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Freitag, 08. November 2019

Im laufenden Baradun-Prozess wird der Leichnam des Erlebnisgrabes noch einmal exhumiert.

Wenn nach über 10 Jahre solche Details aus dem Nürburgring’schen Erlebniswelt-Skandal ans Tageslicht kommen, dann reg ich mich nicht mehr darüber auf - aber die Details sind immer eine gute Gelegenheit, meine Chronik zu ergänzen.

Der Controller war es, der am 29. Juni 2009 den ersten Scheck über 67 Millionen Dollar entgegennahm, in einem Luxushotel in Zürich.

Ebenfalls im Juni 2009: Hausdurchsuchung bei Wilhelm Hahne (9. Juni) und Plenarsitzung im Mainzer Landtag (24. Juni). Dort untermauern Kurt Beck, Ingolf Deubel und Hendrik Hering die Seriosität der “Finanzierung” - muss man tatsächlich in Anführungszeichen setzen, denn es war ja nicht mehr als ein schlechter Witz.

Wieso habe ich damals eigentlich gewusst, dass ich das Plenarprotokoll später nochmal brauche?

Auch solche Andeutungen sind nur Bestätigung dessen, was ich seit Jahren bzw. Jahrzehnten schreibe:

Während der Controller im Gerichtssaal befragt wird, sitzt draußen bereits der nächste Zeuge, der Ex-Finanzchef. Er raunt: Wenn die wahre Geschichte ans Licht käme, dann „gibt es keine Regierung mehr“. Es gehe um Hinterzimmer-Absprachen von Regierung und Justiz.

Wenn aber dann die Rheinland-Pfälzer ihre Regierung im Amt bestätigen (2011 & 2016), dann wollen sie es ja vielleicht genau so.

Erlebnisgrab | Barandun | Beck | Deubel | Prozess |


Donnerstag, 04. Oktober 2018

RLP Justiz hat Urs Barandun wieder im Visier.

Das Gefängnisurteil gegen Ingolf Deubel ist zwar nicht ungültig, aber gültig ist auch auch nicht. Und das schon jetzt seit über 4 Jahren.

Und so ist der potentielle Verbrecher nach wie vor auf freiem Fuß und Verhandlungstermin ist auch noch keiner angesetzt. Wahrscheinlich, weil sie zu viel zu tun haben.

Denn die Justiz in RLP kümmert sich lieber um solche Leute wie Urs Barandun.

Krähe und Auge, Ihr versteht schon.

Dass sie DEN wieder aus dem Hut zaubern, hat mich schon vor 2 Jahren das erste Mal stutzig gemacht.

Kurt “ganz großer Milliardärsadel” Beck wäre wohl lieber, das Thema Barandun käme nicht mehr auf die Tagesordnung. Hoffentlich reiben ihn die Medien nochmal kräftig mit Salz ein.


Dienstag, 23. August 2016

Ringprozess auf einmal wieder Thema in der FAZ.

Aber der Artikel hat mich stutzig gemacht:

Anfang 2015 begann in Mainz der Prozess gegen einen Schweizer Finanzvermittler, der einst versprochen hatte, den Nürburgring mit einem ominösen Geldgeber zu retten. Doch das Verfahren stockt von Anfang an.

Aus heiterem Himmel ein Artikel über den Ringprozess in der FAZ? Hört sich erstmal ganz gut an, aber dann wird es dubios. Denn der Autor geht weniger auf Ingolf Deubel oder Walter Kafitz ein, sondern arbeitet sich an Urs Barandun ab.

Was ist eigentlich aus dem Nürburgring-Prozess gegen den Schweizer Finanzvermittler Urs Barandun geworden? Man weiß: Der Prozess wurde im Februar 2015 unterbrochen und ist seither nicht wiederaufgenommen worden.

Das Thema Deubel wird nur im Vorbeigehen gestreift:

Ein anderer möglicher Grund für die Verzögerung könnte in der Justiz selbst liegen. Dass der Vorsitzende Richter im Frühjahr 2016 in Pension ging, dürfte das Verfahren zumindest nicht beschleunigt haben, jedoch, so hebt das Landgericht hervor, sei dadurch auch keine Verzögerung entstanden. Nicht völlig lebensfremd dürfte außerdem sein, dass das Landgericht womöglich abwarten wollte, wie der Bundesgerichtshof (BGH) im Fall des früheren rheinland-pfälzischen Finanzministers Ingolf Deubel (SPD) entscheidet.

Soll die Bevölkerung schonmal langsam darauf vorbereitet werden, dass das Ganze wegen Personalmangel im Sande verläuft?

Ende 2015 wurde in der rheinland-pfälzischen Landespolitik heftig über Personalmangel in der Justiz debattiert. Anlass war, dass ein mutmaßlicher Rauschgifthändler aus der Untersuchungshaft freigelassen werden musste, weil ein Prozess nicht fristgerecht angesetzt werden konnte. Der Grund sei Personalmangel gewesen, sagte die CDU-Opposition.

Ringprozess | Deubel | Barandun |


Montag, 26. Januar 2015

Was haben Wilhelm Hahne und Robertino Wild gemeinsam?

Eine Hausdurchsuchung der Staatsanwaltschaft Koblenz. Das war’s dann auch mit den Gemeinsamkeiten. Eventuell noch, dass beide keinen Doktortitel haben - aber das sieht der Herr (Doktor?) Wild mal so - mal so.

Es gab letzte Woche jede Menge Hausdurchsuchungen, WiWo / Florian Zerfaß informieren - mal wieder - umfassenst!

Wild hatte Haus und Hof verpfändet, um den Fuß in die Tür zu bekommen und Malu Dreyer hatte ihn seinerzeit ja schon auf dem Sockel durch die Eifel getragen.

Die 2.Kaufrate für den Nürburgring konnte er aber schon nicht mehr beibringen - da war die Luft raus. Schwer nachzuvollziehen, wie jemand dann trotzdem als der große Zampano durch die Gegend stolzieren kann - aber genau das hat er gemacht.

Auf einer Fandiskussion - das kommt immer gut, wenn man die Öffentlichkeit gewinnen will - meinte er am 13.9.2014:

“Wenn wir scheitern, dürfen Sie mich teeren und federn und aus dem Dorf jagen.”

Und wie er gescheitert ist: Totalschaden.

Ich weiss nicht, was das für Bildchen waren, die der Sachwalter Lieser als Sicherheit akzeptiert hat. Es heisst immer nur “private Kunstsammlung”. Hört sich doch toll an. Vielleicht ist es nur eine selbstgemalte Doktorurkunde - wer weiss das schon.

Das Problem ist jedenfalls, da hatte schon jemand die Hand drauf. Und Kreditbetrug ist kein Kavaliersdelikt - also ist die Staatsanwaltschaft Monate später (!) ausgerückt. Und hat großflächig Büros gefilzt.

Da schließt sich dann der Kreis zu Wilhelm Hahne. Den wollten sie damals, als Deubel und Beck noch das herrschaftliche Zepter geschwungen haben, ruhigstellen. Na der Schuß ist aber mächtig nach hinten losgegangen.

Ich war noch nie bei der Staatsanwaltschaft in Koblenz, aber ich stelle mir das so vor, dass die da ein eigenes Nürburgring-Resort haben. Den Flur lang und hinten gleich hinter “Rauschgift” links. Leider ist die Abteilung chronisch unterbesetzt, sodass die Abläufe nur nacheinander abgearbeitet werden können. Gleichzeitig wäre der richtige Weg. Mir fallen auf Anhieb 3 Bälle ein, die sie aktuell in der Luft halten wollen: Deubel, Barandun und jetzt Wild.

Wie wurde das so schön auf Twitter kommentiert:

“Mit R.Wild hat’s am Nürburgring sicher nicht den Falschen getroffen - aber keinesfalls den Richtigen!”

Ordentlich Druck im Kessel ist bestimmt nicht das, was Malu Dreyer mit ihrem brutalen Ministerkahlschlag erhofft hatte. Der Boomerang holt ordentlich Anlauf und das Frühjahr 2016 (neue Wahlen) rückt unaufhaltsam näher.

Wer weiss, was die Fahnder an brisantem Material rausgetragen haben. Soll Wild nur zum Sündenbock gemacht werden oder ist es die Spitze des Eisbergs? Wir wissen, was alles unter der Decke schmort und dem Herrn Lieser hat es sicher nicht geschmeckt, dass sie bei ihm Material abgesaugt haben. Propaganda Nuvoloni hat auch gleich verniedlicht, aber Oberstaatsanwalt Kruse hat nochmal den Besuch der Behörde bestätigt.

Bisher ist Jens Lieser nur als Zeuge Teil der Ermittlungen und natürlich hat er ein starkes Interesse, dass das so bleibt.

Ob die Aktionen in Brüssel zur Kenntnis genommen werden? Man hat den Eindruck die EU’ler wollen im starken Schulterschluss mit der RLP Regierung jeden Sturm aussitzen. Bisher kommen sie damit durch, aber wenn noch mehr Wind aufzieht könnte es eng werden.

Wenn es nach mir geht, dann dürfen sie gerne aussitzen: für ein paar Jahre bei Wasser und Brot auf der Kartause.

Tags: Wild | Robertino | Kreditbetrug | Staatsanwaltschaft | Kunstsammlung | Hausdurchsuchung |


Dienstag, 13. Januar 2015

Urs Barandun fehlt, Richter droht mit Haftbefehl.

Heute war Prozessauftakt für Urs Barandun, aber der hat sich entschuldigt. Verteidiger kam auch keiner, hat aber eine Email geschickt vom Car Crash Service. Haha!

Seine Fa. hieß auch mal Wundervermögensverwaltung auf Deutsch.

Der Richter meinte jedenfalls, wenn er beim nächsten Mal auch fehlt, dann gibt’s Haftbefehl. Hier die Details.

Tags: UrsBarandun | Barandun | Ringprozess | Prozess |


Samstag, 28. Juni 2014

Urs Barandun angeklagt.

dpa / t-online:

“Die Koblenzer Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen Schweizer Geschäftsmann wegen Urkundenfälschung in zwei Fällen am Landgericht Mainz erhoben, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte.”

Dabei ist es erst 3 Jahre her, als ich mich wunderte, dass er nicht angeklagt werden soll.

Wenn ihr nach alten Artikeln sucht: damals hat man ihn uns gerne als Barandum (mit “m”) verkauft.

Die Homepage, auf der Urs Barandum mit den Vorgängen am Nürburgring blogmässig abgerechnet hatte, gibt es nicht mehr.

(Update zur Homepage: das Web vergisst nichts. Danke MS!)

Am besten war Kurt Beck: “Ganz großer Milliardärsadel!

Und wann kommt die Anklage gegen Kai Richter?

Tags: Ringprozess | Barandun


Donnerstag, 25. Oktober 2012

Die ersten zwei Wochen ring°prozess ...

… sind zu Ende und immer noch sitzt keiner im Gefängnis! Naja, man wird ja noch träumen dürfen ;)

Ich bin mir allerdings sicher, daß keiner der 6 Angeklagten damit gerechnet hat, daß sie mal auf der Anklagebank landen. Ist doch auch schon was. Knapp 5 Jahre nach dem Spatenstich.

Insgesamt gab es jetzt 6 Verhandlungstage, jeweils Di/Mi/Do in den letzten 2 Wochen. Ingolf Deubel hat alleine für seinen “Vortrag” 10 Stunden gebraucht, über mehrere Tage verteilt.

Der Controller der Nürburgring GmbH - Michael Nuß - oder wie Ingolf Deubel das nennt “aus der Nuß-Ecke” - wirkt bedauerlicherweise jetzt schon aufgebraucht. Mit den Nerven am Ende nennt es die RZ, Judo-Schwarzgurt Deubel geht rein optisch erstmal als der stolze Sieger von der Matte.

Siehe auch Volksfreund bzw. hier auch, SWR, und Allgemeine Zeitung.

Andrea Thelen von der Blauen Ecke hat auch mal die Gelegenheit genutzt die öffentliche Gerichtsverhandlung zu besuchen. Kann man nur empfehlen sich das anzusehen, nächster Verhandlungstermin in Koblenz ist am Dienstag. Laut SWR sollen dann die Beamten des Landeskriminalamt aussagen. Die hätten seinerzeit u.a. auch ausgerechnet vor Urs Barandun gemahnt. Von dem Deubel jetzt meint, er habe ihn mit krimineller Energie betrogen.

Nee iss klar.

Und Kurt Beck? Der meint unterdessen er werde trotz Rücktritt auch weiterhin politisch arbeiten - das kann man dann durchaus als ernstzunehmende Drohung ansehen.

Eine gute Gelegenheit auch noch einmal beim Wilhelm Hahne vorbeizuschauen, der aktuell das Thema anschneidet, Ingolf Deubel habe nie in die Geschäftsführungsaufgaben eingegriffen. Muss man wahrscheinlich im Gesamtzusammenhang sehen, des Deubels neuestes Lieblingswort.


Mittwoch, 04. Mai 2011

Die Urs Barandun Version vom Nürburgringdesaster.

Im Untersuchungsauschuß hatte Ingolf Deubel deutliche Worte, als es um Urs Barandun ging:

“Nach allem, was ich bis heute weiß, handelt es sich um einen Blender”, so der einstige Finanzminister, “vielleicht sogar um einen Berufsverbrecher.”

Die Rhein-Zeitung erklärt dazu:

“Im Juli 2009 brach ein schier abenteuerliches Finanzierungsmodell für den Ausbau des Nürburgrings zusammen, weil Baranduns Millionen-Schecks ungedeckt waren. Deubel blieb nur noch der Rücktritt.”

Es gibt allerdings ein winziges Detail, daß einen sofort stutzig macht: die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt gegen 9 Personen wegen Betrug und Untreue - darunter befindet sich auch Ingolf Deubel. Nur ein Urs Barandun ist nicht dabei.

Inzwischen hat er sich auf seiner Homepage selber zu Wort gemeldet und scheut nicht davor Roß und Reiter zu nennen.

Aber auch das wird die Staatsanwaltschaft Koblenz nicht aus der Ruhe bringen, die haben schließlich einen Ruf zu verlieren.


Sonntag, 20. September 2009

Dubai ist ein Thema am Ring: Urs Barandun wollte den Ring retten und viele Langstreckler fliegen über den Winter zum 24h-Rennen. 2006 war ich auch mal dabei und hab einen Bericht mitgebracht.
Inzwischen hat sich einiges getan, der Burj Dubai - mit 818 Metern das höchste Haus der Welt - ist soweit fertig und soll im Dezember eröffnet werden.
Aber anscheinend hat man im Wolkenkratzerwahn vergessen entsprechende Energieversorgung aufzubauen. Denn die Bunker brauchen für Klimaanlage und Aufzüge jede Menge Strom. Und so gehen in den Vororten von Dubai grade die Lichter aus. Es gibt auch ein Videointerview mit Tewe Pannier, der auch ein Buch über Dubai geschrieben hat.
Ein Wolkenkratzer ohne Strom ist wirklich unpraktisch, da wird man zwar fit durch's Treppenlaufen, aber man kann nichtmal Fenster aufmachen!
Das Lustigste bei meinen Trip nach Dubai war, als ich mich bei den Kollegen über die doofen deutschen Touristen beschwert habe, die sogar im 5-Sterne Hotel im Jogginganzug zum Frühstück kommen: "Das ist der FC Bayern Du Depp! Die sind hier immer im Winterlager". - Naja, Fußball war noch nie so meine Stärke. Und dann hab sogar ich den Olli Kahn erkannt! :))


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