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Sonntag, 17. November 2019

Schließt in Adenau jetzt auch das Krankenhaus?

Sieht jedenfalls nicht gut aus - und es gab sogar schon Demonstrationen.

Das will was heißen, denn die jüngere Geschichte hat gelehrt, dass man sich lieber devot der Obrigkeit unterordnet.

Ich habe mich gefragt, an wen sich die Demonstration richten soll - konnte aber nichts Genaues ausmachen. Demonstriert wurde in Adenau - wen möchte man damit erreichen? Ich konnte auch keine Forderungen ausmachen - außer, dass das Krankenhaus erhalten werden soll. Aber wer genau in die Pflicht genommen wird, das bleibt vage.

Der Träger gehört zur Marienhaus Gruppe, die aus den Franziskanerinnen hervorgegangen sind - die wiederum in grauer Vorzeit (1863!) unter widrigsten Bedingungen den Grundstein für diese Gesundheitsversorgung in Adenau gelegt haben. Hier (AW-Wiki) und hier (Bericht von 1969) kann man einiges aus den abenteuerlichen Anfängen nachlesen.

1966 wurde das Adenauer Krankenhaus neu geplant mit 146 Betten und zu Kosten von 7 Millionen Mark. Die Kosten wurden zwischen öffentlicher Hand und den Franziskanerinnen aufgeteilt.

Da das Haus gemeinnützig, aber privat betrieben wird und hohe Verluste einfährt - an wen richtet sich dann die Demonstration?

Aus Adenau bzw. der Verbandsgemeinde heraus hat man bereits in den Anfängen die disaströsen Freizeitparkphantasien tatkräftig unterstützt. Und während man Otto Flimm mit Füßen tritt, küsst man die von Malu Dreyer. Denn das hat man in Mainz schnell erkannt: Adenau ist käuflich.

Da scheint man sich auch mit den Politikern einig zu sein, denn Jürgen Pföhler wurde zwar nur von 21% (wieder)gewählt - das reicht aber, wenn 70% einfach nicht zur Wahl gehen.

Die Quittungen kommen schleichend, aber kräftig - Bahnhof gibt es schon lange keinen mehr, das Schwimmbad wird auch nicht mehr weiter erwähnt - und jetzt geht es dem Krankenhaus ans Eingemachte.

Witzig, dass ausgerechnet eine Privatfirma - der Nürburgring - auch zur Demonstration aufruft. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: eine private Firma, die dem Gewinn für die (geheimen) Investoren verpflichtet ist und die nichtmal ihre Zahlen veröffentlicht, verlangt von einem kirchlichen und gemeinnützigen Träger, dass sie doch gefälligst Verluste in 7-stelliger Höhe in Kauf zu nehmen haben.

Auf die Idee muss man auch erstmal kommen.

Natürlich ist das Krankenhaus für den Ring überlebensnotwendig. Ich hatte dort während meiner aktiven Zeit auch schon diverse Aufenthalte - mein Körper kann da einige Geschichten erzählen. Genau wie das Krankenhaus unzählige Geschichten erzählen kann - von Besuchern über Touristenfahrer bis Rennfahrer.

Bei einem Renntraining war immer ein Krankenwagen vor Ort - wenn es ein besseres war, dann auch zwei. Denn wenn kein Krankenwagen an der Strecke steht, hatten alle Pause, bis das Team wieder zurück war - und bereit für neue Ladung. Wenn jetzt so ein Krankenwagen nach Mayen oder Daun fahren muss, dann ist das natürlich wenig optimal - bzw. kann man es auch direkt lassen.

Das fällt dem Ring natürlich auch früh ein - wenn alles läuft, muss man sich ja keine Gedanken machen.

Wenn man mal den Ring ausklammert - weil ist ja auch ein Privatunternehmen - dann reden wir in Adenau von 3.000 Einwohnern und es kommen noch einmal 10.000 dazu, um die Verbandsgemeinde Adenau voll zu machen. Natürlich kann man für 13.000 Einwohner in dünn besiedeltem Gebiet ein Krankenhaus vorhalten. Wenn man entsprechend solvent ist. Weil mit solchen Zahlen mehrere Abteilungen mit entsprechenden Kapazitäten zu betreiben - verlustfrei - stelle ich mir schwierig vor. Und Adenau schwimmt jetzt nicht gerade im Geld - da muss man sich schon fragen, wie das gehen soll.

Hier habe ich mal eine Karte, wie sich die Krankenhäuser in der Region verteilen. Der Verlust von Adenau schmerzt da schon optisch - man müsste nach Bad-Neuenahr Ahrweiler, Mayen, Daun oder Gerolstein ausweichen.

Die Franziskanerinnen - bzw. seit 2011 “Marienhaus” - betreiben insgesamt 25 Krankenhäuser und weitere Einrichtungen, von Köln bis Saarbrücken. Da gehe ich mal davon aus, dass die wissen, wie das geht. Als Grund für die Chirurgie-Schließung wurde auch genannt, dass man keine Ärzte für das Haus gewinnen könne. Jedenfalls nicht zu den angebotenen Bedingungen. Ist irgendwo auch nachvollziehbar - es gibt zwar ringerprobte Ärzte, aber die sind natürlich auf lukrative Jobs angewiesen, um ihr kostspieliges Hobby finanzieren zu können.

Übrigens: wenn der Ring eine gemeinnützige Stiftung wäre, dann könnte man Teile des operativen Überschusses zum Erhalt des Adenauer Krankenhauses einsetzen. In dem jetzigen Konstrukt setzt ein russischer Oligarch den Gewinn höchstens zum Erhalt seiner Yacht ein.

Krankenhaus | Adenau | Marienhaus | StJosef | Demonstration | Verbandsgemeinde |


Donnerstag, 20. Oktober 2016

Tesla will Ende 2017 autonomen Level 5 erreichen - Hardware ab jetzt in allen Modellen vorinstalliert.

Gestern gab es eine heftige Ankündigung von Tesla bzw. Elon Musk:

All Tesla Cars Being Produced Now Have Full Self-Driving Hardware

Und die Hardware, von der da die Rede ist, hat es in sich:

Eight surround cameras provide 360 degree visibility around the car at up to 250 meters of range. Twelve updated ultrasonic sensors complement this vision, allowing for detection of both hard and soft objects at nearly twice the distance of the prior system. A forward-facing radar with enhanced processing provides additional data about the world on a redundant wavelength, capable of seeing through heavy rain, fog, dust and even the car ahead. To make sense of all of this data, a new onboard computer with more than 40 times the computing power of the previous generation runs the new Tesla-developed neural net for vision, sonar and radar processing software.

8 Kameras, 12 Ultraschallsensoren und ein Radar - das ganze überwacht von einem Tesla-eigenen neuralen Netzwerk (eine Art der künstlichen Intelligenz), das von einem Computer mit richtig Leistung im Auto verwaltet wird.

Allerdings noch nicht scharfgeschaltet, das kommt per Update irgendwann in der Zukunft. Aber die Technik ist bei allen Autos, die ab jetzt ausgeliefert werden, eingebaut. Und sogar richtig schick im Fahrzeug-Design integriert. Die 8 Kameras sorgen für eine 360° Abdeckung rund um das Auto.

Das sind ziemlich sensationelle Nachrichten und da wird es heute einige Krisensitzungen bei der Konkurenz - also quasi der gesamten restlichen Automobilindustrie - gegeben haben. Denn - wie im autoblog.com so schön zu lesen steht - Put simply, Level 5 is the holy grail of autonomous driving. Level 5 ist die höchste Stufe - mehr geht nicht. Da kann man während der Fahrt Kaffee trinken, lesen, schlafen … und eigentlich braucht man auch kein Lenkrad mehr im Auto.

© Tesla, Model X

Das Tempo, das Tesla hier vorlegt, ist gigantisch und sie selber müssen auch erst einmal tief Luft holen, um richtig in Fahrt zu kommen. Da der bisherige Autopilot ersetzt wird, aber die neue technische Umsetzung noch nicht kalibriert ist, fallen sogar Assistenzsysteme im ersten Schritt weg, die heutzutage fast Standard sind:

Before activating the features enabled by the new hardware, we will further calibrate the system using millions of miles of real-world driving to ensure significant improvements to safety and convenience. While this is occurring, Teslas with new hardware will temporarily lack certain features currently available on Teslas with first-generation Autopilot hardware, including some standard safety features such as automatic emergency braking, collision warning, lane holding and active cruise control.

Also quasi 1 Schritt rückwärts (von aktuell Level 2 auf Level 1), um 3 Schritte nach vorne zu kommen (von Level 2 direkt auf Level 5).

So harmlos sich das vielleicht alles anhört - das ist ein großes Erdbeben und die Umsetzung ist Tesla tatsächlich zuzutrauen. Ein sehr mutiger Schritt noch dazu, denn kein etablierter Autohersteller hätte diese Strategie gewählt - das geht nur mit einem beweglichen und revolutionären Start-Up, wie es Tesla nunmal ist. Stellt Euch so ein Vorgehen mal bei Mercedes oder BMW vor - unmöglich!

Tesla kennt seine Kunden genau, um abschätzen zu können, ob diese Strategie Umsatzverluste mit sich bringen wird. Das können sie im Moment nämlich überhaupt nicht gebrauchen, weil sie Geld für das (Volumen-) Model 3 sammeln müssen, das zu einem Preis ab 35.000 $ Ende 2017 auf die Straße kommen soll. Wobei die ersten 12 Monate der Produktion schon ausverkauft sind. Aktuell kann man das Model S (Limousine, ab 77.000 €) und das Model X (SUV, der mit den Flügeltüren, ab 99.000 €) kaufen.

Umsonst ist der autonome Spaß natürlich auch nicht:

Tesla’s website/order configurator has already been updated, and “Enhanced Autopilot” adds $5,000 to the cost ($6,000 after delivery) – up from $3,000 earlier. And the promise of “Full Self-Driving Capability” in the future (without a date due to regulatory issues) adds another $3,000 ($4,000 after delivery).

Also 8.000 $ - ohne zu wissen wann es aktiviert werden wird.

Zur Demonstration hat Tesla heute ein Video veröffentlicht, wo man ohne Fahrer-Eingriff unterwegs ist und das Auto am Ende alleine einen freien Parkplatz sucht und einparkt. Was manchen Leuten schwer fällt sich gedanklich vorzustellen, ist bei Tesla inzwischen Realität:

Vom Timing her hat sich Elon Musk vorgenommen Ende 2017 eine Demonstrationfahrt zu realisieren von LA nach New York:

Our goal is, and I feel pretty good about this goal, that we’ll be able to do a demonstration drive of full autonomy all the way from LA to New York, from home in LA to let’s say dropping you off in Time Square in New York, and then having the car go park itself, by the end of next year. Without the need for a single touch, including the charger.

Was zufälligerweise in etwa mit den ersten Model 3 Auslieferungen zusammenfallen dürfte.

Ganz schön irre wie das abgeht. Einmal Schleudergang bitte für für den Rest der bräsigen Automobilindustrie.

Tesla | Musk | Elektro | autonom |


Donnerstag, 22. September 2016

Wie unterscheiden sich eigentlich die verschiedenen Level beim autonomen Fahren?

Johann Jungwirth von VW erklärt das mal:

Wir sprechen von fünf Schritten auf dem Weg zum selbstfahrenden Auto. Im Moment sehen wir Autos des Levels zwei mit Assistenzsystemen, die zum Beispiel die Spur halten und selbstständig bremsen und beschleunigen. Der Fahrer bleibt jedoch verantwortlich und muss die Situation jederzeit im Blick haben. Erst Autos des vierten Levels werden wirklich autonom fahren, im fünften Level werden wir auf Lenkrad und Pedalerie verzichten, so dass Menschen und Waren komplett selbstfahrend transportiert werden. (..) Technologisch werden wir Level vier und fünf in den nächsten drei bis fünf Jahren erreichen.

In den nächsten drei bis fünf Jahren! Das ist nicht mehr lange hin.

VW legt dann auch gleich mal vor mit dem neuen A8 (2017):

Der neue Audi A8 wird Maßstäbe setzen und zum Beispiel im Stau und bei stockendem Verkehr bis 60 km/h auf der Autobahn selbstständig fahren – er wird beschleunigen, bremsen, lenken. Der Mensch kann die Hände vom Steuer nehmen und teilweise Nebentätigkeiten ausüben. Mit dem Auto erreichen wir Level drei und liegen im Vergleich zu unseren Wettbewerbern vorn.

So eine Übersicht wäre nicht schlecht, welcher Hersteller wann die Level 3, 4 und 5 eingeplant hat.

Ich habe wirklich starke Zweifel, ob wir in 10 Jahren noch Motorsport haben werden, so wie wir ihn heute kennen: mit Fahrer und Verbrennungsmotor.

Denn Motorsport dient den Herstellern zur Verbesserung des Markenimage und der Demonstration ihrer technischen Möglichkeiten. Und da geht’s in Zukunft um Strom und ohne Fahrer.

Also genießt die Zeit solange es noch Krach macht und gelenkt werden muss!


Dienstag, 04. November 2014

Eine ganze Region wird zum Gespött, weil sie sich nicht traut.

Eindringlicher Text von Conny Fricke an die Bürger von Adenau & Co.:

“Oder glaubt etwa jemand, dass ein russischer Milliardär sich an Gesetze hält, die ihm nicht passen? (..) Bitte versteckt Euch nicht hinter Ausreden. Fahrt am 15.11.2014 zur Demonstration Mainz. Für Euch, für euren Ring!”

Tags: Ringdemo | ConnyFricke |


Dienstag, 14. Januar 2014

Eveline Lemke: Sell The Ring statt Save The Ring.

Früher hat Eveline Lemke Seite an Seite für den Nürburgring und die Region Stellung bezogen, aber heute gibt es für sie nur noch eins: weg damit, verkaufen, so schnell es geht.

Früher war sie weder im Landtag, noch in der Regierung - heute bekleidet sie als stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin hohe Regierungsverantwortung.

Vergangenen Samstag meldet sie sich auf ihrer Homepage - nach ewig langer Zeit des Schweigens - überraschend zum Thema Nürburgring:

“Viele Menschen in meiner Heimat um den Nürburgring haben Sorge, dass nach Abwicklung des Insolvenzverfahrens die Region nicht mehr vom Rennsport profitiert oder die Öffentlichkeit vom Zugang zum Mythos Nürburgring ausgeschlossen sein könnte.”

Dazu muss man wissen, daß sie in Bad Bodendorf bei Sinzig zuhause ist - von dort sind es nur 50 km zum Ring.

Und wie adressiert sie in dieser hohen Regierungsfunktion die Sorge ihrer Mitbürger?

“Damit sich die Menschen nicht Sorgen machen müssen, hat der Landtag das Nürburgring-Gesetz beschlossen.”

Schon im Mai 2013 habe ich dazu geschrieben: Das Nürburgring-Gesetz. Oder: wie die Landesregierung dem Volk Valium verabreicht. Dieter Weidenbrück hat es kommentiert und auch Ja zum Nürburgring. Bei der Auseinandersetzung mit Hendrik Hering bin ich auch noch einmal detailliert auf das Gesetz eingegangen - egal, von welcher Seite man es betrachtet: es ist Valium für’s Volk und öffnet dem neuen Besitzer Tür und Tor zum Dehnen der Formulierungen. Industriepool oder Einbeziehung der Region kommen zusätzlich zu den Schwächen überhaupt nicht vor.

Das Gesetz hat sich die Politik nur ausgedacht, um den geplanten Verkauf der Rennstrecken weiter planmäßig durchziehen zu können. Der Alles-wird-gut-Keks für den besorgten Bürger.

Umso enttäuschender, daß Eveline Lemke 1:1 die Hendrik Hering Argumentation aufgreift, obwohl der unwirksame Schutz längst dargestellt wurde.

“Die rot-grüne Landesregierung ist 2011 in dem Bewusstsein und mit der Verabredet gestartet, die Verhältnisse am Nürburgring neu zu ordnen und dies im Einvernehmen mit der EU-Kommission zu tun.”

Ja - daran kann ich mich gut erinnern. Sogar noch nach der Wahl - im Juli 2011 - hat sie die SAVE THE RING Demonstration unterstützt.

Aber als sie am geplanten Ende des Demonstrationsweges auf einmal neben Jörg Lindner auf uns wartete, da witterten nicht Wenige eine Falle. Kaffee und Kuchen hätte es geben sollen, dabei richtete sich der Protest ausdrücklich gegen die NAG von Kai Richter und Jörg Lindner und ihr Unterdrücker-Regime.

Der Umzug machte 100m vor den Beiden kehrt - die einzig richtige Entscheidung.

“Etwas polemisch sind wir GRÜNE damals mit der Forderung in den Landtagswahlkampf gezogen, dass das ”Fass“ endlich einen ”Boden“ erhalten solle. Einer Abwägung vor Ort, wo Schwimmbäder wegen fehlender Haushaltsmittel geschlossen werden müssen oder die Löcher in den Straßen nicht geflickt werden können, hält keine Argumentation FÜR Millionen am Nürburgring stand.”

Ganz einfach: das Fass ohne Boden ist der Freizeitpark und nicht die Rennstrecke. Trennen von Rummel und Rennen - und schon hat der Nürburgring wieder eine Zukunft! Und noch einmal: warum hat Hendrik Hering die privaten Bestandteile für ca. 100 Mio Euro innerhalb der Nürburgring GmbH verstaatlicht? Dieser Schritt war quasi die Insolvenzgarantie!

“Vor der Insolvenz bestand der Wille, den notwendigen Transformationsprozess seitens der Landesregierung noch aktiver ausgestalten zu können.”

Oder auf deutsch: weitere Millionen in das Fass ohne Boden zu pumpen!

“Dafür hat die Landesregierung bei der EU Kommission eine Beihilfe beantragt, die nicht genehmigt wurde.”

Kurt Beck’s Lieblingsargument: die böse EU! Kein Wunder, daß die EU RLP erstmal auferlegt hat, kein WEITERES Geld in die Nürburgring GmbH zu pumpen, wenn gleichzeitig eine große Beihilfeuntersuchung läuft. Gängige Praxis, daß vor Beantwortung der Fragen alle weiteren Zahlungen (Beihilfen!) ausgesetzt werden.

“Statt dessen ging dann der Nürburgring in die Insolvenz.”

Naja, ging ist relativ: die Regierung inklusive Eveline Lemke hat ihn dahin geschickt, am 18.7.2012.

“Das Deutsche Insolvenzrecht hat klare Vorgaben, an die sich alle halten müssen, auch die Politik.”

Ja? Und das heißt jetzt genau was?

Es heißt auf jeden Fall NICHT, daß der Nürburgring verkauft werden MUSS und vor allem nicht mit der Hektik, in der das aktuell abgewickelt wird.

Genausogut könnte die Firma auch SANIERT werden, aber da redet niemand drüber. Die Verkaufsprospekte preisen ein rentables Unternehmen an und man fragt sich zwangsläufig: warum sollte jemand auf die Idee kommen, sowas freiwillig zu verkaufen? Die defizitären Bestandteile sind Kurt Beck’s in Beton gegossene Träume - die Rennstrecke hat gute Chance auf eigenen Beinen zu stehen.

Ihr Text geht noch weiter, könnt Ihr ja selber mal schauen. Das Gesetz muß ein zweites Mal als Argument herhalten und Otto Flimm wird auch abgebügelt.

Alles in allem ein sehr bitterer Aufsatz - und auch eine große Enttäuschung. Das einzige, woran die Regierung interessiert zu sein scheint: verkaufen! So schnell wie möglich verkaufen!

Und warum? Man möchte damit der Entscheidung aus Brüssel zum Beihilfeverfahren zuvorkommen. Anscheindend hat man mehr Angst vor einem negativen Bescheid, als man zugeben möchte. Das kommt einem Eingeständnis gleich, gegen EU Gesetze verstoßen zu haben und deshalb möchte man das Urteil erst garnicht hören.

Das Ganze natürlich nur, wenn der Verkaufsprozess auch EU-sauber abläuft. Und da haben Otto Flimm und Dieter Frey massive Zweifel und die 50-seitige Beschwerde scheint mächtig Staub aufzuwirbeln. Bester Beweis dafür ist, daß Insolvenzlautsprecher Nuvoloni der Beschwerde gelassen entgegen sieht.

So kann man sich natürlich fein aus der Affäre ziehen und wenn die Nordschleife dafür über die Klinge springen muss, so what? Die Politiker fahren Samstags nicht zum Brünnchen, denen ist das egal.

Wenn man sich mal die finanziellen Größenordnungen anschaut: 500 Mio Euro sind in den Freizeitpark geflossen und angeblich hat Capricorn 50 Mio Euro FÜR ALLES geboten. Der ADAC hat nur für die Rennstrecken angeblich 37 Mio Euro geboten (und wurde dafür vor die Tür gesetzt: zu niedrig). Das heißt der Freizeitpark mit Kosten von 500 Mio Euro Steuergeld vor 5 Jahren hat einen Marktwert von 13 Mio Euro. Mit Hotels und Feriendorf und allem drum und dran.

Das muß man erstmal sacken lassen.

Und um diese läppischen 13 Mio Euro nach oben abzurunden soll jetzt die Nordschleife verkauft werden! Die für die ganze Katastrophe am allerwenigsten kann.

Das macht doch alles überhaupt keinen Sinn, weder logisch - noch betriebswirtschaftlich!

Liebe Eveline Lemke, liebe Landesregierung: kommt zur Vernunft und stoppt diesen Amoklauf! Die Nordschleife ist kulturelles Erbe, weltberühmte Sportstätte und Lebensnerv einer ganzen Region. Wir müssen verhindern, daß dies alles der Ausbeutung zum Opfer fällt!

UPDATE:

Eveline Lemke hat über Facebook geantwortet:

“Lieber Mike Frison, danke für Dein Eingehen, ich finde es wichtig, dass wir uns bei aller Unterschiedlichkeit der Haltung trotzdem korrekt im Umgang miteinander auseinandersetzen. Sobald es aus meiner Sicht eine neue Erkenntnis, ein neues Argument oder eine Entscheidung gibt, werde ich mich wieder zu Wort melden. BG Eveline”

Und ich auch nochmal:

“ Eveline, zu warten halte ich für keinen guten Vorschlag, denn die Zeit drängt enorm. Ist der Verkauf erst einmal vollzogen, wird sich dieser wohl kaum rückgängig machen lassen. Und dann folgt nach den grausamen Jahren erst mit NAG und jetzt mit den Insolvenzverwaltern der nächste, der sich hemmungslos am Nürburgring bedient: der Privatbesitzer.”

“Wie viele andere auch, sehe ich nur die Chance des gemeinnützigen Betriebes, am besten in Landeshand - und den Verkauf verhindern wir besser heute als morgen. Bitte lass diese Chance nicht ungenutzt und öffne Dich dringend für die Gespräche, die Dir angeboten wurden - sonst ist es schnell zu spät.”

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tags: EvelineLemke | Lemke | Insolvenz | Erlebnisgrab


Sonntag, 28. Juli 2013

Mal was anderes: STOP WATCHING US Demo in Köln.

Normalerweise geht es hier bei mir im Blog um motorsportliche Themen, aber hier mal etwas, was uns alle angeht. Es geht um nichts weniger als unsere Freiheit, die durch unsere Regierung bedroht ist. Dank Whistleblower Edward Snowden wissen wir, daß das verdachtsfreie und allumfassende Abhören aller Kommunikationswege nicht der Paranoia entspringt, sondern heute schon Realität ist.

Empfehlen kann ich den Artikel von Sascha Lobo, der herzlich direkt das Thema im Spiegel aufgreift:

S.P.O.N. - Die Mensch-Maschine: Mein Weg zum Ekel

Gestern gab es bundesweit Proteste der Bevölkerung gegen die Überwachungsprogramme der Regierung, insgesamt sind in etwa 40 Städten Proteste organisiert worden.

Auch in Köln ging es vom Platz vor dem Hauptbahnhof durch die Innenstadt zum Neumarkt. Ich habe mich ebenfalls den Protesten angeschlossen - auf der einen Seite war es schön zu sehen, daß ca. 700 auf die Straße gegangen sind - auf der anderen Seite hätten es auch ruhig viel mehr sein können. In Berlin waren es um die 7.000 Protestierer.

Die Tagesschau hat so darüber berichtet.

Da ich vor Ort war, wollte ich die Gelegenheit nutzen auch meine Eindrücke zu schildern und was eignet sich besser dazu als der eigene Blog:

Heißes Sommerwetter, als sich die Leute bunt gewürfelt am Dom versammelt haben.

Der Blick vom LKW, der als Bühne eingerichtet wurde.

Bevor es losgeht, versammeln sich alle und es gibt verschiedene Reden.

Seht Ihr links das Polizeiauto? So spärlich war tatsächlich der gesamte Polizeieinsatz - das hat mir richtig gut gefallen. Die Demo hat super funktioniert und wie man sieht geht es auch ohne Großeinsatz der Staatsmacht.

Bradley Manning und Edward Snowden waren immer präsent.

So bedrohlich die Verkleidung, so bedrohlich ist tatsächlich unsere Situation.

Der Marsch setzt sich in Bewegung ...

... Richtung Neumarkt.

Den interessierten Beobachtern wurden Handzettel verteilt und man hat die Leute aufgerufen, sich der Demo anzuschließen.

Wenn die Bevölkerung auf die Straße geht, ist das ein Alarmzustand für die Situation unserer Demokratie.

Miteinander statt Gegeneinander - eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber der Staat arbeitet aktuell gegen uns.

Am Dom ging's vorbei ...

... und so hat das von der Bühne aus am Neumarkt ausgesehen.

Gestapo > Stasi > NSA, das ist unsere Evolution. Freiheit bekommt man nicht geschenkt, man muss sie sich immer wieder neu erkämpfen.

Man sieht die Überwachung nicht, aber das macht den Zustand so gefährlich. Wenn wir uns unsere Privatsphäre nicht zurückerkämpfen, wird das Auswirkungen auf das Verhalten der Menschen haben. Wollen wir wirklich in einer Welt leben, die durch Angst bestimmt wird? Unter dem Vorwand unsere Sicherheit zu gewährleisten?

Bitte informiert Euch und kämpft für das, was Euch wichtig ist. #stopwatchingus ist der Hashtag und wird je nach Region unterschiedlich organisiert. Hier in Köln hat sich ein Bündnis gebildet.

Teilt bitte dieses Video: Überwachungsstaat, was ist das?

youtu.be/iHlzsURb0WI

Tags: StopWatchingUs | Demonstration | Köln


Sonntag, 17. März 2013

ADAC kämpft!

In der Rhein-Zeitung:

“Der Automobilclub ist fest davon überzeugt, dass legendäre Nordschleife und Grand-Prix-Strecke ein einzigartiges Kulturgut von hohem öffentlichen Interesse darstellen und daher aus Sicht der EU-Kommission privilegierungsfähig sind.”

"Wir wollen da oben nicht Lindner-Richter 2.0.”

Was ich allerdings nicht verstehe:

“Der ADAC schlägt eine Stiftung oder ein ähnliches Modell vor (..)”

Das macht er doch garnicht. Wo hat der ADAC eine Stiftung vorgeschlagen? Das wird solange in den Raum geworfen, bis es alle glauben. Die Demo setzt sich für Gemeinwohlbindung ein - die Unternehmensform ist da doch erstmal zweitrangig.

Meiner Meinung nach haben die Medien dieses Stiftungsgespenst selber konstruiert. Das passt natürlich den Insolvenzverwaltern prima in’s Geschäft, denn auch eine Überführung in eine Stiftung ist ein Eigentümerwechsel, also ein Verkauf. Denen ist egal, an wen sie verkaufen, Hauptsache verkaufen!

Deshalb wird immer wieder subtil untermauert, daß der Verkauf beschlossene Sache sei - oder eben alternativlos.

Aber genau einen Verkauf will Otto Flimm und die Demo ja verhindern! Die Rennstrecken sind Volkseigentum und sollen es auch bleiben. Eine Stiftung nützt da erstmal garnichts.


Samstag, 16. März 2013

Am Dienstag schlägt der Ring in Mainz auf.

Bei der Otto Flimm Veranstaltung vor genau 2 Wochen am 2.März in Nürburg waren breit gefächert alle verantwortlichen Politiker aus der Mainzer Landesregierung eingeladen - und keiner ist gekommen.

Das war nicht nur eine bittere Enttäuschung, sondern (wieder einmal) ein überdeutliches Signal, daß man ausgerechnet mit denen, die diese Sportstätte am meisten angeht, nämlich DIE SPORTLER, nicht gewillt ist zu reden.

Doch Otto Flimm gibt nicht nach und daraus ist die Idee der Demo in Mainz geboren. Es haben sich Viele solidarisiert und inzwischen ist klar:

Wenn die Politiker nicht zum Nürburgring kommen, dann kommt der Nürburgring zu den Politikern!

Der Aufstand in der Region um den Ring ist zwar nach wie vor eine bittere Enttäuschung, aber ich hatte ja 5 Jahre Zeit mich daran zu gewöhnen, von daher keine Überraschung.

Was mich aber positiv stimmt, daß zum letzten Gefecht auch reichweiten-gewaltige Personen wie Peter Meyer aufbrechen oder Organisationen wie der ADAC-Nordrhein. Die wissen genau, daß der deutsche Motorsport schon mächtig auf Kante genäht ist und jeder private, gewinnorientierte Betrieb mit den Folgen für Streckenmiete und Zugänglichkeit das Fass zum Überlaufen bringt.

So wird dann auch ohne lang drumrum zu reden der Abzug der ADAC Veranstaltungen in Aussicht gestellt, sollten GP-Strecke und Nordschleife tatsächlich den Besitzer wechseln.

Dann gehen am Ring nicht nur für die Zuschauer mächtig die Lichter aus, sondern auch für die Breitensportler. Wer aktiv mit etwas Dynamik und Wettbewerb auf solchen Veranstaltungen unterwegs ist, weiß wieviel ehrenamtliches Engagement nötig ist, um einigermaßen mit einer schwarzen Null solche Rennen zu stemmen. Und trotzdem muss mit ordentlichem Startgeld das Fahrerfeld zur Kasse gebeten werden.

Zwei deutliche Artikel heute, einmal in der Rhein-Zeitung mit Bezug auf Otto Flimm:

“Finger weg von der Nordschleife: Demo gegen Verkauf des Nürburgrings”

Zum ersten Mal lese ich etwas in den Medien, das den Bezug zur Nordschleife deutlich herstellt! Das hatte ich ja schon im Talk erwähnt, daß durch gezielte Wortverdrehungen die Öffentlichkeit eingelullt werden soll:

Die Verscherbler nennt man lobend Sanierer und der gescheiterte Beck°Park wird allumfassend Nürburgring genannt.

Beides völlig an den Haaren herbeigezogen, aber wenn man es lange genug macht, glaubt man es irgendwann sogar selber.

Das Ziel dieser Manipulation ist ganz klar: die Nordschleife ist das wertvollste Asset im Nürburgring-Angebot und man möchte es sich unauffällig zunutze machen, um mit dem Verkauf Geld für die Freizeitpark-Insolvenz herbeizuschaffen.

Bisher sah es auch so aus, als kämen sie damit durch. Buchstäblich in letzter Sekunde scheint es langsam durchzusickern, was das für den Ring und den Sport bedeuten würde und der Widerstand formt sich viel massiver und geschlossener als vorher.

Das ist auch für die Regierenden eine neue Situation und wer die Motorsportler kennt: einmal in Bewegung gesetzt hält die so schnell keiner auf. Die tragen auch ein 2. oder 3.mal den Ring nach Mainz und auch wenn die nächsten Wahlen noch 3 Jahre entfernt scheinen im Frühjahr 2016 - wenn man jetzt weiter versucht, die Ring-Nutzer zu übergehen bzw. zu übertölpeln, könnte das für die jetzt Handelnden bei den nächsten Wahlen noch ein ziemlich bitteres Ende bedeuten.

Dietmar Brück - den wir versuchen auch mal für einen Talk zu gewinnen - schreibt heute morgen:

“Der ADAC-Ehrenpräsident hat Expertise einholen lassen und ist fest davon überzeugt, dass das EU-Beihilfeverfahren keinen schnellen Verkauf nötig macht. „Wir haben Zeit für eine gute Lösung, die auch in Zukunft Breitensport zu bezahlbaren Preisen am Nürburgring garantiert“, so Flimm. Den Ring-Sanierern unterstellt er Profitstreben. Und: Nach einem Verkauf, fürchtet Flimm, „kann der neue Besitzer machen, was er will“. Ein öffentliches Zugangsrecht wird einen Investor seiner Ansicht nach kaum daran hindern, vorrangig auf seinen eigenen Profit zu schauen.”

(Da waren sie ja wieder, die Sanierer - habt Ihr’s gemerkt?)

Und später heute dann dieser Artikel in der WiWo vom ringerprobten Florian Zerfaß:

“Nürburgring Verkauf: Die große Koalition gegen die Regierung.”

"(..) Jetzt hat Meyer die Notwendigkeit gesehen, sich nach langer Zeit mal wieder zu Wort zu melden: Wegen des anstehenden Verkaufs der Rennstrecke attackiert der ADAC-Boss die rot-grüne rheinland-pfälzische Landesregierung um Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) – und droht mit dem Wegzug aller ADAC-Rennveranstaltungen aus der Eifel.

„Ich habe den Eindruck, dass sich die Regierung mit einem Verkauf einfach des Problems entledigen will. Zu Lasten der Automobilindustrie, die auf dem Nürburgring testet, zu Lasten des Motorsports und der Großregion Eifel“, sagt Meyer im Gespräch mit der WirtschaftsWoche."

Das tut gut, Rückendeckung zu bekommen, wenn man auf die Straße geht.

Denn die Argumente sind da:

"Doch der ADAC verweist auf ein Gutachten, das der gemeinnützige Verein „Ja zum Nürburgring e.V.“ bei dessen Rechtsanwalt, Dieter Frey aus Köln, in Auftrag gegeben hat. Das Gutachten kommt zu einem ganz anderen Ergebnis: Die Sportstätte sei grundsätzlich förderungsfähig, anders etwa als die mit Landesgeld erbauten Hotels und der Freizeitpark. Mehr noch: Die Sportförderung genieße in Rheinland-Pfalz sogar Verfassungsrang, und europarechtlich „spiegelt besonders Art. 165 AEUV die besondere Bedeutung des Sports und die Verpflichtung der Union, zu seiner Förderung beizutragen, wider.“

Die Veranstaltungen auf dem Nürburgring sind laut Frey zu mehr als 90 Prozent Breitensportveranstaltungen, zudem sind in die Rennstrecken selbst praktisch keine Beihilfen geflossen."

Und auch die Demo mit ihrer Entstehungsgeschichte wird angesprochen:

"Dem immer lauter werdenden Protest wird die Landesregierung vor der eigenen Haustür in Mainz nicht so leicht ausweichen können wie der Mitgliederversammlung von „Ja zum Nürburgring“ vor zwei Wochen in Nürburg. Mehrere Regierungsmitglieder waren eingeladen, unter anderem auch Ministerpräsidentin Dreyer und ihre Stellvertreterin Eveline Lemke (Grüne), der für den Nürburgring zuständige Innenminister Roger Lewentz (SPD) und SPD-Fraktionschef Hendrik Hering.

Dem Verein um seinen Vorsitzenden, den früheren ADAC-Chef Otto Flimm, stieß bitter auf, dass alle eingeladenen Regierungsvertreter absagten, mitunter sogar recht kurzfristig."

Es braut sich was zusammen, nur noch 3x schlafen!

Das hatten wir in der Form erst einmal, am 24.Juli 2011:

Das ist auch nicht das erste Mal, daß Sabine mit ihrer tapferen Mutter Uschi auf die Straße geht:

Damals dachten wir noch, wir hätten Verbündete in Mainz:

Hat sich rausgestellt: iss nich wegen iss nich.

War auch so eine Lektion. Für uns.

Die Lektion für die Regierung kommt dann am Dienstag! Daher nochmal mein Appell: alles was Beine hat in alles was Räder hat und auf zum Regierungssitz am Dienstag! So eine Chance, zu zeigen wer wir sind und wieviele wir sind bekommen wir nicht so schnell nochmal.


Dienstag, 12. März 2013

Die Otto Flimm Parade zieht mächtig Kreise.

Die Motorsportler rücken zusammen, aus Konkurenten werden Mitstreiter - viele Serien rufen zum Mit-Demonstrieren auf:

Das hätte Otto Flimm wirklich verdient, wenn in Mainz nächsten Dienstag so richtig breite Unterstützung aufläuft.

Otto Flimm und der gerade aussteigende Sieger vom 24h-Rennen 2011: Timo Bernhard.

Und es sieht gut aus, daß es so kommt.

Wenn schon die Einstellfahrten ausfallen, dann machen wir eben eine Riesen-Saisoneröffnungsparty vor dem Landtag. Die müssen spüren, daß wir den Ring so schnell nicht im Stich lassen und wenn die uns weiter ver*****en wollen, dann können wir auch ruhig öfter mal vorbeikommen! Hätten wir alle ja viel Zeit, wenn sich am Ring nix mehr dreht.


Dienstag, 01. November 2011

Ein paar übrig Ns vom hektischen Mahnbescheids-Dienstag.
Montag, 03. Oktober 2011

Übrig Ns vom Einheitsmontag.
Mittwoch, 20. Juli 2011

SAVE THE RING Demo am Formel 1 Sonntag.

Kommenden Sonntag direkt vor dem Formel 1 Grand Prix steht uns am Ring eine waschechte Demo bevor. Ausgehend von den beiden Initiatoren Axel/Werner auf Facebook und dem Titel

“Save The Ring Action Day”

ist das Ganze offiziell genehmigt und mit deutscher Gründlichkeit in entsprechende Schranken gewiesen, z.B.:

“5. Es dürfen 3 – 4 Personen nebeneinander gehen, so dass sich eine Zugbreite von ca. 3,00 m ergibt. Transparente und Trageschilder dürfen diese Breite nicht überschreiten.

Treffpunkt ist die Gemeindehalle in Nürburg (neben Getränke Schmitz in der Nähe vom Hotel Tiergarten) und der Protestmarsch setzt sich um 11:45 Uhr in Bewegung.

Hier gibt es alle Details auf Deutsch oder Englisch und sogar einen Link für Facebook-Verweigerer.

Ich finde die Initiative klasse und sie zeigt, daß die Leute inzwischen die Ärmel hochkrempeln. Noch ist es nicht zu spät den Ring zu retten und es werden immer mehr Aktionen, die deutlich machen, daß die Entwicklung in eine falsche Richtung gesteuert wird.

Mir persönlich gefällt sehr, daß diese Demonstration ohne mein Mitwirken zustande gekommen ist. Von mir aus könnte jeden Tag Demo am Ring sein! Je mehr Aktionen gezündet werden, umso mehr wird der Widerstand nach außen sichtbar.

Die Initiatoren geben sich viel Mühe und lassen keine Gelegenheit aus, um auf den Termin hinzuweisen. Die Gradwanderung fällt nicht immer leicht und nicht alle Reaktionen sind positiv.

Ich jedoch lasse mir den Marsch nicht entgehen und hoffe, daß möglichst viele Leute dabei sind. Die Route ist recht übersichtlich und geht so wie ich das verstehe von der Nürburger Gemeindehalle bis zum letzten Kreisel an der Fahrerlager-Einfahrt.

Es wird garnicht so einfach sein in dem ganzen Formel 1 Andrang aufzufallen, wäre also schon gut, wenn wir da nicht alleine rumdackeln. Verkehrstechnisch ist wie immer Ausnahmezustand, von daher ist eine frühe Anreise sehr empfehlenswert ;)

Das wird sicher lustig und auch ein bischen geschichtsträchtig, also laßt Euch das nicht entgehen. So ein paar Schilder und Spruchbänder kommen bei einer Demo auch immer ganz gut ;)

Ich werd auch zeitnah berichten und ein paar Bilder machen - Ehrensache! Save The Ring.




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