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Sonntag, 02. Februar 2020

Die CSU blamiert sich als Tempo-Beschützer Partei.

Macht sogar eine Petitionsliste: Tempolimit nein danke.

Ich habe mal versucht herauszufinden, was mit den Unterschriften passieren soll. Ist mir nicht gelungen. Für am wahrscheinlichsten halte ich nach Lesen der Datenschutz Erklärung, dass die Adressen für einen Newsletterversand verwendet werden.

Generell finde ich Tempolimit-Gegner nicht unsympathisch - man möchte halt gerne schnell fahren. Ich kenne das auch nur so, dass die Leute das dann auch ohne Umschweife so sagen. Meistens wird dann aber auch ergänzt, dass das heutzutage aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens sowieso kaum noch geht.

Mike Frison / renn.tv

Die Argumentation bei der CSU ist aber furchtbar abenteuerlich, denn statt sich als fröhliche Raser zu outen, versuchen sie es hiermit:

Die Zahl der Verkehrstoten ist in Ländern mit Tempolimit zum Teil drastisch höher als in Deutschland.

Tempolimit haben alle (!) Länder und Deutschland liegt mit seinen Verkehrstoten so grob im europäischen Mittelfeld. Afrika ist da schon um einiges gefährlicher, in Somalia z.B. eine 1000-fach höhere Gefahr in Relation zu der Anzahl der Fahrzeuge. Laut CSU Argumentation würde man also in Somalia durch Streichen des Tempolimits die tödlichen Unfälle reduzieren.

Unser Problem sind die Straßen, auf denen bereits Tempolimits gelten. Auf Bundes-, Landes- und Kommunalstraßen liegen die eigentlichen Herausforderungen der Verkehrssicherheit.

Wieso? Mangels Argumenten lässt man sie einfach ganz weg und hofft es merkt keiner. Was ich bei den CSU Wählern für durchaus realistisch halte.

Oder ist das so gemeint, dass man als Tempofreund die bisherigen Tempolimits auch abschaffen will? Im Sinne von "Unser Problem sind die Straßen, auf denen bereits Tempolimits gelten.? Das wäre wenigstens ehrlich.

Der Umwelteffekt eines Tempolimits ist sehr gering. Mit einem generellen Tempolimit von 130 km/h könnten lediglich 0,6 % der CO2-Emissionen des Verkehrssektors eingespart werden. Es gibt heute also wesentlich effizientere Maßnahmen für mehr Klimaschutz im Verkehr.

Das Stichwort hier: “des Vekehrssektors”. Mich würde zwar die zugrundeliegende Rechnung interessieren, aber auch ohne die Zahlen ist es natürlich dreist die Autobahndiskussion jetzt auf den gesamten Verkehr umzuschlagen. Aber OK, CSU-Wähler, siehe oben, vielleicht merken sie es nicht.

Mein Kommentar dazu: ohne die Premiumhersteller, also Audi, Porsche, BMW, Mercedes - die alle aus Deutschland kommen - hätten wir diese Diskussion nicht. Denn sie klammern sich verzweifelt an die letzten Überreste German Autobahn, um ihre monströsen PS-Zahlen und Topspeeds zu rechtfertigen. Und zwar weltweit! Was auf der German Autobahn dominiert, hat auch in anderen Ländern Überholprestige. Und die CSU hat diese Industrie ja gerne - mit dem Verkehrsminister voran - hörig umgarnt. Worin sich wohl auch diese Temposchutzaktion begründet.

Mike Frison / renn.tv

Ich fahre auch gerne schnell, hätte mit dem 5 Zylinder Kuga oder der kräftigen 900er Hornet auch die Fahrzeuge dafür, aber wenn ich ehrlich bin, regt es mich immer furchtbar auf, wenn ich aus dem entspannten Holland wieder in das hektische Deutschland hineinfahre.

Das wäre ja alles noch ok, wenn die Leute wenigstens vernünftig fahren könnten. Aber mit den ganzen Honks am Steuer, die ohne Regel-Elektronik alle schon Exempel der Darwin’schen Evolutionstheorie geworden wären, sorgen mit ihrem Agrostil für völlig sinnlosen Stress auf den Autobahnen. Bei den einen staut sich die Aggression auf, weil sie nicht so schnell fahren könnten, wie es der Untersatz hergibt und bei den anderen, weil man ständig das Gefühl hat sich auf eine Rennstrecke verirrt zu haben.

Zum Thema Umwelt: die schlimmste Verschwendung in meinen Augen ist das Bremsen. Und zwar gleich zweimal, denn es werden wertvolle Ressourcen eingesetzt (Bremsbeläge und Scheiben), um vorher aufwendig aufgebaute Bewegungsenergie in Reibung und Wärme zu vernichten. Was für ein schwachsinniger Vorgang. Und wenn man über die Autobahn fährt, sieht man ständig Bremslichter, quasi die Visualisierung dieser Verschwendung. Gerne auch bei Gefährten der adipösen Art, also 2,5 Tonnen aufwärts.

Mike Frison / renn.tv

Da haben wir jetzt noch gar nicht über Unfälle gesprochen.

Tempolimit | Autobahn |


Sonntag, 26. Januar 2020

Verkehrtminister Scheuer bekommt Schnappatmung, weil sich der ADAC nicht mehr gegen das Tempolimit positioniert.

Und erst die armen Porschefahrer! Freiheitsentzug!


Mittwoch, 27. Februar 2019

Kann Tesla noch mit den neuen Elektro-Audis und Jaguars mithalten?

Jetzt wo Audi und Jaguar sich mit Elektroautos etablieren, kann man ja mal ausprobieren, wie sehr sie so etwas Betagtes wie einen Tesla Model X in den Schatten stellen:

In direct comparison, the Tesla Model X (drag coefficient: 0.25) performed best. The consumption was 24.8 kWh per 100 km ((39.9 kWh/100mi). The Audi e-tron (drag coefficient: 0.27) showed a 23% higher consumption of 30.5 kWh/100 km (49.1 kWh/100mi). The Jaguar I-Pace (drag coefficient: 0.29) had the highest consumption of 31.3 kWh/100 km (50,37 kWh/100mi) and required 26% more than the Model X.

Uups.

Über 30 kWh/100 km sind heftig. Klar, das sind fette SUVs, aber es gibt inzwischen Lösungen, die mit der Hälfte auskommen. Und bei dem Test wurde mit 120 km/h über die Autobahn gecruised. Übrigens: das elektrische Skateboard, mit dem ich immer öfter unterwegs bin, verbraucht 1 kWh / 100km. Nur mal so als Vergleich.

Jedenfalls scheint der ehemals ausgelachte Tesla der Konkurrenz meilenweit voraus, zumal sie sich den Wagen im Detail anschauen konnten, bevor sie mit der Entwicklung ihres eigenen Modells begonnen haben.

Elektro | Tesla | Jaguar | Audi |


Freitag, 18. Januar 2019

Tempolimit auf Autobahnen? Würde auch die Nordschleife Touristenfahrten betreffen.

Geistert gerade durch die Nachrichten:

Eine hochrangige Regierungskommission hat einen Katalog mit spürbaren Eingriffen für Autofahrer erstellt. Die Experten der "Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität" sehen unter anderem ein generelles Tempolimit von 130 Kilometer pro Stunde auf Autobahnen vor.

Hier mal ein historisches Bild von der Einfahrt Nordschleife (2001):

Mike Frison / renn.tv

Seht Ihr das Kraftfahrtstrassen-Schild? Zwei baulich voneinander getrennte Fahrbahnen, mehrspurig - das ist zwar keine Autobahn, aber auch vom Tempolimit befreit. Und der einzige Grund auch heute noch, warum auf der Nordschleife bei den Touristenfahrten freies Fahren gilt und trotzdem die Polizei bei Unfällen anrückt.

Ich brauche ja wohl nicht weiter ausführen was das bedeutet, wenn eine generelles Tempolimit in Deutschland eingeführt wird.

Nordschleife | Tempolimit | Kraftfahrstrasse |


Sonntag, 13. Januar 2019

86 Sachen mit dem Tretroller auf der Pariser Autobahn.

Auf der Périphérique ist man einiges gewohnt, aber das ist dann doch ziemlich rekordverdächtig.


Mittwoch, 04. April 2018

Karfreitag und Nordschleife.

Der Karfreitag ist ein großer Feiertag für die christliche Gemeinde - oder sollte man besser sagen: ein großer Trauertag. Es ist die Erinnerung an den Tag, an dem Jesus an das Kreuz genagelt gestorben ist und zwei Tage später, wenn an Ostern die Fastenzeit beendet wird, feiern die Christen seine Auferstehung.

Die Eifel ist generell eher konservativ geprägt, der Glaube an Gott fest verankert und hat mit Barweiler direkt am Nürburgring sogar einen Wallfahrtsort.

Daran musste ich denken, als viele Autoverrückte wieder am Carfreitag am Ring die Sau rausgelassen haben. Was mögen die Gläubigen denken, die die Traditionen pflegen und die am Ende der Fastenzeit und kurz vor Ostern ein tiefes Gefühl der Trauer überkommt? Und sind sich die Tuningfreaks darüber bewusst, dass sie mit ihrer ungezügelten Feier die Gefühle anderer Menschen durchkreuzen?

Erinnert ein bisschen an den Tanz um das goldene Kalb - oder um im Motorsport Jargon zu bleiben: an das Rennen um die goldene Ananas.

Die Bilder sind jedes Jahr gleich: Show & Shine soweit das Auge reicht, die Herausforderung des Tages ist der Brünnchen Parkplatz, der für Viele sowohl aufgrund des Verkehrsaufkommens als auch der Tiefe der Fahrwerke unerreichbar bleibt.

Auf die Strecke trauen sich die Wenigsten und wenn, dann kommen sie nicht mal bis zum Adenauer Forst. Ich hoffe den Beteiligten ist nichts passiert und wenn man nur den Ausgang der einschlägigen Videos sieht - pun intended - dann kann man nicht unbedingt auf den Unfallhergang schließen. Aber wer Ausgang Fuchsröhre stumpf in die Leitplanke einschlägt - oder sogar vorher mit einem Überschlag abrundet - noch ein pun intended - der braucht eigentlich nicht mit dem Finger auf andere zeigen.

Neben den Einzelschicksalen gibt es aber noch andere - viel gravierendere - Auswirkungen, die die traditionelle Touristenfahrt insgesamt gefährden. Und damit das Wohl einer ganzen Region, denn ohne den Touristenverkehr zwischen den großen Veranstaltungen sind die vielen Betten und Bewirtungen nicht aufrecht zu erhalten.

Ich weiß ja nicht, in welchem Paralleluniversum die Nürburgring Betreiber - Besitzer - oder wie sie sich heutzutage nennen wollen - unterwegs sind, aber die Gier siegt nach wie vor über die Vernunft. Ich will nicht wieder mit dem Arbeitskreis anfangen, den ich zwar mitbegründet habe, in dem man mich aber nach 2004 lieber nicht mehr sehen wollte. Die Argumentation ist aber gleich geblieben: der Veranstaltung Touristenfahrt muss der Renncharakter genommen werden, um sie in Zukunft ohne Ärger weiter fortführen zu können.

Das ist eine große Herausforderung, denn immerhin fährt man auf einer Rennstrecke, mit rennähnlichen Fahrzeugen, oft mit Helm und vor Publikum. Links und rechts die Curbs, auf der Suche nach der Ideallinie - und dann bitteschön kein Renncharakter.

Doch was machen die Verantwortlichen? Stellen Streckenposten mit gelben Flaggen auf! Fehlt tatsächlich nur noch die Klasseneinteilung und die Zeitnahme.

Ich kann über so viel Leichtsinn nur den Kopf schütteln und eigentlich wäre es mir ja egal, wenn mir die Tradition der Touristenfahrten nicht so am Herzen liegen würde. Das können wahrscheinlich nur Leute nachvollziehen, die noch den Geruch von verrauchten Kupplungen in der alten Auffahrt in der Nase haben und das lässige Winken des grimmigen Personals an Start und Ziel, wenn man an der T13 noch eine Runde gefahren ist und den Jahreskartenaufkleber auf der Verkleidung hatte.

Vielleicht hat es sich auch noch nicht herumgesprochen, dass es seit September 2017 eine neue Gesetzgebung gibt, die drakonische Strafen für Rennen im öffentlichen Verkehrsraum vorgibt. Ich bin zwar kein Rechtsexperte, aber wenn ich mir den Text durchlese, dann wird sowohl für Veranstalter als auch für Fahrer die Luft ziemlich dünn. Selbst die Polizei geht hohes Risiko, wenn sie den öffentlichen Raum Nordschleife anders bewertet als den öffentlichen Raum Autobahn. Und wenn es die Amtsträger nicht durchsetzen, dann die Versicherer. Die immer bemüht sind Zahlungen zu vermeiden und dafür selbst die kleinsten Unregelmäßigkeiten bemühen.

Die Nürburgring Verantwortlichen mit höchster Priorität Lösungen erarbeiten. Sonst heißt es bald, dass die Touristenfahrten an einem Carfreitag an’s Kreuz genagelt wurden.

Touristenfahrten | Nordschleife | Karfreitag | Carfreitag |


Freitag, 30. März 2018

Treffen sich am Carfreitag zwei Lambos auf der Autobahn.


Donnerstag, 25. Januar 2018

Vor 80 Jahren: Caracciola mit 432 km/h auf der Autobahn.

Mir war gar nicht klar, dass der Koenigsegg Rekord mit 445.63 km/h für den fliegenden Kilometer einen Caracciola Rekord abgelöst hat, der am Sonntag 80. Geburtstag feiert:

The established record for a flying kilometer on a public road was set by Mercedes Benz on the 28th January, 1938. Rudolf Caracciola recorded an average speed of 432.7 km/h (268 mph) over the flying kilometre, driving a modified version of the Mercedes W125 racecar along a section of the German autobahn between Frankfurt and Dormstadt.

Da war in Stuttgart bestimmt schon eine schöne PR-Party vorbereitet. Ob Mercedes am 4.Nov. dem Christian von Koenigsegg gratuliert hat?

Natürlich schon sehr krass, was die damals 1938 mit dem abenteuerlichen Material angestellt haben. Da braucht nur mal eine falsche Windböe kommen.

UPDATE:

Erinnerung an Bernd Rosemeyer - von Andrew Frankel / Goodwood.

Caracciola | Koenigsegg | Rekord |


Freitag, 25. August 2017

Es gibt wieder Michelin-Männchen für den LKW.

40 cm große Neuauflage für 80 €.

Der Michelin Mann kehrt aufs Führerhausdach zurück und begleitet Lkw-Fahrer wieder auf ihren Touren. Der Reifenhersteller hat jetzt die Neuauflage des beliebten Markensymbols ins Leben gerufen.

Bibendum

Erhältlich ist es in Tankstellen und Autohöfen entlang der Autobahn sowie im gut sortierten Reifenfachhandel. In Deutschland startet der Verkauf Mitte August, danach folgen Schritt für Schritt weitere europäische Länder.

Schöne alte Tradition, geht zurück bis in die 50er Jahre.

Michelin | Bibendum |


Montag, 03. Juli 2017

Mikebericht vom Goodwood Festival of Speed: WOW!

Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll - ich weiss nur soviel: es hat meine kühnsten Erwartungen übertroffen.

Aber der Reihe nach: eigentlich hatte ich keinen Grund mich über Langweile zu beschweren - 24h Nürburgring, Le Mans, 1 Woche Panigale testen … ziemlich strammes Programm in den letzten Wochen für einen Amateursportler.

Am Ring hatte ich mich gefreut den Sascha zu treffen - inklusive seinem Onkel Manfred - und wir konnten uns intensiv austauschen über alles Mögliche. Von den Anfängen des Motorsports bis hin zum Ausblick auf das autonome Fahren - Sascha ist der perfekte Gesprächspartner. Zusätzlich noch sein kürzlicher Umstieg vom Blogger direkt in’s Daimler-Management, da ist der neugierige Mike natürlich kaum zu halten. Und nebenbei haben wir auch mal locker überlegt, ob ich nicht einen Event der Sterne begleiten könnte - was käme denn da in Frage? “Wie wär’s mit Goodwood?” Ja klar - warum nicht - hab ich schon viel von gehört - wann ist das denn? Oh … schon so bald … na gut - egal - probieren kann man es ja mal.

Goodwood Festival of Speed 2017

Tja, und nur 5 Wochen später sitze ich im Flieger nach Heathrow, Hotel- und Mietwagenbuchung von Mercedes Classic in der Tasche, und sehe ziemlich aufgeregt der Tatsache entgegen, gleich in einem Rechtslenker die M25 Richtung Süden zu schwimmen.

Ich hatte keine Lust mich mit irgendeinem Navi rumzuärgern, in das man sich erst wieder reinfuchsen musste - also hatte ich in weiser Voraussicht auch mein Handyhalter für die Scheibe eingepackt. Dank Ladekabel perfektes Setup und teure Roaminggebühren gibt es auch keine mehr.

Goodwood liegt eine gute Stunde vom Flughafen entfernt und nachdem ich ein paarmal mit der rechten Hand den Ganghebel gesucht hatte und links mal kurz den Bürgersteig rasieren musste, kam ich gut in Schwung - lief besser als befürchtet. Allerdings ohne einen einzigen Pfund in der Tasche und Euro werden sie wohl beim Parken in Goodwood nicht annehmen. Aber ich fahre ja noch durch ein paar Ortschaften, da gibt es sicher einen Automaten.

Pustekuchen! Von der Autobahn runter kamen nach ein paar Kilometern nur idyllische Dorfkulissen verbunden durch enge englische Landstrassen - eigentlich sehr schön, aber natürlich auch sehr geldautomatenarm. Ein bisschen wie am Ring: durch verschlafene Landstriche fahren, um dann bei einer Racing-Location anzukommen.

Meine nächste Erwartung sollte sich genauso schnell in Luft auflösen: konditioniert durch die Gängeleien am Ring dachte ich, dass man bei der Einfahrt zu den Parkplätzen gleich abkassiert wird - daher auch die Suche nach Bar-Pfunden. Nix da - freundliche Menschen, die mir geduldig den Weg zeigen - akkurat wurden die Besucher millimetergenau ausgerichtet, um dann in einem rustikalen, aber schicken Anhänger mit tollem Traktor vorneweg zum Eingang gefahren zu werden - alles für umsonst.

Ich bin davon ausgegangen, dass ich vor Ort keine Menschenseele kenne - aber der erste, der mir begegnete, war Puffi vom Frikadelliteam - höchste Zeit meine Erwartungshaltungen einmal mit Schwung in die Tonne zu kloppen.

Das war auch gut so, denn die Szenerie vor Ort ist mit nichts vergleichbar, was ich bisher erlebt hatte. Die Qualität der Fahrzeuge, die schiere Menge an Fahrzeugen, die Vielseitigkeit von Motorrad über Auto, von 1900 bis 2017, die Gerüche und Geräusche - man wird konstant mit atemberaubenden Eindrücken geflutet, dass man unmöglich in der Lage ist alles zu verarbeiten. Deswegen kann auch dieser Bericht hier nur grob widerspiegeln, wie das in der Realität vor Ort aussieht.

Was mich bisher immer gestört hatte, wenn man Fotos oder Bewegtbilder aus Goodwood gesehen hat: sie konzentrieren sich auf die Action und es fällt einem schwer sich vorzustellen, wie die knapp 2 km lange Strecke in die Veranstaltung eingebettet ist. Ich habe daher versucht alles etwas weitläufiger und vielseitiger einzufangen, damit es etwas leichter fällt sich das Ganze vorzustellen.

Übrigens wie auch schon in Le Mans alles wieder ohne Akkreditierung und alle Fotos mit der kleinen Canon EOS 100D gemacht.

Die Größe des Geländes ist auch so ein Thema. Ich dachte das sei halt so eine Art Gutshof mit einer Straße - nur größer. Über welche Größe reden wir also hier? Etwas Recherche ergibt, dass das Grundstück des Duke - festhalten! - einer Fläche von etwa 50 km2 entspricht. Wow. Das wären also ungefähr die Abmessungen von Daun.

Jedenfalls habe ich es in meinen 3 Tagen vor Ort nicht geschafft alles einmal gesehen zu haben! Die Rallye Stage z.B., auf die ich unheimlich scharf war, war aufgrund der Entfernungen einfach nicht drin.

Und so reiht sich dann ein WOW! an das nächste. Wenn einem z.B. dieses Fahrzeug vor die Linse fährt:

Goodwood Festival of Speed 2017

… dann denkt man: Mmmh, der Typ sieht aus wie Gordon Murray. Nur in Goodwood IST das dann auch Gordon Murray.

Die Veranstaltung an sich ist unterteilt in Batches, denen verschiedene Klassen zugeordnet sind (Zeitplan). Das hat den Vorteil, dass man an den Programmtagen Fr/Sa/So immer alle Fahrzeuge 2x über den Tag verteilt in Aktion sieht. Das heißt aber auch, dass ständig Fahrzeuge in Bewegung sind, um in das Fahrlager geleitet zu werden oder zurück an ihren Platz - und es laufen sich auch IMMER irgendwo irgendwelche Motoren warm - zusätzlich zu den Geräten, die gerade auf der Bergrennstrecke unterwegs sind. Sowas wie Dezibelbeschränkung kennen die gar nicht - entsprechend lautstark spielt sich das alles IMMER ab.

Und wem das alles noch nicht reicht: 2x am Tag gibt es eine aufwendige Flugshow mit Fighter-Jets. Die fliegen nicht nur einmal drüber so wie in Le Mans, die zeigen 20 Minuten lang die spektakulärsten Manöver inklusive irrsinnigem Getöse.

Bei so einem temporären Veranstaltungsort, dem Mega-Programm, Gewusel und Gelärme sollte man eigentlich denken, dass es drunter und drüber geht. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: perfekter und minutiöser Ablauf, freundliche Marshals und auch jede Menge davon, tolle Details und einheitliches Bild, … also auch ein Fest für die Sinne, das dem Namen “Festival” absolut gerecht wird.

Den Besuchern wird jeder Wunsch von den Augen abgelesen, z.B. habe ich ohne groß danach zu suchen 2 mobile Geldautomaten gesehen. Das ist komfortabel - und hilft natürlich auch dabei den Umsatz für die geschäftstüchtigen Briten nach oben zu schrauben. Apropos Umsatz: das Pflicht-Goodwood-Shirt für die kleine Mia hat mal gerade 20 GBP gekostet. Und die Merchandising-Stände waren ständig gut gefüllt mit kaufwilliger Kundschaft.

Meine Erinnerungen an das 24h-Rennen am Ring oder auch der Besuch in Le Mans vor nur 2 Wochen waren mir noch frisch im Gedächtnis - aber ganz ehrlich: Goodwood stellt die beiden organisatorisch in den Schatten. Und das kann doch eigentlich nicht sein, dass ein temporärer Event die permanenten Rennstrecken alt aussehen lässt. Aber genau so ist es.

Goodwood Festival of Speed 2017

Und da haben wir ja jetzt noch nicht über das Programm gesprochen. Das Besondere in Goodwood ist, wenn der Duke einlädt, dann kommst Du. Da gibt es gar keine Diskussion. Und so präsentiert sich auch das Feld: nur die feinsten und geschichtsträchtigsten Exponate aus den Museen der Werke und reichen Privatiers - insgesamt 600 - und passend dazu natürlich die vorzugsweise weltmeistergeschmückten Fahrer. Die auf dem Weg zu ihrer eigenen Teilnehmer-Hospitality extra einen langen Weg entlanglaufen müssen, damit sich drumherum die Autogrammjäger aufstellen können. Die wissen nicht nur - im Gegensatz zu mir - immer, wer das gerade ist - die haben auch direkt das passende Bild zur Hand:

Goodwood Festival of Speed 2017

Nichts wird dem Zufall überlassen und in völliger Selbstverständlichkeit kommt der Ferrari GTO natürlich quer daher:

Goodwood Festival of Speed 2017

Die Eindrücke werden dir quasi mit 5 bar kontinuierlich in’s Gehirn gepresst und selbst wenn man gar nicht dran denkt, hat man ständig Sensationen vor den Augen. Hinter dem DTM Mercedes - frisch aus dem Museum - Michael Dunlop’s Einsatzgerät. Als wäre es das Normalste der Welt:

Goodwood Festival of Speed 2017

Auch wenn die Tickets nicht gerade günstig sind, der Event ist gerne ausverkauft und wir reden über 200.000 Besucher auf die 3 Tage verteilt.

Mein großer Dank geht an Mercedes-Benz Classic, die mich sofort herzlich in ihrem Team aufgenommen haben, als wäre es nie anders gewesen. Ich war nämlich der Einzige, der als Externer mitgereist war und man hat mich kurzerhand einfach für das Wochenende adoptiert. Großartig!

Goodwood Festival of Speed 2017

Ich hoffe ich konnte mit meinem Bericht etwas von dem Gefühl vermitteln, das sich vor Ort einstellt. Mir war ja klar, dass das nicht einfach wird. Gerne könnt Ihr Euch auch zurückmelden im Forum oder bei Facebook.

Zum Abschluss noch ein paar schöne Eindrücke - ich wünsche mir, dass ich auch in Zukunft noch einmal Gelegenheit bekomme diesen tollen Event zu genießen:

Goodwood | Mikebericht | Mikefotos | FestivalOfSpeed |


Dienstag, 20. Juni 2017

Ducatifiziert: Eine Woche 959 Panigale Miketest - Tag 2 von 7.

Heute war wie gesagt Abteilungskartfahren. Und trotz Saunabedingungen hatten wir jede Menge Spaß auf Schumi’s Außenbahn in Kerpen. Kerpen - Ihr wisst schon - die Kolpingstadt (sic).

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Und bei so einem RS-lastigen Fuhrpark:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

… springt einem das Fotomotiv ja regelrecht in’s Gesicht:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Sowohl die Duc als auch der RS scheinen beide so ein bisschen Darth Vader abgekommen zu haben:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Bei meinem zweiten Tag heute mit der Duc ist mir wieder aufgefallen, wie heiß es einem beim Fahren wird. Am Rahmen, wo die Knie sind und an den inneren Oberschenkeln - da wo die Sitzbank die Trennung zwischen Sitzfleisch und Bein vorgibt, wo aber auch gleichzeitig die heiße Motorluft abgeleitet wird.

Bei uns auf dem Firmenparkplatz stehen auf ein paar sportliche Vierzylinder mit dem Unterschied, dass die Duc eine seitlich komplett geschlossene Verkleidung hat. Ich könnte mir vorstellen, dass man so die mechanische Geräuschkulisse unter das legale Limit drücken will, denn der große Zweizylinder poltert, klappert, klirrt und donnert schon ganz ordentlich. Da fragt man sich sowieso, wie die damit überhaupt durch die Abnahme gekommen sind.

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Optisch ist das natürlich eine Augenweide und setzt sich wohltuend von allen anderen aktuellen Motorrädern ab. Hat auch etwas von Old-School - bzw. die Gelassenheit, als stolze Diva nicht jeden modischen Schnickschnack mitmachen zu müssen.

Die Autobahn auf dem Rückweg war schön leer und es ist wirklich ein Genuss, bei gepflegten 200 km/h das Reisetempo einzupegeln - aerodynamisch scheint die Ducati super zu funktionieren. Man muss sich auch nicht kleinfalten, sondern kann die ganz normale Fahrhaltung beibelassen und dann gleicht sich der Winddruck schön mit dem Gewicht auf den Armen aus.

Heute habe ich an der Ampel sogar einen Daumen hoch für das Motorrad bekommen - ich weiß gar nicht mehr, wann mir das das letzte Mal passiert ist. Und erst recht nicht beim Vorbeidrängeln. So gesehen ist eine Panigale durchaus geeignet, die Lebensqualität zu erhöhen.

Viele Kurven bin ich leider bisher nur sehr wenige gefahren - genau genommen nur die paar Autobahnauf- und abfahrten. Aber man merkt schnell, wie unbeirrbar sie ihre Bahn zieht - ich freu mich schon auf die längeren Ausfahrten am Wochenende. Immerhin hat sie sich schon einen Tank durchgezogen, da muss ich morgen mal den Kraftstoffvorrat auffüllen. “Super Plus - mindestens” - hat der freundliche Ducatisti bei der Übergabe gesagt.

Ducati | 959Panigale | Miketest |


Sonntag, 13. November 2016

Something completely different: Durch die Augen eines Schweins.

Preisprämiertes 360° Video vorgestellt von Thomas D.

Ab und zu nehme ich mir hier die Freiheit, völlig ohne Bezug zu den sonstigen Bloginhalten zu posten. Hier ist wieder so ein Fall. Vorsicht, harter Tobak, aber ich finde dass sich jeder Fleischesser bewusst sein muss, welche vorgelagerten Prozesse durch seinen Konsum in Gang gesetzt werden:

youtu.be/_pC0_mqmp6w

Vielleicht ist das für den ein oder anderen eine Gelegenheit umzudenken. Mein persönlicher Auslöser war ein Tiertransport auf der Autobahn, der mich zum Nach- und Umdenken bewegt hat. Inzwischen ernähre ich mich schon über 20 Jahre vegetarisch. Ich bereue nur eines: dass ich nicht schon früher damit angefangen habe.

CompleteleyDifferent | ThomasD | Schweine | vegetarisch |


Donnerstag, 22. September 2016

Wie unterscheiden sich eigentlich die verschiedenen Level beim autonomen Fahren?

Johann Jungwirth von VW erklärt das mal:

Wir sprechen von fünf Schritten auf dem Weg zum selbstfahrenden Auto. Im Moment sehen wir Autos des Levels zwei mit Assistenzsystemen, die zum Beispiel die Spur halten und selbstständig bremsen und beschleunigen. Der Fahrer bleibt jedoch verantwortlich und muss die Situation jederzeit im Blick haben. Erst Autos des vierten Levels werden wirklich autonom fahren, im fünften Level werden wir auf Lenkrad und Pedalerie verzichten, so dass Menschen und Waren komplett selbstfahrend transportiert werden. (..) Technologisch werden wir Level vier und fünf in den nächsten drei bis fünf Jahren erreichen.

In den nächsten drei bis fünf Jahren! Das ist nicht mehr lange hin.

VW legt dann auch gleich mal vor mit dem neuen A8 (2017):

Der neue Audi A8 wird Maßstäbe setzen und zum Beispiel im Stau und bei stockendem Verkehr bis 60 km/h auf der Autobahn selbstständig fahren – er wird beschleunigen, bremsen, lenken. Der Mensch kann die Hände vom Steuer nehmen und teilweise Nebentätigkeiten ausüben. Mit dem Auto erreichen wir Level drei und liegen im Vergleich zu unseren Wettbewerbern vorn.

So eine Übersicht wäre nicht schlecht, welcher Hersteller wann die Level 3, 4 und 5 eingeplant hat.

Ich habe wirklich starke Zweifel, ob wir in 10 Jahren noch Motorsport haben werden, so wie wir ihn heute kennen: mit Fahrer und Verbrennungsmotor.

Denn Motorsport dient den Herstellern zur Verbesserung des Markenimage und der Demonstration ihrer technischen Möglichkeiten. Und da geht’s in Zukunft um Strom und ohne Fahrer.

Also genießt die Zeit solange es noch Krach macht und gelenkt werden muss!


Freitag, 09. September 2016

Miketest: Focus RS auf Alpentour.

Ursprünglich wollte ich mit dem Motorrad in die Alpen fahren. Hab ich lange nicht mehr gemacht und nachdem inzwischen die 900er Hornet zum Fuhrpark gehört, stand dem nichts mehr im Wege.

Urlaub war genehmigt, Cheffin zuhause hat auch approved … doch dann kam mir der Gedanke, ob vom Fahrvergnügen so ein Focus RS eigentlich mit einem Motorrad mithalten kann? 350 PS sind doch eine Ansage und die Performance von dem Auto wird auch überall gelobt?

Der Gedanke ließ mich nicht los - also spontan bei der Ford’schen Presseabteilung angefragt. Ich hatte mir wenig Hoffnungen gemacht, das Auto ist doch stark nachgefragt. Ihr könnt Euch meine Überraschung vorstellen, als es dann hieß: Mike, gute Nachrichten, Du kannst den RS haben! Wow. Da wurd ich dann doch leicht nervös, aber der Miketest für das Auto ist sowieso Pflichtprogramm, nachdem das mit dem Fiesta ST so gut geklappt hat. Und ja - versprochen - der nächste Miketest wird ein Nicht-Ford!

Ihr wisst inzwischen, dass ich auch regulär bei Ford in Köln 4 Tage die Woche arbeite und man gibt mir die Freiheit meinen bloggenden Abenteuern freien Lauf zu lassen. Dass sich Ford’s und meine Themen zunehmend stärker überschneiden ergibt für mich völlig neue Möglichkeiten - Le Mans zum Beispiel. Aber auch als der RS zum ersten Mal vorgestellt wurde, das war nämlich auch in Köln - und ich mittendrin.

Kurz antesten konnte ich den Wagen auch schonmal, aber die bevorstehenden 10 Tage waren natürlich ein komplett anderes Kaliber.

Nach der Übergabe zuhause angekommen war die Familie natürlich neugierig, wie sich so ein Geschoss im Alltag benimmt - für mich eine gute Gelegenheit die Familientauglichkeit zu testen. Nach dem Volltanken - denn ich wollte während der ganzen Zeit akkurat den Verbrauch ermitteln - ging es dann am Samstag mit der kleinen Maus im Auto nach Nürburg zum STRaßenfest:

Allerdings musste ich auch vorsichtig sein, um keine Begehrlichkeiten zu wecken - ist mir nicht gelungen:

Wo wir schonmal da sind - dieses Foto durfte natürlich nicht fehlen:

In Merkenich beim Kinderfest waren wir auch:

… und der Wagen hat alles mit Bravour bestanden! Kurze Beschleunigungseinlagen wurden auf der Rückbank sogar mit Begeisterungsausbrüchen quittiert. Ich frag mich von wem sie DAS wohl hat?

Ausgangsbasis für den RS ist der 5-türige Focus, d.h. er bringt alle praktischen Eigenschaften eines Familienautos mit. Platz, Kofferraum, kompakte Abmessungen - alles im grünen Bereich. Und im Normal Modus gelingt die Tarnung sogar ganz gut - man muß schon Insider sein, um den RS als solchen richtig einzuordnen zu können.

Kofferraum ist ein lustiges Thema, denn wenn man ihn öffnet offenbart sich zwischen Spoiler und Antenne echte Maßarbeit:

Insgesamt gibt es 4 Fahrstufen, wobei ich mich nur in 1 (Normal) und 2 (Krawall, bzw. Sport) aufgehalten habe. 3 (Track) und 4 (Drift) sollte man im Straßenverkehr auch eher meiden:

Tag 1 meiner Tour ging erstmal über die Autobahn, das Tagesziel war das Stilfser Joch. In Füssen war Tankstopp:

… und so langsam wurde es bergiger. Und schlössiger:

Ich wurde dann nochmal eingebremst wegen Almabtrieb - sowas kann dauern. Also Pause gemacht und Mals im Vinschgau angeschaut.

Hat mich ein bisschen an Nürburg erinnert, alles voll Pokale:

… Vollgastiere …

… und Profimaterial:

Eine sehr schöne Gegend - gar keine Frage:

Dann ging es weiter, denn ich hatte ja noch was vor und um 19:30 - pünktlich zum Sonnenuntergang - war ich dann vor Ort: am Stilfser Joch.

Es gab kaum Verkehr und mein Herz machte Luftsprünge, als wir endlich Serpentinen jagen durften.

So ein Rheinländer wie ich ist natürlich schwer beeindruckt, wenn die Berge sich mächtig auftürmen - herrlich.

Inzwischen war ich aber auch durch von der Autobahnfahrt - es wurde Zeit sich eine Unterkunft zu suchen. Dank booking.com ging das überraschend gut und ich habe in Sulden einen echten Geheimtipp gefunden: das Hotel Nives - volle Punktzahl:

Das Hotel Nives in Sulden - sehr empfehlenswert! (CLICK for High Res.)

Also wenn Ihr mal in der Nähe seid: das Haus ist 4 Jahre alt, sehr großzügig mit großen Fensterflächen und geräumigen Zimmern und auffallend gut durchdacht.

Die Aussicht vom Balkon:

Die Aussicht vom Balkon des Hotel Nives in Sulden - traumhaft. (CLICK for High Res.)

Ich war natürlich neugierig und es stellt sich heraus, dass der Besitzer Architekt ist - das macht Sinn. Die Preise sind günstig und das Ambiente modern, aber gemütlich.

Ich hatte sogar kurz mit dem Gedanken gespielt 2 Tage zu bleiben, aber ich wollte ja Meter machen - also weiter.

Stilfser Joch komplett war angesagt und die Straße ist natürlich der Hammer. Vor langer Zeit bin ich sogar mal mit dem Rad hoch - nonstop. Würde ich heute nicht mehr schaffen:

Ursprünglich dachte ich, dass das mit dem RS eine Riesengaudi wird, aber war dann doch nicht so. Stellt sich nämlich raus, dass der Lenkanschlag ziemlich begrenzt ist, sodaß man in den engen Kehren entweder zum Ausholer mutiert oder behäbig wie ein Schwertransporter um die Kurven zirkeln muss. Ken Block hätte da weniger Probleme, aber das hab ich mir natürlich gespart. Wobei der respekteinflößende Abgrund auch nicht ganz unschuldig war.

Das war der erste Dämpfer für mein Motorrad vs. RS Experiment, obwohl das mit dem Motorrad natürlich auch mächtig eng ist. Die Autos heutzutage werden aber auch immer breiter, jeder ist mit SUV oder Camper unterwegs - da passt man bei Gegenverkehr kaum noch aneinander vorbei.

Egal - ich war dann oben - und da war vielleicht was los:

Die Radfahrer haben natürlich meinen größten Respekt. Eine schöne Überraschung gab es in der Herberge:

Hier sind wir richtig.

Bei der Suche nach meiner nächsten Unterkunft habe ich dann festgestellt, dass man sich sogar im Refugio einquartieren kann:

Aber den Gedanken habe ich nicht weiter verfolgt.

Nachdem das Stilfser Joch standesgemäß Nfiziert war:

… und der RS passend abgelichtet:

… musste ich wieder aufbrechen. Die Einheimischen fahren übrigens wenig überraschend entweder Defender oder Teneré:

Auf der anderen Seite ging es dann wieder runter und man sollte immer etwas Bremsreserve einbauen:

Was mich auch etwas überrascht hatte, was das hohe Verkehrsaufkommen auf den Pässen:

Überholen ist mit dem Auto ziemlich schwierig, obwohl es dem RS überhaupt nicht an Leistung oder Drehmoment mangelt.

Trotzdem habe ich alles an Pässen mitgenommen, was mir in den Weg kam und da waren einige traumhafte Straßen dabei.

Und wie fährt sich der RS so?

Hier die Antwort als Video:

youtu.be/cU3Jw7fA710

Der Motor ist echt eine Wucht. Das ist jetzt keine Übertreibung, aber es ist von der Beschleunigung her ziemlich egal, ob man berghoch oder bergrunter fährt, so bärig drückt das an. Und bei kleinen Autos mit großem Motor rennt man bei mir ja offene Türen ein. Und dann kann ich auch gut mit Abstrichen leben: die Schaltwege sind etwas lang - Focus halt - und der Schalthebel sitzt komfortabel, aber unsportlich. Das Auto ist innen superleise, dadurch hört man mit empfindlichem Gehört (= also ich) jedes Klappern. Und davon gibt es, dank sportlichem Fahrwerk, einiges.

Das war’s dann aber schon - trotz meiner 2 Meter passe ich super rein und fühle mich wohl. Die heutzutage serienmäßigen Gimmicks sind nicht so mein Fall, ich kann noch alleine Licht einschalten oder den Scheibenwischer bedienen. Aber das ist der Tribut an das Großserienprodukt - im Inneren ist außer Lenkrad, Sitzen, usw. Focus angesagt. Und da die Golf-Liga hart umkämpft ist, ist die Serienausstattung mächtig.

Aber bei dem Wagen geht es ja erstmal um’s Fahren und hier noch ungekürzt die Abfahrt vom schönen Penser Joch - erst im Normal, dann später im Sport-Modus - um beides mal im Vergleich zu sehen:

youtu.be/_ab1_AuJ2jk

Das Penser Joch kann ich übrigens sehr empfehl’N:

Eine flüssige Straße mit wenig Verkehr auf beiden Seiten des Berges, so wünscht man sich das. Der Grund ist wohl die außen rum gehende Bundesstraße, die vom normalen Verkehr gewählt wird. Laut Café-Betreiber gibt es aber auch Ausnahmen, es verirren sich schonmal polnische LKW-Fahrer, die im Navi kürzeste Route eingeben. Gewagter Ansatz in den Alpen!

Nachdem wir über das Hotel von Tag 2 besser nicht reden, wurde meine nächste Unterkunft wieder ein Volltreffer:

Das private Apartmenthaus Residence Reißenschuh in Sterzing. Liebevoll eingerichtete und geräumige Appartments, genau das Richtige für den Mike mit seinem ganzen Technikprüll, der wieder aufgeladen werden will. Und natürlich schnelles WLAN - gaaanz wichtig! Wieder volle Punktzahl, es gibt eine tolle Pizzaria direkt um die Ecke und damit alles zusammen noch ein echter Geheimtipp sowohl für Motorrad- als auch Skifahrer.

Ich hatte mir vorgenommen den Miketest schon im Netz zu haben, bevor ich zuhause ankomme. Und es klappt, denn aktuell sitze ich noch in Sterzing in Südtirol und habe mir Jaufenpass und Timmelsjoch für das Schlussfinale aufgehoben.

Wenn ich daran denke, dass ich den RS Schlüssel am Montag wieder abgeben darf, werde ich schon etwas traurig. Ich glaube wir zwei könnten - besonders hier in Südtirol - ein paar schöne Monate verbringen.

Am meisten beeindruckt mich der Motor: was für ein Kraftpaket. Kann alles: mächtig Kraft von unten raus, richtig Biss in der Mitte und scheut sich auch nicht vor Drehzahl. Die Bremsen sind standfest und kernig, Sound und Fahrwerk gierig und der Allradantrieb rundet das Paket so richtig schön ab: keine Gripprobleme am Kurvenausgang und super Traktion auch bei schlechtem Wetter. Würde ich gerne mal im Schnee ausprobieren! Das clevere Torque-Vectoring, dass einen immer von hinten außen in die Kurven schiebt, macht den Wagen umheimlich schnell.

Der Spritverbrauch hielt sich trotz Attackemodus noch in Grenzen: über 15 Liter bin ich nicht gekommen, aber auch nicht unter 11 Liter. Insgesamt sind es für die genau 1.501 km, die ich bisher gefahren bin mit Volltanken, ebenso genau 197,3 Liter gewesen - also im Schnitt 13,2 Liter. Kann man gut mit leben, vor allem weil ich immer alles rausgeholt habe, was ging.

Aber ich bin dem Auto auch mit Respekt begegnet, denn man wird ganz schnell ganz schnell. In den Händen eines kundigen Fahrers wird die Kombination mit Sicherheit zu einer ernstzunehmenden Waffe. Da werden sich Fahrer mit x-fach teureren Autos auf die ein oder andere Demütigung gefasst machen müssen.

Falls Ihr jetzt Lust auf den RS bekommen habt, es würde mich nicht wundern. Aber Lieferzeiten sind wohl sooo lang, dass man fast von ausverkauft sprechen kann. Hat wohl bei Ford - außer beim Entwicklerteam - keiner damit gerechnet, dass das so ein Kracher wird. Es wird interessant sein zu beobachten, wie die Konkurrenz reagieren wird: gibt es weitere Modelle mit Drift-Modus? Allrad und Torque-Vectoring? Unter 40k €?

Spannende Zeiten, die da auf uns zukommen!

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Sonntag, 21. Februar 2016

Wie hat der Mike vor 15 Jahren gebloggt?

Das Internet vergisst nichts und die Motopartner Rennteam Seite hat noch ein paar Altertümchen auf Lager:

Im Juli 2001 ging es mit dem beigen Bomber nach Magny Cours - damals gab es eine Deutsche Langstreckenmeisterschaft und der Lauf in Frankreich war ein 8 Stunden Rennen. Genau die richtige Distanz, um zu Zweit anzutreten und Christian Kohlhaas ließ sich nicht lange bitten.

Ebensowenig wie sein Cousin Martin - beide heute wieder vereint in Martin’s Racing One Ferrari Aktivitäten.

Und weil die Berichte noch im Netz stehen, kann man gut nachlesen, wie der Mike sich schon damals das Erlebte von der Seele geschrieben hat: Teil 1, Teil 2 und Teil 3.

Habe es als schöne und entspannte Veranstaltung in Erinnerung und sie wäre auch als 1000km-Rennen durchgegangen, denn das war genau die Distanz, die wir nach 8h hinter uns gebracht haben.

Obwohl wir ziemlich naiv die Sache angegangen sind, denn wir wussten z.B. nicht, dass man in dieser Serie auch Regenreifen aufziehen darf. Ich werd nie vergessen, wie Martin nach dem Training mit den Ergebnislisten in der Hand mit den Worten zurückkam: Ich fahr sofort nach Hause! Ihr seid Letzter! Stellte sich nämlich raus, dass wir wohl doch die einzigen waren, die keine Regenreifen hatten. Und unser Joker bei abtrocknender Strecke am Schluß nochmal rauszugehen wurde auch vereitelt, weil wir natürlich auch nicht wussten, dass die Boxengasse 15 Min. vor Schluß zumacht. Grmmpf.

Egal, am Renntag war es trocken und aus dem 44.Startplatz wurde dann doch noch ein versöhnlicher 11.Gesamtrang. Sonst hätte uns der Martin auf der Heimfahrt wohl auch im französischen Niemandsland an der Autobahn ausgesetzt ;)

Es ist viel passiert in den vergangenen 15 Jahren und um das mal in Perspektive zu setzen: 2001 gab es weder Facebook (2004), GoPro (2004), Youtube (2005) oder iPhone (2007).

Kohlhaas | RacingOne | Ferrari | BeigerBomber | MagnyCours | 8hRennen |


Sonntag, 16. Februar 2014

Mikebericht von der Ringdemo Mainz-Nürburgring.

Gestern war wieder #ringdemo angesagt - schon die 3.Demo innerhalb von zwei Monaten und wieder eine der vielen Aktionen, die von Sabine, Christian und Wir sind Nürburgring organisiert wurde:

und jetzt:

  • 15.Februar: DEMO von Mainz nach Nürburg.

Konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, vor allem weil abends in Nürburg auch noch die After-Demo-Party anstand.

Treffpunkt war ab 9 Uhr in Mainz, um 11 Uhr sollte es dann losgehen durch die Innenstadt:

Die Autos waren alle schön vorbereitet, damit wir auch auffallen in Mainz. So ein großes N habe ich schon lange nicht mehr gesehen:

Und improvisieren geht immer:

Neben Karl Mauer war auch der tapfere Kämpfer Otto Flimm wieder mit dabei:

Sabine natürlich auch an vorderster Front zu finden - wie immer:

Bunt gemischt von überall her, aber auch viele Leute aus MYK, WW oder AW vor Ort:

STR - Save The Ring:

Fabian war mit Claudia wieder aus Zürich angereist - schwer beeindruckender Einsatz, die beiden geben alles. Die #ringdemo Aufkleber wurden von einer freundlichen Druckerei gestiftet - tolle Idee:

Fast wie ein Fahrerlager - nur leider von den bekannten Fahrern bei der Demo kaum jemand zu sehen. Wolfgang Destree hat das ja treffend kommentiert.

Dem Smart steht das STR sehr gut finde ich:

Es war auch jemand mit dem Motorrad dabei:

Und was für eine Maschine das war! Felgen vom Renault Alpine und mitlenkendes Beiboot-Rad:

… und inklusive Frau, Hund und Kind am Start:

Nfiziert sind beide, aber bei wem hättet Ihr die Anhängerkupplung vermutet?

Ankunft in Nürburg:

Und Otto Flimm hat auch ein paar Worte gesprochen:

Ebenfalls auf der Bühne war Guido Nisius:

Das ist der neue Verbandsbürgermeister der VG Adenau (Romes Nachfolger). Immerhin - er hat nicht wie sein Vorgänger gekniffen oder rumgeeiert, sondern klipp und klar gesagt, daß der Nürburgring in der öffentlichen Hand verbleiben soll. Wollen wir hoffen, daß er sich dafür auch stark macht.

Hier noch ein paar mehr von meinen Fotos.

Insgesamt wieder mal ein kräftiger, aber auch Spaß-machender Protest - die Sache zieht immer weitere Kreise. Ich habe ausnahmslos nette Leute getroffen, freundliche Gespräche geführt und viel Optimismus erlebt. Als ich als einer der letzten in Mainz losgefahren bin in der letzten Gruppe, sind die ersten Leute schon in Wehr von der Autobahn abgefahren.

600 Autos waren schon gezählt, als ich in Mainz auf den Parkplatz gefahren bin und unterwegs haben sich auch noch viele Leute auf der Autobahn dazugesellt. Die Feier mit Kölsche Musik war der krönende Abschluss für einen gelungenen Samstagnachmittag!

Ich habe auch das Gefühl die Leute sind jetzt kampfeslustig, das darf gerne so weiter gehen - ruhig noch etwas lauter!

Ich finde es super, daß es soviel Zusammenhalt gibt - und auch wenn die großen Namen lieber auf Tauchstation gehen und uns im Stich lassen, wir kämpfen weiter!

Tag: Demo


Donnerstag, 30. Januar 2014

Wir hatten lange keine Nürburgring Demo mehr - nächster Termin: Samstag 15.Feb.

Wir sind Nürburgring auf Facebook:

“Wir haben einen Corso von Mainz durch die Stadt über die Autobahn zum Nürburgring angemeldet. Im Anschluss gibt es in der Graff Ulrich Halle in Nürburg eine Party für alle Teilnehmer.”

(Klick! für gross.)

Schön rot im Kalender eintragen! :)

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tags: Demo


Freitag, 03. Mai 2013

WEC 6h Spa - Freitag.

Tag 2 von meinem Spa-Besuch und endlich durften die Autos raus auf die Strecke. Ging los mit freiem Training und ich hab mir Les Combes ausgesucht, da konnte ich gut hinrollern und man kann durch einen Tunnel die Seite wechseln.

Bei der Ankunft erstmal Hallo! gesagt - Moment mal, das Gesicht kenn ich doch? Kleiner Tipp ;)

Generell aber alles viel zu früh am Morgen, sieht man glaub ich auch.

Beim Radio keine Alternativen!

Toyota vor Toyota vor Audi - aber das soll nicht lange so bleiben.

Einer der beiden Manthey-Werkswagen.

Pierre Kaffer schiesst sich schonmal warm - von dem hören wir später noch ;)

War noch leicht feucht ...

... die Fotomeute wartet schon.

2 x 458 = ?

Uups, leicht den Einlenkpunkt verpasst. Trotz quattro.

Macht schwarz schnell?

No Balls - no Game. Aber keine Ahnung, wofür das wirbt.

Der Audi am Porsche rechts vorbei - genau wie auf der Autobahn auch immer!

Home of quattro, da kommen sie angepfiffen die beiden UFOs.

Und schon da.

Ich zitier mal den Olli: "Diese Fernsehleute brauchen entweder Drogen oder Sprit. Der brauchte Sprit." Und zwar für den Generator an der Fernsehkamera. Uups.

WTF? Haha, hatten wir ja schon.

Wie war das, 2 x 458 = ?

Nur eine Corvette und die auch noch bei den Amateuren.

So geht Zuschauer in Spa.

Schöne Anlage, auch von oben.

Diesen Trümmer haben die Audis extra aufgebaut, damit sie ihren Antennenmast aufstellen können.

Ups, rausgedreht und Motor abgewürgt, aber ...

... Hilfe naht! Hab mir erklären lassen, daß die Streckenwarte - anders als am Ring - mit Hand anlegen, um die Autos wieder flott zu bekommen.

Weil's so schön war: Toyota vor Audi.

916!

Dem Pierre sein Einsatzfahrzeug von hinten.

Das ist der Ulli Paffenholz aus dem N-Forum mit seinem Rennkumpel Werner. Haben wir erstmal lecker Rennpommes gegessen und Ulli die Frikadellen rauf und runter getestet (oder sollt ich das jetzt nicht sagen?). Hatten aber einen tollen Besuch in der Toyotabox, was so ein Teamhemd alles ausmacht ;)

Und noch ein Bierchen zum Runterspülen, ...

... aber die Cola verabreichen die in Belgien in homöopathischen Dosen. Was sagen denn die Amis dazu?

Kölner!! So ist richtig! :)

Auch nicht anders als beim Achim bei so einer WM.

Das mit dem In-die-Kamera-gucken üben wir aber nochmal! ;)

So - der Mike zieht sich jetzt mal das Qualifying in der Eau-Rouge an. Keine Fotos! :P

André Lotterer hat das Ding gemacht zusammen mit Marcel Fässler - dem VLN Sieger vom Samstag.

Und Pierre Kaffer in der LMP2! Hab doch gesagt den sehen wir nochmal ;)

So sah dann die Pressekonferenz aus ...

... und so das drumherum.

Das ist übrigens [John Dagys](https://twitter.com/johndagys).

Und hier beim Pierre der Graham Goodwin.

Die Zwei brauch ich wohl nicht vorstellen! ;)

Und Bruno Senna, der auch von Pole startet bei den GTE Pro im Aston Martin.

Hier sind alle Ergebnisse.

Tags: FIAWEC | Spa6h | Mikebericht


Dienstag, 19. März 2013

... dann kommt der Nürburgring nach Mainz!

Genauso war es auch, großer Aufschlag der Ring-Gemeinde heute in Mainz! Das sollte den Politikern zu denken geben - mein Lieblingsspruch heute war:

“Das ist doch heute nur zum Üben - wir überlegen schon, was wir nächstes Mal verbessern.”

So weit, wie die meinen, ist es nämlich garnicht nach Mainz und wer die Motorsportler kennt, weiß, daß sie sich nicht so schnell die Butter vom Brot nehmen lassen.

Aber der Reihe nach:

Der Korso baut sich auf - schonmal jemand 2 Ringminis auf einmal im Einsatz gesehen?

Originaler Erlebnisgrab-Flyer von 2007, damals hätte es noch verhindert werden können.

Ich hab es nicht geschafft, innerhalb von einer Stunde die ganze Länge abzulaufen.

Und wie!

Die denken nämlich, mit uns könnte man es machen!

Die LKW's rücken an!

Hallo Ossi!

Der Audi mit dabei, Ehrensache.

Occupy Autobahn!

Manthey Racing Truck.

Sabine kämpft für uns und den Ring.

Otto Flimm, kämfperisch - viel Publikum!

Hanns-Martin Fraas und Ernst Moser.

Uschi Schmitz und Hannes Scheid.

Mein Bild auf der Bühne, hatte ich auch noch nicht!

Hallo Mainz! Wir können gerne nochmal kommen!

N-fiziert!

Karl Mauer on stage.

STR ^2

Karl Mauer ...

... und Georg Weiss.

Alexander Licht und Julia Klöckner.

Otto Flimm kann es nicht fassen, wie uns mitgespielt wird.

Ringminibesatzung.

Schmitz und Schmitz.

Dieter Weidenbrück - hat die ganzen Frontscheiben-Aufkleber gestiftet!

Pro-Steilstrecke!

Tolle Bühne, gute Stimmung.

Auch der kleinste Nürburgring-Nachwuchs!

Staatssekretär Häffner - kaum auszuhalten, nur Ausreden und die üblichen Textbausteine. Die führen uns komplett vor!

Erstmal über 10.000 Unterschriften überreichen.

SAVE THE RING!

VLN meets STR.

Ringlegende Helmut Dähne und Ringlegendin Sabine Schmitz - machen sich Sorgen.

Karl Mauer.

Otto Flimm gibt alles.

Und die Politdarsteller? Auf dem Sprung zum nächsten Termin.

Dieter Frey on Stage.

Autogramme gehen immer!

Schnelle Runde, Zweiradhelden: Helmut Dähne, Kalle Müller, Jürgen Müller.

Schnelle Leute? Da darf Christian Kohlhaas nicht fehlen.

OK, fahren wir wieder nach Hause. Aber keine Sorge: wenn das nicht läuft, wir kommen wieder! Jetzt kennen wir ja den Weg.

Hier noch ein schöner Bericht aus der Rhein-Zeitung, hätte ich mir fast das Bloggen sparen können ;) Toll gemacht, und viele Sachen von anderen Leuten eingebunden - gefällt mir!


Donnerstag, 10. Mai 2012

Nordschleife - aber sicher!

Marc Hennerici hat sich Gedanken über die Zukunft auf der Nordschleife gemacht und besonders die aktuelle Entwicklung der GT3 macht ihm Sorgen. Seine Gedanken möchte er der Diskussion stellen und hat alles ordentlich in ein Dokument gegossen:

Sicherheitskonzept Nordschleife (Marc Hennerici)

Find ich super, daß er sich die Mühe gemacht hat und uns/mir das ausgerechnet heute - an seinem Geburtstag - zuschickt. Aktuell ist er auf der Autobahn, kommt grade zurück vom Testen aus Navarra.

Eigentlich würde schon eine Eigenschaft reichen, um ihn Nordschleifen- und Motorsport Experte zu nennen:

Im Kommentareforum hab ich mal ein Thema aufgemacht.

Das ist übrigens deswegen nicht öffentlich, damit a) Eure Kommentare nicht gegoogelt werden können und b) uns nicht wieder irgendein Anwalt auf’s Dach steigt. Vor dieser traurigen Episode war das noch anders.


Sonntag, 20. Dezember 2009

Ein nettes Walter Röhrl Interview in der Mittelbayrischen Zeitung: "Ich habe Glück gehabt. Ich habe zwar mal gesagt, mit 40 sollst du an ans Sterben denken, doch mein Abschied aus der Rallye-WM-Szene, 1988 nach der Abschaffung der Gruppe B, war alles andere als ein Fall ins Nichts. Drei Jahre lang habe ich an der Audi-Siegesserie in der amerikanischen Trans-Am-Serie mitgewirkt. Und diesen Antrieb habe ich mir erhalten. Wenn ich mich heute nach 30 rennmäßigen Runden in der „Grünen Hölle” des Nürburgrings ans Steuer setze, um 600 Kilometer heimzufahren, dann weiß ich, dass ich vieles richtig gemacht habe."

UPDATE:
Noch ein kurzweiliges Walter Röhrl Gespräch. Kaum zu glauben, daß er noch nie bei Rad-am-Ring mitgemacht hat, da müssen wir mal ein bischen dran arbeiten. Hier ein paar Zitate:

"In der Stadt fährt man nicht Auto, in der Stadt fährt man Rad."

"Ich war ganz gut im Radfahren. Ich bin viel mit Eddy Merckx gefahren. Im Flachen musste ich schauen, dass ich an seinem Hinterrad bleiben konnte, aber am Berg konnte er nicht mithalten. Da war ich viel schneller als er, da hat er immer auf Deutsch geflucht: «Ah, dieser Berg, verdammter Berrrg!»"

Ich bin bei meinem allerersten Radrennen schon Vierter geworden, hinter Didi Thurau und Klaus-Peter Thaler. So wurde Radfahren zu meiner grossen Leidenschaft.

(Danke Marc!)
Montag, 02. November 2009

Tobias Hagenmeyer hatte einen Autobahn-Unfall vor 3 Wochen: Arm gebrochen und schwere Gehirnerschütterung. Ist vom Auto nicht mehr viel übrig, das Nachrichtenvideo ist mal wieder typisch für die heutigen flachen und sensationsgeilen Medien: null Inhalt. Ich wünsche eine schnelle und gute Genesung!


Neue renn.tv Einträge:
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