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Montag, 01. Juli 2019

Paradies geht ja mal gar nicht - Madrid flutet die Innenstadt wieder mit Autos.


Montag, 24. Juni 2019

Die Geiz-ist-geil Urlauberfraktion spart gerne mal die Maut in Österreich.

Quält sich stattdessen lieber über die kleinen Landstraßen. Daher werden die jetzt für Durchgangsverkehr gesperrt.

Wenig überraschend tobt der Verkehrsminister, die Freiheit des deutschen Premium-Autofahrers hat gefälligst unanstastbar zu bleiben.

Ich prognostiziere mal, das wir noch viel mehr Einschränkungen der individuellen Mobilität hinnehmen müssen - das ist der Preis dafür, dass wir zulange über unserer Verhältnisse gelebt haben bzw. mobilisiert waren.

Das wird als Verlust wahrgenommen - ist in Wirklichkeit aber nur ein Rückzahlen der Schulden.


Dienstag, 15. Januar 2019

Wie hoch steigt eigentlich der Meeresspiegel, wenn das gesamte Eis in der Ost-Antarktis schmelzen würde?

52 Meter.


Freitag, 23. November 2018

Woran merkt man, dass die IDM über´n Berg ist?

Der kräftemessende ADAC lagert seinen Junior Cup nicht mehr ins Ausland aus, sondern spielt wieder in der IDM mit.

Falls das spontane Assoziationen an einen Vorstadt-Kinderkarten auslöst: ja, geht mir auch so.


Montag, 18. Juni 2018

Dieselgate Daily: Audi Boss Rupert Stadler im Gefängnis.

Das gibt der kurzfristig einberufenen VW Aufsichtsratssitzung heute (!) sicher zusätzliche Würze.

Rupert Stadler ist nicht nur langjähriger Audi Chef, sondern ebenso lange Mitglied des 8-köpfigen Vorstandes der Volkswagen AG.

Ob Wolfgang Hatz jetzt seinem Kollegen im Knast zeigt wo alles ist?

Bayern München's Aufsichtsrat hat jedenfalls jetzt schon eine bemerkenswerte Gefängnis-Erfahrungs-Quote.

Und für Wolfgang Porsche auch ein Wechselbad der Gefühle: gestern noch Le Mans GTE Sieg (PRO + AM) - und heutige direkt schon wieder dieses lästige Dieselthema.

Leider bekommt man in Deutschland von allen Medien nur die 1.000ste gleiche Nachricht, für eine Einordnung muss man das Ausland - z.B. die Schweiz oder NYT / Jack Ewing - bemühen:

Audi-Chef Rupert Stadler ist ein wahrer Überlebenskünstler. Der 55-Jährige konnte seinen Posten behalten, obwohl die Ingoldstädter VW-Tochter als Keimzelle des Diesel-Skandals um manipulierte Abgaswerte gilt, die Aufklärung bei Audi nur mässig schnell voranging und in den Medien immer wieder haarsträubende Berichte über das Verhalten von Stadler und vom Management auftauchten. Selbst die Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft München II Stadler seit dem 30. Mai als Beschuldigten führt und ihm sowie einem weiteren Vorstand «Betrug» und «mittelbare Falschbeurkundung» vorwirft, veranlasste den VW-Aufsichtsrat sowie die Familien Porsche und Piëch nicht, ihn abzusetzen. Die beiden Familien sind die Mehrheitseigner des VW-Konzerns. Eine Entlassung soll laut Medienberichten erstaunlicherweise jedenfalls nicht unmittelbar angestanden haben.

Jack Ewing bestätigt übrigens auch, dass Leonardo di Caprio an einem Dieselgatefilm arbeitet. Der Stoff wird ihm so schnell nicht ausgehen.

Und ich frage mich auch, ob Dieter Zetsche jetzt nervös wird, wenn es an der Haustür klingelt?

Ach ja: das Internet wird natürlich kreativ.

Dieselgate | Stadler | Gefängnis |


Sonntag, 06. Mai 2018

USA sucht Martin Winterkorn per Haftbefehl.

Um der Anklage Nachdruck zu verleihen, hat die amerikanische Justiz gegen Martin Winterkorn einen Haftbefehl erlassen.

Im Gegensatz dazu schnarchen die Gesetzeshüter in der Deutschland kräftig vor sich hin, argumentieren schamlos mit Gründlichkeit.

Und es ist mal wieder der Postillon, der den Nagel auf den Kopf trifft.

Dass Martin Winterkorn unter diesen Umständen Fernreisen in absehbarer Zeit meiden wird, ist keine Überraschung. Aber dass auch Herbert Diess die USA meidet, ist dann doch schon verwunderlich. Dabei wäre das eine tolle Gelegenheit, auch seine eingelochten treuen Mitarbeiter Liang und Schmidt zu besuchen, die hätten ihm sicher einiges zu erzählen.

Laut Anklage hat Winterkorn spätestens am 27. Juli 2015 von der Prüfstandserkennung erfahren.

Um die Sache abzurunden: hier das Video, mit dem er sich am 22.9.2015 entschuldigt hat, um den Rücktritt eventuell noch abzuwenden. Der aber dann doch ein Tag später erfolgt ist.

Winterkorn | Dieselgate | Volkswagen | Diess | Haftbefehl |


Sonntag, 14. Januar 2018

In Frankreich gilt ab 1. Juli Tempo 80 auf der Landstraße.

Wegen der Sicherheit.

Hat natürlich nicht lange gedauert, bis einige Spezialisten das auch für D fordern.

Und man kann sich zu Recht fragen, wo man dann noch Motorradfahren soll?

Tempolimit |


Samstag, 30. Dezember 2017

Kurt Beck bleibt sich treu: als Steuergeld-Ausgeber.

Wenn man etwas über politische Stiftungen lesen möchte, dann macht man das am besten im Ausland - z.B. der Schweiz:

Beim Wort Stiftung denkt man zwar an eine mit Spenden finanzierte Organisation. Doch die zurzeit sechs politischen Stiftungen erhalten ihre Mittel fast vollständig aus der Staatskasse, also vom deutschen Steuerzahler. Und diese Gelder fliessen immer üppiger: 2005, als Angela Merkel erstmals einer Regierung vorstand, waren es 330 Mio. €, für 2017 rechneten die sechs Organisationen laut ihren Jahresberichten mit rund 570 Mio. €.

Und dann stellt man fest, dass sich Kurt Beck treu geblieben ist. Denn diese Stiftungen - auch die Friedrich-Ebert-Stiftung, deren Vorsitz er sich unter den Nagel gerissen hat - finanzieren sich hauptsächlich aus Steuergeldern.

Also wenn es einen Experten im Steuergeldverprassen gibt, dann ja wohl Kurt Beck.

KurtBeck | FriedrichEbertStiftung | NeueZüricherZeitung |


Sonntag, 01. Oktober 2017

Bürgermeister Hoffmann von Adenau will mehr Radarkontrollen.

Es würde zu schnell gefahren:

Vor allem Autofahrer aus dem Ausland kämen immer häufiger und nutzten die Straßen und Plätze in der Stadt als Rennstrecke.

Wie kann man denn “Ein Stück Nürburgring” mit rot-weißen Bordsteinen mit einer Rennstrecke verwechseln?


Freitag, 04. August 2017

Schadenfreude statt Vorsprung durch Technik.

politico.eu:

Germany may be no cleaner or dirtier than other European countries. But it’s certainly more self-righteous. And so it’s hard to avoid a shiver of Schadenfreude at the mounting reports of unsavory — and possibly illegal — behavior by some of its biggest business brands.

Das geschieht den arroganten Deutschen recht - so das aktuelle Bild im Ausland über uns.

Kein Wunder, auch der große Deutsche Bank Skandal z.B. sitzt immer noch tief verankert im Gedächtnis:

The collapse of residential-backed mortgage securities was a major factor in triggering the 2008 global financial crisis (which itself unleashed hordes of German moralizers). Deutsche Bank has also been fined over its U.K. subsidiary’s manipulation of LIBOR interest rates and for failing to prevent some $10 billion of Russian money laundering.

Oder Siemens - ganz aktuell:

Meanwhile, German engineering powerhouse Siemens stands accused of having supplied gas turbines for electricity generators that will enable Russia to open two power stations in occupied Crimea, ending the annexed peninsula’s dependence on energy from Ukraine, from which Moscow seized the region in 2014.

Wieso übernimmt da eigentlich niemand was? Weil unsere Regierung selber knietief mit drinsteckt:

One common thread among the raft of corporate scandals is that the German government has not been at the forefront of exposing or investigating them. On the contrary, it was regulators in the U.S. (and to a lesser extent, in Brussels) who unmasked bad behavior by Deutsche Bank and Volkswagen.

Amerika und Brüssel müssen uns mit der Nase drauf stoßen, damit überhaupt irgendeine - meistens doch nur scheinheilige Aktion - startet. Während in USA der VW Konzern kräftig Schadensersatz und Strafen zahlen muss, wird es bei uns unter den Teppich gekehrt:

The German carmaker agreed to pay about €15 billion in compensation to U.S. drivers, but brushed aside calls to compensate its European customers due to different consumer protection rules in the bloc.

Von Veränderung, Läuterung oder einer neu entdeckten gesellschaftlichen Integrität ist hierzulande leider nichts zu spüren - Gier und Machtstreben diktieren die Handlungen - ohne Happy End in Sicht. Stattdessen “Weiter so!” Signale auf allen Ebenen.

Dieselgate | Integrität | Ausland | Schadenfreude |


Dienstag, 07. März 2017

70 Jahre Walter Röhrl - Herzlichen Glückwunsch! [Update]

Auch wir können uns freuen, denn so ein runder Geburtstag fördert so viele Interviews, Anekdoten und Kommentare zutage, dass man mit dem Lesen kaum noch hinterherkommt.

Zum Beispiel diese tolle Serie in der Mittelbayerischen - mit so Zitaten wie:

  • Für einen normalen Menschen ist es unverständlich, was mit einem Auto geht.
  • Womit er gerade fährt:
    Mit meinem Porsche Panamera Turbo mit bescheidenen 550 PS. Wenn ich auf der Landstraße so fahre, wie es sich gehört, verbraucht er 9,6 Liter. Wenn ich auf der Rennstrecke Vollgas gebe, sind es 50 Liter. Das ist aber in Ordnung, 500 Pferde trinken einfach mehr als eins.
  • Ein Baum geht halt beim Rallyefahren nicht auf die Seite.
  • Wie er seinen Geburtstag feiert:
    Ich bin ja ein begeisterter Ski-Touren-Geher. Alle letzten Geburtstage habe ich mit Ski-Touren verbracht. Wenn jemand von meinen Freunden der Meinung ist, dass er mithalten kann, darf er gern mitgehen. Die meisten haben aber eingesehen, dass es wenig Sinn macht.

Und das Porsche-Museum hat sogar eine Sonderausstellung vorbereitet.

Gleichzeitig so spektakulär und dennoch immer entspannt wirkender Herr der Lage - das kann nur der Lange aus Bayern.

Unsere Wege haben sich mehrfach gekreuzt und immer war er geerdet und gradlinig - auch schonmal kantig und leicht schroff - aber immer ist er auf seine eigene Art liebevoll, ehrlich und enthusiastisch mit dem was er macht - und auch was er sagt.

Das Gruppe B Festival in Daun scheint in seiner Gunst inzwischen der Köln-Ahrweiler den Rang abgelaufen zu haben, aber die beiden Veranstaltungen in Rufweite zur Nordschleife stehen bei ihm nach wie vor ganz hoch im Kurs.

Hier meine aktuellste Aufnahme von ihm beim Smalltalk in Daun:

… und später am Steuer des Audi Gruppe S - kurz bevor der Wagen zum ersten Mal in der Öffentlichkeit im Einsatz gezeigt wurde:

Ihr kennt alle dieses Video, das ich vor 10 Jahren gemacht habe?

youtu.be/E93ag4Rp-Gg

Als die Passagiere durch waren, durfte ich auch mal mitfahren: unvergessliches Nordschleifen-Erlebnis. 911er GT3 mit abgefahrenen Michelin Cup auf nasser Piste!

Aber auf eine Sache bin ich besonders stolz: Walter Röhrl hat für Bilstein ein Fahrwerk für den 964 RS entwickelt in Papenburg und ich durfte ‘Behind the Scenes’ dabei sein - meine Lieblingsrolle.

Das war am 13.Februar 2007 - also ziemlich genau vor 10 Jahren zu seinem 60.Geburtstag.

Ich hatte ein ganz bestimmtes Bild im Kopf: Walter Röhrl konzentriert im 911er RS - fahrend - driftend - das Limit auslotend.

Also hab ich es mir im Fußraum bequem gemacht und er hinter’m Lenkrad - und alles ist so abgelaufen, wie ich mir das im Vorfeld gewünscht habe:

Das hat den Bilsteinleuten so gut gefallen, dass sie Autogrammkarten davon gemacht haben:

Und jetzt kommt mein persönlicher Stolz-Teil ;) Walter Röhrl haben die Karten auch so gut gefallen, dass er sie eine ganze Weile lang selber benutzt hat. Kein Wunder also, dass diese Karte für mich eine ganz besondere Bedeutung hat:

Ein Beitrag geteilt von renn.tv (@renntv) am

Eigentlich könnte ich jetzt diesen Post hier beenden und alles wäre gut. Aber mir liegt da noch eine Sache am Herzen, die ich unbedingt loswerden möchte.

Jeder hat es selber in der Hand, wie er (oder sie) sein Leben nach der Motorsport-Laufbahn gestaltet: ob ehrenhaft und genügsam oder geldgeil und machtbesessen. Man kann seinen Wohnort aus steuerlichen Gründen in’s Ausland verlegen - z.B. nach Österreich - oder man bleibt heimatverbunden in Bayern. Man kann versuchen sich lautstark in die erste Reihe zu jodeln - oder man bleibt als Freund der leisen Töne unaufdringlich im Hintergrund. Selbst als offizieller Porsche Repräsentant hat man die Wahl, ob man sich den Kameras in der Le Mans Startaufstellung aufdrängen möchte - oder eben nicht. Man sucht es sich auch selber aus, ob man sich aus Profit- und Profilneurose um Ämter bemüht, die zwar intellektuell ein paar Nummern zu groß sind, aber die eigenen Privatbedürfnisse prima befriedigen.

Auch wenn der schnelle 70-jährige über die Jahrzehnte ein paar Hundertstel verloren hat: auf dem Gebiet von Moral, Anstand und Ehrlichkeit hat Walter Röhrl einen Vorsprung auf einige seiner Kollegen wie damals vor genau 37 Jahren in Arganil. Und er bleibt sich nach wie vor gnadenlos treu - was für ein wertvoller Mensch.

UPDATE:

Schöner Nachtrag von Kleine Zeitung aus Österreich, der Reporter erinnert sich an das erste Rendevouz - direkt als Beifahrer:

Sein Beifahrer schnallte mich auf den Beifahrersitz und Sekunden später verendete meine vorbereitete erste Frage bei der Einfahrt in ein enges, von massiven Eichen flankiertes Waldstück. Dann folgte ein ungefähr zehn Minuten langer Stummfilm, und als mich danach Röhrls Mechaniker aus dem Porsche klaubten, war ich mir sicher, dass dieser Mann entweder lebensmüde, völlig durchgeknallt oder ein Genie sein musste. Nach einer kurzen Stabilisierungsphase verfügte ich mich jedenfalls zurück in die Redaktionsstube nach Graz, entschied mich für die Definition Genie und schrieb für die Kleine Zeitung meine erste Röhrl-Story.

Das war ein Glücksfall und der Start einer langen Zusammenarbeit:

So testet Röhrl für uns seit nunmehr 35 Jahren die neuesten Modelle, kommentiert und kritisiert Entwicklungen und hat uns als Mentor der Motorredaktion so manche Tür geöffnet. Unantastbar in seiner Kompetenz sind es seine Autorität und Glaubwürdigkeit, die uns Glanz und Ansehen verleihen.

Schon über 800 Autos sind so von Walter Röhrl getestet worden.

Röhrl | Geburtstag |


Dienstag, 04. Oktober 2016

Fangio, Mercedes Argentinien und das Nazigold.

Es gibt das Fangio Denkmal noch einmal - genau so, wie es am Nürburgring steht: nämlich in Buenos Aires in Argentinien vor der Mercedes Niederlassung:

Ist mir in Gaby Weber’s neuestem Film aufgefallen, der aufzeigt, wie die Nazis schon vor dem Ende des 2.Weltkrieges systematisch das zusammengeraubte Vermögen in’s Ausland transferiert haben, um nach der erwarteten Niederlage wirtschaftlich ausgepolstert zu sein:

youtu.be/MibJl-moB1Q

Pikanterweise spielt Daimler-Benz eine Schlüsselrolle bei dem späteren Problem, das Geld wieder legal in den Umlauf zu bringen.

Das passt alles so gar nicht in das Bild, das normalerweise von den Vorgängen damals in den Geschichtsbüchern zu finden ist. Aber Gaby Weber hat akribisch recherchiert und veröffentlicht auch zum ersten Mal ein etwa 10 Jahre altes Interview mit Jorge Antonio, über den Daimler-Benz die Geschäfte in Argentinien installiert hat. Jorge Antonio hatte als Unternehmer die Nazi Vergangenheit seiner Geschäftspartner und deren Geldern großzügig ausgeblendet, denn er war scharf auf eine eigene LKW Fabrik. Die er dann auch bekommen hat.

Fangio selber kommt auch nicht gut weg, laut Aussage von Eduardo Fachal - in den 70ern Betriebsrat bei Mercedes-Benz in Argentinien:

(bei 51:58)

Der Rennfahrer Juan Manuel Fangio - hinter mir steht sein Denkmal - war in den siebziger Jahren Präsident von Mercedes-Benz Argentina und sorgte, mit dem damaligen Wirtschaftsminister Cavallo dafür, dass die Schulden des Unternehmens von 92 Mio. Dollar vom Staat übernommen und in öffentliche Schulden verwandelt wurden.

Alles schwer verdauliche Kost - nicht auf nüchternen Magen anschauen und am besten stabil hinsetzen.

GabyWeber | Mercedes | Argentinien | Fangio | Nazigold |


Sonntag, 07. Februar 2016

Spannendes Bathurst 12h-Rennen.

John Hindhaugh hat es nach dem Rennen passend zusammengefasst: This is a world class event! … und damit meine Theorie bestätigt, dass sich auf Dauer weltweit pro Wochenende jeweils ein Highlight herauskristallisieren wird, auf das sich die Aufmerksamkeit konzentriert.

Und dieses Wochenende war das - zu Recht - das 12h-Rennen in Australien.

Spannend bis zur letzten Runde, am Ende trennten die Verfolger (Nissan GT-R) vom Gewinner (McLaren 650S) genau 1,267 Sekunden. Nach 12 Stunden Rennen!

Bentley wurde Dritter und der Phoenix Audi aus Meuspath Vierter - und alle Vier waren noch in der Runde der Gewinner.

Wer das Rennen verpasst hat, kein Problem - hier kann man sich die kompletten 12 Stunden noch einmal anschauen. Was für ein Service!

Überhaupt, die Übertragung war vom Feinsten.

Bei mir lief der Stream - in 1.080p HD - auf dem iPad, Timing und Twitter auf dem Computer. Bin auch nicht der einzige mit so einem Setup.

Es gab sogar jemanden, der hat sich die Mühe gemacht den per Scanner abgefangenen Funk der Teams und der Racecontrol zu streamen. Wow. Aber da war ich überfordert - braucht man ja 3 Paar Ohren! Trotzdem, je mehr Info desto besser. Die internationale Community sorgt mit diesem Input dafür, dass keine Frage unbeantwortet bleibt.

Twitter hat im Moment die Nase vorne, wenn es darum geht die Renngemeinde zu vereinen. Ein gemeinsamer Hashtag - in diesem Falle B12Hr - reicht, damit alle zueinander finden.

Da gesellen sich dann auch schonmal so Leute dazu wie die Franchittis - das wäre bei einem Forum oder ähnlichem nicht so problemlos möglich.

Bathurst wird gerne mit der Nordschleife verglichen - zwar nicht so lang, aber ähnlich in die Natur und Berge eingebettet.

Diese Einstellung:

könnte auch von der Antoniusbuche stammen.

Oder die hier Metzgesfeld?

Im Gewinner McLaren saß u.a. Shane van Gisbergen aus Neuseeland - diesen Artikel über ihn bei Jalopnik hatte ich hier schon einmal verlinkt.

Krasser Typ, bei dem sich McLaren schonmal bedanken darf, nach über 20 Jahren ein Langstreckenrennen zu gewinnen. Man kann auch nicht gerade sagen, dass es einfach gewesen sei. Der Wagen hat auch einmal ordentlich gezickt und musste während dem Rennen auf der Strecke rebootet werden - kein Witz! Der Neustart hat 45 Sekunden gedauert.

Twitter Handle der Fahrer werden heute übrigens schon völlig selbstverständlich eingeblendet - das gehört zum guten Ton und ist wichtiger als z.B. die Homepage:

Also bei Rennen im Ausland von Leuten, die etwas davon verstehen. Beim DSMB unvorstellbar - wie soll man da auch einen Eingangsstempel draufmachen und abheften?

Der McLaren hat optisch eine gute Figur abgegeben:

und ist - wie in der VLN die Dörr McLaren auch - auf Pirelli gelaufen.

Bentley war mit 2 Autos am Start - meine Güte sind das Kühlschränke. Da wird sogar der GT-R blaß.

Ich habe mal aus Spaß aus diesem Bild - als im Stream der Audi auf der gleichen Höhe mit dem Bentley war - die beiden übereinandergelegt:

Ist doch nicht normal.

Die GT3 sind inzwischen reine Werks-Prototypen. Die Teams werden reduziert auf ihre Rolle als Einsatzteam, denn wenn einmal homologiert, dann darf der Wagen nicht mehr verändert werden.

So wurde schon am Nürburgring die Selbstbauerszene ausgerottet, weil die SP7/8 vom Reglement her den SP9 (= GT3; das ist ein Witz, dass die auch SP genannt werden) untergeordnet wurden. Damit kein Privatteam gegen die Werke gewinnen kann - wo kämen wir denn da hin!

Ich bin immer neidisch auf die australische V8 Serie, die mit dem Konzept Blechautos mit viel Leistung und wenig Aero sagenhafte Rennaction bietet.

Ihr habt vielleicht mitbekommen, dass Romolo Liebchen den Audi GT Bereich verlässt. Aber nicht ohne der V8 noch einen mitzugeben: wenn es nach ihm ginge, dann würden sie durch GT3 ersetzt werden. Das muss man sich mal vorstellen. Natürlich geht es wieder mal nur darum möglichst viel Geld für Audi zu verdienen - je mehr GT3 Meisterschaften umso besser. Ich hoffe in Down Under sind sie weise genug zu erkennen, was für eine geile Rennserie sie mit den V8 haben. Damit sie nicht den Fehler wie in der Nürburgring Langstrecke begehen, wo die sündhaft teuren GT3 inzwischen lähmend über den Privatteams liegen und zusätzlich durch ihren Speed die Nordschleife als Rennstrecke gefährden.

Apropos VLN: Patrick Simon war auch am Start in einem privaten Mercedes (der mit der Martini Beklebung) - ist aber leider verunfallt. Ansonsten war er gut unterwegs, das war schade.

War sowieso ein hartes Rennen - von den 36 Startern sind nur 20 ins Ziel gekommen.

Was mich auch überrascht hat, dass kein BMW und nur 2 Porsche (Cup S) bei den GT3 dabei war.

Das Bathurst Rennen zählt nämlich zur neuen International GT Challenge, die Stephane Ratel ins Leben gerufen hat. Es sind nur 3 Rennen und 24h Spa gehört dazu ebenso wie Sepang 12h. Es ist das erste Jahr in dem das stattfindet, soll in Zukunft weiter ausgebaut werden. Eingetragen sind Audi, Bentley, McLaren und Mercedes - sie dürfen jeweils 4 Autos pro Rennen nominieren. Und darum geht’s natürlich wieder einmal: dass die Hersteller mehr GT3 Autos verkaufen bzw. einsetzen und ihre Erfolge vermarkten können.

Trotzdem - unter´m Strich war Bathurst nach den grandiosen Rolex24 in Daytona schon das nächste Highlight im Endurance Kalender, so kann es ruhig weitergehen!

Dass inzwischen einige Veranstalter erkannt haben, dass mittelfristig nur über eine internationale Audience ein Rennen fest etabliert werden kann, das stimmt mich positiv. Auch wenn das Schnarchen des ADAC Nordrhein mit seinem selbst gefeierten RTL TV Vertrag die deutsche Rennsport-Landschaft erschüttert - international wird inzwischen in einer anderen Liga gespielt und wer nicht abgehangen werden will, wird sich zwangsläufig den geänderten Anforderungen stellen müssen.

Bathurst | Gisbergen | Liebchen |


Montag, 18. Januar 2016

Nürburgring - damit auch die Nordschleife - jetzt komplett unter russischer Kontrolle.

Bisher musste Getspeed mit dem 2. Nürburgring Geschäftsführer Adam Osieka alle Entscheidungen am Nürburgring mittragen. Das ist jetzt Geschichte, weil sich die russische Holding freigekauft hat und jetzt niemanden mehr um Erlaubnis fragen muss.

Zwischen den beiden Geschäftsführern bzw. Beteiligungen haben sich einige Gerichtsprozesse aufgetürmt - nicht gerade üblich, wenn es doch beiden um den gemeinsamen Geschäftserfolg gehen sollte.

nuerburgring.de:

Die beiden Gesellschafter der capricorn NÜRBURGRING Besitzgesellschaft mbH (cNBG), GetSpeed GmbH & Co. KG und NR Holding AG, haben ihre Differenzen und rechtlichen Auseinandersetzungen einvernehmlich beigelegt. GetSpeed GmbH & Co. KG hat seinen Geschäftsanteil an der capricorn NÜRBURGRING Besitzgesellschaft mbH deutlich reduziert. Damit gibt GetSpeed GmbH & Co. KG auch ihre Rolle in der Geschäftsführung der Nürburgring-Gesellschaften auf. Eine entsprechende Vereinbarung haben die beiden Gesellschafter am Freitag, 15. Januar 2016, unterzeichnet.

Wieviel das die Russen gekostet hat weiss man nicht. Axel Heinemann dürfte froh sein, wenn er mit einem blauen Auge davongekommen ist - man konnte lesen, dass er seine Beteiligung durch einen Bankkredit erst möglich gemacht hat.

In den Sternen steht auch wie es mit Getspeed weitergeht, die kurze Meldung der CNG lässt vermuten, dass die Beteiligung nicht kompett aufgelöst wurde. Florian Zerfaß meint in der WiWo sie sei auf unter 5% gesunken.

Ist Euch mal aufgefallen, dass bei vornehmlich gut klingenden Nachrichten seitenweise aufgebauscht wird - am besten noch mit tollen Handschlagsfotos begleitet. Hier zum Beispiel. Aber wenn es beendet wird, dann eher heimlich - da müssen wir schon froh sein, dass sie überhaupt was schreiben.

Und was bedeutet das Ganze jetzt für den Ring? Noch bevor es zur Landtagswahl im März geht ist Maria Luise Dreyer’s Versprechen (kein Oligarch!) hinfällig. Falls die EU Klagen erfolglos bleiben, geht der Ring in russische Hand über. Bis dahin gehört er - ja wem gehört er denn? - und wird von den Russen gepachtet.

Wer diese Russen sind? Streng geheim, sogar der Vorzeigefrontmann und Fast-Milliardär Viktor Charitonin hat es nicht für nötig gehalten, sich auch nur einmal der Öffentlichkeit vorzustellen.

Übrigens, wenn man heute nach Russland googelt, landet man erstmal auf diesem Artikel: Ohne Schmiergeld geht gar nichts.

Ok, den Gag mit der Schmierstoffindustrie spar ich mir jetzt.

UPDATE:

Dieter fasst die Situation einmal zusammen:

Ein Armutszeugnis für Landesregierung, die in beispielloser Unfähigkeit den Nürburgring aus recht stabiler Lage erst in die Insolvenz getrieben hat, wie auch für die Insolvenzverwalter, die den Ring dann an einen Käufer ohne die nötigen Mittel verschleuderten, um ihn dann in einem fragwürdigen Zweitverkauf in die Hände russischer Investoren zu spielen.

Charitonin | Getspeed | Osieka | Heinemann |


Dienstag, 21. Juli 2015

DMSB Saga - nächste Runde.

Erstmal zu den Youngtimern.

Das Problem ist anscheinend die Anzahl pro Auslandsrennen einer nationalen Veranstaltung, weil man darf maximal nur 1x im Ausland fahren. Hat die FIA festgelegt - wahrscheinlich um mehr Geld zu verdienen mit internationalen Rennen - und darüber gab es 2012 auch schon mächtig Ärger.

Wie das übrigens Förderung des Motorsports sein soll, ist mir schleierhaft. Denn das sollte die Aufgabe der FIA sein - anstatt die Veranstalter zu schröpfen. Auch wie solche Gesetze (?) in die heutige politische Landschaft der EU mit ihrem gemeinsamen Markt passen soll, ist mir ein Rätsel. Aber das ist ein anderes Thema. Vielleicht klagt ja mal jemand in Brüssel.

Wie auch immer - die Veranstalter nicht dumm - haben für ihre Teilnehmer Auslandsrennen als Nicht-Wertungsläufe deklariert, damit man wenigstens kostengünstig und abwechselungsreich unterwegs sein kann. Für die Youngtimer also neben Nürburgring und Hockenheim auch Zandvoort, Spa und Zolder - wobei Zandvoort und Zolder im Kalendar klar mit * als Einladungsrennen deklariert sind.

Wir werden sehen, wie es sich entwickelt.

Weiter zur IDM, bzw. Rüdiger Merdes und seinen Erfahrungen.

Er hat sich jetzt ausführlich und chronologisch gegenüber Günther Wiesinger in der Speedweek geäußert.

Da bekommt man mal Einblicke, wie das so abläuft im deutschen (Motorrad-) Motorsport und die Herren, die sich jetzt gerne mal erklären dürfen sind Christian Schacht und Hermann Tomcyzk. Ich hoffe sie nehmen diese Gelegenheit wahr mit der interessierten Öffentlichkeit einen Dialog zu führen - das ist doch eine tolle Chance.

Alles andere - also klassisches Aussitzen - wird ebendiese interessierte Öffentlichkeit in ihrem Empfinden bestärken, dass die oberste deutsche Motorsportbehörde ein korrupter und verfilzer Haufen arroganter Funktionäre ist.

Wenn Ihr meint ich übertreibe, dann lest Euch mal in der Speedweek die Kommentare durch (unter dem Artikel) - da ist man sich einig und in der Sprache deutlich, dass der DMSB abgeschafft bzw. abgelöst werden muss.

Ein Punkt, der auch dringend der Klärung bedarf, ist die Zuwendung für den Nachwuchs in Höhe von 125.000 USD, die der GP Promotor jährlich an den DMSB überweist. Das Thema hatte ich vor genau 2 Jahren schon einmal und aktuell bringt es der einzige deutsche MotoGP Pilot und Moto2 Weltmeister von 2011 - Stefan Bradl - deutlich zur Sprache:

“Es ist an der Zeit, dass jemand die Wahrheit sagt, auch wenn ich mich beim ADAC und beim DMSB unbeliebt mache. Aber das ist es mir wert, weil ich glaube, ich kann es mir als deutsches Aushängeschild erlauben, einmal auf den Tisch zu hauen und zu sagen, dass wir deutschen Nachwuchs brauchen”, sagt Stefan Bradl am Mittwoch offen gegenüber ‘Motorsport-Total.com’. “Der DMSB und der ADAC sollen sich angesprochen fühlen, denn wenn große Erfolge da sind, stellen sie sich auch vorne hin.”

Was muss eigentlich noch passieren?

Meine Meinung zur Situation:

Im normalen Leben - die Fahrer als Kunden und der DMSB als Dienstleister - wäre diese DMSB Firma längst vom Markt. Nur durch die privilierte Monopolstellung ist solch ein Handeln erst möglich.

Dabei möchte ich gar nicht werten, wer jetzt im Recht ist und wer nicht - man muss immer beide Seiten anhören. Was ich konkret am DMSB kritisiere ist die Intransparenz und das Nicht-Reagieren auf lautstark vorgebrachte Kritik. Und durch die großen Kreise, die das aktuell zieht, wird der Motorsport in Deutschland durch diesen fehlenden Dialog beschädigt.

DMSB | Schacht | Tomcyzk | Bradl | Youngtimer | Merdes |


Mittwoch, 27. Mai 2015

Großflächige Verhaftungen bei der FIFA.

Ausgerechnet die USA ist hilfreich zur Stelle - den Einsperrungen sind Ermittlungen des FBI vorausgegangen.

Es wird spannend zu beobachten, ob das Gewitter reicht um den Sport wieder sauber zu bekommen.

Eine gute Quelle ist für das FIFA Thema ist Jens Weinreich - er verfolgt die Machenschaften schon seit Jahren - intensiv und unabhängig. Im Twitterstream gibt es aktuellste Meldungen.

FIFA | Weinreich | Korruption | Verhaftung |


Mittwoch, 01. Oktober 2014

EU Kommission segnet Nürburgring- und Nordschleifen-Verkauf ab.

Jetzt hat es Almunia also doch geschafft, als eine seiner letzten Amtsaktionen den Ringverkauf durchzuboxen:

Die Kommission stellte fest, dass das Verfahren offen, transparent und diskriminierungsfrei war und die Veräußerung zum Marktwert erfolgte.

Immerhin haben sie nicht geschrieben: Die Kommission hat geprüft, dass …, weil dann wären sie zu einem anderen Schluss gekommen. So haben sie einfach nur die Darstellungen der Verkaufsbeauftragten Lieser & Schmidt übernommen, aus denen sie das dann festgestellt haben.

Erstaunlich, dass die wirtschaftliche Kontinuität explizit ausgeschlossen wurde:

Dabei legt die Kommission unter anderem folgende Indikatoren zugrunde: Gegenstand der Veräußerung (Aktiva und Passiva, Fortbestand der Belegschaft, gebündelte Aktiva), Kaufpreis, Identität des/der Erwerber(s), Zeitpunkt der Veräußerung und die ökonomische Folgerichtigkeit der Transaktion. Im Falle des Nürburgrings bestand offenbar keine wirtschaftliche Kontinuität.

Doch, das ist doch genau das Problem.

Die EU hat das Unmögliche möglich gemacht und den Weg geebnet, dass zum ersten Mal seit ihrer fast 90-jährigen Geschichte die Nordschleife in Privatbesitz verschoben wird. Volksenteignung vom Feinsten und ein sehr trauriger Tag für alle Nordschleifen-Freunde.

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der Kaufpreis gezahlt wird. Obwohl - da lässt sich bestimmt noch was machen - bzw. justieren, wenn es klemmt. Und ob es klemmt!

Das werdet Ihr so übrigens nirgendwo in den Nachrichten zu hören bekommen, dass weltweit einmaliges Kulturgut in Privathand verscherbelt wird. Man weiss ja, was sich gehört. So werden wir Zeuge, wie das heutzutage läuft: die Regierung will nichts weiter als die liebgewonnene Macht erhalten, was mit dem Nürburgring passiert, ist ihr völlig egal.

In Mainz finden sie deshalb den Verkauf auch total super, die Region könne aufatmen und man hätte Planungssicherheit.

Malu Dreyer:

Am Nürburgring können wir den Weg, den wir beschritten haben, weitergehen und das ist auch ein gutes Zeichen für die Region.

Auch mit meinem Kommentar Richtung Doktortitelsammler Schmidt hier habe ich richtig gelegen.

Gestern im Interview:

"Tatsache ist, dass die unterlegenen Bieter bei uns angefragt haben, ob man ein Gespräch führen könnte, um ihnen die Gelegenheit zu geben, noch einmal ihre rechtliche Position darzulegen. (..) Herr Lieser ist hingefahren und hat sich die Positionen angehört. Punkt - und das war’s. (..) Aber das war auch der einzige Grund, warum Herr Lieser hingefahren ist.

(Hervorhebung von mir.)

Heute in der Rhein-Zeitung von Regierungsprecher Redakteur Brück:

H.I.G. und Nexovation lassen indes durchblicken, dass sie den Eindruck hatten, es sei bereits nach einem Nachfolge-Käufer gesucht worden.

Genauso ist es gewesen, sie haben nach Möglichkeiten gesucht, wie HIG oder Nexovation in den Capricornvertrag eintreten könnten. Und der Herr Schmidt - der immerhin einen öffentlichen Auftrag erfüllt! - streitet es ab. Allein dafür sollte er schon zur Rechenschaft gezogen werden.

Warum diese Klimmzüge? Weil Capricorn protegiert ist. So wie es Richter/Lindner waren. Wir werden nicht erleben, dass die 25 Millionen Euro Vertragsstrafe fällig werden.

Die Region tut mir sehr leid. Ich prophezeie ein großes Tal der Tränen - dafür muss man kein Hellseher sein, sondern einfach nur 1+1 zusammenzählen. Mit was für Bandagen gekämpft werden wird, kann man heute schon sehen: Das Kai-Richter-Gedenk-Festival “Grüne Hölle” wurde gegenüber Rock am Ring in Mendig um eine Woche vorverlegt:

Unser Hauptinteresse gilt den Fans. Wir möchten, dass sie eine tolle Zeit und viel Spaß mit den coolen Bands am Nürburgring erleben.

Mein Gott, das tut echt weh, für wie doof die einen halten.

Lest Euch mal den Text durch und ersetzt “Festival” bzw. “Konzert” durch “24h-Rennen”, dann könnt Ihr erahnen, was in Zukunft passiert.

Der Zeitpunkt, das ausgerechnet heute bekanntzugeben, ist natürlich kein Zufall. Schön abgelenkt durch die EU Nachrichten wurde das noch schnell untergeschoben. Und so hat Robert Wild noch vor ein paar Tagen getönt.

Der Nürburgring ist übrigens nicht das einzige faule Ei, das Almunia und die scheidende Kommission (gilt noch bis Ende Oktober) durchgeschleust hat.

Auch wenn wir verschaukelt werden dass es kracht, sollten wir nicht resignieren. Es kommen auch wieder bessere Tage, aber ich fürchte erstmal geht es ziemlich bitter bergab.

Tags: AlmuniaEUKommission | Ringverkauf | Capricorn |


Dienstag, 03. Juni 2014

Die Rock am Ring Annexion.

Die heute offiziell vorgestelle Festival-Kopie soll tatsächlich

Grüne Hölle - Rockfestival am Nürburgring

bzw. als URL

grünehöllerock.com

heissen.

Mit einem Design aus einer Mischung von Dschungelcamp und Frühlingsquark:

Das haben die doch 5 Minuten vor der Pressekonferenz zusammengenagelt, alles andere wäre zu peinlich.

Auch wird schon Werbung hochgezogen, um dem jetzt anlaufenden Rock am Ring die Kunden wegzuschnappen.

“Für die aus dem In- und Ausland erwarteten rund 80.000 Rockfans bleibt in 2015 bei der ‚Grünen Hölle - Rockfestival am Nürburgring’ fast alles wie bisher, einzig der Veranstalter ist neu.” (PM)

Zum einen ’ne super Idee für einen Event, der internationales Publikum anziehen soll, in der URL mit Umlauten zu hantieren - zum anderen den Kai-Richter-verseuchten Grüne Hölle Irgendwas wieder auszubuddeln. Am Ende haben sie dem Möchtegerninvestor und Yachtliebhaber noch die grottige Marke abgekauft.

Man will auch an dem 5.Juni 2015 festhalten, so wie ich gestern schon befürchtet hatte.

3 Open Air Konzerte (Rock am Ring, Rock im Park und die DEAG Kopie) in Deutschland an einem Wochenende.

Wieso auch nicht.

Tags: RockAmRing


Freitag, 17. Januar 2014

Nicki Lauda kann auch politisch - wenn er will.

krone.at:

Finden Sie es richtig, dass Bundeskanzler Werner Faymann nach Sotschi fährt?

“Wenn österreichische Sportler dort um olympische Medaillen kämpfen, muss auch die Politik da hin. So war es früher auch in der Formel 1, zum Beispiel in Südafrika. Da finde ich es viel unglaublicher, dass das offizielle Österreich nicht am Begräbnis von Nelson Mandela teilgenommen hat. Das hat bei mir große Verwirrung ausgelöst. Fürs Image Österreichs im Ausland war es eine Katastrophe.”

Ich finde Prominenz und Sportler sollten sich viel intesiver in die Politik einmischen - man sieht ja, wie schnell sie sonst zum anscheinend willenlosen Spielball werden.

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tag: NickiLauda | Lauda


Freitag, 18. Oktober 2013

Übrig Ns vom Freitag.

Nteressante Netz-Fundstücke in lockerer Folge:

Falls Ihr Links für mich habt: Danke, immer her damit! :) Aber bitte vorher prüfen, ob ich das schon hatte. (Email steht ganz oben.)

Tag: ÜbrigNs


Samstag, 12. Mai 2012

STR Unterstützung aus Canada.

Eigentlich wollte der Reporter Michael Vaughan am Nürburgring die neuen Jaguars testen, aber er wurde vor Ort auf den SAVE THE RING Protest aufmerksam.

So wurden die Probleme dann auch der Aufhänger für seinen Artikel:

Nürburgring: Trouble at the track.

Die National Post - ebenfalls aus Canada - auch:

Motor Mouth: Help save the Nürburgring

Die Links finden sich jetzt auch auf der savethering.org aktualisiert.


Mittwoch, 30. November 2011

Übrig Ns vom Mittwoch.
  • Sitzplatz Südtribüne überdacht bei allen Motorsport-Veranstaltungen
  • Sonderparkplatz bei allen Motorsport-Großveranstaltungen garantiert
  • 1 x Fanpaket Hockenheimring
  • Freie Fahrt bei den Touristenfahrten während der gesamten Saison*
  • Freier Eintritt ins Motor-Sport-Museum am Hockenheimring
  • Freie Insider-Führung “Hockenheimring TOUR” während der gesamten Saison

Freier Eintritt - das ist doch mal ‘ne Ansage. Und keine künstliche Belebung von Besucherfailattraktionen. Ach ja: 880 Euro. (Via)

Für den Fall, dass die oben genannten … Unterlagen … der Europäischen Kommission nicht oder nur teilweise zugeleitet wurden: Warum nicht?


Mittwoch, 11. Mai 2011

Übrig Ns vom Mittwoch.

“Ein Leuchtturmprojekt das nicht leuchtet: So wurde mit dem größtmöglichen Aufwand der geringste Erfolg geschaffen.”

Da zieh ich direkt nochmal meinen Hut.

Christian Altmeier: “Mir erschließt sich nicht, wie etwa die versuchte Privatfinanzierung am Nürburgring ausgerechnet von einer SPD-Regierung auf den Weg gebracht werden konnte! Wieso hat niemand “Halt” gerufen? Wer zeitgleich plakatieren lässt, “Finanzhaie würden FDP wählen”, darf nicht selbst mit “Finanzmaklern” versuchen, günstiger als die öffentliche Hand zu finanzieren.”

Bitte mehr davon!


Mittwoch, 29. September 2010

Race of Champions kommt Ende November nach Düsseldorf.1989 am Ring, dann viele Jahre durch´s Ausland getingelt und jetzt zurück in Deutschland - genauer gesagt in Düsseldorf. Am 27./28.November gibt´s Race of Champions in der Arena in Düsseldorf.

Zugesagt haben bisher:

Michael Schumacher
Sebastian Vettel
Alain Prost
Sébastien Loeb
Tom Kristensen
Andy Priaulx
Travis Pastrana




Wie das vor über 20 Jahren am Ring aussah, hatte ich damals auch in Fotos festgehalten, kann man sich hier nochmal anschauen.


Samstag, 20. März 2010

Aktuell sitze ich in der Pressekonferenz der VLN, ein paar Fotos hab ich mal hochgeladen und es geht gleich interessant los. Matthias Wurm von der Wige Media AG hat einen neuen Sponsor für die VLN aus dem Hut gezaubert: Gran Turismo, das als Seriensponsor auf der Heckscheibe der VLN Starter angebracht wird. Der Vertrag wird interessanterweise nicht mit Sony abgeschlossen, sondern direkt mit Polyphony Digital in Japan. Der Vertrag hat erstmal eine Laufzeit von 1 Jahr, zum Erscheinungstermin von GT5 konnte man aber auch nichts neues berichten und geht von "irgendwann in 2010" aus.

Premio steigt als Sponsor in 2010 neu ein, man möchte das ähnlich aufziehen wie seinerzeit bei der V8Star Serie. Das Ganze heißt "Premio Race Cup" und soll über die Händler die Reifenkunden ansprechen.

Sandy Grau wechselt vom Renncockpit ins Business und wird sich in Zukunft stärker bei Uvex einbringen. In der Rennerei kennt er sich schonmal gut aus! Uvex wird auch einen Service vor Ort anbieten, zusätzlich zum racewear24 Shop im Boulevard.

Peter Geishecker hat das TV Paket vorgestellt und hat noch zusätzliche internationale Ausstrahlung in Aussicht gestellt. Das internationale Starterfeld der VLN erlaubt es, auch im Ausland interessant zu berichten. Daher, laut Robert Rust, heißt die neue Strategie der VLN: aktive Vermarktung auch außerhalb von Deutschland. Das DSF sei primär am 24h-Rennen interessiert, hat sich jedoch bereit erklärt 10 x 26 Min. (netto!) auszustrahlen.

Peter Geishecker gibt noch ein paar Infos zur DVB-T Ausstrahlung, der Sender soll stärker werden, um ein besserers Signal auszustrahlen. Das neue Wige Fernsehstudio am Ring erlaubt auch eine Moderation und eventuell auch Werbeeinspielungen. Nach wie vor ein Thema für die Wige ist die Ausstattung der Nordschleife mit Kameras, dafür fehlt allerdings das Geld.

Die VLN baut ihr Rahmenprogramm aus. Geben soll es: Drift Challenge, Sommerfest im Eifeldorf Grüne Hölle, Tourenwagen Revival und Formel Renault Saisonfinale.

Jöckel Hilgeland geht nach den Einschreibungen davon aus, daß das große Starterfeld von 2008 wieder erreicht wird - Krise? Welche Krise? Das Reglement war erfolgreich und man möchte weiterhin die 20-30 ersten individuell anpassen, um die Spannung und Chancengleichheit zu erhalten.

Neu ist auch der Freitag als Trainingstag, damit das Fahrerlager in der Obhut der VLN bleibt. Die Einstellfahrt findet immer Freitag morgens statt.

Klaus von Barby bestätigt nochmal, daß es gegenüber 2009 keine Änderungen im Reglement gibt. Verfeinert wurde der Bereich Aerodynamik, damit es keine Auswüchse gibt. Für die Serienwagen gibt es bei den Benzinern die Neuigkeit, daß auch Turbos eingestuft werden können. Grund sind die neuen kleinen Turbomotoren in der Autoindustrie. Der Hybrid von Porsche ist als Versuch unterwegs in einer eigenen Hybridklasse, der Stromkreis läßt sich zur Sicherheit komplett unterbrechen.

Frank Pohl, der neue Marketing Chef seit 3 Wochen am Ring, bescheinigt der Nordschleife einen hervorragenden Zustand und sie habe den Winter gut überstanden. Die Lärmschutzwand in Breidscheid ist nach seiner Aussage eine Auflage für die Betriebsgenehmigung ab 1.1.2010. Die Bauarbeiten sind bis VLN-Start abgeschlossen. In den vergangenen Wochen und Monaten sei viel für die Sicherheit gemacht worden. "Six Packs" und FIA Zäune hat er dabei betont.

Es gibt auch immer von 17:30 bis 19:30 Uhr Touristenfahrten, außer beim 6-Stunden Rennen.

Die Siegerehrung bleibt jetzt im Eifelstadl und ab 21:00 Uhr soll dann noch gefeiert werden.

Laut Jöckel steht die Graduierung 3 der FIA kurz bevor und erlaubt jetzt internationale Wettbewerbe. Wenn das Zertifikat gültig ist, können sogar GT1 Fahrzeuge auf der Nordschleife fahren. Das gab es seit Jahrzehnten nicht mehr für die Nordschleife.

Marcel Tiemann, Timo Bernhard und Dirk Adorf kamen dann als "Werksfahrer" :) auf's Podium. Marcel gewöhnt sich an den "R", weil der "RSR" nicht mehr konkurenzfähig ist. Der Neue hat noch einiges an Arbeit vor sich. Manthey hat über 20 Fahrer, d.h. könnten eine eigene Meisterschaft veranstalten ;)

Timo hat gestern den Rollout für den "R" gefahren, funktioniert erstmal alles ganz gut. Der Abtrieb ist geringer und noch gewöhnungsbedürftig. Timo hält 10 Autos für siegfähig und sieht die Werks-BMW und Audi als Hauptkonkurenz. Er war auch noch nicht im Hybrid auf der Nordschleife unterwegs, wird aber die Testarbeit begleiten. Es ist noch zu früh die Potentiale aufzuzeigen, aber die Entwicklung wird spanned zu beobachten.

Dirk im schicken weißen Fahreranzug von BMW ist stolz und geht die Sache mit viel Respekt an, aber ist völlig begeistert von seinem neuen Renner. Für ihn ist definitv ein Traum in Erfüllung gegangen und vielleicht ist es auch ein Dank von BMW an die Fans der Nordschleife, einen Privatfahrer in das Werksauto zu setzen. Wie stellen sie die Werksfahrer gegenüber den Nordschleifenfahrern dar? Dirk sei herzlich aufgenommen worden, eine Hackordnung gibt es nicht, aber Uwe und Dirk werden komplett im Team integriert und bringen wertvolle Infos ein. Der Z4 ist auch ein Thema, hört sich super an und sieht geil aus, der Z4 habe auch großes Potential und soll auch in die Runde der Favoriten vorstoßen.

Marcel hält nichts von Pokern, es wird von Anfang an Vollgas gegeben und sie werden versuchen, jedes Rennen zu gewinnen.

Die 2.Runde setzte sich zusammen aus Christer Jöns, Jan Derenbach und Heinz-Jürgen Winz. Christer wird den Black-Falcon Audi steuern, heute war Rollout. Gestern war zu knapp, obwohl heute das Wetter einiges schlechter ist. Klappt aber ganz gut und das Auto macht viel Spaß. Christer hält den Audi nach den ersten GP Runden "für genau mein Auto". Statt Dunlop wird bei Black Falcon Yokohama gefahren, aber es gibt Unterstützung von Audi Sport, um den Wagen in den Griff zu bekommen. Die ersten Rennen sind zum Testen vorgesehen, aber nach dem 24h-Rennen soll auch mal ein Gesamtsieg angepeilt werden. Das sei natürlich der Grund, in die GT3 Klasse zu wechseln. Christer fehlt auch nur noch der Gesamtsieg in seiner Sammlung - Junior Meister und VLN Champion hat er schon im Schrank stehen.

Das Ex-Junior Team der FH Köln ist jetzt erwachsen geworden und mit dem Ford Focus RS in der Specials Klasse SP4T. Gegenüber einem Cup (Honda Civic) sicher 2 große Schritte, aber trotzdem macht es viel Spaß. Die FH arbeitet eng mit der Ford Entwicklungsabteilung zusammen und die beiden sind in Köln nur durch den Rhein getrennt. Die Konkurenz ist eher in der SP3T zu suchen, die 9 Minuten Marke von Christoph Breuer ist nicht das Ziel. Dafür eher seriennah und zuverlässig.

Heinz-Jürgen Winz wird einen Fiat 500 Abarth einsetzen, weil es genausoviel Spaß macht mit kleinen Hubraum zu fahren. Und vielleicht kann man mit dem unterlegenen Fahrzeug den "Großen" ab und zu Paroli bieten. Der 1,4 L Punto sollte eigentlich mit Turbo aufgerüstet werden, aber der 500er war zu verlockend. Es gibt auch eine Zusammenarbeit mit Turin, um diesen als Cup ausgelegten Wagen für die Nordschleife passend zu machen. Tank, Bremse, Elektrik - alles wird optimiert. Die Winz'ens sind ein Familienteam, Papa und Schwester, aber nach Geschäftsschluß im Autohaus kommen noch jede Menge Leute dazu, um die Rennen am Ring zu ermöglichen. Auch ein Einsatz beim 24h-Rennen ist geplant.

So, jetzt zieh ich mir erstmal einen Kaffee und guck mich nochwas im Fahrerlager um :)


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