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Donnerstag, 29. August 2019

In Adenau war am Wochenende großes Heuchler-Hurra, denn Malu Dreyer war zu Besuch.


Mittwoch, 05. Juni 2019

Andrea Nahles ist ja quasi arbeitslos - kommt sie jetzt wieder zurück in die Eifel? Au weia.

Immerhin ist Malu Dreyer beschäftigt, dann kann sie in RLP weniger Schaden anrichten.

Schade, dass die SPD erst jetzt am Boden liegt und nicht schon vor 10 Jahren, als sie dem Nürburgring den Betonsarg um den Hals gehangen haben.

Aber CDU Hoffnung Julia Klöckner agiert auch nicht gerade weise.


Dienstag, 01. Januar 2019

2019er Ausblick zum Nürburgring-Verkauf und der EU-Klage.

Über die Feiertage hatten Dieter Weidenbrück und ich Gelegenheit uns zu einem Kaffee zu treffen - kommt viel zu selten vor.

In dem Zusammenhang kann ich das Kaffee Hutschachtel in Wesseling empfehlen - hat gerade nach Renovierung unter italienischer Leitung neu aufgemacht.

Aber bevor ich das Gespräch hier zusammenfasse, verlinke ich lieber auf seinen Text bei Ja zum Nürburgring - denn Dieter hat sich die Mühe gemacht das noch einmal für alle zusammenzufassen.

Ende April war die Verhandlung des Vereins beim Europäischen Gericht und seitdem ist passiert … nichts. Trotzdem hat sich der Verein in der Zwischenzeit bemüht - wie in Dieter’s Text nachzulesen - die Lösung als Stiftungsmodell weiterzutreiben. Das liegt jetzt mehr oder weniger einsatzbereit in der Schublade und wäre natürlich die Ideallösung, denn dann würden alle Gewinne aus dem Betrieb nicht in irgendwelche tiefen Taschen abgeführt, sondern wieder in den Nürburgring und dessen Erhalt gesteckt.

Ich muss immer daran denken wie eiskalt Malu Dreyer im April 2013 den Ring im Namen der SPD verschachert hat:

Mike Frison / renn.tv

Und jetzt schaut Euch mal an, wie stolz sich Andrea Nahles auf einmal die Rennstrecke um den Hals hängt. Als der Ring es am nötigsten gehabt hätte, war sie gepflegt auf Tauchstation.

JaZumNürburgring | Ringverkauf | Insolvenz | Weidenbrück |


Dienstag, 24. April 2018

Malu Dreyer traut sich wieder in Nürburgring-Nähe.

Das letzte Mal wurde sie vor 4 Jahren gesichtet.


Freitag, 30. März 2018

Erinnert Ihr Euch noch an Thomas Middelhoff?

Hat vor ein paar Jahren ziemlich Wellen geschlagen, weil er als uneinsichtiger Manager der Untreue schuldig gesprochen wurde - und tatsächlich auch in's Gefängnis wanderte.

Ich hatte es seinerzeit aufgegriffen, weil in Mainz noch viele Schuldige an der Nürburgring Insolvenz unbehelligt frei herumliefen bzw. heute noch laufen. Elegant aus der Schusslinie genommen von einer Ex-Staatsanwältin.

Thomas Middelhoff jedenfalls scheint geläutert, hat sich der Strafe gestellt und offensichtlich harte Zeiten durchgemacht.

Hier ist ein aktuelles Interview mit ihm auf Phoenix - sehenswert.

Dabei fällt mir wieder ein: wieso läuft der vor 4 Jahren auf Gefängnis ohne Bewährung verurteilte Ingolf Deubel eigentlich noch frei herum?

Middelhoff | Deubel | Dreyer | Untreue | Gefängnis |


Samstag, 09. Dezember 2017

Malu Dreyer lächelt sich weiter nach oben - jetzt in Berlin.

Und erobert den SPD Parteitag:

Die Abstimmungskönigin des Parteitags, die mit mehr als 97 Prozent erstmals an die Parteispitze und zur Stellvertreterin von Martin Schulz gewählt wurde, kommt aus Rheinland-Pfalz. Dort hat die 56-Jährige das Erbe von Kurt Beck so erfolgreich verwaltet, dass sie mitten in der Flüchtlingskrise 2016 ihre erste Landtagswahl gewann.

Das Intrigieren als Verwaltung zu umschreiben ist eine fahrlässige Verharmlosung. Ehrlicher wäre diese Zusammenfassung gewesen:

Nachdem sie Kurt Beck erfolgreich aus der Schusslinie und den Nürburgring weit unter Wert und fragwürdigsten Umständen in russische Hände verschachert hat, sind ihr die gutgläubigen RLP-Wähler trotzdem auf den Leim gegangen und haben eine weitere SPD Regierung ermöglicht.

Dreyer | Beck | Nahles | Berlin |


Sonntag, 12. November 2017

Malu Dreyer ehrt Alfred Novotny und den MSC Adenau.

Der MSC Adenau rund um den Vorsitzenden Alfred Novotny war sich nie zu schade für ein paar Euro moralische Bedenken zur Seite zu schieben - da passt die Ehrung durch die Malu Dreyer / Jürgen Pföhler Kombo perfekt in's Bild.

MSCAdenau | Novotny | Pföhler | Dreyer |


Donnerstag, 12. Oktober 2017

Neues von Kurt Beck und der Monarchie Rheinland-Pfalz.

Eigentlich nicht Neues, sondern Altes - aber es wird jetzt nochmal an die Oberfläche gespült und offenbart sehr anschaulich die in RLP verankerte Denkweise:

Ein dem Regime angenehmer Staatssekretär - Joachim Hofmann-Götting - hat 2010 die Möglichkeit Oberbürgermeister von Koblenz zu werden. Damit wäre zwar ein wichtiges Amt aus Sicht der Regierenden gut besetzt, hätte aber für die Person den Nachteil eines geringeren Gehalts.

Kurt Beck wäre nicht Kurt Beck, wenn es für den treuen Vasallen nicht eine perfide und bauernschlaue Lösung gäbe:

Den Noch-Staatssekretär einfach 4 Tage vor dem Wechsel in den vorzeitigen Ruhestand versetzen, damit die 1.500 Euro Monats-Ruhe-Gehalt dem OB helfen über die Runden zu kommen. Was bei 9.800 € OB Gehalt ja sonst auch eine echte Herausforderung geworden wäre.

Das alles kocht gerade wieder hoch, weil in Koblenz wieder gewählt wird - vielleicht hätte man sonst gar nichts davon erfahren.

Aber das Beste ist König Kurt’s entlarvender Kommentar:

Der damalige Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) sagte der “Rhein-Zeitung”: “Das Beamtenrecht sieht vor, dass ein Ministerpräsident ohne die Angabe von Gründen politische Beamte in den Ruhestand versetzen kann. Davon habe ich im Fall Hofmann-Göttig Gebrauch gemacht.” Mehr habe er dazu nicht zu sagen, so Beck weiter.

Bastapolitik at its best. Ist ja auch nicht sein Geld.

Das kommentiert König a.D. in dieser Form natürlich auch nicht zufällig, sondern um seine Thronfolgerin Dreyer aus der Schusslinie zu nehmen. Denn nur wenn es der SPD RLP gut geht, dann geht es auch Kurt Beck gut. Und als Terrorbeauftrager ein bisschen Ablenkungsstaub aufwirbeln geht auch immer.

UPDATE:

Zumindest einem Rheinland-Pfälzer war das dann doch zuviel - hat Anzeige wegen Untreue erstattet.

KurtBeck | Koblenz | Götting | Bürgermeister | Wahl |


Mittwoch, 04. Oktober 2017

Capricorn Nürburgring GmbH heißt jetzt Nürburgring 1927 GmbH und Co.KG.

Der Name Capricorn ist damit zwar nur noch in den Archiven zu finden, aber das Schmierentheater mit Robertino Wild und Maria Luise Dreyer in den Hauptrollen bleibt unvergessen.

Oder um Olli Martini zu zitieren: “Ein Robertino Wild hat nicht ein Jahr lang hunderte Stunden damit verbracht, ein Konzept zu erstellen, nur um es zwei Jahre später gegen die Wand zu fahren.”

Größenwahn vom Allerfeinsten - wäre wohl passender gewesen.


Mittwoch, 15. Februar 2017

GM will Opel an Peugeot verticken.

Schwerer Schocker in Rüsselsheim, denn die Betroffenen selber haben es als Letzter erfahren:

Die Führung des Rüsselsheimer Traditionsunternehmens wurde nach Informationen von manager-magazin.de erst am Dienstagmorgen telefonisch in die Pläne des amerikanischen Mutterkonzerns General Motors (GM) eingeweiht.

Grund ist das chronische Geldversenken in Europa - in diesem Jahrhundert hat Opel/Vauxhall noch kein Jahr mit Gewinn abgeliefert. Stattdessen aber über 15 Milliarden Dollar Schulden produziert - Geld, das die Konzernzentrale aus den USA überweisen muss, um die Konten auszugleichen.

Dabei sieht die Zukunft vielversprechend aus: der elektrische Bolt, der rundum gute Kritiken einfährt, läuft gerade in diesem Moment zum ersten Mal als Opel Ampera-e vom Band im GM Werk in Michigan.

Und ratet mal wer jetzt im Dreieck springt, weil eine deutsche Firma unter ausländische Kontrolle geraten könnte? Kommt Ihr nie drauf! Man sollte ihr das Bundesscheinheiligenkreuz verleihen.

Noch ist der PSA Deal nicht in trockenen Tüchern, aber in der Autoindustrie scheint die nächste Konsolidierungswelle eingeläutet. Und Mary Barra scheint kein Interesse mehr am Titel Größter Autohersteller der Welt zu haben.


Sonntag, 02. Oktober 2016

Ein Grund, warum die SPD in RLP so ein leichtes Spiel hat, ist dass die Opposition andauernd über ihre eigenen Füße fällt:

Die CDU in Rheinland-Pfalz hat möglicherweise unzulässige Spenden in Höhe von mehreren zehntausend Euro erhalten. Die Partei soll das Geld über eine Anwaltskanzlei von dritter Seite erhalten haben. Berichten zufolge soll das Geld vom ehemaligen Geheimagenten Werner Mauss stammen.

Der Wikipedia-Eintrag von Werner Mauss ist filmreif und am Montag begann in Bochum sein Prozess wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 15 (!) Mio. €.

Ich glaube es ist schwer eine schillerndere Person zu finden, von der man Parteispenden annehmen könnte. Egal ob legal oder illegal: an dieser Geschichte wird Malu Dreyer noch lange Freude haben.


Donnerstag, 30. Juni 2016

Die alte-neue RLP Regierung macht genau da weiter, wo sie aufgehört hat.

Denn der Flughafen Hahn entwickelt sich zur nächsten Blamage. Was ja keine Überraschung ist, denn die Rheinland-Pfälzer waren so [ ] naiv, [ ] bescheuert, [ ] kurzsichtig, [ ] den Knall nicht hörend (zuzutreffendes ankreuzen), daß sie Malu Dreyer und Ganoven im Amt bestätigt haben.

Der SWR hatte zuvor Zweifel an der Seriosität des Käufers genährt. Ein Korrespondent des Senders fand an der Adresse einer "Guo Qing Investment Company" einen Reifenhandel und eine leerstehende Büroetage, aber nicht das von der Landesregierung genannte führende Bauunternehmen.

Da kann jetzt aber keiner ernsthaft Mitleid erwarten, oder? Immerhin, der Unterhaltungswert stimmt - wenn es sich nicht um unser aller Steuergeld handeln würde.

Apropos: wieso läuft eigentlich Ingolf Deubel noch frei herum?

Dreyer | Lewentz | Hahn |


Montag, 14. März 2016

30 Jahre SPD Regierung.

Die Rheinland-Pfälzer wollten es nicht anders - ziemlich eindeutig haben sie ihre Peiniger wiedergewählt. Jetzt gibt es 5 weitere Jahre SPD Regierung, also bis 2021. Darf man gar nicht länger drüber nachdenken.

Was bedeutet das für den Nürburgring? Filz und Intrige werden weiter manifestiert - obwohl noch mehr, geht das überhaupt? - und um die Spuren zu verwischen werden sie alles mögliche und unmögliche anstellen, damit der Ring in (russische) Privathand verschoben wird.

Leider sind nichtmal die Grünen wieder aus dem Parlament geflogen - dafür haben sie 0,3% zuviel. Immerhin haben die Nürburger ziemlich deutlich zum Ausdruck gebracht, was sie von Eveline Lemke halten:

Richtig: Null.

Original keiner der 118 wählenden Nürburger hat den Grünen seine Stimme gegeben. Das ist deutlich. Könnte damit zu tun haben, wie sie die Nürburger nur als Sprungbrett in’s Parlament benutzt hat und zeitgleich mit den damaligen Koalitionsgesprächen und dem lukrativen Ministerposten eine starke Nürburgamnesie erlitt.

Ahrweiler sieht so aus:

Und die 10.550 Wähler der VG Adenau verteilen sich so:

Aber auf den Boden der Tatsachen kommt man ziemlich schnell wieder zurück - z.B. in Mainz:

Oder in Andernach, wo in Rufweite zum Ring der perfide Clemens Hoch das Direktmandat erreicht hat.

Traurig ist natürlich auch, mit welcher Wucht Hass und Stolztum in das Parlament einziehen wird und wie sehr diese Gesinnung in der Gesellschaft verankert ist.

Wenn man sich die Zahlen anschaut, dann fällt auf, dass die Wahlbeteiligung von 61,8% in 2011 auf beeindruckende 70,4% in 2016 gestiegen ist. Und dieser Anstieg von 262.233 Wählern entspricht ziemlich genau den 267.813 Stimmen der AfD. Ist natürlich Quatsch, dass die AfD-Wähler alle vorher Nichtwähler gewesen wären. Aber trotzdem, so würde das aussehen, wenn man sie rauskürzt:

Die Rolle der CDU ist eher peinlich als bemitleidenswert, denn sie haben beim Elfer ohne Torwart weit daneben geschossen. Als fairer Sportler gesteht man seine Niederlage ein, als CDU gibt man eine Pressemitteilung raus, die dem Sieger gut zu Gesicht gestanden hätte.

Insgesamt alles eine große Enttäuschung und bitter für die weitere Nürburgring-Entwicklung.

Und sehr ernüchternd, was den RLP IQ angeht.

Landtagswahl | Dreyer | Klöckner |


Donnerstag, 10. März 2016

Malu Dreyer zweifelt selber an der Demokratie in Rheinland-Pfalz.

Anders kann ich mir nicht erklären, wieso sie eine Petition für mehr Demokratie gestartet hat.

Ausgerechnet jene Ministerpräsidentin, die z.B. auf Facebook jeden ansatzweise kritischen Kommentar löscht und die in der kurzen Zeit ihres geerbten Ministeramtes schon mehrfach ihr wahres Gesicht gezeigt hat.

Für mich der WTF des Tages.

Dreyer | Demokratie | Landtagswahl |


Freitag, 04. März 2016

Wie Konzerne den Protest managen - und die Parallelen zum Nürburgring.

Spannende Lektüre rund um das Thema Lobby-Arbeit. Beim Lesen werden viele Gemeinsamkeiten deutlich, mit denen auch wir Nordschleifen-Kämpfer konfrontiert sind und wir haben - leider - in der Vergangenheit uns oft genug mit den Praktiken auseinandersetzen dürfen.

Einige Auszüge:

Der Lobbyist Ron Duchin, ein Kollege der damaligen Nestlé-Berater, unterschied in einer Rede 1991 vier Typen von Aktivisten: Radikale, Idealisten, Opportunisten und Realisten. Das Ziel müsse sein, Radikale zu isolieren, Idealisten zu Realisten machen und die Realisten zur Zusammenarbeit mit den Unternehmen zu bewegen („co-opt the realists into agreeing with industry“) – die Opportunisten würden dann folgen.

Könnt Ihr Euch ja mal selber fragen, zu welcher dieser Gruppen Ihr gehört und wie man versucht, Euren Willen zu brechen.

Astroturf:

Es handelte sich also nicht um eine echte Bürgerinitiative, sondern um eine künstliche Initiative, die mit dem Begriff Astroturf beschrieben werden kann. „Astroturf“ ist eigentlich ein Markenname für Kunstrasen und bezeichnet die Imitation von Grassroot-Initiativen. Astroturf soll wie Graswurzeln, also Bürgerbewegungen von unten aussehen, ist aber künstlich.

Da fällt mir spontan die Freunde-des-Nürburgring Truppe ein, die von Hendrik Hering inszeniert wurde und immer noch aktiv ist.

Dialogfalle:

Die KritikerInnen werden beschäftigt, so dass sie für ihren Protest auf der Straße weniger Zeit haben. Sie müssen sich mit den Dialogangeboten auseinandersetzen und lassen sich dadurch mitunter spalten – in die, die mitreden, und die, die es nicht tun. Das Unternehmen gibt sich modern, offen und dialogbereit, was gerade auch in der Medienöffentlichkeit gut ankommt. Wer nicht am Dialog teilnehmen will, wird hingegen schnell als Verweigerer abgestempelt. Eine Dialogfalle schnappt regel- mäßig dann zu, wenn ergebnislose Gespräche hinter verschlossenen Türen geführt werden, um eine öffentliche Konfrontation zu umgehen und die Protestbewegung zu schwächen.

Nürburgring Beispiele? Jede Menge Runder Tische in Adenau, in Nürburg, am Ring - alle mit viel Aufwand, aber ohne Ergebnis - oder die Fan Diskussion mit Richter / Lindner, die damit die Communities umarmen und die Kritiker spalten wollten. Oder - ziemlich genau 1 Jahr her - als Malu Dreyer einen Termin mit Sabine und Christian hatte - Ihr erinnert Euch. Ganz großes Kino im wahrsten Sinne des Wortes, denn Malu Dreyer hat sich als erstklassige Schauspielerin herausgestellt. Hat den Aktivisten die Zeit gestohlen und ihnen Hoffnung gemacht, während sie in Wirklichkeit auf einer komplett anderen Agenda unterwegs war, um später mit Sigmar Gabriel den Joaquin Almundia weichzuklopfen für den Verkauf an Capricorn.

Wollen wir bei der Übersicht aber nicht das peinlichste Beispiel vergessen, das Stefanie Hohn von der NAG seinerzeit krampfhaft als ganz normale PR Kampagne verkaufen wollte: der LOVE THE RING Aufkleber als Offensive gegen den SAVE THE RING Erfolg. Das war wirklich unterirdisch.

Trotzdem: alle diese Maßnahmen haben uns beschäftigt, verunsichert und aufgehalten. Man darf nie vergessen, dass gewaltige wirtschaftliche Interessen im Spiel sind, denen unsere eher ethisch basierten Beweggründe völlig egal sind.

Doch mit ein wenig Detektivarbeit sind alle diese inszenierten Propaganda-Aktionen durchschaubar und verlieren, wenn sie schnell enttarnt werden, auch schnell ihre Wirkung.

Lobby | Astroturf | Dialogfalle | Protest |


Sonntag, 28. Februar 2016

Die Politik täuscht - tarnt - trickst weiter mit allen Mitteln.

Die SPD macht ein Riesenfass auf, dass sie so transparent seien und die Bürger einbinden. Das unwürdige Schauspiel geht sogar so weit, dass einen #FragMalu Hashtag verwenden und die ZEIT das sogar noch unterstützt.

Dabei liegen die Fragen auf der Hand und werden von den Verantwortlichen wegignoriert. Was denen nicht einfach fällt, die müssen sich mächtig anstrengen.

Wie zum Beispiel hier - auch wieder Wilhelm Hahne - der die kürzlich vorgestellte 2014er Bilanz des Lindner Hotels zum Anlass nimmt noch einmal gezielt nachzufragen.

Fast 30 Mio. nicht gedeckter Fehlbetrag - wie erklärt sich das? Warum gab es nie einen Sanierungsplan für die Nürburgring GmbH Insolvenz? Wieso tut die Regierung immer so, als hätte sie keinen Einfluss auf die Abläufe, dabei handelt es sich doch um eine Insolvenz in Eigenverwaltung?

Und ganz generell könnte man auch einfach die Frage stellen, wieso Politiker einfach nie Verantwortung übernehmen, wenn sie den Karren übelst in den Dreck gesetzt haben. Also außer zu sagen: tut mir leid?

Dreyer | Beck | Ringverkauf | Insolvenz | Erlebnisgrab |


Dienstag, 23. Februar 2016

Da geht´s rund Froilein!

So ein Spruch reicht aktuell im hochhysterischen Rheinland-Pfalz, damit die Polizei einen auf der Arbeit besucht und mit den Handschellen winkt.

Kein Witz, ist heute einem der Wippermänner - Alex Lemmer - passiert.

Das ist der Post:

Und das ist dann passiert:

Die Cyberanalysten des Staatschutzes beim Polizeipräsidium Koblenz halten Lemmers Beitrag für verdächtig, sie stufen ihn als Bedrohung ein. (..) So wurde die besagte Person von Beamten der Polizeiinspektion Hachenburg aufgesucht. Laut Lemmler war es gegen 15 Uhr, als er an seiner Arbeitsstelle – Lemmer ist Fertigungsleiter in einer Schilderfabrik in Nistertal im Westerwald – Besuch von den Beamten bekam.

Normalerweise würde man sagen, dass die Nerven bei der rheinland-pfälzischen Regierung blank liegen - aber ich bin mir gar nicht sicher, ob man da noch von Nerven reden kann. Kopflos und hysterisch um sich schlagend nach allem, was irgendwie bedrohlich sein könnte.

Ich hoffe die Wähler in diesem Bundesland wissen, wen sie am 13.März aus der Staatskanzlei jagen werden. Ich sag nur:

Malu Dreyer Abschiedsfeier.

Lemmer | DGRF | Froilein | Dreyer | Landtagswahl | Polizei |


Mittwoch, 20. Januar 2016

ML Dreyer im Postillon.

Na das ging ja schnell!

SPD und Grüne halten sich so lange die Augen zu, bis AfD verschwunden ist.

Ist die AfD bald Geschichte? Mit einer neuartigen Taktik wollen die Regierungsparteien Grüne und SPD in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz dafür sorgen, dass die “Alternative für Deutschland” beim Wähler keine Chance hat: Sie halten sich ganz einfach so lange die Augen zu, bis die AfD von alleine verschwunden ist. “Sind sie schon weg? Kann ich wieder gucken?”, fragt Winfried Kretschmann (Grüne) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), und linst vorsichtig zwischen zwei Fingern durch.

Auch ansonsten kein Medium, das sich in Deutschland nicht mit dem Thema beschäftigt hätte. Und die SPD natürlich hoffnungslos überfordert, weil sie es mit einem Mal nicht mit hörigen RLP Quellen zu tun hat.

Aber genießen wir erstmal den heutigen Tag, Dreyer´s Postillon Auftritt war wirklich überfällig.

Dreyer | Postillon |


Montag, 18. Januar 2016

Nürburgring - damit auch die Nordschleife - jetzt komplett unter russischer Kontrolle.

Bisher musste Getspeed mit dem 2. Nürburgring Geschäftsführer Adam Osieka alle Entscheidungen am Nürburgring mittragen. Das ist jetzt Geschichte, weil sich die russische Holding freigekauft hat und jetzt niemanden mehr um Erlaubnis fragen muss.

Zwischen den beiden Geschäftsführern bzw. Beteiligungen haben sich einige Gerichtsprozesse aufgetürmt - nicht gerade üblich, wenn es doch beiden um den gemeinsamen Geschäftserfolg gehen sollte.

nuerburgring.de:

Die beiden Gesellschafter der capricorn NÜRBURGRING Besitzgesellschaft mbH (cNBG), GetSpeed GmbH & Co. KG und NR Holding AG, haben ihre Differenzen und rechtlichen Auseinandersetzungen einvernehmlich beigelegt. GetSpeed GmbH & Co. KG hat seinen Geschäftsanteil an der capricorn NÜRBURGRING Besitzgesellschaft mbH deutlich reduziert. Damit gibt GetSpeed GmbH & Co. KG auch ihre Rolle in der Geschäftsführung der Nürburgring-Gesellschaften auf. Eine entsprechende Vereinbarung haben die beiden Gesellschafter am Freitag, 15. Januar 2016, unterzeichnet.

Wieviel das die Russen gekostet hat weiss man nicht. Axel Heinemann dürfte froh sein, wenn er mit einem blauen Auge davongekommen ist - man konnte lesen, dass er seine Beteiligung durch einen Bankkredit erst möglich gemacht hat.

In den Sternen steht auch wie es mit Getspeed weitergeht, die kurze Meldung der CNG lässt vermuten, dass die Beteiligung nicht kompett aufgelöst wurde. Florian Zerfaß meint in der WiWo sie sei auf unter 5% gesunken.

Ist Euch mal aufgefallen, dass bei vornehmlich gut klingenden Nachrichten seitenweise aufgebauscht wird - am besten noch mit tollen Handschlagsfotos begleitet. Hier zum Beispiel. Aber wenn es beendet wird, dann eher heimlich - da müssen wir schon froh sein, dass sie überhaupt was schreiben.

Und was bedeutet das Ganze jetzt für den Ring? Noch bevor es zur Landtagswahl im März geht ist Maria Luise Dreyer’s Versprechen (kein Oligarch!) hinfällig. Falls die EU Klagen erfolglos bleiben, geht der Ring in russische Hand über. Bis dahin gehört er - ja wem gehört er denn? - und wird von den Russen gepachtet.

Wer diese Russen sind? Streng geheim, sogar der Vorzeigefrontmann und Fast-Milliardär Viktor Charitonin hat es nicht für nötig gehalten, sich auch nur einmal der Öffentlichkeit vorzustellen.

Übrigens, wenn man heute nach Russland googelt, landet man erstmal auf diesem Artikel: Ohne Schmiergeld geht gar nichts.

Ok, den Gag mit der Schmierstoffindustrie spar ich mir jetzt.

UPDATE:

Dieter fasst die Situation einmal zusammen:

Ein Armutszeugnis für Landesregierung, die in beispielloser Unfähigkeit den Nürburgring aus recht stabiler Lage erst in die Insolvenz getrieben hat, wie auch für die Insolvenzverwalter, die den Ring dann an einen Käufer ohne die nötigen Mittel verschleuderten, um ihn dann in einem fragwürdigen Zweitverkauf in die Hände russischer Investoren zu spielen.

Charitonin | Getspeed | Osieka | Heinemann |


Samstag, 16. Januar 2016

Heute vor 3 Jahren ist Kurt Beck zurückgetreten.

Man muss die Feste feiern wie sie fallen.

Natürlich hatte sein Rücktritt überhaupt gar nichts mit seinem krachend gescheiterten Nürburgringumbau zu tun. Malu Dreyer stellt sich am 13.März zum ersten Mal zur Landtagswahl, denn sie ist von den Bürgern nie als Ministerpräsidentin gewählt worden.

Beck | Dreyer | Landtagswahl |


Mittwoch, 22. Juli 2015

Neue Anklage im Fall Erlebnisgrab.

Da hat sich jemand aber mächtig Mühe gegeben, das Wort Schmiergeld weiträumig zu umfahren.

SWR.de:

(..) vom Land beauftragt, einen Privatinvestor für den Nürburgring zu finden. Dafür verlangten die beiden 150.000 Euro. Um diese hohe Honorarforderung durchzusetzen, hat der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft dem Nürburgring-Prokuristen illegalerweise 15.000 Euro versprochen und auch bezahlt.

15.000? Das sind 0,003% der verprassten Summe, wenn wir mal konservativ von 500 Mio. ausgehen. Also quasi nichts.

Solange Kurt Beck noch frei herumläuft und ML Dreyer fröhlich weiterregiert, kann ich über solche inszenierten Schauprozesse nur lachen. Ablenkungsmanöver - billiges.

Ringprozess | Anklage | Controller |


Mittwoch, 27. Mai 2015

Frau Dreyer im Propagandamodus.

Als Vorsitzende der Rundfunkkommission hat sie natürlich leichtes Spiel, um bei den Öffentlich-Rechtlichen Themen ihrer Wahl unterzubringen:

“Den Dauerstreit um die Nürburgring-Pleite hat sie im Winter mit einem radikalen Kabinettsumbau für beendet erklärt. Sie will nun den Blick in ihrem Land wieder nach vorne richten. Mit Michaela Kolster und Michael Hirz spricht sie im Länderforum über Persönliches, ihre nächsten politischen Ziele in Rheinland-Pfalz und die Bundespolitik.”

Bei dem Wort Bundespolitik habe ich ungelogen als erstes Bananenrepublik gelesen. Und beim zweiten Mal lesen dachte ich das passt auch besser.

Dreyer | Phoenix | Propaganda | Ringverkauf |


Freitag, 22. Mai 2015

Die SPD löscht sich mal wieder die Welt passend.

Diesmal in Kaiserslautern.

Was wollen die eigentlich auf Facebook, wenn die sowieso immer alle löschen und blockieren, die ihnen nicht die Füsse küssen?

SPDRLP | Dreyer | Kaiserslautern |


Freitag, 24. April 2015

Bei welchem Thema kennt sich MP Dreyer so gut aus, dass sie ein Buch darüber schreiben könnte?

Probleme aussitzen? Katastrophen weglächeln? Kulturgüter an Russen verschachern? Kritische Facebook-Kommentare löschen? Kabinett auswechseln? Bei Kurt Beck in die Schule gehen? Warm lächeln, aber eiskalt lügen?

Alles falsch. Ich hoffe Ihr sitzt stabil: sie veröffentlicht ein Buch über ehrliche und transparente Politik.

Na klar! Bei dem Thema fällt einem doch als erstes die SPD RLP ein! Nicht.

Tags: Dreyer | SPDRLP | Buchvorstellung | Dreyerbuch |


Sonntag, 12. April 2015

Maria Luise Dreyer, Facebook und die Dialogkultur.

Ich war ja nicht der einzige, den Frau Dreyer schneller aus ihrem Profil geschmissen hat, als man Nürburgring sagen konnte.

Alexander Licht macht das einzig Richtige und fragt mal offiziell im Landtag nach was das denn soll. Dialogkultur und so.

(Klick! für gross.)

Tags: Dreyer | AlexanderLicht | Landtag | Dialogkultur | Kommentare | löschen |


Samstag, 04. April 2015

Dreyer´s Demokratieverständnis: weglächeln oder weglöschen.

Erinert Ihr Euch noch, wie Hendrik Hering an Sylvester großflächig Facebook-Kommentare gelöscht hat?

Maria Luise Dreyer zieht das jetzt auch durch - diemal also Ostern.

Ihr Frohes Ostern konnte ich - wie viele andere auch - nicht kommentiert stehenlassen und habe ihr geraten die Feiertage zur Besinnung zu nutzen, um danach die Korrektur für die Katastrophen am Nürburgring in Angriff zu nehmen.

Ihre Reaktion: Kommentar gelöscht und Mike gesperrt.

So einfach geht das: weglächeln - oder weglöschen. Gelebte Demokratie Made in Rheinland-Pfalz!

Könnt Ihr gerne mal selber probieren - Eifel reicht wahrscheinlich schon, damit die rote Furie zuschlägt.

Gleichgesinnte findet Ihr danach hier.

Damit sieht meine Liste an Facebooksperrungen so aus:

Illustre Runde!

Tags: Dreyer | Facebook | Ostern | Demokratie | Zensur |


Mittwoch, 01. April 2015

Realitätsabgleich der Dreyer´schen Traumwelt.

“Der Region geht es wirtschaftlich gut” meinte die Frau Dreyer im Interview kürzlich.

Grund genug für Frank Hirsekorn den Faktencheck zu machen:

“Dreyers Aussage dass es der Region um den Nürburgring gut geht entbehrt nicht nur jeglicher Evidenz, die Daten belegen dass genau das Gegenteil davon der Fall ist. Die gemachte Aussage kann somit wohlwollend als haltloses Politikergewäsch bezeichnet werden oder was wahrscheinlicher ist als eine weitere Lüge gegenüber der Öffentlichkeit.”

Das sagt er nicht einfach so daher - wie Frau Dreyer es macht - sondern er belegt es mit Auslastungszahlen, die vom Statistischen Landesamt veröffentlicht werden.

Man kann es ja mal versuchen!

(Jörg Lindner habe ich so auch schonmal einen Zahn gezogen.)

Tags: Dreyer | Hirsekorn | AltesForsthaus | Landesamt | Übernachtungzahlen |


Dienstag, 31. März 2015

Maria Luise Dreyer lässt sich ihre Nürburgring Erfolgsstory nicht kaputtreden.

“Der Region geht es wirtschaftlich gut, und am Nürburgring finden viele Veranstaltungen statt, wie zum Beispiel die deutsche Tourenwagenmeisterschaft oder der Truck-Grand-Prix. Außerdem haben wir das Nürburgring-Schutzgesetz verabschiedet, damit auch weiterhin die öffentliche Nutzung des Rings sichergestellt wird.”

Sehr Ihr? Alles dufte!

Hier gibt es nichts zu sehen, bitte gehen Sie weiter!

Tags: Dreyer |


Donnerstag, 12. Februar 2015

Mainz versinkt seit gestern im Brückengau.

Dass die Einschläge irgendwann mal näher kommen müssen war klar. Aber dass die Versäumnisse von Insolvenz-Kurt der Maria Luise Dreyer so schnell auf die Füsse fallen?!

Mainz hat 3 Brücken und eine davon ist seit gestern gesperrt. Komplett. Sie ist marode und hat sich abgesenkt, Wiedereröffnungstermin: TBD.

Wenn sie das ganze Freizeitparkgeld in die Infrastruktur gesteckt hätten, dann würde jetzt Mainz nicht im Verkehrskollaps versinken. Und dem Nürburgring wäre die Insolvenz erspart geblieben.

So schlimm das auch für die Anwohner ist: es gibt einige Leute, denen ich von Herzen wünsche, dass sie von morgens bis abends im Stau feststecken und genau darüber nachdenken - allen voran Kurt Beck und seine ergebene Ziehtochter ML Dreyer.

Tags: Schiersteiner | Brücke | Mainz |


Montag, 26. Januar 2015

Was haben Wilhelm Hahne und Robertino Wild gemeinsam?

Eine Hausdurchsuchung der Staatsanwaltschaft Koblenz. Das war’s dann auch mit den Gemeinsamkeiten. Eventuell noch, dass beide keinen Doktortitel haben - aber das sieht der Herr (Doktor?) Wild mal so - mal so.

Es gab letzte Woche jede Menge Hausdurchsuchungen, WiWo / Florian Zerfaß informieren - mal wieder - umfassenst!

Wild hatte Haus und Hof verpfändet, um den Fuß in die Tür zu bekommen und Malu Dreyer hatte ihn seinerzeit ja schon auf dem Sockel durch die Eifel getragen.

Die 2.Kaufrate für den Nürburgring konnte er aber schon nicht mehr beibringen - da war die Luft raus. Schwer nachzuvollziehen, wie jemand dann trotzdem als der große Zampano durch die Gegend stolzieren kann - aber genau das hat er gemacht.

Auf einer Fandiskussion - das kommt immer gut, wenn man die Öffentlichkeit gewinnen will - meinte er am 13.9.2014:

“Wenn wir scheitern, dürfen Sie mich teeren und federn und aus dem Dorf jagen.”

Und wie er gescheitert ist: Totalschaden.

Ich weiss nicht, was das für Bildchen waren, die der Sachwalter Lieser als Sicherheit akzeptiert hat. Es heisst immer nur “private Kunstsammlung”. Hört sich doch toll an. Vielleicht ist es nur eine selbstgemalte Doktorurkunde - wer weiss das schon.

Das Problem ist jedenfalls, da hatte schon jemand die Hand drauf. Und Kreditbetrug ist kein Kavaliersdelikt - also ist die Staatsanwaltschaft Monate später (!) ausgerückt. Und hat großflächig Büros gefilzt.

Da schließt sich dann der Kreis zu Wilhelm Hahne. Den wollten sie damals, als Deubel und Beck noch das herrschaftliche Zepter geschwungen haben, ruhigstellen. Na der Schuß ist aber mächtig nach hinten losgegangen.

Ich war noch nie bei der Staatsanwaltschaft in Koblenz, aber ich stelle mir das so vor, dass die da ein eigenes Nürburgring-Resort haben. Den Flur lang und hinten gleich hinter “Rauschgift” links. Leider ist die Abteilung chronisch unterbesetzt, sodass die Abläufe nur nacheinander abgearbeitet werden können. Gleichzeitig wäre der richtige Weg. Mir fallen auf Anhieb 3 Bälle ein, die sie aktuell in der Luft halten wollen: Deubel, Barandun und jetzt Wild.

Wie wurde das so schön auf Twitter kommentiert:

“Mit R.Wild hat’s am Nürburgring sicher nicht den Falschen getroffen - aber keinesfalls den Richtigen!”

Ordentlich Druck im Kessel ist bestimmt nicht das, was Malu Dreyer mit ihrem brutalen Ministerkahlschlag erhofft hatte. Der Boomerang holt ordentlich Anlauf und das Frühjahr 2016 (neue Wahlen) rückt unaufhaltsam näher.

Wer weiss, was die Fahnder an brisantem Material rausgetragen haben. Soll Wild nur zum Sündenbock gemacht werden oder ist es die Spitze des Eisbergs? Wir wissen, was alles unter der Decke schmort und dem Herrn Lieser hat es sicher nicht geschmeckt, dass sie bei ihm Material abgesaugt haben. Propaganda Nuvoloni hat auch gleich verniedlicht, aber Oberstaatsanwalt Kruse hat nochmal den Besuch der Behörde bestätigt.

Bisher ist Jens Lieser nur als Zeuge Teil der Ermittlungen und natürlich hat er ein starkes Interesse, dass das so bleibt.

Ob die Aktionen in Brüssel zur Kenntnis genommen werden? Man hat den Eindruck die EU’ler wollen im starken Schulterschluss mit der RLP Regierung jeden Sturm aussitzen. Bisher kommen sie damit durch, aber wenn noch mehr Wind aufzieht könnte es eng werden.

Wenn es nach mir geht, dann dürfen sie gerne aussitzen: für ein paar Jahre bei Wasser und Brot auf der Kartause.

Tags: Wild | Robertino | Kreditbetrug | Staatsanwaltschaft | Kunstsammlung | Hausdurchsuchung |


Donnerstag, 15. Januar 2015

Nürburgring F1 zieht nach Hockenheim.

Bernie Ecclestone ist das Gekaspere leid und verlegt den F1 GP an den Hockenheimring:

“It’s going to be at Hockenheim, we’re in the middle of doing something with them. It can’t be Nürburgring because there’s nobody there.”

Und wo er schon dabei ist lästert er auch nochmal gepflegt über den Verkaufsprozess ab:

“We wanted to buy the Nürburgring, we made an offer and somebody topped us with a few dollars and bought it,” he said of previous circuit owners Capricorn. “And then they couldn’t pay and it went on sale again. I said I’d be interested and then they found somebody else. So I don’t know what’s happening.”

Zeitgleich in Mainz:

Dazu von mir ein herzliches #NoMaluDreyer!

Im Juni die Rhein-Zeitung mit deren Dietmar Brück noch so:

“Das ist die Sensation in der Formel–1-Welt: Von 2015 an wird die Königsklasse des Motorsports nach Informationen der Rhein-Zeitung (Koblenz) fünf Jahre lang jedes Jahr am Nürburgring gastieren.”

Der Mike hat das damals so kommentiert:

"Ich hab selten so einen Fall erlebt, wo sich jemand freiwillig vor allen Leuten so weit aus dem Fenster lehnt wie “Dear Robertino”. Und ja, das geht mich sehr wohl etwas an, denn noch ist die Strecke, deren Ruf und ihre Zukunft Volkseigentum.

Wenn das nächste Mal jemand zum Verhandeln nach London fliegt, dann nehmt bitte jemanden, der es wenigstens halbwegs mit Mr.E aufnehmen kann.

Tja, haben sie wohl niemand mit Format gefunden. Und während die Frau Dreyer vor 2 Jahren zusammen mit den Insolvenzverwaltern noch Jubelarien gesungen hat, bleibt sie heute schön in der Deckung.

Tags: Formel1 | MaluDreyer | Ecclestone | Hockenheim |


Dienstag, 13. Januar 2015

Kurt Beck soll wieder salonfähig werden.

Und weil Malu Dreyer ihm noch einen Gefallen schuldet, musste sie sich was einfallen lassen. Wer will schon mit Kurt Beck zusammen abgelichtet werden, also hat sie ihren Mann verpflichtet. Und weil der Bürgermeister von Trier ist, ist das hier dabei rausgekommen.

Tags: KurtBeck | MaluDreyer | KarlMarx | Trier |


Sonntag, 07. Dezember 2014

Wir müssen draußen bleiben?!

Jetzt ist ja wieder Weihnachtsmärkte-Zeit, da kam ein paar Versprengten die Idee nach Kaiserslautern zu fahren. Schließlich hatte sich auch Malu Dreyer angemeldet.

Ich hab noch nie vorher gehört, dass jemand von der Polizei davon abgehalten wurde einen Weihnachtsmarkt zu besuchen. Aber in Kurt Beck’s Königreich ticken die Uhren bekanntlich anders - seht selbst.

Aber starke Aktion wieder! Die jämmerliche Reaktion unserer angeblichen Volksvertreter zeigt doch wieder nur, wie sehr sie mit dem Rücken an der Wand stehen.

Tags: Weihnachtsmarkt | MaluDreyer | Versprengte |


Samstag, 29. November 2014

Mikebericht von SWR4 Klartext in Adenau.

Gestern - am Donnerstag - gab es eine Live Radiosendung von SWR4 unter dem Titel Klartext.

Ich hatte im Vorfeld kein gutes Gefühl, denn wir hatten vor 18 Monaten diese Sendung schon einmal - damals in Nürburg - und das war eine sehr peinliche Geschichte.

Um es vorwegzunehmen: diesmal war es eine gute Veranstaltung. Moderator Thomas Meyer hat zwar - wie auch in der 1.Ausgabe - deutlich Partei ergriffen, aber es war so offensichtlich, dass es jedem bewusst wurde. Quasi eine gute Schulung zur Meinungsbildung! Denn normalerweise kommen solche Beeinflussungen viel subtiler daher.

Wilhelm Hahne und Christian Menzel haben einen ganz starken Job gemacht auf dem Podium, während die Vertreter von SPD (Marc Ruland) und Grünen (Nils Wichmann) sich bis auf die Knochen blamiert haben.

Von der CDU war Alexander Licht gekommen - die Opposition hat es in RLP wirklich nicht einfach, aber er hat sich nicht provozieren lassen und ist sachlich mit der Diskussion umgegangen.

Hier könnt Ihr Euch die 2 Stunden komplett anhören:

youtu.be/iAmyK_3Alxo

UPDATE:

Hier auch der Link zur SWR Mediathek inklusive Video.

Ich bin dankbar, dass ich auch zu Wort kommen durfte. Das ist keine Selbstverständlichkeit, immerhin hat man mir den Vorzug gegeben vor den Nisiussen und Sattlers dieser Welt. Bei 1h 24:55 geht’s los, wer will kann über diesen Link direkt dort hinspringen bzw. hier direkt anschauen:

youtu.be/_LBaP-pS2Fs

Die Halle in Adenau war gut …

… und schwergewichtig ;) besucht:

Das Moderatorenteam Steffi Lingscheidt und Thomas Meyer:

Das ist Marc Ratlos Ruhland aus Andernach. Seine Gesichtsfarbe war ziemlich schnell ziemlich weiß und er hatte ein Dauerabo auf am-liebsten-im-Erdboden-versinken:

Zwischendrin hat er immer wieder in seinen Notizen gekritzelt - aber das ändert alles nichts an seinem Totalausfall.

Jetzt könnte man sagen: och, der arme Kerl. Voll ausgenutzt von den SPD Hyänen, haben ihn der Meute zum Frass vorgeworfen.

Auf der anderen Seite möchte ich aber zu bedenken geben: dieser Junge Mann Mensch ist MdL - bei 101 Abgeordneten und 4 Mio RLP’ern vertritt er sage und schreibe 40.000 Leute. Das ist 3x die VG Adenau. Also bitte kein Mitleid - bei soviel Verantwortung sind Könner gefragt und keine Loser.

Obwohl das Ganze ab und zu auch seine komischen Momente hatte:

Der Ernst der Lage war aber allen klar - Christian’s Schild hat die letzten Zweifel ausgeräumt:

Bei Uli Adams muss ich sagen: Respekt! Das hätte ich nicht erwartet: klare Ansage von dem RZ-Mann aus der lokalen AW Redaktion, hat passend zum Abend tatsächlich Klartext geredet.

Da stellt sich für mich dann zwangsläufig die Frage: warum liest man solche Töne nicht in der Rhein-Zeitung?

Auch Hanna Breuer verdient Respekt: morgens eine Elbogen-Operation über sich ergehen lassen und abends die Nordschleife verteidigt!

Wilhelm Hahne hat dann - zur Überraschung des Moderators - unsere sogenannte Demokratie in Frage gestellt:

Ihr könnt das auch nochmal genauer in seinem Eintrag von heute nachlesen.

Ich weiß aus Gesprächen, dass es inzwischen vielen Leuten genauso geht wie mir: das Vertrauen in die Politik ist komplett aufgebraucht. Die Erwartungshaltung ist inzwischen so weit, dass man von Vorteilsnahme und Verbrechern ausgeht und eher überrascht ist, wenn man mal eine fähige Person in der Politik trifft. So weit sind wir schon.

Die Fraktion “Begossene Pudel” durfte nicht fehlen, hier in Gestalt der Bürgermeister Hoffmann (Stadt Adenau) und Nisius (VG Adenau):

Einmal kam während der Sendung das abgegriffene “Jatzt muss doch mal Ruhe einkehren” zur Sprache und die beiden waren unterstützt von Peter Nett tatsächlich die Einzigen, die zum Klatschen angesetzt haben. Was sie dann natürlich schnell wieder sein gelassen haben, als keiner mitklatschen wollte.

Das war für mich so ein Schlüsselmoment, dass ein Umbruch stattgefunden haben könnte. Ich bleib mal vorsichtshalber im Konjunktiv. Aber wenn jetzt die Adenauer ihren Kommunalpolitikern klarmachen, dass sie gefälligst zu kämpfen haben, statt sich mit Milliardären zu treffen oder aus Ja zum Nürburgring auszutreten, dann wäre das zwar spät, aber trotzdem erfreulich.

Hintergangen von den Politikern war es dann wieder am Volk die Stimme zu erheben, Dieter Weidenbrück zum Beispiel, der das Thema Stiftungsmodell in’s rechte Licht gerückt hat.

Mein persönliches Highlight war gegen Ende Alexander Kraß, der den taumelnden Marc Ruland endgültig k.o. knockte. Die Vorgeschichte war, dass Christian Menzel ihm eine glatte 6 gegeben hat für die moralischen Abgründe, die seine SPD vorführt und Marc Ruland meinte entgegnen zu müssen, dass es ihm nicht zustehe Noten zu verteilen. 90 Minuten später stellt sich der Alex als Lehrer vor - legitimiert Noten zu verteilen - und vergibt hochoffiziell die glatte 6 noch einmal. Da war der Saal am Toben - man freut sich inzwischen über jede noch so kleine Genugtuung.

Dieser Marc Ruland übrigens, der Christian Menzel das Recht absprechen will über ihn nach Noten zu urteilen, studiert seit 12 Jahren. In Worten: zwölf. Das sind 24 Semester. Kann man auf seiner Homepage nachlesen. Zitat: “Uni Bonn, Abschluss avisiert”.

Keine weiteren Fragen.

Dank Social Media gibt es natürlich schon jede Menge Rückmeldungen, z.B. diesen lesenswerten hier von Christoph Brune oder die Kommentare bei WsN.

Nach meinem Auftritt meinte ein Ur-Eifler zu mir: “Sie haben mir voll aus der Seele gesprochen - vielen Dank dafür!“ Da war ich sehr gerührt und dankbar für die Rückendeckung, damit habe ich eigentlich nicht gerechnet. Bisher fühlte ich mich eher so wie der Revoluzzer, den man besser zurückpfeift, statt ihn zu unterstützen. Also in Adenau jetzt, nicht in Nürburg.

Als die Sendung vorbei war habe ich mich zu diesem Statement hinreissen lassen:

“Was man einmal einem Eifeler antut, das merkt der sich für’s ganze Leben.”

… das ich aber auch wirklich so meine. Wenn ich die gestrige Veranstaltung mit meinem bisher einzigen anderen Besuch in der Hocheifelhalle vergleiche - nämlich Hendrik Hering’s Vorstellung des Richter-Lindner-Vertrages im März 2010 - dann war da gestern doch einiges mehr an Stimmung. Und das wird noch mehr Stimmung, wenn die Folgen des katastrophalen Ringverkaufs bei den Leuten ankommen. Und das werden sie.

Occupy Nordschleife empfiehlt Malu Dreyer schonmal den Helm anzuziehen, denn der Widerstand nimmt Fahrt auf.

Tags: SWR4 | KlartextHocheifelhalle | Ringverkauf |


Dienstag, 18. November 2014

Fehler stritt er bis zuletzt ab.

Interessanter Artikel in der WiWo. Geht um das Strafmaß für Thomas Middelhoff (3 Jahre) und die Frage, ob das gerechtfertigt sei.

Zusammengefasst stellt sich raus: Ja. Weil “Schwere Untreue” und die geht ab 50.000 Euro los.

“Auch die Umstände hat das Gericht zu beurteilen; wenn ein Angeklagter weder Reue noch Einsicht zeigt, kann das Gericht das strafschärfend werten.”

Da kenn ich noch so einige, die sich keiner Schuld bewusst sind. Die sogar von einer Ex-Staatsanwältin und heutiger Ministerpräsidentin reingewaschen werden, da sie nach “bestem Wissen und Gewissen” gehandelt hätten.

Wie uneinsichtig ist das denn?

In 500 Millionen Euro ist übrigens 10.000 mal 50.000 Euro drin.

Tags: Untreue | WiWo |


Montag, 17. November 2014

Echt lästig diese Versprengten.

Sind heute schön der Malu Dreyer nach Zell an der Mosel nachgefahren. Aber lest selbst.

Respekt!

Tags: Dreyer | Versprengte | Ringverkauf |


Malu Dreyer verbreitet ein neues Imagevideo, ...

… das musste ich mal kurz frisonieren:

Tags: Dreyer | SPDRLP |


Sonntag, 16. November 2014

Das neue Narrativ der SPD.

In der Demo und der Reaktion der (Westerwald = Hering) SPD gestern dazu ist ein Detail etwas untergegangen: die Partei hat ihr - von der Polizei abgeriegeltes - Treffen dazu genutzt, eine neue Sprachregelung zum Nürburgring auszugeben.

  • Dreyer: “Lasst die CDU ruhig weiter in der Vergangenheit weilen. Lasst sie einfach in der Ecke des vergangenen Nürburgrings. Wenn sich die CDU weiter am gestern abarbeiten will, dann ist sie dort gut aufgehoben liebe Genossen und Genossinnen.”

  • Westerwald SPD / Hering: “Es waren einige Versprengte heute der Meinung, dass der Ring der Nabel der Welt ist, er ist es nicht. Fehler wurden gemacht, erkannt und abgestellt.”

Ihr seht schon, worauf das hinausläuft - mal mehr mal weniger deutlich. Natürlich lähmen die 500 Freizeitpark-Steuermillionen jegliche Diskussion über andere Themen - wie soll man auch jemanden ernst nehmen, der dermaßen verkackt hat?

Was also tun? Man erklärkt das Problem einfach für beendet. Das macht die Politik gerne schonmal, wenn sie keinen Ausweg mehr weiss.

Das Ganze wird dann noch positiv klingend garniert, “vorwärtsgerichtet”, “Zurück in der Zukunft” und zusammen mit den Dreyer Hütchenspielen (Politiker Rochade) glaubt man jetzt den Cunning Plan zu haben.

Mit tatsächlichen Lösungen hat das natürlich alles nichts zu tun, eher mit Sand-in-die-Augen-streuen.

Auch Kurt Beck hat mal beteuert, dass sein Freizeitpark den Steuerzahler nichts kosten wird. In Wirklichkeit hat er neben einer 9 bis 10-stelligen Summe Steuergeld noch ein weltweit einmaliges Kulturdenkmal oben draufgelegt, das dem Steuerzahler verloren geht.

Damit ist die einzige Konstante, die sich durch den Ablauf der Jahre hindurchzieht, der Nicht-Wahrheitsgehalt der Aussagen der SPD Politik. Malu Dreyer knüpft da nahtlos an.

So richtig stoppen kann das eigentlich nur die Staatsanwaltschaft, aber die scheint brav mitzumachen bei dem perfiden Schauspiel.

Für uns erst Recht der Grund uns hinzustellen und sowohl Aufarbeitung als auch eine echte Zukunft für Sport und Strecke zu fordern.

Wann ist die nächste Demo/Aktion? Ich stecke zwar noch mitten im Hausbau, aber dafür nehm ich mir immer Zeit, Ehrensache.

Tags: SPDRLP | Dreyer | ParteitagMainzPofalla | Lewentz | Hering | Ringdemo | Narrativ |


Mittwoch, 05. November 2014

Verraten und verkauft!

Dieter Weidenbrück kommentiert in Björn’s Blog die Ausgangslage für die Nürburgring-Zukunft:

"(..) Fassungslos ist man angesichts des Verhaltens der Landesregierung. Sie trägt die Verantwortung für die Zustände am Nürburgring, auch wenn sie heute so auftritt, als wäre das Desaster irgendwann einmal vom Himmel gefallen.

Es ist die jetzige Ministerpräsidentin Dreyer, die verantwortlich ist für den unsäglichen Verkaufsprozess, in dem der Wunschkandidat Capricorn in recht transparenter Form zum Käufer gemacht wurde. Immer wieder wurde betont, dass es keine reichen Leute als Käufer geben werde, die den Nürburgring in einen Privatspielplatz umwandeln könnten.

Keine Scheichs, keine Oligarchen. Das größtmögliche Angstszenario für Motorsport und Region: völlig ausgeschlossen, das werde man zu verhindern wissen.

Aber jetzt sind sie da, Frau Dreyer, die Superreichen, und alles, was der Landesregierung bisher dazu einfällt, ist Zustimmung und der Satz von Roger Lewentz, dass man darauf hofft, dass es keine Heuschreckentendenzen geben wird.

Wie unglaubwürdig können Politiker überhaupt noch werden? (..)"

Tags: KommentarDieterWeidenbrückMeinAutoBlog | Ringverkauf |


Dienstag, 04. November 2014

Schlachtfest im Mainzer Kabinett.

Malu Dreyer schwimmen die Felle davon und als letzten Ausweg entsorgt sie großflächig die Kurt-Beck-Verbündeten:

  • Finanzminister Carsten Kühl und
  • Fraktionsvorsitzender Hendrig Hering
  • Innenminister Roger Lewentz

Das wurde Zeit. Kühl und Hering haben den Nürburgring in die Insolvenz geritten. Warum Lewentz das Gemetzel überlebt habt? Er hängt genauso drin wie Kühl und Hering.

Aber es geht noch weiter:

  • Justizminister Jochen Hartloff
    Malu Dreyer als Ex-Staatsanwältin wird wissen, warum er gehen muss. Falls es demnächst Anklagen gegen Hering und Kühl gibt, dann weiss sie heute vielleicht schon mehr als wir.

  • Europaministerin Margit Conrad

  • Staatskanzlei-Chefin Jacqueline Kraege

Insgesamt gibt es in der RLP Regierung 8 Ministerien, davon 5 von der SPD. Und nur 1 (Lewentz) ändert sich nicht. 2 sind entsorgt (Kühl, Hartloff), die anderen beiden müssen wechseln (Doris Ahnen beerbt Kühl, Alexander Schweitzer beerbt Hering).

Ausgerechnet Clemens Hoch (36) macht (wieder!) Karriere, er wird Chef der Staatskanzlei. Malu Dreyer hat ihn erst bei ihrem Amtsantritt dort mit hingenommen. Er war Kurt Beck’s Mann für’s Grobe, hat im Untersuchungsausschuss den Chefabwiegler gespielt.

Stellt Euch mal vor, eine Firma würde in ihrer Führungsetage so auf den Kopf gestellt. Als ob sich jemand so mal schnell als Controller (Finanzminister) einarbeiten könnte. Während auch in den anderen Büros einmal komplett ausgewechselt wurde.

Ein Rezept für Disaster.

Krass finde ich auch, dass das Ganze nur 10 Tage vor dem Landesparteitag stattfindet. So etwas wie Mitspracherecht für die SPD Mitglieder scheint es im Königreich RLP nicht zu geben, da hat Kurt Beck ganze Arbeit geleistet.

Warum müssen ausgerechnet wir am Nürburgring von diesen Volldilettanten gequält werden? Hätten die sich nicht was anderes aussuchen können zum leuchtturmen?

Der Scherbenhaufen ist jetzt auch für den größten Optimisten nicht mehr schönzureden, unsere schlimmsten Befürchtungen sind WEIT übertroffen worden.

Noch bevor der Ring überhaupt den Besitz wechselt, wird er bereits zum Spielball von windigen Jongleuren, Robertino Wild hat nichts besseres zu tun, als seine Anteile nach Russland zu verticken.

Wer weiss schon, was als nächstes kommt? Das ist alles völlig außer Kontrolle.

Der Nürburgring hätte nie verkauft werden dürfen, aber das predige ja nicht nur ich seit Jahren. Gier und Geltungssucht zerstören das zarte Gefüge, mit dem die Anlage in die Region seit Generationen eingebettet ist.

Bedanken dürfen wir uns bei den Politikern in Mainz, die vor lauter Vertuschen und Verschleiern jetzt in’s Straucheln kommen und über ihre eigenen Füsse stolpern. Malu Dreyer ist dabei keinen Millimeter besser als Kurt Beck - Verantwortung ist in Mainz ein Fremdwort.

Ossi Kragl kocht, hat sie ihm doch persönlich versprochen, dass bei Finanzproblemen das Thema neu besprochen wird. War natürlich eiskalt gelogen.

Ich hoffe die Lawine macht vor ihrer Haustür nicht Halt und spült die ganze abgewixxte Bande davon.

Dem Ring wird es nicht helfen, aber wenn eine Regierung umgekrempelt werden kann, dann sollte das doch für einen kriminell anrüchigen Verkaufsprozess erst recht möglich sein.

Tags: Regierung | MaluDreyer | HendrigHering | CarstenKühl | RogerLewentz | JochenHartloff | Minister |


Dienstag, 28. Oktober 2014

15.Nov. in Mainz: SPD Parteitag inklusive Ringverkauf-Protest.

Wir sind Nürburgring:

Am 15.11.2014 findet in Mainz der Landesparteitag der SPD Rheinland-Pfalz statt. Wir halten diesen Termin genau richtig, um noch einmal mit breiter Front auf die Probleme am Nürburgring hinzuweisen. Aus diesem Grund wird es an diesem Tag in Mainz einen Auto-Corso sowie eine Kundgebung geben."

Das ist schon das 2.Mal, dass der Nürburgring nach Mainz fährt - hier mein Bericht vom Februar diesen Jahres.

Reden allein nützt ja nichts, Christian, Sabine und Ossi waren extra in der Staatskanzlei, die Frau Dreyer hat schöne Reden geschwungen in Mendig … und am Ende lässt sich uns doch eiskalt über die Klinge springen.

Da hilft nur eins: Protest!

Hier gibt’s die Veranstaltung auch auf Facebook, bitte fleissig teilen!

Die Rhein-Zeitung hat das Thema heute auch aufgegriffen.

Tags: Demo | ParteitagRingverkaufMainz |


Ingolf Deubel wird SPD Wahlkampfleiter.

Naja, nicht ganz, aber fast:

“„Es gibt keinen Grund, mit Kurt Beck zu brechen.“ Der SPD-Ehrenvorsitzende werde im Wahlkampf eine Rolle spielen. Wie es in der Partei heißt, ist Beck auf Veranstaltungen in Rheinland-Pfalz weiterhin ein begehrter Redner.”

Ausgerechnet Kurt Beck!? Für mich gibt es zwei mögliche Erklärungen für die Wiederauferstehung des Problembärs aus der Pfalz:

a) Das RLP Wahlvolk ist tatsächlich so einfältig, dass sie den größenwahnsinnigen Ganoven brav zuhören, anstatt ihn mit faulen Eiern zu bewerfen.

oder/und

b) Der Schwachkopf Schwachstromelektriker befürchtet den SPD-Hyänen zum Opfer zu fallen und hat immer noch genug Netzwerk, um sich nach vorne zu drängeln. Im Rampenlicht ist die Chance geringer geopfert zu werden, so wie Ingolf Deubel schon für diese Rolle herhalten musste. Malu Dreyer hat vorsichtig angedeutet, dass “Fehler gemacht wurden” - und schon kommt die Schlange wieder aus dem Bau. Bevor das noch weiter ausartet oder man gar zur Verantwortung gezogen wird, stürzt man sich halt wieder in’s Rampenlicht und gibt den Ton an. Widerlich.

Jede Wette, die würden liebend gerne Kurt Beck abschütteln. Man könnte dann auch schön so tun, als gäbe es einen Neuanfang. Aber Kurt Beck lässt das nicht mit sich machen, er will seinen Ruf verteidigen. Offensichtlich hat er noch was vor, der arme kranke Mann. Da kann man nur hoffen er reisst die SPD in den Abgrund, und sich gleich mit.

Die Wahl ist übrigens erst im März 2016, die Genossen sind hypernervös. Gab schon schlechtere Ausgangspositionen. Und den Grünen würde ich auch keine Träne hinterherweinen: es gab nichtmal zarte Versuche aufzuräumen, die haben sich einfach komplett einkassieren lassen.

Tags: KurtBeck | Wahlkampf | MaluDreyer | IngolfDeubel |SPDRLP |


Dienstag, 14. Oktober 2014

Diese Regierungserklärung heute war eine schallende Ohrfeige in´s Gesicht der Demokratie.

Solche arroganten und weltfremden Auftritte kennt man eigentlich nur von diktatorischen Regimes.

Und wenn sogar schon der SWR die Linie verlässt, dann bekommt man ein gutes Gefühl, in welchem Paralleluniversum die Politiker in Mainz unterwegs sind:

“Die Opposition konnte heute Rücktritte nur fordern. Erzwingen würde sie die Staatsanwaltschaft, wenn sie denn aufgrund des Rechnungshofberichtes Ermittlungen aufnehmen würde. Angesichts der Treue ihres grünen Koalitionspartners lauern die größten Gefahren für Dreyers Regierung nicht im Parlament, sondern im Gerichtssaal.”

Sowas vom SWR?!

Es wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Mir ist es nicht möglich, mich ernsthaft mit den Vorträgen auseinanderzusetzen - in bester System-Beck-Manier basteln sich die Regierenden die Welt, wie sie ihnen gefällt. Die Realität hat dabei gerade noch kosmetischen Charakter.

Gerri bringt es auf den Punkt und skizziert Malu Dreyer’s Auftritt so:

Lügen haben kurze Beine!

Die einzige Lösung, die mir zu diesen Leuten einfällt, ist die Sicherungsverwahrung.

Tags: RegierungserklärungLandtagMaluDreyer | StaatsanwaltschaftGerri |


Montag, 13. Oktober 2014

Kommt jetzt der reinigende Knall?

Oder kittet Rheinland-Filz wieder alles zu?

Der bunte Luftballon vom erfolgreichen Mittelständler ist zumindest heute schonmal laut zerplatzt, denn die Finanzierungsschwierigkeiten bei Robertino Wild haben sich bestätigt. Dietmar Brück und die Rhein-Zeitung haben sich dafür den Sonntag um die Ohren gehauen.

Denn Wild meinte mal romantisch, er habe sein letztes Hemd verpfändet - jetzt bestätigt sich die Recherche der WiWo von vor 2 Wochen, dass ihm das Wasser bis zum Hals steht:

“Der Käufer der Rennstrecke, der Düsseldorfer Unternehmer Robertino Wild, ist offenbar in finanziellen Schwierigkeiten.”

“Seine Gesellschafteranteile am Ring sind an einen Treuhänder übertragen worden, seine Villa und eine Gemäldesammlung hat er mehrfach beliehen.”

Und was hat Malu Dreyer den ehrenwerten Mann auf das goldene Podest gehoben! Ist sogar extra zum Ring gekommen und hat sich bunte Filmchen angeschaut:

Und jetzt muss man sich fragen, wieso so eine Luftnummer so weit kommen konnte? Wurde der Grundbucheintrag nicht geprüft? Das wäre doch das erste, was man in solch einem Fall machen muss.

Sachwalter Lieser - der Nachjustierer - gehört meiner Meinung nach sofort ersetzt. Wieviele Patzer, die wohl auch die Staatsanwaltschaft interessieren dürfte, will man ihm noch zugestehen? Dem gehört sofort die Verantwortung entzogen, wen man weiteren Schaden vermeiden will. Entweder hat er die Finanzsicherheit im Vorfeld nicht geprüft oder er hat die Wahrheit verschleiert. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht und beides ist Anlass genug, ihm sofort die Verantwortung zu entziehen.

Lest Euch mal vor dem Hintergrund der jetzt bestätigten bitteren Wahrheit das Lügengebilde von Thomas Schmidt durch:

“Was ist an dem Bericht der ”Wirtschaftswoche“ dran?”

“Nichts. Insbesondere das, was dort behauptet wird über unsere Aktivitäten im Zusammenhang mit den unterlegenen Bietern. Das ist eine freie Erfindung, ich würde sagen, das ist eine Zumutung - eine Frechheit, so etwas in die Welt zu setzen.”

Pinocchio könnte bei dem ehrenwerten Professor die Schulbank drücken!

Die beiden Insolvenz-Gestalten gehören sofort abgelöst.

Hallo Gläubigerausschuss, Amtsgericht, Staatsanwaltschaft?!

Ihr dürft nicht vergessen: wir reden hier nicht über irgendein Immobiliengeschäft - was an sich schon schlimm genug wäre - nein, wir reden über Volkseigentum, das besondere Sorgfalt erfordert! Nach meinem Verständnis müssten alle Beteiligte - von Amtsgericht über Gläubigerausschuss über Landesregierung - den beiden Ganoven ihr Mandat entziehen, wollen sie nicht selber für die Versäumnisse und Täuschungen haftbar gemacht werden. Wisst Ihr noch, wie sie sich vor 2 Jahren gefeiert haben?

(FTD, 10.Aug.2012)

Aber es kommt noch dicker:

“Inzwischen scheint zudem festzustehen, dass der ausgehandelte Deutsche-Bank-Kredit über 45 Millionen Euro, mit dem der Ring-Kauf maßgeblich finanziert werden sollte, später doch nicht von den Erwerbern gezogen wurde. Angeblich, weil die Bereitstellungsgebühren zu hoch waren.”

Moment mal, haben die uns nicht tausendfach versichert, dass die Finanzierung steht? Und jetzt stellt sich raus, das war gar kein Kreditvertrag, sondern nur ein Kreditangebot? Das wir ja immer abenteuerlicher, wieso klicken da keine Handschellen.

Was mich wirklich ärgert, sind die Fähnchen im Wind. Und davon gibt es in der Eifel leider viele. Von Blick Aktuell über Verbandsgemeinderat der VG Adenau sogar welche von letzter Woche. Oder lest Euch nochmal diese Reaktionen direkt nach dem Nürburgring-Verkauf durch.

Mit ein bischen mehr Rückgrat hätten wir die Krise längst ausgestanden. Aber so schlingern wir von einem Problem in’s nächste. Mit Stillhalteparolen erreicht man nämlich genau das nicht, was man eigentlich möchte: eine Zukunft für den Ring. Die gibt es nur nach einem reinigenden Gewitter und das wird ein schweres Unwetter werden. Das ist leider nötig, denn sonst wird weiter vertuscht, verschleiert, getäuscht, gelogen und betrogen.

Jeder, der dieses Gewitter verzögert oder aufhält, schadet dem Ring weiter, denn jedes neue Experiment lässt die Strecke tiefer im Sumpf versinken. Bis sie irgendwann komplett untergeht - dann bekommt Ruhe am Ring allerdings eine ganz neue Bedeutung.

Tags: CapricornRingverkauf | AmtsgerichtGläubigerausschuss | Insolvenzverwalter |


Mittwoch, 01. Oktober 2014

Wäre Kurt Beck noch Ministerpräsident, hätte er jetzt zurücktreten müssen.

Treffender Kommentar von Susanne Höll in der Süddeutschen:

"Wäre Kurt Beck noch Ministerpräsident in Mainz, hätte er in dieser Woche zurücktreten müssen. Die etlichen Millionen Euro Steuergelder, die er in das Phantasieprojekt Nürburgring steckte, sind nicht nur verloren. Er verstieß mit dieser Finanzierung von Anfang an auch gegen EU-Recht. (..)

Niemand, auch nicht Dreyer, seinerzeit Sozialministerin unter Beck, stellte das absurde Unterfangen je infrage."

Tags: Insolvenz | KurtBeckRingverkauf |


EU Kommission segnet Nürburgring- und Nordschleifen-Verkauf ab.

Jetzt hat es Almunia also doch geschafft, als eine seiner letzten Amtsaktionen den Ringverkauf durchzuboxen:

Die Kommission stellte fest, dass das Verfahren offen, transparent und diskriminierungsfrei war und die Veräußerung zum Marktwert erfolgte.

Immerhin haben sie nicht geschrieben: Die Kommission hat geprüft, dass …, weil dann wären sie zu einem anderen Schluss gekommen. So haben sie einfach nur die Darstellungen der Verkaufsbeauftragten Lieser & Schmidt übernommen, aus denen sie das dann festgestellt haben.

Erstaunlich, dass die wirtschaftliche Kontinuität explizit ausgeschlossen wurde:

Dabei legt die Kommission unter anderem folgende Indikatoren zugrunde: Gegenstand der Veräußerung (Aktiva und Passiva, Fortbestand der Belegschaft, gebündelte Aktiva), Kaufpreis, Identität des/der Erwerber(s), Zeitpunkt der Veräußerung und die ökonomische Folgerichtigkeit der Transaktion. Im Falle des Nürburgrings bestand offenbar keine wirtschaftliche Kontinuität.

Doch, das ist doch genau das Problem.

Die EU hat das Unmögliche möglich gemacht und den Weg geebnet, dass zum ersten Mal seit ihrer fast 90-jährigen Geschichte die Nordschleife in Privatbesitz verschoben wird. Volksenteignung vom Feinsten und ein sehr trauriger Tag für alle Nordschleifen-Freunde.

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der Kaufpreis gezahlt wird. Obwohl - da lässt sich bestimmt noch was machen - bzw. justieren, wenn es klemmt. Und ob es klemmt!

Das werdet Ihr so übrigens nirgendwo in den Nachrichten zu hören bekommen, dass weltweit einmaliges Kulturgut in Privathand verscherbelt wird. Man weiss ja, was sich gehört. So werden wir Zeuge, wie das heutzutage läuft: die Regierung will nichts weiter als die liebgewonnene Macht erhalten, was mit dem Nürburgring passiert, ist ihr völlig egal.

In Mainz finden sie deshalb den Verkauf auch total super, die Region könne aufatmen und man hätte Planungssicherheit.

Malu Dreyer:

Am Nürburgring können wir den Weg, den wir beschritten haben, weitergehen und das ist auch ein gutes Zeichen für die Region.

Auch mit meinem Kommentar Richtung Doktortitelsammler Schmidt hier habe ich richtig gelegen.

Gestern im Interview:

"Tatsache ist, dass die unterlegenen Bieter bei uns angefragt haben, ob man ein Gespräch führen könnte, um ihnen die Gelegenheit zu geben, noch einmal ihre rechtliche Position darzulegen. (..) Herr Lieser ist hingefahren und hat sich die Positionen angehört. Punkt - und das war’s. (..) Aber das war auch der einzige Grund, warum Herr Lieser hingefahren ist.

(Hervorhebung von mir.)

Heute in der Rhein-Zeitung von Regierungsprecher Redakteur Brück:

H.I.G. und Nexovation lassen indes durchblicken, dass sie den Eindruck hatten, es sei bereits nach einem Nachfolge-Käufer gesucht worden.

Genauso ist es gewesen, sie haben nach Möglichkeiten gesucht, wie HIG oder Nexovation in den Capricornvertrag eintreten könnten. Und der Herr Schmidt - der immerhin einen öffentlichen Auftrag erfüllt! - streitet es ab. Allein dafür sollte er schon zur Rechenschaft gezogen werden.

Warum diese Klimmzüge? Weil Capricorn protegiert ist. So wie es Richter/Lindner waren. Wir werden nicht erleben, dass die 25 Millionen Euro Vertragsstrafe fällig werden.

Die Region tut mir sehr leid. Ich prophezeie ein großes Tal der Tränen - dafür muss man kein Hellseher sein, sondern einfach nur 1+1 zusammenzählen. Mit was für Bandagen gekämpft werden wird, kann man heute schon sehen: Das Kai-Richter-Gedenk-Festival “Grüne Hölle” wurde gegenüber Rock am Ring in Mendig um eine Woche vorverlegt:

Unser Hauptinteresse gilt den Fans. Wir möchten, dass sie eine tolle Zeit und viel Spaß mit den coolen Bands am Nürburgring erleben.

Mein Gott, das tut echt weh, für wie doof die einen halten.

Lest Euch mal den Text durch und ersetzt “Festival” bzw. “Konzert” durch “24h-Rennen”, dann könnt Ihr erahnen, was in Zukunft passiert.

Der Zeitpunkt, das ausgerechnet heute bekanntzugeben, ist natürlich kein Zufall. Schön abgelenkt durch die EU Nachrichten wurde das noch schnell untergeschoben. Und so hat Robert Wild noch vor ein paar Tagen getönt.

Der Nürburgring ist übrigens nicht das einzige faule Ei, das Almunia und die scheidende Kommission (gilt noch bis Ende Oktober) durchgeschleust hat.

Auch wenn wir verschaukelt werden dass es kracht, sollten wir nicht resignieren. Es kommen auch wieder bessere Tage, aber ich fürchte erstmal geht es ziemlich bitter bergab.

Tags: AlmuniaEUKommission | Ringverkauf | Capricorn |


Sonntag, 21. September 2014

Rechnungshof: Nürburgring Verpachtung war zum Scheitern verurteilt.

Da hat der Rechnungshof sich aber mächtig reingekniet. Über 300 Seiten sind es geworden, 2 Jahre hat es gedauert.

Es geht um den denkwürdigen Tag im März 2010, den einige auch live in Adenau erlebt haben: die Privatisierung des Nürburgrings, der Startschuss der NAG mit Richter/Lindner und gleichzeitig die Übernahme der als Privat geplanten Kai-Richter-Bauten.

Bereits im Dezember 2009 wurde das Konzept vorgestellt und hat bei den Ringfans große Trauer ausgelöst. Ich hatte seinerzeit die Startseite von 20832.com durch eine Todesanzeige ersetzt und diesen Text in Frage / Antwort Form geschrieben.

Das ist jetzt knapp 5 Jahre her.

Die Veranstaltung am 26.März 2010, als Hendrik Hering zusammen mit Ri/Li den besiegelten Todesstoß vor versammelter Bevölkerung mit blumigen Worten verkündete habe ich auch besucht und auch den kompletten Audiomitschnitt mitgebracht.

Erst kürzlich hatte ich mit Hendrik Hering eine Auseinandersetzung zu dem Thema. Bzw. ich habe auf seiner Facebookseite sein Mitwirken an der Insolvenz des Nürburgrings in’s Spiel gebracht - worauf er mich gesperrt hat. Dialog 2.0 quasi. Und nicht nur mich, das ging richtig hoch her zum Jahreswechsel und ich habe mich intensiv mit seiner Rolle auseinandersetzt.

Was jetzt der Landesrechnungshof noch einmal in einer komplett anderen Dimension macht. Und diesmal kann der ehrenwerte Herr Hering nicht einfach den Klaus Behnke sperren - diesmal zieht sich die Schlinge kräftig zu.

Hendrik Hering - damals Wirtschaftsminister und heute SPD Fraktionsvorsitzender in RLP - und Carsten Kühl - damals und heute Nachfolger von Ingolf Deubel als Finanzminister und beim Ursprungskonzept in 2007 Mitglied des 4-köpfigen Nürburgring Aufsichtsrates - wandeln auf hauchdünnem Eis. Man könnte sogar sagen sie sind erledigt. Von Rücktritt (Politologe Jürgen Falter / SWR Video bei Minute 5:00) bis Neuwahlen (Florian Zerfaß / WiWo) reicht die Palette der geforderten Konsequenzen. Und die Staatsanwaltschaft musste sich auch schon erklären, weil soviele Anfragen reinkamen. Da muss doch jetzt was passieren?!

Wenn, ja wenn wir nicht in RLP wären. Obwohl - oder weil? - in RLP viele Juristen in Politikerpositionen gelandet sind - Malu Dreyer war sogar mal Staatsanwältin. Von der hört man im Moment zum Thema übrigens … nichts.

Vor dem Hintergrund der Insolvenz und der jetzt hektisch betriebenen Veräußerungsaktivitäten hätte ich mir allerdings von dem Gutachten eine intensivere Betrachtung des Eigentumübergangs der Richter-Immobilien in Staatshand gewünscht. Aber auch ohne diese Baustelle enthält der Bericht neben einer großen Anzahl von schwergewichtigen Verfehlungen auch jede Menge Details, die zumindest mir so nicht bekannt waren oder die es lohnt im Zusammenhang noch einmal in Erinnerung gerufen zu bekommen.

Ich hab mir mal die Mühe gemacht und meinen Genesungssonntag mit Lesen verbracht - statt F1, 1000km, WRX, Familie, Hausrenovierung, usw.

2 Dokumente möchte ich Euch zum Lesen anbieten:

Die Regierung redet sich jetzt raus, der Landesrechnungshof hätte die komplexe Materie nicht gepeilt. Auf der einen Seite eine freche Beleidigung nach der hervorragenden Arbeit, auf der anderen wieder eine dieser perfiden Ausreden, um von den Tatsachen abzulenken. In Wirklichkeit ist es der Regierung nicht gelungen, die Vorgänge so komliziert auszugestalten, dass sie tatsächlich keiner mehr versteht. Man könnte nämlich den Eindruck bekommen, dass wäre die Zielsetzung ihres Handelns. Der Rechnungshof aber hat sich durchgewühlt und einen 1a Überblick zusammenbekommen. Ähnlich beeindruckend wie die EU Kommission in ihrem Eröffnungsbeschluß - die Tiefe und die Details helfen auch unsereins beim Verständnis.

Zusammenfassend bekommt man den ausführlich begründeten Eindruck, dass die Regierung bzw. Hering/Kühl absichtlich Dokumentationen verhindert haben und Organe wie die Nürburgring Aufsichtsrat oder untergeordnete Firmen wie die ISB mit Tricks und Druck in die Illegalität gedrängt haben. Alles unter hohem Zeitdruck und ohne Erwägung von Alternativen. Die Verpachtung an Ri/Li und der Kauf des Gastromülls waren quasi vorgegeben - nur 1 Jahr vor den bevorstehenden Landtagswahlen. Die erstellten Gutachten haben die typischen Merkmale von Auftragsgutachten und sind in engen Grenzen so gesteckt, damit keiner auf dumme Ideen kommt.

Über allem, was man liest, schwebt der Auftag von Kurt Beck, kurzfristig für Ruhe zu sorgen, koste es, was es wolle. Hauptsache die Landtagswahl (am 27.März 2011) geht noch haarscharf über die Bühne. Und was es gekostet hat! Nicht nur, dass der Ring und wir unter dem Ri/Li Regime gefoltert wurden, auch kohlemässig wurde massivst umverteilt. Die NAG hat sich natürlich kräftig bedient, so eine Chance lassen die sich nicht entgehen. Was wir immer befürchtet haben ist jetzt auch schwarz auf weiss dokumentiert. Da wurden kräftig Aufräge an beteiligte Firmen verteilt, dass die Gewinne aus dem Nürburgringbetrieb fast verdunstet sind.

Auch der Nürburgring TV von Pathe/Althof darf man gratulieren zum Einzug in den Rechnungshofbericht, sie sind aufgeführt unter den mit der NAG verflochtenen Unternehmen, dank derer die Ausgabenhöhe hoch gehalten worden. Seite an Seite mit Richter’s Ehefrau Tini Richter und ihrer Dienstleistungen für die NAG wird die Nürburgring TV mit einem 2010er Umsatzvolumen von 167.000 Euro (!) aufgelistet, das alleine mit der NAG abgerechnet wurde (PDF Seite 228).

Aber auch der Letter of Understanding mit der NAG wird veröffentlicht ebenso wie der Kreditauftrag. Man reibt sich schon hier und da die Augen, was da zusammengebastelt wurde. Eigentlich muss jedem klar gewesen sein, dass das Kartenhaus schon beim Angucken zusammenfällt.

Im Einzelnen geht es in dem Gutachten von Behnke und Co. hauptsächlich um folgende Verfehlungen:

Fehlende Abstimmung mit der EU Kommission.

Man hat das nicht nur vergessen, nein - man hat einen Riesenbogen um Brüssel geschlagen. Hier und da ein Gutachten, dass die Rechtsgültigkeit der Beihilfen bescheinigt - aber bloß nicht selber nachfragen!

Den Grund können wir uns alle denken: die EU hätte Hering & Kühl ihr Anliegen links und rechts um die Ohren gehauen!

Das Zukunfskonzept war das Papier nicht wert auf dem es niedergeschrieben wurde.

Hering’s Cunning Plan war laut Rechnungshof von Anfang an zum Scheitern verurteilt, weil selbst die vereinbarten Mindestpachten nicht gereicht hätten, Zins und Tilgung zu decken.

Dabei hatte man tief in die schmutzige Trickkiste gegriffen und z.B. die Abschreibunsdauern kurzerhand … verdoppelt!!

Die Entscheider wurden absichtlich dumm gehalten und zur Unterschrift gedrängt.

Dem Aufsichtsrat der Nürburgring GmbH wurde sogar der Betriebspachtvertrag vorenthalten, stattdessen hat der Herr Minister (Hering) mündlich (!!) referiert.

Daraufhin wurde authorisiert. Dokumentation: Fehlanzeige.

Das Ganze wurde unter hohem Zeitdruck durchgezogen, die Entscheider waren nicht in der Lage, fundierte Informationen einzufordern. Sie haben es aber auch nicht probiert - das wird ihnen jetzt angelastet (sowohl ISB als auch Nürburgring GmbH).

Jürgen Pföhler hat sich bei der Abstimmung übrigens enthalten!

Es wurden keine Sicherheiten überprüft von den Pächtern Lindner / Richter.

Ich erinnere mich gut an diese Situation bei der Veranstaltung in Adenau. Jörg Lindner wurde bedrängt seine Sicherheiten zu benennen, worauf er dann schließlich meinte, er bürge mit seinem guten Namen.

Alle Gutachten waren Folgegutachten, d.h. sie basierten nach wie vor auf den Ausgangsparamentern, die zur Erstellung des Freizeitgrabs verwendet wurden.

So wird das natürlich nie was. Die völlig zu groß geratenen Beckbauten dokumentieren das für jeden, der mal dort war - aber die Traumtänzer hantieren einfach weiter, als ginge sie die Realität nichts an.

Keine Bank der Welt hätte den Monsterkredit von 330 Millionen Euro für das Zukunftsprojekt bewilligt. Ausser der eigenen Landesbank (ISB). Die hätte sich sogar fast an dem Brocken verschluckt.

Der Finanzminister hat den Kreditauftrag geschickt - was der Chef sagt, wird gemacht. Und das Prüfen auf Sicherheiten wurde ausdrücklich untersagt.

Das Finanzministerium (Kühl) hat Swapgeschäfte zur Zinssicherung befohlen. Daraus entstehen für den Steuerzahlen in den nächsten Jahren 80 Mio. Euro (!!) Kosten. Kein Witz. 80 Mio. Euro. Nur für die Zinssicherung des Kredits. Das sind 2 Bilster Berg Rennstrecken. Und nebenbei mehr als der Verkauf des gesamten Nürburgrings einbringen soll. Einfach mal so zum Schornstein raus!

Eine Ermächtigung für den Kredit gibt es laut Rechnungshof nicht im Haushalt. Damit hätte sich der Finanzminister zu weit aus dem Fenster gewagt. Ebenso die Verwendung des Cashpool, der dem Rechnungshof schon lange - als schwarze Kasse - ein Dorn im Auge ist.

Der Ministerrat hat (am 24.März 2010) dem Vorhaben zugestimmt - so nennt man in RLP die Regierung, d.h. alle Minister der damaligen Regierung inkl. Malu Dreyer haben das Vorhaben abgenickt.

Es gab keine Ausschreibung.

Hendrik Hering hat die Beteiligten über den wahren Kreditbedarf im Unklaren gelassen. Er lag in Wirklichkeit noch höher.

Eine Dokumentation der Vorgänge war quasi nicht vorhanden. Verträge wurden bearbeitet und geändert, auf Begründungen wurde verzichtet.

Warum auch. Geht ja bloß um Steuergeld.

Leidiges Thema Besucherzahlen: wie gehabt viel zu hoch angesetzt. Hendrik Hering hatte seinerzeit von 170.000 Besuchern gesprochen - stellt sich raus es waren nur 94.000.

Nur mal so als Auszug. Macht Euch die Mühe und geht das Dokument durch, besser als jeder Krimi.

Wenn es nicht so traurig wäre. Die Vorgänge waren tatsächlich die Sargnägel für die Nordschleife.

Und wer jetzt immer noch glaubt, dass wenigstens der Verkaufsprozess ordentlich über die Bühne gegangen sein soll … dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

Tags: HendrikHering | CarstenKühlRechnungshof | Gutachten | Zukunftskonzept | JörgLindnerKaiRichter | Privatisierung | RücktrittNeuwahlen |


Donnerstag, 04. September 2014

Lustig. Nicht.

Malu Dreyer empfängt mit ihrem Mann - Bürgermeister von Trier - den Joachim Gauck. Bei so einer Gelegenheit kann man natürlich klasse in die Kameras grinsen. Bei lauter Glückseeligkeit und gelöster Stimmung ist das Problem Nürburgring dann auch schon so gut wie: gelöst.

“Dieses wunderbare Rheinland-Pfalz hat auch, wie man so hört, nicht immer alles richtig gemacht. Ganz davon ab, gibt es aber auch hier Schätze, die man nicht vergessen darf.”

Das wirtschaftliche Desaster am Nürburgring im Hinterkopf führte die Äußerung Gaucks so zu einigem Schmunzeln. Sogar Malu Dreyer und ihre Landesregierungskolleginen Doris Ahnen und Eveline Lemke konnten dem Bundespräsidentin seinen Wink mit dem Zaunpfahl offensichtlich nicht übel nehmen.

Nicht lustig.

Tags: Gauck | Dreyer | Lemke | KlausJensen | Nürburgringverkauf |


Mittwoch, 03. September 2014

Dreyer: Auf Rennstrecken hat die öffentliche Hand nichts zu suchen.

Hat sie der FAZ erzählt.

Vielleicht sollte sie mal jemand an die Verfassung erinnern, auf die sie ihren Amtseid geschworen hat:

“Der Sport ist durch das Land, die Gemeinden und Gemeindeverbände zu pflegen und zu fördern.”

und:

“Der Staat nimmt die Denkmäler der Kunst, der Geschichte und der Natur sowie die Landschaft in seine Obhut und Pflege.”

Schöne Obhut und Pflege ist das. Vergangen haben sie sich an dem Kulturgut Nordschleife!

Und nur weil die regierenden Damen und Herren nicht Verantwortung übernehmen wollen für ihr eigenes größenwahnsinniges Handeln, sollen wir schnell enteignet und der Nürburgring verkauft werden.

Tags: DreyerKulturgutVolkseigentum | Enteignung |


Freitag, 18. Juli 2014

Robertino Wild agiert schon wie der Grossmogul ...

… und nutzt eine öffentliche Veranstaltung, um Otto Flimm eins auszuwischen:

Der andere - JzN um Ex-ADAC-Chef Otto Flimm - sei nicht mal im Verfahren gewesen, “redet alles schlecht, hat aber keine bessere Idee. Er sitzt in der Nachbarschaft, agiert total kurzsichtig und schadet der Region.”

Und die Lokalpolitiker lassen es geschehen, sitzen ehrfürchtig daneben und geben der Propaganda die Bühne.

Jaja, die pösen Schlechtredner! Wieso prügelt der wilde Rob eigentlich nicht auf Meyrick Cox ein? Der hat ebenfalls eine Eingabe in Brüssel gemacht, aber bei dem traut er sich wohl nicht. Weil er ihn noch braucht?

Schonmal so als Vorgeschmack, was da inzwischen auf uns zurollt. Wieso erinnert mich das an das hier? Wilhelm Hahne zieht ähnliche Parallelen zu Kai Richter und Dieter Weidenbrück kontert bei JzN:

“Jeder, und zwar ausnahmsloser jeder, der Otto Flimm und dem Verein „Ja zum Nürburgring“ vorwirft, etwas Anderes als das Wohl des Nürburgrings und der Region im Sinn zu haben, sollte dringend einmal in sich gehen und überprüfen, wie viel er von der der langen Geschichte des Nürburgrings und der Rolle Otto Flimms wirklich weiß.”

Es stimmt: ohne Otto Flimm hätten wir all diese Probleme garnicht. Nicht weil Otto Flimm dem Nürburgring schaden würde, sondern weil es ohne Otto Flimm den Ring garnicht gäbe! Was für eine Respektlosigkeit gegenüber dem Mann, der sich so verdient für diese Sportstätte gemacht hat.

Über die Gründe, warum Robertino Wild gegenüber Otto Flimm, der bei der Veranstaltung garnicht vor Ort war, so auftritt, kann man nur spekulieren. Ich glaube nicht, dass es ihm an Intelligenz mangelt, eher an Feingefühl und Bodenhaftung.

Wobei, wenn ich so drüber nachdenke … schlau war das nicht. Besonders in der jetzigen Situation, wo noch garnicht feststeht, dass Capricorn den Zuschlag bekommt, denn die EU Entscheidung wurde jetzt schon zum 4.Mal verschoben - Ende offen.

Das war schon eine seltsame Kommunal-Veranstaltung - ich habe im Vorfeld nichts davon gehört. Ihr? Vielleicht wären dann mehr als 6 Leute dagewesen. Oder hat man es absichtlich still und leise gemacht, damit bloß keiner kommt? Der dann womöglich noch dumme Fragen stellt?

Dabei fällt mir ein, erinnert Ihr Euch noch an den Beirat, der zusammen mit Malu Dreyer gross angekündigt wurde, um möglichst bald zu tagen und die Bevölkerung mit einzubeziehen? Das ist jetzt 10 Wochen her und nichts ist passiert. Auch wenn ich wetten könnte, dass dann da sowieso nur so Darsteller wie Demandt, Sattler & Co drinsitzen, die es mit sich machen lassen. Otto Flimm wurde ja vorauseilend schonmal als Persona non grata gestempelt.

Für mich jedenfalls ist Otto Flimm der Grösste. Kann ich garnicht oft genug wiederholen.

Tags: Capricorn | RobertinoWild | Grossmogul | Nisius | VGAdenau | OttoFlimm | Ringverkauf |


Freitag, 04. Juli 2014

Das Drehbuch ist jetzt klar: Auf keinen Fall Amerikaner oder Heuschrecke!

Wie sonst will man erklären, dass

  • höhere Angebote nicht zum Zug kamen

  • der endgültige Abgabetermin mehrfach verschoben wurde

  • das ach-so-transparente Verkaufsverfahren unter höchster Geheimhaltung und Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt wurde

  • die ausgetricksten Mitbieter jetzt in Brüssel Sturm laufen und

  • die EU Kommission schon 3x ihre Entscheidung bezüglich des Verkaufes verschoben hat?

Florian Zerfaß hat für die WiWo - mal wieder - erstklassig recherchiert und wird dafür sogar von Wilm Hüffer / SWR gelobt:

EU-Kommission: Harter Kampf um Nürburgring-Beihilfebeschluss

Der Oberburner ist, dass Lieser/Schmidt - die offiziellen Totengräber - sich selber als “Retter des Nürburgrings” beweihräuchern.

Die gute Eifelluft bekommt halt nicht jedem.

Lest Euch den Artikel mal in Ruhe durch.

Für mich stellt sich die Sache so dar:

Man hat Capricorn - den tollen motorsport-affinen Mittelständler aus der Region - so lange mit allen Mitteln fitgespritzt, bis er einigermassen mit den großen Jungs mitspielen konnte und dann die Amerikaner und Heuschrecken ausgebootet.

Der Ring in amerikanischer Investorhand? Un-denk-bar! Die Rheinland-Pfälzischen Wähler sind zwar nicht die Hellsten, aber diese Nachricht hätte wirklich jeden erreicht. Und die Regierung bis auf die Knochen blamiert.

Und was macht man in einer solchen Situation? Als RLP Regierung, das was sie am besten können: tricksen, täuschen, tarnen - und nach aussen Heile Welt markieren.

Da passt dann auch in’s Bild, dass Robertino Wild die Insolvenzverwalter ganz toll findet.

Nur die arme Nordschleife sitzt jetzt noch tiefer im Sumpf, als sie es vorher schon war. Geht eigentlich garnicht, aber Malu Dreyer steht tatsächlich Kurt Beck in nichts nach, wenn es darum geht, größtmöglichen Schaden anzurichten.

Diese Leute gehören wirklich alle weggesperrt, bevor sie NOCH MEHR Schaden anrichten!

Tags: WiWo | Insolvenz | Ringverkauf


Sonntag, 11. Mai 2014

Übrig Ns vom Sonntag.

Tag: ÜbrigNs


Freitag, 09. Mai 2014

Übrig Ns vom Freitag.

Was sonst noch passiert ist:

NEIN. Doch. Oh!!

(Den Begriff Inverstor im Zusammenhang mit Rennstrecken kann ich echt nicht mehr hören.)

Tag: ÜbrigNs


Montag, 05. Mai 2014

Wilhelm Hahne zu dem Boulevardabend mit Dreyer, Wild und Co.

Ich hatte mich ja schon direkt nach der Veranstaltung hingesetzt und meine Eindrücke aufgeschrieben - Wilhelm Hahne hat noch ein paar Hintergründe recherchiert und heute nachgelegt:

Der „Tag der Begegnung“ hatte für mich als alter Mann so etwas von einer großartig geplanten und dann auch in die Realität perfekt umgesetzten Kindergartenveranstaltung. - Hatte ich vielleicht schon die neuen Attraktionen einer neuen „Nürburgring-Geisterbahn“ kennen gelernt?

Eigentlich gab es auch keinen großen Unterschied zwischen dem was ich z.B. in 2010 in Adenau durch Herrn Kai Richter gehört hatte:

„Nun haben wir zunächst mal die Verträge geschlossen. - Und jetzt fangen wir an zu denken.“

…und den aktuellen Höreindrücken von 2014:

„Strukturen müssen angepasst und verändert werden. Aber wir werden nicht überhastet oder überstürzt vorgehen.“

Tags: Insolvenz | Capricorn | WilhelmHahne


Freitag, 02. Mai 2014

Dieter Weidenbrück zur gestrigen Capricorn/Regierung Veranstaltung.

Auf der Ja zum Nürburgring Webseite:

“Die Veranstaltung war gut gemeint und verfolgte die Absicht, capricorn/GetSpeed in dieser schweren Anfangsphase mit Rückendeckung zu versorgen. Aus meiner Sicht ist das nicht gelungen. Vielmehr hat sich der Eindruck verstärkt, dass das „Konzept“ und das „neue Geschäftsmodell“ doch eher auf Visionen denn auf konkreten, durchführbaren Plänen beruhen. (..) Man könnte das auch einfacher ausdrücken: es wird alles teurer werden, und zwar nicht zu knapp.”

Tags: Insolvenz | Capricorn | Dreyer | DieterWeidenbrück


Donnerstag, 01. Mai 2014

Fiktion vs Wirklichkeit am Nürburgring.

Während Malu Dreyer bei ihrer gefühlten Abschiedstournee (sieht mein Post gestern) selber Schwierigkeiten hat, ihre Sorgen zu unterdrücken (“Ich glaube, dass wir eine echte Chance haben, am Ring strukturell etwas zu bewegen.”), wird beim unterlegenen Bieter kräftig durchgeladen:

"Sehr geehrte Frau Dreyer, (..) Wir nehmen an, dass Ihnen bereits bekannt ist, dass das Bieterverfahren nicht den Vorgaben des EU Beihilferechts entsprochen hat, das Verfahren nicht transparent durchgeführt wurde und zudem nicht der Höchstbieter den Zuschlag erhielt. Dies bedeutet erstens, dass der obsiegende Bieter selbst in den Genuss rechtswidriger Beihilfen gekommen ist, was zur Nichtigkeit des Veräußerungsvorgangs führt und zweitens sich die Haftung für die Rückforderung der unrechtmäßig gewährten Beihilfen zugunsten des Nürburgringkomplexes auf den Erwerber erstrecken wird. Beides wird nicht in ihrem Interesse liegen, da so zu einem langjährigen Rechtsstreit um den Nürburgring in der Öffentlichkeit kommen kann und wird."

(Hervorhebungen entsprechen denen im Originaltext.)

Das Schreiben kann man als Teil von Florian Zerfaß’ neuem Artikel bei der Wiwo komplett nachlesesen - und es ist kein Spaß, sondern bitterer Ernst.

“Der Erwerber des Nürburgrings stand bereits deutlich vor der Tagung des Gläubigerausschusses am 11. März 2014 fest, wie unser Mandant aus eigenen Recherchen nach Zuschlagserteilung erfahren musste.”

Soweit zu der Entscheidung des Gläubigerausschusses.

Der Nürburgring ist nicht zufällig in diese Situation geraten, sondern wurde von den Akteuren dieser Insolvenz in Eigenverwaltung - also dem eingesetzten Insolvenz-Geschäftsführer, dem Sachwalter und der Landesregierung - in diese hoffnungslose Lage manövriert:

“In der Konsequenz ist der einzig rechtmäßige und auch im Interesse der Sache richtige Schritt, das Bieterverfahren wieder aufzugreifen und in der Folge unsere Mandanten den Zuschlag zu erteilen.”

Also nicht die von Frau Dreyer mangels Plan B avisierte Neuauflage des Verkaufsprozesses, sondern der Austausch des Käufers: statt Capricorn die NeXovation Inc. aus Tennessee. Von der - nicht nur am Ring - noch niemand etwas gehört hat.

Ich bin mir sicher, dass Frau Dreyer dieses Schreiben vor ihrer Blümchentour am Ring bekannt war.

Aber noch ein weiteres Thema greift der Artikel auf: die wirtschaftliche Herausforderung, den Nürburgring unter dem Capricorn-Konstrukt mit schwarzen Zahlen zu betreiben:

“Das Memorandum liegt der WirtschaftsWoche vor. KPMG kommt darin zu dem Schluss, dass Capricorn ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in Höhe von 12,8 Millionen Euro erreichen müsse.”

Ein operatives Ergebnis von 12,8 Millionen, um Herr über die Lasten von Zinsen und Abschreibungen zu werden! Das geht entweder nur mit massiven Umsatzsteigerung oder Kosteneinsparungen. Die Strecken sind auch jetzt schon immer ausgelastet, also bliebt nur die Preisschraube. Und bei den Kosten ist es das Personal oder die Instandhaltung, wo der Rotstift als erstes kreist. Nach den Rieseninvestments in Beck’s Betonsärge ist in die Strecken kaum noch Geld geflossen und man sieht es ihnen inzwischen auch an. Wenn dort nicht bald etwas passiert, dann ist der Nürburgring auch schnell aufgebraucht.

Ach ja, da war ja noch was: die Rhein-Zeitung. Alles super, alles toll.

Der Nürburgring hätte nie verkauft werden dürfen und ich hoffe sehr, dass sich die Verantwortlichen alle irgendwann beim Freigang im Gefängnisinnenhof ihre Heile-Welt-Märchen gegenseitig erzählen können!

Tags: WiWo | Capricorn | NeXovation | Insolvenz


Mittwoch, 30. April 2014

Der Boulevardabend mit Dreyer, Wild und Co.

Die Veranstaltung heute abend kam mir ein wenig vor wie die Verabschiedung der Landesregierung vom Nürburgring. Auf jeden Fall hätten sie das gerne - das war Malu Dreyer deutlich anzumerken. Endlich das leidige Thema loswerden.

Immerhin konnte sie bis vornehin fahren …

… was ja bei Ihr tatsächlich Sinn macht.

Endlich kam auch mal wieder der stromfressende weltgrösste LED zum Einsatz:

Getroffen habe ich Dieter und die Familie Menzel …

… aber auch Reinhold Schüssler und Wilhelm Hahne:

Aber ansonsten war das Besucheraufkommen eher dürftig:

Wenn man mal die Journalisten, Reporter, Mitarbeiter, Funktionäre, Politiker, Chauffeure und Zulieferer abzieht, dann bleibt da nicht mehr viel übrig.

Das ganze Spekatakel ging kurz vor 7 los und hat etwa 90 Minuten gedauert. Keine Veranstaltung ohne Imagefilm - wie bei besten Richterlindnerzeiten wird kräftig der Mythos bemüht:

Allerdings war das für die erste Reihe etwas schwer zu sehen:

Informationen gab es wenige, dafür umso mehr Visionen. Ich kann mich tatsächlich nicht erinnern, dass eine einzige Frage zufriedenstellend und auf den Punkt beantwortet worden wäre - obwohl man sich betont souverän gab.

Malu Dreyer hat gleich zu Anfang mal klargestellt, dass sie am Verkaufsprozess nicht beteiligt war.

Pietro Nuvoloni - den wir als Propagandaminister Pressesprecher der Insolvenzverwalter kennen, hat den Moderator gespielt und das garnicht mal schlecht. Regelrecht liebevoll hat er kritische Fragesteller umschifft und immer wieder betont sanft für eine familiäre Diskussionsatmosphäre gesorgt.

Das war auch nötig, denn besonders Robertino Wild zeigte sich zwischenzeitlich etwas dünnhäutig. Wenn er über seine Visionen (Träume?) referiert, dann redet er wie ein Kunstschaffender über seine Werke - aber wenn jemand kritische Töne anschlägt, dann könnte man meinen, er fühle sich in seiner Würde verletzt.

Für mich war es das erste Mal, dass ich ihn live erlebt habe, von daher war das mal ganz interessant.

Ich habe jemanden mit einer GoPro gesehen, ich hoffe das wird ein kompletter Mitschnitt, damit Ihr Euch selber ein Bild machen könnt.

An neuen Informationen gab es nicht viel zu holen: Barzahlung wird ab sofort wieder möglich sein - die Verluste der Ringkard, für die der Steuerzahler aufkommen muss, schätze ich in der Größenordnung von einem 2-stelligen Millionenbetrag. Wer übernimmt dafür die Verantwortung?

Der Herr Hockenheim-Schmidt hat kein Hehl daraus gemacht, dass ab jetzt ein anderer Wind weht - nämlich ein kaufmännischer. Das heisst man wird die Vorgaben des Nürburgring-Gesetzes einhalten, aber auch nicht mehr. Ich sehe schwere Zeiten auf die RCN zukommen.

Der Herr Schumacher hat sich auch vorgestellt:

Robertino Wild meinte, er kenne ihn schon viele Jahre und er sei sehr beeindruckt von seinen Management-Fähigkeiten. Der Herr Schmidt sass aussen und hat versucht sich nichts anmerken zu lassen. Warum braucht man ein neues Management, wenn das existierende doch so toll ist?

Adam Osieka kam nur einmal kurz zu Wort, als es um Trackdays ging. Dag von Garrel aus Adenau wollte wissen, wieso er keinen Trackday bekommt, GetSpeed aber 7. Adam meinte als Antwort, dass er nur 1 Trackday habe und bei den anderen habe er sich nur eingeklinkt.

Herr Schmidt meinte daraufhin, das sei doch ein Kompliment, die Strecke sei ausgebucht und war es auch immer. Da frage ich mich, wo der zusätzliche Umsatz inkl. Rendite herkommen soll, um die hohe Kapitallast für den Bankkredit zu bedienen, von dem der Nürburgring gekauft wurde. Was bisher nicht gereicht hat, soll auf einmal Wunder vollbringen?

Zur Achterbahn hat Herr Wild versprochen, dass sie nächstes Jahr nicht mehr steht. Sie würde woanders zum Einsatz kommen und der neue Betreiber baut sie auch kostenlos ab.

Das neue Industriegebiet kam auch zur Sprache, Meuspath sei ein Erfolgsmodell, aber ausgebucht und Firmen würden bereits anfragen, um bei dem neuen Industriegebiet mitzumachen.

Zum Thema Erfolgsmodell fällt mir nur ein, dass der Zweckverband, der das Industriegebiet verantwortet, garnicht so rosig dasteht, wie die blumigen Worte das vermitteln.

Es gab noch einige weitere Themen, aber diese hier sind mir im Gedächtnis geblieben. Dieter fragte ganz zu Schluss, als der Herr Nuvoloni bemüht war, die Veranstaltung schnell zu beenden, ob die Regierung denn einen Plan B habe, wenn die EU den Verkauf nicht genehmigt. Stellt sich raus, hat sie nicht. Dann geht das Verkaufen einfach wieder von vorne los.

Ich muss ehrlich zugeben, dass mich die ganzen Abläufe ziemlich traurig machen. Ohne mit der Wimper zu zucken wirft die Frau Dreyer den Ring Spekulanten vor die Füsse und verdrückt sich durch die Hintertür. Die Textbausteine sind immer die gleichen - die Insolvenzverwalter haben einen guten Job gemacht usw. Was als Informationsabend geplant war, war nichts weiter als ein großer Luftballon - immer die gleichen Sprüche - ohne Fakten und Tatsachen. Man hofft auf eine gute EU Entscheidung, man ist sich sicher, der Ring bricht in eine neue Zukunft auf.

Woher das ganze Geld kommen soll, für die Umbauten, die Zinslast, die Instandhaltung - ist nach wie vor offen geblieben.

War ein anstrengender Tag für mich heute, von der Arbeit aus Köln direkt zum Ring und wieder zurück - dabei wollte ich eigentlich meinen Spa-Besuch für die WEC 6h vorbereiten. Ich hatte schon im Gefühl, dass das heute am Ring keine schöne Veranstaltung wird, aber ich wollte mir ein eigenes Bild machen. Ich hab auch viele bekannte Gesichter gesehen, denen es ebenso ging - das fand ich dann wiederum gut.

Tags: Insolvenz | Capricorn | MaluDreyer


Dienstag, 29. April 2014

3 Fragen an Malu Dreyer und Capricorn zum Nürburgring-Verkauf.

Morgen kommt Malu Dreyer zur Propaganda Wahlkampf Leute beruhigen Informations-Veranstaltung an den Nürburgring und ich hoffe es kommen viele Nürburgring-Freunde, um ihr auf den Zahn zu fühlen.

Die Fragen, die mich am meisten interessieren, wären:

1.)

Wir haben aus der Zeitung erfahren, dass der Kauf durch Capricorn zum größten Teil fremdfinanziert ist und keine wesentlichen Zahlungen vor 2015 geplant sind. Ist der Kredit der Deutschen Bank an Bedingungen geknüpft? Ist die Kreditzusage verbindlich und kann nicht zurückgezogen werden? Welche Konditionen und Sicherheiten liegen dem Kredit zugrunde? Eine öffentliche Bestätigung der Deutschen Bank wäre hilfreich, normalerweise sind Banken bei Krediten bei solchen Größenordnungen und in der Öffentlichkeit stehenden Projekten nicht so zugeknöpft.

2.)

Zu den 25 Millionen Euro Investement:
a) Wo kommt dieses Geld her?
b) Wofür wird es ausgegeben?
c) Wann starten die Investitionen?

3.)

Frau Dreyer, welche Beteiligung hatten Sie und Ihr Büro am Verkaufsprozess? Wie beurteilen Sie, dass der Nürburgringverkauf auf einen Bankkredit gestützt ist?

Tags: Insolvenz | MaluDreyer | Capricorn


Samstag, 26. April 2014

Hat die Landesregierung am Nürburgring auch beim Verkauf getrickst?

Es mehren sich die Anzeichen, dass Capricorn absichtlich bevorzugt wurde: die Abgabefrist wurde mehrfach verlängert, den Finanzierungsnachweis von Capricorn wird angezweifelt und die Konkurenz-Angebote lagen sogar preislich höher. Von Durchwinken kann bei der EU in Brüssel keine Rede sein.

Wirtschaftswoche / Florian Zerfaß:

“Die Verlängerungen sind ein zentraler Punkt in der Cox-Beschwerde. „Ich vermute, dass diese Verlängerungen mit Absicht gewährt wurden, um Capricorn zu bevorzugen“, findet Cox. Denn eigentlich hatten alle Bieter die Vorgabe bekommen, bis zum 11. Dezember 2013 ihr verbindliches Angebot vorzulegen, inklusive Finanzierungsbestätigung. Capricorn hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine Finanzierungszusage, (..)”

“Capricorn bekam später für einen substanziellen Teil des Kaufpreises zwar eine Finanzierungszusage der Deutschen Bank, diese allerdings sei dem Gläubigerausschuss nicht im Original vorgelegt worden. Zudem kritisiert Cox, dass gleich mehrere der von den Verkäufern selbst mitgeteilten Auswahlkriterien nicht konsequent eingehalten worden seien.”

Die Regierung reagiert wie immer, wenn es am Nürburgring knirscht im Gebälk - beschwichtigen, schönreden, verschleiern & vertrösten:

“Am Mittwoch allerdings werden die Beschwerden keine große Rolle spielen, dann ist Schönwettermachen angesagt. „Tag der Begegnung und des Informationsaustausches mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer“ lautet das Motto der Veranstaltung, in der Einladung heißt es, dass es für Pressevertreter die Gelegenheit zur Besichtigung exklusiver Nürburgring-Lounges „mit Blick auf die Grand-Prix-Strecke“ geben wird.”

Tags: WiWo | MeyrickCox | Insolvenz


Dienstag, 11. März 2014

Der Tag, an dem der Nürburgring verkauft wurde.

Schwer zu glauben, aber heute wurde die Nordschleife verkauft. Wer der Käufer ist, ist dabei schon zweitrangig (es ist Capricorn), ebenso der Kaufpreis (77 Mio.), denn der Nürburgring soll endgültig in private Hand wechseln.

Was war das heute für ein Gezerre: der Gläubigerausschuss wollte wohl nicht so wie die Insolvenzverwalter sich das vorgestellt haben und so hat die für 14 Uhr geplante Pressekonferenz bis 18 Uhr auf sich warten lassen.

Ich schätze im Gläubigerausschuss waren heute:

  • Reinhold Schüssler (Nürburg)
  • Karsten Drawe (ISB)
  • Winfried Ott (Arbeitnehmervertreter)
  • Günter Thull (Agentur für Arbeit)
  • Carl-Bernhard von Heusinger (Müllenbach, für Udo Mergen)

(Bitte mich korrigieren, wenn das nicht stimmt!)

Meine Vermutung ist, daß die eine einstimmige Entscheidung erzwingen wollten, deswegen haben sie den 5 Leuten auch so kurzfristig die Pistole auf die Brust gesetzt mit Pressekonferenz gleich hinterher. Und das hat wohl nicht geklappt, aber man hat den Verkauf trotzdem durchgezogen.

Dieter Weidenbrück war auch in Koblenz zusammen mit Otto Flimm, ich bin auf seine Einschätzung gespannt (kommt morgen) - hier also schonmal meine.

Der Doppeldoktor Insolvenzverbrecherwalter meinte in der PK, daß man jetzt endlich Planungssicherheit hätte, dabei ist es genau umgekehrt: so unsicher war die Zukunft des Nürburgrings noch nie. Das Verkaufsverfahren ist angreifbar - die armselige Durchführung erkennt man ja sogar als Laie - und die EU muss jetzt entscheiden, ob durch den Verkauf die verbotene staatliche Beihilfe korrigiert ist. Nach JzN ist sie das eben nicht, sondern zementiert, weil der Komplex als gesamte Einheit verkauft wurde: wirtschaftliche Kontinuität. Die bevorstehende Prüfung haben auch die IVer heute nochmal extra erwähnt, es gab Zeiten, da haben die das lässig vom Tisch gewischt: das sei juristisch ein Nullum - ja nee iss klar.

Wieviele Betreiber die uns die letzten Jahre schon vor die Nase gesetzt haben! Erst 15 Jahre Kafitz-Leidensweg, dann Richter/Lindner, die Insolvenzverwalter und jetzt also Capricorn. Und habt Ihr mal gemerkt, die mussten alle Wortschöpfungsregister ziehen, denn Besitzer geht ja nicht, also wird abwechselnd von “Investor” bzw. “Erwerber” gesprochen.

Eigentlich war auch noch eine PK von Dreyer / Lemke / Lewentz geplant, aber durch das ewige Verschieben ist die wohl geplatzt. Ich hatte zwischenzeitlich gehofft, daß der Verkauf auch platzt - aber die Marschrichtung ist von der Politik klipp und klar vorgeschrieben.

Ich wage mal ein paar Prognosen: Capricorn wird - wie auch seinerzeit Richter/Lindner - jetzt massiv die Öffentlichkeit umwerben. Die beiden geschassten Düsseldorfer haben es hauptsächlich die Touristenfahrern umgarnt - Preise nicht erhöht, Fan-Diskussion inszeniert, usw.

Der neue Düsseldorfer will Richter’s Kulissenbaracken abreissen, die Achterbahn auch und die Ringcard abschaffen. Da rufen natürlich alle “Hurra” und klatschen Beifall - und schon ist alles super. Ich hab grad ein Déjà Vu und höre die ersten “Lass sie doch erstmal machen!” sagen - wie seinerzeit bei Richter/Lindner.

Woher die 100 Millionen kommen und wie sie sich refinanzieren sollen, gerät dann schnell in den Hintergrund. Dabei ist das eine stramme Summe: 3x Bilster Berg!

Auch dieses Kapital fällt nicht vom Himmel, sondern möchte Rendite sehen (bei zurückhaltenden 5% schon 5 Millionen pro Jahr) und Zinsen zahlen (bei 4% = 4 Millionen). Schlappe 9 Millionen Euro, die zusätzlich verdient (!) werden müssen. Von einer Anlage, die auch vorher schon ausgebucht war und enorme Fixkostenblöcke vor sich herschiebt.

Ich bin auch mal gespannt, wer sich jetzt direkt auf deren Seite schlägt, in der Hoffnung ein paar Krümel vom Tisch abzustauben. Bei Richter/Lindner gab es auch Leute, die sie auf den Schultern getragen haben.

Und dann die Leute, die für die gute Sache kämpfen - also gegen die neuen auserkorenen Privatbesitzer - und für einen Nürburgring, der dem Gemeinwohl dient! Ich für meinen Teil werde auch weiterhin rund um den Ring und im Fahrerlager den STR Gedanken aufrechterhalten und bin sicher, daß viele Leute genauso denken. Eins kann man klar festhalten: ohne den Widerstand wäre unseren Volksverrätern Vieles viel leichter gefallen!

Wenn vor ein paar Jahren jemand gesagt hätte, daß am 11.März 2014 eine Firma aus dem Meuspather Gewerbegebiet den kompletten Nürburgring kauft, den hätten sie in die Geschlossene gesteckt.

Tags: Insolvenz | Trauertag | Gläubigerausschuss | Verkauf | Capricorn


Mittwoch, 05. März 2014

Heuschreckenalarm am Nürburgring!

Die Schlinge um die Nordschleife zieht sich weiter zu, denn der Schlimmste aller möglichen Käufer scheint sich seiner Sache schon ziemlich sicher zu sein.

Meyrick Cox hat mal eben 6 GmbHs gegründet, für die Hotels, den Freizeitpark, aber auch für GP-Strecke und Nordschleife getrennt. Da wird schon das Filetieren vorbereitet, vor dem alle gewarnt haben. Komisch, die Regierung musste das Beck°Werk unbedingt der historischen Nürburgring GmbH aufhalsen und das erste, was ein Profi-Geschäftemacher macht: aufteilen.

Die Erklärung ist natürlich, daß man dann keine Kosten auf einer Kostenstelle mittragen muß, sondern die nicht-rentable Unterfirma kann gepflegt pleite gehen.

Der SWR jubelt von goldenen Zeiten für den Motorsport - ich krieg gleich das Kotzen. Die Pessimisten seien gegen einen Verkauf - ich würd mal sagen das sind eher die Realisten.

Und Propagandaminister Nuvoloni: wir werden alle sterben!! sonst droht die Schließung …

Otto Flimm stemmt sich dagegen und schreibt einen offenen und flehenden Brief an Malu “wer-werden-einen-seriösen-Investor-finden” Dreyer:

"Wie die Rhein-Zeitung berichtet, liegen die Renditeerwartungen des amerikanischen Finanzinvestors H.I.G., der als erster Anwärter auf den Kauf gilt, bei 15 bis 20 Prozent. Auch den Mitarbeitern des Nürburgrings ist nach dem Bericht klar, dass solche Renditen niemals zu erwirtschaften sind. Ihr Parteifreund Müntefering hat solche Unternehmen zu Recht als „Heuschrecken“ bezeichnet. Das wird der altehrwürdige Nürburgring nicht verkraften!

… und hält die Tür sperrangelweit offen für Gespräche.

Wenn das alles nicht fruchtet: die Entscheidung der EU steht noch aus und sollte sie wider Erwarten den Verkauf als Gesamtpaket (wirtschaftliche Kontinuität) absegnen, dann hat Ja zum Nürburgring bereits die Klage vor dem Europäischen Gerichtshof angekündigt.

Amerikanischer Beteiligungsfond hört sich an wie das sichere Todesurteil - und für die Region und den Breitensport ist es das auch bestimmt. Aber noch ist nichts unterschrieben und selbst wenn: ich kenne inzwischen sehr viele Leute, die werden nicht aufgeben zu kämpfen! Das sind wir der Nordschleife schuldig.

Tags: HIGCapital | MeyrickCox


Montag, 03. März 2014

Werner Langen MdEP: Nürburgring-Rennstrecken können aus dem Verkaufsprozess herausgenommen werden.

MdEP Werner Langen:

“Im Falle der Motorsportanlage Nürburgring, die im Jahr 2010 gesellschaftsrechtlich mit dem ”Vergnügungspark“ zusammengelegt wurde und nur deshalb in den Sog des Beihilfeverfahrens geraten ist, wäre die EU-Kommission nach meiner Überzeugung bereit, den Ring selbst aus dem Verfahren herauszunehmen, wenn dadurch die ”Wiege des deutschen Motorsports“ diskriminierungsfrei für jeden zugänglich bleiben würde. Sozusagen als öffentliche Leistung der Daseinsvorsorge für eine ganze Region, die ”Opfer“ einer Fehlinvestition mit Steuermitteln geworden ist. Dazu sind allerdings der politische Wille, die Verhandlungsbereitschaft sowie ein diskriminierungsfreier Verkauf erforderlich. Ich setze darauf, dass sich Einsicht, Vernunft und regionaler Zusammenhalt doch noch durchsetzen werden.”

Wisst Ihr noch Malu Dreyer vor 4 Wochen in Mendig: die EU lässt keinen anderen Weg zu, als die Rennstrecken zu verkaufen - alternativlos!

Stellt sich raus, stimmt nicht.

Werner Langen ist seit 20 Jahren Abgeordneter im Europäischen Parlament - ich behaupte mal der kennt sich aus.

Tag: Insolvenz | Ringdemo | NordschleifeNotForSale | WernerLangen


Sonntag, 16. Februar 2014

Mikebericht von der Ringdemo Mainz-Nürburgring.

Gestern war wieder #ringdemo angesagt - schon die 3.Demo innerhalb von zwei Monaten und wieder eine der vielen Aktionen, die von Sabine, Christian und Wir sind Nürburgring organisiert wurde:

und jetzt:

  • 15.Februar: DEMO von Mainz nach Nürburg.

Konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, vor allem weil abends in Nürburg auch noch die After-Demo-Party anstand.

Treffpunkt war ab 9 Uhr in Mainz, um 11 Uhr sollte es dann losgehen durch die Innenstadt:

Die Autos waren alle schön vorbereitet, damit wir auch auffallen in Mainz. So ein großes N habe ich schon lange nicht mehr gesehen:

Und improvisieren geht immer:

Neben Karl Mauer war auch der tapfere Kämpfer Otto Flimm wieder mit dabei:

Sabine natürlich auch an vorderster Front zu finden - wie immer:

Bunt gemischt von überall her, aber auch viele Leute aus MYK, WW oder AW vor Ort:

STR - Save The Ring:

Fabian war mit Claudia wieder aus Zürich angereist - schwer beeindruckender Einsatz, die beiden geben alles. Die #ringdemo Aufkleber wurden von einer freundlichen Druckerei gestiftet - tolle Idee:

Fast wie ein Fahrerlager - nur leider von den bekannten Fahrern bei der Demo kaum jemand zu sehen. Wolfgang Destree hat das ja treffend kommentiert.

Dem Smart steht das STR sehr gut finde ich:

Es war auch jemand mit dem Motorrad dabei:

Und was für eine Maschine das war! Felgen vom Renault Alpine und mitlenkendes Beiboot-Rad:

… und inklusive Frau, Hund und Kind am Start:

Nfiziert sind beide, aber bei wem hättet Ihr die Anhängerkupplung vermutet?

Ankunft in Nürburg:

Und Otto Flimm hat auch ein paar Worte gesprochen:

Ebenfalls auf der Bühne war Guido Nisius:

Das ist der neue Verbandsbürgermeister der VG Adenau (Romes Nachfolger). Immerhin - er hat nicht wie sein Vorgänger gekniffen oder rumgeeiert, sondern klipp und klar gesagt, daß der Nürburgring in der öffentlichen Hand verbleiben soll. Wollen wir hoffen, daß er sich dafür auch stark macht.

Hier noch ein paar mehr von meinen Fotos.

Insgesamt wieder mal ein kräftiger, aber auch Spaß-machender Protest - die Sache zieht immer weitere Kreise. Ich habe ausnahmslos nette Leute getroffen, freundliche Gespräche geführt und viel Optimismus erlebt. Als ich als einer der letzten in Mainz losgefahren bin in der letzten Gruppe, sind die ersten Leute schon in Wehr von der Autobahn abgefahren.

600 Autos waren schon gezählt, als ich in Mainz auf den Parkplatz gefahren bin und unterwegs haben sich auch noch viele Leute auf der Autobahn dazugesellt. Die Feier mit Kölsche Musik war der krönende Abschluss für einen gelungenen Samstagnachmittag!

Ich habe auch das Gefühl die Leute sind jetzt kampfeslustig, das darf gerne so weiter gehen - ruhig noch etwas lauter!

Ich finde es super, daß es soviel Zusammenhalt gibt - und auch wenn die großen Namen lieber auf Tauchstation gehen und uns im Stich lassen, wir kämpfen weiter!

Tag: Demo


Wilhelm Hahne: Warum wird der Nürburgring nicht einfach saniert?

Sabine, Christian und Ossi hatten ja vor zwei Wochen einen Termin bei Malu Dreyer und dort auch 15 Fragen schriftlich an sie gerichtet.

Die wurden jetzt “beantwortet” … von Clemens Hoch.

Leider von Einsicht nicht der Hauch einer Spur, stattdessen weiter die alten Phrasen, obwohl sie doch längst von der Realität eingeholt worden sind. Eigentlich peinlich, unverdrossen einfach weiter darauf herumzureiten.

Das ist ungefähr so, als würde man trotz Überrundung völlig ignorant nach dem Rennen jedem erzählen, man hätte um den Sieg gekämpft. Als hätten die Leute auf der Tribüne keine Augen im Kopf.

Und Clemens Hoch spricht gleich in der ersten Antwort von “dem Insolvenzverwalter”, obwohl es den garnicht gibt: es gibt nur einen “Sachwalter” und einen (Sanierungs-) “Geschäftsführer”.

Wilhelm Hahne nimmt das zum Anlass und hinterfragt generell, wieso eine SANIERUNG prinizipiell nicht in Frage zu kommen scheint, obwohl doch alle Tatsachen dafür sprechen:

  • Der Ring erwirtschaftet ein positives Ergebnis, die Firma wäre also erhaltenswert.

  • Die Insolvenz findet in “Eigenverwaltung” statt, d.h. die Sanierung sollte per Definition schon dem Verkauf vorzuziehen sein.

  • Ein “Sanierungsgeschäftsführer” wurde eingesetzt.

  • Ein Verkauf kommt ohnehin erst in Frage, wenn die EU ihr Beihilfeverfahren abschließt.

Wilhelm Hahne:

“Wenn einem Unternehmen bei einer auftretenen Schieflage eine Insolvenz in Eigenverwaltung zugestanden wird, so bedeutet das, dass das Unternehmen aus der Sicht des Insolvenzgerichts über einen förderungswürdigen Geschäftsbetrieb verfügt, dessen Basis man als so gesund empfindet, dass man diesem Unternehmen zugesteht, in Eigenverwaltung – unter Aufsicht eines Insolvenz-Sachwalters – wieder auf den rechten Weg zu finden.”

“Es gibt also keinen Insolvenzverwalter, wie er in dem Schreiben des Herrn Clemens Hoch erwähnt wird. Die Verwaltungs- und Vertretungsbefugnis geht bei einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung nicht auf einen Insolvenzverwalter über, sondern verbleibt – trotz eröffnetem Insolvenzverfahren! - beim Schuldner. In diesem Falle bei dem Geschäftsführer der Nürburgring GmbH, bzw. dem eigentlichen Besitzer, dem Land Rheinland-Pfalz. (..)”

“Nachdem die Eigenverwaltung eingerichtet ist und der Betrieb wieder ungestört läuft, wird dann zur Abwicklung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben normalerwiese ein Insolvenzplan erstellt, um die Gläubiger abzufinden und das Unternehmen endgültig zu sanieren.”

Tja, nur nicht am Nürburgring: da wird alles künstlich aufgehübscht, um den Verkaufspreis nach oben zu treiben - um dann in größtmöglicher Eile den Verkaufsprozess durchzupeitschen.

Dabei wurden in der Hektik gravierende Fehler gemacht, denn ohne die Abtrennung der Rennstrecken von der Kirmes wird die Wettbewerbsverzerrung, um die es Brüssel ja primär geht, nicht aufgelöst, sondern in Stein gemeisselt.

Es wird wirklich höchste Zeit mal innezuhalten, tief durchzuatmen … um in Ruhe die Optionen zu sortieren.

Ganz sachlich betrachtet ist für alle Beteiligten - auch die Landesregierung - der Verkauf an ein gewinnorientiertes Privatunternehmen die schlechteste aller Möglichkeiten.

Tags: Insolvenz | Dreyer | Eigenverwaltung


Samstag, 01. Februar 2014

Ja zum Nürburgring räumt mit dem nächsten Vorwurf auf: nur auf die Rennstrecken bieten sei Rosinenpicken.

Als Kommentar auf JzN:

“Man sieht also, dass es sich nicht nur um die reinen Rennstrecken handelt, sondern vor allem auch um den Bereich, der die größten Sorgen bereitet für die Zukunft. Es ist die meist leer stehende Bahnhofshalle mit allen Anbauten. (..)”

“Sollte die Landesregierung also wirklich darauf bestehen, sich auch vom Kernbereich des Nürburgrings, dem Strukturförderungstool der Großregion Eifel trennen zu wollen, dann soll die Motorsportstätte an einen Käufer gegeben werden, von dem man annehmen darf, dass er die Rennstrecken die nächsten 50 Jahre nachhaltig und konsequent betreibt und von seiner wirtschaftlichen Stärke auch betreiben kann.”

Ob Malu Dreyer auch 50 Jahre im Kopf hat, wenn sie von Zukunft spricht? Oder geht bei ihr Zukunft nur bis Frühjahr 2016 - dem Zeitpunkt der nächsten Landtagswahl?

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Malu Dreyer redet von Nürburgring Verkauf und guter Zukunft in einem Atemzug.

Sat1 1730live.de - ab ca. 5. Minute:

Frage: Haben Sie das Gefühl, daß Sie manchmal mehr reagiert als regiert haben?

Malu Dreyer:

“Nein, daß möchte ich eigentlich nicht sagen, denn auch mit dem Thema Hahn oder dem Nürburgring umzugehen ist natürlich auch ein ganzes Stück Gestaltung.”

Und dann weiter:

"Man kann jetzt einfach garnicht von ausgehen welche Summe erwirtschaftet wird am Nürburgring. Ich denke für die Region und unser Land Rheinland-Pfalz ist das allerwichtigste, daß der Ring wirklich ’ne positive Zukunft hat und Perspektive hat.

Insofern wird es darum gehen einen soliden Investor zu finden. Jemand der auch die Leidenschaft zum Ring hat - jemand der in der Region sich auch leicht verwurzeln lässt und kooperiert - das sind auch meine Ansprüche. Und natürlich geht es auch darum, daß möglichst nochmal viel Geld an den Landeshaushalt zurückfließt. Aber wir dürfen nicht davon ausgehen - leider - daß das Geld was im Nürburgring auch verloren gegangen ist - durch Investitionen, die sich eben nicht zurückgezahlt haben - daß das ganze auch wieder gut gemacht werden wird.

Es ist ein Stück Vergangenheit - das werde ich auch nicht wieder gutmachen können. Trotzdem, es geht um die Zukunft, ich habe mich auch für die Zukunft entschieden und ich hoffe, daß wir es hinkriegen oder hinbekommen mit den Insolvenzverwaltern, dem Ring wirklich ’ne gute Zukunft zu geben."

Was daran Gestaltung sein soll, wenn man sich aus der Verantwortung stiehlt und Volkseigentum privatisiert, das wird wohl ihr Geheimnis bleiben.

Nach wie vor versucht sie, den VERKAUF als alternativlos zu verbreiten. Und spricht dann gleichzeitig von guter Zukunft.

Wahrscheinlich meint sie, wenn man es oft genug wiederholt, dann werden es die Leute schon glauben.

(Danke für den Link Jan!)

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Der Besuch bei Malu Dreyer.

Gestern war eine Abordnung von Wir sind Nürburgring in der Staatskanzlei in Mainz, um 1 Stunde mit der Minsiterpräsident von RLP über den Nürburgring zu diskutieren (Sabine Schmitz, Ossi Kragl, Christian Menzel und Claire Craus).

Hier ein paar Links dazu:

Starker Einsatz den Termin hinbekommen zu haben und die Zeit zu opfern, wir müssen weiter kräftig am Ball bleiben.

Eine Wir-sind-Nuerburgring.de Webseite gibt es inzwischen auch.

Wenn es nach den Insolvenzverwaltern geht, soll der Nürburgring am 17.Februar schon verkauft sein, das müssen wir verhindern.

Ecclestone ist dann doch nicht mehr im Rennen, bei Capricorn gibt es viele Fragezeichen - dann bleibt eigenltich nur noch die amerikanische Private-Equity Heuschrecke H.I.G. Capital.

Soweit zu den massig Interessenten, die bei den Insolvenzverwaltern angeblich Schlange stehen.

Und Malu Dreyer verbreitet nach wie vor die Mär, daß sie hofft einen seriösen Investor zu finden. Das Wort Investor kann ich schon garnicht mehr hören und was es bedeutet, wenn der Ring mit Gewinnabsicht statt gemeinwohlorientiert betrieben wird, habe ich ja im Detail hier kommentiert. Kurzfassung: Totalkatastrophe!

In genau 2 Wochen geht es wieder nach Mainz mit einem massiven Korso und einer genauso massiven Party hinterher :)

UPDATE:

Hanna Breuer hat auf der FB-Seite von Malu Dreyer mal im Detail skizziert, wie HIG Capital arbeitet und was das für den Nürburgring bedeutet.

UPDATE 2:

Es gibt auch einen offiziellen Text von Wir sind Nürburgring zu dem Treffen.

Ich hatte einen Link drin, daß B.Ecclestone raus sei aus der Nummer, aber da bin ich einer alten Meldung aufgesessen. (Danke Uli!)

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Freitag, 31. Januar 2014

Sabine, Christian und Ossi treffen jetzt Malu Dreyer.

Haben gerade dieses Foto von der Staatskanzlei in Mainz geschickt, 9 Uhr ist der Termin:

(Klick! für gross.)

Daumen drücken! Und am 15.Feb. können wir alle zeigen, was wir draufhaben, dann gibt’s den großen Mainz-Nürburgring-Protest-Convoy.

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Mittwoch, 29. Januar 2014

Christian Menzel: Der Ring gehört der Region und dem Steuerzahler.

Christian-Menzel.com:

"Ich sehe schon die nächsten Probleme. Der neue Käufer wird sicherlich sehr viele Arbeitsplätze abbauen müssen, die Landflucht nimmt weiter zu, die Menschen und deren Kinder werden vermehrt in andere Regionen wie Bonn oder Köln ziehen müssen, die Immobilienpreise werden weiter fallen - Panikmache von mir? Wirklich? Ich denke das Szenario ist nicht so weit weg von der Realität. Aber die Zeit wird zeigen, was passieren wird. Haben Sie mal bemerkt, wie viele Häuser und Geschäfte in der Eifel verwaisen? Es wird immer schlimmer.

Was passiert eigentlich, wenn der neue Besitzer des Nürburgrings auch insolvent geht? Wer fängt den Nürburgring und die Menschen aus der Region dann auf?

Aus diesem Grund kämpfen wir für einen Nürburgring in der öffentlichen Hand! Kein Verkauf!!!"

Am Freitag fährt er mit Sabine zusammen nach Mainz, da gibt es einen Termin bei Malu Dreyer. Und einen neuen Mitstreiter gibt es auch: Harald Nippel Grohs! Sehr gut.

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Dienstag, 28. Januar 2014

Rekord-Convoy zum Nürburgring Protest.

Am Sonntag gab es wieder eine Protestdemo von Wir sind Nürburgring - die Initiative von Christian Menzel, Sabine Schmitz, Ossi Kragl und vielen Helfern im Hintergrund.

Die Polizei spricht offiziell von 450 Autos, die mitgefahren sind, zwischenzeitlich hieß es mal, es seien 700 Autos.

Ich bin auch mitgefahren und es hat richtig Spaß gemacht, soviele Ring-Kämpfer zu treffen! Die Ns waren auch nicht zu übersehen und soviele ZO832 Kennzeichen gibt es sonst nur im Brünnchen - genial.

Nur um mal ein Gefühl zu bekommen, wie lang der Convoy war: ich bin im hinteren Drittel gefahren und Chris (Kohlhaas) ziemlich weit vorne - wie immer halt ;) Als wir Richtung Andernach unterwegs waren, hab ich ihn angerufen, als ich auf der Höhe vom Rasselstein war. Da ist er gerade am Ende der Thomaser Hohl (an der Kaserne) wieder aus Andernach rausgefahren. Und beim Zwischenstopp an der ED Tankstelle Plaidt sind die ersten in Mendig angekommen, als die letzten noch an der Tankstelle waren. Und das war geschlossener Verbund, da hatte die Polizei tatsächlich mal die Straße nach hinten abgesperrt.

Fotos hab ich auch gemacht, könnt Ihr Euch bei STR Facebook anschauen.

Wer nicht dabei war, hier gibt es ein Video von Thomas Bauer, toll gemacht:

youtu.be/crdvQFWt3tQ

Und - wer hätte das gedacht - ein wirklich guter und hintergründiger Bericht vom SWR.

(Den SWR Bericht könnt Ihr Euch auch abspeichern: hier ist der Link.)

Oder um es mit den Worten von Karl Mauer zu sagen:

“Das war doch wirklich eine Super-Nummer heute: Bestens organisiert, freundliche Menschen, disziplinierte Corso-Fahrer und Mega Mucke in Mendig. Herzlichen Dank allen, die sich hier engagiert haben.”

Malu Dreyer hatte zwar nur die üblichen Textbausteine, als sie gesprochen hat - aber immerhin hat sie sich auf die Bühne getraut, das hätten wir unter Kurt Beck nie erlebt. Das war das erste Mal, daß der (die) Ministerpräsident(in) zum Nürburgring-Thema zu den Leuten gesprochen hat! Peinlich genug, daß das so lange dauern musste. Aber das haben wir Christian & Co zu verdanken, die Aktionen haben uns die Tür aufgestoßen. Am Freitag sind sie zu einem Gespräch bei Frau Dreyer in der Staatskanzlei in Mainz, drücken wir die Daumen, daß es vernünftig ist.

Und in der Zwischenzeit machen wir weiter Druck, das klappt ja immer besser!

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Donnerstag, 23. Januar 2014

Deutschlands längster Autokorso.

Die Demo jetzt am Sonntag macht schon ordentlich Schlagzeilen:

“Ermuntert von Kurt Beck, dem ehemaligen Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz („Macht weiter so“) und dem EU-Kommissar Günther Oettinger („Der Nürburgring ist ein Kulturgut“) plant die Initiative „Wir sind Nürburgring“ eine weitere Veranstaltung. Deutschlands längster Autokorso soll sich am kommenden Sonntag, den 26. Januar, von Neuwied-Feldkirchen nach Mendig bewegen.”

Das wird ein großer Spaß, solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen! Auf Facebook haben schon 600 Leute zugesagt.

Treffpunkt ist jetzt am Sonntag (26.Jan.) um 10 Uhr in Feldkirchen, Feldkircher Straße 100.

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Dienstag, 21. Januar 2014

Christian Menzel hat einen Termin bei Malu Dreyer.

Nächsten Freitag, 31.Januar. Kam gerade auf Facebook.

Und vorher - jetzt am Sonntag - gibt es auch ein Treffen, aber da laden wir uns selber ein!

Das ist wie beim Turbolader: wir müssen Druck machen, dann geht auch was vorwärts! :)

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Montag, 20. Januar 2014

Am Sonntag gibt´s die nächste Nürburgring Demo - alle mitmachen!

Sabine und Christian geben richtig Gas und überall, wo in letzter Zeit rheinland-pfälzische Politiker aufgelaufen sind, war eine Abordnung Nürburgring Kämpfer vor Ort, um sie in Empfang zu nehmen!

Und so wird es auch am kommenden Sonntag laufen - und weil es soviel Spaß macht, direkt zweimal:

  • Malu Dreyer morgens in Feldkirchen (Neuwied)
  • Andrea Nahles nachmittags in Mendig.

Und von Feldkirchen nach Mendig gibt es einen lustigen Corso - das alles ist als Demo angemeldet.

Und damit der Corso auch was hermacht, sollen möglichst viele Ringtools oder Transportfahrzeuge mitfahren.

Hier der Link zum Facebook-Event von Wir sind Nürburgring mit allen weiteren Details:

fb.com/events/540494689380110

Wir sehen uns!

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Donnerstag, 16. Januar 2014

Ecclestone soll der Prozess gemacht werden.

In München ist die Anklage gegen Bernie Ecclestone zugelassen worden.

juve.de schreibt:

“Die Vorwürfe gegen Ecclestone sind auf mehr als 200 Seiten zusammengefasst. 39 Zeugen hat die Staatsanwaltschaft für den Prozess benannt, darunter zahlreiche Ex-Formel–1- Protagonisten und bekannte Wirtschaftsakteure.”

Das kann ja lustig werden. Und Malu Dreyer freut sich über ihren seriösen Partner.

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Mittwoch, 15. Januar 2014

Malu Dreyer verspricht den seriösen Partner ... und auf die Bühne kommt Bernie Ecclestone.

Malu Dreyer meinte an Weihnachten auf Facebook:

“Ich habe die Beiträge gelesen und möchte auch hier noch einmal meine Zuversicht zum Ausdruck bringen, dass ein seriöser und guter Partner für die Zukunft des Nürburgrings gefunden werden wird. ”

und heute steht in der Zeitung:

“Ecclestone greift nach dem Nürburgring - Der Formel–1-Chef sieht sich in der engeren Wahl unter den möglichen Käufern für die insolvente deutsche Rennstrecke in der Eifel. Laut Ecclestone könnte es schon in den nächsten Wochen eine Einigung geben.”

Na dann ist ja alles klar.

Könnt Ihr schonmal den Bankraub planen, wenn Ihr nochmal Touristenfahrten machen wollt.

UPDATE:

Ein Gutes hat diese Ecclestone Nummer ja: so landen Otto Flimm’s Bemühungen sogar im Express.

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Sonntag, 12. Januar 2014

Der Nürburgring-Verkauf kann noch gestoppt werden.

Otto Flimm / JzN haben eine Beschwerde bei der EU eingereicht, weil der Verkaufsprozess weder transparent, noch diskriminierungsfrei abläuft.

Vorausgegangen war ein Schreiben an Malu Dreyer, den sie aber nicht beantwortet hat - naja, das kennen wir ja aus Facebook.

Die WiWo hat einen knackigen Artikel und hier ist auch die Pressemitteilung von JzN.

Da ist bei beiden reichlich Zündstoff drin, das kann auch der umtriebige Herr Nuvoloni nicht mehr schönreden.

  • Die Insolvenzverwalter bevorzugen Angebote zur Gesamtanlage. D.h. inklusive Hotels und Freizeitpark, dadurch würde natürlich die Beihilfe endgültig manifestiert. Das Monopol der Rennstrecken könnte beliebig benutzt werden, um die Hotels zu füllen. Die IV nennen das Synergie, in Wirklichkeit sind es Kopplungsgeschäfte. Und das erklärt auch, warum der ADAC gedisst wurde, der hat nämlich nur auf die Rennstrecken geboten und das passt den IV nicht.

Eigentlich sollte der Verkauf die verbotenen Beihilfen - also die Wettbewerbsverzerrung - auflösen. Das funktioniert aber nicht, wenn man Bieter bevorzugt, die nur alles tutti kompletti kaufen. Denn genau das macht ja die Wettbewerbsverzerrung eben nicht rückgängig.

Das Problem hat auch einen Namen: wirtschaftliche Kontinuität:

Dann würden die Beihilfen auf den Käufer übergehen und die Kommission könnte vom neuen Eigentümer einen dreistelligen Millionenbetrag zurückfordern.

Können die Bieter ja schonmal ordentliche Rückstellungen bilden!

Die Capricorner haben sich sogar schon den Nürburgring-Mitarbeitern vorgestellt, die scheinen sich ihrer Sache ja ganz schön sicher zu sein.

Und damit nichts anbrennt, schaltet Capricorn auch vorsichtshalber Imageanzeigen im lokalen Blick Aktuell. (Danke für das Bild Uwe!)

  • Wenn Otto Flimm jetzt nicht massiv vorgehen würde, dann bekommt der Nürburgring in ein paar Jahren das nächste Problem. Warum? Den aktuellen Verkaufsprozess kann man nur noch als dilettantisch beschreiben, die La Tene Capital Hongkong Nummer sagt ja schon alles. Und weil es um viel Geld geht, ist das quasi eine Einladung für die nächsten Gerichtsprozesse. Der Ring käme immer noch nicht zur Ruhe, auch dem neuen Betreiber droht die Insolvenz - dann lieber einmal jetzt alles richtig auf die Schienen setzen, als ein endloses Tal der Tränen.

  • Jetzt wissen wir auch, woher die Betriebsgesellschaft, die im Oktober 2012 auf einmal als Briefkasten aufgetaucht ist, ihr Geld herhat: 2 Mio Euro von der insolventen Nürburgring GmbH. Und - ZACK! - wieder das nächste Beihilfeproblem. Für normale Insolvenzen, so wie sie Schmidt/Lieser gewohnt sind, mag das der richtige Weg sein. Aber europarechtlich wohl doch nicht so ganz astrein.

Das ganze Gezerre muss endlich ein Ende haben. Hoffentlich kommt Otto Flimm doch noch mit Malu Dreyer in’s Gespräch, was soll das hartnäckige Mauern. Der Verkaufsprozess muss neu konzipiert werden, die Rennstrecken dürfen nicht verkauft werden und der Rest wird meistbietend versteigert. Warum ist das so schwer?

Nachdem Sabine Schmitz vorgestern schon mit einer Abordnung vom Ring auf Kurt Beck getroffen ist, war sie gestern zusammen mit Christian Menzel im Hunsrück. Dort gab es auch eine Veranstaltung - diesmal von der CDU - und auch Gespräche mit EU-Kommissar Günther Oettinger.

Klasse Einsatz und wir merken ja auch so langsam, daß die Aktionen Früchte tragen. Wir dürfen nicht lockerlassen, es gibt eine Chance den Verkauf der Nordschleife zu verhindern!

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Mittwoch, 08. Januar 2014

Sabine besucht dann mal Kurt Beck.

Rhein-Zeitung:

“Erst waren es nur Besuche auf den Facebook-Seiten, jetzt schauen Fans des Nürburgrings auch organisiert bei öffentlichen Terminen von Politikern vorbei.”

“Sabine Schmitz kündigt an, ”der SPD Delegation betroffene Eifelgrüße vom Ring“ mizubringen. Beck ist für die Nürburgringfans einer der Hauptschuldigen an der Schieflage.”

Und auch bei Hendrik Hering. Der löscht ja auf seiner Facebookseite alles, was mit dem Nürburgring zu tun hat. Na da passt es doch prima, daß er sein neues Bürgerbüro eröffnet:

“Geplant ist offenbar auch ein Besuch zur Eröffnung des Bürgerbüros von SPD-Fraktinschef Hendrik Hering. In den vergangenen Tagen hatte Herings Büro seine liebe Mühe mit zahlreichen kritischen Kommentaren auf Facebook, nachdem die Nürburgringfans zuvor die Seite von Ministerpräsidentin Malu Dreyer geflutet hatten. ”

Sehr gut! Die sollen nicht denken, daß wir uns die Zwangsenteignung bieten lassen!

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Samstag, 04. Januar 2014

Jetzt auch Roger Lewentz auf Facebook zum Nürburgring.

Nach Malu Dreyer (hier, Ministerpräsidentin) und Hendrik Hering (hier und hier, Ex-Wirtschaftsminister / bis 2011 und aktuell SPD Fraktionsvorsitzender), hat sich auch Roger Lewentz zum Thema Nürburgring Dialog auf Facebook geäußert:

Die Antwort ist allerdings noch ausweichend:

“Sehr geehrte Frau Breuer, mit Ihren sachlichen Anfragen, die meine Funktion als Minister betreffen, können Sie sich gerne und jederzeit an meine Anschrift im Ministerium wenden. Meine dortige Mailadresse lautet roger.lewentz@isim.rlp.de. Dies habe ich auch anderen, die hier gepostet haben, so mitgeteilt. Freundliche Grüße Roger Lewentz”

Ich habe Roger Lewentz gebeten, das Dialogangebot auf Facebook trotzdem anzunehmen, dafür ist es schließlich da. Habe es auch begründet:

"Schön, daß Sie auf Einträge antworten Herr Lewentz. Ihr Partei- und ehemaliger Ministerkollege Hering geht den entgegengesetzten Weg, indem er in großem Stil Kommentare von Bürgern auf seiner Seite löscht und anschließend aussperrt.

Ich möchte vorschlagen, daß Sie hier öffentlich Stellung beziehen, statt dieses Thema mit großem Bürgerinteresse in einem 1:1 Emaildialog zu bearbeiten.

Das ist sowohl für Sie als auch für die Öffentlichkeit der viel effizientere Weg:

  • Anfragen ebenso wie Antworten werden nicht doppelt und dreifach erstellt.
  • Das Thema “Drohender Nürburgring Verkauf” interessiert sehr viele Menschen, das hat man auf der Kundgebung am Samstag vor dem 4.Advent - also in der nicht-motorsportlichen Weihnachtszeit mitten im Winter - mit 2.000 Teilnehmern gut gesehen.
  • Die Zeit drängt, denn schon bald soll der Nürburgring verkauft werden. Wenn Ihnen daran gelegen ist, ebenso dringend zu unterstützen, dann verstricken Sie sich nicht in einzelne Hin- und Her Mailerei, sondern treten offen und öffentlich - hier - in den Dialog mit vielen Menschen auf einmal.
  • Sie sind es den Leuten und dem Nürburgring schuldig, denn Sie haben blühende Landschaften versprochen, aber den Bankrott geliefert. Der Nürburgring ist - auch dank Ihnen - kurz vor dem Totalkollaps und Sie haben einiges gutzumachen.

Wenn Sie und die RLP Regierung es ernst meinen mit dem Bürgerdialog, dann nehmen Sie diese Chance bitte wahr."

Den Eintrag findet Ihr auf Facebook - solange er denn überlebt - hier und vielleicht möchtet Ihr meinen Vorschlag unterstützen.

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Donnerstag, 02. Januar 2014

Meine Kommentare zu der Facebook-Antwort von Hendrik Hering.

Hendrik Hering - der Ex-Wirtschaftsminister von RLP, der 2010 die Richter-Immobilien verstaatlich hat (die heute wieder privatisiert werden sollen) und den 30-jährigen NAG Pachtvertrag ausgehandelt hat - war ja zum Jahreswechsel hier Thema.

Er hat tatsächlich sogar in der Sylvesternacht fleissig Posts auf seiner Facebookseite gelöscht und massig User geblockt. Mich hat er auch auf seine persönliche Blacklist gesetzt.

Und jetzt gibt es auch ein Statement von ihm, das ich zwar selber nicht lesen kann (Blacklist), das mit aber zugeschickt wurde.

Der Text ist ein Spiegelbild der aktuellen Argumentationslinie und deshalb habe ich mir mal die Mühe gemacht, das Satz für Satz zu kommentieren.

Das ist zwar ein sehr trauriger Start in das Jahr 2014 und ich könnte mir meine freie Zeit sicher angenehmer vorstellen - z.B. spielend mit unserer 10 Wochen alten süßen Maus im Zimmer nebenan. Aber ich konnte das einfach nicht so unkommentiert stehen lassen:

In den letzten Tagen werden auf meinem Facebook-Account sachliche und weniger sachliche Posts zum bevorstehenden Verkauf des Nürburgrings hinterlassen, die ich sehr genau gelesen habe.

Soviel zu der Vermutung, jemand anders würde die Seite für Hendrik Hering pflegen.

Ich erlaube mir auch zukünftig, auf meiner persönlichen Facebook-Seite Posts zu löschen, die nicht der in den Notizen noch einmal dargestellten Netiquette entsprechen.

Da gibt’s direkt mehrere Punkte:

  • Nicht nur Posts zu löschen, sondern auch die User zu blocken! Ich und gefühlt das halbe Facebook können nach seiner Hexenverbrennung die Seite nicht mehr sehen.
  • Meinen Post kann ja jeder hier nachlesen: renn.tv/2367. Ich kann kein Problem mit der Netiquette feststellen.
  • “die nicht der in den Notizen noch einmal dargestellten Netiquette” - noch einmal? Dieses Hendrik-Hering-Facebook-Gesetz hat die große Säuberungsaktion nachträglich legitimieren wollen.

“Einer Diskussion über die Zukunft des Rings habe ich mich seit ich 2006 als Minister damit befasst wurde, nie entzogen.”

HAHAHA! Darf ich mal laut lachen?

Also

  • 2006? Das ist ja das Allerneueste! Nachdem Ingolf Deubel über die Klinge springen musste, der als Finanzminister und Aufsichtsratsvorsitzender der Nürburgring GmbH in Personalunion das Sagen hatte, wurde die Verantwortung in Hendrik Hering’s Wirtschaftsministerium geschoben. Das war 2009.
  • Über die Köpfe aller Betroffenen wurde entschieden, gleich einer Diktatur. Ich war live dabei, als Richter/Lindner in Adenau von Hendrik Hering als Pächter mit 30 Jahre Vertrag vorgestellt wurden. Alle Bedenken von Sportlern und Bevölkerung wurden - wie auch die Jahre davor - herrschaftlich vom Tisch gewischt! Im SWR sagte Hering im März 2010:

Wir haben dort Partner, mit denen es gemeinsam betrieben werden muß. Wir können das nicht wie in anderen Fällen einer Ausschreibung zuführen, und werden das umsetzen, was wir im Abwägungsprozess für die Zukunft des Nürburgring am sinnvollsten halten.

“Was WIR am sinnvollsten halten!” Klarer kann man dem Volk doch garnicht mehr sagen, daß es zu kuschen hat.

“Daher hier, für alle, die sich in den letzten Tagen mit ihren sachlichen Posts gemeldet haben, meine ausführliche Stellungnahme zum Ring:”

Nach ja - für alle, die noch nicht geblockt sind - und das ist die Minderheit würde ich sagen.

“Anders, als von einigen Interessengruppen suggeriert, ist ein Verkauf des Rings durch die Insolvenzverwalter nicht zu verhindern.”

Alternativlos! Das ist doch mal ein Argument!

“Wir haben klare Vorgaben aus Brüssel, die wir nicht verneinen können.”

Klare Vorgaben - und warum sagt er dann nicht, worum es sich bei den klaren Vorgaben handelt? Ein Verkauf ist es nämlich nicht! Die EU hat nicht vorgeschrieben, daß der Nürburgring verkauft werden muss. Das hat sich die Landesregierung als Märchen ausgedacht, damit sie sich dahinter verstecken kann.

Was die EU gemacht hat: sie hat ein Verfahren wegen verbotener Beihilfen eröffnet. Ergebnis: offen. Da ist noch überhaupt nichts entschieden und besonders Herr Hering hat ja als Jurist und Wirtschaftsminister immer hartnäckig argumentiert, daß alles EU-konform abgelaufen sei. Also müsste er auch dem Beihilfeverfahren gelassen entgegen sehen.

“Ich gehöre nicht zu den Menschen, die mit der Möglichkeit, den Ring in Landeshand zu belassen, spekulieren und in der Region falsche Hoffnungen wecken.”

Was heißt hier spekulieren und falsche Hoffnungen wecken! Es geht um Volkseigentum von unermesslichem kulturellen Wert, da würde man von jedem verantwortungsvollen Politiker erwarten, daß er es mit dem Messer zwischen den Zähnen bis auf den letzten Tropfen Blut verteidigt! Was für eine perfide Umkehrung der Argumentation!

“Mir ist durchaus bewusst, dass das nicht die Antwort ist, die die Mehrzahl der Userinnen und User, die sich bei mir gemeldet haben, lesen wollen.”

… und auch nicht lesen können. Vielleicht weiß Herr Hering garnicht, was das bedeutet, wenn man einen User auf die Blacklist setzt.

“Durch die Insolvenz hat die Landespolitik nur noch geringen Einfluss auf das Verfahren.”

Da ist sie ja wieder: die Insolvenz, die wie von Geisterhand vom Himmel gefallen ist. Kein Wort darüber, daß er - Hendrik Hering - durch den Kaufvertrag über die privaten Immobilien maßgeblich zum Bankrott beigetragen hat! Hätte er meinen Kommentar nicht gelöscht, dann hätte er auch darauf antworten können - hier habe ich das Thema im Detail beleuchtet.

“Der Verkauf der Vermögenswerte an Investoren ist bei einer Insolvenz unvermeidbar.”

Da - wieder: alternativlos. Wieso sollte das unvermeidbar sein? Eine Involvenz bietet viele Möglichkeiten die Gläubiger zu befriedigen, vor allem da der Hauptgläubiger das Land selber ist! Eine Trennung von Beck°Park und den Rennstrecken mit anschließendem Verkauf der Hotel- und Freizeitimmobilien wäre doch ein hervorragender Weg. Die Anlagen haben vor 4 Jahren über 330 Mio Euro gekostet, da muß doch noch ein Wert übrig sein. Wenn nicht, dann frage ich mich, wo das Geld hin ist?

“Wir haben allerdings dafür gesorgt, dass nach dem Verkauf ein öffentliches Zugangsrechts am Nürburgring gesetzlich geregelt ist. Dadurch wird der Ring für die Region und für den Motor- und Breitensport erhalten bleiben.”

Das Nürburgring Gesetz. Das ist das Papier nicht wert, auf dem es steht. Das sagen eigentlich alle Beteiligten, nur die Regierung schiebt es immer wieder als Ausrede vor sich her.

Hier ein paar Stellungnahmen:

Ja zum Nürburgring:

“Um fünf nach zwölf wurde dann ein Landesgesetz zur Erhaltung der Zweckbestimmung des Nürburgrings verabschiedet, das den freien Zugang zur Rennstrecke zu angemessenen Kosten garantieren sollte. Das Gesetz ist allerdings so weit gefasst, dass es den gewünschten Zweck nicht erreicht. Es ist nicht mehr als eine leere Hülle und stellt keinen konkreten und bindenden Rahmen für einen zukünftigen Eigentümer/Betreiber dar. Vielfältige und langjährige Rechtsstreitigkeiten sind absehbar, wenn die Rennstrecke in die falschen Hände gerät. Es fehlt vollständig der Bezug zur Region, zu deren Unterstützung der Nürburgring einst gebaut und fast 90 Jahre lang betrieben wurde. Auch von dem Ziel „angemessene Kosten“ für den Motorsport ist nichts geblieben. Nach dem Gesetz ist der Betreiber vollkommen frei in seiner Preisgestaltung. Damit werden ohne Not wesentliche Zielvorgaben der legendären Sportstätte des Nürburgrings dem Gutdünken eines privaten Investors preisgegeben.”

Julia Klöckner:

“Die CDU-Landtagsfraktion hat das heute von den Regierungsfraktionen verabschiedete Gesetz abgelehnt – aus Solidarität mit der Region! Wir haben unsere Position auch in einem eigenen Entschließungsantrag deutlich gemacht. (..) Bis heute haben die Regierungsfraktionen nicht plausibel darlegen können, warum ein derart hoher Zeitdruck aufgebaut werden musste.”

Dieter Weidenbrück:

“Ich halte das Gesetz für unbrauchbar. Der Anspruch, mit diesem Gesetz die Nutzung des Nürburgrings auch weiterhin kontrollieren zu wollen, kann nicht erfüllt werden.”

Das Gesetz könnt Ihr hier und die Nutzungsordnung hier nachlesen.

“Historisch war der Ring schon immer ein Ort, der sowohl für die Region als auch für Rennbegeisterte offen stand. Das ist in dem Landesgesetz, dass mit rot-grüner Mehrheit verabschiedet wurde, auch für die Zukunft so geregelt.”

Reine Augenwischerei - nichts ist geregelt, im Gegenteil, es wurde so schwammig formuliert, daß es nur den zukünftigen Besitzer schützt.

“Niemandem nutzt eine private Rennstrecke mit der Region und den Menschen vor Ort als Zaungäste.”

Ach?

“Deswegen haben wir für ein öffentliches Zugangsrecht und dessen gesetzliche Absicherung gesorgt.”

Die einzige Absicherung scheint die der Regierung zu sein, erlässt schnell ein Gesetz, damit es damit den Leuten Sand in die Augen streuen kann.

“Über die positiven Signale für unser Gesetz von Seiten der EU-Kommission freuen wir uns und wissen, dass dies Ministerpräsidentin Malu Dreyer und den Sanierern am Nürburgring durch die ständige Rückkopplungen mit der EU-Kommission gelungen ist.”

Da sind sie ja wieder, die Sanierer! Immer schön wiederholen, vielleicht glaubt es ja dann jemand. Das sind ganz normale Insovlenzverwalter, die erst einmal das Wohl ihrer eigenen Kanzlei im Auge haben. Sanierer würden sanieren, nicht verkaufen!

“Für Infrastrukturprojekte wie den Nürburgring werden auch zukünftig Steuergelder in die Hand genommen werden müssen.”

Das ist ein seltsame Aussage und hat überhaupt nichts mit dem Problem zu tun. Witzigerweise ist das auch die Passage, die von der Agentur dpa aufgegriffen wurde. Irgendwie ein Ablenkungsmanöver, das sogar funktioniert hat.

“Diese Aussage gilt unabhängig davon, dass die Bauten am Nürburgring überdimensioniert sind.”

Äh - ja - stimmt. Das hat wirklich nichts miteinander zu tun. WTF?

“Freizeitpark und Boulevard würden heute in dieser Größenordnung nicht mehr gebaut werden.”

Das ist doch der Wortlaut von Kurt Beck? Damit hat er sich auch immer das Problem kleinreden wollen, daß das ja nicht nochmal gemacht wird.

“Es ist nicht gelungen, deren Kosten zu refinanzieren.”

Nicht nur das. Es war auch von vorneherein absehbar, daß das ein komplettes Disaster wird. Und es gab viele laute und warnende Stimmen, die vom Tisch gewischt wurden.

“Das ärgert keinen mehr als mich selbst.”

Noch so ein Kurt-Beck-Textbaustein. Herr Hering, denken Sie sich doch mal was eigenes aus.

“Betrachtet man den Refinanzierungsbedarf handelsrechtlich, waren die damaligen Berechnungen des Landesrechnungshofs nachvollziehbar.”

Des Landesrechnungshofes? Der jahraus jahrein der Nürburgring GmbH und der Landesregierung Geldverschwendung nachgewiesen hat? Aber immer ignoriert wurde? Dieser Landesrechnungshof?

“Ernst & Young, die von der damaligen Landesregierung beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hat den Refinanzierungsbedarf für das Investment am Nürburgring auf anderer betriebswirtschaftlicher Grundlage kalkuliert als der Rechnungshof dies tut.”

Achja, die Auftragsgutachten. Die waren ja auch immer als Argument herangezogen worden. Damals wurde aber immer von renommierter Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gesprochen. Die Zeiten sind wohl vorbei.

“Darüber hinaus wurden Ertragsaussichten aufgezeigt, die diesen Refinanzierungsbedarf decken und die auch von den Pächtern durch die Unterzeichnung der Verträge als realistisch anerkannt wurden.”

Und von denen jeder Außenstehende gesagt hat, daß die Rechnung vorne und hinten nicht aufgeht.

“Aus heutiger Sicht waren die 2010 gemachten Annahmen eindeutig zu optimistisch.”

Ah - jetzt wird es interessant - das ist der 30-jährige Richter/Lindner Vertrag und der Abkauf für 100 Mio Euro (?) der privaten Richter Immobilien.

“Auch hat sich das in die Vertragspartner gesetzte Vertrauen nicht in der erhofften Weise erfüllt und wurde in den letzten Wochen vor der Vertragskündigung schwer erschüttert.”

Ach nee. Die Schuld der Anderen.

“Auf der Grundlage heutiger Kenntnisse und den gemachten Erfahrungen würden die Entscheidungen für die Zukunft des Nürburgrings anders als in 2009 und 2010 getroffen werden.”

Diese Erkenntnisse lagen damals - also auch 2007, als die Erlebnisregion beschlossen wurde - auf der Straße! Jeder - JEDER! - hat gesagt das geht in die Hose. Nur die arrogante Landesregierung hat alle Kritik überhört und ist mit dem Kopf durch die Wand.

“Die Trennung von Besitz und Betrieb war allerdings eine richtige Entscheidung.”

What? Hab ich was verpasst? Fehlt da ein Stück? Den Betrieb aus der Hand zu geben und die Richter-Immobilien zu kaufen war die richtige Entscheidung? Weil … ?

Das war die garantierte Nürburgring-Insolvenz mit Ansage und Anlauf! Was redet der Mann da für ein wirres Zeug!?

“Dadurch wurde zudem auch die Kündigung des Betriebspachtvertrags möglich gemacht.”

Ach - jetzt versteh ich - das war ein Witz! Hahaha - der ist gut!

Ja, das stimmt natürlich - die Kündigung des Pachtvertrages ist erst durch die Entstehung des Pachtvertrages möglich geworden.

Au weia.

“Die Menschen in der Eifelregion rund um den Ring sind mir und sind der Landesregierung ganz sicher nicht egal.”

Doch, völlig - leider. Ihr interessiert Euch nur für Euren warmen Bürostuhl auf Steuerzahlerkosten - und das wird jedem aufmerksamen Leser alleine schon bei diesem Text deutlich.

“Die enorme strukturpolitische Bedeutung der Rennstrecke für die Eifel muss trotz der Insolvenz mit dem Ziel gesichert werden, die Arbeitsplätze in der Region zu erhalten.”

Zum Schluß noch was Staatstragendes, das kommt immer gut. Und Arbeitsplätze gehen immer.

Sorry, aber diese Ausflüchte sind ein einziges Trauerspiel. Und zusammen mit der Vorgeschichte einfach nur noch furchbar erbärmlich. Keinen Arsch in der Hose, Rumgeeiere bis zum Anschlag - dabei hätte ausgerechnet Hendrik Hering einiges wieder gutzumachen.

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Dienstag, 31. Dezember 2013

Hendrik Hering, Facebook und die Meinungsfreiheit.

Hendrik Hering ist gelernter Jurist und war Wirtschaftsminister in Rheinland-Pfalz, bis er 2011 von Eveline Lemke abgelöst wurde. (Wir hatten damals große Hoffnungen in diesen Wechsel gesetzt, aber das ist ein anderes - ebenso trauriges - Kapitel.) Er hat entscheidend die Weichen für den Nürburgring gestellt, denn sowohl der Pachtvertrag mit Lindner/Richter als auch den gleichzeitigen staatlichen Aufkauf der privaten Richter-Projekte hat er zu verantworten.

Das Thema hatte ich vor 2 Wochen nochmal aufgegriffen, denn für mich waren das die entscheidenden Katastrophen, die die Nürburgring GmbH unweigerlich in die Insolvenz - nur 2,5 Jahre später - geführt haben. Will nur heute niemand mehr was von wissen, besonders nicht Herr Hering.

Nachdem er seinen Stuhl im Wirtschaftsministerium räumen musste, hat man ihm den SPD Fraktionsvorsitz üerlassen, Landtagsmitglied ist er natürlich auch.

Und da es heutzutage chic ist auf Facebook zu sein, wird das auch im Westerwald umgesetzt.

Das ist seine Homepage - inklusive dem Facebooklink (Wer-kennt-wen? WFT?):

Thema Nummer 1 auf seiner Seite ist der Umzug seines Bürgerbüros von Bad Marienberg nach Hachenburg und da habe ich mir gestern erlaubt diesen Kommentar einzustellen (das eigene Verfassen von Beiträgen ist nicht erlaubt, man kann aber auf Beiträge antworten):

“Wie wär’s denn mal zur Abwechslung mit einem Abstecher an den Nürburgring Herr Hering? Immerhin waren Sie es, der den Vertrag vom 8.April 2010 ”ausgehandelt“ hat, der mit der Übernahme der MSR die Insolvenz der Nürburgring GmbH herbeigeführt hat. Wie viele Steuermillionen hat der Deal gekostet? 100?
Und jetzt soll eine der berühmtesten Sportstätten der Welt verkauft werden, um Ihre fatalen Fehler zu überdecken. ”Verantwortung“ ist in der RLP Politik wohl aus dem Wortschatz gestrichen?
http://renn.tv/2357”

Das sah dann gestern abend so aus:

(Anklicken für groß.)

Und wie geht man als Politiker mit so einem Dialogwunsch um? Na klar, löschen! Ganz schnell löschen!

Sehr Ihr - ganz einfach! - heute morgen alles wieder (fast) sauber:

Dabei hatte mein Kommentar innerhalb einer Stunde schon 47 Likes, so viele sammelt Hendrik Hering nichtmal mit seinen eigenen Einträgen.

Das ist also das Dialogverständnis der rheinland-pfälzischen Politiker: die Frau Dreyer erklärt ihre Facebookseite kurzerhand zur Privatsache und Hendrik Hering hält sich erst garnicht lange mit Erklärungen auf, er fegt da einmal kräftig mit dem Zensurbesen durch.

Das Bürgerbüro wäre doch mal was für unsere Westerwälder Motorsportler: das ist Euer Vertreter im Mainzer Landtag! Vielleicht mal einen schönen Nachmittag machen und alle mit den Trucks vorfahren.

Aber so sind sie die Zöglinge von Kurt Beck: erst reiten sie uns mit Ansage in die Vollkatastrophe und dann wollen sie damit nichts mehr zu tun haben.

Was wollen diese Politikerdarsteller denn dann auf Facebook? Sollen sie sich doch einigeln, meterhohe Sicherheitszäune um ihre Büros ziehen und Security vor die Tür stellen. Aber dann auch die Finger von Entscheidungen lassen, die unser aller Leben massiv beeinflussen.

UPDATE:

(Klick für groß.)

Hendrik Hering hat seine Facebookseite kurzerhand abgeschaltet. Dialog 2.0. Der Link zu Facebook auf seiner Homepage ist noch da. Da kann er aber froh sein, daß er mich hat, der alles so schön dokumentiert. Und auf Twitter gibt es ihn auch (noch): @hendrikhering.

Der hat wohl noch nie von Barbra Streisand gehört! :)

UPDATE 2:

Anscheinend nicht gelöscht, sondern nur mich blockiert. Kommt Ihr noch auf die Seite drauf? Wenn ja, dann könnt Ihr ihm ja mal ein paar Takte da lassen.

UPDATE 3:

Hendrik Hering hat reagiert. Und zwar indem er Regeln erlassen hat, die quasi jede Meinungsäußerung von Usern untersagen. Sein eigenes Facebook-Gesetz!

Ich hab mal die wichtigen Passagen zusammengefasst:

Liebe Facebook-Freundinnen und -Freunde, … unzulässig sind … sie werden von mir entfernt, die Userin oder der User werden gesperrt … führt zur Sperrung der Userin bzw. des Users … Kommentare, die … werden gelöscht … unerwünscht sind … sie werden gelöscht … die Userin oder der User von mir gesperrt … Beiträge, die … werden von mir gelöscht … wird die Userin oder der User von mir gesperrt … werden umgehend gesperrt … sind untersagt … unzulässig sind … die Userin oder der User wird gesperrt … es ist nicht erlaubt …

Glaubt Ihr nicht? Bitte sehr. (Hendrik Hering’s Seite kann ich ja nicht mehr sehen, ich bekomme als gesperrter User eine Fehlerseite.)

Und weil’s so schön ist - Hendrik Hering’s Facebookgesetz als Wordle:

(Klick! für gross.)

Und aktuell - an Sylvester! - hat er tatsächlich nichts anderes zu tun, als Beiträge am Fließband zu löschen und User (Bürger!!) zu sperren. Könnt Ihr gerne mal testen.

UPDATE 4:

Die Rhein-Zeitung hat das Thema aufgegriffen (und die dpa recht oberflächlich).

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Donnerstag, 26. Dezember 2013

Bei Malu Dreyer vor der Haustür.

(Via.)

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Dieter Weidenbrück an Malu Dreyer.

Nachdem auf der Facebook-Seite der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz über Weihnachten so richtig was los ist zum Thema Nürburgring, hat Dieter ihr auch einen Brief geschrieben (gibt’s auch als Text).

“Wie wollen Sie erklären, dass das Land wertvolles Eigentum aufgibt, nur um über die Insolvenz einen Bruchteil des Wertes wieder einzunehmen und auf diese Weise den Schaden für das Land noch zu vergrößern? Das Land ist der Verursacher allen Übels, der unerlaubten Beihilfen, der Insolvenz, des großen Fehlers, die Neubauten in die Nürburgring GmbH einzubringen und damit die Rennstrecke in das Beihilfeverfahren und schließlich die Insolvenz hineinzuziehen. Und alles, was Sie den Bürgern zu sagen haben, ist, man solle sich keine Sorgen machen, es würde schon der ”seriöse Investor“ kommen?”

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Mittwoch, 25. Dezember 2013

Malu Dreyer, Nürburgring und Weihnachten.

Zum zweiten Mal meldet sich die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz zum Thema Nürburgring - diesmal persönlich auf Facebook und nicht wie beim ersten Mal in der Zeitung - und wieder versucht sie die öffentliche Diskussion kurzerhand für beendet zu erklären:

“Liebe Freundinnen und Freunde, Viele haben mir zum Thema Nürburgring geschrieben. So zum Beispiel Herr Thomas Waebs, Herr Stefan Cologne oder auch Frau Hanna Breuer. Ich habe die Beiträge gelesen und möchte auch hier noch einmal meine Zuversicht zum Ausdruck bringen, dass ein seriöser und guter Partner für die Zukunft des Nürburgrings gefunden werden wird.”

Seht Ihr? Alles in Ordnung, macht Euch keine Sorgen, alles wird gut.

Bitte weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen!

Und vor allen Dingen: nicht auf Facebook schreiben. Weil - festhalten:

“Weiter kann ich mich hier auf dieser Seite nicht äußern, da dieses meine private Facebook-Seite ist. Für weitere Fragen bitte ich Sie, die Facebook-Seite der Staatskanzlei oder die Kontaktdaten der Staatskanzlei zu verwenden, weil ich meine Funktion als Privatperson und Ministerpräsidentin trennen muss. Ich versichere Ihnen aber, dass das Thema Nürburgring bei uns eine hohe Priorität besitzt.”

Privat! Da muß man doch Verständnis für haben.

Diese Trennung zwischen der “Funktion als Privatperson und Ministerpräsidentin” nach Malu-Dreyer-Definition sah die letzten Tag zum Beispiel so aus:

  • “SPD hat starke Ressorts und starkes Personal! …”
  • “Eine starke Basis für die Regierungsarbeit …”
  • “Danke liebe Genossen und Genossinnen für die hohe Wahlbeteiligung!”

usw. usw. Malu Dreyer so richtig privat unter Freunden.

Dazu muß man wissen, Seiten sind nach Facebook-Definition für Firmen, Künstler, Sportler, öffentliche Personen usw., die kann man als Fan liken - und im Gegensatz dazu gibt es persönliche Profile, die dazu dienen sich mit Freunden zu verbinden.

Nur in Rheinland-Pfalz wird passend gemacht, was nicht passt: über die Seite angeblich den Freundeskreis pflegen. Alles privat! Da ist man doch höflich und stört die nette Dame nicht weiter. Oder?

Ach ja, da war doch noch was:

“Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.”

Ich hatte mich vor 10 Tagen gefragt, wie sie wohl mit der Flut von Einträgen auf ihrer Seite umgeht - da standen ihr noch alle Optionen offen.

Entschieden hat sie sich für Schönreden in Kombination mit für beendet erklären.

Schade.

Ich habe den Eindruck Frau Dreyer hat den Ernst der Lage nicht erkannt.

UPDATE:

Lars Wienand von der Rhein-Zeitung hat das Thema aufgegriffen.

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Sonntag, 15. Dezember 2013

Die Facebookseite von Malu Dreyer kennt im Moment nur ein Thema: Nürburgring.

Wie wird sie reagieren?

  • Ernstnehmen?

  • Ignorieren?

  • Schönreden?

  • Zensieren?

Bin gespannt, noch hat sie alle Möglichkeiten. Ihr könnt das selber verfolgen unter fb.com/malu.dreyer?filter=2. (Meinen Eintrag findet Ihr hier.)

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Samstag, 14. Dezember 2013

Der Frau Dreyer kann man auf Facebook schreiben - hab ich mal gemacht.

fb.com/1446166718938261

Sehr geehrte Frau Dreyer, knapp ein Jahr sind Sie jetzt im Amt - ich würde mal vermuten die Einarbeitszeit ist vorbei. Zum ersten Mal haben Sie sich vor einer Woche zum Thema Nürburgring geäussert: “Aus meiner Sicht gibt es im Moment keinen Anlass zur Sorge.” Aus Ihrer persönlichen Sicht mag das stimmen, denn was interessiert Sie schon eine Rennstrecke?

Aber als Ministerpräsidentin haben Sie Verantwortung übernommen und dieser werden Sie nur gerecht, wenn Sie sich der Sorgen und Nöte der Bürger annehmen. Wir vor Ort erleben mit Trauer und Wut den Ausverkauf einer historischen Sportstätte, die ohne Not in den Bankrott geführt wurde.

Und dafür sind Sie - bzw. Ihre Regierung - verantwortlich.

Bitte übernehmen Sie auch jetzt in der Not die Verantwortung, um dem Nürburgring - und damit dem Sport und der Region - eine Zukunft zu ermöglichen.

Der Ausverkauf muss dringend gestoppt werden, bevor es zu spät ist!

Wenn Sie jetzt nicht handeln, wird Ihnen das für immer nachlaufen. Der aktuell eingeschlagene Kurs führt geradewegs in die Katastrophe. Ein privater Betreiber - ich kann das Wort “Investor” wirklich nicht mehr hören - wird die Anlage und die Region auspressen wie eine Zitrone!

HILFE!!

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Mittwoch, 11. Dezember 2013

Nürburgring Demo Sa. 21.Dez.!

Sabine Schmitz und Christian Menzel rufen zu einer Protest-Demo, um sich gegen den Nürburgring-Verkauf zu wehren!

Sabine:

“Ich bitte um Teilnahme! Das ist wirklich unsere letzte Chance.”

Christian:

“Es ist 5 vor 12 - oder doch schon zu spät? Der Nürburgring darf nicht verkauft werden!”

Symbolisch startet die Demo um 5 vor 12 - und zwar genau:

Nürburgring, Samstag, 21.Dez., 11:55 Uhr

Ablauf und Ort werden noch bekanntgegeben, aber bitte haltet Euch schonmal den Termin frei, damit richtig viele Leute zusammenkommen.

Am besten gefällt mir diese Antwort auf Facebook von Henrik:

“don’t understand german, but i have nothing to do on the 21 dec. I’ll take the trip from Norway, no problem. Save The Ring”

Save The Ring ist übrigens vorgestern 3 Jahre alt geworden - naja - hat zwar niemand gratuliert, aber so wirklich ein Grund zum Feiern ist es ja auch nicht. Wir kämpfen und strampeln uns ab, doch die Politik interessiert sich nicht die Bohne für die Probleme. Sie wollen einfach nur an der Macht bleiben und dafür ist ihnen jedes Mittel recht. Kurt Beck verantwortet jetzt bei der Friedrich Ebert Stiftung wieder ein Jahresbudget 139 Millionen und seine Nachfolgerin Malu Dreyer lässt verlauten, daß der Nürburgring ihr keinen Anlass zur Sorge bereitet.

Also Leute, wenn Ihr auch so wütend seid wie ich, dann lasst das nicht auf Euch sitzen und mobilisiert alle Kräfte, damit wir eine kräftige Demo bekommen, deren Wellen auch Mainz erschüttern!

Und ja - Ihr habt Recht - viel können wir nicht mehr ändern. Aber wir sollten ihnen die geplante Zwangsenteignung so schwer wie möglich machen! Und wer weiss? Vielleicht kippen wir es ja doch!

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Samstag, 07. Dezember 2013

Dreyer schaltet sich zum Thema Nürburgring ein ...

... und erklärt die Diskussion kurzerhand für beendet:

“Aus meiner Sicht gibt es im Moment keinen Anlass zur Sorge.“”

Seht Ihr: alles Ordnung, bitte gehen sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.

Nur falls jemand meinte es würde nach Kurt Beck besser werden.

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Donnerstag, 28. November 2013

Verkaufsprozess stoppen! PK mit Otto Flimm heute in Mainz.

Der Wind wird rauer, denn die Zeit wird knapp! Heute war in Mainz Pressekonferenz und zusammen mit Dieter Frey wurde von Ja zum Nürburgring massiv das undurchsichtige Rennstrecken-Verschachern kritisiert.

Der ADAC wurde schon gedisst, weil er - bei der unverbindlichen (!!) Angebotsabgabe - zu wenig auf den Tisch gelegt hat.

Aber geht noch weiter, sieht so aus, als würden die skrupelosen Insolvenzer darauf hinarbeiten, die Rennstrecken nur zusammen mit dem Beck°Beton verkaufen. Was dann passieren wird, haben wir schon einmal erlebt unter Richter/Lindner, die 1.000 Betten wollen gefüllt werden und mit dem Rennstreckenmonopol in der Hand kann der neue Besitzer ganz leicht argumentieren.

Nach draussen dringt vom Verkaufsprozess garnichts, alles top secret. Daher fordert Otto Flimm zu recht:

“Schluss mit der Geheimniskrämerei! Schließlich geht es um den Verkauf öffentlichen Eigentums, das noch dazu ein automobiles Kulturgut darstellt.”

Der Verein hat einiges in die Wege geleitet:

  • einen ausführlichen Brief an Malu Dreyer,

  • ein Schreiben an die EU inklusive Ankündigung einer Klage, und

  • eine Umfrage in der Region. Resultat: die Leute wollen, daß der Ring gemeinwohlorientiert betrieben wird. Na so eine Überraschung. Hoffentlich dämmert es denen in den Mainzer Büros auch bald.

Und schließlich fordert der Verein, daß das jetzige Verfahren gestoppt und nochmal neu - und dann - wenn nötig - vernünftig neu aufgesetzt wird.

Erfreulicherweise gibt es auch ein ordentliches Medienecho:

Wollen wir hoffen, daß es zündet und wenn nicht, dann hilft nur nachlegen. Jetzt im Winter haben wir den Vorteil, daß den Ring°Killern die Rennen ausgegangen sind, mit denen sie schön Werbung machen konnten. Und die Medien langsam mitbekommen, daß am Ring was ganz kräftig falsch läuft!

Tags: Erlebnisgrab | Insolvenz | Flimm | JzNRing | Insolvenzverwalter


Donnerstag, 24. Oktober 2013

Einladung zur Bürgerversammlung am Montag 28.Okt.2013, 19 Uhr.

Ja zum Nürburgring mit Otto Flimm lädt zur Versammlung in die Graf Ulrich Halle, jeder ist willkommen:

“Die Sportstätte des Nürburgrings befindet sich in ihrer bisher tiefsten Krise, die durch die Einleitung des Verkaufsprozesses einen weiteren traurigen Höhepunkt erreicht hat. Das Trauerspiel Nürburgring geht so nach Wunsch der Landesregierung Rheinland-Pfalz und der ausführenden Insolvenzverwalter in die letzte Phase. Der Verein „Ja zum Nürburgring“ kämpft für einen gemeinwohlorientierten Erhalt und Betrieb der Rennstrecke und stemmt sich gegen die Veräußerung an einen privaten Investor, dessen Antrieb allein die Gewinnmaximierung und nicht der Sport und die Region ist.”

Diesmal bekommt Otto Flimm aber nicht das Wort abgeschnitten wie bei dem traurigen SWR4-Theater vor 6 Monaten an gleicher Stelle (renn.tv/2077).

Geplante Agenda:

“1) Begrüßung
2) Zielsetzungen Verein „Ja zum Nürburgring“
3) Schreiben KPMG
4) Bürgerbefragung zur Zukunft des Nürburgrings
5) Nürburgring-Gesetz
- Brief an Frau Ministerpräsidentin Dreyer
- Stellungnahme Nutzungsordnung
6) Auskunftsbegehren gegenüber Landesregierung
7) Sonstiges”

Dieter Weidenbrück hat das auf seine Art bei Facebook kommentiert (für nicht FB’er hier als Text) und appelliert an Sportler und Anwohner jetzt nicht den Kopf in den Sand zu stecken.

Tags: JzNring | Flimm | Weidenbrück | Insolvenz | Erlebnisgrab


Mittwoch, 16. Oktober 2013

Heute vor einem Jahr startete der große Nürburgring-Prozess.

Und was ist bis jetzt dabei rausgekommen? Nichts. Uns wird wieder bitter vor Augen geführt, wozu Politiker in der Lage sind, wenn sie schön alle zusammenhalten. Da passt es dann auch in’s Bild, wenn der jetzige Justizminister damals die Freizeitpark-Ruine mit Händen und Füssen im Parlament verteidigt hat. Oder der jetzige Finanzminister damals im 4-köpfigen Nürburgring-Aufsichtsrat saß. Oder der damalige Ministerpräsident heute unbeirrt durch die Fernsehtalkshows tingelt und Beraterpöstchen von der Industrie annimmt.

Als ich vor 1 Jahr nach Koblenz gefahren bin, um mir persönlich ein Bild vom ring°prozess zu machen, hatte ich gehofft, dadurch Leute anregen zu können die einzelnen Prozesstage als Community begleiten zu können. Immerhin ist die ganze Sache öffentlich und es kommen Details zur Sprache, die man nur als Kenner der Szene richtig deuten kann. Und in dem Einzugsgebiet von Koblenz, das ja nur 60 km vom Ring entfernt ist, sind einige Leute mit Benzin im Blut anzutreffen.

Daraus ist leider nichts geworden, denn das mit dem Team-Gedanken entpuppte sich schnell als “Toll-Ein-Anderer-Macht’s” und die entsprechende Facebook-Gruppe wurde zur Link-Abladestelle für die Zeitungsartikel. Da waren zwar auch ein paar gute dabei, aber größtenteils das übliche oberflächliche Nachbeten der gewohnten Propanda, um Abläufe und Handlungen zu verschleiern, die Öffentlichkeit zu verwirren und sich selber als vollkommen unschluldiges Opfer dazustellen.

Ich würde mir sehr wünschen, wenn statt dem “Und? Was gibt es Neues?” mehr aktive Beteiligung der Bürger stattfinden würde, um die Vorgänge zu hinterfragen und Ungereimtheiten aufzudecken.

Bis zum 10.Dezember seien weitere 16 Verhandlungstage angesetzt, die Anwälte wird es freuen.

Clemens Hoch, damals Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der Nürburgring Untersuchungsausschusses (heute ist er übrigens Ministerialdirektor bei Beck’s Nachfolgerin Malu Dreyer) erklärt den Baubeginn, der der Anfang vom Ende war, so:

“Wir finanzieren quasi nur vor und dann kommt der Investor und es amortisiert sich von selber und wir können auch noch die Formel 1 erwirtschaften.” (18:48 Min.)

Vor Ort am Nürburgring kann man reden mit wem man will: alle sind sich einig, daß hier ein großes Verbrechen verübt wurde. Nur zur Verantwortung gezogen wird dafür in unserem Rechtsstaat niemand.

Tags: Prozess | Untreue | Kafitz | Deubel | Erlebnisgrab


Mittwoch, 12. Juni 2013

Die hörige Medienlandschaft spielt gehorsam mit, während der hektische Nürburgringverkauf weiter planmäßig durchgepeitscht wird.

Am Nürburgring überschlagen sich die Ereignisse, denn die Landesregierung benutzt die Antwort von EU Vizepräsident Almunia, um daraus eine “EU Vorgabe” zu machen. Man könnte meinen, das wäre garnicht so einfach, aber dank gehorsamen Berichten in den Medien - sowohl öffentlich-rechtlich, als auch privat - ist die Berichterstattung gleichgeschaltet in der Richtung, wie sie Insolvenzanwälte und Landesregierung sehen möchte.

Ich hatte das ja schon kritisiert (2141), bevor der Brief von Joacim Almunia öffentlich gemacht wurde. Immer dieses unsägliche “… der unserer Zeitung vorliegt”. Gemeint ist natürlich, “den die tolle Regierung uns zugesteckt hat, damit wir daraus eine schöne Story basteln können und natürlich zeigen wir uns dankbar und lassen die Regierung gut dabei wegkommen. Eine Hand wäscht die andere.”

Hier also der Brief, den die Rhein-Zeitung der Öffentlichkeit als “EU Entscheidung” verkauft:

Brief von Joaquin Almunia an Malu Dreyer.

Wenn man sich das in Ruhe durchliest, wird das perfide Treiben, zu welchen Zwecken diese Äußerungen eingesetzt werden, noch deutlicher.

Dieter hat sich mal (wieder!) die Mühe gemacht und die Antworten in einen neutraleren Kontext gestellt. Da sieht die Sache dann auf einmal ganz anders aus.

Könnt Ihr auf Facebook nachlesen oder hier auskopiert als Text.

Ich zitiere mal:

"Welcher Bezug besteht denn nun zwischen dem Verkauf und dem EU-Beihilfeverfahren? Kein direkter, das macht Almunia im zweiten Absatz der zweiten Seite klar. “Deutschland und der Sachwalter haben den geplanten Verkauf der Vermögenswerte der Nürburgringgesellschaften seit Oktober 2012 mit meinen Dienststellen erörtert. Der Sachwalter hat erste Schritte unternommen, um das Privatisierungsverfahren am 15. Mai 2013 einzuleiten.”

Knochentrocken, oder? Ja, und zwar eine knochentrockene, schallende Ohrfeige für das Land Rheinland-Pfalz und die Insolvenzverwalter. Man könnte auch sagen, ein Revange-Foul der EU für vorangegangene Äußerungen der Genannten. Denn in diesem Satz steckt Einiges, das man sich mal mit Genuss auf der Zunge zergehen lassen sollte. “Der geplante Verkauf” wurde erörtert. Moment mal, wurde nicht immer behauptet, die EU fordere den Verkauf? Nein, sie hat nichts gefordert, zu keinem Zeitpunkt. Almunia sagt hier deutlich “Leute, IHR WOLLTET DEN VERKAUF, nicht wir”. “Der Sachwalter hat erste Schritte unternommen…”: Haben sich Insolvenzverwalter und Sachwalter nicht monatelang überschlagen mit Aussagen wie “Verkauf wird gefordert”, “wir müssen der EU zuvorkommen”, “ohne sofortigen Verkaufsstart wird der Ring in 4 Monaten geschlossen” (Aussagen paraphrasiert)? Nein, der Sachwalter hat erste Schritte unternommen, d.h. es gab keine Schritte der EU, die davor waren. Und es war ein geplanter Verkauf, kein geforderter. Das ist hiermit nun ein für alle Mal und für die Diplomatensprache sehr deutlich formuliert worden."

Heute ist dann dieses dubiose “Interesse Bekundungsverfahren” zu Ende gegangen, das in der Wirtschaftswoche herbe kritisiert wurde. Aber das rheinland-pfälzische Paralleluniversum interessiert das nicht die Bohne, Georg Link vom SWR bietet dem Volkseigentumverkäufer Lieser die Bühne, die er gerne hätte. Der dann auch staatsmännisch theatralisch beim SWR einmarschieren darf:

Kritische Fragen braucht man da keine zu befürchten, das wirkt eher wie das Einnehmen der Bühne, die für solche staatstragenden Momente bereitsteht.

Und man spricht dann beim SWR auch brav vorauseilend von “Bieterfrist für Nürburgring endet”. Da werden natürlich wieder Pflöcke in den Boden gerammt (Verauf alternativlos, kurz bevorstehend, Kaufgebote). Und auch noch zwei andere Handelnde, die wir lange nicht mehr gesehen haben, dürfen so langsam wieder auf die Bildfläche: Kai Richter und Jörg Lindner. Wir haben ja bei dem ganzen Ablauf sowieso das Gefühl, als sei alles längst entschieden und wer weiß, ob die sich nicht noch ein paar Verhandlungsverstärkungen aufgehoben haben, bei dem der ein oder andere in Mainz die Gesichtsfarbe verliert. Und für jemand wie Otto Flimm ist bei soviel Prominenz in dem 1 Minuten Beitrag natürlich kein Platz. Wie bitter.

Auf jeden Fall verloren haben wir alle, denn es wurde uns wieder unauffällig ein Kaufpreis untergejubelt, diesemal sind es 120 Mio Euro. Und wo ist der Rest? Einfach weg? Oder vielleicht doch strafrechtlich relevant veruntreut? Aber keine Sorge, solche Fragen sind bei unseren Mainzer Volksverarschern Volksvertretern gut aufgehoben. Unterm Teppich nämlich.

Tags: Erlebnisgrab | Insolvenz | Medien | DieterWeidenbrück


Sonntag, 12. Mai 2013

Im Talk: 24h-Rennen und Nürburgring-Verkauf.

Einen neuen Talk mit Dieter aufgenommen mit den Themen:

  • SWR4 Podiumsdiskussion am 25.4.,
  • die aktuelle Rolle der Landesregierung und Malu Dreyer,
  • natürlich dem bevorstehenden 24h-Rennen und auch Dieter’s Teilnahme(n!),
  • trotzdem vermutlich die Verkaufsausschreibung am kommenden Mittwoch und
  • wie können wir alle helfen, daß der Ring nicht in private Hände fällt, sondern gemeinnützig und dem Sport dienend betrieben wird?

Schaut es Euch an, knapp 22 Min. diesmal:

Die im Beitrag versprochenen Links sind diese:

Zum Abschluss noch als Vorbereitung für das 24h-Rennen:

Tags: Talk | N24h | Erlebnisgrab | Hangout


Mittwoch, 24. April 2013

VLN an Malu Dreyer: HILFE!!!

Rolf Krimpmann als Vorsitzender der VLN-Gesellschafter in einem offenen Brief an die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz:

"Die derzeitige Entwicklung am Nürburgring gibt uns indes Anlass zu tiefer Sorge. Insbesondere die Ankündigung der Insolvenzverwalter der Nürburgring GmbH, kurzfristig ein bedingungsfreies Bietverfahren für die Sportstätte des Nürburgrings einzuleiten, hat uns alarmiert. (..)

Ihre in der vergangenen Woche getroffene Aussage, dass die Herausnahme des Rings aus dem Veräußerungsprozess „in unser aller Sinne“ ist und jetzt mit einem „sorgfältig vorbereiteten Verhandlungsprozess mit der Europäischen Kommission“ dieses Ziel erreicht werden soll, erfüllt uns mit Hoffnung. Wir möchten Sie und die ganze Landesregierung ermutigen, diese Linie mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln in die Praxis umzusetzen (..)"


Samstag, 06. April 2013

Vor 30 Jahren: Ja zum Nürburgring Demo.

Aus dem Familienalbum von Marc’s Vater Achim Hennerici, da blutet einem das Herz, daß der Nürburgring nach diesem erfolgreichen (!) Kampf vor 30 Jahren jetzt schon wieder auf der Kippe steht.

Wie sich die Bilder der besorgten Bürger und Sportler gleichen:

“Wer will den Tod des Nürburgrings verantworten” steht auf einem der historischen Plakate.

Werden das Malu Dreyer und Clemens Hoch sein, die endgültig als Ring-Killer in die Geschichts-Bücher eingehen?

Oder schaffen sie in Brüssel nächsten Donnerstag die Rettung und den Verkaufs-Stopp?


Donnerstag, 04. April 2013

Ausgerechnet Clemens Hoch ...

… soll sich in Brüssel für den Nürburgring einsetzen:

“Um bei der EU-Kommission auszuloten, was in Sachen öffentlicher Zugang möglich ist und wie dieser am besten gesichert werden kann, fährt nicht die Regierungschefin selbst am 11. April nach Brüssel, sondern Staatskanzlei-Vize Clemens Hoch.”

Das war Kurt Beck’s Mann für’s Grobe im Nürburgring Untersuchungsausschuss und da war man aus SPD Sicht so zufrieden, daß er jetzt bei Ministerpräsidentin Malu Dreyer ein tolles Pöstchen in der Staatskanzlei bekommen hat.

Damals z.B.:

“(..) ein Scheitern des neuen Geschäftsmodells wird heraufbeschworen, ohne dass man sich um die inzwischen positive Wirtschaftslage am Ring kümmert.”

“(..) dass mit der klaren Trennung von Besitz der Liegenschaften in Landeshand und Betrieb der Einrichtungen durch die private NAG eine gute Grundlage für eine zukunftsorientierte Neuorientierung des Nürburgrings geschaffen worden ist.”

Und heute:

“Er nimmt Vertreter des Vereins ”Ja zum Nürburgring“ um den ADAC-Ehrenpräsidenten Otto Flimm, der Kommunen, des Betriebsrats und der Gewerkschaft Verdi mit, teilt Regierungssprecherin Monika Fuhr auf TV-Anfrage mit.”

Ist das nicht nett? Aber macht Euch nicht zuviele Hoffnung:

“Man darf nicht vergessen, dass es sich um ein Insolvenzverfahren handelt. Dabei müssen rechtlich gesehen sämtliche Vermögenswerte veräußert werden, um die Ansprüche der Gläubiger zu bedienen und Arbeitsplätze zu erhalten”, sagt Sprecher Pietro Nuvoloni. Man sei nun gespannt auf das Gesprächsergebnis der Staatskanzlei in Brüssel.

Ich wette, die wissen längst wie das spannende Gesprächsergebnis aussieht und müssen jetzt nur noch dieses lästige Brüssel-Schauspiel hinter sich bringen und so tun, als würde Brüssel den Verkauf der Nordschleife vorschreiben.

“Die Landesregierung bereitet derweil auch schon einen Gesetzentwurf vor, um den öffentlichen Zugang zu regeln. Diese Möglichkeit hatten die Sanierer in Brüssel ausgehandelt und wollen sie in einem Brief an EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia schriftlich fixieren. Dessen Antwort komme dann von oberster Stelle und sei maßgeblich, stellt Pietro Nuvoloni klar.”

Nur falls da jemand dran gezweifelt hat. Pietro Nuoloni ist hier der Klarsteller und wir haben zu kuschen.

Hoffentlich schafft es Otto Flimm am 11.April einen kräftigen Fuß in die Tür zu stellen, sonst fürchte ich ist die Nummer mit der Nordschleife durch: verraten und verkauft.


Sonntag, 17. März 2013

ADAC kämpft!

In der Rhein-Zeitung:

“Der Automobilclub ist fest davon überzeugt, dass legendäre Nordschleife und Grand-Prix-Strecke ein einzigartiges Kulturgut von hohem öffentlichen Interesse darstellen und daher aus Sicht der EU-Kommission privilegierungsfähig sind.”

"Wir wollen da oben nicht Lindner-Richter 2.0.”

Was ich allerdings nicht verstehe:

“Der ADAC schlägt eine Stiftung oder ein ähnliches Modell vor (..)”

Das macht er doch garnicht. Wo hat der ADAC eine Stiftung vorgeschlagen? Das wird solange in den Raum geworfen, bis es alle glauben. Die Demo setzt sich für Gemeinwohlbindung ein - die Unternehmensform ist da doch erstmal zweitrangig.

Meiner Meinung nach haben die Medien dieses Stiftungsgespenst selber konstruiert. Das passt natürlich den Insolvenzverwaltern prima in’s Geschäft, denn auch eine Überführung in eine Stiftung ist ein Eigentümerwechsel, also ein Verkauf. Denen ist egal, an wen sie verkaufen, Hauptsache verkaufen!

Deshalb wird immer wieder subtil untermauert, daß der Verkauf beschlossene Sache sei - oder eben alternativlos.

Aber genau einen Verkauf will Otto Flimm und die Demo ja verhindern! Die Rennstrecken sind Volkseigentum und sollen es auch bleiben. Eine Stiftung nützt da erstmal garnichts.


Samstag, 16. März 2013

Am Dienstag schlägt der Ring in Mainz auf.

Bei der Otto Flimm Veranstaltung vor genau 2 Wochen am 2.März in Nürburg waren breit gefächert alle verantwortlichen Politiker aus der Mainzer Landesregierung eingeladen - und keiner ist gekommen.

Das war nicht nur eine bittere Enttäuschung, sondern (wieder einmal) ein überdeutliches Signal, daß man ausgerechnet mit denen, die diese Sportstätte am meisten angeht, nämlich DIE SPORTLER, nicht gewillt ist zu reden.

Doch Otto Flimm gibt nicht nach und daraus ist die Idee der Demo in Mainz geboren. Es haben sich Viele solidarisiert und inzwischen ist klar:

Wenn die Politiker nicht zum Nürburgring kommen, dann kommt der Nürburgring zu den Politikern!

Der Aufstand in der Region um den Ring ist zwar nach wie vor eine bittere Enttäuschung, aber ich hatte ja 5 Jahre Zeit mich daran zu gewöhnen, von daher keine Überraschung.

Was mich aber positiv stimmt, daß zum letzten Gefecht auch reichweiten-gewaltige Personen wie Peter Meyer aufbrechen oder Organisationen wie der ADAC-Nordrhein. Die wissen genau, daß der deutsche Motorsport schon mächtig auf Kante genäht ist und jeder private, gewinnorientierte Betrieb mit den Folgen für Streckenmiete und Zugänglichkeit das Fass zum Überlaufen bringt.

So wird dann auch ohne lang drumrum zu reden der Abzug der ADAC Veranstaltungen in Aussicht gestellt, sollten GP-Strecke und Nordschleife tatsächlich den Besitzer wechseln.

Dann gehen am Ring nicht nur für die Zuschauer mächtig die Lichter aus, sondern auch für die Breitensportler. Wer aktiv mit etwas Dynamik und Wettbewerb auf solchen Veranstaltungen unterwegs ist, weiß wieviel ehrenamtliches Engagement nötig ist, um einigermaßen mit einer schwarzen Null solche Rennen zu stemmen. Und trotzdem muss mit ordentlichem Startgeld das Fahrerfeld zur Kasse gebeten werden.

Zwei deutliche Artikel heute, einmal in der Rhein-Zeitung mit Bezug auf Otto Flimm:

“Finger weg von der Nordschleife: Demo gegen Verkauf des Nürburgrings”

Zum ersten Mal lese ich etwas in den Medien, das den Bezug zur Nordschleife deutlich herstellt! Das hatte ich ja schon im Talk erwähnt, daß durch gezielte Wortverdrehungen die Öffentlichkeit eingelullt werden soll:

Die Verscherbler nennt man lobend Sanierer und der gescheiterte Beck°Park wird allumfassend Nürburgring genannt.

Beides völlig an den Haaren herbeigezogen, aber wenn man es lange genug macht, glaubt man es irgendwann sogar selber.

Das Ziel dieser Manipulation ist ganz klar: die Nordschleife ist das wertvollste Asset im Nürburgring-Angebot und man möchte es sich unauffällig zunutze machen, um mit dem Verkauf Geld für die Freizeitpark-Insolvenz herbeizuschaffen.

Bisher sah es auch so aus, als kämen sie damit durch. Buchstäblich in letzter Sekunde scheint es langsam durchzusickern, was das für den Ring und den Sport bedeuten würde und der Widerstand formt sich viel massiver und geschlossener als vorher.

Das ist auch für die Regierenden eine neue Situation und wer die Motorsportler kennt: einmal in Bewegung gesetzt hält die so schnell keiner auf. Die tragen auch ein 2. oder 3.mal den Ring nach Mainz und auch wenn die nächsten Wahlen noch 3 Jahre entfernt scheinen im Frühjahr 2016 - wenn man jetzt weiter versucht, die Ring-Nutzer zu übergehen bzw. zu übertölpeln, könnte das für die jetzt Handelnden bei den nächsten Wahlen noch ein ziemlich bitteres Ende bedeuten.

Dietmar Brück - den wir versuchen auch mal für einen Talk zu gewinnen - schreibt heute morgen:

“Der ADAC-Ehrenpräsident hat Expertise einholen lassen und ist fest davon überzeugt, dass das EU-Beihilfeverfahren keinen schnellen Verkauf nötig macht. „Wir haben Zeit für eine gute Lösung, die auch in Zukunft Breitensport zu bezahlbaren Preisen am Nürburgring garantiert“, so Flimm. Den Ring-Sanierern unterstellt er Profitstreben. Und: Nach einem Verkauf, fürchtet Flimm, „kann der neue Besitzer machen, was er will“. Ein öffentliches Zugangsrecht wird einen Investor seiner Ansicht nach kaum daran hindern, vorrangig auf seinen eigenen Profit zu schauen.”

(Da waren sie ja wieder, die Sanierer - habt Ihr’s gemerkt?)

Und später heute dann dieser Artikel in der WiWo vom ringerprobten Florian Zerfaß:

“Nürburgring Verkauf: Die große Koalition gegen die Regierung.”

"(..) Jetzt hat Meyer die Notwendigkeit gesehen, sich nach langer Zeit mal wieder zu Wort zu melden: Wegen des anstehenden Verkaufs der Rennstrecke attackiert der ADAC-Boss die rot-grüne rheinland-pfälzische Landesregierung um Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) – und droht mit dem Wegzug aller ADAC-Rennveranstaltungen aus der Eifel.

„Ich habe den Eindruck, dass sich die Regierung mit einem Verkauf einfach des Problems entledigen will. Zu Lasten der Automobilindustrie, die auf dem Nürburgring testet, zu Lasten des Motorsports und der Großregion Eifel“, sagt Meyer im Gespräch mit der WirtschaftsWoche."

Das tut gut, Rückendeckung zu bekommen, wenn man auf die Straße geht.

Denn die Argumente sind da:

"Doch der ADAC verweist auf ein Gutachten, das der gemeinnützige Verein „Ja zum Nürburgring e.V.“ bei dessen Rechtsanwalt, Dieter Frey aus Köln, in Auftrag gegeben hat. Das Gutachten kommt zu einem ganz anderen Ergebnis: Die Sportstätte sei grundsätzlich förderungsfähig, anders etwa als die mit Landesgeld erbauten Hotels und der Freizeitpark. Mehr noch: Die Sportförderung genieße in Rheinland-Pfalz sogar Verfassungsrang, und europarechtlich „spiegelt besonders Art. 165 AEUV die besondere Bedeutung des Sports und die Verpflichtung der Union, zu seiner Förderung beizutragen, wider.“

Die Veranstaltungen auf dem Nürburgring sind laut Frey zu mehr als 90 Prozent Breitensportveranstaltungen, zudem sind in die Rennstrecken selbst praktisch keine Beihilfen geflossen."

Und auch die Demo mit ihrer Entstehungsgeschichte wird angesprochen:

"Dem immer lauter werdenden Protest wird die Landesregierung vor der eigenen Haustür in Mainz nicht so leicht ausweichen können wie der Mitgliederversammlung von „Ja zum Nürburgring“ vor zwei Wochen in Nürburg. Mehrere Regierungsmitglieder waren eingeladen, unter anderem auch Ministerpräsidentin Dreyer und ihre Stellvertreterin Eveline Lemke (Grüne), der für den Nürburgring zuständige Innenminister Roger Lewentz (SPD) und SPD-Fraktionschef Hendrik Hering.

Dem Verein um seinen Vorsitzenden, den früheren ADAC-Chef Otto Flimm, stieß bitter auf, dass alle eingeladenen Regierungsvertreter absagten, mitunter sogar recht kurzfristig."

Es braut sich was zusammen, nur noch 3x schlafen!

Das hatten wir in der Form erst einmal, am 24.Juli 2011:

Das ist auch nicht das erste Mal, daß Sabine mit ihrer tapferen Mutter Uschi auf die Straße geht:

Damals dachten wir noch, wir hätten Verbündete in Mainz:

Hat sich rausgestellt: iss nich wegen iss nich.

War auch so eine Lektion. Für uns.

Die Lektion für die Regierung kommt dann am Dienstag! Daher nochmal mein Appell: alles was Beine hat in alles was Räder hat und auf zum Regierungssitz am Dienstag! So eine Chance, zu zeigen wer wir sind und wieviele wir sind bekommen wir nicht so schnell nochmal.


Freitag, 09. November 2012

Wide wide wie sie mir gefällt.

Kaum macht die Rhein-Zeitung ein grosses Interview, da ist Kurt Beck auch schon wieder auf dem Pippilangstrumpftripp.

Wisst Ihr wer jetzt schuld ist am Nürburgring-Untergang? Die Weltwirtschaftskrise!! Der Mensch ist selbst auf seine letzten Tage noch so krass drauf, da bin ich echt froh keine Haare zu haben. Weil die würd ich mir sonst unweigerlich ausraufen.

“Es gab die Fehleinschätzung, den Freizeitpark maßgeblich privat zu finanzieren. Dass das nicht gelungen ist, dazu hat aber auch die damalige Weltwirtschaftskrise beigetragen.”

Dann kommt wieder die Ernst & Young Ausrede, das waren die, die in ihrem Auftragsgutachten alles passend gerechnet haben. Das bringt er die letzten Monate immer:

“Die Dimensionen sind, auch wenn wir uns hier auf ein Gutachten gestützt haben, unbestritten zu groß geraten.”

Kein Wort über RichterLindner (was haben die gegen den eigentlich in der Hand?), dafür wieder aber die pösen pösen Betrüger:

“Schließlich wurde nicht gesehen, dass man mit den damaligen Geschäftspartnern bei der Finanzierung danebengegriffen hat.”

Und dann noch diese Formulierung:

“Ich halte mir vor, dass ich die Reißleine zu spät gezogen habe.”

die suggerieren soll, als habe er jemals diese tolle Leine gezogen. Aber genau das HAT ER BIS HEUTE NICHT! Im Gegenteil, immer wieder verschleiern, vertuschen, täuschen und tricksen, bis der Karren komplett vor die Wand geknallt ist mit der Insolvenz.

Dann kommt aber noch ein kleiner Seitenhieb Richtung (Ex-?) Freund Ingolf Deubel:

“Als dieser Nachweisbetrag zum zweiten Mal in die Schweiz überwiesen wurde, hätte man Nein sagen müssen. Zugleich bin ich fest überzeugt, dass der damalige Finanzminister Ingolf Deubel mir oder dem Kabinett in keiner Weise oder aus irgendwelchen egoistischen Motiven etwas gesagt hat, was er zu diesem Zeitpunkt nicht selbst so eingeschätzt hat.”

Wenn man genau hinhört, dieses “egoistische Motive” wird zum ersten Mal verwendet und da wird wohl schon die Argumentationslinie aufgebaut, daß Ingolf Deubel der einzige Sündenbock bleibt. Der ist ja auch schon zurückgetreten und ein weiteres Opfer darf es (politisch gewollt?) nicht geben. Die haben anscheinend echt vor den komplett aus dem Fenster zu hängen und ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Judoschwarzgurt das mit sich machen lässt.

Seine Nachfolgerin - die wie Beck auch vor Gericht als Zeugin aussagen soll - ist auch schon eingeschworen:

“Ich sehe meine Verantwortung als Kabinettsmitglied. Und das betone ich jetzt auch noch einmal. Aber ich sage auch: In der Landesverfassung ist die Ressortzuständigkeit festgelegt. Ingolf Deubel hat im Kabinett mündlich berichtet. Und es gab keinen Anlass zu glauben, dass er die Steuerung dieses Projektes nicht mehr in der Hand hat.”

Also da hätte ja NIEMAND mit rechnen können, daß der Ingolf Deubel das etwa nicht im Griff habe. Oder sollte er tatsächlich aus egoistischen … NEIN - undenkbar!

Da trifft es sich gut, daß dieser 500+ Millionenbeschluss offensichtlich nur mündlich besprochen wurde. Dieser lästige Papierkram auch immer.

Ressortzuständigkeit! Also bei Ingolf Deubel das Freizeitparkministerium? Nicht ganz, dafür aber Aufsichtsratsvorsitzender Nürburgring GmbH, ISB Grußwörtler und Finanzminister in Personalunion. Was soll da schon schief gehen!?

Eine Sache stimmt mich aber optimistisch: Frau Dreyer spricht explizit über traditionsreiche Rennstrecke. Nur im Zusammenhang versucht auch sie zu suggerieren, was leider nie der Fall war: “Es ging immer darum, diese traditionsreiche Rennstrecke zu erhalten und etwas für die Region zu tun.

Mit etwas Feintuning passt es. Einfach zu erhalten mit auszusaugen ersetzen und die Region mit private Bankkonten - schon sind wir uns wieder einig.


Dienstag, 16. Oktober 2012

1.Verhandlungstag ring°prozess (Video).

Heute bin ich wie geplant nach Koblenz gefahren, um mir das Spektakel mal persönlich anzuschauen. Ich hatte ein bisschen befürchtet, daß es ein Reinfall wird, aber das war dann doch nicht so: alle Angeklagten sind mit ihren RAs aufgelaufen, dazu noch etwa 20 Medienleute und nochmal 20 Bürger und Beobachter.

Erst wurde ein Antrag gestellt, die Anklage NICHT vorzulesen, aber der wurde zum Glück abgewiesen. Die Staatsanwaltschaft brauchte 45 Minuten, bis sie mit den 10 Punkten durch war.

Überraschung dann durch den RA von Herrn Metternich, der will mit einem neuen Beweisantrag das komplette Kabinett von damals vorladen als Zeuge, inklusive K.Beck und M.L.Dreyer.

Hab auch Bewegtbilder mit dem Telefon eingefangen:

http://youtu.be/x7nTnEOFheQ




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