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Donnerstag, 27. August 2020

Irgendwann vor ein paar Jahrzehnten nahm das Automobil die falsche Abzweigung – und fährt seither immer tiefer in eine Sackgasse.

Meint Peter Ruch von radical-mag.com in seinem Artikel zu dem neuen Defender.

Wer will ihm da widersprechen - ich ganz sicher nicht.

Er weiss auch genau wovon er redet, denn:

Als Besitzer eines unterdessen auch bald 15-jährigen Defender 110 Td5 (das erste und auch einzige Automobil, das ich je neu gekauft habe), der sein Auto gerne als «komplette Fehlkonstruktion» bezeichnet, nach mehr als 200’000 Kilometern einigermassen kennt, schon viel Geld investieren musste und es trotzdem über alles liebt, verfolge ich das ein bisschen.

Und wie ist der Neue so?

Gut, er ist länger geworden (5,02 Meter anstatt 4,6 Meter), er ist breiter geworden (2,01 Meter anstatt 1,79 Meter), dafür etwas flacher (1,97 Meter anstatt 2,06 Meter). Aber dass dies dann gleich mit mindestens 300 zusätzlichen Kilos zu Buche schlägt? Am meisten wundert uns aber die Breite, gut 20 Zentimeter mehr sind es aussen – und im Innenraum bietet der Neue trotzdem mehr als 10 Zentimeter weniger nutzbaren Raum. Noch mehr Zahlen: zwar ist das Ding über fünf Meter lang, aber die Ladetiefe des Kofferraums ist bei abgeklappten Rücksitzen trotzdem um 15 Zentimeter geringer.

Viel mehr - und viel weniger gleichzeitig - für schlappe 90.000 Schweizer Franken.

Irgendwann vor ein paar Jahrzehnten nahm das Automobil die falsche Abzweigung – und fährt seither immer tiefer in eine Sackgasse.

Ich fürchte diesen Spruch dürfen wir noch ein paarmal bemühen in den nächsten Jahren. Hoffentlich nicht in den nächsten Jahrzehnten!

Gordon Murray zeigt doch wie es geht. Und auch dazu gibt es einen tollen Artikel im radical-mag, den ich Euch nicht vorenthalten möchte.

LandRover | Defender | RadicalMag |


Freitag, 14. Februar 2020

Jean Todt:

My tribute to Otto Flimm, former President of German FIA Member Club ADAC and tireless defender of the legendary Nurburgring circuit. All my thoughts go to his family and friends.


Montag, 13. Januar 2020

Yamaha hat die TW200 immer noch im Angebot.

Siehe auch mein Eintrag von 2017.

Mike Frison / renn.tv

Sie wird aber im Gegensatz zum Defender immer noch gebaut.

Bekommt man zwar nur in Amerika ($ 4.600), aber immerhin.

Was für ein herrlich zeitloses Fortbewegungsmittel.


Montag, 12. Februar 2018

Rustikaler Elektro-Geländewagen Bollinger B1.

Sieht zwar auf den ersten Blick aus wie ein umgebauter Defender, …

Mike Frison / renn.tv

… stellt sich aber bei genauerem Hinschauen als waschechtes und brandneues Elektroauto heraus:

Mike Frison / renn.tv

Fully Charged hat ein Video gedreht mit etwas mehr Hintergrund.

Das dauert noch, bis man welche auf der Straße sieht - Produktionsstart in etwa 2 Jahren. Und wer jetzt scharf darauf geworden ist, darf sich erstmal hinten anstellen - es gibt schon 12.000 Vorbestellungen.

Bollinger | Elektro | FullyCharged |


Dienstag, 11. Juli 2017

Die Yamaha TW200 ist sowas wie der Defender unter den Motorrädern - wird seit 1987 verkauft … Ende offen.


Freitag, 26. Mai 2017

Mikewalk: 1 x zu Fuß die Nordschleife entlang.

Wie letztes Jahr auch schon hatte ich am 24-Stunden-Donnerstag meine ganz private Vatertagstour: einmal um den kompletten Kurs.

Während unsere Kleine also zuhause das Setup optimiert hat, hat der Papa sich die Füsse wund gelaufen. Sogar wörtlich, weil ich bei der Reifenwahl daneben gegriffen habe: die Socken waren nix. Hab mich durchgebissen, kuriere jetzt meine Blasen aus und habe heute quasi meinen persönlichen Erholungstag. Hat sich trotzdem gelohnt, denn so kommt man überall mal vorbei und auf der Strecke ist auch immer was los - da konnte ich natürlich wieder gigabyteweise Bilder mitbringen.

Los ging es diesmal in Nürburg statt beim Retti, weil ich die Döttinger Höhe lieber am Anfang hinter mich bringe und gepflegt am Hatzenbach im Ziel einlaufen kann.

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Rennaction gab es dann ab Schwalbenschwanz, ich kam noch pünktlich zur RCN, also erstmal am Posten 184 gemütlich gemacht und warmgeknipst:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Auch die RCN hat schöne Autos im Angebot!

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

An der Strecke ging’s dann weiter und noch mehr als letztes Jahr muss sich der Veranstalter natürlich nicht an seine eigenen Vorgaben halten und die Strecke zugänglich machen:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Aber die VIPs sind auch selber schuld, verpassen sie so doch das beste, z.B. die gefährdeten Eifler Tierarten:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

… oder Transportmittel:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Unimogs waren dieses Jahr höher im Kurs als Defender, dieser hier hat sogar das superpassende Nummernschild dazu, MO-G 1958:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Darauf sind sogar die versammelten GT3 neidisch, eine Manta Rennreplika auf dem Campingplatz:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Beim Merchandising war das neue Logo noch nicht wirklich angekommen:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

… und das alte wertstabil:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Weiter Richtung Brünnchen - was mir schon vom Pflanzgarten aus ziemlich evakuiert vorkam:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Der Veranstalter wird es trotzdem irgendwie schaffen, eine Rekordbesucherzahl in Umlauf zu bringen.

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Wie wär’s, wenn man statt Gesamtwochenende einfach das Gesamtjahr nimmt? Vielleicht deswegen diese Überlegungen.

Was soll’s - die, die da waren, hatten ihren Spaß:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Weiter Richtung Wippermann, wo schon die WTCC auf mich wartete:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Und Radio Wippermann! Sehr geil:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Manche hatten allerdings überhaupt keine Probleme damit, denn Weg komplett zuzubauen:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Aber nicht nur das Radio wird inzwischen selbstgemacht, aus die Musik kommt nicht mehr vom Band:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Im Karussell war dann mein persönliches Youngtimer Festival:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

… und dank der coolen UK Streckenposten dort, kann mal als Knipser die Strecke überqueren:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Zur Steilstrecke bin ich auch runter, Pflichtprogramm:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Der Weg entlang unterhalb vom Kesselchen zieht sich ganz gut und dann ist man froh, endlich wieder in der Zivilisation und bei alten Bekannten aufzuschlagen:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

“Bierdose” habe ich genau 1 Jahr nicht gesehen - und wir haben uns letztes Jahr exakt an der selben Stelle getroffen.

Wenn andere in die Oper gehen, lauschen wir der Vollgas-Symphonie im Kesselchen. Hier auch ein kleiner Videoeindruck davon - Lautsprecher aufdrehen!

In Breidscheid wird inzwischen die Wand nicht nur einfach besprüht, sondern stilecht getaggt:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Rutschen waren auch hoch im Kurs, sind die Kinder aus dem Alter raus?

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Weiter Richtung Forst habe ich ein wenig mit der Kamera gespielt - 1/20 funktioniert manchmal:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Das war unterwegs ein Riesen-Ameisenhügel - sehr beeindruckend:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Vorbei am Schwedenkreuz:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

… wird man erstmal von der Beck°Bahn begrüsst. Unterwegs dachte ich, dass sie sich doch eigentlich mal gepflegt in Grund und Boden schämen könnte:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Super Stimmung auch am Hatzenbach:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Und für mich oben angekommen noch Zeit für die WTCC und die abschließende Finisher Pommes!

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Eine pralle Galerie gibt es natürlich auch, klickt mal durch - alle Bilder lassen sich durch Anklicken auf HighRes vergrößern:

Teil 2 der Galerie meiner Nordschleifen-Wanderung gibt es hier.

Mikebericht | N24h | Mikefotos |


Freitag, 09. September 2016

Miketest: Focus RS auf Alpentour.

Ursprünglich wollte ich mit dem Motorrad in die Alpen fahren. Hab ich lange nicht mehr gemacht und nachdem inzwischen die 900er Hornet zum Fuhrpark gehört, stand dem nichts mehr im Wege.

Urlaub war genehmigt, Cheffin zuhause hat auch approved … doch dann kam mir der Gedanke, ob vom Fahrvergnügen so ein Focus RS eigentlich mit einem Motorrad mithalten kann? 350 PS sind doch eine Ansage und die Performance von dem Auto wird auch überall gelobt?

Der Gedanke ließ mich nicht los - also spontan bei der Ford’schen Presseabteilung angefragt. Ich hatte mir wenig Hoffnungen gemacht, das Auto ist doch stark nachgefragt. Ihr könnt Euch meine Überraschung vorstellen, als es dann hieß: Mike, gute Nachrichten, Du kannst den RS haben! Wow. Da wurd ich dann doch leicht nervös, aber der Miketest für das Auto ist sowieso Pflichtprogramm, nachdem das mit dem Fiesta ST so gut geklappt hat. Und ja - versprochen - der nächste Miketest wird ein Nicht-Ford!

Ihr wisst inzwischen, dass ich auch regulär bei Ford in Köln 4 Tage die Woche arbeite und man gibt mir die Freiheit meinen bloggenden Abenteuern freien Lauf zu lassen. Dass sich Ford’s und meine Themen zunehmend stärker überschneiden ergibt für mich völlig neue Möglichkeiten - Le Mans zum Beispiel. Aber auch als der RS zum ersten Mal vorgestellt wurde, das war nämlich auch in Köln - und ich mittendrin.

Kurz antesten konnte ich den Wagen auch schonmal, aber die bevorstehenden 10 Tage waren natürlich ein komplett anderes Kaliber.

Nach der Übergabe zuhause angekommen war die Familie natürlich neugierig, wie sich so ein Geschoss im Alltag benimmt - für mich eine gute Gelegenheit die Familientauglichkeit zu testen. Nach dem Volltanken - denn ich wollte während der ganzen Zeit akkurat den Verbrauch ermitteln - ging es dann am Samstag mit der kleinen Maus im Auto nach Nürburg zum STRaßenfest:

Allerdings musste ich auch vorsichtig sein, um keine Begehrlichkeiten zu wecken - ist mir nicht gelungen:

Wo wir schonmal da sind - dieses Foto durfte natürlich nicht fehlen:

In Merkenich beim Kinderfest waren wir auch:

… und der Wagen hat alles mit Bravour bestanden! Kurze Beschleunigungseinlagen wurden auf der Rückbank sogar mit Begeisterungsausbrüchen quittiert. Ich frag mich von wem sie DAS wohl hat?

Ausgangsbasis für den RS ist der 5-türige Focus, d.h. er bringt alle praktischen Eigenschaften eines Familienautos mit. Platz, Kofferraum, kompakte Abmessungen - alles im grünen Bereich. Und im Normal Modus gelingt die Tarnung sogar ganz gut - man muß schon Insider sein, um den RS als solchen richtig einzuordnen zu können.

Kofferraum ist ein lustiges Thema, denn wenn man ihn öffnet offenbart sich zwischen Spoiler und Antenne echte Maßarbeit:

Insgesamt gibt es 4 Fahrstufen, wobei ich mich nur in 1 (Normal) und 2 (Krawall, bzw. Sport) aufgehalten habe. 3 (Track) und 4 (Drift) sollte man im Straßenverkehr auch eher meiden:

Tag 1 meiner Tour ging erstmal über die Autobahn, das Tagesziel war das Stilfser Joch. In Füssen war Tankstopp:

… und so langsam wurde es bergiger. Und schlössiger:

Ich wurde dann nochmal eingebremst wegen Almabtrieb - sowas kann dauern. Also Pause gemacht und Mals im Vinschgau angeschaut.

Hat mich ein bisschen an Nürburg erinnert, alles voll Pokale:

… Vollgastiere …

… und Profimaterial:

Eine sehr schöne Gegend - gar keine Frage:

Dann ging es weiter, denn ich hatte ja noch was vor und um 19:30 - pünktlich zum Sonnenuntergang - war ich dann vor Ort: am Stilfser Joch.

Es gab kaum Verkehr und mein Herz machte Luftsprünge, als wir endlich Serpentinen jagen durften.

So ein Rheinländer wie ich ist natürlich schwer beeindruckt, wenn die Berge sich mächtig auftürmen - herrlich.

Inzwischen war ich aber auch durch von der Autobahnfahrt - es wurde Zeit sich eine Unterkunft zu suchen. Dank booking.com ging das überraschend gut und ich habe in Sulden einen echten Geheimtipp gefunden: das Hotel Nives - volle Punktzahl:

Das Hotel Nives in Sulden - sehr empfehlenswert! (CLICK for High Res.)

Also wenn Ihr mal in der Nähe seid: das Haus ist 4 Jahre alt, sehr großzügig mit großen Fensterflächen und geräumigen Zimmern und auffallend gut durchdacht.

Die Aussicht vom Balkon:

Die Aussicht vom Balkon des Hotel Nives in Sulden - traumhaft. (CLICK for High Res.)

Ich war natürlich neugierig und es stellt sich heraus, dass der Besitzer Architekt ist - das macht Sinn. Die Preise sind günstig und das Ambiente modern, aber gemütlich.

Ich hatte sogar kurz mit dem Gedanken gespielt 2 Tage zu bleiben, aber ich wollte ja Meter machen - also weiter.

Stilfser Joch komplett war angesagt und die Straße ist natürlich der Hammer. Vor langer Zeit bin ich sogar mal mit dem Rad hoch - nonstop. Würde ich heute nicht mehr schaffen:

Ursprünglich dachte ich, dass das mit dem RS eine Riesengaudi wird, aber war dann doch nicht so. Stellt sich nämlich raus, dass der Lenkanschlag ziemlich begrenzt ist, sodaß man in den engen Kehren entweder zum Ausholer mutiert oder behäbig wie ein Schwertransporter um die Kurven zirkeln muss. Ken Block hätte da weniger Probleme, aber das hab ich mir natürlich gespart. Wobei der respekteinflößende Abgrund auch nicht ganz unschuldig war.

Das war der erste Dämpfer für mein Motorrad vs. RS Experiment, obwohl das mit dem Motorrad natürlich auch mächtig eng ist. Die Autos heutzutage werden aber auch immer breiter, jeder ist mit SUV oder Camper unterwegs - da passt man bei Gegenverkehr kaum noch aneinander vorbei.

Egal - ich war dann oben - und da war vielleicht was los:

Die Radfahrer haben natürlich meinen größten Respekt. Eine schöne Überraschung gab es in der Herberge:

Hier sind wir richtig.

Bei der Suche nach meiner nächsten Unterkunft habe ich dann festgestellt, dass man sich sogar im Refugio einquartieren kann:

Aber den Gedanken habe ich nicht weiter verfolgt.

Nachdem das Stilfser Joch standesgemäß Nfiziert war:

… und der RS passend abgelichtet:

… musste ich wieder aufbrechen. Die Einheimischen fahren übrigens wenig überraschend entweder Defender oder Teneré:

Auf der anderen Seite ging es dann wieder runter und man sollte immer etwas Bremsreserve einbauen:

Was mich auch etwas überrascht hatte, was das hohe Verkehrsaufkommen auf den Pässen:

Überholen ist mit dem Auto ziemlich schwierig, obwohl es dem RS überhaupt nicht an Leistung oder Drehmoment mangelt.

Trotzdem habe ich alles an Pässen mitgenommen, was mir in den Weg kam und da waren einige traumhafte Straßen dabei.

Und wie fährt sich der RS so?

Hier die Antwort als Video:

youtu.be/cU3Jw7fA710

Der Motor ist echt eine Wucht. Das ist jetzt keine Übertreibung, aber es ist von der Beschleunigung her ziemlich egal, ob man berghoch oder bergrunter fährt, so bärig drückt das an. Und bei kleinen Autos mit großem Motor rennt man bei mir ja offene Türen ein. Und dann kann ich auch gut mit Abstrichen leben: die Schaltwege sind etwas lang - Focus halt - und der Schalthebel sitzt komfortabel, aber unsportlich. Das Auto ist innen superleise, dadurch hört man mit empfindlichem Gehört (= also ich) jedes Klappern. Und davon gibt es, dank sportlichem Fahrwerk, einiges.

Das war’s dann aber schon - trotz meiner 2 Meter passe ich super rein und fühle mich wohl. Die heutzutage serienmäßigen Gimmicks sind nicht so mein Fall, ich kann noch alleine Licht einschalten oder den Scheibenwischer bedienen. Aber das ist der Tribut an das Großserienprodukt - im Inneren ist außer Lenkrad, Sitzen, usw. Focus angesagt. Und da die Golf-Liga hart umkämpft ist, ist die Serienausstattung mächtig.

Aber bei dem Wagen geht es ja erstmal um’s Fahren und hier noch ungekürzt die Abfahrt vom schönen Penser Joch - erst im Normal, dann später im Sport-Modus - um beides mal im Vergleich zu sehen:

youtu.be/_ab1_AuJ2jk

Das Penser Joch kann ich übrigens sehr empfehl’N:

Eine flüssige Straße mit wenig Verkehr auf beiden Seiten des Berges, so wünscht man sich das. Der Grund ist wohl die außen rum gehende Bundesstraße, die vom normalen Verkehr gewählt wird. Laut Café-Betreiber gibt es aber auch Ausnahmen, es verirren sich schonmal polnische LKW-Fahrer, die im Navi kürzeste Route eingeben. Gewagter Ansatz in den Alpen!

Nachdem wir über das Hotel von Tag 2 besser nicht reden, wurde meine nächste Unterkunft wieder ein Volltreffer:

Das private Apartmenthaus Residence Reißenschuh in Sterzing. Liebevoll eingerichtete und geräumige Appartments, genau das Richtige für den Mike mit seinem ganzen Technikprüll, der wieder aufgeladen werden will. Und natürlich schnelles WLAN - gaaanz wichtig! Wieder volle Punktzahl, es gibt eine tolle Pizzaria direkt um die Ecke und damit alles zusammen noch ein echter Geheimtipp sowohl für Motorrad- als auch Skifahrer.

Ich hatte mir vorgenommen den Miketest schon im Netz zu haben, bevor ich zuhause ankomme. Und es klappt, denn aktuell sitze ich noch in Sterzing in Südtirol und habe mir Jaufenpass und Timmelsjoch für das Schlussfinale aufgehoben.

Wenn ich daran denke, dass ich den RS Schlüssel am Montag wieder abgeben darf, werde ich schon etwas traurig. Ich glaube wir zwei könnten - besonders hier in Südtirol - ein paar schöne Monate verbringen.

Am meisten beeindruckt mich der Motor: was für ein Kraftpaket. Kann alles: mächtig Kraft von unten raus, richtig Biss in der Mitte und scheut sich auch nicht vor Drehzahl. Die Bremsen sind standfest und kernig, Sound und Fahrwerk gierig und der Allradantrieb rundet das Paket so richtig schön ab: keine Gripprobleme am Kurvenausgang und super Traktion auch bei schlechtem Wetter. Würde ich gerne mal im Schnee ausprobieren! Das clevere Torque-Vectoring, dass einen immer von hinten außen in die Kurven schiebt, macht den Wagen umheimlich schnell.

Der Spritverbrauch hielt sich trotz Attackemodus noch in Grenzen: über 15 Liter bin ich nicht gekommen, aber auch nicht unter 11 Liter. Insgesamt sind es für die genau 1.501 km, die ich bisher gefahren bin mit Volltanken, ebenso genau 197,3 Liter gewesen - also im Schnitt 13,2 Liter. Kann man gut mit leben, vor allem weil ich immer alles rausgeholt habe, was ging.

Aber ich bin dem Auto auch mit Respekt begegnet, denn man wird ganz schnell ganz schnell. In den Händen eines kundigen Fahrers wird die Kombination mit Sicherheit zu einer ernstzunehmenden Waffe. Da werden sich Fahrer mit x-fach teureren Autos auf die ein oder andere Demütigung gefasst machen müssen.

Falls Ihr jetzt Lust auf den RS bekommen habt, es würde mich nicht wundern. Aber Lieferzeiten sind wohl sooo lang, dass man fast von ausverkauft sprechen kann. Hat wohl bei Ford - außer beim Entwicklerteam - keiner damit gerechnet, dass das so ein Kracher wird. Es wird interessant sein zu beobachten, wie die Konkurrenz reagieren wird: gibt es weitere Modelle mit Drift-Modus? Allrad und Torque-Vectoring? Unter 40k €?

Spannende Zeiten, die da auf uns zukommen!

FocusRS | Miketest | Mikebericht | alpNtour |


Donnerstag, 07. November 2013

Übrig Ns vom Donnerstag.
  • Am Wochenende ist Rallye Köln-Ahrweiler - und ratet mal wer am Samstag Geburtstag hat? Und stolze 83 Jahre wird? Und sich immer herrlich ärgert, wenn die Leute rausbekommen, daß er Geburtstag hat? Richtig, Rainer Strack!! :)

  • Die VLN Jahressiegerehrung findet im Erlebnisgrab statt. Dabei war das in Koblenz letztes Mal überall gut angekommen und im Dorint gab es auch keine Klagen. Finde ich schade, die Aktiven da rein zu zwingen, um ihre Pokale abzuholen. Ich bekomm keinen, also brauch ich da auch nicht rein. (Via.)

Hat bei Facebook ein paar Diskussionen in Gang gesetzt.

Tag: ÜbrigNs


Sonntag, 11. November 2012

NAG oder Nicht-NAG?

Während die Insolvenzverwalter schon durchblicken ließen, daß die Tage der NAG gezählt sind, macht die mal gepflegt die Lavagrube wieder auf. Oder wie es im NAG-Speak heißt: Destination Offroad-Park. Es gibt auch eine Pressemeldung dazu und dieses hochpeinliche Presse-Bild. Das ist nicht nur grottenschlecht, auch das Gelände ist zum Fremdschämen. Das macht ja jeder halbwegs selbstbewusste Defender noch vor’m Kaffee. Der Bildname heißt 03-Offroadpark-Gelaende-Copyright-Nuerburgring-Automotive-GmbH.jpg - als würde da jemals jemand auf die Idee kommen das irgendwo freiwillig zu zeigen. Hab dann mal in die Exif geschaut und es ist diese Kamera bei rausgekommen. Eigentlich ja ein gutes Zeichen, wenn die NAG Presse so am Boden liegt.

Den “Park” an sich, also die Grube, kann man nur wieder als verpasste Chance ansehen. Das kommt dabei raus, wenn sich Leute mit Ledersöhlchen und Manschettenknöpfen auch mal schmutzig machen wollen. Da gibt’s dann Module, wie z.B. “Loses Geröll”.

Und das ausgerechnet in der Eifel. :/

Ich weiß zwar nicht warum die das schreiben, aber es wird gestrunzt mit

“Dauer des Umbaus: ca. 12 Monate”

Vielleicht ist es aber auch nur eine Finte, um die Abfindung höher zu schrauben. Das würde das Popel Presse-Foto und die hektisch zusammengenagelte Webseite erklären: “Termine folgen in Kürze.”

Eine Sache ist allerdings beim “Offroad Park” richtig abenteuerlich: nämlich die Art und Weise, wie wir Steuerzahler seinerzeit das Gelände der “Camp4Fun” abgekauft haben. Das hatte der Rechnungshof mal detailliert aufgezeichnet.

Oder als im Juli 2007 ein mit 20 (!) Personen besetzter LKW umgekippt ist. Wilhelm Hahne hatte sich auch damit beschäftigt.

Der NAG ist aber auch was umgekippt letzte Woche: ihre Behauptung sie habe keine martkbeherschende Stellung. Das ist vom OLG Koblenz am Donnerstag gekippt worden, das Gericht spricht ausdrücklich von einer Sonderstellung der Nordschleife Touristenfahrten - kurzum: Monopolstellung.

Den Prozess hat Ron Simons geführt und nun Anspruch auf Schadensersatz.

Im Vorfeld hatten Ron und ich uns viele Mühe gegeben, dem Landeskartellamt einen Einblick in die Besonderheiten am Nürburgring zu vermitteln. Seitdem hab ich aus der Ecke nichts mehr gehört. Obwohl die doch dem Wirtschaftsministerium - also Eveline Lemke - zugehörig sind. Oder muß es heißen weil?

Ratet mal, von wem dieser Text stammt:

“20 alteingesessene Hoteliers und Gastronomen aus der Eifel hatten im November 2009 einen Hilferuf an das Landeskartellamt geschickt. Durch Kopplungsverträge zwischen Rennstreckennutzung und Auslastung der Gastronomiebetriebe Grüne Hölle und Lindner sahen sie sich einem unlauteren Verdränungswettbewerb ausgesetzt. U. a. auch deshalb, weil das Vier-Sterne-Hotel am Ring Zimmerpreise für 33 Euro bot und damit einen ruinösen Preiskampf einläutete. Die Kartellbehörde hat die Vorwürfe laut Wirtschaftsministerium umfassed geprüft, insbesondere die Frage, ob gegen das Behinderungs- und Missbrauchsverbot verstoßen wurde, hat jedoch keine Verdachtsmomente entdeckt.”

“Die Adenauer reagieren derweil mit einem Auftrag an eine Rechtsanwaltskanzlei in Koblenz, die für sie juristische Schritte prüfen soll. Hierfür ist wichtig zu wissen, dass Landeskartellamt und Wirtschaftministerium (Hausherr ist Minister Hering, der jetzt federführend den Nürburgring betreut) in einem Hause sitzen. Die Frage der Befangenheit ist damit eindeutig zu klären. Dass das Land nicht gegen sich selbst vorgehen würde, scheint jedem klar, zeigt aber hier einen ”Mangel“ im System. Ich bin auf die Auskunft der Rechtsanwälte sehr gespannt, denn im Zweifel müsste die Politik (also auch wir GRÜNE) eine Lösung für diesen ”Mangel“ ausarbeiten. Das bedeutet Arbeit, die ich für die Menschen gerne mache!”

Das war Eveline Lemke am 10.Februar 2010. Die im März 2011 jenen Hendrik Hering im Amt beerbt hat. Die Frage der Befangenheit ist damit eindeutig zu klären?

Und ich Naivling hab diesen Worten tatsächlich geglaubt. Doch das Versprechen des “korrigieren” ist durch eine Realität des “arrangieren” ersetzt worden.

Trotz aller Frustrationen muß man aber auch nüchtern mal die kleinen Erfolge verbuchen: Kurt Beck ist so gut wie vom Tisch, auch wenn die komme-was-wolle-zusammenschweissten Genossen ihm jetzt alle die speckige Schulter klopfen. Und in Koblenz haben wir schon 8 Verhandlungstage erlebt zu einem Prozess, den die jetzt Angeklagten (und auch ich) vor ein paar Jahren nicht für möglich gehalten hätten.

Ausbaufähig.




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