einigen wir uns darauf, daß der Nürburgring die Veranstaltung "verloren" hat.
Dienstag, 02. Februar 2010

"Die Vernehmung von Dr. Hanhart [..] brachte nur erneut die bereits geäußerten Bedenken hervor."

So wischt man seitens unserer Regierung die Befürchtungen der Ring-Anhänger vom Tisch.

"Bürgerinitiativen behaupten immer, dass gesamte Planungen und Prognosen grottenfalsch sind." meint auch Ingolf Deubel.

Neben Ingolf Deubel war heute Norbert Hanhart im Untersuchungsausschuß in Mainz vorgeladen und erklärt die "wundersame Besuchervermehrung": Besucher seien einfach mehrfach gezählt worden, wenn sie mehrere Ring-Angebote besucht hatten.

Obwohl man sich bereits vor 3 Jahren hilfesuchend an die Politiker in Mainz gewandt hatte, kam nie eine Antwort. Jetzt steht die "Gigantomanie" in der Eifel und die Macher halten eisern an ihrem Konzept fest: neue Besuchergruppen erschließen. Da dürfen die Kastelruther Spatzen nicht fehlen. Dafür wird das 1000km-Rennen der LeMans Series gekippt und auch die Tage der Superbike WM sind gezählt.

Während man am Nürburgring den Motorsport mit Füßen tritt und die einstige Pilgerstätte für Benzin-Junkies in's offene Verderben treibt, hat man am Hockenheimring die Gunst der Stunde gewittert, konzentriert sich auf den Motorsport und geht z.B. eine Kooperation mit Motorsport-Total ein: "Hier erreichen wir [..] genau unsere Zielgruppe."

Am Nürburgring läßt sich eine Zielgruppe aufgrund der diffusen Ausrichtung garnicht mehr definieren. Getreu dem Motto:

Wenn man im Dunkeln um sich schießt, trifft man immer ins Schwarze.
Mittwoch, 21. Oktober 2009

Keine LeMans Series mehr am Nürburgring? Die neue GT1 Weltmeisterschaft hat den Platz des 1000km-Rennens eingenommen.


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