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Montag, 08. Juli 2019

Erstes Moto E Rennen - gestern am Sachsenring.

Dass in Deutschland Motorrad-Geschichte geschrieben wird, ist eher dem Zufall als allem anderen zu verdanken - aber ändert ja nichts an der Tatsache: gestern war Moto E Premiere beim GP auf dem Sachsenring.

Das Ganze hatte eine heftige Vorgeschichte, denn das Startup Energica wurde für die Moto E auserwählt - und musste einen heftigen Nackenschlag einstecken: bei Vortests ist das Zelt mit allem Equipment und Motorrädern komplett abgebrannt. Das musst du erstmal wegstecken als Startup - normalerweise immer gerade so auf der Kippe operierend.

Aber sie haben es geschafft - haben neue Motorräder gebaut - und mit angepasstem Zeitplan über das Jahr war dadurch am Sachsenring der erste Lauf. Die Spannung war groß (pun intended!) und das ist schon ziemlich gewöhnungsbedürftig, wenn an der Startampel das Feld mucksmäuschenstill aufgereiht steht.

Hier ein Video als Zusammenfassung.

Obwohl nur wenig getestet wurde und die Strecke noch teilweise feucht war, ist die schnellste Runde - von Sieger Niki Tuuli - mit 1:28,3 gestoppt worden. Marc Marquez - der überlegene Sieger im MotoGP Lauf - fuhr im Rennen 1:20,2. Die Dinger gehen ab wie Raketen und im Video kann man das auch gut erkennen. Man darf nicht vergessen: da sind 260 kg im Einsatz! Es gab einen Sturz und dadurch Rennabbruch - und man sieht wie heftig der Panzer in die Begrenzung einschlägt. Mit 2 Mann das Motorrad wegtragen ist auch nicht drin - zu schwer.

Das ist die Zukunft, keine Frage - und für die Bedingungen und Startschwierigkeiten war es eine gelungene Premiere. Ich glaube alle Beteiligten sind froh, dass dieser massive erste Schritt geschafft ist.

Das muss man sich mal vorstellen: ein Startup, das es vor ein paar Jahren noch gar nicht gab, stellt elektrische Rennmotorräder für ein komplettes Starterfeld auf die Räder und die Apparate performen und sind richtig schnell. Ich muss zugeben, ich bin positiv überrascht. Soviel Speed ausgerechnet auf dem Micky Maus Kurs hätte ich nicht erwartet.

Zum Vergleich: auf der Isle of Man wird auch seit 10 Jahren schon eine Elektrowertung ausgefahren, die TT Zero. Eine Runde - also 60 km. Das ging los mit einem Schnitt von knapp 156 km/h und aktuell ist man schon bei 196 km/h. Das ist natürlich langsamer als die normale Senior TT (216 km/h und 6 Runden), aber immerhin. Man darf nicht vergessen: das sind die zarte Anfänge, ab jetzt wird es ständig besser.

Und wo wir gerade bei Elektro sind: Romain Dumas war wieder im VW ID.R unterwegs - diesmal in Goodwood. Und ist - natürlich - Rekord gefahren: 39,9 sek.! Irre schnell - die schnellste Zeit überhaupt - und das alles zwischen Strohballen. Der Rekord von Nick Heidfeld im McLaren Formel 1 hat 10 Jahre gehalten.

Ja - ich weiß - das passt einigen Leuten überhaupt nicht, dass ich mich so für neue elektrische Technologien begeistern kann.

Aber das ist ja nicht mein Problem.

MotoE | Energica | Sachsenring | MotoGP | TTZero | Goodwood |


Donnerstag, 07. Juni 2018

Max Biaggi auf der MotoE Energica in Mugello.

Schön im Aprilia Kombi:

youtu.be/r95Z7Ya700k

Max scheint es noch drauf zu haben, 1-Finger-Bremsen geht mit dem Motorrad und natürlich alles im 1. Gang - auch die 240 km/h auf der langen Zielgeraden.

Sieht alles andere als langsam aus!

Energica | Biaggi | MotoE | Mugello |


Mittwoch, 11. April 2018

Teams für elektrische MotoE stehen fest.

Insgesamt 18 Motorräder von 11 Teams:

Seven of the 11 teams will be the privateer teams currently racing in MotoGP – Tech 3, LCR, Marc VDS, Pramac, Angel Nieto, Avintia and Gresini – which will all run two bikes.

The four teams taken from Moto2 and Moto3 paddocks have now been confirmed, with VR46, Pons Racing, Intact GP and SIC58 Squadra Corse all getting to field a single bike each.

Nächstes Jahr im Rahmen der MotoGP geht es los.

MotoE | Energica |


Mittwoch, 24. Januar 2018

Sicherheit ist Aufgabenstellung Nummer 1 bei elektrischen Motorrädern.

Keine Kupplung und die gesamte Kontrolle basiert auf Software:

Testoni said the single biggest problem for an electric bike manufacturer is making the bike safe. That means many, many hours testing the software in the “brain” of the bike to make sure it can’t and won’t accidentally apply 100-percent throttle when you do something weird, eg, attempt to change the riding mode while holding down the starter button. We’ve all encountered software bugs on our phones and computers – often they are more amusing than annoying. But in the case of an electric vehicle, a bug could be the cause of serious injury or worse. Most electric bikes lack even a clutch lever that could be relied upon to disengage the final drive in an emergency. You’re putting your faith into things working correctly all the time.

Gilt natürlich genauso für Autos - aber da sitzt man nicht ganz so direkt an der frischen Luft.

Der Autor macht sich Gedanken, was sich ändert, wenn wir statt einem Verbrenner ein Elektromotorrad in der Garage stehen hätten:

It’s all too easy to spend an hour or two on an electric bike and walk away thinking the only difference is whether you plug into a wall socket afterwards or fill up with gas – I’ll admit I was guilty of this. The truth is that the changes go far, far deeper.

Wobei ja noch nicht geklärt ist, ob wir in der Zukunft überhaupt noch Motorrad fahren dürfen.

Elektro | Motorrad | Energica | Software |


Donnerstag, 11. Mai 2017

Hier kommen 3 elektrische Energicas eine Passstrasse hoch - schonmal so als Vorgeschmack, wie sich das in Zukunft anhören wird.

Ich muss immer an die Straßenbahn denken, aber wir werden uns dran gewöhnen (müssen).

Energica | Elektro |


Dienstag, 24. Januar 2017

Das ist ja mal ein lässiger Look - für ein neues Elektromotorrad.


Sonntag, 13. November 2016

Wie hört sich das an, wenn so ein Elektromotorrad in Nullkommanix auf 280 km/h beschleunigt?

Enegica macht das auf der EICMA Motorradmesse in Mailand einmal vor:

Geht schon gut zur Sache.




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