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Samstag, 27. Juli 2019

Eifel-Rallye-Festival in Daun, die große Gruppe B Invasion.

Letztes Wochenende war Eifel-Rallye-Festival angesagt. Das ist immer dann in Daun, wenn sich gefühlt alle übrig gebliebenen Gruppe B Autos in Daun versammeln.

Ich bin auch schon Donnerstags angereist, um möglichst früh und möglichst viel von der Action mitzubekommen.

Der Shakedown sollte an diesem Tag in Darscheid über die Bühne gehen. Ich kam an, konnte meine Unterlagen abholen und bin für einen kurzen Regenschauer noch im Auto geblieben. Der wird man natürlich nervös, wenn gleichzeitig die Fahrzeuge schon im Einsatz zu hören sind. Also los sobald der Regen aufgehört hat - doch dann das: Sirenenalarm, Martinshorn und es ist auch nie gut, wenn Notarzt und Polizei in eine Wertungsprüfung einfahren.

Mike Frison / renn.tv

Dann kamen auch noch Rettungshubschrauber und allen war klar, dass etwas Schlimmes passiert sein musste. Offiziell liest sich das so:

Das ADAC Eifel Rallye Festival (18.–20. Juli 2019) war noch gar nicht so richtig gestartet, da stand allen Beteiligten der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Beim Shakedown kam eines der ersten Fahrzeuge auf einer Gerade nach rechts von der Strecke ab und verletzte dabei sechs Zuschauer, die sich ordnungsgemäß in dem dafür vorgesehenen Bereich befanden. Unter den weiteren Zuschauern befanden sich zwei Ärzte und mehrere Rettungssanitäter, sodass sofort Hilfe geleistet werden konnte. Die Rettungskräfte des Veranstalters und weitere herbeigerufene Kräfte waren in wenigen Minuten an der Unfallstelle. Ein Notfallseelsorger war ebenfalls vor Ort und betreute die anwesenden Fans. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, eine der beiden schwerverletzten Personen mit dem Hubschrauber. Die vier Leichtverletzten konnten das Krankenhaus nach ambulanten Behandlungen sofort wieder verlassen, die beiden Schwerverletzten wurden operiert und sind nach Auskunft der Ärzte stabil. “Das war ein Schock für alle hier beim Festival, für uns als Organisatoren aber auch für alle Fahrer und Fans”, sagt Otmar Anschütz (Daun), Organisationsleiter und Vorsitzender des veranstaltenden MSC Daun. Das Eifel Rallye Festival besteht ausschließlich aus Demonstrationsfahrten historischer Rallyefahrzeuge auf abgesperrten und abgesicherten Strecken. “Obwohl es bei uns keine Zeitwertung gibt, werden die Sicherungen der Strecke und für die Zuschauer nach internationalem Standard so durchgeführt, als würde hier auf Bestzeit gefahren”, erläutert Anschütz. Nach den bisherigen Ermittlungen der Behörden war dies ein tragischer Unglücksfall, der nicht vorhersehbar war. “Nach Abwägung aller Aspekte haben wir uns entschieden, unser Festival weiter durchzuführen, auch die beteiligen Behörden haben sich dafür ausgesprochen. Am wichtigsten aber ist, dass alle Verletzten schnellstmöglich wieder gesund werden. Das ist der Wunsch von uns Organisatoren, wir sprechen da auch im Namen der Teams und der zahlreichen Fans”, so Anschütz.

Das war natürlich ein Schocker für Alle - besonders für die verletzten Zuschauer, eh klar. Aber auch die Aktiven und die Organisatoren waren tief betroffen, denn gerade bei so einer Veranstaltung, die sich komplett dem Genuß verpflichtet fühlt, sind Verletzte das Letzte, was man haben möchte.

Ich hatte auch kurz mit dem Gedanken gespielt wieder Heim zu fahren, bin aber dann doch geblieben. Erstmal das Quartier bezogen und den Bloggertransit geparkt - der war für eine Nacht mal wieder mein Schlafquartier.

Vor war auch Mosh wieder am Start - so wie letztes Jahr und damit Tradition:

Mike Frison / renn.tv

Denn Tradition ist das Stichwort.

Mike Frison / renn.tv

Wir haben uns an allem Möglichen die Nase plattgedrückt - und das ist wirklich kein Problem:

Mike Frison / renn.tv

Mein Favorit war dieser Lancia:

Mike Frison / renn.tv

Das Zelt dran festgebunden und die Scheibe - weil original und mit Patina - “genäht” mit Kabelbindern:

Mike Frison / renn.tv

Musste ich früher® beim Motorrad aus Budgetmangel auch immer so machen.

So sah der innen aus:

Mike Frison / renn.tv

Wie frisch nach der Werks-Rallye-Saison aufgekauft und alles so gelassen. Mega.

Und falls noch irgendwas fehlt für volle Punktzahl, die Goodwood Aufkleber machen den Sack endgültig zu:

Mike Frison / renn.tv

Die waren übrigens auf gefühlt mindestens der Hälfte der Autos - und machen deutlich, was für Material hier versammelt ist. Und noch schöner: die Eifel-Rallye Aufkleber werden nicht weniger stolz gehegt und gepflegt und werten diese Schätzchen nochmal auf. Da platzt Daun doch vor Stolz. Zu Recht!

Mitsubishi Starion sagt Euch wahrscheinlich jetzt nicht so viel, aber ich habe meine Kindheit im elterlichen - Mitsubishi - Autohaus verbracht und daher wurde mir natürlich direkt warm um’s Herz:

Mike Frison / renn.tv

Nach der ausgiebigen Fahrerlagerwanderung und den ebenso ausgiebigen Fahrerlagerbier freute ich mich natürlich schon auf die Nacht im Bus und den Frühstückskaffee:

Mike Frison / renn.tv

Und als wäre das nicht so schon der beste Frühstückstisch der Welt: da steht normalerweise ein Integrale drauf. Meinte ein Campingnachbar, Anschluss findet man hier sofort - Rallye verbindet.

Als WP für den Freitag hatte ich mir No 1 - die Super Stage - ausgesucht. War ich zwar auch letztes Jahr, aber organisatorisch war bei mir nichts anderes drin, als die erste WP zu wählen, um nicht zu spät wieder zu Hause zu sein. War aber top - und man weiß immer, dass man nicht verkehrt liegt, wenn man Vertreter der Pro Kategorie unter den Zuschauern wiederfindet:

Mike Frison / renn.tv

Das kann man leider nicht von allen Beifahrern behaupten, denn so ziemlich das uncoolste, was man in einem Rennwagen machen kann, ist … winken!

Mike Frison / renn.tv

Das sieht schon auf den Fotos furchbar albern aus, aber in echt ist es wirklich noch schlimmer. Das ging vor allem jede Runde so.

Aber wollen wir uns mal nicht beschweren, denn insgesamt war die Show wieder richtig geil!

Mike Frison / renn.tv

Den Starion habe ich auch wieder getroffen:

Mike Frison / renn.tv

Das Schöne an so einer Schauveranstaltung ist ja, dass man aus keiner Wertung fliegen kann, wenn man eine Runde zuviel fährt. Oder zwei. Oder wie im Fall des Starion-Teams: 10 vielleicht? Wurde jedenfalls immer schneller und hat sich am Ende ganz gut eingegroovt.

Hier noch ein paar gesammelte Werke:

Hoffentlich geht es den betroffenen Zuschauern bald wieder richtig gut!

EifelRallye | Daun | GruppeB | Mikebericht | Mikefotos |


Sonntag, 17. Februar 2019

Die Ruine an der Quiddelbacher Höhe gammelt weiter vor sich hin, ist aber immerhin Thema in der Zeitung.


Dienstag, 01. Januar 2019

Top 10 Fotos von 2018.

Da habe ich mir keine einfache Aufgabe gestellt - nicht weil nicht genug Kandidaten zusammengekommen wären - habt Ihr das mal mit Eurer Fotosammlung versucht? Die 10 Favoriten auszuwählen, die bei Euch selber am meisten Eindruck hinterlassen haben?

Das geht am Anfang leicht von der Hand, aber wenn Ihr dann vor 50 oder 100 Bildern sitzt und sollt das auf 10 reduzieren, dann wird es schwer.

Hintergrund ist, dass wir hier zuhause so eine kleine Tradition haben: an Silvester macht der Papa (also ich) immer einen Jahresrückblick als Diashow. Dank Lightroom ist ja immer alles schön chronologisch sortiert und in 20 Minuten kann man bequem um die 200 Bilder durchlaufen lassen. Wir sind immer wieder verblüfft, was alles in so ein Jahr passt und viele Sachen kommen einem viel älter vor - oder man hat sie gar nicht mehr auf dem Schirm. Ist eine schöne Familienbeschäftigung - vielleicht mal so als Anregung. Die Bilder im Digitalformat machen es einem ja in der Beziehung leicht.

Jedenfalls dachte ich, dass ich bei der Gelegenheit ja auch gut ein paar Bilder für den Blog raussuchen kann - wenn ich schonmal komplett durch das Jahr stiefele.

Ich war sogar versucht meine Top 10 in eine Top 25 zu erhöhen, aber das wäre ja unfair. Also nehmen wir es mal als Challenge und hier sind DIE 10 Fotos, die es für mich in 2018 ausgemacht haben.

Und weil es nur 10 sind, habe ich auch zu jedem etwas dazugeschrieben, auch die Kamera und die Settings. Die Reihenfolge orientiert sich an der zeitlichen Chronologie, also keine Einordnung von 1 bis 10 von meiner Seite aus.

Los geht’s!

Ihr kennt das vielleicht, man hat eine Szenerie vor Augen und möchte ein bestimmtes Bild schießen - so wie in diesem Fall hier. Das war das 24h-Rennen am Samstag um kurz nach 18h - ich hatte mich von Nürburg aus in Fahrrichtung schon bis zur Anfahrt Schwedenkreuz vorgekämpft.

Normalerweise hämmern die Autos Krachgas den Berg runter, aber diesmal war ziemlich viel Volk unterwegs: die Leute, die den Start auf der GP Strecke geguckt haben, machten sich wieder zurück in Richtung Zeltplätze.

Ich musste etwas Ausdauer mitbringen, um das Bild dann so hinzubekommen - immerhin 1/90 Sek. mit knapp 150 mm aus der Hand. Scharfgestellt mit manuellem Fokus auf das Auto und die Zuschauer als Bewegungsunschärfe - das Foto ist dann tatsächlich so geworden, wie ich mir das vor meinem gedanklichen Auge vorher ausgemalt habe:

Mike Frison / renn.tv

24h-Rennen, 12. Mai 2018, 18:15 Canon EOS 100D, EF-S 55–250 (146 mm), ISO 100, 1/90 Sek., f 9,5.

Ich bin weiter in Fahrrichtung die Nordschleife entlang und dank Elektroroller war ich gegen 20h im Karussell. Gerade noch rechtzeitig, damit genügend Licht zum Fotografieren übrig ist.

Zufälligerweise ist mir der Gesamtsieger technisch mit am besten gelungen - das ist wieder eine 1/90 Sek. aus der Hand, diesmal sogar mit 235 mm.

Das Foto gefällt mir so gut, weil das Auto mit den starken Kontrasten ein schönes Objekt darstellt - aber auch weil Samstags abends bei dem Rennen die Wagen noch nicht so abgekämpft sind wie Sonntags - trotzdem sind auf dem frischgeputzten Auto schon einige Kampfspuren zu sehen.

Dass das Bild am Ende so gut geworden ist, war natürlich auch wieder Glückssache, aber im Karussell kann man sich prima warmschießen und irgendwann passt es dann.

Ich bin auf meinen Touren übrigens immer noch mit der kompakten 100D von Canon unterwegs - bei mir muss ja nicht zwingend jedes Foto sitzen und inzwischen habe ich mich mit dem Leichtgewicht gut angefreundet und weiß was ich rausholen kann, wenn alles passt:

Mike Frison / renn.tv

24h-Rennen, 12. Mai 2018, 20:18 Canon EOS 100D, EF-S 55–250 (235 mm), ISO 400, 1/90 Sek., f 5,6.

Das war’s dann auch schon mit bewegten Motorsportbildern in dieser Auswahl - interessanterweise haben mich persönlich andere Motive mehr bewegt.

Wie zum Beispiel dieses Treppenhaus - das hat mich nämlich mächtig beeindruckt. Das war in Berlin, als Porsche so nett war mich zur Formel E einzuladen und wir waren im Hotel Orania untergebracht. Ein irres Renovierungsobjekt liebevoll bis in’s letzte Detail umgesetzt - wo sonst würde man so ein Treppenhaus finden.

Zumal die Gäste immer den Aufzug nehmen, aber ich habe immer diesen Weg genommen - und es sehr genossen.

Das Zusammenspiel von fachmännisch bearbeitetem Holz mit dem rustikalen Schmiedegitter - dazu die geometrische Wiederholung und der großzügige Platz - sehr beeindruckend.

Witzigerweise ist das ein iPhone Foto - und weil es so gut gepasst hat habe ich es im Lightroom auch komplett unbearbeitet gelassen:

Mike Frison / renn.tv

19.5.2018, 00:51 h, Berlin Hotel Orania Apple iPhone 5s, 4.15 mm, f/2.2, 1/17 Sek., ISO 320

Wenn man ein Foto macht, versucht man eine bestimmte Stimmung oder ein spezielles Licht für später zu bewahren. So wie in diesem Fall, wo mich die Farben direkt beeindruckt haben, als wir in dem kleinen Shop im Urlaub noch kurz zum Einkaufen abgebogen sind.

Eigentlich reiner Kommerz und Marketing, aber clever gemacht und sagte ich schon, dass mich geometrische Perfektion anzieht? Und wieder ein iPhone Foto - denn die beste Kamera ist die, die man dabei hat:

Mike Frison / renn.tv

4.6.2018, 19:41h, Belgien, Center Parc Erperheide (Peer) Apple iPhone 5s, 4.15mm, f 2.2, 1/50 Sek., ISO 50

Seit einer Weile habe ich eine GoPro Hero6 Black am Start und experimentiere damit so vor mich hin.

Hier ziehe ich motivsuchend durch Köln in Dom-Rufweite und lasse die Kamera bei Gelegenheit im Videomodus mitlaufen. Mir reichen für Schnappschüsse dann die Standbilder aus dem Video.

Der Typ hier hatte gut Schlagseite, war ordentlich vom Leben gezeichnet und beanspruchte auch eine stramme Bürgersteigbreite. Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich ihn unauffällig erwischen könnte - je nach Stimmung reagieren die Leute dann schonmal gereizt bis aggressiv.

Von daher finde ich das Foto gut gelungen: aus dem Leben gegriffen, die Szene gut eingefangen, sogar kultiges Lensflare durch die blendende Sonne - aber trotzdem die Privatsphäre der Personen gewahrt:

Mike Frison / renn.tv

2.7.2018, 18:11h, Köln Altstadt GoPro Hero6 Black (HD Video-Standbild)

Ebenfalls mit der GoPro, aber diesmal im Fotomodus, ist dieses Bild - auch aus Köln. Auf meinem Weg zur Arbeit lasse ich mich gerne schonmal treiben, um langsam und kreativ in den Tag zu kommen.

So lag dieser Blickfang auf dem Weg vom Hauptbahnhof Richtung Ebertplatz und eigentlich wollte ich nur die GoPro im Fotomodus etwas testen. Dass zufällig kein Auto fährt und durch den Weitwinkel schöne geschwungene geometrische Formen zustandegekommen sind, habe ich erst später beim Betrachten des Fotos festgestellt, denn ich hatte ein paar Serienaufnahmen durchlaufen lassen:

Mike Frison / renn.tv

11.7.2018, 6:38h, Köln Hbf / Nord-Süd-Fahrt GoPro Hero6 Black, 1/290 Sek., f 2.8, ISO 100, 3 mm

Die Eifel-Rallye in Daun ist immer ein lohnender Event, denn als bekennender Patinafreund komme ich dort voll auf meine Kosten. Ich weiß auch nicht warum, aber ich liebe solche Details: Kampfspuren aus Schlachten vergangener Tage.

Mike Frison / renn.tv

20.7.2018, 10:53h, Eifel-Rallye in Daun Canon EOS 100D, EF-S 55–250 (250 mm), 1/350 Sek., f 6.7, ISO 100

Die nächsten drei Fotos sind zufällig alle von der Intermot - wobei dieses hier auf dem Weg dorthin entstanden ist.

Die strenge geometrische Form gepaart mit den verbogenen Spiegelungen - da zücke ich die Kamera! Ich hatte mir einen Spaziergang über die Zoobrücke gegönnt - bei bestem Sommerwetter ein lohnender Umweg:

Mike Frison / renn.tv

29.9.2018, 12:56h, Köln / Zoobrücke Canon EOS 100D, EF-S 55–250 (250 mm), 1/350 Sek., f 6.7, ISO 100

Sagte ich Patina? Das ist Andrea Dovizioso’s Werks-Ducati - bzw. deren Anker. Was für ein Kunstwerk.

Da ist alles echt, schaut Euch mal die Kabel an. Und ich wette ich habe sie im Einsatz gesehen, denn ich habe (fast) kein MotoGP Rennen in 2018 verpasst.

Die Carbonbremse, die aus dem vollen gefräste und einteilige Gabel-, Rad-, und Bremsaufnahme, der Michelinslick, Titan, noch mehr Kohlefaser, … Form follows Function at its best:

Mike Frison / renn.tv

2.10.2018, 10:29h, Köln / Intermot Canon EOS 100D, EF-S 18–55 (18 mm), 1/30 Sek., f 3.5, ISO 160

Eigentlich nur eine gestripte Kawasaki, aber wie sie da nackt und stolz über dem Messestand tronte - absolut majestätisch.

Nackte Motorräder üben auf mich auch eine große Anziehungskraft aus - schade, dass sie heutzutage potthässlich aus den Designerabteilungen kommen. Wie frisch aus dem Transformerfilm - Kanten, Effekte und Zacken soweit das Auge reicht. Dabei sind sie untendrunter nach wie vor eine Augenweide - warum kann das nicht erhalten werden?

Mike Frison / renn.tv

2.10.2018, 13:41h, Köln / Intermot Canon EOS 100D, EF-S 55–250 (146 mm), 1/180 Sek., f 4.5, ISO 250

Ich hoffe Euch hat meine Foto-Auswahl genauso viel Spaß gemacht wie mir! Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie viele und wie unterschiedliche Motive über ein Kalendarjahr gesammelt zusammenkommen. Entsprechend freue ich mich auch schon wieder auf das kommende Jahr!

Vielleicht kann ich ja andere Blogger bzw. Fotografen verführen, auch eine Top 10 Auswahl aus ihrem 2018er Archiv zu filtrieren? Würde ich mir gerne anschauen wollen!

Top10Fotos | Mikefotos |


Dienstag, 24. Juli 2018

Eifel-Rallye in Daun - Mikebericht von der großen Gruppe B Show.

Pikes Peak zu Besuch in Daun - denn das war das Motto der diesjährigen Eifel-Rallye. Der Klassiker zeigte sich wieder von seiner besten Seite und man hat das Gefühl Aktive und Zuschauer kennen sich gegenseitig schon seit Jahren … bzw. Jahrzehnten! Viele Stammgäste jedenfalls von beiden Fraktionen.

Mike Frison / renn.tv

Nachdem ich 2016 und 2017 schon dort war, kann ich mich eigentlich auch dazuzählen. Mit dabei: mein Youngtimer-MTB, das nach dem DNF im Winter auch wieder einsatzbereit ist:

Mike Frison / renn.tv

Fahrrad generell ist ein guter Tipp, so lässt sich manch langer Fußmarsch zur WP abkürzen. Und man kann auch so etwas rumfahren und die Gegend erkunden. Wobei es erstmal natürlich darum geht die ausgestellten Schönheiten zu bestaunen:

Mike Frison / renn.tv

Die beiden waren zwar nur stehend unterwegs, aber trotzdem ein schöner Anblick. Ich habe auch gelernt, dass der LMP 1 Verschnitt 208er im Besitz von Sébastien Loeb ist - war bis vor einem Monat noch Pikes Peak Rekordhalter. Vielleicht erleben wir diese Paarung ja mal zu einem späteren Zeitpunkt?

Alles andere als stehend unterwegs war der Peugeot 208 von Dirk Riebensahm:

Mike Frison / renn.tv

Und wenn Dirk & Chris zusammenstehen, werden natürlich Erinnerungen wach - ja, dem 200er geht es gut :)

Mike Frison / renn.tv

Chris und ich haben auch schon so manches Abenteuer erlebt - die Fahrt auf dem Laacher See haben wir beide noch in guter Erinnerung. Obwohl es schon eine Weile her ist und ich hätte damals auch nicht gedacht, dass dieser schnelle, aber etwas häßliche Audi, irgendwann einmal ein Modellauto wird:

Mike Frison / renn.tv

Gab es bei Audi Tradition am Stand und damals dachte ich der Wagen hätte einen Unfallschaden gehabt - wegen der schwarzen Motorhaube. War aber original. Chris ist Audifan durch und durch und bei den vielen Quattros wurden die Knie ab und zu weich:

Mike Frison / renn.tv

Dieser Weiße war wirklich ein Traum - neu restauriert nach allen Regeln der Kunst:

Mike Frison / renn.tv

Ich habe auch gelernt, dass die Frontscheibe beim kurzen Quattro steiler steht, weil der komplette Vorderwagen von der Audi 80 B6 Limousine stammt. Inklusive der Türen. Erst hinter der B-Säule geht es los mit Quattro Coupe, aber nicht komplett - ein Stück wurde noch rausgelassen beim Anbauen - daher die Verkürzung. Auch der Radstand ist kürzer, dadurch ist das Auto nicht unbedingt einfacher zu fahren. Aus Performance-Gründen ist der Motor auch 5 cm nach hinten gewandert - die Antriebswellen stehen leicht schräg.

Auch ein Highlight war der Lancia S4:

Mike Frison / renn.tv

Davon wurden nur 71 Stück gebaut, damals das schnellste und aktuellste Auto der Gruppe B - und auch der Grund für deren Ende. Weil es auf einem Gitterrohrrahmen aufbaut braucht man keinen Überrollkäfig. Und diese Version hier auf der Eifel-Rallye war das Straßenauto - aber genau so ein Straßenauto sei bei der Rallye Monte Carlo 85 (?) am Start gewesen. Jedenfalls habe ich bisher immer nur richtige Rennautos gesehen, nie diese zivile Variante - ziemlich sensationelles Auto. Und weil es sowohl von einem Kompressor als auch einem Turbo zwangsbeatmet wird, hat es auch einen sehr scharfen Sound. Bitte nächstes Mal wiederkommen!

Es gab aber natürlich noch viele weitere Highlights, z.B. dieser VW Bus, der gnadenlos in trabantgrau getüncht wurde:

Mike Frison / renn.tv

Auch bei den Zuschauern wurden einige Register gezogen:

Mike Frison / renn.tv

Dekorativ ging es im Fahrerlager sogar unter den Autos zu:

Mike Frison / renn.tv

Und der universelle Problemlöser aus Ringminihausen war sich wie immer nicht zu schade seine Künste in den Dienst der Sache zu stellen:

Mike Frison / renn.tv

Liebe Veranstalter: bitte nächstes Mal das Ringmini-Eichhörnchen 4x4 einladen! Das Auto ist absoluter Originalzustand und es gibt den Wagen auf der Welt nur einmal.

Für die Rallye hatte ich mir ordentlich Zeit genommen - habe 2 Nächte im Blogger-Transit übernachtet. Und sogar was gelernt, z.B. dass CO2 nicht nur schlecht ist. Im Sprudelwasser sorgt das aggressive Gas dafür, dass beim kilometerlangen Aufsteigen aus den Gesteinsschichten Mineralien ausgelöst werden. Darum ist z.B. Nürburgquelle Mineralwasser der Magnesium-Rekordhalter. Ich hatte mir sogar mal vor Zeit die Mühe gemacht die Magnesiumwerte der Sprudel zu vergleichen - aber 241 mg/L werdet ihr sonst nirgendwo finden. Guter Tipp für die Sportfraktion. Jedenfalls weiss ich jetzt auch warum:

Mike Frison / renn.tv

Aber auch sonst besteht kein Zweifel: wir sind mitten in der Eifel! Oder wann habt ihr das letzte Mal eine Hercules im Schaufenster gesehen?

Mike Frison / renn.tv

Das soll aber jetzt nicht abwertend klingen, denn immerhin stand auch das erste Mal eine elektrische Kumpan vor meinen Augen in freier Wildbahn:

Mike Frison / renn.tv

Siehe auch mein Besuch bei der Firma Kumpan in Remagen vor zwei Jahren - bald ist ja wieder Intermot - ich freue mich schon.

Bei meiner ersten Übernachtung auf einer Anhöhe - davon gibt es in Daun reichlich - bot sich diese Aussicht:

Mike Frison / renn.tv

Seht ihr das Bänkchen im Vordergrund? Da hat jemand mal richtig mitgedacht - toller Platz. Wie immer bei Motorsport-Veranstaltungen findet man schnell Anschluss und Bus-Übernachtungs-Nachbar Mosh hatte sogar einen frischen Kaffee für mich parat. Er hatte später im Fahrerlager fleißig Autogramme gesammelt und seine Markenpräferenz war ziemlich eindeutig:

Mike Frison / renn.tv

Wir sind am Samstag auch zusammen zur ersten WP gefahren: die Special Stage in der Nähe von Neichen. Die Zuschauerführung war zwar etwas ungewöhnlich und rustikal - aber liebevoll und sorgfältig:

Mike Frison / renn.tv

Belohnt wurde man vor Ort mit einer Ascona-Hochsprung-Meisterschaft:

Mike Frison / renn.tv

Gerade als ich ankam, war auch Georg Berlandy im Anflug - statt Foto habe ich schnell die GoPro gezündet für den Vorbeiflug.

Der Georg war ja einer der Starter bei der Grabfeld-Rallye, die sich erfolgreich vom DMSB abgewendet hat. Ich hatte Gelegenheit im Gespräch ihm meinen Respekt auszudrücken und er meint er zieht das durch. Hat dem DMSB auch schon einen entsprechenden Brief geschrieben, den die ja unbedingt haben wollten.

Ähnlich gepolt ist Uwe Sturm, der den alten Berlandy Ascona übernommen hat. Wir konnten uns ausgiebig unterhalten, war auch sehr interessant. Und hat mich in meinen Eindrücken bestärkt, die ich bisher auch schon hatte und hier regelmäßig teile. Er meinte auch, dass sich nicht nur mehr Teilnehmer vom DMSB abwenden dürfen, sondern auch Veranstalter. Wenn es gelingt in Deutschland 4 bis 5 Rallyes nach dem neuen, freien Konzept durchzuführen, dann hätte der Breitensport eine DMSB-befreite Basis und die Drohungen der Funktionäre würden komplett ins Leere laufen. Hoffen wir das Beste - jetzt ist Courage auf mehreren Ebenen gefragt.

Uwe Sturm ist großer Georg Berlandy Fan und es ist schön zu sehen, dass dem Georg quasi schon während seiner aktiven Zeit die Ehre zukommt, die ihm gebührt. Das Auto ist original, so wie es Georg eigentlich für sich selber vorbereitet hatte, bevor ihm der neue Kadett über die Füße lief. Und als auch der Mannschaftswagen aufgrund seiner Laufleistung ersetzt werden sollte, hat Uwe Sturm dankbar das Angebot angenommen auch diesen in seinen Fuhrpark aufzunehmen - perfekt!

Mike Frison / renn.tv

Sogar inklusive Motocartoon vom Gerri - die dezenten N’s an markanten Stellen haben sich auch schon das ein oder andere Mal noch mit Georg am Steuer in die Hosen geschissen.

Im Fahrerlager habe ich auch Olaf Manthey nach längerer Zeit mal wiedergesehen und konnte meine Neugierde natürlich nicht im Zaum halten. Hier mal so der grobe Überblick: Renate und er haben sich ein Domizil gesucht und auch in Ahr-Nähe gefunden. Er hat sich auch ein paar eigene Autos aufgehoben auch dafür ein Zuhause gefunden. Fit hält ihn aber auch der große Garten - was er offensichtlich genießt. Natürlich steht er immer noch gerne beratend zur Seite, möchte aber die Zügel übergeben wissen. Und ich finde, das hat man auch in Le Mans z.B. deutlich gesehen, als Nicki und Martin ziemlich oft im Fernsehen gezeigt wurden.

Übrigens hat Olaf auch eine beeindruckende Rallye-Karriere hinter sich: er hat alle Rallyes gewonnen, bei denen er gestartet ist! Um genau zu sein: die Rallye Köln-Ahrweiler 1995 in einem Porsche 914/6.

Zurück in Daun erkennt man die englischen Teilnehmer ziemlich schnell:

Mike Frison / renn.tv

Den Beifahrer-Facepalm lassen wir mal als Entschuldigung gelten.

Für den zweiten Tag hatte ich mir die WP5 ausgesucht - das war hier bei Mehren.

Ich hatte den Bus als Schlafquartier schon abends im Ort in Stellung gebracht und war dann nach dem Kaffee - Kännchen! - beim örtlichen Bäcker froh, das Fahrrad mitgenommen zu haben. Hat die Suche nach der WP doch schon gut erleichtert.

Vor Ort war es zwar staubig, aber quer:

Mike Frison / renn.tv

Irgendwie hatte ich ein Schotter-Näschen dieses Jahr - das war wohl nach der Special Stage die einzige andere WP, die Schotter Anteile hatte.

Das ist der Vater von Sebastian Klos:

Mike Frison / renn.tv

Sagt euch nichts? Sebastian hat den Youtube-Kanal Zeroundersteer gegründet und ist inzwischen mit einem kleinen Team sehr engagiert im Einsatz. Schaut mal vorbei, ich freue mich schon auf das Eifel-Rallye Video.

Noch einen weiteren Youtuber habe ich getroffen: Six Right Over Crest. Da kommen vielleicht auch noch Bilder die nächsten Tage.

Wer sich noch in der Galerie umschauen möchte, ich habe natürlich wieder fleißig Fotos gemacht. Wieder mit meinen kompakten Werkzeug Canon EOS 100D. Auch nicht mehr die Jüngste, aber nach wie vor tadellos und offensichtlich hart im Nehmen.

Insgesamt wieder eine Mega-Veranstaltung, bei mir inzwischen fester Programmpunkt im Jahreskalender. Ich habe jetzt auch die Klasseneinteilung verstanden mit Org (orginal), Slo1 (guter Nachbau), und Slo2 (Nachbau mit Abweichungen). Daun ist sich wieder treu geblieben, auch an so einem Wochenende schließt die Pizzaria gnadenlos um 22h. Das Publikum ist sehr international, nimmt teilweise richtig weite Anreise auf sich. Die WPs sind nicht einfach anzusteuern, entweder Zeit oder gute Ortskenntnisse mitbringen. Dafür ist das Fahrerlager im Stadtzentrum aber so konzentriert aufgrund des Platzmangels, dass man alles gut ablaufen kann. Auf Schotter setzen nicht alle Teams ihre Autos ein - sollte man bedenken bei diesen Prüfungen. Dafür fahren die anderen aber gerne mal eine Runde mehr, wenn es ihnen gefällt - es gibt ja keine Zeitnahme oder Wertung.

Abschließend ein großes Dankeschön nach Daun, wo mit viel Einsatz und Herzblut vieler freiwilliger Helfer ein so schöner Event regelmäßig zelebriert wird.

EifelRallye | Daun | GruppeB | Berlandy | Mikebericht | Mikefotos |


Mittwoch, 04. Oktober 2017

Termin Eifel Rallye 2018 steht: 19.-21. Juli.

So langsam füllt sich schon der 2018er Kalender - gestern Goodwood, heute Eifel Rallye.

Passend dazu meine Berichte aus Daun von 2016 und 2017.


Samstag, 29. Juli 2017

TechniSat aus Daun macht sich mit seiner Werbung in Berlin zum Deppen.


Samstag, 22. Juli 2017

Eifel-Rallye mit Gruppe B in Daun - für Rennsport-Gourmets.

Auf die Eifel ist auch kein Verlass mehr: schon wieder strahlender Sonnenschein für die Motorsportfreunde!

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Ein Traumwochenende aber nicht nur wettermäßig, auch für die Sinne wurde einiges geboten: Vollausschlag für Augen und Ohren - und wenn der zweitaktende Trabi vorbeikam dann sogar für die Nase.

Daun und die umliegenden Ortschaften stehen natürlich Kopf, wenn der Rennzirkus kommt und alle packen mit an, damit es ein schönes Fest wird. Immerhin werden die 8.000 Ureinwohner bei der Rallye mal locker verdoppelt oder sogar verdreifacht. Die Gastronomie macht auch ordentlich Umsatz - aber Samstags um halb drei schließt die Pizzeria: Mittagspause! Kann man ihr nichtmal verübeln, denn die Überbleibsel aus ruhigen Tagen machen die Atmosphäre erst so besonders ehrlich und sympathisch.

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Mit Goodwood hat Daun nicht nur die Fläche von 50 km2 gemeinsam - Autos, Atmosphäre und Action sind ebenfalls vergleichbar. Teilweise sogar identisch, die Aufkleber von Lord March verbleiben als Trophäen stolz am Fahrzeug.

Die 7D Mk2 Testkamera hat sich gut geschlagen - natürlich braucht man immer etwas Eingewöhnungszeit, aber als alter Canonianer kam ich mit den Menus direkt klar. Ich werde noch einen detaillierteren Testbericht nachliefern - aber die Bildeindrücke hier sind schonmal ein guter Vorgeschmack: alles mit der 7D - allerdings auch mit meinen bewährten EF-Objektiven.

Im Fahrerlager gibt es immer was zu Sehen, z.B. einen RS 200 wie frisch aus dem Laden:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Oder diesen Toyota Prototyp, den man bisher unter Verschluss gehalten hat:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

… mit interessantem Fahrwerkslayout:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Die Autos sind auch immer in Bewegung:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

… und die Ernährung fahrerlagertypisch:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

An der Strecke wurden die Sportgeräte von fachkundiger Hand bewegt und Georg Berlandy wird den Tag wohl nie vergessen, an dem er den S1 fahren durfte:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Das war auch für die Zuschauer - bzw. fotografierenden Blogger - ein Genuss:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Sein ehemaliger Ascona war auch dabei - wie es sich gehört mit originaler Nfektion:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Und wo wir gerade bei Nfektionen sind, Dirk Riebensahm hat sich den Spaß auch nicht entgehen lassen:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Speedmäßig völlig den Vogel abgeschossen hat Thierry Neuville, Wahnsinn wie schnell das ist:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Da gingen auch alle Handys hoch und es gab Szenenapplaus:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Mein Lieblingsbild ist dieses - war tatsächlich auch mein Letztes! Da werden die Emissionen kurzerhand als Emotionen abgefackelt:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Hier die komplette Galerie - ich freue mich schon auf nächstes Jahr!

Eifelrallye | GruppeB | 7DMk2 | Mikebericht | Mikefotos |


Montag, 03. Juli 2017

Mikebericht vom Goodwood Festival of Speed: WOW!

Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll - ich weiss nur soviel: es hat meine kühnsten Erwartungen übertroffen.

Aber der Reihe nach: eigentlich hatte ich keinen Grund mich über Langweile zu beschweren - 24h Nürburgring, Le Mans, 1 Woche Panigale testen … ziemlich strammes Programm in den letzten Wochen für einen Amateursportler.

Am Ring hatte ich mich gefreut den Sascha zu treffen - inklusive seinem Onkel Manfred - und wir konnten uns intensiv austauschen über alles Mögliche. Von den Anfängen des Motorsports bis hin zum Ausblick auf das autonome Fahren - Sascha ist der perfekte Gesprächspartner. Zusätzlich noch sein kürzlicher Umstieg vom Blogger direkt in’s Daimler-Management, da ist der neugierige Mike natürlich kaum zu halten. Und nebenbei haben wir auch mal locker überlegt, ob ich nicht einen Event der Sterne begleiten könnte - was käme denn da in Frage? “Wie wär’s mit Goodwood?” Ja klar - warum nicht - hab ich schon viel von gehört - wann ist das denn? Oh … schon so bald … na gut - egal - probieren kann man es ja mal.

Goodwood Festival of Speed 2017

Tja, und nur 5 Wochen später sitze ich im Flieger nach Heathrow, Hotel- und Mietwagenbuchung von Mercedes Classic in der Tasche, und sehe ziemlich aufgeregt der Tatsache entgegen, gleich in einem Rechtslenker die M25 Richtung Süden zu schwimmen.

Ich hatte keine Lust mich mit irgendeinem Navi rumzuärgern, in das man sich erst wieder reinfuchsen musste - also hatte ich in weiser Voraussicht auch mein Handyhalter für die Scheibe eingepackt. Dank Ladekabel perfektes Setup und teure Roaminggebühren gibt es auch keine mehr.

Goodwood liegt eine gute Stunde vom Flughafen entfernt und nachdem ich ein paarmal mit der rechten Hand den Ganghebel gesucht hatte und links mal kurz den Bürgersteig rasieren musste, kam ich gut in Schwung - lief besser als befürchtet. Allerdings ohne einen einzigen Pfund in der Tasche und Euro werden sie wohl beim Parken in Goodwood nicht annehmen. Aber ich fahre ja noch durch ein paar Ortschaften, da gibt es sicher einen Automaten.

Pustekuchen! Von der Autobahn runter kamen nach ein paar Kilometern nur idyllische Dorfkulissen verbunden durch enge englische Landstrassen - eigentlich sehr schön, aber natürlich auch sehr geldautomatenarm. Ein bisschen wie am Ring: durch verschlafene Landstriche fahren, um dann bei einer Racing-Location anzukommen.

Meine nächste Erwartung sollte sich genauso schnell in Luft auflösen: konditioniert durch die Gängeleien am Ring dachte ich, dass man bei der Einfahrt zu den Parkplätzen gleich abkassiert wird - daher auch die Suche nach Bar-Pfunden. Nix da - freundliche Menschen, die mir geduldig den Weg zeigen - akkurat wurden die Besucher millimetergenau ausgerichtet, um dann in einem rustikalen, aber schicken Anhänger mit tollem Traktor vorneweg zum Eingang gefahren zu werden - alles für umsonst.

Ich bin davon ausgegangen, dass ich vor Ort keine Menschenseele kenne - aber der erste, der mir begegnete, war Puffi vom Frikadelliteam - höchste Zeit meine Erwartungshaltungen einmal mit Schwung in die Tonne zu kloppen.

Das war auch gut so, denn die Szenerie vor Ort ist mit nichts vergleichbar, was ich bisher erlebt hatte. Die Qualität der Fahrzeuge, die schiere Menge an Fahrzeugen, die Vielseitigkeit von Motorrad über Auto, von 1900 bis 2017, die Gerüche und Geräusche - man wird konstant mit atemberaubenden Eindrücken geflutet, dass man unmöglich in der Lage ist alles zu verarbeiten. Deswegen kann auch dieser Bericht hier nur grob widerspiegeln, wie das in der Realität vor Ort aussieht.

Was mich bisher immer gestört hatte, wenn man Fotos oder Bewegtbilder aus Goodwood gesehen hat: sie konzentrieren sich auf die Action und es fällt einem schwer sich vorzustellen, wie die knapp 2 km lange Strecke in die Veranstaltung eingebettet ist. Ich habe daher versucht alles etwas weitläufiger und vielseitiger einzufangen, damit es etwas leichter fällt sich das Ganze vorzustellen.

Übrigens wie auch schon in Le Mans alles wieder ohne Akkreditierung und alle Fotos mit der kleinen Canon EOS 100D gemacht.

Die Größe des Geländes ist auch so ein Thema. Ich dachte das sei halt so eine Art Gutshof mit einer Straße - nur größer. Über welche Größe reden wir also hier? Etwas Recherche ergibt, dass das Grundstück des Duke - festhalten! - einer Fläche von etwa 50 km2 entspricht. Wow. Das wären also ungefähr die Abmessungen von Daun.

Jedenfalls habe ich es in meinen 3 Tagen vor Ort nicht geschafft alles einmal gesehen zu haben! Die Rallye Stage z.B., auf die ich unheimlich scharf war, war aufgrund der Entfernungen einfach nicht drin.

Und so reiht sich dann ein WOW! an das nächste. Wenn einem z.B. dieses Fahrzeug vor die Linse fährt:

Goodwood Festival of Speed 2017

… dann denkt man: Mmmh, der Typ sieht aus wie Gordon Murray. Nur in Goodwood IST das dann auch Gordon Murray.

Die Veranstaltung an sich ist unterteilt in Batches, denen verschiedene Klassen zugeordnet sind (Zeitplan). Das hat den Vorteil, dass man an den Programmtagen Fr/Sa/So immer alle Fahrzeuge 2x über den Tag verteilt in Aktion sieht. Das heißt aber auch, dass ständig Fahrzeuge in Bewegung sind, um in das Fahrlager geleitet zu werden oder zurück an ihren Platz - und es laufen sich auch IMMER irgendwo irgendwelche Motoren warm - zusätzlich zu den Geräten, die gerade auf der Bergrennstrecke unterwegs sind. Sowas wie Dezibelbeschränkung kennen die gar nicht - entsprechend lautstark spielt sich das alles IMMER ab.

Und wem das alles noch nicht reicht: 2x am Tag gibt es eine aufwendige Flugshow mit Fighter-Jets. Die fliegen nicht nur einmal drüber so wie in Le Mans, die zeigen 20 Minuten lang die spektakulärsten Manöver inklusive irrsinnigem Getöse.

Bei so einem temporären Veranstaltungsort, dem Mega-Programm, Gewusel und Gelärme sollte man eigentlich denken, dass es drunter und drüber geht. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: perfekter und minutiöser Ablauf, freundliche Marshals und auch jede Menge davon, tolle Details und einheitliches Bild, … also auch ein Fest für die Sinne, das dem Namen “Festival” absolut gerecht wird.

Den Besuchern wird jeder Wunsch von den Augen abgelesen, z.B. habe ich ohne groß danach zu suchen 2 mobile Geldautomaten gesehen. Das ist komfortabel - und hilft natürlich auch dabei den Umsatz für die geschäftstüchtigen Briten nach oben zu schrauben. Apropos Umsatz: das Pflicht-Goodwood-Shirt für die kleine Mia hat mal gerade 20 GBP gekostet. Und die Merchandising-Stände waren ständig gut gefüllt mit kaufwilliger Kundschaft.

Meine Erinnerungen an das 24h-Rennen am Ring oder auch der Besuch in Le Mans vor nur 2 Wochen waren mir noch frisch im Gedächtnis - aber ganz ehrlich: Goodwood stellt die beiden organisatorisch in den Schatten. Und das kann doch eigentlich nicht sein, dass ein temporärer Event die permanenten Rennstrecken alt aussehen lässt. Aber genau so ist es.

Goodwood Festival of Speed 2017

Und da haben wir ja jetzt noch nicht über das Programm gesprochen. Das Besondere in Goodwood ist, wenn der Duke einlädt, dann kommst Du. Da gibt es gar keine Diskussion. Und so präsentiert sich auch das Feld: nur die feinsten und geschichtsträchtigsten Exponate aus den Museen der Werke und reichen Privatiers - insgesamt 600 - und passend dazu natürlich die vorzugsweise weltmeistergeschmückten Fahrer. Die auf dem Weg zu ihrer eigenen Teilnehmer-Hospitality extra einen langen Weg entlanglaufen müssen, damit sich drumherum die Autogrammjäger aufstellen können. Die wissen nicht nur - im Gegensatz zu mir - immer, wer das gerade ist - die haben auch direkt das passende Bild zur Hand:

Goodwood Festival of Speed 2017

Nichts wird dem Zufall überlassen und in völliger Selbstverständlichkeit kommt der Ferrari GTO natürlich quer daher:

Goodwood Festival of Speed 2017

Die Eindrücke werden dir quasi mit 5 bar kontinuierlich in’s Gehirn gepresst und selbst wenn man gar nicht dran denkt, hat man ständig Sensationen vor den Augen. Hinter dem DTM Mercedes - frisch aus dem Museum - Michael Dunlop’s Einsatzgerät. Als wäre es das Normalste der Welt:

Goodwood Festival of Speed 2017

Auch wenn die Tickets nicht gerade günstig sind, der Event ist gerne ausverkauft und wir reden über 200.000 Besucher auf die 3 Tage verteilt.

Mein großer Dank geht an Mercedes-Benz Classic, die mich sofort herzlich in ihrem Team aufgenommen haben, als wäre es nie anders gewesen. Ich war nämlich der Einzige, der als Externer mitgereist war und man hat mich kurzerhand einfach für das Wochenende adoptiert. Großartig!

Goodwood Festival of Speed 2017

Ich hoffe ich konnte mit meinem Bericht etwas von dem Gefühl vermitteln, das sich vor Ort einstellt. Mir war ja klar, dass das nicht einfach wird. Gerne könnt Ihr Euch auch zurückmelden im Forum oder bei Facebook.

Zum Abschluss noch ein paar schöne Eindrücke - ich wünsche mir, dass ich auch in Zukunft noch einmal Gelegenheit bekomme diesen tollen Event zu genießen:

Goodwood | Mikebericht | Mikefotos | FestivalOfSpeed |


Dienstag, 16. Mai 2017

Das Eifel Rallye Festival verspricht wieder ein Highlight zu werden, 170 Autos sind zugelassen und 2 Monate vor Veranstaltung sind alle Plätze vergeben. Falls noch jemand mit dem Besuch zögert, hier der Mikebericht vom letzten Jahr.

Der Zeitplan sieht so aus:

Donnerstag, 20.07.2017
15:00 - 19:00 Uhr Shakedown am Mantaloch' in Brück
ab 20:30 Uhr Welcome-Abend in der Rallye-Meile, Open-Air-Rallye-Kino mit Kultfilmer Helmut Deimel

Freitag, 21.07.2017
Ab 08:00 Uhr Fahrzeugabnahme, Rallye-Meile in Daun
11:00 - 12:00 Uhr Autogrammstunde mit vielen Stars
ab 14:20 Uhr Hyundai Super Stage auf Schotter mit Wasserdurchfahrt, Driftkurve und Sprungkuppe
ab 19.30 Uhr prowin-Zuschauerrundkurs in Sarmersbach bei Nacht mit der ‚Festival Parade' für die besonderen ‚Schätzchen' gleich zu Beginn

Samstag, 22.07.2017
08:30 - 17:00 Uhr Asphaltprüfungen in der Vulkaneifel, dazwischen Rallye-Meile Daun mit vielen Attraktionen
ab 19:00 Uhr Rallye-Party mit Ehrungen und Preisvergabe

EifelRallye | GruppeB | Daun |


Dienstag, 07. März 2017

70 Jahre Walter Röhrl - Herzlichen Glückwunsch! [Update]

Auch wir können uns freuen, denn so ein runder Geburtstag fördert so viele Interviews, Anekdoten und Kommentare zutage, dass man mit dem Lesen kaum noch hinterherkommt.

Zum Beispiel diese tolle Serie in der Mittelbayerischen - mit so Zitaten wie:

  • Für einen normalen Menschen ist es unverständlich, was mit einem Auto geht.
  • Womit er gerade fährt:
    Mit meinem Porsche Panamera Turbo mit bescheidenen 550 PS. Wenn ich auf der Landstraße so fahre, wie es sich gehört, verbraucht er 9,6 Liter. Wenn ich auf der Rennstrecke Vollgas gebe, sind es 50 Liter. Das ist aber in Ordnung, 500 Pferde trinken einfach mehr als eins.
  • Ein Baum geht halt beim Rallyefahren nicht auf die Seite.
  • Wie er seinen Geburtstag feiert:
    Ich bin ja ein begeisterter Ski-Touren-Geher. Alle letzten Geburtstage habe ich mit Ski-Touren verbracht. Wenn jemand von meinen Freunden der Meinung ist, dass er mithalten kann, darf er gern mitgehen. Die meisten haben aber eingesehen, dass es wenig Sinn macht.

Und das Porsche-Museum hat sogar eine Sonderausstellung vorbereitet.

Gleichzeitig so spektakulär und dennoch immer entspannt wirkender Herr der Lage - das kann nur der Lange aus Bayern.

Unsere Wege haben sich mehrfach gekreuzt und immer war er geerdet und gradlinig - auch schonmal kantig und leicht schroff - aber immer ist er auf seine eigene Art liebevoll, ehrlich und enthusiastisch mit dem was er macht - und auch was er sagt.

Das Gruppe B Festival in Daun scheint in seiner Gunst inzwischen der Köln-Ahrweiler den Rang abgelaufen zu haben, aber die beiden Veranstaltungen in Rufweite zur Nordschleife stehen bei ihm nach wie vor ganz hoch im Kurs.

Hier meine aktuellste Aufnahme von ihm beim Smalltalk in Daun:

… und später am Steuer des Audi Gruppe S - kurz bevor der Wagen zum ersten Mal in der Öffentlichkeit im Einsatz gezeigt wurde:

Ihr kennt alle dieses Video, das ich vor 10 Jahren gemacht habe?

youtu.be/E93ag4Rp-Gg

Als die Passagiere durch waren, durfte ich auch mal mitfahren: unvergessliches Nordschleifen-Erlebnis. 911er GT3 mit abgefahrenen Michelin Cup auf nasser Piste!

Aber auf eine Sache bin ich besonders stolz: Walter Röhrl hat für Bilstein ein Fahrwerk für den 964 RS entwickelt in Papenburg und ich durfte ‘Behind the Scenes’ dabei sein - meine Lieblingsrolle.

Das war am 13.Februar 2007 - also ziemlich genau vor 10 Jahren zu seinem 60.Geburtstag.

Ich hatte ein ganz bestimmtes Bild im Kopf: Walter Röhrl konzentriert im 911er RS - fahrend - driftend - das Limit auslotend.

Also hab ich es mir im Fußraum bequem gemacht und er hinter’m Lenkrad - und alles ist so abgelaufen, wie ich mir das im Vorfeld gewünscht habe:

Das hat den Bilsteinleuten so gut gefallen, dass sie Autogrammkarten davon gemacht haben:

Und jetzt kommt mein persönlicher Stolz-Teil ;) Walter Röhrl haben die Karten auch so gut gefallen, dass er sie eine ganze Weile lang selber benutzt hat. Kein Wunder also, dass diese Karte für mich eine ganz besondere Bedeutung hat:

Ein Beitrag geteilt von renn.tv (@renntv) am

Eigentlich könnte ich jetzt diesen Post hier beenden und alles wäre gut. Aber mir liegt da noch eine Sache am Herzen, die ich unbedingt loswerden möchte.

Jeder hat es selber in der Hand, wie er (oder sie) sein Leben nach der Motorsport-Laufbahn gestaltet: ob ehrenhaft und genügsam oder geldgeil und machtbesessen. Man kann seinen Wohnort aus steuerlichen Gründen in’s Ausland verlegen - z.B. nach Österreich - oder man bleibt heimatverbunden in Bayern. Man kann versuchen sich lautstark in die erste Reihe zu jodeln - oder man bleibt als Freund der leisen Töne unaufdringlich im Hintergrund. Selbst als offizieller Porsche Repräsentant hat man die Wahl, ob man sich den Kameras in der Le Mans Startaufstellung aufdrängen möchte - oder eben nicht. Man sucht es sich auch selber aus, ob man sich aus Profit- und Profilneurose um Ämter bemüht, die zwar intellektuell ein paar Nummern zu groß sind, aber die eigenen Privatbedürfnisse prima befriedigen.

Auch wenn der schnelle 70-jährige über die Jahrzehnte ein paar Hundertstel verloren hat: auf dem Gebiet von Moral, Anstand und Ehrlichkeit hat Walter Röhrl einen Vorsprung auf einige seiner Kollegen wie damals vor genau 37 Jahren in Arganil. Und er bleibt sich nach wie vor gnadenlos treu - was für ein wertvoller Mensch.

UPDATE:

Schöner Nachtrag von Kleine Zeitung aus Österreich, der Reporter erinnert sich an das erste Rendevouz - direkt als Beifahrer:

Sein Beifahrer schnallte mich auf den Beifahrersitz und Sekunden später verendete meine vorbereitete erste Frage bei der Einfahrt in ein enges, von massiven Eichen flankiertes Waldstück. Dann folgte ein ungefähr zehn Minuten langer Stummfilm, und als mich danach Röhrls Mechaniker aus dem Porsche klaubten, war ich mir sicher, dass dieser Mann entweder lebensmüde, völlig durchgeknallt oder ein Genie sein musste. Nach einer kurzen Stabilisierungsphase verfügte ich mich jedenfalls zurück in die Redaktionsstube nach Graz, entschied mich für die Definition Genie und schrieb für die Kleine Zeitung meine erste Röhrl-Story.

Das war ein Glücksfall und der Start einer langen Zusammenarbeit:

So testet Röhrl für uns seit nunmehr 35 Jahren die neuesten Modelle, kommentiert und kritisiert Entwicklungen und hat uns als Mentor der Motorredaktion so manche Tür geöffnet. Unantastbar in seiner Kompetenz sind es seine Autorität und Glaubwürdigkeit, die uns Glanz und Ansehen verleihen.

Schon über 800 Autos sind so von Walter Röhrl getestet worden.

Röhrl | Geburtstag |


Montag, 30. Januar 2017

Walter Röhrl zum MSC Daun: Ihr seid’s die Allergrößten.


Freitag, 05. August 2016

Mikebericht: Eifel Rallye Festival mit Gruppe B.

Bei der Eifel Rallye war ich lange nicht mehr - großer Fehler! Was da in Daun - bei bestem Sonnenschein - auf dem Marktplatz und den WPs aufgefahren wird, alle Achtung. Also mit Kamera bewaffnet und ab in die Eifel - den Weg kenn ich ja. Ihr könnt übrigens die Bilder wieder anklicken, um sie zu vergrößern.

Das ging für mich schon richtig los, als ich gerade in den Ort reingekommen bin: da steht dieser R5 unschuldig vor der Bäckerei.

Na DEN Kollegen muss ich mir aber mal genauer angucken:

Auf dem Marktplatz dann richtig großes Kino:

Das Auto habe ich das letzte Mal 1989 gesehen - mit Michèle Mouton am Steuer. Schön, dass sowas wieder dem Publikum vorgeführt wird.

Und direkt daneben dieser Kraftzwerg aus dem Hause Peugeot:

Von mir aus könnten alle Autos den Motor hinter den Vordersitzen haben - so gixxerkartmäßig halt.

Weiter ging der Rundgang und ich glaube so viele Rallye Quattros waren noch nie gleichzeitig auf einem Haufen. Normalerweise verrenkst du dir den Hals, wenn irgendwo einer um die Ecke kommt, aber in Daun waren die so selbstverständlich wie Porsche GT3 an der Zufahrt Nordschleife:

Aber an Quattros sattsehen geht ja sowieso nicht, also laß ruhig kommen.

Die Gruppe S war ja so ein Thema bei der Rallye. Das sollte mal der Nachfolger der Gruppe B werden, aber dazu kam es nicht, als die Gruppe B verboten wurde. Daher sind diese Fahrzeuge nie zum Einsatz gekommen und auch bisher der Öffentlichkeit ziemlich vorenthalten geblieben.

Toyota hat gleich 2 dieser Prototypen mitgebracht: MR2 mit schlappen 700 PS.

Der eine hat den Motor quer, der andere längs eingebaut:

Und um das nochmal in die Perspektive zu setzen: alles mitten in Daun auf dem Marktplatz!

Meine Neugierde kannte natürlich kein Ende - gut wenn man kompetente Gesprächspartner findet:

So sieht der Innenraum der Toyotas aus:

Ich liebe diese handgearbeiteten Renncockpits der Vor-Mickey-Maus-Ära, alles analog und selbstgedengelt.

Am liebsten würde ich darin baden!

Natürlich hat auch Porsche schöne Rallyeautos:

Wer hätte gedacht, dass Audi auch zurückhaltend auftreten kann. Ist doch viel kultiger als die VIP Paläste, die zeitgleich beim WEC Rennen am Ring hochgezogen wurden:

Lancias dürfen natürlich nicht fehlen, die hatten ungefähr den Seltenheitswert wie die Quattros - also überall:

Dann habe ich Tyrone Johnson getroffen, der sich intensiv mit John Wheeler ausgetauscht hat. Da hab ich dann einfach mal nur zugehört:

Während der ein oder andere Quattro an uns vorbei auf die Startrampe gefahren ist:

Pikes Peak Quattros sind normalerweise selten - bzw. einmalig - aber das gilt nicht für die Eifel Rallye. Da gab es 2 davon - kein Witz:

Wer jetzt meint das sei ja langweilig, immer nur Quattros - weit gefehlt, hier ein paar Eindrücke:

In der Fordecke gab es eine hohe RS200 Dichte:

… und da darf der neue RS natürlich nicht fehlen. Dass ich sogar dessen Chefingenieur mit auf’s Bild bekomme, das hätte ich mir nicht träumen lassen:

Dieser Allrad hier von unten:

… ist von oben ein Escort:

OK - genug Ford - ich seh’s ja ein - was haben wir den sonst noch so im Programm? Ach ja, Lancia:

Martinifarben gehen immer:

Weiter geht der Rundgang:

Das ist Rainer mit seinem Quattro, früher ist er mit dem Ringmini Achim auf der Nordschleife unterwegs gewesen in einem orangenen 16V-Corsa - wer erinnert sich?

Aber mit einem Quattro sich das Wochenende auf Rallyes rumschlagen ist auch nicht das Schlechteste:

Nach so vielen Eindrücken erstmal Pause: Kaffee und Nußeckchen!

… während im Hintergrund immer weiter die Schönheiten auf die Startrampe gefahren sind. Während meiner Pause habe ich diesen Kollegen getroffen:

… dem ich den Preis für das korrekteste Gruppe B Outfit verliehen habe. Worauf er sich gelassen eine HB angesteckt hat. Und dieses Fahrzeug zur Startrampe gefahren ist:

Da bin ich dann auch mal hingegangen, denn ich hatte den Eindruck über Lautsprecher etwas von Audi 200 gehört zu haben. Da bin ich sensibel. Und tatsächlich:

Hach Eifel Rallye, wie konnte ich Dich nur so lange vernachlässigen!

Nicht nur die Rallyeautos sind sehenswert, auch die Zuschauer lassen nichts anbrennen:

Ich hab mich mal auf’s Mäuerchen gesetzt und geguckt - fotografiert - was da so alles die Startrampe runterkommt. Bzw. eingesaut wieder zurück von der WP in’s Fahrerlager fährt:

Dann wollte ich aber auch mal WP gucken - die einzige für mich bei der Rallye. Es war Freitag und für Sonntag hatte ich WEC eingeplant. Um den Samstag der Familie widmen zu können. Das hat auch alles prima funktioniert, aber es gab ordentlich Eindrücke zu verdauen.

Natürlich habe ich auf dem Weg zum Auto den Walter Röhrl vor der Eisdiele getroffen - was denn sonst:

So eine Rallye veranstaltet sich auch nicht von selber, also mussten Parkgebühren kassiert werden. Sage und schreibe 1 €. Das tut schon gut, mal nicht immer und überall abgezockt zu werden, so wie man es vom Ring inzwischen kennt:

Das Nummernschild des Tages geht an diesen Vieat 126:

Und Tyrone Johnson wäre nicht Tyrone Johnson, wenn er nicht mit einem Mustang GT 350 zur Rallye gekommen wäre:

Die übrigens gigantisch besucht war. Jede Menge Leute und nur beste Stimmung:

Witzigerweise ging mein WP Besuch genauso los, wie der Rundgang in Daun:

Das hier ist der Audi Gruppe S Prototyp:

Und das der Moment kurz bevor Walter Röhrl den Motor zündet und das Auto zum allerersten Mal überhaupt und weltweit fahrend der Öffentlichkeit gezeigt wird:

Das war schon nicht schlecht. Ging gut der kleine Renner:

Das war die Nacht-WP mit der Sprungkuppe und natürlich habe ich mich fleissig mit der Kamera ausgetobt - bitteschön:

Als es langsam dunkel wurde war nichts mehr mit Fotografieren und ich bin wieder Richtung Heimat. Ich wäre gerne länger geblieben, aber es war schon 21:30 und ich hatte ja 1 Std. Heimfahrt. Die WP war auf jeden Fall noch lange nicht zu Ende.

Eigentlich unnötig zu erwähnen, aber die Eifel Rallye hat sich ganz entspannt einen festen Stammplatz in meinem Motorsport-Terminkalender erobert!

EifelRallye | Rallye | GruppeB | Röhrl | Mikebericht |


Freitag, 01. Juli 2016

Die Starterliste vom Rallyefestival ist draußen.

Absolut irre, was die Veranstalter wieder zusammengetragen haben!

Gruppe B, sogar Gruppe S, die nie wirklich gefahren sind, Gruppe A … Autos und Fahrer, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen.

Vom 21.-23.Juli werden die Rallyeautos wieder gefeiert, es ist schon ein Privileg diesen Event direkt vor der Haustür in Daun zu haben.

Rallyefestival | Daun | GruppeB | GruppeS |


Freitag, 18. Juli 2014

Freier Auslauf für Gruppe B Autos - nächstes Wochenende in Daun.

Das Eifel Rally-Festival steht vom 24. bis 26.Juli (Mi-Sa) auf dem Programm, hier ein kleiner Vorgeschmack:

youtu.be/0wzwfa_dMKY

Falls Euch das Video noch nicht 100%ig überzeugt hat, die Nennliste wird es! Die ist übrigens richtig mit Herzblut zusammengestellt, es gibt Infos zu allen Teilnehmern (wenn man auf das “i” klickt).

Audi zum Beispiel schickt einen Museums-S1 in die Eifel, damit Stig Blomqvist zeigen kann, was so geht. Aber auch ansonsten feines Material am Start. Bei dieser Rallye werden zwar keine Zeiten genommen, aber es hält sich hartnäckig das Gerücht das sei nur, damit sich die aktuellen WRC nicht blamieren ;)

Ich hab mich mal akkreditiert und hoffe ein paar nette Bilder mitzubringen. Das letzte Mal war ich da vor 12 (!) Jahren - damals noch mit dieser Kamera. Aber meine Bilder schon renn.tv gebrandet ;)

Hier der Zeitplan - Samstag abend gibt’s zum Abschied noch eine Rallyeparty. Vielleicht trifft man sich ja auf ein Bier :)

Tags: EifelRallye | Daun | Blomqvist | Röhrl | AudiQuattro | GruppeB |


Mittwoch, 26. Februar 2014

Übrig Ns vom Mittwoch.

Tags: ÜbrigNs


Samstag, 14. Juli 2012

Brodelnde Vulkaneifel, Landrat zurückgetreten.

In Daun geht es nicht nur in zwei Wochen bei der Eifel Rallye ab (26.-28.Juli), auch in den Amtsstuben der Kreisverwaltung Vulkaneifel tobt heftig der Bär.

Rhein-Zeitung 2.7.:

“Der parteilose Landrat des Vulkaneifelkreises, Heinz Onnertz (62), hat angekündigt, zum 31. März 2013 seinen vorzeitigen Ruhestand anzutreten. (..) Als Gründe nannte er eine permanente Blockadepolitik „der unheilvollen Koalition aus CDU, dem Linken und der BUV“ im Kreistag sowie der „dauerhaften Hetzkampagne der BUV-nahen Eifelzeitung“.

Hier die Presseerklärgung dazu und ein Bericht im Volksfreund.

Da ist ein ordentlicher Protest unterwegs, der sich gegen Peter Lepper richtet. Der Mann ist eine Nummer in Daun:

Ich kenne den Mann nicht persönlich, aber er muß einigen Leuten mächtig auf den Schlips getreten haben. Es gibt eine Homepage Keine Eifelzeitung mit passender emotionaler Facebookgruppe. Jacques Berndorf und sein Verleger Ralf Kramp beziehen deutlich Position.

Die Wellen schlagen inzwischen so hoch, daß der SWR darüber im Fernsehen berichtet hat:

Mit prompter Reaktion der Eifelzeitung:

Was sich die SWR-Reporterin Myriam Schönecker am vergangenen Dienstag, 20. Juni 2012 in Daun geleistet hat, ist durchaus vergleichbar mit einem Angriff auf die freiheitliche Gesellschaft.

Letzten Montag hat schließlich auch die Sueddeutsche die Auseinandersetzung aufgegriffen und heute der Kölner Stadtanzeiger.

UPDATE:

Aktuelle Leserbriefe im Volksfreund, Nummer eins und zwei.


Donnerstag, 08. Dezember 2011

Übrig Ns vom Donnerstag.

“Bereits im Herbst seien im Eifeldorf Grüne Hölle etwa 30 Angestellte entlassen worden.”

30? Da haben 30 Leute gearbeitet?

  • Die Firma skidata ist stolz auf ihre Besucher-Aussperr-Systeme am Nürburgring. Wenn der Schuss mal nicht nach hinten losgeht. Liest sich so in dem Dokument, als hätten die 136 (!!) Drehkreuze verbaut. Ich hab die übrigens noch nie im Einsatz gesehen, immer nur rumstehend und nichtdrehend.

  • Yeah, yeah - uh huh? Was war das schön, als der A7 nur einfach ein Schotterparkplatz war. Die stört das noch nichtmal, wenn das keiner “liked” - die machen einfach weiter.

  • Die Engländer haben jetzt die Nase voll vom Ringzirkus und wollen ihre eigene Nordschleife.

  • Weihnachtsbäckerei geht wieder los.


Mittwoch, 26. Oktober 2011

Übrig Ns vom Mittwoch.

Auf der einen Seite kann ich ja verstehen, daß man nicht unbedingt Spaß daran hat, einem künstlich aufgemächtigten Gegner Paroli zu bieten - auf der anderen Seite könnte etwas mehr Courage auch nicht schaden.

Übrigens kann man Wilhelm’s Blog auch prima per RSS empfangen - so wie meinen auch. Ich persönlich benutze den Google Reader mit dem iPhone Gegenstück mobileRSS.

  • Law Hunting - ja, da seh ich Parallelen … (via http://buskeismus.de)

  • Escort-Mk1-Film via Speedhunters - toll gemacht! Mit AW Nummer drauf.

  • Nicht vergessen: Saisonabschluß in Nürburg beim STRassenfest am Freitag abend. Trotz Abmahnung und Unterlassungserklärung ab 18 Uhr gemütliches Beisammensein.

  • Scirocco-Cup Juniorchampion Moritz Oestreich - mit STR auf der Motorhaube. Aus dem wird mal was! ;)

  • Das mit dem Golfplatz hat sich ja hoffentlich erledigt. Wir haben schon genug Probleme an der Backe.

  • Neues aus Garmisch: Fast so schlimm wie Nürburgring oder Bayrische Landesbank.

  • Die Freunde machen garkeinen Hehl daraus, wo sie hingehören. Zum “Saisonabschlußfest” hat man sich als “Veranstaltungsort” die Kai-Richter-Kneipen ausgesucht, geschlafen wird bei Lindners und als Programmpunkte gibt’s “Backstagetour” und Ringwerkbesuch.

Was für ein (alb)traumhaftes Ringwochenende!


Mittwoch, 14. September 2011

Übrig Ns vom Mittwoch.

Joachim Winkler, Sprecher des Infrastrukturministeriums, bestätigte der Nachrichtenagentur dpa am Sonntag, dass Nachfragen der EU vorlägen und bearbeitet würden.

Ich hab auf der Seite mal die Suche nach “Nürburgring” bemüht und ein Organigramm zurückbekommen. Das Referat 381 ist also die ring°verwaltung. Die machen ja auch nächsten Dienstag ein Forum, werde ich auch dran teilnehmen. Auch wenn die Namensgebung leicht affrontverdächtig ist. Auf das “Miteinander auf Augenhöhe” bin ich gespannt, ich bring mal vorsorglich 22.302 Unterschriften mit.

Ist es nicht jämmerlich für eine Demokratie, daß die Landtagsmitglieder (der Opposition) solche Informationen aus der Zeitung bekommen müssen?


Freitag, 15. Juli 2011

Übrig Ns vom Freitag.
Freitag, 03. Juni 2011

Übrig Ns vom Freitag.
Montag, 11. April 2011

Kleinlaute Absage.

Aktuell im volksfreund.de:

“Irisches Feuer am Nürburgring

Adenau. Die Show Dance Masters - Best of Irish Dance ist am Samstag, 16. April, in der Eifel am Nürburgring zu Gast. Wo sonst die dröhnenden Motoren die Luft erzittern lassen, bringen die flinken Füße der Tänzer die Bühne mit einer Kombination aus klassischen und modernen Tanzelementen zum Beben.

Mit traditioneller irischer Musik, anspruchsvollen Choreographien und authentischen Kostümen entführt das Ensemble die Zuschauer in eine andere Welt. Los geht die Show in der Ringarena um 20 Uhr. red

Karten und Infos unter www.nuerburgring.de”

Besser wäre gewesen:

Karten, Infos und Absage unter www.nuerburgring.de”


Freitag, 04. Februar 2011

Scuderia Hanseat has to cancel their Spring course - for the first time since 52 years.

Scuderia Hanseat has cancelled their Spring course - for the first time since 52 years.

This is the Press Release from today (thanks to Frank for the translation!)

A fast buck instead of sporting tradition – is this the end of the Nurburgring?

The Nürburgring is a legend. Even people who have nothing to do with motorsports know about its importance. And now this legendary track is in danger. When profit comes before tradition, then there is reason to be concerned. The Automotive GmbH is now managing the day to day running of the Nurburgring and the company is not afraid to snub and offend regular customers and motorsport fans in a way that has not been seen before in this usually quite fairly run business. The case involving the Scuderia Hanseat is given as case in point here.

Scuderia Hanseat was founded by well known motorsport personas 52 years ago. The list of instructors reads like a who-is-who of motorsport: Edgar Barth, Graf de Beaufort, Richard von Frankenberg, Paul Frère, Helm Glöckler, Hans Herrmann, Stirling Moss, the legendary Hans Stuck, Wolfgang Graf Berghe von Trips – to name only a few.

For 52 years has the Scuderia Hanseat organised two major yearly training courses for sports drivers on the Nordschleife and the Grand Prix circuit at the Nurburgring. Every course saw around 300 drivers from 20 nations take part, with many big names from the world of showbiz and business attending, such as the King of Sweden and his son who both attended multiple times. This tradition, success and not least promotion of the region is now under threat of being destroyed by the new management of the Nurburgring.

Due to expiry of the contract on 31.12.2010, a new five-year contract had already been signed between the former management of the Nürburgring GmbH and representatives of the Scuderia Hanseat on the 01.08.2009. As in previous years, everything from the time frame of the event, over days for the courses, right down to pricing was firmly agreed on. The management of the Automotive GmbH then approached Scuderia Hanseat unexpectedly with requests for changes to the contract.

In a still relaxed atmosphere both sides tried to find a mutually acceptable solution. On 31.12.2010, a new draft contract was submitted by the Automotive GmbH. This draft was wholly unacceptable as far as Scuderia Hanseat was concerned. The course days and periods were changed and other terms and conditions were also altered. In particular, track times were shortened considerably. In return, track rent experienced an extreme increase and additional costs were also introduced – this would have increased the total package cost by 60%.

Attempts to reach an amicable settlement unfortunately failed. Scuderia Hanseat is currently considering legal action – firstly, to claim damages for the Spring 2011 course, which is now unfortunately canceled (for the first time in the history of the school), and secondly to force the Automotive GmbH to honour the existing contracts.

It is regrettable that, at Scuderia Hanseat alone, 80 staff members and hundreds of drivers are affected by the business tactics of Automotive GmbH. And surely this is just one example. Moreover, these business tactics by the new “Ring Masters” are depriving the local hospitality industry, the car industry and the local towns and regions of valuable income.

Here are just a few key points about this:

  • 3200 overnight stays in the immediate vicinity of the ring
  • Petrol consumption in excess of € 100,000.00 per course
  • Loss of shopping, eating / entertainment revenue in places like Adenau, Daun, Mayen und Bad Neuenahr.

For more information, please contact Scuderia hanseat: Scuderia Hanseat Tel: +49 40 390 50 86 eMail: info [at] scuderia-hanseat.de

Gudrun Paul, Louis Enderle Partner - General Manager, Partner


UPDATE:

Please feel free to use this translation of the Press Release on your website, if you want to spread the word.

UPDATE:

Here is the original English letter sent out by Scuderia Hanseat.


Scuderia Hanseat fällt aus, zum ersten Mal seit 52 Jahren - keine Einigung mit neuem Management am Nürburgring möglich.

Zum ersten Mal seit 52 Jahren fällt der Lehrgang der Scuderia Hanseat aus. Grund: das neue Nürburgring Management.

Hier die Pressemitteilung, die grade reinkam - gibt es auch als PDF:

Schnelles Geld statt sportlicher Tradition – ist das das Ende des Nürburgrings?

Der Nürburgring ist eine Legende. Selbst Leute, die nichts mit Motorsport am Hut haben,wissen um seine Bedeutung. Und jetzt ist diese legendäre Strecke in Gefahr. Wenn selbst hier Gewinn vor Tradition gesetzt wird, stimmt das bedenklich. Die Automotive GmbH leitet jetzt die Geschicke des Rings und sie schreckt nicht davor zurück, Stammkunden, Motorsportbegeisterte in einer Art und Weise vor den Kopf zu stoßen, die in diesem fairen Geschäft sonst nicht üblich war. Der Fall der Scuderia Hanseat sei hier exemplarisch skizziert.

Vor 52 Jahren wurde sie von bekannten Motorsportlern gegründet. Die Liste ihrer Instruktoren liest sich wie ein „who is who“ des Rennsports: Edgar Barth, Graf de Beaufort, Richard von Frankenberg, Paul Frère, Helm Glöckler, Hans Herrmann, Stirling Moss, die Legende Hans Stuck, Wolfgang Graf Berghe von Trips, Und das sind nur einige von ihnen.

Seit 52 Jahren veranstaltet die Scuderia Hanseat jährlich zwei große Lehrgänge für Sportfahrer auf der Nordschleife des Nürburgrings und der Grand Prix Strecke. Jedes Mal für etwa 300 Teilnehmer aus über 20 Nationen. Prominente Teilnehmer aus der Geschäftswelt, der Showbranche wie ebenso der schwedische König und sein Sohn zählen immer wieder zu den Teilnehmern. Diese Tradition, diesen Erfolg und nicht zuletzt die Werbung für die Region droht das neue Management des Nürburgrings jetzt zu zerstören.

Wegen Ablaufs des Vertrages zum 31.12.2010 wurde bereits am 01.08.2009 zwischen der früheren Geschäftsführung der Nürburgring GmbH und den Repräsentanten der Scuderia Hanseat ein neuer befristeter Vertrag für weitere 5 Jahre ab 01.01.2011 bis einschließlich 31.12.2015 geschlossen. Wie in den Jahren zuvor wurde alles, vom Zeitraum der Veranstaltung über die Lehrgangstage bis hin zur Preisgestaltung verbindlich geregelt. Überraschend trat die Geschäftsleitung der Automotive GmbH im Jahre 2010 mit Änderungswünschen an die Scuderia Hanseat heran. In einer immer noch entspannten Atmosphäre wurde nach einer, für beide Seiten akzeptablen Lösung gesucht. Die damaligen Gesprächspartner sind nun mittlerweile kündigungsbedingt aus der Automotive GmbH ausgeschieden. Am 31.12.2010 wurde, ganz formell, ein neuer Vertragsentwurf durch die Automotive GmbH unterbreitet. Dieser Entwurf war allerdings für die Scuderia Hanseat absolut nicht akzeptabel. Die Lehrgangstage und -Zeiträume waren verändert und auch die sonstigen Nutzungsbedingungen sollten völlig neu geregelt werden. Insbesondere wurden die Übungszeiten erheblich verkürzt. Dafür sollte sich die Miete extrem erhöhen und Nebenkosten eingeführt werden, die die Gesamtpaketkosten um über 60% steigern würden.

Der Versuch, eine einvernehmliche Regelung herbeizuführen, schlug leider fehl. Die Scuderia Hanseat erwägt derzeit, vor Gericht zu gehen. Zum einen geht es um Schadenersatz wegen des Frühjahrslehrgangs 2011, der nun leider (zum ersten Mal in der Geschichte der Schule) ausfallen muss, zum anderen darum, die Automotive GmbH rechtlich zu zwingen, die vereinbarten Verträge einzuhalten. Es ist bedauerlich, dass allein bei der Scuderia Hanseat 80 Mitarbeiter des Lehrkörpers und hunderte von Fahrern durch diese Geschäftspolitik der Automotive GmbH betroffen sind. Und sicher ist das nur ein Beispiel.

Außerdem werden durch diese Vorgehensweise der neuen Herren des Rings sowohl der ansässigen Gastronomie und Hotellerie als auch dem Kraftfahrzeuggewerbe und den benachbarten Städten und Gemeinden am Nürburgring durch den Ausfall der Veranstaltungen Einnahmemöglichkeiten entzogen. Hier nur ein paar Stichpunkte dazu:

  • 3200 Übernachtungen in unmittelbarer Nachbarschaft des Ringes
  • Benzinverbrauch in Höhe von über 100.000,00 € pro Lehrgang
  • Verlust von Shopping, Verzehr / Vergnügungseinnahmen z. B. in den Orten Adenau, Daun, Mayen, Bad Neuenahr.

Sollten Sie weitere Informationen über die Scuderia Hanseat, deren Traditionen oder Hintergrundmaterial zum vorliegenden Fall brauchen, wenden Sie sich bitte an:

Scuderia Hanseat Tel.:+49 40 390 50 86 eMail: info [at] scuderia-hanseat.de

Gudrun Pauli Louis Enderle (Gesellschafterin – Geschäftsführerin) (Gesellschafter)


Mittwoch, 08. Dezember 2010

Kurt Beck Productions proudly presents.Im Stil erstmal-alles-zubetonieren-und-später-gucken-was-man-mit-anfangen-kann ist die Ganzjahres-Detonation um ein Kino erweitert worden. Ob da jetzt in Daun die Sektkorken knallen? Nach Staatsfernsehen probiert sich Kurt Beck jetzt auch am Staatskino.
Mittwoch, 09. Juni 2010

Eifel-Rallye wieder mit jeder Menge Gruppe B Autos - 15.-17.Juli in Daun.Die Eifel-Rallye gibt dieses Jahr richtig Gas mit jeder Menge Gruppe B Autos - 15.-17.Juli unbedingt vormerken!


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