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Sonntag, 08. September 2019

Ruhig im Blog.

Ja - stimmt. Liegt wie immer im Leben an der Zeit und den Prioritäten. Die Gründe sind relativ einfach: zum einen fahre ich immer öfter meinen kompletten Arbeitsweg mit dem Rad (60 km hin- und zurück) - da sind mit Umziehen und Duschen leicht 4 Stunden vom Tag aufgebraucht. Dann der normale Arbeitsalltag und die Familie möchte man ja auch noch sehen.

Mike Frison / renn.tv

Mit dem Fahrrad einmal durch Köln ist zwar eine einzige Katastrophe, aber ich mache es trotzdem. Stehe extra früh auf (inzwischen 4:30 h), um dem Chaos zuvorzukommen. Abends bin ich natürlich gekniffen.

Mike Frison / renn.tv

Muss jeder für sich selber wissen, aber mir gibt es ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich solche Distanzen regelmäßig mit dem Rad fahren kann. Es muss ja nicht immer die Tour Le Mans sein - aber die Regelmäßigkeit macht sich enorm bemerkbar. Da kommt kein Fitnessstudio mehr mit.

Mike Frison / renn.tv

Und man nimmt seine Umgebung intensiver wahr. Köln ist ja doch sehr abwechslungsreich.

Mike Frison / renn.tv

Was ich bedauere: dass ich weniger lesen kann. Das habe ich in der Bahn gern genutzt, aber man kann nicht alles haben.

Mit dem Auto fahre ich nur noch selten - aber hier kommt noch ein Grund für die Blogmüdigkeit - und da bin ich froh den Transit zu haben: ich möchte beim Crossfahren Fuß fassen. Bin jetzt ein paarmal regelmäßig mit der KTM auf der Bahn in Satzvey unterwegs gewesen - sturzfrei :) Es läuft immer besser, der Muskelkater hält sich in Grenzen und die Hände bekommen zarte Schwielen - alles nach Plan. Bin auch der Lahmste auf der Bahn, aber bekomme schon 5 Stints à 20 Min. hin. Das ist mir im Moment wichtiger als die rote Laterne. Die Kondition passt, liegt wohl am Radfahren. Als strammer Ü50er soll man zwar nicht mehr so große Sprünge machen, aber ich arbeite trotzdem dran.

Mike Frison / renn.tv

Wollte ich schon immer - ist ein Riesenspaß. Bisher war die 300er eher als Fotomoped an der Nordschleife unterwegs - dieses Jahr auch:

Mike Frison / renn.tv

Dafür ist sie doch eigentlich viel zu schade.

Wie immer bei solchen Sachen: man muß am Anfang immer ein paar Hürden erklimmen, bis man so einigermaßen in den Rhythmus kommt.

Wenigstens wisst Ihr jetzt, wo ich meine Energie verbrate, wenn ich sie nicht im Blog einsetze.

Nächste Woche übrigens mit Ansage - Alpenglühen steht wieder auf dem Programm :)

MikesBlog | Fahrrad | mdRzA | Blogger | MotoCross | 300EXC |


Sonntag, 24. März 2019

Wenn ein Ort weggebaggert wird: zu Besuch in Kerpen Manheim.

Gestern war zwar VLN, aber der renn.tv Blogger Transit ist Richtung Kerpen zum Heimatort von Michael Schumacher aufgebrochen - mit Video-Equipment und Kai Kruse im Gepäck.

Wir wollten uns mal anschauen, wie die Situation vor Ort aussieht - jetzt wo die RWE Braunkohlebagger sowohl der Kartbahn als auch dem Ort Manheim immer näher rücken.

Diesmal habe ich mich auf’s Filmen beschränkt und dem Kai das Texten überlassen. Nicht der lustigste Film, weil das ist schon deprimierend, wenn ein ganzer Ort der Braunkohle zum Opfer fällt - inklusive Kirche und allem drum und dran - da fragt man sich schon: warum?

youtu.be/4snNYNSmo6g

Habt Ihr Euch mal den Tagebau angeschaut?

Ist nicht weit weg von Köln - Terra Nova heißt die Aussichtsplattform (goo.gl/maps/tkvx8GxFmNM2) - ich habe auch ein Foto mitgebracht. Bei den Dimensionen stockt einem der Atem - in dem Foto, das Ihr zum Vergrößern anklicken müsst, ist ein Auto markiert, ist quasi nur als weißer Punkt zu erkennen:

Wenn ein Ort weggebaggert wird: zu Besuch in Kerpen Manheim.

Video | KaiKruse | Kerpen | Manheim | Erftlandring | Trips | Braunkohle | Bagger |


Sonntag, 03. Februar 2019

Mike´s Blog unterstützen?!

Diese Frage richtet sich an die Leute da draußen, die gerne hier mitlesen, die gut finden, dass es mich und dieses Medium gibt und die wollen, dass das auch so bleibt.

Mike Frison / renn.tv

Man muss dabei nicht unbedingt einer Meinung sein, mir ist mein kontroverser Ansatz durchaus bewusst. Aber immerhin beanspruche ich einen unvoreingenommenen freien Geist, der seine Gedankengänge ebenso veröffentlicht wie das daraus resultierende Fazit. Und auch kein Problem damit hat, wenn es einen Tag später aufgrund neuer Erkenntnisse revidiert wird - es ist alles im Fluss.

Mike Frison / renn.tv

Dabei ist es keineswegs so, dass es mir an Motivation mangeln würde. Oder dass ich finanziell kurz vor dem Bankrott stünde.

Aber - das können wir alle wohl auch gut nachvollziehen - Zuwendungen machen die Dinge einfacher.

Mike Frison / renn.tv

Ob es darum geht die Technik durch Neues zu verbessern, die Server oder den Steuerberater zu bezahlen, oder den ein oder anderen Veranstaltungsbesuch zu rechtfertigen: es ist immer auch mit Kosten verbunden.

Es fällt einem persönlich auch einfacher den Zeitaufwand gegenzurechnen, wenn auf der Habenseite Eingänge zu verzeichnen sind. Reden wir nicht lange drumherum: die Zahl der großzügigen Unterstützer hat abgenommen.

Dabei sehe ich mich garnicht so in der Rolle eines Anbieters einer Werbeplattform, vielmehr empfinde ich die Unterstützer, zu denen ich natürlich auch eine persönliche Beziehung habe, als eine Art Mäzene: ohne Leistungsversprechen die Aktivitäten unterstützen, die typisch für mich sind.

Mike Frison / renn.tv

Es geht mir dabei nicht um Geldverdienen. Wenn das so wäre, würde ich meinen Teilzeitvertrag in meiner beruflichen Anstellung wieder auf Vollzeit aufstocken. Schon hätte ich eine Gehaltserhöhung, die ich mit einem Blog nie erreichen könnte. Aber mir gefällt diese Art der Zweiteilung, denn einerseits hilft mir das Tagesgeschäft die Familie zu ernähren und ich bekomme tiefe Einblicke (schon seit 25 Jahren!) in die Abläufe eines Industriekonzerns.

Mike Frison / renn.tv

Auf der anderen Seite erlaubt es mir aber auch eine kleine Selbstständigkeit, die ich kreativ ausleben kann. Und in der ich auch versuche gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, indem ich kontroverse Themen nicht zugunsten einer heilen Welt ausblende. Was leider viele Medien - aber auch Blogger - nicht von sich behaupten können. Da ordnen sich die Inhalte dem Ziel Webtraffic und Besucherzahlen unter - schon ist alles Singing and Dancing.

Mike Frison / renn.tv

Hier gibt es keine nervigen Einblendungen, Cookies zum Wegklicken oder sonstwie gestaltete Werbung. Das war immer so - und das bleibt auch immer so.

Aus Facebook und Instagram habe ich mich vor einem Jahr abgemeldet - aus ethischen Gründen. Mir war klar, dass meine Reichweite sinkt, aber das habe ich in Kauf genommen. Trotzdem brauche ich mich beim Thema Besucherzahlen nicht zu verstecken (ca. 2.000 pro Tag - danke!).

Ich freue mich über regelmäßige Leser und auch den Austausch in Dikussionen - keine Frage. Und natürlich verbirgt sich darin auch eine starke Unterstützung des Blogs, die ich nicht missen möchte!

Mike Frison / renn.tv

Wer darüber hinaus mir etwas Gutes tun will, das ist ganz einfach:

a) Bei der nächsten N-Aufkleber Bestellung etwas mehr draufpacken - per Überweisung oder Paypal.

b) Als Sponsor auf der Seite werben über die Sponsorleiste unten. Das richtet sich natürlich eher an Unternehmer - ich berechne traditionell 100€ netto im Monat. Einfach eine Mail an mich - und wir stimmen uns ab.

Mike Frison / renn.tv

Wenn Ihr bis hierhin gelesen habt: ja, ein Text in eigener Sache. Muss auch mal sein so am Jahresanfang. Aber hinter diesen Aktivitäten hier steckt kein Team, sondern ein einzelner Mensch: ich. Und so gerne ich auch schreibe, fotografiere, filme - über die Runden kommen muss ich auch.

Mike Frison / renn.tv

Und so ein kleiner Motivationsschub hier und da hat auch noch niemandem geschadet.


Dienstag, 01. Januar 2019

Top 10 Fotos von 2018.

Da habe ich mir keine einfache Aufgabe gestellt - nicht weil nicht genug Kandidaten zusammengekommen wären - habt Ihr das mal mit Eurer Fotosammlung versucht? Die 10 Favoriten auszuwählen, die bei Euch selber am meisten Eindruck hinterlassen haben?

Das geht am Anfang leicht von der Hand, aber wenn Ihr dann vor 50 oder 100 Bildern sitzt und sollt das auf 10 reduzieren, dann wird es schwer.

Hintergrund ist, dass wir hier zuhause so eine kleine Tradition haben: an Silvester macht der Papa (also ich) immer einen Jahresrückblick als Diashow. Dank Lightroom ist ja immer alles schön chronologisch sortiert und in 20 Minuten kann man bequem um die 200 Bilder durchlaufen lassen. Wir sind immer wieder verblüfft, was alles in so ein Jahr passt und viele Sachen kommen einem viel älter vor - oder man hat sie gar nicht mehr auf dem Schirm. Ist eine schöne Familienbeschäftigung - vielleicht mal so als Anregung. Die Bilder im Digitalformat machen es einem ja in der Beziehung leicht.

Jedenfalls dachte ich, dass ich bei der Gelegenheit ja auch gut ein paar Bilder für den Blog raussuchen kann - wenn ich schonmal komplett durch das Jahr stiefele.

Ich war sogar versucht meine Top 10 in eine Top 25 zu erhöhen, aber das wäre ja unfair. Also nehmen wir es mal als Challenge und hier sind DIE 10 Fotos, die es für mich in 2018 ausgemacht haben.

Und weil es nur 10 sind, habe ich auch zu jedem etwas dazugeschrieben, auch die Kamera und die Settings. Die Reihenfolge orientiert sich an der zeitlichen Chronologie, also keine Einordnung von 1 bis 10 von meiner Seite aus.

Los geht’s!

Ihr kennt das vielleicht, man hat eine Szenerie vor Augen und möchte ein bestimmtes Bild schießen - so wie in diesem Fall hier. Das war das 24h-Rennen am Samstag um kurz nach 18h - ich hatte mich von Nürburg aus in Fahrrichtung schon bis zur Anfahrt Schwedenkreuz vorgekämpft.

Normalerweise hämmern die Autos Krachgas den Berg runter, aber diesmal war ziemlich viel Volk unterwegs: die Leute, die den Start auf der GP Strecke geguckt haben, machten sich wieder zurück in Richtung Zeltplätze.

Ich musste etwas Ausdauer mitbringen, um das Bild dann so hinzubekommen - immerhin 1/90 Sek. mit knapp 150 mm aus der Hand. Scharfgestellt mit manuellem Fokus auf das Auto und die Zuschauer als Bewegungsunschärfe - das Foto ist dann tatsächlich so geworden, wie ich mir das vor meinem gedanklichen Auge vorher ausgemalt habe:

Mike Frison / renn.tv

24h-Rennen, 12. Mai 2018, 18:15 Canon EOS 100D, EF-S 55–250 (146 mm), ISO 100, 1/90 Sek., f 9,5.

Ich bin weiter in Fahrrichtung die Nordschleife entlang und dank Elektroroller war ich gegen 20h im Karussell. Gerade noch rechtzeitig, damit genügend Licht zum Fotografieren übrig ist.

Zufälligerweise ist mir der Gesamtsieger technisch mit am besten gelungen - das ist wieder eine 1/90 Sek. aus der Hand, diesmal sogar mit 235 mm.

Das Foto gefällt mir so gut, weil das Auto mit den starken Kontrasten ein schönes Objekt darstellt - aber auch weil Samstags abends bei dem Rennen die Wagen noch nicht so abgekämpft sind wie Sonntags - trotzdem sind auf dem frischgeputzten Auto schon einige Kampfspuren zu sehen.

Dass das Bild am Ende so gut geworden ist, war natürlich auch wieder Glückssache, aber im Karussell kann man sich prima warmschießen und irgendwann passt es dann.

Ich bin auf meinen Touren übrigens immer noch mit der kompakten 100D von Canon unterwegs - bei mir muss ja nicht zwingend jedes Foto sitzen und inzwischen habe ich mich mit dem Leichtgewicht gut angefreundet und weiß was ich rausholen kann, wenn alles passt:

Mike Frison / renn.tv

24h-Rennen, 12. Mai 2018, 20:18 Canon EOS 100D, EF-S 55–250 (235 mm), ISO 400, 1/90 Sek., f 5,6.

Das war’s dann auch schon mit bewegten Motorsportbildern in dieser Auswahl - interessanterweise haben mich persönlich andere Motive mehr bewegt.

Wie zum Beispiel dieses Treppenhaus - das hat mich nämlich mächtig beeindruckt. Das war in Berlin, als Porsche so nett war mich zur Formel E einzuladen und wir waren im Hotel Orania untergebracht. Ein irres Renovierungsobjekt liebevoll bis in’s letzte Detail umgesetzt - wo sonst würde man so ein Treppenhaus finden.

Zumal die Gäste immer den Aufzug nehmen, aber ich habe immer diesen Weg genommen - und es sehr genossen.

Das Zusammenspiel von fachmännisch bearbeitetem Holz mit dem rustikalen Schmiedegitter - dazu die geometrische Wiederholung und der großzügige Platz - sehr beeindruckend.

Witzigerweise ist das ein iPhone Foto - und weil es so gut gepasst hat habe ich es im Lightroom auch komplett unbearbeitet gelassen:

Mike Frison / renn.tv

19.5.2018, 00:51 h, Berlin Hotel Orania Apple iPhone 5s, 4.15 mm, f/2.2, 1/17 Sek., ISO 320

Wenn man ein Foto macht, versucht man eine bestimmte Stimmung oder ein spezielles Licht für später zu bewahren. So wie in diesem Fall, wo mich die Farben direkt beeindruckt haben, als wir in dem kleinen Shop im Urlaub noch kurz zum Einkaufen abgebogen sind.

Eigentlich reiner Kommerz und Marketing, aber clever gemacht und sagte ich schon, dass mich geometrische Perfektion anzieht? Und wieder ein iPhone Foto - denn die beste Kamera ist die, die man dabei hat:

Mike Frison / renn.tv

4.6.2018, 19:41h, Belgien, Center Parc Erperheide (Peer) Apple iPhone 5s, 4.15mm, f 2.2, 1/50 Sek., ISO 50

Seit einer Weile habe ich eine GoPro Hero6 Black am Start und experimentiere damit so vor mich hin.

Hier ziehe ich motivsuchend durch Köln in Dom-Rufweite und lasse die Kamera bei Gelegenheit im Videomodus mitlaufen. Mir reichen für Schnappschüsse dann die Standbilder aus dem Video.

Der Typ hier hatte gut Schlagseite, war ordentlich vom Leben gezeichnet und beanspruchte auch eine stramme Bürgersteigbreite. Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich ihn unauffällig erwischen könnte - je nach Stimmung reagieren die Leute dann schonmal gereizt bis aggressiv.

Von daher finde ich das Foto gut gelungen: aus dem Leben gegriffen, die Szene gut eingefangen, sogar kultiges Lensflare durch die blendende Sonne - aber trotzdem die Privatsphäre der Personen gewahrt:

Mike Frison / renn.tv

2.7.2018, 18:11h, Köln Altstadt GoPro Hero6 Black (HD Video-Standbild)

Ebenfalls mit der GoPro, aber diesmal im Fotomodus, ist dieses Bild - auch aus Köln. Auf meinem Weg zur Arbeit lasse ich mich gerne schonmal treiben, um langsam und kreativ in den Tag zu kommen.

So lag dieser Blickfang auf dem Weg vom Hauptbahnhof Richtung Ebertplatz und eigentlich wollte ich nur die GoPro im Fotomodus etwas testen. Dass zufällig kein Auto fährt und durch den Weitwinkel schöne geschwungene geometrische Formen zustandegekommen sind, habe ich erst später beim Betrachten des Fotos festgestellt, denn ich hatte ein paar Serienaufnahmen durchlaufen lassen:

Mike Frison / renn.tv

11.7.2018, 6:38h, Köln Hbf / Nord-Süd-Fahrt GoPro Hero6 Black, 1/290 Sek., f 2.8, ISO 100, 3 mm

Die Eifel-Rallye in Daun ist immer ein lohnender Event, denn als bekennender Patinafreund komme ich dort voll auf meine Kosten. Ich weiß auch nicht warum, aber ich liebe solche Details: Kampfspuren aus Schlachten vergangener Tage.

Mike Frison / renn.tv

20.7.2018, 10:53h, Eifel-Rallye in Daun Canon EOS 100D, EF-S 55–250 (250 mm), 1/350 Sek., f 6.7, ISO 100

Die nächsten drei Fotos sind zufällig alle von der Intermot - wobei dieses hier auf dem Weg dorthin entstanden ist.

Die strenge geometrische Form gepaart mit den verbogenen Spiegelungen - da zücke ich die Kamera! Ich hatte mir einen Spaziergang über die Zoobrücke gegönnt - bei bestem Sommerwetter ein lohnender Umweg:

Mike Frison / renn.tv

29.9.2018, 12:56h, Köln / Zoobrücke Canon EOS 100D, EF-S 55–250 (250 mm), 1/350 Sek., f 6.7, ISO 100

Sagte ich Patina? Das ist Andrea Dovizioso’s Werks-Ducati - bzw. deren Anker. Was für ein Kunstwerk.

Da ist alles echt, schaut Euch mal die Kabel an. Und ich wette ich habe sie im Einsatz gesehen, denn ich habe (fast) kein MotoGP Rennen in 2018 verpasst.

Die Carbonbremse, die aus dem vollen gefräste und einteilige Gabel-, Rad-, und Bremsaufnahme, der Michelinslick, Titan, noch mehr Kohlefaser, … Form follows Function at its best:

Mike Frison / renn.tv

2.10.2018, 10:29h, Köln / Intermot Canon EOS 100D, EF-S 18–55 (18 mm), 1/30 Sek., f 3.5, ISO 160

Eigentlich nur eine gestripte Kawasaki, aber wie sie da nackt und stolz über dem Messestand tronte - absolut majestätisch.

Nackte Motorräder üben auf mich auch eine große Anziehungskraft aus - schade, dass sie heutzutage potthässlich aus den Designerabteilungen kommen. Wie frisch aus dem Transformerfilm - Kanten, Effekte und Zacken soweit das Auge reicht. Dabei sind sie untendrunter nach wie vor eine Augenweide - warum kann das nicht erhalten werden?

Mike Frison / renn.tv

2.10.2018, 13:41h, Köln / Intermot Canon EOS 100D, EF-S 55–250 (146 mm), 1/180 Sek., f 4.5, ISO 250

Ich hoffe Euch hat meine Foto-Auswahl genauso viel Spaß gemacht wie mir! Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie viele und wie unterschiedliche Motive über ein Kalendarjahr gesammelt zusammenkommen. Entsprechend freue ich mich auch schon wieder auf das kommende Jahr!

Vielleicht kann ich ja andere Blogger bzw. Fotografen verführen, auch eine Top 10 Auswahl aus ihrem 2018er Archiv zu filtrieren? Würde ich mir gerne anschauen wollen!

Top10Fotos | Mikefotos |


Donnerstag, 25. Oktober 2018

emobly - neue Elektroauto-Seite von Richard Gutjahr and Friends.

Wenn Blogger sich einem neuen Thema widmen und die Bühne betreten, dann ist ihnen von mir immer Applaus sicher. Denn Blogger kann es nicht genug geben: unabhängig und niemandem verpflichtet können sie Themen bearbeiten - gerne auch frech und pointiert.

Richard Gutjahr ist hier kein Unbekannter - daher habe ich mich sehr gefreut, heute über LinkedIn auf die neue Seite aufmerksam gemacht zu werden.

Sie ist schon kräftig befüllt - z.B. mit einer Übersicht aller für Deutschland erhältlichen BEVs.

Und ein ebenso kräftiges Autorenteam hat sich auch versammelt - Don Dahlmann kennen einige vielleicht von seinem racingblog.de.

Aber auch sonst geht es knackig los - Mitbegründer Georg Konjovic rechnet - kräftig - ab:

Die deutsche Autoindustrie und ihre Beifall klatschenden Mitläufer sind am Ende.

Die Einschläge kommen immer öfter, stärker und näher.

Nur Angela Merkel hat den Knall noch nicht gehört.

emobly | Elektro | Gutjahr | Konjovic | Dahlmann |


Freitag, 05. Oktober 2018

Toto Wolff ist unter die Blogger gegangen.

Hat ihn bestimmt der Sascha P. zu überredet nach den Kontroversen beim letzten Rennen:

Die wahre Stärke eines Teams zeigt sich darin, was die Einzelnen bereit sind für den Erfolg der Gruppe zu opfern. Valtteri war in Sotschi bereit, seinen Sieg aufzugeben, um unseren Doppelsieg abzusichern und dadurch unsere Führung in beiden Weltmeisterschaften auszubauen. Und er hat gesagt, dass er bereit sei, dies morgen zu wiederholen.


Montag, 27. August 2018

Hutbürger vs DSGVO.

Ich mag bloggende Anwälte: sie helfen dem Laien Ereignisse juristisch einzuordnen und drücken sich dabei gewählt unanfreifbar aus - beides vom waltenden, aber nicht anwaltenden Blogger gerne konsumiert.

Wie z.B. Markus Kompa - mit Sitz in Köln - zum Hutbürger.


Dienstag, 24. Juli 2018

Eifel-Rallye in Daun - Mikebericht von der großen Gruppe B Show.

Pikes Peak zu Besuch in Daun - denn das war das Motto der diesjährigen Eifel-Rallye. Der Klassiker zeigte sich wieder von seiner besten Seite und man hat das Gefühl Aktive und Zuschauer kennen sich gegenseitig schon seit Jahren … bzw. Jahrzehnten! Viele Stammgäste jedenfalls von beiden Fraktionen.

Mike Frison / renn.tv

Nachdem ich 2016 und 2017 schon dort war, kann ich mich eigentlich auch dazuzählen. Mit dabei: mein Youngtimer-MTB, das nach dem DNF im Winter auch wieder einsatzbereit ist:

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Fahrrad generell ist ein guter Tipp, so lässt sich manch langer Fußmarsch zur WP abkürzen. Und man kann auch so etwas rumfahren und die Gegend erkunden. Wobei es erstmal natürlich darum geht die ausgestellten Schönheiten zu bestaunen:

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Die beiden waren zwar nur stehend unterwegs, aber trotzdem ein schöner Anblick. Ich habe auch gelernt, dass der LMP 1 Verschnitt 208er im Besitz von Sébastien Loeb ist - war bis vor einem Monat noch Pikes Peak Rekordhalter. Vielleicht erleben wir diese Paarung ja mal zu einem späteren Zeitpunkt?

Alles andere als stehend unterwegs war der Peugeot 208 von Dirk Riebensahm:

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Und wenn Dirk & Chris zusammenstehen, werden natürlich Erinnerungen wach - ja, dem 200er geht es gut :)

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Chris und ich haben auch schon so manches Abenteuer erlebt - die Fahrt auf dem Laacher See haben wir beide noch in guter Erinnerung. Obwohl es schon eine Weile her ist und ich hätte damals auch nicht gedacht, dass dieser schnelle, aber etwas häßliche Audi, irgendwann einmal ein Modellauto wird:

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Gab es bei Audi Tradition am Stand und damals dachte ich der Wagen hätte einen Unfallschaden gehabt - wegen der schwarzen Motorhaube. War aber original. Chris ist Audifan durch und durch und bei den vielen Quattros wurden die Knie ab und zu weich:

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Dieser Weiße war wirklich ein Traum - neu restauriert nach allen Regeln der Kunst:

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Ich habe auch gelernt, dass die Frontscheibe beim kurzen Quattro steiler steht, weil der komplette Vorderwagen von der Audi 80 B6 Limousine stammt. Inklusive der Türen. Erst hinter der B-Säule geht es los mit Quattro Coupe, aber nicht komplett - ein Stück wurde noch rausgelassen beim Anbauen - daher die Verkürzung. Auch der Radstand ist kürzer, dadurch ist das Auto nicht unbedingt einfacher zu fahren. Aus Performance-Gründen ist der Motor auch 5 cm nach hinten gewandert - die Antriebswellen stehen leicht schräg.

Auch ein Highlight war der Lancia S4:

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Davon wurden nur 71 Stück gebaut, damals das schnellste und aktuellste Auto der Gruppe B - und auch der Grund für deren Ende. Weil es auf einem Gitterrohrrahmen aufbaut braucht man keinen Überrollkäfig. Und diese Version hier auf der Eifel-Rallye war das Straßenauto - aber genau so ein Straßenauto sei bei der Rallye Monte Carlo 85 (?) am Start gewesen. Jedenfalls habe ich bisher immer nur richtige Rennautos gesehen, nie diese zivile Variante - ziemlich sensationelles Auto. Und weil es sowohl von einem Kompressor als auch einem Turbo zwangsbeatmet wird, hat es auch einen sehr scharfen Sound. Bitte nächstes Mal wiederkommen!

Es gab aber natürlich noch viele weitere Highlights, z.B. dieser VW Bus, der gnadenlos in trabantgrau getüncht wurde:

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Auch bei den Zuschauern wurden einige Register gezogen:

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Dekorativ ging es im Fahrerlager sogar unter den Autos zu:

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Und der universelle Problemlöser aus Ringminihausen war sich wie immer nicht zu schade seine Künste in den Dienst der Sache zu stellen:

Mike Frison / renn.tv

Liebe Veranstalter: bitte nächstes Mal das Ringmini-Eichhörnchen 4x4 einladen! Das Auto ist absoluter Originalzustand und es gibt den Wagen auf der Welt nur einmal.

Für die Rallye hatte ich mir ordentlich Zeit genommen - habe 2 Nächte im Blogger-Transit übernachtet. Und sogar was gelernt, z.B. dass CO2 nicht nur schlecht ist. Im Sprudelwasser sorgt das aggressive Gas dafür, dass beim kilometerlangen Aufsteigen aus den Gesteinsschichten Mineralien ausgelöst werden. Darum ist z.B. Nürburgquelle Mineralwasser der Magnesium-Rekordhalter. Ich hatte mir sogar mal vor Zeit die Mühe gemacht die Magnesiumwerte der Sprudel zu vergleichen - aber 241 mg/L werdet ihr sonst nirgendwo finden. Guter Tipp für die Sportfraktion. Jedenfalls weiss ich jetzt auch warum:

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Aber auch sonst besteht kein Zweifel: wir sind mitten in der Eifel! Oder wann habt ihr das letzte Mal eine Hercules im Schaufenster gesehen?

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Das soll aber jetzt nicht abwertend klingen, denn immerhin stand auch das erste Mal eine elektrische Kumpan vor meinen Augen in freier Wildbahn:

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Siehe auch mein Besuch bei der Firma Kumpan in Remagen vor zwei Jahren - bald ist ja wieder Intermot - ich freue mich schon.

Bei meiner ersten Übernachtung auf einer Anhöhe - davon gibt es in Daun reichlich - bot sich diese Aussicht:

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Seht ihr das Bänkchen im Vordergrund? Da hat jemand mal richtig mitgedacht - toller Platz. Wie immer bei Motorsport-Veranstaltungen findet man schnell Anschluss und Bus-Übernachtungs-Nachbar Mosh hatte sogar einen frischen Kaffee für mich parat. Er hatte später im Fahrerlager fleißig Autogramme gesammelt und seine Markenpräferenz war ziemlich eindeutig:

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Wir sind am Samstag auch zusammen zur ersten WP gefahren: die Special Stage in der Nähe von Neichen. Die Zuschauerführung war zwar etwas ungewöhnlich und rustikal - aber liebevoll und sorgfältig:

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Belohnt wurde man vor Ort mit einer Ascona-Hochsprung-Meisterschaft:

Mike Frison / renn.tv

Gerade als ich ankam, war auch Georg Berlandy im Anflug - statt Foto habe ich schnell die GoPro gezündet für den Vorbeiflug.

Der Georg war ja einer der Starter bei der Grabfeld-Rallye, die sich erfolgreich vom DMSB abgewendet hat. Ich hatte Gelegenheit im Gespräch ihm meinen Respekt auszudrücken und er meint er zieht das durch. Hat dem DMSB auch schon einen entsprechenden Brief geschrieben, den die ja unbedingt haben wollten.

Ähnlich gepolt ist Uwe Sturm, der den alten Berlandy Ascona übernommen hat. Wir konnten uns ausgiebig unterhalten, war auch sehr interessant. Und hat mich in meinen Eindrücken bestärkt, die ich bisher auch schon hatte und hier regelmäßig teile. Er meinte auch, dass sich nicht nur mehr Teilnehmer vom DMSB abwenden dürfen, sondern auch Veranstalter. Wenn es gelingt in Deutschland 4 bis 5 Rallyes nach dem neuen, freien Konzept durchzuführen, dann hätte der Breitensport eine DMSB-befreite Basis und die Drohungen der Funktionäre würden komplett ins Leere laufen. Hoffen wir das Beste - jetzt ist Courage auf mehreren Ebenen gefragt.

Uwe Sturm ist großer Georg Berlandy Fan und es ist schön zu sehen, dass dem Georg quasi schon während seiner aktiven Zeit die Ehre zukommt, die ihm gebührt. Das Auto ist original, so wie es Georg eigentlich für sich selber vorbereitet hatte, bevor ihm der neue Kadett über die Füße lief. Und als auch der Mannschaftswagen aufgrund seiner Laufleistung ersetzt werden sollte, hat Uwe Sturm dankbar das Angebot angenommen auch diesen in seinen Fuhrpark aufzunehmen - perfekt!

Mike Frison / renn.tv

Sogar inklusive Motocartoon vom Gerri - die dezenten N’s an markanten Stellen haben sich auch schon das ein oder andere Mal noch mit Georg am Steuer in die Hosen geschissen.

Im Fahrerlager habe ich auch Olaf Manthey nach längerer Zeit mal wiedergesehen und konnte meine Neugierde natürlich nicht im Zaum halten. Hier mal so der grobe Überblick: Renate und er haben sich ein Domizil gesucht und auch in Ahr-Nähe gefunden. Er hat sich auch ein paar eigene Autos aufgehoben auch dafür ein Zuhause gefunden. Fit hält ihn aber auch der große Garten - was er offensichtlich genießt. Natürlich steht er immer noch gerne beratend zur Seite, möchte aber die Zügel übergeben wissen. Und ich finde, das hat man auch in Le Mans z.B. deutlich gesehen, als Nicki und Martin ziemlich oft im Fernsehen gezeigt wurden.

Übrigens hat Olaf auch eine beeindruckende Rallye-Karriere hinter sich: er hat alle Rallyes gewonnen, bei denen er gestartet ist! Um genau zu sein: die Rallye Köln-Ahrweiler 1995 in einem Porsche 914/6.

Zurück in Daun erkennt man die englischen Teilnehmer ziemlich schnell:

Mike Frison / renn.tv

Den Beifahrer-Facepalm lassen wir mal als Entschuldigung gelten.

Für den zweiten Tag hatte ich mir die WP5 ausgesucht - das war hier bei Mehren.

Ich hatte den Bus als Schlafquartier schon abends im Ort in Stellung gebracht und war dann nach dem Kaffee - Kännchen! - beim örtlichen Bäcker froh, das Fahrrad mitgenommen zu haben. Hat die Suche nach der WP doch schon gut erleichtert.

Vor Ort war es zwar staubig, aber quer:

Mike Frison / renn.tv

Irgendwie hatte ich ein Schotter-Näschen dieses Jahr - das war wohl nach der Special Stage die einzige andere WP, die Schotter Anteile hatte.

Das ist der Vater von Sebastian Klos:

Mike Frison / renn.tv

Sagt euch nichts? Sebastian hat den Youtube-Kanal Zeroundersteer gegründet und ist inzwischen mit einem kleinen Team sehr engagiert im Einsatz. Schaut mal vorbei, ich freue mich schon auf das Eifel-Rallye Video.

Noch einen weiteren Youtuber habe ich getroffen: Six Right Over Crest. Da kommen vielleicht auch noch Bilder die nächsten Tage.

Wer sich noch in der Galerie umschauen möchte, ich habe natürlich wieder fleißig Fotos gemacht. Wieder mit meinen kompakten Werkzeug Canon EOS 100D. Auch nicht mehr die Jüngste, aber nach wie vor tadellos und offensichtlich hart im Nehmen.

Insgesamt wieder eine Mega-Veranstaltung, bei mir inzwischen fester Programmpunkt im Jahreskalender. Ich habe jetzt auch die Klasseneinteilung verstanden mit Org (orginal), Slo1 (guter Nachbau), und Slo2 (Nachbau mit Abweichungen). Daun ist sich wieder treu geblieben, auch an so einem Wochenende schließt die Pizzaria gnadenlos um 22h. Das Publikum ist sehr international, nimmt teilweise richtig weite Anreise auf sich. Die WPs sind nicht einfach anzusteuern, entweder Zeit oder gute Ortskenntnisse mitbringen. Dafür ist das Fahrerlager im Stadtzentrum aber so konzentriert aufgrund des Platzmangels, dass man alles gut ablaufen kann. Auf Schotter setzen nicht alle Teams ihre Autos ein - sollte man bedenken bei diesen Prüfungen. Dafür fahren die anderen aber gerne mal eine Runde mehr, wenn es ihnen gefällt - es gibt ja keine Zeitnahme oder Wertung.

Abschließend ein großes Dankeschön nach Daun, wo mit viel Einsatz und Herzblut vieler freiwilliger Helfer ein so schöner Event regelmäßig zelebriert wird.

EifelRallye | Daun | GruppeB | Berlandy | Mikebericht | Mikefotos |


Dienstag, 19. Juni 2018

Deutsche Autoblogger und die Verhaftung von Audi Chef Stadler.

Ich dachte mir ich mache mal eine Übersicht, was die deutsche Autoblogger Szene so über die Verhaftung von Rupert Stadler schreibt. Und auch die Motorradblogger, denn immerhin gehört Ducati ja 100% zu Audi.

Hier ist die Liste der Beiträge:

Kein Witz, ich habe nicht einen einzigen Beitrag gefunden. Entweder bin ich blind oder die Blogger hängen hörig am Tropf der Industrie.

Bei solchen brisanten Themen zeigt sich, wie stark - oder eben schwach - eine Bloggerszene aufgestellt ist. Was könnte die deutsche Autolandschaft mehr erschüttern als die Verhaftung eines Konzernchefs?

Wenn noch Beiträge auftauchen, füge ich sie als Update hier ein.

Stadler | Blogger | Autoblogger | Dieselgate |


Mittwoch, 25. April 2018

Zwanzig.

Heute vor 20 Jahren habe ich zum ersten Mal gebloggt, auch wenn es den Begriff damals eigentlich noch gar nicht gab. Auf einer GeoCities Präsenz hatte ich mir eine Homepage eingerichtet, auf der ich regelmäßig von meinen eigenen Motorsport-Eskapaden berichten wollte.

Was ich dann am 25.April 1998 auch zum ersten Mal gemacht habe. Kein Text, auf den man besonders stolz sein muss, aber immerhin ein historisches Ereignis, das in der Nachbetrachtung einen Startschuss gesetzt hat. Ich bin übrigens in guter Gesellschaft, Jason Kottke bloggt ebenfalls seit 20 Jahren. Von ihm habe ich mir auch die Überschrift geborgt. Obwohl ich damals natürlich noch nicht von ihm wusste - und er bis heute von mir noch nicht. Hochladen musste man über die Telefonleitung - da werden Erinnerungen wach. Das Modem hängt hier auf dem Bild unter dem Monitor:

Zwanzig.

Und es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen - ich kann mich gut an den Moment erinnern. Heute sitzt man mit Notebook im Café und hat alles was man braucht. Aber wenn wir das Ereignis mal in seinen zeitlichen Rahmen setzen, dann merkt man schon, dass seitdem eine Menge Wasser den Rhein hinuntergeflossen ist:

Digitalkameras waren unbekannt, AOL hat CDs in der Fußgängerzone verteilt, der DMSB hat die OMK aufgeschnupft, wir haben mit Ericsson, Nokia oder Siemens Mobiltelefon telefoniert und jede Minute wurde einzeln abgerechnet. SMS wurde als Innovation gefeiert.

In der Formel 1 gewann Mika Häkkinen den ersten seiner zwei Titel, Tommi Mäkinen wurde - wieder - Rallye Weltmeister, Porsche gewinnt mit dem GT1 911er in Le Mans, ein BMW 320d gewinnt das 24h-Rennen am Ring, Sabine und Hannes werden VLN Meister, und die DTM gibt es nicht mehr. Bas Leinders wurde Formel 3 Meister, und Lance Stroll geboren.

Bei den Motorrädern wurde noch mit 500ern gefahren, Mick Doohan wurde zum 5.Mal hintereinander Weltmeister. Bei den 250ern ging der Titel an Loris Capirossi vor Valentino Rossi.

Die Suzuki Hayabusa wurde zum ersten Mal vorgestellt und bei den Autos VW Beetle und Audi TT.

Erst 2 Jahre später - 2000 - registrierte ich meine eigene Domain - renn.tv - und so nahmen die Dinge ihren Lauf. Den ersten experimentellen Live Bericht vom 24h-Rennen mithilfe der ersten Digitalkameras habe ich ebenfalls 2000 durchgeführt - der ursprüngliche selbstprogrammierte Code von damals ist auch in dem heute selbstprogrammierten Code in Fragmenten noch vorhanden.

Heute überlege ich mir oft wohin die Reise führen soll. Facebook und Twitter scheinen jegliche Kommunikation abzusaugen und als Blogger kommt man sich schon fast Old School vor. Besonders wenn man wie ich Instagram und Facebook den Rücken gekehrt hat und auch sonst keine Intentionen zeigt sich als Influencer zu profilieren.

Auf der anderen Seite habe ich das Bloggerleben gut in meinen Alltag integriert: ich genieße das Schreiben, Fotografieren und Filmen - das Recherchieren, immer wieder Interessantes und Neues zu entdecken, um es mit Euch - den Lesern - zu teilen. Ich habe auch so etwas wie ein Mini-Geschäftsmodell mit meinen treuen Unterstützern (siehe ganz unten) und dem regelmäßigen Verschicken eines gewissen Aufklebers, das mir von den Empfängern oft genug generös honoriert wird.

Ich freue mich über Rückmeldungen - besonders natürlich zu dem 20jährigen. Und über Anregungen, Lob oder Kritik - lasst es mich wissen.

Auf die nächsten 20!?

MikesBlog | Blogger | Jubiläum | Geburtstag |


Montag, 09. April 2018

Motorradsport darf nicht zum Kontaktsport mutieren.

Sorry für die dünne Blogaktivität über’s Wochenende - unsere Kleine hat ein neues Kinderzimmer bekommen und am Wochenende war auch noch Kindergartenflohmarkt - da muss der Blogger mal kurz pausieren.

Ich habe auch gelernt, dass man im IKEA nicht nur den Samstag meiden sollte, in der Ferienzeit ist auch ein Freitag bedenklich. Immerhin ist der Bloggermobiltransit gut zur Aufnahme von Übergrößepaketen geeignet - unsere PAX-Sammlung ist jetzt weiter angewachsen.

Wenn man sieht, was die Leute in langen Schlangen vor den Kassen an Material rausschleppen, um es in ihre Autos auf den überfüllten Parkplätzen zu verladen, dann kann es einem bei den Umsätzen schon schwindelig werden. Kein Wunder, dass das Begehrlichkeiten weckt. Dabei gibt es in Köln sogar 2 IKEAs. Egal - ich schweife ab :)

Sonntag Abend habe ich mir zum Ausgleich F1 und MotoGP im Doppelpack gegeben: erst die F1 in Bahrain - das war ganz unterhaltsam, weil die Autos schon im Vorfeld ordentlich durchgemischt wurden. Kimi hat beim Reifenstopp einen Mechaniker umgefahren, weil das Team ihn losgeschickt hat, obwohl das linke Hinterrad geklemmt hat. Er hat das sofort bemerkt, hält mitten in der Boxengasse an, steigt aus und schmeißt nur noch das Lenkrad in’s Auto. Er hätte ja das Rennen trotzdem zu Ende fahren können, hat aber keine Sekunde gezögert und sich sofort entschieden hier und jetzt auszusteigen. Grande Kimi. Dem Mechaniker geht es den Umständen entsprechend gut.

Während Red Bull einen Komplettnuller verbuchen musste, hat McLaren mit Alonso und Vandoorne einen schönen 7. + 8. Platz eingefahren.

Nach dem Warm-Up in Bahrain ging es direkt nach Argentinien zur MotoGP. Dort war das Wetter durchwachsen, als gäbe es nicht schon Dramatik genug in der Serie. Jack Miller stand auf Pole und während der Startaufstellung hat ein Team nach dem anderen den Grid verlassen, um von Regenreifen auf Slicks zu wechseln - weil sich das Wetter verbessert hat. Außer einem: Pole Mann Jack Miller. Was dann in der Startaufstellung zu diesem kuriosen Anblick geführt hat.

Vorher ist Marc Marquez das Motorrad ausgegangen, da wurde er doch leicht hektisch. Und im Nachgang für seinen Starrsinn mit einer zusätzlichen Boxendurchfahrt bestraft.

Bis es dazu kam hat er das Feld ziemlich souverän angeführt - war schnellster Mann auf der Strecke. Ich hatte schon Bauchschmerzen, als er durch die Strafe das Feld wieder von hinten aufrollen musste - und er hat auch eine ziemliche Spur der Verwüstung hinterlassen. Hier das Manöver gegen Rossi, der zu dem Zeitpunkt auf 6 unterwegs war.

Und damit komme ich auf die Überschrift zu diesem Post zurück: ich kann nicht verstehen, warum Marquez das Rennen zu Ende fahren durfte - so ein Gemetzel hat mit Sport nichts mehr zu tun und muss sofort zur Disqualifikation führen. Schnell fahren ist eine Sache - und Marquez war klar Schnellster auf der Strecke, hat mehrfach die schnellste Runde gefahren. Aber Sport lebt nicht nur von Können, sondern auch von Kameradschaft und Fairness - und die lässt Marquez komplett vermissen. Das darf er ja als Charakter gerne vor sich hertragen und man kann es gut oder schlecht finden - aber als Vorbild dient es nicht und zum Wohle seiner Fahrerkollegen darf man es ihm nicht durchgehen lassen.

Nach diesem Vorfall hier vor 2 Jahren kam ich ja schon zu einem ähnlichen Ergebnis. Es ist einer feiner Grad zwischen Siegwillen und Respekt - den anderen Fahrern gelingt es besser auf diesem zu balancieren.

Die Rossi-Marquez-Fehde wird damit natürlich wieder entfacht, Rossikumpel Uccio hat Marquez direkt mal aus der Box geschmissen, als sich dieser entschuldigen musste/wollte.

Das Rennen selber war ansonsten wieder mega, in der Endphase waren 4 Marken vorne: Honda (Crutchlow), Ducati (Miller), Yamaha (Zarco) und Suzuki (Rins) - jeder hätte es machen können, am Ende hatte Cal Crutchlow die Nase vorne (Ergebnis).

Ein schöner Ausgleich für mein ansonsten motorsportfreies Wochenende - dabei war es erst der 2.Lauf der Saison. Und so direkt hintereinander wird einem wieder klar, was für eine verkorkste Rennserie die Formel 1 im Vergleich doch ist.

MotoGP | Formel1 | Marquez | Rossi |


Donnerstag, 29. März 2018

Tesla verabschiedet sich als erster Autohersteller aus Facebook.

Natürlich nicht einfach so, sondern mit Musk’scher Inszenierung über Twitter - und am Ende dann doch einfach so. Trotz Millionen von Followern.

Und weil es so schön war, klinkt sich SpaceX auch direkt mit aus.

Ich selber habe Facebook schon seit über einem Jahr gemieden - habe jetzt die Gelegenheit genutzt einen Strich drunter zu ziehen, inklusive der Seiten (Facebook Pages). Instagram sowieso und WhatsApp benutze ich nicht. Diese 3 gehören zur Zeit zum Zuckerberg-Imperium, das sich zum Ziel gesetzt hat die persönlichen Daten der Menschheit zu kommerzialisieren.

Falls jemand noch zögert, hier ist eine Argumentationshilfe - zwar Google-lastig, aber darüber muss ja auch gesprochen werden. Ich habe übrigens letzten Samstag die Möglichkeit benutzt, um meine Facebook Daten anzufordern - bisher keine Reaktion. Ob ich dann auch so einen Schreck bekomme? Inspirator Fefe hat auch ein lesenswertes Interview über Facebook gegeben.

Natürlich - ich als IT’ler war mir dessen vorher bewusst. Aber ich habe unterschätzt, wie naiv meine Umwelt mit dem Thema umgeht. Und durch meine Facebook Aktivitäten - und sei es nur ein Like hier und da - habe ich das System quasi approved - jedesmal. Vielleicht gibt es ja Leute, die sich denken: “Wenn der Mike es benutzt, dann kann es so schlimm ja nicht sein.” Doch - es ist so schlimm und ich benutze es jetzt auch nicht mehr.

Tesla | Facebook | Instagram | Google | SpaceX | Fefe | SocialMedia |


Sonntag, 25. März 2018

Besuch bei VLN 1.

Am Samstag war ich seit langer Zeit nochmal bei der VLN - das Tempolimit hatte mir damals den Rest gegeben. Immerhin für 3 Jahre, ohne dass ich groß etwas vermisst hätte. Das 24h-Rennen habe ich zwar immer mitgenommen, aber für mich persönlich war bei der VLN irgendwie die Luft raus.

Die Starterliste macht dieses Jahr jedenfalls einen interessanten und abwechslungsreichen Eindruck - also Akkus geladen und warme Klamotten eingepackt, die Warnungen waren ja deutlich.

Ich hatte mich auch auf einige Überraschungen vorbereitet - und wurde nicht enttäuscht.

André Lotterer musste sich den Permit erfahren:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… den KTM hatte ich auch noch nicht von Nahem …

VLN 1/2018 - Mikebericht

… bzw. im Einsatz gesehen:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… und an die rosanen Mücke-Autos müssen sich wohl alle erst noch gewöhnen:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Schön, dass auch Uwe Alzen wieder ein eigenes Auto am Start hat - auch wenn es der einzige Alzen ist:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Das Dorint ist eingerüstet und wird auf Vordermann gebracht:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… was interessante Motive bietet, die man sonst eher von den Gerüsten auf der Nordschleife kennt:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Als einer, der noch mit Kamera fotografiert, fühlt man sich irgendwie oldschool:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… und bei dem L konnte ich auf die Schnelle nicht raufinden, ob es für langsam, laut oder Linkslenker steht:

VLN 1/2018 - Mikebericht

In der Box teilweise eine Atmosphäre wie im VIP-Biergarten:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Der Dörr-Lambo sieht von vorne scharf aus:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… aber von hinten noch viel schärfer:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Schön auch, dass der Renault wieder dabei ist:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Ein exotischer und ziemlich purer Rennwagen:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Und Lexus sorgt auch immer wieder für schöne Farbtupfer im Feld:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Farbe ist ein gutes Stichwort, denn da gibt Manthey den (Grell-) Ton an:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Die haben am Ende auch das Ding gemacht.

Nicht mehr bei Manthey ist der Wochenspiegel-Porsche Ferrari:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Georg Weiss:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… hat ja vor einer Weile zu Michele Rinaldi gewechselt:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Der gleich zwei der 488 GT3 einsetzt, einen Gelbspiegel und einen Rotspiegel:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Dass es gut läuft merkt man gleich, wenn Georg den Zeiten-Screen abfotografiert:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Nicht gewechselt hat die Mannschaft in seinem Ferrari mit Weiss/Kainz/Krumbach - ebenso wenig wie Jochen seine Frisur:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Und Oli seine gute Laune:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Er hat übrigens den Start-Stint gefahren und gegen die ganzen Werksfahrer eine Megaleistung gezeigt.

Ich schwöre, dass dieses Bild in der Reihenfolge das Nächste war und nichts mit dem davor zu tun hat:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Vom Klima her war es ziemlich frisch - hier zwei Symbolbilder, eins für Zivilisten:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… und eins für normale Leute:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Schön, dass FEV auch wieder/noch dabei ist:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… inklusive Erkennungszeich-N:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Der Martin Kohlhaas:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… hat dieses Jahr ein strammes Programm: deutsche TCR und europäische GT4 mit jeweils 2 Autos - da ist die VLN mit dem bewährten 458er Ferrari fast schon wie Urlaub:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Das Team hat am Wochenende wieder die SP8 gewonnen - ich weiss jetzt auch das Erfolgsgeheimnis:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Sehr geschmeckt hat mir auch die Vielfalt der Autos:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Die H2 war mit 12 Startern richtig stramm besetzt und hatte einiges an Patina zu bieten:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Fehlende Leistung wird durch unterdimensionierte Hinterachsbremsen kompensiert:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… und wann gab es das letzte Mal einen Jetta bei der VLN?

VLN 1/2018 - Mikebericht

Was kommt als nächstes? Ein Käfer?

Calibra ist jedenfalls schon da, sogar mit Carlos Tavares am Steuer:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Und ein Kadett war auch mit dabei:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… aber der Chef im Ring ist und bleibt der Manta:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Der erste Unter–8-Fahrer Jens Klingmann ist nach wie vor eine Bank bei BMW:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… und Land Motorsport fest etabliert bei Audi:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Bei der Altreifenentsorgung werden bewährte Methoden eingesetzt:

VLN 1/2018 - Mikebericht

“Historic of Nürburgring” klingt irgendwie unflüssig:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Ich kenne nur den Original Gerri:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Patchwork mal anders:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Und was ist das? Bushubschrauber? Hubschrauberbus?

VLN 1/2018 - Mikebericht

Und was empfängt man wohl hiermit?

VLN 1/2018 - Mikebericht

Aber es wurde auch Tacheles geredet - Jörg und Mackie können halt nicht raus aus ihrer Haut:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Blogger und Bus haben sich jedenfalls wohl gefühlt am Fuße der Nürburg:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Die VLN Seite ist ja neu und ich hatte schon Befürchtung, dass das Archiv darunter gelitten hätte. Keine Sorge: die alten Daten werden noch migriert - prima!

Nicht so prima war, daß der Audio-Stream nicht mehr scharfgeschaltet wurde - die Nachfrage war verglichen mit dem Video Livestream zu gering und man überlegt die Audio Variante wegzulassen. Fände ich persönlich schade. Ich hoffe man kann noch auf die englische Variante zurückgreifen von Radio Le Mans.

Wer zum Abschluss noch ein paar von meinen Bildern sehen möchte - bitteschön - alle wieder sehr bandscheibenschonend mit der inzwischen schon 5 Jahre alten zierlichen Canon 100D geschossen:

VLNLangstrecke | Mikebericht |


Freitag, 02. Februar 2018

Instagram wird immer mehr zu einem zweiten Facebook - ich bin dann mal weg.

Und mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da.

Ich will es trotzdem mal aus meiner Sicht begründen - schließlich bin ich schon von Anfang an dabei, mein erster Post ist vom 1. Januar 2012 - Instagram wurde im Oktober 2010 zum ersten Mal als App für iOS freigegeben.

Von Anfang an war ich ein großer Fan der App und habe auch viel Werbung dafür gemacht. Ihr wisst wie gerne ich fotografiere und ich fand es zum einen eine schöne Herausforderung auch mit den Handy gute Bilder zu machen und zum anderen gefällt es mir generell Bilder sprechen zu lassen. Und bei Instagram wurden diese - die Bilder - in den Mittelpunkt gerückt, genau mein Ding. Ich liebe auch das quadratische Format in diesem Zusammenhang - vielleicht liegt es an meiner Vorliebe gerade, strukturiert und geordnet zu sein.

Auch anderen ambitionierten Leuten zu folgen machte viel Spaß - man war ein visuell-fokussiertes Grüppchen, das sich gegenseitig motivierte.

Doch dann der große Schocker: Facebook kauft Instagram für sagenhaft 1 Milliarde Dollar. Das war im April 2012 und erstmal war die Enttäuschung in der Community groß. Da nützen auch die tollsten Versprechungen nichts.

Heute - knapp 6 Jahre später - alles kalter Kaffee. Es hat sich massiv geändert. Und zwar zum Schlechten - weil es nähert sich immer weiter Facebook an.

Los ging es mit dem kuratierten Feed - das heißt die ehemalige chronologische Reihenfolge wurde abgelöst durch einen Algorithmus, der selber bestimmt welche Einträge man sich und welche nicht. Natürlich bietet einem die Platform an, dass man sich wieder nach oben kaufen kann - und halten dafür kräftig die Hand auf.

Ich habe das deutlich gemerkt - die Like-Zahlen sind eingebrochen, obwohl die Follower-Zahlen ja nicht gesunken sind. Ein ähnliches Phänomen, das man vorher schon bei Facebook beobachten konnte: erst fixen sie einen an, dann wird der Hahn zugedreht.

Gerade im Motorsport - oder im Sport allgemein - ist der Algorithmus super frustrierend, ich hatte diese Woche erst ein Bild aus dem Zeittraining von Daytona - satte 5 Tage später!

Als Instagram User ist man auch so eine Art Blogger - aber wenn das zeitlich beim Empfänger kreuz und quer durcheinander gewürfelt wird, dann lässt sich natürlich keine Geschichte mehr erzählen.

Bei der Radtour nach Le Mans war Instagram das Mittel meiner Wahl - es passte das perfekt: schnell und komfortabel ein Handy-Bild mit etwas Text von unterwegs hochladen - jeder, der wollte, war informiert.

Heute würde ich bei so einer Aufgabenstellung einen weiten Bogen um Instagram machen.

Die Verwässerung der Software ging weiter: Videos kamen dazu, Stories im Snapchat-Style und natürlich … Werbung. Und die wird immer mehr. Es gibt schon Berichte, dass nach jedem 3. Post im Feed eine Werbung geschaltet ist - von User zu User unterschiedlich.

Auf Instagram zu posten war für mich so eine Art Gewohnheit, weil zum einen gibt es immer nette Rückmeldungen und zum anderen habe ich meine Posts hier im Blog recycelt - oben die 4 Vorschaubilder. Diese Bilder musste ich allerdings auf einen Umweg über Tumblr schicken, weil Instagram selber kein RSS anbietet. 2012 war ich stolz, dass mir das gelungen ist.

Eigentlich ein Nachteil, aber ich nutze das jetzt zum Vorteil aus und poste die Bilder direkt auf Tumblr. Dort gibt es zwar so gut wie keine Rückmeldung, aber mir macht es Spaß meine Umwelt in Bildern zu dokumentieren und wenn es dem ein oder anderen auch gefällt - umso besser.

Die Tumblr Funktionalitäten werden auch nicht jeden Tag geändert - ich hoffe das bleibt so. Deren Archivfunktion kann sich sehen lassen - deshalb verlinke ich jetzt auch dorthin, wenn man oben auf die 4 Bilder klickt.

Adiós Instamigos! Die Zeit war schön, aber Du hast den Bogen überspannt.

Instagram | Feed | kuratiert | Facebook | Tumblr | MikesBlog |


Mittwoch, 03. Januar 2018

Ich hatte hier schon John Gruber (Daring Fireball) und auch David Heinemeier Hansson.

Der eine ist respektierter Apple-Blogger, der andere erfolgreicher WEC-Fahrer.

Hätte nicht gedacht, dass die beiden mal zusammen auftreten.


Freitag, 29. Dezember 2017

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

Es war für mich ein aufregendes Jahr aus Blogger-Perspektive, denn im Mai habe ich das Layout für den Auftritt hier ziemlich umgekrempelt. Obwohl es harmlos aussieht, war es für mich ein Kraftakt, denn die Programmierung für den Blog hier ist alles Handarbeit: built, not bought.

Nicht nur das Layout ist angepasst, auch das Einstellen von Texten konnte ich besser auf meine Bedürfnisse anpassen. Und mir ein Ziel gesetzt: jeden Tag neue Inhalte.

Für so eine hohe Schlagzahl neben der normalen Berufstätigkeit musste ich auch einiges an meinem Tagesablauf optimieren - inzwischen nutze ich öffentliche Verkehrsmittel und morgens klingelt mein Wecker um Fünf. Warum das Ganze? Ich konsumiere gerne Inhalte - aber ebenso gerne schreibe ich auch selber - ich würde es nicht machen, wenn es keinen Spaß macht. Ich nutze meinen langen Arbeitsweg als Pendler (einmal von Süden nach Norden quer durch Köln) und weiß inzwischen auch in welchen Cafés ich Stromanschluss und gute Netzverbindung habe.

So ein Jahresrückblick ist immer eine gute Zeit zur Reflexion - und da möchte ich die Gelegenheit nutzen meiner Frau und unserem unbeschreiblichen Töchterchen zu danken: Familie und Gesundheit sind der Anker in meinem Leben, ohne den ich die Muße und Energie für den Blog nicht aufbringen könnte. Ein dicker Kuss für meine wunderbaren Frauen!

Und was ist inhaltsmäßig hier so gelaufen in 2017?

Auch wenn das Archiv die Themen schon vorsortiert, die Höhepunkte verdienen noch einmal das Rampenlicht.

An erster Stelle natürlich die Motorsport-lastigen Veranstaltungen, die ich 2017 besuchen konnte: IDM, 24h-Rennen, Le Mans, Goodwood Festival of Speed, Eifel-Rallye, GT-Masters, Rallye Köln-Ahrweiler, Motorsport Expo, und die Retro Classics.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

Strammes Programm, aber auch ebenso strammer Spaß!

Es gab aber noch mehr Gelegenheiten für Mikeberichte: Bas Keep und das Fiesta ST Behind-the-Scenes, mein Besuch beim Kölner Startup Evopark, das ZO832 Treffen, und FC Köln gegen Arsenal London.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

Getestet habe ich dieses Jahr auch: Honda Fireblade + CB 1100 + X-ADV, Ducati 959 Panigale und zwei Canon Kameras: die 7D MkII und die 200D im Vergleich zur 100D.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

Wobei ich nicht vor die Tür gehen muss, um mich mit Themen auseinander zu setzen. Dieselgate ist im Blog sehr präsent, die hohen Gefängnisstrafen für James Liang und Oliver Schmidt konnte ich nicht unkommentiert lassen - war mir sogar eine Zeichnung wert:

Mike Frison / renn.tv

Lange wurde sie vermisst, endlich ist sie wieder da: die 20832.com/wetter Seite mit Webcams und Regenradar von GP-Strecke und Nordschleife.

Sehr gefreut habe ich mich über den 70. Geburtstag von Walter Röhrl und Maxim Martin’s Wechsel zu Aston Martin war mir ein Rückblick auf seine wilden BMW-Jahre wert. Für beides habe ich mich tief in meinem renn.tv Fotoarchiv eingebuddelt. Auch als der Nordschleifen-Unfall von Toto Wolff wieder thematisiert wurde, habe ich mal in der Vergangenheit gekramt.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

Etwas zwielichtig war der Floersch Formel 4 Vorfall - solche fragwürdigen Ereignisse wecken schnell meine Neugier. Ebenso wie die Fragestellung wieviel solare Dachfläche man benötigt, um 10.000 km mit dem E-Auto zu fahren. Und dass N-Aufkleber vom Auto geklaut werden, das hatten wir bisher auch noch nicht.

Ein intensives 2017 neigt sich dem Ende - und ich freue mich schon auf 2018! Große Pläne habe ich keine, läuft!

Kommt gut rein! Und lasst mir doch ein Feedback zukommen, würde mich sehr freuen.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

Rückblick | Jahresrückblick | MikesBlog | Blogger |


Sonntag, 03. Dezember 2017

McKlein Kalender für 2018 - Historische Rallye und historischer Motorsport.

Dieser schöne McKlein Kalender hat mich schon 2017 im Büro begleitet und ich habe jedes Bild genossen. Man hat pro Monat 2 Bilder zur Auswahl - manchmal konnte ich mich nicht entscheiden und habe dann zur Monatsmitte gewechselt.

Hier eine Auswahl der Variante Motorsport Classic:

McKlein Kalender für 2018 - Historische Rallye und historischer Motorsport.

McKlein Kalender für 2018 - Historische Rallye und historischer Motorsport.

McKlein Kalender für 2018 - Historische Rallye und historischer Motorsport.

McKlein Kalender für 2018 - Historische Rallye und historischer Motorsport.

Und hier Rally History:

McKlein Kalender für 2018 - Historische Rallye und historischer Motorsport.

McKlein Kalender für 2018 - Historische Rallye und historischer Motorsport.

McKlein Kalender für 2018 - Historische Rallye und historischer Motorsport.

McKlein Kalender für 2018 - Historische Rallye und historischer Motorsport.

Der Kalender ist ziemlich groß, matter Druck - sehr schöne Qualität. Zum Größenvergleich ist mir nur eingefallen mir den Blogger zu schnappen, der gerade in der Nähe war:

McKlein Kalender für 2018 - Historische Rallye und historischer Motorsport.

Die Kalender kosten je 39,90 € und können direkt über RallyWebShop.com bezogen werden. Es gibt auch noch den superbreiten Rally-Kalender und einen Tischkalender.

Aber Vorsicht: auch sonst hat der Shop viel zu bieten - setzt Euch lieber ein Limit!

McKlein | Kalender |


Freitag, 25. August 2017

Nico Rosberg ist unter die Vlogger (= Video Blogger) gegangen - hat sich professionelle Unterstützung zugelegt und erlaubt nette Einblicke in seinen Alltag als amtierender F1 Weltmeister.


Dienstag, 15. August 2017

Jochen von Frozenspeed ist unter die Blogger gegangen - sehr schön!


Donnerstag, 03. August 2017

Der Blog blauerbote.com hat dem Stern mal genauer auf die Finger geschaut - und jetzt eine Klage am Hals.

Soweit die schlechte Nachricht. Die Gute:

Vor einiger Zeit habe ich den Verein Klehranlage e.V. gegründet, der die Beträge verwaltet, die mir 2012 zur Prozessführung gegen den „Krebsarzt“ Dr. Nikolaus Klehr überwiesen wurden. Die meisten Geldgeber hatten verfügt, dass nicht verbrauchte Gelder in einen Fonds kommen, um im Notfall Blogger zu unterstützen, denen die Meinungsfreiheit durch juristische Gängelung beschnitten werden soll.

Da der Prozess noch immer am OLG Hamburg schlummert (und Herr Dr. Klehr inzwischen das Zeitliche gesegnet hat), ist derzeit feststellbar, in welcher Höhe Überschüsse anfallen, aber es ist mehr als genug da, um mehrere Fälle dieser Art bis zum Europäischen Gerichtshof in Luxemburg zu tragen.

Der Verein hat beschlossen, dem Blogger Blauer Bote alle Prozesskosten zu sponsern (..).

Der Hintergrund ist etwas aufwendiger, aber lohnt sich und ist haarklein bei Markus Kompa dokumentiert.


Sonntag, 30. Juli 2017

Canon EOS 7D MkII im Eifel-Rallye Miketest.

Meine Anfrage bei Canon bezüglich Blogger-Relations haben diese mit einer 4-wöchigen Leihgabe der 7D MkII beantwortet - genau pünktlich für die Eifel-Rallye.

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

In letzter Zeit hatte ich nur noch meine kleine 100D im Gepäck - die Flexibilität und das leichte Gewicht waren mir wichtiger als als der Ticken bessere Fotos, hier der Gewichtsvergleich. In Goodwood z.B. bin ich morgens mit meinem nicht allzuschweren Rucksack aus dem Hotel - da war alles drin: Kamera, Objektive, Computer, Netzteile. Jede freie Minute habe ich genutzt, um meinen Bericht vorzubereiten, denn ich wollte alles fertig haben, bevor ich zuhause ankomme. Was mir auch gelungen ist. Der Grund ist ganz einfach: nach so einem intensiven Reportage-Wochenende bin ich Montags auf der Arbeit zwar immer noch geflasht, aber immerhin mit der Gewissheit, dass alle meine Inhalte fertig aufbereitet veröffentlicht sind. Das hilft mir, mich unbeschwert wieder in meinen normalen Job zu stürzen. Hätte ich das große Besteck am Start, wäre sowohl die Reise anstrengender als auch das Berichten - Gepäck belastet.

Trotzdem kenne ich natürlich die Einschränkungen, die ich in Kauf nehmen muss, denn inzwischen habe ich eine gute Batterie an 2.8er Objektiven zusammen - vom 16–35 Weitwinkelzoom bis zur 300er Festbrennweite - ziemlich komplett für einen Amateur wie mich.

Von daher war ich eigentlich ganz froh, dass ich nach langer Zeit auch noch einmal die Glasbausteine einpacken durfte, damit die 7D auch voll zur Geltung kommt. Preislich liegt die Kamera bei etwa 1.500 € Liste.

Das bebilderte Resultat könnt ihr euch in meinem Rallyebericht anschauen - hier meine 4 Lieblingsbilder - anklicken vergrößert auf 1920px und die Originaldatei als RAW könnt ihr auch runterladen als Referenz:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

(Link zur Originaldatei.)

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

(Link zur Originaldatei.)

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

(Link zur Originaldatei.)

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

(Link zur Originaldatei.)

Insgesamt hat mir die Kamera gut gefallen und es würde mich auch reizen eine im Bestand zu haben. Allerdings wäre ich dann wieder Packesel-mässig unterwegs. Als Fotograf ok, als Blogger nicht so ok. Und da ich meine Schwerpunkte eher schreibend setze, bleibe ich persönlich erstmal bei der 100D.

Obwohl ich selber auch Canonianer bin, musste ich mich natürlich erstmal reinfuchsen und ich schätze das ist mir nicht 100%ig gelungen. Bei der Vielzahl der Menüfunktionen kann ich mich bei so einem kurzen Review nur auf das Wesentliche beschränken. Das sieht natürlich nochmal ganz anders aus, wenn man ständig mit der Kamera arbeitet.

Hier was mir besonders gut gefallen hat:

  • Gute Ergonomie - die kräftige Kamera liegt gut in der Hand. Einziges Manko: bei meinen großen Händen kam ich beim Festhalten oft an den AF-ON Knopf mit dem Daumen - das hat mich irritiert.
  • Viele Fokuspunkte (96 total), die sich in Gruppen gut organisieren lassen.
  • Lange Akkulaufzeit - ich hatte mir extra Ersatzakkus besorgt, weil bei der Zahl der Fotos bei so einem Rennevent geht einem schonmal gerne der Saft aus. Nicht bei der 7D, sie hat Hunderte von Bildern inklusive Dauervorschau locker weggesteckt mit dem Standardakku.
  • Erstklassige Verarbeitung und Haptik - man merkt, dass Canon das schon länger macht.
  • Mein Lightroom kam mit dem RAW Format sofort zurecht.

Kritikpunkte:

  • Den Weissabgleich musste ich nachträglich leicht korrigieren - allerdings in beide Richtungen je nach Aufnahmesituation. Meine Einstellung in der Kamera war AWB.
  • Die Mechanik für die SD-Karte war leicht fummelig - nicht das stramme Ein- und Ausrasten, wie ich es eigentlich gewohnt bin. Mag aber an diesem (Leih-) Modell gelegen haben.
  • Kein Ausklappmonitor. Ich dachte das wäre heute Standard und hatte mich schon auf gut arrangierte Selfies gefreut.

Fazit: Gutes Preis / Leistungsverhältnis für eine Consumerkamera mit Profi-Eigenschaften.

Miketest | Canon | EOS7D | 7DMkII |


Samstag, 22. Juli 2017

Eifel-Rallye mit Gruppe B in Daun - für Rennsport-Gourmets.

Auf die Eifel ist auch kein Verlass mehr: schon wieder strahlender Sonnenschein für die Motorsportfreunde!

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Ein Traumwochenende aber nicht nur wettermäßig, auch für die Sinne wurde einiges geboten: Vollausschlag für Augen und Ohren - und wenn der zweitaktende Trabi vorbeikam dann sogar für die Nase.

Daun und die umliegenden Ortschaften stehen natürlich Kopf, wenn der Rennzirkus kommt und alle packen mit an, damit es ein schönes Fest wird. Immerhin werden die 8.000 Ureinwohner bei der Rallye mal locker verdoppelt oder sogar verdreifacht. Die Gastronomie macht auch ordentlich Umsatz - aber Samstags um halb drei schließt die Pizzeria: Mittagspause! Kann man ihr nichtmal verübeln, denn die Überbleibsel aus ruhigen Tagen machen die Atmosphäre erst so besonders ehrlich und sympathisch.

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Mit Goodwood hat Daun nicht nur die Fläche von 50 km2 gemeinsam - Autos, Atmosphäre und Action sind ebenfalls vergleichbar. Teilweise sogar identisch, die Aufkleber von Lord March verbleiben als Trophäen stolz am Fahrzeug.

Die 7D Mk2 Testkamera hat sich gut geschlagen - natürlich braucht man immer etwas Eingewöhnungszeit, aber als alter Canonianer kam ich mit den Menus direkt klar. Ich werde noch einen detaillierteren Testbericht nachliefern - aber die Bildeindrücke hier sind schonmal ein guter Vorgeschmack: alles mit der 7D - allerdings auch mit meinen bewährten EF-Objektiven.

Im Fahrerlager gibt es immer was zu Sehen, z.B. einen RS 200 wie frisch aus dem Laden:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Oder diesen Toyota Prototyp, den man bisher unter Verschluss gehalten hat:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

… mit interessantem Fahrwerkslayout:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Die Autos sind auch immer in Bewegung:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

… und die Ernährung fahrerlagertypisch:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

An der Strecke wurden die Sportgeräte von fachkundiger Hand bewegt und Georg Berlandy wird den Tag wohl nie vergessen, an dem er den S1 fahren durfte:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Das war auch für die Zuschauer - bzw. fotografierenden Blogger - ein Genuss:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Sein ehemaliger Ascona war auch dabei - wie es sich gehört mit originaler Nfektion:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Und wo wir gerade bei Nfektionen sind, Dirk Riebensahm hat sich den Spaß auch nicht entgehen lassen:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Speedmäßig völlig den Vogel abgeschossen hat Thierry Neuville, Wahnsinn wie schnell das ist:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Da gingen auch alle Handys hoch und es gab Szenenapplaus:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Mein Lieblingsbild ist dieses - war tatsächlich auch mein Letztes! Da werden die Emissionen kurzerhand als Emotionen abgefackelt:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Hier die komplette Galerie - ich freue mich schon auf nächstes Jahr!

Eifelrallye | GruppeB | 7DMk2 | Mikebericht | Mikefotos |


Montag, 03. Juli 2017

Mikebericht vom Goodwood Festival of Speed: WOW!

Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll - ich weiss nur soviel: es hat meine kühnsten Erwartungen übertroffen.

Aber der Reihe nach: eigentlich hatte ich keinen Grund mich über Langweile zu beschweren - 24h Nürburgring, Le Mans, 1 Woche Panigale testen … ziemlich strammes Programm in den letzten Wochen für einen Amateursportler.

Am Ring hatte ich mich gefreut den Sascha zu treffen - inklusive seinem Onkel Manfred - und wir konnten uns intensiv austauschen über alles Mögliche. Von den Anfängen des Motorsports bis hin zum Ausblick auf das autonome Fahren - Sascha ist der perfekte Gesprächspartner. Zusätzlich noch sein kürzlicher Umstieg vom Blogger direkt in’s Daimler-Management, da ist der neugierige Mike natürlich kaum zu halten. Und nebenbei haben wir auch mal locker überlegt, ob ich nicht einen Event der Sterne begleiten könnte - was käme denn da in Frage? “Wie wär’s mit Goodwood?” Ja klar - warum nicht - hab ich schon viel von gehört - wann ist das denn? Oh … schon so bald … na gut - egal - probieren kann man es ja mal.

Goodwood Festival of Speed 2017

Tja, und nur 5 Wochen später sitze ich im Flieger nach Heathrow, Hotel- und Mietwagenbuchung von Mercedes Classic in der Tasche, und sehe ziemlich aufgeregt der Tatsache entgegen, gleich in einem Rechtslenker die M25 Richtung Süden zu schwimmen.

Ich hatte keine Lust mich mit irgendeinem Navi rumzuärgern, in das man sich erst wieder reinfuchsen musste - also hatte ich in weiser Voraussicht auch mein Handyhalter für die Scheibe eingepackt. Dank Ladekabel perfektes Setup und teure Roaminggebühren gibt es auch keine mehr.

Goodwood liegt eine gute Stunde vom Flughafen entfernt und nachdem ich ein paarmal mit der rechten Hand den Ganghebel gesucht hatte und links mal kurz den Bürgersteig rasieren musste, kam ich gut in Schwung - lief besser als befürchtet. Allerdings ohne einen einzigen Pfund in der Tasche und Euro werden sie wohl beim Parken in Goodwood nicht annehmen. Aber ich fahre ja noch durch ein paar Ortschaften, da gibt es sicher einen Automaten.

Pustekuchen! Von der Autobahn runter kamen nach ein paar Kilometern nur idyllische Dorfkulissen verbunden durch enge englische Landstrassen - eigentlich sehr schön, aber natürlich auch sehr geldautomatenarm. Ein bisschen wie am Ring: durch verschlafene Landstriche fahren, um dann bei einer Racing-Location anzukommen.

Meine nächste Erwartung sollte sich genauso schnell in Luft auflösen: konditioniert durch die Gängeleien am Ring dachte ich, dass man bei der Einfahrt zu den Parkplätzen gleich abkassiert wird - daher auch die Suche nach Bar-Pfunden. Nix da - freundliche Menschen, die mir geduldig den Weg zeigen - akkurat wurden die Besucher millimetergenau ausgerichtet, um dann in einem rustikalen, aber schicken Anhänger mit tollem Traktor vorneweg zum Eingang gefahren zu werden - alles für umsonst.

Ich bin davon ausgegangen, dass ich vor Ort keine Menschenseele kenne - aber der erste, der mir begegnete, war Puffi vom Frikadelliteam - höchste Zeit meine Erwartungshaltungen einmal mit Schwung in die Tonne zu kloppen.

Das war auch gut so, denn die Szenerie vor Ort ist mit nichts vergleichbar, was ich bisher erlebt hatte. Die Qualität der Fahrzeuge, die schiere Menge an Fahrzeugen, die Vielseitigkeit von Motorrad über Auto, von 1900 bis 2017, die Gerüche und Geräusche - man wird konstant mit atemberaubenden Eindrücken geflutet, dass man unmöglich in der Lage ist alles zu verarbeiten. Deswegen kann auch dieser Bericht hier nur grob widerspiegeln, wie das in der Realität vor Ort aussieht.

Was mich bisher immer gestört hatte, wenn man Fotos oder Bewegtbilder aus Goodwood gesehen hat: sie konzentrieren sich auf die Action und es fällt einem schwer sich vorzustellen, wie die knapp 2 km lange Strecke in die Veranstaltung eingebettet ist. Ich habe daher versucht alles etwas weitläufiger und vielseitiger einzufangen, damit es etwas leichter fällt sich das Ganze vorzustellen.

Übrigens wie auch schon in Le Mans alles wieder ohne Akkreditierung und alle Fotos mit der kleinen Canon EOS 100D gemacht.

Die Größe des Geländes ist auch so ein Thema. Ich dachte das sei halt so eine Art Gutshof mit einer Straße - nur größer. Über welche Größe reden wir also hier? Etwas Recherche ergibt, dass das Grundstück des Duke - festhalten! - einer Fläche von etwa 50 km2 entspricht. Wow. Das wären also ungefähr die Abmessungen von Daun.

Jedenfalls habe ich es in meinen 3 Tagen vor Ort nicht geschafft alles einmal gesehen zu haben! Die Rallye Stage z.B., auf die ich unheimlich scharf war, war aufgrund der Entfernungen einfach nicht drin.

Und so reiht sich dann ein WOW! an das nächste. Wenn einem z.B. dieses Fahrzeug vor die Linse fährt:

Goodwood Festival of Speed 2017

… dann denkt man: Mmmh, der Typ sieht aus wie Gordon Murray. Nur in Goodwood IST das dann auch Gordon Murray.

Die Veranstaltung an sich ist unterteilt in Batches, denen verschiedene Klassen zugeordnet sind (Zeitplan). Das hat den Vorteil, dass man an den Programmtagen Fr/Sa/So immer alle Fahrzeuge 2x über den Tag verteilt in Aktion sieht. Das heißt aber auch, dass ständig Fahrzeuge in Bewegung sind, um in das Fahrlager geleitet zu werden oder zurück an ihren Platz - und es laufen sich auch IMMER irgendwo irgendwelche Motoren warm - zusätzlich zu den Geräten, die gerade auf der Bergrennstrecke unterwegs sind. Sowas wie Dezibelbeschränkung kennen die gar nicht - entsprechend lautstark spielt sich das alles IMMER ab.

Und wem das alles noch nicht reicht: 2x am Tag gibt es eine aufwendige Flugshow mit Fighter-Jets. Die fliegen nicht nur einmal drüber so wie in Le Mans, die zeigen 20 Minuten lang die spektakulärsten Manöver inklusive irrsinnigem Getöse.

Bei so einem temporären Veranstaltungsort, dem Mega-Programm, Gewusel und Gelärme sollte man eigentlich denken, dass es drunter und drüber geht. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: perfekter und minutiöser Ablauf, freundliche Marshals und auch jede Menge davon, tolle Details und einheitliches Bild, … also auch ein Fest für die Sinne, das dem Namen “Festival” absolut gerecht wird.

Den Besuchern wird jeder Wunsch von den Augen abgelesen, z.B. habe ich ohne groß danach zu suchen 2 mobile Geldautomaten gesehen. Das ist komfortabel - und hilft natürlich auch dabei den Umsatz für die geschäftstüchtigen Briten nach oben zu schrauben. Apropos Umsatz: das Pflicht-Goodwood-Shirt für die kleine Mia hat mal gerade 20 GBP gekostet. Und die Merchandising-Stände waren ständig gut gefüllt mit kaufwilliger Kundschaft.

Meine Erinnerungen an das 24h-Rennen am Ring oder auch der Besuch in Le Mans vor nur 2 Wochen waren mir noch frisch im Gedächtnis - aber ganz ehrlich: Goodwood stellt die beiden organisatorisch in den Schatten. Und das kann doch eigentlich nicht sein, dass ein temporärer Event die permanenten Rennstrecken alt aussehen lässt. Aber genau so ist es.

Goodwood Festival of Speed 2017

Und da haben wir ja jetzt noch nicht über das Programm gesprochen. Das Besondere in Goodwood ist, wenn der Duke einlädt, dann kommst Du. Da gibt es gar keine Diskussion. Und so präsentiert sich auch das Feld: nur die feinsten und geschichtsträchtigsten Exponate aus den Museen der Werke und reichen Privatiers - insgesamt 600 - und passend dazu natürlich die vorzugsweise weltmeistergeschmückten Fahrer. Die auf dem Weg zu ihrer eigenen Teilnehmer-Hospitality extra einen langen Weg entlanglaufen müssen, damit sich drumherum die Autogrammjäger aufstellen können. Die wissen nicht nur - im Gegensatz zu mir - immer, wer das gerade ist - die haben auch direkt das passende Bild zur Hand:

Goodwood Festival of Speed 2017

Nichts wird dem Zufall überlassen und in völliger Selbstverständlichkeit kommt der Ferrari GTO natürlich quer daher:

Goodwood Festival of Speed 2017

Die Eindrücke werden dir quasi mit 5 bar kontinuierlich in’s Gehirn gepresst und selbst wenn man gar nicht dran denkt, hat man ständig Sensationen vor den Augen. Hinter dem DTM Mercedes - frisch aus dem Museum - Michael Dunlop’s Einsatzgerät. Als wäre es das Normalste der Welt:

Goodwood Festival of Speed 2017

Auch wenn die Tickets nicht gerade günstig sind, der Event ist gerne ausverkauft und wir reden über 200.000 Besucher auf die 3 Tage verteilt.

Mein großer Dank geht an Mercedes-Benz Classic, die mich sofort herzlich in ihrem Team aufgenommen haben, als wäre es nie anders gewesen. Ich war nämlich der Einzige, der als Externer mitgereist war und man hat mich kurzerhand einfach für das Wochenende adoptiert. Großartig!

Goodwood Festival of Speed 2017

Ich hoffe ich konnte mit meinem Bericht etwas von dem Gefühl vermitteln, das sich vor Ort einstellt. Mir war ja klar, dass das nicht einfach wird. Gerne könnt Ihr Euch auch zurückmelden im Forum oder bei Facebook.

Zum Abschluss noch ein paar schöne Eindrücke - ich wünsche mir, dass ich auch in Zukunft noch einmal Gelegenheit bekomme diesen tollen Event zu genießen:

Goodwood | Mikebericht | Mikefotos | FestivalOfSpeed |


Freitag, 23. Juni 2017

Ducatifiziert: Eine Woche 959 Panigale Miketest - Tag 5 von 7.

Nachdem ich meine Arbeitswoche erfolgreich hinter mich gebracht habe, konnte ich den 955ccm 2-Zylinder endlich für eine etwas größere Ausfahrt zünden.

Ich dachte eine 200 km Runde wäre für den Anfang ganz OK und habe mir von kurviger.de eine Route ausrechnen lassen. Die Software habe ich mir mal in einem Video von kettenritzel.cc abgeguckt und für gut befunden - den Blogger Alex Hauser hatte ich beim Hondafahren kennengelernt.

Ich lade mir die Route dann immer runter auf die Dropbox, dann im Handy die Datei aufmachen und nach Galileo exportieren. Ab mit dem Handy in die Hülle vom magnetischen Tankrucksack - fertig. So kann man ganz gut dem Streckenverlauf nachfahren - wenn die Sonne nicht zu sehr blendet.

Jedenfalls sollte es Richtung Rurtalsperre gehen:

Rurtalsperre Tour mit Panigale 959 Ducati

Dort sind einige Strecken für Motorradfahrer am Wochenende gesperrt - das ist immer ein gutes Zeichen. Und gut, dass heute Freitag ist!

Wer fleissig am schönen Gasgriff dreht …

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

… der darf sich natürlich nicht wundern, wenn dann bald wieder die Tanklampe angeht. Was ganz nett gemacht ist: im Cockpit startet eine km Anzeige, wie lange man schon auf Reserve fährt, d.h. wann die Tanklampe angegangen ist. Was nicht so nett gemacht ist: die Lampe geht nach einer Weile wieder aus. Und dann wieder an. Als müsste sie sich das erst nochmal genau überlegen.

Hat jedenfalls gereicht, um mich nervös zu machen, außerdem wäre eine Pause auch nicht schlecht. In Eschweiler abgebogen und beim Motorrad nachgefüllt:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

… und beim Mike auch:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Ich muss gestehen das Panigalefahren strengt mich mehr an, als es mir lieb wäre. Entweder bin ich zu groß, zu alt, habe unpassende Klamotten oder die Panigale ist halt ein Rennmotorrad. Oder von jedem etwas. Jedenfalls liege ich immer mit viel Last auf den Armen auf dem Lenker, die Sitzbank zwingt einen ebenso in den Sportmodus, weil sie hinten nach oben ansteigt und man automatisch die Gebücktenhaltung einnehmen muss. Das ist ja wunderbar, wenn es flüssig und kurvig ist, aber zwischen den WPs gibt es auch noch Verbindungsetappen und davon nicht zu wenig.

Die 200 km haben sich dann doch ganz gut gezogen und ich war froh mich alternativen italienischen Genüssen hingeben zu dürfen - in entspannter Haltung:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Eine gute Figur macht die 959 trotzdem immer, ob vor der Pizzaria:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

… oder der Dolce Vita Eisdiele:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Sie ist halt nichts für Weicheier die Italienerin und siebt vorher aus, wer auf ihr fahren darf - und wer halt nicht.

Morgen werde ich auf jeden Fall früh aufstehen und eine Runde drehen.

Ducati | 959Panigale | Miketest |


Donnerstag, 22. Juni 2017

Boris Becker - die ehemalige Nürburgring-Lichtgestalt - für zahlungsunfähig erklärt.

Aus der Nürburgring Pressemitteilung von 2012:

Boris Becker ist einer der international bekanntesten deutschen Spitzensportler und er besitzt eine hohe Affinität zu Motorsport und automobilem Lifestyle. Boris Becker verkörpert wie der Nürburgring Leistungsbereitschaft, Stärke, Herausforderung und Erfolg“, erläutert Dr. Walter Kafitz, Hauptgeschäftsführer der Nürburgring GmbH, die Wahl Boris Beckers.

Inzwischen ist Walter Kafitz offiziell Verbrecher, Boris Becker droht die Pleite - und die Nordschleife haben die Möchtegerns natürlich mit in den Abgrund gerissen.

Oder wie ein Blogger damals formulierte:

Die Boris-Becker-Nummer war eine der vielen kleinen und großen Sargnägel, die in die Nordschleife getrieben wurden.

BorisBecker | Kafitz | pleite | Insolvenz |


Samstag, 06. Mai 2017

3-facher Miketest: Honda Fireblade SP, CB 1100 RS und X-ADV.

Dieses Wochenende habe ich mit einer Tradition gebrochen: ich fahre keine Motorräder, die mir nicht gehören. Ich hatte immer die Befürchtung, dass mir dann mein eigenes vielleicht nicht mehr so gut gefällt - und das könnte ich den treuen Eisen ja nicht antun.

Und ich habe das 6h WEC Wochenende in Spa freiwillig sausen lassen - da muss es schon einen triftigen Grund geben? Und was ist besser, als anderen beim Fahren zuzuschauen? Natürlich selber fahren!

Honda Motorrad Deutschland hatte geladen: 2 LKW voll mit den neuesten 2017er Motorrädern und jede Menge Schreiber, Blogger und Youtuber, um die Kollektion auszuprobieren. Das Ganze im schönen Spessart, wo mir jeder vorher gesagt, dass das eine super Motorrad Gegend ist.

Muss man nicht lange überlegen um zuzusagen! Deswegen bin ich ja auch letztes Jahr extra auf der Intermot gewesen, um Kontakte zu knüpfen und die Fühler Richtung Motorrad auszustrecken - siehe Mikebericht. In Köln hatte Honda einen großen Auftritt, denn die Fireblade wurde weltpremiert:

Wer hätte gedacht, dass mich 7 Monate später dieser Fuhrpark anlacht:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und um des Bloggers Leben zu vereinfachen, war auch ein Fotograf für die Fahraufnahmen vor Ort - aber nicht irgendeiner, sondern Gerhard Rudolf vom Gasgriffsalat Blog, den ich schon immer mal treffen wollte:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und wir hatten uns tatsächlich einiges zu erzählen! Und während wir so in alten Fotos stöbern stellt sich raus, dass er mir sogar mal vor die Linse gelaufen ist - auch erst 16 Jahre her! Kleine Welt.

Nur um ganz sicher zu gehen, hatte ich auch meine eigene Honda mitgebracht - ich kann die Arme ja schlecht in der Garage stehenlassen, um dann mit anderen Hondas fremdzugehen. Und um die Hornet etwas aufzumuntern, habe ich sie erstmal gebührend in Szene setzen dürfen:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Sie hat sich natürlich nichts anmerken lassen - aber sie ist fast geplatzt vor Stolz!

Mein erstes FAHRzeug sollte dann die neue CB 1100 RS werden - old Old School trifft new Old School:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

In Japan ist das Motorrad der Renner und man hat alle Register gezogen, dass der Motor luftgekühlt bleiben konnte trotz Euro 4 Norm. Es gibt auch eine CB 1100 EX mit Speichenrädern und 1° flacherem Lenkkopfwinkel. Also Gussräder für die RS - und gelbe Federbeine gehen immer:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Die 1100er hat 90 PS und wiegt 255kg - erst dachte ich: “uups, ganz schön schwer”, aber beim Fahren merkt man das Gewicht nicht mehr:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Lässt sich schön komfortabel bis sportlich fahren und hat jede Menge Charakter. Sogar ich mit meinen 1,96m hab gut Platz gefunden - die Fußrasten sind bequem und nicht zu weit oben angebracht. Der Alex von Fast Forward Films hat sich mit der Fireblade dazugesellt:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

… was bei zügigerer Gangart dann doch einige Schleifspuren hinterlassen hat:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Macht aber nichts - das kann man für die bequeme Sitzposition gerne in Kauf nehmen.

Eine weitere Überraschung hatte ich ja auch der Intermot, als ich zum ersten Mal hörte, dass Honda ein Doppelkupplungsgetriebe für Motorräder im Programm hat:

Das wird sogar relativ häufig bestellt von den Kunden, bei der Africa Twin z.B. hat jede Zweite dieses Getriebe an Bord. Und das neue X-ADV Gefährt hat es sogar serienmäßig. Da hilft nur eins, ausprobieren!

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Ist ganz witzig, weil man völlig auf das Schalten verzichten kann. Der Roller hat übrigens sage und schreibe 750ccm und geht ganz ordentlich - 150 Sachen hat man ziemlich schnell drauf.

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Man fühlt sich auch sicher, komfortabel sitzt es sich sowieso. Die meisten Fahrzeuge gehen nach Südeuropa - z.B. Italien - aber auch in Deutschland werden einige auf der Straße zu sehen sein. Oder im Gelände, denn das soll der Roller auch können und hat dafür extra mehr Bodenfreiheit. Lass mal testen:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Stimmt - geht!

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Für einen Feldweg reicht das allemal - ist auf jeden Fall ein mutiges Produkt.

Mut ist ein gutes Stichwort, denn ich wär dann jetzt soweit:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Die Fireblade ist ein mächtig heißes Eisen mit vielen tollen Details. Die schlanke Linie ist der Hammer, im Vergleich zu meiner Hornet eine echte Ballerina:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Wenn man von der Seite schaut bekommt man ein Gefühl, wieviel Arbeit da drin gesteckt haben muss, diese schlanke Linie über Tank, Rahmen und Motor zu realisieren:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Beim Betrachten wundert man sich, wie so etwas Zierliches so brutale Leistungswerte haben kann - 192 PS warten darauf, von der Leine gelassen zu werden:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und wenn man dazu noch das Vergnügen hat die SP-Version auszureiten, dann kommen sogar noch feinste Brembo und Öhlins Zutaten in’s Spiel:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Dann lass uns mal die 192 Pferdchen wecken:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Ich will auch gar nicht lange drumrumreden - die Blade ist der Hammer - sowas habe ich noch nicht erlebt:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

So knackig und scharf - und obenraus ein Kraft-Feuerwerk - da bist du froh, wenn du weißt wo die Straße langgeht, weil viel Zeit zum Nachdenken bleibt dann nicht mehr. Eigentlich ein Rennmotorrad - völlig unterfordert auf der Landstraße.

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Der Kracher schlechthin ist aber die Schaltautomatik:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Wenn die aktiviert ist, braucht man die Kupplung nur noch zum Losfahren - danach hat sie Sendepause. Man schaltet lustig hoch und runter - den Rest macht die Elektronik. Hört sich jetzt unspektakulär an - aber das läuft so ab: du fährst los, 1.Gang - ziehst auf - lässt das Gas stehen - 2.Gang ohne wirklich eine Schubunterbrechung zu merken - Zeit für Vollgas-Anschlag - ausdrehen - stehen lassen und dabei schalten - 3.Gang - kurz und knackig - kleines PENG aus dem Auspuff - 4.Gang … WOW - viel zu schnell - mach mal dünn. Was für ein Feuerwerk!

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und umgekehrt dasselbe Spiel. Sagen wir mal Du kommst im 4. auf eine Spitzkehre zu - lässt dank Brembos lange rollen - spät in die Eisen - und bei relativ hoher Drehzahl 2 Gänge runter - BAMM BAMM - mit kräftigem Zwischengas passt die Blade die Gangwechsel ein - du hast beide Hände kontrolliert am Lenker - keine Unruhe während dem Anbremsen - legst um und sortierst Dir den Kurvenausgang. Ein Traum!

Das war nicht einfach für die Hondaleute mich abends wieder aus der Blade rauszuoperieren - unzertrennlich die zwei:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Aber auch im Stand kann man sich an der Waffe kaum sattsehen. Vom Schweißnähteporno:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

… über die liebevollen Details:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

… alles passt:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und wie sich der Tag so zu Ende neigt:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

… meldet sich mein eigenes Eisen zu Wort:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

… das bei Kennern nach wie vor hoch im Kurs steht:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Also noch schnell eine schöne Runde drehen und die Spessart-Straßen genießen. Ein schöner Abschluss für einen herrlichen Ausflug - danke an Honda für die Einladung!

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Miketest | Honda | Fireblade | CB1100 | XADV |


Sonntag, 30. April 2017

Was ist eigentlich dieses Influencer Marketing?

Mojomag'er Clemens klärt auf:

Als ich vor einigen Jahren das erste Mal davon hörte, wie Autofirmen durch die asozialen Mediennetzwerke stolperten, dachte ich meistens „lasst es, bringt so nichts“. Die Autofirmen und Agenturen entwickelten ihr Verständnis jedoch sehr schnell weiter und mittlerweile ist das Influenza Marketing (sorry, ich kann nicht anders) straff durchorganisiert, durchgemessen und durchprofessionalisiert. Dieselbe Entwicklung vollzog sich auf der Geldnehmerseite. Eine veritable Subbranche entstand.

Eine traurige Entwicklung in meinen Augen, denn der große Vorteil der Blogger ist die Unabhängigkeit. Die wird Stück für Stück freiwillig verkauft, wenn man gegenüber der Industrie die Hand aufhält.

Dann werden nämlich die ehemals frechen Blogger auf einmal so handzahm wie es die Zeitschriften-Industrie jetzt schon ist, weil die Haupteinnahmequelle die Anzeigenkundschaft ist.

Mojomag | Influencer | Influenza | Marketing |


Dienstag, 28. Februar 2017

Innenstadt-Raser mit Todesunfall: Lebenslang.

In Berlin wurden am Montag erstmals zwei Raser (= illegale Autorennen) zu lebenslang verurteilt.

Bei einem ähnlichen Fall in Köln gab es kürzlich nur ein Bewährungsurteil.

Muss man nicht verstehen.

Köln mit dem Fahrrad ist lebensgefährlich - ich erlebe es täglich. Die Verkehrsführung ist teilweise so abenteuerlich, dass man sich wie in einem Selbstmordkommando vorkommt. Ich schließe mich auch regelmäßig der monatlichen Critical Mass an - sehr zum empfehlen. Aber warum jetzt kein Mustang beim Rosenmontagszug vorneweg fahren darf, ist mir zu hoch. Ist doch ein lustiges Polizeiauto.

Wo wir schon bei Radfahren in Köln sind: dieser Blogger arbeitet das Thema akribisch ab - trotz des Ärgers auch mit gutem Unterhaltungswert.


Samstag, 17. Dezember 2016

Der große renn.tv Jahres-Rückblick-Blog.

Als Blogger hat man es einfach, das Jahr Revue passieren zu lassen: man braucht nur den Blog zu durchforsten.

Zu Jahresbeginn mach ich mir immer einen Plan, welche Events ich mir genauer anschauen möchte. Irgendwas kommt zwar immer dazwischen, aber wenn ich die vergangenen 12 Monate sehe, dann hat meine kleine One-Man-Show doch wieder einige Bits und Bytes für die Nachwelt hinterlassen.

In erster Linie die aufwendigeren Mikeberichte:

… und der Miketest mit dem:

Gedanken habe ich mir gemacht, wie das mit den Motorsport-Übertragungen in der Zukunft aussehen soll.

Und diese Meldungen sind es wert noch einmal aufgegriffen zu werden:

… und in eigener Sache bekommt Mike’s Blog ein Responsive Design verpasst. Da passt der Rückblick im Rückblick: wie Mike vor 15 Jahren gebloggt hat. Auch die renn.tv URL ist schon 15 Jahre alt.

Und so neigt sich wieder ein aufregendes Jahr zu Ende.

Bei meinen Unterstützern bedanke ich mich für die Treue - ebenso bei den N Spazierenfahrern, die sich großzügig revanchieren für die verschickten Ns und natürlich bei Euch Lesern und Euren Rückmeldungen, die ich über Social Media oder Email bekomme.

Ich freue mich schon auf 2017 - und das ein oder andere Highlight!

Rückblick | Blogger | Mikebericht | Miketest |


Freitag, 09. Dezember 2016

Sascha Pallenberg hebt für Daimler das Bloggen auf einen neuen Level.

Wer schon länger hier mitliest kennt den Sascha, denn ich durfte ihn mal zum Thema Bloggen interviewen - auch schon wieder 4 Jahre her.

Ach was sag ich - sogar ein 2.Mal hat er mir Rede und Antwort gestanden - das war dann später auf der CeBit 2013.

Für mich ist Sascha immer das Paradebeispiel, wie man sich als Blogger hauptberuflich durchschlägt und ich bin mir sicher, dass er mit seinem Enthusiasmus und Ideenreichtum auch anderen Leute die Scheu genommen hat, sich als Blogger zu versuchen.

Gestern gab es überraschend Sascha’s Ankündigung, dass er Mobile Geeks - seinem Baby - den Rücken kehrt … und heute dann die Sensation, dass er ab 1.Januar bei Daimler anfängt!

blog.daimler.de:

Klassischer Journalismus wird bekanntlich immer öfter von Advertorials und Content Marketing durchsetzt. Das ist – sofern es kenntlich gemacht wird – auch nicht verwerflich, sondern verständlich, vor allem aus Sicht der Verlags-Buchhaltung. Selten ist es aber elegant oder interessant. In der globalen Kommunikation bei Daimler gehen wir zukünftig einen anderen Weg: Wir setzen verstärkt auf unsere eigenen Medien. Der Vorteil: Auf den eigenen Kanälen können wir Denkanstöße bieten, ohne Verkaufsimpulse setzen zu müssen. Ob das eleganter oder interessanter ist, gilt es zu beweisen. Aber ich finde, versuchen kann man es mal.

Was da so salopp verkleidet als kleines Experiment um die Ecke kommt, ist nichts anderes als ein mittelgroßes Erbeben. Es ist noch nicht so lange, da hat ausgerechnet die sport auto und dann Mercedes-Frau Anja Wassertheurer übelst über die Blogger abgelästert.

Inzwischen arbeitet sie bei Porsche, was eigentlich schade ist, denn ich stelle mir das interessant vor, wenn sie den Blogger als Kollegen begrüßen soll.

Daimler ist keine Firma, die wie ein Start Up heute so und morgen so agiert. Da wird analysiert, geplant und sorgfältig abgewogen.

Und festgestellt, dass so ein Blogger zum einen ein besonderes Gespür für interessante Inhalte hat - und zum anderen diese auch kurzweilig darstellen kann. Offensichtlich Fähigkeiten, die den alteingesessenen PR Abteilungen abhanden gekommen sind. Oder die sie vielleicht auch nie gehabt haben.

Für einen Blogger, der mit offenen Augen und neugierigem Geist durch so einen Konzern schlendert, gibt es Themen ohne Ende. Wie gerne würde ich manchmal auf der Arbeit das Handy zücken, um etwas interessantes aufzugreifen - und dann wieder in der Realität aufzuwachen mit der Erkenntnis, dass Fotografieren auf dem Werksgelände verboten ist. Grmpf.

Sascha gönne ich den neuen Job von Herzen und es wird - wieder einmal - spannend sein seinen Werdegang zu verfolgen. Die Zwänge eines Konzerns sind erdrückend, dafür aber auch die Möglichkeiten etwas zu gestalten absolut gigantisch. Und offensichtlich hat er sich Daimler ja nicht aufgedrängt, sondern sie wollten ihn haben. Also müssen sie ihm auch den Gestaltungsraum zugestehen.

Mehr Hintergrund gibt es in Interviews hier und hier

Alles Gute Sascha - misch den Laden mal ordentlich auf! :)

UPDATE:

Björn Habegger - selber selbstständiger Autoblogger, also Profi, nicht Amateur - befasst sich auch mit dem Thema. Erkennt in der Entwicklung sogar schon Das Ende der Rebellen-Zeit. Um gleichzeitig anzukündigen, dass er genauso unabhängig weitermacht wie bisher!

Pallenberg | Daimler | Mercedes |


Samstag, 29. Oktober 2016

Zu Besuch bei Kumpan - elektrische Roller aus Remagen.

Wer meinen Intermot Bericht gelesen hat, dem werden sie schon aufgefallen sein: die Kumpan Elektroroller.

Als ich mich vor 2 Wochen dort am Stand als Blogger vorstellte meinte man: na dann komm doch mal bei uns in Remagen vorbei und wir zeigen Dir alles!

Gesagt - getan - Termin gemacht und gestern war es soweit. Transit gesattelt und Caracciola’s Geburtsort im Kreis Ahrweiler besucht:

Die junge Firma - als Startup 2010 in’s Leben gerufen - hat ihr Quartier im ehemaligen Sitz von Schauff bezogen.

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Es gibt sogar noch ein paar verlorene Zeitzeugen:

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Die Roller sind bereits in ihrer 2.Generation und der Einsitzer mit dem Namen 1953 wiegt leer 75 kg, hat 10 Zoll Räder und kann bis zu 3 der selbstentwickelten Akkus aufnehmen:

Der Kumpan Modell 1953 - Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Das mit den entnehmbaren Akkus hat einen Grund: jeder wiegt 10 kg, also gerade OK, um sie zum Laden in die Wohnung tragen zu können. Hat ja nicht jeder eine Garage mit Steckdose und ein Kabel möchte man in der Stadt auch nicht aus dem Fenster werfen.

Ist doch einfach und clever gelöst. So ein Akku hat 29 Ah und das entspricht bei 51V Nennleistung knapp 1.500 Wh. Damit kommt man etwa 50 km weit - das ist schon eine gute Strecke für einen Roller. Mit 3 Akkus sind das 150 km - das fährt meiner Meinung nach kein Mensch mit einem 45 km/h Roller am Tag - und nachts kann man ja immer wieder aufladen.

Bei einem Strompreis von 0,25 € kWh entsprechen die Kosten etwa 0,75 € / 100 km.

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Die Akkus werden übrigens von der deutschen Firma Ansmann nach den Vorgaben von Kumpan gefertigt.

Der aktuelle Ladestand wird natürlich im Cockpit angezeigt:

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Die Elektronik wird In-House ausgetüftelt:

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

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… ebenso wie eigentlich der ganze Rest von dem Roller. Philip Tykesson - einer der 3 Brüder, die die Firma gegründet haben - zeigt mir den Entstehungsprozess der Komponenten - das geht dann auch schonmal ganz un-technisch mit Papier und Pappe:

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Die Roller sind bewusst im Retrostil designed - im Gegensatz zu z.B. einem BMW i3 möchte man ein Produkt anbieten, das vielen Leuten gefällt.

Die Lampe ist ein Kumpan Erkennungsmerkmal …

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Die Technik und das Design der Roller werden komplett in Remagen gestaltet - je nach Aufgabenstellung auch mit Unterstützung weiterer Ingenieurbüros. Die Komponenten werden nach Kumpan Vorgaben auch in China gefertigt, aber zusammengebaut wird wieder in Remagen:

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… wo auch die Einzelteile vorgehalten werden:

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… und die Roller dann per DHL verschickt werden:

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Neben dem 1-sitzigen 1953:

Kumpan Modell 1953 - Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

… gibt es noch den 2-sitzigen 1954 L, der läuft auf 12 Zoll Rädern:

Kumpan Modell 1954 L - Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Nach den ganzen Hintergründen war ich natürlich scharf auf eine Probefahrt und die Probanden standen schon bereit:

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Ich habe mich dann mal bemüht ein wenig Remagen unsicher zu machen:

Mike auf dem Kumpan 1954 L, bereit zur Probefahrt - Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Das ist schon ungewohnt ohne Geräusch loszufahren, aber man gewöhnt sich schnell daran. Der Roller fährt 45 km/h, ist ja auch eine kleine Nummer. Für mich könnte er etwas größer sein, aber Roller für 2 Meter Leute wären wohl auch eher eine Randerscheinung.

Eine große Herausforderung ist bei einem lautlosen Gefährt die Passgenauigkeit der Anbauteile. Denn man hört jedes rappelnde Geräusch, was bei einem Verbrenner natürlich übertönt wird.

Gewöhnungsbedürftig fand ich auch, dass der Motor nicht mehr anschiebt, wenn man bremst - ähnlich wie man das von der Kartbahn kennt: Bremse = Motor aus. Aber unsereiner bremst ja gewohnheitsmäßig in die Kurven rein und da ist es dann eher suboptimal, wenn der Vortrieb so schlagartig ausgeknipst wird.

Neu - aber angenehm - ist die Tatsache, dass der Motor wenig Widerstand leistet im Rollbetrieb, d.h. wenn man vom Gas geht, dann rollt das quasi ungebremst weiter. Da ist ein Benzinmotor mit seinen beweglichen Teilen doch viel bremsender im Einsatz.

Der Motor im Kumpan ist ein bürstenloser Radnabenmotor, d.h. Verschleiß findet nicht statt. Es gibt dadurch auch keine Kette und großartige Inspektionen sind nicht nötig. Das beschränkt sich auf Luft prüfen und Bremsbeläge wechseln - aber viel mehr fällt einem zu dem Thema nicht ein. Höchstens wenn Lenkkopf- oder Radlager mal fällig werden - aber das dauert ja.

Neben den beiden Rollern hat Kumpan noch diesen witzigen Tretroller entworfen:

Kumpan Tretroller Modell 1950 - Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Hört auf den Namen 1950 und fährt 20 km/h schnell. Das hat den Vorteil, dass man keinen Helm braucht. Die Straßenverkehr-Variante mit Licht und kleinem Nummernschild wiegt nur 16 kg und dank Klappmechanismus passt das Teil auch in jeden Kofferraum.

Philipp hat mal vorgeführt, wie das geht: man kann die Geschwindigkeit durch ganz normales Rollern vorgeben und die wird dann gehalten:

Philipp Tykesson auf dem Kumpan Modell 1950 - Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Das macht Spaß:

Mike auf dem Kumpan 1950 - Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

… auch wenn ich mir den Lenker etwas höher gewünscht hätte:

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Die Preise für die 3 Modelle liegen bei 1.799€ für den Tretroller (StVZ-Version), 3.849€ für den Einsitzer und 3.999€ für den Zweisitzer.

Das ist schon gutes Vespa Niveau - aber Piaggio hat noch nichts Elektrisches im Angebot und der Vergleich mit dem Verbrenner hinkt, weil man damit immer zur Tankstelle muss.

Bisher hat Kumpan schon über 2.500 Roller verkauft und für die Zukunft hat man sich einiges vorgenommen. Den nächsten Roller - 1954 Ri - soll es auch mit großem Nummernschild geben, 80 bis 100 Sachen werden dann drin sein. Dauert aber noch ein Jahr, bis er fertig ist.

Wenn ihr mal in Remagen seid, schaut einfach bei Kumpan vorbei: goo.gl/2DpaXq. Die haben eine schöne Ausstellung und man kann auch die Modelle probefahren.

UPDATE:

Im Nachhinein bin ich gebeten worden einige Fotos nicht zu veröffentlichen. Schade, aber was will man machen - ihr seht also hier den editierten Beitrag.

Kumpan | Remagen | Mikebericht |


Montag, 10. Oktober 2016

Intermot 2016 Mikebericht - Startet Elektro jetzt voll durch?

Die Intermot Motorradmesse findet alle 2 Jahre in Köln statt und dieses Jahr war es wieder soweit. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen, denn zum einen wollte ich mal ausloten, wo wir in Bezug auf E-Mobilität stehen und zum anderen hatte ich mir ja extra Visitenkarten machen lassen. Die wollen verteilt werden. Ich hatte vor ein paar Kontakte zu knüpfen und das ist mir auch ganz gut gelungen.

Interessant zu beobachten, dass man heutzutage nicht mehr verächtlich angeschaut wird, wenn man sich als Blogger vorstellt. Je nach Firma wird man inzwischen mit offenen Armen empfangen - das war nicht immer so.

Insgesamt waren 220.000 Besucher da und das konnte man am Samstag auch deutlich sehen:

Vorreiter was die Bestromung angeht, ist BMW. Alle anderen - Honda, Yamaha, Suzuki, Ducati, … - zucken beim Thema Elektro nur mit den Schultern. Ja, es gäbe Überlegungen, aber nichts Spruchreifes. Da ist KTM mit der Freeride auch schon ein Stück weiter.

Aber zurück zu BMW: durch i3 und i8 hatte ich gehofft, dass der C Evolution ein paar revolutionäre Ansätze in sich trägt. Immerhin ist der i3 Wegbereiter, was die Serienproduktion von Kohlefaserteilen angeht.

Der Roller wird schon seit 2 Jahren in Serie gebaut und die einzige Neuerung, die zuerst bei der Autoshow in Paris vorgestellt wurde, ist die Reichweitenverlängerung von 100 auf 160km. Und eine neue Farbe.

Ganz schön dünn, da war ich doch etwas enttäuscht. Habe dann mich dann mal so durch die technischen Daten gefragt. Gewicht: 270 kg. Au weia. Da ist wohl eher Blei als Carbon im Einsatz - ganz schön heftig für einen Roller. Problem seien die Batterien, die Industrie ist noch nicht in der Lage, vernünftige Komponenten beizusteuern. Top Speed liegt bei 120 km/h - dann wird abgeregelt. Der könnte auch schneller, aber dann verbraucht er einfach zu viel. Und 120 sei ok, um nicht mit den LKWs kämpfen zu müssen.

Aber als tiefer gebohrt hatte, stellt sich raus, dass bei dem Gerät viele Kompromisse eingegangen wurden. Das Ladegerät ist fest verbaut, damit man auch unterwegs aufladen kann. Das Ding wird aber heiß, also braucht es Wasserkühler, -leitung und pumpe. Was für ein Aufwand. Da hätte ich lieber auf das Ladegerät verzichtet - 100 km Reichweite und gut ist. Wer fährt denn schon mehr als 100 km am Tag mit einem Roller? Oder geht damit auf mehrtägige Motorradtour? Da hat man doch sicher bessere Alternativen im Fuhrpark.

Geht aber noch weiter: der Antrieb basiert auf 96V und ist quasi aufgesetzt. Denn den gleichen Roller gibt es auch als Verbrenner. Der läuft allerdings stramme 180 km/h und kostet statt 15.000 € für die Strom-Variante nur 11.650 €. (Wiegt aber auch 270 kg.) Das 12V Bordnetz wurde vom fossilen Vorgänger übernommen sodaß 2 unterschiedliche Stromkreise verwaltet werden müssen. Der Elektromotor sitzt auch nicht an oder im Hinterrad, sondern wird über Kette, die in Öl läuft, angetrieben.

Je mehr ich bohrte, desto mehr fühlte ich mich von hinten durch´s Knie in´s Auge getroffen. Zumal auch die Sitzposition gewöhnungsbedürftig ist, weil man nicht besonders in das Fahrzeug integriert wird, sondern einfach oben drauf sitzt.

Performance-mässig muss das Schwergewicht allerdings eine Rakete sein: aus dem Stand bis 50 km/h gibt es im Straßenverkehr aktuell nichts, was mithalten könnte. Das glaube ich und hätte es auch gerne mal ausprobiert. Es gab einen Probefahrtbereich mit irre vielen Motorrädern, aber auch einer langen Schlange von Fahrwütigen:

Das hätte ich besser mal am ruhigeren Freitag gemacht, aber da hatte ich meinen Führerschein nicht dabei. Bin ich das nächste Mal auch schlauer. Vielleicht ergibt sich ja eine andere Möglichkeit den Roller mal zu testen - am liebsten auf dem Weg zur Arbeit, denn ich glaube dafür ist er gemacht.

Im kompletten Gegensatz dazu völlig kompromisslos war dieses Gefährt, das ich in Halle 10 gefunden habe:

Elmoto ist die Marke der jungen Firma ID-Bike aus Stuttgart und es gibt sie schon seit ein paar Jahren. Sie haben schon über 4.000 Bikes verkauft und die HR–4 ist die neueste Entwicklung. Kann man ab Februar nächstes Jahr für 4.000 Euro kaufen.

Läuft knapp 50 km/h und der Kracher: wiegt weniger als 60 kg! Der absolute Hit, ich habe es mal hochgehoben - man glaubt es nicht. Die Reichweite liegt bei mindestens 60 km - damit kommt man doch gut hin bei so einem kleinen Flitzer.

Interessant wie hier die Grenzen zwischen Motorrad und Fahrrad komplett verwischt werden:

Viele Komponenten kennt man aus dem Downhillbereich - das macht Sinn. Die schlanke Form sagt schon alles:

Blinker, Licht, .. - alles dran:

Ich könnte mir vorstellen, dass damit eine ziemlich dynamische Fortbewegung möglich ist.

Eigentlich hätte ich erwartet, dass Vespa / Piaggio einen schicken E-Roller auf den Markt bringen - bietet sich doch an! Aber beworben wird lediglich dieses Fahrrad:

Sicher nicht schlecht, aber halt ganz andere Baustelle. Und dann ist mir dieses gelbe Gerät bei denen versteckt am Stand aufgefallen:

Das ist doch ein Piaggio E-Roller, oder nicht? Ja, ist es - aber wird hauptsächlich an Großkunden verkauft. Weil - festhalten - kostet 6.000 €. Hoppla. Jetzt verstehe ich warum die den verstecken:

Dabei ist es ein schickes Ding und man braucht nur ein Stromkabel einstecken, dann wird aufgeladen. Auf der Homepage wird der Liberty Elektrik nichtmal gelistet - WTF? Nichtmal technische Daten sind im Netz zu finden - wenn da jemand mehr weiss füge ich es gerne hier ein.

Die Lücke hat ein junges Start-Up aus Remagen erkannt und mischt mit dem Kumpan E-Roller den Markt auf:

Die sitzen in der alten Fahrrad-Fabrik von Schauff. Es gibt auch einen kleinen Tretroller im Retrodesign, der immerhin 30 km weit kommt mit einer Ladung.

Der Rest der Elektroszene ist ziemlich chinesisch, jeder Trend wird aufgegriffen und jede kleine Bude ist quasi Vollsortimenter:

Lustige Zeiten, die da anbrechen.

Sehr gut gefallen haben mir diese Roller von Egret:

Nicht unbedingt Leichtgewichte, aber dafür auch solide und stabil. Wären zu schwer um sie lange rumzutragen, aber könnte ich mir optimal im Kofferraum vorstellen. Es gibt auch eine Version mit Luftreifen, damit rollte sich richtig komfortabel.

Ich bin alles kreuz und quer probegefahren - hat mächtig Spaß gemacht und man hatte auch eine weitläufige Teststrecke. Hier ein paar Bilder des lustigen Treibens:

Für die Kinder gab es eine eigene Bahn:

Tolle Spielzeuge sind das - kleine Motorräder mit Elektromotor, leicht und leise - was hätten wir uns damals danach die Finger geleckt.

Es gab sogar einen Puky-Stand!

Design-mässig pendelt sich das alles gerade erst so ein:

Das größte Problem sind wohl die voluminösen Batterien und das schwere Gewicht. Da muss man bei der Optik - noch! - Abstriche machen:

Ansonsten war das natürlich in erster Linie eine Motorradmesse - mit jeder Menge Neuigkeiten. Zum Beispiel die neue Prima 6S:

OK - Spaß - das Ding sah übel aus - da ist jede Gebrauchte besser. Wollte ich gar nicht näher rangehen.

Im Gegensatz zur neuen Fireblade, der kann man einiges zutrauen:

Ich bin auf den Naked Ableger gespannt - als Hornetfahrer ist das wohl auch meine Pflicht. Aber bisher noch keine Infos dazu.

Die kleine MXS 125 war auch da - das wäre doch schon perfekt als Elektroflitzer:

Stattdessen: Automatikgetriebe! Wusste ich gar nicht:

Gibt es auch für die neue Africa Twin - man hat zwei Schalter am linken Lenker für rauf und runter. Kostet etwa 1.000€ mehr und wiegt 10kg. Gibt es bei Honda für einige Modelle und 2016 zum ersten Mal mit über 50% Take Rate bei den Modellen wo es angeboten wird. Ist ein Doppelkupplungsgetriebe - auf dem Bild sieht man die Gänge für die blaue Kupplung und die anderen sind für die rote Kupplung.

Was für ein Aufwand, aber ausprobieren würde ich es schon gerne mal.

Bei KTM gab es natürlich den MotoGP Renner zu sehen:

Was freue ich mich auf 2017!

Die KTM sieht noch nicht so filigran aus wie die Konkurrenz, man merkt, dass sie erstmal die Basics hinbekommen wollen. Ich drücke die Daumen, zumal KTM auch als einzige auf eine Stahlrahmen-Konstruktion setzen.

Rossi’s Bike war natürlich auch - mehrmals - vertreten:

Des Doktor´s Anker:

Das ist die 2015er Version am Yamaha Stand.

Bei Gilles Tooling stand die 2016er Version und die Details sind immer wieder faszinierend:

Das ist kein Showbike, hier die Rahmennummer:

Und steht einfach so in der Ecke rum:

Das war lustig, weil die Leute das Bike kaum beachtet haben. Als ich aber angefangen habe ein paar Details zu fotografieren, haben sie genauer geguckt und realisiert was da gerade vor ihnen steht.

Die Firma Gilles ist aber auch interessant, machen z.B. solche Kunstwerke:

Oder dieses Frästeil - extra als Hingucker:

Das war mal ein 11 kg Alublock.

Bei Ducati gab es diesen Scrambler, finde ich ganz nett:

Wäre doch was für die Stadt.

Ebenfalls Ducati - 205 PS! Da wäre mancher froh die im Auto zu haben:

Und man sieht schon rein optisch, dass das was kann:

Diese Naked bei Kawa fährt in einer französischen Rennserie - sieht spassig aus:

Die Aufklebescheinwerfer der Superbikes:

Kein Showbike, sondern frisch von der Rennstrecke. Inklusive aufgelösten Aufklebern vom Vorbeitanken:

Sagte ich schon, dass ich solche Details liebe?

Und jetzt schaut Euch mal im Vergleich Toni Mang´s 350er von 1979 an:

So sind die sich damals um die Ohren gefahren!

Ungefederte Massen waren auch noch nicht erfunden:

Held hatte die Kawa ausgestellt und weil es kälter wird, habe ich mich nach Handschuhen umgesehen. Dieses Modell ist echt clever:

Ist es kalt, dann geht man in den vorderen Bereich und hat einen Goretex Innenhandschuh. Bei warmem Wetter geht man unten rein und hat wieder einen dünnen Handschuh mit super Gefühl für den Gasgriff:

Leider etwas teuer - aber was muss das muss. Schön auch, das man bei Held alle Modelle in allen Größen angekarrt hat - man konnte schön ausprobieren und vergleichen.

Die neue Kreidler. Die neue Kreidler?

Dieses Transformer-Design geht mir mächtig auf die Nüsse:

Auf dem Trip sind irgendwie alle, aber mit Form-follows-Function hat das nichts mehr zu tun, das ist nur noch Show.

Bei Bell hat es mir dieser Crosshelm angetan:

Die Seitenpolster sind magnetisch befestigt und lassen sich ganz einfach rausnehmen:

Und das Material ist nicht nur sicher, es sorgt auch für gute Belüftung - man meint fast einen Fahrradhelm zu tragen:

Garmin stand auch auf meiner Liste, denn ich wollte mal hören, ob es spannende Neuentwicklungen im Navi-Bereich gibt. Sie hatten einen kleinen Super-Ministand, das war alles:

Und die 4 Leutchen, die von der Firma da waren, waren quasi rund um die Uhr belagert. Neuigkeiten gab es keine, die mir geholfen hätten - hier hinkt die Technik den Kundenwünschen auch noch um einiges hinterher.

Bei Abus habe ich gelernt, dass man auch verschiedene Schlösser mit einem Schlüssel ordern kann:

Und zwar so: man kauft ein Schloss und wenn man später noch eines dazukauft - z.B. ein hochwertiges Fahrradschloss - dann gibt man beim Händler den Code des ersten Schlosses an und bekommt den gleichen Schlüssel auch für das zweite Schloss. Finde ich super - muss ich mal ausprobieren. Das sind die Sachen, die einem sonst keiner erzählt.

Hättet Ihr gedacht, dass diese zierliche Lady neben dem bloggenden Eierkopf:

solche Sachen veranstaltet? Das war lustig, weil ich war dort am Stand von Icon USA und wurde von motoguru erkannt, dem ich auf Instagram folge. Das ist der Kollege mit auf dem Bild. Kleine Welt mal wieder! Wir hatten ein gutes Gespräch und ich habe ein paar neue Apps kennengelernt, die ihm in den USA beim navigieren helfen. Werde ich mal hier testen.

Die Stuntfahrer an sich sind schon ein komisches Volk - so oder so ähnlich haben die ihre Hinterradbremsen:

GoPro war auch vertreten und natürlich konnte man das Personal schön mit Fragen löchern. Die neue Hero5 ist wirklich fein mit dem Bildschirm und Touch Display. Nicht besonders leicht, dafür aber schön klein.

Das hier ist GoPro´s 360° Lösung:

Kostet natürlich viereckig, aber da steckt einiges an Knoffhoff drin. Man kann z.B. alle auf einmal aufladen über einen zentralen Stecker und eine Software um die 6 Kameras zusammenzusetzen gibt es auch.

Und dann war da ja auch noch die Drohne Karma:

Bei Liqui Moly wird einem erstmal klar, wieviele verschiedene Produkte es rund um´s Motorrad gibt:

Ziemlich erklärungsbedürftig - besonders im Bereich Additive oder Motorspülung etc.

Diesen Helm habe ich bei Arai gefunden - immer gut, wenn man an der Patina erkennt, dass das garantiert keine Replika ist:

Lang ist es her, heute ist Papa Jos stolz auf Max - wie z.B. zeitgleich in Suzuka.

Solche Reifen gab es bei Polaris zu bestaunen:

Überhaupt eine interessante Firma, denn denen gehört Indian Motorcycles, die bei diesem Guy Martin Stunt eine Hauptrolle spielen. Und die aktuell einen neuen Flat-Tracker vorgestellt haben. Der aber leider nicht auf der Messe war.

Victory Motorcycles gehört auch zu denen, die haben - abgeleitet von Brammo, die sie aufgekauft haben - einen rattenscharfen Renner für die Isle of Man TT Zero am Start. Der aber leider nicht auf der Messe war.

Nicht dass ich mich beschweren will, denn zu sehen gab es genug. Eine Weltenbummler Vespa vielleicht?

Oder einen Trialkurs im Außengelände?

Oder einer der seltenen Phototypen?

Großen Zuspruch hat auch der Custom Bereich bekommen, hier waren jede Menge Selbstgebaute unterwegs:

Die meisten waren allerdings 2-Zylinder, komischerweise ist das bei den Umbauern normalerweise der Triebsatz der Wahl:

Es gab auch hier und da einen Reihenvierer, z.B. diese äußerst begrüssenswerte Kombination:

Ebenfalls sehr vernünftig - ein Öhlins Federbein in Elmar Geulen´s Street Magic:

Völlig abgefahren dagegen diese Metallskulpturen - Schrott neu in Szene gesetzt:

Wobei so ein meditierender Buddafrosch aus Altmetall so ziemlich das Schrägste ist, was mir je unter die Augen gekommen ist:

Insgesamt muss man abschließend feststellen, dass die Grenzen zwischen den Fahrzeuggattungen immer mehr verschwimmen. Da wird dann eine KTM kurzerhand zum Quad umgestrickt:

Mein persönliches Messehighlight möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Ein ganz ein scharfes Geschoss:

Hört auf den Namen Exeet und die Firma von Sebastian Jornitz ist sogar hier um die Ecke bei Euskirchen. Ich darf da nicht hinfahren … ich darf da nicht hinfahren … ich darf da hinfahren … ich muss da hinfahren! Wie wär´s mit einer Variante mit Elektromotor?

Entweder schließt sich dann der Kreis - oder ich werde hochkant aus der Halle getreten.

Falls Euer Bedarf an Intermot-Eindrücken noch nicht gedeckt ist, schöne Blogger-Reportagen gibt es auch bei kraftrad.com, motofire.com, Gasgriff Salat und Griesgram 999.

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Dienstag, 20. September 2016

Die Intermot in Köln steht vor der Tür: 5.-9.Okt.

Dann geht es in den Hallen 5 bis 10 nur um eine Sache: Zwei Räder mit Motor.

Am 4.Okt. ist übrigens Pressetag, aber ich hatte mir für meinen Besuch den Freitag vorgemerkt (7.Okt.). Schön, wenn man dann aus heiterem Himmel so eine Email im Postfach findet:

Wir haben Euch als wichtige Brancheninsider identifiziert und würden Euch gerne in unsere Kommunikation einbinden (..) In der Blogger-Lounge gibt es natürlich ein leistungsstarkes WLan, Foto- und Pinnwände sowie eine kleine Ruhezone. Dazu erhaltet Ihr von uns einen offiziellen Presseausweis der INTERMOT Köln, der bereits für den Besuch am Pressetag (04.10.2016) gilt. (..)

Ich hatte nicht einmal die Gelegenheit, eine Akkreditierung abzuschicken! Die Zeiten, in denen Blogger keine Lobby (Lounge?) hätten, scheinen endgültig vorbei. (Außer vielleicht beim OGP AvD, dem selbst eine Absage einen Zacken aus der Krone brechen würde, denn stattdessen kommt einfach ... nichts.)

Schwerpunkt für mich auf der Messe werden auf jeden Fall die Stromer sein, ich bin fasziniert von den Möglichkeiten, aber immer noch etwas enttäuscht von der Umsetzung. Und Navigationsgeräte, falls Hersteller vor Ort sind. Nie wieder anhalten und mit Karten im Wind hantieren müssen - davon träume ich, seit ich Motorrad fahre. Aber auch hier hat die Entwicklung gerade erst begonnen und ich bin gespannt auf neue Ideen.

Also alles in allem sollte unter´m Strich ein ordentlicher Mikebericht dabei rausspringen.


Donnerstag, 15. September 2016

Der Fusselblogger ist auf der Automechanika und fragt sich, welches Werkzeug er denn mal als nächstes testen soll. Gute Idee, denn mit seiner Reichweite ist er bei den Herstellern nicht uninteressant - auch wenn diese (noch) keine Blogger-Relations-Abteilung haben. Also vielleicht hat ja jemand einen konkreten Vorschlag.


Samstag, 03. Oktober 2015

Fusselblogger Bernd zurück von seiner Rückenwindtour.

Bernd vom Fusselblog hat einen ganz besonderen Urlaub hinter sich: er hat einfach 2 Wochen und seinen Passet unter dem Arm gepackt, um seine Blogleser zu besuchen. Also die, die ihm im Vorfeld signalisiert haben Bed, Beer and Breakfast bereitzustellen. Und - natürlich - hat er darüber auch wieder gebloggt. Damit alle was davon haben.

Insgesamt sind stolze 2.693 km zusammengekommen. Kilometer, die sich gelohnt haben. Ich habe mich mit allen Gastgebern hervorragend verstanden und das Schöne: Auch die haben sich gefreut, besucht zu werden. Es wurde für mich gegrillt, gekocht, Frühstück zusammengestellt, aber wir waren auch gemeinsam an Imbissbuden, im Diner, haben Pizza bestellt… Nur ein einziges Mal habe ich in einem Schnellrestaurant gegessen. Geschlafen habe ich auf Matratzen, Sofas, Gästebetten, einmal hat mir sogar ein Sohn sein Zimmer überlassen müssen. Und nur ein Bett ist unter mir zusammengekracht ;-) Ich war bei Studenten, Selbstständigen, Paaren, WGs, Familien, Stammtischen, einer Geburtstagsfeier - und das alles in 12 Tagen. Manche mussten eben normal arbeiten, manche feierten extra für mich Überstunden ab, nahmen Gleitzeit waren eh im Urlaub.

Sehr sympathische Idee grandios umgesetzt und dokumentiert.

Auch Leser sind manchmal ebenso Blogger, wodurch wieder neue Texte entstehen. Nicht weniger grandios und durch den anderen Blickwinkel authentischst:

Und irgendwann später sagt er diesen legendären Satz: „Nimm’s mir nicht übel, aber ich glaube, ich lass den Rest von diesem Wein jetzt mal stehen…„. War es zu viel? Nächstes Mal doch lieber Bier? Fragen über Fragen. Irgendwann in der Nacht, angeblich so um 3:00 Uhr, kracht mein Gästebett unter dem Fusselblogger zusammen. Futter für die homoerotischen Verschwörungstheoretiker. Ich bekomme es nicht mit, das andere Ende vom Flur ist sehr weit weg in dieser Wohnung. So sehen wir Bernd am frühen Morgen schon in meinem Wohnzimmer am Rechner sitzen und aufgeschreckt bloggen. Auch gut. Ich mach mal Kaffee.

Herrlicher Input für Schrauber und Textgeniesser.

Fusselblog | Rückenwindtour |


Montag, 21. September 2015

Mein Besuch auf der dmexco Messe in Köln.

Wenn in Köln Messe ist, dann nehme ich schonmal die Gelegenheit wahr Veranstaltungen zu besuchen, die mir neu sind. Denn der Aufwand hält sich in Grenzen, wenn die Anreise kurz ist - mein täglicher Weg zur Arbeit ist länger ;) Dazu kommt noch, dass der Eintritt bei der dmexco frei ist, wenn man sich früh genug anmeldet.

Die Messe ging über 2 Tage (Mi/Do 16./17.Sep.) und wird im Vorwort zum Messeheft so beschrieben:

“Bereits zum siebten Mal macht die dmexco Köln zum internationalen ”place to be“ der digitalen Wirtschaft. In den kommenden zwei Tagen verbindet sie - in diesem Jahr unter dem Motto ”Bridging Worlds“ - aktuelle und künftige Business-Welten, die besonders für Marketing, Media, Werbung und Kundenkommunikation große Relevanz besitzen.”

Meint Gerald Böse vom Veranstalter Koelnmesse.

Bei IBM wurde ich dann gleich mal stutzig - Vollkontaktkunde? Na das kann ja heiter werden!

Auf solchen Messen wird einem auch immer wieder bewusst, welche Firmen längst verschmolzen sind:

Den Bullshitfilter sollte man auf jeden Fall immer sensibel halten - hier z.B. angebliche Leitmedien:

Aber dann wurde es zunehmend spooky - als ich diese Ankündigung von LG gelesen habe:

Und uns wird deutlich vor Augen geführt, wie aggressiv die Werbeindustrie in unsere privaten Bereiche vordringen will.

Noch steht da zwar “User Initiated”, aber ich habe die Befürchtung das ist nur ein Schönheitsfehler. Im dazugehörigen Prospekt der Firma smartclip wird es schon deutlicher:

“Zusätzliche Erlöse: Neue Werbeformate außerhalb der standardisierten TV-Werbeblöcke und erweitertes Kundenpotenzial dank individueller Werbeaussteuerung.”

Das Ganze soll über HbbTV realisiert werden, das steht für Hybrid Broadcast Broadband TV. Angeblich seien damit in Deutschland schon “mehr als 10 Millionen Haushalte” mit dem Fernseher - bzw. Smart-TV - an das Internet angeschlossen.

Was mal als Zusatzdienst für die Zuschauer gedacht war, wird also von der Werbeindustrie rücksichtslos für die eigenen Zwecke eingespannt.

Ach guck an - DTM harmonisch neben Marketing! Passt besser als Motorsport:

Hättet Ihr die Sparkasse auf der dmexco vermutet? Ich auch nicht:

For Programmatic Advertising Pioneers. Ungriffiger ging es nicht?

Hootsuite benutze ich auch. Ich wollte immer schonmal wissen, wie man es korrekt ausspricht: …suite wie Hotel Suite. Hätten wir das auch geklärt.

Neben der kostenlosen und der (nervig beworbenen) Pro-Version gibt es auch eine Enterprise Variante - die soll dann das Geld verdienen.

VW Busse waren irgendwie hoch im Kurs:

Da war ich überrascht, Firefox zu sehen:

Die waren bei mir immer in der Non-Profit Ecke. Die Mozilla Corporation hat immerhin über 1.000 Angestellte mit 160 Mio USD Umsatz (2011). Doch der Profit wird wieder zurück in die Produkte investiert.

Content on Demand. Klingt erstmal ungefährlich, aber beim genauen Hinschauen soll hier den Besuchern von Blogs - also Euch! - gekaufter Inhalt unterschoben werden. Und schon sind Broker zu Stelle, die zahlungswillige Firmen abkassieren, um sie mit käuflichen Blogs zu verkuppeln. Für mich eine Lose-Lose-Kombination.

Habe mich auch angeregt mit einem von denen auf dem Stand unterhalten. Natürlich hat er versucht, das Konstrukt als etwas Positives zu verkaufen, denn schließlich müssten auch Blogger von etwas leben.

Für mich hat sich der Eindruck verstärkt, dass den Firmen, die uns mit Werbung zuballern wollen, unsere Aufmerksamkeit durch die Finger gleitet und sie versuchen unsere Treffpunkte zu plakatieren.

Bei mir jedenfalls werden nur Texte stehen, die ich geschrieben habe. Das ist für mich keine Frage des Geldes, sondern der Ehre :) Just saying.

Falls Eure BS Kapazitäten noch nicht erschöpft sind, bitteschön:

Das sind natürlich alles Vorteile - eh klar.

Ach Quatsch, Yahoo gibt’s auch noch?

Was kommt als nächstes? Ein Stand von Geocities?

Nein, besser! AOL!!

Was machen die denn noch so? Antwort: Schokolade.

Aber es waren tatsächlich die ganz Großen der Branche da, Google:

… und Facebook:

Hättet Ihr gewusst, was die anderen beiden Logos neben Facebook und Instagram bedeuten?

Mir waren die komplett neu. Das mit dem A ist Atlas, ein “People Based Marketing, Powered by Facebook”.

Auf dem Flyer liest sich das so: “Atlas ist eine Adserving- und Measurement-Plattform, deren geräte- und kanalübergreifenden Lösungen für die Welt von heute entwickelt und zukunftsicher gestaltet wird. Atlas bietet Werbetreibenden echten Mehrwert.”

Und die machen auch keinen Hehl daraus, wer oder was hier vermarktet wird: “Mit Insights, die auf echten Menschen - den 1,49 Milliarden Facebook-Nutzern auf der ganzen Welt - basieren (..)”

Kann ich gut verstehen, wenn Euch die Farbe aus dem Gesicht fällt. Hier auf der Webseite von denen könnt Ihr Euch weiter den Appetit verderben.

Das andere Zeichen mit den Winkeln steht für “LiveRail”, da sollen Video-Publisher ihren Content vermarkten. Oder so. Bin ich der Einzige, der bei diesem Erklärbär-Video nichts versteht, weil die Musik das überlagert? Haben die was an den Ohren?

“Publishers can now accurately deliver against age and gender.”

(ca. bei Min 2)

Ihr wisst was das bedeutet. Facebook verkauft die Merkmale der User (Alter, Hobbies, etc.) direkt an Werbetreibende, die ihre Zielgruppe viel genauer als bisher definieren können.

Ich prognostiziere mal, dass Werbung in Zukunft noch aufdringlicher wird, als bisher. Während sich die User - ich sag jetzt mal wir, denn ich zähle mich dazu - weiter versuchen sich abzuschotten, um die Errungenschaften des Digitalen Zeitalters auszuleben, werden die Werbetreibenden ständig versuchen uns zu erreichen und dabei tiefer und tiefer bohren.

Erinnert mich ein wenig an Matrix, als die Maschinen das HQ ausgemacht haben und sich unaufhaltsam weiter vorgebohrt haben.

Noch ein Nachschlag aus der BS Ecke?

Aber diese Lampe war klasse!

War bei Microsoft. Ach so - ja - die waren auch da. Bin aber nicht schlau daraus geworden, was die verkaufen wollten. Hat mich aber auch nicht sonderlich interessiert um ehrlich zu sein.

Aber die Lampe war klasse!

Online Ad Fraud! Natürlich! Da ist es ja, das Perpetuum Mobile!

Während die Marketing Industrie halbgare und manipulierbare Lösungen verkauft, kommen schon neue Firmen auf den Plan, die das Untergraben verhindern wollen.

Achja, VW Busse gehen immer:

Und das hier ist der schlechteste Stand der Messe:

Plusserver mit ihrem Frontmann Walter Freiwald. Das war sooo laut, man konnte gar nicht weghören. Und es war sooo schlecht, man spürte spontan das Verlangen den beiden Clowns auf die Bühne zu kotzen.

Auf jeden Fall weiss ich jetzt, wo ich niemals nie einen Server mieten würde.

Twitter war auch da:

Und hat mächtig innovativ Mentions erarbeitet:

Die Leute standen tatsächlich Schlange für so ein Notizbuch.

Andere haben ähnlich um Aufmerksamkeit gegeiert - Tasche für Newsletter-Anmeldung:

Guck mal - ein VW Bus! Wie originell!

Noch eine Runde BS Bingo?

Bingo!

Im 2.Stock wurde noch eine “Blogger-Lounge” beworben und ich wollte mal sehen, was sie da machen:

Hab ich mir gedacht ;)

Wie heisst es so schön im Newsletter: “Nutzen Sie die Chance, sich auf der dmexco zu vernetzen, voneinander zu lernen, den Wandel zu begreifen und die Chancen und Potenziale der Digiconomy erfolgreich zum Einsatz zu bringen.”

Oh ja, den Wandel begreifen.

Mir wird Angst und Bange, wenn ich das zuende denke. Das habe ich mir tatsächlich anders vorgestellt, als ich zur Messe gefahren bin.

Dass der Normalo Nutzer der digitalen Medien so hemmungslos als Melkkuh gehandelt wird, verschlägt mir ein wenig die Sprache.

Ich fürchte wir müssen die Verteidigungswälle um einiges höher ziehen.

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Sonntag, 30. August 2015

Mikebericht WEC 6h-Rennen.

Endlich wieder Autorennen - das war mein erster Rennstreckenbesuch für dieses Jahr! Das Tempolimit auf der Nordschleife hat mir kräftig den Spaß versaut - na gut, anderes Thema.

Dieses Wochenende war Le Mans Atmosphäre angsagt und das ist natürlich Rennsport genau nach meinem Geschmack. In Spa und Le Mans hatte ich die Serie schon mehrfach besucht und bin nie enttäuscht worden.

Am Ring habe ich zur Abwechselung mal Heimspiel und passend zur Eifel wurde ich direkt mal von einem Traktor begrüßt:

Aber auch Sonnenuntergänge wie diese sind Eifel und zusammen mit dem stylischen Setup der WEC ein großartiges Schauspiel:

Wie gewohnt hat Audi dicker aufgetragen als alle anderen und diesen Palast in das Fahrerlager geklotzt:

Und zur Vollendung der Romantik gab es am Wochenende sogar Vollmond:

Ich selber war Freitag und Samstag vor Ort. Während es am Freitag noch übersichtlich war und man sich gemütlich auch in der Boxengassen abends das Treiben angucken konnte, war es am Samstag schon richtig voll:

Und das, obwohl am Samstag nur eine Stunde morgens (Freies Training) und 20 Minuten nachmittags (Qualifying) die LMP zu sehen waren.

Auf den Zuschauerrängen ebenso wie im Fahrerlager:

Diese Audiwerbung wirkte irgendwie deplaziert:

Und erinnert auch daran, dass Audi nichts unternommen hat, um die Nordschleife vor dem Ausverkauf zu bewahren.

Und weil wir schon im alten Fahrerlager sind - hier ist die Webcam untergebracht:

Und Andre Lotterer’s sport quattro - hab ich ihn doch gefunden:

Adventure GmbH? Ich dachte das ganze verschachtelte Sub-Firmen Konstrukt sei aufgelöst? Das sind die Relikte der Zakspeed Rennfahrerschule, die den Nürburgring bzw. den Steuerzahler viel Geld gekostet haben:

Im Pressezentrum war ich froh zu sehen, dass Gustav Büsing würdig vertreten war. Hat mich positiv überrascht und eine schöne Ergänzung zu der Beerdigung in Oldenburg, wo ich einige bekannte Gesichter vermisst habe:

Aber nicht nur eine kleine Gedenkfeier, sondern sogar einen eigenen Baum - die Gustav-Büsing-Blutbuche - ist zu seinen Ehren gepflanzt (?) worden:

Der Jochen ist jetzt auch feuerfest, aber dass meine kleine Kamera mit ihrem billigen Kitobjektiv so weitwinkelig kann, damit hat er wohl nicht gerechnet ;)

Und so ein N im prall gefüllten Presseraum macht sich natürlich immer gut - Olli’s Berichte könnt Ihr hier lesen, wenn sie fertig getippert sind:

Als ich im Juni vorletztes Jahr zum ersten Mal alleine nach Le Mans gefahren bin nach unserer Radtour in 2012, war Lorens der erste, den ich im Fahrerlager gesprochen habe.

Da habe ich mich natürlich sehr gefreut, ihn am Ring wiederzutreffen. War sein erster Besuch in der Eifel!

Mit Franz Konrad lässt sich natürlich prächtig fachsimpeln.

Nicht nur, dass KCMG ein glänzend schönes Auto haben, sie haben auch beim 6h-Rennen die LMP2 gewonnen! Sind Gesamt 7. geworden hinter den Werks-LMP1.

So gemütlich sieht das Freitags abends in der Boxengasse aus - also wenn das nächstes Jahr wieder stattfindet und ihr mal nahe an die Autos kommen wollt, den Termin solltet Ihr mitnehmen:

Da wurden dann die letzten Vorbereitungen getroffen. Allerdings habe ich auch noch nie vorher gesehen, dass jemand Klebestreifen auf den Boden hämmert:

Markus Schurig war auch da - natürlich. Ein WEC Rennen lässt er sich nicht entgehen - von daher praktisch, dass mal eins in Deutschland stattfindet:

Ich habe die Gelegenheit genutzt, um ihm zu diesem Artikel über die DTM zu gratulieren. Da hat er mal richtig ausgeholt und Wahrheiten ausgesprochen, die man so bisher nicht in der Zeitung lesen konnte:

“Wird sich die DTM jetzt ändern? Nein. Das primäre Ziel ist nicht Rennsport, sondern Marketing. Den Ansatz hat man so lange weitergedreht, dass man sich ziemlich weit vom Rennsport entfernt hat. Sportlichkeit ist das hübsche Gewand, in das sich die DTM kleidet. Blöd ist halt nur, wenn der Rock hochrutscht.”

Das passt gut zu diesem Text, den ich zu dem Thema geschrieben habe.

Grund war natürlich die Schieb-ihn-raus Nummer. Dass er sich mit so einem Text nicht nur Freunde macht, dürfte klar sein. Aber gerade deswegen bewundere ich seinen Mut und die Aufrichtigkeit, das gibt mir den Funken Hoffnung, dass vielleicht doch nicht alles verloren ist.

Die sport auto hat in der Industrie nach wie vor ein Standing und vielleicht ist das der Weckruf für ein paar Entscheidungsträger die aktuelle Sportlandschaft zu überdenken. Von DMSB über DTM bis hin zu GEZ.

Und falls jemand Dr.Wolfgang Ullrich in Moskau beim DTM Rennen vermisst hat - wo er ja Boxenverbot hat - hier ist er:

Die Pose passt. Vor seinem Audi-Palast trotzt er der öffentlichen Meinung und zieht gnadenlos sein Ding durch.

Das soll mir mal einer erklären: da wird jemand von dem deutschen Sportgericht verurteilt, während der DTM keine Boxengasse mehr betreten zu dürfen. Die Strafe ist übrigens rechsgültig, keine Revision eingelegt. Und zeitgleich tritt er bei einer anderen Rennserie auf, als wäre nichts passiert?

Das ist so, als würde man seinen Führerschein verlieren, aber nur für die Strecke, wo man zu schnell gefahren ist.

Andre Lotterer war am Ring voll in seinem Element. Rattenschnell und super geerdet - für jeden Zeit für ein Foto oder Schwätzchen. Und dann noch mit dem eigenen sport quattro angereist, was will man mehr. OK - gewinnen - da war Porsche dann doch schneller.

Die haben im Ringboulevard mal ein paar Gewinner ausgestellt, davon haben sie ja genug. Schöner Fuhrpark, angeführt vom diesjährigen Le Mans Sieger:

Wer nicht weiss, was DMG MORI so macht - die Infografik hilft:

Coole Frästeile, das liebe ich am Werkssport:

Ich wollte dann aber auch mal wissen, wie die Autos auf der Strecke abgehen und habe mir die Dunlopkehre ausgesucht. Waren auch ein paar Zuschauer da:

Aber die T8 (Dunlopkehre) und T9 (Schumacher S) waren leider zu:

Verstehe ich nicht - sind die baufällig oder was? Gerade das Schumacher S halte ich mit diesen schnellen Autos für einen der besten Zuschauerpunkte.

Erinnert Ihr Euch noch an das alte Logo? Hier ist es:

Da war die Welt noch in Ordnung.

Anders als beim Einchecken, da wurde man nämlich in die Akkreditierungsstelle der Kai-Richter-Dorfkulisse gezwungen:

Überhaupt fällt auf, dass an vielen Stellen der Lack ab ist:

Wie war das noch mal mit den Premiummarken auf der Flaniermeile? Die Träumerei ist jetzt in der Realität angekommen:

Warum ist denn in der Retti-Außenstelle das Presse abgeklebt? Haben die Fotografen versucht sich da zu akreditieren? Werde ich wohl hoffentlich beim nächsten Mal Tanken erfahren :)

Widerwillig bin ich auch mal in den Boulevard, eigentlich nur um ein paar Fotos mitzubringen. Neudeutsch heißen die Imbisse da jetzt Food - ich musste an den Begrüßungstraktor denken:

Beim Tritt in den Allerwerten läuft alles höflich ab mit Bitte und Danke:

Welches Verständnis?

Selbst bei Mertens gibts es Food. Aber auch Nachwuchs - Glückwunsch an den schnellen Mario mit dem Vorschlaghammerhändedruck! Alle gesund und munter und die kleine Familie ist jetzt zu Viert!

Der Ringroster - hier das Beweisbild:

Lack ab oder Patina?

Kreativer Kabelkanal:

Das ist die Müllenbachschleifen-Kurzanbindung.

Was machen eigentlich diese grünen Säulen da? Von der F1 übriggeblieben?

Ich hab dann auch mal die Reifenstapellackiererei gefunden:

Auf der Strecke sehen die LMP super aus, sind ja auch mächtig schnell und vielseitig mit den unterschiedlichen Konzepten. Aber aus manchen Perspektiven sind sie auch grottenhässlich. Die Lackierung kaschiert da einiges, aber stellt den Euch mal in einer anderen Farbe vor - und guckt mal wo der Fahrer sitzt:

Dass ein Rennauto mit Platten in die Rettungsstrasse abbiegt, kommt wohl auch eher selten vor:

Da waren die Fotografen verdutzt - um mit der großen Brennweite drauf natürlich auch leicht überfordert ;)

FCY - Full Course Yellow:

Dann müssen alle 80 fahren, das soll das Safety Car ablösen.

Keep Fightig Michael:

Habt Ihr an dem Audi mal die Rückspiegel gesehen? Krass:

Das Qualifying habe ich mir vom 6.Stock des TÜV Tower angeschaut. Und mich gewundert, dass einige die NGK Schikane (Motorradvariante) im Adenauer-Forst-Stil genommen haben:

Und so kommt zusammen, was zusammen gehört: Radio Le Mans und 87,7 Ringradio mit Lars und Olli. Daran könnte ich mich gewöhnen!

Unter’m Strich eine Mega-Veranstaltung, man hat gemerkt, dass die Mannschaft am Ring alle Register gezogen hat, damit es ein Erfolg wird. Das mächtige Zuschauerinteresse wird für die Anstrengungen entschädigen - ich hoffe es sind sich alle einig, dass das nächstes Jahr fortgesetzt werden muss! :)

Bei so einer sonnigen Paradeveranstaltung denkt natürlich jeder, dass es mit dem Ring wieder aufwärts geht. Aber realistisch betrachtet ist der Komapatient immer noch zwangsbeatmet und die Heilungschancen sind nicht vorhersehbar.

Oder wisst Ihr, wer aktuell Besitzer ist? Was aus den Gerichtsprozessen zwischen den jetzigen Geschäftsführern wird? Wer hinter dem russischen Konsortium steckt, wenn schon der Vorzeigekopf selber Oligarch ist? Wie der Prozess beim Europäischen Gericht ausgeht? Und wann?

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Sonntag, 21. Juni 2015

Der Ford Fiesta ST im Miketest.

Das wollt ich immer schonmal machen: einen Autotest. Die anderen Autoblogger sind mir da etwas voraus und machen das schon regelmäßig.

Aber ich bin den Jungs und Mädels dankbar, denn die Autokonzerne sind inzwischen an die komischen Blogger gewöhnt und rücken hier und da auch schonmal ein Auto zum Ausprobieren heraus.

Zuständig ist da ganz klassisch die jeweilige Presseabteilung und wie der Zufall es will - genau so eine habe ich auf der Arbeit direkt zwei Stockwerke über mir sitzen.

Wir ihr wisst arbeite ich schon eine Weile (20 Jahre!) bei Ford in Köln, um meine Brötchen zu verdienen.

Und weil ich scharf darauf war, mal den Fiesta ST auszuprobieren meinte Ralph Caba - unser VLN- und 24h-Rennen fahrender Pressedirektor: Na dann nimm doch mal einen mit und schreib’ was darüber!

Das lass ich mir nicht zweimal sagen :D

Was mich schon im Vorfeld erstaunt hat: das kleine Wägelchen hat überraschend gute Beurteilungen bekommen. Zum Beispiel hier bei Motortrend in der Kategorie Best Driver’s Car oder hat bei Carscoops den E46 M3 alt aussehen lassen.

Da bin ich neugierig geworden.

Denn rein optisch hält sich der kleine Wagen eher dezent zurück. Es müssen also die inneren Werte sein, die ihn soviele Pluspunkte sammeln lassen.

(Klick! für gross.)

(Klick! für gross.)

Eine Woche hatte ich Zeit, den ST auszuprobieren. Und habe mir sogar Verstärkung dazu geholt.

Gerri meinte keck auf Facebook: Komm doch mal vorbei! - hab ich glatt gemacht, damit hat er wohl nicht gerechnet :D

Und Ringmini Achim - quasi der weltweite Chefexperte für kleine blaue Autos mit dickem Motor - kam sogar zufällig bei uns zuhause vorbei. Also auch ihn direkt mal hinter’s Lenkrad geschnallt. Und mich auf den Beifahrersitz - oh oh.

Wir hatten jedenfalls viel Spaß beim Testen und hier könnt das Ganze im renn.tv Video noch einmal miterleben:

youtu.be/hF3fzFP_07s

Aber egal was wir euch erzählen: wenn ihr die Gelegenheit habt mal eine ST Probefahrt zu machen - lasst sie euch nicht entgehen.

Ich finde der Fiesta ST ist ein echtes Überraschungs-Ei. Hätte ich einem Großserienhersteller in der Form gar nicht zugetraut, aber wahrscheinlich ist die Zeit reif dafür.

Auf der einen Seite ein dezenter äußerlicher Auftritt eines kleinen Autos, aber ansonsten im Inneren alle technischen Zutaten kompromislos auf Sport getrimmt.

Das fängt schon beim Einsteigen bei den Recaros und der tiefen Sitzposition an, geht weiter über kleines Lenkrad mit großen Einstellmöglichkeiten und sehr direkter, agiler Lenkung, ein von unten bis oben kräftiger Motor mit kerniger Soundkulisse, einem knackigen Sportfahrwerk und - was mir am besten gefallen hat: einem 6-Gang Getriebe mit kurzer, sportlicher Abstufung.

Das hört sich nach jeder Menge Spaß an - und genau das ist es auch. Auf schlechten Autobahnen hoppelt er zwar etwas bockig daher, aber sobald es durch die Gänge oder um die Ecken geht blüht das Herz auf!

Und trotz all der sportlichen Anlagen ist er normal gefahren richtig manierlich. Kein Ruckeln, alles geht leicht und unten rum auch genug Durchzug. Platz zum Einkaufen wie in jedem anderen Fiesta auch.

Beim Spritverbrauch langt er allerdings ordentlich zu - das liegt aber weniger am Auto als am Fahrer. Denn man wird ständig animiert die Fuhre fliegen zu lassen! Ich bin bei 11,5L rausgekommen, hab ihn aber auch wirklich gescheucht. Wenn ihr selber einen ST euer Eigen nennt, könnt ihr ja mal in den Kommentaren posten was realistisch ist, wenn man ihn im Alltag länger fährt. Ich denke mal unter 7L müsste drin sein.

Erstaunlich auch, wieviel Platz innen geboten wird, obwohl er aussen doch so klein ist. Ich bin knapp 2 Meter, habe aber sehr gute Einstellmöglichkeiten von Lenkrad und Sitz - und durch die niedrige Sitzposition auch eine gute Kopffreiheit.

Die Bremsen fand ich auch überzeugend, aber ich kann nichts dazu sagen, wie sie auf Dauer - z.B. bei einem Trackday - abschneiden. Das wäre mal interessant zu wissen.

Jedenfalls hätte ich nicht gedacht, dass man in einem Serienfiesta soviel Spaß haben kann. Liegt vielleicht auch daran, dass er in Köln gebaut wird ;)

Fazit: Viel Spaß bzw. PS (182) für wenig Geld (ca. 20.000€).

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Dienstag, 03. Februar 2015

Mikebericht: neuer Ford Focus RS heute in Köln.

Heute wurde in Köln - im Werk! - der neue Focus RS weltweit zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt.

Man konnte sich das im Stream auch live ansehen, aber da mein Büro in Rufweite der W-Halle ist und ich als Blogger dem Event beiwohnen durfte, habe ich mir das natürlich nicht entgehen lassen!

Aus Ford-Sicht waren ziemlich viel hohe Tiere anwesend, der globale Entwicklungschef Raj Nair aus Detroit:

… sein Counterpart in Europa Joe Bakaj:

… der neue Europachef Jim Farley:

… oder auch Tyrone Johnson aus der RS Entwicklung in Merkenich:

… und nicht zu vergessen Ken Block:

Sogar das N war würdig vertreten, was will man mehr?

Die Industrie-Atmosphäre hat sehr gut gepasst, eine RS Ausstellung mit Kundenfahrzeugen hat einen am Eingang begrüsst, so sieht der allererste RS aus:

Bei dem Event selber wurde die gesamte RS Historie aufgefahren - so habe ich das auf einen Blick auch noch nie erlebt:

Ken Block hat sich die Ehre gegeben:

Doch der Star war natürlich der neue RS - optisch ein Hingucker, aber auch technisch vom Feinsten:

Kann sich von allen Seiten gut sehen lassen:

Genaue Daten gibt es noch nicht, aber gut über 320 PS werden angegeben, Allradantrieb mit ausgeklügeltem Torque-Vectoring System, 2.3L Ecoboost Turbomotor. Gewicht, Preis, etc. werden noch offen gehalten, aber es dauert ja auch noch wahrscheinlich bis nächstes Jahr, bis der Renner beim Händler steht.

Ich schätze da werden einige Leute scharf drauf sein den zu sehen. Und zu fahren!

Schön auch ein paar bloggende Kollegen getroffen zu haben, z.B. den Björn oder den Jens! Schaut auch mal bei deren Berichten rein.

So, jetzt düs ich wieder an meinen Schreibtisch - Mittagspause zuende ;)

Tags: Mikebericht | Ford | Köln | FocusRS |


Montag, 02. Februar 2015

Morgen live in Köln: neuer Focus RS.

Die Vorstellung vom neuen RS könnt Ihr morgen (Dienstag) ab 13:45 Uhr im Live Stream verfolgen.

Das Ganze wird im Ford Werk stattfinden, dort wo der erste RS damals gebaut wurde. Hättet Ihr gewusst, welches Modell das war?

Ken Block wird auch da sein - bzw. er ist schon da:

Doch der Preis für die kürzeste Anreise geht an … mich! :) Denn ich darf auch ganz offiziell in meiner Funktion als Blogger meine Mittagspause verlängern und vom H-Gebäude zur W-Halle dackeln. Wer bietet kürzer? (Wem jetzt der Zusammenhang fehlt: in normalen Leben arbeite ich bei Ford.)

Natürlich mit Kamera bewaffnet - da freu ich mich drauf, denn das darf man normalerweise auf dem Werksgelände nicht.

Schaut mal in den Stream, wenn Ihr Zeit habt. Ich bin froh, dass wieder ein RS kommt. Und dann treff ich mal Ken Block - im Blog hatte ich ihn schon öfter.

Tags: FocusRS | Ford | Köln | Block |


Sonntag, 17. August 2014

Mikebericht vom DTM Wochenende.

Eigentlich ist DTM ja nicht so mein Ding, aber bei dieser Konstellation bleibt mir ja gar nichts anderes übrig!

Mit dem Steff war das schon länger vereinbart, ich wollte mal ein wenig hinter die Kulissen schauen. Sowohl BMW als auch DTM fanden das auch gut und so habe ich Fr/Sa eingeplant, um ein paar Eindrücke zu sammeln.

Als ich angekommen bin, wurde ich von diesem Auto begrüsst, wer erinnert sich noch an den privaten Ruch-Mustang?

Und auch schön, mal wieder Land-LKWs zu sehen!

Wolfgang Land war 1990 selber hinter’m Lenkrad am Start und 25 Jahre später ist das Team regelmässig im Carrera Cup vor Ort.

Leider bei der VLN nicht mehr dabei, daher war es schön den Wolle mal wieder zu treffen!

Chippie und Bärchen - wir zwei könnten stundenlang über Opel DTM Zeiten erzählen!

Aber eigentlich war ich ja deswegen hier:

Reinhold Motorsport GmbH - kurz RMG - von Stefan Reinhold.

Dieses Foto habe nicht ich gemacht, sondern Steff’s Sohn, der Emil:

Das haben wir direkt ausgenutzt und ihn um ein Erinnerungsfoto an 20 Jahre Audi 200 gebeten:

Solche Bilder gelingen auch nur, wenn der Emil abdrückt! Da hat der Chris wohl gedacht, das wird nix!? Hehe!

Wo wir gerade beim Emil sind: er war auch zuständig für die Boxenführungen. Keine Frage, die er nicht beantworten konnte und der Junge ist gerade mal 10. Da brauchen wir uns über den Nachwuchs keine Sorgen machen!

Beim Steff fährt der Maxime Martin, wer hier mitliest kennt ihn spätestens seit N24h 2013. Beinahe wäre er Fahrer des Jahres geworden!

Mit dem Olaf geht er dann nochmal den Einkaufszettel für’s Wochenende durch ;)

PUSHPAPY - das steht auch auf dem Käfig:

Marco Wittmann ist der Teamkollege, er führt aktuell in der Meisterschaft:

Und Steff hat einen Traum: er möchte sein Heimrennen am Nürburgring gewinnen!

Die Chancen stehen nicht schlecht, aber dafür muss alles passen.

Beim Training wurde auch Boxenstopp geübt, die Mannschaft steht bereit wie ein Flitzebogen zum Abschuss!

Im Rennen haben sie den Marco beim Boxenstopp in sagenhaften 2,7 Sekunden abgefertigt!

“Ruhe bewahren - Sicherheit ausstrahlen!” Kennt Ihr noch Patrick Elsen? Auch für ihn Heimspiel.

Das Glücksbringer-N am Boxenstand:

Emil hat alles im Griff beim Training:

Für einen Teamchef gibt es jede Menge andere Aufgaben - immer auf der Flucht:

Kurzes Hallo mit Harald Nippel Grohs, bevor es …

… zu Dirk und Sportchef Jens Marquardt zum Interview geht:

Wettermässig ging das Wochenende echt übel los, der Regen wurde immer wieder an- und ausgeknipst. Selbst die Engländer haben den Schirm ausgepackt, das will was heissen!

So kann man natürlich auch fotografieren:

Sehr auffällig war, dass alles was nicht mit DTM zu tun hatte, abgeklebt wurde. Das war soviel, dass es schon peinlich ist. Die Hazet an den Toren …

… oder das Mundorf an den Tankstellen:

Wenn man die Augen offen hält, findet man aber auch noch richtig alte Relikte, das Logo war toll, danach ging’s bergab:

Und es gab Zeiten, da wurde Marek Lieberberg gefeiert - heute tritt man ihn lieber in den Allerwertesten:

Die Nürburgring TV GmbH aus Düsseldorf hat zwar ihre 2012er Bilanz noch nicht veröffentlicht, hat aber dafür jetzt eine eigene Lounge:

Ok, bevor sie leersteht wie die anderen. Noch jemand ohne?

Das ist nicht das Kleingedruckte, das ist der Zeitplan:

Da liegt man echt auf dem Boden - im wahrsten Sinne des Wortes! :)

Bei der DTM fahren 3 Werke gegeneinander: BMW, Audi und Mercedes. Bis vor kurzem war sogar BMW noch gar nicht dabei. Aber es ist immer noch so wie Fussballspiel, allerdings mit 3 Mannschaften. Die jeweiligen Sportchefs ziehen die Strippen, die Teams sind reine Dienstleister. Sie unterscheiden sich innerhalb der Marke auch nicht voneinander, die CI ist streng vorgegeben.

Und in der Boxengasse stehen erst die BMW Teams …

… die nur durch das kleine Namesschild oben zu identifizieren sind:

Dann die Auditeams …

… wobei Rosberg die Tür zu macht, …

… während es der Eifler Phoenix Mannschaft noch lange nicht kalt ist:

Und dann kommt Mercedes. Die haben natürlich einen Ruf zu verlieren …

… und verlegen mal schnell Parkett in der Box:

Aber auch hier das Setup und Aussehen streng vorgegeben:

Interessante Konstruktionen sind am Start bei den Kameras …

… oder auch bei den Antennen:

Und die Kohle wird mit vollen Händen rausgehauen. Mal als Beispiel die Showbühne am Ende der Boxengasse …

… oder die manuellen Bremsenlüfterföhns aus Kohlefaser:

Die Hubschrauber waren auch ständig in der Luft …

… da kann sich Rheinland-Pfalz natürlich nicht lumpen lassen und schickt die Polizei vorbei. Die Kohle muss raus!

Die Tribünen waren garnicht schlecht gefüllt, das sind Bilder vom Samstag. Fahrerlagertribüne …

… Mercedes-Tribüne …

… und auch T4:

Selbst auf dem Hatzenbachhügel haben sich ein paar Leute eingefunden:

Auch das Fahrerlager war voll Leute, aber ausser Hospitality Palästen und beeindruckenden LKWs in Reih und Glied gab es da nichts zu sehen!

Es sei denn, man konnte eine seltene Boxenbesichtigung mitmachen. Und das ist dann auch die Antwort auf die Frage, was denn Jens Klingmann so macht, wenn er nicht gerade neuen Nordschleifenrekord fährt:

Immerhin reduzieren die Zuschauer freiwillig die Entsorgungskosten …

… und das nicht zu knapp!

Kaum verheiratet und schon auf Jück …

… aber Timo Glock muss ja Rennen fahren!

Im Regentraining war er sauschnell unterwegs!

Im Qualifying war es aber trocken und ich habe mich mal an der Schikane positioniert. Die anderen guten Stellen - Eingang und Ausgang Arena - waren Sperrzonen. Damit die Fernsehkameras dort ungestört stehen können - na vielen Dank.

Der Oli Walter war auch da, bisher kannte ich ihn nur aus dem Netz.

Hat sich in Müllenbach ein schickes N auf die Jacke sticken lassen und war damit natürlich ohne Umwege sofort für den Mikebericht qualifiziert! ;)

Dann ging es endlich los mit Autos auf der Strecke. Ich muss sagen, für meinen Geschmack sind die viel zu laut. Die hören sich auch nicht gut an, sondern machen einfach nur Krach. Und dann auch noch alle Marken gleich. Man - also zumindest ich - kann sie nicht am Geräusch auseinanderhalten.

Man hört auch keine Schaltvorgänge. Für mich ist das ein monotoner Lärm. Das einzig richtig Geile ist, dass sie ab und zu Feuer spucken. Das war’s dann aber auch schon.

Das fand ich ein gutes Fotomotiv, aber mir fällt kein passender dummer Text ein ;) Die Post scheint jedenfalls mächtig Kohle übrig zu haben, denn sie sind auch auf allen Nummernschildern und ziehen im Fahrerlager eine Tribüne hoch.

Mit dem Auge Unterschiede bei den Fahrern festzustellen, ist echt schwer. Die Autos liegen wie angenagelt auf der Strasse, kein Verbremser oder Quersteher zu sehen.

Da ist man schon froh, wenn jemand die Linie nicht trifft:

Ich hatte Gelegenheit mich mit Maxime Martin zu unterhalten und er ist sehr froh, in der DTM angekommen zu sein. Die Autos seien mit nichts vergleichbar, die japanischen GT kommen dem vielleicht nahe - ansonsten sind sie etwa so wie ein LMP mit viel Gewicht. Ob er nochmal in Le Mans fahren kann, wusste er nicht - er möchte sich auf die DTM konzentrieren und gerne in der Serie bleiben.

Er lernt immer noch dazu, aber auf Strecken, die für alle neu sind, können die anderen ihre Erfahrung nicht mehr so gut ausspielen. Das hat der Sieg in Moskau auch eindrucksvoll gezeigt!

Ich hab ihn auch nach dem Steff gefragt, er sei ein guter Teamchef, würde aber auch ordentlich Druck machen. So kennen wir ihn! :)

In Belgien ist die DTM noch nicht regelmässig im Fernsehen, aber er arbeitet daran. Meine Kritik an der Serie konnte er nicht nachvollziehen - im Cockpit sei es knallhartes Racing mit starker Konkurenz.

Ich finde es schade, dass davon kaum noch etwas übrigbleibt, wenn es beim Zuschauer ankommt.

Als ich diese Autos gesehen habe, dachte ich an Austellungsstücke - Pustekuchen!

Herrlicher Linder E30 M3 mit Harald Grohs am Steuer - ein Genuss für die Sinne! Da habe ich sofort die Ohrschützer abnommen, Traumsound. Und umso krasser der Gegensatz, mit was man heutzutage malträtiert wird.

Natürlich besonders kultig mit Nippel am Steuer mit seinem klassischen Jethelm, da werden Erinnerungen wach!

Schaut Euch das zierliche Auto an. Nicht so ein unförmig zerklüftetes Flügelirgendwas von heute.

Selbst der SLS wirkt trotz Flaps und Megaflügel aufgeräumt im Vergleich. Hier verfolgt Bernd Schneider übrigens Karl Wendlinger!

Und noch ein toller Soundkönig war am Start:

Und wurde richtig schnell bewegt. Kein Wunder, wenn …

… man sieht, wer am Steuer sitzt:

In meinen Augen macht die DTM vieles verkehrt, dabei könnte es so einfach sein. Der grottenschlechte Kommentator - Philipp Sohmer von der ARD - rundet das Ganze passend dazu nach unten ab.

An den Piloten liegt es jedenfalls nicht - die sind Weltklasse!

Ich mache aus meiner Meinung keinen Hehl und so war Charly Lamm auch verdutzt, mich bei der DTM zu treffen. Noch verdutzter war er zu erfahren, dass Steff und ich zusammen zur Schule gegangen sind :)

Aber es war schön Charly zu treffen, der Mann ist ein Herzensguter und macht eine sehr schwere Zeit durch. Wir kennen uns schon eine ganze Weile und haben bei diesem Film eng zusammengearbeitet. Hach!

Da kommt einiges zusammen, was liegt näher als das passende Selfie dazu! :) Ela - Steff’s bessere Hälfte - meinte dann zu dem Foto: Schön nach Größe sortiert - wie die Orgelpfeifen ;)

Zuhause haben ich natürlich am Rennsonntag ganz feste die Daumen gedrückt - denn nach Marco’s Poleposition war der Heimsieg in Reichweite. Wusstet Ihr, dass die DTM gute Ergebnisse mit Zusatzgewicht belohnt?

Marco war maximal schwer und hat das Ding nach Hause gebracht! Ein Traumstart, fehlerfreie Vorstellung und der 2,7 Sekunden Boxenstopp haben es möglich gemacht.

Steff und Ela im Fernsehen - viele Freunde aus Andernach vor Ort zu Besuch - besser geht es nicht.

Natürlich auch für meinen Mikebericht der perfekte Abschluss:

7 Rennen und 5 Siege bisher auf das Konto von RMG - sehr beeindruckend für einen Newcomer.

Nach dem Ausfall von Verfolger Mattias Ekström heute hat Marco einen satten Vorsprung. Ihm fehlen für die letzten 3 Rennen (Lausitz, Zandvoort, Hockenheim) nur 12 Punkte, um uneinholbar vorne zu liegen. Das heisst, er braucht nur noch einmal einen 4 Platz, um Meister zu werden!!

Mein Appell an die Macher der DTM ist einfach:

  • Wenn man ein Rennen erklären muss, läuft etwas falsch (Reifen, Boxenstopps, Gewichte).

  • Rennautos müssen Sound haben, nicht Krach machen.

  • Mehr Motorleistung als Grip (Stichwort Aerodynamik).

  • Weniger Hightech, dafür mehr Stabilität (Fahrerkönnen statt zerbrechlichen Flügelmonstern).

  • Und dann noch einen Kommentator, der nicht nur bunte Fernsehbilder in ein Hörspiel umwandelt, sondern der in der Lage ist ein Rennen zu lesen und auch Hintergrundwissen mitbringt. Damit meine ich nicht die Hochzeit der Familie Glock.

Für das Wochenende hatte ich mir vorgenommen hinter die Kulissen der DTM zu schauen. Doch ganz ehrlich: da ist nichts. Die Autos sind faszinierend und für Ingenieure eine echte Herausforderung. Aber davon bekommt der Zuschauer nichts mit, denn die Details werden alle geheimgehalten. So ein Wagen schätze ich auf 1 Million Euro - das muss nicht sein.

Während den Trainingsläufen stand ich mitten in der Box, näher dran kann man nicht sein. Trotzdem habe ich nichts mitbekommen. Die Abläufe sind zeitlich präzise getaktet, alles funktioniert reibungslos. Wenn die Mechaniker ihre Helme anhaben, dann agieren sie wie ferngesteuerte Roboter: jeder weiss, was zu tun ist - jeder Handgriff sitzt und kommuniziert wird über Funk. Das wirkt für einen Aussenstehenden wie ferngesteuerte Zombies.

So faszinierend das für die Beteiligten sein mag: der Kreis der Aktiven ist sehr begrenzt und der Zuschauer wird regelrecht vom Geschehen ausgeschlossen.

So gesehen ist das der Hintergrund, den ich mitgebracht habe. Und dass die Siegerpokale zu RMG gewandert sind, ist natürlich der krönende Abschluss eines spannenden Wochenendes!

Denn eigentlich haben wir ja 20 Jahre Audi 200 gefeiert :)

Tags: MikeberichtTourenwagenMastersTeamRMG | MarcoWittmannMaximeMartinStefanReinholdEmilReinhold | ChristianKohlhaasAudi200 |


Sonntag, 27. Juli 2014

Wie die Medien das Pulverfass in der Ukraine anzünden wollen.

Normalerweise lest Ihr hier nur über Rennstrecken, Autos, Motorrad & Co. Manchmal jedoch gibt es Themen, die einfach alles andere überlagern und die man als Blogger nicht unkommentiert lassen kann.

Die Eskalation der Gewalt in der Ukraine ist - neben dem zweiten aktuellen Kriegsherd in Israel/Gaza - solch ein trauriger Anlass.

Auch wenn es auf den ersten Blick seltsam klingen mag, aber in den letzten 10 Jahren habe ich im Zusammenhang mit dem Nürburgring-Skandal über Regierungen und Medien mehr gelernt, als ich eigentlich wissen wollte.

Und die Vorgänge im Kleinen weisen erschreckende Parallelen zu den Abläufen im Großen auf. Man darf tatsächlich niemandem trauen und die Medien haben ein grösseres Interesse die Agenda der Regierenden zu verbreiten (Propaganda), als ihre Leser mit recherchierten Hintergründen zu versorgen.

Das klingt erst einmal paradox, weil die Leser doch diese Medien bezahlen. Auf der anderen Seite wissen die Machthabenden inzwischen genau, welcher Blumenstrauss an Mitteln ihnen zur Verfügung steht, um das Medienbild zu beeinflussen. Manche Sender kontrollieren sie direkt (öffentlich/rechtliche Anstalten), andere umgarnen sie mit Privilegien und exklusiven Informationen, um eine Abhängigkeit herzustellen.

Ich gebe zu, es ist sehr mühselig und anstrengend, alles zu hinterfragen, was einem an Nachrichten angeboten wird. Aber uns bleibt nichts anderes übrig.

Schaut Euch mal die Titelblätter an, wie Putin dämonisiert wird. Er ist sicher kein Kind von Traurigkeit, aber hier wird ein sehr gefährliches Spiel betrieben, die Fakten zu manipulieren und die Öffentlichkeit zu beeinflussen.

Es liegt an uns, ob wir uns beeinflussen lassen.

Zum Glück gibt es auch solche Medien wie Telepolis (Heise), die versuchen ausgeglichen zu informieren. Aktuell gibt es einen Gastkommentar von Willy Wimmer, ehemaligen verteidigungspolitischen Sprechers der CDU/CSU und Ex-Vizepräsidenten der OSZE:

“Es fällt schon gar nicht mehr auf, dass sich die Gesinnungsgenossen von Newsweek in der Londoner Fleet Street mit Gebrüll der infamen Verteufelung angeschlossen haben. Da wir über einschlägige ”Hunnen-Erfahrung“ verfügen, kann man jeden nur warnen. Wer Ziel solcher Verunglimpfung wird, lebt gefährlich, es sei denn, man verhebt sich derzeit gewaltig. Wer so den gewählten Präsidenten eines Staates, mit dem man im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zusammensitzt, angeht, der braucht keine Kriegserklärung mehr. Newsweek und die britische Krawallpresse reichen völlig.”

Amerika ist weit weg von Europa, aber wir sitzen hier auf einem Pulverfass und einige Leute spielen fahrlässig mit dem Feuer!

Tags: Putin | UkraineGaza | IsraelManipulation | Propaganda |


Samstag, 12. Juli 2014

Friedhelm Fähnchen-im-Wind Demandt.

rp-online.de:

“Als 2011 mit der Insolvenz das Ende der legendären Rennstrecke drohte, war der Wickrather bei der Gründung des gemeinnützigen Vereins ”Freunde des Nürburgrings“ dabei. In ihm haben sich Sport, Kultur, Medien und Persönlichkeiten aller Lebensbereiche zusammengeschlossen, die eines eint: die Faszination des ”Rings“.”

Also wenn diese Leute eins eint, dann ist das übersteigertes Geltungsbedürfnis oder die Gier nach Geld. 2011 hat von denen ganz bestimmt keiner von einer drohenden Insolvenz gesprochen - da wurden die blühenden Landschaften besungen, die Henrik Hering in Aussicht gestellt hatte, nachdem er alle Immobilien aufgekauft und die Gesamtanlage an die NAG verpachtet hat.

Die größte Katastrophe überhaupt und ein klarer Fall für den Staatsanwalt.

Der FDP Politiker Demandt gibt eine beeindruckende Schlagzahl von Seitenwechseln vor. Kaum hat jemand Neues das Regiment am Ring übernommen - was in der letzten Zeit ja öfters passiert ist - steht er schon für’s Thumbs Up Bild parat.

(Quelle: Nürburgring NAG Geschäftsbrief 1/2011)

Kai Richter? Super Typ, Spitzen Unternehmer. Ringcard, Arena oder Achterbahn? Die größte Erfindung seit geschnitten Brot!

Wer ihn auf der denkwürdigen SWR4 Veranstaltung in Nürburg live erlebt hat, der wird ihn vielleicht so wie ich in Erinnerung behalten haben: trauriges Überbleibsel eines senilen Wichtigtuers.

Aber die Darstellung solcher Zusammenhänge kann man heutzutage leider nicht mehr vom Zeitungsjournalismus erwarten. Da werden Loblieder gesungen, statt kritisch zu recherieren. Wobei Recherche ist auch übertrieben, da braucht man nur mal kurz Google anzuschmeissen.

Müssen sie sich wieder vom Blogger vorführen lassen - nützt ja alles nix.

Die Gründung des Vereins geht übrigens auf Hendrik Hering zurück, mehr braucht man dazu eigentlich nicht zu sagen. Alles in diesem Geschäftsbrief nachzulesen.

Mich haben die sauberen Freunde schon von Anfang an von ihrer Facebookseite verbannt - ohne Begründung. Da schließt sich dann der Kreis wieder zu Hendrik Hering.

Tags: Demandt | FreundeDesNürburgrings | Hering | KaiRichter


Montag, 23. Juni 2014

Mikebericht vom 24h-Rennen 2014.

Junge, Junge - was war das für ein Rennen! Spannend bis zur letzten Sekunde und über mangelnde Action konnte sich auch niemand beschweren, eher im Gegenteil!

Ich hatte mir Mittwoch bis Sonntag reserviert, wobei ich Montags schon wieder arbeiten musste. Als erstes gab es für mich frische Reifen. Waren noch eingelagert bei meiner Lieblingswerkstatt in Ringminihausen:

Die haben sich zwar etwas gewehrt, aber gegen den Achim ist kein Kraut gewachsen! Nur noch volltanken und ich war einsatzbereit:

Im Fahrerlager ist Mittwochs der richtige Tag zum warm werden, obwohl einige aussehen, als ob sie zum Mond starten wollen:

Für Teambilder …

… ist Tim Upietz der richtige Mann:

Unter seiner Regie entstehen die 24h-Jahrbücher im Gruppe C Verlag.

8 R8 sieht man auch eher selten:

In Ermangelung dynamischer Objekte hab ich schonmal Mitzieher mit dem Marco Werner geübt:

Georg Weiss probiert, ob ihm der Porsche noch passt:

… während Obi den Preis für das skurilste Klapprad bekommt:

Manche reisen schon mit Patina zum Rennen an:

Dirk Adorf hat sich mächtig in’s Zeug gelegt, um Unterschriften für diesen Helm zu sammeln:

… der abends beim großen Rievkooche Essen im Brünnchen versteigert wurde:

Dirk, Dieter Weidenbrück und die vielen Helfer haben über 3.500 Euro für den guten Zweck gesammelt!

Fussball ist nicht so mein Ding, aber ein HD Beamer mitten auf dem Campingplatz: Respekt!

Jetzt war ich ja nicht nur zum Spass da, sondern hatte auch noch wichtige Aufgaben zu erledigen, denn so ein 24h-Starterfeld will ordentlich Nfiziert werden! Schubert hat dem alten Mann freundlicherweise das auf’s Nötigste reduzierte Auto in angenehmer Arbeitshöhe bereitgestellt:

Zum Glück musste ich nicht alles alleine machen, daher geht mein grosser Dank an Tim Scheerbarth und Christian Menzel:

Bas Leinders:

Sabine Schmitz:

… und Marco Schelp:

Hier muss das iPhone von Prinz Aziz dran glauben:

Bei Dörr waren alle Einsatzfahrzeuge perfekt gestylt, sogar die Banner waren schon 1a Nfiziert:

Einfach hatten es die armen Kerlchen nicht, dem Pole Position N hat man seinen Einsatz deutlich angesehen:

Noch schlimmer erwischt hat es die Startnummer 1 bei Black Falcon, das lag schon nach der 1.Trainingsrunde im Müll!

Doch Tim Scheerbarth hatte den richtigen Riecher: nach heftigem Arbeitseinsatz haben es die Vorjahresgewinner auf den 2.Gesamtplatz geschafft:

So sah das Tickerbüro aus:

Und Ralf Zensen’s Mäggie macht mir mit ihren 24h-Aufklebern ordentlich Konkurenz! :)

Tropfende Wasserhähne repariert man am Ring so - Händewaschen wird sowieso überbewertet:

Die Fotografenkollegen hatten wieder einige Tricks auf Lager, sowohl beim Equipment-Transport:

… als auch bei der Haltung:

Den Preis für den wärmsten Helm geht an diesen Kandidaten:

Und der Preis für die meisten Tanker an das Subaru-Team:

Nach dem Tanken haben die den Wagen original in einen dahinter stehenden Astra geschoben - brechendes Kohlefaser ist ein fieses Geräusch.

Und natürlich: kein 24h-Rennen ohne Regen!

Sehr gefreut habe ich mich den Sascha mal wieder in echt zu sehen, regelmässige Blogleser kennen ihn schon länger:

Danke an Audi für das Pilsken und Agnes für das Foto!

Am Freitag bin ich mal in’s Brünnchen und da sind mir gleich die neuen Ns aufgefallen - auf Dieter’s Wagen:

… und dieser dezente Kollege auf der Rennbahn:

Kam auch bei den Historischen gut zur Geltung:

Von den Brünnchenbewohnern hab ich mir sagen lassen, dass es Markierungsfarbe sei mit Quarzsand abgestreut. Ich war trotzdem ganz froh, dass kein Regen gemeldet war, das war schon ordentlich gross! :)

Ansonsten kam mir das eher leer vor …

… was einigen Leuten die Möglichkeit geboten hat, den Standplatz zu optmieren.

Perfekter Sofastandplatz ist nämlich das A und O:

Die Lagerfeuer werden auch immer heisser, das war mal eine Bierflasche:

Frauen findet man nicht viele, kein Wunder bei solchen sanitären Anlagen:

Die Mahlzeiten sind dann auch eher praktisch als lecker:

Gut, wenn man zu zweit auf der Dax anreisen kann:

Auch im Fahrerlager großer Stil, das ist der neue Martini BMW BMW Martini:

Uwe Alzen beim Top 30 Qualifying als Zuschauer, das versteh ich jetzt nicht. Er offensichtlich auch nicht:

Ganz links im Bild Blogger Björn Habbeger - das nennt man dann wohl “behind the scenes” ;)

Mecki Messer hat an einem tollen Le Mans Band mitgewirkt - da kommen Kai und ich mit unserer Radtour sogar auch drin vor:

… und wenn sich dann noch Markus Schurig dazugesellt, dann werden erstmal Le Mans Geschichten austauscht. War ja auch erst eine Woche alt das Rennen.

Sensation! Barzahlung möglich!

Kann der Christian garnicht drüber lachen. Sollte er aber, denn einen Tag später feiert er Geburtstag und den 2.Gesamtrang zusammen! Glückwunsch!!

MarcVDS Cheffe persönlich vor Ort - zusammen mit dem Jörg in der Startaufstellung:

Sehr rührend: Rainer Dörr macht sich ein Erinnerungsbild von seinem McLaren auf Pole Position. “Hat man ja nicht alle Tage”, meint er. War schon eine kleine Sensation!

Ebenso wie der Audi R18, der originale Le Mans Sieger vom Wochenende davor. Fand ich natürlich Mega!

Wobei die Mücken in Frankreich auch nicht anders aussehen als die in der Eifel:

Wie nach einem harten Boxkampf, so sieht die Nase von einem LM Siegerwagen aus:

Und diese Früh-Kiste durfte das Auto nach vorne ziehen:

Wie schnell Marcel Fässler im Cockpit verschwunden ist - da merkte man deutlich, dass war zillionenfach geübt:

Das Startaufstellungs-Foto mit dem Rennleiter Walter Hornung hat auch schon Tradition!

Die Tribünen knallvoll …

… und die Fotografenplätze auch!

Sean Klingelhoefer aus Los Angeles - wenn ihr ihn nicht kennt, schaut mal rein.

2014 ist dann das Jahr, wo ich zum ersten Mal jemand mit iPad fotografieren sehe.

Beim Start wurde im wahrsten Sinne des Wortes mächtig Staub aufgewirbelt:

Der Eifelblitz - direkt mal 1. in der zweiten Startgruppe:

Ich bin dann an die Strecke, um festzustellen, dass noch Plätze frei waren:

Kein 24h ohne Jägerzaun!

Vorsicht - Wildwechsel!

Save The Ring darf nicht fehlen:

Die Bratpfannen ordentlich wie zuhause:

Im Sonnenuntergang ist der McLaren sowohl von hinten …

… als auch von vorne eine Augenweide:

Der Aston hat schon leichte Verbrennungen:

… und der Eifelblitz Schürfwunden:

So sehen Sieger aus:

Das gibt’s nur am Ring:

Der Platz in der ersten Reihe geht so:

… oder so:

Nur mit dem Biernachschub ist unpraktisch, gut wenn es nette Passanten gibt:

Fussball wurde überall geguckt:

Und Jaber mit Waleed natürlich wieder an der Pommesbude! :)

Kam mir aber garnicht ungelegen, denn die konnten mich zur Mäggie zurückfahren, die stand ja noch am Schwalbenschwanz:

Von da hatte ich es nicht weit, denn mein Hauptquartier war wieder auf Retti’s Wiese, er gewährt mir Asyl für’s 24h-Rennen.

Hab ich gefragt, was ich schuldig bin für Strom und Verpflegung: 50 Euro. Nimmt er die 50 Euro - packt noch 150 Euro drauf und sagt: “Du kennst doch bestimmt ein Tierheim. Da gibst Du das ab.”

Ein echter Retti nach einem Hammer-Wochenende!

Die kürzeste Nacht des Jahres, neuer Distanzrekord (über 4.000 km), die ersten beiden mit 3 Min. Abstand durch’s Ziel, 17 Führungswechsel, der Gesamtsieg schon 4 Jahre in Meuspath - das war vielleicht ein Rennen.

Was sonst noch erwähnenswert ist:

  • Peter Geishecker wurde als Organisationsleiter verabschiedet

  • die 2015er Ausgabe wieder im Mai (schade)

  • ich hab mein 300er Objektiv dieses Mal garnicht ausgepackt

  • meine kompletten Fotos gibt es hier

  • Felix Baumgartner mit Top 10 Ergebnis

  • und als ich den LMP 1 fotografiert habe, hab ich ihn auch mal kurz berührt :)

Leider ist es einem wandernden Zuschauer unmöglich, den Rennverlauf zu verfolgen. Wenn man mal Radioempfang hat - was eher selten der Fall ist - dann kommt entweder Musik oder Nebensächliches und die App kann man komplett vergessen, weil das Handynetz hoffnungslos überlastet ist.

Ich bin am Sonntag im Bus geblieben - Radio Le Mans mit Livetiming - alles andere kann man komplett abhaken. Leider gibt es Radio Le Mans aber nicht über Radiofrequenz so wie in Frankreich, das wäre mal ’ne Massnahme. Da kommt Musik nur am Anfang und am Ende, der Rest ist pures Racing, so wie es sein soll.

Bei den TV Bildern konnte ich überhaupt nicht verstehen, dass so wenig von der Nordschleife zu sehen war. Beim Top 30 Quali war es ganz schlimm, fast ausschließlich nur GP Strecke. Ich hoffe das war nur bei dem DVB-T Signal so!?

Da gibt’s noch ordentlich Luft nach oben, damit auch der Zuschauer vor Ort das Rennen in all seiner Spannung miterleben kann.

Tags: Mikebericht | N24h


Samstag, 26. April 2014

Mikebericht von VLN 3.

Nachdem ich ja gestern schon ein paar Kommentare geschrieben habe, wie ich den Freitags-Test erlebt habe - heute nun ein paar Eindrücke vom Rennen.

Christian Menzel im Mercedes - daran muss ich mich noch gewöhnen. Das war vor dem Start zum Training - Konzentration!

Martin Kohlhaas / racing one. Er setzt den roten Ferrari 458 ein, der aber heute leider gestrandet ist. Da gab es wohl ein Feuer beim Boxenstopp? Hab es auch nur im Radio gehört, hoffe es ist nicht zu schlimm.

Bei BMW scheinen die Ersatzteile immer noch knapp …

… da muss man dann halt improvisieren! :)

Dieses schöne BMW Logo findet man beim Schweizer Team Hofor

… während man den Hoffi eigentlich immer überall findet. Ist ja auch sein Job! :)

Christopher Haase war bei Audi am Start, …

… aber noch besser erkennt man ihn von hinten!

Marcel Fässler ebenfalls im Einsatz - er ist der einzige der Le Mans LMP 1 Mannschaft, der auch beim 24h Nürburgring startet.

Die Hebeanlage beim M235i Cup ist was für echte Männer.

Der Preis für das unübersehbarste Boxenstoppschild geht an Team Parker Racing:

Der M1 ist im wahrsten Sinne des Wortes mal kurz angeeckt:

Volker Strycek nimmt immer noch gerne im Manta Platz:

War richtig was los heute bei Bombenwetter. Da hat so ein bisschen Sonnencreme garnicht geschadet.

4 Stunden Renndauer, gleich wird runtergezählt:

Den Start hab ich mir auf dem Boxendach angeschaut, kann ich empfehlen. Hier ein kleines Video davon:

Man kann von dort oben auch gut die Boxenstopps beobachten, hier z.B. bei Audi:

Was mir positiv aufgefallen ist: die VLN Leute haben jeden von der Boxenmauer weggeschickt - und aus der Boxengasse hinter die gelbe Linie, wer da nichts zu suchen hat.

Fuchsschwanz at full speed:

Der war am lautesten, obwohl Turbodiesel. Aber der hat mächtig gepfiffen - Tinitusalarm:

Soll mal einer sagen, Blogger würden nichts arbeiten. Björn im Einsatz mit 1a Haltungsnote!

Meine eigene Haltungsnote behalt ich besser für mich, aber hier mein Bild von dem MarcVDS:

Wisst Ihr noch, was die für eine Welle gemacht haben für diese neue Ampelanlage? In Kombination mit dem Umbau der Nürburgring VIP Lounge? Hat Unsummen an Geld veschlungen - jetzt ist der Ring insolvent. Super Idee.

Der neue LFA - hatte ich ja gestern schon erwähnt.

Und dann war da noch …

… dass MarcVDS im T3 angerückt ist.

… das Ringradio wieder ging.

… diesen Seat es übel erwischt hat - diese Seite geht ja noch …

… au weia.

Und die VLN ist jetzt auch auf Instagram! Heute gestartet und gleich schon über 100 Follower: @vln_de.

Ich hoffe Ihr taggt auch fleissig Eure Bilder - diesmal mit #VLN3 - ich schau mir das auch immer gerne an. Und Eure Eindrücke würde ich auch gerne lesen - ich kann das Kommentare Forum dazu anbieten.

War ein Hammer-Rennen, megaspannend - auch wenn ich diesmal mich nur im Fahrerlager bzw. der Boxengasse rumgetrieben habe.

Nächste Woche steht Spa 6h WEC auf dem Programm - mal gespannt, wen ich alles treffe. Marcel Fässler wird auf jeden Fall auch da sein.

Tags: Mikebericht | VLNLangstrecke


Donnerstag, 10. April 2014

Mikebericht vom 24h Qualirennen.

Zum ersten Mal gab es also im Vorfeld der 24h Stunden eine Rennveranstaltung des ADAC Nordrhein - ein 6 Stunden Rennen am Sonntag mit Training am Samstag.

Außerdem wurde die Pressekonferenz, die ich die letzten Jahre auch immer in hier in Köln besucht hatte, in das Wochenende am Ring integriert.

Nach der Starterliste war klar, daß man nicht mit allzuviel Teilnehmern rechnen durfte, knapp 50 Teams hatten sich angemeldet.

Ich war sehr gespannt, was da auf uns zukommt und um es kurz zu machen: ich fand die Veranstaltung super. Der Samstag war noch gemütlicher als ein normaler VLN Freitag, man konnte in Ruhe mit allen reden und sich alles anschauen - da freut sich das Bloggerherz! :) Auch die Teams und Fahrer waren zufrieden: massig Fahrzeit und wenig Verkehr auf der Strecke, dazu die Möglichkeit im Dunkeln zu fahren.

Weil die Pressekonferenz:

… integriert wurde, lassen sich ein paar Kosten einsparen - wenn also nächstes Jahr vielleicht 80 Teams antreten ist alles bestens.

Wie es sich für einen Mikebericht gehört habe ich wieder versucht ein paar interessante Dinge aufzuschnappen.

Zum Beispiel den 24h-Ticker - das her ist der Arbeitsplatz. Erstmals wurde ein Spotter-System getestet, das man in den Ticker einfliessen lassen möchte - klingt sehr vielverprechend!

In der Startaufstellung konnte man schon mal Mini–24h-Rennen Atmosphäre schnuppern:

Von dem üblichen Startprozedere mal abgesehen war es aber sehr ruhig und es gab viel Zeit zum Austausch. Zum Beispiel zwischen Blogger und Pressedirektor:

Das sind Björn Habegger und Ralph Caba - letzterer arbeitet normalerweise bei Ford und treibt sich am Wochenende bevorzugt am Nürburgring rum. Momentmal - das kenn ich doch irgendwo her! ;)

Wir treffen uns tatsächlich ab und zu im Treppenhaus und Ihr könnt Euch vorstellen über welches Thema wir dann reden :)

Wolfgang Kaufmann - Mazda - Jota Sport … was ist denn das? Der Wolfgang im LMP?

Nicht ganz. Zusammen mit Stefan Johansson - richtig: DEM Stefan Johansson

… auf diesem Auto:

Also ich bin da nicht so richtig schlau draus geworden, anscheinend ein Mazda Werkseinsatz und bestimmt auch ein schickes Auto, …

… aber einen Werkseinsatz stellt man sich irgendwie anders vor.

So sieht das innen aus in dem Rechtslenker:

Ich bin sicher, wir werden noch dahinter kommen ;)

Hinterherfahren mussten ein paar Amis hinter diesem Mann: Arno Klasen.

Fast wie beim Sportfahrertraining:

Am anderen Ende des Spektrums - nämlich vorneweg - dieser Mann: Jeroen Bleekemolen.

Sean Edwards fährt auf seinem Helm immer mit:

Er hat an Aziz übergeben - der hat von Schubert (Ja zum Ring Z4) zu Black Falcon gewechselt und wird auch die komplette Blancpain Endurance im SLS fahren. Inklusive 24h Spa. Und Le Mans vielleicht auch.

Und als Christian Menzel - unser amtierender Fahrer des Jahres - dann das Lenkrad übernommen hat …

… konnten sich Aziz und Jeroen ausruhen:

Die 1 steht dem Wagen auf jeden Fall richtig gut!

BMW wird eine harte Nuss werden, hier der Schubert:

… und hier übernimmt der Dirk den von Marc VDS.

Olli war auch da:

… aber mein Highlight des Wochenendes war der überraschende Besuch von Stefan Reinhold, der mir dann auch seine 2014er BMW DTM-Fahrer vorgestellt hat: Maxime Martin und Marco Wittmann.

Zwei sauschnelle Leute und ich bin sehr gespannt, wie das ausgeht!

Stefan ist genauso wie Jürgen Bach (Bale / Haribo) und auch ich ein Andernacher Jung - schön sich an der Rennstrecke zu treffen. Den Abend haben wir in der Pistenklause ausklingen lassen :)

Zum Thema BMW gab’s natürlich noch andere Themen. Die 2er sieht man inzwischen immer öfter, aber es gibt noch Probleme mit der Ersatzteilversorgung. Und wir kennen das ja, bei Rennautos geht schonmal was kaputt:

Das ist der offizielle Werkseinsatz mit der Nummer 235, …

… auf dem auch Alex66 antreten wird. Wir haben uns auch kurz unterhalten und ich war überrascht zu hören, daß er mit dem Motorrad die Nordschleife noch nicht unter die Räder genommen hat. Und wusstet Ihr, daß er wegen Fukushima nicht zum Japan GP gereist ist?

Kundenautos waren auch unterwegs und Wilhelm Hahne hat herausgefunden, daß man inzwischen auf Bilstein umgestellt hat.

Apropos Bilstein: Sportchef Martin Flick musste beim Interview ausgerechnet mit Ex-Bilstein-Porsche-Fahrer Patrick Simon lachen, als der ihn fragte, wie man denn ein Auto für die Nordschleife abstimmen muss: “Das weisst Du doch am besten Patrick!”

Mehr zur ausgereiften Sorte zählte der Golf - ein Ex-Werkswagen - und auch …

… das Grillen hinter der Box - gehört am Ring einfach dazu!

Pierre Kaffer fährt inzwischen Audi …

… und hat das Auto nach seinem Startturn …

… auf P1 liegend an Felix Baumgartner übergeben.

Sepp Haider - rechts im Bild - ist sein ständiger Schatten:

Der Hashtag heisst #felix24hours, aber noch ist es sowohl bei Twitter als auch bei Instagram ziemlich ruhig. Wird sich hoffentlich bald ändern!

Konzentriert hat er sich an’s Werk gemacht …

… und Sepp Haider wird deutlich, wenn ihm was nicht passt.

Da hört dann sogar Marco Werner - 3facher Le Mans Gewinner - erstmal zu.

Wer wissen will, was Sepp Haider mit Karl Mauer zu tun hat, der kann das in meinem Über mich nachlesen ;)

Auf der Strecke hat die #502 auf jeden Fall eine gute Figur gemacht …

… und sah im Parc Fermé auch immer noch aus wie neu.

Nicht mehr so neu dürfte das Modell sein, daß Felix am Donnerstag in der Fuchsröhre verbraucht hat …

Roman Rusinov war letztes Jahr in Le Mans im LMP 2 unterwegs, aber als ich ihn treffen wollte, …

… war er wohl auf der Strecke! :)

Im G-Drive Audi R8.

Blechschäden gab es auch, aber das mit dem Tape üben wir nochmal ;)

Auch der Hyundai ist wieder dabei:

Und was ist das? Das ist doch der Götz Audi RS4? Besitzer gewechselt? RACE THE RING steht auf der Seite - schön und gut, aber nur mit draufrumfahren bleibt er uns leider auch nicht erhalten, das haben wir ja deutlich zu spüren bekommen. Das ist übrigens das Auto von Bill Caswell.

Wo wir gerade bei Save The Ring sind, Adam Osieka lässt immer noch keine Gelegenheit aus, die Nordschleife zu umkreisen.

Neu bei Getspeed sind die Franzosen, die vorher bei Kremer Racing waren:

Und ebenfalls keine Gelegenheit zum Nordschleifefahren auslassend: Meyrick Cox.

Nach dem Rennen bin ich …

… auf dem Weg zur A1 bei Tom Rausch vorbeigekommen:

Da schliesst sich dann wieder der Kreis - STR! :)

Tags: Qualirennen | N24h


Freitag, 07. März 2014

Übrig Ns vom Freitag.
Samstag, 01. März 2014

Übrig Ns vom Samstag.

Tag: ÜbrigNs


Freitag, 20. Dezember 2013

Der Insolvenzverdiener aus der Otto-Flimm-Straße 1.

Thomas B. Schmidt in volksfreund.de:

“Noch ein Wort zu Otto Flimm: Er hat sich ohne Zweifel durch sein hohes persönliches Engagement am Nürburgring und in der Region verdient gemacht. Sein Verhalten ist aber unverantwortlich, denn er schürt gezielt Ängste bei Motorsportfans. Er fordert jetzt die Einstellung des Investorenprozesses und droht mit Klage, womit er die Stilllegung des Nürburgrings riskiert. Fakt ist: Das Beihilfeprüfverfahren haben wir maßgeblich Otto Flimm zu verdanken! Er und der Verein Ja zum Nürburgring haben es durch eine Beschwerde bei der EU Kommission 2011 mit angestoßen.”

Zum einen ist es ja gut, daß Doppelpromovierte so mit dem Rücken an der Wand steht, daß er zu solchen Mitteln greifen muß.

Auf der anderen Seite ist es aber unverschämt / perfide / hinterhältig / erbärmlich / unsportlich / charakterlos (sucht Euch was aus), wie er versucht Otto Flimm - OTTO FLIMM - irgendeine Schuld für die Abläufe der Vergangenheit in die Schuhe zu schieben. Da zeigt sich doch das wahre Gesicht des Mannes, von dem immer noch viele sagen, daß der arme Kerl doch nur seinen Job macht.

Ich sage Euch, der sieht seine Felle davonschwimmen - diese Reaktion auf Otto Flimm einzuprügeln ist ja schon fast panisch. Vielleicht liegt es daran, daß jeder Brief, den er bekommt, an die Otto-Flimm-Straße 1 adressiert ist und er inzwischen an chronischer Flimmophobie leidet. Da kann ich nur ganz dringend eine fachärztliche Behandlung empfehlen!

Auch wenn es alle wissen, man kann es nicht oft genug aufzählen: ohne Otto Flimm gäbe es den Nürburgring garnicht, denn er hat in den 80igern alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die GP-Strecke bauen zu können, die vor genau 30 Jahren in Betrieb genommen wurde. Und er hat sich aufgerieben wie kein anderer beim Kampf gegen den Freizeitpark: während der Planung, der Erstellung, des Betriebes, der unseeligen Linder/Richter Verpachtung und jetzt dem Höhepunkt: der Insolvenz mit dem drohenden Rennstreckenverkauf.

Der Weg nach Brüssel war der einzig mögliche, um die Problematik über die Grenzen von Rheinland-Pfalz zu transportieren und hätte er das nicht gemacht, dann wäre der Ring jetzt trotzdem mindestens genauso pleite. Vielleicht wäre Kurt Beck noch Ministerpräsident und Lindner/Richter die Pächter, dann sähe alles noch viel düsterer aus.

Lieber Herr Schmidt:

Netter Versuch, aber der Einzige, der hier Ängste schürt, sind Sie! Die ewige Leier mit der drohenden Nürburgring-Schließung, wenn er nicht verkauft wird - weil die EU das angeblich so vorgibt. Ihnen glaubt doch niemand mehr! SIE sind mit Ihrer Faktenverdrehung die wahre Bedrohung für den Nürburgring - für die Jahre und Jahrzehnte, die nach dem Verkauf kommen werden. Für die illegalen Beihilfen, die in staatliche Hotels, Restaurants, Achterbahn, Disko, … geflossen sind, dürfen Sie sich bei Ihrem Kumpel Kurt Beck bedanken - die Rennstrecken haben von den Millionen keinen einzigen Cent gesehen und Otto Flimm hat die Bedrohung von Anfang als solche erkannt und bekämpft. Und hätten Sie nicht nur Ihr Bankkonto, sondern das Wohl des Rings im Kopf gehabt, dann hätten Sie Otto Flimm nicht in Brüssel ausgebootet, sondern hätten Seite an Seite mit ihm die Optionen ausgelotet. Aber das war ja garnicht in Ihrem Interesse und Ihr tatsächliches Handeln entlarvt Sie bis auf die Unterhose.

Es stehen aber auch ein paar richtige Sachen in dem Interview:

Thomas B. Schmidt:

Das setzt zwingend voraus, dass die Vermögenswerte des Nürburgrings einzeln oder gesamt an den oder die besten Bieter verkauft werden. Struktur- oder regionalpolitische Erwägungen dürfen nicht ausschlaggebend sein.

Autsch. Das haben wir von Anfang an gesagt, daß es nur um’s Geld geht, aber es wurde regelmäßig dementiert. Jetzt gegen Ende wird zurückgerudert und ich bin mir sicher, daß derjenige die Nordschleife besitzen wird, der das meiste Geld auf den Tisch legt - wenn wir den Verkaufsprozess nicht dringend stoppen! Es wird kein Wohltäter sein - mit der Idee halten sich immer noch einige über Wasser - und dann heißt es Gute Nacht. Für den Sport, die Region und die Historie. Nicht für den Abwickler, der ist dann prächtig saniert!

Ich komme in dem Artikel übrigens auch vor, mal zur Abwechselung nicht als Blogger sondern als 48-jähriger gebürtiger Mayener Ex-Motorrad-Hobbyrennfahrer. Nur leider kein O-Ton von Sabine und Christian, obwohl ich die Handynummern weitergegeben habe.

Daß den Volkseigentumverhökern immer noch so eine Bühne geboten wird, finde ich unerträglich. Und solche Leute, die Otto Flimm diffamieren und dem Ring den finalen Todesstoß versetzen, dann noch als Sanierer zu liebkosen, setzt dem Ganze die Krone auf.

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tags: Insolvenz | Erlebnisgrab | Insolvenzverwalter | Doppeldoktor | Demo | Flimm


Mittwoch, 04. Dezember 2013

Übrig Ns vom Mittwoch.

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tag: ÜbrigNs


Freitag, 08. November 2013

Wer gerne Auto-Blogs liest - hier sind sie täglich versammelt.

Jan Gleitsmann von auto-geil.de hatte die gute Idee, täglich aus den deutschen Auto-Blogs eine Zusammenfassung anzubieten. Falls Ihr die Szene verfolgen möchtet, hier ist der Eintrag von gestern:

auto-geil.de/2013/11/08/deutscher-auto-blogger-digest-vom–07–11–2013/

Lässt sich auch als RSS abonnieren, z.B. über Feedly.

Und was mich natürlich besonders freut: daß dem Mike sein renn.tv auch mit dabei ist! :)

Tags: AutoGeil | AutoBlogger | Blogger | Digest


Dienstag, 10. September 2013

4 Jahre Mike´s Blog.

Kinder wie die Zeit vergeht: am 10.September 2009 hab ich meinen ersten Blogeintrag geschrieben und 4 Jahre später sind wir schon bei Eintrag 2.256.

Es ist viel passiert in der Zeit, aber eines nicht: der teilweise heftige Gegenwind hat es nicht geschafft mich zu verbiegen. Eine gute Gelegenheit Danke an Euch zu sagen, die Ihr mir den Rücken stärkt - in Gesprächen, Emails oder Kommentaren - da freut sich der Blogger! :)

In diesem Sinne hoffe ich auf weiterhin auf Unterstützer und Mitleser - und ich trink heut’ abend ein Bier auf Euch! ;)

Tags: MikesBlog


Donnerstag, 18. April 2013

Es den Bloggern mal so richtig zeigen!

Das dachte sich Stefan Anker. Das ist nicht irgendwer, sondern Chefreporter “Motor/Reise der Welt-Gruppe”. Also jemand vom Axel Springer Verlag, wo auch die Bild zuhause ist.

Er beschreibt die Ausgangssituation auf welt.de so:

"Warum die “Welt” ein Auto-Blog eröffnet

Man muss nicht drum herumreden: Autoblogger machen den etablierten Autojournalisten Konkurrenz. Das können wir nicht auf uns sitzen lassen und bloggen ab sofort zurück. Besser natürlich."

Als ob das nicht genug wäre, der richtige Stinkefinger kommt erst noch:

“Als Name kam natürlich nur ”BigBlog“ infrage.”

Genauer gesagt: bigblog.welt.de.

Ein kräftiger Tritt gegen’s Schienbein des echten bigbloggers Axel Griesinger, der als Ring- und Minifan und auch der Schnittmenge aus beidem - das Herz am rechten Fleck hat. Also einer von genau diesen pösen Bloggern!

Sebastian Bauer hat Original und Fälschung gegenübergestellt und lässt seiner Enttäuschung über das arrogante Vorgehen freien Lauf.

Axel Springer sind übrigens die, die Google und Co. per Gesetz knechten lassen.

UPDATE:

  • Schade, hatte gehofft Stefan Anker würde sich einen anderen Namen suchen, sein Blog ist ja ganz neu. Macht er aber nicht. Im Gegenteil, er scheint die Aufmerksamkeit zu genießen. Schön verkrampft für mein Gefühl und so garnicht Blogger-like.

  • Der BILDblog hat das Thema aufgegriffen.

Es gab auch bei anderen Bloggern Reaktionen, hier mal gelistet:


Donnerstag, 04. April 2013

Womit Blogger sich so beschäftigen darf.

Aus der Rubrik “Mein Postfach” heute mal sowas:

(Klick! für gross.)

Nur mal so, damit Ihr seht, was bei mir aufschlägt. Das kam über Facebook und den Namen hab ich unkenntlich gemacht, obwohl ich schätze der ist ’eh falsch.

Ging wohl um diesen Eintrag hier.

Nicht daß ich da jetzt ein Problem mit hätte, geht mir eher um die Doku. Hier ist auch noch was in dem Tenor.

Ob das jetzt gefake’d ist, um mich einfach nur zu beschäftigen oder ob derjenige das tatsächlich so meint, kann ich nicht beurteilen. Ist auch egal.

Aber es wäre schon erstaunlich, sich mit einer Kartbahn zu beschäftigen, während ein paar Abteilungen drüber das Ende der Nordschleife und des Nürburgring’s insgesamt - so wie wir ihn kennen - vorbereitet wird. Da sollen 85 Jahre Motorsport-Geschichte zum Teufel gejagt werden und einer ganzen Region wird das Licht ausgeknipst.

Ich befürchte einige Leute werden noch ganz übel auf dem Boden der Tatsachen auftitschen - aber dann lässt es sich nicht mehr korrigieren. :/ Die einzige Chance das zu verhindern ist jetzt. Und je mehr die Insolvenz-Betriebsgesellschaft Geld ausgibt, das sie nicht hat, umso mehr erhöht das den Verkaufsdruck.

Doch dem Prof.Dr.Dr. rollen sie wahrscheinlich ehrfürchtig den Teppich aus, nachdem der Frison mal so richtig gebasht wurde.


Freitag, 08. März 2013

Mikebericht von der CeBIT 2013.

Am Dienstag war für mich CeBIT-Tag, und zwar nicht mit der Firma wie letztes Jahr, sondern ganz akurat als Blogger mit entsprechender Akkreditierung.

Leider auch genauso akkurat mitten in der Nacht aufstehen, um um 7 Uhr den Zug nach Hannover zu bekommen. Das mit dem Eventticket für 99,- Euro haben weder ich noch das nette Personal am Schalter hinbekommen am Vortag - stellt sich raus die Kombination aus Fernwehticket für hin und regulär für zurück war sogar noch ein Ticken günstiger.

Mein Ziel war ohne Tasche auszukommen und aber trotzdem alles für’s Bloggen dabeizuhaben. Das sieht dann so aus - das iPhone ist nicht mit drauf, damit habe ich das Bild gemacht:

Ladekabel, marantz Aufnahmegerät, Ohrhörer, xshot Teleskopstativ, EasyAcc Ersatzakku 5600, Satechi Bluetooth Remote, Ministativ, glip Stativaufnahme iPhone, olloclip Weitwinkelaufsatz. Und Eintrittskarte :)

Damit bin ich gut ausgekommen. Eine Sache hat aber nicht funktioniert: ich hatte gehofft auf so einer Geekmesse nicht dauernd wegen dem Olloclip auf dem iPhone angesprochen zu werden. Aber die kannten das auch nicht und jeder wollte es natürlich auf sein Telefon pappen!

In Hannover angekommen wurde man von diesem Monsterposter begrüsst …

… das im krassen Gegensatz zu dieser eher kümmerlichen - aber dafür menschlichen - Niedersachsen-Abordnung stand.

So macht Videokonferenzen Spaß! Der Screen bei Huawei war der Hammer!

Das hat man öfter gesehen, Männer auf Hockern.

Da hat doch mal einer richtig mitgedacht! Ladestation für leere Telefone usw.

Soll mal einer sagen Männer hätten kein Händchen für Deko.

Nochmal Deko.

Gratiskaffee zieht bei mir immer, ...

... und so kam ich zu einem spannenden Gespräch bei Sipgate. Viel gelernt über VoIP. Zum Beispiel, daß bei Datenverkehr bei nicht passender Prüfsumme das Paket einfach nochmal geschickt werden kann. Geht bei Sprache aber nicht. Deswegen nützen Bandbreiten nicht viel, sondern Qualität und niedrige Latenz sind gefragt.

2013? Wirklich?

Total Bank Network Solution. Ist doch ganz einfach!!

Vielleicht doch ein bisschen over simplified bei diesem Anbieter.

China. China. China. China. China.

Schickes Logotier!

Da geb ich mir extra Mühe ohne Tasche unterwegs zu sein und dann sowas :)

Nicht immer Hocker, manchmal auch Stühle.

Das ist David Müller, Karikaturist und Schnellzeichner.

Da simmer natürlich dabei!

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik macht einen auf niedlich.

Wer drauf reinfällt ist selber schuld. Und zeitgleich winken sie in der Regierung das üble Leistungsschutzgesetz durch.

Eisenbahn geht immer.

Lückenschlußprobleme.

Mike wieder als wandelnde Olloclip und Teleskophandy Attraktion. Hörten sich Russisch an die Leute.

Das ist doch mal ein schicker Serverraum. Ich fürchte nur den bekomm ich zuhause nicht durch.

Gab sogar Autos.

3D Foto-Solution von topscan3d.net.

Elektrobike, eingefangen mit iPhone. #panningwithiphone.

Ein Satellit! Den fand ich am besten. So sahen die vor 20 Jahren aus.

Nochmal der schicke Satellit.

Um 12 haben die bei Bosch erstmal Mittag gemacht. Sehr sympathisch! :)

Carrerabahn geht auch immer.

Blogger sind cool und echte Nerds laufen nicht rum wie Pinguine.

"Entdecken Sie E-Mail neu" meint Microsoft. Wenn man sich bei denen auf eine Sache verlassen kann, dann daß sie ständig das Rad neu erfinden. Ich darf mich im Büro auch dauernd über dieses neue Ribbon bei Office rumärgern, da stehen die Inhalte ständig woanders.

Ich hatte doch in meinem About Me von der Zeit bei Opel erzählt. Der Jörg Kösters war damals auch während dem Studium dort, aber danach haben wir uns aus den Augen verloren. Bis wir uns in Facebook wiedergefunden haben und als ich im Zug nach Hannover war, hat er das mitbekommen und wir haben uns auf einen Kaffee bei SAP verabredet. Wiedersehen nach 23 Jahren! :)

Bei Microsoft sollen die Leute alles ausprobieren.

Das ist die Microsoft Jingle Band. Fand ich schon fett dekadent. Und hab das auch mal als kleines Jinglevideo aufgenommen.

Bloggers only!

Können sich die Journalisten schonmal dran gewöhnen ;)

Sascha Pallenberg, wir kannten uns bisher nur virtuell! Ich hatte mal die Gelegenheit ihn zu interviewen über Webcam (mikefrison.com/1842), aber diesmal hatte ich ihn orginal vor mir.

Also schnell das iPhone raus und nochmal ein Interview gemacht:

Sascha möchte erreichen, daß alle Medien standardmäßig einen Disclaimer einrichten, um offenzulegen, wie sie sich finanzieren und wo Unterstützung herkommt. Find ich gut! Auch sonst ein interessantes Gespräch.

So sah die Bloghütte aus, Sascha und sein Team streamen live von der CeBIT: mobilegeeks.com.

Die Bloghütte ist in der Halle 26 untergebracht. Da sind auch die Gamer. Und was haben die für einen mächtigen Auftritt! Das ist das Setup für eine Weltmeisterschaft, da geht es richtig zur Sache. Die guten Spieler sind voll die Stars.

Das ist ein witziger Gegensatz auf der CeBIT, eigentlich sehr sympathisch: auf der einen Seiten die fetten Businessmaschinen wie Microsoft, SAP oder Telekom und hier die freakigen Zockernerds, die virtuell die Schwerter schwingen.

Das ist ein Zocker-PC, muß auch optisch rocken.

Zocker bei der Arbeit.

So liebe Simfreunde, DAS ist ein Raceseat.

Kommt mir jetzt bitte keiner mehr mit seinem zusammengenagelten Holzgestell! ;)

Die Zockregie.

Und nochmal Zocker.

Und dann nebenan, IBM und Suits soweit das Auge reicht. Weird.

Das Marsauto, sechsrädrig.

Ein Tigerschweinleopardhase. Oder so.

"Darf ich Sie mal fragen was Sie da haben?"

Mike bei seiner routinierten Olloclip am Teleskophandy Vorführung.

Ich hab keine Ahnung, was das Flugzeugrad da macht, aber sieht gut aus.

Werben mit Hashtag, gewöhnen wir uns am besten schonmal dran, das wird noch mehr kommen. Auch bei nicht IT Veranstaltungen.

So geht Fernsehen bei der CeBIT.

Dieser komische E-Postbrief, was die dafür für eine Kohle rausballern! Dafür könnten die für jeden Brief einen einstellen. Wer braucht denn sowas?

Bei Anblick dieses Logos krieg ich inzwischen Schnappatmung, woran das wohl liegt?

Das ist Klaus von Technoradar, dem hab ich gerne nochmal den Fernauslöser vorgeführt. Er schreibt einen spannenden Techblog, auch über die CeBIT, schaut mal vorbei:

technoradarblog.blogspot.de

War eine interessante Messe und hat sich sehr gelohnt hinzufahren. Auch der Umgang mit den Bloggern hat mir gut gefallen, da ist die CeBIT Vorreiter auf dem Gebiet. Es seien um die 300 Blogger akkreditiert worden, die Journalisten rümpfen leicht die Nase. Bin sehr gespannt, wie die Entwicklung weitergeht und wie andere Veranstalter mit der geänderten Berichterstattung umgehen - bei so einer Tech-Messe liegt es ja in der Natur der Sache, aber bei anderen Gebieten? Motorsport zum Beispiel? Oder IAA?


Donnerstag, 14. Februar 2013

Nochmal Scripted Reality.

Aber nicht bei RTL, sondern bei der New York Times. Die hat den elektrischen Tesla Model S ausgeführt und ein Fass aufgemacht, weil sie liegengeblieben sind. Schön garniert mit einem Bild auf dem Abschlepper.

Konnte ja keiner ahnen, daß Tesla vernünftiges Data Recording eingebaut hat und jetzt belastbar einen Fake dokumentiert. (Via.)

Das “car log”, das die bei Tesla haben, macht einen guten Eindruck - alles Wichtige drauf. Log Files halt, so geht das bei einem eAuto.

Bemerkenswert finde ich die verkehrten Rollen, der Blogger (also der Tesla CEO) nimmt den Zeitungsbericht auseinander. Das kennen wir eigentlich nur umgekehrt, also Zeitung nimmt Auto auseinander.

Der NYT Autor - John Broder - gibt sich kämpferisch, obwohl er schon ausgezählt wurde. Liegt wohl an der ungewohnten Situation, verkehrte Welt!


Blogger unter Spannung.

Wir haben schon Audi, Mini und Toyota mit Elektromotoren gesehen, jetzt kommt Nissan.

Bisschen schwach auf der Brust, aber um ein Gefühl zu bekommen reicht’s. Kann man hier, hier und hier nachlesen - was würden wir bloß ohne Blogger machen?


Donnerstag, 07. Februar 2013

Olaf Manthey zum drohenden Nürburgringverkauf.

Frage:

Herr Manthey, das Hickhack in Sachen Nürburgring hält an. Wie stehen Sie dazu?

Olaf Manthey:

“Die Strecken müssen in Landeshand bleiben, dazu gibt es keine Alternative! Alles andere, was jenseits der Tribünen entstanden ist und zur Kostenexplosion geführt hat, braucht kein Mensch. Am besten alle Leitungen kappen, so dass zumindest keine Unterhaltskosten verursacht werden.”

Hier die kompletten Manthey/Raeder Q&A als PDF vom 18.Januar. (siehe auch mein Besuch in Meuspath an dem Tag).

(Passend zum Karneval hier noch ein Foto vom 27.8.2011, Olaf mit Marc Lieb an der Theke.)

UPDATE:

Sehr lustig, guckt mal was für ein Bild heute in meinem Postfach gelandet ist! Konnte ich Euch einfach nicht vorenthalten, laut EXIF Daten 5 Minuten nach meinem Bild geschossen worden. Danke für das Bild Niklas, jetzt hab ich auch ein Thekenbild :)


Sonntag, 23. Dezember 2012

1.Geburtstag Verfassungsbeschwerde.

Meine Verfassungsbeschwerde (s. Prozess-Doku bzw. SpOn) wird heute genau 1 Jahr alt.

Was ist seitdem passiert? Nichts. Wir wissen nach wie vor nicht einmal, ob die Beschwerde zugelassen wird.


Mittwoch, 21. November 2012

Sascha Pallenberg zum Thema Bloggen.

Heute halte ich im Rahmen einer Veranstaltung “Kollegen für Kollegen” (nennt sich GLITS, Global IT Lerning Summit) einen Vortrag über Bloggen.

Einer der herausragenden Blogger für mich ist Sascha Pallenberg, er ist extra nach Taiwan gezogen um näher an seinem Thema zu sein (Tec/Computing).

Sehr konsequent und trotzdem steht er dazu mit Leib und Seele Blogger zu sein.

Wir hatten es nicht so einfach einen Termin zu finden - immerhin 8 Stunden Zeitverschiebung. Aber es hat geklappt und es reicht mir auch noch, es in den Vortrag für heute mittag einzubauen.

Ist per Google Hangout On Air aufgenommen, damit es auch im Youtube landet, d.h. wenn Ihr wollt könnt Ihr mal reichschauen, dauert 30 Minunten:

Und Sascha’s Mobile Geeks findet ihr hier.


Montag, 20. August 2012

Bei der sport auto hat sich´s ausgewassertheuert.

Die Anja Wassertheurer geht dann mal. Und hat das zum Thema im sport auto Editorial gemacht. Und weil da auch die Blogger vorkommen, haben das auch die Blogger aufgegriffen. Zum Beispiel hier, hier oder hier.

UPDATE: Hier auch.


Mittwoch, 01. August 2012

Übrig Ns vom Dienstag.

Na dann.

  • Daniel Köbler (Die Grünen) nennt das ürbrigens Nötigung. Also nicht das, was er will (entgegen strafrechtlicher Bedenken im Landtag absegnen) - sondern das, was die Oppostion gemacht hat: auf die strafrechtlichen Konsequenzen hinzuweisen.

Klarer Fall von Vorzeichenfehler.

  • Auf das Gröblichste - hab ich auch noch nie gehört. Es gab in den 62 Jahren Mainzer Landtag erst zweimal eine Sondersitzung in der Sommerpause: vor 52 Jahren - und morgen.

  • Instagram ist bei 80 Mio Usern angekommen. Sind im Schnitt 120.000 Neue jeden Tag. (Ich bin hier: @renntv).

  • Sieht gut aus der 918 Spyder - jetzt das Martini auch in Farbe.

  • Zum Rücktritt von Landrat Onnertz aus der VG Vulkaneifel gibt es auch einen SWR Bericht. Die Eifelzeitung ist da nicht ganz unbeteiligt.


Donnerstag, 03. Mai 2012

Wahre Worte.

Soviel Ehrlichkeit und Selbstreflektion hätte ich dem rheinland-pfälzischen Justizminister Hartloff im Leben nicht zugetraut:

Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Menschen, die sich als Blogger oder als Internetaktivisten Gehör verschaffen, verstärkt im Visier totalitärer Regierungen stehen.

Wie Recht er doch hat.


Freitag, 06. April 2012

Die Beschwerde beim BVerG ...

… hat ein paar Diskussionen in Gang gebracht, die sich mit dem Laienprivileg und der Grenze Journalist / Blogger (bzw. Forenbetreiber) auseinandersetzen.

Ich hab das in der Prozess-Doku eingetragen mit den jeweiligen Links.

Freut mich sehr mehr über das Thema zu lesen und es hilft auch hoffentlich anderen im Netz Aktiven, sich besser zurechtzufinden. Auch das Thema Laienprivileg an sich wurde von Jens Ferner noch einmal verständlich erklärt.


Montag, 02. April 2012

Verfassungsbeschwerdendiskussion.

Heute gab es jede Menge Texte zu der Verfassungsbeschwerde wegen dem N-Forum-Prozess.

In order of appearance:

Den ersten Text finde ich recht polemisch, eine Unterlassungerklärung ist weniger einer Kränkung als viel mehr ein handfester Vertrag. Ich hatte in meinem Leben jedenfalls bisher noch nicht das Vergnügen. Gilt auch für Gerichtsprozesse (Stichwort “beschwerdefreudig”).

Da sind mir die beiden sachlicheren Texte viel lieber.


Donnerstag, 08. März 2012

N-Forum meets Bundesverfassungsgericht.

Das sieht lustig aus, wenn man Spiegel Online anklickt, und da das markante 20832 Layout zu finden ist - inklusive N-fiziertem Schubert Z4:

www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,818419,00.html

Verfassungsbeschwerde - Blogger kämpft fürs Laienprivileg

Sollten Blogger Journalisten gleichgestellt werden? Nein, findet Mike Frison. Aus gutem Grund: Wegen eines alten Zeitungsartikels in seinem Forum wurde er zu einer Unterlassungserklärung verdonnert, obwohl er den Text auf Aufforderung entfernt hatte. Jetzt zieht er vor das Bundesverfassungsgericht.

Muß ich doch direkt auch mal ‘nen Screenshot machen:

Der Grund für den Artikel ist allerdings weniger lustig, denn es geht nach wie vor um die Einstweilige Verfügung, die von Kai Richter / Mediinvest gegen das N-Forum und mich ergangen ist. Und zwar vor über einem Jahr am 7.Feb.2011.

Hier habe ich das ja alles im Detail dokumentiert:

20832.com/prozess

Ich bin nach wie vor fest überzeugt Nichts Unrechtes getan zu haben und durch die widersprüchliche Begründung der Urteile hat sich die Möglichkeit der Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht ergeben.

Jetzt haben wir soviel Ärger hinter uns, da kommt es auf das Bisschen auch nicht mehr an. Die Kosten sind durch Eure Spenden gedeckt und wer weiß - vielleicht holen wir ja doch noch den Gesamtsieg! Echte Racer geben so schnell nicht auf ;)

Ich hoffe auch etwas beitragen zu können für die Rechtssicherheit von anderen Foren und Bloggern, damit solche Einschüchterungsversuche vielleicht in Zukunft viel schneller im Sande verlaufen.

Jetzt erstmal Daumen drücken, daß die Beschwerde zugelassen wird und wir das Ding gewinnen! :D


Dienstag, 28. Februar 2012

Übrig Ns vom Dienstag.

Wenn ich einen Vorschlag machen dürfte: so könnte ich mir das vorstellen.

Tyrol Equity und der Unternehmer Udo Wendland wollen sich bei BBS künftig auf die Entwicklung und Herstellung von High-End-Leichtmetallrädern für den OEM- und Tuning-/Aftermarket konzentrieren.

PS: nach der Kündigung kam das Angebot diese aufzuheben, dafür gäb’s dann zwei Monate gratis. Da bin ich ja nochmal extrafroh das gemacht zu haben, wenn man als Mitglied erst interessant wird, wenn man sich verabschiedet.


Mittwoch, 22. Februar 2012

Aschermittwoch Übrig Ns.

Mein Vorschlag: einpacken.

“Die Nürburgring Automotive GmbH (NAG) habe einen wesentlichen Teil der Abmachung nicht erfüllt, nämlich keine Pachtzahlungen geleistet.”

und: “Wir sind sehr zuversichtlich, was die Qualität des Vertrags angeht.”

Zu dem Vertrag gehen die Meinungen auseinander:

“Zur Beurteilung des Vertrags haben wir ein juristisches Gutachten beauftragt. Dieses Gutachten macht deutlich, hier handelt es sich um kein solides Vertragswerk, sondern es werden zahlreiche Lücken deutlich.”

… meint Eveline Lemke … im Nov.2010.

Den Vertrag kann man hier nachlesen.

Daß der Kurt Beck jetzt mitspielt beim Ihr könnt nach Hause gehen deute ich mal als Zeichen, daß der Ring bald richter- und lindnerfrei ist. Muß man dem Mann fast dankbar sein, aber das hilft seinem Minuskonto auch nicht mehr.

Allerdings werde das Land Vorkehrungen für eine mögliche Umschuldung der Investitionskredite treffen, sollten die zukünftigen Pachteinnahmen die Tilgungsraten nicht decken können.

Wie lange will eigentlich der AW-Landrat Jürgen Pföhler noch untertauchen?

Das Ende der Netzgemeinde.

Das böse Unbekannte nimmt Einzug in unser tägliches Leben und das Internet wird dabei automatisch auch für alle Nicht-Nerds de-mystifiziert. Feine Sache das und für die gegensteuernden Lobbyisten glücklicherweise nur schwer in den Griff zu kriegen.

“Das ist die neue Realität in Deutschland: Die Netzgemeinde ist tot – es lebe das Netz. Und wer dessen Nutzung beschränken will, der stellt sich nicht gegen einen Kult oder eine Sekte – sondern gegen einen großen Teil der Bevölkerung.”

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat die Pressemitteilung dazu einen Tag vorher “plaziert”.

  • Sueddeutsche.de: Recht am Ring.

  • Aus der Rubrik: Blogger sind keine Journalisten.

  • Andrea Die-Ring-Region-im-Stich-gelassen Nahles macht einen auf Facebook. Am lesenswertesten wie so oft: die Kommentare.

  • Damit hat der Herr Steinkühler wohl nicht gerechnet, daß die Rhein-Zeitung einfach den Telefonhörer in die Hand nimmt und mal bei Bernie Ecclestone anruft.


Mittwoch, 08. Februar 2012

Schlammschlachten mit Steinkühler.

Im Oktober hab ich mich noch gefragt, was hat man da vor bei der NAG?, als sie die Agentur Steinkühler unter Vertrag genommen und ihre bisherige - “Das ist eine ganz normale PR-Kampagne.” - Fachkraft Stefanie Hohn entsorgt verloren haben.

Seit gestern ist es klar, als diese von Herrn Steinkühler gezeichnete PM als Antwort auf die NAG-Kündigung verbreitet wurde.

Das war aber noch nicht alles, gestern nacht hat der Blogger Karl-Heinz Steinkühler nochmal nachgelegt und sich ordentlich im Schlamm gesuhlt:

Mainzer Plauderstunde.

Dort wird handverlesen und aufwendig abgerechnet mit

  • Kurt Beck
  • Eveline “Evelyn” Lemke
  • den Sozialdemokraten allgemein
  • den Herren Lewentz und Kühl
  • und der Nürburgring GmbH (!!)

Seine Kunden - Kai Richter und Jörg Lindner - würde er wohl am liebsten auf dem Cover des Manager Magazins sehen:

  • die Unternehmer am Ring einzig fähig aus der “überflüssigen Betonruine” Kapital zu schlagen
  • die privaten Ringbetreiber mit tollen Veranstaltungen

während

… Kurt Beck mit seinem angeblichen Freizeitpark vor zwei Jahren eine Schrottimmobilie in die Eifel-Landschaft gestellt hat.

Meint er diesen Schrott?

In Mainz zittern sie bestimmt jetzt alle mit den Knien, denn

Die besten Wirtschaftsanwälte Deutschlands werden nun zumindest auf Seiten der NAG juristisch gegen die Kündigungen vorgehen.

Arbeiten die eigentlich gegen Vorkasse?

Er spricht auch von den

“… nie zu bedienenden gigantischen Investitionskredite …”

Wer hat nochmal wem was abgekauft?

Screenshot SWR, als die 3 Düsseldorfer Mainz besucht haben.

“Diese Nürburgring GmbH kann froh sein, dass die Nürburgring Automotive GmbH weitermacht. Denn sonst würden weitere Minus-Millionen Kurts Konto womöglich schwer belasten.

Ganz ehrlich: haut ab.

Die paar Millionen machen den Kohl jetzt nicht mehr fett und billig wird der Umbau sowieso nicht. Eure Zeit ist um, Ihr seid gekündigt.


Montag, 06. Februar 2012

Übrig Ns vom Montag.
Sonntag, 05. Februar 2012

Übrig Ns vom Sonntag.

Aus dem N-Forum:

Übrig Ns:


Sonntag, 15. Januar 2012

Übungsstunde bei Rethorik Steinkühler.

In der neuesten Folge von Rethorik Steinkühler geht es ausnahmsweise mal nicht um Schön-schreiberei, sondern Schön-rechnerei.

In der Vergangenheit ging es ständig darum die Arbeitsplätze möglichst hoch zu rechnen, um mit dem Arbeitsplätze-schaffen-Scheinargument der Regierung möglichst viele Milliönchen aus den Taschen zu leiern. Hat ja auch super funktioniert.

Zwei Jobbörsen wurden inszeniert und so hat sich das damals am 7.März und 5.April 2009 angehört, als für 400 neue Stellen die große Leutesuche durch den Propagandawolf gedreht wurde.

Walter Kafitz:

Wir haben heute vor Ort bewiesen, dass wir ein Konjunkturpaket zum Anfassen sind.

Gleichzeitig sind wir uns der Verantwortung, die daraus erwächst, voll bewusst.

Wir setzen auch in Zukunft alles daran, die bestehenden Arbeitsplätze am und um den Ring zu sichern.

Der “begeisterte” Projektentwickler Kai Richter:

Die neu gegründete Grüne Hölle Betriebsgesellschaft benötigt Mitarbeiter für insgesamt 167 vollzeitäquivalente Arbeitsplätze.

Das Gesamtprojekt Nürburgring 2009 kann nur in der Vernetzung perfekt funktionieren.

Bei der Bewerbungsbörse hat sich gezeigt, wie gut die einzelnen Bausteine bereits jetzt zueinander passen.

Für Bewerber aus dem weiteren Umfeld können wir im Lindner Boardinghouse in Adenau komfortable Personalwohnungen zur Verfügung stellen.

Bernd Schiffarth, Bürgermeister Adenau:

Wir brauchen dringender denn je innovative Menschen mit Mut, die am Großprojekt Nürburgring 2009 mitwirken und es mitgestalten.

Otto Lindner (Vorstand von Lindner und Jörg’s Bruder):

Für unser außergewöhnliches Projekt direkt an der Rennstrecke des Nürburgrings suchen wir Bewerber, die für den Motorsport brennen.

Mit [unseren Hotels] ziehen wir Gäste an, die die spannungsgeladene Luft des Mythos Nürburgring atmen wollen.

Mitarbeiter genießen eine Reihe von Sonderleistungen: ein Personalhaus vor Ort, eine übertarifliche Bezahlung und Karrierechancen in einer führenden deutschen Hotelgruppe mit internationalem Wachstum.

Leider alles nur warme Luft und die reingelegten angeworbenen Leute werden nicht mehr gebraucht: die Wahlen sind inzwischen gewonnen, die Pachtverträge unterschrieben und die tollen Powerpointpläne nichts als teuer bezahlte Hirngespinste.

Die Leute müssen entlassen werden, aber die Auftraggeber wollen unbedingt gut-klingende Nachrichten vom Ring.

Ein Fall für Wir-helfen-in-Notlagen Super-Steinkühler!

Ausgangssituation, Mitte Dez.:

141 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.

Insgesamt sind 380 Beschäftige bei der NAG, diese hängt die Leute kurz vor Weihnachten aus dem Fenster und stellt die Landesregierung unter Druck.

Heutige Situation - steingekühlert und gehorsam von Agenturen und Presse verbreitet:

NAG optimiert Zukunftskonzept und reduziert den Personalabbau um 49 Stellen.

Welches Zukunfskonzept? 49 Stellen weniger - das hört sich doch toll an!

Bei der NAG müssen jetzt noch 92 von 338 Stellen abgebaut werden.

Augenblick mal: 338? Wo ist der Rest von 380?

Es ist jetzt aber erforderlich, mit Konsequenz und ohne Verzögerung das Zukunftskonzept umzusetzen, um die verbleibenden 224 Arbeitsplätze zu sichern.

Oha - 224!! Kurz überschlagen:

 380 NAG'ler Dez 2011
-224 NAG'ler Zukunft
 ===
 156 Entlassungen

Steingekühlert sieht die Rechnung so aus:

 380 NAG'ler Dez 2011
- 42 Wo sind die geblieben?
- 92 "Abbau" lt. PM
- 22 Was passiert mit denen?
 ===
 224 "verbleibende Arbeitsplätze"

Es ist typisch für die Katastrophe am Ring, daß solche Fragen von einem dusseligen Blogger wie mir gestellt werden, aber die Medien einfach übernehmen und verbreiten, was sie als PM serviert bekommen. Sogar die Ring-erfahrene Rhein-Zeitung und selbst die CDU Opposition.

Das Team Richter / Lindner / Steinkühler hat leichtes Spiel und versteht sich blind. Wie praktisch auch, daß alle 3 Nachbarn sind (A: Lindner, B: Richter, C: Steinkühler).

Armer Nürburgring :/


Mittwoch, 30. November 2011

Übrig Ns vom Mittwoch.
  • Sitzplatz Südtribüne überdacht bei allen Motorsport-Veranstaltungen
  • Sonderparkplatz bei allen Motorsport-Großveranstaltungen garantiert
  • 1 x Fanpaket Hockenheimring
  • Freie Fahrt bei den Touristenfahrten während der gesamten Saison*
  • Freier Eintritt ins Motor-Sport-Museum am Hockenheimring
  • Freie Insider-Führung “Hockenheimring TOUR” während der gesamten Saison

Freier Eintritt - das ist doch mal ‘ne Ansage. Und keine künstliche Belebung von Besucherfailattraktionen. Ach ja: 880 Euro. (Via)

Für den Fall, dass die oben genannten … Unterlagen … der Europäischen Kommission nicht oder nur teilweise zugeleitet wurden: Warum nicht?


Freitag, 11. November 2011

26 VLN-Gesamtsiege treffen sich auf der Kartbahn.

Heute waren Kai, Arno und ich ein wenig in Kerpen spielen und insgesamt vereinen wir drei unter uns 26 Gesamtsiege bei der VLN. Ok … Mike: null, Kai: null; Arno: 26.

Arno ist früher sogar mal Kart gefahren und war garnicht schlecht, aber …

… das ist schon 20 Jahre her und entsprechend skeptisch war er vorher.

Hat sich aber super geschlagen und die Kartentwicklung ist in den 20 Jahren nicht stehengeblieben. Arno aber auch nicht und er hat dem Apparat gut die Sporen gegeben!

Hab ich natürlich schön in Bildern festgehalten, denn normalerweise versteckt er sich in diesem Käfig:

Eine kurze Schrecksekunde gehört dazu - das sind aber auch kleine Biester!

Technik zum Anfassen …

… und dann ist Kai auch mal ausgerückt.

Da konnt sich der Arno nützlich machen und hat ihn mit all seiner Erfahrung auf die Strecke geschickt.

Sowas beflügelt!

Nach dem Austoben …

… war Feintuning angesagt, nur feinstes Präzisionswerkzeug im Einsatz:

Auch Blogger brauchen mal Entspannung …

… und danke an den Kai für diese schicken Bilder von der Umwandlung fossiler Brennstoffe in Mikebespassung. Im Posen bin ich schon ganz vorne - nur an den Rundenzeiten muß ich noch feilen.

War ein gelungener Start in’s Wochenende, morgen gepflegt Köln-Ahrweiler gucken. Man sieht sich zum Mittag in Meuspath! ;)


Donnerstag, 18. August 2011

Übrig Ns vom Donnerstag.
Freitag, 12. August 2011

Übrig Ns vom Freitag.
  • Zum Thema OLG Koblenz: “… dass die Präsidentenstelle des OLG Koblenz in den nächsten Wochen wieder besetzt werden soll und so die bei diesem Gericht anhängigen Verfahren in gesicherter Art und Weise wieder durchgeführt werden können.” Wie jetzt, werden sie das im Moment nicht?

  • Der Bilster Berg kommt in Schwung und freut sich insgeheim bestimmt über die maNAGer, die nur den Melkesel im Kunden sehen. Sogar Walter Röhrl kommt in’s Schwärmen: “unglaublich nahe am Nürburgring, evtl . sogar überlegen” (gemeint natürlich, wenn Herr Röhrl von “Nürburgring” spricht: die Nordschleife). Soll im Sommer 2012 in Betrieb gehen, die Genehmigung wurde jetzt erteilt. Von 34 Mio. Kosten ist die Rede. Da darf man garnicht drüber nachdenken, daß man für die beton°ruine 10 Rennstrecken bekommen hätte.

Hier gibt’s ein schönes Video und auch noch einen Link.


Freitag, 27. Mai 2011

Übrig Ns vom Freitag.
Montag, 11. April 2011

Übrig Ns vom Montag.

Doch das hilflose Rumexperimentieren geht weiter. Hallo McKai, jemand zuhause?

Ziemlich lässige Einschätzung vom Team:

” It will be very hard to beat the BMW’s but we will do our best.”

Gemeint sind die Werks-BMWs. Sportlich!!

“Ziel der Gespräche sei ein florierendes, ökologisches und soziales Rheinland-Pfalz.” [..] “Die Grünen hatten bereits angekündigt [..] auch externe Fachleute für die Vorbereitung der Arbeitsgruppen einsetzen zu können.”

Klingt doch schonmal ganz spannend!


Freitag, 08. April 2011

Übrig Ns vom Donnerstag.

“Ein Teilnehmer an einem Fahrsicherheitstraining kann nach einem Unfall auch dann Schadensersatz erhalten, wenn er zuvor erklärt hat, dass er auf eigene Gefahr an dem Training teilnehme.”

  • “Copyright muß neu geschrieben werden.”

meint Jens Seipenbusch (Piratenpartei) auf N24.

z.B.: ”(..) das Internetzeitalter scheint jegliche Kontrolle über Informationen unmöglich zu machen. Blogger, die ungestraft ihre furchtbar falsche Meinung schreiben, (..) (Danke Mirko!)


Mittwoch, 23. März 2011

Der Blogger und die Zivilcourage.

Mein wöchentlicher Kommentar im Wochenspiegel hat in der Ausgabe “Adenau” einen bemerkenswerten Artikel-Nachbarn: “Was genau ist Zivilcourage?”


Dienstag, 01. Februar 2011

Zum Thema Bloggen.

Mal was ganz anderes: in Kairo brodelt es heftig, aber unsere Nachrichten vermitteln uns wie immer Geborgenheit und Sicherheit. Daß uns bloß keiner auf dumme Gedanken kommt.

Auch wenn es unsere Politiker noch nicht wahrhaben wollen, aber die Informationshoheit rinnt ihnen weiter durch die Finger. Und die Blogger werden immer frecher. Jetzt hat sich doch tatsächlich einer in den Flieger nach Ägypten gesetzt und berichtet aus erster Hand. Nicht entrückt hinter einer Kamera versteckt, sondern kaffeetrinkend mitten unter den Demonstranten. Die Erlebnisse des bloggenden Menschen vor Ort und das Schreiben in Ich-Form lassen uns teilhaben an den Vorgängen - besser als es jede Nachrichtensendung jemals schaffen wird.

Thomas Knüwer hat das, was da grade passiert, fein zusammengefasst. Und Richard Gutjahr ist der spontane Kairobesucher - Respekt!

Beeindruckend finde ich den Auftritt seines Blogs auch von der technischen Seite - immerhin ist grade in Ägypten das böse Internet ausgeknipst. Auch sonst sind die Rahmenbedingungen nicht wirklich Pressezentrums-mäßig. Sieht man seinem Blog aber nicht an!


Sonntag, 28. Februar 2010

Judo mobilisiert die Massen am Nürburgring - not. Ein Blogger beschreibt seine Eindrücke, er war vorher noch nie am Nürburgring: die Arena bis auf die Aktiven quasi leer, der Boulevard auch leer, nervige ring°card, das ring°werk bekam Noten von interessant über schön bis langweilig. Das Fazit trotzdem: "Alles in allem hat sich der Tag also echt gelohnt..." - der Sport hat es für diesen aktiven Judoka wohl trotzdem rausgerissen.

Die mit Superlativen gespickte Werbung klingt da irgendwie anders: " .. läßt garantiert auch bei regelmäßigen Besuchen keine Langeweile aufkommen."
Donnerstag, 18. Februar 2010

Die Rhein-Zeitung hat eine Twitterwall installiert zum Thema Nürburgring. Ich muß sagen: Respekt! Während normalerweise die Lenker von Print-Publikationen auf das böse Internet und die unfähigen Blogger schimpfen, gibt die Rhein-Zeitung Vollgas auf allen Gebieten und weiß die neuen Möglichkeiten sehr zu ihrem Vorteil zu nutzen.


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