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Donnerstag, 29. August 2019

Aktivisten zerschlagen Dutzende Autos bei Jaguar Deutschland.

Polizei Pressemitteilung:

Auf einige Hunderttausend Euro wird der Sachschaden geschätzt, den Unbekannte in der Nacht auf Montag in Kronberg verursachten. Eine Gruppe von ca. zehn maskierten Personen begab sich gegen 02.15 Uhr auf das Gelände eines Autohandels in der Eschborner Straße. Dort sowie auf einem angrenzenden Betriebsgelände, auf dem ebenfalls Fahrzeuge des Autohauses stehen, beschädigten die Täter unter Zuhilfenahme von Schlagwerkzeugen über vierzig hochwertige Pkw, hauptsächlich indem sie Front- und Seitenscheiben zerstörten oder Dellen in die Karosserie schlugen.

Wenn es Leute gibt, die so wütend auf das Auto an sich sind, dann möchte ich nicht wissen, was die wohl von Motorsport halten.

Zukunft | Automobil | Aktivisten |


Freitag, 26. Juli 2019

Probleme bei der IAA.

Nicht nur, dass der IAA die Aussteller und Besucher weglaufen - jetzt kündigen Aktivisten auch noch eine Blockade an.

In Genf im Frühjahr konnte man sich von vielen Elektro-Premieren beeindrucken lassen. Das kam relativ überraschend und ist normalerweise kein Genf-Kriterium. Aber die Neuigkeiten drängen auf den Markt und wollen in die Schlagzeilen gebracht werden.

Von daher wird es spannend sein zu sehen, ob sich bei der IAA im September in Frankfurt überhaupt jemand mit einem Mainstream-Verbrenner in das Rampenlicht traut.

Dass Aktivisten jetzt die Messe als Ziel ausmachen, dürfte den neuerdings grün-gewaschenen OEMs auch Kopfzerbrechen bereiten. Denn diese Schlagzeilen wollen sie natürlich vermeiden. Und idealerweise auch ihre klobigen Mir-doch-egal-Panzer verkauftsmäßig ankurbeln, weil da die Gewinne am kräftigsten sprudeln.

Messe | Frankfurt | IAAMesse | SandImGetriebe |


36°C in Spa - um 10h morgens.

Aber keine Spur von schlechtem Gewissen.

Es gab mal eine Zeit, da konnte man sich den Motorsport schönreden, weil hilft ja der Serie. Das liegt aber weit hinter uns, denn in Zeiten von Vernetzung und Roboterautos ist individuelle Dynamik eher kontraproduktiv.

Gäbe es den Motorsport nicht, dann hätte man heutzutage keine Argumente mehr ihn zu etablieren. Zu Zeiten, wo sich sogar Aktivisten mobilisieren, um eine Automesse (IAA) zu blockieren.

Für die Hersteller beginnt jetzt das hausgemachte Dilemma, denn einerseits wollen sie sich umweltfreundlich präsentieren - auf der anderen Seite jedoch wollen sie ihre Motorsport-Erfolge möglichst laut und kräftig in die Welt hinausposaunen.

Passt nicht mehr zusammen.

Für mich der Elefant im Raum jedoch ist die Ignorranz, mit der die Aktiven so tun, als würde sie das alles nichts angehen. Wie zum Beispiel die ungewöhnliche Hitze in Spa. Das macht höchstens den Motoren und Reifen zu schaffen, aber gesellschaftspolitisch ist es egal.

Solche Widersprüche bleiben der breiten Öffentlichkeit natürlich auch nicht verborgen und diese offensichtliche Verlogenheit wird dem Motorsport noch schwer auf die Füsse fallen.

On a positive Note: die Wettervorhersage für die 24h Spa hält einige regnerische Überraschungen parat - könnte interessant werden.

Spa24h | Klima | Klimawandel | Hitzerekord | ElefantImRaum |


Freitag, 04. März 2016

Wie Konzerne den Protest managen - und die Parallelen zum Nürburgring.

Spannende Lektüre rund um das Thema Lobby-Arbeit. Beim Lesen werden viele Gemeinsamkeiten deutlich, mit denen auch wir Nordschleifen-Kämpfer konfrontiert sind und wir haben - leider - in der Vergangenheit uns oft genug mit den Praktiken auseinandersetzen dürfen.

Einige Auszüge:

Der Lobbyist Ron Duchin, ein Kollege der damaligen Nestlé-Berater, unterschied in einer Rede 1991 vier Typen von Aktivisten: Radikale, Idealisten, Opportunisten und Realisten. Das Ziel müsse sein, Radikale zu isolieren, Idealisten zu Realisten machen und die Realisten zur Zusammenarbeit mit den Unternehmen zu bewegen („co-opt the realists into agreeing with industry“) – die Opportunisten würden dann folgen.

Könnt Ihr Euch ja mal selber fragen, zu welcher dieser Gruppen Ihr gehört und wie man versucht, Euren Willen zu brechen.

Astroturf:

Es handelte sich also nicht um eine echte Bürgerinitiative, sondern um eine künstliche Initiative, die mit dem Begriff Astroturf beschrieben werden kann. „Astroturf“ ist eigentlich ein Markenname für Kunstrasen und bezeichnet die Imitation von Grassroot-Initiativen. Astroturf soll wie Graswurzeln, also Bürgerbewegungen von unten aussehen, ist aber künstlich.

Da fällt mir spontan die Freunde-des-Nürburgring Truppe ein, die von Hendrik Hering inszeniert wurde und immer noch aktiv ist.

Dialogfalle:

Die KritikerInnen werden beschäftigt, so dass sie für ihren Protest auf der Straße weniger Zeit haben. Sie müssen sich mit den Dialogangeboten auseinandersetzen und lassen sich dadurch mitunter spalten – in die, die mitreden, und die, die es nicht tun. Das Unternehmen gibt sich modern, offen und dialogbereit, was gerade auch in der Medienöffentlichkeit gut ankommt. Wer nicht am Dialog teilnehmen will, wird hingegen schnell als Verweigerer abgestempelt. Eine Dialogfalle schnappt regel- mäßig dann zu, wenn ergebnislose Gespräche hinter verschlossenen Türen geführt werden, um eine öffentliche Konfrontation zu umgehen und die Protestbewegung zu schwächen.

Nürburgring Beispiele? Jede Menge Runder Tische in Adenau, in Nürburg, am Ring - alle mit viel Aufwand, aber ohne Ergebnis - oder die Fan Diskussion mit Richter / Lindner, die damit die Communities umarmen und die Kritiker spalten wollten. Oder - ziemlich genau 1 Jahr her - als Malu Dreyer einen Termin mit Sabine und Christian hatte - Ihr erinnert Euch. Ganz großes Kino im wahrsten Sinne des Wortes, denn Malu Dreyer hat sich als erstklassige Schauspielerin herausgestellt. Hat den Aktivisten die Zeit gestohlen und ihnen Hoffnung gemacht, während sie in Wirklichkeit auf einer komplett anderen Agenda unterwegs war, um später mit Sigmar Gabriel den Joaquin Almundia weichzuklopfen für den Verkauf an Capricorn.

Wollen wir bei der Übersicht aber nicht das peinlichste Beispiel vergessen, das Stefanie Hohn von der NAG seinerzeit krampfhaft als ganz normale PR Kampagne verkaufen wollte: der LOVE THE RING Aufkleber als Offensive gegen den SAVE THE RING Erfolg. Das war wirklich unterirdisch.

Trotzdem: alle diese Maßnahmen haben uns beschäftigt, verunsichert und aufgehalten. Man darf nie vergessen, dass gewaltige wirtschaftliche Interessen im Spiel sind, denen unsere eher ethisch basierten Beweggründe völlig egal sind.

Doch mit ein wenig Detektivarbeit sind alle diese inszenierten Propaganda-Aktionen durchschaubar und verlieren, wenn sie schnell enttarnt werden, auch schnell ihre Wirkung.

Lobby | Astroturf | Dialogfalle | Protest |


Sonntag, 12. Juli 2015

Auch Ja zum Nürburgring klagt in Brüssel.

Neben Nexovation klagt auch der JzN Verein rund um Otto Flimm gegen das Nürburgring Verkaufsverfahren:

Warum?

Die Aktivisten um den ADAC-Ehrenvorsitzenden Otto Flimm hoffen noch immer auf eine gemeinnützige Stiftungslösung.

Richtig so. Der Ring ist 1927 sicher nicht gebaut worden, damit sich knapp 90 Jahre später Private daran bereichern.

JaZumNürburgring | Flimm | Nexovation | Ringverkauf |




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