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Sonntag, 03. Mai 2020

Buchvorstellung: Einfach eine Geile Zeit - Deutsche Rennsportmeisterschaft 1972-1985.

Auch wenn Mitautor Gustav Büsing nicht mehr unter uns ist, hat es sich der Gruppe C Verlag nicht nehmen lassen bereits eine 3. Auflage dieses Werkes zu veröffentlichen.

Und ich habe es mir nicht nehmen lassen meine Video-Skills zu verbessern und stelle es Euch hier vor:

youtu.be/2PRj70S0H94

Schön, dass mein Nachruf auf Gustav im Buch auch Platz gefunden hat.

Rennsportmeisterschaft | GruppeCVerlag | Büsing |


Sonntag, 26. Januar 2020

Buchvorstellung: Total Competition von Ross Brawn und Adam Parr.

Wenn Ross Brawn anfängt zu erzählen, dann hört man automatisch zu. Denn zum einen kommt das nicht so oft vor und man möchte nichts verpassen - und zum anderen ist der Mann auch nicht auf den Kopf gefallen, d.h. das was er zu sagen hat, ist es wert angehört zu werden.

Mike Frison / renn.tv

Rückblickend ist Total Competition ein sehr wertvolles Buch, denn es ist mehrere Bücher in einem!

Man erfährt sehr viel über die Personen Ross Brawn und Adam Parr - aber auch über Michael Schumacher, Ron Dennis oder Bernie Ecclestone. Da wird ziemlich freizügig aus dem Nähkästchen geplaudert - eher so, als würde man die beiden in vertrauter Atmosphäre abends an der Hotelbar treffen. Zum Beispiel damals, als Michael Schumacher beim Qualifying in Monaco 2006 sein Auto in der Rascasse parkte.

Mike Frison / renn.tv

Das ganze Buch ist in diesem Erzählstil in Frage-Antwort gehalten und man fühlt sich gleich als Teil der Unterhaltung. Man würde wahrscheinlich auch im realen Leben den beiden nicht ins Wort fallen, sondern andächtig zuhören und froh sein, dass man das darf.

Neben diesen Insidern aus dem Motorsport-Bereich ist das Buch aber auch ein Managementbuch, denn es beschreibt in einprägsamer Deutlichkeit, wie man erfolgreich mit Wettbewerb umgeht, was es heißt ein Team zu formen und welche Lehren man aus den - erfolgreichen - Formel 1 Abenteuern ziehen kann. Man kann nicht lernen, wie man Formel 1 Weltmeister wird als Team - da gibt es keinen passenden Studiengang. Aber wenn Leute, die es geworden sind, erzählen wie sie es angestellt haben, dann wird es interessant.

Mike Frison / renn.tv

So ein Erfolg fällt nämlich nicht einfach so vom Himmel, sondern ist hart erarbeitet!

Als roter Faden zieht sich durch das Buch der Vergleich zur strategischen und taktischen Kriegsführung. Ja - richtig gelesen: Kriegsführung. Allerdings auf sehr sachlicher Ebene und mit Rückgriff auf antike Schriften - aus China zum Beispiel. Das sind durchaus sinnvolle Vergleiche und man bekommt einen Insider-Einblick, warum Toyota in der Formel 1 - trotz überwältigender Ressourcen - nicht den erwünschten Erfolg verbuchen konnte.

Mike Frison / renn.tv

Inzwischen ist Ross Brawn ja Teil der Formel 1 Organisation und unterstützt Liberty Media bei der Entwicklung des zukünftigen Reglements. Mit welcher Akribie er das macht kann im Detail hier nachgelesen werden - absolut beeindrucken, aber nicht überraschend. Besonders nicht, wenn man das Buch gelesen hat.

Mike Frison / renn.tv

Es besteht also durchaus Hoffnung für die Formel 1 und Total Competition bekommt von mir das Prädikat Pflichtlektüre.

Das Werk ist von November 2016 und nur auf Englisch verfügbar (10€ bei Amazon als Taschenbuch).

Buchvorstellung | Brawn | Parr | Formel1 |


Dienstag, 31. Dezember 2019

Jahresrückblick 2019.

Eigentlich ist es ja Zufall, dass ein Jahr auf der Erde solange dauert wie es dauert. Die Sonne hat uns am Haken und schwingt uns in durch die Umlaufbahn - während die Erde fröhlich vor sich hin kreiselt.

Vor Millionen von Jahren hatte das Jahr übrigens mehr Tage, weil die Erde sich schneller drehte. Diese Verlangsamung merken wir zwar nicht - dafür sind Menschenleben zu kurz - aber sie findet statt.

Jedenfalls haben wir uns an den Jahresrhythmus gewöhnt und der Jahreswechsel ist ein guter Zeitpunkt innezuhalten und die Erlebnisse Revue passieren zu lassen.

Das fing leider sehr traurig an, denn Charly Lamm ist viel zu früh verstorben.

Mike Frison / renn.tv

Das läuft mir immer noch nach, wenn ich daran denke oder diese Zeilen schreibe - da geht es mir sicher wie vielen in der Szene.

Ein guter Ausgleich für die motorsportlose Winterpause war der Besuch in Leimbach bei Günter Schlag. Das war schon länger geplant und wir hatten einen interessanten Nachmittag.

Mike Frison / renn.tv

Im Frühjahr musste ich nochmal unters Messer - Altmetallentsorgung:

Mike Frison / renn.tv

Eine gute Gelegenheit, um ein paar Bücher zu lesen:

Mike Frison / renn.tv

Hat sich gelohnt und Ihr findet meine Rezensionen unter dem Stichwort Buchvorstellung in der Blog-Suche.

Der Grund für die OP reicht zurück nach 2018, als ich auf dem Weg zur Arbeit vom Fahrrad torpediert wurde.

Alles gut verheilt, aber die Auto gegen Fahrrad Konstellation begleitet mich fast täglich.

Mike Frison / renn.tv

Die Infrastruktur für Radfahrende hier in der Kölner Region ist eine Vollkatastrophe, man kämpft täglich ums Überleben und braucht starke Nerven.

Mike Frison / renn.tv

Trotzdem lasse ich mir den Spaß nicht nehmen, ich sehe nicht ein mich mit dem Auto in den aggressiven und hoffnungslos verstopften Berufsverkehr zu stürzen. Völlig verschwendete Zeit, vor allem wenn man weiß, dass man auch gut mit dem Rad fahren könnte. Und dann mit solchen Sonnenaufgängen belohnt wird:

Mike Frison / renn.tv

So habe ich immerhin 3.000 Rad-km gesammelt - quasi im Vorbeigehen, denn Sport würde ich das nicht nennen wollen.

Dazu kommt, dass es hier in der Gegend sehr flach ist. Dadurch komme ich mit dem Singlespeed sehr gut zurecht. Sogar soo gut, dass ich kürzlich die Übersetzung verlängern konnte. Hat sich schon bewährt.

Je mehr man mit dem Rad fährt, desto mehr trübt sich der Blick für das Auto an sich, vor allem in der Großstadt.

Mike Frison / renn.tv

Man bekommt aber auch das Gefühl, dass sich die Fronten insgesamt in der Gesellschaft verhärten:

Mike Frison / renn.tv

Jedenfalls ist das Auto nicht mehr der unantastbare Heilsbringer vorangegangener Epochen - sogar das Tempolimit wird in Deutschland immer wieder diskutiert.

Tempolimit!! In Deutschland!!1!

Das hätte auch direkte Auswirkungen auf eine spezielle Kraftfahrstraße in der Eifel.

Und es muss auch die Frage erlaubt sein, ob Motorsport und CO2 Bilanz noch harmonieren - und wie das mit unserem Gewissen vereinbar ist.

Unser Energiehunger ist riesig, die Raffinerie hier in Wesseling läuft auf Hochtouren:

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Das interessiert in Köln niemanden besonders, außer es geht mal etwas schief:

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Hat man sich aber auch schon fast dran gewöhnt, Hauptsache mit dem Auto zur Arbeit. Immer nur 1 Person pro Auto natürlich.

Ebenfalls in unmittelbarer Nähe zu Köln ist der riesige Tagebau der RWE:

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Die Dimensionen sind nur schwer zu vermitteln, aber in CO2 Größenordnung ist die RWE Rekordhalter in Europa.

Und es hat direkte Auswirkungen auf den Motorsport, denn der Erftlandring in Kerpen Manheim soll den Baggern zum Opfer fallen. Genauso wie der gesamte Ort Manheim.

Kai und ich waren im März vor Ort und haben ein Video mitgebracht:

youtu.be/4snNYNSmo6g

Bei der VLN war ich jetzt schon 2 Jahre nicht mehr - hab sie auch nicht vermisst. Die Serie wurde den Herstellern geopfert - mit den GT3 fing es an und nachdem alle Blut geleckt haben, hat die Balance of Performance mir entgültig den Spaß verdorben. Sport ist das schon lange nicht mehr und der Rest des Starterfeldes besteht auch zum großen Teil nur noch aus Kaufautos.

Nicht mehr meine Welt.

Beim 24h-Rennen war ich trotzdem - und es hat sich gelohnt.

Man sieht Olaf Manthey am Steuer:

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Ich kann die KTM ausführen:

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Und ein Bierchen ist auch drin:

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Der elektrische VW war zwar schnell, aber leise - Null Punkte beim Stammpublikum:

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Da stehen die bunten Autos höher im Kurs, die wenigstens Krach machen:

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Ebenfalls Pflichtprogramm war die Eifel Rallye in Daun - immer wieder schön:

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Obwohl hier auch schon die Welten aufeinanderprallen:

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Mein treuer Transit gehört inzwischen fest zum Inventar und er hat sich wieder als sehr nützlich erwiesen. Zum Beispiel im Urlaub mit der Familie am Mittelmeer:

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… oder beim Ausflug zu dritt in die Berge:

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Sogar mein N Aufkleber am Penserjoch war noch da - den hatte ich beim Ausflug mit dem Focus RS 2016 auf der Leitplanke verewigt:

Mike Frison / renn.tv

Die Alpentour hatten wir dieses Jahr schon zum zweiten Mal durchgeführt - ausbaufähig!

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Mein persönliches Jahreshighlight ist ebenfalls zweirädrig - die regelmäßigen Ausflüge zur Crossbahn. Für den Anfang musste die Enduro herhalten:

Mike Frison / renn.tv

… und die nötige Infrastruktur habe ich mir mehr oder weniger kreativ an Land gezogen:

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Inzwischen ist die KTM verkauft - ebenso wie der historische Crosser aus meiner seinerzeit geplanten Anfangszeit, die nie so richtig gestartet hat:

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Doch inzwischen hat mein Training richtig Fahrt aufgenommen und ich halte Ausschau nach einem würdigen KTM-Ersatz, damit ich rechtzeitig zu Saisonbeginn kräftig bewaffnet bin. Mir juckt es schon wieder in den Fingern!

Die allgemeine Klima- und Mobilitätsdiskussion wird uns weiter in Atem halten und für den vierrädrigen Werkssport sieht es nicht so rosig aus. Die ersten Signale werden schon ausgesendet - und da haben wir noch nicht über den autonomen Verkehr gesprochen. Der wird die Motorsport-Landschaft in einigen Jahren komplett auf links drehen.

Mir soll es recht sein - lässt sich eh nicht ändern. Gäbe es kräftige und ausdauernde Elektromotorräder für die Crossbahn, ich würde umsteigen. Falls ich durchhalte und den Sport regelmäßig betreiben kann - steige immerhin als Ü-Fünfziger ein - ist ein jährlicher Motorrad-Neukauf geplant. Da lässt sich der Wechsel jährlich neu verhandeln.

In diesem Sinne wünsche ich Euch, dass Ihr gut reinkommt und mit ähnlicher Begeisterung das neue Jahr erwartet. Man sieht sich - typischerweise auf einem Motorsportgelände!

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Jahresrückblick | MikesBlog |


Dienstag, 02. April 2019

Buchvorstellung: The Unknown Kimi Räikkönen.

Nachdem ich kürzlich mit kräftig Lesestoff versorgt wurde, hatte ich mir das Kimibuch bis zum Schluss aufgehoben (McGuinness Review hier und Flucht der Ameisen hier).

Mein Erwartung an das Buch war etwas mehr über Kimi Räikkönen zu erfahren - denn wie wir alle wissen gibt er sich ziemlich wortkarg - aber wenn er mal was sagt, dann wirkt es noch lange nach.

Witzigerweise ist der finnische Autor von Kimi’s Buch - Kari Hotakainen - absoluter Motorsport Neuling, er hat wirklich keine Ahnung. Denn normalerweise ist er Schriftsteller, veröffentlicht Romane, Novellen und auch schonmal Kinderbücher.

Das ist aber überhaupt nicht negativ gemeint - im Gegenteil: jemand, der nicht aus der Szene kommt, hat es vermutlich einfacher sich auf den Menschen, um den es geht, zu konzentrieren. Und sieht Dinge, die unsereins eventuell übersieht.

Auf diese Weise ist ein Buch entstanden, das Kimi’s komplettes Leben - bis jetzt - widerspiegelt. Der letzte Eintrag war der Italien GP 2018, also ganz aktuell.

Und der Erzählstil ist in einer Art und Weise, wie sie mir sehr gefällt: der beobachtende Dokumentator, der durch geschickte Auswahl von Szenen und Fragen versucht die komplexe Materie zu durchdringen, um sie dann mit ebenso geschickter Auswahl von Worten den Lesern zu übermitteln.

Und ich bin beeindruckt, wie authentisch, aber auch unterhaltsam, das gelungen ist. Und das Schöne bei diesem angenehmen Zeitvertreib des Lesens: man bekommt ein Profil und Hintergründe von Kimi Räikkönen, die man vorher nicht für möglich gehalten hätte.

Kimi zieht mental ziemlich blank - und der Autor weiss genau, wo die Grenze zu ziehen ist. Es bleibt kein Thema offen und erlaubt so nicht für möglich geglaubte Einblicke sowohl über Kimi, seine Familie, als auch den Sport. Und die Parties - ist ja ein Kimibuch. Und als wäre das nicht genug, rundet ein Statistikteil und eine Sprüchesammlung das Ganze ab.

Es ist immer schwer eine Stelle auszuwählen, die einen Einblick in ein ganzes Buch geben soll. Versuche ich es mal hiermit. Es ist 2006 und Kimi und ein paar Kumpels entscheiden sich spontan wieder dazu, das finnische Eishockeyteam in Turin zu unterstützen:

Finland reach the final. They’ve got to get back to Turin; this time, they hire a plane. The atmosphere in the aircraft is great. The previous customer hat left behind some powder for treating children’s skin conditions. The tourists have an idea and decide to act on it. Because the flight is from a non-Schengen country to an EU country, the group is faced with customs at Turin. The customs official takes a long look at the passengers covered in white powder from top to toe. He asks where they have come from. Kimi replies: “From Colombia.”

Man hat auch nicht den Eindruck, als wenn Kimi das Buch großartig kontrollgelesen hätte. Wäre ich nicht schon Kimifan - nach dem Buch mit Sicherheit.

Fazit: Lesebefehl.

Gibt es auf Englisch (amzn.to/2OG7QOr) - aber auch auf Deutsch (amzn.to/2K0HhVv).

Und um die Sache abzurunden, habe ich noch ein paar Fotos aus meinem Archiv ausgesucht - vom Formel 1 Rennen 2005 am Ring:

Mike Frison / renn.tv

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Buchvorstellung | Räikkönen | Hotakainen |


Sonntag, 17. März 2019

Buchvorstellung: Built for Speed - von John McGuinness.

Mein Besuch in der Fahrwerksabteilung vom St.Vinzenz in Köln war erfolgreich: ich halte immer noch zusammen, obwohl fünf Schrauben rausgekommen sind!

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Zum Glück bin ich auch ausreichend mit Lesestoff bewafffnet worden - und dank John McGuinness ging die Zeit auch um wie im Flug.

Das Buch ist stark: ein authentischer Racer, der mehr mit dem Herzen erzählt, als frisch aus dem Rethoriker Fortgeschrittenenkurs. Manchmal für einen Non-Native nicht einfach zu entschlüsseln, aber immer noch um Welten verständlicher als Guy Martin im Fernsehen.

Der natürlich auch in dem Buch vorkommt. Eigentlich hatte ich nicht erwartet in dem Text Bekannte zu treffen, aber es gab 3 Überraschungsmomente für mich:

John McGuiness hatte mal die Fuß in der Tür ganz am Anfang bei Shell und war damit Teamkollege von Sean Emmett. Und da wurde ich hellhörig, denn bevor ich zum Studium 1992 nach London übersiedelte, war ich großer Fan der englischen Fast Bikes - wo Sean Emmett der Schnelle Mann vom Dienst war.

Auf der Insel angekommen hatte ich auch mal die Fährte aufgenommen und ihm bei einem Superbikerennen in Brands Hatch zugeschaut. Von meiner Unterkunft in Hertfordshire war die Firma Harris um die Ecke und so hat es sich ergeben, dass ich denen damals als Studentenjob ihren Teilekatalog ge-layoutet habe. Damals hatte ja noch kaum jemand einen Computer - die freuten sich über einen Geek wie mich. Da waren sie kurz vor dem Einstieg in die 500er WM und ich war verblüfft mit welchen bodenständigen Mitteln dort die WM in Angriff genommen wurde. Jedenfalls haben Sean Emmett und Harris dann das Shell Sponsoring abgegriffen und John McGuinness durfte erstmal wieder neue Geldgeber aktivieren.

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Ein weiterer bekannter Name war Gehard Lindner - einige kennen ihn vielleicht besser als “Gegesch”:

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Er ist inzwischen in den Diensten von BMW Motorrad und ich wette immer noch pfeilschnell. Ich war ein paarmal als Schrauber damals mit dabei, u.a. beim Sieg 24h-Rennen Moto Aktiv in Magny Cours 1997 - eine serienmäßige GSX-R 600 reichte für Platz 1. Christian Kohlhaas war damals übrigens auch am Start - im privaten Boxerteam von Romolo Liebchen (wurden Gesamt 9. - war eine kleine Sensation mit dem Boxer). Da schließt sich ja dann der Kreis wieder zu BMW.

Und ich hätte ja mit viel gerechnet, aber nicht mit einem in Macau fahrenden Gegesch im John McGuiness Buch.

Und ganz am Ende noch jemand, den ich eher zufällig in Goodwood getroffen hatte: Dave Hancock (auf diesem Frozenspeed-Foto rechts):

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Man muss dankbar sein für dieses Buch (amzn.to/2ComPHD) und John’s offenherzige Art und Weise der Erzählung - auf jeden Fall eine lohnende Lektüre, sehr zu empfehlen - nicht nur für IOMTT Fans.

Um John McGuinness zu folgen und seinem harten Heilungsweg zurück auf das Rennmotorrad empfiehlt sich Twitter, dort ist er regelmäßig anzutreffen: @jm130tt.

McGuinness | Buchvorstellung |


Samstag, 09. März 2019

Buchvorstellung: Die Flucht der Ameisen - von Ulrich C. Schreiber.

Ich hatte ja schon die Faszination angedeutet, die das Buch auf mich ausübt. Und promt war auch ein treuer Blogleser direkt so nett, es mir über die Wunschliste zukommen zu lassen.

Und nur eine Woche später habe ich die 450 Seiten auch schon durch - das kommt davon, wenn man Bahn statt Auto fährt.

Es liegt aber auch an dem Buch selber, das gleichzeitig sehr spannend, aber auch interessant ist.

Als Autor muss man sich normalerweise in eine Thematik gut einarbeiten, damit die anschließend entstehende Geschichte schlüssig und tiefgründig ist. Ich hatte ja mal Wegkreuzungen mit Michael Preute alias Jacques Berndorf, der auch immer intensiv recherchiert, bevor er seine Krimis zu Papier bringt. Er hatte da als Kriegsberichterstatter und Spiegel-Autor auch Recherche-Erfahrungen, auf die er zurückgreifen konnte.

Umgekehrt geht es aber auch: man ist Spezialist für ein bestimmtes Fachgebiet und eignet sich das Romanschreiben an. So hat es nämlich Ulrich Schreiber gemacht, der im normalen Leben den Professoren-Titel führt und an der Hochschule Duisburg-Essen Geologie lehrt. Und der auch den richtigen Nachnamen für diese Aufgabe hat.

Ich weiß nicht, wie es Euch ging, aber das Fach Geologie übte auf mich in der Schule keine besondere Faszination aus. Dabei ist es ein sehr spannendes Thema und eng mit unserer eigenen Geschichte verbunden.

Wir sind früher gerne von Andernach aus zum Laacher See gefahren - zum Schwimmen, Zelten, Joggen - die Gegend ist ein schönes Ausflugsziel. Auch zugefroren hat der See seine Reize, man muss ja nicht gleich mit dem Auto drauffahren.

Motocross-Fahren stand (steht!) immer hoch im Kurs, vorzugsweise in einheimischen Bimskaulen - so heißen die Baggerlöcher, die es rund um Andernach in großer Anzahl gibt. Bims, Lava, Basalt - alles reichlich vorhanden und auch in den Häusern vorzugsweise als Baumaterial im Einsatz.

Wenn man mit neuen Leuten zum ersten Mal nach Andernach fährt, dann wundern die sich immer, warum die Landstraßen überall höhergelegt sind. In Wirklichkeit sind die Felder neben den Straßen ausgebimst worden - so heißt das, wenn man 2-x Meter der oberen Schicht als Bims abträgt. Was vielen Bauern ordentlichen Wohlstand beschert hat.

Natürlich weiß man auch, dass Vulkane an den Bodenschätzen schuld sind, sie haben vor langer Zeit alles ausgespuckt. Muss ziemlich monströs gewesen sein, aber schon lange her. Lange? Wir reden beim Laacher See über etwas mehr als 10.000 Jahre und das ist erdgeschichtlich ein Wimpernschlag: Wären die 4 Milliarden Jahre, die etwa dem Alter der Erde entsprechen, umgerechnet 24 Stunden, dann wären 10.000 Jahre nur 2 Sekunden.

Und es brodelt im Laacher See auch immer schön - zwar kein aktiver Vulkan, aber inaktiv kann man das auch nicht nennen.

Ulrich Schreiber nimmt das zum Anlass, um das Szenario darzustellen, wenn aktuell ein Vulkan ausbrechen würde. Und er packt das auch in eine sehr schöne, spannende Geschichte - sein Geologe aus der Hauptrolle wohnt mit Familie sogar in Köln - noch eine Parallele zu meinem eigenen Leben.

Daher waren bei mir bei den Beschreibungen der Orte, dem Pendeln im Berufsverkehr usw. direkt die passenden Bilder im Kopf. Das ist natürlich keine Voraussetzung, um den Roman gut zu finden, aber es macht ihn für Einheimische nochmal extra fesselnd.

Ich habe sogar die Idee im Kopf, die beschriebenen Orte zu besuchen, um nach vulkanischen Artefakten gezielt Ausschau zu halten. Der Vulkan der Geschichte - die Hohe Buche - ist natürlich Pflichtprogramm. Bei der hohen Defenderdichte im Bekanntenkreis sollten sich eigentlich auch Exkursionswillige finden lassen.

Ihr merkt schon: das Buch hat sich einen festen Platz bei mir erobert und ich kann es wirklich sehr empfehlen. Ohne Vulkane gäbe es auch keinen Nürburgring und wenn Ihr Euren Horizont auf unterhaltsame Weise etwas erweitern wollt, dann ist Die Flucht der Ameisen eine lohnende Lektüre.

Buchvorstellung | UlrichSchreiber | Vulkan | LaacherSee | Ameisen | Vulkanausbruch |


Sonntag, 09. Dezember 2018

24h-Buch 2018.

Pünktlich für die Winterpause frisch aus der Druckerei vom Gruppe C Verlag:

Mike Frison / renn.tv

Knapp 2 Kilo Lesestoff - inklusive großformatiger Fotos:

Mike Frison / renn.tv

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Aber auch die Rahmenrennen kommen nicht zu kurz:

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Und das sonstige Nebenprogramm:

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Sogar die Nordschleife wird nochmal erklärt - kann man nicht oft genug machen:

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Werbung gibt es natürlich auch, aber das hält zum einen den Preis konstant - 40€ - und zum anderen ist die Werbung immer rennbezogen:

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Zweisprachig in deutsch/englisch mit großem Statistikteil - das Rennen zum Nachlesen wie immer tiptop aufbereitet - auch dank Autor Jörg Ufer, der die Szene kennt wie kein anderer.

Mike Frison / renn.tv

Das Buch ist inzwischen vorrätig bei den üblichen Verdächtigen oder direkt über den Gruppe C Verlag. Ein Bundle inklusive 2 Tickets für das 2019er Rennen gibt es auch - kostet komplett mit dem Buch 129,00 €.

An der Stelle sei auch ein dankeschön erlaubt an den Gruppe C Verlag, die uns immer mit Buchgewinnen beim Tippspiel unterstützen.

GruppeCVerlag | Upietz | JörgUfer | N24h | Buchvorstellung |


Freitag, 28. September 2018

Buchvorstellung: Walter und ich. Von Christian Geistdörfer.

Walter Röhrl ist ein unterhaltsamer Zeitgenosse: trocken, witzig, ehrlich, mit großem Herz und schwerem Gasfuß. Und niemand ist besser geeignet aus dem Nähköstchen zu plaudern, als sein langjähriger Beifahrer auf dem heißen Stuhl: Christian Geistdörfer.

Buchvorstellung: Walter und ich. Von Christian Geistdörfer.

Zusammen haben sie 10 Jahre lang - von 1977 bis 1987 - der Szene den Stempel aufgedrückt - inklusive 4 Siege bei der Rallye Monte Carlo auf 4 verschiedenen Fahrzeugen:

1980 - Fiat 131 Abarth
1982 - Opel Acona 400
1983 - Lancia 037 Rally
1984 - Audi Quattro A2

… und 2 Weltmeisterschaften: 1980 (Fiat) und 1982 (Opel).

So eine abwechslungsreiche Karriere kommt natürlich nicht von ungefähr - da ist im Hintergrund Einiges passiert, das erzählt werden möchte.

Buchvorstellung: Walter und ich. Von Christian Geistdörfer.

Röhrl/Geistdörfer bei der K-AW 2003 - vor Georg Berlandy’s Ascona mit GG-CK 188.

Christian Geistdörfer ist sich dieser Pflicht bewusst und packt in einer ihm eigenen Art aus, dass es eine reine Freude ist. Man fühlt sich sofort zurückversetzt in die 70er und 80er, darf die Abenteuer dieses Duos nacherleben und lernt dazu noch einige interessante Dinge, die einem vorher so garnicht bewusst waren.

Irgendwie hat er damals schon geahnt, dass diese Autorenrolle mal auf ihn zukommt:

Buchvorstellung: Walter und ich. Von Christian Geistdörfer.

Ich hatte diese Woche eine hartnäckige Erkältung am (im?) Hals - eine gute Gelegenheit mich mit einer schönen Lektüre wieder aufzubauen:

Buchvorstellung: Walter und ich. Von Christian Geistdörfer.

Walter Röhrl durfte ich selber auch schon kennenlernen - wer erinnert sich noch an die Aufnahmen, die ich 2007 gemacht habe? Btw, coolster Beifahrer ever.

Bei der Gelegenheit durfte ich auch eine Runde mitfahren, 911er Porsche mit abgefahrenen Pilot Sport bei Regen - unvergessen. Hier ein Erinnerungsfoto von der Runde:

Buchvorstellung: Walter und ich. Von Christian Geistdörfer.

Ich hatte ja zu Walter Röhrl’s 70. Geburtstag letztes Jahr einen schönen Post zu ihm verfasst.

Buchvorstellung: Walter und ich. Von Christian Geistdörfer.

Auch Christian Geistdörfer ist mir bekannt - aus Opel-Zeiten. Er fuhr mit Sepp Haider auf Kadett 16V - die Umstände leider etwas tragisch. Ich war zu der Zeit ebenfalls in Rüsselsheim - als Daten-Ingenieur in der DTM.

Buchvorstellung: Walter und ich. Von Christian Geistdörfer.

Christian Geistdörfer bei der K-AW 2003.

Und während dem Lesen in seinem Buch habe ich auch seine trockene und herzliche Art noch besser kennengelernt, die ihn als Menschen auszeichnet und die das Lesen zum Vergnügen machen:

“Insgesamt kann man sagen, dass die Hersteller und Rennställe sich in diesen Jahren nicht in Geheimniskrämerei übten. Wenn etwas kaputtgegangen war, hat man mit Journalisten ganz offen darüber gesprochen. Heute wollen die Rennställe nach außen immer und zu jeder Zeit Professionalität darstellen - wozu dann auch schon mal die ein oder andere Form des ”Weglassens“ zählen mag. Ich hingegen halte unsere alte, offenere Art, mit Problemen umzugehen, auch heute noch für durchaus praktikabel. Sie ist am Ende das klügere Prinzip, zumal sich nicht nur Journalisten ungern belügen oder vorführen lassen.”

Und diese offene Art ist dann auch die Grundlage dafür, dass man die damalige Zeit und ihre Rallyes viel besser verstehen lernt. Zum Beispiel die RAC:

Jedes Jahr war es die gleiche einzigartige, traditionsreiche, vor allem aber wahnsinnig nervige Prozedur: England. November. Nacht. Nebel. Regen. Kälte.

Es gibt aber auch Stories, die man vorher garnicht kannte. Zum Beispiel hat sich 1979 mal Gilles Villeneuve zu den beiden gesellt. Das war damals nicht unüblich für die Rundstreckenabschnitte Prominenz in’s Auto zu holen.

Oder mit dem Audi - wo haben Röhrl / Geistdörfer zum ersten Mal einen Quattro bewegt? Antwort: 1983 als Vorauswagen bei der Köln-Ahrweiler. Wusste ich auch noch nicht.

Und überhaupt, der Quattro, Audi, Piëch & Co - schöne Insiderstories, die man wissen sollte. Aber ich möchte ja nicht zu viel verraten.

Ich habe jedenfalls auch herzlich gelacht an einigen Stellen und wem bei den schönen Fotos nicht warm um’s Herz wird, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

Das Buch gibt es schon seit 2016 - hier ist mein Amazon Affiliate Link. Ihr könnt es natürlich auch direkt beim Verlag Delius-Klasing bestellen - kostet 39,90 €. Es gibt sogar eine englische Variante und eine limitierte Sonderedition mit ein paar Extras direkt vom Verlag.

Buchvorstellung: Walter und ich. Von Christian Geistdörfer.

Walter Röhrl bei der K-AW 2004.

Man kann Christian Geistdörfer wirklich danken, dass er sich die Mühe gemacht hat, dieses Buch zu schreiben. Und dem Schicksal muss man auch danken, dass es diese zwei großartigen Sportler zusammengeführt hat.

Buchvorstellung | Röhrl | Geistdörfer | DeliusKlasing |


Sonntag, 05. November 2017

Ausgepackt: ´Vor 90 Jahren´ von Alexander Kraß.

Buchvorstellung: ´Vor 90 Jahren´ von Alexander Kraß.

Was habe ich denn da in meinem analogen Posteingang? Das Nürburgring-Buch “Vor 90 Jahren” von Alexander Kraß. Sogar erste Auflage mit Widmung. *stolz*.

Buchvorstellung: ´Vor 90 Jahren´ von Alexander Kraß.

Das Taschenbuch-Format ist prall gefüllt mit Text, genau das Richtige für lange Kaminabende.

Buchvorstellung: ´Vor 90 Jahren´ von Alexander Kraß.

Mit schöner, selbstgezeichneter, und großer Karte - das Ganze im Selbstverlag und gedruckt in Adenau.

Buchvorstellung: ´Vor 90 Jahren´ von Alexander Kraß.

Worum geht es in dem Werk? Da zitiere ich am besten den Kladdentext:

Wie es zum Gedanken einer Rennstrecke im damaligen Kreis Adenau kam, wie sie gebaut wurde und wie sie sich in ihrer Anfangszeit entwickelt hat, ist eine überaus spannende Geschichte - diese Geschichte können Sie in diesem Buch nachlesen.

Die 2.Auflage ist in Arbeit - weil die 1. war direkt ausverkauft - und auch hier werden die Erlöse wieder einem guten Zweck zugeführt.

Die Geschichte des Nürburgrings während der Bauphase gerät oft in Vergessenheit - sehr schön, dass sie mit diesem Buch wieder zum Leben erweckt wird.

Kraß | Vor90Jahren | Historie | Buchvorstellung |


Donnerstag, 21. September 2017

Faster, Higher, Farther - das Dieselgate-Buch von Jack Ewing.

Selbst wenn man die Abläufe bei Volkswagen so intensiv verfolgt, wie ich das hier im Blog gemacht habe, verliert man schnell die Übersicht in der komplexen Gemengelage zwischen Politik und Industrie, zwischen Deutschland, Europa und Amerika und den vielen Schachzügen der Mächtigen im Hintergrund.

Trotzdem hatte ich das Gefühl einigermaßen durchzublicken, denn als Ingenieur, in Deutschland, in der Autoindustrie arbeitend, sogar selber schon am Prüfstand Kennfelder programmiert, zeitgleich mit Ferdinand Piëch bei Audi in Ingolstadt gearbeitet - wie kann mir jemand von der New York Times aus Amerika noch etwas Neues beibringen?

Wenn ich ehrlich bin, dann dachte ich die Lektüre des Buches wird für mich eher Pflichtveranstaltung als Augenöffner.

Wie ich mich täuschen sollte!

In Wirklichkeit ist es genau umgekehrt: durch meine Vorgeschichte war ich befangen, habe Ereignisse als selbstverständlich hingenommen, obwohl sie von großer Bedeutung sind und war auch nicht in der Lage, die Entwicklung aus der Distanz als großes Ganzes wahrzunehmen.

Jack Ewing ist das hervorragend gelungen: er hat behutsam die Historie ausgebreitet, akribisch alle Details aufbereitet und navigiert souverän zwischen den Schlüsselpersonen - aber auch geografisch zwischen den Kontinenten.

Alle Rollen der Akteure wurden - soweit das in der Öffentlichkeit möglich ist - zu den Geschehnissen logisch und zeitlich einsortiert: über die Porsches und Piëchs zu Pischetsrieder, Wiedeking und Winterkorn - die Liste der Handelnden ist mächtig und lang.

Auch technisch ist Jack Ewing sattelfest unterwegs. Mir war neu, dass der EA 189 Motor quasi die Ablösung von Pumpe-Düse hin zu Common Rail war - und welche Machtverhältnisse zu diesem Zeitpunkt im VW Konzern herrschten.

Aber auch solche Details, dass Oliver Schmidt nach Miami geflogen ist, weil er dort nicht nur das schöne Wetter genießen wollte, sondern selber in Florida auch Mietwohnungen besitzt.

Und gefreut habe ich mich, dass auch Felix Domke und der CCC den ihnen gebührenden Platz in dem Werk gefunden haben.

Der Unterschied zwischen dem deutschen bzw. europäischen Rechtssystem und dem amerikanischen war hierzulande in der Berichterstattung immer etwas zu kurz gekommen. Jack Ewing räumt damit auf. Auch die Vorgeschichte, warum es überhaupt zu der Enthüllung kam, die dann auffällig? zufällig? genau zum Start der 2015er IAA eingeschlagen ist - spannend, aber auch unterhaltsam zugleich. Da bleibt für Verschwörungstheorien nicht mehr viel Raum und wir müssen eingestehen, dass wir ohne die beharrliche Emissionsforschung in Amerika heute alle ein gewaltiges Stück dümmer wären.

Es wird während der Lektüre auch klar, dass uns das Thema noch lange nicht loslassen wird - so sehr das Matthias Müller auch herbeizureden versucht.

Fazit: volle Punktzahl und unbedingter Lesebefehl für alle, die irgendwie mit Autos zu tun haben. Also quasi jeder, der hier mitliest würde ich schätzen.

Ich selber habe die englische Originalversion gelesen, aber es gibt auch eine deutsche Übersetzung. Und Kindle gibt es auch - gut für Bahnfahrer wie mich.

Danke an Jack Ewing für dieses Buch!

Dieselgate | Ewing | Miketest | Buchvorstellung | NewYorkTimes | Piëch | Volkswagen |


Freitag, 24. April 2015

Bei welchem Thema kennt sich MP Dreyer so gut aus, dass sie ein Buch darüber schreiben könnte?

Probleme aussitzen? Katastrophen weglächeln? Kulturgüter an Russen verschachern? Kritische Facebook-Kommentare löschen? Kabinett auswechseln? Bei Kurt Beck in die Schule gehen? Warm lächeln, aber eiskalt lügen?

Alles falsch. Ich hoffe Ihr sitzt stabil: sie veröffentlicht ein Buch über ehrliche und transparente Politik.

Na klar! Bei dem Thema fällt einem doch als erstes die SPD RLP ein! Nicht.

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Mittwoch, 26. Februar 2014

Übrig Ns vom Mittwoch.

Tags: ÜbrigNs


Donnerstag, 03. Oktober 2013

Buchvorstellung: 24 Stunden Rennen 2013 vom Gruppe C Motorsport Verlag.

24h Buch

Das Buch zum 24 Stunden Rennen ist ganz frisch rausgekommen - ich hatte ja schon einen kleinen Teaser in meinem instagr.am/renntv Feed.

Hier jetzt eine detailliertere Vorstellung: 240 Seiten mit insgesamt 1,7 kg! Top Druckqualität und richtig schöne Bilder, da lohnt sich jede einzelne Seite.

Wie gewohnt der Gesamtsieger auf dem Titel:

... und innendrin Topbilder, natürlich von den großen Autos:

... genauso wie z.B. dem Manta:

... oder dem den kleinen Autos, hier der Zensen-Mini:

Das Ganze ist zweisprachig deutsch-englisch, so wie bei den vorangegangenen Büchern auch:

Werbung gibt es auch, aber wenn, dann ist sie ganzseitig und immer mit Rennbezug:

Und natürlich übelst Nfiziert ...

... das wäre ohne ja auch nicht vorstellbar :)

Chronologisch lässt sich der Rennverlauf anschauen, ...

... inklusive der langen Regenunterbrechung:

Man sieht aber immer, wo man gerade ist:

Und die Klassen bekommen einen Extrateil:

Aziz - STR'd - und Jaber - nfiziert - dürfen natürlich auch nicht fehlen! :)

Und die SAVE IT - DON'T SELL IT Posteraktion ist ordentlich vertreten:

Keine Frage, ein ganz wertvolles Stück Literatur, für 35 Euro direkt bei Gruppe C oder z.B. auch bei Amazon bestellbar.

Ich bin sehr froh, daß der Gruppe C Verlag auch als Unterstützer hier bei 20832.com mitmacht (siehe unten) und es gibt auch noch eine kleine Überraschung: der bald zu kürende Sieger unseres Tippspiels für VLN9 und VLN10 bekommt als Gewinn ein Buch druckfrisch nach Hause geschickt!

Tags: N24h | 24hBuch | GruppeCVerlag | Tippspiel


Mittwoch, 02. Februar 2011

Manager und Politiker, die sich am Erbe von Dr.Creutz und seinen vielen Tausend Helfern vergangen haben.

Stephan Kremer hat sich das Buch "Kleiner Kreis - Großer Ring" reingezogen und ist sehr begeistert. Siehe auch die Buchvorstellung hier. Sein Fazit:

Es sollte zur Plichtlektüre für Manager und Politiker werden, die sich in den letzten Jahren am Erbe von Dr. Creutz und seinen vielen Tausend Helfern vergangen haben, um aus dem Nürburgring einen Rummelplatz zu machen.


Sonntag, 15. August 2010

Von der Buchvorstellung mit Wilhelm Hahne und explosiven 600 Seiten Nürburgring.Gestern hat Wilhelm Hahne sein neues - erstes! - Buch vorgestellt:

Skandal? ´Nürburgring 2009´ Affäre?



Das Buch gibt es über Amazon, aber auch direkt vor Ort in den Männerparadiesen (Döttinger Höhe Tankstelle und auch Hotel am Tiergarten), kostet 24,90 Euro.

Die Premiere mit gut besuchter Presseresonanz war dann auch stilecht im Hotel am Tiergarten, allerdings nicht ganz freiwillig, denn sowohl der Oldtimer Grand Prix (AvD) als auch das Dorinthotel haben leicht scheinheilig die Präsentation abgelehnt. Macht aber nix, die Premiere ist sehr gut gelungen und ein bestens aufgelegter Wilhelm Hahne hat Tacheles geredet, ein Vorgeschmack auf sein brisantes Buch.

Er sei kein ´schönes´ Buch, keine Bilder, harter Tobak und 600 Seiten dick. Schwarz mit gutem Grund, denn es ist ein Schwarzbuch. Auch die Fragezeichen aus gutem Grund, denn der Leser wird aufgerufen sich seine eigene Meinung bilden. Futter dafür bekommt sie oder er genug. Auch die Farben mit Grund, denn der Nürburgring ist ein deutsches Kulturdenkmal, das uns alle angeht.

Auch andere Familienmitglieder des berühmten Hahne-Clans unterstützte Bruder Wilhelm: Bernd und Armin haben sich nicht lumpen lassen. ´Ich wollte im Leben kein Buch schreiben´ gesteht Wilhelm Hahne, der den Umfang bewußt zeitlich eingegrenzt hat bis zur Privatübernahme. Das Inhaltsverzeichnis findet sich am Ende, man möge das Buch erst chronologisch durchlesen und hat später eventuell das Bedürfnis zurückzublättern. Der Inhalt ist explosiv und aus der Sicht der Leute betrachtet, die tagtäglich belogen werden. Es ist aber auch ein politisches Buch, wir alle mögen bitte unsere Chance zur Wahl wahrnehmen. Das Projekt habe sich beispielhaft entwickelt für die Mißstände in unserem Land. Zum Beipiel die unzähligen Gutachten als anerkannte Möglichkeit legal Geld abfließen zu lassen.

Sicher kennt man schon viele Episoden als regelmäßiger Leser der kostenlosen Motor Kritik Seiten, doch gedruckt in einem Buch in angenehm zu lesender Schrift auf gutem Papier gesetzt bekommt das Ganze doch eine völlig neue Dimension. Internettexte können ein gutes Buch nicht ersetzen. Ich freu mich schon auf viele spannende Lesestunden, auch wenn sich dann dieses Gemisch aus Wut und Hoffnungslosigkeit wieder in einem breit macht.

Hier gibt es noch ein paar Fotos vom Samstag 14.August im Tiergarten Hotel.


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