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Samstag, 22. Februar 2020

Die Automesse in Genf hält eisern an ihrem Programm fest.

Sony und Facebook sagen eine Messe in San Francisco ab - die Game Developers Conference im März. Grund: Coronavirus.

Die Motorshow in Genf hält sich nach wie vor bedeckt:

The Geneva International Motor Show (GIMS) did not respond to questions seeking comment.

Mike Frison / renn.tv

Ich persönlich glaube ja nicht, dass sie es nicht absagen können - das wäre schon ziemlich (fahr-) lässig.

Die WHO - World Health Organization - die den Virus als weltweite Gefahr klassifiziert hat (public health emergency), residiert interessanterweise auch in Genf:

The ‘2019-nCoV’ disease outbreak has been declared a public health emergency of international concern.

Das gibt der Situation natürlich nochmal besondere Würze, sie können jedenfalls nicht behaupten sie hätten nicht voneinander gewusst.

Das Vorprogramm der GIMS geht am 2. März mit der Verleihung zum Auto des Jahres los - das ist am Montag in einer Woche.

Apropos Car of the Year: ich würde mich wundern, wenn es kein elektrisches Fahrzeug wird - die Prognose hatte ich ja schon letztes Jahr abgegeben - bei der Wahl des Jaguar I-Pace. Wobei der 208 natürlich ein schöner Kompromiss wäre, denn den gibt es mit allen Antriebsarten. Ansonsten gäbe es noch den Taycan und das Model 3 unter den sieben Nominierten.

Genf | GIMS | Coronavirus | COTY | Absage |


Sonntag, 02. Februar 2020

Delete Facebook.

Falls Ihr immer noch auf Facebook seid, trotz der Argumente und diesem Netflix Film, dann überzeugt Euch vielleicht dieses kleine Detail:

By default, Facebook tracks what you do even when you’re not on Facebook, like the products you shop for, the political candidates you donate to, and the porn you watch, using tools like Facebook Pixel, a small piece of code deposited on millions of websites across the internet. The social network uses that information to target you with personalized ads—a business model that is now worth billions of dollars.

Und falls Ihr Euch der Illusion hingegeben habt, dass man ja bei Facebook Daten löschen könnte:

Even after 48 hours, the Off-Facebook Activity controls won’t actually delete your browsing data from Facebook’s servers. It merely decouples the information from your personal profile. Your data will still show up in aggregated contexts.

Mike Frison / renn.tv

Quasi als Antwort auf die Skandale hat Facebook jetzt selber ein Tool entwickelt, mit dem man sich als Nutzer anschauen kann, welche Daten außerhalb von Facebook gesammelt und dem Nutzer zugeordnet werden:

facebook.com/off_facebook_activity

Solltet Ihr machen, aber setzt Euch stabil hin. Bevor Ihr dann Euch Konto löscht.

UPDATE:

Das gilt natürlich auf für Instagram - dort habe ich mich vor genau 2 Jahren ebenfalls abgemeldet.

Facebook | DeleteFacebook |


Sonntag, 17. November 2019

Schließt in Adenau jetzt auch das Krankenhaus?

Sieht jedenfalls nicht gut aus - und es gab sogar schon Demonstrationen.

Das will was heißen, denn die jüngere Geschichte hat gelehrt, dass man sich lieber devot der Obrigkeit unterordnet.

Ich habe mich gefragt, an wen sich die Demonstration richten soll - konnte aber nichts Genaues ausmachen. Demonstriert wurde in Adenau - wen möchte man damit erreichen? Ich konnte auch keine Forderungen ausmachen - außer, dass das Krankenhaus erhalten werden soll. Aber wer genau in die Pflicht genommen wird, das bleibt vage.

Der Träger gehört zur Marienhaus Gruppe, die aus den Franziskanerinnen hervorgegangen sind - die wiederum in grauer Vorzeit (1863!) unter widrigsten Bedingungen den Grundstein für diese Gesundheitsversorgung in Adenau gelegt haben. Hier (AW-Wiki) und hier (Bericht von 1969) kann man einiges aus den abenteuerlichen Anfängen nachlesen.

1966 wurde das Adenauer Krankenhaus neu geplant mit 146 Betten und zu Kosten von 7 Millionen Mark. Die Kosten wurden zwischen öffentlicher Hand und den Franziskanerinnen aufgeteilt.

Da das Haus gemeinnützig, aber privat betrieben wird und hohe Verluste einfährt - an wen richtet sich dann die Demonstration?

Aus Adenau bzw. der Verbandsgemeinde heraus hat man bereits in den Anfängen die disaströsen Freizeitparkphantasien tatkräftig unterstützt. Und während man Otto Flimm mit Füßen tritt, küsst man die von Malu Dreyer. Denn das hat man in Mainz schnell erkannt: Adenau ist käuflich.

Da scheint man sich auch mit den Politikern einig zu sein, denn Jürgen Pföhler wurde zwar nur von 21% (wieder)gewählt - das reicht aber, wenn 70% einfach nicht zur Wahl gehen.

Die Quittungen kommen schleichend, aber kräftig - Bahnhof gibt es schon lange keinen mehr, das Schwimmbad wird auch nicht mehr weiter erwähnt - und jetzt geht es dem Krankenhaus ans Eingemachte.

Witzig, dass ausgerechnet eine Privatfirma - der Nürburgring - auch zur Demonstration aufruft. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: eine private Firma, die dem Gewinn für die (geheimen) Investoren verpflichtet ist und die nichtmal ihre Zahlen veröffentlicht, verlangt von einem kirchlichen und gemeinnützigen Träger, dass sie doch gefälligst Verluste in 7-stelliger Höhe in Kauf zu nehmen haben.

Auf die Idee muss man auch erstmal kommen.

Natürlich ist das Krankenhaus für den Ring überlebensnotwendig. Ich hatte dort während meiner aktiven Zeit auch schon diverse Aufenthalte - mein Körper kann da einige Geschichten erzählen. Genau wie das Krankenhaus unzählige Geschichten erzählen kann - von Besuchern über Touristenfahrer bis Rennfahrer.

Bei einem Renntraining war immer ein Krankenwagen vor Ort - wenn es ein besseres war, dann auch zwei. Denn wenn kein Krankenwagen an der Strecke steht, hatten alle Pause, bis das Team wieder zurück war - und bereit für neue Ladung. Wenn jetzt so ein Krankenwagen nach Mayen oder Daun fahren muss, dann ist das natürlich wenig optimal - bzw. kann man es auch direkt lassen.

Das fällt dem Ring natürlich auch früh ein - wenn alles läuft, muss man sich ja keine Gedanken machen.

Wenn man mal den Ring ausklammert - weil ist ja auch ein Privatunternehmen - dann reden wir in Adenau von 3.000 Einwohnern und es kommen noch einmal 10.000 dazu, um die Verbandsgemeinde Adenau voll zu machen. Natürlich kann man für 13.000 Einwohner in dünn besiedeltem Gebiet ein Krankenhaus vorhalten. Wenn man entsprechend solvent ist. Weil mit solchen Zahlen mehrere Abteilungen mit entsprechenden Kapazitäten zu betreiben - verlustfrei - stelle ich mir schwierig vor. Und Adenau schwimmt jetzt nicht gerade im Geld - da muss man sich schon fragen, wie das gehen soll.

Hier habe ich mal eine Karte, wie sich die Krankenhäuser in der Region verteilen. Der Verlust von Adenau schmerzt da schon optisch - man müsste nach Bad-Neuenahr Ahrweiler, Mayen, Daun oder Gerolstein ausweichen.

Die Franziskanerinnen - bzw. seit 2011 “Marienhaus” - betreiben insgesamt 25 Krankenhäuser und weitere Einrichtungen, von Köln bis Saarbrücken. Da gehe ich mal davon aus, dass die wissen, wie das geht. Als Grund für die Chirurgie-Schließung wurde auch genannt, dass man keine Ärzte für das Haus gewinnen könne. Jedenfalls nicht zu den angebotenen Bedingungen. Ist irgendwo auch nachvollziehbar - es gibt zwar ringerprobte Ärzte, aber die sind natürlich auf lukrative Jobs angewiesen, um ihr kostspieliges Hobby finanzieren zu können.

Übrigens: wenn der Ring eine gemeinnützige Stiftung wäre, dann könnte man Teile des operativen Überschusses zum Erhalt des Adenauer Krankenhauses einsetzen. In dem jetzigen Konstrukt setzt ein russischer Oligarch den Gewinn höchstens zum Erhalt seiner Yacht ein.

Krankenhaus | Adenau | Marienhaus | StJosef | Demonstration | Verbandsgemeinde |


Sonntag, 03. Februar 2019

Mike´s Blog unterstützen?!

Diese Frage richtet sich an die Leute da draußen, die gerne hier mitlesen, die gut finden, dass es mich und dieses Medium gibt und die wollen, dass das auch so bleibt.

Mike Frison / renn.tv

Man muss dabei nicht unbedingt einer Meinung sein, mir ist mein kontroverser Ansatz durchaus bewusst. Aber immerhin beanspruche ich einen unvoreingenommenen freien Geist, der seine Gedankengänge ebenso veröffentlicht wie das daraus resultierende Fazit. Und auch kein Problem damit hat, wenn es einen Tag später aufgrund neuer Erkenntnisse revidiert wird - es ist alles im Fluss.

Mike Frison / renn.tv

Dabei ist es keineswegs so, dass es mir an Motivation mangeln würde. Oder dass ich finanziell kurz vor dem Bankrott stünde.

Aber - das können wir alle wohl auch gut nachvollziehen - Zuwendungen machen die Dinge einfacher.

Mike Frison / renn.tv

Ob es darum geht die Technik durch Neues zu verbessern, die Server oder den Steuerberater zu bezahlen, oder den ein oder anderen Veranstaltungsbesuch zu rechtfertigen: es ist immer auch mit Kosten verbunden.

Es fällt einem persönlich auch einfacher den Zeitaufwand gegenzurechnen, wenn auf der Habenseite Eingänge zu verzeichnen sind. Reden wir nicht lange drumherum: die Zahl der großzügigen Unterstützer hat abgenommen.

Dabei sehe ich mich garnicht so in der Rolle eines Anbieters einer Werbeplattform, vielmehr empfinde ich die Unterstützer, zu denen ich natürlich auch eine persönliche Beziehung habe, als eine Art Mäzene: ohne Leistungsversprechen die Aktivitäten unterstützen, die typisch für mich sind.

Mike Frison / renn.tv

Es geht mir dabei nicht um Geldverdienen. Wenn das so wäre, würde ich meinen Teilzeitvertrag in meiner beruflichen Anstellung wieder auf Vollzeit aufstocken. Schon hätte ich eine Gehaltserhöhung, die ich mit einem Blog nie erreichen könnte. Aber mir gefällt diese Art der Zweiteilung, denn einerseits hilft mir das Tagesgeschäft die Familie zu ernähren und ich bekomme tiefe Einblicke (schon seit 25 Jahren!) in die Abläufe eines Industriekonzerns.

Mike Frison / renn.tv

Auf der anderen Seite erlaubt es mir aber auch eine kleine Selbstständigkeit, die ich kreativ ausleben kann. Und in der ich auch versuche gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, indem ich kontroverse Themen nicht zugunsten einer heilen Welt ausblende. Was leider viele Medien - aber auch Blogger - nicht von sich behaupten können. Da ordnen sich die Inhalte dem Ziel Webtraffic und Besucherzahlen unter - schon ist alles Singing and Dancing.

Mike Frison / renn.tv

Hier gibt es keine nervigen Einblendungen, Cookies zum Wegklicken oder sonstwie gestaltete Werbung. Das war immer so - und das bleibt auch immer so.

Aus Facebook und Instagram habe ich mich vor einem Jahr abgemeldet - aus ethischen Gründen. Mir war klar, dass meine Reichweite sinkt, aber das habe ich in Kauf genommen. Trotzdem brauche ich mich beim Thema Besucherzahlen nicht zu verstecken (ca. 2.000 pro Tag - danke!).

Ich freue mich über regelmäßige Leser und auch den Austausch in Dikussionen - keine Frage. Und natürlich verbirgt sich darin auch eine starke Unterstützung des Blogs, die ich nicht missen möchte!

Mike Frison / renn.tv

Wer darüber hinaus mir etwas Gutes tun will, das ist ganz einfach:

a) Bei der nächsten N-Aufkleber Bestellung etwas mehr draufpacken - per Überweisung oder Paypal.

b) Als Sponsor auf der Seite werben über die Sponsorleiste unten. Das richtet sich natürlich eher an Unternehmer - ich berechne traditionell 100€ netto im Monat. Einfach eine Mail an mich - und wir stimmen uns ab.

Mike Frison / renn.tv

Wenn Ihr bis hierhin gelesen habt: ja, ein Text in eigener Sache. Muss auch mal sein so am Jahresanfang. Aber hinter diesen Aktivitäten hier steckt kein Team, sondern ein einzelner Mensch: ich. Und so gerne ich auch schreibe, fotografiere, filme - über die Runden kommen muss ich auch.

Mike Frison / renn.tv

Und so ein kleiner Motivationsschub hier und da hat auch noch niemandem geschadet.


Samstag, 05. Januar 2019

Die Tricks der Computerspiele-Branche.

Aufhellender Artikel bzw. Brief über die fiesen Tricks der Spielebranche, um die Teilnehmer - vorzugsweise Kids - möglichst lange und spendabel an das Spiel zu binden.

Da ich zu denen gehöre, die schon auf vielen Messen waren und die seit Jahren damit beschäftigt sind, Programme zu schreiben, die die Aufmerksamkeit von Leuten fesseln, will ich Dir auch verraten, welches Spiel die Erwachsenen cool finden: „Geld machen“. Das ist das Spiel, das wir wirklich spielen. Mit Euch als Spielfiguren. Ihr erscheint in unseren Statistiken, und Euer Verhalten wollen wir steuern, so wie Du Deine Characters in Fortnite steuerst.

Um mit Games Geld zu machen, brauchen wir Eure Aufmerksamkeit. Seit vielen Jahren haben wir rumgetüftelt, wie wir Euch kriegen – inzwischen haben wir es so ziemlich raus. Wir nennen das „Persuasive Technology“ („Überredende Technologie“, eigentlich eher „manipulierende Technik“).

Der Kampf um Aufmerksamkeit kann auch auf vielen anderen Ebenen beobachtet werden, daher lassen sich die Methoden auch auf Kanäle wie z.B. Facebook übertragen.


Montag, 31. Dezember 2018

Rollt gut rein!

2018 neigt sich dem Ende und rückblickend hatte es Einiges auf Lager. Das Wichtigste sammle ich wie immer im Archiv - da kommt Einiges zusammen - zum Beispiel:

Mikeberichte habe ich mitgebracht von VLN 1 und VLN 8, 24h-Rennen, Formel E, Le Mans bzw. Immekeppel, Eifel-Rallye mit Gruppe B, Intermot, Köln-Ahrweiler Rallye, Retro Classics, und dem Frikadelli Weihnachtsmarkt.

Und ein paar Testfahrten gab es auch mit Honda Motorrädern, elektrischem Mellow Skateboard, und der Vespa Elettrica.

2018 war mein 20-jähriges Bloggerjubliläum - Kinder wie die Zeit rennt.

Noch ein dicker Gruß von mir an Euch während sich das Jahr zu Ende neigt - mit den besten Wünschen für 2019 - kommt nicht unter die Räder und rollt gut rein!

Mike Frison / renn.tv

Bleibt mir treu - wir lesen uns in aller Frische nächstes Jahr!

MikesBlog | Rückblick | Jahresrückblick |


Sonntag, 18. November 2018

Am 2.Dezember ist in Barweiler wieder Frikadelli Weihnachtsmarkt.


Donnerstag, 04. Oktober 2018

Von VW´s Pikes Peak Fahrt gibt es keine Onboard, weil sie es vergeigt haben.

You had one job!

Und schieben es auch noch dezent GoPro in die Schuhe.

Immerhin haben sie das, was sie haben, nochmal zusammengeschnitten. Geht schon spektakulär ab das Gerät.

Hätten sie besser mal direkt gemacht, anstatt solche krotesken Aufnahmen zu veröffentlichen.

Damit wäre dieses Rätsel jetzt auch gelöst.

Volkswagen | PikesPeak | GoPro | Onboard |


Sonntag, 05. August 2018

Was muss noch passieren, damit die Instagram/Facebook-Blase platzt?

Es gibt jetzt schon den Instagram-Boyfriend.

Ich bin schon schon ein paar Monate raus - doch die Eindrücke wirken noch nach.

Facebook und Instagram machen sich mit ihren Likes und Followern ganz gezielt das Belohnungssystem im menschlichen Gehirn zu Nutze und man sieht ja an solchen Auswüchsen wozu das führen kann.

Hier ist mal ein Experiment, das ich auch ab und zu an mir selber erprobt habe: nach einer halben Stunde Social Media legt ihr das Gerät weg - geht kurz in Euch und überlegt dann in Ruhe, was an Schönem, Wissenswerten und Unterhaltsamen ihr gefunden habt. Das sich lohnen würde wertvollen Platz in Eurem Gehirn zu reservieren. Ach? Da war gar nichts? Nur überzogene Aufreger, alberne Bildchen und Poserfotos vom Urlaub / neuem Auto, Outfit oder Schminke?

Was mich tatsächlich am meisten aufgeregt hat, waren die vielen Rechtschreibfehler. Teilweise Spaghettisätze ohne Punkt und Komma und alles kleingeschrieben - hingerotzt quasi. Und ICH soll mir jetzt die Mühe machen, den Müll auseinander zu dividieren in der Hoffnung, dass etwas Sinnhaftes enthalten sein könnte.

Die halbe Stunde von oben übrigens wäre schon eine kleine 5km Joggingrunde gewesen oder die nächsten Seiten in dem Buch, das ihr seit Jahren nicht zu Ende gelesen bekommt.

Ich war auch etwas erschrocken, als ich im Leben da draußen Motive gesehen habe, die man schön posten könnte. Habe mich selber dabei erwischt, dass das Posten des Fotos wichtiger wäre als der Moment an sich. Als würde man sein Leben nicht für sich selber, sondern für die anderen leben. Ist das so? Ist mein Selbstwertgefühl so verkümmert, dass ich den Aufwand für das Foto auf mich nehme, um mit den Likes mein Ego zu füttern?

Dazu nur ein rebellisches: Nein!

Ich fotografiere gerne, das stimmt. Ich mag auch, wenn meine Bilder gefallen. Aber doch bitte alles schön im Gleichgewicht. Es gibt ein Leben zu leben.


Freitag, 29. Juni 2018

Porsche LMP 1 fährt 5:19,546 - Familie Bellof distanziert sich vom neuen Nordschleife Rekord.

Allerdings nicht freiwillig, sie wurden quasi genötigt, weil ein anderer Eindruck erweckt wurde:

Aus diesem Grund war es nicht nur Porsche, sondern auch Timo Bernhard ein wichtiges Anliegen, die Unterstützung der Bellof-Familie zu erhalten. Die Angehörigen von “Stibbich” haben keinerlei Einwände gegen den Rekordversuch und unterstützen das Vorhaben.

Hört sich gut an, stimmt aber nicht:

Nur wenn Toyota & Co. zu einem 1000 Kilometer-Rennen auf der Nordschleife antreten, könnte jemand Stefan Bellofs Rekord toppen. Dies wird dort nie passieren, weil die 1927 eröffnete Rennstrecke für die Langstrecken-Weltmeisterschaft und die Formel 1 nicht mehr sicher genug und damit diesbezüglich nicht in Gebrauch ist. Aus diesem Grund unterstützt die Familie Bellof den Versuch von Porsche nicht. Entsprechende Meldungen in der Presse sind falsch. Die Familie Bellof hat dazu kein offizielles Statement abgegeben und wurde vor Bekanntmachung des Laborversuchs von niemandem dazu befragt.

Qualitätsjournalismus!

Timo Bernhard ist jedenfalls bekennender Stefan Bellof Fan - nur damit kein falscher Eindruck entsteht.

Generell stellt sich natürlich die Frage: Was soll Porsche machen mit einem arbeitslosen, aber einsatzbereiten LMP 1 Team?

Natürlich einsetzen, ich sehe das so wie Alexander Kraß:

Seien wir doch froh: Nach dem Ausstieg von Porsche aus der WEC hätten die ganzen Hybridmonster ja auch in irgendwelchen Museen oder verschlossenen Hallen verschwinden können. Nee, hat Porsche aber nicht gemacht, zur Freude aller: Einfach mal kucken, was ohne Reglementbeschränkungen aus dem Gerät so rauszuholen ist und dann ab auf die Strecke damit.

35 Jahre ist eine unglaublich lange Zeit für einen Rekord im Motorsport - und den Marketing Stunt kann man Porsche ruhig gönnen.

Mercedes ist natürlich jetzt gekniffen, die hatten auch die Idee. Wäre also sowieso gefallen der Rekord, nur nicht ganz so heftig.

Hoffentlich war aber diesmal eine Onboardkamera im Auto - nicht so wie in Spa! Im Gegensatz zu Spa hat Porsche diesmal auch jede Menge Journalisten eingeladen, sowohl national als auch international.

Und während ich das so schreibe, fährt Timo Bernhard 5:19,546!

Porsche | 919Tribute | 919Evo | Rekord | Rundenrekord |


Mittwoch, 25. April 2018

Zwanzig.

Heute vor 20 Jahren habe ich zum ersten Mal gebloggt, auch wenn es den Begriff damals eigentlich noch gar nicht gab. Auf einer GeoCities Präsenz hatte ich mir eine Homepage eingerichtet, auf der ich regelmäßig von meinen eigenen Motorsport-Eskapaden berichten wollte.

Was ich dann am 25.April 1998 auch zum ersten Mal gemacht habe. Kein Text, auf den man besonders stolz sein muss, aber immerhin ein historisches Ereignis, das in der Nachbetrachtung einen Startschuss gesetzt hat. Ich bin übrigens in guter Gesellschaft, Jason Kottke bloggt ebenfalls seit 20 Jahren. Von ihm habe ich mir auch die Überschrift geborgt. Obwohl ich damals natürlich noch nicht von ihm wusste - und er bis heute von mir noch nicht. Hochladen musste man über die Telefonleitung - da werden Erinnerungen wach. Das Modem hängt hier auf dem Bild unter dem Monitor:

Zwanzig.

Und es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen - ich kann mich gut an den Moment erinnern. Heute sitzt man mit Notebook im Café und hat alles was man braucht. Aber wenn wir das Ereignis mal in seinen zeitlichen Rahmen setzen, dann merkt man schon, dass seitdem eine Menge Wasser den Rhein hinuntergeflossen ist:

Digitalkameras waren unbekannt, AOL hat CDs in der Fußgängerzone verteilt, der DMSB hat die OMK aufgeschnupft, wir haben mit Ericsson, Nokia oder Siemens Mobiltelefon telefoniert und jede Minute wurde einzeln abgerechnet. SMS wurde als Innovation gefeiert.

In der Formel 1 gewann Mika Häkkinen den ersten seiner zwei Titel, Tommi Mäkinen wurde - wieder - Rallye Weltmeister, Porsche gewinnt mit dem GT1 911er in Le Mans, ein BMW 320d gewinnt das 24h-Rennen am Ring, Sabine und Hannes werden VLN Meister, und die DTM gibt es nicht mehr. Bas Leinders wurde Formel 3 Meister, und Lance Stroll geboren.

Bei den Motorrädern wurde noch mit 500ern gefahren, Mick Doohan wurde zum 5.Mal hintereinander Weltmeister. Bei den 250ern ging der Titel an Loris Capirossi vor Valentino Rossi.

Die Suzuki Hayabusa wurde zum ersten Mal vorgestellt und bei den Autos VW Beetle und Audi TT.

Erst 2 Jahre später - 2000 - registrierte ich meine eigene Domain - renn.tv - und so nahmen die Dinge ihren Lauf. Den ersten experimentellen Live Bericht vom 24h-Rennen mithilfe der ersten Digitalkameras habe ich ebenfalls 2000 durchgeführt - der ursprüngliche selbstprogrammierte Code von damals ist auch in dem heute selbstprogrammierten Code in Fragmenten noch vorhanden.

Heute überlege ich mir oft wohin die Reise führen soll. Facebook und Twitter scheinen jegliche Kommunikation abzusaugen und als Blogger kommt man sich schon fast Old School vor. Besonders wenn man wie ich Instagram und Facebook den Rücken gekehrt hat und auch sonst keine Intentionen zeigt sich als Influencer zu profilieren.

Auf der anderen Seite habe ich das Bloggerleben gut in meinen Alltag integriert: ich genieße das Schreiben, Fotografieren und Filmen - das Recherchieren, immer wieder Interessantes und Neues zu entdecken, um es mit Euch - den Lesern - zu teilen. Ich habe auch so etwas wie ein Mini-Geschäftsmodell mit meinen treuen Unterstützern (siehe ganz unten) und dem regelmäßigen Verschicken eines gewissen Aufklebers, das mir von den Empfängern oft genug generös honoriert wird.

Ich freue mich über Rückmeldungen - besonders natürlich zu dem 20jährigen. Und über Anregungen, Lob oder Kritik - lasst es mich wissen.

Auf die nächsten 20!?

MikesBlog | Blogger | Jubiläum | Geburtstag |


Donnerstag, 29. März 2018

Tesla verabschiedet sich als erster Autohersteller aus Facebook.

Natürlich nicht einfach so, sondern mit Musk’scher Inszenierung über Twitter - und am Ende dann doch einfach so. Trotz Millionen von Followern.

Und weil es so schön war, klinkt sich SpaceX auch direkt mit aus.

Ich selber habe Facebook schon seit über einem Jahr gemieden - habe jetzt die Gelegenheit genutzt einen Strich drunter zu ziehen, inklusive der Seiten (Facebook Pages). Instagram sowieso und WhatsApp benutze ich nicht. Diese 3 gehören zur Zeit zum Zuckerberg-Imperium, das sich zum Ziel gesetzt hat die persönlichen Daten der Menschheit zu kommerzialisieren.

Falls jemand noch zögert, hier ist eine Argumentationshilfe - zwar Google-lastig, aber darüber muss ja auch gesprochen werden. Ich habe übrigens letzten Samstag die Möglichkeit benutzt, um meine Facebook Daten anzufordern - bisher keine Reaktion. Ob ich dann auch so einen Schreck bekomme? Inspirator Fefe hat auch ein lesenswertes Interview über Facebook gegeben.

Natürlich - ich als IT’ler war mir dessen vorher bewusst. Aber ich habe unterschätzt, wie naiv meine Umwelt mit dem Thema umgeht. Und durch meine Facebook Aktivitäten - und sei es nur ein Like hier und da - habe ich das System quasi approved - jedesmal. Vielleicht gibt es ja Leute, die sich denken: “Wenn der Mike es benutzt, dann kann es so schlimm ja nicht sein.” Doch - es ist so schlimm und ich benutze es jetzt auch nicht mehr.

Tesla | Facebook | Instagram | Google | SpaceX | Fefe | SocialMedia |


Freitag, 23. März 2018

Unerträgliche Instagram Arroganz.

Instagram versucht Boden gutzumachen, bringt jetzt wieder etwas mehr Chronologie in die Timeline:

Based on your feedback, we’re also making changes to ensure that newer posts are more likely to appear first in feed.

"More likely" ... na herzlichen Dank! Wieso bringen sie nicht einfach die Chronologie zurück?! Was für eine unglaublich arrogante Gängelei der User, die das auch noch mit sich machen lassen. Als wäre man selber nicht in der Lage zu entscheiden was einem gefällt und was nicht.

Wie auch immer, ich bin eh raus - aus Facebook auch schon über ein Jahr - und WhatsApp hatte ich erst gar nicht angefangen.

Instagram | Facebook | WhatsApp | Timeline |


Freitag, 16. März 2018

Erleben wir gerade Peak Share?

Wenn schon Sascha Pallenberg eine gewisse Müdigkeit zum Teilen verspürt, dann könnte das bald auch bei anderen ankommen.

Ich hätte nichts dagegen - meiner Meinung nach haben Facebook, Instagram & Co. die Schraube längst überdreht.

Heutzutage wird man schon aus Gruppen rausgeschmissen, wenn man eine Benz-Motorhaube auf einen Polo schnallen will. Womit sich zwar der Kreis zum Mercedes-Sascha schließt, aber andererseits auch deutlich wird, das es manchmal besser ist das Posten einfach bleiben zu lassen, um wie früher einfach sein Ding zu machen.


Freitag, 02. Februar 2018

Instagram wird immer mehr zu einem zweiten Facebook - ich bin dann mal weg.

Und mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da.

Ich will es trotzdem mal aus meiner Sicht begründen - schließlich bin ich schon von Anfang an dabei, mein erster Post ist vom 1. Januar 2012 - Instagram wurde im Oktober 2010 zum ersten Mal als App für iOS freigegeben.

Von Anfang an war ich ein großer Fan der App und habe auch viel Werbung dafür gemacht. Ihr wisst wie gerne ich fotografiere und ich fand es zum einen eine schöne Herausforderung auch mit den Handy gute Bilder zu machen und zum anderen gefällt es mir generell Bilder sprechen zu lassen. Und bei Instagram wurden diese - die Bilder - in den Mittelpunkt gerückt, genau mein Ding. Ich liebe auch das quadratische Format in diesem Zusammenhang - vielleicht liegt es an meiner Vorliebe gerade, strukturiert und geordnet zu sein.

Auch anderen ambitionierten Leuten zu folgen machte viel Spaß - man war ein visuell-fokussiertes Grüppchen, das sich gegenseitig motivierte.

Doch dann der große Schocker: Facebook kauft Instagram für sagenhaft 1 Milliarde Dollar. Das war im April 2012 und erstmal war die Enttäuschung in der Community groß. Da nützen auch die tollsten Versprechungen nichts.

Heute - knapp 6 Jahre später - alles kalter Kaffee. Es hat sich massiv geändert. Und zwar zum Schlechten - weil es nähert sich immer weiter Facebook an.

Los ging es mit dem kuratierten Feed - das heißt die ehemalige chronologische Reihenfolge wurde abgelöst durch einen Algorithmus, der selber bestimmt welche Einträge man sich und welche nicht. Natürlich bietet einem die Platform an, dass man sich wieder nach oben kaufen kann - und halten dafür kräftig die Hand auf.

Ich habe das deutlich gemerkt - die Like-Zahlen sind eingebrochen, obwohl die Follower-Zahlen ja nicht gesunken sind. Ein ähnliches Phänomen, das man vorher schon bei Facebook beobachten konnte: erst fixen sie einen an, dann wird der Hahn zugedreht.

Gerade im Motorsport - oder im Sport allgemein - ist der Algorithmus super frustrierend, ich hatte diese Woche erst ein Bild aus dem Zeittraining von Daytona - satte 5 Tage später!

Als Instagram User ist man auch so eine Art Blogger - aber wenn das zeitlich beim Empfänger kreuz und quer durcheinander gewürfelt wird, dann lässt sich natürlich keine Geschichte mehr erzählen.

Bei der Radtour nach Le Mans war Instagram das Mittel meiner Wahl - es passte das perfekt: schnell und komfortabel ein Handy-Bild mit etwas Text von unterwegs hochladen - jeder, der wollte, war informiert.

Heute würde ich bei so einer Aufgabenstellung einen weiten Bogen um Instagram machen.

Die Verwässerung der Software ging weiter: Videos kamen dazu, Stories im Snapchat-Style und natürlich … Werbung. Und die wird immer mehr. Es gibt schon Berichte, dass nach jedem 3. Post im Feed eine Werbung geschaltet ist - von User zu User unterschiedlich.

Auf Instagram zu posten war für mich so eine Art Gewohnheit, weil zum einen gibt es immer nette Rückmeldungen und zum anderen habe ich meine Posts hier im Blog recycelt - oben die 4 Vorschaubilder. Diese Bilder musste ich allerdings auf einen Umweg über Tumblr schicken, weil Instagram selber kein RSS anbietet. 2012 war ich stolz, dass mir das gelungen ist.

Eigentlich ein Nachteil, aber ich nutze das jetzt zum Vorteil aus und poste die Bilder direkt auf Tumblr. Dort gibt es zwar so gut wie keine Rückmeldung, aber mir macht es Spaß meine Umwelt in Bildern zu dokumentieren und wenn es dem ein oder anderen auch gefällt - umso besser.

Die Tumblr Funktionalitäten werden auch nicht jeden Tag geändert - ich hoffe das bleibt so. Deren Archivfunktion kann sich sehen lassen - deshalb verlinke ich jetzt auch dorthin, wenn man oben auf die 4 Bilder klickt.

Adiós Instamigos! Die Zeit war schön, aber Du hast den Bogen überspannt.

Instagram | Feed | kuratiert | Facebook | Tumblr | MikesBlog |


Mittwoch, 31. Januar 2018

Gestern wurde die Nexovation Nürburgring Klage in Brüssel verhandelt - Ergebnis offen.

Dieter Weidenbrück war vor Ort.


Montag, 15. Januar 2018

Kai Richter´s Grüne Hölle wird abgerissen.

Zumindest ein Teil.

Es gibt also doch noch gute Nachrichten.

Dabei sage ich doch schon seit Jahren: abreißen den Rotz!

Wobei ich nicht gedacht hätte, dass das überhaupt so lange hält.

Einweihung war am 9. Juli 2009.

Insgesamt 94 Millionen Euro investierte Mediinvest in die vier Projekte – davon fallen rund 31 Millionen Euro auf das Eifeldorf Grüne Hölle.

Steuergeld - wie sich später rausstellt.

Erlebnisgrab | KaiRichter | Insolvenz | GrüneHölle | Abriss | Rückbau |


Sonntag, 07. Januar 2018

Ulrich Upietz verstorben.

Tim Upietz:

Die letzten Jahre waren für ihn krankheitsbedingt nicht ganz einfach, aber bis ganz zum Schluss verfolgte er sämtliche Motorsportrennen im TV. Sein Herz war zum Schluss nicht mehr stark genug und vielleicht war es für uns nicht ganz überraschend, aber das macht es trotzdem nicht einfacher.

Seine Werke machen ihn unsterblich und seine Söhne sind auf dem besten Wege das Erbe erfolgreich weiterzuführen.


Mittwoch, 03. Januar 2018

Video: Oliver Skach, Start 1000km Hockenheim 2013.

Als ich diesen Artikel über Oliver Skach gelesen habe - Motorrad Endurance Rennfahrer aus Dormagen - bin ich an’s googeln gekommen und habe diese schöne Eröffnung vom 1000km Hockenheim gefunden.

Ist ja bald wieder Ostern! An die 1000km habe ich gemischte Erinnerungen - bin ich mal mit gebrochenem Fuß gefahren. Aber immerhin erlaubte mir die Gunst der frühen Geburt damals® auch Rennen auf dem alten, großen Kurs. Das war mega.

UPDATE:

Ach, sieh mal an, RCN ist der Oliver Skach auch gefahren!

Skach | Hockenheim | 1000km |


Sonntag, 31. Dezember 2017

Lewis Hamilton geht im Shitstorm unter - und löscht aus Verzweiflung sein Instagram Konto.

Das Konto ist zwar noch da, aber wie sie sehen, sie sehen nichts:

Lewis Hamilton geht im Shitstorm unter - und löscht sein Instagram Konto.

Was war passiert? Sein Neffe war an Weihnachten im Prinzessinenkleid unterwegs und Lewis Hamilton meinte, sowas machen Männer nicht. Und postet ein lustiges Video auf Instagram. Das war natürlich ein Eigentor mit Anlauf und ohne Tormann. Und bei strammen 5,7m Followern ein ordentliches Pfund.

Viel Erfolg, DEN Geist wieder zurück in die Flasche zu bringen - keine Chance. Das ist zwar jetzt müssig zu sagen: aber sowas überlegt man sich vorher. Hätte man eigentlich auch selber drauf kommen können. Mit so einer Reichweite und Durchschlagskraft kommt auch eine ordentliche Portion Verantwortung. Und wenn man noch nichtmal sich selber postet, sondern andere Leute, dann sollte man schon genau wissen, was man tut.

Womit wir beim Thema Kinder wären: viele Eltern gehen meiner Meinung nach zu leichtfertig mit dem Thema Kinder und Social Media um. Posten die süßen Kleinen bei jeder Gelegenheit und die Likes und Herzchen lassen auch nicht lange auf sich warten.

Ich sammele auch gerne Likes, gar keine Frage. Aber Ihr werdet bei mir kein Foto unserer (unendlich süßen!) Tochter finden - höchstens angedeutet oder ohne das Gesicht zu erkennen. Umso mehr so, wenn ich andere Kinder poste.

Warum? Ganz einfach: aus Respekt. Den Kindern gegenüber. Denn sie ist nicht unser Eigentum, sondern ein kleine heranwachsende Menschen, denen wir den Weg in’s Leben ebnen dürfen. Dadurch leiten sich für mich aber nicht irgendwelche Post-Rechte ab, dass ich meine Tochter nach Belieben in die Welt hinaustragen dürfte. Was, wenn sie später nicht so mitteilsam ist, wie ich? Wenn sie lieber ohne Facebook und Instagram an der Welt teilnehmen möchte? Dann würde ich den Geist auch nicht mehr in die Flasche bekommen.

Die Entscheidung, wie sehr sie sich mitteilen möchte, überlasse ich ihr. Sie ist jetzt noch zu jung dafür (4 J.), aber sie soll einen sauberen Start haben dürfen, wenn es soweit ist.

Das war auch mein erster Gedankengang, als ich das Video von Hamilton’s Neffen gesehen habe (als es noch online war). Das Prinzessinenkleid? Geschenkt. Aber dass er den kleinen Jungen in die Öffentlichkeit zerrt - 5,7m! - ohne ihm die Chance zu geben das selber zu entscheiden, das war wieder einmal ein unschönes Beispiel für den leichtfertigen Umgang mit diesem Thema. Und jetzt dreht zu allem Überfluss auch noch das halbe Internet durch - DIE Weihnachten werden die beiden so schnell nicht vergessen.

Vielleicht gelingt es mir ja auch, den ein oder anderen Erwachsenen zum Nachdenken anzuregen - Silvester ist ja immer eine willkommene Gelegenheit für gute Vorsätze.

Übrigens: Lewis Hamilton’s eigene Kleiderwahl ist auch eher kein Maßstab.

Hamilton | SocialMedia | Eltern | Verantwortung | Prinzessin |


Samstag, 30. Dezember 2017

Stop using Facebook and start using your browser.

Sag ich doch.


Dienstag, 26. Dezember 2017

Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer, wenn wir autonome Fahrzeuge nutzen?

Noch ist es zu früh, um Namen zu nennen. Aber selbst wenn nur die Hälfte dessen stimmt, was in diesem simplen Schaubild dargestellt wird, dann müssten sich einige Leute ziemlich dringend Sorgen machen.

Industrien wie Automobilfertigung, Ölproduktion und Versicherungen werden in den nächsten 15 Jahren bis zur Unkenntlichkeit zusammengedampft.

Es eröffnen sich auch neue Möglichkeiten, aber ist noch nicht genau abzuschätzen, wo diese liegen. Eine Reise in's Ungewisse - bedrohlich, aber gleichzeitig auch sehr spannend:

The value chain that was forged almost 100 years ago, sparked by the production of the Ford Model T, will be completely dismantled. In its place, there will be opportunities for whole new businesses to develop.

Leider zeichnet sich auch ab, dass viele der neuen Möglichkeiten in der Werbung liegen - als wäre sie heute nicht schon aufdringlich genug. Und im Sammeln von Daten. Denn: wir sind in den A-EV's gefangen:

The real money stands to be made by monetizing the user base by creating entirely new revenue streams from this low-cost transport system. TaaS platform operators will be able to sell these additional services at much higher margins - not only do they have a captive audience for the entirety of each journey, but they are collecting vast amounts of data from every passenger. Control of the customer relationship and data will be critical to realizing the opportunities on offer here.

Warum würden wir das freiwillig machen? Weil die Mobilität sogar kostenlos werden könnte. Glaubt Ihr nicht? Wir liefern uns heute schon Facebook und Google aus - weil die Dienste kostenlos sind:

In a competitive marketplace, the revenues generated from these additional services, which are potentially vast, are likely to be passed on to passengers in the form of lower prices, to the point where transport could ultimately be free, in the same way that Google and Facebook give away their services.

Und die ganzen Autofirmen, die es heute gibt? Was wird aus denen?

There is no guarantee that existing car manufacturers will have a place in the new autonomous order.

Uups.

Gilt auch für Versicherungen:

Current safety data suggest at least a 90% reduction in the number of accidents involving A-EVs compared with ICE vehicles. This is because 94% of collisions result from human error.

Das wussten wir schon - hier noch ein Aspekt:

A-EVs will also be much more difficult to steal. While hackers could in theory take remote control of a vehicle, the cars will have cameras, GPS and vibration sensors, so tracking and recovering them would be relatively simple.

Macht ja auch nicht viel Sinn ein A-EV zu stehlen - wer klaut heutzutage schon einen Bus? Oder einen Zug?

The combination of fewer accidents and thefts will have a devastating effect on insurance companies. The insurance market will be forced to move to a cost-per-mile model rather than an annual premium, resulting in a 90% reduction in revenues.

90% weniger Umsatz. Noch ein dickes Uups.

Tony Seba und James Arbib werden nicht müde den Finger in die Wunde zu legen.

Seba | autonom | Zukunft |


Freitag, 22. Dezember 2017

IDM Neuigkeiten: die Motor Presse Stuttgart würde es wieder machen.


Sonntag, 10. Dezember 2017

Facebook plant einen Messenger für Kids.

John Gruber von Daring Fireball kommentiert treffend:

This is like Philip Morris introducing officially licensed candy cigarettes. You’re nuts if you sign your kids up for this.


Mittwoch, 29. November 2017

Neue Rennserie: GT Retro.

Drei Gruppen - alle jeweils in bis 4L, bis 6L, über 6L eingeteilt:

  • Division I - GT3 Fahrzeuge bis Homologationsjahr 2015
  • Division II – GT light (GT Fahrzeuge mit einer Homologation bis 2015 – außer GT3)
  • Division III – GT open (GT Fahrzeuge ohne Homologation oder abgelaufener Homologation)

Gute Idee! Viel zu schade die relativ jungen GTs ungenutzt in der Ecke stehen zu lassen.

Terminkalender:

20.-22. April 2018 | Navarra (Spanien)
24.-26. Mai 2018 | Imola (Italien)
13.-15. Juli 2018 | Spa-Francorchamps (Belgien)
07.-09. September 2018 | Barcelona (Spanien)
28.-30. September 2018 | Nürburgring GP-Strecke (Deutschland)

Und die Ausschreibung ist auch fertig.

War eigentlich schon für 2017 geplant - aber die Vorbereitungszeit war wohl zu kurz.

GTRetro | FIAGT3 | Ausschreibung |


Sonntag, 19. November 2017

Neues Glickenhaus Modell: SCG 004S.

Soll 400.000 Dollar kosten und erstmalig eine höhere Serienproduktion von 250 Fahrzeugen pro Jahr ermöglichen - allerdings dauert es bis dahin noch 3 bis 4 Jahre.

Neues Glickenhaus Modell: SCG 004S.

Zur Finanzierung hat sich Jim Glickenhaus von Tesla inspirieren lassen:

To Order: Pre Order Purchase Option requires 40K against purchase price upon signing.

40.000 Dollar Anzahlung bei Vorbestellung - also 10%.

Auch N24h ist wieder geplant, diese Werbemöglichkeit nutzt J.G. seit Anfang an. Zumal im auch immer der rote Teppich ausgerollt wird und das Fahrzeug, obwohl es keiner Klasse zugehörig ist, immer zugelassen wird. Von dem neuen Modell ist allerdings auch eine GT3 Homologierung geplant - sogar von GTE ist die Rede!

Der erste Prototyp soll erst Mitte 2018 rollen - die Bilder stammen bisher alle aus dem Computer.

Neues Glickenhaus Modell: SCG 004S.

Die Spec liest sich jedenfalls ganz gut:

  • Carbon fiber chassis and body
  • Weight around 2600 pounds
  • Three seats, driver center
  • 5 liter TT engine around 650HP and 720 NM of torque, red line around 8200rpm

Neues Glickenhaus Modell: SCG 004S.

Bleibt nur noch die Frage, ob der Vierer schon 2018 beim N24h auftritt.

Glickenhaus | N24h | SCG004S |


Sonntag, 12. November 2017

Rallye Köln-Ahrweiler - 24.Ausgabe 2017 - Mikebericht.

Das heißt nächstes Jahr steht das 25.Jubiläum in’s Haus und von Veranstalterseite gab es keine Bedenken, dass dieses auch stattfinden wird.

Für mich startete der Ausflug nach Mayschoß am Freitag ungewohnt: mit dem Fahrrad nach Brühl zum Bahnhof, dort den Zug nach Bonn und umgestiegen in die Bahn Richtung Ahrbrück.

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Warum? Weil zum einen habe ich inzwischen meine KVB Monatskarte in ein JobTicket umgetauscht, das den gesamten VRS Verkehrsverbund einschließt - und zum anderen war mir immer aufgefallen, dass in Mayschoß das Fahrerlager direkt am Bahnhof eingerichtet wird - höchste Zeit diesen witzigen Zufall auszunutzen.

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Und tatsächlich - nach gemütlicher Fahrt (1:40h, davon 30 Min. Zwischenstopp in Bonn) komme ich DIREKT im K-AW Fahrerlager an. Find ich cool - kein Parkplatzsuchen und unterwegs konnte ich wunderbar mit dem Laptop arbeiten und das Ganze zum Preis zweier Anschlusstickets für je 3,60€ (Mayschoß ist die letzte Station im erweiterten VRS Verbund).

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Es gibt nur 1 Schienenspur - d.h. die Bahn muss hin- und herfahren, daher fährt sie nur jede Stunde.

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Im Smalltak im Fahrerlager meinte ein Pärchen zu mir, wenn es das doch bloß auch für den Ring gäbe. Volle Zustimmung von meiner Seite: einfach mit dem Zug anreisen, man läuft sowieso den ganzen Tag durch die Gegend, und dann wieder mit dem Zug zurück.

Überhaupt war es schön wieder viele bekannte Gesichter - und Autos! - zu treffen. Die Gruppe H Fahrzeuge haben schon ein Loch gerissen, aber trotzdem konnte man noch nicht von wenig Autos sprechen. Schwierig ist auch die Situation mit dem KFP - das gärte wohl auch schon eine Weile vor sich hin, weil die Rallye-Autos ja im Straßenverkehr bewegt werden zwischen den Etappen und da ist ein gewisser Standard nicht das Schlechteste.

Bei der K-AW kommen sogar die Schilder mit einer ordentlichen Portion Historie:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Und was ist das denn für ein N?

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Das Büdchen immer gut besucht und lecker - hebe ich mir für später auf:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Wann habt Ihr das letzte Mal Windsplits an einem Rallyeauto gesehen?

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Darius hatte seinen wunderschönen Escort mitgebracht, der nach meinem Besuch eine farblich passende Nfektion an der Backe hatte. Unser Deal: Darius lässt die beiden Ns ganz! Na - da bin ich mal gespannt - der Attackebruder lässt nämlich freiwillig keine Sekunde liegen.

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Über mangelnde Gegner braucht er sich nicht zu beklagen und Opel steht nicht nur bei Mr. K-AW hoch im Kurs.

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Das Feld macht sich auf den Weg Richtung Freitags-WP, diesmal um die Ecke in Dernau. Und Gerri dokumentiert:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Der Opel dort auf der Rampe hatte tatsächlich ein Automatikgetriebe - was es nicht alles gibt.

Georg Berlandy ist inzwischen so eine Größe, dass seine Autos historischen Wert haben. Da gilt es, sie so original wie möglich zu erhalten - da gehört auch der N-Aufkleber dazu:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Der Vorwagen mit der Nummer 1: Ringmini.

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Achim hat aufgerüstet und hinten eine Haldex Kupplung verbaut. Vorher hatte der Wagen permanenten Allradantrieb, der sich natürlich entsprechend verspannt und hohen Verschleiß verursacht. Vor dem Einbau gab es aber einige Aufgaben zu lösen, z.B. die Verzahnung selber anfertigen. Leichte Übung für Flash Korden in Kooperation mit Flex und Drehbank.

Dann wurde es aber Zeit für die Rennpommes - und ein Bierchen passte auch noch rein:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Gerri hat sich unterwegs sogar noch eine Renault Alpine zugelegt - die wollte er immer schon haben:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Die Rückfahrt war ruhig und komfortabel - eine gute Gelegenheit schonmal ein paar Fotos zu sichten und Instagram zu füttern.

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Der Samstag führte mich nach Reifferscheid - diesmal natürlich mit dem Auto. Das Wetter war zwar leicht ungemütlich, aber bei solchen Augen- und Ohrenschmäusen wird einem schnell wieder warm um’s Herz:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Andere waren besser vorbereitet als ich:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

… stellt sich raus das war der Kinderpunsch von Uli:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

… der den Mike direkt mal mit einem Becher versorgt hat. Das hat gutgetan und wir hatten interessante Benzingespräche. Der bevorstehende Wandel in der Mobilität beschäftigt alle - und ich habe noch niemanden getroffen, dem die Formel E z.B. gefallen würde.

Da feiern wir lieber den Ringmini - Zeit für ein Gruppenfoto:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

… um dann festzustellen, dass der Wichtigste fehlt! Also Achim geschnappt und weil Karl Mauer auch gerade griffbereit war ein neuer Versuch - danke an Marc für das Bild:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Gerri, Mike, Karl, Ringmini, Kai, Achim, Chris - schön!

Georg Berlandy kam auch vorbei - und wie wir inzwischen wissen auf dem Weg zu seinem 12.Gesamtsieg:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Die Gang macht Planungen für die nächsten WPs, aber ich klinke mich aus:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Wer war das eigentlich?

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Ich bin zu Retti auf einen Kaffee - aber wenn man erstmal da ist, vergehen die Stunden auch wie im Flug. Ich war auch nicht der einzige mit der Idee:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

“Retti Köln-Ahrweiler” quasi und als ich ihm mein Lieblingsauto auf dem Foto zeigt, meinte er nur trocken: “Warte mal …” - verschwand kurz und kam dann damit wieder:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Nicht ohne Grund die beste Tankstelle der Welt! Die übrigens nächstes Jahr 90.Geburtstag feiert und ein Buch steht kurz vor der Fertigstellung. Jetzt schon Pflichtlektüre.

Hier die Foto-Galerie vom Wochenende - ich werde noch weitere Fotolinks als Update in diesem Post hier einfügen. Und freue mich schon auf nächstes Jahr - die 25. Rallye K-AW.

UPDATE:

Wie versprochen noch ein paar Links - to be continued:

RKAW | Rallye | KölnAhrweiler | Ringmini | Berlandy |Mikebericht | Mikefotos | Mayschoß | Meuspath | Reifferscheid |


Mittwoch, 01. November 2017

Heute vor 35 Jahren wurde Walter Röhrl auf Opel Ascona 400 Rallye-Weltmeister.

Hier die Erinnerungen an die entscheidende Rallye vom Meister persönlich:

Es war schon irgendwie eine kleine Sensation. Trotz einer Allrad-Übermacht konnten Christian Geistdörfer und ich 1982 den WM-Titel holen. Genau heute vor 35 Jahren fiel bei der Bandama Rallye, dem vorletzten Lauf in der WM die Entscheidung. (..)

Nun ging es auf die 3. und härteste Etappe von Yamoussoukro über 1700 KM nach San Pédro und zurück, inklusive einer 650 KM-WP durch den Nationalpark auf Straßen, die ich zuhause nicht mit dem Unimog fahren möchte. (..)

Erst nach der Rallye habe ich erfahren, daß Michele [Mouton] mit familiären Umständen zu kämpfen hatte die so belastend waren, daß sie beinahe nicht starten wollte. Erst ihr Lebensgefährte konnte sie kurz vor dem Start umstimmen. Im Nachhinein kann ich ihr nur meinen allergrößten Respekt zollen für die unglaubliche Disziplin und für alles, was sie geleistet hat. Ich bewundere sie bis heute dafür.

Röhrl |


Mittwoch, 25. Oktober 2017

Dieter Zetsche bekommt auf LinkedIn Jobangebote von BMW eingeblendet.

Da soll mal einer sagen AI hätte keinen Humor!


Montag, 23. Oktober 2017

VW´s Matthias Müller zu Tesla: Jetzt aber mal die Kirche im Dorf lassen.

Erinnert Ihr Euch an Gerhard Schröder, als Angela Merkel zum ersten Mal die Wahl gewonnen hat? Der große Verlierer sitzt realitätsverleugnend in der Interviewrunde und fordert bei dem Thema Angela Merkel und Bundeskanzler, dass man doch jetzt mal die Kirche im Dorf lassen müsse.

Heute fragen die Kinder schon, ob auch Männer Bundeskanzler werden dürfen - so lange ist sie jetzt schon im Amt.

An Gerhard Schröder´s Machogehabe musste ich bei diesem Interview von Matthias Müller denken, der süffisant die 80.000 Stück produzierter Teslas mit VW’s Jahresproduktion von 11 Mio. vergleicht:.

“Also da bitte ich jetzt wirklich mal die Kirche im Dorf zu lassen und nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen.”

Selten so einen arroganten und selbstgefälligen Auftritt gesehen:

youtu.be/wSklSKRkIpk

Und diesmal war das kein Versprecher wie bei der IAA.

Er spricht Tesla quasi ab, ein ebenbürtiger Autohersteller zu sein - Hochmut kommt vor dem Fall.

Und danach lacht sich der devote Matthias Wissmann einen Ast, dass ihm fast die Mütze in’s Wasserglas fällt. Und wo haben die denn den Phillip Rösler ausgebuddelt?

UPDATE:

Der Beitrag wird auf renn.tv-Facebook kontrovers diskutiert - aber das ist nichts im Vergleich zum Heise-Forum: fast 2.000 Kommentare!

UPDATE 2:

Die Geschichte zieht weite Kreise: z. B. motortrend.com oder watson.ch.

Für VW ein PR Desaster.

MatthiasMüller | Tesla | Wissmann | Volkswagen | Passau |


Donnerstag, 19. Oktober 2017

Mike Monteiro über Twitter - ein Art Abrechnung, keine Gute.

Und weil wir gerade über Blogs und Facebook reden - hier ein aktueller, intensiver und ernüchternder Beitrag über Twitter:

On November 8, 2008 I watched Barack Obama win the presidency of the United States while I was sitting on Twitter’s office couch. I forget who invited me, but I was excited to be there because this felt like the first presidential election that the internet had an active part in. Whatever that meant. It felt like all of the tools the web community had spent the last ten years or more building had actually culminated in this moment. And I sat on that couch crying. I was getting to see this moment as a guest in the place that got all of these voices communicating. And all of those voices helped elect a president. In 2008 I thought Twitter helped elect a president.

I was off by eight years.


Mittwoch, 18. Oktober 2017

Mutiger Online Pioneer: Daimler.

Wem das grotesk vorkommt, dass ausgerechnet so ein großer Konzern hier die Vorreiterrolle einnimmt: der Daimler Blog wird 10 Jahre alt - das ist eine mächtig lange Zeit in unserer schnelllebigen Welt. Also damals, als gerade das erste iPhone vorgestellt wurde, gab es mutige Leute, die einen Corporate Blog im Daimler Unternehmen durchgesetzt haben.

Uwe Knaus, der Initiator, schreibt heute:

Fast Food gibt es ja schon bei Facebook, Twitter oder Instagram. Vor allem Facebook setzt auf kurze Inhalte, die durch die Timeline rauschen und vom sogenannten EdgeRank gesteuert werden. Nachhaltig auffindbarer Content mit einem gewissen Tiefgang findet dort kaum statt. Wenn ausnahmsweise doch, dann ist dieser später kaum mehr auffindbar, zumindest nicht über Suchmaschinen.

Kann man gut so für die Online Medienlandschaft heutzutage stehen lassen.

Und das sollte sich jeder, der sich online mitteilen will, gut überlegen: möchte man durchrauschend auftreten oder nachhaltig mit Tiefgang?

Als kleiner Wink mit dem Zaunpfahl für die Leute, die auf Facebook ihr zweites Zuhause gefunden haben ;)

Und für mich persönlich das Sahnehäubchen bei der Geschichte ist natürlich mein eigener kleiner Beitrag aus Goodwood.

Daimler | Geburtstag |


Sonntag, 08. Oktober 2017

Sind wir Sklaven unserer digitalen Geräte? Like-Button Erfinder Justin Rosenstein reflektiert.

Interessanter Artikel im Guardian - wahrscheinlich haben wir es alle schon längst vermutet, aber in echt ist es doch noch erschreckender als erwartet. Dabei ist der Like-Button erst 8 Jahre alt.

He was particularly aware of the allure of Facebook “likes”, which he describes as “bright dings of pseudo-pleasure” that can be as hollow as they are seductive. And Rosenstein should know: he was the Facebook engineer who created the “like” button in the first place.

“It is very common,” Rosenstein says, “for humans to develop things with the best of intentions and for them to have unintended, negative consequences.”

Das hat inzwischen heftige Ausmaße angenommen:

(..) the psychological effects on people who, research shows, touch, swipe or tap their phone 2.617 times a day.

2.617!? OMG. Das müsste ein Zähler dran sein, damit man das selber für sich bemerkt und reglementieren kann.

Selbst unser gesellschaftliches Konzept und die Demokratie als solches werden auf den Kopf gestellt:

Drawing a straight line between addiction to social media and political earthquakes like Brexit and the rise of Donald Trump, they contend that digital forces have completely upended the political system and, left unchecked, could even render democracy as we know it obsolete.

Und die Kinder sollen es mal besser haben:

It is revealing that many of these younger technologists are weaning themselves off their own products, sending their children to elite Silicon Valley schools where iPhones, iPads and even laptops are banned.

Elite-Schule sind jetzt die OHNE Geräte - das war auch mal umgekehrt.

Und kommt Euch das hier bekannt vor?

“The technologies we use have turned into compulsions, if not full-fledged addictions,” Nir Eyal writes. “It’s the impulse to check a message notification. It’s the pull to visit YouTube, Facebook, or Twitter for just a few minutes, only to find yourself still tapping and scrolling an hour later.” None of this is an accident, he writes. It is all “just as their designers intended”.

Unsere menschlichen Schwächen werden ausgenutzt - aus kommerziellen Gründen.

Sucht, Droge, Abhängigkeit - diese Begriffe fallen heutzutage schon selbstverständlich im Zusammenhang mit Social Media und sollten bei uns - den Usern - alle Alarmglocken läuten lassen.

McNamee chooses his words carefully. “The people who run Facebook and Google are good people, whose well-intentioned strategies have led to horrific unintended consequences,” he says. “The problem is that there is nothing the companies can do to address the harm unless they abandon their current advertising models.”

Na da werden sie sich ganz sicher nicht freiwillig von verabschieden, denn das ist ja ihr Geschäftsmodell.

SocialMedia | Gesellschaft | Rosenstein | Eyal |


Samstag, 07. Oktober 2017

PSA Chef Tavares bei VLN 8 - im Opel Calibra.

Carlos Tavares ist echter Petrolhead, fährt regelmäßig Rennen in allen erdenklichen Kategorien.

Zeitgleich ist er aber auch Vorstandsvorsitzender von PSA und nach der Übernahme von Opel damit auch deren höchster Chef.

Was liegt da näher als auf einem Calibra heute sein Nordschleifen-Debut zu geben!


Freitag, 06. Oktober 2017

Koenigsegg leiht sich ein Kundenauto und pulverisiert Bugatti´s 0-400-0 Rekord.

Rechnerisch haben sie 36,44 Sekunden gebraucht - rechnerisch deswegen, weil sie während des Runs bis auf 403 km/h hochbeschleunigt haben. Insgesamt hat der 0–403–0 Lauf 37,28 Sekunden gedauert - hier das Video:

youtu.be/R1g07RpTPFE

Was natürlich erheblich schneller ist, als die 42 Sekunden des Bugatti Chiron mit Juan Pablo Montoya am Steuer. War vor knapp einem Monat der Aufhänger für die IAA - wo das Fahrzeug auch ausgestellt wurde.

Bugatti kann froh sein, dass der Koenigseggrekord erst nach der IAA zustande gekommen ist. Ist zwar so jetzt auch peinlich genug von einem Self-Made-Man quasi im Vorbeigehen den Rekord abgejagt zu bekommen, aber während der IAA hätte es noch mehr (Negativ-) Presse gegeben - da warten doch alle nur drauf.

In ihrem Blog beschreiben die Koenigsegger wie das Ganze abgelaufen ist - sehr lesenswert mit interessanten Details. Und in der Kommentarerubrik könnt Ihr auch einen Glückwunsch dalassen.

Koenigsegg | Bugatti |


Montag, 25. September 2017

Urteil im Sophia Floersch Formel 4 Vorfall: 1 Rennen gesperrt.

Beim 1.Finallauf in Hockenheim musste sie zuschauen - das DMSB Gericht hat festgestellt, dass sie 6 (!) Rote Flaggen missachtet hat.

Hier die Vorgeschichte.

Beim 2. Rennen ist sie dann aber von Startplatz 12 auf Platz 3 vorgefahren - das ist doch ein versöhnlicher Saisonabschluss.


Freitag, 22. September 2017

Der Extremklimadauertestaufkleber auf der Zugspitze ist noch nicht erfroren.


Mittwoch, 20. September 2017

Keine IDM mehr.

Die Meldung der zusammengeschlossenen Motorradindustrie war kurz und knapp, keine Fortsetzung der IDM in 2018:

Trotz zahlreicher intensiver Gespräche konnte kein Konzept gefunden werden, das eine erfolgreiche Umsetzung der IDM im Jahr 2018 gewährleistet würde.

Das ist bitter für den Motorradsport und über die Gründe brauchen wir gar nicht lange spekulieren: zu teuer. Der DMSB lehnt sich zurück bzw. rollte dem Autosport den roten Teppich aus, während der Zweiradsport am langen Arm verhungert. Man hat die Verantwortung auf die Hersteller abgewälzt, die sich in ihrer Not einen Veranstalter suchen mussten. Der das natürlich nicht umsonst macht.

Tschüss IDM.

Die Absage kann man irgendwo auch verstehen, so ein Motorradhersteller bzw. Importeur hat ja eigentlich andere Aufgaben, als eine nationale Rennserie zu organisieren. Man hat es immerhin probiert, das sollte man den Herstellern hoch anrechnen, denn es hat ordentlich Lehrgeld gekostet. Wer hat nochmal die Sporthoheit in Deutschland? Achja, die Linzenzabkassierer in Frankfurt.

Schade für den Sport, ich hatte mir ja extra den Auftakt am Ring angesehen, um mir ein eigenes Bild zu machen - und ich fand es super.

Aber nicht alle sind traurig, es gibt da jemanden der tanzt vor Freude. Selten habe ich zu so einem bitteren Thema einen so euphorischen Beitrag gelesen wie den von Günther Wiesinger in Speedweek.

IDM1000 | Wiesinger | DMSB |


Samstag, 09. September 2017

Super Diesel: VW´s 8-Punkte Flyer für IAA Diskussionen.

So wirklich entspannt ist man bei VW vor der IAA nicht - ich hatte ja schon den denkbar ungünstigen Zeitpunkt thematisiert.

Damit das Standpersonal der Dieselthematik nicht komplett schutzlos ausgeliefert ist, hat man einen Flyer entworfen, der sich liest, als wäre er frisch aus Facebook kopiert.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, nächste Woche startet in Frankfurt die IAA, die wichtigste Automobilmesse der Welt. Neben Fahrzeugneuheiten und den großen Zukunftsthemen unserer Branche dürfte dort auch die Diskussion um den Dieselantrieb weitergehen. In der öffentlichen Debatte fallen wesentliche Fakten leider häufig unter den Tisch. Hier sind sie:

Fakten-Check Diesel. (Kopie hier.)

Zusammengefasst:

  • Die Luft ist viel sauberer als früher.
  • Schiffe sind noch schlimmer.
  • Die neuen Diesel sind jetzt aber super.
  • Diesel ist wichtig für CO2 Ziele.
  • 160.000 Jobs in Gefahr.
  • Diesel-Gipfel, Software Updates und Umweltprämie - was will man mehr.
  • Software Update löst die Probleme.
  • (Sorry - den Bla konnte ich nicht zusammenfassen - weil nichtssagend.)

Nicht Neues, dafür aber die Stammtischdiskussionen gesellschaftsfähig gemacht und für die IAA in einen schicken Flyer gedruckt.

Das mit den Schiffen ist ein gutes Beispiel - und wo wir gerade bei “Fakten-Check” sind: die Zeit hat das mal geprüft. Und veröffentlicht bevor VW seinen Flyer erstellt hat. Fazit: ja, die Schiffe sind dreckig, aber der gezogene Vergleich ist unseriös.

Bei dem CO2 Argument stellen sich bei mir regelmäßig die Nackenhaare hoch: der Diesel hat einen höheren Wirkungsgrad, daher weniger Verbrauch als der Benziner und weniger CO2 - ein Produkt der Verbrennung. Aber: was nützen die ganzen Ersparnisse, wenn immer dickere Motoren in immer dickere SUVs gesteckt werden? Richtig, nichts. Wenn der geringere Verbrauch nur dazu genutzt wird, um die Ersparnis mit einem noch dickeren Panzer kompensieren zu können, dann hat die Umwelt herzlich wenig davon.

Dieselgate | Faktencheck |


Sonntag, 03. September 2017

Lewis Hamilton ist gerade in Monza mal gepflegt mit einem Burnout auf MV Agusta vorgefahren. Style!


Donnerstag, 31. August 2017

Schöne Daniel Ricciardo Onboard aus Spa mit 360° Kamera.


Dienstag, 22. August 2017

Insolvenz bei Schug - aber das Traditionsunternehmen gibt sich noch lange nicht geschlagen.

Liebe VG Adenau: ihr wisst, was zu tun ist, wenn ihr auch in Zukunft noch einen Baumarkt in der Nähe haben wollt.


Die crowdgefundete Viper Rekordjagd geht weiter - jetzt sogar mit beiden Farnbachers.


Montag, 14. August 2017

Am Sonntag - 20.8. - ist wieder ZO 832 Treffen in Nürburg.

Letztes Jahr war die Premiere und es waren tatsächlich insgesamt 8 Fahrzeuge mit ZO 832 Nummernschild vor Ort.

Hat allen viel Spaß gemacht und ich habe heute grünes Licht bekommen, dass wir uns am Sonntag wieder in Nürburg auf dem Parkplatz vor der Graf-Ulrich-Halle treffen dürfen.

Wieder um 20 nach 3, dann passt es genau mit 20832:

20.8., 3:20h pm - also Sonntag 15:20 Uhr zum Kaffee.

Gleicher Ablauf wie letztes Jahr: vorbeikommen, Erinnerungsfoto schießen - zum Essen, Trinken oder hinsetzen einfach selber mitbringen - also so wie sonst am Ring auch immer :)

Wäre toll, wenn es wieder 8 werden - aber wenn es weniger sind, auch nicht schlimm.

Natürlich kann man auch ohne ZO832 auf dem Nummernschild gerne vorbeikommen - wird bestimmt wieder lustig!

Zum Eintragen und Teilen auf Facebook findet ihr das Treffen hier.

ZO832 | Nürburg |


Troll des Tages geht an den SWR mit seinem Vorschlag die Touristenfahrten zu verbieten.


Donnerstag, 03. August 2017

Sascha Pallenberg hat sich ein Tesla Model 3 bestellt:

Wenn du Teil der Transformation sein willst, dann musst du dich auch mit denen befassen, die umfangreichen Wandel angestossen haben. So oder so: Tesla gehoert dazu und genau deshalb will ich es jetzt wissen, dazu lernen. Denn nur so kannst du dich verbessern!


Sonntag, 30. Juli 2017

Das E-Mobil der Bäckerei Selbsthilfegruppe ist fertig und bestellbar.

Hört auf den Namen Bakery Vehicle One (BV1) - und ist aus der Not heraus geboren. Wieviele "Hallo McFly - jemand zuhause?" Momente braucht die Industrie eigentlich noch, um endlich aufzuwachen? Erst die Post, jetzt die Bäcker - da kann man nichtmal mehr Mitleid haben, wenn die Etablierten den Bach runter gehen.

Bäcker | Elektro | StreetScooter |


Samstag, 29. Juli 2017

Facebook ist kaum noch zu ertragen - meint auch Micky Beisenherz:

Ein globales Dixiklo, das Meinungsextremisten immer dann grölend umkippen, wenn gerade einer drinsitzt, der es wagt eine andere Position zu besetzen.


Mittwoch, 26. Juli 2017

Guy Martin hakt den Honda-Reinfall ab und hat schon wieder neue Ideen: Pikes Peak mit was 4-Rädrigem.


Samstag, 15. Juli 2017

Schönes kurzes Video vom Wochenspiegel Ferrari über den grandiosen Erfolg beim 24h-Rennen.


Mittwoch, 12. Juli 2017

Viele Fragen, viele Antworten: der Floersch-Formel-4-Vorfall kommentiert von ADAC und DMSB.

Das hat man selten erlebt, dass ein Formel 4 Rennen international soviel Aufmerksamkeit bekommt - zumal Mick Schumacher gar nicht mehr in der Serie mitfährt. Sophia Flörsch wurde von einem Sicherheitsfahrzeug fast von der Strecke gerammt, sie hat es per Onboardvideo über Social Media geteilt und international Fürsprache bekommen. Auch ich war geschockt, habe es aufgegriffen und bissig kommentiert. Allerdings sind für mich viele Fragen offen geblieben und ich habe - was bei mir eher selten vorkommt - einen Schwung Fragen formuliert und ADAC bzw. DMSB um Antwort gebeten.

Heute kamen zwei ausführliche Emails mit den aufgeteilten Antworten von ADAC (Oliver Runschke) und DMSB (Michael Kramp), die ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte:

1.) Welcher Vorfall hat die roten Flaggen erfordert?

ADAC: Ein Dreher von Tom Beckhäuser im zweiten freien Training in das Kiesbett in Kurve 10. Auf dem im Internet kursierenden Clip ist das im Kiesbett entgegen der Fahrtrichtung stehende Fahrzeug von Beckhäuser auf der Höhe des Bergungsfahrzeuges zu sehen.

2.) Wie waren die genauen zeitlichen Abstände dieses Vorfalls, das rote Flaggensignal und das Beinahe-Zusammentreffen von Bergungswagen und Sophia Floersch?

ADAC: Die Session wurde um 13.42 Uhr mit der roten Flagge unterbrochen. Zu dem Zeitpunkt als Sophia Flörsch Kurve 10 passierte, wurde seit rund 30 Sekunden rot gezeigt. Auf dem Video-Clip ist zu erkennen, dass Sophia Flörsch zwei Posten mit roten Flaggen passiert sowie eine Signalbrücke mit roten Lampen. Das Onboardvideo der Incident-Cam zeigt, dass Sophia Flörsch bei der Anfahrt zur Schikane Vollgas gibt, die Schikane mit Tempo 151 km/h durchfährt und im Scheitelpunkt Kurve in der Anfahrt auf die Gegengerade wieder beschleunigt.

3.) Welche offizielle Kommunikation kann man zu diesem Vorfall finden und wann wurde diese veröffentlicht? (Die Homepage schweigt sich jedenfalls aus: https://www.adac-motorsport.de/adac-formel–4/de/news-all/)

ADAC: Sämtliche Entscheidungen der Sportkommissare bei der ADAC Formel 4 werden im Media Center vor Ort ausgelegt. Gesammelt werden die Entscheidungen am Montag nach der Veranstaltung online veröffentlicht. Zu finden sind die Entscheidungen im frei zugänglichen ADA-Motorsport-Presseportal unter der Rubrik Ergebnisse. Entscheidungen, die direkte Auswirkungen auf den sportlichen Ablauf der Veranstaltung haben, werden entsprechend in Newstexten und Pressemeldungen erwähnt.

4.) Wie ist die Verantwortung bezüglich der Strafe aufgeteilt - welche Rollen spielen Veranstalter, ADAC und DMSB? Welche Person(en) verantworten die Strafe gegenüber Sophia Floersch?

DMSB: Der DMSB stellt bei der Formel 4 die Mitarbeiter der Race Control (Renndirektor etc.), die Technischen und die Sportkommissare. Die Besatzungen der S-Wagen sind Mitglieder der DMSB-Staffel. Die Strafen wurden von einem Dreiergremium der Sportkommissare verhängt. Vorsitzender ist Achim Loth, der seit mehreren Jahren permanent bei allen Formel–4-Veranstaltungen als Sportkommissar tätig ist.

5.) Gibt es bei der F4 Serie so etwas wie Race Stewards bei der Formel 1, die sich aus Fahrerkreisen rekrutieren, über solche Vorfälle beraten und zu einem Ergebnis kommen?

DMSB: Nein, Race Consultants gibt es in Deutschland derzeit nur in der DTM.

6.) Wie ist die weitere Vorgehensweise zu diesem Vorfall?

DMSB: Wie vom Reglement vorgesehen, ist der Fall von den Sportkommissaren vor Ort bestraft und darüber hinaus an das Sportgericht des DMSB weitergeleitet worden. Die Unterlagen sind inzwischen in der DMSB-Geschäftsstelle eingegangen und das Verfahren wird in Kürze eröffnet. Da verschiedene Fristen bei der Ladung der Beteiligten zu beachten sind, dauert es erfahrungsgemäß einige Wochen bis zur Verhandlung.

7.) Wird es von der F4 Organisation eine in Englisch verfasste Kommunikation geben, um die Bedenken der internationalen Motorsport-Community zu adressieren?

(Mike: hier gab es eine Rückfrage - also noch offen)

8.) Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um eine ähnlich brenzlige Situation in Zukunft zu verhindern? Nur auf diese F4 Serie bezogen oder serienübergreifend?

DMSB: Das Thema der roten Flaggen wird sicher in der Fahrerbesprechung der Formel 4 bei der nächsten Veranstaltung vom Renndirektor erneut zur Sprache gebracht. In Art. 10.3 b des Rundstreckenreglements heißt es u. a.
„Wenn das Zeichen zur Unterbrechung (rote Flagge) gegeben wird:
1) Während eines Trainings / einer Qualifikation / eines Warm-up: Alle Fahrzeuge müssen sofort ihre Geschwindigkeit verringern und langsam zu den Boxen zurückfahren;
3) Überholen ist verboten und die Fahrer sollten beachten, dass sich Renn- und Servicefahrzeuge auf der Strecke befinden können, dass die Strecke aufgrund eines Unfalls vollständig blockiert sein kann und die Strecke aufgrund der Witterungsbedingungen im Renntempo nicht mehr befahrbar ist.”
Erinnert sei in diesem Zusammenhang übrigens an den Unfall in Spielberg (Rennen 1, Kurve 3), wo die Strecke tatsächlich durch mehrere verunfallte Fahrzeuge blockiert war. Gerade weil ein Fahrer nicht wissen kann, welche Hindernisse sich hinter der nächsten Kurve auf der Strecke befinden, muss er bei roter Flagge „auf Sicht fahren“ und das Tempo entsprechend anpassen.

9.) Warum wird den jungen Serienteilnehmern nicht erlaubt, mit eigenem Videomaterial ihre Social Media Kanäle zu füttern, wo doch aktuell selbst die Formel 1 die Zeichen der Zeit erkannt hat?

ADAC: Grundsätzlich begrüßen wir wenn die Teilnehmer der ADAC Formel 4 aktiv Social-Media-Kommunikation betreiben. Deshalb gibt es auch spezielle Bewegtbildrichtlinien, die die Bedürfnisse von Social-Media-Kommunikation abdecken. Das im Umlauf gebrachte Material war allerdings kein Material aus einer klassischen Onboardkamera sondern Material aus der vom Reglement vorgeschriebenen „Incident Cam“. Diese Aufnahmen stehen dem DMSB zur Analyse von Zwischenfällen zur Verfügung sowie den Teams zur Unterstützung ihrer internen Analysen. Sie enthalten Daten wie Geschwindigkeit, Motordrehzahl, Gaspedalstellung etc.. Die Veröffentlichung dieses Materials ist den Teilnehmern laut ADAC Formel 4 Reglement (Artikel 27.10.) untersagt. Zuwiderhandlungen sehen entsprechende Strafen vor.

Soweit die Antworten - natürlich liegt mir wie immer viel daran, dass sich jeder seine eigene Meinung bildet - ergänzend biete ich hier auch meinen Kommentar dazu an:

Generell finde ich die Aufteilung ADAC / DMSB interessant - so ein konkreter Fall hilft es anschaulich zu erklären. An der Stelle auch herzlichen Dank an die beiden Herren für die ausführlichen und nüchternen Antworten und die detailreichen Hintergründe.

Zum Vorfall selber: Sophia hat die Diskussion heftig aufgeheizt, indem sie das Video ohne Erklärung der Umstände in Umlauf gebracht hat. Freies Training und Abbruch mit roter Flagge - das hätte geholfen, um die Situation zu verstehen. Ich werde auch den Eindruck nicht los, dass sie absichtlich Stimmung machen wollte - die Darstellung der Dinge ist schon sehr einseitig und oberflächlich betrachtet sieht es so aus, als wäre im Rennen ohne Vorwarnung ein Fahrzeug der Streckensicherung auf die Rennstrecke gefahren.

Natürlich muss sich auch die Streckensicherung Gedanken machen, wie das passieren konnte - auch bei rot muss man damit rechnen, dass noch eine Hitzköpfin angeflogen kommt.

Bei der Strafe für das Video hat Sophia die Umstände nicht erklärt, siehe Punkt 9.) oben. Erstmal wurden öffentlich die 20.000 € diskutiert, in Wirklichkeit sind es dann nur 5.000 € geworden. Ich bin jedenfalls davon ausgegangen, dass es sich um teaminterne Aufnahmen handelte - ich wusste bis heute gar nicht, was eine Incident Cam ist. Wieder was gelernt.

Und wie kommt die ganze Geschichte in die Bildzeitung, bzw. auf bild.de? Die generell und nach Mick Schumacher die Formel 4 ja nicht unbedingt auf dem Schirm haben? Sophia wird pressetechnisch von Georg Nolte betreut, der auch Nico Rosberg zu seinen Klienten zählt. Die Beziehungen wären also theoretisch da, um so eine Story sogar bei Bild zu platzieren.

Ich bin mal gespannt, wie Sophia - oder soll ich sagen Georg Nolte? - weiter mit der Sache umgeht. Spätestens zur Gerichtsverhandlung wird das Thema wieder aufleben. Auch die Reaktionen von Leena Gade, Marco Bonanomi, Peter Dumbreck, Damon Hill, David Heinermeier-Hansson, Filipe Albuquerque, …. würden mich interessieren - ob ihnen die Hintergründe bei ihren Kommentaren so klar waren?

Eure Kommentare sind auch willkommen - im Forum oder auf Twitter bzw. Facebook.

UPDATE:

ENGLISH SUMMARY

The original story with the video of the incident went viral internationally and has been discussed a lot. Here is a summary of what the organisers have to say - I asked them a couple of questions and they came back with detailed answers. They are pasted above in original form in German and are condensed by myself to the key facts here in English.

The incident happened in the second free practice session when a car got stranded in the gravel of corner 10 - right after the chicane - see track layout here. The stranded car can be seen in the video opposite the intervention car - facing into the wrong direction.

Due to the stranded car the session got stopped with red flags at 13:42 and when Sophia passed corner 10 the track was already red flagged for about 30 seconds. In the video it can be seen that she passes 2 posts with red flags and 1 red signal light.

The video was not an ordinary onboard video, as it was not recorded by the team’s own equipment, but contained in the so-called “incident cam”, which is required by regulations for every participant. These recordings shall allow the organisers to analyse incidents and are not allowed to publish, which is also part of the regulations (Artikel 27.10) as is the minimum penalty of 20.000 € in case of infringement. See the original Formula 4 regulations in English here for reference.

Flagging signals are part of “Rundstreckenreglement”, which states that one has to slow down immediately and slowly drive back to the pits.

In the short video Sophia posted it can be seen that she is on full throttle twice: approaching the chicane and after the chicane.

Concluding the summary of the details above, let me also add my personal view: the story made big highlights internationally, but also here locally in all motorsport publications. Surprisingly also in Bild Zeitung, which is German yellow press. Given that Sophia’s press officer is the same Georg Nolte who also looks after Nico Rosberg, the connections for placing such a story are theoretically given. Normally Bild Zeitung couldn’t care less about Formula 4 now that Mick Schumacher has moved on and left the series.

I’m not biased in any way, but I also picked up the story and I didn’t spare with criticism against the organisers. However now, after knowing more background, I feel sort of betrayed, as key facts have been suppressed. The way it went and also how it was handled afterwards with no or little intention to clarify the underlying details, I’m under the impression this was a welcomed little sensation to raise Sophia’s publicity.

Clearly the intervention car should operate much more sensible even under red flags - no question about that. But red flags should be strictly respected by drivers for their own safety, but also that of others.

Floersch | Formel4 | DMSB | ADAC |


RCN macht sich keine Freunde mit der Entscheidung für Hankook Einheitsreifen ab 2018.


Sonntag, 09. Juli 2017

Formel 4 Pilotin Sophia Floersch vermeidet Safety Car Kollision, bekommt 5.000 Euro Strafe wegen Video Posting.

Sophia Floersch wird bei einem Rennabbruch vom Safety Car fast abgeschossen, weicht auf die Wiese aus, postet das Video im Netz.

DMSB brummt der Fahrerin eine 5.000 Euro Strafe auf für das unerlaubte Posten des Videos.

Das schafft es dann sogar in die Bild (Achtung, Link geht zur Bild).

Hätte man es nicht mit so einer arroganten Sportbehörde zu tun, dann könnte man eigentlich Dankbarkeit erwarten, dass sie die irrwitzige Situation so gut gemeistert hat. Das war z.B. auch DHH’s spontane Reaktion. Das soll eine Nachwuchsserie sein, die den Teilnehmern Social Media verbietet? Die wenigen jungen Leute, die man heute noch als Zuschauer für die Rennen motivieren kann, wenden sich doch angewidert ab von solchen altbackenen und verkrusteten Schutzhandlungen. Während der DSMB Präsident sich schön in seiner Wahlheimat Österreich beim Formel 1 abfeiern lässt.

UPDATE:

Man sollte noch erwähnen, dass das Rennen zu dem Zeitpunkt mit roter Flagge und rotem Ampelsignal abgebrochen war. Was meiner Meinung nach nicht bedeuten darf, dass ein Bergungsfahrzeug die Strecke bei Rennfahrzeugen auf der Bahn befährt und direkt quer rüberzieht. Ein Rennabbruch ist noch lange kein Freibrief für andere Fahrzeuge, das kann man vielleicht machen, wenn man sicher ist, dass alle in der Boxengasse angekommen sind. Und man muss als Rennleitung auch immer damit rechnen, dass die Fahrer die Signale nicht sehen in der Hitze des Gefechts.

Auch das mit dem Verlangsamen ist leichter gesagt als getan. Für einen Rennfahrer (-fahrerin) ist es schon langsam, wenn man Gas rausnimmt und einen Gang niedriger fährt. Relativ zu vorher ist das dann langsam, absolut aber immer noch heftig schnell - und relativ im Vergleich Formel- zu Straßenauto natürlich auch. Das war auch in der VLN lange in der Diskussion, bis man die ganzen absoluten Tempolimits eingeführt hat, die mit GPS kontrolliert werden. Weil man sich nicht darauf einigen konnte, was verlangsamen genau bedeutet.

Der Vorfall hat für einige Reaktionen gesorgt, hier ein paar Auszüge:

Wo man allerdings vergeblich nach Infos sucht ist auf der ADAC Formel 4 Facebookseite. Nicht weil die nicht aktiv wäre, im Gegenteil - jede Menge Gossip und Posts zum Rennwochenende. Nur diese eine Sache, die die Motorsport-Welt am Wochenende in Aufruhr versetzt hat, wird gepflegt unter den Tisch gekehrt.

Das hätte richtig übel ausgehen können, aber statt Verantwortung zu übernehmen ducken sich sowohl Veranstalter als auch PR Beauftragte weg nach dem Motto: hier gibt es nicht zu sehen, gehen sie weiter.

Wer glaubt bei solchen Vorfällen noch an ehrlichen Sport, wenn sogar bei solchen offensichtlichen Geschichten der altbackene Klüngel gewinnt?

DMSB | Floersch | Formel4 | SafetyCar | Strafe |


Freitag, 07. Juli 2017

Am 9.9. ist in Schuld Straßenfest der Zündapp Rocker.


Montag, 03. Juli 2017

Mikebericht vom Goodwood Festival of Speed: WOW!

Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll - ich weiss nur soviel: es hat meine kühnsten Erwartungen übertroffen.

Aber der Reihe nach: eigentlich hatte ich keinen Grund mich über Langweile zu beschweren - 24h Nürburgring, Le Mans, 1 Woche Panigale testen … ziemlich strammes Programm in den letzten Wochen für einen Amateursportler.

Am Ring hatte ich mich gefreut den Sascha zu treffen - inklusive seinem Onkel Manfred - und wir konnten uns intensiv austauschen über alles Mögliche. Von den Anfängen des Motorsports bis hin zum Ausblick auf das autonome Fahren - Sascha ist der perfekte Gesprächspartner. Zusätzlich noch sein kürzlicher Umstieg vom Blogger direkt in’s Daimler-Management, da ist der neugierige Mike natürlich kaum zu halten. Und nebenbei haben wir auch mal locker überlegt, ob ich nicht einen Event der Sterne begleiten könnte - was käme denn da in Frage? “Wie wär’s mit Goodwood?” Ja klar - warum nicht - hab ich schon viel von gehört - wann ist das denn? Oh … schon so bald … na gut - egal - probieren kann man es ja mal.

Goodwood Festival of Speed 2017

Tja, und nur 5 Wochen später sitze ich im Flieger nach Heathrow, Hotel- und Mietwagenbuchung von Mercedes Classic in der Tasche, und sehe ziemlich aufgeregt der Tatsache entgegen, gleich in einem Rechtslenker die M25 Richtung Süden zu schwimmen.

Ich hatte keine Lust mich mit irgendeinem Navi rumzuärgern, in das man sich erst wieder reinfuchsen musste - also hatte ich in weiser Voraussicht auch mein Handyhalter für die Scheibe eingepackt. Dank Ladekabel perfektes Setup und teure Roaminggebühren gibt es auch keine mehr.

Goodwood liegt eine gute Stunde vom Flughafen entfernt und nachdem ich ein paarmal mit der rechten Hand den Ganghebel gesucht hatte und links mal kurz den Bürgersteig rasieren musste, kam ich gut in Schwung - lief besser als befürchtet. Allerdings ohne einen einzigen Pfund in der Tasche und Euro werden sie wohl beim Parken in Goodwood nicht annehmen. Aber ich fahre ja noch durch ein paar Ortschaften, da gibt es sicher einen Automaten.

Pustekuchen! Von der Autobahn runter kamen nach ein paar Kilometern nur idyllische Dorfkulissen verbunden durch enge englische Landstrassen - eigentlich sehr schön, aber natürlich auch sehr geldautomatenarm. Ein bisschen wie am Ring: durch verschlafene Landstriche fahren, um dann bei einer Racing-Location anzukommen.

Meine nächste Erwartung sollte sich genauso schnell in Luft auflösen: konditioniert durch die Gängeleien am Ring dachte ich, dass man bei der Einfahrt zu den Parkplätzen gleich abkassiert wird - daher auch die Suche nach Bar-Pfunden. Nix da - freundliche Menschen, die mir geduldig den Weg zeigen - akkurat wurden die Besucher millimetergenau ausgerichtet, um dann in einem rustikalen, aber schicken Anhänger mit tollem Traktor vorneweg zum Eingang gefahren zu werden - alles für umsonst.

Ich bin davon ausgegangen, dass ich vor Ort keine Menschenseele kenne - aber der erste, der mir begegnete, war Puffi vom Frikadelliteam - höchste Zeit meine Erwartungshaltungen einmal mit Schwung in die Tonne zu kloppen.

Das war auch gut so, denn die Szenerie vor Ort ist mit nichts vergleichbar, was ich bisher erlebt hatte. Die Qualität der Fahrzeuge, die schiere Menge an Fahrzeugen, die Vielseitigkeit von Motorrad über Auto, von 1900 bis 2017, die Gerüche und Geräusche - man wird konstant mit atemberaubenden Eindrücken geflutet, dass man unmöglich in der Lage ist alles zu verarbeiten. Deswegen kann auch dieser Bericht hier nur grob widerspiegeln, wie das in der Realität vor Ort aussieht.

Was mich bisher immer gestört hatte, wenn man Fotos oder Bewegtbilder aus Goodwood gesehen hat: sie konzentrieren sich auf die Action und es fällt einem schwer sich vorzustellen, wie die knapp 2 km lange Strecke in die Veranstaltung eingebettet ist. Ich habe daher versucht alles etwas weitläufiger und vielseitiger einzufangen, damit es etwas leichter fällt sich das Ganze vorzustellen.

Übrigens wie auch schon in Le Mans alles wieder ohne Akkreditierung und alle Fotos mit der kleinen Canon EOS 100D gemacht.

Die Größe des Geländes ist auch so ein Thema. Ich dachte das sei halt so eine Art Gutshof mit einer Straße - nur größer. Über welche Größe reden wir also hier? Etwas Recherche ergibt, dass das Grundstück des Duke - festhalten! - einer Fläche von etwa 50 km2 entspricht. Wow. Das wären also ungefähr die Abmessungen von Daun.

Jedenfalls habe ich es in meinen 3 Tagen vor Ort nicht geschafft alles einmal gesehen zu haben! Die Rallye Stage z.B., auf die ich unheimlich scharf war, war aufgrund der Entfernungen einfach nicht drin.

Und so reiht sich dann ein WOW! an das nächste. Wenn einem z.B. dieses Fahrzeug vor die Linse fährt:

Goodwood Festival of Speed 2017

… dann denkt man: Mmmh, der Typ sieht aus wie Gordon Murray. Nur in Goodwood IST das dann auch Gordon Murray.

Die Veranstaltung an sich ist unterteilt in Batches, denen verschiedene Klassen zugeordnet sind (Zeitplan). Das hat den Vorteil, dass man an den Programmtagen Fr/Sa/So immer alle Fahrzeuge 2x über den Tag verteilt in Aktion sieht. Das heißt aber auch, dass ständig Fahrzeuge in Bewegung sind, um in das Fahrlager geleitet zu werden oder zurück an ihren Platz - und es laufen sich auch IMMER irgendwo irgendwelche Motoren warm - zusätzlich zu den Geräten, die gerade auf der Bergrennstrecke unterwegs sind. Sowas wie Dezibelbeschränkung kennen die gar nicht - entsprechend lautstark spielt sich das alles IMMER ab.

Und wem das alles noch nicht reicht: 2x am Tag gibt es eine aufwendige Flugshow mit Fighter-Jets. Die fliegen nicht nur einmal drüber so wie in Le Mans, die zeigen 20 Minuten lang die spektakulärsten Manöver inklusive irrsinnigem Getöse.

Bei so einem temporären Veranstaltungsort, dem Mega-Programm, Gewusel und Gelärme sollte man eigentlich denken, dass es drunter und drüber geht. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: perfekter und minutiöser Ablauf, freundliche Marshals und auch jede Menge davon, tolle Details und einheitliches Bild, … also auch ein Fest für die Sinne, das dem Namen “Festival” absolut gerecht wird.

Den Besuchern wird jeder Wunsch von den Augen abgelesen, z.B. habe ich ohne groß danach zu suchen 2 mobile Geldautomaten gesehen. Das ist komfortabel - und hilft natürlich auch dabei den Umsatz für die geschäftstüchtigen Briten nach oben zu schrauben. Apropos Umsatz: das Pflicht-Goodwood-Shirt für die kleine Mia hat mal gerade 20 GBP gekostet. Und die Merchandising-Stände waren ständig gut gefüllt mit kaufwilliger Kundschaft.

Meine Erinnerungen an das 24h-Rennen am Ring oder auch der Besuch in Le Mans vor nur 2 Wochen waren mir noch frisch im Gedächtnis - aber ganz ehrlich: Goodwood stellt die beiden organisatorisch in den Schatten. Und das kann doch eigentlich nicht sein, dass ein temporärer Event die permanenten Rennstrecken alt aussehen lässt. Aber genau so ist es.

Goodwood Festival of Speed 2017

Und da haben wir ja jetzt noch nicht über das Programm gesprochen. Das Besondere in Goodwood ist, wenn der Duke einlädt, dann kommst Du. Da gibt es gar keine Diskussion. Und so präsentiert sich auch das Feld: nur die feinsten und geschichtsträchtigsten Exponate aus den Museen der Werke und reichen Privatiers - insgesamt 600 - und passend dazu natürlich die vorzugsweise weltmeistergeschmückten Fahrer. Die auf dem Weg zu ihrer eigenen Teilnehmer-Hospitality extra einen langen Weg entlanglaufen müssen, damit sich drumherum die Autogrammjäger aufstellen können. Die wissen nicht nur - im Gegensatz zu mir - immer, wer das gerade ist - die haben auch direkt das passende Bild zur Hand:

Goodwood Festival of Speed 2017

Nichts wird dem Zufall überlassen und in völliger Selbstverständlichkeit kommt der Ferrari GTO natürlich quer daher:

Goodwood Festival of Speed 2017

Die Eindrücke werden dir quasi mit 5 bar kontinuierlich in’s Gehirn gepresst und selbst wenn man gar nicht dran denkt, hat man ständig Sensationen vor den Augen. Hinter dem DTM Mercedes - frisch aus dem Museum - Michael Dunlop’s Einsatzgerät. Als wäre es das Normalste der Welt:

Goodwood Festival of Speed 2017

Auch wenn die Tickets nicht gerade günstig sind, der Event ist gerne ausverkauft und wir reden über 200.000 Besucher auf die 3 Tage verteilt.

Mein großer Dank geht an Mercedes-Benz Classic, die mich sofort herzlich in ihrem Team aufgenommen haben, als wäre es nie anders gewesen. Ich war nämlich der Einzige, der als Externer mitgereist war und man hat mich kurzerhand einfach für das Wochenende adoptiert. Großartig!

Goodwood Festival of Speed 2017

Ich hoffe ich konnte mit meinem Bericht etwas von dem Gefühl vermitteln, das sich vor Ort einstellt. Mir war ja klar, dass das nicht einfach wird. Gerne könnt Ihr Euch auch zurückmelden im Forum oder bei Facebook.

Zum Abschluss noch ein paar schöne Eindrücke - ich wünsche mir, dass ich auch in Zukunft noch einmal Gelegenheit bekomme diesen tollen Event zu genießen:

Goodwood | Mikebericht | Mikefotos | FestivalOfSpeed |


Samstag, 10. Juni 2017

Le Mans 24 Stunden Rennen 2017 - Essential Links und Live Stream - renn.tv/go/lemans24.

Wieder einmal habe ich alle wichtigen Links zusammengetragen, die man braucht, um das Rennen im Detail zu verfolgen. Wenn es Updates gibt oder ihr noch etwas ergänzen wollt, dann packe ich das hier mit rein.

Dieses Jahr werde ich auch wieder vor Ort sein, auch wenn sich das ganz spontan erst dieses Wochenende für mich ergeben hat, weil ein Journalist absagen musste und man mir - wieder von Ford - diesen Platz angeboten hat. Danke - nehme ich gerne!

Die kurze URL für die Le Mans Essential Links ist auch wieder im Einsatz:

renn.tv/go/lemans24

Offiziell vom Veranstalter:

Live Stream, Timing, Kommentar:

Teamberichte und Live-Bilder:

News:

Sonstige Helferlein:

LEMANS24 | LeMans | LM24 | EssentialLinks |


Donnerstag, 08. Juni 2017

Video: Mit Jonny Walker auf KTM Enduro durch Porto - auf Zeit!

In Porto / Portugal gab es Ende Mai einen Extrem-Enduro: "Porto - Extreme XL Lagares".

Jonny Walker war zum ersten Mal dabei und wurde Zweiter hinter Wade Young:

“That was hard, really hard in places. Wade and Alfredo went off fast at the start. It was my first time here and I was a little unsure of the terrain so didn’t want to go with them. By lap two I felt better and started to improve. Hats off to Wade though, he rode great today and 100 percent deserved that win. I’ll take second today.”

Soweit die Einleitung, denn eigentlich geht es mir um das hier: Jonny hatte seine GoPro im Einsatz bei dem Prologue, der quer durch die Stadt ging - und das Video jetzt auf seine Facebookseite geladen.

Hammerhart! Da fällt man schon beim Zugucken vom Stuhl!

Btw Enduro: Erzberg steht wieder vor der Tür, 18.Juni (am Le Mans Wochenende). Dort hat Jonny Walker schon 3x gewonnen.

Enduro | JonnyWalker | GoPro | Onboard | Portugal |


Donnerstag, 01. Juni 2017

Dave Winer und John Gruber sind sich einig: Facebook is killing the web.

Daring Fireball:

You might think it’s hyperbole for Winer to say that Facebook is trying to kill the open web. But they are. I complain about Google AMP, but AMP is just a dangerous step toward a Google-owned walled garden — Facebook is designed from the ground up as an all-out attack on the open web.

Ich habe schon seit längerem das Gefühl, das für manche Leute das Internet nur noch in Facebook stattfindet. Inhalte sollten jedoch bewahrt werden und für jeden frei zugänglich sein. Facebook erlaubt nichtmal die Indizierung über die Suchmaschinen, d.h. über Google können Facebook Posts nicht gefunden werden:

Content that isn’t indexable by search engines is not part of the open web.

Fazit:

Treat Facebook as the private walled garden that it is. If you want something to be publicly accessible, post it to a real blog on any platform that embraces the real web, the open one.

Meine Rede!


Montag, 29. Mai 2017

Michael Bully Herbig als Beifahrer auf der Nordschleife - mit Uwe Alzen am Steuer.

Hier das Video davon.

Wenn RTL Nitro das nächste Mal was Lustiges machen will, dann brauchen sie nur Uwe Alzen - ohne Beifahrer - in einem schnellen Auto mit viel Verkehr auf der Nordschleife. Bei den Sprüchen bleibt dann garantiert kein Auge trocken - fragt einfach mal jemanden, der ihn schonmal am Funk hatte! Aber das wäre dann vielleicht auch untauglich für dieses RTL-Nitro-Mainstream-Kirmes-Konzept, das sie sich offensichtlich als Ziel gesetzt haben.

Alzen | Onboard |


Mittwoch, 24. Mai 2017

Ritchie Schnock verstorben.

Kart-Club Kerpen:

Leider ist heute ein guter Freund und langjähriger Partner des Kart Club Kerpen von uns gegangen. Mit Ritchie Schnock verlieren wir nicht nur den Betreiber des Kartbahn-Restaurants sondern auch einen großen Förderer unseres Kart-Sports und einen ehrlichen Ansprechpartner für Jung und Alt. Wir sind mit unseren Gedanken bei seiner Familie. Im Namen aller Mitglieder, Mitarbeiter und des Vorstandes des Kart Club Kerpen:

Mach et joot, Ritchie!

Er war auch die treibende Kraft hinter dem Kinder-Kart-Corso, den es eine zeitlang im Rahmen des 24h-Rennens gab. War immer eine Riesennummer für die Kinder vor der Kulisse und auf dieser Strecke fahren zu dürfen - und Ritchie wusste das nur zu gut.


N24h Essential Links - wird während der nächsten Tage weiter aktualisiert.

Inoffizieller Hashtag: #N24h
Offizieller Hashtag: #24hNurburgring
Start: Samstag 27.Mai 2017 - 15:30 Uhr

Falls Ihr die 24h-App sucht, die gibt es nicht mehr.

TV Übertragung wie letztes Jahr über RTL Nitro.


… to be continued :) …

N24h | EssentialLinks |


Sonntag, 14. Mai 2017

Tragischer Unfall heute auf der Nordschleife, den Brendan Keirle mit dem Leben bezahlen musste. Er ist kein Unbekannter am Ring, hat sich vor Jahren in der Region niedergelassen und das Sliders Guest House betrieben. Er war auch ein guter Freund von Jørund und hat - wenn ich mich recht erinnere - die Bridge-to-Gantry Methode erfunden. In Youtube sind einige seiner schnellen Onboardrunden archiviert.

UPDATE:

Die Ereignisse waren viel dramatischer, als man das für möglich halten konnte. Dale Lomas hat die Hintergründe:

Bren had just sold his beloved Sliders Guesthouse, and was set to leave tomorrow morning. Off to Spain.

Sein letzter Tag am Ring, bevor er der Eifel den Rücken kehrt?

Der Fahrzeugdefekt passierte in der Mutkurve im Klostertal - eine schnelle unübersichtliche Links. Und Dale vermutet, dass Brendan eventuell ankommende Motorradfahrer warnen wollte, weil Öl auf der Fahrbahn sein könnte von dem Defekt:

This afternoon he’s in a car that’s burning oil, maybe even dropping it. Reports are fairly consistent, the affected car pulled over the other side from Mutkurve(Angstkurve) at the top of Klostertal. This is a fast, blind left-hander with more than its fair share of fatalities. Bren knew this. And he knew bikes were behind, maybe going fast.

Sein eigenes Leben geopfert für andere - auf der Strecke, die er liebte - an seinem letzten Tag in der Eifel.


Freitag, 12. Mai 2017

BBC Nordirland überträgt wieder das North West 200 Straßenrennen ohne Geoblocking im Live Stream.

Die NW200 läuten die Straßenrennen ein - also normale Straßen, die während Training und Rennen für den Verkehr gesperrt werden. Das gibt es noch in Nordirland - der Ulster GP gehört auch dazu. In England ist diese Form der Rennen schon lange verboten, aber das Verbot erstreckt sich halt nicht auf Nordirland oder Isle of Man.

Hier das Video vom Donnerstag.

Guy Martin ist auf Werkshonda ebenfalls dabei, weil er das als Qualifikation für seine Isle of Man Teilnahme braucht. Bzw. ist schon wieder raus, weil sein Teamkollege John McGuinness gestürzt ist und sich leider auch verletzt hat (Beinbruch). Und weil der Veranstalter das Motorrad erstmal einkassiert hat, kann Honda natürlich nicht untersuchen was passiert ist - und lässt Guy erstmal pausieren:

As the team is unable to analyse John’s bike before this evening’s Superstock race, the Honda Racing team has opted to withdraw Guy Martin’s entry in today’s Superstock race as a precaution.

Na das geht ja gut los.

Die Rennen laufen Samstag den ganzen Tag - den Stream findet Ihr auf der BBC Website oder auch auf Facebook.

NW200 | Roadracing | GuyMartin | McGuinness |


Donnerstag, 11. Mai 2017

Der 2er Golf von Boba Motoring - Sleeper mit 1.233 PS.

Sleeper Cars sind quasi das Gegenteil von Poserhütten und dieser 2er Golf setzt neue Maßstäbe:

Kompletter Originallook ohne Plastik, Hutzen oder Leichtbau:

Im Innenraum dasselbe Spiel:

Wenn der Motor angelassen wird, galoppieren allerdings sagenhafte 1.233 Pferde los - festhalten:

youtu.be/2uDUJ8awZIM?t=2m4s

Mehr aktuelle Infos zu dem Auto auf Boba's Facebookseite.

Boba | Sleeper | Golf2 |


Freitag, 21. April 2017

Neues Logo für N24h.

Das 24h-Rennen gibt es seit 1970 - ebenso wie das Logo mit der Stoppuhr:

Bis heute:

Das ADAC Zurich 24h-Rennen erhält für seine 45. Auflage einen neuen Look: Die fast fünf Jahrzehnte lang als Erkennungsmerkmal genutzte schwarz-weiß-karierte Hand mit Stoppuhr wird ab diesem Jahr durch ein neues, grafisches Logo ersetzt.

Wenigstens ist das Rennen jetzt auch grafisch dahin gesunken, wo es sportlich schon angekommen ist: ganz unten.

Die analoge Stoppuhr steht für die mechanische Vergangenheit – in einer Zeit von Hybridmotoren und Livestreams passt dieses Bild nicht mehr zur Kernbotschaft des Events.

Stimmt - der ursprünglich sportliche Charakter des Rennens wurde längst durch Marketing und Kommerz abgelöst - siehe Mikebericht vom letzten Jahr. So gesehen passt das neue Logo zu dem neuen Event.

Vielleicht erhofft man sich auch von dem neuen Merchandising ein großes Geschäft - oder man hat kreativ nach Möglichkeiten gesucht, noch mehr Geld innerhalb Kölns vom ADAC Nordrhein zur Wige zu schieben?

Übrigens: wie man ein gutes kultiges Logo durch ein noch besseres ablöst hat 2014 der ACO in Le Mans vorgeführt.

Falls Ihr noch alte 24h-Aufkleber habt: haltet sie in Ehren.

UPDATE:

Der Vorteil von diesem Social Media ist die zeitnahe Rückmeldung bei Ereignissen. 155 Kommentare nach einem halben Tag für das Logo - doch die positiven muss man mit der Lupe suchen. Es melden sich auch einige Grafiker, die die vielen handwerklichen Fehler in der Gestaltung auflisten.

N24h | Logo | ADAC | Wige |


Dienstag, 28. Februar 2017

Innenstadt-Raser mit Todesunfall: Lebenslang.

In Berlin wurden am Montag erstmals zwei Raser (= illegale Autorennen) zu lebenslang verurteilt.

Bei einem ähnlichen Fall in Köln gab es kürzlich nur ein Bewährungsurteil.

Muss man nicht verstehen.

Köln mit dem Fahrrad ist lebensgefährlich - ich erlebe es täglich. Die Verkehrsführung ist teilweise so abenteuerlich, dass man sich wie in einem Selbstmordkommando vorkommt. Ich schließe mich auch regelmäßig der monatlichen Critical Mass an - sehr zum empfehlen. Aber warum jetzt kein Mustang beim Rosenmontagszug vorneweg fahren darf, ist mir zu hoch. Ist doch ein lustiges Polizeiauto.

Wo wir schon bei Radfahren in Köln sind: dieser Blogger arbeitet das Thema akribisch ab - trotz des Ärgers auch mit gutem Unterhaltungswert.


Sonntag, 15. Januar 2017

Ab morgen kann man den Windkraft-Flächennutzungsplan der VG Kelberg einsehen.

Und ab dann kann man auch als Bürger Stellung beziehen. Zum Beispiel so.

Sabine kämpft - mal wieder - an vorderster Front und bittet um tatkräftige Unterstützung für Sturm im Wald e.V..


Sonntag, 11. Dezember 2016

Fiesta WRC von M-Sport: 2017 scheint ein guter WRC Jahrgang zu werden.

(M-Sport auf Facebook.)

Fiesta | Rallye | MSport |


Freitag, 09. Dezember 2016

Sascha Pallenberg hebt für Daimler das Bloggen auf einen neuen Level.

Wer schon länger hier mitliest kennt den Sascha, denn ich durfte ihn mal zum Thema Bloggen interviewen - auch schon wieder 4 Jahre her.

Ach was sag ich - sogar ein 2.Mal hat er mir Rede und Antwort gestanden - das war dann später auf der CeBit 2013.

Für mich ist Sascha immer das Paradebeispiel, wie man sich als Blogger hauptberuflich durchschlägt und ich bin mir sicher, dass er mit seinem Enthusiasmus und Ideenreichtum auch anderen Leute die Scheu genommen hat, sich als Blogger zu versuchen.

Gestern gab es überraschend Sascha’s Ankündigung, dass er Mobile Geeks - seinem Baby - den Rücken kehrt … und heute dann die Sensation, dass er ab 1.Januar bei Daimler anfängt!

blog.daimler.de:

Klassischer Journalismus wird bekanntlich immer öfter von Advertorials und Content Marketing durchsetzt. Das ist – sofern es kenntlich gemacht wird – auch nicht verwerflich, sondern verständlich, vor allem aus Sicht der Verlags-Buchhaltung. Selten ist es aber elegant oder interessant. In der globalen Kommunikation bei Daimler gehen wir zukünftig einen anderen Weg: Wir setzen verstärkt auf unsere eigenen Medien. Der Vorteil: Auf den eigenen Kanälen können wir Denkanstöße bieten, ohne Verkaufsimpulse setzen zu müssen. Ob das eleganter oder interessanter ist, gilt es zu beweisen. Aber ich finde, versuchen kann man es mal.

Was da so salopp verkleidet als kleines Experiment um die Ecke kommt, ist nichts anderes als ein mittelgroßes Erbeben. Es ist noch nicht so lange, da hat ausgerechnet die sport auto und dann Mercedes-Frau Anja Wassertheurer übelst über die Blogger abgelästert.

Inzwischen arbeitet sie bei Porsche, was eigentlich schade ist, denn ich stelle mir das interessant vor, wenn sie den Blogger als Kollegen begrüßen soll.

Daimler ist keine Firma, die wie ein Start Up heute so und morgen so agiert. Da wird analysiert, geplant und sorgfältig abgewogen.

Und festgestellt, dass so ein Blogger zum einen ein besonderes Gespür für interessante Inhalte hat - und zum anderen diese auch kurzweilig darstellen kann. Offensichtlich Fähigkeiten, die den alteingesessenen PR Abteilungen abhanden gekommen sind. Oder die sie vielleicht auch nie gehabt haben.

Für einen Blogger, der mit offenen Augen und neugierigem Geist durch so einen Konzern schlendert, gibt es Themen ohne Ende. Wie gerne würde ich manchmal auf der Arbeit das Handy zücken, um etwas interessantes aufzugreifen - und dann wieder in der Realität aufzuwachen mit der Erkenntnis, dass Fotografieren auf dem Werksgelände verboten ist. Grmpf.

Sascha gönne ich den neuen Job von Herzen und es wird - wieder einmal - spannend sein seinen Werdegang zu verfolgen. Die Zwänge eines Konzerns sind erdrückend, dafür aber auch die Möglichkeiten etwas zu gestalten absolut gigantisch. Und offensichtlich hat er sich Daimler ja nicht aufgedrängt, sondern sie wollten ihn haben. Also müssen sie ihm auch den Gestaltungsraum zugestehen.

Mehr Hintergrund gibt es in Interviews hier und hier

Alles Gute Sascha - misch den Laden mal ordentlich auf! :)

UPDATE:

Björn Habegger - selber selbstständiger Autoblogger, also Profi, nicht Amateur - befasst sich auch mit dem Thema. Erkennt in der Entwicklung sogar schon Das Ende der Rebellen-Zeit. Um gleichzeitig anzukündigen, dass er genauso unabhängig weitermacht wie bisher!

Pallenberg | Daimler | Mercedes |


Sonntag, 27. November 2016

Neuer Gruppe B Kalender von McKlein Publishing.

2017 wird ein gutes Jahr, denn der Kalender für’s Büro ist jetzt schon am Start. Aber nicht der Gruppe B Kalender, sondern der andere - der Motorsport Classic. Der Rallye Kalender verrichtet seine Dienste in Ringminihausen - da gehört er auch hin.

Aber die Geschichte von Anfang an, das war nämlich so: eigentlich ging es darum den Benz von meinem Dad umzuziehen in eine andere Halle. Für Ralf’s Showraum war er nämlich nicht porschig genug:

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

In Ermangelung eines passenden Zugfahrzeuges hat Achim’s Servicebus ausgeholfen, wodurch das Gespann auch direkt nfiziert war:

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Und zurück beim Achim ist mir dann eigefallen, dass ich noch die Kalender im Auto hatte, die mir McKlein Publishing zur Vorstellung im Blog zugeschickt hatte. Da war die Ringminiwerkstatt doch genau das richtige Ambiente, um die Pakete auszupacken:

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Man hat pro Monat immer 2 Bilder zur Auswahl, d.h. man kann wechseln oder sich für ein Bild entscheiden.

Natürlich hatte der Rallye Kalender in den Händen von Achim seine letzte Bestimmung erreicht, aber als hätten die Kleins es geahnt haben sie mir 2 Kalender geschickt - vielen Dank! Die 2. Variante heißt Motorsport Classic und wird in meinem Büro in Niehl für etwas Benzinkultur sorgen:

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Es sind auch ein paar Ford am Start, die waren früher ja auch mal hoch im Kurs.

Bei diesem Foto hier kamen wir in’s Grübeln, das ist nämlich 1000km Nürburgring 1957. Kann doch eigentlich nur Breidscheid / Ex Mühle sein, oder?

UPDATE:

Ja, auch Alex meint, dass es Breidscheid ist!

Rally Historie und Motorsport Classic Kalender von McKlein Publishing. (CLICK for High Res.)

Ist das das 27 Ventisette? Hier ist das Bild nochmal in gross - alleine dafür lohnt sich der Kalender ja schon.

Kostenpunkt: 39,90€ bei rallywebshop.com.

McKlein | Kalender | Ringmini | GruppeB | 27Ventisette |


Freitag, 18. November 2016

Aktuelles Guy Martin Interview.

Guy Martin Interview Teil 1 und Teil 2.

The natural way is everything goes the least path of resistance, well, I don’t. I get more satisfaction from making it as hard as I can.

Must read.

I’m going to have a go at breaking the motorcycle lap record at the Nürburgring, (..)

Oh oh.


Samstag, 05. November 2016

Menzel gewinnt zum 3.Mal den Porsche Carrera Cup Asia.

Wobei 2x die Meisterschaft an Christian Menzel ging und heute hat

sein 18-jähriger Sohn Nico die Tradition fortgesetzt:

Es ist geschafft, nach 2009 und 2010 hat jetzt ein weiterer Menzel den Porsche Carrera Cup Asia gewonnen! Ich bin mit dem jungen Mann verwandt und kenne ihn seit 18 Jahren!

Schön, dass und der Name Menzel noch lange auf den motorsportlichen Siegertreppchen begleiten wird! Und der Papa auch mit gutem Beispiel vorangeht, dass man nicht seine Seele verkaufen muss, um im Motorsport Erfolg zu haben.

Menzel |


Mittwoch, 02. November 2016

TU Europe Live Blog - ICM München

Die nächsten 2 Tage - Mittwoch und Donnerstag - dreht sich hier alles um Mobilität, denn ich besuche aktuell die TU Europe Konferenz in München.

Dieser Blogpost soll dazu dienen die Konferenz zu begleiten und ich werde ihn ständig erweitern mit den Eindrücken, die ich hier sammeln kann. Also ab und zu den Eintrag neu laden, damit die Inhalte im Browser aktualisiert werden.

Die Konferenz gibt es seit über 10 Jahren und sie wurde gestartet rund um das Thema Telematics. Inzwischen ist sie ausgeweitet worden auf das Thema Mobility - alleine das ist schon eine interessante Tatsache. Die Grenzen zwischen Automobilherstellern und Anbietern von Mobilit verschwimmen zunehmend, daher hat diese Entwicklung heute eine Riesen-Aufmerksamkeit.

Gestartet hat die Konferenz Roger Lanctot von Strategy Analysis:

  • Connected Cars sind abhängig von der Technology (Mobilfunk) - Schätzungen gehen von 50% Connected Cars im Jahr 2019 aus. Das ist noch relativ wenig, weil die andere Hälfte nicht connected ist. Das könnte ein Bremsklotz für die Entwicklung sein. 5G würde das beschleunigen, aber der Roll-Out ist noch recht langsam.
  • OTA - Over the Air Update - ist dazu auch eine Voraussetzung, aber die OEMs hängen noch ziemlich weit zurück. Ausnahme ist Tesla, die Kreise um die Konkurrenz fahren.
  • Automated Driving wird im Moment sehr stark bearbeitet, 61 OEMs, 6 Aftermarket- und 73 Startup Firmen und 8 Development Plattformen beschäftigen sich mit dem Thema. Da ist mächtig viel in Bewegung und wir werden bald mehr davon hören.

Johann Jungwirth von VW (CDO) und Holger Weiss (German Autolabs):

  • Die ersten selbstfahrenden Autos werden bald Realität - etwa 2018/2019. Das wird nicht in Europa starten, sondern US, Singapur und China. Es wird wichtig sein für Europa nicht den Anschluss zu verlieren und da sind die Regierungen gefragt.
  • Viele Unfälle heutzutage sind menschlicher Natur und diese werden sich alle vermeiden lassen.
  • Leute, die bisher kein Auto selber nutzen können - Blinde, Kinder, Ältere, .. - werden in Zukunft ein Auto fahren können - bzw. werden gefahren von dem Auto.
  • VW wird noch diesen Monat eine neue Marke vorstellen rund um das Thema Mobilität - der Name wurde aber noch nicht verraten. Das wird die 13.Marke von VW werden.
  • Alle Resourcen werden im Konzern gebündelt, d.h. man wird auch intensiv mit Audi z.B. zusammenarbeiten.

Von DriveNow - einer Tochterfirma von BMW - war Sebastian Hofelich vor Ort:

  • In Deutschland sind erst 30.000 elektrische Fahrzeuge auf den Strassen.
  • Die Idee ist den ruhenden Verkehr aus den Städten zu verbannen - die Autos werden als Shared Service eine viel höhere Auslastung haben und weniger rumstehen.

Ein i3 steht auch in der Lobby und das Raumangebot im Inneren ist beeindruckend: keine B-Säule mehr und auch kein Getriebetunnel zwischen den Vordersitzen. Mit einer DriveNow Anmeldung kann man sich für relativ kleines Geld zusätzliche Mobilität sichern - und gleichzeitig mal den i3 bzw. ein Elektroauto ausprobieren. Werde ich auf jeden Fall machen, wenn ich wieder in Köln bin.

Von Uber war Christoph Weigler auf der Bühne. Am Interessantesten fand ich die Tatsache, dass Uber keinerlei Hardware entwickeln will und die gesamte Funktionalität auch in Zukunft über das Smartphone erreichen wird - sowohl für Uber Fahrer als auch Passagiere.

Angus Lyon kommt nach der Kaffeepause auf die Bühne und er arbeitet … für Manor F1! Na da sind wir doch zuhause! Er referiert über Telemetrie und Datenübertragung - auch wichtige Punkte in Zukunft für die Mobilität:

  • Manor Racing ist das kleinste Team, sie wurden damals von Virgin 2010 aufgebaut. Der Vorteil ist aber, dass man nicht von einem OEM abhängig ist - man agiert lean and agile.
  • Heutzutage kommen TV Bild, Telemetrie, Team Radio, … alle über den gleichen Datastream. Dafür sind 3 Systeme redundant voneinander aufgebaut.
  • Team Daten addieren sich auf 2 GB pro Rennen. Datenraten sind 100 kHz, aber 1 kHz ist typisch.
  • Der Wettbewerbsvorteil kommt dann erst, wenn die Daten effizient verteilt und ausgewertet werden - auch zuhause in der Basis von allen Rennstrecken der Welt aus.
  • Die Analyse betrifft zuerst Reifen und Fahrwerk, um den Zustand des Wagen ständig zu analysieren. Wenn Benzin weniger wird, wird der Wagen schneller - aber der Reifen baut ab, dadurch wird er wieder langsamer. Das muss man optimieren, um den Reifen nicht zu überfordern.
  • Alle Gangwechsel werden überwacht, um sicherzustellen, dass das Getriebe nicht überfordert wurde.
  • Benzinverbrauch ist natürlich wichtig, nur 100kg Benzin dürfen verbraucht werden.
  • Bremsen werden auch überwacht - zumal die Kühlung so klein wie möglich gehalten werden möchte, um die Aerodynamik nicht zu verschlechtern.
  • Die Aufgabe des Teams ist es zu optimieren, Risiken erkennen, Verbräuche überwachen und die Konkurrenz im Auge zu behalten.
  • Nur 3 Leute an der Strecke und 4-6 zuhause sind für diese Aufgaben eingeteilt.
  • Manor Racing nutzt diese Daten, um einen Vorteil zu gewinnen - denn ihnen ist auch klar, dass sie nicht das schnellste Auto im Feld haben.

Martin Rosell / WirelessCar:

  • C-Connected, S-Sharing, A-Autonomous, E-Electric - diese Buzzwords werden zur Zeit ständig genutzt.
  • Um autonomes Fahren zu ermöglichen, müssen die Fahrzeuge connected werden, überwacht, kontrolliert, analysiert und optimiert werden.
  • Heutzutage sind nur 3-5% aller Fahrzeuge connected.
  • Die Entwicklungszyklen der OEMs sind langsam - ein Grund warum nicht mehr Fahrzeuge vernetzt sind.
  • Volvo Truck nutzt die Technologie schon heute, um schneller auf Fahrzeug-Reparaturen zu reagieren: der Besitzer wird früher gewarnt und die Werkstatt kann sich schon im Vorfeld vorbereiten.
  • Car Sharing könnte auch in kleinerem Scale realisiert werden: nicht mit allen das Fahrzeug teilen, sondern eher mit Freunden und Bekannten - und das könnten alle OEMs schon heute anbieten.
  • Heat Maps helfen die Daten besser zu analysieren und auf das Verbraucherverhalten zu reagieren.

Juergen Daunis / Ericsson:

  • In der Vergangenheit wurden die Netzwerke hauptsächlich für die Bedürfnisse der Verbraucher entwickelt. Heute findet zum ersten Mal ein Umbruch statt, weil neue Netzwerke für die Bedürfnisse der Autoindustrie geschaffen werden.
  • Zukünftig werden überall Sensoren verbaut werden, die den Datenverkehr massiv erhöhen werden. 5G soll das adressieren.
  • Volumen erhöht sich x 1.000 und die Latency stellt hohe Anforderungen an die Geschwindigkeit für kritische Übertragungen.

In der Mittagspause ist mir Holger Weiss (German Autolabs, s.o.) über den Weg gelaufen und ich habe ihn gefragt, wie er zu meiner Motorsport Theorie im autonomen Zeitalter steht:

  • Seiner Meinung nach werden sich Marken wie Porsche oder Audi nach wie vor über die Dynamik differenzieren.
  • Es wäre sogar vorstellbar, dass Fahrspuren für schnelleres Fahren reserviert werden. Berlin - München geht dann in 3 statt in 7 Stunden, kostet aber mehr.
  • Die Entwicklungen von Audi in der Formel E würden ja schon deutlich zeigen, dass trotz E-Mobilität die Hersteller ein Interesse an der Präsenz zeigen.

David Wong (SMMT), Chris Roig-Ramos (BlaBlaCar), Matthew Caudle (Drover), Helmut Ramsauer (Spinpartners) diskutieren über: Auto Brand Loyalty in a Sharing Economy

Interessanter Punkt, weil wie Marken-loyal soll man sein, wenn man sowieso die Services wechselt und das Auto mietet, das gerade verfügbar ist.

  • BlaBlaCar Service wird von 10 Mio. Leuten pro Quartal genutzt. Wenn man zu Viert statt alleine mit dem Auto fährt, dann reduzieren sich für jeden die Fahrtkosten auf 1/4.
  • Ökonomische Argumente werden als wichtiger erachtet gegenüber der Markenanziehung.
  • Marken werden zunehmend unwichtiger - ein Trend, der sich auch aktuell bei den Fluglinien feststellen lässt. Ausschlaggebend ist am Ende der Preis.
  • Die Herausforderung für die OEMs in den nächsten 5–10 Jahren wird darin liegen, den Übergang von klassischem Fahrzeugbesitz zu den zukünftigen Car Sharing Modellen zu bewerkstelligen.
  • Marken und Brands sind nach wie vor essentiell, definieren sich aber eher über die User-Erfahrung und die Qualität der Services, als über klassisches Marketing, wie wir es heute kennen.

Tag 2 meines Besuches auf der TU Europe und ich werde diesen Beitrag weiter fortführen mit Notizen aus den Vorträgen, die ich besuche.

Christoph Stadeler, Facebook

Da fragt man sich, was hat Facebook mit Automotive und Mobility zu tun?

  • Sie skalieren, haben kein Problem 1,7 Milliarden Nutzer zu bedienen - dazu noch WhatsApp, Messenger und Instagram.
  • Marken sind mehr denn je das größte Pfund, das die Autoindustrie hat. Wenn man Größe und Volumen über Produktionszahlen definiert, dann stößt man schnell an Grenzen. Aber eine Marke kann heutzutage viel einfacher Millionen von Nutzern ansprechen und über Facebook verlinken.
  • Facebook sieht sich in einer guten Position die Brücke zu Connected Car zu bauen - weil sie schon mit den User (Auto-Kunden) verknüpft sind.

Chris Reeves (Horiba MIRA) - Autonomous Vehicles - the technical and business challenges:

  • Es wird unterschieden zwischen Automated Car und Connected Car.
  • Standards und Gesetzgebung hinken noch hinterher und sind zu einfach gestrickt. Dadurch kann die komplexe Realität im Verkehr nicht abgebildet werden.
  • Straßen werden nicht nur von Autos genutzt - Fussgänger, Radfahrer, aber auch Tiere kreuzen den Verkehr.
  • Test und Erprobung erfordern neue Methoden - Controlled Environment löst die Teststrecke ab. Wo früher Dauerhaltbarkeit z.B. getestet wurde, werden heute reale Straßensituationen, Ampeln und Kreuzungen abgebildet. Sogar Mobilfunktestzellen werden installiert, um den Datenverkehr zu validieren.
  • Ziel ist die Reproduzierbarkeit während der Erprobungsphasen.
  • Während autonomer Testphasen können auch Fahrzeuge anderer Hersteller die Strecke nutzen, wodurch reale Situationen mit Verkehr abgebildet werden.
  • Trotzdem können Teststrecken nicht die Realität komplett simmulieren - daher sind Tests in öffentlichem Verkehrsraum notwendig.
  • In UK kooperiert u.a. Milton Keynes bei der Umsetzung, um einem Konsortium die Tests zu ermöglichen.
  • Zur Zeit nehmen Ford, JLR und Tata teil.
  • Es gibt Überlegungen, dass für die Abnahme bis zu 10 Mio. Testkilometer nachgewiesen werden müssen - aber das ist noch nicht endgültig entschieden und eigentlich von der Größenordnung zu hoch, um es im Test in akzeptabler Zeit umzusetzen.

Nach seinem Vortrag hatte ich die Gelegenheit Chris Reeves mit Fragen zu löchern.

  • Motorsport wird seiner Meinung nach immer ein Thema sein für die Auto-Industrie, weil das Fahrerlebnis auch immer eine Belohnungs-Komponente beinhaltet (needs to be rewarding). Was auch die einzelnen Brands nutzen werden, um sich voneinander zu unterscheiden.
  • Zusätzlich kommt aber noch die komplette Kundenerfahrung mit der Marke - von Kauf über Service über Connected und Autonom - dazu, um einen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb zu erlangen.
  • Das Straßenbild wird auch in Zukunft immer ein Mix sein zwischen manuellem und automatischem Verkehr, denn wir haben eine 100-jährige Geschichte von Fahrzeugen auf der Straße. Die wird nicht von heute auf morgen verschwinden.
  • Für das autonome Fahren ist es nicht zwingend erforderlich, dass Fahrzeuge verschiedener Hersteller miteinander kommunizieren. Um in der Zukunft aber einen höheren Effizienzgewinn zu realisieren wird die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen höhere Bedeutung gewinnen.

Die letzte Präsentation des Tages war von Michael Wong, Codeplay.

  • Autos werden in der Zukunft ein Gehirn brauchen, das mit enormer Prozessor-Power ausgestattet ist.
  • Ebenso große Anforderungen werden an die Software gestellt, die in der Lage sein muss, die neuen Aufgaben des autonomen Verkehrs abbilden zu können.
  • An AI - Artificial Intelligence bzw. neuronalen Netzen - führt kein Weg vorbei.
  • Bereits heute ist AI im Einsatz, z.B. bei Google Maps. Tesla nutzt diese Technologie ebenfalls.
  • Open Source Sprachen ist der Vorzug zu geben, damit diese gewaltige Aufgabe mit Erfahrungsaustausch untereinander bewerkstelligt werden kann.

Nach dem Vortrag hatte ich Gelegenheit mit Michael zu sprechen. Seine Erklärung, was AI denn sei, geht so: wir Menschen lernen aus Erfahrung - Sachen, die funktionieren, werden im Gehirn verknüpft (neuronal), um sie bei der nächsten Gelegenheit wieder abrufen zu können. Das versucht man im Computer abzubilden - quasi eine gigantische Trial- and Error Datenbank. Das Konzept ist schon viele Jahrzehnte alt, aber erst jetzt sind Computer durch die gestiegene Rechenleistung in der Lage damit sinnvoll umzugehen.

Wichtig in dem Zusammenhang fand er auch die Validierung - also das ausgiebige Testen, ob die Interpretationen des Systems richtig sind.

Das das Ganze auch Gefahren birgt will er gar nicht auschließen. Die Entscheidungsfindung ist im Einzelfall schon so komplex und beinhaltet soviele Paramenter, dass der Mensch mit seinem Gehirn überfordert ist den Werdegang bis zur Entscheidung nachzuvollziehen. In dem Fall ist man dann der Technik ausgeliefert in der Hoffnung, dass sie die richtige Entscheidung trifft.

Dabei kommt natürlich kein Bauchgefühl zum Tragen - das gibt es bei einem Computer mit 0 und 1 nicht. Aber Wahrscheinlichkeiten werden gegeneinander abgewogen, um die Abläufe am Ende richtig in Gang zu setzen.

Ziemlich gruselig, wenn man es sich mal auf der Zunge zergehen lässt, aber wir alle werden damit schon konfrontiert - z.B. bei Google Maps. In Sekundenbruchteilen werden Routen optimiert aufgrund aktualisierter Parameter. Tesla setzt ebenfalls schon auf AI und das Faszinierende bei dem Konzept ist, dass jeder gefahrene Kilometer von allen Tesla Fahrzeugen wieder jedem einzelnen Fahrzeug zugute kommt. Michael vergleicht das mit einem lernenden Baby, das auf einmal auch von der Erfahrung von allen anderen lernenden Babies auf der Welt profitiert. Die Lernkurve steigt in dem Moment natürlich extrem steil und die Geschwindigkeit nimmt rapide zu.

In dem Zusammenhang war es etwas krotesk zu beobachten, dass AI auf der Konferenz kaum eine Rolle gespielt hat - dabei ist es die Schlüsseltechnologie zum Aufbruch in das neue Zeitalter.

TUEurope | Mobility | München | LiveBlog | Mikebericht |


Montag, 31. Oktober 2016

Blog-Gehversuche in Responsive Web Design.

Eigentlich bin ich Euch ja dankbar, dass ihr mich - von Heike mal ausgenommen ;) - nicht unter Druck gesetzt habt, den Blog endlich mal für moderne bzw. mobile Browser zu optimieren.

Denn was ihr hier seht ist alles selbstgestrickt und ich muss mich immer erst in die Themen reinfuchsen, ehe ich sie umsetzen kann.

Aber getreu dem Motto: Built, not bought! - möchte ich das auch so lange wie möglich aufrecht erhalten. Es hat auch Vorteile, wenn man nicht von Wordpress & Co. abhängig ist. Auch wenn es manchmal sehr mühselig ist, mit den Trends Schritt zu halten und es jede Menge vorgefertigter Blog-Software gibt: etwas Selbstgeschriebenes hat doch viel mehr Charakter und Patina - Nein, ich fang jetzt nicht mit den GT3 an. ;)

Theoretisch sollte man auch den eigenen Code besser verstehen, aber wenn man jahrelang nicht reingeschaut hat, dann steht man sogar vor diesen Kreationen wie der Ochs vor´m Berg.

Wenn alles klappt sollten jetzt die Beiträge im Smartphone gut zu lesen sein - den Anfang macht renn.tv/3554 - mein Bericht von der Art.Fair Cologne. Die Bilder sind jetzt angewachsen von ehemals 370px auf 660px und verkleinern sich automatisch, wenn der Viewport, also das Browserfenster kleiner ist. Inzwischen habe ich auch eingeführt, dass man die Bilder anklicken an - dann kann man auf 1.200px vergrößern.

Das ist natürlich suboptimal, wenn man alte Beiträge anschaut, weil hier die Bilder nach wie vor in 370px vorliegen. Aber das soll einen ja nicht daran hindern mit der Zeit zu gehen, irgendwann muss man ja umstellen. Google jedenfalls ist happy - und ich hoffe ihr auch.

Dies gilt erstmal nur für die einzelnen Blogbeiträge, die Gesamtübersicht bleibt vorerst noch im alten Design.

Ich würde mich über euer Feedback freuen, ob das so passt oder noch irgendwo klemmt.

Mikesblog | Responsive | BuiltNotBought |


Besuch auf der Art.Fair Cologne.

Die Art.Fair ist eine Kunstmesse in Köln, die seit 2003 veranstaltet wird. Leider hatte ich es nie hinbekommen sie zu besuchen, da kam mir die Einladung von Lexus zu der diesjährigen Messe gerade recht.

Es ist schon interessant zu beobachten, wie die Autohersteller sie mehr und mehr neuen Veranstaltungen zuwenden, während die klassischen Automessen an Anziehungskraft verlieren. Die Paris Motor Show kann ein Leid davon singen.

Der Aufhänger bei Lexus war der LC 500h, der im Moment so eine Art Roadshow absolviert - das passt die Kölner Kunstmesse gut dazu.

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Markus Burgmer vom Marketing war der Ansprechpartner vor Ort und wusste einige interessante Dinge zu berichten.

Der Grund für einen Hybrid hat sich mir immer noch nicht so ganz erschlossen, denn eigentlich muss ich doch dann beide Technologien mit mir rumschleppen. Es gibt allerdings ein paar Teile, die auch wegfallen - Anlasser und Lichtmaschine zum Beispiel. Im Falle des 500h wird auch ein kleinerer Motor eingesetzt: 3,5L V6 vs 5,0L V8.

Markus Burgmer, Lexus. Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

LC steht für: Luxury Coupé - also nicht unbedingt der klassische Sportwagen. Denn meine Frage war natürlich, ob wir das Auto im Rennsport sehen werden, aber dafür ist es noch zu früh. Überhaupt wird der Wagen erst Mitte nächsten Jahres verfügbar sein und Preis gibt es auch noch nicht. Erstaunlich, dass da jetzt schon so ein Aufwand betrieben wird, um den LC 500 bekannt zu machen.

Am Messestand selber war auch ein Künstler vertreten: Nick Ervinck aus Belgien. Sensationelle Objekte, die er im 3D-Druck herstellt:

Nick Ervinck. Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Ich war absolut fasziniert von der Symmetrie und den Gestaltungsmöglichkeiten.

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Was hier aussieht wie zufällige Farbverläufe in einem transparenten Kunststoff, ist in Wirklichkeit am Computer berechneter Farbeinsatz und die Farbverläufe an sich sind 100%ig symmetrisch. Klickt auf das Bild, um es in größer zu sehen:

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Auf seiner Webseite gibt es ein PDF-Buch als Download seiner bisherigen Werke - absolut irre.

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Nicht weniger irre war diese Installation: eine russische MiG–21, verwickelt in eine besondere Art Verkehrsunfall.

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Mein Lieblingsbild war dieses:

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Die Farbe war noch frisch und ich fand es interessant, dass die Wand ja jetzt quasi zu den beiden entstandenen Bilder dazugehört.

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Der Künstler ist Darco FBI und hier ist die Entstehung dokumentiert. Die Galerie ist in Hamburg und ich hatte mit dem Aussteller ein nettes - eher philosophisches - Gespräch über Kunst, das kam mir ganz gelegen für meinen ersten Besuch auf einer Kunstmesse. Man muss sagen, dass es insgesamt auf der Messe zwar kreativ, aber auch sehr kommerziell zuging.

Damit ihr einen Eindruck bekommt, wie es da zugeht, habe ich noch mehr Bilder mitgebracht. Man kann Kunst ja schlecht in Worten beschreiben - man muss es sehen:

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Lexus | ArtFair | Kunst | Messe | Mikebericht |


Sonntag, 23. Oktober 2016

Gustl Farfus prügelt DTM M4 Renntaxi über die Nordschleife.

Ist zwar nur ein Renntaxi und mit Beifahrer an Bord, aber der Gustl lässt brennen - weil anders kann er nicht:

Die Aufnahmen sind vom 12.Sep., haben aber jetzt erst in dieser Form das Licht der Welt erblickt.

Der passende Shell Promofilm ist hier zu finden youtu.be/4T8OKtA1gDc, gehört zu der #helixheartbeat Challenge.

Farfus | Onboard | Shell |


Freitag, 21. Oktober 2016

3 neue Nürburgring Webcams: Breidscheid, T13 und Touristeneinfahrt.

Die CNG investiert sinnvoll, es gibt 3 neue Webcams: Breidscheid, T13 und Touristeneinfahrt:

Habe ich auch auf 20832.com/wetter ergänzt. (Via.)

Webcam |


Dienstag, 18. Oktober 2016

Stevens ersetzt Rast ersetzt Ekström.

Was für eine Verkettung von Ereignissen!

Mattias Ekström ist am Wochenende nicht bei der DTM gestartet, weil er Chancen hatte Weltmeister im Rallyecross zu werden. Was er auch geschafft hat!

René Rast hat ihn dann bei der DTM vertreten, wurde 6. und 17. in den beiden Läufen in Hockenheim.

Dadurch konnte er allerdings nicht bei der WEC in Japan starten und sein LMP2 Team G-Drive hat Will Stevens verpflichtet:

Filling in for someone as talented as Rene Rast is not an easy thing, but Will Stevens did an admirable job last weekend at Fuji, super-subbing for the German Audi factory driver, helping steer G-Drive Racing to its long-awaited first WEC win of 2016.
Uups. Da hat sich der René sicher nur verhalten gefreut drüber.

Ursprünglich war er dieses Jahr für das 3.Le Mans Auto von Audi vorgesehen und ist daher immer noch unter Audi-Vertrag schätze ich. Aber der 3.Audi hatte plötzlich Anfang des Jahres ausgedieselt.


Sonntag, 09. Oktober 2016

Wie Walkenhorst GT3 den Speedbeat 3er im Planzgarten entsorgt.

Eigentlich könnte das Team Walkenhorst doch nach dieser Aktion von VLN 9 am nächsten Wochenende geschlossen beim Team Speedbeat antreten, um Beat´s 3er wieder fit zu machen.

Zumindest würde das meine Hoffnung, dass die VLN noch so etwas wie eine Breitensportveranstaltung ist, nicht endgültig sterben lassen.

Da ist das, was noch vor 2 Jahren die Gemüter erhitzt hat, ja schon wieder harmlos im Vergleich.

Außer das Platz da, ich bin ein GT3 - das hat nach wie vor Bestand.


Samstag, 01. Oktober 2016

Kartbahn Kerpen soll jetzt doch ersatzlos weggebaggert werden.

Kerpen ist auch nicht mehr das, was es mal war.

Wisst Ihr auf wen Kerpen mächtig stolz ist? Adolph Kolping. Der Mann hat mit Kerpen soviel gemeinsam wie Charles Bukowski mit Andernach: es ist deren Geburtsort.

Die Stadt Kerpen jedenfalls geht voll steil und nennt sich inzwischen Kolpingstadt Kerpen.

Ebenfalls steil, aber im Gegensatz dazu bergab, geht es für die Kartbahn in Manheim, die die Schumachers - und auch Kerpen - weltberühmt gemacht hat. Aber auch Sebastian Vettel hat dort seine Wurzeln und es ist noch gar nicht so lange her, als mir dort Max Verstappen begegnet ist. Aber auch Nico Rosberg oder Lewis Hamilton haben dort bei dem ein oder anderen Rennen ihr Handwerk gelernt.

Eigentlich hatte ich vorausgesetzt, dass Kerpen stolz auf seine Historie ist und sich auch im Sinne des Jungendsports für den Erhalt des Kartclubs einsetzt - aber wie sich rausstellt, lassen Bürbermeister und Rat die Sportler am langen Arm verhungern: statt Erhalt oder Ersatz bringen die Verantwortlichen jetzt eine Entschädigung in´s Spiel, was natürlich totaler Blödsinn ist. Sportler brauchen in erster Linie eine Sportstätte!

Der Club schlägt wenig überraschend - über Facebook - Alarm und bittet um Hilfe. War auch heute im Express.

Noch ist Zeit entgegenzuwirken und je nachdem wo Ihr wohnt macht es auch Sinn die Politiker direkt zu kontaktieren: in Kerpen den Bürgermeister - Dieter Spürck wäre auch auf Facebook - und den Rat, im Rhein-Erft-Kreis Landrat und Kreistag und in NRW die Landesregierung bzw. das Sport-Ministerium.

Oder der RWE Feuer unter’m Hintern machen (Facebook, Twitter), deren Braunkohleabbau der Grund allen Übels ist.

Kartbahn | Kerpen |


Mittwoch, 21. September 2016

Nikon stellt 360° Action Cam vor.

Jetzt kommt es Schlag auf Schlag, nach dem GoPro Kracher also jetzt Nikon: wasserdichte Action Cam - soweit so gut. Aber mit Objektiv vorne und hinten und zusammen mit cleverer Software hochwertige 360° Aufnahmen, die sofort auf Youtube oder Facebook einsetzbar sind: die KeyMission 360. Auf der Produktseite gibt es auch Beispielvideos.


Dienstag, 20. September 2016

Wochenspiegel Team probiert Ferrari 488 GT3 beim nächsten VLN.

Der Vorteil der GT3 ist, dass man auch mal schnell den Hersteller wechseln kann, weil die Autos rennfertig gekauft werden können. So probiert das Team Wochenspiegel von Georg Weiss beim nächsten VLN mal einen Ferrari aus, nachdem Frikadelli bereits beim letzten VLN erfolgreich einen BMW eingesetzt hat.

Einsatzteam für den Weiss´schen 488 GT3 ist das Team von Michele Rinaldi.

Sowohl Wochenspiegel als auch Frikadelli als auch Rinaldi sind ursprünglich Porsche Teams. Und Porsche ist historisch DER Hersteller, wenn es darum geht mit Motorsportkunden Geld zu verdienen. Haben sich damals auch für die GT3 stark gemacht - jetzt scheinen ihnen ein wenig die Felle davon zu schwimmen.


Samstag, 17. September 2016

DRL - Drone Racing League - auch im deutschen TV: ESPN, Sky und ProSieben MAXX. Wahrscheinlich wird sich Jenson Button wieder wundern, warum das so abgeht. Weil es den Zeitgeist trifft? Im Gegensatz zur altbackenen F1, die sich am liebsten mit sich selber beschäftigt.


Freitag, 16. September 2016

Sieht aus als hätte der Georg Berlandy seinen Ascona A verkauft. Was kommt wohl als nächstes?


Donnerstag, 15. September 2016

Onboard: Alfa Romeo Giulia in 7:32 Min.

Die Runde ist ganz schön am Limit:

youtu.be/5gEdJmIVqLY

Von der Zeitnahme her ist das die alte Zuvi-Runde, die wohl auch bei der sport auto verwendet wird. D.h. man kann fliegend über T13 losfahren, braucht aber am Ende keine ganze Auslaufrunde, weil am Eingang T13 gestoppt wird.

Der Fahrer ist Fabio Francia, scheint ja ein ziemlicher Attackebruder zu sein. Laut Facebook Maserati Testpilot. Aber trotz des Harakiristils ist es erstaunlich, dass die Giulia das alles anstandslos mit sich machen lässt. 510 PS sind auch ein ordentliches Pfund.

Es fällt auch auf, dass Rekordrunden aktuell wieder gesellschaftsfähig werden. Selbst wenn die gefahrene Runde an sich schon eine Weile zurückliegt.

Wo war Alfa Romeo eigentlich, als der Ring um Hilfe gebettelt hat?

Die 7:32 Runde wird als schnellste einer Limousine gehandelt, dabei sind die 7:40 im Audi 200 viel schneller.

AlfaRomeo | Giulia | Onboard | FabioFrancia |


Montag, 05. September 2016

Die 8 Minuten Grenze wird Mainstream.

Am Wochenende ist nicht ein Auto im VLN Zeittraining unter 8 Minuten gefahren, sondern gleich sieben Stück:

Das kann man gut finden, muss man aber nicht.

Ich habe auch meinen Senf dazugeben:

(..) Der Super-GAU, der vor der Tür steht, wird vieles mit in den Abgrund reissen, das mühevoll und mit viel Ehrenamt behutsam aufgebaut wurde. Ja, das ärgert mich sehr und ich finde den Umgang der Aktiven mit dem Thema fahrlässig. Ich habe schon die Gesichter vor Augen, wenn sie alle ganz betroffen gucken. Der Schuss vor - nein, in den Bug! - hat nicht gereicht?

VLNLangstrecke | 8Minuten |


Mittwoch, 10. August 2016

ZO832-Treffen am Samstag 20.8. um 20 nach 3 in Nürburg.

Weil immer mehr Leute mit großer Freude ZO832 spazieren fahren dachte ich da könnte man doch mal entspannt ein Treffen organisieren. Was liegt näher als den 20.8. nachmittags um 20 nach 3 zu wählen!

Das ist sogar ein VLN Samstag - besser geht doch gar nicht.

Treffpunkt ist der Parkplatz der Graf-Ulrich-Halle in Nürburg (am Tiergarten Hotel die Straße runter) und Essen & Trinken bringt jeder selbst mit. Ich pack auch mal die Stühle von der Terasse in’s Auto.

Ich schätze mal wir sind nur eine Handvoll Versprengte, sollte also eine gemütliche Geschichte werden. Wenn’s regnet ist auch nicht schlimm, dann gehen wir einfach zu Uschi Kaffee trinken. Wird auf jeden Fall lustig - endlich normale Leute!

Auf Facebook findet Ihr die Veranstaltung hier.

ZO832 | Treffen | Nürburg |


Sonntag, 31. Juli 2016

Mikebericht: WEC 6h-Rennen Nürburgring.

Nach Spa und Le Mans durfte ich natürlich auch am Ring nicht fehlen, als die Langstrecke dort Station machte. Durch die Eifel Rallye musste ich mir die Zeitplanung etwas straffer gestalten - das hatte ich auch noch nie, dass ich an 1 Wochenende gleich bei 2 Veranstaltungen akkreditiert bin. Na, wollen wir uns mal nicht beschweren.

Die Fotos, die ich mitgebracht habe, könnt Ihr alle wieder durch Anklicken vergrößern.

Bei der WEC ist das immer so, dass man nur dann an der Strecke fotografieren darf, wenn man beim Fotografen-Briefing dabei war. Davon gab’s am Sonntag nur eins - und zwar um 8:30. Inklusive der Stunde Fahrzeit von Köln aus war ich also für einen Sonntag schon früh auf den Beinen.

Jeff Carter ist der Presse-Delegierte und auch wenn seine Einweisungen keine besonderen Neuigkeiten enthalten, so ist er doch immer sehr kurzweilig:

Eigentlich ist das auch in Ordnung so die Fotografen auf Spur zu bringen, für die Fahrer gibt es ja auch bei jedem Rennen ein Drivers Briefing.

Danach habe ich mir dann mal den Gridwalk angeschaut - das war ganz schön busy:

Wobei sich bei so mancher Tochter die Begeisterung doch eher in Grenzen hielt - im Vergleich zu den Vätern:

Das Ganze nennt sich zwar Autogrammstunde, aber heutzutage werden die Promis per Selfie erlegt:

Die Aktiven haben sich trotzdem die Finger wundgeschrieben:

Wenn man so durch die Boxengasse schlendert mit allem ihrem Prunk und Protz, dann fällt die Unterkunft der Feuerwehr durch ihre Bescheidenheit auf:

Hier ist Drew Gibson im Einsatz - seine Fotos finden sich hier und das Resultat meines Making-Off ist das hier:

Aber so richtig groß wurde das Gedränge bei Porsche:

Das war sogar so heftig, dass 2 Absperrzonen eingerichtet wurden: eine Gasse für die Autogrammjäger und eine um Fotos zu machen:

Das ist Strecki:

Er hat mir vor Jahren mal im Gegenzug für N-Aufkleber einen schicken Schlüsselanhänger geschenkt (Paracord selbstgemacht). Der mir so gut gefallen hat, dass er inzwischen zum Motorradschlüssel aufgestiegen ist. Ich wollte mich immer mal extra bedanken, aber wie das so ist mit Snailmail, man weiß nicht mehr, wer einem was geschickt hat. Da war ich sehr froh, dass er mich angequatscht hat … “Ich weiß nicht, ob Du Dich noch erinnerst …”. Und wie ich mich erinnere! Vielen Dank nochmal :)

Und weil die kleine Welt klein ist, kennt er den Typen, dessen Auto ich am Freitag vorher hier erwischt habe (Stephan Süsens, krasses Projekt!).

Hat mich auf jeden Fall sehr gefreut den Strecki mal kennengelernt zu haben, das lag mir nämlich schon lange auf der Seele. Quasi jedesmal, wenn ich das Motorrad gezündet habe.

Ein anderer Kämpfer, über den ich mich immer freue, wenn ich die WEC besuche, ist Pierre Kaffer:

Immer fokussiert und leicht kantig - sehr angenehm im Vergleich zu den weichgespülten Werksfahrern. Obwohl man sagen muss, dass es bei der WEC noch geht - bei anderen Serien sind die Maulkörbe größer. Schade für Pierre, das sein Team ByColles im Rennen leider ausgefallen ist.

Das ist das Alpine Straßenauto, dass es bis zur Marktreife schaffen soll:

Porsche ist jetzt im 5.Stock im TÜV Tower untergebracht - dort war vorher BMW. Die VIPs dort werden ordentlich verwöhnt, selbst Mark Webber gibt sich die Ehre:

Dann wurde es aber Zeit für mich, die Startaufstellung unsicher zu machen - es sind zwar nur 20 Minuten, aber man trifft immer ein paar Gesichter und allen ist die Anspannung anzumerken. Die Tribünen bei Start und Ziel sind zu diesem Zeitpunkt auch randvoll mit Zuschauern - dazu das gute Wetter - alles perfekt.

Audi Sport und Marcel Fässler:

René Rast:

Dominik Kraihamer:

Und hier noch ein paar mehr Schnappschüsse aus der Startaufstellung:

Es war auch schön Roelant de Waard und Wolfgang Kopplin wiederzusehen - das letzte Mal hatten wir uns in Le Mans getroffen:

Wolfgang hat sich dann die Kamera geschnappt und auch für mich ein Erinnerungsbild geschossen:

Mark Lieb hatte ich mal nach seiner Le Mans Rolex gefragt, aber die hat er zu Hause gelassen - käm’ wohl nicht zu gut an beim Sponsor Chopard:

Die Tribünen pickepackevoll:

… aber hier ist noch ein Platz frei!

Na? Erkannt?

Doch dann ging es los - Einführungsrunde und fliegender Start.

Die Fotofenster der ersten Kurve waren zum ersten Mal limitiert, nur 16 Leute bekamen Zugang. Aber nur für die ersten 3 Runden - also für die Startbilder.

Für mich war das jetzt kein Drama - ich habe mich innerhalb der Arena aufgehalten - dort hat man viele Möglichkeiten und entsprechend habe ich mich ausgetobt. Wieder einmal mit der zierlichen 100D und dem Kit-Teleobjektiv, allerdings diesmal was das 16–35 L Objektiv als Weitwinkel mit dabei.

Aber trotzdem: der Preis für die kleinste Kamera geht wieder mal an mich!

Die Action auf der Strecke war gut und dank Ringradio war ich auch gut informiert mit Olli und Lars auf dem Ohr. Die beiden haben einen Super Job gemacht - vor allem weil die WEC ja nur einmal im Jahr vor Ort ist.

Hier ein paar Eindrücke von der Strecke:

Zurück im Fahrerlager habe ich auch die Rennleitung gefunden - damit keiner zu schnell fährt:

Vom Boxendach kann man auch ganz gut Fotos machen, wobei der Ausschuss bei 1/40s entsprechend hoch ist:

Es gab noch eine Karte zuviel für den Sp(i)rit of Le Mans Club - die gehen normalerweise für 700 Tacken über die Theke:

Da habe ich dann auch Pierre Fillon - den ACO Präsidenten - beim Pokémonspielen erwischt:

Roelant de Waard war wieder voll in seinem Element. An der Rennstrecke fühlt sich der VP von Ford Europa richtig wohl, denn privat setzt er einen Radical RXC Turbo ein in der Supercar Challenge. Der wird befeuert von einem 3,7L V6 Ford-Motor - na das passt ja. Eine GSX-R 1100 hatte er früher übrigens auch - guter Mann.

Die Gewinner der GT AM:

Was DER Kinderkram soll, erschließt sich mir allerdings nicht ganz - Richter-Lindner-Style vom Feinsten:

Dafür habe ich den FWD Porsche gefunden, der mir auch schon in Le Mans über den Weg gelaufen ist:

Nach dem Rennen werden die Autos teilweise noch einmal gründlichst untersucht - und zwar nicht erst, wenn ein Mitstreiter Protest einlegt, sondern generell. Also so, wie man es normalerweise auch erwarten würde:

Ich bin dann noch um die Autos rumgeschlichen - auch im Parc Fermé - und habe ein paar Details der geschundenen Kämpfer eingesammelt:

Das wird jetzt eine Weile dauern, bis wir die WEC in Europa wiedersehen, denn den Rest der Saison geht es nach Mexiko, USA, Japan, China und Bahrain. Der ACO sorgt jedoch immer für einen guten Livestream und über die offizielle App lässt sich das prima zuhause am TV anschauen. Vor Ort ist es ja immer schwierig alle Details gut mitzubekommen. Von daher freue ich mich auch schon auf das ein oder andere Rennen von zuhause.

FIAWEC | Mikebericht |


Samstag, 02. Juli 2016

Guy Martin hat die Tour Divide geschafft.

Bombenleistung und während er nach 18 Tagen und 6 Stunden im Ziel war, sind die meisten Teilnehmer immer noch unterwegs: von den 185 Fahrern sind erst 23 im Ziel angekommen.

4.364 km mit 56.400 Hm. Das ist übrigens ziemlich genau ein Schnitt von 10 km/h, wenn man Tag und Nacht immer durchfährt - 18 Tage lang. Wieviel Stunden (Minuten?) hat er denn dann insgesamt geschlafen?!

Geiler Typ.

GuyMartin | Divide |


Samstag, 25. Juni 2016

Le Mans 24 Hours - Mike´s Report.

Here I am - back from Le Mans and I really needed a couple of extra days to let the event sink in. So many impressions, even though I only have been there for 2,5 days.

There are two major differences to my usual reports:

  • it’s in English only this time and
  • you can click on all pictures to enlarge them.

This was only my 3rd Le Mans visit after the bicycle trip 2012 and 2013, when I have been granted asylum at the Audi Sport Camp. As often the original plan was completely different: I handed in 1 week vacation and wanted to drive over for Sunday to Thursday. Then back home to enjoy the complex action on a multi-screen setup.

Then this happened: PR of Ford of Germany - the Director Ralph Caba to be precise - got in contact and asked if I want to join their trip from Friday to Monday. Wait - WHAT?

Let me offer some background to put this into perspective: I work for Ford since many years - I joined the organisation after my MSc in 1993 and had to move from London to Cologne. Where I stayed ever since - Ford is my first and only employer. It’s a great company and I work for Dealer IT Strategies for Europe, which I enjoy a lot.

On the other side I work in the Motorsport area in one way or another since even longer. I run my own little business, which is nice because it’s so different to the big corporation. And it contributes to feed the family too.

There was never a link between the two and I made efforts to keep it that way. Work is work and private is private. I would have loved to cover more Ford content in the past, but there wasn’t much happening from Ford in the sport I love so much.

In January 2015 it changed big time when the Ford GT got introduced. Back then it was only a supercar, no mentioning of Le Mans even though everybody hoped it will take part. When Raj Nair came to Cologne one month later for the Focus RS introduction I asked him about Le Mans, but he kept the answer open. At last year’s Le Mans there suddenly appeared a Ford hospitality and then in June at the Le Mans 24 it became official: Ford will race in Le Mans.

Suddenly it was all dreams come true for me and I first met the GT at Spa 6h.

Being a Ford guy I got super-excited, my desktop at work changed to GT in no time ever since it got introduced. I had no connection to Ford Performance though, they are based in US and subject-wise pretty far from Dealer IT too.

And then - out of nowhere - came this call asking if I want to join their flight to France. As you can imagine I made my decision faster than Williams makes a pit stop!

Originally I would have taken my Transit, bike in the back and all equipment properly sorted to deal with anything, which might come up. But flying is a different story - also you have no van on site to quickly alter the equipment.

I had a long thought about how to be able to do my usual photographing and blogging. With the great experiences I had with the 100D both in Spa als well as during the Nürburgring 24 Hours I decided to stick with that: lightweight and flexible beats heavy and bulky.

Ein von renn.tv (@renntv) gepostetes Foto am

This is the kit, which made it into my bag and I carried these items with me all the time:

Proved out to be the right decision, with a schedule packed like this you need to be able to use spare time to get productive. I got myself a larger WLAN SD card just in time. That way the best pictures from the 100D could go straight into my Instagram feed.

I’ve never joined a race based on an invitation and I was really looking forward to what might happen. My journey started at Brühl train station, which has a direct connection to Düsseldorf airport from where we got on a flight to Paris. Once there it took a while to find our shuttle, but eventually this nice Ford Edge turned up:

… and we had a long, but smooth ride through Paris traffic:

In Le Mans I was really impressed by the location of the Ford hospitality. Look at this picture I uploaded to Facebook. Did you know that a smartphone panorama picture is automatically converted by Facebook into the new 360° experience? Give it a try - great feature!

When I looked to the right I got instantly reminded that this will be the first Le Mans without Gustav Büsing. These are the containers, where all the commentators live:

It made me sad - Le Mans will never be the same without him.

Porsche has a permanent base these days, which clearly does come in handy during race weekend:

There was still some final preparation in progress and this picture is another demo of the great tiny 100D: 250mm in 1/60s free hand - shot from pretty far from the other side of the race track:

Little camera keeps impressing me.

Funny to see spectators around, even though there is no track action on Friday:

I would rather do it like these guys and try to sneak into the pits:

Somebody you know maybe?

The small airport is located directly next to the track and there was a constant stream of private jets coming in:

For us it was time to check in into the hotel - which pretty much blew my mind:

Quite a contrast to my usual Transit flat! It was really nice and also silent, but as you can imagine there was no time to enjoy this. We had not a single breakfast there. However it was really nice to the eye. I wonder how long it takes to mow the lawn.

There was a barbecue in the evening and some drivers came along for a chat:

Including Andy Priaulx, who I will always remember for his first appearance at the Nordschleife. Not only because he did it with the beautiful Ja zum Nürburgring Design, but also because he was the first one I remember, who came to the Ring and was directly up-to-speed. It’s pretty normal these days, but it was different back then. He went on to win the Nürburgring 24h that year with Dirk Müller coming in in second - on the mighty BMW GTR, for which I produced that well-know DVD movie.

Andy confirmed he prepared well for that race - to make a difference these days you have to become even more professional.

Billy Johnson - here on the right - played a major part in the development of the GT and it’s GTE version:

Next to him is Dave Pericak - head of Ford Performance - with Mark Truby on the left - VP for Ford of Europe PR.

Sébastien Bourdais came around too, he is actually born in Le Mans:

Did I mention that the hotel was rather nice?

After some sleep it was already race day and we decided to leave early to try to avoid some traffic:

Back at the track Mark Fields was already there and was looking forward to the race:

He is Ford’s CEO since July 2014, when Alan Mulally left the company. I never met him in person, so this was a bit special. He is more or less the boss of 200.000 people - including myself - so I thought I better behave for a change!

It was time for free practice and for us it was the first time to see the cars in action:

GT obviously got a lot of attention:

This is Roelant de Waard:

Europe’s VP for Sales and Marketing. He too is a proper petrol head and seeing him standing there and watching the GTs on track was a real special moment. A kid on Christmas couldn’t be happier and for me it felt really good that we have racers up there in senior management positions.

Track action was nice and the cars came pretty close to the viewing point when they were about to enter the pits:

Next on the agenda was something I was looking forward to: a lap on the race track with a couple of Mustangs. I read about these hot laps before on the agenda and all of us got registered. But again it went completely different: Wolfgang Kopplin - on the right - joined the company in a similar time period as myself and we actually used to work together back then. He went on a steep career path and by now is MD of Ford of Germany. He wanted to know if there is something he shouldn’t miss and clearly these hot laps were my recommendation - can’t get much better right before the start. Only that no places were left anymore and there went my plan: I offered my seat. I actually enjoyed doing that because the more racing finds it’s way into our organisation, the better.

It’s Wolfgang on the right and Matthias Mederer on the left. Matthias works as photographer for RAMP - can’t wait to see his pictures. He was part of our group of 5 from Germany and even though I didn’t hear of RAMP before, it got my attention now.

My change of plans meant that I pulled the garage tour ahead, which was originally planned for the evening:

Even though no pictures were allowed in the pits, this one was fine:

Once in the paddock I had a look around, plenty of known faces like Benoît Tréluyer:

… or Jörg Bergmeister:

If TV viewers could see how it looks on the other side:

The support race was GT3 with LMP3:

The LMP3 were at 3:55, which is GTE level - while the GT3s were at 4:02,7 on this snapshot.

The Rebellion hospitality was rather classy and they had matching beats for this setup:

It was good to catch up with Pierre Kaffer:

Further down the road was another Ford hospitality, which was more geared towards drivers and team. For example Harry Tincknell:

Inside Raj Nair was present:

… as well as Chip Ganassi:

Allan McNish came by too:

By now it was 13:20 and the grandstand packed already:

Grid walk was about to start and I was lucky to sneak in, that’s the trophy they’re all chasing:

I love the way ACO is celebrating the grid walk, people get a chance to experience the atmosphere:

And the team members, who are enjoying the build-up too:

Even kids!

Some took extra risks for that special picture:

While the cars were hidden in the crowd. Yes, that’s a Porsche LMP1 hidden there somewhere:

Rather difficult to make pictures of these cars, one is mostly shooting pictures of people shooting pictures:

Jacky Ickx has been around too - supporting Porsche:

I have to admit I didn’t mind that HJS didn’t cross my way at all during the weekend, as I expected him being super-present all time.

Long arms came in handy:

Loïc Duval was around - I find him very photogenic:

Remember that shot I did back in 2013? It’s one of my all-time favorites - especially as he went on to win the race:

Needless to say that the Audi looked much nicer back then.

It was time to say good-bye to the front row and by moving down the grid it became less busy:

Much nicer.

Especially as I met Mackie Messer - always nice chatting together:

When I finally reached the GT grid it was time to meet Dirk Müller, but also Henry Ford III, who looks after the Marketing side of Ford Performance:

I’m sure we will hear more of Henry Ford in the future!

Since I arrived I was in the hunt for symbolic Ford vs Ferrari pictures and this out turned out nicely: Dirk talking to Sam Bird and Toni Vilander. Toni was part of the no. 82 car, which kept close contact to Dirk´s winning no. 68 Ford until the end:

That’s Sam’s car next to the Ford GTs:

Yes, I’m biased, but the beauty of the Ford is incredible. Even more so as it is a form-follows-function car - just stunning from every angle:

The GT has seen Le Mans the first time 2 weeks prior the race on test day and there wasn’t much data available for them. Other compete since many years and they know what to expect, but this racer needed to learn a lot. I might be wrong, but to me this looks more like trial-and-error than science. Nothing wrong with that, but also illustrates the steep learning curve:

Time for Mackie to join the party:

I continued with my photo hunt and I like that one a lot:

For the team members grid walk can be boring, as it takes so long - on the other side tension is high - this is just 1h before race start!

Which meant everybody but team members had to leave the grid for that classic Le Mans setup:

On my way back to the hospitality I went shopping first:

Daddy can’t come home with empty hands! I really like the 24h logo - it’s such a clever and beautiful layout - and timeless too. And our little girl enjoys it too!

Back home it started to rain - just in time for race start - and umbrellas went up everywhere:

The rain became that strong that the race director decided to start behind the safety car. At Ford people were looking forward to the race - no matter what!

The installation laps became a pretty wet affair, but later the race as such remained dry:

I was a bit surprised to see the marshals without any weather protection, at Nordschleife they a least are allowed to install some kind of roof between the fences:

I did have the luxury of a roof, which was nice and allowed me to concentrate on shooting nice pictures - like this one:

I always miss the Air France parade 5 minutes before the start and this year was no exception:

When you hear them it’s already too late!

The rain was no surprise, as it was forecasted and people came prepared:

All grandstands were packed! What a massive crowd:

It took a while before the race got started properly, but then even the sun came out. The no. 68 car was the one to look out for - here it is already in the lead in the early stages of the race:

After 2 hours it was dry throughout and time for a pit stop:

While we got a chance to visit Michelin:

As a French company Le Mans for them is really important and they supply tires to 33 teams. So how many tires would that be? As it turns out: 6.000! That’s a lot.

We have been fortunate to meet Jérôme Mondain (left) - the Endurance Racing Program Manager - many thanks to Michelin’s Michael Küster (right) for organising this:

I kept asking questions - here is my take out:

  • Tires need to stay 1 hour at 80°C before they can go onto the race car.
  • Pressure is 1,2 bar cold and 1,8 bar hot.
  • In GT they usually drive 3 stints and in 4 in LMP 1. Not because the tire wouldn’t allow more, but everything longer might destroy their strategy due to the maximum allowed driving times of the drivers.
  • The GT3 tires they use elsewhere are the same as the GTE tires they use here.
  • Even though the works teams develop their own tire, they can only choose from a set of options. Michelin does not keep that secret, but instead would allow the competition to test the choice of the others too. However hardly a team makes use of that.

While I did that I noticed some bloke gaining attention:

… which turned out to be Keanu Reeves - Selfie time!

I’ve never heard about Arch Motorcycle Company though - it is actually his own! How cool is that.

But wait, it gets even better:

Co-founder Keanu Reeves has logged tens of thousands of miles on all manner of motorcycles, all over the world. (..) In fact, he’s only ever owned a couple of autos – a vintage Volvo and a contemporary Porsche.

They certainly got a new follower on Instagram now!

Back in the paddock we first went to the team hospitality:

… and to the lounge above the Ford pits afterwards:

You could see pit stops from above - see the GT on the monitor at the time everybody is trying to catch some action.

Back in the paddock I came across more known faces - like Dave Richards:

… or Fritz Enzinger:

Porsche had their engine on display - really nice:

By now it became dark and beauties like this looked even nicer than during the day:

How about a Lego GT40?

They even had a Carrerabahn in the hospitality and the level of detail was amazing:

I used the time for some night action shots:

… and it was good to see that Mark Fields was still around:

We even had a little chat and it was nice to see that he really enjoyed the atmosphere.

Conditions obviously became difficult for pictures, but the little Canon still managed to deliver:

This one was funny, the flash from the grandstand came synchronised with my shot:

I love pictures of people shooting pictures:

We then went back for some sleep and it was another early day in the morning to avoid traffic. I did however see a right hand drive Mustang for the first time - would love to try that:

Back in the paddock I had the best coffee since some time:

I enjoyed shooting - this Ferrari at 1/15s - and followed the race via Radio Le Mans:

It looked good for Ford - but also for Toyota, which I liked a lot.

The second place Ferrari had a problem with the position signal light - but besides that I like the fact that it’s going through the Ford curves on this picture:

After lunch:

… we had the chance to visit Hunaudières:

… which was pretty exciting. Usually you can’t get there as a spectator, but Ford installed a pretty nice visitor point:

Thanks to Radio Le Mans I’ve been in the known throughout and kept my fingers crossed for the no. 68, but also for the no. 5 Toyota:

When we came back I headed back to the paddock - however I was a bit undecided on where to watch. The lounge above the pits was packed:

It was already 15:40 - funny enough it’s 15:40 now too while I write this! - and the grandstand was packed as well:

So I tried to sneak into a pit - preferably the Ford one. Not easy, but I managed (thanks John!).

And what an experience that was! Tension was really high - especially when the Toyota no. 5 broke down right at the finish line - 5 mins before the race ended. That’s Dave Pericak, Raj Nair, Henry Ford and Mark Fields standing in front of the monitors:

That all burst into joy, when the no. 68 crossed the line:

… and needless to say it was very special for me too!

I even got soaked in Champagne, which was an unforgettable moment:

These pictures don’t need any explanation:

However, it was really sad to see the tough luck that hit Toyota, while at the ceremony everything was ready to go:

That’s the moment when everything is flooded with people - and I have been part of it:

Clearly Porsche guys were happy:

… but what I loved most was the way Porsche handled the tragic events after the race.

The no. 5 Toyota, which had a clear advantage and was ready to take the win, didn’t even classify, because it exceeded the maximum time of 6 minutes for the last lap. From the biggest success in Toyota’s history to nothing - within 5 minutes.

While these guys started National Selfie Day:

… I thought it’s time for me too:

I waited for the GT podium and it was nice to see Mark Fields with his son as part of the crowd too:

I’ve never seen equipment like that before:

When I tried to upload something it mostly failed due to the network overload. Lucky us that we had WLAN in the hospitality!

Then they came and it was good to see Dirk up there - now with a Le Mans class win under his belt:

And because Risi Competizione is US based as well, it was an all American affair:

Here they are again: Toni Vilander and Dirk Müller - remember the picture from the grid?

One proud Mr Ford:

… correction: 2 proud Mr Ford!

… and Sébastien Bourdais knew what to do:

Funny that, because the Champagne shower got invented exactly 50 years ago - when the Ford GT first won Le Mans!

It was great to see Sébastien Bourdais up there - the man born in Le Mans:

Only after reading this you realise what a tough job this has been.

The biggest applause however came for this man: Fred Sausset managed to finish Le Mans despite having no legs or arms:

Such a remarkable achievement!

Nothing is safe when the fans assist the teams in getting ready for the journey back home:

And over it was, the race went in no time and it took me a while to sort through all of the impressions I had in such a concentrated form!

Ford’s performance has been a discussion point during and after the event. Clearly I’m biased - who wouldn’t after 22 years of service. Graham Goodwin just published this piece yesterday, which is an interesting read.

Bottom line I’m proud that I was able to witness the race in such intensity and very much look forward to the things to come.

If you made it to here: thank you for reading and I’m always interested to hear your feedback via social or email!

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Montag, 13. Juni 2016

Le Mans 24h Rennen - Essential Links.

Alles was Ihr braucht für das große Le Mans Wochenende, weitere Updates kommen sicher noch dazu und werden ergänzt - wer noch etwas empfehlen möchte: immer her damit. Die Essential Links haben inzwischen ja schon Tradition hier im Blog.

Für mich startet Le Mans auch erstmal von zuhause vor dem Bildschirm, ab Freitag freue ich mich dann vor Ort zu sein um z.B. instagr.am/renntv fleissig zu füttern! Und nein, ich werde nicht mit dem Fahrrad hinfahren :)

Zum leichter merken die kurze URL für die Le Mans Essential Links:

renn.tv/go/lemans24

Offiziell vom Veranstalter:

Live Stream, Timing, Kommentar:

Teamberichte und Live-Bilder:

News:

Sonstige Helferlein:

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Donnerstag, 02. Juni 2016

24h-Rennen oder Ballermann?

Diese Email habe ich noch zum 24h-Rennen bekommen. Ich freue mich übrigens immer über Rückmeldungen von Leuten, die sich nicht unbedingt bei Facebook & Co. mitteilen wollen. Hier einmal Erfahrungen aus Zuschauersicht - das möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten - danke für die Einschätzungen:

Als bekennendem Ring-Süchtigen seit dem 1. Besuch mit Papa 1977 beim 1.000 km-Rennen (da war ich 10) missfallen mir die »Geschehnisse« rund um die Privatisierung und die Vermarktung des Nürburgrings genauso wie den meisten echten Ring-Fans. Ich denke, hierzu ist mittlerweile alles gesagt und deswegen äußere ich mich auch nicht weiter dazu.

Was mir am 24h-Wochenende mal wieder aufgefallen ist: ich schätze mal 2/3 der Besucher kommen mittlerweile nur noch zum Saufen und Abfeiern in die Eifel. Nichts gegen beheizte Pools oder die ein oder andere Disco.

Nichts gegen den ein oder anderen 6er-Pack oder ein paar Schnäpperken nach durchfrorener Nacht am Zaun. Aber dieser Ballermann-Zirkus geht mir mittlerweile gehörig auf den Sack! Das Rennen, der Sport – es scheint kaum noch jemanden zu interessieren. Jedenfalls habe ich – bis auf ganz wenige Ausnahmen – nie Leute gesehen, die das Renngeschehen auch nur ansatz- weise mitverfolgen. Live-Timing, DVBT-TV, Ring-Radio? Fehlanzeige! Dafür die ganze Nacht Proletentechno und Kotzflecken-Slalom.

Und spätestens Sonntagmorgen packt man das Gelumpe zusammen und um 11.00 Uhr ist der halbe Campingplatz leer. Und ich gehe mal nicht davon aus, dass die Leute alle zum Zieleinlauf auf die Tribünen abgezogen sind – die waren in früheren Jahren weitaus voller.

Dazu kommt die »sportliche« Einstellung der Leute: da fliegen im Hagel reihenweise die Autos ab – wohlgemerkt unkontrollierbar – und die »Fans« feiern jeden Einschlag wie Bolle. Kein Gedanke daran, dass es die »Kleinen« besonders hart getroffen hat. Das ganze Jahr haben die am Auto gebastelt, Urlaub und ne Menge Kohle geopfert – und dann werden sie nach 4 Runden ausgelacht. Bei den Youngtimern konnte man das i.ü. auch »erleben«.

Und anstatt das Handy zu zücken sind früher in solchen Momenten reihen- weise die Werkzeugkisten über den Zaun geflogen und man hat die Fahrer in der nächstgelegenen Notbucht unterstützt bis zum Gehtnichtmehr.

Ich erinnere mich an eine solche Szene, als Anfang der 2000er Sonntag- morgens dem Strycek in seinem Stufenheck-Astra im Brünnchen das linke Vorderrad weggebrochen ist…

DIESER Spirit ist m.M. nach mittlerweile völlig abhanden gekommen. Die Zeiten von Käptn Ahab sind vorbei. Die RTL-Welt hat auch bei den Zuschauern gewonnen.

N24h | Blickwinkel | Werkzeugkisten | Ballermann |


Katastrophale Unwetter in der Nürburgring-Region.

Eine Überschwemmung jagt die nächste,Müsch, Adenau, Ahrweiler, ... - alles unter Wasser. Fotos dazu - nichts für schwache Nerven.

Man wundert sich, dass so wenig gewarnt wird - Jörg Kachelmann springt deswegen im Dreieck: Hochwatergate Teil 1 und Teil 2. Auf seiner informativen Seite gibt es aber auch einen Ticker, der aktuell über die Lage informiert.

Es sind aber auch andere Länder betroffen - Schweiz, Frankreich, … es heißt schon, wir müssten uns in Zukunft an sowas gewöhnen. Ich bin gespannt wie lange es dauert, bis die Versicherungsprämien nach oben schießen.

Das hätte übel enden können beim 24h-Rennen für die Camper - gibt es da überhaupt einen (realistischen) Evakuierungsplan?

Jetzt am Wochenende ist Rock am Ring in Mendig - auch ein Tanz auf der Rasierklinge. Die Wetterlage ist nämlich stabil, d.h. das bleibt jetzt erstmal so.

**UPDATE:**

Stefan Niggemeier dokumentiert die Nicht-Warnungen der Öffentlich-Rechtlichen.

Unwetter | Gewitter | Überschwemmung | Klimawandel |


Samstag, 21. Mai 2016

Ford GT in Spa: Krasser Fortschritt bei Onboard-Videos.

Ich habe ja schon viel gesehen - bzw. selber produziert. Aber das hier konnte ich erstmal garnicht glauben: wenn Ihr Euch dieses Video auf dem Tablet oder Smartphone anschaut, dann verändert sich die Perspektive, je nachdem wie man das Gerät hält. Hammereffekt - man hat volle Kontrolle über das Bild und noch mehr das Gefühl, direkt mitzufahren:

bit.ly/fordgt360

So wie ich das verstehe, muss das in der Facebook-App ablaufen, damit es funktioniert.

Hier habe ich es mal in einem Video demonstriert:

Wenn ich dran denke, wie ich vor 10 Jahren den Alzen-Film aufgenommen habe - das war vor Youtube und GoPro. Der Digitaltacho ist einzeln aus Daten zusammengesetzt, die der Jürgen mir damals als Datadump auf dem Datarecording gegeben hat.

Und heute sowas. Wahnsinn.

Ob es das irgendwann auch mal LIVE geben wird? Wobei, die Frage ist wahrscheinlich nicht ob, sondern wann!

Onboard | FordGT | FIAWEC | Spa6h |


Montag, 16. Mai 2016

Mikebericht: FIAWEC Spa 6h Rennen.

Das Spa 6h-Rennen hat sich zu meinem Lieblingsrennen gemausert, aus vielen Gründen. Einer davon ist ein recht emotionaler: als die kleine Mia - inzwischen 2,5 Jahre alt - unsere Familie verlustigt hat, wollten wir ihr natürlich auch ein schönes Zuhause bieten und die 70m² in der Kölner Innenstadt waren da eher suboptimal. Die Wohnungs- bzw. Haussuche gestaltete sich im Kölner Umfeld jedoch als extrem schwierig und so hatten wir es eigentlich schon aufgegeben. Bei meinen Vorbereitungen zum 2014er Spa 6h-Rennen bin ich am Computer dann wieder über den alten Immobilienlink gestolpert und habe interessehalber reingeschaut - und ein interessantes Haus gefunden, dass zu uns passen könnte. Hat es dann auch und nach einer anstrengenden aufregenden Umbauphase wohnen wir inzwischen schon über ein Jahr hier und fühlen uns sehr wohl.

Daran musste ich denken, als ich 2 Jahre später wieder meinen Krempel zusammenpackte, um den Transit zu beladen. Der bei solchen Aktionen als Reise-, Transport- und Wohnmobil natürlich immer voll zur Geltung kommt.

Nach der Akkreditierung war dann mein erstes Ziel auch der Campingplatz, der auf den schönen Namen L’Eau Rouge hört, direkt an diesem kleinen Flüsschen liegt und trotz seiner unmittelbaren Nähe zur Rennstrecke einen romantisch-familiären Charme hat. Genau das Richtige für nach dem Rennstreckenzirkus. Hier ein Blick aus meinem Wohnzimmer:

… und hier auf die echte Eau Rouge Kurve:

Aber vorher noch dieser Hubschrauberlandeplatz am Akkreditierungshotel, an dessen Idylle sich die Ring-Vergewaltiger eine Scheibe abschneiden können:

Nachdem die Formalitäten erledigt waren:

… und ich zum ersten Mal einen FWD 911er gesehen habe:

… ging es endlich zur Strecke. Und direkt mitten in’s Getümmel. Bzw. in das Cateringzelt von Ford - zählt das eigentlich als Arbeitszeit, wenn ich bei Ford Mittag mache? ;)

Andy Priaulx hat seine Erfahrung auch mit ein paar Kilos aufgerundet, aber seiner Schnelligkeit hat beides nicht geschadet:

Markus Schurig habe ich öfters getroffen, aber er wirkte immer wie auf der Flucht. Außer natürlich, wenn Alex Wurz ihn in die Geheimnisse der toyotanischen Kaffeekunst einweiht:

Gefehlt hat mir allerdings Gustav Büsing - ich dachte immer, jetzt kommt er irgendwo um die Ecke :/

Bei Porsche war Mark Webber unglaublich belagert, er war quasi immer da, wo die Menschentraube hing:

André Lotterer:

… hatte wieder seinen schönen Sport Quattro dabei - das hat inzwischen Tradition beim belgischen WEC-Lauf:

Der größte Kasper durfte natürlich auch nicht fehlen - passend zu seiner Rolle sitzt er inzwischen auch direkt am Eingang:

Als erstes ist mir der neue Ford GT vor die Linse gefahren:

… obwohl ich dafür nicht solche Kapriolen veranstaltet habe:

Ist ein schönes + schnelles Auto geworden, den Sound schluckt natürlich hauptsächlich der Turbo. Ist beim neuen Ferrari 488 auch nicht anders - und weil bei den GT-AM auch noch ein 458 mitfährt, ist das im direkt Soundvergleich besonders bitter.

Bei den Audi sind mir dann diese Windsplits aufgefallen:

Sowas kennt man eigentlich seit den 70ern nicht mehr. Alles kommt wieder? Mich würde mal der Grund interessieren - nur Aerodynamik? Rein optisch könnte es auch dazu dienen eine Mindesthöhe in der Bauform zu erreichen, die vielleicht anders nicht möglich wäre? Weiß da jemand etwas zu?

Ansonsten lässt sich zum dem Audi nur sagen, dass er furchtbar hässlich ist, egal aus welcher Richtung man schaut:

Außer die Heckflügel-Endplatten - die sind geil.

Hab ich schon erwähnt, dass das Wetter vom Allerfeinsten war? Kein Tropfen Regen und angenehme Temperaturen - das ist man von Spa nicht gewohnt. Hat einige Leute überrascht, weil es mit der Haltbarkeit der Reifen Probleme gab. Andere wurden in ihren Büros gegrillt, aber wofür gibt es denn Dachluken:

Die Zuschauer sind inzwischen alle als Publizisten unterwegs - wobei ich so einem USB-Stecker in der Höhe nicht unbedingt als Befestigung vertrauen würde. Haben deswegen alle in der Boxengasse Helme auf?

Sind die Boxenstände per Reglement definiert? Diese 3 Teams haben jedenfalls ihr Vertrauen demselben Lieferanten geschenkt:

Sam Bird (rechts, neben Davide Rigon) hatte Interessantes zu berichten, denn er ist vom LMP in die GT-Klasse gewechselt:

Eau Rouge im LMP voll zu fahren ist weniger ein Problem als im GT. Obwohl der LMP schneller ist, aber dem GT fehlt es einfach an Anpressdruck. Hätte ich so jetzt auch nicht erwartet, dass es im GT schwieriger ist als im LMP.

Wenn Ihr mal in Spa beim 6h-Rennen seid, solltet Ihr unbedingt den Freitagabend einplanen, um in die Boxengasse zu schleichen. Dort kann man in Ruhe auf- und ablaufen, kaum jemand da und man kann die Autos von der Nähe betrachten:

Erwähnte ich schon die Häßlichkeit des Audis?

Am nächsten Morgen - Samstags - war es dann auf dem Campingplatz in der Früh noch mächtig frisch, also erstmal Frühstücklektüre in der Sonne:

Im vorbildlichen WEC Guide werden nochmal die Hauptunterschiede der Werks-LMP1 gelistet.

Porsche mit dem 2L V4 Turbo:

Audi mit dem 4L V6 TDI:

Und Toyota mit 2,4L V6 Turbo:

Kein Wort in diesem Zusammenhang, dass der Audi ein Diesel ist. Nebensächlich heutzutage?

Auf dem Weg zur Strecke - das Rennen startet ja erst um 14:30 am Samstag nachmittag - ist mir dann Richard Gabeler über den Weg gelaufen. Und wir hatten uns viel zu erzählen, also erstmal ein Kaffee:

Aber langsam wurde es ernst - hier als Einstimmung eine Onboardrunde mit Mark Webber.

Als Fotograf sollte man die Startaufstellung auf keinen Fall versäumen:

Die Tribünen waren gerammelt voll - ein tolles Bild:

Die Österreicher waren auch zahlreich vertreten - auf diesem Bild sind 2 Echte und 1 Möchtegern:

Atze Berger war leider nicht vor Ort, dafür aber seine Radmutter:

Zwei ganz besondere Sportler: Henri Pescarolo und Romain Dumas.

Bei Alex Wurz faszinieren mich 2 Dinge besonders: dass er mal BMX Weltmeister war und dass er seine Helme selber lackiert. Er lässt sich offensichtlich auch nichts in Social Media vormachen:

Da hab ich mir gedacht: das Bild suchste mal! Und habe es auch wirklich bei Twitter gefunden.

Und weil er es als Panoramabild gemacht hat, müsste ich doch eigentlich auch mit drauf sein? Und tatsächlich, ganz rechts am Rand, mit der hellen Jeans, kann man den Mike gerade noch so sehen. Witzig :)

Früh genug, um nicht überfahren zu werden, bin ich dann zur ersten Kurve gegangen:

Unterwegs ist mir noch dieser Pfeil aufgefallen, weiss jemand was der soll?

UPDATE: Ich weiss jetzt warum, danke für die Info: der ist noch vom Pitwalk übrig - da sind die Zuschauer rein und raus.

Bei Audi wird nichts dem Zufall überlassen, nichtmal bei der Werbung:

Fotografen-technisch ist einiges gebacken bei der WEC - und in Spa konnte man auch einige Ring-Nasen treffen. Diese schwarzen WEC Fotowesten waren neu für diese Saison, sehr schick, Zillionen von Taschen und Rekordpfand von 250€:

Ist schon was Besonderes, wenn die LMP angestürmt kommen:

Wie eng gefahren wird, kann man hier gut erkennen. Zur Erinnerung, wir sind bei einem 6h-Langstreckenrennen:

Ich war froh, den Ford GT gebührend ablichten zu können:

Und so ein 6h-Rennen gibt einem natürlich auch sonst viel Gelegenheit die Kreativität voll auszuleben:

Meine Top 24 Fotoauswahl habe ich hier in einem Extra-Post gesammelt: mikefrison.com/3345.

Es war ein Mega-Rennen und der Ausflug nach Spa hat sich voll und ganz gelohnt.

Am Sonntag war dann mein gemütlicher Rückreisetag. Mitten in den Ardennen bei strahlendem Sonnenschein bekommt man richtig Lust auf´s Motorradfahren! Wie gut, dass ich zufällig eins dabei hatte:

Ein Kaffee hier:

… eine Pommes da:

… dazwischen ein paar schöne Ardennen-Sträßchen - so lässt sich der Abschied prima noch etwas hinauszögern.

Eine Rennzusammenfassung kann man sich hier anschauen:

youtu.be/bCWxbmkmaAM

Bei Daily Sportscar gibt es einen Rennbericht und das Ergebnis in Bildern.

Und der heftige Unfall von Stefan Mücke im Ford GT war zum Glück nur Materialschaden:

youtu.be/ULRJXCCTmlQ

Ich habe mir auch - nach langer Zeit mal wieder - extra die MSa gekauft, aber das war echt enttäuschend. Wenn man an der Strecke fotografiert, entgeht einem natürlich sehr viel - aber nach der MSa-Lektüre ist man auch nicht viel schlauer.

Die meisten Bilder habe ich übrigens mit der Canon 100D gemacht - mit dem serienmäßigen Plastikbomber Kit-Objektiv: leicht und handlich, und immer zur Stelle, wenn man sie braucht. Ein gerne unterschätzter Underdog - genau mein Geschmack.

Die 2017er Ausgabe vom Spa 6h-Rennen ist geplant für den 6.Mai - bei mir jetzt schon rot im Kalender markiert.

FIAWEC | Spa6h | Mikebericht |


Sonntag, 15. Mai 2016

Übrig Ns vom Pfingstsonntag - Update 3.

Diesmal habe ich etwas übrig, was man in zwei Wochen gut gebrauchen kann:

Was soll ich mit 6 Gastkarten für das 24h-Rennen? Ich möchte die treuen Blogleser belohnen, die kein Facebook oder Twitter benötigen, um hier vorbeizuschauen.

Die ersten 6, die mir eine Email schreiben mit ihrer Adresse und 24h-Rennen im Betreff, bekommen je eine der Gastkarten, die mir der ADAC zur Verfügung gestellt hat, zugeschickt. Kein Liken oder Sharen Bohei, sondern einfach so.

Wenn die ersten 6 Emails bei mir angekommen sind, werde ich den Eintrag updaten.

UPDATE:

Und aus - alle Karten weg! :) Danke für die Mails, Glückwunsch an die Gewinner und viel Spaß beim Rennen!

UPDATE 2:

Ich bekomme immer noch Mails von Leuten, die die Karten möchten. Daher nochmal deutlicher: leider alle weg! Das war nach 30 Minuten erledigt ;)

UPDATE 3:

Genau das habe ich gemeint mit Bohei.

N24h | Gastkarten |


Montag, 09. Mai 2016

FIAWEC Spa 6h renn.tv Fotoauswahl.

Was für ein Rennen - super Wetter noch dazu - hier meine Top 24 Fotoauswahl. Klick auf’s Bild für die 1920er Version - oder Besuch bei facebook.com/renntv.

FIAWEC | Spa6h | Fotoauswahl


Dienstag, 26. April 2016

Reputation - Erarbeitet oder erkauft?

Wem kann man heute noch trauen? Selbst Facebook-Kommentare werden wie Waffen eingesetzt:

Dass man sich seinen guten Ruf erarbeiten muss, gilt heute nur noch bedingt. Mit nur wenigen Klicks kann man sich im Netz Fans und Likes kaufen, Agenturen wie „Fanslave“ bieten schon für 89 Euro „1000 echte Fans“ an. Die feinere Art der Rufoptimierung nennt sich Reputationsmanagement.

Es geht um Carsten Maschmeyer und seine Kumpels, die auf einmal erstaunlich beliebt sind.

Die vorgestellten Praktiken erinnern an das Protestmanagement der Konzerne neulich.

Reputation | Maschmeyer | Kommentare |


Sonntag, 17. April 2016

Heftiger Unfall von Nico Bastian beim N24h Qualirennen.

Quasi ungebremst in der Hohenrain Schikane in die Reifenstapel (Video) - der Alptraum an der schnellsten Stelle der Nordschleife. Gut, dass er ..



.. unverletzt aussteigen konnte und sich auch schon gemeldet hat, dass es ihm gut geht.

Er erwähnt auch, dass nach der Unfallursache geforscht wird, wodurch ein Fahrfehler ja mehr oder weniger ausgeschlossen ist.

Wie sieht das eigentlich mit der Haftung des Herstellers aus bei diesen Kaufautos?

Die Ergebnisse der 72 (!) Starter sind hier und die Rundenzeiten sind ziemlich exakt auf dem Niveau des Vorjahres (schnellste Runde 8:19,226 gegenüber 8:18,690 von N24h 2015).

FIAGT3 | N24h | AMGGT3 | Bastian |


Donnerstag, 14. April 2016

Neuer BoxNstop Imbiss im Alten Fahrerlager.

Frisch fertig geworden und wird von Thomas Retterath betrieben, der auch im Neuen Fahrerlager den Box77 Imbiss betreibt.

Originelle Namensgebung - da bekommt Pommes-rot-weiss eine ganz neue Bedeutung.

BoxNstop | Box77 |


Donnerstag, 31. März 2016

Schlagerfestival Déjà Vu.

Sagte ich: das erste - und letzte - Schlagerfestival am Ring? Da hab ich wohl die Rechnung ohne den Wirt хозяин gemacht:

Kölner Schlager-König rockt den Ring, Markus Krampe plant Nachfolge-Party des legendären Festivals.

Mit Nachfolge meinen die allen Ernstes Rock am Ring.


Donnerstag, 10. März 2016

Malu Dreyer zweifelt selber an der Demokratie in Rheinland-Pfalz.

Anders kann ich mir nicht erklären, wieso sie eine Petition für mehr Demokratie gestartet hat.

Ausgerechnet jene Ministerpräsidentin, die z.B. auf Facebook jeden ansatzweise kritischen Kommentar löscht und die in der kurzen Zeit ihres geerbten Ministeramtes schon mehrfach ihr wahres Gesicht gezeigt hat.

Für mich der WTF des Tages.

Dreyer | Demokratie | Landtagswahl |


Dienstag, 23. Februar 2016

Da geht´s rund Froilein!

So ein Spruch reicht aktuell im hochhysterischen Rheinland-Pfalz, damit die Polizei einen auf der Arbeit besucht und mit den Handschellen winkt.

Kein Witz, ist heute einem der Wippermänner - Alex Lemmer - passiert.

Das ist der Post:

Und das ist dann passiert:

Die Cyberanalysten des Staatschutzes beim Polizeipräsidium Koblenz halten Lemmers Beitrag für verdächtig, sie stufen ihn als Bedrohung ein. (..) So wurde die besagte Person von Beamten der Polizeiinspektion Hachenburg aufgesucht. Laut Lemmler war es gegen 15 Uhr, als er an seiner Arbeitsstelle – Lemmer ist Fertigungsleiter in einer Schilderfabrik in Nistertal im Westerwald – Besuch von den Beamten bekam.

Normalerweise würde man sagen, dass die Nerven bei der rheinland-pfälzischen Regierung blank liegen - aber ich bin mir gar nicht sicher, ob man da noch von Nerven reden kann. Kopflos und hysterisch um sich schlagend nach allem, was irgendwie bedrohlich sein könnte.

Ich hoffe die Wähler in diesem Bundesland wissen, wen sie am 13.März aus der Staatskanzlei jagen werden. Ich sag nur:

Malu Dreyer Abschiedsfeier.

Lemmer | DGRF | Froilein | Dreyer | Landtagswahl | Polizei |


Sonntag, 21. Februar 2016

Wie hat der Mike vor 15 Jahren gebloggt?

Das Internet vergisst nichts und die Motopartner Rennteam Seite hat noch ein paar Altertümchen auf Lager:

Im Juli 2001 ging es mit dem beigen Bomber nach Magny Cours - damals gab es eine Deutsche Langstreckenmeisterschaft und der Lauf in Frankreich war ein 8 Stunden Rennen. Genau die richtige Distanz, um zu Zweit anzutreten und Christian Kohlhaas ließ sich nicht lange bitten.

Ebensowenig wie sein Cousin Martin - beide heute wieder vereint in Martin’s Racing One Ferrari Aktivitäten.

Und weil die Berichte noch im Netz stehen, kann man gut nachlesen, wie der Mike sich schon damals das Erlebte von der Seele geschrieben hat: Teil 1, Teil 2 und Teil 3.

Habe es als schöne und entspannte Veranstaltung in Erinnerung und sie wäre auch als 1000km-Rennen durchgegangen, denn das war genau die Distanz, die wir nach 8h hinter uns gebracht haben.

Obwohl wir ziemlich naiv die Sache angegangen sind, denn wir wussten z.B. nicht, dass man in dieser Serie auch Regenreifen aufziehen darf. Ich werd nie vergessen, wie Martin nach dem Training mit den Ergebnislisten in der Hand mit den Worten zurückkam: Ich fahr sofort nach Hause! Ihr seid Letzter! Stellte sich nämlich raus, dass wir wohl doch die einzigen waren, die keine Regenreifen hatten. Und unser Joker bei abtrocknender Strecke am Schluß nochmal rauszugehen wurde auch vereitelt, weil wir natürlich auch nicht wussten, dass die Boxengasse 15 Min. vor Schluß zumacht. Grmmpf.

Egal, am Renntag war es trocken und aus dem 44.Startplatz wurde dann doch noch ein versöhnlicher 11.Gesamtrang. Sonst hätte uns der Martin auf der Heimfahrt wohl auch im französischen Niemandsland an der Autobahn ausgesetzt ;)

Es ist viel passiert in den vergangenen 15 Jahren und um das mal in Perspektive zu setzen: 2001 gab es weder Facebook (2004), GoPro (2004), Youtube (2005) oder iPhone (2007).

Kohlhaas | RacingOne | Ferrari | BeigerBomber | MagnyCours | 8hRennen |


Freitag, 05. Februar 2016

Le Mans Starterliste 2016 mit 60 Fahrzeugen.

Heute hat der ACO bei einer Pressekonferenz die 2016er Starterliste veröffentlicht. Statt 56 gehen dieses Jahr 60 Teilnehmer an den Start: 9 LMP1 (davon je 2 Audi, Porsche, und Toyota), 22 LMP2 und 28 GT (je 14 AM und 14 PRO).

Ford tritt mit insgesamt 4 GT in der PRO Kategorie an, also nicht nur die beiden WEC Fahrzeuge, sondern zusätzlich auch die beiden aus der IMSA Serie.

Und Toyota hat kürzlich sein 2016er Auto vorgestellt - gefällt mir sehr gut!

UPDATE:

Der Toyota auf dem Bild ist noch der TS040 - das Nachfolgemodell TS050 wird erst bei den Tests in Paul Ricard vorgestellt. (Danke!)

LeMans | LM24 | FordGT |


Mittwoch, 03. Februar 2016

Motorsport-Übertragungen in der Zukunft.

Wir erleben gerade eine sehr spannende Phase, denn viele althergebrachte Traditionen in der Übertragung von Motorsport-Veranstaltungen werden durch moderne Ansätze abgelöst. Rolex24 hat die Latte wieder etwas höher gelegt mit einer durchdachten IMSA Live-App, Bathurst kündigt erweiterte Timing-Funktionen an - während das 24h-Rennen am Ring bzw. ADAC Nordrhein bzw. Wige meint, dass ein neuer TV Vertrag das Gelbe vom Ei sei. Und MotoGP will uns 21 USD für eine Timing App abknöpfen!

Durch die an Fahrt gewinnenden technischen Möglichkeiten der Rennübertragungen sind völlig neue Konkurrenzsituationen entstanden. Eine etablierte Veranstaltung wie Dakar sieht sich auf einmal mit einem Endurancerennen in Dubai konfrontiert und Schwergewichte wie MotoGP, Formel 1 oder Le Mans bemühen sich in fremden Gewässern zu fischen, denn neue Anhänger zu gewinnen und damit zu wachsen, wird zunehmend schwieriger. Da gräbt man dann schon-Motorsport-Fans bei existierenden Veranstaltungen ab.

Ein weiterer Aspekt ist, dass sowohl die Werbetreibenden als auch die teilnehmenden Marken global auf allen Märkten vertreten sind. Ein Rennen in Australien macht z.B. für Audi oder Aston Martin genauso viel Sinn wie ein Rennen in Amerika, Asien oder Europa. Und noch viel mehr Sinn macht es, wenn es den Veranstaltern gelingt, ein weltweites Publikum zu erreichen.

Der Rolex24 Hashtag war am Sonntagmorgen trending - in Deutschland! Alles richtig gemacht Daytona.

Zusätzlich kommt es den Verantwortlichen zugute, dass es auch den Zuschauern einfacher gemacht wird zueinander zu finden. Wo man früher gut versteckte Special Interest Foren ausfindig machen musste, reicht es heute den richtigen Twitter Hashtag zu kennen.

Die Fahrer, die natürlich auch in einer besonderen Konkurrenzsituation zueinander stehen, haben den Trend als erste erkannt und arbeiten fleissig daran ihre Follower zu bedienen. Als ich 2013 zum ersten Mal die Social Media Aktivitäten des kompletten Le Mans Starterfeldes untersucht habe, war das Thema noch relativ jungfräulich. Heute veröffentlicht der ACO Twitter/Facebook/Homepage aller Teilnehmer mit gelassener Selbstverständlichkeit. Besonders engagierten Fahrern gelingt es ihren Marktwert durch ihre eigene Reichweite nach oben zu kurbeln - im Windschatten von Ken Block, der es allen vorgemacht hat.

Schöne neue Welt, doch sie birgt auch einige Risiken. Denn das Jahr hat nur 52 Wochen und es kommt zwangsläufig zu Überschneidungen. Wem es gelingt, den Fan für die gesamte Saison zu begeistern, der sitzt bei solchen Konflikten in der Pole Position.

Es ist immer noch alles im Fluss und sortiert sich - eine gute Gelegenheit für die Serien, sich zu profilieren. Als Zuschauer steht man nämlich immer noch vor dem Problem, auf Anhieb die richtigen Quellen für den perfekten Renngenuss zu finden. Auch kommen die Zuschauer mit unterschiedlicher Vorbildung, was es den Kommentatoren nicht einfacher macht, den richtigen Informationsgrad zu finden. Merkt man jedesmal erschreckend bei RTL und F1, wobei sich auch die Theorie tapfer hält, dass die es einfach nicht besser wissen.

Was wäre also das optimale Setup? Veranstaltungen müssen zwingend kostenlos (!) und weltweit (!) frei empfänglich sein. Wer das versteht, wird sich durchsetzen und andere verdrängen - und damit die Reichweite in die Höhe schrauben.

Über die hohe Reichweite wird die Vermarktung erzielt, denn für die Sponsoren der Teams und der Serie an sich ist das die einzige Kenngröße, die zählt. Wer hier vorne mit dabei ist, kann die Reklamekosten diktieren!

Wenn die etablierten Serien die Zeichen der Zeit nicht bald erkennen, dann sind sogar Newcomer Serien in der Lage ihnen das Wasser abzugraben. Wenn sie von Anfang an mit dem richtigen Konzept (s.o.) die Zuschauer fesseln und an sich binden. Der Druck auf die Veranstalter wird sich weiter erhöhen, denn Werbetreibende fordern möglichst hohe Reichweiten.

Goldene Zeiten für Motorsport-Zuschauer - auch wenn einige Serien noch hinterherhinken. In diesem Zusammenhang könnte man den N24h TV Vertrag zwar nett finden, aber viel wichtiger sind Stream, Timing und Hintergrundinformationen für eine globale Zuschauerschaft. Und solange es an den essentiellen Grundlagen krankt, sollte man sich nicht mit so etwas nebensächlichem wie TV Rechten aufhalten. Diese nützen nämlich nur einem: demjenigen, der sie verkauft. Sowohl Zuschauer als auch Veranstaltung wäre mit frei und stabil laufendem Stream viel mehr geholfen!

Vor ziemlich genau 3 Jahren habe ich das Thema schon einmal aufgegriffen und die Situation prognostiziert, die wir heute erleben. Inklusive den Essentials, die das 24h-Rennen braucht, um sich international durchzusetzen.

Da steht nichts von neuem TV-Vertrag.

Geoblocking | DigitalGrid | Stream | Hashtag | Prognose | nachgedacht |


Sonntag, 24. Januar 2016

Treffen von Interessengemeinschaft Langstrecke und Streckensicherung.

ILN:

Ein großer Schritt für ein besseres und verständnisvolleres Miteinander. Am gestrigen Freitag gab es eine erste gemeinsame Sitzung aller Abschnittsleiter Streckensicherung Nürburgring mit Teilnehmern der Fahrer AG, ILN, VLN und CNG. Unter anderem wurde der Code 60 Vorschlag der Fahrer AG besprochen. Nach Erklärung durch die Fahrer AG und anschließender intensiver Diskussion wurde der Code 60 Vorschlag ohne Gegenstimme von den Abschnittsleitern angenommen. Somit ist der Weg für die neue Code 60 Regelung geebnet (doppelt Gelb max 120 km/h, ab Code 60 Flagge max 60 km/h). Es war wichtig, dass neben den Fahrern auch die Streckensicherung für die neue Regelung Code 60 steht. Der DMSB wurde über diese Entscheidung informiert. Wir gehen davon aus, dass eine Bestätigung des DMSB nunmehr kurzfristig erfolgen wird.

DMSB | Langstrecke | Interessengemeinschaft |


Mittwoch, 20. Januar 2016

ML Dreyer im Postillon.

Na das ging ja schnell!

SPD und Grüne halten sich so lange die Augen zu, bis AfD verschwunden ist.

Ist die AfD bald Geschichte? Mit einer neuartigen Taktik wollen die Regierungsparteien Grüne und SPD in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz dafür sorgen, dass die “Alternative für Deutschland” beim Wähler keine Chance hat: Sie halten sich ganz einfach so lange die Augen zu, bis die AfD von alleine verschwunden ist. “Sind sie schon weg? Kann ich wieder gucken?”, fragt Winfried Kretschmann (Grüne) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), und linst vorsichtig zwischen zwei Fingern durch.

Auch ansonsten kein Medium, das sich in Deutschland nicht mit dem Thema beschäftigt hätte. Und die SPD natürlich hoffnungslos überfordert, weil sie es mit einem Mal nicht mit hörigen RLP Quellen zu tun hat.

Aber genießen wir erstmal den heutigen Tag, Dreyer´s Postillon Auftritt war wirklich überfällig.

Dreyer | Postillon |


Donnerstag, 14. Januar 2016

Verstappen im Schnee.

Das ist ganz schön krank, da hindern die Schneeketten auch nichts dran! 👏🏼


Dienstag, 12. Januar 2016

Auf Initiative des DSK.

BOOH, wenn ich das schon sehe, dann will ich eigentlich gar nicht mehr weiterlesen.

Die einzige Initiative des DSK besteht doch darin das Fähnchen zu ölen, das sie in den Wind hängen. Damit sie - und Präsident Ziegahn vorneweg - jede Windrichtungsänderung sofort mitbekommen.

Stellt Euch vor, es gäbe im Motorsport nur den DSK und den DMSB, dann würde sich kein Rad mehr drehen.

Christian Menzel regt sich über den Trittbrettfahrerverein auch schon seit zwei Tagen auf.

Womit wir schon bei Thema wären, denn gestern gab es ja dieses Gespräch zwischen DMSB und Interessengemeinschaft Langstrecke (Olaf Manthey) in Frankfurt. Während die einen jubeln, sind andere eher kritisch.

Sucht Euch was aus.

Neben den bürokratischen Auswüchsen, die man wieder auf Normal bringen möchte, sind die wahren Probleme eigentlich ganz andere. Nämlich zum einen die ungesund hohe Quote an Kaufautos und zum anderen die Zulassung der zu schnellen GT3 Flugzeuge für die Nordschleife.

Auf Initiative des DSK macht sich dieser übrigens heute Abend ein Bier auf. Und legt die Füsse hoch. Denn morgen wird wieder ein anstrengender Tag, das Fähnchen will frisch geölt werden!

DMSB | DSKeV | Ziegahn |


Freitag, 08. Januar 2016

DMSB Präsident meldet sich zu den aktuellen Ereignissen.

Mit einem fröhlichen Holladrio! Oder hat jemand was anderes erwartet?

DMSB | Stuck |


Donnerstag, 24. Dezember 2015

Die Tieferlegung der Quiddelbacher Höhe ...

... wurde erfolgreich abgeschlossen. Botox für die Nordschleife - passt leider in die heutige Zeit.


Samstag, 14. November 2015

Übrig Ns vom Samstag.

Die GTLM Version vom neuen BMW M6 sieht ziemlich furchterregend aus.

Jim Glickenhaus bringt 3 Autos zum 24h-Rennen 2016: den P 4/5C und zweimal SCG 003C. Beeindruckend! Das sind Eigenkonstruktionen! Echter Sportsmann mit Benzin im Blut. Und natürlich genug Geld auf dem Konto.

Am Samstag den 5.12. findet zum 6.Mal der Frikadelli Weihnachtsmarkt statt. Natürlich in Barweiler bei Frikadelli Racing.

Wie geht’s eigentlich dem Audi? Zumindest ist er nicht ganz alleine mit den vielen Italienerinnen (hinten links!)

Ergebnisse der Rallye Köln-Ahrweiler nach WP gelistet.

Ok Edeka, I’m sold!

Angeblich sollen mit einem Pagani Zonda Revolucion eine 6:30 gefahren worden sein. Ohne Video, dafür aber mit Tempolimit?

UPS gibt viel Geld für Werbung aus - auch via Motorsport Sponsoring. Immer auf der Suche nach Aufmerksamkeit und gutem Brand Image. Was wenn UPS - bei der gleichen Zielgruppe - aber megamässig verkackt und es dem Geschädigten gelingt es viral der Welt mitzuteilen? Da nützt die ganze Werbung nichts mehr, hätten sie mal besser vernünftig ihren Job gemacht.

Was wäre das schön, wenn der Erftlandring in Kerpen-Manheim genauso wie heute erhalten werden könnte. So eine geschichtsträchtige Bahn kann man doch nicht einfach verlegen!

Die Liste der Abgasproblemautos von VW wird langsam unübersichtlich.

BMWM6 | FIAGT3 | Glickenhaus | Frikadelli | Audi200 | RallyeKAW | Pagani | Erftlandring | Dieselgate |


Mittwoch, 11. November 2015

Übrig Ns vom Mittwoch.

McLaren MP4/4 geht immer.

In Amerika liegt der staatliche Zuschuss für den COTA bei 19,5 Mio USD. Reicht aber nicht, damit die Strecke überleben kann - besonders wenn es ein verregnetes Wochenende war.

Toyota’s Toyoda hat das WRC Projekt von Köln nach Finnland zum Tommi Mäkinen verlagert. Hat - Überraschung! - ordentlich Unruhe reingebracht.

Du weisst, dass die Saison schon wieder vorbei ist, wenn Race of Champions vor der Tür steht. Kommendes Wochenende in London.

Facebook ist stolz auf 8 Milliarden Video Views pro Tag. Stellt sich raus, dass über die Hälfte davon illegale Rips / Uploads sind. Aber wer wird sich schon an so einem Detail stören.

Alex Wurz geht in Rente. Bin schon gespannt, was er dann macht! Wer mit 12 schon BMX Weltmeister war und seine Helme nach wie vor selber designed / lackiert - da können wir sicher sein, dass sein Einsatz und seine Kreativität weiter die Welt bereichern werden.

Wilhelm Hahne mit einem schönen Beitrag zu Anstand und Moral - Eigenschaften, die heute kaum noch jemand zu verteidigen scheint. ADAC, FIFA, DFB, VW, MotoGP - was kommt als nächstes?

Aus dem kleinen Massa wird mal was! Und der Pokal für den Vater der Woche geht natürlich an Felipe!

Der neue 911er kann ja vielleicht alles besser, aber: I have long said that, crazy GT3 versions aside, the 911 is now a car for people who don’t actually want a 911, just the image that goes with it. This new 911 takes that idea and doesn’t so much run with it as sprint off the pitch, out the gate, down the road, over the hills and far away. It is at once the most impressive and least-charming new 911 I have driven in the last 10 years.

Dieter Scharnagl ist verstorben. Er wurde 74 Jahre alt.

Zandvoort möchte die Formel 1 zurückholen.

Video: 24h-Rennen 1986. Genial!

Video: RUF CTR Nordschleife Onboard mit Stefan Roser. Ganz offiziell von RUF hochgeladen. Witziger Zufall, hatte ich nämlich vor kurzem erst hier.

Und dann war da noch die Maschine, die ganze Autos frisst!

McLaren | Toyota | Wurz | MotorKritik | Massa | Porsche | RUFCTR | Scharnagl | Zandvoort | Roser |


Samstag, 31. Oktober 2015

Übrig Ns vom Samstag.

Guy Martin hat ein Buch geschrieben: When You Dead, You Dead.

Valentino Rossi hat dann mal Einspruch eingelegt.

Am Wochenende ist wieder WEC und die Audikutscher haben diesen netten Clip mitgebracht.

Die Chance stehen nicht schlecht, dass Juan Pablo Montoya für Porsche in Le Mans startet.

Darren Cox verlässt Nissan nach 18 Jahren.

Für Rock nicht am Ring ist der Vorverkauf gestartet worden - ab 170€ ist man am 3.–5.Juni 2016 mit dabei. Nicht am Ring, da hat man Lieberberg mit maximaler Arroganz den Stinkefinger gezeigt - sondern In Mendig, wo man die Veranstaltung mit offenen Armen empfängt.

Der getarnte Regierungssprecher Dietmar Brück hat in seiner Rhein-Zeitung wieder mal einen Jubelartikel untergebracht - zum Glück gibt es Wilhelm Hahne, der die Alles-super-Alles-toll-Märchen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt.

Von Jörg Lindner haben wir lange nichts mehr gehört. Wie wäre es mit einer Insolvenz eines seiner Medico Fonds?

Schwer verdaulicher Lesestoff zur Deutschen Bank - die kennen wir ja auch aus dem unrühmlichen Nürburgring Verkaufsversuch. Ein paar Einblicke hinter die Kulissen, wie die Vorstände da so ticken.

Der Börsengang von Ferrari hat einige Details das Licht der Welt erblicken lassen: die Einkünfte von Sponsoring, Merchandising und Licensing liegen in der Region von $473m pro Jahr - quasi ein Formel 1 Programm für umsonst.

GuyMartin | Rossi | Montoya | RockAmRing | DarrenCox | Medico | Ferrari | DeutscheBank |


Montag, 05. Oktober 2015

24h-Gewinner Laurens Vanthoor mit üblem Unfall.

Hat sich Bein und Hüfte gebrochen - so ist es passiert.


Sonntag, 04. Oktober 2015

F1 Fahrer Jaime Alguersuari beendet Motorsport-Karriere als 25-jähriger.

Es gab Zeiten, da war man mit 25 noch weit entfernt vom Formel 1 Cockpit - heutzutage wird die Karriere mit 25 schon beendet.

46 Rennen ist Jaime für Torro Rosso gefahren in 2009 bis 2011, bestes Ergebnis war 7.

Dann 2 Jahre F1 Testfahrer bei Pirelli und dieses Jahr in der Formula E unterwegs - und da wär sicher noch was gegangen.

Aber:

So, after many many years of great memories and great racing it’s time to call it a day! I am in a high research of following my dreams and listen to my heart. This is what it is and thankfully this career has given me so much. I need to move over now and start a new beginning where i think i belong.

I don’t have any words to thank you that much for being always there and cheering up for me whatever and wherever I’ve raced in! I’ll never forget about this part of my life with you all!

We never stop learning and now I need a new path…

Neben seiner Motorsport-Karriere hat er sich in Spanien einen Namen als DJ und Produzent gemacht - und das will er jetzt stärker ausleben - als DJ Squire.

Alguersuari | Squire |


Sabine lässt kräftig Dampf ab nach VLN 8.

Sabine ist kein Kind von Traurigkeit und hat auch erstmal eine Nacht drüber geschlafen.

Aber wenn man sich nicht nur am BMW GT3 Gegner die Zähne ausbeisst, sondern auch der M3 aus dem selben Team das Vorbeifahren verhindert, dann kann einem schonmal gepflegt der Kragen platzen.

Die Balance of Performance - oder in Sabine-Speak: jeder darf mal gewinnen - hilft dem Racing in ihren Augen nicht, denn sie hält künstlich alles auf einem Niveau. Mehr oder weniger.

Sie hat auch die guten Zeiten noch live miterlebt. Also damals, als einfach stinknormal Rennen gefahren wurde:

Bei solchen armseligen Erlebnissen wünsche ich mir doch die gute alte Rennerei zurück, ohne BoP, mit Turbinchen, Edgar Dören und mit geilen Karren, die keine Konkurrenz hatten- außer sich selbst!

Sabine | Walkenhorst | BalanceOfPerformance | FIAGT3 |


Überschlag beim Anbremsen - Heftiger Sturz von Gino Rea, SSP-WM.

Die beeindruckenden Bilder kennen wir, wenn die Fahrer beim Anbremsen in die Kurven sliden.

Am Wochenende gab es diesen Sturz von Gino Rea beim Training SSP WM in Frankreich. Da wird deutlich, was für ein Ritt auf der Rasierklinge das eigentlich ist. Bei leichtem Hinterrad ein Ticken zu hart gebremst und es geht dahin. Schneller als man gucken kann.

Gino Rea auf Facebook:

I just have a slightly fractured finger on my right hand, two very sore shoulders and feel like I´ve been punched in the face by Mike Tyson!

Die Jungs sind so hart im Nehmen - alles geprellt, Finger gebrochen, aber im Rennen gestartet und 7. geworden.


Dienstag, 29. September 2015

Gruppe C Verlag feiert Richtfest in Duisburg.

Und lädt am Mittwoch zum Anstoßen ein.

Das ist die Truppe rund um Tim Upietz, die auch 20832.com fleißig unterstützen mit Gewinn-Büchern zum Tippspiel z.B.

GruppeC | Upietz | Duisburg |


Sonntag, 27. September 2015

Wenn dir nach der ersten Rechts einer auf´s Dach steigt.

Habt Ihr sowas schonmal gesehen? Ich auch nicht! :D

Rob Holland hat den richtigen Spruch dazu.


Trümmerfeld, nachdem Hubrauber den Lindnerhotel Landeplatz benutzt.

Gerade eben bei der DTM passiert:

Hier sind noch mehr Bilder. Hatten wohl Riesen-Schwein, dass keiner verletzt wurde. Mich wundert, dass das überhaupt so lange gehalten hat.

UPDATE:

Hier gibt es noch Infos. (Achtung, Link geht zu BILD.)

UPDATE:

Der Hubschrauber blieb unbeschädigt.

Lindner | LindnerHotel | Hubschrauber | Fassade | Erlebnisgrab |


Samstag, 26. September 2015

Selten so einen schlechten 24h-Rennen Film gesehen.

EDIT: Filmkritik gelöscht, weil die Produktionsfirma mit Klage droht.

Was wäre das für eine Zeitverschwendung - für einen Film, der mir nicht gefällt. Den ich dann evtl. ein zweites Mal ansehen müsste.

Trotzdem will ich Euch - als Gegenbeispiel - diesen guten Film nicht vorenthalten: ein Zuschauerfilm vom Spa F1. Aus der Zuschauerperspektive - also unter ziemlich erschwerten Bedingungen. Der geht runter wie Öl: schön die Stimmung eingefangen und das Beste aus den Bildern gemacht.

GranTurismo | N24h | Blackmonkey |


Zwei neue BMW M6 GT3 für die VLN und Team Walkenhorst.

Hat das Team gerade bei Facebook gepostet.

Scheint ziemlich besiegelt zu sein, dass die GT3 auch 2016 weiter auf der Nordschleife fahren werden. Es ist kein Geheimnis, dass ich Bedenken an dieser Entwicklung habe.

FIAGT3 | Walkenhorst | M6GT3 |


Montag, 21. September 2015

Mein Besuch auf der dmexco Messe in Köln.

Wenn in Köln Messe ist, dann nehme ich schonmal die Gelegenheit wahr Veranstaltungen zu besuchen, die mir neu sind. Denn der Aufwand hält sich in Grenzen, wenn die Anreise kurz ist - mein täglicher Weg zur Arbeit ist länger ;) Dazu kommt noch, dass der Eintritt bei der dmexco frei ist, wenn man sich früh genug anmeldet.

Die Messe ging über 2 Tage (Mi/Do 16./17.Sep.) und wird im Vorwort zum Messeheft so beschrieben:

“Bereits zum siebten Mal macht die dmexco Köln zum internationalen ”place to be“ der digitalen Wirtschaft. In den kommenden zwei Tagen verbindet sie - in diesem Jahr unter dem Motto ”Bridging Worlds“ - aktuelle und künftige Business-Welten, die besonders für Marketing, Media, Werbung und Kundenkommunikation große Relevanz besitzen.”

Meint Gerald Böse vom Veranstalter Koelnmesse.

Bei IBM wurde ich dann gleich mal stutzig - Vollkontaktkunde? Na das kann ja heiter werden!

Auf solchen Messen wird einem auch immer wieder bewusst, welche Firmen längst verschmolzen sind:

Den Bullshitfilter sollte man auf jeden Fall immer sensibel halten - hier z.B. angebliche Leitmedien:

Aber dann wurde es zunehmend spooky - als ich diese Ankündigung von LG gelesen habe:

Und uns wird deutlich vor Augen geführt, wie aggressiv die Werbeindustrie in unsere privaten Bereiche vordringen will.

Noch steht da zwar “User Initiated”, aber ich habe die Befürchtung das ist nur ein Schönheitsfehler. Im dazugehörigen Prospekt der Firma smartclip wird es schon deutlicher:

“Zusätzliche Erlöse: Neue Werbeformate außerhalb der standardisierten TV-Werbeblöcke und erweitertes Kundenpotenzial dank individueller Werbeaussteuerung.”

Das Ganze soll über HbbTV realisiert werden, das steht für Hybrid Broadcast Broadband TV. Angeblich seien damit in Deutschland schon “mehr als 10 Millionen Haushalte” mit dem Fernseher - bzw. Smart-TV - an das Internet angeschlossen.

Was mal als Zusatzdienst für die Zuschauer gedacht war, wird also von der Werbeindustrie rücksichtslos für die eigenen Zwecke eingespannt.

Ach guck an - DTM harmonisch neben Marketing! Passt besser als Motorsport:

Hättet Ihr die Sparkasse auf der dmexco vermutet? Ich auch nicht:

For Programmatic Advertising Pioneers. Ungriffiger ging es nicht?

Hootsuite benutze ich auch. Ich wollte immer schonmal wissen, wie man es korrekt ausspricht: …suite wie Hotel Suite. Hätten wir das auch geklärt.

Neben der kostenlosen und der (nervig beworbenen) Pro-Version gibt es auch eine Enterprise Variante - die soll dann das Geld verdienen.

VW Busse waren irgendwie hoch im Kurs:

Da war ich überrascht, Firefox zu sehen:

Die waren bei mir immer in der Non-Profit Ecke. Die Mozilla Corporation hat immerhin über 1.000 Angestellte mit 160 Mio USD Umsatz (2011). Doch der Profit wird wieder zurück in die Produkte investiert.

Content on Demand. Klingt erstmal ungefährlich, aber beim genauen Hinschauen soll hier den Besuchern von Blogs - also Euch! - gekaufter Inhalt unterschoben werden. Und schon sind Broker zu Stelle, die zahlungswillige Firmen abkassieren, um sie mit käuflichen Blogs zu verkuppeln. Für mich eine Lose-Lose-Kombination.

Habe mich auch angeregt mit einem von denen auf dem Stand unterhalten. Natürlich hat er versucht, das Konstrukt als etwas Positives zu verkaufen, denn schließlich müssten auch Blogger von etwas leben.

Für mich hat sich der Eindruck verstärkt, dass den Firmen, die uns mit Werbung zuballern wollen, unsere Aufmerksamkeit durch die Finger gleitet und sie versuchen unsere Treffpunkte zu plakatieren.

Bei mir jedenfalls werden nur Texte stehen, die ich geschrieben habe. Das ist für mich keine Frage des Geldes, sondern der Ehre :) Just saying.

Falls Eure BS Kapazitäten noch nicht erschöpft sind, bitteschön:

Das sind natürlich alles Vorteile - eh klar.

Ach Quatsch, Yahoo gibt’s auch noch?

Was kommt als nächstes? Ein Stand von Geocities?

Nein, besser! AOL!!

Was machen die denn noch so? Antwort: Schokolade.

Aber es waren tatsächlich die ganz Großen der Branche da, Google:

… und Facebook:

Hättet Ihr gewusst, was die anderen beiden Logos neben Facebook und Instagram bedeuten?

Mir waren die komplett neu. Das mit dem A ist Atlas, ein “People Based Marketing, Powered by Facebook”.

Auf dem Flyer liest sich das so: “Atlas ist eine Adserving- und Measurement-Plattform, deren geräte- und kanalübergreifenden Lösungen für die Welt von heute entwickelt und zukunftsicher gestaltet wird. Atlas bietet Werbetreibenden echten Mehrwert.”

Und die machen auch keinen Hehl daraus, wer oder was hier vermarktet wird: “Mit Insights, die auf echten Menschen - den 1,49 Milliarden Facebook-Nutzern auf der ganzen Welt - basieren (..)”

Kann ich gut verstehen, wenn Euch die Farbe aus dem Gesicht fällt. Hier auf der Webseite von denen könnt Ihr Euch weiter den Appetit verderben.

Das andere Zeichen mit den Winkeln steht für “LiveRail”, da sollen Video-Publisher ihren Content vermarkten. Oder so. Bin ich der Einzige, der bei diesem Erklärbär-Video nichts versteht, weil die Musik das überlagert? Haben die was an den Ohren?

“Publishers can now accurately deliver against age and gender.”

(ca. bei Min 2)

Ihr wisst was das bedeutet. Facebook verkauft die Merkmale der User (Alter, Hobbies, etc.) direkt an Werbetreibende, die ihre Zielgruppe viel genauer als bisher definieren können.

Ich prognostiziere mal, dass Werbung in Zukunft noch aufdringlicher wird, als bisher. Während sich die User - ich sag jetzt mal wir, denn ich zähle mich dazu - weiter versuchen sich abzuschotten, um die Errungenschaften des Digitalen Zeitalters auszuleben, werden die Werbetreibenden ständig versuchen uns zu erreichen und dabei tiefer und tiefer bohren.

Erinnert mich ein wenig an Matrix, als die Maschinen das HQ ausgemacht haben und sich unaufhaltsam weiter vorgebohrt haben.

Noch ein Nachschlag aus der BS Ecke?

Aber diese Lampe war klasse!

War bei Microsoft. Ach so - ja - die waren auch da. Bin aber nicht schlau daraus geworden, was die verkaufen wollten. Hat mich aber auch nicht sonderlich interessiert um ehrlich zu sein.

Aber die Lampe war klasse!

Online Ad Fraud! Natürlich! Da ist es ja, das Perpetuum Mobile!

Während die Marketing Industrie halbgare und manipulierbare Lösungen verkauft, kommen schon neue Firmen auf den Plan, die das Untergraben verhindern wollen.

Achja, VW Busse gehen immer:

Und das hier ist der schlechteste Stand der Messe:

Plusserver mit ihrem Frontmann Walter Freiwald. Das war sooo laut, man konnte gar nicht weghören. Und es war sooo schlecht, man spürte spontan das Verlangen den beiden Clowns auf die Bühne zu kotzen.

Auf jeden Fall weiss ich jetzt, wo ich niemals nie einen Server mieten würde.

Twitter war auch da:

Und hat mächtig innovativ Mentions erarbeitet:

Die Leute standen tatsächlich Schlange für so ein Notizbuch.

Andere haben ähnlich um Aufmerksamkeit gegeiert - Tasche für Newsletter-Anmeldung:

Guck mal - ein VW Bus! Wie originell!

Noch eine Runde BS Bingo?

Bingo!

Im 2.Stock wurde noch eine “Blogger-Lounge” beworben und ich wollte mal sehen, was sie da machen:

Hab ich mir gedacht ;)

Wie heisst es so schön im Newsletter: “Nutzen Sie die Chance, sich auf der dmexco zu vernetzen, voneinander zu lernen, den Wandel zu begreifen und die Chancen und Potenziale der Digiconomy erfolgreich zum Einsatz zu bringen.”

Oh ja, den Wandel begreifen.

Mir wird Angst und Bange, wenn ich das zuende denke. Das habe ich mir tatsächlich anders vorgestellt, als ich zur Messe gefahren bin.

Dass der Normalo Nutzer der digitalen Medien so hemmungslos als Melkkuh gehandelt wird, verschlägt mir ein wenig die Sprache.

Ich fürchte wir müssen die Verteidigungswälle um einiges höher ziehen.

dmexco | Messe | Mikebericht |


Donnerstag, 30. Juli 2015

Mehr Forum - weniger Facebook.

Die Älteren unter Euch werden sich erinnern, was für ein rabiater Forumadmin ich war: wer sich nicht an die Regeln gehalten hat, hat entweder den Spaß verloren oder wurde entsorgt. (Witzigerweise war der freche Björn einer der Ersten!)

Im Kern ging es darum, Informationen kurz und prägnant bereitzustellen, damit man ohne großen Zeitaufwand auf dem Laufenden bleiben konnte. Im Forum war Smalltalk tabu.

Heute tummeln wir uns alle auf Facebook. Auch hier versorgen sich die Leute mit Infos, man bekommt aus erster Hand (z.B. von den Fahrern) die News serviert.

Was bei Facebook nur leider überhaupt nicht funktioniert ist die Suche. Wie oft ist mir passiert, dass ich etwas gesucht habe - zum Beispiel von gestern - das ich selbst nach intensivstem Graben nicht mehr aufspüren konnte.

Und was auch nicht funktioniert - und was mir mehr und mehr auf die Nerven geht: dass man Inhalte nicht nach Qualität filtern kann und sich erstmal durch die ganze Jauche wühlen muss, um hier und da etwas Sinnvolles zu entdecken.

Ich möchte garnicht wissen, wieviel kostbare Lebenszeit für so einen Rotz - mit dem man garnichts zu tun haben möchte! - draufgeht.

So ein Anti-Smalltalk-Knopf, das wäre die Rettung. Aber das werden wir nicht mehr erleben.

Da ist mir eingefallen, dass wir doch einmal ein schönes Forum hatten! Knackig und effizient auf den Punkt - gegenseitig die Neuigkeiten teilen und den Smalltalk draußen lassen.

Ich habe mir vorgenommen: mehr Forum - weniger Facebook und ich hoffe Ihr seid dabei.

Also nicht wundern, wenn ich jetzt wieder öfter im Forum aktiv werde. Und als ich unsere Regeln gelesen habe, dachte ich die können nach 10 Jahren auch mal ein Update gebrauchen.

Auch meinen Blog werde ich zugunsten des Forums hinten anstellen und mich dort nur auf meine persönlichen Posts beschränken. Was mir nämlich selber fehlt ist die Diskussion zu Themen, die kontrovers sind. Wie z.B. aktuell die Geschichten rund um den DMSB - bin auf Eure Meinungen gespannt.

Das Diskutieren funktioniert zwar kurzfristig in Facebook auch, aber ein paar Tage später kann man es schon nicht mehr finden - und wenn das Thema nochmal hochkocht zu einem späteren Zeitpunkt - kann man die alten Aussagen nicht referenzieren. Im Forum geht das über die Suche. Dadurch bleiben auch historisch alle Texte erhalten und auffindbar.

In diesem Sinne hoffe ich, dass Ihr das genauso seht und wir uns gemeinsam wieder zu alten Höhen aufschwingen können :D


Freitag, 24. Juli 2015

STRaßenfest in Nürburg am 21.August.

Ist ja schon eine Traditionsveranstaltung.

Aktuelle Infos gibt’s auf Facebook:

Weil wir glauben, daß es derzeit für den Nürburgring essenziell ist, was gerade alles so entschieden wird, haben wir zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Tempolimit im Rahmen des STRassenfest eingeladen.

Bisher haben zugesagt: Dirk Adorf, Karl Mauer, Olaf Manthey, Carsten Schumacher, und Jürgen Alzen.

Gute Idee!

WirSindNürburgring | STRaßenfest | SaveTheRing | Tempolimit |


Mittwoch, 22. Juli 2015

Video vom Adenauer Schwimmbad.

Mitte Juli ist doch ein guter Zeitpunkt für einen Schwimmbadbesuch.

Schwimmbad | Adenau | Badenova |


Donnerstag, 16. Juli 2015

Mike-Rant: Ist Form follows Function ausgestorben?

Wenn ich das hier sehe: Fake Auspuff der Optik wegen - dann wird mir ganz anders. Und deswegen muss ich mir jetzt mal den Frust von der Seele ranten.

Früher® war das Blendwerk tatsächlich Blendwerk und man hat es montiert, wenn man die Optik pimpen wollte. Kennt Ihr noch diese Plastikleitschienen auf den Kotflügeln? Wie hießen die nochmal? Windsplits?! Hauptsache es sieht gefährlich aus.

Klar kamen die Vorbilder aus dem Motorsport. Man wollte sich halt dynamisch abheben von der Masse. Wilde Aufkleber, tiefe und harte Fahrwerke - soviel hat sich in den Jahren bei den Posern nicht geändert. Ich werd’s nie verstehen, aber ganze Tuningmessen und -treffen befassen sich mit dem Thema. Warum auch nicht: die Leute haben Spass und ein Hobby.

Der Spass hört aber dann auf, wenn Autohersteller Blendwerk als bare Münze verkaufen wollen. Wenn man den faulen Zauber erst dann durchschaut, wenn das Auto auf der Bühne steht: ein nicht angeschlossener Auspuff? Ein zusätzlicher Kühleinlass ohne Einlass? Was kommt als nächstes - eine große Bremsscheibe ohne Bremssattel? Zusatzscheinwerfer ohne Birnchen?

Ich geb’s offen zu: ich bin ein hoffnungsloser Fall von Form Follows Function. Das ist für mich die einzig wahre Designlehre. Und die kruden Dinge, die dabei herauskommen, haben Charakter - ja sogar im Neuzustand schon Patina - ab Werk. Das ist es auch, was mich am Motorsport fasziniert: egal wie es aussieht - Hauptsache es macht schnell.

Weniger Abgasgegendruck = mehr Leistung = schneller - also dicken Auspuff druntergeschnallt.

Natürlich kann man hinterher (!) noch an der Optik feilen - solange die Funktion nicht beeinträchtigt wird.

Aber wenn Sachen zusätzlich mit Gewicht und Kosten entwickelt werden, um nur (!) optische Zwecke zu erfüllen, dann setzt es bei mir aus. Das wäre das erste, was ich mit Vergnügen abbauen würde. Um es mit Schmackes in die Tonne zu kloppen.

Gerade in der heutigen Zeit, wo die Resourcen knapp werden, sollte eigentlich nicht die OPTIK im Mittelpunkt stehen, sondern das GEWICHT. Und zwar so, dass jedes Gramm zählt.

Schaut Euch mal einen Motocrosser an. Sieht geil aus?! Ist heute so - und war früher auch schon so. Kein Gramm zuviel, dass nicht mindestens eine essentielle Funktion erfüllt.

Oder ein Rennrad. Was für feine - und leichte - Fahrmaschinen.

Kann ich das bitte als Auto haben?! Kein Schnickschnack, ohne Blingbling und kompromislos auf die Funktion ausgelegt.

Wo sind denn die 100 Jahre Autoentwicklung hin? Gipfeln in Fake-Auspuffenden? Da lassen sich die Autobauer aber noch ordentlich von den Motorrad-Herstellern vorführen. Ich hoffe das ändert sich bald.

Als Kunde haben wir auch Einflussmöglichkeiten: die Produkte zu dissen, die uns - auf gut Deutsch gesagt - verarschen wollen.

Übrigens: ich fahr selber ja schon eine Weile Bus (Transit 3,5T hoch und lang) - und so ein Kleinlaster ist zum Glück noch Form Follows Function vom Feinsten.

(Mit Dank an Björn für den Aufreger! ;))

Tags: Rant | FormFollowsFunction | Auspuff | Fake


Samstag, 04. Juli 2015

Zapfsäulen Realsatire.

Adam Osieka ist Nürburgring (CNG) Geschäftsführer, GetSpeed Geschäftsführer und Cup Porsche Fahrzeugführer in Personalunion.

Aber er kann das viel besser zusammenfassen als ich:

“Wieder mal hat die unterschiedliche Geschwindigkeit der Zapfsäulen das Rennen entschieden.”

LOLWUT?

Osieka | Zapfsäulen | Mundorf | Capricorn | GetSpeed |


Freitag, 03. Juli 2015

Tempolimit Boxengasse.

Das 30 km/h Limit für die Boxengasse wurde beim 24h-Rennen ganz schnell wieder aufgehoben, nachdem klar wurde, dass heutige Rennautos gar nicht in der Lage sind so langsam zu fahren (langer 1.Gang, Drehzahlband).

Für das Rennen galt dann wieder - wie auch in der Ausschreibung festgelegt - 60 km/h.

Heute ist jemand auf die Idee gekommen, dass das 30 km/h Limit viel besser ist.

UPDATE:

30 km/h für Freitags, bei VLN wieder 50 km/h.

Tempolimit | Boxengasse |


Donnerstag, 02. Juli 2015

Meinung? Manipulation durch Umfrage.

Aktuell kursiert eine Meinungsumfrage der CNG durch’s Netz und dem Aufruf zum Weiterteilen wird brav gefolgt. Was kann schon falsch daran sein, wenn man seine Meinung sagen darf?

Wenn man mit einer gewissen Grundskespis und der Erfahrung des letzten Jahrzehnts die Sache anschaut, dann entsteht ein anderes Bild. Ich möchte Euch mal meinen Gedankengang aufzeigen:

Die CNG ist in erster Linie daran interessiert Geld zu verdienen. Zieht sich durchgängig durch das aktuelle Handeln (s. Rock am Ring). Und wenn es um Geld geht, dann sind die dicksten Budgets immer noch bei der Industrie abzugreifen.

Beim Thema Geld sind die GT3 die heilige Kuh, die nicht geschlachtet werden darf. Die Problematik dahinter habe ich schon ausführlich ausgewalzt: die Reglementhoheit ist weder in VLN-, noch in DMSB-Hand, sondern GT3 werden international bei der FIA homogiert. Salopp formuliert muss man, wenn man eine GT3 Klasse ausschreibt, die Fahrzeuge so fahren lassen, wie von der FIA freigegeben.

Denn die höchst unterschiedlichen Fahrzeuge werden von der FIA bei Vergleichsfahrten gegeneinander ausbalanciert. Dabei werden sie von Jahr zu Jahr schneller (Wer will schon von einem Vorjahresauto gebügelt werden?).

Und jetzt zu der Umfrage.

Neben einem Vorgeplänkel (ob man Zuschauer oder Fahrer ist, wie oft man zum Ring kommt) und einem Nachgeplänkel (wo man wohnt, wie alt, etc. und “Für welche Herstellermarke von exklusiven Rennboliden schlägt Ihr Fanherz?” Sic!) sind es nur zwei Fragen, die mit Multiple Choice beantwortet werden dürfen:

1. Welche der folgenden Maßnahmen an der Rennstrecke halten Sie für geeignet bzw. nicht geeignet?

Mögliche Antworten:

  • Änderung (Umbau) der Streckenführung z.B. durch Schikanen

  • Installation eines zweiten FIA-Fangzauns in Teilbereichen

  • Einrichtung von zusätzlichen Zuschauerrückhaltezäunen

  • Änderung von Leitplanken und Curbs (Schutzeinrichtungen)

  • Geschwindigkeitsbegrenzungen

2. Welche der folgenden Maßnahmen an den Rennfahrzeugen bzw. dem Reglement halten Sie für geeignet bzw. nicht geeignet?

Hier gibt es nur 2 mögliche Antworten:

  • Aerodynamische Fahrzeugveränderung (Nordschleifen-Kit)

  • Leistungsbeschränkung der Fahrzeuge in verschiedenen Klassen

Durch die vorgegebenen Antworten werden die GT3 quasi zementiert. Es ist zwar von einer Leistungsbeschränkung der Fahrzeuge in verschiedenen Klassen die Rede. Das ist allerdings Quatsch, denn die nicht-GT3 Klassen, die als SP in der Reglementshoheit der VLN liegen, würden sich kinderleicht beschränken lassen. Im Gegensatz zur GT3.

Aber die GT3 an sich werden überhaupt nicht in Frage gestellt. Dabei ist das doch der allererste Gedankengang: wenn die Autos von der Strecke überfordert sind, die Autos nicht mehr auf die Strecke zu lassen.

Ist das jetzt wirklich so schwer?

Auch suggerieren die Antworten mit ihren 5 bzw. 2 Lösungsmöglichkeiten, dass es keine weiteren Ansätze gibt. Man kann zwar Freitext eintragen, doch dürfte jedem klar sein, dass eventuelle Nennungen prozentual - im Vergleich zu den Multiple Choice - nicht in Erscheinung treten werden.

Und schon kann man hinterher rausposaunen, dass X Leute dafür sind und Y Leute dafür - der Kern des Problems bleibt jedoch völlig unangetastet.

Und so wird der Ring zum Spielball der Konzerne - die GT3 werden gar nicht erst in Frage gestellt und die Leute, die bei der Umfrage mitmachen, nicken diese Manipulation auch noch ab.

Ich hätte gedacht, dass die Propaganda der letzten Jahre - und die Aufklärung der Hintergründe dafür - alle Beteiligten (Du?) sensibler und kritischer gemacht hätte. Das hier schon vergessen?

Freiwillig schiebt man sich das Trojanische Pferd in’s Haus und ist auch noch stolz darauf, dass man mitschieben darf.

Bitte bleibt wachsam - und nehmt keine Süssigkeiten von Erwachsenen! :)

UPDATE:

Hier auf 20832.com Facebook ist eine ausführliche Diskussion entstanden, wo ich noch einmal ausführlicher auf einige Punkte eingehen konnte.

Tempolimit | Umfrage | Capricorn |


Dienstag, 23. Juni 2015

Wenn sie nicht mehr weiterwissen, schicken sie die Anwälte los.

Das war bei Wilhelm Hahne so - das war bei mir so - und wir erleben es aktuell bei Gerri.

Die feinen Herren Insolvenzbeauftragte sind so darauf bedacht ihre Ehrenhaftigkeit zu verteidigen, dass sie sogar schon Facebook-Posts hinterherhecheln!

Mehr Details gibt es hier bei Occupy Nordschleife:

Es hat sich seit der Abmahnung gegen 20832.com und der Hausdurchsuchung gegen Wilhelm Hahne leider nichts geändert. Die Herren versuchen uns mit unserem eigenen Steuergeld mundtot zu machen und es geht ihnen dabei niemals um den vorgeschobenen Dialog mit den Fans. Offensichtlich ist unser gerne kleingeredeter Protest wohl doch so effektiv, dass man sofort die großen Geschütze auffährt, um den Widerstand im Keim zu ersticken.

Lasst Euch nicht irritieren, WIR sind auf der richtigen Seite. Und lasst Euch nicht den Mund verbieten, noch haben wir das Grundrecht der freien Meinungsäußerung.

Aber eine Bitte habe ich: lasst den Gerri spüren, dass er großen Hinterhalt hat und zeigt Euch spendabel, wenn Ihr ein Never-Give-Up T-Shirt bei ihm bestellt. Er muss in Bestellungen untergehen, dass er nicht mehr weiss wo vorne und hinten ist! :D Finde ich sehr sympathisch die Idee das Ganze mit einem Gedenkshirt zu krönen.

Gerri stellt sich als Vorkämpfer für viele von uns freiwillig in den Wind - da ist finanzielle Rückendeckung das Mindeste. Da bin ich noch heute jedem einzelnen von Euch mit Herzen dankbar dafür, dass ihr mir damals auch so schnell die Kriegskasse gefüllt habt.

Lieser | Abmahnung | Occupy | Gerri | NeverGiveUp


Sonntag, 21. Juni 2015

Der Ford Fiesta ST im Miketest.

Das wollt ich immer schonmal machen: einen Autotest. Die anderen Autoblogger sind mir da etwas voraus und machen das schon regelmäßig.

Aber ich bin den Jungs und Mädels dankbar, denn die Autokonzerne sind inzwischen an die komischen Blogger gewöhnt und rücken hier und da auch schonmal ein Auto zum Ausprobieren heraus.

Zuständig ist da ganz klassisch die jeweilige Presseabteilung und wie der Zufall es will - genau so eine habe ich auf der Arbeit direkt zwei Stockwerke über mir sitzen.

Wir ihr wisst arbeite ich schon eine Weile (20 Jahre!) bei Ford in Köln, um meine Brötchen zu verdienen.

Und weil ich scharf darauf war, mal den Fiesta ST auszuprobieren meinte Ralph Caba - unser VLN- und 24h-Rennen fahrender Pressedirektor: Na dann nimm doch mal einen mit und schreib’ was darüber!

Das lass ich mir nicht zweimal sagen :D

Was mich schon im Vorfeld erstaunt hat: das kleine Wägelchen hat überraschend gute Beurteilungen bekommen. Zum Beispiel hier bei Motortrend in der Kategorie Best Driver’s Car oder hat bei Carscoops den E46 M3 alt aussehen lassen.

Da bin ich neugierig geworden.

Denn rein optisch hält sich der kleine Wagen eher dezent zurück. Es müssen also die inneren Werte sein, die ihn soviele Pluspunkte sammeln lassen.

(Klick! für gross.)

(Klick! für gross.)

Eine Woche hatte ich Zeit, den ST auszuprobieren. Und habe mir sogar Verstärkung dazu geholt.

Gerri meinte keck auf Facebook: Komm doch mal vorbei! - hab ich glatt gemacht, damit hat er wohl nicht gerechnet :D

Und Ringmini Achim - quasi der weltweite Chefexperte für kleine blaue Autos mit dickem Motor - kam sogar zufällig bei uns zuhause vorbei. Also auch ihn direkt mal hinter’s Lenkrad geschnallt. Und mich auf den Beifahrersitz - oh oh.

Wir hatten jedenfalls viel Spaß beim Testen und hier könnt das Ganze im renn.tv Video noch einmal miterleben:

youtu.be/hF3fzFP_07s

Aber egal was wir euch erzählen: wenn ihr die Gelegenheit habt mal eine ST Probefahrt zu machen - lasst sie euch nicht entgehen.

Ich finde der Fiesta ST ist ein echtes Überraschungs-Ei. Hätte ich einem Großserienhersteller in der Form gar nicht zugetraut, aber wahrscheinlich ist die Zeit reif dafür.

Auf der einen Seite ein dezenter äußerlicher Auftritt eines kleinen Autos, aber ansonsten im Inneren alle technischen Zutaten kompromislos auf Sport getrimmt.

Das fängt schon beim Einsteigen bei den Recaros und der tiefen Sitzposition an, geht weiter über kleines Lenkrad mit großen Einstellmöglichkeiten und sehr direkter, agiler Lenkung, ein von unten bis oben kräftiger Motor mit kerniger Soundkulisse, einem knackigen Sportfahrwerk und - was mir am besten gefallen hat: einem 6-Gang Getriebe mit kurzer, sportlicher Abstufung.

Das hört sich nach jeder Menge Spaß an - und genau das ist es auch. Auf schlechten Autobahnen hoppelt er zwar etwas bockig daher, aber sobald es durch die Gänge oder um die Ecken geht blüht das Herz auf!

Und trotz all der sportlichen Anlagen ist er normal gefahren richtig manierlich. Kein Ruckeln, alles geht leicht und unten rum auch genug Durchzug. Platz zum Einkaufen wie in jedem anderen Fiesta auch.

Beim Spritverbrauch langt er allerdings ordentlich zu - das liegt aber weniger am Auto als am Fahrer. Denn man wird ständig animiert die Fuhre fliegen zu lassen! Ich bin bei 11,5L rausgekommen, hab ihn aber auch wirklich gescheucht. Wenn ihr selber einen ST euer Eigen nennt, könnt ihr ja mal in den Kommentaren posten was realistisch ist, wenn man ihn im Alltag länger fährt. Ich denke mal unter 7L müsste drin sein.

Erstaunlich auch, wieviel Platz innen geboten wird, obwohl er aussen doch so klein ist. Ich bin knapp 2 Meter, habe aber sehr gute Einstellmöglichkeiten von Lenkrad und Sitz - und durch die niedrige Sitzposition auch eine gute Kopffreiheit.

Die Bremsen fand ich auch überzeugend, aber ich kann nichts dazu sagen, wie sie auf Dauer - z.B. bei einem Trackday - abschneiden. Das wäre mal interessant zu wissen.

Jedenfalls hätte ich nicht gedacht, dass man in einem Serienfiesta soviel Spaß haben kann. Liegt vielleicht auch daran, dass er in Köln gebaut wird ;)

Fazit: Viel Spaß bzw. PS (182) für wenig Geld (ca. 20.000€).

mikebericht | FiestaST | miketest | motocartoon | ringmini |


Freitag, 12. Juni 2015

FOTOS: Ford GT Le Mans.

Das sind die 24 offiziellen Fotos, die als High-Res veröffentlicht wurden. Habe sie hier hochgeladen.

FordGT | LM24 | LeMans | FordLeMans |


VIDEO: Die 8:18 Runde von Nick Catsburg beim N24h.

Schon gesehen? Marc VDS hat das interne Video veröffentlicht - vielen Dank dafür! Sind zwar auch die Daten eingeblendet, was normalerweise ein Team nicht macht - aber der Z4 GT3 geht in Rente, von daher nicht so schlimm.

(Klick! für Video.)

Der Nick lässt schon ordentlich fliegen - bis auf die Tempolimitzonen. Booh was sind die nervig. Hoffentlich werden bald die Autos auf die Strecke angepasst - und nicht umgekehrt.

Catsburg | N24h | MarcVDS | Onboard |


Mittwoch, 10. Juni 2015

Le Mans 24 Hours 2015 Essential Links.

(to be continued …)

LeMans | LM24 | EssentialLinks |


Freitag, 05. Juni 2015

Lewentz tritt zu RAR den Nürburgring mal gepflegt mit den Füssen.

Roger Lewentz - der Nürburgring-Minister aus RLP - ist auch noch stolz auf das Unheil, das er am Ring angerichtet hat:

“Vor 30 Jahren war ich mit meiner Schwester Manuela und gefühlten 100.000 Fans beim 1. Rock am Ring dabei. Auf meinem alten Akai-Plattenspieler ist noch der Aufkleber. Heute sind unsere 4 Kinder mit Freunden und 90.000 Musikfans in Mendig. Viel Spaß beim 30. RAR!”

Kann man die Region noch deutlicher verhöhnen? Als einer der Hauptverantwortlichen der Nürburgring-Katastrophe?

Lewentz | Ringverkauf | RockAmRing | Mendig |


Freitag, 22. Mai 2015

Die SPD löscht sich mal wieder die Welt passend.

Diesmal in Kaiserslautern.

Was wollen die eigentlich auf Facebook, wenn die sowieso immer alle löschen und blockieren, die ihnen nicht die Füsse küssen?

SPDRLP | Dreyer | Kaiserslautern |


Montag, 18. Mai 2015

Herzlichen Glückwunsch Otto Flimm zum 86.!

Das Ringkämpfervorbild feiert heute Geburtstag - alles Gute und weiterhin viel Kraft und Energie!

Aber bitte nicht zu sehr über die Politiker aufregen - sie sind es einfach nicht wert.

Flimm


Donnerstag, 14. Mai 2015

Ringkämpfer Stefan ist von uns gegangen.

Eine heimtückische Krankheit hat Stefan das Leben gekostet - er war stets in vorderster Front zu finden, wenn es galt für den Nürburgring zu kämpfen.

Das ist eine erschütternde Nachricht - ausgerechnet zum 24h-Rennen wird aus unserer Mitte jemand herausgerissen.

(Stefan zusammen mit Sabine und Otto Flimm am 15.11.2014 in Mainz. Für Großansicht anklicken.)


Dienstag, 12. Mai 2015

Bester N24h Grill?

Ich glaube ich leg mich schonmal fest.

Tags: N24h | Grill |


Freitag, 24. April 2015

Bei welchem Thema kennt sich MP Dreyer so gut aus, dass sie ein Buch darüber schreiben könnte?

Probleme aussitzen? Katastrophen weglächeln? Kulturgüter an Russen verschachern? Kritische Facebook-Kommentare löschen? Kabinett auswechseln? Bei Kurt Beck in die Schule gehen? Warm lächeln, aber eiskalt lügen?

Alles falsch. Ich hoffe Ihr sitzt stabil: sie veröffentlicht ein Buch über ehrliche und transparente Politik.

Na klar! Bei dem Thema fällt einem doch als erstes die SPD RLP ein! Nicht.

Tags: Dreyer | SPDRLP | Buchvorstellung | Dreyerbuch |


Sabine vergeht schon die Lust ...

… bevor es losgeht.

Bin mal gespannt was sie hinterher sagt.

Tags: Sabine | Tempolimit |


Mittwoch, 22. April 2015

Timo Bernhard tritt in Spa mit Stefan Bellof Helm an.

Stark! (Via.)

Tags: TimoBernhard | Bellof | FIAWEC |


´Wir sind stolz auf unsere rheinland-pfälzischen Kulturdenkmäler.´

Meint die SPD RLP.

Was für ein gehässiger Verein.

Tags: SPDRLP | Kulturerbe | HambacherSchloss | Kulturdenkmal |


Sonntag, 12. April 2015

Maria Luise Dreyer, Facebook und die Dialogkultur.

Ich war ja nicht der einzige, den Frau Dreyer schneller aus ihrem Profil geschmissen hat, als man Nürburgring sagen konnte.

Alexander Licht macht das einzig Richtige und fragt mal offiziell im Landtag nach was das denn soll. Dialogkultur und so.

(Klick! für gross.)

Tags: Dreyer | AlexanderLicht | Landtag | Dialogkultur | Kommentare | löschen |


Dienstag, 07. April 2015

Rennsport und Tempolimit? Ich bin dann mal weg.

Der DMSB hat es tatsächlich geschafft den Nordschleifensport ad absurdum zu führen, nur um die GT3 nicht nach Hause schicken zu müssen.

Statt das Problem zu lösen wird eine komplette Meisterschaft in Schutzhaft genommen. Der Cunning Plan vom DMSB ist nämlich - Festhalten! - Tempolimit. Kein Witz.

Für die Rennfahrer empfinde ich das schon als Demütigung, wenn das wirklich so kommt. Ausgerechnet die fahrerischen Schlüsselstellen wie Schwedenkreuz oder Metzgesfeld - oder eine der wenigen Stellen zum Überholen (Döttinger Höhe) werden quasi vom Renngeschehen ausgeklammert - Runde für Runde.

Da verliert man doch als Fahrer den Fluss und selbst die Nordschleife - die größte und schönste Rennstrecke auf der ganzen Welt - kann dann auf einmal nur noch nervig werden.

Der DMSB hat zwar Motorsport im Namen, aber er sollte sich lieber umbennen in DHVB - Deutscher Herstellervertreter Bund oder so. Die Interessen des Sport werden mit den Füssen getreten zugunsten Marketing & Co - mir tun die Leute leid, die dieses Trauerspiel auch noch gut finden.

Ich habe den Nordschleifensport noch erlebt, als er richtig geil war, das was wir jetzt vorgesetzt bekommen sollen ist nur noch das kastrierte Überbleibsel. Mag sein, dass es Leuten gefällt, die es nicht anders kennen, aber ich leide zu sehr.

Auch wenn ich mich innerlich sträube mich mit dem Tempolimitthema überhaupt auseinanderzusetzen, so wirft es doch mehr Fragen auf, als es beantwortet:

  • Was ist mit dem Pflanzgarten? Bellof hat vor über 30 Jahren schon vorgeführt, dass man dort Unterluft bekommen kann.
  • Was ist bei den Touristenfahrten? Auch Tempolimit? Wer kontrolliert das? Was passiert, wenn man zu schnell fährt - auf einer Privatstraße?
  • Wenn die GT3 wegen der fehlenden Döttinger Höhe die Flügel nicht mehr flach zu stellen brauchen, sind die dann in den Kurven nicht viel schneller als jetzt? Und ist das dann nicht sogar gefährlicher?
  • Wieso gibt es zusätzlich ein Zuschauerverbot, wenn die Autos sowieso nur Halbgas fahren? Damit sich das Elend keiner angucken muss?
  • Mit was für Umbaumaßnahmen wird denn da gedroht - sollen etwa Schikanen eingebaut werden auf dem Kulturgut Nordschleife?
  • Was machen die jetzt mit der WTCC?
  • Wie will man bei einem GT3 5% weniger Motorleistung einbauen? Sollen jetzt neue - homologierte? - Kennfelder rausgefahren werden? Und wie will man das dann nachprüfen?

Die haben sich verzockt mit Ansage - 2009 ging das los, als der GT3 Tür und Tor geöffnet wurde. Eine Klasse, die nicht kontrollierbar von einer anderen Organisation homologiert wird, um dann auf der Nordschleife Rennen zu fahren: Rezept für Desaster und jetzt - wie gesagt - ist die Can of Worms sperrangelweit offen und statt eine Lösung zu finden, die echten SPORT ermöglicht, werden Fahrer, Strecke und Zuschauer vergewaltigt, damit die Hersteller ihren Präsentierteller nicht verlieren.

Ganz ehrlich: ich bin raus.

Ich verkrafte nicht Rennfahrern zuzuschauen, die Runde für Runde kastriert werden und den rechten Fuss nicht auf das Bodenblech pressen dürfen.

Der Reiz der Nordschleife liegt darin mit ihr zu kämpfen - ob mit dem Fahrrad oder einem 600 PS Auto. Runde für Runde und im Langstreckensport einen möglichst langen Stint - echter Sport. Schlimm genug, dass es kaum eine freie Runde ohne Unfall (= Gelbphase) gibt - jetzt werden die Gelbphasen schon fest eingebaut. Das ist doch eine Zumutung für jeden Vollblutracer.

Richtig wäre gewesen die Leistung der Fahrzeuge so zu balancieren, dass sie nicht unendlich weiterentwickelt und schneller werden, aber gleichzeitig eine Herausforderung für Fahrer und Strecke bleiben.

Man hatte diese Möglichkeit eines Nordschleife-spezifischen Reglements mit den SP-Klassen - eine über Jahrzehnte gewachsene Szene, denen man mit der priviligierten GT3 die Pistole an den Kopf gesetzt hat.

Jetzt sind den Machern die GT3 fatal über den Kopf gewachsen und statt die falsche Entwicklung zu korrigieren und gegenzusteuern wird im Schnellschuss eine Hindernisbahn aufgebaut, die einfach nur ätzend ist und die einzige Herausforderung, die übrig bleibt, ist es bei dieser Gängelei nicht die Nerven zu verlieren. Da ist ja jeder Stau im Kreuz Köln West besser zu ertragen.

Man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist und die schönste Zeit haben wir schon eine Weile hinter uns gelassen. Artur mit der Diva und Drosselklappe auf Vollanschlag über Flugplatz und Schwedenkreuz - das möchte ich im Gedächtnis behalten. Und keine bunten €400k Kaufautos, die im 200 km/h Limiter Angst haben müssen kalt zu werden.

Wer lupft verliert und hier wird eine ganze Szene zum lupfen verdonnert. Und verliert gewaltig.

Dieser Kommentar trifft es:

Vom Mythos zur Lachnummer in … 3 … 2 … 1 ….

Ich komme gerne wieder zurück, wenn sich die Fahrer ihre geliebte Herausforderung zurückerkämpft haben.

Save The Ring.

Tags: DMSB | Tempolimit | VLNLangstrecke | N24h |


Montag, 06. April 2015

Brünnchen kostet auch bei nicht-VLN 5€ Parkgebühr.

Nicht nur das - auch Security in schwarzen Klamotten patroulierte heute an einem normalen Touritag über den Platz.

Tags: Brünnchen | Parkgebühr |


Samstag, 04. April 2015

Dreyer´s Demokratieverständnis: weglächeln oder weglöschen.

Erinert Ihr Euch noch, wie Hendrik Hering an Sylvester großflächig Facebook-Kommentare gelöscht hat?

Maria Luise Dreyer zieht das jetzt auch durch - diemal also Ostern.

Ihr Frohes Ostern konnte ich - wie viele andere auch - nicht kommentiert stehenlassen und habe ihr geraten die Feiertage zur Besinnung zu nutzen, um danach die Korrektur für die Katastrophen am Nürburgring in Angriff zu nehmen.

Ihre Reaktion: Kommentar gelöscht und Mike gesperrt.

So einfach geht das: weglächeln - oder weglöschen. Gelebte Demokratie Made in Rheinland-Pfalz!

Könnt Ihr gerne mal selber probieren - Eifel reicht wahrscheinlich schon, damit die rote Furie zuschlägt.

Gleichgesinnte findet Ihr danach hier.

Damit sieht meine Liste an Facebooksperrungen so aus:

Illustre Runde!

Tags: Dreyer | Facebook | Ostern | Demokratie | Zensur |


Mittwoch, 01. April 2015

Und der Oscar für die beste Widerling-Besetzung geht an Roger Lewentz!

Wechselt schnell auf die Gewinnerseite, nachdem er am Ring nur noch rauchende Ruinen übriggelassen hat.

Immerhin wird die Causa Nürburgring damit ihrer Vorreiterrolle gerechet, alle Höhen und Tiefen unserer Gesellschaft plakativ und ungefiltert aufzuzeigen.

Tags: RockAmRing | Mendig | Lewentz | Lieberberg |


Realitätsabgleich der Dreyer´schen Traumwelt.

“Der Region geht es wirtschaftlich gut” meinte die Frau Dreyer im Interview kürzlich.

Grund genug für Frank Hirsekorn den Faktencheck zu machen:

“Dreyers Aussage dass es der Region um den Nürburgring gut geht entbehrt nicht nur jeglicher Evidenz, die Daten belegen dass genau das Gegenteil davon der Fall ist. Die gemachte Aussage kann somit wohlwollend als haltloses Politikergewäsch bezeichnet werden oder was wahrscheinlicher ist als eine weitere Lüge gegenüber der Öffentlichkeit.”

Das sagt er nicht einfach so daher - wie Frau Dreyer es macht - sondern er belegt es mit Auslastungszahlen, die vom Statistischen Landesamt veröffentlicht werden.

Man kann es ja mal versuchen!

(Jörg Lindner habe ich so auch schonmal einen Zahn gezogen.)

Tags: Dreyer | Hirsekorn | AltesForsthaus | Landesamt | Übernachtungzahlen |


Montag, 30. März 2015

Wisst Ihr was das Wichtigste an einem Rockfestival ist?

Nicht WO es stattfindet - nein - das ist auf einmal furchtbar egal - wichtig ist nur DASS es stattfindet.

Meinen auf jeden Fall die Loser vom Rock-am-Ring-Klon nachdem sie festgestellt haben, dass keiner ihre Karten kaufen will. Jetzt ist ein Umzug nach Gelsenkirchen geplant - die Kommentare auf Facebook sind eindeutig. Ist auch kein Wunder nach dem arroganten “Was andere können, können wir schon dreimal” Auftritt - jetzt ernten sie nur noch Spott und Hohn.

WiWo hat wieder mal die Hintergründe.

Marek Lieberberg kriegt vor lauter Lachen kaum noch Luft und die Lasst-sie-doch-erstmal-machen-Leute haben jetzt was sie wollten.

Realistisch betrachtet liegt am Ring alles in Trümmern - hoffentlich sind am Ende noch ein paar Leute übrig um die Scherben zusammenzukehren.

Tags: RockAmRing | GrüneHölleRock |


Freitag, 27. Februar 2015

Neues von Jim Glickenhaus: SCG003.

Jim Glickenhaus hat auf dem Genfer Autosalon sein neuestes Projekt vorgestellt - den SCG003. Diesmal eine komplette Eigen- und Neuentwicklung, nix Ferrari.

Und - wow - ist der schick.

Die Rennvariante sieht so aus:

Mehr Fotos und Hintergründe.

Tags: SCG003 | Glickenhaus |


Präsidiumsmitglied Jutta Beisiegel hat sich mit klaren Worten aus dem DSK verabschiedet.

An sich ist ein Austritt aus dem DSK jetzt nicht so bemerkenswert, dafür kommt das zu oft vor. Aber Jutta war im Präsidium des DSK.

Sie schreibt:

Meine persönlichen Schwerpunkte, wie auch bei der Mitgliederversammlung 2014 dargelegt: „Das Fortbestehen des Nürburgrings in verantwortungsvollen Händen und die Verbesserung der Situation um den Breitensport allgemein + speziell auf der Nordschleife.“

Für mich ist dies eine Herzensangelegenheit. Leider konnte ich die Präsidiumsmitglieder nicht von der Notwendigkeit zum Handeln überzeugen + sehe hier auch kein Licht am Horizont.

Hätte doch bloß jemand vor dem DSK gewarnt!

Sabine kommentiert auch ziemlich trocken und abgeklärt:

Da hast du absolut Recht. Das Ausmaß des Desasters bekommen die relevanten Leute jetzt erst mit… Hoffentlich - aber sei es drum - der Ring hat’s hinter sich. Tausend Dank an die, die mitgekämpft haben!!!! Ein Versuch war es wert! Danke Jutta, ich vermisse dich jetzt schon da oben …

Es gibt nicht viele Zeichen, die wir setzen können. Aber ein DSK-Austritt mit der Begründung den Nürburgring im Stich gelassen zu haben, ist eins von den wenigen, die noch übrig sind.

Tags: DSKeV | Beisiegel | Ziegahn |


Sonntag, 15. Februar 2015

Nordschleife-Einstellfahrten in Zolder.

Bei 1.700,- € (1.400,- € Frühbucher) für einen einzigen Testtag auf der Nordschleife (capricorn NÜRBURGRING GmbH(CNG) Probe- und Einstellfahrt am 14. März 2015) fällt die Entscheidung für echte belgische Fritten leicht:

Trackday Zolder am 26.Feb. 2015 - ohne DB Grenze für 450,- € (bzw. 300,- € nur nachmittags).

Tags: Einstellfahrten | Zolder |


Donnerstag, 12. Februar 2015

Wenn Dieter den Einstellfahrten fernbleibt, ...

... dann mach ich das auch.

Dieter Weidenbrück:

Mal abgesehen von den exorbitanten Preisen sind es vor allem die Haftungsklauseln, die nicht akzeptabel sind.

Schade, dass die VLN nicht die Gelegenheit bekommt, ihre üblichen T&E zu veranstalten. Gleiches gilt für die RCN.

Wenn die CNG - die Capricorn Nürburgring GmbH - meint Fahrer, Teams und VLN ausbooten zu können, dann hört der Spaß - auch für mich - auf. Ich könnte nicht mit gutem Gewissen die ersten Testfahrten des Jahres anschauen - während ich gleichzeitig weiss, wie schamlos die Teilnehmer ausgenommen werden.

Ohne VLN? Ohne mich.

Tags: Testfahrten | Einstellfahrten | Weidenbrück | VLNLangstrecke | Capricorn | KeinMikebericht |


Dienstag, 27. Januar 2015

Jutta Beisiegel sagt der VLN Adieu.

Sie hat sich ihre Entscheidung nicht einfach gemacht:

"Nun wird die Lösung aller Probleme in einer Zusatz-Nordschleifenlizenz (Permit) gefunden. Die Kosten trägt natürlich wieder der Fahrer (wie auch zuvor alle Kosten für GPS usw). Unter dem Aspekt Sicherheit (!!!) ? da kann doch keiner was dagegen haben.

Für mich persönlich habe ich nun die Konsequenzen gezogen, da ich keinen roten Faden erkennen kann, wie die Rennen der VLN sinnvoll auf einen guten Weg gebracht werden können. Die VLN ist für mich nicht mehr attraktiv: Racing mit Spaß vermisse ich schon seit einigen Rennen. Statist für das GT3-Feld: NEIN DANKE."

Man muss die Veranstaltung schon ordentlich gegen die Wand fahren, um eine Herzblut-Rennfahrerin von ihrer geliebten Nordschleife zu vertreiben.

Die GT3 haben gar nicht so lange gebraucht, um die VLN zu vereinnahmen: sie gibt es erst seit 2009.

Auf Facebook zeigen alle Kommentare jedenfalls Verständnis für Jutta’s Entscheidung.

Ich prognostiziere mal, dass da noch einige Teilnehmer und Teams folgen werden.

Denn statt die Probleme im Kern anzupacken, flickt die VLN bzw. der DMSB nur hilflos drumherum. Hektischer und nicht zuende gedachter Aktionismus, der von der Überforderung ablenken soll.

Tags: Permit | Zusatzlizenz | VLNLangstrecke |


Donnerstag, 22. Januar 2015

Der Nürburgring ist Dirk Metzner los.

Hoteldirektor Dirk Metzner, der mir beim VLN so gerne eine vor die 12 hauen wollte - weil ich seinen Kaffee abgelehnt habe, ist endlich abgehauen. Die schlechte Nachricht: nach Köln.

Immerhin kann der Nürburgring aufatmen vor dem Möchtegernlustig mit den cholerischen Anfällen.

Tags: Hoteldirektor | DirkMetzner | Lindner |


Sonntag, 18. Januar 2015

DMSB und Nordschleife.

Die neue Nordschleifenlizenz treibt tolle Blüten: Artur Deutgen wäre z.B. nicht startberechtigt.

DMSB:

“Der Maßnahmenkatalog wurde in enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der VLN und des 24h-Rennens erarbeitet. Ziel war es dabei, die Sicherheit auf der Rennstrecke zu erhöhen, in dem vor allem Nordschleifen-Neulinge besser geschult und intensiver auf die besonderen Gegebenheiten der Nordschleife vorbereitet werden.”

Aber auch sonst ist das Permit ein ziemliches Verwaltungsmonster. Von daher nichts neues für die Lizenzverschickungsorganisation.

Tags: Nordschleifenlizenz | Permit | Deutgen |


Wo kommen die Fliegen her?

Wenn an einem T1 Bus so viele Mücken kleben, dann sollte man den Wagen mit Vorsicht genießen! :)

(Via & Foto in gross.)

Tags: RaxeTaxi | T1Bus | PorscheBus | Nfiziert |


Dienstag, 13. Januar 2015

Wenn die SPD auftritt ist Wir-sind-Nürburgring schon da.

Starker Einsatz - egal wo die SPD einen ihrer gute Laune Auftritte geplant hat: ein paar Nürburgring Versprengte sind immer vor Ort.

Wie zum Beispiel letztes Wochenende in Andernach.

Verfolgt die Aktionen auf Facebook. Wenn mal was in Eurer Nähe ist einfach mitmachen.

Es muss nicht immer der große Auftritt sein. Außerdem sind wir Langstreckensportler :) Das Rennen geht noch eine Weile!

Steter Tropfen wirkt.

Tags: WirSindNürburgring | Andernach |


Johannes Stuck versteht die Welt nicht mehr.

Was haben denn auf einmal alle gegen seinen tollen Papa Strietzel Stuck?

Auf Facebook (bzw. für die FB Verweigerer hier als Text kopiert):

“Das Thema dieses Beitrags ist die angespannte Situation rund um den Nürburgring, da wir besonders viele Nachrichten und Beiträge in diesem Zusammenhang erhalten. Viele dieser Nachrichten und Beiträge kritisieren uns persönlich und besonders meinen Vater Strietzel Stuck in Bezug auf ein mangelhaftes Engagement für die Rettung des Nürburgrings.”

Soweit stimme ich da ja noch zu, aber dann wird’s ziemlich haarsträubend:

“(..) nur sehr wenig Zeit geblieben ist, mich mit der Thematik und den aktuellen Geschehnissen zu beschäftigen und somit wäre jeder Kommentar unfundiert und ”Klugscheisserei“.”

“(..) Fakt ist jedoch, dass es keinem gelungen ist diese Rennstrecke profitabel und wirtschaftlich nachhaltig zu betreiben.”

Das ist gelinde gesagt Bullshit. Dazu reicht ein Blick in die historischen Bilanzen. Ohne F1 Zuschüsse und Kafitz Experimente war die Nürburgring GmbH ein gesundes und profitables Unternehmen.

“Ich kann mir leider kein Szenario vorstellen und mir wurde auch noch nie eines vorgelegt, welches den Fortbestand des Nürburgrings sichert (..)”

Noch so ein nächste Klopper.

“(..) Das Schicksal des Nürburgrings liegt aus meiner Sicht nicht alleine in den Händen des nächsten Betreibers, sondern in den Händen der Macher des Motorsports, um die Ränge wieder zu füllen und die Begeisterung für den Motorsport wieder aufleben zu lassen.”

Dieser Zusammenhang erklärt sich mir nicht - der Nürburgring ist ausgebucht!

“Ich freue mich wirklich, wenn Ihr Eure Meinung und Gedanken teilt, mich und meine Ansichten kritisiert, ergänzt oder teilt, (..)”

Na aber immer doch! :)

Ohne das Beck°Werk und Aussaugen durch Richter/Lindner - unterstützt von den Stucks! - wäre der Ring gesund und munter wie eh und je.

“Zum Schluss möchte ich jetzt noch eine Lanze für meinen Vater brechen, der sich dessen sehr bewusst ist, was er dem Sport und der Nordschleife zu verdanken hat und nach bestem Wissen und Gewissen handelt. Um Prozesse anzuschieben und Missstände zu ändern zählt nicht die Lautstärke der Botschaft, sondern der Inhalt!”

Jau.

Hier mal ein Beispiel von bestem Wissen und Gewissen. Und hier, und hier, und hier, und hier, und hier, …

Tags: Stuck | Strietzel | Ringverkauf |


Montag, 12. Januar 2015

Neuer Ford GT auf Detroit Motorshow.

Sensation heute. Ich bin jetzt 21 Jahre in dem Laden und hab entsprechend schon Einiges erlebt. Aber dass mal so ein scharfes Gerät vorgestellt werden würde, überrascht mich ordentlich! Es gibt Hoffnung!

Mit 20832.com bin ich auch schon knapp 15 Jahre am Start (im Juni ist Geburtstag!) und normalerweise gibt es eine ziemlich klare Trennlinie zwischen diesen beiden Welten.

Ich habe immer versucht auch Ford-Inhalte hier unterzubringen, wenn es Sinn macht - man ist der Firma schon stark verbunden. Aber sooo viel Schnittmenge gab es nicht.

Das scheint sich jetzt zu ändern - find ich super! Das neue Performance Team hat mich schon hellhörig gemacht, der Fiesta ST beeindruckt überall die Tester, der RS soll weltweit auf den Markt kommen, der Mustang kommt dieses Jahr nach Deutschland - und jetzt dieser Ford GT, der mal garnichts anbrennen lässt.

Es wird sogar spekuliert, ob 2016 - wenn sich Ford’s erster Le Mans Gesamtsieg zum 50.mal jährt - wieder ein Ford in Le Mans am Start steht. Aber soweit will ich denken.

Jalopnik hat jede Menge GT Fotos von heute. In meinen Facebook Kommentaren wurde die Ähnlichkeit zum LaFerrari gesehen - ich persönlich sehe im Fensterbereich den Stratos wieder und das gefällt mir außerordentlich gut. Ist eins meiner Lieblingsdesigns.

Der hintere Teil ist sehr eigenständig - das ist nicht einfach, da es heute inzwischen sehr viele aufregend gestylte Supercars gibt.

Ich kann es jedenfalls nicht abwarten, den live zu erleben!

Tags: FordGT | LeMans | LM24 |


Sonntag, 11. Januar 2015

Neulich auf der Birmingham Motorsport Show.

(Klick! für gross. Via Hoffi.)

Neulich im Sinne von gestern - auf dem Bilsteinstand - fein Nfizierter Racetaxibus.

Tags: Bilstein | Racetaxi | Nfiziert |


Donnerstag, 18. Dezember 2014

Übrig Ns vom Donnerstag.

Zitat pro-mosel.de: “Im Januar dieses Jahres versicherte Eveline Lemke (Die Grünen) mehreren Mitgliedern der Bürgerinitiative Pro-Mosel, dass sie sich schützend hinter ihre Leute stellen würde. Nun wissen wir, dass diese Aussage keinerlei Wert hatte.”

Willkommen im Club!

Tag: ÜbrigNs


Mittwoch, 10. Dezember 2014

Otto Flimm legt nach.

Heute hat Otto Flimm zum Pressegespräch nach Nürburg gebeten und - unterstützt auch von einigen Versprengten - die EU Beschwerde von Jzn im Detail begründet.

Sie richtet sich gegen den Verkaufsprozess und da ist einiges an Zunder drin. Wir dürfen froh sein, dass der rüstige Kämpfer für uns und den Nürburgring in den Ring steigt!

“Es ist unsere Auffassung, dass die Europäische Kommission durch die Insolvenzverwalter und die Landesregierung nur unrichtig über ausschlaggebende Fakten informiert wurde.”

Unrichtig informiert. Also ich finde man könnte auch salopp sagen, dass die EU nach Strich und Faden beschissen und belogen wurde. Und das nicht nur einmal.

  • die Zahlungsschwierigkeiten von R.Wild wurden verschleiert
  • Abläufe geheim gehalten
  • Auswahlkriterien erst hinterher bekanntgegeben

Das ach-so-tolle Nürburgring-Gesetz wurde auch treffend auseinandergenommen, denn es hilft nicht

“… wie die Ereignisse des Jahres 2014 mit dem Verlust von Rock am Ring und den Schwierigkeiten der Veranstalter beim Abschluss von sinnvollen Verträgen zeigen.”

Florian Zerfaß hat sich auch nochmal die Mühe gemacht, einen ausführlichen Hintergrundartikel zu schreiben.

Neben JzN befasst er sich auch mit den HIG/Cox und Nexovation Beschwerden:

  • Capricorn wurde trotz fehlender Transaktionssicherheit als Käufer gewählt
  • Nach dem Capricorn-Ausfall haben die Insolvenzverwalter & KPMG das Verkausverfahren wieder ans sich gerissen und eigenmächtig einen Käufer ausgesucht - sogar ein Datenraum sei von KPMG wieder zur Verfügung gestellt worden.
  • Die Treuhänder-Nummer mit der W Special Situations GmbH ist der Hit.
  • “Selbst der Gläubigerausschuss wurde über die Weiterveräußerung der Vermögensgegenstände des Nürburgrings nicht informiert.”

Meyrick Cox redet nicht lange drumherum:

“Aus Sicht unserer Gruppe scheint der einzige Weg, auf dem die Beihilfen beseitigt werden können, der Start eines neuen Verkaufsprozesses zu sein, mit einem anderen Insolvenzverwalter und einem neuen Dienstleister, der den Verkaufsprozess organisiert. Herr Lieser und Herr Schmidt haben gezeigt, dass sie außerstande sind, einen offenen, fairen und transparenten Verkaufsprozess zu überwachen; KPMG hat sich selbst als unfähig herausgestellt, den Verantwortlichen in solch einem Prozess adäquaten Rat zur Verfügung zu stellen.

Oops. Der sitzt.

Allerdings müssen wir Geduld haben. Das Ganze kann sich noch Monate hinziehen, vielleicht sogar bis Ende 2015.

Margrethe Vestager - die neue EU Wettbewerbskommissarin - hat es nicht leicht: entweder lehnt sie die Beschwerden ab und riskiert, dass bei Klagen ihr alles noch schwerer auf die Füsse fällt oder sie setzt den Prozess neu auf und brüskiert ihren Vorgänger Almunia.

Naja, verdient hätte er es, so schlampig wie das durchgewunken wurde im Schulterschluss der Sozis inkl. Sigmar Gabriel - aber ohne ausreichende Prüfung.

Das Gute ist: wir alle können ihr helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

So wie ich gestern solltet Ihr auch ein Schreiben aufsetzen und begründen, warum der Verkaufsprozess wiederholt werden muss und warum der Nürburgring bzw. die Nordschleife für Europa eine so große Bedeutung haben.

Dass die Frau erst seit einem Monat ihr Amt bekleidet müssen wir als Chance wahrnehmen.

Tags: JaZumNürburgring | Flimm | Vestager | Ringverkauf | WiWo | Zerfaß


Dienstag, 09. Dezember 2014

My Open Letter to EU Commissioner Margrethe Vestager.

(Please find the English version further down.)

Sehr geehrte Frau Vestager!

Ich schreibe Ihnen als Bürger von Deutschland, der in Rheinland-Pfalz geboren und aufgewachsen ist und heute in Köln Nordrhein-Westfalen lebt.

Ich bin 49 Jahre alt und seitdem ich einen Führerschein besitze und mobil bin, beschäftige ich mich mit dem Nürburgring und insbesondere mit der historischen Nordschleife als Sportstätte. Rückblickend waren es sehr schöne 33 Jahre - doch die letzten 7 Jahre waren sehr nervenaufreibend und frustrierend.

Der Grund liegt im Freizeitpark-Projekt “Nürburgring 2009”, mit dem man die völlig funktionierende Anlage und deren öffentliche Besitzgesellschaft von 1925 innerhalb von nur 5 Jahren (!) in die Insolvenz getrieben hat.

Von Seiten der Politik gab es leider keinerlei Bemühungen die Rennstrecken vor dem Verkauf in Privathand zu bewahren. Die eingesetzten Insolvenzverwalter haben geradlinig den möglichst schnellen Verkauf gesucht. Als Beobachter bleibt einem nichts anderes übrig, als die Abläufe mit hektisch und chaotisch zu umschreiben.

Als Bürger war es unmöglich Kenntnisse über die im Geheimen ablaufenden Ereignisse zu erhalten. Allerdings haben Presseberichte regelmäßig im Nachhinein Verfehlungen während des Verkaufsprozesses öffentlich gemacht.

Der Nürburgring - und ganz besonders die Nordschleife - sind von hoher weltweiter Bedeutung für Fahrzeugentwicklung und Motorsport. Es gibt keine vergleichbare Anlage auf der ganzen Welt und dieses Alleinstellungsmerkmal hat innerhalb Europas eine hohe Anziehungskraft.

Sowohl die wirtschaftliche Zukunft als auch der Erhalt des kulturellen Erbes sind nur möglich, wenn eine gemeinwohlorientierte Betriebsform gewählt wird. Das Profitstreben eines Privaten bedeuten mittel- und langfristig das Ausbluten der Eifelregion und das Plündern eines kulturell herausragenden Denkmals.

Ich habe auf die Bedeutung schon einmal eindringlich hingewiesen während meines Besuches in Brüssel bei der Wettbewerbskommission am 25.Feb.2011. Gerne stehe ich jederzeit für weiterführende Gespräche zur Verfügung.

Um Ihrer europäischen Verantwortung gerecht zu werden, bitte ich Sie eindringlich die bisherigen Entwicklungen zu überdenken und den Nürburgring-Verkaufsprozess neu aufzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen,
Michael Frison


English version:

Dear Ms Vestager!

I’m contacting you as citizen of Germany, born and raised in Rhineland-Palatinate who is now living in Cologne North Rhine-Westphalia.

I’m 49 years old and since I have my driving licence and thus am mobile, I’m active at the Nürburgring and especially at the historic Nordschleife as sports venues. Looking back this have been great 33 years - however the last 7 years have been very exhausting and frustrating.

The reason is the Leisure Park project “Nürburgring 2009”, with which the absolutely functional property and its public owner company of 1925 have been led into insolvency within only 5 years!

Our politicians unfortunately have made no efforts whatsover to protect the Race Tracks against sale into private hands. The Insolvency Administration has not followed any other options except quickly selling the property. As observer one was left with the only option to describe the process as hectic and chaotic.

As a citizen is was not possible to gain knowledge on the procedures, which were carried out in secret. Only press reports have regulary published misconduct after the event during the sale process.

The Nürburgring - and Nordschleife in particular - are of worldwide importance for Automotive Engineering and Motorsport. There is no comparable site globally and this uniqueness has huge attraction within Europe.

Both the economical future and the conservation of the cultural heritage are only possible within a non-profit-making type of business. Profit seeking ventures of privateers will mid- and longterm lead to bleeding of the Eifel region and plundering of the cultural heritage.

I already had the chance to highlight the special significance during my visit in Brussels at Feb.25th, 2011 at the Competition Department (http://renn.tv/1016). I’m happy to join further discussions any time.

To serve your European responsibility I urge you to rethink the development and start the Nürburgring sale process all over again.

Yours sincerely,
Michael Frison


Die EU hat übrigens 24 Amtssprachen! Wenn Ihr auch Magrethe Vestager kontaktieren wollt:

By the way, EU has 24 official languages! In case you also want to contact Magrethe Vestager:

Adresse:

COMMISSIONER
Margrethe Vestager
European Commission
Rue de la Loi / Wetstraat 200
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Sonntag, 07. Dezember 2014

3 Beschwerden gegen Ring-Verkaufsverfahren und EU Entscheidung.

Nachdem die EU-Kommission den Ringverkauf durchgewinkt hat, hagelt es jetzt Beschwerden:

“Wie die WirtschaftsWoche berichtet, haben der US-Finanzinvestor HIG Capital, das US-Technologieunternehmen Nexovation und der Verein „Ja zum Nürburgring“ die Kommission aufgefordert, ihre Untersuchung zum europarechtskonformen Verkauf der Rennstrecke neu aufzurollen. Den Beschwerden zufolge sei die Kommission falsch über den Verkaufsprozess informiert und mit dem Weiterverkauf an Charitonin gegen Europarecht verstoßen worden.”

Almunia ist abgelöst, seine Nachfolgerin im Resort Wettbewerb ist Magrethe Vestager aus Dänemark.

Wenn der Verkauf neu aufgesetzt wird und vor allem danach fair und transparent durchgezogen wird, dann hätte das Stiftungsmodell vielleicht eine Chance.

Gut, dass Otto Flimm nach wie vor am Ball bleibt - am Mittwoch um 14 Uhr gibt es im Dorint eine Pressekonferenz von Ja zum Nürburgring zu dem Thema.

Tags: EUKommissionMagretheVestager | JaZumNürburgring | Ringverkauf | Stiftung |


Wir müssen draußen bleiben?!

Jetzt ist ja wieder Weihnachtsmärkte-Zeit, da kam ein paar Versprengten die Idee nach Kaiserslautern zu fahren. Schließlich hatte sich auch Malu Dreyer angemeldet.

Ich hab noch nie vorher gehört, dass jemand von der Polizei davon abgehalten wurde einen Weihnachtsmarkt zu besuchen. Aber in Kurt Beck’s Königreich ticken die Uhren bekanntlich anders - seht selbst.

Aber starke Aktion wieder! Die jämmerliche Reaktion unserer angeblichen Volksvertreter zeigt doch wieder nur, wie sehr sie mit dem Rücken an der Wand stehen.

Tags: Weihnachtsmarkt | MaluDreyer | Versprengte |


Dienstag, 02. Dezember 2014

Freibrief für Kühl und Hering.

Der Staatsanwalt hat sie vom Haken gelassen:

“(..) hat keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für eine Straftat ergeben. Die Staatsanwaltschaft Koblenz wird daher keine Ermittlungen aufnehmen.”

Da hat der neue Justizminister Gerhard Robbers sich ja glänzend eingeführt und schon dicke Pluspunkte sammeln können!

Wie ich schon auf der SWR Seite kommentiert habe:

“Einen feinen Rechtsstaat haben wir da, wo wir um 500 Millionen Euro und ein Weltkulturerbe innerhalb von 7 Jahren erleichtert werden - und alle machen weiter, als wäre nichts passiert.”

Oder Gerri so: Insider Geschäfte

(Klick! für gross.)

Natürlich phantasieren Grüne und SPD jetzt wieder von dem Märchen, dass das mit dem Nürburgring jetzt dann doch endlich beendet ist - ja, das hätten sie gerne!

Aber zum Glück haben wir Bevölkerung da auch noch ein Wörtchen mitzureden und beendet ist da gar nichts - das hat nichtmal richtig angefangen.

Auch bitter, dass sich das Establishment jetzt darüber freut, dass zwei der ihren angeblich keine Verbrecher seien - damit ist man in der RLP Politiker anscheinend ganz vorne.

Aus meiner Sicht ist nach wie vor nicht geklärt, wieso Hendrik Hering die privat errichteten Immobilien gekauft hat, die sich 4 Jahre später als quasi wertlos herausstellen. Auch das Verramschen der Nordschleife um von der eigenen Schuld abzulenken stellt in meinem Augen eine Riesen Untreue dar.

Der Text der Staatsanwaltschaft liest sich so, als hätten ihn Kühl und Hering selber verfasst. Nur auf das “renomierte” bei “Wirtschaftsprüfungsgesellschaft” hat man verzichtet.

“Auch haben sich keine Hinweise dafür ergeben, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus der Sicht der Jahre 2009/2010 für die Verantwortlichen das Landes oder seiner Gesellschaften erkennbar zu optimistische Annahmen zu dem zu erwartenden Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung am Nürburgring getroffen hätte.”

Ach nein? Das ist ja das Allerneueste. Wer redet denn seit Jahren davon, dass die Zuschauerzahlen erstunken und erlogen sind? Und alle Kalkulationen genau auf diesem Lügengerüst aufbauen?

Keine Hinweise!? WTF!?

Stefan Rota hat am 27.April 2010 klare Worte gefunden in unserer damaligen Pressekonferenz extra in Mainz - hier könnt Ihr Euch den kompletten Mitschnitt nochmal anhören.

“Allerdings ergeben sich aus den hier geprüften Unterlagen keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte dafür, dass die Verantwortlichen die Rechtslage nach dem EU-Beihilferecht in strafrechtlich vorwerfbarer Weise falsch eingeschätzt hätten.”

Das wird ja immer wilder! Einen Monat vorher - im März 2010 - hat Hendrik Hering seine tolle Zukunftskatastrophe in Adenau vor versammelter Bevölkerung vehement verteidigt und ausdrücklich - es sei schließlich Jurist! - die EU Konformität bestätigt. Das kann mir keiner erzählen, dass er nicht genau wusste, auf welch dünnem Eis er wandelte! Auch das könnt Ihr nachhören, wenn Ihr wollt.

“Zu keiner Zeit ist offenbar innerhalb der zuständigen Ministerien das rechtliche Risiko gesehen worden, dass eine Unvereinbarkeit mit EU-Beihilferecht - wie letztlich geschehen - das „Ob“ der Förderung insgesamt in Frage stellen könnte.”

Offenbar? OFFENBAR? Geht’s noch? Wie wäre es denn mal mit ERMITTLUNGEN liebe Staatsanwaltschaft, um das zu prüfen?

Was für eine Frechheit, ein Schlag in’s Gesicht jedes rechtstreuen Bürgers.

“Dies gilt jedoch in erster Linie für wahrheitswidrige oder durch bewusste Weglassungen unvollkommene Unterrichtungen durch die Geschäftsführung, die hier nicht vorliegen.”

“… die hier nicht vorliegen.” Jetzt sparen sie sich das “offenbar” sogar und wollen dadurch ihre Annahme zu einem Fakt machen. Ohne Ermittlungen!

“ Die wesentlichen Entscheidungen wurden hier auf der Ebene des Landes Rheinland-Pfalz getroffen, das Mehrheitsgesellschafter der Nürburgring GmbH war, und dessen Verantwortliche über alle Elemente des „Zukunftskonzepts Nürburgring“ umfassend unterrichtet waren.”

Was die Staatsanwaltschaft alles weiss - ohne Ermittlungen!

“Zusammenfassend hat die Prüfung der hier vorliegenden Unterlagen mithin keine zureichenden tatsächlichen Hinweise darauf ergeben, dass die Verantwortlichen des Landes oder ihrer Gesellschaften vorsätzlich pflichtwidrig fremdes Vermögen geschädigt haben. Von der Aufnahme von Ermittlungen war daher abzusehen.”

Dass die sich nicht schämen, diese Volksverarschung auch noch schwarz auf weiss aufzuschreiben. Willkommen im Unrechtsstaat Rheinland-Pfalz!

Tags: HendrikHeringCarstenKühlGerhardRobbers | Staatsanwaltschaft


Samstag, 29. November 2014

Mikebericht von SWR4 Klartext in Adenau.

Gestern - am Donnerstag - gab es eine Live Radiosendung von SWR4 unter dem Titel Klartext.

Ich hatte im Vorfeld kein gutes Gefühl, denn wir hatten vor 18 Monaten diese Sendung schon einmal - damals in Nürburg - und das war eine sehr peinliche Geschichte.

Um es vorwegzunehmen: diesmal war es eine gute Veranstaltung. Moderator Thomas Meyer hat zwar - wie auch in der 1.Ausgabe - deutlich Partei ergriffen, aber es war so offensichtlich, dass es jedem bewusst wurde. Quasi eine gute Schulung zur Meinungsbildung! Denn normalerweise kommen solche Beeinflussungen viel subtiler daher.

Wilhelm Hahne und Christian Menzel haben einen ganz starken Job gemacht auf dem Podium, während die Vertreter von SPD (Marc Ruland) und Grünen (Nils Wichmann) sich bis auf die Knochen blamiert haben.

Von der CDU war Alexander Licht gekommen - die Opposition hat es in RLP wirklich nicht einfach, aber er hat sich nicht provozieren lassen und ist sachlich mit der Diskussion umgegangen.

Hier könnt Ihr Euch die 2 Stunden komplett anhören:

youtu.be/iAmyK_3Alxo

UPDATE:

Hier auch der Link zur SWR Mediathek inklusive Video.

Ich bin dankbar, dass ich auch zu Wort kommen durfte. Das ist keine Selbstverständlichkeit, immerhin hat man mir den Vorzug gegeben vor den Nisiussen und Sattlers dieser Welt. Bei 1h 24:55 geht’s los, wer will kann über diesen Link direkt dort hinspringen bzw. hier direkt anschauen:

youtu.be/_LBaP-pS2Fs

Die Halle in Adenau war gut …

… und schwergewichtig ;) besucht:

Das Moderatorenteam Steffi Lingscheidt und Thomas Meyer:

Das ist Marc Ratlos Ruhland aus Andernach. Seine Gesichtsfarbe war ziemlich schnell ziemlich weiß und er hatte ein Dauerabo auf am-liebsten-im-Erdboden-versinken:

Zwischendrin hat er immer wieder in seinen Notizen gekritzelt - aber das ändert alles nichts an seinem Totalausfall.

Jetzt könnte man sagen: och, der arme Kerl. Voll ausgenutzt von den SPD Hyänen, haben ihn der Meute zum Frass vorgeworfen.

Auf der anderen Seite möchte ich aber zu bedenken geben: dieser Junge Mann Mensch ist MdL - bei 101 Abgeordneten und 4 Mio RLP’ern vertritt er sage und schreibe 40.000 Leute. Das ist 3x die VG Adenau. Also bitte kein Mitleid - bei soviel Verantwortung sind Könner gefragt und keine Loser.

Obwohl das Ganze ab und zu auch seine komischen Momente hatte:

Der Ernst der Lage war aber allen klar - Christian’s Schild hat die letzten Zweifel ausgeräumt:

Bei Uli Adams muss ich sagen: Respekt! Das hätte ich nicht erwartet: klare Ansage von dem RZ-Mann aus der lokalen AW Redaktion, hat passend zum Abend tatsächlich Klartext geredet.

Da stellt sich für mich dann zwangsläufig die Frage: warum liest man solche Töne nicht in der Rhein-Zeitung?

Auch Hanna Breuer verdient Respekt: morgens eine Elbogen-Operation über sich ergehen lassen und abends die Nordschleife verteidigt!

Wilhelm Hahne hat dann - zur Überraschung des Moderators - unsere sogenannte Demokratie in Frage gestellt:

Ihr könnt das auch nochmal genauer in seinem Eintrag von heute nachlesen.

Ich weiß aus Gesprächen, dass es inzwischen vielen Leuten genauso geht wie mir: das Vertrauen in die Politik ist komplett aufgebraucht. Die Erwartungshaltung ist inzwischen so weit, dass man von Vorteilsnahme und Verbrechern ausgeht und eher überrascht ist, wenn man mal eine fähige Person in der Politik trifft. So weit sind wir schon.

Die Fraktion “Begossene Pudel” durfte nicht fehlen, hier in Gestalt der Bürgermeister Hoffmann (Stadt Adenau) und Nisius (VG Adenau):

Einmal kam während der Sendung das abgegriffene “Jatzt muss doch mal Ruhe einkehren” zur Sprache und die beiden waren unterstützt von Peter Nett tatsächlich die Einzigen, die zum Klatschen angesetzt haben. Was sie dann natürlich schnell wieder sein gelassen haben, als keiner mitklatschen wollte.

Das war für mich so ein Schlüsselmoment, dass ein Umbruch stattgefunden haben könnte. Ich bleib mal vorsichtshalber im Konjunktiv. Aber wenn jetzt die Adenauer ihren Kommunalpolitikern klarmachen, dass sie gefälligst zu kämpfen haben, statt sich mit Milliardären zu treffen oder aus Ja zum Nürburgring auszutreten, dann wäre das zwar spät, aber trotzdem erfreulich.

Hintergangen von den Politikern war es dann wieder am Volk die Stimme zu erheben, Dieter Weidenbrück zum Beispiel, der das Thema Stiftungsmodell in’s rechte Licht gerückt hat.

Mein persönliches Highlight war gegen Ende Alexander Kraß, der den taumelnden Marc Ruland endgültig k.o. knockte. Die Vorgeschichte war, dass Christian Menzel ihm eine glatte 6 gegeben hat für die moralischen Abgründe, die seine SPD vorführt und Marc Ruland meinte entgegnen zu müssen, dass es ihm nicht zustehe Noten zu verteilen. 90 Minuten später stellt sich der Alex als Lehrer vor - legitimiert Noten zu verteilen - und vergibt hochoffiziell die glatte 6 noch einmal. Da war der Saal am Toben - man freut sich inzwischen über jede noch so kleine Genugtuung.

Dieser Marc Ruland übrigens, der Christian Menzel das Recht absprechen will über ihn nach Noten zu urteilen, studiert seit 12 Jahren. In Worten: zwölf. Das sind 24 Semester. Kann man auf seiner Homepage nachlesen. Zitat: “Uni Bonn, Abschluss avisiert”.

Keine weiteren Fragen.

Dank Social Media gibt es natürlich schon jede Menge Rückmeldungen, z.B. diesen lesenswerten hier von Christoph Brune oder die Kommentare bei WsN.

Nach meinem Auftritt meinte ein Ur-Eifler zu mir: “Sie haben mir voll aus der Seele gesprochen - vielen Dank dafür!“ Da war ich sehr gerührt und dankbar für die Rückendeckung, damit habe ich eigentlich nicht gerechnet. Bisher fühlte ich mich eher so wie der Revoluzzer, den man besser zurückpfeift, statt ihn zu unterstützen. Also in Adenau jetzt, nicht in Nürburg.

Als die Sendung vorbei war habe ich mich zu diesem Statement hinreissen lassen:

“Was man einmal einem Eifeler antut, das merkt der sich für’s ganze Leben.”

… das ich aber auch wirklich so meine. Wenn ich die gestrige Veranstaltung mit meinem bisher einzigen anderen Besuch in der Hocheifelhalle vergleiche - nämlich Hendrik Hering’s Vorstellung des Richter-Lindner-Vertrages im März 2010 - dann war da gestern doch einiges mehr an Stimmung. Und das wird noch mehr Stimmung, wenn die Folgen des katastrophalen Ringverkaufs bei den Leuten ankommen. Und das werden sie.

Occupy Nordschleife empfiehlt Malu Dreyer schonmal den Helm anzuziehen, denn der Widerstand nimmt Fahrt auf.

Tags: SWR4 | KlartextHocheifelhalle | Ringverkauf |


Montag, 24. November 2014

Der schlechteste Film der Welt.

Zumindest kommt man sich manchmal so vor, dass man aktuell in diesem sitzt.

Jetzt gibt es auch das passende Filmplakat dazu:

(Klick! für gross.)

Schaut Euch das Plakat genau an - großes Kino! :)

Ja, der Ton wird rauer.

Nein, das kommt nicht überraschend.

(Via Occupy Nordschleife.)


Sonntag, 23. November 2014

Bei der SPD lässt sich die Wahrheit nur noch schwer er-Ahnen!

Ein schönes Beispiel für die große Lücke, die bei der SPD RLP zwischen Fiktion und Wirklichkeit klafft, ist die neue Finanzministerin:

(Klick! für gross. Via Gerri.)

Mutter und Tochter? Oma und Enkelin? Da kann man den Zusammenhang wirklich nur noch erahnen. Einmal Quelle Wikipedia und einmal Quelle SPD.

Und so leben sie weiter fröhlich dahin in ihrer zusammengedichteten und photogeshopten Traumwelt.

Tags: SPDRLP | DorisAhnen | Photoshop |


SWR 4 Klartext wieder am Ring.

Die glauben anscheinend wir hätten das Schauspiel vor 18 Monaten schon vergessen (damaliger Mikebericht und kompletter Mitschnitt).

Am meisten hat mich damals geärgert, wie sie Otto Flimm abserviert haben und wie die Moderatoren statt neutral zu begleiten die Diskussion massiv beeinflusst haben.

Die neue Sendung ist für nächsten Donnerstag geplant (27.Nov, 19–21 Uhr, Adenau Hocheifelhalle).

Das Podium lässt leider wenig hoffen: 3 x Politiker und der Axel Heinemann. Die SPD hatte zuerst Carsten Pörksen geschickt, aber der hat wohl zuviel Schiss vor den Versprengten. Jetzt kommt für ihn Marc Ruland - komplett unbedarft was den Ring angeht und auch aus Andernach wie Clemens Hoch.

Leider niemand, der die Bevölkerung, die Anwohner, die Unternehmer, die Sportler und Rennfahrer, die Veranstalter, die Historiker, die Anhänger der Nordschleife, die Gegner des Verkaufes oder andere Betroffene vertreten dürfte.

Ich werde trotzdem da sein und versuchen ausreichend Redezeit zu bekommen und es wäre natürlich gut, wenn der Verkaufsprotest gut hörbar vertreten ist - das ist eine Radio Livesendung.

Die laufen dann wieder mit Mikrofon rum und dann “darf man Fragen stellen”. Nur damit die Rollenverteilung schonmal vorab geklärt ist - das an sich ist ja Frechheit genug.

So soll unsere Lautstärke kleingehalten werden. Hendrik Hering hat es längst nicht mehr nötig, irgendeinen Dialog einzugehen - da wird dann auf Facebook großzügig gesperrt. Das kann der Landesverband der SPD inzwischen auch ganz gut, sperrt Kritiker einfach aus. Oder lässt die Polizei auffahren, wenn man ihnen zu nahe auf die Pelle rückt.

Wenn wir uns diesen Umgang gefallen lassen, dann haben wir es auch nicht besser verdient. Ich warte ja noch auf den Tag, wenn Adenau geschlossen auf den Putz haut. Aber der Guido Nisius trifft sich lieber mit dem Milliardär Chartonin, damit kein Zweifel an seiner Demut aufkommt.

Manchmal habe ich den Eindruck, die VG Adenau sehnt sich den Feudalismus aus dem Mittelalter zurück - die Zeichen dafür stehen aktuell ganz gut.

Das letzte Mal in der Hocheifelhalle war ich übrigens an jenem traurigen Tag, als Hendrik Hering versucht hat, die Richter-Lindner-Verpachtung zu verkaufen.

Tags: Klartext | SWRKlartext | Hocheifelhalle |


Dienstag, 18. November 2014

ebay: SPD Parteibuch

Artikelbeschreibung:

“SPD Parteibuch Mitgliedsbuch der ”ehemals“ Sozialdemokratischen Partei der BRD”

“Hallo, hier biete ich Ihnen mein SPD -Parteibuch an! Ich dacht mir, so einfach verbrennen möchte ich es doch nicht!”

(Via.)

Tags: SDPAustritt | WirSindNürburgring | Versprengte |


Montag, 17. November 2014

Echt lästig diese Versprengten.

Sind heute schön der Malu Dreyer nach Zell an der Mosel nachgefahren. Aber lest selbst.

Respekt!

Tags: Dreyer | Versprengte | Ringverkauf |


Samstag, 15. November 2014

Die SPD hat das Nürburgring-Problem gelöst.

Sie erklärt es kurzerhand für unwichtig.

Tags: ParteitagRingdemo |


Dienstag, 04. November 2014

Schlachtfest im Mainzer Kabinett.

Malu Dreyer schwimmen die Felle davon und als letzten Ausweg entsorgt sie großflächig die Kurt-Beck-Verbündeten:

  • Finanzminister Carsten Kühl und
  • Fraktionsvorsitzender Hendrig Hering
  • Innenminister Roger Lewentz

Das wurde Zeit. Kühl und Hering haben den Nürburgring in die Insolvenz geritten. Warum Lewentz das Gemetzel überlebt habt? Er hängt genauso drin wie Kühl und Hering.

Aber es geht noch weiter:

  • Justizminister Jochen Hartloff
    Malu Dreyer als Ex-Staatsanwältin wird wissen, warum er gehen muss. Falls es demnächst Anklagen gegen Hering und Kühl gibt, dann weiss sie heute vielleicht schon mehr als wir.

  • Europaministerin Margit Conrad

  • Staatskanzlei-Chefin Jacqueline Kraege

Insgesamt gibt es in der RLP Regierung 8 Ministerien, davon 5 von der SPD. Und nur 1 (Lewentz) ändert sich nicht. 2 sind entsorgt (Kühl, Hartloff), die anderen beiden müssen wechseln (Doris Ahnen beerbt Kühl, Alexander Schweitzer beerbt Hering).

Ausgerechnet Clemens Hoch (36) macht (wieder!) Karriere, er wird Chef der Staatskanzlei. Malu Dreyer hat ihn erst bei ihrem Amtsantritt dort mit hingenommen. Er war Kurt Beck’s Mann für’s Grobe, hat im Untersuchungsausschuss den Chefabwiegler gespielt.

Stellt Euch mal vor, eine Firma würde in ihrer Führungsetage so auf den Kopf gestellt. Als ob sich jemand so mal schnell als Controller (Finanzminister) einarbeiten könnte. Während auch in den anderen Büros einmal komplett ausgewechselt wurde.

Ein Rezept für Disaster.

Krass finde ich auch, dass das Ganze nur 10 Tage vor dem Landesparteitag stattfindet. So etwas wie Mitspracherecht für die SPD Mitglieder scheint es im Königreich RLP nicht zu geben, da hat Kurt Beck ganze Arbeit geleistet.

Warum müssen ausgerechnet wir am Nürburgring von diesen Volldilettanten gequält werden? Hätten die sich nicht was anderes aussuchen können zum leuchtturmen?

Der Scherbenhaufen ist jetzt auch für den größten Optimisten nicht mehr schönzureden, unsere schlimmsten Befürchtungen sind WEIT übertroffen worden.

Noch bevor der Ring überhaupt den Besitz wechselt, wird er bereits zum Spielball von windigen Jongleuren, Robertino Wild hat nichts besseres zu tun, als seine Anteile nach Russland zu verticken.

Wer weiss schon, was als nächstes kommt? Das ist alles völlig außer Kontrolle.

Der Nürburgring hätte nie verkauft werden dürfen, aber das predige ja nicht nur ich seit Jahren. Gier und Geltungssucht zerstören das zarte Gefüge, mit dem die Anlage in die Region seit Generationen eingebettet ist.

Bedanken dürfen wir uns bei den Politikern in Mainz, die vor lauter Vertuschen und Verschleiern jetzt in’s Straucheln kommen und über ihre eigenen Füsse stolpern. Malu Dreyer ist dabei keinen Millimeter besser als Kurt Beck - Verantwortung ist in Mainz ein Fremdwort.

Ossi Kragl kocht, hat sie ihm doch persönlich versprochen, dass bei Finanzproblemen das Thema neu besprochen wird. War natürlich eiskalt gelogen.

Ich hoffe die Lawine macht vor ihrer Haustür nicht Halt und spült die ganze abgewixxte Bande davon.

Dem Ring wird es nicht helfen, aber wenn eine Regierung umgekrempelt werden kann, dann sollte das doch für einen kriminell anrüchigen Verkaufsprozess erst recht möglich sein.

Tags: Regierung | MaluDreyer | HendrigHering | CarstenKühl | RogerLewentz | JochenHartloff | Minister |


Eine ganze Region wird zum Gespött, weil sie sich nicht traut.

Eindringlicher Text von Conny Fricke an die Bürger von Adenau & Co.:

“Oder glaubt etwa jemand, dass ein russischer Milliardär sich an Gesetze hält, die ihm nicht passen? (..) Bitte versteckt Euch nicht hinter Ausreden. Fahrt am 15.11.2014 zur Demonstration Mainz. Für Euch, für euren Ring!”

Tags: Ringdemo | ConnyFricke |


Freitag, 31. Oktober 2014

Peter Hoffmann: Je suis pissed off. Aber so was von!

Gestern auf Facebook:

“(..) Nun wird das Volkseigentum Nürburgring, also doch zum Privatspielplatz eines reichen Russen. Weil das ach-so-zukunftsträchtige Pappnasen-Konstrukt im Zeichen des Steinbocks genau von hier bis Gestern gehalten hat. Unglaublich! Und an die, die jetzt wieder aus ihren Löchern kriechen werden und allen erzählen ”gebt dem neuen doch erst mal eine Chance“: Einfach mal die Fresse halten! Ihr hattet bisher jedes Mal Unrecht und werdet auch wieder Unrecht haben. Ja. Je suis pissed off. Aber so was von!”

Tags: Ringverkauf | Capricorn | Charitonin |


Donnerstag, 30. Oktober 2014

Der Russe kommt.

Das ist der Super GAU für unser Kulturdenkmal:

Der Nürburgring hat einen neuen Eigentümer: Der russische Milliardär Viktor Charitonin kauft sich nach Informationen der WirtschaftsWoche anstelle des in Schieflage geratenen Düsseldorfer Automobilzulieferers Capricorn bei der Rennstrecke ein. (..) Der 41 Jahre alte Russe ist Großaktionär und Aufsichtsratschef des Unternehmens Pharmstandard, das er 2003 gemeinsam mit dem Oligarchen Roman Abramowitsch gegründet und inzwischen zum größten heimischen Arzneimittelhersteller in Russland ausgebaut hat. Sein Vermögen verwaltet er unter anderem über zwei Briefkastenfirmen auf Zypern. Das Magazin Forbes listete ihn 2013 mit einem geschätzten Vermögen von gut einer Milliarde Dollar auf Platz 1342 der reichsten Menschen der Welt.

Das muss man sich mal reinziehen: 500 (!) Mio Euro Steuergeld versenkt UND das weltbekannte Denkmal Nordschleife an einen russischen Privatier verschachert.

Erstaunlich viel Chemie im Spiel bei diesem Geschäft: Kurt Beck wird geschmiert als Berater bezahlt von Boehringer Ingelheim, Axel Heinemann ist von Haus aus Berater in der Pharmaindustrie und Viktor Charitonin ist Großaktionär von Russlands größtem Pharmakonzern (Pharmstandard). Das ist doch kein Zufall!

Und was haben sie getönt, um das Volk bei Laune zu halten:

Februar 2013:

Sachwalter Jens Lieser betonte: “Es ist kein Oligarch oder reicher Scheich darunter, der eine Privatrennstrecke will, sondern alle haben eine Beziehung zum öffentlichen Rennsport.”

Und die Verbrecherbande Volksvertreter verkaufen das auch noch eiskalt als gute Nachrichten. E-kel-haft!

Ein weiterer schwarzer Tag für unsere Nordschleife, es ist tatsächlich mal wieder noch schlimmer gekommen.

Otto Flimm kocht vor Wut:

"Die Landesregierung muss dem unkontrollierten Treiben der Insolvenzverwalter unmittelbar Einhalt gebieten. Über ihre Vertreter im Gläubigerausschuss muss sie alles tun, um diesen Ausverkauf zu stoppen.“ Alle, die eine Beziehung zum Nürburgring haben, müssen nun auf die Barrikaden gehen, um diesen bisher unvorstellbaren, größtmöglichen Schaden vom Nürburgring abzuwenden!

In zwei Wochen wäre eine gute Gelegenheit, um Dampf abzulassen. In Mainz!

Tags: Ringverkauf | RusseOligarch | Charitonin | Capricorn | WiWo |


Dienstag, 28. Oktober 2014

15.Nov. in Mainz: SPD Parteitag inklusive Ringverkauf-Protest.

Wir sind Nürburgring:

Am 15.11.2014 findet in Mainz der Landesparteitag der SPD Rheinland-Pfalz statt. Wir halten diesen Termin genau richtig, um noch einmal mit breiter Front auf die Probleme am Nürburgring hinzuweisen. Aus diesem Grund wird es an diesem Tag in Mainz einen Auto-Corso sowie eine Kundgebung geben."

Das ist schon das 2.Mal, dass der Nürburgring nach Mainz fährt - hier mein Bericht vom Februar diesen Jahres.

Reden allein nützt ja nichts, Christian, Sabine und Ossi waren extra in der Staatskanzlei, die Frau Dreyer hat schöne Reden geschwungen in Mendig … und am Ende lässt sich uns doch eiskalt über die Klinge springen.

Da hilft nur eins: Protest!

Hier gibt’s die Veranstaltung auch auf Facebook, bitte fleissig teilen!

Die Rhein-Zeitung hat das Thema heute auch aufgegriffen.

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Mittwoch, 15. Oktober 2014

Wie schlimm steht es eigentlich um den Nürburgring?

Als am 11.März der Nürburgring verkauft wurde meinte Olli Martini:

“Ein Robertino Wild hat nicht ein Jahr lang hunderte Stunden damit verbracht, ein Konzept zu erstellen, nur um es zwei Jahre später gegen die Wand zu fahren.”

Stellt sich raus, genau das macht er. Nicht erst nach zwei Jahren, sondern schon nach 7 Monaten.

Robertino Wild heute in Wirtschaftswoche:

“Ich bin leider Opfer meiner Naivität geworden.”

Schöne Umschreibung von jemandem, der nicht nur sich selber, sondern den gesamten Nürburgring komplett in die Grütze geritten hat.

Florian Zerfaß’ neuester Artikel in der WiWo beschreibt die aktuelle Situation und die ist nichts für Leute mit schwachen Nerven. Und auch nichts für solche, die sich mit alles-wird-gut-Parolen über Wasser halten.

Hier ein paar Auszüge:

  • Die Lage am Ring ist verfahren bis zum Anschlag.

  • Capricorn um seinen Chef Robertino Wild, bisher Seniorpartner im Bietergespann, hat keine Kontrolle mehr über seine Anteile an der Käufergesellschaft, musste sie an einen Treuhänder übertragen

  • Capricorn und Getspeed sind mittlerweile zerstritten.

  • (..) im September dieses Jahres, einen Kontopfändungsbeschluss gegen die Capricorn Holding GmbH (..)

  • (..) gegen die Capricorn Composite GmbH bereits im vergangenen Jahr ein Zwangsvollstreckungsverfahren (..)

  • Erst im September erhielt auch Getspeed unangenehmen Besuch: Ein Handwerker aus der Region hatte den Gerichtsvollzieher vorbei geschickt, um eine offene Rechnung einzutreiben.

  • Schon für den Zuschlag hatte Wild im März umfangreiche Sicherheiten stellen müssen, darunter eine Briefgrundschuld auf seine Villa (..). Die Grundschuld sei lediglich im dritten Rang eingetragen.

  • (..) ist die Villa in Oberkassel mit insgesamt zwölf Millionen Euro belastet (..). Laut Protokoll der Sitzung des Gläubigerausschusses ergab eine Plausibilitätsprüfung, dass die Villa für fünf Millionen Euro gut ist.

  • „Die Kommission hat sich auf das Lügengebäude der Konkursverwalter verlassen“, sagt Langen nun.

  • Heinemann sagte am Samstag bei einer Veranstaltung am Nürburgring, dass er nun an einem alternativen Finanzierungskonzept ohne Capricorn arbeite.

  • (..) Heinemann, der die fünf Millionen nicht vollständig selbst aufgebracht hat, sondern sich einen Teil der Summe bei der Sparkasse Krefeld geliehen hat.

Fazit:

Die jüngste Episode ist eine Blamage für alle Beteiligten, vom Käufergespann über die Insolvenzverwalter und ihre Berater von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, von der rheinland-pfälzischen Landesregierung bis zur EU-Kommission.

Den einzige Ausweg sieht Florian Zerfaß in der Neuausschreibung - und zwar …

“… genau diesen Schnitt jetzt direkt zu machen.”

Tags: Ringverkauf | Capricorn | Getspeed | WiWo | FlorianZerfaß |


Dienstag, 14. Oktober 2014

Diese Regierungserklärung heute war eine schallende Ohrfeige in´s Gesicht der Demokratie.

Solche arroganten und weltfremden Auftritte kennt man eigentlich nur von diktatorischen Regimes.

Und wenn sogar schon der SWR die Linie verlässt, dann bekommt man ein gutes Gefühl, in welchem Paralleluniversum die Politiker in Mainz unterwegs sind:

“Die Opposition konnte heute Rücktritte nur fordern. Erzwingen würde sie die Staatsanwaltschaft, wenn sie denn aufgrund des Rechnungshofberichtes Ermittlungen aufnehmen würde. Angesichts der Treue ihres grünen Koalitionspartners lauern die größten Gefahren für Dreyers Regierung nicht im Parlament, sondern im Gerichtssaal.”

Sowas vom SWR?!

Es wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Mir ist es nicht möglich, mich ernsthaft mit den Vorträgen auseinanderzusetzen - in bester System-Beck-Manier basteln sich die Regierenden die Welt, wie sie ihnen gefällt. Die Realität hat dabei gerade noch kosmetischen Charakter.

Gerri bringt es auf den Punkt und skizziert Malu Dreyer’s Auftritt so:

Lügen haben kurze Beine!

Die einzige Lösung, die mir zu diesen Leuten einfällt, ist die Sicherungsverwahrung.

Tags: RegierungserklärungLandtagMaluDreyer | StaatsanwaltschaftGerri |


Wer ist Robertino Wild´s Treuhänder?

rp-online.de:

“Seine Anteile hat Wild inzwischen an einen Treuhänder übertragen - an den Sachwalter Jens Lieser, wie er [Anm.: Robertino Wild] unserer Zeitung sagte: ”Diese Auffanglösung habe ich gemacht, damit den Mitarbeitern am Nürburgring kein Schaden entsteht, falls es schiefgeht.“ Zudem erleichtere die Treuhand, an seiner Stelle einen anderen Käufer in das Geschäft hineinzunehmen.”

Schaut Euch mal an, wie treu der Herr Lieser guckt, als er von einem Treuhänder redet: SWR Video von gestern.

UPDATE:

Florian Zerfaß meint gerade die Info von rp-online.de wäre falsch.

Tags: Capricorn | RobertinoWild | JensLieser | Sachwalter | Treuhänder |


Montag, 13. Oktober 2014

Kommt jetzt der reinigende Knall?

Oder kittet Rheinland-Filz wieder alles zu?

Der bunte Luftballon vom erfolgreichen Mittelständler ist zumindest heute schonmal laut zerplatzt, denn die Finanzierungsschwierigkeiten bei Robertino Wild haben sich bestätigt. Dietmar Brück und die Rhein-Zeitung haben sich dafür den Sonntag um die Ohren gehauen.

Denn Wild meinte mal romantisch, er habe sein letztes Hemd verpfändet - jetzt bestätigt sich die Recherche der WiWo von vor 2 Wochen, dass ihm das Wasser bis zum Hals steht:

“Der Käufer der Rennstrecke, der Düsseldorfer Unternehmer Robertino Wild, ist offenbar in finanziellen Schwierigkeiten.”

“Seine Gesellschafteranteile am Ring sind an einen Treuhänder übertragen worden, seine Villa und eine Gemäldesammlung hat er mehrfach beliehen.”

Und was hat Malu Dreyer den ehrenwerten Mann auf das goldene Podest gehoben! Ist sogar extra zum Ring gekommen und hat sich bunte Filmchen angeschaut:

Und jetzt muss man sich fragen, wieso so eine Luftnummer so weit kommen konnte? Wurde der Grundbucheintrag nicht geprüft? Das wäre doch das erste, was man in solch einem Fall machen muss.

Sachwalter Lieser - der Nachjustierer - gehört meiner Meinung nach sofort ersetzt. Wieviele Patzer, die wohl auch die Staatsanwaltschaft interessieren dürfte, will man ihm noch zugestehen? Dem gehört sofort die Verantwortung entzogen, wen man weiteren Schaden vermeiden will. Entweder hat er die Finanzsicherheit im Vorfeld nicht geprüft oder er hat die Wahrheit verschleiert. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht und beides ist Anlass genug, ihm sofort die Verantwortung zu entziehen.

Lest Euch mal vor dem Hintergrund der jetzt bestätigten bitteren Wahrheit das Lügengebilde von Thomas Schmidt durch:

“Was ist an dem Bericht der ”Wirtschaftswoche“ dran?”

“Nichts. Insbesondere das, was dort behauptet wird über unsere Aktivitäten im Zusammenhang mit den unterlegenen Bietern. Das ist eine freie Erfindung, ich würde sagen, das ist eine Zumutung - eine Frechheit, so etwas in die Welt zu setzen.”

Pinocchio könnte bei dem ehrenwerten Professor die Schulbank drücken!

Die beiden Insolvenz-Gestalten gehören sofort abgelöst.

Hallo Gläubigerausschuss, Amtsgericht, Staatsanwaltschaft?!

Ihr dürft nicht vergessen: wir reden hier nicht über irgendein Immobiliengeschäft - was an sich schon schlimm genug wäre - nein, wir reden über Volkseigentum, das besondere Sorgfalt erfordert! Nach meinem Verständnis müssten alle Beteiligte - von Amtsgericht über Gläubigerausschuss über Landesregierung - den beiden Ganoven ihr Mandat entziehen, wollen sie nicht selber für die Versäumnisse und Täuschungen haftbar gemacht werden. Wisst Ihr noch, wie sie sich vor 2 Jahren gefeiert haben?

(FTD, 10.Aug.2012)

Aber es kommt noch dicker:

“Inzwischen scheint zudem festzustehen, dass der ausgehandelte Deutsche-Bank-Kredit über 45 Millionen Euro, mit dem der Ring-Kauf maßgeblich finanziert werden sollte, später doch nicht von den Erwerbern gezogen wurde. Angeblich, weil die Bereitstellungsgebühren zu hoch waren.”

Moment mal, haben die uns nicht tausendfach versichert, dass die Finanzierung steht? Und jetzt stellt sich raus, das war gar kein Kreditvertrag, sondern nur ein Kreditangebot? Das wir ja immer abenteuerlicher, wieso klicken da keine Handschellen.

Was mich wirklich ärgert, sind die Fähnchen im Wind. Und davon gibt es in der Eifel leider viele. Von Blick Aktuell über Verbandsgemeinderat der VG Adenau sogar welche von letzter Woche. Oder lest Euch nochmal diese Reaktionen direkt nach dem Nürburgring-Verkauf durch.

Mit ein bischen mehr Rückgrat hätten wir die Krise längst ausgestanden. Aber so schlingern wir von einem Problem in’s nächste. Mit Stillhalteparolen erreicht man nämlich genau das nicht, was man eigentlich möchte: eine Zukunft für den Ring. Die gibt es nur nach einem reinigenden Gewitter und das wird ein schweres Unwetter werden. Das ist leider nötig, denn sonst wird weiter vertuscht, verschleiert, getäuscht, gelogen und betrogen.

Jeder, der dieses Gewitter verzögert oder aufhält, schadet dem Ring weiter, denn jedes neue Experiment lässt die Strecke tiefer im Sumpf versinken. Bis sie irgendwann komplett untergeht - dann bekommt Ruhe am Ring allerdings eine ganz neue Bedeutung.

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Donnerstag, 09. Oktober 2014

Die Nixblicker.

Die Leute von Blicknix Aktuell - Ihre Heileweltzeitung Heimatzeitung - sind entweder hochgradig intrigant oder selten dämlich - anders kann ich mir das nicht mehr erklären:

“Gestern Abend waren wir ja schon etwas erstaunt, dass unser Portrait über den neuen Mehrheits-Eigentümer des Nürburgringes, Dr. Robertino Wild, Geschäftsführer der capricorn AUTOMOTIVE GmbH mit Stammhaus in Düsseldorf, die Emotionen einiger von euch hat so hoch kochen lassen.”

Das ist wirklich schwer zu verstehen, ist doch bloß ein volkseigenes Kulturgut mit Geheimabsprachen an Privat verschoben worden. Ausgerechnet an jemanden, dessen Finanzkraft öffentlich angezweifelt wird! Was liegt da näher, als diesem Jemand ein Denkmal zu setzen?

Aber schön, dass es den erfrischenden Gerri gibt, der rückt die Welt für uns wieder gerade:

“….wenn Sie nach 5 Jahren erst anfangen Ihren Horizont zu erweitern, geben wir Ihnen einen höflichen Rat: ”Legen Sie sich einfach wieder hin!"

Blick Aktuell? Klarer Fall von Briefkasten -> Mülltonne.

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Mittwoch, 08. Oktober 2014

Blick Aktuell bleibt sich treu und hängt die Fähnchen in den Wind.

Blick Aktuell:

“Der Mensch Robertino Wild, den wir kennenlernen durften, hat uns davon überzeugt, dass der Ring in den richtigen und vor allem verantwortungsvollen Händen gelandet ist. Wie es dazu kam und wie er den Nürburgring zukünftig erfolgreicher weiterentwickeln will, lesen Sie in unserer nächsten Ausgabe von „BLICK aktuell“ in der kommenden Woche.”

Da kommen sie wieder aus ihren Löchern gekrochen die Opportunisten. Ob Capricorn eine Anzeige geschaltet hat? Auch zu NAG-Zeiten war Blick Aktuell das Medium der Wahl.

Tags: RobertinoWildBlickAktuellKruppVerlag |


Mittwoch, 01. Oktober 2014

Nexovation kündigt Klage an gegen EU Entscheidung.

Via Wir sind Nürburgring auf Facebook:

“In den vergangenen Monaten wurde deutlich, dass das Angebot von NeXovation, aus welchen Gründen auch immer, nie angemessen behandelt wurde, und dass NeXovation der rechtmäßige Eigentümer dieser legendären Motorsport-Anlage sein sollte. Wir werden die Entscheidung nun sorgfältig prüfen und vor Gericht dagegen vorgehen.”

Womit es die Regierung geschafft hat, die Büchse der Pandora für die Nordschleife endgültig zu öffnen.

Tags: RingverkaufNexovation |


Fritten Walter hört auf.

Eben auf Facebook:

“Liebe Fans, liebe Kunden … nun ist er da, dieser für mich furchtbare Moment wo ich Euch mitteilen muß, daß meine Zeit als Fritten Walter am Nürburgring diesen Monat nach 15 Jahren zu Ende geht.”

Als hätte es heute nicht schon genug schlechte Nachrichten gegeben.

Tags: Pflanzgarten | FrittenWalter |


EU Kommission segnet Nürburgring- und Nordschleifen-Verkauf ab.

Jetzt hat es Almunia also doch geschafft, als eine seiner letzten Amtsaktionen den Ringverkauf durchzuboxen:

Die Kommission stellte fest, dass das Verfahren offen, transparent und diskriminierungsfrei war und die Veräußerung zum Marktwert erfolgte.

Immerhin haben sie nicht geschrieben: Die Kommission hat geprüft, dass …, weil dann wären sie zu einem anderen Schluss gekommen. So haben sie einfach nur die Darstellungen der Verkaufsbeauftragten Lieser & Schmidt übernommen, aus denen sie das dann festgestellt haben.

Erstaunlich, dass die wirtschaftliche Kontinuität explizit ausgeschlossen wurde:

Dabei legt die Kommission unter anderem folgende Indikatoren zugrunde: Gegenstand der Veräußerung (Aktiva und Passiva, Fortbestand der Belegschaft, gebündelte Aktiva), Kaufpreis, Identität des/der Erwerber(s), Zeitpunkt der Veräußerung und die ökonomische Folgerichtigkeit der Transaktion. Im Falle des Nürburgrings bestand offenbar keine wirtschaftliche Kontinuität.

Doch, das ist doch genau das Problem.

Die EU hat das Unmögliche möglich gemacht und den Weg geebnet, dass zum ersten Mal seit ihrer fast 90-jährigen Geschichte die Nordschleife in Privatbesitz verschoben wird. Volksenteignung vom Feinsten und ein sehr trauriger Tag für alle Nordschleifen-Freunde.

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der Kaufpreis gezahlt wird. Obwohl - da lässt sich bestimmt noch was machen - bzw. justieren, wenn es klemmt. Und ob es klemmt!

Das werdet Ihr so übrigens nirgendwo in den Nachrichten zu hören bekommen, dass weltweit einmaliges Kulturgut in Privathand verscherbelt wird. Man weiss ja, was sich gehört. So werden wir Zeuge, wie das heutzutage läuft: die Regierung will nichts weiter als die liebgewonnene Macht erhalten, was mit dem Nürburgring passiert, ist ihr völlig egal.

In Mainz finden sie deshalb den Verkauf auch total super, die Region könne aufatmen und man hätte Planungssicherheit.

Malu Dreyer:

Am Nürburgring können wir den Weg, den wir beschritten haben, weitergehen und das ist auch ein gutes Zeichen für die Region.

Auch mit meinem Kommentar Richtung Doktortitelsammler Schmidt hier habe ich richtig gelegen.

Gestern im Interview:

"Tatsache ist, dass die unterlegenen Bieter bei uns angefragt haben, ob man ein Gespräch führen könnte, um ihnen die Gelegenheit zu geben, noch einmal ihre rechtliche Position darzulegen. (..) Herr Lieser ist hingefahren und hat sich die Positionen angehört. Punkt - und das war’s. (..) Aber das war auch der einzige Grund, warum Herr Lieser hingefahren ist.

(Hervorhebung von mir.)

Heute in der Rhein-Zeitung von Regierungsprecher Redakteur Brück:

H.I.G. und Nexovation lassen indes durchblicken, dass sie den Eindruck hatten, es sei bereits nach einem Nachfolge-Käufer gesucht worden.

Genauso ist es gewesen, sie haben nach Möglichkeiten gesucht, wie HIG oder Nexovation in den Capricornvertrag eintreten könnten. Und der Herr Schmidt - der immerhin einen öffentlichen Auftrag erfüllt! - streitet es ab. Allein dafür sollte er schon zur Rechenschaft gezogen werden.

Warum diese Klimmzüge? Weil Capricorn protegiert ist. So wie es Richter/Lindner waren. Wir werden nicht erleben, dass die 25 Millionen Euro Vertragsstrafe fällig werden.

Die Region tut mir sehr leid. Ich prophezeie ein großes Tal der Tränen - dafür muss man kein Hellseher sein, sondern einfach nur 1+1 zusammenzählen. Mit was für Bandagen gekämpft werden wird, kann man heute schon sehen: Das Kai-Richter-Gedenk-Festival “Grüne Hölle” wurde gegenüber Rock am Ring in Mendig um eine Woche vorverlegt:

Unser Hauptinteresse gilt den Fans. Wir möchten, dass sie eine tolle Zeit und viel Spaß mit den coolen Bands am Nürburgring erleben.

Mein Gott, das tut echt weh, für wie doof die einen halten.

Lest Euch mal den Text durch und ersetzt “Festival” bzw. “Konzert” durch “24h-Rennen”, dann könnt Ihr erahnen, was in Zukunft passiert.

Der Zeitpunkt, das ausgerechnet heute bekanntzugeben, ist natürlich kein Zufall. Schön abgelenkt durch die EU Nachrichten wurde das noch schnell untergeschoben. Und so hat Robert Wild noch vor ein paar Tagen getönt.

Der Nürburgring ist übrigens nicht das einzige faule Ei, das Almunia und die scheidende Kommission (gilt noch bis Ende Oktober) durchgeschleust hat.

Auch wenn wir verschaukelt werden dass es kracht, sollten wir nicht resignieren. Es kommen auch wieder bessere Tage, aber ich fürchte erstmal geht es ziemlich bitter bergab.

Tags: AlmuniaEUKommission | Ringverkauf | Capricorn |


Montag, 29. September 2014

STR your Carrerabahn!

Pünktlich zu Weihnachten fährt dieses feine Wägelchen bei Carrera in die Startaufstellung - serienmässig dezent STR’d!

Fotos: Carrerabahn auf Facebook

Homepage: bit.ly/1CQZKqq

Tags: Carrerabahn | SchubertBMWZ4 | SaudiFalconsSaveTheRing |


Sonntag, 21. September 2014

Rechnungshof: Nürburgring Verpachtung war zum Scheitern verurteilt.

Da hat der Rechnungshof sich aber mächtig reingekniet. Über 300 Seiten sind es geworden, 2 Jahre hat es gedauert.

Es geht um den denkwürdigen Tag im März 2010, den einige auch live in Adenau erlebt haben: die Privatisierung des Nürburgrings, der Startschuss der NAG mit Richter/Lindner und gleichzeitig die Übernahme der als Privat geplanten Kai-Richter-Bauten.

Bereits im Dezember 2009 wurde das Konzept vorgestellt und hat bei den Ringfans große Trauer ausgelöst. Ich hatte seinerzeit die Startseite von 20832.com durch eine Todesanzeige ersetzt und diesen Text in Frage / Antwort Form geschrieben.

Das ist jetzt knapp 5 Jahre her.

Die Veranstaltung am 26.März 2010, als Hendrik Hering zusammen mit Ri/Li den besiegelten Todesstoß vor versammelter Bevölkerung mit blumigen Worten verkündete habe ich auch besucht und auch den kompletten Audiomitschnitt mitgebracht.

Erst kürzlich hatte ich mit Hendrik Hering eine Auseinandersetzung zu dem Thema. Bzw. ich habe auf seiner Facebookseite sein Mitwirken an der Insolvenz des Nürburgrings in’s Spiel gebracht - worauf er mich gesperrt hat. Dialog 2.0 quasi. Und nicht nur mich, das ging richtig hoch her zum Jahreswechsel und ich habe mich intensiv mit seiner Rolle auseinandersetzt.

Was jetzt der Landesrechnungshof noch einmal in einer komplett anderen Dimension macht. Und diesmal kann der ehrenwerte Herr Hering nicht einfach den Klaus Behnke sperren - diesmal zieht sich die Schlinge kräftig zu.

Hendrik Hering - damals Wirtschaftsminister und heute SPD Fraktionsvorsitzender in RLP - und Carsten Kühl - damals und heute Nachfolger von Ingolf Deubel als Finanzminister und beim Ursprungskonzept in 2007 Mitglied des 4-köpfigen Nürburgring Aufsichtsrates - wandeln auf hauchdünnem Eis. Man könnte sogar sagen sie sind erledigt. Von Rücktritt (Politologe Jürgen Falter / SWR Video bei Minute 5:00) bis Neuwahlen (Florian Zerfaß / WiWo) reicht die Palette der geforderten Konsequenzen. Und die Staatsanwaltschaft musste sich auch schon erklären, weil soviele Anfragen reinkamen. Da muss doch jetzt was passieren?!

Wenn, ja wenn wir nicht in RLP wären. Obwohl - oder weil? - in RLP viele Juristen in Politikerpositionen gelandet sind - Malu Dreyer war sogar mal Staatsanwältin. Von der hört man im Moment zum Thema übrigens … nichts.

Vor dem Hintergrund der Insolvenz und der jetzt hektisch betriebenen Veräußerungsaktivitäten hätte ich mir allerdings von dem Gutachten eine intensivere Betrachtung des Eigentumübergangs der Richter-Immobilien in Staatshand gewünscht. Aber auch ohne diese Baustelle enthält der Bericht neben einer großen Anzahl von schwergewichtigen Verfehlungen auch jede Menge Details, die zumindest mir so nicht bekannt waren oder die es lohnt im Zusammenhang noch einmal in Erinnerung gerufen zu bekommen.

Ich hab mir mal die Mühe gemacht und meinen Genesungssonntag mit Lesen verbracht - statt F1, 1000km, WRX, Familie, Hausrenovierung, usw.

2 Dokumente möchte ich Euch zum Lesen anbieten:

Die Regierung redet sich jetzt raus, der Landesrechnungshof hätte die komplexe Materie nicht gepeilt. Auf der einen Seite eine freche Beleidigung nach der hervorragenden Arbeit, auf der anderen wieder eine dieser perfiden Ausreden, um von den Tatsachen abzulenken. In Wirklichkeit ist es der Regierung nicht gelungen, die Vorgänge so komliziert auszugestalten, dass sie tatsächlich keiner mehr versteht. Man könnte nämlich den Eindruck bekommen, dass wäre die Zielsetzung ihres Handelns. Der Rechnungshof aber hat sich durchgewühlt und einen 1a Überblick zusammenbekommen. Ähnlich beeindruckend wie die EU Kommission in ihrem Eröffnungsbeschluß - die Tiefe und die Details helfen auch unsereins beim Verständnis.

Zusammenfassend bekommt man den ausführlich begründeten Eindruck, dass die Regierung bzw. Hering/Kühl absichtlich Dokumentationen verhindert haben und Organe wie die Nürburgring Aufsichtsrat oder untergeordnete Firmen wie die ISB mit Tricks und Druck in die Illegalität gedrängt haben. Alles unter hohem Zeitdruck und ohne Erwägung von Alternativen. Die Verpachtung an Ri/Li und der Kauf des Gastromülls waren quasi vorgegeben - nur 1 Jahr vor den bevorstehenden Landtagswahlen. Die erstellten Gutachten haben die typischen Merkmale von Auftragsgutachten und sind in engen Grenzen so gesteckt, damit keiner auf dumme Ideen kommt.

Über allem, was man liest, schwebt der Auftag von Kurt Beck, kurzfristig für Ruhe zu sorgen, koste es, was es wolle. Hauptsache die Landtagswahl (am 27.März 2011) geht noch haarscharf über die Bühne. Und was es gekostet hat! Nicht nur, dass der Ring und wir unter dem Ri/Li Regime gefoltert wurden, auch kohlemässig wurde massivst umverteilt. Die NAG hat sich natürlich kräftig bedient, so eine Chance lassen die sich nicht entgehen. Was wir immer befürchtet haben ist jetzt auch schwarz auf weiss dokumentiert. Da wurden kräftig Aufräge an beteiligte Firmen verteilt, dass die Gewinne aus dem Nürburgringbetrieb fast verdunstet sind.

Auch der Nürburgring TV von Pathe/Althof darf man gratulieren zum Einzug in den Rechnungshofbericht, sie sind aufgeführt unter den mit der NAG verflochtenen Unternehmen, dank derer die Ausgabenhöhe hoch gehalten worden. Seite an Seite mit Richter’s Ehefrau Tini Richter und ihrer Dienstleistungen für die NAG wird die Nürburgring TV mit einem 2010er Umsatzvolumen von 167.000 Euro (!) aufgelistet, das alleine mit der NAG abgerechnet wurde (PDF Seite 228).

Aber auch der Letter of Understanding mit der NAG wird veröffentlicht ebenso wie der Kreditauftrag. Man reibt sich schon hier und da die Augen, was da zusammengebastelt wurde. Eigentlich muss jedem klar gewesen sein, dass das Kartenhaus schon beim Angucken zusammenfällt.

Im Einzelnen geht es in dem Gutachten von Behnke und Co. hauptsächlich um folgende Verfehlungen:

Fehlende Abstimmung mit der EU Kommission.

Man hat das nicht nur vergessen, nein - man hat einen Riesenbogen um Brüssel geschlagen. Hier und da ein Gutachten, dass die Rechtsgültigkeit der Beihilfen bescheinigt - aber bloß nicht selber nachfragen!

Den Grund können wir uns alle denken: die EU hätte Hering & Kühl ihr Anliegen links und rechts um die Ohren gehauen!

Das Zukunfskonzept war das Papier nicht wert auf dem es niedergeschrieben wurde.

Hering’s Cunning Plan war laut Rechnungshof von Anfang an zum Scheitern verurteilt, weil selbst die vereinbarten Mindestpachten nicht gereicht hätten, Zins und Tilgung zu decken.

Dabei hatte man tief in die schmutzige Trickkiste gegriffen und z.B. die Abschreibunsdauern kurzerhand … verdoppelt!!

Die Entscheider wurden absichtlich dumm gehalten und zur Unterschrift gedrängt.

Dem Aufsichtsrat der Nürburgring GmbH wurde sogar der Betriebspachtvertrag vorenthalten, stattdessen hat der Herr Minister (Hering) mündlich (!!) referiert.

Daraufhin wurde authorisiert. Dokumentation: Fehlanzeige.

Das Ganze wurde unter hohem Zeitdruck durchgezogen, die Entscheider waren nicht in der Lage, fundierte Informationen einzufordern. Sie haben es aber auch nicht probiert - das wird ihnen jetzt angelastet (sowohl ISB als auch Nürburgring GmbH).

Jürgen Pföhler hat sich bei der Abstimmung übrigens enthalten!

Es wurden keine Sicherheiten überprüft von den Pächtern Lindner / Richter.

Ich erinnere mich gut an diese Situation bei der Veranstaltung in Adenau. Jörg Lindner wurde bedrängt seine Sicherheiten zu benennen, worauf er dann schließlich meinte, er bürge mit seinem guten Namen.

Alle Gutachten waren Folgegutachten, d.h. sie basierten nach wie vor auf den Ausgangsparamentern, die zur Erstellung des Freizeitgrabs verwendet wurden.

So wird das natürlich nie was. Die völlig zu groß geratenen Beckbauten dokumentieren das für jeden, der mal dort war - aber die Traumtänzer hantieren einfach weiter, als ginge sie die Realität nichts an.

Keine Bank der Welt hätte den Monsterkredit von 330 Millionen Euro für das Zukunftsprojekt bewilligt. Ausser der eigenen Landesbank (ISB). Die hätte sich sogar fast an dem Brocken verschluckt.

Der Finanzminister hat den Kreditauftrag geschickt - was der Chef sagt, wird gemacht. Und das Prüfen auf Sicherheiten wurde ausdrücklich untersagt.

Das Finanzministerium (Kühl) hat Swapgeschäfte zur Zinssicherung befohlen. Daraus entstehen für den Steuerzahlen in den nächsten Jahren 80 Mio. Euro (!!) Kosten. Kein Witz. 80 Mio. Euro. Nur für die Zinssicherung des Kredits. Das sind 2 Bilster Berg Rennstrecken. Und nebenbei mehr als der Verkauf des gesamten Nürburgrings einbringen soll. Einfach mal so zum Schornstein raus!

Eine Ermächtigung für den Kredit gibt es laut Rechnungshof nicht im Haushalt. Damit hätte sich der Finanzminister zu weit aus dem Fenster gewagt. Ebenso die Verwendung des Cashpool, der dem Rechnungshof schon lange - als schwarze Kasse - ein Dorn im Auge ist.

Der Ministerrat hat (am 24.März 2010) dem Vorhaben zugestimmt - so nennt man in RLP die Regierung, d.h. alle Minister der damaligen Regierung inkl. Malu Dreyer haben das Vorhaben abgenickt.

Es gab keine Ausschreibung.

Hendrik Hering hat die Beteiligten über den wahren Kreditbedarf im Unklaren gelassen. Er lag in Wirklichkeit noch höher.

Eine Dokumentation der Vorgänge war quasi nicht vorhanden. Verträge wurden bearbeitet und geändert, auf Begründungen wurde verzichtet.

Warum auch. Geht ja bloß um Steuergeld.

Leidiges Thema Besucherzahlen: wie gehabt viel zu hoch angesetzt. Hendrik Hering hatte seinerzeit von 170.000 Besuchern gesprochen - stellt sich raus es waren nur 94.000.

Nur mal so als Auszug. Macht Euch die Mühe und geht das Dokument durch, besser als jeder Krimi.

Wenn es nicht so traurig wäre. Die Vorgänge waren tatsächlich die Sargnägel für die Nordschleife.

Und wer jetzt immer noch glaubt, dass wenigstens der Verkaufsprozess ordentlich über die Bühne gegangen sein soll … dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

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Hahne bei Alex Zanardi.

Nicht der Hahne, sondern der Hahne. Eine 3 Minuten Doku, die sich in Euer Hirn brennen darf. Weil wenn das nächste Mal einer wegen irgendwas jammert: stellt Euch einfach vor, Ihr erzählt Eure Probleme Alex Zanardi.

Ist ein Vorgriff auf den neuen Film Adrenalin, der gerade über die BMW Tourenwagen entsteht.

Tags: Stereoscreen | Hahne | Zanardi | AdrenalinFilm |


Freitag, 05. September 2014

Kai Richter ist jetzt auf Facebook.

Seiner Mediinvest hat er eine neue Homepage verpasst und da darf Social Media nicht fehlen. Allerdings steht in der Projektliste kein Nürburgring mehr drin.

Neu ist das neue Luxusresort und Hideaway auf Ibiza, das dieses Jahr Lindner gekauft habe. Ich kann mir auch schon denken von welchem Geld.

Was machen eigentlich die Ermittlungen gegen Kai Richter? Im August 2012: "Wann die Ermittlungen zu Ende sind, ist offen."

Tags: KaiRichter | MediinvestLindner |


Sonntag, 17. August 2014

Mikebericht vom DTM Wochenende.

Eigentlich ist DTM ja nicht so mein Ding, aber bei dieser Konstellation bleibt mir ja gar nichts anderes übrig!

Mit dem Steff war das schon länger vereinbart, ich wollte mal ein wenig hinter die Kulissen schauen. Sowohl BMW als auch DTM fanden das auch gut und so habe ich Fr/Sa eingeplant, um ein paar Eindrücke zu sammeln.

Als ich angekommen bin, wurde ich von diesem Auto begrüsst, wer erinnert sich noch an den privaten Ruch-Mustang?

Und auch schön, mal wieder Land-LKWs zu sehen!

Wolfgang Land war 1990 selber hinter’m Lenkrad am Start und 25 Jahre später ist das Team regelmässig im Carrera Cup vor Ort.

Leider bei der VLN nicht mehr dabei, daher war es schön den Wolle mal wieder zu treffen!

Chippie und Bärchen - wir zwei könnten stundenlang über Opel DTM Zeiten erzählen!

Aber eigentlich war ich ja deswegen hier:

Reinhold Motorsport GmbH - kurz RMG - von Stefan Reinhold.

Dieses Foto habe nicht ich gemacht, sondern Steff’s Sohn, der Emil:

Das haben wir direkt ausgenutzt und ihn um ein Erinnerungsfoto an 20 Jahre Audi 200 gebeten:

Solche Bilder gelingen auch nur, wenn der Emil abdrückt! Da hat der Chris wohl gedacht, das wird nix!? Hehe!

Wo wir gerade beim Emil sind: er war auch zuständig für die Boxenführungen. Keine Frage, die er nicht beantworten konnte und der Junge ist gerade mal 10. Da brauchen wir uns über den Nachwuchs keine Sorgen machen!

Beim Steff fährt der Maxime Martin, wer hier mitliest kennt ihn spätestens seit N24h 2013. Beinahe wäre er Fahrer des Jahres geworden!

Mit dem Olaf geht er dann nochmal den Einkaufszettel für’s Wochenende durch ;)

PUSHPAPY - das steht auch auf dem Käfig:

Marco Wittmann ist der Teamkollege, er führt aktuell in der Meisterschaft:

Und Steff hat einen Traum: er möchte sein Heimrennen am Nürburgring gewinnen!

Die Chancen stehen nicht schlecht, aber dafür muss alles passen.

Beim Training wurde auch Boxenstopp geübt, die Mannschaft steht bereit wie ein Flitzebogen zum Abschuss!

Im Rennen haben sie den Marco beim Boxenstopp in sagenhaften 2,7 Sekunden abgefertigt!

“Ruhe bewahren - Sicherheit ausstrahlen!” Kennt Ihr noch Patrick Elsen? Auch für ihn Heimspiel.

Das Glücksbringer-N am Boxenstand:

Emil hat alles im Griff beim Training:

Für einen Teamchef gibt es jede Menge andere Aufgaben - immer auf der Flucht:

Kurzes Hallo mit Harald Nippel Grohs, bevor es …

… zu Dirk und Sportchef Jens Marquardt zum Interview geht:

Wettermässig ging das Wochenende echt übel los, der Regen wurde immer wieder an- und ausgeknipst. Selbst die Engländer haben den Schirm ausgepackt, das will was heissen!

So kann man natürlich auch fotografieren:

Sehr auffällig war, dass alles was nicht mit DTM zu tun hatte, abgeklebt wurde. Das war soviel, dass es schon peinlich ist. Die Hazet an den Toren …

… oder das Mundorf an den Tankstellen:

Wenn man die Augen offen hält, findet man aber auch noch richtig alte Relikte, das Logo war toll, danach ging’s bergab:

Und es gab Zeiten, da wurde Marek Lieberberg gefeiert - heute tritt man ihn lieber in den Allerwertesten:

Die Nürburgring TV GmbH aus Düsseldorf hat zwar ihre 2012er Bilanz noch nicht veröffentlicht, hat aber dafür jetzt eine eigene Lounge:

Ok, bevor sie leersteht wie die anderen. Noch jemand ohne?

Das ist nicht das Kleingedruckte, das ist der Zeitplan:

Da liegt man echt auf dem Boden - im wahrsten Sinne des Wortes! :)

Bei der DTM fahren 3 Werke gegeneinander: BMW, Audi und Mercedes. Bis vor kurzem war sogar BMW noch gar nicht dabei. Aber es ist immer noch so wie Fussballspiel, allerdings mit 3 Mannschaften. Die jeweiligen Sportchefs ziehen die Strippen, die Teams sind reine Dienstleister. Sie unterscheiden sich innerhalb der Marke auch nicht voneinander, die CI ist streng vorgegeben.

Und in der Boxengasse stehen erst die BMW Teams …

… die nur durch das kleine Namesschild oben zu identifizieren sind:

Dann die Auditeams …

… wobei Rosberg die Tür zu macht, …

… während es der Eifler Phoenix Mannschaft noch lange nicht kalt ist:

Und dann kommt Mercedes. Die haben natürlich einen Ruf zu verlieren …

… und verlegen mal schnell Parkett in der Box:

Aber auch hier das Setup und Aussehen streng vorgegeben:

Interessante Konstruktionen sind am Start bei den Kameras …

… oder auch bei den Antennen:

Und die Kohle wird mit vollen Händen rausgehauen. Mal als Beispiel die Showbühne am Ende der Boxengasse …

… oder die manuellen Bremsenlüfterföhns aus Kohlefaser:

Die Hubschrauber waren auch ständig in der Luft …

… da kann sich Rheinland-Pfalz natürlich nicht lumpen lassen und schickt die Polizei vorbei. Die Kohle muss raus!

Die Tribünen waren garnicht schlecht gefüllt, das sind Bilder vom Samstag. Fahrerlagertribüne …

… Mercedes-Tribüne …

… und auch T4:

Selbst auf dem Hatzenbachhügel haben sich ein paar Leute eingefunden:

Auch das Fahrerlager war voll Leute, aber ausser Hospitality Palästen und beeindruckenden LKWs in Reih und Glied gab es da nichts zu sehen!

Es sei denn, man konnte eine seltene Boxenbesichtigung mitmachen. Und das ist dann auch die Antwort auf die Frage, was denn Jens Klingmann so macht, wenn er nicht gerade neuen Nordschleifenrekord fährt:

Immerhin reduzieren die Zuschauer freiwillig die Entsorgungskosten …

… und das nicht zu knapp!

Kaum verheiratet und schon auf Jück …

… aber Timo Glock muss ja Rennen fahren!

Im Regentraining war er sauschnell unterwegs!

Im Qualifying war es aber trocken und ich habe mich mal an der Schikane positioniert. Die anderen guten Stellen - Eingang und Ausgang Arena - waren Sperrzonen. Damit die Fernsehkameras dort ungestört stehen können - na vielen Dank.

Der Oli Walter war auch da, bisher kannte ich ihn nur aus dem Netz.

Hat sich in Müllenbach ein schickes N auf die Jacke sticken lassen und war damit natürlich ohne Umwege sofort für den Mikebericht qualifiziert! ;)

Dann ging es endlich los mit Autos auf der Strecke. Ich muss sagen, für meinen Geschmack sind die viel zu laut. Die hören sich auch nicht gut an, sondern machen einfach nur Krach. Und dann auch noch alle Marken gleich. Man - also zumindest ich - kann sie nicht am Geräusch auseinanderhalten.

Man hört auch keine Schaltvorgänge. Für mich ist das ein monotoner Lärm. Das einzig richtig Geile ist, dass sie ab und zu Feuer spucken. Das war’s dann aber auch schon.

Das fand ich ein gutes Fotomotiv, aber mir fällt kein passender dummer Text ein ;) Die Post scheint jedenfalls mächtig Kohle übrig zu haben, denn sie sind auch auf allen Nummernschildern und ziehen im Fahrerlager eine Tribüne hoch.

Mit dem Auge Unterschiede bei den Fahrern festzustellen, ist echt schwer. Die Autos liegen wie angenagelt auf der Strasse, kein Verbremser oder Quersteher zu sehen.

Da ist man schon froh, wenn jemand die Linie nicht trifft:

Ich hatte Gelegenheit mich mit Maxime Martin zu unterhalten und er ist sehr froh, in der DTM angekommen zu sein. Die Autos seien mit nichts vergleichbar, die japanischen GT kommen dem vielleicht nahe - ansonsten sind sie etwa so wie ein LMP mit viel Gewicht. Ob er nochmal in Le Mans fahren kann, wusste er nicht - er möchte sich auf die DTM konzentrieren und gerne in der Serie bleiben.

Er lernt immer noch dazu, aber auf Strecken, die für alle neu sind, können die anderen ihre Erfahrung nicht mehr so gut ausspielen. Das hat der Sieg in Moskau auch eindrucksvoll gezeigt!

Ich hab ihn auch nach dem Steff gefragt, er sei ein guter Teamchef, würde aber auch ordentlich Druck machen. So kennen wir ihn! :)

In Belgien ist die DTM noch nicht regelmässig im Fernsehen, aber er arbeitet daran. Meine Kritik an der Serie konnte er nicht nachvollziehen - im Cockpit sei es knallhartes Racing mit starker Konkurenz.

Ich finde es schade, dass davon kaum noch etwas übrigbleibt, wenn es beim Zuschauer ankommt.

Als ich diese Autos gesehen habe, dachte ich an Austellungsstücke - Pustekuchen!

Herrlicher Linder E30 M3 mit Harald Grohs am Steuer - ein Genuss für die Sinne! Da habe ich sofort die Ohrschützer abnommen, Traumsound. Und umso krasser der Gegensatz, mit was man heutzutage malträtiert wird.

Natürlich besonders kultig mit Nippel am Steuer mit seinem klassischen Jethelm, da werden Erinnerungen wach!

Schaut Euch das zierliche Auto an. Nicht so ein unförmig zerklüftetes Flügelirgendwas von heute.

Selbst der SLS wirkt trotz Flaps und Megaflügel aufgeräumt im Vergleich. Hier verfolgt Bernd Schneider übrigens Karl Wendlinger!

Und noch ein toller Soundkönig war am Start:

Und wurde richtig schnell bewegt. Kein Wunder, wenn …

… man sieht, wer am Steuer sitzt:

In meinen Augen macht die DTM vieles verkehrt, dabei könnte es so einfach sein. Der grottenschlechte Kommentator - Philipp Sohmer von der ARD - rundet das Ganze passend dazu nach unten ab.

An den Piloten liegt es jedenfalls nicht - die sind Weltklasse!

Ich mache aus meiner Meinung keinen Hehl und so war Charly Lamm auch verdutzt, mich bei der DTM zu treffen. Noch verdutzter war er zu erfahren, dass Steff und ich zusammen zur Schule gegangen sind :)

Aber es war schön Charly zu treffen, der Mann ist ein Herzensguter und macht eine sehr schwere Zeit durch. Wir kennen uns schon eine ganze Weile und haben bei diesem Film eng zusammengearbeitet. Hach!

Da kommt einiges zusammen, was liegt näher als das passende Selfie dazu! :) Ela - Steff’s bessere Hälfte - meinte dann zu dem Foto: Schön nach Größe sortiert - wie die Orgelpfeifen ;)

Zuhause haben ich natürlich am Rennsonntag ganz feste die Daumen gedrückt - denn nach Marco’s Poleposition war der Heimsieg in Reichweite. Wusstet Ihr, dass die DTM gute Ergebnisse mit Zusatzgewicht belohnt?

Marco war maximal schwer und hat das Ding nach Hause gebracht! Ein Traumstart, fehlerfreie Vorstellung und der 2,7 Sekunden Boxenstopp haben es möglich gemacht.

Steff und Ela im Fernsehen - viele Freunde aus Andernach vor Ort zu Besuch - besser geht es nicht.

Natürlich auch für meinen Mikebericht der perfekte Abschluss:

7 Rennen und 5 Siege bisher auf das Konto von RMG - sehr beeindruckend für einen Newcomer.

Nach dem Ausfall von Verfolger Mattias Ekström heute hat Marco einen satten Vorsprung. Ihm fehlen für die letzten 3 Rennen (Lausitz, Zandvoort, Hockenheim) nur 12 Punkte, um uneinholbar vorne zu liegen. Das heisst, er braucht nur noch einmal einen 4 Platz, um Meister zu werden!!

Mein Appell an die Macher der DTM ist einfach:

  • Wenn man ein Rennen erklären muss, läuft etwas falsch (Reifen, Boxenstopps, Gewichte).

  • Rennautos müssen Sound haben, nicht Krach machen.

  • Mehr Motorleistung als Grip (Stichwort Aerodynamik).

  • Weniger Hightech, dafür mehr Stabilität (Fahrerkönnen statt zerbrechlichen Flügelmonstern).

  • Und dann noch einen Kommentator, der nicht nur bunte Fernsehbilder in ein Hörspiel umwandelt, sondern der in der Lage ist ein Rennen zu lesen und auch Hintergrundwissen mitbringt. Damit meine ich nicht die Hochzeit der Familie Glock.

Für das Wochenende hatte ich mir vorgenommen hinter die Kulissen der DTM zu schauen. Doch ganz ehrlich: da ist nichts. Die Autos sind faszinierend und für Ingenieure eine echte Herausforderung. Aber davon bekommt der Zuschauer nichts mit, denn die Details werden alle geheimgehalten. So ein Wagen schätze ich auf 1 Million Euro - das muss nicht sein.

Während den Trainingsläufen stand ich mitten in der Box, näher dran kann man nicht sein. Trotzdem habe ich nichts mitbekommen. Die Abläufe sind zeitlich präzise getaktet, alles funktioniert reibungslos. Wenn die Mechaniker ihre Helme anhaben, dann agieren sie wie ferngesteuerte Roboter: jeder weiss, was zu tun ist - jeder Handgriff sitzt und kommuniziert wird über Funk. Das wirkt für einen Aussenstehenden wie ferngesteuerte Zombies.

So faszinierend das für die Beteiligten sein mag: der Kreis der Aktiven ist sehr begrenzt und der Zuschauer wird regelrecht vom Geschehen ausgeschlossen.

So gesehen ist das der Hintergrund, den ich mitgebracht habe. Und dass die Siegerpokale zu RMG gewandert sind, ist natürlich der krönende Abschluss eines spannenden Wochenendes!

Denn eigentlich haben wir ja 20 Jahre Audi 200 gefeiert :)

Tags: MikeberichtTourenwagenMastersTeamRMG | MarcoWittmannMaximeMartinStefanReinholdEmilReinhold | ChristianKohlhaasAudi200 |


Sonntag, 10. August 2014

Man wird doch noch träumen dürfen? Die DTM Autos von damals mit den Piloten von heute.

Dieses Foto habe ich gestern gemacht:

(Klick! für gross.)

Inklusive Trauerflor für den verstorbenen Dieter Lamm.

Ich glaube das Auto ist das Meisterauto von ’89 - also 25 Jahre alt. (Update: ’92er Auto - also letzter Stand, schon mit ABS.) Wir sagen immer: das waren noch richtige Tourenwagen! Ja - stimmt, so richtig aus Blech und Stahl. Aber schaut Euch mal den Rest an: relativ schmales Auto, Reifen nicht zu besonders breit, minimale Aerodynamikmittel. Dazu noch leicht, stabil und Dampf in der Hütte, von dem Gänsehautsound ganz zu schweigen.

Eigentlich der perfekte Rennwagen für echte Rennfahrer, noch so richtig mit H-Schaltung und mit ohne-ABS. Danach wurde es eigentlich immer nur noch schlimmer, brauchen wir nicht drüber zu reden, alles bekannt.

Jetzt stellt Euch mal vor: die Autos von damals mit den Piloten von heute - was wäre das für eine Show! Alte Hasen, junge Rabauken - alles dabei.

Was könnten wir für einen grossartigen Sport haben, wenn die Marketingabteilungen weniger zu sagen hätten.

Tags: Schnitzer | TourenwagenMasters |


Freitag, 08. August 2014

VIDEO: N24h für Geniesser.

youtu.be/YZ12J-wCQVU

(Via.)

Tag: N24h


Donnerstag, 31. Juli 2014

Die VLN hat große Aufgaben zu bewältigen.

Und der überraschende Weggang von Karl Mauer macht die Sache ganz bestimmt nicht einfacher.

Dieter Weidenbrück hat mal die Gedanken kreisen lassen und einige Punkte zu Papier gebracht auf Facebook gepostet:

“(..) Alle Gedanken, die VLN auf ”die nächste Stufe“ heben zu wollen, sind irrsinnig meiner Meinung nach. Profisport hat auf der Nordschleife nur noch dann etwas zu suchen, wenn man sich klar ist über das Miteinander und den nötigen gegenseitigen Respekt. Die VLN hat noch nicht einmal den Ansturm der letzten Jahre verkraftet. Rennleitung und Organisation sind permanent überfordert mit den immer professioneller agierenden Teams. (..)”

Da kann ich nur zustimmen. Leider.

Die VLN hat sich selber in eine Situation manövriert, die kaum noch zu beherschen ist. Eingeleitet wurde dies durch die massive Bevorteilung der SP9 (GT3 Fahrzeuge).

30–40 Autos, die alle in der Lage sind 8:20 zu fahren und deren Fahrer enorme Risiken eingehen müssen, um einen direkten Konkurenten zu überholen, weil die Autos so dicht beieinander liegen. Dazu kommt die Aggressivität der Werksfahrer - die ganze Athmosphäre scheint inzwischen wie vergiftet. Die Fahrer berichten davon, dass es kaum noch eine Runde ohne Gelbphase gibt.

Und die VLN arbeitet sogar noch aktiv daran, die wenigen technischen Vorteile, die ein Modell hätte, wegzufeilen. Tankkannen, Boxenstoppzeiten, BoP … immer tiefer gräbt man sich in die Sackgasse ohne es zu merken.

Und dann kam Code 60. Erst einfach gelb, dann doppelt-gelb mit 60 km/h Begrenzung. An vielen Ecken und Enden nicht zuende gedacht und einfach mal probiert.

Meiner Meinung nach hat man es sich zu leicht gemacht, die Verantwortung an die Streckenwarte auszulagern. Die haben sich vorher schon nicht über Langeweile beschwert und müssen immer mehr Verantwortung übernehmen. Als Ehrenämtler!! Während die VLN sich brüstet, die größte Breitensport-Serie Europas zu sein.

Da darf man als Teilnehmer und Zuschauer schon Professionalität erwarten - wie sieht es damit aus? Fehlanzeige.

Auch wenn ich die Bodenständigkeit, das Familiäre und die Improvisation sehr mag (!!) - die Entwicklung auf der Strecke führt die Organisation ad absurdum. Hier nur ein paar Beispiele, denn das soll jetzt kein VLN-Rant werden:

  • Bei jeder Veranstaltung neues Personal - jedesmal ein anderer Club als Ausrichter mit eigenen Leuten, Abläufen und Ideen.

  • Keine wirkliche technische Abnahme, die Fahrzeuge werden nicht auf ihre Konformität gegenüber dem Reglement geprüft. Das überlässt man den Teilnehmern, die dann gegeneinander protestieren dürfen (und die Kosten erstmal tragen sollen).

  • Keine Strategie. Die VLN lässt sich von Rennen zu Rennen treiben und hofft einfach, dass alles gut wird. Wo sie in 3 oder 5 Jahren sein wollen, wissen sie selber nicht.

  • Fahrerbesprechung: ohne Worte. Guckt Euch mal eine an.

Ich könnte noch endlos weiterschreiben, aber ich hör auf.

An VLN’s Stelle hätte ich nach allen Kräften versucht Karl Mauer zu halten. Dass sie das nicht gemacht haben, zeigt der maximal knappe Text, den sie veröffentlicht haben. Kein guter Stil - und für mich wenig Hoffnung, dass sie ahnen, was um sie herum gerade passiert.

Tags: LangstreckeKarlMauerDieterWeidenbrück |


Samstag, 26. Juli 2014

Eine Wahrscheinlichkeit von 1 Prozent? Wie entscheidet die EU zum Nürburgringverkauf?

Robertino Wild hält den Nürburgring-Verkaufsprozess für transparent, offen und diskriminierungsfrei. Und die Wahrscheinlichkeit, dass er nicht zum Zuge kommen könnte aufgrund von Bedenken seitens Brüssel, schätzt er auf 1%.

Ich persönlich habe den Verkaufsprozess intensiv beobachtet und jede Information, die an die Öffentlichkeit kam, aufgesaugt. Und ich finde die Vorgänge waren alles andere als offen - für mich war das eine Geheimveranstaltung, deren Ende von vorneherein abgesprochen war. Von Transparenz keine Spur - täuschen und verschleiern, so wie wir das vorher durchgängig von Erlebnisgrab und Regierung gewohnt waren.

Wer gehofft hatte es würde sich was ändern, wurde bitter enttäuscht. Erinnert Ihr Euch noch, wie sie versucht haben die Öffentlichkeit einzulullen? Mit ihrer nuerburgring-dialog Webseite zum Beispiel? Oder im Schulterschluss mit SWR Radio bei der Diskussionsrunde in Nürburg?

Ohne jemals einen Sanierungsplan vorzustellen haben sich die Sanierer daran gemacht, das Volkseigentum so schnell wie möglich zu verkloppen. Für diese Heldentat haben sie sich kürzlich sogar selber als die großen Nürburgring-Retter gefeiert (“Erfahrungen in der grünen Hölle – Die Rettung des Nürburgrings.”).

Mit der Erfahrung über die Jahre habe ich allerdings auch gelernt, die Manöver der Landesregierung immer schneller zu durchschauen - man wird auch hellhöriger mit der Zeit.

Und aktuell habe ich das Gefühl, dass sich die Windrichtung dreht. Erst wurde Otto Flimm öffentlich in die Zange genommen, jetzt wird die EU als Kapitalismusknechte beschimpft. Vom RLP Landtagspräsidenten.

Da wird meiner Meinung nach der Acker bereitet für die beiden Schuldigen, die später zur Schau gestellt werden sollen: Otto Flimm und die EU.

Das neueste Problem der Dilletanten in Mainz ist die Ablehnung Brüssels, weiteres Steuergeld in den Flughafen Zweibrücken zu stecken. Dort läuft nämlich seit 2010 ein Behilfeverfahren - 1:1 ein Nürburgring Déjà Vu. Sagenhafte 174 Millionen Euro haben sie seit 25 Jahren da reingebuttert und die Gesellschaft hat es in all den Jahren nicht geschafft, auf eigenen Füssen zu stehen.

Die haben tatsächlich Flugbetrieb rund um die Uhr - für gerade mal 6 (!!) Starts/Landungen pro Tag. Das muss man sich mal vorstellen, was da alles an Infrastruktur vorgehalten werden muss, damit alle paar Stunden mal ein Flugzeug landet. Dienstags sind es sogar nur 2 - schaut Euch mal den Flugplan an.

Gestern mussten sie Insolvenz anmelden und die SPD ist inzwischen so verzweifelt mit dem Rücken an der Wand, dass sie quasi gegen sich selber und die Schließung des Flughafens demonstrieren wollen. WTF? Wie dreist ist das denn, die Killer kommen noch trauernd zur Beerdigung?

Aber die einfältigen Rheinland-Pfälzer lassen sich offensichtlich alles bieten - so dumm kann der Trick garnicht sein, dass sie nicht drauf reinfallen. Ob Kurt Beck denen über seine Chemiekumpels irgendwas in’s Trinkwasser träufelt? Ich hab hier jedenfalls eine chronische Facepalmattacke nach der anderen.

Auch wenn es auf den ersten Blick mit dem Nürburgring nichts zu tun haben scheint, die Handelnden sind genau dieselben. Ich glaube in Brüssel schlagen sie schon wie ich die Hände über’m Kopf zusammen, wenn wieder was aus Rheinland-Pfalz angeflattert kommt. Wieso leistet sich die Regierung eigentlich eine Europa-Ministerin? Was macht die die ganze Zeit, habt Ihr jemals bei dem Brüsselgezetere etwas von ihr gehört?

Jedenfalls sind die Beziehungen zur EU so schlecht wie nie. In der Vergangenheit wurden Richtlinien und Gesetze in Gutsherrenarroganz - von Juristen!! - vom Tisch gewischt und wenn es jetzt darum geht, gütliche Einigungen zu erzielen, dann macht es das Gepoltere von Joachim Mertes bestimmt nicht einfacher.

Es sei denn - und hier kommt meine Spekulation - es ist sowieso schon zu spät und man pfeift auf gute Beziehungen. Jetzt geht es darum den Sündenbock aufzubauen. Denn wir wissen ja: selber Verantwortung zu übernehmen ist in Mainz keine Option.

Wer in dieser komplexen Lage als Bürger auf den Journalismus von Rhein-Zeitung oder SWR - die im regionalen Bereich rund um den Nürburgring die Kommunikationshoheit haben - hofft, der kann auch direkt bei kurt-beck.de lesen gehen - alles super, alles toll - die EU ist böse und Otto Flimm auch. Vorauseilender Gehorsam ist Tagesprogramm und da passt es auch, dass Robertino Wild als toller Hecht auf dem Silbertablett präsentiert wird - er ist ja auch soo autoaffin. Ob er sich den Spass überhaupt leisten kann, wird als nebensächliches Detail vernachlässigt und überhaupt: kritische Fragen trüben nur die nette Atmosphäre. Schließlich möchte man - bzw. Dietmar Brück - es sich nicht vermiesen mit der Regierung, dann klappt es auch mit der nächsten Chinareise.

Und wenn jetzt die schöne Inszenierung der Regierung in sich zusammenfällt und alles ganz anders kommt? Wilhelm Hahne hält es gar nicht für so unrealistisch, dass der geplante Verkauf an Capricorn in Brüssel abgelehnt wird. Natürlich alles Spekulation, aber es würde die aktuellen Handlungen gut begründen - die Mainzer Politiker wissen jedenfalls mehr, als sie öffentlich preisgeben.

Dieter hat sich mal Gedanken über die möglichen Szenarien gemacht, die auf uns zukommen könnten.

Wenn Capricorn die Tür vor der Nase zugeschlagen wird, dann steht uns eine große Hängepartie bevor - hausgemacht in Eigenverwaltung von der Regierung und ihren Insolvenzkomikern.

Einen Funken Hoffnung gibt es: dass die EU die wirtschaftliche Kontinuität bemängelt und die Rennstrecke unabhängig vom Erlebnisgrab verwertet wird - und dadurch in gute Hände gelangt. Am besten in eine nicht-gewinnorientierte Organisationsform.

Alles andere könnte schnell sehr bedrohlich für Ring & Region werden, denn wenn Brüssel voll durchzieht, dann könnte aufgrund des gescheiterten Verkaufsprozesses tatsächlich eine Stilllegung folgen. Eigentlich sollte der Verkauf die illegale Beihilfe beseitigen - was ja dann kräftig misslungen wäre. Wenn in Brüssel der Hals dick genug ist - was man sich durchaus vorstellen kann - dann machen sie den Laden jetzt dicht. Die vom Ring abhängigen Firmen und Rennteams hätten ein ziemlich großes Problem und die Industrie würde verärgert ihre Entwicklungsteams abziehen.

Jetzt sind Fingerspitzengefühl und gutes Verhandlungsgeschick gefragt - beides in Mainz leider komplett Fehlanzeige. Wenn es so kommt, dann hätten die Nixblicker es tatsächlich geschafft auch den letzten Rest Porzellan zu zerschlagen.

Alles nur Spekulation im Moment, aber an Zufälle glaube ich bei diesem Disasterstadl schon lange nicht mehr. Die Handlungen der letzten Wochen kommen nicht von ungefähr und es schadet nicht zu versuchen, den Ursachen auf den Grund zu gehen.

Tags: ErlebnisgrabInsolvenz | RingverkaufCapricornInsolvenzkomiker | Nexovation


Sonntag, 20. Juli 2014

Und auf einmal wundern sie sich, dass beim Formel 1 die Zuschauer ausbleiben?!

Beim Formel 1 Rennen in Hockenheim werden für den heutigen Rennsonntag nur knapp 50.000 Zuschauer erwartet - da waren in Silverstone selbst Freitags mehr (am Renntag 120k). Toto Wolff meint: das müssen wir analysieren und Niki Lauda rechnet in DIE WELT ab. Seiner Meinung nach liegt es u.a. daran, dass die Formel 1 nicht auf Facebook ist.

Mich fragt zwar keiner, aber ich biete mal ein paar Thesen, warum das - besonders in Deutschland - nicht funktioniert. Und da hat ein Arbeitgeber von Niki Lauda großen Anteil daran: RTL.

Furchtbare Fernsehübertragungen.

  • RTL bietet den unterirdischsten Kommentar, den man sich im Motorsport vorstellen kann. Für jemanden, der den Sport wirklich mag, ist es die reinste Folter. Schlimmer ist nur noch die DTM/ARD, ich glaube es gibt auf der ganzen Welt keine schlechteren Renn-Berichterstattungen.

    Es gibt nur ein Rennen in Deutschland (und eines um die Ecke in Spa), den Rest muss man sich also vor dem Fernseher anschauen, wenn man die Saison verfolgen will. Und das geht als Motorsport Anhänger bei RTL leider garnicht. Das ist anscheindend auch nicht das, was RTL will. Die machen mehr so eine Livestyle Geschichte in der Annahme, dass das die Leute sehen wollen. Auf die RTL Zuschauer mag das tatsächlich zutreffen, für Motorsportfans ist es die reinste Qual.

    Nicht nur die F1 ist in der Zeit stehengeblieben, RTL ist es auch und ich bekomme regelmässig Plaque, wenn Heiko Wasser irgenwelche unnützen Zahlen “für die Statistikfans unter Ihnen” zum besten gibt oder sich an den Positionen “der deutschen Piloten” aufgeilt. Für einen echten Race-Fan ist das doch total Nebensache! Wir wollen guten Sport sehen.

    Über Kai Ebel brauchen wir garnicht reden.

    Aber das werden die nie kapieren. Ich verfolge - wenn es mir die Zeit erlaubt - das ein oder andere Rennen bei BBC. Die Läufe, die bei denen aus Lizenzgründen nicht im Fernsehen ausgestrahlt werden, kann man dann per Radiostream hören und das deutsche Fernsehbild ohne Ton laufen lassen. Allan McNish und Live Timing dazu - läuft. Nichtmal die RTL-Werbung schafft es einen zu stören.

Schumi Mania - ein Relikt aus vergangenen Tagen.

  • In Deutschland war die Formel 1 in den vergangenen Jahren ein Michael-Schumacher-Phänomen (Keep fighting Michael!). Der Zug ist längst abgefahren, aber RTL klammert sich immer noch daran fest. Wenn man sich damals die Besucher angeschaute, dann konnte man sowieso nur mit dem Kopf schütteln. Das war eine ganz seltsame Spezies, so ein Zwischending aus Kegelclub und Rote Funken - hab ich zwar nie wirklich verstanden, aber war klar, dass das nicht ewig so laufen wird.

    Deutschland ist auch keine Motorsport Hochburg. RTL und ARD halten die Zahlen aufgrund ihrer Reichweite künstlich hoch und prügeln die Veranstaltungen in die Wohnzimmer. Ein gutes Indiz ist die Presselandschaft, die sich mit Rennsport beschäftigt: Speedweek hat die Segel gestrichen, Motorsport Aktuell hält sich gerade so über Wasser - das war’s. In UK, Spanien oder Italien sieht das mal komplett anders aus. Da sind die Leute noch richtig begeistert und folgen dem Sport aus eigenem Interesse. Da gibt es dann sogar eine Zeitung extra für Rennautos.

Langweilige Rennen.

  • Die Formel 1 vor Ort ist langweilig. Ja - der Speed ist beeindruckend und die Bremswege sind es auch - aber Rennverlauf und Action sind langweilig. Dieses Jahr wurde auch noch eine der wenigen übriggebliebenen Attraktionen gestrichen: der Sound. Witzigerweise nimmt die Werbeindustrie für ihre Clips den Sound vom letzten Jahr und denkt es merkt schon keiner.

Die F1 Autos sehen alle gleich aus.

  • Die Technik ist überdefiniert. Alle Autos sehen gleich aus, würde man sie neutral lackieren, man könnte sie nicht mehr auseinanderhalten. So wie bei GP2: identische Autos, unterschiedliche Lackierung. Die technischen Freiräume, die den Ingenieuren bleiben, sind für die Zuschauer im Inneren des Fahrzeugs verborgen.

Arroganz.

  • Die F1 ist arrogant. So richtig abgehoben und überheblich. Das passt einfach nicht mehr in die heutige Zeit.

    Nicht-arrogante Sportarten bemühen sich um Dialog mit ihrer Fanbasis - und da spielt natürlich Social Media eine große Rolle.

    So gesehen hat Niki Lauda - teilweise - Recht. Aber Facebook und Twitter alleine werden es nicht richten, denn - das haben viele Beispiele in der Vergangenheit bewiesen - eine erfolgreiche Social Media Strategie kommt in erster Linie von innen. Aufgesetzte Kanäle, die nicht glaubwürdig sind, können den Schuss sogar nach hinten losgehen lassen.

    Aber bei dem Level an Überheblichkeit, den die F1 heutzutage zur Schau stellt, sehe ich wenig Chancen. Die übriggebliebenen interessierten Zuschauer, die es hierzulande noch gibt, bekommen es regelrecht um die Ohren gehauen: abgeriegeltes steriles Fahrerlager, strategische Entscheidungen gesteuert von einer ebenso arroganten FIA - wer lässt das schon mit sich machen. Die Sache mit den Penisnasen war doch das beste Beispiel: gegen den Willen ALLER - sogar der Teams - wurde die peinliche Optik durchgedrückt. Resultat: die Autos sehen aus wie Clowns.

    Apropos Social Media: wie heisst eigentlich Niki Lauda’s Facebook Account? Siehste.

Aerodynamik mit viel zu viel Anpressdruck.

  • Der grösste Killer in meinen Augen ist jedoch die Aerodynamik. Heutige Formel 1 produzieren soviel Anpressdruck, sie könnten mit 200 km/h an der Decke fahren. Das ist zwar beeindruckend, aber was hat der Zuschauer davon?

    Im Gegenteil: Überholmanöver werden erschwert, weil man im Windschatten Downforce verliert. Und es gibt aufgrund der hohen Kurvengeschwindigkeiten nur eine Ideallinie, auch das erschwert das Überholen. Doch das Schlimmste an der ausgefeilten Aero: man kann als Zuschauer von aussen einen überragenden Fahrer nicht mehr ausmachen. Wenn man sich einmal an den irren Speed gewöhnt hat, dann gleicht ein Formel 1 Rennen einer Hochgeschwindigkeits-Parade auf Schienen. Und durch die Überrundungen verliert man sogar den Überblick, wer an welcher Stelle liegt. Handy kannste in so einem Fall vergessen, zuviele Leute - zu dünnes Netz.

    Letztes Jahr habe ich mir zufällig den Nürburgring F1 Lauf vor Ort angeschaut - hätte es nicht mittendrin eine Safety Car Phase gegeben, wo sich alle wieder nach Position einreihen mussten, ich hätte nichts mehr geblickt. Nicht weil ich zu doof dafür bin - würde ich jetzt nicht pauschal ausschließen ;) - aber die Leute um mich um wussten es auch nicht besser.

    Schonmal aufgefallen, dass die spannensten Rennen ausgerechnet die sind, wenn es regnet? Sollte eigentlich zu denken geben - macht es aber nicht. Jetzt könnte man die Strecke künstlich bewässern, was natürlich Quatsch ist - oder man schraubt die Aerodynamik - und damit den Grip - massiv runter.

    Das würde den herausragenden Fahrern wieder die Chance geben, ihre Talente zu zeigen, so dass es auch jeder sieht: Fahrgefühl, saubere Linie, Reflexe, Limit ausloten und den Portion Mut, den diese Piloten so besonders macht. Solange man das nicht von aussen als normaler Zuschauer sehen und bewerten kann, macht es wenig Sinn ein Rennen vor Ort zu besuchen.

    Und das erleben wir gerade: keine 50.000 Zuschauer, das ist Bundesliga-Fussball-Niveau.

Grosse Hoffnung, dass sich etwas ändert, habe ich nicht. Zwar haben die deutschen Hersteller/Sponsoren ein Problem, aber das wird B.Ecclestone - bzw. seinen Nachfolger - wenig jucken. Um fundamental etwas zu ändern, müsste es richtig wehtun und ich fürchte das werden wir nicht erleben.

Besser wäre es meiner Meinung nach, wenn andere Serien versuchen, die entstandene Lücke zu füllen und einen beeindruckenden und spannenden Wettbewerb etablieren, der allen Beteiligten - Zuschauern wie Aktiven - großen Spass macht!

Tags: MikeRant | Formel1NikiLauda | TotoWolffSocialMedia | Besucherzahlen | Hockenheim |


Samstag, 19. Juli 2014

Aus der Reihe: schicker Wagen mit dickem Motor.

Gleich 2 nette Kandidaten mit dezentem Engine Upgrade.

  1. Hovemann C-Kadett mit 5,7L V8 für den Berg - hier mehr Details.
  2. 1967er Volvo Amazon AWD BMW 4L V8.

Tags: DickerMotor | CKadett | VolvoAmazon | Bergrennen | Speedhunters |


Freitag, 18. Juli 2014

Nico Rosberg mit neuem Helm im Fussballweltmeisterdesign - aber die FIFA zickt.

Sieht gut aus!

Aber der Witz ist:

“it’s a shame, i would have loved to carry the trophy as a tribute to the guys. but of course I respect the legal situation. now I’ve got the fourth star big on the helmet and the other three smaller around it.”

Er durfte den Pott nicht draufpainten! FIFA vs FIA, wie albern.

Tags: Rosberg | Fussball | FIFA | Helmdesign |


Sonntag, 13. Juli 2014

Maxime Martin gewinnt DTM Lauf 5.

Sein erstes DTM Jahr, von Pole auf Sieg im BMW von Stefan Reinhold’s Team RMG!

Marco Wittmann wurde Vierter und führt in der Meisterschaft.

Stark.

Wobei bei der DTM einiges (alles?) verbesserungsbedürftig ist - beim Kommentator angefangen. Der macht das jetzt im 8.Jahr - und blickt immer noch nix. Bei Facebook kann man sich so schön Luft machen! :)

Tags: MaximeMartin | StefanReinhold | PUSHPAPY


Dienstag, 08. Juli 2014

VIDEO: Isle of Man Leckerbissen - diesmal mit dem Auto.

Mit dem Motorrad hatte ich schon einige IOM Runden im Blog - da bleibt einem die Spucke weg!

Mark Higgins und Sabaru nutzen die Gunst der Stunde einer abgesperrten IOM Strecke während der TT und hauen richtig einen raus. Der 2015er Serien WRX STI mit Käfig & Co und Mark am Steuer braucht 19 Min. 15 Sek - das ist ein Schnitt von 189 km/h!

Man kann sich sogar die Herzfrequenz anschauen - der hat vielleicht die Ruhe weg! - und in der Mitte sieht man den Turbo-Boost.

youtu.be/t7gmbQ8KxM4

Das Ganze sogar mit Kommentar von dem kranken Fahrer, am Mikrofon klingt er richtig besonnen ;)

Hier noch ein Vorbeifahrtsvideo und Top Gear hat noch ein paar Zusatzinfos.

Danke Mark Higgins und Subaru - volle Punktzahl!

Tags: Higgins | Subaru | IsleOfMan | Onboard


Dienstag, 01. Juli 2014

Der Postillon und das Kurt-Beck-Gedächtnisgerüst.

Mein Postillon Ableger von gestern hat es sogar bis in die SWR Nachrichten geschafft! Find ich gut - zeigt, dass diese Leute Humor haben. :)

Die Flanke gestern war einfach zu steil, als dass ich sie nicht verwandeln durfte ;)

Viele Leute haben es sogar für bare Münze genommen, obwohl ich es sehr deutlich gekennzeichnet habe: verlinkt, als Tag aufgelistet und den Postillon absichtlich 1:1 kopiert, damit es auch wirklich jeder merkt. Nur die Kräne hab ich durch die Achterbahn ersetzt. Aber anscheinend ist manchen von Euch Aufregen wichtiger als aufmerksames Lesen.

Wer darauf reingefallen ist, dann tut mir das zwar leid, aber Ihr seid selber schuld. Wie deutlich hättet Ihr es denn gerne?! Ein wenig mehr Sorgfalt statt schnellem Überfliegen bei dem Umgang mit Nachrichten würde Euch auch in anderen Bereichen gut helfen. Dieses Buch kann ich zum Einstieg empfehlen - schon ein paar Jahre alt, aber nach wie vor aktuell.

Lasst Euch nicht verarschen und hebt Euch die Empörung für Sachen auf, die es wirklich verdient haben! Das ist nicht nur unser Recht, das ist unsere Pflicht als Bürger.

Unabhängig davon wäre ich tatsächlich dafür, die Achterbahn als Mahnmal stehen zu lassen. 15+ Millionen Euro für Nichts ausgegeben, ausser einem vor sich hinrostenden Stahlgerüst - ein Sinnbild für die Politik in Rheinland-Pfalz. Jetzt haben wir 5 Jahre unter dem Anblick gelitten - während der Ring in die Insolvenz geritten wurde - dann kann man es auch mahnend als Kurt-Beck-Gedächtnisgerüst für die Zukunft stehen lassen.

Tags: Achterbahn | Postillon


Sonntag, 29. Juni 2014

Hendrik Hering und Carsten Kühl rücken zu Ingolf Deubel in die Riege der amtlichen Ringzerstörer auf.

SWR:

“Der neue Rechnungshofprüfbericht ergebe, dass die Überschuldungssituation der Ring GmbH schon 2010 klar erkennbar gewesen sei. Hering habe damals dennoch behauptet, dass die Landesregierung die Probleme in den Griff bekomme. Ebenfalls in der Kritik steht die durch Finanzminister Carsten Kühl (SPD) angewiesene zwischenzeitliche Finanzierung von 330 Millionen Euro über die Landesförderbank ISB, für die das Land auch noch gebürgt hatte. Laut Rechnungshof sei das Kreditausfallrisiko zu hoch gewesen - außerdem habe Kühl die Summe durch einen Nachtragshaushalt absegnen lassen müssen.”

Als ich Hendrik Hering auf Facebook um Stellungnahme gebeten habe, hat er mich kurzerhand gesperrt. Er hat dem Nürburgring im März 2010 den Todesstoss versetzt, als er - um die SPD über die 2011er Wahl zu retten - Kai Richter seine Gastro- und Hotelbauten für 100 (?) Millionen Euro abgekauft hat. Das konnte die Nürburgring GmbH überhaupt nicht verkraften.

Und Carsten Kühl war vor seiner Zeit als Finanzminister einer der 4 Verantwortlichen, die mit ihrer Aufsichtsratsentscheidung die Todesseuche Erlebnisregion im Nov. 2007 erst in Gang gebracht haben, schon daran hat sich die Nürburgring GmbH überhoben.

Tags: Hering | Kühl | Insolvenz


Mittwoch, 18. Juni 2014

24h-Rennen Essential Links.

(… to be continued …)

Tags: N24h | EssentialLinks


Samstag, 14. Juni 2014

Le Mans 24h: LIVE STREAM & Essential Links.

Um 15 Uhr wurde das 24h-Rennen gestartet - alle Links und Neuigkeiten findet Ihr in diesem Facebook-Post:

fb.com/10202237156399051

(Auch ohne Facebook Anmeldung.)

Wird ständig aktualisiert.

Diesmal schau ich von zuhause, aber nächstes Jahr bin ich wieder live vor Ort! :)

Tags: LM24 | LeMans | EssentialLinks


Mittwoch, 04. Juni 2014

Fischereihafen Rennen abgesagt - 2 Tage vor der Veranstaltung.

radiobremen:

“In einem Fax an die Stadt Bremerhaven heißt es, die Strecke entspreche nicht den Sicherheitsanforderungen des DMSB.”

Das Rennen gibt es seit 1952 und das fällt denen jetzt - am Mittwoch vor dem Rennwochenende - ein?! WTF?

(Via.)

UPDATE:

Das Rennen findet doch statt! :D

Tags: Fischereihafen | Bremerhaven | DMSB


Sonntag, 01. Juni 2014

Unfall statt Werbung - und die Sensationsblätter sofort zur Stelle: der verunglückte Rosberg/Wehrlein Marketing Stunt.

Das ist schon sehr bitter, wenn sich jemand beim Motorsport verletzt - aber leider lässt sich das nicht 100%ig ausschliessen.

Noch viel bitterer ist es aber, wenn die Rennfahrer für Marketing eingesetzt werden und sich dann jemand verletzt.

Nico Rosberg war 2 Tage nach seinem Monaco Sieg in Diensten von Mercedes in Südtirol/Italien unterwegs zusammen mit Pascal Wehrlein.

Und da kam es zu einem Unfall bei einem Werbedreh.

So wie ich das verstehe hatten die dort eine kleine Strasse gesperrt und dann in relativ gesitteten Mercedesmodellen mit Nationalspieler-Beifahrer irgendein Programm abgezogen. Rosberg fuhr vorneweg, Wehrlein knapp dahinter, Rosberg muss auf einmal bremsen, Wehrlein weicht aus, fährt eine Einfahrt hoch … und erwischt 2 Leute, die dort stehen.

Sehr unglückliche Geschichte. Macht natürlich in den Medien komplett die Runde und Bild hat sogar ein Video ausgegraben - besonders schnell fahren die meiner Meinung nach nicht.

Schmerzhaft für die Verletzten - aber auch die beiden Pilooten. Muss man denn als Werksfahrer wirklich jeden Scheixx über sich ergehen lassen? Pascal Wehrlein ist gerade mal 19 Jahre alt - er hat sich auf Facebook kurz gemeldet und ist schwer geknickt: fb.com/829118473783740.

Das mit der Werbung ist auf jeden Fall auch komplett nach hinten losgegangen.

Ironischerweise wurde zeitgleich bekannt, dass Nivealöw den Führerschein für 6 Monate abgeben darf.

Zum Thema DTM: super Ergebnis für Steff Reinhold’s Team - Marco Wiedmann nach Pole auf 1 und Maxime Martin nach Quali 4 auf 6. RMG führt nach 3 Rennen jetzt auch die Teamwertung und Marco die Fahrerwertung an! :)

Für Pascal Wehrlein war das natürlich ein schweres Rennen, ist 14. geworden (bester Mercedes 11. - tun sich schwer dieses Jahr).

Tags: Wehrlein | Rosberg | Mercedes


Freitag, 30. Mai 2014

Bildblogalarm.

Die BLÖD schreibt zum Rock am Ring Aus:

“Rock am Ring wird nächstes Jahr an einem neuen Ort fortgesetzt. Laut festivalhopper.de sollen die Bühnen an den Sachsenring bei Zwickau umziehen.”

Das hat Festivalhopper tatsächlich geschrieben. Am 1.April 2013. LOL

(Via Rock am Ring - Blog auf FB.)

Tags: RockAmRing | Bildzeitung


Rock am Ring gekündigt.

Aus der Reihe “Alles wird gut”:

“Die neuen Betreiber des Nürburgrings haben sich gegen das Musikfestival ”Rock am Ring“ ausgesprochen. Der Vertrag für das Spektakel sei gekündigt worden, sagte der Veranstalter Marek Lieberberg. Der neue Betreiber der insolventen Rennstrecke, der Düsseldorfer Autozulieferer Capricorn, habe einen größeren Anteil am Gewinn gefordert. ”Das ist wirtschaftlich nicht vertretbar“, sagte Lieberberg.”

Als ich das letztes Jahr prophezeit hatte, meinte Manfred Strack lässig mit PM kontern zu müssen:

“Deutschlands populärstes Open Air Festival, das mittlerweile zum 28sten Mal am legendären Nürburgring stattfindet, wird auch künftig seinen traditionellen Standort in der Eifel behalten. Darin sind sich Produzent Marek Lieberberg, die Nürburgring GmbH als Betreiber und alle anderen Beteiligten einig.”

Uns als ich vor 3 Jahren - im März 2011 - Marek Lieberberg per Email um Unterstützung für Save The Ring gebeten habe, meinte dieser zu mir:

“(..) Rock am Ring ist von all diesen Dingen völlig unabhängig. (..)”

Tja.

Was würde ich dafür geben, nicht immer Recht zu behalten.

Wenn schon eine Veranstaltung, die es seit knapp 30 Jahren am Ring gibt, über die Klinge springen muss, dann braucht man nicht viel Phantasie um vorherzusagen, dass kein Stein auf dem anderen bleiben wird.

Super! Alles wird gut! Nicht.

Tags: RockAmRing | Capricorn | Ringverkauf


Donnerstag, 29. Mai 2014

Jari-Matti Latvala macht das einzig richtige als VW Rallye Werksfahrer.

Er baut sich einen eigenen Audi Quattro.

Und nimmt ihn auch direkt mal richtig ran!

Freu mich schon auf die Aufnahmen, die da noch kommen werden - ein Fest für Augen und Ohren! :)

Hier die erste Mini-Vorschau als Video!

Tags: Latvala | Quattro


Mittwoch, 28. Mai 2014

Wieviel sind eigentlich 500 Millionen Euro?

Das ist für unsereins schwer vorstellbar, also versuche ich das mal mit Zahlen zu verdeutlichen, die wir alle kennen.

Wenn man soviele Porsche GT3 kauft, die man für 500 Millionen Euro bekommt und sie dann auf der Nordschleife parkt - wieviel Abstand gibt es zwischen den Autos?

Ziemlich genau: 1 Meter.

Es sind 3.788 Stück (132.000 Euro) und die passen tatsächlich gerade so auf die Strecke (4,50m Länge, 20,832 km Nordschleife).

Auto an Auto, GT3s soweit das Auge reicht.

Soviele GT3 wird Porsche garnicht herstellen, aber diese unglaubliche Summe hat die Regierung an unserem Steuergeld versenkt, DAMIT SIE DAS VOLKSEIGENTUM NÜRBURGRING VERLIERT!

Das stört mich wieder masslos an den aktuellen Berichten z.B. in der Rhein-Zeitung, denn es wird immer nur die monetäre Belastung für den Steuerzahler aufgezeigt, die jetzt in ihrer ganzen Dimension zu beziffern ist.

Wie hoch die Belastung für unsereiner ist, weil die Nordschleife Privateigentum wird - das wird unter den Teppich gekehrt. Von den Qualen, die wir zu erleiden haben, ganz zu schweigen.

Wilhelm Hahne macht die Gegenrechnung auf und kommt auf 1,2 Milliarden Euro. Selbst das halte ich noch für zu wenig.

Den Medien jedoch scheint es völlig egal zu sein, dass wir alle nicht nur um die 500 Mio. Euro betrogen werden, sondern zusätzlich auch um den Nürburgring.

Der Grund für die aktuelle Aufregung in der Presse ist eine geleakte Beschlussvorlage für das EU Parlament, die so ziemlich alle illegalen Beihilfen, die wir schon aus dem Eröffnungsbeschluss kennen, auch so bestätigen.

Eigentlich keine Überraschung - auch die Regierung hat das befürchtet und gerade deshalb ja den Nürburgring Hals über Kopf verscherbelt, damit neue - angeblich korrigierende - Tatsachen geschaffen werden.

Die richtig schlechte Nachricht ist allerdings, dass die EU den Verkaufsprozess für ok hält und absegnen will.

Das ist traurig und damit schwimmt der Strohhalm davon. :/

Ich hab nichts gegen Capricorn und noch viel weniger gegen den Racer Adam Osieka, aber ein Nürburgring in privater Hand bereitet mir große Bauchschmerzen. Und darüber hinaus scheint das Konstrukt auf dünnem Eis (größenteils auf Bankkredit) gebaut - die Risiken türmen sich schon wieder gigantisch auf.

Es gibt aber auch gute Nachrichten: die EU hat in ihrem Entwurf auch die ganzen Beihilfeempfänger gelistet - z.B. Kai Richter’s Mediinvest, die Österreicher Geisler&Trimmel oder auch die Richter/Lindner NAG - die hoffentlich zurückzahlen dürfen, wenn die illegal geflossenen Beihilfen bestätigt werden.

Das wäre dann der endgültige Einsturz von Kurt Beck’s Karten°Haus.

Was für eine Blamage für die Regierung von RLP. Trotz aller Warnungen sehenden Auges in die Illegalität und Insolvenz gleichzeitig gestürmt. Wenn ich allein an den Auftritt von Wirtschaftsminister Hendrik Hering am 26.März 2010 in Adenau denke: der gelernte Jurist hat den frischen NAG Pachtvertrag kurzerhand für EU-konform erklärt. Dabei kann selbst so ein Laie wie ich daran fühlen, dass das ohne Ausschreibung irgendwie nicht passen kann.

Wisst Ihr noch? Der Herr Minister wörtlich im März 2010:

“Wir haben dort Partner, mit denen es gemeinsam betrieben werden muß. Wir können das nicht wie in anderen Fällen einer Ausschreibung zuführen, und werden das umsetzen, was wir im Abwägungsprozess für die Zukunft des Nürburgring am sinnvollsten halten.”

Die EU scheint jetzt aber mir und nicht Hendrik Hering Recht zu geben und listet u.a. den Pachtvertrag explizit als illegal auf.

Da hilft es jetzt auch nicht mehr, mich auf Facebook zu sperren.

Normalerweise müssten die alle bei so einem amtlichen Armutszeugnis geschlossen zurücktreten.

Tags: Insolvenz | Kommission | Beihilfen


Samstag, 24. Mai 2014

Im GP2 den Berg rauf!

Mit dem Formel 1 in Monaco ist schon eine Hausnummer, aber David Hauser im Dallara GP2 beim Bergrennen kann da locker mithalten:

youtu.be/cxMZwfkQHco

Heftig!

(Via Speedhunters. David Hauser / Racing Experience auf Facebook.)


Samstag, 10. Mai 2014

Platz da, ich bin ein GT3!

Aus der Sicht eines V6 Porsche, der 9:05,7 Min. im Rennen fahren kann:

youtu.be/omEvxv9LNus

Dieter Weidenbrück:

“Wenn die GT3-Autos in der VLN ankommen, sollte man sich am Besten in Luft auflösen können…”

Ich erinnere mich noch dunkel an Begriffe wie “VLN-Familie” und “Breitensport” - ist aber schon eine Weile her.

Tags: VLNLangstrecke


Donnerstag, 01. Mai 2014

Hammer-Onboard von Markus Lungstrass im Racing One Ferrari 458.

Facebook Link: fb.com/278445618990746

Tags: Ferrari | Onboard | RacingOne | Lungstrass


Sonntag, 27. April 2014

V wie verantwortungslos?

Eigentlich steht das V in VLN für Veranstaltergemeinschaft, aber etwas mehr Verantwortung würde den Teilnehmern gut zu Gesicht stehen.

Nach dem Report von Meyrick Cox bei VLN 2, der nach 31 unfallfreien Renn-Jahren in einen 5-fachen Überschlag geschickt wurde, hat sich das Verhalten leider nicht verbessert, im Gegenteil.

Daniel Zils:

“Die Lage auf der Nordschleife ist völlig eskaliert und die Gelb-Situationen waren absolut grenzwertig.”

Jochen Krumbach:

“Generell bin ich heute erschrocken, mit welcher Brutalität und Härte die Teilnehmer miteinander umgehen, und welche Respektlosigkeit zwischen langsameren und schnelleren Fahrzeugen herrscht.”

Sogar der schwarz-gelbe Aston, der letztes Mal den Cox-Astra entsorgt hat, war wieder aggressiv unterwegs, da gab es wohl einen Zwischenfall auf der Döttinger Höhe, der sogar im TV zu sehen war (hat das jemand als youtube-Link?).

Edit: Hier der Aston-Crash als Video. Danke Patrick!

Edit 2: Stuart Leonard - der Aston Pilot - beschreibt den Unfall via AM-PM so: “Ich war im Windschatten des Porsche. Rechts von ihm war eine Lücke die ich nutzen wollte und bin zum Überholen ausgeschert. Die Lücke wurde plötzlich schmaler und dann ist es zu dem bedauernswerten Unfall gekommen.”

Edit 3: der Audi hatte laut Datarecording 252 km/h auf der Uhr, als der Aston reingeknallt ist.

Edit 4: weitere Fahrerstimmen zur Situation.

Ich befürchte nur: ändern wird sich nichts. Von der VLN sind keine Konsequenzen zu erwarten, jedes Rennen wird von einem anderen Veranstalter durchgeführt und 10 Clubs zu einer gemeinsamen Meinung zu bewegen ist eine kaum zu bewältigende Aufgabe.

Die richtige Lösung wäre, wenn die Teilnehmer von sich aus zur Vernunft kommen. Aber die aktuelle Mischung, die hauptsächlich aus GT3s und hartumkämpften Cups besteht, ist ein Ritt auf der Rasierklinge.

Tags: VLNLangstrecke


Samstag, 26. April 2014

Robert Wild Interview, das in der Capricorn Pressemappe die beste Figur macht.

Die Rhein-Zeitung nennt es Interview, aber die wirklich brennenden Fragen werden nicht gestellt und selbst bei irreführenden Antworten wird nicht nachgefragt:

Rhein-Zeitung: Interview mit Ring-Käufer Wild: Der Nürburgring ist kein Sanierungsfall

Dieter Weidenbrück hat es auf der Facebookseite von Ja zum Nürburgring treffend kommentiert:

“Ich hätte bei der RZ sicher keine überkritische Haltung erwartet nach den bereits erschienenen Artikeln zum Thema capricorn, aber das hier ist einfach nur blamabel, sorry.”

Ich habe Dieter’s Kommentar hier auch mal als reinen Text verlinkt.

Tags: Capricorn | RheinZeitung


Dienstag, 22. April 2014

Charmeoffensive am Nürburgring.

Ist ja nicht so, als hätten wir das nicht schon mehrfach die letzten Jahre erlebt. Runder Tisch, Fandiskussion, Das Geschrei in der Region muss aufhören, … - you name it.

Der neueste geile Scheixx heisst Tag der Begegnung und des Informationsaustauschs.

Der Brief fängt direkt mal an mit den Worten:

“Der Nürburgring blickt nach dem Verkauf an die capricorn NÜRBURGRING Besitzgesellschaft mbH in eine neue Zukunft.”

Nur, nach meinem Informationsstand befinden wir uns noch garnicht in der “nach dem Verkauf” Phase. (Das mit dem capricorn kleinschreiben und NÜRBURGRING GROSS steht tatsächlich so in dem Brief.)

Denn die Bestätigung der EU steht noch aus - und das sieht nicht gut aus. Vielleicht wissen die Politiker schon mehr als wir?

Wie auch immer, 30.April 18:30 Uhr gesellt sich zum ersten Mal zu so einer Veranstaltung eine Ministerpräsidentin zu den Betreibern bzw. Besitzern-in-spe und hat auch Wir sind Nürburgring dazu eingeladen.

Fragen gibt es ja genug!

Tags: capricorn | MaluDreyer | FanDiskussion


Sonntag, 20. April 2014

FIAWEC Live Stream nur noch gegen Bezahlung.

Der Saisonstart der WEC heute in Silverstone mit Audi, Porsche und Toyota Werksteams in der LMP1 - also eigentlich eine spannende Geschichte - wurde hinter eine Paywall gepackt.

Der Shitstorm auf Facebook nimmt dann mal Anlauf, denn in den Vorjahren gab es immer eine vernünftige kostenlose Internet-Coverage. Waren gut unterwegs sich eine solide Fanbasis aufzubauen. Prima Idee, denen wegen ein paar Euro Fünfzig die Tür vor der Nase zuzuhauen.

Ob sich Porsche seine Le Mans Rückkehr so vorgestellt hat?

Radio Le Mans ist zum Glück auf Sendung, Live Timing geht auch.

Tags: FIAWEC | LeMans | LM24


Samstag, 12. April 2014

Warum ich ein Problem mit Falken Motorsport habe - und was das mit Kai Richter und Mediinvest zu tun hat.

Kai Richter gilt nicht nur für mich als der Totengräber des Nürburgrings, seine weltfremden Investitionen, die am Ende der Steuerzahler bezahlen musste, sollen nach nur ein paar Jahren wieder abgerissen werden. Doch die Folgen sind katastrophal: Insolvenz der Nordschleife mit anschließendem Verkauf des öffentlichen Eigentums.

Nichtmal vor dem N-Forum hat er haltgemacht - und es kurzerhand verklagt.

Unterstützt wurde er bei seinen Aktivitäten von einer Kommunikationsagentur in Hamburg: Dederichs Reinecke.

Hier ein paar Beispiele der professionellen Schönredner:

“Den geschäftsführenden Gesellschafter der Mediinvest GmbH und Leiter der Investorengruppe, Kai Richter, überzeugten insbesondere die Alleinstellungsmerkmale des Projektes: ”Das was hier entsteht, ist weltweit einmalig. Der Nürburgring ist emotional enorm aufgeladen und für Motorsport-Fans auf allen Kontinenten ein Muss. Keine Rennstrecke ist so stark traditionell verankert und bietet gleichzeitig auf eine moderne Art und Weise so viele unterschiedliche Angebote. Prof. Dr. Ingolf Deubel sieht den Nürburgring-Ausbau auch als Resultat der regionalen Verantwortung: “Der Nürburgring ist der wichtigste Frequenzbringer und Wirtschaftsmotor in der Region. Diese wird im hohen Maße profitieren. Der Ausbau verbessert nicht nur die wirtschaftliche Stellung des Rings, sondern stärkt auch alle anderen touristischen Angebote in der Region.”

"Für Shows, Konzerte und Sportveranstaltungen jenseits der Rennstrecke bietet die ring°arena den perfekten Rahmen. Nachdem hier bereits im Januar ein großes Hallenfußballturnier und ein Abba-Konzert für Begeisterung sorgten, werden Ende Februar Deutschlands beste Judo-Kämpfer bei der 1. Offenen Deutschen Meisterschaft auf die Matte gehen.”

“Erstmalig bot der Nürburgring am Grand-Prix-Wochenende auch für Besucher ein Abendprogramm, das sich hinter keiner Großstadt-Partymeile verstecken muss. Am Donnerstag flossen zum Fassanstich im Eifeldorf Grüne Hölle 500 Liter Freibier - natürlich vom eigenen Nürburger Bräu. Und im Eifel Stadl feierten nicht nur Prominente wie Boris Becker oder Giulia Siegel bis spät in die Nacht. ”Nach einer rekordverdächtigen Bauzeit konnten wir das Eifeldorf Grüne Hölle, das Lindner Congress & Motorsport Hotel sowie den Lindner Ferienpark Nürburgring in Dress/Eifel bereits einige Tage vor dem offiziellen Startschuss in Betrieb nehmen und insbesondere auch der regionalen Bevölkerung präsentieren“, freut sich Kai Richter, Investor und Projektentwickler der Hotel- und Gastronomiebausteine am Ring.”

Schön die Taschen voll gemacht und den Leuten Honig um den Mund geschmiert, ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als der Nürburgring Unterstützung am nötigsten hatte.

Immer wenn Kai Richter einen Auftritt hatte …

… war Dederichs Reinecke - hier in Person von “Senior PR Berater” André Schmidt - nicht weit:

Der Nürburgring wurde immer tiefer reingeritten, doch was kümmert einen schon die Not der Nordschleife, wenn man Kai Richter die Tasche hinterhertragen darf?

Doch was hat das jetzt mit Falken Motorsport zu tun?

Seit 2011 vertraut die Reifenfirma auf die Dienste von Dederichs Reinecke

(Klick! für gross.)

… und ganz ehrlich: damit ist Falken für mich untendurch. Business as usual ist mit mir nicht drin, besonders wenn es um den Nürburgring geht.

Aktuell feiert man sich mit 100.000 Facebook Likes und hat auch einen entsprechenden Aufkleber auf dem Auto:

Ob diese 100.000 Facebooker wissen, daß sie - über Bande - dem Totengräber des Nürburgrings ihre Stimme geben?

Tags: Dederichs | Reinecke | Falken


Donnerstag, 10. April 2014

Mikebericht vom 24h Qualirennen.

Zum ersten Mal gab es also im Vorfeld der 24h Stunden eine Rennveranstaltung des ADAC Nordrhein - ein 6 Stunden Rennen am Sonntag mit Training am Samstag.

Außerdem wurde die Pressekonferenz, die ich die letzten Jahre auch immer in hier in Köln besucht hatte, in das Wochenende am Ring integriert.

Nach der Starterliste war klar, daß man nicht mit allzuviel Teilnehmern rechnen durfte, knapp 50 Teams hatten sich angemeldet.

Ich war sehr gespannt, was da auf uns zukommt und um es kurz zu machen: ich fand die Veranstaltung super. Der Samstag war noch gemütlicher als ein normaler VLN Freitag, man konnte in Ruhe mit allen reden und sich alles anschauen - da freut sich das Bloggerherz! :) Auch die Teams und Fahrer waren zufrieden: massig Fahrzeit und wenig Verkehr auf der Strecke, dazu die Möglichkeit im Dunkeln zu fahren.

Weil die Pressekonferenz:

… integriert wurde, lassen sich ein paar Kosten einsparen - wenn also nächstes Jahr vielleicht 80 Teams antreten ist alles bestens.

Wie es sich für einen Mikebericht gehört habe ich wieder versucht ein paar interessante Dinge aufzuschnappen.

Zum Beispiel den 24h-Ticker - das her ist der Arbeitsplatz. Erstmals wurde ein Spotter-System getestet, das man in den Ticker einfliessen lassen möchte - klingt sehr vielverprechend!

In der Startaufstellung konnte man schon mal Mini–24h-Rennen Atmosphäre schnuppern:

Von dem üblichen Startprozedere mal abgesehen war es aber sehr ruhig und es gab viel Zeit zum Austausch. Zum Beispiel zwischen Blogger und Pressedirektor:

Das sind Björn Habegger und Ralph Caba - letzterer arbeitet normalerweise bei Ford und treibt sich am Wochenende bevorzugt am Nürburgring rum. Momentmal - das kenn ich doch irgendwo her! ;)

Wir treffen uns tatsächlich ab und zu im Treppenhaus und Ihr könnt Euch vorstellen über welches Thema wir dann reden :)

Wolfgang Kaufmann - Mazda - Jota Sport … was ist denn das? Der Wolfgang im LMP?

Nicht ganz. Zusammen mit Stefan Johansson - richtig: DEM Stefan Johansson

… auf diesem Auto:

Also ich bin da nicht so richtig schlau draus geworden, anscheinend ein Mazda Werkseinsatz und bestimmt auch ein schickes Auto, …

… aber einen Werkseinsatz stellt man sich irgendwie anders vor.

So sieht das innen aus in dem Rechtslenker:

Ich bin sicher, wir werden noch dahinter kommen ;)

Hinterherfahren mussten ein paar Amis hinter diesem Mann: Arno Klasen.

Fast wie beim Sportfahrertraining:

Am anderen Ende des Spektrums - nämlich vorneweg - dieser Mann: Jeroen Bleekemolen.

Sean Edwards fährt auf seinem Helm immer mit:

Er hat an Aziz übergeben - der hat von Schubert (Ja zum Ring Z4) zu Black Falcon gewechselt und wird auch die komplette Blancpain Endurance im SLS fahren. Inklusive 24h Spa. Und Le Mans vielleicht auch.

Und als Christian Menzel - unser amtierender Fahrer des Jahres - dann das Lenkrad übernommen hat …

… konnten sich Aziz und Jeroen ausruhen:

Die 1 steht dem Wagen auf jeden Fall richtig gut!

BMW wird eine harte Nuss werden, hier der Schubert:

… und hier übernimmt der Dirk den von Marc VDS.

Olli war auch da:

… aber mein Highlight des Wochenendes war der überraschende Besuch von Stefan Reinhold, der mir dann auch seine 2014er BMW DTM-Fahrer vorgestellt hat: Maxime Martin und Marco Wittmann.

Zwei sauschnelle Leute und ich bin sehr gespannt, wie das ausgeht!

Stefan ist genauso wie Jürgen Bach (Bale / Haribo) und auch ich ein Andernacher Jung - schön sich an der Rennstrecke zu treffen. Den Abend haben wir in der Pistenklause ausklingen lassen :)

Zum Thema BMW gab’s natürlich noch andere Themen. Die 2er sieht man inzwischen immer öfter, aber es gibt noch Probleme mit der Ersatzteilversorgung. Und wir kennen das ja, bei Rennautos geht schonmal was kaputt:

Das ist der offizielle Werkseinsatz mit der Nummer 235, …

… auf dem auch Alex66 antreten wird. Wir haben uns auch kurz unterhalten und ich war überrascht zu hören, daß er mit dem Motorrad die Nordschleife noch nicht unter die Räder genommen hat. Und wusstet Ihr, daß er wegen Fukushima nicht zum Japan GP gereist ist?

Kundenautos waren auch unterwegs und Wilhelm Hahne hat herausgefunden, daß man inzwischen auf Bilstein umgestellt hat.

Apropos Bilstein: Sportchef Martin Flick musste beim Interview ausgerechnet mit Ex-Bilstein-Porsche-Fahrer Patrick Simon lachen, als der ihn fragte, wie man denn ein Auto für die Nordschleife abstimmen muss: “Das weisst Du doch am besten Patrick!”

Mehr zur ausgereiften Sorte zählte der Golf - ein Ex-Werkswagen - und auch …

… das Grillen hinter der Box - gehört am Ring einfach dazu!

Pierre Kaffer fährt inzwischen Audi …

… und hat das Auto nach seinem Startturn …

… auf P1 liegend an Felix Baumgartner übergeben.

Sepp Haider - rechts im Bild - ist sein ständiger Schatten:

Der Hashtag heisst #felix24hours, aber noch ist es sowohl bei Twitter als auch bei Instagram ziemlich ruhig. Wird sich hoffentlich bald ändern!

Konzentriert hat er sich an’s Werk gemacht …

… und Sepp Haider wird deutlich, wenn ihm was nicht passt.

Da hört dann sogar Marco Werner - 3facher Le Mans Gewinner - erstmal zu.

Wer wissen will, was Sepp Haider mit Karl Mauer zu tun hat, der kann das in meinem Über mich nachlesen ;)

Auf der Strecke hat die #502 auf jeden Fall eine gute Figur gemacht …

… und sah im Parc Fermé auch immer noch aus wie neu.

Nicht mehr so neu dürfte das Modell sein, daß Felix am Donnerstag in der Fuchsröhre verbraucht hat …

Roman Rusinov war letztes Jahr in Le Mans im LMP 2 unterwegs, aber als ich ihn treffen wollte, …

… war er wohl auf der Strecke! :)

Im G-Drive Audi R8.

Blechschäden gab es auch, aber das mit dem Tape üben wir nochmal ;)

Auch der Hyundai ist wieder dabei:

Und was ist das? Das ist doch der Götz Audi RS4? Besitzer gewechselt? RACE THE RING steht auf der Seite - schön und gut, aber nur mit draufrumfahren bleibt er uns leider auch nicht erhalten, das haben wir ja deutlich zu spüren bekommen. Das ist übrigens das Auto von Bill Caswell.

Wo wir gerade bei Save The Ring sind, Adam Osieka lässt immer noch keine Gelegenheit aus, die Nordschleife zu umkreisen.

Neu bei Getspeed sind die Franzosen, die vorher bei Kremer Racing waren:

Und ebenfalls keine Gelegenheit zum Nordschleifefahren auslassend: Meyrick Cox.

Nach dem Rennen bin ich …

… auf dem Weg zur A1 bei Tom Rausch vorbeigekommen:

Da schliesst sich dann wieder der Kreis - STR! :)

Tags: Qualirennen | N24h


Samstag, 15. März 2014

Stimmen-Sammlung zum Nürburgring Verkauf.

Florian Zerfaß / WiWo:

“Für die derart teuer errichteten Spaßbauten sind 77 Millionen Euro ein Schnäppchenpreis – erst Recht, wenn es dazu auch noch das Tafelsilber der beiden Rennpisten Nordschleife und Grand-Prix-Strecke obendrein gibt. Noch peinlicher wird es für das Land, wenn der Käufer Capricorn ankündigt, die kostspielige Achterbahn verschenken zu wollen und den für viel Geld errichteten Verlustbringer „Grüne Hölle“ mit Hotel, Disco und diversen Restaurants gleich ganz abzureißen.”

Olli Martini:

“Eine Sache ist doch klar: der Nürburgring hat nur dann eine Zukunftschance, wenn man den neuen Besitzern auch eine Chance gibt. (..) Ein Robertino Wild hat nicht ein Jahr lang hunderte Stunden damit verbracht, ein Konzept zu erstellen, nur um es zwei Jahre später gegen die Wand zu fahren. (..) Aber eine Chance haben sie wie oben gesagt nur dann, wenn diese Gespräche auch von der anderen Seite AKTIV mitgeführt werden, wenn Ideen, Ratschläge, Tipps, ectc. auch bei Capricorn ankommen und nicht nur Miesmacherparolen.”

Christoph Brune:

“Spielen wir also einmal mehr ”Goldgräber“ am Ring ? Ist es die Aufgabe der ”Allgemeinheit“, nur weil einer jetzt die vermeindlich größte, bunteste Murmel hat, jetzt zu kuschen ? Wer in direkter Abhängigkeit steht, wird wohl keine Wahl haben. Einige von uns aber schon. Echte Liebe hat nichts mit Zweckoptimismus zu tun, und die, die jetzt laut propagieren, das man doch erst mal wieder abwarten soll, haben nicht verstanden, was unser Ziel ist.”

Wilhelm Hahne:

“Seit der Pressekonferenz weiß ich, dass man diese Düsseldorfer Firma nun „Cäpricorn“ ausspricht. Wie man auch in Rundfunk und Fernsehen hören kann, wo man die „moderne“, so unternehmerisch bedeutend – und international (!) - klingende Aussprache der Insolvenz-Sachwalter übernommen hat. (Ein Umlaut passt auch hier besser, weil – schon in vergangenen Zeiten - ein Umlaut immer besser zu bestimmten Namen passte. - Oder können Sie sich einen Hauptmann von Kopenick vorstellen? (..) Nein, ich empfinde diesen Verkauf des Nürburgrings nicht als eine gute Lösung. Aber ich leide im Moment noch mehr mit den Mitarbeitern am Nürburgring, die mal wieder – wie eine Ware – verschachert wurden.”

Dieter Weidenbrück:

“Heute ist der Ring verkauft worden an ein kleines Unternehmen, das nur mit Mühe die Finanzierung nachweisen konnte, wie es heißt. Und das solll nun die langfristige Heimat für diese ehrwürdige Rennstrecke sein. Ein sehr trauriger Tag, auch wenn der Kaufvertrag die EU-Entscheidung erst durchstehen muss. Da helfen auch alle Versprechungen nichts…”

Tom Schwede / 1300ccm.de:

“Ich bleibe dabei. Der Verkauf des Nürburgrings ist keine gute Nachricht. Selbst wenn mit einem Autozulieferer vermutlich das kleinste Übel der möglichen Kandidaten den Zuschlag erhalten hat. Es ist meiner Meinung nach einfach falsch, eine öffentliche Sportstätte an einen privaten Investor zu verkaufen. (..) Das Wort „abzuschreiben“ klingt harmlos. Ist es aber nicht. Es bedeutet, dass das Geld (einfach) weg ist. Das kommt – nach dem Abschluss des Verfahrens – auch nicht wieder. Denn die Gewinne, die das Kerngeschäft Ring macht, fließen ja jetzt in die Kassen eines privaten Investors. (..) Ich wäre ja dafür, Kurt Beck und den anderen beteiligten Politikern die Pension zu pfänden. Das wäre zwar auch eine Rechnung mit der linken und der rechten Tasche, hätte aber eine große symbolische Bedeutung.”

Dietmar Brück / Rhein-Zeitung:

“Mit Capricorn besteht die Chance, dass endlich Ruhe am Nürburgring einkehrt. Robertino Wild muss eine faire Chance bekommen. (..) Robertino Wild und sein Team sind offensichtlich mit Geld und Leidenschaft bereit, für eine gute Zukunft der schönsten Rennstrecke der Welt zu kämpfen. Hilfe können sie gut gebrauchen. Mehr noch: Sie haben Unterstützung verdient.”

Frank Uhlig:

“Erst wird mit der Heuschrecke ein Investor hervorgezaubert, bei dem alle auf die Barrikaden gehen, dann kommt ein scheinbar nicht ganz so schlimmes Ergebnis und das gemeine Volk darf frohlocken ”ist ja nicht so schlimm wie es hätte kommen können“. Und die Versager in Mainz klopfen sich voller Stolz auf die Schulter und denken sich ”voll verarscht und keiner hats gemerkt“.”

Sebastian Bauer, passiondriving.de:

“Das klingt nun alles ziemlich gut und ich bin ehrlich: Capricorn und Robertino Wild traue ich einen erfolgreichen, nicht Rendite-getriebenen Betrieb des Ringes zu. Ohne Frage: der Privatbesitz birgt etliche Risiken und nach dem Massaker der ehemaligen Landesregierung am Ring ist das Vertrauen der “Eifelaner” zurecht erschüttert. (..) Und doch bin ich guter Dinge. Lieber den Ring unter privater und vernünftiger Führung (sofern nicht die Rendite im Vordergrund steht), als in der Hand einer in Bezug auf das Management einer Rennstrecke unfähigen Regierung.”

Volker Wissing, FDP:

"“Ein Fußballmanager der 28 Mio. Euro Steuern hinterzieht, wird zu 3 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt. SPD-Politiker, die 250 Mio. Euro Steuergelder verschwenden übernehmen noch nicht einmal die politische Verantwortung”, sagte der Vorsitzende der FDP Rheinland-Pfalz. Solange die SPD eine so groteske Form der Vernichtung von Steuergeldern, wie sie am Nürburgring praktiziert wurde, mit einem Achselzucken hinnimmt, ist sie nicht glaubwürdig, wenn es um Fragen der Steuermoral geht, so Wissing. Er bezeichnete die Ankündigung der Ministerpräsidentin als Hiobsbotschaft gegenüber der hart arbeitenden Bevölkerung."

Frank Giarra / Volksfreund:

“Bei der Frage, welche Lehren aus der Affäre zu ziehen sind, spielt das Landgericht Koblenz eine tragende Rolle. Im Untreueprozess gegen Ex-Finanzminister Deubel und einige Manager geht es um nicht weniger als die grundsätzliche Frage, was sich Politiker unter dem Ansinnen, Strukturpolitik zu betreiben und Arbeitsplätze zu schaffen, erlauben dürfen. (..) Sollte die Kammer um den Vorsitzenden Richter Winfried Hetger zu einem anderen Urteil kommen und den ehemaligen Minister sogar ins Gefängnis schicken, wäre dies ein Signal, das bundesweit Aufsehen erregen würde. Würde es doch bedeuten, dass sich nicht nur Landes-, sondern auch Kommunalpolitiker, die zum Beispiel in Tochtergesellschaften wie Stadtwerken in Aufsichtsräten aktiv sind, bei leichtfertigem Umgang mit Steuermitteln juristischer Konsequenzen bewusst sein müssten. Der Bund der Steuerzahler erwartet dementsprechend das Urteil mit großer Spannung. ”Ich hoffe, dass die verantwortlichen Personen eine harte Bestrafung erhalten werden“, sagt Geschäftsführer Quante.”

Hendrik Hering, SPD:

“Die Menschen in der Region haben Grund zum Aufatmen. Der Investor capricorn hat mit seinem Konzept für einen Neustart am Nürburgring überzeugt. Das mittelständische Unternehmen will Arbeitsplätze erhalten und die Rennstrecke für Fans und andere Nutzer weiterhin öffentlich zugänglich machen.”

Moritz Nolte, automobil-blog.de:

“Ich für meinen Teil glaube, nein, hoffe (sogar inständig), dass die Capricorn Nürburgring GmbH im Gegenteil durchaus an einem renditegetriebenem Betrieb interessiert ist. Anders kann es meiner Meinung nach gar nicht gehen. Es bleibt zu hoffen, dass Capricorn keine Luftschlösser baut, sondern realistisch, ja pragmatisch plant und sich vor allem auf die Basis der Fans und Fahrer sowie die Bedürfnisse der Automobilindustrie konzentriert und entsprechende Geschäftsmodelle entwickeln kann.”

Fabian Mechtel, autorevue.at:

“Für den Breitensport soll sich nicht viel ändern. Der Ring wird weiterhin die bekannten Veranstaltungen beherbergen und auch die Schranke für die Touristenfahrer geöffnet halten. Angst vor horrend steigenden Preise, weil ja nun ein privater Investor seine Kosten bedienen muss, sind auf den ersten Blick unbegründet. Das von capricorn vorgelegte Nutzungskonzept legt einen klaren Schwerpunkt auf langfristige Zusammenarbeit mit der Industrie. Die Schaffung besserer Rahmenbedingungen für die dortigen Entwickler ist den Konzernen bares Geld wert, mit dem sich die Einnahmenseite auf dem Nürburgring deutlich verbessern lässt. Auch die Überprüfung bisheriger Verträge wird wahrscheinlich für deutliche Mehreinnahmen sorgen – denn 80 Jahre Staatsbetrieb haben Netzwerke geschaffen, die den eigenen Vorteil suchten.”

Claus Mühlberger, auto-motor-und-sport.de:

"Denn anscheinend weigern sich Flimm und seine Gefolgsmänner zu akzeptieren, dass der insolvente Nürburgring nicht deswegen verkauft wurde, weil die Gläubigerbank der Geduldsfaden gerissen war. Vielmehr war die EU-Gesetzgebung daran schuld, dass ein Verkauf der Strecke unumgänglich war. Die Brüsseler Wettbewerbshüter werteten es als unzulässig, dass eine (bislang) staatliche Freizeiteinrichtung, der Nürburgring, von einer staatlichen ISB-Bank subventioniert wird."

Ich hab das alles mal absichtlich unkommentiert gelassen, damit Ihr Eurer Meinungsbildung freien Lauf lassen könnt.

Tag: Ringverkauf | Trauertag


Donnerstag, 06. März 2014

10 Reasons why selling the Nürburgring is a bad idea.

Before I start, some introduction in case you don’t know me: I grew up at the Nürburgring, drove it with motorcycle many years both with Jahreskarte and racing licence (including some Adenau hospital visits …), run 20832.com since 2000, introduced the red-white N logo and initiated Save The Ring over 3 years ago.

I am not involved in any commercial activities at the Ring - which is important to take into account when you read other people’s opinion. In fact you can’t buy any services from me.

I am however a big fan of Nordschleife, the track, the history, the Eifel area, the people, the racing - everything. I have been protesting against the Leisure Park, when it still was in planning phase, I protested against it, when they were building it, I protested against the Lindner/Richter lease contract (Richter even sued me and my forum, which made me close it for a year) and now I’m protesting against the sale of the tracks.

So why is it a bad idea to sell Nürburgring?

1.) Public ownership becomes private ownership.

Never before in it’s nearly 90 years history has the Nürburgring been in private ownership. Funding came from the public in the first place and it was the tax payer who kept it running.

2.) Non-profit vs profit oriented.

As a typical non-profit oriented company in public ownership, the Nürburgring has never been forced to make profits. Mis-management led to losses, but the setup originally allowed for maintenance and investment from the funds earned. This all will change dramatically, when a private company starts to satisfy investors. 20% have been mentioned by papers, which equates to an additional 20 million profit, in case it’s sold for 100 million Euro. Clearly this is impossible in the long run and would only destroy the available assets. You have two options to achieve that: raise prices or drive down maintenance. My guess is both.

3.) Public company vs private company.

The Nordschleife is located right in the middle of a nature reserve. Due to its size no less than 4 villages are located within the track. This has never been a big problem when operated by the government: one department talked to the other. Once in private hands this will all be different and confrontations are ligning up already, ranging from environmental complications to noice complaints.

4.) Benefit for the region vs benefit for a company

During the Richter/Lindner era (May 2010 - Nov 2012) we got some taste what a private-run Nürburgring means for the small businesses: step-by-step all services, which softly grew over decades, got absorbed by them and with the power of tracktime customers have been forced to their offers. No matter the quality. These guys only rented the Ring, imagine what an owner is able to do. You see many closed shops in Adenau already today, this will only get worse, when they are exluded from participations at the Ring’s businesses.

5.) Tourist Drives

Very sensitive subject. People tend to tell me nobody would stop something which earns money. Richter/Linder pushed the traffic to the max, ignoring all risks involved. However, their greed was short term. For a new owner several problems are just around the corner: risk obviously is a big one and it’s a different game for a private company compared to the government. How many tracks do you know, which offer tourist drives the relaxed way the Ring does? None? How come these tracks don’t do it, if it’s such a cash cow? Compare this to a posh VIP track day, 20 people with their Ferraris etc., 5k each. No traffic, no risk, no work, 100k a day. Complete no brainer if you ask me.

6.) Grass root motorsport

This is what the Ring is all about, the ladder from tourist drives via GLP, RCN, VLN up to the big 24 Hours race. The races are already at risk now with the prices driven up in the last years, don’t be suprised when that all collapses.

7.) Heritage

The cultural heritage of the Nordschleife needs to be preserved for generations to come. It’s without comparison in the world deserves special protection. Once in private hands the public has no vote anymore and the new owner is allowed to change everything.

8.) Non-reversable

Once the sale is done, it’s done for good. But there is no need for the government to act that fast, in fact there are many more options than just selling. Insolvency administration claims they make profits - so why not perserve Nürburgring GmbH and save it, rather than sell it as quickly as possible?

9.) European Commission

Even the insolvency administration states that the sale is only valid after the state-aid investigation has come to a close by the European Commission. Which means the buyer signs a contract, that only comes into effect after that decision. Why not better use the time to evaluate options and find a solution everybody can live with?

10.) Ja-zum-Nürburgring with Otto Flimm.

Otto Flimm doesn’t get tired to fight the sale and keeps pushing for a good solution. He declared already to call the European Court of Justice in case the sale goes through. More years on uncertainty in the pipeline, which help nobody - and which can be avoided easily!

So what would be a viable solution? It’s pretty easy really: a non-profit oriented operation of the race tracks, sale of hotels and leisure park to the highes bidder - and everybody - Ring, region, motorsport - would be able to race into a great future.

Save The Ring!

UPDATE:

Many thanks to Jalopnik, who reposted this on March 7th.

Tags: SaveTheRing | English


Sonntag, 02. März 2014

Warum bloggen?

Dave Winer:

“Not saying that quick comments shouldn’t be tweeted, but when you figure something out that’s not trivial, if it has value, you’re wasting it if you put it on Twitter or Facebook.”

Meine Rede: wichtige Texte, die man mit Sorgfalt formuliert hat, sollte man nicht in der großen Facebook-Flut untergehen lassen. Facebook ist flüchtig, doch ein Blogbeitrag hält für immer.

Es gibt viele praktische Blog-Werkzeuge und Plattformen da draußen, es muß nicht etwas selbstgestricktes sein wie hier bei mir.

Überlegt doch bitte beim nächsten Facebook-Eintrag, ob Ihr nicht lieber einen Blog starten wollt. Blogeinträge nach Facebook verlinken geht immer - aber Facebookeinträge woanders zu verlinken ist garnicht so einfach. Vor allem, wenn die Einträge schon älter sind. Und mit älter meine ich einen Tag oder so - dann ist es kaum noch zu finden.

Tags: Bloggen


Mittwoch, 26. Februar 2014

Übrig Ns vom Mittwoch.

Tags: ÜbrigNs


Dienstag, 18. Februar 2014

STUDIE mit Jörg Müller in der japanischen Super GT.

Tolle Nachrichten aus Japan: unser treuer 20832.com-Sponsor STUDIE hat Jörg Müller verpflichtet! Hauptsponsor ist witzigerweise Steiff - ja, die mit den Teddibären!

Hier seht ihr Bob Suzuki:

(Team Studie auf Facebook.)

Siehe auch auf der Team-Homepage - und wisst Ihr noch beim 6h-Stunden Rennen? Da hat er auch ein Auto über Schubert eingesetzt:

Witzige Geschichte, ich drück die Daumen! Hier sind die Renntermine ;) und hier die Team Facebook-Seite zum liken.

Tags: Studie | BobSuzuki | JörgMüller


Sonntag, 16. Februar 2014

Mikebericht von der Ringdemo Mainz-Nürburgring.

Gestern war wieder #ringdemo angesagt - schon die 3.Demo innerhalb von zwei Monaten und wieder eine der vielen Aktionen, die von Sabine, Christian und Wir sind Nürburgring organisiert wurde:

und jetzt:

  • 15.Februar: DEMO von Mainz nach Nürburg.

Konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, vor allem weil abends in Nürburg auch noch die After-Demo-Party anstand.

Treffpunkt war ab 9 Uhr in Mainz, um 11 Uhr sollte es dann losgehen durch die Innenstadt:

Die Autos waren alle schön vorbereitet, damit wir auch auffallen in Mainz. So ein großes N habe ich schon lange nicht mehr gesehen:

Und improvisieren geht immer:

Neben Karl Mauer war auch der tapfere Kämpfer Otto Flimm wieder mit dabei:

Sabine natürlich auch an vorderster Front zu finden - wie immer:

Bunt gemischt von überall her, aber auch viele Leute aus MYK, WW oder AW vor Ort:

STR - Save The Ring:

Fabian war mit Claudia wieder aus Zürich angereist - schwer beeindruckender Einsatz, die beiden geben alles. Die #ringdemo Aufkleber wurden von einer freundlichen Druckerei gestiftet - tolle Idee:

Fast wie ein Fahrerlager - nur leider von den bekannten Fahrern bei der Demo kaum jemand zu sehen. Wolfgang Destree hat das ja treffend kommentiert.

Dem Smart steht das STR sehr gut finde ich:

Es war auch jemand mit dem Motorrad dabei:

Und was für eine Maschine das war! Felgen vom Renault Alpine und mitlenkendes Beiboot-Rad:

… und inklusive Frau, Hund und Kind am Start:

Nfiziert sind beide, aber bei wem hättet Ihr die Anhängerkupplung vermutet?

Ankunft in Nürburg:

Und Otto Flimm hat auch ein paar Worte gesprochen:

Ebenfalls auf der Bühne war Guido Nisius:

Das ist der neue Verbandsbürgermeister der VG Adenau (Romes Nachfolger). Immerhin - er hat nicht wie sein Vorgänger gekniffen oder rumgeeiert, sondern klipp und klar gesagt, daß der Nürburgring in der öffentlichen Hand verbleiben soll. Wollen wir hoffen, daß er sich dafür auch stark macht.

Hier noch ein paar mehr von meinen Fotos.

Insgesamt wieder mal ein kräftiger, aber auch Spaß-machender Protest - die Sache zieht immer weitere Kreise. Ich habe ausnahmslos nette Leute getroffen, freundliche Gespräche geführt und viel Optimismus erlebt. Als ich als einer der letzten in Mainz losgefahren bin in der letzten Gruppe, sind die ersten Leute schon in Wehr von der Autobahn abgefahren.

600 Autos waren schon gezählt, als ich in Mainz auf den Parkplatz gefahren bin und unterwegs haben sich auch noch viele Leute auf der Autobahn dazugesellt. Die Feier mit Kölsche Musik war der krönende Abschluss für einen gelungenen Samstagnachmittag!

Ich habe auch das Gefühl die Leute sind jetzt kampfeslustig, das darf gerne so weiter gehen - ruhig noch etwas lauter!

Ich finde es super, daß es soviel Zusammenhalt gibt - und auch wenn die großen Namen lieber auf Tauchstation gehen und uns im Stich lassen, wir kämpfen weiter!

Tag: Demo


Wolfgang Destree: Es macht mich sehr wütend und traurig zugleich.

Wolfgang Destree auf Facebook:

"Einen schönen Sonntag wünsche ich allen Freunden und Bekannten, die direkt oder indirekt mit dem Nürburgring zutun haben.

Es macht mich sehr wütend und traurig zugleich gestern wieder zusehen wie wenige von euch (Fahrer, Teamchefs, Schrauber, Vorstände aller Serien….) sich für unseren Ring eingesetzt haben.

Die Gründe dafür sind mir unerklärlich. Eure Fans waren vor Ort.

Die Ausrede "Keine Zeit" zählt nicht. Am 21./22. März habt ihr auch alle wieder Zeit.

Vielleicht habt ihr demnächst noch mehr Zeit (10 x im Jahr), wenn es keine Rennen mehr gibt auf unserem Ring."

Tags: Destree | Sexbomb


Freitag, 14. Februar 2014

Alle 56 Teams von Le Mans 2014 vorgestellt - und nach 36 Jahren auch ein neues 24h Logo.

Hier die komplette Entry List als PDF vom ACO, von den 56 Teams sind 31 Teams fest für die WEC eingeschrieben. Auch die ELMS ist stramm unterwegs: 42 Autos.

Ein paar Highlights von der gestrigen Pressekonferenz:

“Interestingly, it has also taken on board the need to communicate the rule changes to the general public. A 30 per cent reduction in fuel economy year on year, at the same speed; that’s the first message, and there are 11 more to follow. I quite like this approach.”

“Small American Team Presence at Le Mans”

Und es gibt ein neues Logo!

Gefällt mir richtig gut, auch wenn es ein wenig bei der Formel 1 abgeguckt ist. Ich mag solche symmetrischen Formen und das Logo funktioniert auch sehr gut nur 2-farbig.

Ich hab es direkt mal frisoniert, damit es schön in den Blog passt ;)

Das alte Logo war seit 1978 im Dienst - 36 Jahre! Wow, das ist eine lange Zeit, könnt ich gut nachvollziehen, wenn die Leute noch am alten Logo hängen. Auf jeden Fall die alten T-Shirts nicht aussortieren, die sind jetzt Retro! :)

Die Vorschau auf die Teams gibt es sogar als Video, 4 Monate vor dem Rennen:

youtu.be/Id72AL7B5T4

Ich glaube das wird ein ganz gutes Rennen! :)

Tags: LM24 | LeMans


Dienstag, 11. Februar 2014

Am Donnerstag wird die Entry List von Le Mans 24 Stunden bekanntgegeben.

sportscar365.com:

The entry lists for the FIA World Endurance Championship, European Le Mans Series and 24 Hours of Le Mans are set to be released on Thursday as part of the ACO’s traditional press conference in Paris. (..)

The ACO confirmed the list will see a 50/50 split between prototypes and GT entries, with 28 cars having been selected for LMP1 and LMP2 combined, plus the previously confirmed Nissan ZEOD RC, which will compete in Garage 56.

Das Ganze wird live übertragen von radiolemans:

This Thursday at 2pm join John Hindhaugh and guests as the ACO reveals the full list of 56 cars invited to compete in the 2014 Le Mans 24 hours.

We’ll have live coverage from the Eurosites George V in Paris throughout the afternoon. In addition to confirming the entrants for the 82nd running of the 24 hours, the ACO will also announce the cars granted full-season entries to the FIA World Endurance championship.

Im Vergleich dazu läuft beim 24h-Rennen am Nürburgring alles viel gemütlicher: Nennungsschluß ist erst am 28.April, obwohl das Rennen nur eine Woche später stattfindet.

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Wer schon immer mal Firmenteilhaber von GoPro werden wollte.

Jetzt ist die Gelegenheit, denn GoPro wird Aktiengesellschaft:

GoPro, Inc. announced today that it plans to conduct a registered initial public offering of its common stock. The offering is expected to commence after the SEC completes the review process initiated by GoPro’s confidential submission on Friday February 7, 2014 of its draft registration statement."

Die Frage ist nicht, ob es einen Film von der Aktionärsversammlung gibt, sondern wieviele! :)

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Der ADAC demontiert sich selber.

Florian Zerfaß in wiwo.de:

“So gekonnt und gründlich hat sich bisher noch kaum ein großer Konzern, kaum eine andere große Organisation selbst demontiert.”

Ich hatte mir das Thema gestern ja auch schon vorgenommen und in dem Artikel wird noch einmal deutlich, daß man die Chance, die sich durch den Rücktritt des Präsidenten ergeben hat, nicht nutzen konnte. Stattdessen wird öffentlich ausgeteilt.

So sehr der Club den Motorsport auch immer unterstützt - aber die Nummer wird noch ein langer, steiniger Weg für den ADAC. :/

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Alle Details zur Demo am Samstag in Mainz ...

... findet Ihr - auch als Nicht-Facebooker - auf der Veranstaltungsseite:

facebook.com/events/1400788650177018

(gibt’s auch als kurze URL: renn.tv/go/demo)

und auf der Wir-sind-Nürburgring Homepage:

wir-sind-nuerburgring.de

Nicht vergessen Eure Posts mit #ringdemo zu kennzeichnen auf Twitter, Facebook usw., dann lassen sich die Inhalte leichter finden.

Wir sehen uns in Mainz!

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Die Nürburgring Insolvenzverwalter wollen mit allen Mitteln den Verkaufsvertrag durchboxen.

Heute morgen habe ich noch gedacht, von dem Nürburgring Geschäftsführer Schmidt hat man auch lange nichts mehr gehört - also jetzt der Hockenheim-Schmidt, nicht der Quadratdoktor. Und schwups ist er in der Zeitung.

Und hat Überraschendes zu vermelden:

“Hier hat sich eine Idee verselbstständigt. Ein ordentlicher Kaufmann hätte viel früher die Reißleine gezogen.” (..) Warnende Stimmen, so der Nürburgring-Geschäftsführer, habe es zu Genüge gegeben. Man habe sie nicht hören wollen. Schmidt: “Manche waren wie berauscht.” Es habe jedoch nicht lange gedauert, bis sich die “wirtschaftliche Wahrheit herausstellte”.

Uups, was ist denn da los, da reibt man sich ja verwundert die Augen? Woher die plötzliche Einsicht?

Inzwischen haben wir ja gelernt, nichts am Nürburgring ist Zufall und so geht es dem Herrn Schmidt auch nur um eins: Verkaufen!

“Das aktuelle Verkaufsverfahren sei nicht zuletzt vor dem Hintergrund der gültigen EU-Richtlinien äußerst problematisch. Sollte es keinen Käufer geben, dann drohe dem Ring die Stilllegung.”

Die pöhse EU und die drohende Schließung - werden immer noch gerne als Argument vorgeschoben, obwohl sie doch längst widerlegt sind.

Und wo wir schon bei Zufällen sind: genau heute verbreitet die dpa (hier oder hier) gehorsam übelste Nuvoloni Propaganda:

“Sorgfalt geht vor Schnelligkeit, so lässt sich das Credo der Ring-Sanierer bei dem Prozess umschreiben, der auf die Zielgerade einbiegt.”

Wisst Ihr noch? Hektischer Verkauf und so? Tja, da muß der Kommunikationsprofi schon ganz tief in seinem Lehrbuch blättern, wie er das wohl wieder gerade biegt.

Das Problem ist nämlich:

Der oder die Erwerber des Nürburgrings werden nur dann von einer möglichen Beihilferückforderung verschont, wenn nachweislich der Verkaufsprozess EU-konform stattgefunden hat.

Erst haben sie über die Beschwerde von Otto Flimm in Brüssel gelacht - ganz gelassen - und jetzt wissen sie vor lauter Zurückrudern nicht mehr, in welche Richtung sie steuern sollen.

Und das ist gefährlich, denn der Verkauf muß es sein - das wird durchgeboxt, als gäbe es kein Morgen mehr!

Der neue Cunning Plan sieht anscheinend so aus:

Die Unterzeichnung eines Kaufvertrages wäre zunächst nur das “Signing”, wie Sanierersprecher Nuvoloni es ausdrückt. Das “Closing” erfolge erst nach der EU-Entscheidung zu den Beihilfen und der Rechtmäßigkeit des Verkaufsprozesses. Man habe noch nicht beim Signing einen neuen Erwerber, sondern erst beim Closing.

Signing and Closing - oder besser Singing and Dancing wenn die Unterschrift auf dem Papier steht?

Die glauben tatsächlich, sie kommen mit allem durch, denn genau diese Vorgehensweise haben wir mit dem Erlebnispark schon einmal erlebt: erst haben die Bagger und Betonmischer Fakten geschaffen, und später wurde sich um Finanzierung und Baugenehmigungen bemüht.

In diesem Fall also erst einmal eine Unterschrift unter ein Vertragswerk setzen und dann die neuen Pseudo-Besitzer Fakten schaffen lassen. In der Hoffnung, daß man aus der Nummer später nicht mehr raus kommt.

Wir werden nach wie vor nach Strich und Faden vorgeführt und die Presse lässt sich dabei auch noch willenlos vor den Karren spannen.

Ich hoffe bei der #ringdemo am Samstag platzt Mainz aus allen Nähten!

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Montag, 10. Februar 2014

Der Bieterprozess am Nürburgring entwickelt langsam Fremdschämpotential.

Vor garnicht allzulanger Zeit haben die Insolvenzverwalter getönt, daß die Bieter bei ihnen Schlange stehen.

Jetzt lichtet sich so langsam der Nebel und es stellt sich raus, daß die Insolvenzverwalter bei den 2 bis 3 Bietern auf Betteltour gehen.

wiwo.de:

Wie ein Mitarbeiter berichtet, versuchen die Nürburgring-Leute seit gut zwei Wochen vergeblich, Ecclestone zu erreichen, bekommen ihn aber nicht einmal ans Telefon. Die Insolvenzverwalter äußern sich auf Nachfrage auch hierzu nicht. Aus Ecclestones Umfeld ist zu hören, er sei mittlerweile „genervt“ von den ständigen Avancen.

Wie peinlich ist das denn. Hallo Landesregierung? Bekommt Ihr überhaupt noch was mit? Ihr verantwortet gerade eine Insolvenz in EIGENVERWALTUNG!

Für viel Unmut bei dem Bietertrio sorgte deshalb die Einschätzung eines Nürburgring-Mitarbeiters, wonach HIG kein überzeugendes Nutzungskonzept für den Komplex habe, sondern das bisherige Geschäft im Wesentlichen weiterbetreiben wolle.

Auch die Belegschaft ist alles andere als glücklich. „HIG wäre die schlechteste aller Lösungen“, sagt ein Mitarbeiter der WirtschaftsWoche. In Gesprächen mit den Nürburgring-Mitarbeitern sei HIG mitunter sehr aggressiv aufgetreten. Zudem habe man stramme Renditevorstellungen. „Da sollen pro Jahr 15 bis 20 Prozent Profit rauskommen.“

Sag ich ja: ausquetschen wie eine Zitrone. Wir - also Sport, Region und Rennteams werden die Dummen sein.

Eine gute Gelegenheit nochmal alle Kräfte zu mobilisieren für die #ringdemo jetzt am Samstag, um den Verkauf noch zu stoppen!

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Seit heute ist Peter Meyer Ex-ADAC Präsident, der Entlassung gerade noch mit Rücktritt zuvorgekommen.

Heute ist die Bombe geplatzt, Peter Meyer tritt als ADAC Präsident zurück. Michael Ramstetter war am 17.Januar zurückgetreten, nachdem die Süddeutsche am 14.Januar den Stein in’s Rollen brachte. Und der ADAC trotzdem mit den gefälschten Zahlen am 16.Januar (Donnerstag) die Ehrung vorgenommen hat.

Ich habe das schon einen Tag später - am 17.Januar - so kommentiert:

“Schade, eine super Gelegenheit verpasst, um reinen Tisch zu machen. Nichts verstanden leider.”

Ganz schlechtes Krisenmanagement. Und auch noch große Töne gespuckt:

Obermair sagte dazu, er könne nur versichern, dass die vier Buchstaben “ADAC” richtig abgedruckt worden seien. Im Übrigen sei nichts älter als die Tageszeitung von gestern: “Mit der packt man den Fisch ein.”

Heute die verdiente Quittung.

Aber Respekt vor der schonungslosen Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse von Deloitte:

(Klick! für Deloitte PDF.)

Der Verein sucht jetzt die Flucht nach vorne und schreibt auf seiner Webseite:

“Der ADAC e.V. nimmt den Rücktritt seines Präsidenten Peter Meyer zur Kenntnis. (..) Angesichts der aktuellen Vertrauenskrise des ADAC und der erschütternden Ergebnisse der aktuellen Krisenaufarbeitung hat das Präsidium des ADAC am Montagvormittag ein Suspendierungsverfahren gegen Peter Meyer beschlossen.”

Autsch! Da waren wohl einige Leute beim ADAC garnicht damit einverstanden, daß Peter Meyer den Rücktritt solange rausgezögert hat, bis es nicht mehr anders ging. Suspendierungsverfahren ist der politisch korrekte Ausdruck für einen beschleunigenden Tritt in den Allerwertesten beim Weg nach draußen.

Inzwischen geben die Autokonzerne ihre Preise zurück und der ADAC kündigt an, daß der Preis abgeschafft wird.

Nach allen Spekulationen gibt es jetzt auch aktuelle Zahlen für die Teilnahmequote: 16.602 gültige Stimmen, die per Post eingeschickt wurden. Das sind bei 13,8 Mio Heftauflage 1,2 Promille.

Wer hätte gedacht, daß 1,2 Promille mal so ernüchternd sein können! :)

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Sonntag, 09. Februar 2014

Was erwartet uns auf dem Autosalon in Genf? Am 4.März geht es los mit den Pressetagen.

Jan von auto-geil.de:

“Nachstehend eine Auflistung (die ich auch weiter aktualisieren und ergänzen werde) der neuen Fahrzeuge und Konzepte, die ich dort hoffentlich zu sehen bekomme und Euch im Nachgang dann in Wort und Bild vorstellen kann: (..)”

Klein, aber fein und alles dabei: von Audi bis Volvo, lohnt sich, die Liste im Auge zu behalten. Jan hat versprochen viele Bilder mitzubringen - ich bin gespannt! Die Berichte von Bloggern sind sowieso die besten ;)

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Wo kommt eigentlich das Ferraripferd her?

youtu.be/U9YVRBiGDu4

Wusste ich auch noch nicht. Das hätten die damals auch nicht gedacht, daß der Glücksbringer mal so berühmt wird: alles hat irgendwann seinen Anfang.

(Via Joe Saward.)

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Hans-Jürgen Abt: The motorsport fans are going to like Formula E.

Im Interview:

“The guys around CEO Alejandro Agag have a great spirit and a passion for new ideas. There’s no doubt in my mind: The motorsport fans are going to like Formula E.”

Das würde mich freuen, der Auftritt hier sah ja noch nicht so überzeugend aus.

Allerdings, so ein erfahrenes Team wie Abt weiß schon was es tut. Auch wenn DTM erstmal Prio hat:

“The DTM clearly takes priority. As an Audi factory team it’s our duty and responsibility to battle for victories and the title. That’s our big aim again in 2014 and the preparations are already in full swing.”

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Das 12-Stunden Rennen in Bathurst / Australien war mit Abstand das beste Rennen des Jahres.

Ok, wir haben zwar erst Anfang Februar, aber es kann gut sein, daß wir das im Dezember immer noch so sehen.

Das Rennen ist zur absoluten Prime Time in Deutschland - Samstag 20:15 Uhr - gestartet. Mit freiem Livestream und Radio Le Mans Kommentar - so wie sich das gehört.

Und gleich zu Beginn ist Peter Kox im Lamorghini verunfallt.

Aus dem Rennbericht von GT-Eins:

“Der erste Pechvogel des Rennens ist Peter Kox im Lamborghini GT3 #23. In Quarry Bend erwischen er und der Erebus-Mercedes #63 ein über die Strecke hüpfendes Kängeruh. Beim Versuch einer Vollbremsung verklemmt sich eine im Fussraum des Lamborghinis herumrollende Klebebandrolle, die ein Kameramann im Lambo vergessen hat, unter dem Bremspedal. Der Gallardo kracht in die Wand (..)”

Das ist immer mein absoluter Alptraum, wenn ich Kameras in Rennautos montiere. Daß sich a) entweder etwas löst oder b) ich was im Auto vergesse. Wenn man sich unter Zeitdruck und mit allerlei Werkzeug bewaffnet durch die ganzen Rohre zwängt, dann legt man beim Einbauen natürlich auch mal was ab. Wenn man fertig ist, am besten noch einmal genau durchzählen, ob auch alles wieder komplett aus dem Auto raus ist.

Aber das war längst nicht das einzige Missgeschick in Down Under:

“Maxi Bukh übernimmt den HTP-Motorsport Mercedes. Allerdings wird seine Flügeltür nicht korrekt geschlossen und öffnet sich beim Losfahren.”

“In Runde 193 kommt Nico Bastian zu einem regulären Boxenstop in die Pitlane. der Stop fällt viel länger aus als geplant. Offensichtlich gibt es ein Problem an der Bremsscheibe des rechten Hinterrades. Nach gut 8 Stunden in Führung des Rennens verschwindet der Mercedes in der Box.”

“Der Il Bello Rosso Ferrari von Maranello Motorsport übernimmt nun die Führung. (..) Doch das Ferrari Team wird nun mittels einer schwarzen Flagge in die Boxengasse zitiert, weil das Team beim Stop ein Pitboard in der Boxengasse hat liegen lassen.”

Das Finish - schön Sonntagsmorgens beim Frühstück - war nichts für schwache Nerven:

“n einem unglaublich spannenden und packenden Sprintfinale, bei dem der HTP-Mercedes mindestens 2 mal auf gleiche Höhe mit dem Ferrari zieht, setzt sich die Maranello Motorsport Mannschaft mit Mika Salo, John Bowe und Schlussfahrer Craig Lowndes zum ersten Ferrari-Sieg in Bathurst durch. John Bowe ist damit der erste Pilot der sich zum 3. Male in die Siegerlisten der 12h eintragen darf. Nur 0,4s trennen am Ende den HTP-SLS vom Ferrari. Dahinter setzt sich der Erberus-SLS um 0,6s gegen den McLaren im genau so hart geführten Kampf um den letzten Podestplatz durch.”

Auf dem 458 ist letztes Jahr noch Allan Simonsen gefahren und hatte bis gestern auch den Rundenrekord. Das Team hat ihm den Sieg gewidmet.

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Samstag, 08. Februar 2014

Neuer Colin´s Crest Rekord mit traumhafter Flugbahn und Landung von Sebastian Ogier bei der Rallye Schweden.

youtu.be/nlqpzqxqlIY

41 Meter - neuer Rekord!

(Via Jalopnik.)

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VIDEO: Eine Runde Mount Panorama.

youtu.be/HUxUaIthGyk

Eine wirklich schöne Strecke ist das, so ein paar Berge gehören einfach dazu.

(Via John Dagys / sportscar365.com.)

UPDATE:

Noch zwei Onboardaufnahmen:

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Kurze VIDEO Durchsage von Lotus F1: Our Boys are back from Holiday.

youtu.be/yXATzDBDjgo

Die haben die richtigen Marketingleute bei Lotus, bin gespannt was da noch auf uns zukommt. Könnte ja doch eine gute Saison werden. ;)

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Oliver Jarvis kein R18 Stammfahrer? Paul Truswell analysiert das mal im Detail.

Paul Truswell:

“When Allan McNish announced his retirement from prototype racing, my mind immediately went to Oliver Jarvis, and the thought that here was the chance that the under-rated Briton needed. (..)”

“At Audi, it is all about the chemistry. I would like to think that Jarvis’s day will come, and I would expect him to shine alongside Bonanomi and Alburquerque. The tricky thing for the drivers of the number 3 car, of course is that they will only get two races in which to prove themselves, whereas the drivers of numbers 1 and 2 will have the full season. Not that there was ever any question of breaking up the Tréluyer / Lotterer / Fässler combination of course. (..)”

“But one wonders how many more seasons Kristensen will drive, and then, surely, Jarvis’s time will come?”

Wie immer eine interessante Lektüre in Paul’s Blog.

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Hättet Ihr dieses KTM Logo erkannt? Schöne Übersicht der historischen KTM-Logo-Entwicklung.

Aus dem KTM Blog - da lohnt sich immer mal wieder ein Besuch.

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Heute abend (Sa) ab 20 Uhr im Livestream: Bathurst 12 Stunden Rennen.

Siehe hier im N-Forum, genau um 20 Uhr unserer Zeit geht’s los.

Die offizielle Seite heißt bathurst12hour.com.au und der Hashtag #B12Hr.

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Die neue WRC App kann richtig was, könnt Ihr unterwegs aktuelle Rallyevideos gucken.

In Schweden wird gerade alles gegeben, auch bei den Zuschauern:

(Aus dem Video “Stages 3–7”.)

Die App gibt’s sowohl für Androiden als auch für Äpfel und kann einiges: aktueller Stand, live Radio und immer Tageszusammenfassungen als Video.

(Via worldrallyblog.com)

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Neue Michelin Webseite für historische Rennreifen.

Unter michelinclassic.com gibt es das Classicprogramm von Michelin inklusive historischer Rennreifen:

“Authentizität und technologisches Know - how.Michelin bietet heute ein breites Angebot an Reifen für Oldtimer aus den späten 20er bis zu den frühen 80er Jahren. Auf diesen Seiten finden Sie alle Informationen um Ihren Klassiker mit den richtigen Reifen und Schläuchen auszurüsten.Ohne Kompromisse hinsichtlich Sicherheit und Originalität.”

Die Webseite ist für meinen Geschmack etwas zu verspielt und hat auch noch ein paar Bugs bzw. Übersetzungsfehler (Vehicle = Lastwagen?), aber es gibt alle Infos wie z.B. das Gesamt-PDF zum Download.

Der historische Rennsport ist längst zum richtigen Geschäft geworden.

(Via endurance-info.com.)

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Keiner der Nürburgring Mitarbeiter traut sich zu reden, man könnte sich ja unbeliebt machen.

Dietmar Brück in der RZ:

“Die Stimmung ist überall zu greifen. Nur offiziell darüber reden will niemand. Kein Wunder. Äußert sich einer der Mitarbeiter negativ über einen möglichen Käufer in der Öffentlichkeit, macht er sich vielleicht bei seinem künftigen Chef unbeliebt. Wer will das schon riskieren?”

Es äußert sich wirklich niemand, noch nichtmal anonym - da wäre das Risiko gleich null. In Zeiten von Edward Snowden könnte man in der Otto-Flimm-Straße 1 ruhig auf den Gedanken kommen, auch zur Rettung des Rings beizutragen.

“Die rund 300 festen Mitarbeiter des Ring-Komplexes in der Eifel bangen um ihre Jobs.”

Immer noch 300? Strammer Fixkostenblock. Nehmen wir mal 3.000 brutto im Schnitt dann sind das 10,8 Mio Euro im Jahr.

Zur HIG Heuschrecke:

“Eine hohe Renditeerwartung wird gar nicht bestritten. Dafür ist man, so heißt es, aber auch bereit, das Geschäft (Freizeitbereich und Motorsport) mit viel Geld auszubauen. Das sei die übliche Vorgehensweise von H.I.G. und anderen Finanzinvestoren.”

Die übliche Vorgehensweise geht eher so: kaufen - aussaugen - wegschmeißen.

Hanna Breuer hat auf FB mal hinter die Kulissen von “Finanzinvestoren” geschaut:

“Eins ist sicher - schon der Landesrechnungshof hat festgestellt, daß der Ring in der jetzigen Konstellation nicht profitabel zu betreiben ist. Auch ein Fonds-Unternehmen kann das Rad nicht neu erfinden. Zerschlägt man allerdings das Ganze, zieht die Preise mächtig an und macht Koppelgeschäfte um jeden Preis, ja dann sieht die Rechnung schon anders aus. Dann hat das Gewerbe der Region das Nachsehen. Doch was schert es einen amerikanischen Investor, was mit der Region oder den Gewerbebetrieben geschieht, wenn nur ordentlich Gewinn gemacht werden kann? Er ist schließlich nur seinen Anlegern verantwortlich. Hält der Fonds nicht, was er verspricht, sind die Anleger gleich mit Heerscharen von besten Anwälten unterwegs.”

Das klingt nicht nur furchterregend - das ist es auch.

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Andy Blackmore´s Riesen-Rennkalender 2014 für die Wand - jetzt auch mit VLN Terminen.

Als Update auf:

spotterguides.com/portfolio/2014-wallplanner

(Klick! für PDF-File.)

(Danke Harald!)

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Donnerstag, 06. Februar 2014

Neues von Jürgen Alzen: Ford GT weiter am Start.

Das sind doch mal gute Nachrichten, aktuell versucht er ein Design zu finden - können gerne Vorschläge gemacht werden.

Und auf der Startseite - ganz prominent - der Aufruf zur #ringdemo am 15.Feb:

“Neue Aktion!!! Bitte alle mitmachen!!! Wir haben nicht mehr viel Zeit und müssen Druck machen!!”

Den Jürgen verbiegt keiner - schön, daß er wieder in der Langstrecke attackiert! Und immer für eine Überraschung gut, das ist es doch, was die VLN ausmacht.

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Rallyecrosskäfer.

Volkswagen will bei der GRC - Global Rallyecross Championship - mitmachen. Das sind die, die bei den X Games für Stimmung sorgen. Die Autos sind ziemlich Gruppe-B-mässig.

Racecar Engineering:

“The team will initially compete with modified Polo-R’s, built on the chassis that won the 2013 World Rally Championship for drivers and manufacturers, and will switch during the season to the new GRC Beetle. This all-wheel-drive rallycross car is the ultimate expression of the third-generation Beetle and will feature more than 560 horsepower from its turbocharged and direct-injection engine.”

560 PS in einem Käfer, das ist doch mal eine Ansage. Wobei - ist ja garkein Käfer, nennt sich nur so.

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Einen Peugeot mit 700 PS gibt es auch nicht alle Tage zu kaufen.

Aber 1,4 Mio £ war für den 908 von 2008 dann sogar zu wenig, Mindestpreis nicht erreicht.

Macht aber nichts, bei Peugeot Sport ist der Wagen sicher auch gut aufgehoben. Und ein Gutes hat der Verkaufsversuch: richtig schöne Detailsfotos gibt es zu sehen.

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Das ist doch mal ein Escort MkII: 810kg / 316 PS.

Speedhunters:

"In Irish tarmac rally and hillclimb circles, the name Simon McKinley certainly needs no introduction – something that’s easily understood if you followed my cue and watched the video above. But not only has Simon been competing and winning at national-level for a long time, he’s done so in the very same car – a 1980 Mk2 Ford Escort he began building in in the front yard with his father Peter, at the age of just 13.

According to Simon, school homework took a back seat to the build while the pair transformed the GL-grade 1.3L grocery-getter into a formidable tarmac rally toy; and when it emerged out the other side in 1994, there was 200hp worth of tuned-up Pinto motor between the front struts and a driveline built to take every bit of abuse the motorsport-mad family could throw at it.

Schöne Story, lohnt sich komplett zu lesen.

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Mittwoch, 05. Februar 2014

Deutliche Anti-Romes Reaktionen.

Da hat der Verbandsgemeinde-Romes sich ordentlich aus dem Fenster gelehnt mit seinen Thesen und entsprechend war die Reaktion der Leute.

Heute gab es in der Ahrweiler Ausgabe der Rhein-Zeitung 6 Leserbriefe, die vorher auf deren FB Seite gesammelt wurden.

Meinen auch - danke dafür! - und man muß ja auch mal sagen, das ist schon ziemlich modern: von Facebook direkt über die Printausgabe auf den Frühstückstisch - das ist nicht selbstverständlich für eine Regionalzeitung. Und ich bin mir sicher, daß Herr Romes die Beiträge dank Druck gelesen hat.

Schöne treffende Worte hat auch Wilhelm Hahne gefunden:

“So hat sich das Objekt „Nürburgring 2009“ ohne grundsätzliche Baugenehmigungen – eben mit Teil-Baugenehmigungen – so lange ins Bild der Öffentlichkeit gerobbt, bis dass eine Baugenehmigung eigentlich nicht mehr aufzuhalten war. - Dank der Mithilfe eines Verbandsbürgermeister Romes.”

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Verlängerung der Verlängerung?

Jens Lieser heute im SWR:

“Im Moment gehen wir davon aus, daß wir Angebote zum 17.Februar bekommen werden. Wenn das nicht der Fall sein wird, werden wir einfach eine weitere Verlängerung des Verkaufsprozesses durchführen müssen.”

Exitstrategie in Raten? Ich hoffe es! Was der Herr Insolvenzverwalter auf jeden Fall bis zum 17.Februar bekommt, ist ein fetter Protest in Mainz - das ist nämlich am 15.Februar! :)

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Dienstag, 04. Februar 2014

Keine vernünftigen Angebote für den Nürburgring?

Im Juni letzten Jahres hieß es noch:

“Medienberichten zufolge sind bisher rund 100 Interessenbekundungen eingegangen, davon seien etwa 30 ernstzunehmende. Verbindliche Angebote liegen allerdings noch nicht vor. In Automobil-Branchenkreisen gilt es als unwahrscheinlich, dass am Ende tatsächlich 30 verbindliche Angebote für den Nürburgring abgegeben werden.”

Und heute dann so:

“Der Nürburgring-Verkauf droht zum Fiasko zu werden: Das vermeintliche Angebot von Bernie Ecclestone gibt es offensichtlich nicht, die Insolvenzverwalter suchen händeringend nach einem Käufer für die Rennstrecken samt angeschlossenem Pleite-Freizeitpark. Auch der Zeitplan dürfte kaum zu halten sein.”

In meinen Augen sind das gute Nachrichten, denn eine Möglichkeit den Verkauf zu stoppen, wäre natürlich auch, daß es keinen Käufer gibt.

Und was ist mit Capricorn oder der HIG Heuschrecke?

“Capricorn tat sich allerdings schwer, die geforderten Finanzierungsnachweise zu erbringen. Inzwischen soll nach Informationen aus dem Umfeld der Insolvenzverwalter daher HIG Capital die Nase vorne haben. Die Finanzierung ist für den 13 Milliarden US-Dollar schweren Finanzkonzern aus Miami nicht das große Problem – hier allerdings hakt es anscheinend am Nutzungskonzept. „Wir waren ziemlich entsetzt“, sagt ein Nürburgring-Mitarbeiter zu den Gesprächen, die HIG-Vertreter mit der Belegschaft geführt haben, „die HIG-Leute haben überhaupt keine Ideen, wie sie das Geschäft weiterentwickeln wollen. Im Grunde wollen sie die Anlagen so weiter betreiben wie bisher. Aber an der Pleite hat man ja schon gesehen, dass das so nicht funktioniert.“”

Hier gibt es noch einen Bericht bei yahoo/AFP und erstaunlicherweise auch ein kritischer Bericht beim SWR.

Ich hoffe mein Eindruck täuscht mich nicht, daß die IV’er auf dem Rückzug sind und doch nicht so schnell - hektisch! - der Verkauf durchgeboxt bekommen. Die Stimmen nach einem Verbleib des Rings in öffentlicher Hand werden jedoch immer lauter.

Es gibt sogar - bereits 10 Tage vor der Demo! - eine Vorabmeldung im Focus und auch die WiWo hatte die Demo mit drin.

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Montag, 03. Februar 2014

Der Presseraum beim Daytona 24-Stunden Rennen war sehr übersichtlich.

motorsportmagazine.com / Gordon Kirby:

“There wasn’t a single word from Daytona in the New York Times, Boston Globe or other northeastern newspapers and the only coverage of the race in USA Today was all about Gidley’s accident.”

“Indeed, the media centre at Daytona was very sparsely populated. I believe the Daytona Beach News Journal was the only American newspaper represented, plus the AP’s national racing writer. Most of the reporters at Daytona came from Europe with a total of 10 or so writers from the UK, Germany, Italy, France and Holland.”

Da ist ja bei der VLN mehr Betrieb.

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Bietet Graf von Oeynhausen über Bande für den Nürburgring?

Wilhelm Hahne:

"Für die H.I.G. waren nach Motor-KRITIK-Informationen im letzten Quartal des Jahres 2013 gleich vier Herren in die Eifel angereist:

Dr. Johannes Natterer, lt. eigener Aussage Director bei H.I.G.

Niclas Ahrens, (keine zuverlässige Zuordnung möglich)

Hans Joachim Pillich, (keine zuverlässige Zuordnung möglich)

Markus Sierstorpff, den wir besser als Graf Marcus von Oeynhausen-Sierstorpff und Macher des „Bilster Berg Drive Resort“ kennen. Er steht nun auch offensichtlich als Berater dem H.I.G.-Fonds unter leicht verändertem (verkürztem) Namen zur Verfügung."

So langsam wundert einen bei dieser Tragödie wirklich garnichts mehr.

UPDATE:

Diese Info kam noch rein: “Hans Joachim Pillich war Projektleiter / Projektsteuerer des Bilster Berg.”

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Sonntag, 02. Februar 2014

Hermann-Josef Romes: Selbst im Nachhinein keine Spur schlauer.

Einen großen Auftritt hat der scheidende Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau - nach 16 Jahren ist seine Amtszeit mit der Pensionierung zuende - mit einem ganzseitigen (!) Interview in der Rhein-Zeitung vom Wochenende.

Der Nürburgring spielt in dem Artikel eine große Rolle, ist HJR doch einer der Hauptverantwortlichen für die Katastrophe.

(Kafitz, Pföhler, Romes bei der Formel 1 2005)

Immer mit einem Lächeln auf den Lippen, wenn eine Kamera in der Nähe war, hat er tatkräftig mitgeholfen, das Grab der Rennstrecke auszuschaufeln:

2008 beim Spatenstich von Kai Richter’s Grünen Hölle …

… ebenso wie z.B. beim Richtfest von Nürburgring 2009 …

… immer in vordester Front dabei.

Und heute?

“(..) wir konnten doch damals nicht sagen, das kann nicht gut gehen. (..) Da geht kein Kommunalpolitiker hin und sagt, wir machen da nicht mit. Im Nachhinein ist jeder schlauer. (..)”

Herr Romes sieht sich da wohl eher in der Opferrolle und vergisst verdrängt, daß er den Freizeitpark-Ausbau massiv befürwortet hat.

Schon 2004 (!) hat er dafür Werbung gemacht (Rhein-Zeitung vom 6.Mai 2004).

“Überzeugt vom Projekt ist auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau, Hermann-Josef Romes. ”Das ist die zweite große Chance für die Region nach dem Bau der Rennstrecke in den 20er Jahren. Noch mehr in die Breite gehende Angebote am Ring würden den Tourismus in der Region stärken, ist der Verwaltungschef überzeugt. Dass, was die Kommunalpolitik an Hilfestellung geben könne, werde die Verbandsgemeinde leisten, verspricht er. Angst davor, dass ein neues Hotel und ein Feriendorf den Betrieben rund um Adenau Kunden wegnimmt, hat Romes nicht. Konkurrenz belebe bekanntlich das Geschäft, und die anderen Betriebe könnten von einer Ferienregion Nürburgring eigentlich nur profitieren, glaubt der Bürgermeister. “Wer auf dem Markt tätig ist, muss sich auf neue Angebote einstellen und notfalls auch neu orientieren. Das gehört zum Tagesgeschäft.” "

Im März 2007 hat er sich mit anderen Politikern persönlich sogar an Kurt Beck gewandt, um den Widerstand, der in Nürburg mit “Rettet den Ring” im Entstehen begriffen war, zu entkräften.

Aus der Rhein-Zeitung vom 27.3.2007:

“Wörtlich heißt es in dem Brief nach Mainz: ”CDU, SPD und FDP der Nürburgring-Verbandsgemeinde Adenau bedauern die nach unserer Überzeugung kurzsichtige Einstellung in Nürburg, die von den kommerziellen Interessen einiger Gewerbetreibender geprägt wird und die Chancen außer Acht lässt, die mit dem Projekt “Erlebnisregion” auch für die unmittelbare Anlieger-Gemeinde verbunden sind. Wir begrüßen und unterstützen vielmehr den Plan der Landesregierung und des Landkreises, ein ganzjährig nutzbares Sport-, Freizeit- und Business-Zentrum zu schaffen, um neue touristische Märkte zu erschließen und für den Nürburgring ein größeres Maß an Unabhängigkeit von den Konjunkturzyklen des Automobil-Rennsports zu erreichen."

Dabei war die Eingabe der Nürburger vom 15.März 2007 an Kurt Beck wohlbegründet:

“Die Fehlkalkulation der Besucherzahlen zeigt sich bereits bei der Erlebniswelt am Nürburgring, die ebenfalls kontinuierlich Rote Zahlen schreibt, weil die erwarteten Menschenströme ausbleiben.”

Oder 2009:

“Dass ein solches Riesenvorhaben – es ist die derzeit größte Baustelle in Rheinland-Pfalz – zu öffentlichen Diskussionen führe, sei normal. Es handele sich um eine Übergangsphase. Langfristig würden auch die Kritiker des Vorhabens erkennen, dass der Nürburgring zusätzlich zum Motorsport neue, zukunftssichere Standbeine brauche. Eine leere grüne Wiese sei jedenfalls keine Lösung.”

Wenn Herr Romes meint - “Im Nachhinein ist jeder schlauer.” - dann schließt er sich persönlich offensichtlich aus, denn:

“Die Unsicherheit, die jetzt geschürt wird, hat auch etwas mit dem Bieterverfahren zu tun. Da sollen mögliche Investoren abgeschreckt werden, ein Angebot abzugeben. In einer solchen Gemengelage tun wir als Kommunalverband gut daran, uns mit Kommentaren zurückzuhalten.”

Wenn Ihr mich fragt: nicht mal ansatzweise etwas dazugelernt - von wegen schlauer geworden. Hält sich mit Kommentaren zurück, damit die Heuschrecken, denen der Nürburgring geopfert werden soll, es schön mollig und warm haben.

Und überhaupt: die Schuld der anderen. Nicht er ist schuld, daß der Ring jetzt hoffnungslos am Ende ist. Sondern - festhalten:

RZ: Wie bewerten Sie die Aktionen von “Ja zum Nürburgring”, Save the Ring“ und ”Wir sind der Nürburgring"?

HJR: “Sie sind dazu geeignet, seriöse Anbieter von einem Angebot abzuhalten.”

So einfach ist das. Die bösen Kritiker, machen alles kaputt. Ohne sie kämen die “seriösen Investoren” in Scharen!

Und weiter:

HJR: “Es ist keine Volksbewegung, es ist nicht die Region, die protestiert. Es sind viele Fans aus ganz Deutschland, aber es ist nicht die Region.”

Was für ein Armutzeugnis. Es ist doch viel mehr eine Volksbewegung, wenn die Leute sich aus ganz Deutschland aufmachen, um an Protesten teilzunehmen!

Der Ruhestand für Herrn Romes ist wirklich überfällig. Ich werde den Mann als jemand aus einer Parallelwelt in Erinnerung behalten, der sich seine Rolle immer so zurechtgelächelt hat, daß sie sich mit dem geringstmöglichen Rückgrat opportun an die politisch vorgegebene Richtung angeschmiegt hat. Kein Volksvertreter, sondern nur ein grinsendes Gesicht, das großen Schaden angerichtet hat.

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Die 2014er Formel Eins Nasen.

Paul Fearnley / motorsportmagazin.com:

"The background to this is the praiseworthy aim of improving safety: lowering the nose’s tip by 365mm in a bid to prevent cars being launched in an accident. And be of no doubt, too, that teams have spent hundreds upon hundreds of hours arriving at the best solution in terms of performance.

It is astounding, however, that the situation has been allowed to turn so damn ugly."

Im Grunde genommen ist der Motorsport doch eine Riesen Unterhaltungsshow, da zählen nicht nur Sound und Geschwindigkeit - auch die Optik gehört dazu! Da hat sich die Unterhaltungsindustrie aber ein schönes Eigentor geschossen.

Auf der anderen Seite:

“The new turbo V6 powertrains – they sound great and should be more fun to drive – are what we should be talking about: torque.”

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Ringdemo-Plakat von Motocartoon.

Das hat der Gerri aber gut hinbekommen:

(Klick! für gross.)

Mit eigenem Hashtag! Lasst uns #ringdemo benutzen um den Event vorher zu pushen und auch für die Fotos während dem Korso. :)

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Gruppe B Peugeot 205 zu verkaufen.

Was für ein Auto!

Man hätte den Motorsport zu Zeiten der Gruppe B einfrieren sollen.

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Zu Besuch bei Zakspeed in Niederzissen.

Der Ford Youngtimer Club hat mal den Peter Zakowski besucht:

“Am 25.01.2014 war der Ford Youngtimer Club zu besuch bei Zakspeed. Das Treffen was von Stefan Wacket indiziert und organisiert wurde fand eine große Resonanz. Mehr als 60 Ford Fans fanden den Weg nach Niederzissen.”

Und es sind viele schöne Fotos entstanden, die jetzt auf der zakspeed.de ausgestellt sind. Tolle Autos, die der Peter da in Niederzissen betreut.

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VIDEO: 24h-Rennen 1995.

Ein Film von Saab, Volker Strycek fährt mit im Team. Der Audi ist auch mit dabei! (2.Einsatz, DNF wegen Motorschaden, lag nachts noch in den Top20.)

youtu.be/3nTAueab_VE

Da werden Erinnerungen wach!

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Samstag, 01. Februar 2014

Senna S auf dem Williams F1.

Das hat ja Tradition und ich freu mich auch immer darüber … aber diese Nase!

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Trauer um die Nordschleife.

An die Schlagzeile müssen wir uns vielleicht schon bald gewöhnen, doch diesmal ist es nur eine MTB-Strecke in Esslingen.

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Ja zum Nürburgring räumt mit dem nächsten Vorwurf auf: nur auf die Rennstrecken bieten sei Rosinenpicken.

Als Kommentar auf JzN:

“Man sieht also, dass es sich nicht nur um die reinen Rennstrecken handelt, sondern vor allem auch um den Bereich, der die größten Sorgen bereitet für die Zukunft. Es ist die meist leer stehende Bahnhofshalle mit allen Anbauten. (..)”

“Sollte die Landesregierung also wirklich darauf bestehen, sich auch vom Kernbereich des Nürburgrings, dem Strukturförderungstool der Großregion Eifel trennen zu wollen, dann soll die Motorsportstätte an einen Käufer gegeben werden, von dem man annehmen darf, dass er die Rennstrecken die nächsten 50 Jahre nachhaltig und konsequent betreibt und von seiner wirtschaftlichen Stärke auch betreiben kann.”

Ob Malu Dreyer auch 50 Jahre im Kopf hat, wenn sie von Zukunft spricht? Oder geht bei ihr Zukunft nur bis Frühjahr 2016 - dem Zeitpunkt der nächsten Landtagswahl?

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Die Kreise um den ADAC haben jetzt auch die Wige und den Nürburgring erreicht.

Es geht um das Gläserne Studio im Nürburgring Boulevard, aber auch das hier:

“(..) wurde der Hubschrauberlandeplatz des Lindner-Hotels am Nürburgring als ”ADAC-Heliport“ ausgewiesen, (..)”

Ach?! Hör ich zum ersten Mal. Prima angelegtes rausgeschmissenes Geld. Das einzige, was da landet, ist Regen und Schnee.

Steht alles in dem Vertrag, der auch geleakt wurde.

Mit in das Gläserne Studio ist auch die Nürburgring TV GmbH von Pathe/Althof eingezogen, diese Firma hat im Juli 2009 ihre Tätigkeit aufgenommen.

Der Vertrag ist datiert auf 3.11.09 - um das weiter zeitlich einzusortieren: einen Monat später haben Hendrik Hering und Kurt Beck die Verpachtung an die Richter/Lindner NAG bekanntgegeben (siehe Chronik).

sueddeutsche.de:

"Im November 2009 schloss der Regionalverband Nordrhein einen Vertrag mit einer Firma namens Wige Performance, die zur Wige Media AG gehört, einem Unternehmen, das unter anderem Fernsehbilder von Sportereignissen produziert. Etwa von Autorennen, auch von solchen, die der ADAC veranstaltet. (..)

Meyer und Geishecker kennen sich seit Langem aus dem ADAC Nordrhein. (..) 2011 schied Geishecker aus Altersgründen aus dem Vorstand des ADAC Nordrhein aus."

Die Süddeutsche hat sich ganz schön beim ADAC festgebissen - bzw. Hans Leyendecker. Der lässt so schnell nicht locker. Lasst Euch nicht durch Süddeutsche irritieren, er wohnt soweit ich weiß in Much - das ist quasi in Rufweite vom ADAC Nordrhein.

Ich hatte Hans Leyendecker auch schonmal hier (renn.tv/1728) - da hatter er sich Mitte 2012 zum Nürburgring-Prozess eingeklinkt. Aber damals sich leider nicht richtig festgebissen.

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Malu Dreyer redet von Nürburgring Verkauf und guter Zukunft in einem Atemzug.

Sat1 1730live.de - ab ca. 5. Minute:

Frage: Haben Sie das Gefühl, daß Sie manchmal mehr reagiert als regiert haben?

Malu Dreyer:

“Nein, daß möchte ich eigentlich nicht sagen, denn auch mit dem Thema Hahn oder dem Nürburgring umzugehen ist natürlich auch ein ganzes Stück Gestaltung.”

Und dann weiter:

"Man kann jetzt einfach garnicht von ausgehen welche Summe erwirtschaftet wird am Nürburgring. Ich denke für die Region und unser Land Rheinland-Pfalz ist das allerwichtigste, daß der Ring wirklich ’ne positive Zukunft hat und Perspektive hat.

Insofern wird es darum gehen einen soliden Investor zu finden. Jemand der auch die Leidenschaft zum Ring hat - jemand der in der Region sich auch leicht verwurzeln lässt und kooperiert - das sind auch meine Ansprüche. Und natürlich geht es auch darum, daß möglichst nochmal viel Geld an den Landeshaushalt zurückfließt. Aber wir dürfen nicht davon ausgehen - leider - daß das Geld was im Nürburgring auch verloren gegangen ist - durch Investitionen, die sich eben nicht zurückgezahlt haben - daß das ganze auch wieder gut gemacht werden wird.

Es ist ein Stück Vergangenheit - das werde ich auch nicht wieder gutmachen können. Trotzdem, es geht um die Zukunft, ich habe mich auch für die Zukunft entschieden und ich hoffe, daß wir es hinkriegen oder hinbekommen mit den Insolvenzverwaltern, dem Ring wirklich ’ne gute Zukunft zu geben."

Was daran Gestaltung sein soll, wenn man sich aus der Verantwortung stiehlt und Volkseigentum privatisiert, das wird wohl ihr Geheimnis bleiben.

Nach wie vor versucht sie, den VERKAUF als alternativlos zu verbreiten. Und spricht dann gleichzeitig von guter Zukunft.

Wahrscheinlich meint sie, wenn man es oft genug wiederholt, dann werden es die Leute schon glauben.

(Danke für den Link Jan!)

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2014 Racing Wallplanner von Andy Spotterguides Blackmore.

Andy Blackmore hat seinen Kalender veröffentlicht. Zwar keine VLN mehr mit dabei, aber trotzdem feine Sache.

(Danke für den Tipp Harald!)

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Aus der - Mal was Anderes - Reihe: Adblock Plus.

Adblock sagt Euch vielleicht was, das ist ein Browser Add-On, mit demd man Werbung ausblenden kann.

So weit, so gut.

Aber was jetzt kommt, das ist ein echter Wirtschaftskrimi. Stellt sich raus, die Leute von Adblock lassen sich dafür bezahlen, trotzdem Werbung durchzulassen. Das nennen sie dann “akzeptable Werbung”, verdienen sich damit dumm und dämlich und stellen sich auch noch als Gutmenschen dar. Angeblich soll Google 25 Millionen Dollar bezahlt haben.

Doch lest selber - viel Stoff, spannend und gut recherchiert:

Sascha Pallenberg:

“Diese Software ist kein Adblocker, sie ist ein Konkurrenzblocker. Hier geht es um Marktanteile und um ein moeglichst grosses Stueck vom Werbekuchen. Hier geht es, wir wiederholen es gerne noch einmal, um die Umverteilung von Werbegeldern zu Menschen und Firmen, die ihr Geld bereits seit Jahrzehnten mit Werbung verdienen, die wissen, wie viel Geld in diesem Markt ist und wie man darankommt und es anderen wegnimmt.”

“Es mutet schon beinahe kafkaesk an, dass nun Unternehmen und die von diesen Unternehmen beauftragten Werbeagenturen bei Google Werbeanzeigen buchen und bezahlen, die dann taeglich Millionen von Benutzern angezeigt werden, die eigentlich gar keine Werbung sehen wollen, diese aber sehen muessen, weil Google einen Teil der Werbegelder an einen Werbeblocker, der eigentlich kein Werbeblocker mehr ist, weiterleitet.”

Die FAZ hat es auch aufgegriffen.

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Die Dauerkommunikation der Insolvenzverwalter trägt Früchte.

Leserbrief im Kölner Stadtanzeiger:

“Es gibt eine Initiative gegen den Verkauf des Nürburgrings durch den Insolvenzverwalter. Dagegen zu sein, ist ja sozusagen erste Bürgerpflicht heutzutage. Was soll den mit dem Ring geschehen, wenn er nicht an einen Investor verkauft wird? Soll die ”grüne Hölle“ wieder grün werden - also zuwachsen? Vielleicht behält man ein kleines Museum oder besser einen Gedenkstein?”

Es gibt sogar Leute, die nicht nur die Alternativlosigkeit des Verkaufs glauben, sondern das auch noch süffisant öffentlich verteidigen.

Da ist aber noch einiges an Aufklärungsarbeit nötig.

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Der Besuch bei Malu Dreyer.

Gestern war eine Abordnung von Wir sind Nürburgring in der Staatskanzlei in Mainz, um 1 Stunde mit der Minsiterpräsident von RLP über den Nürburgring zu diskutieren (Sabine Schmitz, Ossi Kragl, Christian Menzel und Claire Craus).

Hier ein paar Links dazu:

Starker Einsatz den Termin hinbekommen zu haben und die Zeit zu opfern, wir müssen weiter kräftig am Ball bleiben.

Eine Wir-sind-Nuerburgring.de Webseite gibt es inzwischen auch.

Wenn es nach den Insolvenzverwaltern geht, soll der Nürburgring am 17.Februar schon verkauft sein, das müssen wir verhindern.

Ecclestone ist dann doch nicht mehr im Rennen, bei Capricorn gibt es viele Fragezeichen - dann bleibt eigenltich nur noch die amerikanische Private-Equity Heuschrecke H.I.G. Capital.

Soweit zu den massig Interessenten, die bei den Insolvenzverwaltern angeblich Schlange stehen.

Und Malu Dreyer verbreitet nach wie vor die Mär, daß sie hofft einen seriösen Investor zu finden. Das Wort Investor kann ich schon garnicht mehr hören und was es bedeutet, wenn der Ring mit Gewinnabsicht statt gemeinwohlorientiert betrieben wird, habe ich ja im Detail hier kommentiert. Kurzfassung: Totalkatastrophe!

In genau 2 Wochen geht es wieder nach Mainz mit einem massiven Korso und einer genauso massiven Party hinterher :)

UPDATE:

Hanna Breuer hat auf der FB-Seite von Malu Dreyer mal im Detail skizziert, wie HIG Capital arbeitet und was das für den Nürburgring bedeutet.

UPDATE 2:

Es gibt auch einen offiziellen Text von Wir sind Nürburgring zu dem Treffen.

Ich hatte einen Link drin, daß B.Ecclestone raus sei aus der Nummer, aber da bin ich einer alten Meldung aufgesessen. (Danke Uli!)

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Freitag, 31. Januar 2014

Lucas Luhr fährt 24h auf Werks-BMW.

BMW Motorsport:

“In Lucas Luhr stößt ein weiterer Pilot zum Team, der beim Marathon auf der Nordschleife bereits triumphieren konnte: Der 34-Jährige sicherte sich 2006 und 2011 jeweils den Sieg – und tritt 2014 ebenfalls im BMW Z4 GT3 an.”

Ich weiss ja nicht wie es Euch geht, aber bei dem Namen Lucas Luhr kommt mir nur Porsche in den Kopf. (Sogar bei seinem Vater!) Plus die Einsätze im Prototypen.

Ganz schön gewöhnungsbedürftig, ihn bei BMW zu sehen.

Gut, Porsche hat auch 20 (?!) Werksfahrer.

Und jetzt also BMW-Werksteam - 4 Autos (2x Schubert, 2x MarcVDS) - die lassen mal nix anbrennen.

Und obwohl BMW der Nürburgring so am Herzen liegt, in der PM kein Wort darüber, daß die Zukunft der Nordschleife düster aussieht. :/

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Samy Deluxe feat. Die Fantastischen Vier - Halt dich gut fest

Sauber!

youtu.be/XR1XApSczTU

Komplett auf Otto Flimm’s GP Strecke gedreht, Radicals im Einsatz und kein BlingBlingGepose!

(Danke Dustin!)

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Wer wäre besser geeignet, über Moral zu diskutieren, als Kurt Beck?

(Klick! für gross.)

Der Mann ist sich wirklich für Nichts zu schade.

(Danke für das Bild Anette!)

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Sabine, Christian und Ossi treffen jetzt Malu Dreyer.

Haben gerade dieses Foto von der Staatskanzlei in Mainz geschickt, 9 Uhr ist der Termin:

(Klick! für gross.)

Daumen drücken! Und am 15.Feb. können wir alle zeigen, was wir draufhaben, dann gibt’s den großen Mainz-Nürburgring-Protest-Convoy.

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I support STR - Gel Badge Splat.

So sieht das Gel Badge Splat aus:

(Klick! für gross.)

Eamonn von Graph Fix ist großer Save The Ring Unterstützer - er war es, der die Petition in’s Leben gerufen hat. Immer mal wieder hat er Ideen, um STR bekannter zu machen - z.B. der Schlüsselanhänger - und hier ist sein neuester Entwurf. Kommt super an auf der STR Seite, daher dachte ich, zeig ich es hier auch mal. Er winkt uns das durch zum Selbstkostenpreis, die Farben der Hintergrundflagge könnt Ihr Euch beliebig aussuchen:

Link: Save The Ring Splat, £1.25.

Danke Eamonn!

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AW Landrat Jürgen Pföhler ist stolz auf seine sportlichen Einrichtungen.

General-Anzeiger:

Mit der offiziellen Einweihung (..) feiern wir die Fertigstellung einer weiteren großartigen sportlichen Einrichtung im Kreis Ahrweiler", lobte Landrat Jürgen Pföhler in seiner Ansprache.

Das sagt der Mann, der die weltberühmte und größte sportliche Einrichtung des Kreises Ahrweiler eigenhändig in den Tod geschickt hat.

Und wenn der drohende Verkauf nicht gestoppt werden kann, dann seinen ganzen Landkreis gleich hinterher.

Die Dreistigkeit, mit der solche Leute in der Öffentlichkeit auftreten, ist unübertroffen.

Die Gleichgültigkeit der Eifler, die diesen Mann noch nicht längst zum Teufel gejagt haben, aber auch.

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Donnerstag, 30. Januar 2014

TV Tipp: Freitag 31.1., 20:15 - 21:00, WDR, Geheimnis Nürburgring.

"Es ist einer der gefährlichsten Orte Deutschlands – und doch Lebensspender für eine ganze Region. Ein nationales Symbol, das viele zu nutzen versucht haben. Der Asphalt des Nürburgrings kennt die Träume der Mächtigen und die Hoffnungen der Menschen in der Eifel. Und er erzählt von den Geheimnissen, die sie alle mit “ihrem” Nürburgring verbinden."

Also morgen zur Prime Time WDR einschalten.

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Wir hatten lange keine Nürburgring Demo mehr - nächster Termin: Samstag 15.Feb.

Wir sind Nürburgring auf Facebook:

“Wir haben einen Corso von Mainz durch die Stadt über die Autobahn zum Nürburgring angemeldet. Im Anschluss gibt es in der Graff Ulrich Halle in Nürburg eine Party für alle Teilnehmer.”

(Klick! für gross.)

Schön rot im Kalender eintragen! :)

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Falls jemand im Carrera Cup starten will - hier kommt eine gute Chance.

Ihr kennt doch alle Christopher Gerhard, Mann der ersten Stunde hier bei 20832.com und auch treuer Sponsor der Seite, ist mit Dirk Riebensahm erst im Clio gefahren (Designwettbewerb) und später sogar auf’s Podest beim 24h-Rennen, wurde 2010 Weltmeister im Zehnkampf (!!), und in der aktuellen 2013er Saison Sieger im Porsche Super Sports Cup. Einen Gaststart im Carrera Cup gab es auch, natürlich beim Nordschleife-Rennen. Da wurde er respektabler 14. von 32 Startern - trotz vermurkstem Start.

Das Team, mit dem er die Porsche-Erfolge der letzten Jahre einfahren konnte, heißt TAM RACING und wurde von Marc Poos gegründet. Er hat einen gut dotierten Job an den Nagel gehangen, um Motorsport in Vollzeit zu betreiben.

Die nächste Herausforderung heißt komplette Saison Carrera Cup und Christopher ist in der A-Wertung schon fix im Team. Das zweite Auto ist noch frei für einen Fahrer in der A- oder B-Wertung.

Hört sich vielversprechend an - also wer im Carrera Cup starten möchte, das wäre ein interessantes Team.

(Die Telefonnummer vom Christopher hätt’ ich auch, falls jemand das mal besprechen will.)

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Wieso sitzt Kurt Beck eigentlich noch nicht hinter Gittern?

Allgemeine-Zeitung:

“Wenn er vor der Situation stehen würde, würde er in puncto Ring ‘wieder was machen’ (..)”

Hat 500 Millionen Euro Steuergeld verbrannt, die berühmteste Rennstrecke der Welt in den Ruin getrieben - und erzählt kackdreist, er würde es jederzeit wieder tun?

Das erfüllt in meinen Augen den Tatbestand § 126 Strafgesetzbuch.

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Werner Langen (MdEP) interveniert bei Joaquín Almunia gegen den Nürburgring-Verkauf.

Über Wir sind Nürburgring auf Facebook:

“Es kann nicht sein, dass bei einem Kulturgut wie dem Nürburgring beim Verkaufsprozess lediglich darauf geachtet werden, den Profit kurzfristig zu maximieren und dabei die strukturelle und historische Bedeutung konsequent missachtet wird.”

Man hat den Eindruck, die ganze Welt hat verstanden - bis auf die Leute in der Mainzer Staatskanzlei.

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Mittwoch, 29. Januar 2014

Christian Menzel: Der Ring gehört der Region und dem Steuerzahler.

Christian-Menzel.com:

"Ich sehe schon die nächsten Probleme. Der neue Käufer wird sicherlich sehr viele Arbeitsplätze abbauen müssen, die Landflucht nimmt weiter zu, die Menschen und deren Kinder werden vermehrt in andere Regionen wie Bonn oder Köln ziehen müssen, die Immobilienpreise werden weiter fallen - Panikmache von mir? Wirklich? Ich denke das Szenario ist nicht so weit weg von der Realität. Aber die Zeit wird zeigen, was passieren wird. Haben Sie mal bemerkt, wie viele Häuser und Geschäfte in der Eifel verwaisen? Es wird immer schlimmer.

Was passiert eigentlich, wenn der neue Besitzer des Nürburgrings auch insolvent geht? Wer fängt den Nürburgring und die Menschen aus der Region dann auf?

Aus diesem Grund kämpfen wir für einen Nürburgring in der öffentlichen Hand! Kein Verkauf!!!"

Am Freitag fährt er mit Sabine zusammen nach Mainz, da gibt es einen Termin bei Malu Dreyer. Und einen neuen Mitstreiter gibt es auch: Harald Nippel Grohs! Sehr gut.

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Dienstag, 28. Januar 2014

Rekord-Convoy zum Nürburgring Protest.

Am Sonntag gab es wieder eine Protestdemo von Wir sind Nürburgring - die Initiative von Christian Menzel, Sabine Schmitz, Ossi Kragl und vielen Helfern im Hintergrund.

Die Polizei spricht offiziell von 450 Autos, die mitgefahren sind, zwischenzeitlich hieß es mal, es seien 700 Autos.

Ich bin auch mitgefahren und es hat richtig Spaß gemacht, soviele Ring-Kämpfer zu treffen! Die Ns waren auch nicht zu übersehen und soviele ZO832 Kennzeichen gibt es sonst nur im Brünnchen - genial.

Nur um mal ein Gefühl zu bekommen, wie lang der Convoy war: ich bin im hinteren Drittel gefahren und Chris (Kohlhaas) ziemlich weit vorne - wie immer halt ;) Als wir Richtung Andernach unterwegs waren, hab ich ihn angerufen, als ich auf der Höhe vom Rasselstein war. Da ist er gerade am Ende der Thomaser Hohl (an der Kaserne) wieder aus Andernach rausgefahren. Und beim Zwischenstopp an der ED Tankstelle Plaidt sind die ersten in Mendig angekommen, als die letzten noch an der Tankstelle waren. Und das war geschlossener Verbund, da hatte die Polizei tatsächlich mal die Straße nach hinten abgesperrt.

Fotos hab ich auch gemacht, könnt Ihr Euch bei STR Facebook anschauen.

Wer nicht dabei war, hier gibt es ein Video von Thomas Bauer, toll gemacht:

youtu.be/crdvQFWt3tQ

Und - wer hätte das gedacht - ein wirklich guter und hintergründiger Bericht vom SWR.

(Den SWR Bericht könnt Ihr Euch auch abspeichern: hier ist der Link.)

Oder um es mit den Worten von Karl Mauer zu sagen:

“Das war doch wirklich eine Super-Nummer heute: Bestens organisiert, freundliche Menschen, disziplinierte Corso-Fahrer und Mega Mucke in Mendig. Herzlichen Dank allen, die sich hier engagiert haben.”

Malu Dreyer hatte zwar nur die üblichen Textbausteine, als sie gesprochen hat - aber immerhin hat sie sich auf die Bühne getraut, das hätten wir unter Kurt Beck nie erlebt. Das war das erste Mal, daß der (die) Ministerpräsident(in) zum Nürburgring-Thema zu den Leuten gesprochen hat! Peinlich genug, daß das so lange dauern musste. Aber das haben wir Christian & Co zu verdanken, die Aktionen haben uns die Tür aufgestoßen. Am Freitag sind sie zu einem Gespräch bei Frau Dreyer in der Staatskanzlei in Mainz, drücken wir die Daumen, daß es vernünftig ist.

Und in der Zwischenzeit machen wir weiter Druck, das klappt ja immer besser!

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Staatsanwaltschaft: ruinöser Niedergang des Nürburgrings ist logische Konsequenz der krachend gescheiterten Privatfinanzierung.

Aus dem Nürburgring-Prozess - nach 16 Monaten und über 50 Prozesstagen:

“[Staatsanwältin] Müller-Ehlen stellte die These in den Raum, dass der ruinöse Niedergang des Nürburgrings die logische Konsequenz der im Sommer 2009 krachend gescheiterten Privatfinanzierung des Ausbaus sei.”

Na was denn sonst? Ich wundere mich höchstens darüber, daß die immer von gescheiterter Privatfinanzierung reden - wenn Ihr mich fragt, haben die nie eine Privatfinanzierung gehabt, die überhaupt hätte scheitern können.

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Sonntag, 26. Januar 2014

VIDEO: Der McLaren P1 geht aber zur Sache!

youtu.be/2SGlN8xYZiw

Und dann noch 600 kg Abtrieb! Wow.

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Freitag, 24. Januar 2014

Sonntag ist wieder Demo-Zeit!

Die Politik muß endlich begreifen, daß sie Region und Sport nicht ignorieren darf!

(Klick! für gross.)

Kurz-URL zum Facebook-Event: renn.tv/go/demo.

Und aktuell Sabine im Interview:

“Wir werden weiter kämpfen und ungemütlich bleiben!”

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Donnerstag, 23. Januar 2014

Alex Zanardi wieder im Rennsport.

Und zwar mit BMW in der neuen Blancpain Sprintserie.

Endurance-Info.com:

“Alex is back! I cannot express how delighted I am that one of the greatest heroes in the history of BMW Motorsport is returning to the cockpit of one of our racing cars,” said BMW Motorsport Director Jens Marquardt. “From both a human and a sporting aspect, Alex is a role model to all of us. I am sure he will approach this new challenge in the Blancpain GT Sprint Series in the same manner we have become accustomed to from him. You can really sense just how much he has missed competing on four wheels. Modifying the BMW Z4 GT3 is a challenge for our engineers. However, we gained valuable experience in this regard when we modified the BMW M3 DTM in 2012, and that will come in very useful now. As far as we are concerned, there is nothing preventing Alex from making a successful comeback.”

Ein unglaublicher Typ! Hoffentlich bügelt er sie alle :)

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Walter Röhrl: Diese Balance of Performance ist so etwas Perverses.

Interview in motorline.cc:

“Diese Balance of Performance ist so etwas Perverses. Wenn einer etwas besser macht als andere, dann soll er auch einen Vorteil haben und nicht dafür gestraft werden. Wer früher etwas besser gemacht hat, ist halt vorne weggefahren. Heute versuchen sie alles gleich zu machen. Doch je dichter das Reglement wird, desto mehr wird auch getrickst und geforscht, was wiederum Unmengen von Geld verschlingt.”

Walter Röhrl ist in unserer heutigen Zeit der weichgespülten Meinungslosen eine echte Wohltat.

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Deutschlands längster Autokorso.

Die Demo jetzt am Sonntag macht schon ordentlich Schlagzeilen:

“Ermuntert von Kurt Beck, dem ehemaligen Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz („Macht weiter so“) und dem EU-Kommissar Günther Oettinger („Der Nürburgring ist ein Kulturgut“) plant die Initiative „Wir sind Nürburgring“ eine weitere Veranstaltung. Deutschlands längster Autokorso soll sich am kommenden Sonntag, den 26. Januar, von Neuwied-Feldkirchen nach Mendig bewegen.”

Das wird ein großer Spaß, solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen! Auf Facebook haben schon 600 Leute zugesagt.

Treffpunkt ist jetzt am Sonntag (26.Jan.) um 10 Uhr in Feldkirchen, Feldkircher Straße 100.

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Mittwoch, 22. Januar 2014

Nfizierter Nico Otto in Zolder.

Jörg Otto kennt Ihr ja von der Langstrecke, jetzt kommt der Nachwuchs: Nico Otto im verregneten Zolder am Steuer eines Formel Renault 1.6.

Nfiziert, was sonst!

(Danke Sebastian!)

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Spannender Film über die Audi R8 Produktion.

Der Unterscheid zwischen dem R8 für die Straße und dem R8 für die Rennbahn: die Lufthebeanlage. Witzig, daß der Renn-R8 immer nur am Wochenende gebaut wird, kann er sich schonmal drauf vorbereiten auch immer nur am Wochenende im Einsatz zu sein. :)

Erstaunlich viel Handarbeit im Einsatz, sogar beim Schweißen.

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Dienstag, 21. Januar 2014

Christian Menzel hat einen Termin bei Malu Dreyer.

Nächsten Freitag, 31.Januar. Kam gerade auf Facebook.

Und vorher - jetzt am Sonntag - gibt es auch ein Treffen, aber da laden wir uns selber ein!

Das ist wie beim Turbolader: wir müssen Druck machen, dann geht auch was vorwärts! :)

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Montag, 20. Januar 2014

Die Insolvenzverwalter mit dem Rücken an der Wand.

Heute gab es eine Pressekonferenz von Ja zum Nürburgring, die ganz gut besucht wurde und ein Echo in den Medien gefunden hat.

Aber ein noch größeres Echo haben die Aktionen bei den Insolvenzverwaltern gefunden, die drehen nämlich hohl wenn Ihr mich fragt.

Die haben heute auch in Koblenz sowas veranstaltet, aber Inhalte hatten sie keine:

“Die Sanierer der insolventen Eifel-Rennstrecke werfen Kritikern um den Verein ”Ja zum Nürburgring“ vor, mit falschen Behauptungen Ängste zu schüren.”

Falsche Behauptungen, soso. Wer hat denn mehr Ahnung vom Nürburgring: Otto Flimm oder Thomas Schmidt? Keine weiteren Fragen.

Eine Sache war aber dann doch neu, zumindest aus der IV-Ecke, denn JzN hatte das schon ausgearbeitet:

"Ein Verkaufsvertrag wird laut Schmidt erst wirksam, wenn die EU-Kommission entschieden hat, ob Beihilfen für den Ring rechtmäßig waren, ob Beihilfen zurückgefordert werden und ob der Käufer dafür haftet.

Die IVer haben nämlich bisher immer behauptet, daß der neue Käufer damit nichts zu schaffen hat. Stimmt wohl nicht so ganz - bei wirtschaftlicher Kontinuität, die Dieter Frey erklärt hat, würden die Forderungen auf den Käufer übergehen.

Aber was mich wirklich überrascht hat, ist das hier:

Sachwalter Jens Lieser ergänzte, das Verkaufsverfahren werde sich noch bis Mitte Februar hinziehen. “Erst dann können wir entscheiden, ob ein zuschlagsfähiges Angebot dabei ist.”

Das haben wir bisher noch nicht gehört! “Ob ein zuschlagsfähiges Angebot dabei ist?” Bereitet da schon jemand seine Exitstrategie vor? Daß der Ring nicht verkauft werden kann, weil alle Angebote zu niedrig sind?

Ich schlage als Mindestpreis 20% der Baukosten vor - das sollte doch niedrig genug sein. Und trotzdem wird niemand soviel bieten.

Ich hab das Gefühl, da gehen so langsam aber sicher die Argumente aus.

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Am Sonntag gibt´s die nächste Nürburgring Demo - alle mitmachen!

Sabine und Christian geben richtig Gas und überall, wo in letzter Zeit rheinland-pfälzische Politiker aufgelaufen sind, war eine Abordnung Nürburgring Kämpfer vor Ort, um sie in Empfang zu nehmen!

Und so wird es auch am kommenden Sonntag laufen - und weil es soviel Spaß macht, direkt zweimal:

  • Malu Dreyer morgens in Feldkirchen (Neuwied)
  • Andrea Nahles nachmittags in Mendig.

Und von Feldkirchen nach Mendig gibt es einen lustigen Corso - das alles ist als Demo angemeldet.

Und damit der Corso auch was hermacht, sollen möglichst viele Ringtools oder Transportfahrzeuge mitfahren.

Hier der Link zum Facebook-Event von Wir sind Nürburgring mit allen weiteren Details:

fb.com/events/540494689380110

Wir sehen uns!

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Sonntag, 19. Januar 2014

KTM-Blog mit Heinz Kinigadner Interview.

Der Blog bei KTM hat immer mal wieder Lesenswertes, diesmal von dem 2-fachen MX Weltmeister und Dakar Gewinner Heinz Kinigadner:

Ich war nicht mehr der Jüngste, als ich als Ex-Motocrosser mit der Dakar anfing. Trotzdem war es nicht so einfach, eine Balance zu finden zwischen Speed auf der einen und Sicherheitsdenken auf der anderen Seite – wobei mir Letzteres zunächst ziemlich egal war. Für mich war die Dakar Abenteuer pur. Volles Rohr. Alles was ging.

Das Konzept der Rally hat sich stark verändert. Heute kreuzen überall entlang der Strecke Zuschauer auf, in Gruppen, ganze Familien, manche sogar mit dem Motorhome. Das ist kein Vergleich mehr mit dem, was man in Afrika gewohnt war. In Mali kreuzte man ein Städtchen, danach kam 800 Kilometer nichts mehr; man war alleine unterwegs, fast einsam. In Südamerika ist das komplett anders. Marc Coma und einige andere Fahrer haben mir erzählt, dass man glaubt sich verirrt zu haben, wenn man einmal ein paar Kilometer keinen Zuschauer oder keine Häuser mehr sieht. Das Rennen hat sich toll entwickelt. Auch wenn man sich die Rally-Bikes anschaut. KTM und Honda schicken neue Bikes an den Start. Es sind großartige, konsequent durchdachte Maschinen, da muss man einfach den Hut ziehen. Würde man die neue KTM 450 RALLY, deren Handling stark verbessert wurde, unserem mehrfachen MX1 Weltmeister Cairoli in die Hand drücken, würde er auf einer MX-Piste wahrscheinlich sehr ordentliche Rundenzeiten fahren. Moderne Rally-Bikes von heute unterscheiden sich dramatisch von den – wie wir sie nannten – Afrika-Dickschiffen vergangener Tage, die in erster Linie querbeet mit Vollgas geradeaus laufen mussten.

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ADAC Gelber Engel: Chefredakteur Ramstetter fristlos entlassen.

Am Freitag hatte ich das Thema schon hier im Blog - jetzt gibt es Neuigkeiten:

“ADAC Kommunikationschef und Motorwelt-Chefredakteur Michael Ramstetter (60) hat am Freitag, 17. Januar 2014 eingeräumt, dass bei der Leserwahl zum „Lieblingsauto“ im Rahmen der Verleihung des ADAC Mobilitätspreises „Gelber Engel“ die absolute Zahl der abgegebenen Stimmen - nicht aber die Rangfolge der Ergebnisse - geschönt worden ist. Diese Zahl ist in der ADAC Motorwelt höher dargestellt worden als tatsächlich Leser an der Umfrage teilgenommen haben. Er übernimmt dafür die alleinige persönliche Verantwortung. Als Konsequenz daraus legt Ramstetter mit sofortiger Wirkung sämtliche Funktionen und Aufgaben im ADAC nieder.”

Ich kann mir tatsächlich gut vorstellen, daß Herr Ramstetter alleine die Zahlen beschönigt hat. Er ist Chefredakteur einer Zeitschrift, die mit Riesenabstand die größte Auflagezahl in Deutschland hat. Das liegt an der hohen Mitgliederzahl des ADAC - und jedes Mitglied bekommt das Heft. Im Detail heißt das 13,7 Millionen Hefte - jeden Monat!

Allerdings spiegelt sich das auch in den Anzeigenpreisen wider. Könnte Ihr Euch hier im Detail anschauen - mal als Beispiel: ganzseitig schlappe 120.000 Euro netto.

Solche Preise wollen natürlich begründet sein:

"Kernzielgruppe: AUTOmobile Elite
Die Leser der ADAC Motorwelt sind deutlich jünger, besser gebildet und haben ein höheres Einkommen als der Bevölkerungsdurchschnitt. Darüber hinaus zeichnen sie sich durch eine hohe Mobilität und ein überdurchschnittliches Interesse an den Themen Auto und Reisen aus.

Dann frag’ ich mich, warum das halbe Heft mit Anzeigen über Schiffsreisen und Treppenlifte zugepflastert ist - aber ok.

Jetzt stellt Euch vor, in dieser Gemengelage macht Ihr eine Autowahl: Was ist Ihr Lieblingsauto? Und das Ganze noch per Post.

Der Chefredakteur hat zwei Probleme: er muß seinem Vorstand imponieren, was für einen tollen Job er macht - immerhin haben sie ihm die Verantwortung über 13 Millionen Hefte gegeben - und auf der anderen Seite muß das natürlich auch für die Autohersteller toll aussehen, man hat ja einen Ruf zu verlieren.

Wenn jetzt nur ein Promille - also jeder Tausendste - für das Siegerauto stimmt, dann sind das immerhin 13.700 Leute. Was tun, wenn die Zahl viel niedriger liegt?

Herr Ramstetter hat sich anscheinend dafür entschieden, die Zahlen passend zu machen. Nicht so gut ist, wenn man das Vertrauen des Vorstands genießt und ihn mit reinreitet. Der reagiert bei sowas tendenziell sauer und dann sitzt man als Chefredakteur auf einmal vor der Tür.

Meiner Meinung nach liegt die geringe Wahlbeteiligung aber nicht nur an dem antiken Postweg für die Rücksendungen - das Heft insgesamt ist - naja - furchtbar altbacken. Nix Automobile Elite - eher so das, was auf dem Wühltisch in der Arztpraxis noch unter “Mein Dackel und ich” zu finden ist. Und obwohl es so breit gestreut verteilt wird, nur wenige Leser wirklich lesen. Was natürlich die Anzeigenpreise wieder in Frage stellt - und hier liegt das wirkliche Problem des Verlags versteckt.

Im Internet lässt sich mittlerweile sehr genau ermitteln, wer sich wie lange mit welchem Text aufhält. Auch Weiterleitungen, Likes und Kommentaren geben gut Aufschluß über die Reichweite.

Und weil dieser baumhaltige Newsletter kein Opt-Out hat: wieviele ADAC Motorwelt landen vom Briefkasten ohne Umweg direkt in Ablage P?

Garnicht hypothetisch ist zumindest der Sturm der Entrüstung, der aktuell auf Facebook tobt.

UPDATE:

Das Thema war heute in der Sonntagabend Tagesschau um 20 Uhr der erste Beitrag.

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Samstag, 18. Januar 2014

Wer kennt das geheime Porschemuseum?

Also nicht das normale öffentliche, sondern dieses hier - Michael Harley von autoblog.com durfte mal die Kamera reinhalten.

Hammerhart, was da alles rumsteht! Guckt euch die Fotogalerie an - Da gibt es sogar einen 11er mit V8 Motor hintendrin - ein Original Porsche quasi.

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Christian Menzel im Interview: Skandal rund um den Ring schonungslos offen legen.

In der Rhein-Zeitung von Jan Lindner:

“Ende Dezember haben Sie am Ring aus dem Stand 2000 Unterstützer des Rings mobilisiert. Jetzt haben Sie die Politiker Lewentz, Oettinger und Beck abgepasst und mit ihnen diskutiert …”

"… Diskussion würde ich das nicht nennen. Beck hat sich in Simmern bis auf die Knochen blamiert, und Oettinger war nach einem kurzen Wortwechsel schnell sehr gereizt. Aber genau das ist unser Ziel: Wir wollen den Skandal rund um den Ring schonungslos offen legen und genau das den Politikern immer wieder vor Augen halten. Vor allem aber wollen wir die Leute aus der Region wachrütteln.

Das ganze fängt erst an."

Klartext, laut und politisch nicht korrekt - was anderes kommt ja in Mainz nicht an.

Die Facebookseite Wir sind Nürburgring, die erst ein paar Wochen alt ist, hat inzwischen 7.500 Anhänger - Tendenz steigend.

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Erinnerungen an John Button.

Letzten Sonntag ist John Button - der Vater von Jenson Button - im Alter von 70 Jahren verstorben.

James Allen erinnert an einen großen Menschen, der im Fahrerlager vermisst werden wird:

“At Indianapolis one year Johnny Rotten, the former lead singer of the Sex Pistols, was a guest and he and John discovered each other and got talking. That evening they met up in the bar of our hotel and I had a quick drink with them, before they headed out on the town. The following morning – race day – John was his usual spritely self, whereas Mr Rotten was living up to his surname with the mother and father of all hangovers!”

UPDATE:

Hier noch ein schöner Artikel von Mark Hughes vom englischen Motorsport Magazin.

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VIDEO: Chris Harris testet den R8 auf dem GP-Kurs.

Chris Harris vergleicht den R8 als Straßenversion gegen den Rennwagen. Wie immer top gemachtes Video - und beim R8 ist es wie beim McLaren: das Rennauto hat weniger Leistung als der Straßenwagen.

Und das Ganze findet auf dem Nürburgring statt - GP-Strecke großer Kurs im letzten Oktober.

Der Wagen gefällt ihm gut, lässt sich einfach fahren: “It’s the perfect Gentleman’s Racecar. Can I please have a season Mr Audi?”

(Via Pistonheads.)

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Das Kind im Manne - James Glickenhaus.

Früher als Kind bin ich oft nach der Schule hinten auf den Hof von unserem elterlichen Autohaus und hab die ausgemusterten Autos hin- und herbewegt auf dem kleinen Platz, den es zum Fahren gab.

Daran musste ich denken, als ich dieses Video vom Jim Glickenhaus gesehen habe. Natürlich ist das Auto alles andere als ausgemustert und er hat den nötigen Platz zum Fahren in seiner Garage! Aber ansonsten nicht viel Unterschied zwischen dem Kind von damals und dem Milliardär von heute! :)

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Freitag, 17. Januar 2014

Bei BMW suchen sie einen Leiter Konstruktion Motorsport.

Stellenanzeige:

Im Rahmen Ihrer Tätigkeit sind Sie für die Koordination und Steuerung der Aufgaben in der Rennmotoren- und Rennantriebskonstruktion für DTM-Fahrzeuge, GT3-; GTE Sportwagen und weitere Tourenwagenprojekte zuständig.

Hört sich doch garnicht so unspannend an.

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Geht es wirklich immer nur um Regierung GEGEN das Volk?

Volker Wissing, FDP:

“Der von Rot-Grün betriebene Verkaufsprozess habe von Anfang an darunter gelitten, dass er mehr Krisenmanagement als durchdachte Strategie gewesen. Als die Kostenbombe am Nürburgring explodiert ist, wollte die Landesregierung vor allem das Thema loswerden, hatte aber kein Konzept, weder für die Rennstrecke noch für die Region.”

Wieso ist eigentlich immer nur die Opposition auf der Seite des Volkes?

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Around 50 Years worth of Profit.

REUTERS:

“The race track has gone into administration after local politicians loaded it with debt equating to around 50 years worth of profit and the famed and feared track is now looking for a new owner.”

Die Situation in einem Satz zusammengefasst, Respekt.

Nur: die Local Politicians laufen immer noch stolz wie die Gockel durch Gegend. Eigentlich sollten die mit den Schulden beladen werden.

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Habt Ihr das mit dem gelben Engel mitbekommen?

Der ADAC ist aber auch nicht ohne:

“Auf Nachfrage der Moderatorin Nina Ruge sagte Obermair, der Kern des Vorwurfs bestehe doch darin, dass angeblich nur einige tausend Stimmen ausgewertet worden seien. Bei gängigen Umfragen zur Beliebtheit von Politikern genügten dagegen schon einige hundert Befragte. Er könne versichern, dass das Ergebnis ein ”hochrepräsentatives Abbild der Meinungen unserer Mitglieder“ darstellt.”

Schade, eine super Gelegenheit verpasst, um reinen Tisch zu machen. Nichts verstanden leider. Die Öffentlichkeit wird dadurch ja regelrecht gezwungen ihre eigenen Schlüsse zu ziehen, und die können logischerweise nur sein, daß entweder die Stimmenanzahl peinlich niedrig ist oder ein ganz anderes Fahrzeug gewonnen hätte.

Diese ganzen Pinguine, die sich in ihren stillen Kämmerlein die Welt passend manipulieren, können einem manchmal ganz schön zu Hals raushängen.

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Normalerweise sieht man alle Autos am Ring zuerst - normalerweise!

Normalerweise entgeht uns am Ring kein Auto, denn dort tauchen sie alle auf. Noch bevor sie im Laden stehen oder sie irgendwo anders auf der Straße zu sehen sind.

Hier ist eine Ausnahme, dabei klingt der Local Motors Rally Fighter echt vielversprechend:

“Once out of stop-and-go traffic, the Rally Fighter is possibly the most fun I’ve ever had in a car. Even though the 430-horse V8 is technically down on power from your average Cadillac station wagon nowadays, it certainly doesn’t feel it thanks to the enormous suspension travel. You stomp on the throttle and the whole thing pitches upwards from the torque. The sound of a gravelly-voiced Liev Schreiber who’s on his third pack of cigarettes for the day yells at you from under the hood, and the thing just seems to launch down the road.”

Das Ding ist sozusagen ein 3D-Drucker in groß, denn das Auto wird Open Sourced und Crowd gefunded.

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Nicki Lauda kann auch politisch - wenn er will.

krone.at:

Finden Sie es richtig, dass Bundeskanzler Werner Faymann nach Sotschi fährt?

“Wenn österreichische Sportler dort um olympische Medaillen kämpfen, muss auch die Politik da hin. So war es früher auch in der Formel 1, zum Beispiel in Südafrika. Da finde ich es viel unglaublicher, dass das offizielle Österreich nicht am Begräbnis von Nelson Mandela teilgenommen hat. Das hat bei mir große Verwirrung ausgelöst. Fürs Image Österreichs im Ausland war es eine Katastrophe.”

Ich finde Prominenz und Sportler sollten sich viel intesiver in die Politik einmischen - man sieht ja, wie schnell sie sonst zum anscheinend willenlosen Spielball werden.

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Ron Dennis ist zurück im McLaren-Fahrersitz.

BBC:

“Ron Dennis has staged an internal coup and wrestled back control of the McLaren Formula 1 team. Dennis, who stood down as team principal in 2009 and had been at loggerheads with the board, has been appointed chief executive officer. He replaces Martin Whitmarsh, whose role as team principal is under threat.”

Da will einer nochmal richtig Gas geben!

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Es gibt gute Chancen, den Nürburgring-Verkauf zu stoppen.

Im Gegensatz zur Politik, die nur das alternativlos Argument als Grund anführen kann, geht Dieter Frey im Detail auf die Situation ein und die Gefahren, die sich aus dem aktuellen hektischen Verkauf ergeben:

„Ja zum Nürburgring“ will den Verkauf der Rennstrecke mit einer Beschwerde bei der EU-Kommission des Nürburgrings stoppen. Wie realistisch ist das?

Wir halten dies für sehr realistisch, da die EU-Kommission bei Verstößen gegen die Transparenz und das Gebot der Diskriminierungsfreiheit von Bietverfahren verlangt, dass ein Verkaufsprozess eingestellt und neu konzipiert wird.

Es gibt gleich mehrere gravierende Fehler, die die Vorgehensweise der Insolvenzverwalter - um damit der Politik - in Frage stellen.

Daß der Verkauf der gesamten Anlage an einem Stück bevorzugt wird, dafür sprechen viele Anzeichen:

  • der ADAC wurde gedisst, obowhl er 37 Mio Euro (?) für die Rennstrecken geboten hat. Das sei zu wenig gewesen, aber Capricorn ist mit anscheinend 50 Mio Euro (?) der Favorit.

  • die Geschäftsunterlagen der Nürburgring GmbH, die hochtrabend als “Datenraum” bezeichnet werden, können nur von max. 5 Parteien eingesehen werden. Diese Beschränkung alleine ist schon eine Diskriminierung der Anbieter, die auf einzelne “Cluster” bieten. Sie liegen im Preis natürlich niedriger, als jemand, der auf alles bietet.

  • Denn Nuvoloni spricht ganz offen von Gesamtpreismaximierung.

  • Der Verkaufsprospekt wirbt für die Komplettanlage und einen “Neustart ohne Altlasten”.

Das erlaube den willkürlichen Ausschluss von Bietern, siehe ADAC und darüber hinaus gibt es noch weitere Schwächen, z.B. fehlende Bewertungs- oder Zuschlagkriterien. Und die durch illegale Beihilfen entstandenen Wettbewerbsverzerrungen werden weiter verfestigt, anstatt sie aufzulösen.

Das mag bei normalen Insolvenzen an der Tagesordnung sein, aber die Nürburgring Situation ist eine völlig andere. Die Regierung versucht durch den Verkauf einer eventuellen Rückforderung von verbotenen Beihilfen zuvorkommen. Auf der einen Seite ist die Rückforderung noch lange nicht ausgesprochen, auf der anderen Seite gesteht die Regierung durch den vorauseilenden Gehorsam automatisch ihr illegales Handeln in der Vergangenheit selber ein.

Wenn der Verkauf an sich jetzt aber auch noch ZUSÄTZLICH gegen EU Gesetze verstößt, dann gräbt sich der Nürburgring tiefer in den Schlamassel, als ihn loszuwerden. Also eine Fortsetzung dessen, was uns die letzten Jahre immer wieder als “Neuanfang” und “Zukunftskonzept” auftischt wurde: es ging immer tiefer bergab!

Dabei hat die Regierung - obwohl sie es gerne anders darstellt - alle Fäden in der Hand: das Land ist der Hauptgläubiger und die Insolvenz findet in Eigenveraltung statt.

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Donnerstag, 16. Januar 2014

Ecclestone soll der Prozess gemacht werden.

In München ist die Anklage gegen Bernie Ecclestone zugelassen worden.

juve.de schreibt:

“Die Vorwürfe gegen Ecclestone sind auf mehr als 200 Seiten zusammengefasst. 39 Zeugen hat die Staatsanwaltschaft für den Prozess benannt, darunter zahlreiche Ex-Formel–1- Protagonisten und bekannte Wirtschaftsakteure.”

Das kann ja lustig werden. Und Malu Dreyer freut sich über ihren seriösen Partner.

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Sabine kämpft!

Heute in Remagen:

"Einen Neujahrsempfang der etwas anderen Art bereiteten dem rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz von der SPD jene Menschen aus der Region, die sich gegen den Verkauf des Nürburgrings aussprechen.

Vor der Rheinhalle in Remagen hatten sich am Donnerstag rund 80 Demonstranten mit ihren Transparenten eingefunden, um sich für die Nürburgring-Region und deren Interessen einzusetzen. Lautstark forderten sie: „Die Regierung hat es verbockt, jetzt wird der Ring verzockt. Der Ring für die Region, zurück mit den Millionen“, als der Minister eintraf."

Aufgeben gilt nicht, Save The Ring!

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Heute vor einem Jahr ist Kurt Beck zurückgetreten.

Das war am 16.Januar 2013, siehe Chronik.

Er selber sieht sich aktuell so, diesen Text kann man auf seiner kurt-beck.de Homepage lesen:

“Dabei fallen immer wieder die Begriffe bodenständig, menschlich, sozial engagiert, bürgernah und glaubwürdig. Ob freundschaftliche Verbundenheit oder berufliche Kontakte - in einem sind sich Beck-Beobachter schnell einig: Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident steht für Verlässlichkeit und Ehrlichkeit - Werte, die das höchste Lob ausdrücken, das ein Politiker bekommen kann. Bei Kurt Beck ist dieses Lob angebracht.”

Mal davon abgesehen, solche Jubelarien auf der eigenen Webseite zu posten - der allerletzte Begriff, der mir bei Kurt Beck einfallen würde, ist glaubwürdig.

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Mittwoch, 15. Januar 2014

Malu Dreyer verspricht den seriösen Partner ... und auf die Bühne kommt Bernie Ecclestone.

Malu Dreyer meinte an Weihnachten auf Facebook:

“Ich habe die Beiträge gelesen und möchte auch hier noch einmal meine Zuversicht zum Ausdruck bringen, dass ein seriöser und guter Partner für die Zukunft des Nürburgrings gefunden werden wird. ”

und heute steht in der Zeitung:

“Ecclestone greift nach dem Nürburgring - Der Formel–1-Chef sieht sich in der engeren Wahl unter den möglichen Käufern für die insolvente deutsche Rennstrecke in der Eifel. Laut Ecclestone könnte es schon in den nächsten Wochen eine Einigung geben.”

Na dann ist ja alles klar.

Könnt Ihr schonmal den Bankraub planen, wenn Ihr nochmal Touristenfahrten machen wollt.

UPDATE:

Ein Gutes hat diese Ecclestone Nummer ja: so landen Otto Flimm’s Bemühungen sogar im Express.

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Maxime Martin fährt bei Steff Reinhold in der DTM.

Ihr kennt den Steff und Ihr kennt Maxime.

Jetzt haben die beiden zusammengefunden.

Jens Marquardt:

“Das BMW Team RMG wurde im vergangenen Jahr zweifelsohne unter Wert geschlagen. Wir sind sicher, dass Stefan Reinholds Mannschaft gestärkt aus der Winterpause kommt und alles mitbringt, um mit Marco Wittmann und Maxime Martin wieder Erfolge zu feiern.”

Das freut mich sehr für den Steff, wie Ihr wisst hat er damals den 200er mit aus der Taufe gehoben …

(24h-Rennen 2001)

… und ist seit 2 Jahren als Werksteam in den Diensten von BMW:

(I’m Martin - Maxime Martin!)

Leicht zu erkennen am N-fiziertem Boxenstand :)

Und was der Maxime drauf hat, hat er uns ja eindrucksvoll auf der Nordschleife gezeigt: Beweis 1 und Beweis 2.

Das habe ich gehofft, seit klar war, daß Maxime BMW Werksfahrer wird. Jetzt noch Regen, ganz viel Regen, dann lohnt sich sogar DTM gucken :)

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Dienstag, 14. Januar 2014

Eveline Lemke: Sell The Ring statt Save The Ring.

Früher hat Eveline Lemke Seite an Seite für den Nürburgring und die Region Stellung bezogen, aber heute gibt es für sie nur noch eins: weg damit, verkaufen, so schnell es geht.

Früher war sie weder im Landtag, noch in der Regierung - heute bekleidet sie als stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin hohe Regierungsverantwortung.

Vergangenen Samstag meldet sie sich auf ihrer Homepage - nach ewig langer Zeit des Schweigens - überraschend zum Thema Nürburgring:

“Viele Menschen in meiner Heimat um den Nürburgring haben Sorge, dass nach Abwicklung des Insolvenzverfahrens die Region nicht mehr vom Rennsport profitiert oder die Öffentlichkeit vom Zugang zum Mythos Nürburgring ausgeschlossen sein könnte.”

Dazu muss man wissen, daß sie in Bad Bodendorf bei Sinzig zuhause ist - von dort sind es nur 50 km zum Ring.

Und wie adressiert sie in dieser hohen Regierungsfunktion die Sorge ihrer Mitbürger?

“Damit sich die Menschen nicht Sorgen machen müssen, hat der Landtag das Nürburgring-Gesetz beschlossen.”

Schon im Mai 2013 habe ich dazu geschrieben: Das Nürburgring-Gesetz. Oder: wie die Landesregierung dem Volk Valium verabreicht. Dieter Weidenbrück hat es kommentiert und auch Ja zum Nürburgring. Bei der Auseinandersetzung mit Hendrik Hering bin ich auch noch einmal detailliert auf das Gesetz eingegangen - egal, von welcher Seite man es betrachtet: es ist Valium für’s Volk und öffnet dem neuen Besitzer Tür und Tor zum Dehnen der Formulierungen. Industriepool oder Einbeziehung der Region kommen zusätzlich zu den Schwächen überhaupt nicht vor.

Das Gesetz hat sich die Politik nur ausgedacht, um den geplanten Verkauf der Rennstrecken weiter planmäßig durchziehen zu können. Der Alles-wird-gut-Keks für den besorgten Bürger.

Umso enttäuschender, daß Eveline Lemke 1:1 die Hendrik Hering Argumentation aufgreift, obwohl der unwirksame Schutz längst dargestellt wurde.

“Die rot-grüne Landesregierung ist 2011 in dem Bewusstsein und mit der Verabredet gestartet, die Verhältnisse am Nürburgring neu zu ordnen und dies im Einvernehmen mit der EU-Kommission zu tun.”

Ja - daran kann ich mich gut erinnern. Sogar noch nach der Wahl - im Juli 2011 - hat sie die SAVE THE RING Demonstration unterstützt.

Aber als sie am geplanten Ende des Demonstrationsweges auf einmal neben Jörg Lindner auf uns wartete, da witterten nicht Wenige eine Falle. Kaffee und Kuchen hätte es geben sollen, dabei richtete sich der Protest ausdrücklich gegen die NAG von Kai Richter und Jörg Lindner und ihr Unterdrücker-Regime.

Der Umzug machte 100m vor den Beiden kehrt - die einzig richtige Entscheidung.

“Etwas polemisch sind wir GRÜNE damals mit der Forderung in den Landtagswahlkampf gezogen, dass das ”Fass“ endlich einen ”Boden“ erhalten solle. Einer Abwägung vor Ort, wo Schwimmbäder wegen fehlender Haushaltsmittel geschlossen werden müssen oder die Löcher in den Straßen nicht geflickt werden können, hält keine Argumentation FÜR Millionen am Nürburgring stand.”

Ganz einfach: das Fass ohne Boden ist der Freizeitpark und nicht die Rennstrecke. Trennen von Rummel und Rennen - und schon hat der Nürburgring wieder eine Zukunft! Und noch einmal: warum hat Hendrik Hering die privaten Bestandteile für ca. 100 Mio Euro innerhalb der Nürburgring GmbH verstaatlicht? Dieser Schritt war quasi die Insolvenzgarantie!

“Vor der Insolvenz bestand der Wille, den notwendigen Transformationsprozess seitens der Landesregierung noch aktiver ausgestalten zu können.”

Oder auf deutsch: weitere Millionen in das Fass ohne Boden zu pumpen!

“Dafür hat die Landesregierung bei der EU Kommission eine Beihilfe beantragt, die nicht genehmigt wurde.”

Kurt Beck’s Lieblingsargument: die böse EU! Kein Wunder, daß die EU RLP erstmal auferlegt hat, kein WEITERES Geld in die Nürburgring GmbH zu pumpen, wenn gleichzeitig eine große Beihilfeuntersuchung läuft. Gängige Praxis, daß vor Beantwortung der Fragen alle weiteren Zahlungen (Beihilfen!) ausgesetzt werden.

“Statt dessen ging dann der Nürburgring in die Insolvenz.”

Naja, ging ist relativ: die Regierung inklusive Eveline Lemke hat ihn dahin geschickt, am 18.7.2012.

“Das Deutsche Insolvenzrecht hat klare Vorgaben, an die sich alle halten müssen, auch die Politik.”

Ja? Und das heißt jetzt genau was?

Es heißt auf jeden Fall NICHT, daß der Nürburgring verkauft werden MUSS und vor allem nicht mit der Hektik, in der das aktuell abgewickelt wird.

Genausogut könnte die Firma auch SANIERT werden, aber da redet niemand drüber. Die Verkaufsprospekte preisen ein rentables Unternehmen an und man fragt sich zwangsläufig: warum sollte jemand auf die Idee kommen, sowas freiwillig zu verkaufen? Die defizitären Bestandteile sind Kurt Beck’s in Beton gegossene Träume - die Rennstrecke hat gute Chance auf eigenen Beinen zu stehen.

Ihr Text geht noch weiter, könnt Ihr ja selber mal schauen. Das Gesetz muß ein zweites Mal als Argument herhalten und Otto Flimm wird auch abgebügelt.

Alles in allem ein sehr bitterer Aufsatz - und auch eine große Enttäuschung. Das einzige, woran die Regierung interessiert zu sein scheint: verkaufen! So schnell wie möglich verkaufen!

Und warum? Man möchte damit der Entscheidung aus Brüssel zum Beihilfeverfahren zuvorkommen. Anscheindend hat man mehr Angst vor einem negativen Bescheid, als man zugeben möchte. Das kommt einem Eingeständnis gleich, gegen EU Gesetze verstoßen zu haben und deshalb möchte man das Urteil erst garnicht hören.

Das Ganze natürlich nur, wenn der Verkaufsprozess auch EU-sauber abläuft. Und da haben Otto Flimm und Dieter Frey massive Zweifel und die 50-seitige Beschwerde scheint mächtig Staub aufzuwirbeln. Bester Beweis dafür ist, daß Insolvenzlautsprecher Nuvoloni der Beschwerde gelassen entgegen sieht.

So kann man sich natürlich fein aus der Affäre ziehen und wenn die Nordschleife dafür über die Klinge springen muss, so what? Die Politiker fahren Samstags nicht zum Brünnchen, denen ist das egal.

Wenn man sich mal die finanziellen Größenordnungen anschaut: 500 Mio Euro sind in den Freizeitpark geflossen und angeblich hat Capricorn 50 Mio Euro FÜR ALLES geboten. Der ADAC hat nur für die Rennstrecken angeblich 37 Mio Euro geboten (und wurde dafür vor die Tür gesetzt: zu niedrig). Das heißt der Freizeitpark mit Kosten von 500 Mio Euro Steuergeld vor 5 Jahren hat einen Marktwert von 13 Mio Euro. Mit Hotels und Feriendorf und allem drum und dran.

Das muß man erstmal sacken lassen.

Und um diese läppischen 13 Mio Euro nach oben abzurunden soll jetzt die Nordschleife verkauft werden! Die für die ganze Katastrophe am allerwenigsten kann.

Das macht doch alles überhaupt keinen Sinn, weder logisch - noch betriebswirtschaftlich!

Liebe Eveline Lemke, liebe Landesregierung: kommt zur Vernunft und stoppt diesen Amoklauf! Die Nordschleife ist kulturelles Erbe, weltberühmte Sportstätte und Lebensnerv einer ganzen Region. Wir müssen verhindern, daß dies alles der Ausbeutung zum Opfer fällt!

UPDATE:

Eveline Lemke hat über Facebook geantwortet:

“Lieber Mike Frison, danke für Dein Eingehen, ich finde es wichtig, dass wir uns bei aller Unterschiedlichkeit der Haltung trotzdem korrekt im Umgang miteinander auseinandersetzen. Sobald es aus meiner Sicht eine neue Erkenntnis, ein neues Argument oder eine Entscheidung gibt, werde ich mich wieder zu Wort melden. BG Eveline”

Und ich auch nochmal:

“ Eveline, zu warten halte ich für keinen guten Vorschlag, denn die Zeit drängt enorm. Ist der Verkauf erst einmal vollzogen, wird sich dieser wohl kaum rückgängig machen lassen. Und dann folgt nach den grausamen Jahren erst mit NAG und jetzt mit den Insolvenzverwaltern der nächste, der sich hemmungslos am Nürburgring bedient: der Privatbesitzer.”

“Wie viele andere auch, sehe ich nur die Chance des gemeinnützigen Betriebes, am besten in Landeshand - und den Verkauf verhindern wir besser heute als morgen. Bitte lass diese Chance nicht ungenutzt und öffne Dich dringend für die Gespräche, die Dir angeboten wurden - sonst ist es schnell zu spät.”

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Montag, 13. Januar 2014

Wie man mit einem Formel 1 schnell in Monaco ist.

Jackie Stewart erklärt beim Frühstück, wie man schnell in Monaco fährt. Hab ich vorher noch nie gesehen, weltklasse!

(Via.)

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Sonntag, 12. Januar 2014

In eigener Sache: DANKE für die Unterstützung!

Auch im vergangenen Jahr 2013 hatte mein Blog zusammen mit 20832.com über eine Million Besuche, genau genommen 1.205.381 (Google Analytics). Mehr als 2012 (1,08 Mio.) und im Schnitt wieder über 3.000 am Tag.

Warum ich das sage? Weil so ein engagiertes Projekt - wie Ihr Euch denken könnt - viel Arbeit macht und dabei Zeit und Geld konsumiert. Daß es manchmal auch Nerven kostet, das lassen wir aus der Betrachtung mal raus ;)

An dieser Stelle daher ein dickes DANKESCHÖN an die Unterstützer und Sponsoren, die mir die Arbeit 2013 sehr erleichtert haben.

Und falls jemand mein Projekt unterstützenswert findet, immer gerne und der Jahresbeginn ist ein guter Zeitpunkt zum Einstieg! :)

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Der Nürburgring-Verkauf kann noch gestoppt werden.

Otto Flimm / JzN haben eine Beschwerde bei der EU eingereicht, weil der Verkaufsprozess weder transparent, noch diskriminierungsfrei abläuft.

Vorausgegangen war ein Schreiben an Malu Dreyer, den sie aber nicht beantwortet hat - naja, das kennen wir ja aus Facebook.

Die WiWo hat einen knackigen Artikel und hier ist auch die Pressemitteilung von JzN.

Da ist bei beiden reichlich Zündstoff drin, das kann auch der umtriebige Herr Nuvoloni nicht mehr schönreden.

  • Die Insolvenzverwalter bevorzugen Angebote zur Gesamtanlage. D.h. inklusive Hotels und Freizeitpark, dadurch würde natürlich die Beihilfe endgültig manifestiert. Das Monopol der Rennstrecken könnte beliebig benutzt werden, um die Hotels zu füllen. Die IV nennen das Synergie, in Wirklichkeit sind es Kopplungsgeschäfte. Und das erklärt auch, warum der ADAC gedisst wurde, der hat nämlich nur auf die Rennstrecken geboten und das passt den IV nicht.

Eigentlich sollte der Verkauf die verbotenen Beihilfen - also die Wettbewerbsverzerrung - auflösen. Das funktioniert aber nicht, wenn man Bieter bevorzugt, die nur alles tutti kompletti kaufen. Denn genau das macht ja die Wettbewerbsverzerrung eben nicht rückgängig.

Das Problem hat auch einen Namen: wirtschaftliche Kontinuität:

Dann würden die Beihilfen auf den Käufer übergehen und die Kommission könnte vom neuen Eigentümer einen dreistelligen Millionenbetrag zurückfordern.

Können die Bieter ja schonmal ordentliche Rückstellungen bilden!

Die Capricorner haben sich sogar schon den Nürburgring-Mitarbeitern vorgestellt, die scheinen sich ihrer Sache ja ganz schön sicher zu sein.

Und damit nichts anbrennt, schaltet Capricorn auch vorsichtshalber Imageanzeigen im lokalen Blick Aktuell. (Danke für das Bild Uwe!)

  • Wenn Otto Flimm jetzt nicht massiv vorgehen würde, dann bekommt der Nürburgring in ein paar Jahren das nächste Problem. Warum? Den aktuellen Verkaufsprozess kann man nur noch als dilettantisch beschreiben, die La Tene Capital Hongkong Nummer sagt ja schon alles. Und weil es um viel Geld geht, ist das quasi eine Einladung für die nächsten Gerichtsprozesse. Der Ring käme immer noch nicht zur Ruhe, auch dem neuen Betreiber droht die Insolvenz - dann lieber einmal jetzt alles richtig auf die Schienen setzen, als ein endloses Tal der Tränen.

  • Jetzt wissen wir auch, woher die Betriebsgesellschaft, die im Oktober 2012 auf einmal als Briefkasten aufgetaucht ist, ihr Geld herhat: 2 Mio Euro von der insolventen Nürburgring GmbH. Und - ZACK! - wieder das nächste Beihilfeproblem. Für normale Insolvenzen, so wie sie Schmidt/Lieser gewohnt sind, mag das der richtige Weg sein. Aber europarechtlich wohl doch nicht so ganz astrein.

Das ganze Gezerre muss endlich ein Ende haben. Hoffentlich kommt Otto Flimm doch noch mit Malu Dreyer in’s Gespräch, was soll das hartnäckige Mauern. Der Verkaufsprozess muss neu konzipiert werden, die Rennstrecken dürfen nicht verkauft werden und der Rest wird meistbietend versteigert. Warum ist das so schwer?

Nachdem Sabine Schmitz vorgestern schon mit einer Abordnung vom Ring auf Kurt Beck getroffen ist, war sie gestern zusammen mit Christian Menzel im Hunsrück. Dort gab es auch eine Veranstaltung - diesmal von der CDU - und auch Gespräche mit EU-Kommissar Günther Oettinger.

Klasse Einsatz und wir merken ja auch so langsam, daß die Aktionen Früchte tragen. Wir dürfen nicht lockerlassen, es gibt eine Chance den Verkauf der Nordschleife zu verhindern!

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Samstag, 11. Januar 2014

Überraschung in Dubai: Stadler Motorsport gewinnt 24h.

Nicht Black Falcon, auch nicht Schubert - heißt der Sieger beim 24h-Rennen in Dubai, das um 11 Uhr unserer Zeit heute am Samstag zuende gegangen ist.

Stadler Motorsport aus Reinach in der Schweiz hat gewonnen mit einem 997 GT3 R und den Fahrern:

  • Mark Ineichen
  • Rolf Ineichen
  • Marcel Matter
  • Adrian Amstutz
  • Christian Engelhart

Alles Schweizer, bis auf die Profiverstärkung Christian Engelhart (aus Deutschland).

Na wenn das mal keine Überraschung ist, Herzlichen Glückwunsch!

Zweiter wurde das Team Münnich/Basseng/Huff im SLS und Dritter der Black Falcon SLS Al Qubaisi/BLeekemolen/Al Faisal/Haupt/Christodoulou.

GT Corse im 458 wurden Vierter, der Walkenhorst Z4 Sechster und Zehnter das Team Schubert im Z4.

Das Gesamtergebnis gibt es unter live.24hseries.com/RESULTS und hier als PDF.

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Freitag, 10. Januar 2014

Kurt Beck meint Sabine Schmitz redet Unfug.

Gerade eben in Simmern bei einer SPD Veranstaltung - Sabine ist mit mehreren Leuten extra hingefahren, um schöne Grüße vom Nürburgring zu bestellen.

(Klick! für gross, Bild von Michael.)

Der Dialog mit den besorgten Bürgern war allerdings nur sehr kurz und Kurt Beck meint immer noch, alles richtig gemacht zu haben.

Kurt Beck:

“Und ich hab’ mich engagiert dort und wir haben vieles getan. Daß da Fehler gemacht wurden - aber liebe Leute: was wäre denn, wenn wir da nicht investiert hätten?”

Sabine Schmitz:

“Dann wär alles gut!!”

Kurt Beck:

“Ach hört doch auf! (winkt ab) Ihr redet doch Unfug hier!” (schüttelt seinem Spannmann die Hand und klatscht in die Hände)

Ossi Kragl:

“Dann wäre der Ring immer noch profitabel.”

Kurt Beck:

(Im Weggehen) “Also gut! Macht weiter so!” (grinst hämisch).

Alle:

Die Regierung hat’s verbockt,
jetzt wird der Ring verzockt!
Der Ring für die Region!
Zurück mit den Millionen!

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24h 2014: Subaru.

Die ersten Teilnehmer für’s 24h-Rennen melden sich zu Wort:

(Klick! für gross.)

Clever gemacht :)

(Foto: Subaru. Danke Patrick!)

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DMSB Präsident Hans-Joachim Stuck.

Der Mann, der der Nordschleife und dem Nürburgring viel zu verdanken hat - und der 1980 noch selber im Ja-zum-Nürburgring M1 an den Start gegangen ist - heute so:

Vielen Dank für die zahlreichen Kommentare von denen die nichts wissen, nicht die geringste Ahnung haben was ich tue und versuche aber schön g'scheit daherreden - das sind mir die Liebsten.
Viele Grüße!
H.J. Stuck

Kein Witz, original - inklusive Schreibfehler - auf seiner Webseite hansstuck.com (als Antwort im Gästebuch).

Vorausgegangen waren viele nette (!) Einträge, die den prominenten Fahrer mit dem höchsten Amt im deutschen Motorsport um Hilfe gebeten haben.

Während sich das Fußvolk atemlos abstrampelt, der feine Herr Stuck arrogant von oben herab.

Oder anders formuliert: wie sich ein Vorbild selber zum abschreckenden Beispiel demontiert!

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24h Dubai - live.

Startet um 11 Uhr deutsche Zeit - mit Radio Le Mans und Live TV:

http://live.24hseries.com

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Donnerstag, 09. Januar 2014

Seeeehr gewöhnungsbedürftig - Formula E versucht Donuts.

Also ich bin ja generell für alles Neue offen und würde der Formula E echt gerne ’ne Chance geben, aber das ist - naja - unterirdisch. Oder wie WTF1 sagt, wo ich das gefunden habe: underwhelming.

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Die Flut an Mist-Berichten über den Skiunfall von Michael Schumacher.

topfvollgold:

“Die Flut an Mist-Berichten der Regenbogenpresse über den Ski-Unfall von Michael Schumacher ist — wie erwartet — in die deutschen Zeitschriftenregale geschwappt.”

Ganz bittere Sammlung von skuril bis peinlich, was da alles rund um den Unfall zusammengedichtet wird. Aber die bissigen Kommentare von Moritz ziehen den Zeitungen schön die Hosen runter.

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Woran erkennt man einen LMP1?

Motorvision:

“(Er) hat aber zusätzlich einen sehr großen festen Heckspoiler und viele Lufteinlässe an Front, Seite, Heck und Dach.”

(Danke Oli Ver!)


Mittwoch, 08. Januar 2014

Sabine besucht dann mal Kurt Beck.

Rhein-Zeitung:

“Erst waren es nur Besuche auf den Facebook-Seiten, jetzt schauen Fans des Nürburgrings auch organisiert bei öffentlichen Terminen von Politikern vorbei.”

“Sabine Schmitz kündigt an, ”der SPD Delegation betroffene Eifelgrüße vom Ring“ mizubringen. Beck ist für die Nürburgringfans einer der Hauptschuldigen an der Schieflage.”

Und auch bei Hendrik Hering. Der löscht ja auf seiner Facebookseite alles, was mit dem Nürburgring zu tun hat. Na da passt es doch prima, daß er sein neues Bürgerbüro eröffnet:

“Geplant ist offenbar auch ein Besuch zur Eröffnung des Bürgerbüros von SPD-Fraktinschef Hendrik Hering. In den vergangenen Tagen hatte Herings Büro seine liebe Mühe mit zahlreichen kritischen Kommentaren auf Facebook, nachdem die Nürburgringfans zuvor die Seite von Ministerpräsidentin Malu Dreyer geflutet hatten. ”

Sehr gut! Die sollen nicht denken, daß wir uns die Zwangsenteignung bieten lassen!

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Die Medien und der Schumacherunfall.

Stefan Niggemeier:

“Jedenfalls beklagt sich Corinna Schumacher also öffentlich darüber, dass Journalisten das Krankenhaus belagern und ihre Familie belästigen. Wäre das nicht ein Moment für Medien, die diese Nachricht erhalten, sich kurz verwirrt umzuschauen und dann zu fragen: »Hö? Meint die uns?”

“Aber nein. Weiß der Himmel, was das für Medien sind, die Frau Schumacher meint, schlimme, böse Medien, die ihre Familie nicht in Ruhe lassen, komm, wir machen schnell einen Artikel daraus und bebildern ihn mit einer Auswahl der vielen, vielen Fotos, die die Familie Schumacher beim Betreten des Krankenhauses heute, gestern, vorgestern zeigen und auf irgendeine Weise in unser Redaktionssystem gekommen sind. Ach guck mal, die Fotogalerie war schon vorbereitet? Und: veröffentlichen!”

Ist schon traurig, was da veranstaltet wird. Gut, daß das auch neutralen Leuten auffällt, also jemand, dier nicht aus dem Motorsport kommt.

Hoffen wir weiter auf eine gute Genesung!

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Dienstag, 07. Januar 2014

Peter Zakowski hat nichts verlernt.

Am Steuer des Zakspeed Ford Capri Turbo beim OGP 2012:

(Via. Onboard startet bei 5:34.)

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Disaster Recovery für den Strong Man Run.

Was Rock am Ring kann, kann Fisherman mit dem Strong Man Run schon lange: erstmal parallel einen zweiten Event auf die Schiene setzen, man weiß ja nie.

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Schonmal warmfahren: FIA WEC 2014.

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Montag, 06. Januar 2014

Otto Flimm und die Insolvenzverwalter.

Im Rahmen ihrer abgebrühten Kommunikationsstrategie haben die Insolvenzverwalter ja probiert Otto Flimm als Übeltäter darzustellen, damit sie selbst ihre Hände in Unschuld waschen können. Ich hatte das hier auch thematisiert vor 3 Wochen (renn.tv/2359), wie sie mit der Verdrehung der Tatsachen versuchen die Leute an der Nase herumzuführen.

Dazu gibt es jetzt auch eine Antwort von Otto Flimm, bzw. eine PM vom Verein Ja zum Nürburgring:

“Sollte tatsächlich bei Herrn Prof. Dr. Dr. Thomas B. Schmidt die Rechtsauffassung vorherrschen, dass man einen nachhaltigen EU-Rechtsverstoß totschweigen sollte, anstatt auf ihn hinzuweisen? Sollte er wirklich der Auffassung sein, dass nicht demjenigen, der sich rechtswidrig verhalten hat, die Schuld zu geben ist, sondern demjenigen, der auf den Rechtsverstoß hinweist? Das wäre in der Tat ein seltsames Rechtsverständnis für einen promovierten Juristen. Unsere Auffassung ist es sicher nicht.”

Klartext! Das tut gut!

Schön, daß auch Eveline Lemke aus ihrem Versteck hervorgezogen wird, von ihr hat man - im Gegensatz zu der Zeit VOR der Landtagswahl - garnichts mehr zum Thema Nürburgring Rettung hört:

“BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lassen die EU-Kommission prüfen, ob die Gelder, die die Landesregierung über die landeseigene Gesellschaft Nürburgring GmbH bereits in den Bau der Erlebniswelt investiert hat, auch einwandfrei und gesetzeskonform zu den bestehenden EU-Richtlinien geflossen sind.”

Eigentlich ist es ganz einfach: man muß sich nur überlegen, welche Absicht hinter den Aktionen steckt.

Bei Otto Flimm ist es so:

“Ziel der Maßnahmen ist es, einen Neustart einzuleiten, damit der Fokus am Nürburgring wieder auf den Motorsport gerichtet wird.”

(aus der Einladung zur Mitgliederversammlung am 22.Juni 2012).

Ganz einfache Geschichte und da finden wir uns alle wieder.

Und bei den Insolvenzverwaltern? Nun, die haben einen Auftrag bekommen und den wollen sie gut wie möglich zu Ende bringen. Nicht für den Motorsport und auch nicht für die Region, sondern gut für sich selber und ihre Kanzlei.

Da werden alle Register gezogen, das darf auch ruhig was kosten. Denn am Ende soll der Verkauf ja auch ordentlich Geld in die Kasse der Anwälte spülen. Umso teurer, umso besser. Klar, daß denen nicht schmeckt, daß das Volk die Rennstrecken nicht verkaufen will, das bringt ja dann viel weniger Geld ein!

Jetzt, wo der Verkauf unmittelbar bevorsteht, fallen auch bei den Insolvenzverwaltern die Hüllen: es geht nur noch um den höchsten Preis, die Region interessiert schon lange nicht mehr.

Und was haben sie für einen Aufwand betrieben im Vorfeld. Dialog versprochen und Diktatur geliefert. Wisst Ihr noch? nuerburgring-dialog.de?

“Helfen Sie, den Mythos Nürburgring zu erhalten. Bringen Sie sich mit eigenen Ideen und Erfahrungen ein. Wie kann oder soll die Zukunft des Rings aussehen?”

Da sind tatsächlich ein paar Leute drauf reingefallen, im Nachhinein ging es nur darum, die Öffentlichkeit in Diskussionen zu verstricken, während im Hintergrund fieberhaft der Ausverkauf vorbereitet wurde. Perfide - was anderes fällt mir dazu nicht ein.

Nicht nur zeitlich nahtlos an die Richter/Lindner NAG angeknüpft.

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Sonntag, 05. Januar 2014

Professional Motorsport Expo - Termine 2014 und eine schicke App.

2014 wird die Motorsport Expo am 13./14./15.November stattfinden, d.h. zum ersten Mal ist auch ein Samstag mit dabei (der 15.).

Es gibt inzwischen eine neue App, mit der man sehr komfortabel die regelmäßige Zeitschrift lesen kann:

Prima Geschichte auf dem iPad z.B., gibt es aber auch für Android. Einfach nach PMW suchen.

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Wenn am Nürburgring die Lichter ausgehen.

Das wurde am Freitagabend schonmal geübt:

Zu einem größeren Stromausfall ist es am Freitagabend gegen 19.45 Uhr nach einem kurzen, aber heftigen Gewittersturm in der Verbandsgemeinde Adenau gekommen. Etwa 3300 Menschen waren nach Angaben der Feuerwehr betroffen.

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Samstag, 04. Januar 2014

Jetzt auch Roger Lewentz auf Facebook zum Nürburgring.

Nach Malu Dreyer (hier, Ministerpräsidentin) und Hendrik Hering (hier und hier, Ex-Wirtschaftsminister / bis 2011 und aktuell SPD Fraktionsvorsitzender), hat sich auch Roger Lewentz zum Thema Nürburgring Dialog auf Facebook geäußert:

Die Antwort ist allerdings noch ausweichend:

“Sehr geehrte Frau Breuer, mit Ihren sachlichen Anfragen, die meine Funktion als Minister betreffen, können Sie sich gerne und jederzeit an meine Anschrift im Ministerium wenden. Meine dortige Mailadresse lautet roger.lewentz@isim.rlp.de. Dies habe ich auch anderen, die hier gepostet haben, so mitgeteilt. Freundliche Grüße Roger Lewentz”

Ich habe Roger Lewentz gebeten, das Dialogangebot auf Facebook trotzdem anzunehmen, dafür ist es schließlich da. Habe es auch begründet:

"Schön, daß Sie auf Einträge antworten Herr Lewentz. Ihr Partei- und ehemaliger Ministerkollege Hering geht den entgegengesetzten Weg, indem er in großem Stil Kommentare von Bürgern auf seiner Seite löscht und anschließend aussperrt.

Ich möchte vorschlagen, daß Sie hier öffentlich Stellung beziehen, statt dieses Thema mit großem Bürgerinteresse in einem 1:1 Emaildialog zu bearbeiten.

Das ist sowohl für Sie als auch für die Öffentlichkeit der viel effizientere Weg:

  • Anfragen ebenso wie Antworten werden nicht doppelt und dreifach erstellt.
  • Das Thema “Drohender Nürburgring Verkauf” interessiert sehr viele Menschen, das hat man auf der Kundgebung am Samstag vor dem 4.Advent - also in der nicht-motorsportlichen Weihnachtszeit mitten im Winter - mit 2.000 Teilnehmern gut gesehen.
  • Die Zeit drängt, denn schon bald soll der Nürburgring verkauft werden. Wenn Ihnen daran gelegen ist, ebenso dringend zu unterstützen, dann verstricken Sie sich nicht in einzelne Hin- und Her Mailerei, sondern treten offen und öffentlich - hier - in den Dialog mit vielen Menschen auf einmal.
  • Sie sind es den Leuten und dem Nürburgring schuldig, denn Sie haben blühende Landschaften versprochen, aber den Bankrott geliefert. Der Nürburgring ist - auch dank Ihnen - kurz vor dem Totalkollaps und Sie haben einiges gutzumachen.

Wenn Sie und die RLP Regierung es ernst meinen mit dem Bürgerdialog, dann nehmen Sie diese Chance bitte wahr."

Den Eintrag findet Ihr auf Facebook - solange er denn überlebt - hier und vielleicht möchtet Ihr meinen Vorschlag unterstützen.

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Marcel Tiemann sendet Genesungswünsche an Michael Schumacher.

Marcel Tiemann:

“Ich bin geschockt über den Skiunfall von Michael Schumacher und seinen Folgen. Es erinnert mich stark an meinen Rennunfall 2010 und wie sich meine Familie gefühlt haben muss.
Ich hoffe und wünsche ihm das allerbeste und meine Gedanken sind bei Ihm und seiner Familie.”

Ja, wenn da einer mitreden kann, dann ist das - leider - Marcel Tiemann, unser Fahrer des Jahres 2010.

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Kurt Beck reiht sich nahtlos ein ...

… zu Ronald Pofalla, Roland Koch, Gerhard Schröder, Joschka Fischer, Helmut Kohl, …

Abendblatt:

“Prominente Seitenwechsler – Beck, Koch, Schröder und Kohl: Kurt Beck (SPD) wechselte 2013 nur wenige Monate nach seinem mit gesundheitlichen Problemen begründeten Rücktritt als rheinland-pfälzischer Ministerpräsident als Berater zum Pharmakonzern Boehringer Ingelheim.”

Schön, daß die wahre Gesinnung von Kurt Beck auch in der Allgemeinheit ankommt.

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tags: KurtBeck


Freitag, 03. Januar 2014

Fiat hat Chrysler übernommen.

dw.de:

Der italienische Autobauer erwirbt in einem 4,35 Milliarden Dollar (3,16 Milliarden Euro) schweren Geschäft den noch fehlenden Minderheitsanteil an Chrysler.

Dem Aktienkurs hat es gutgetan.

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Cool, Franz Konrad greift nochmal an.

sportscar365.com:

Christian Engelhart, Rolf Ineichen, Lance Willsey, Klaus Bachler and team owner Franz Konrad will drive the Dempsey/Konrad entry at the Rolex 24.

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tags: Rolex24 | FranzKonrad


Die Demo wirkt noch nach, Christian Menzel gibt weiter Gas.

Wochenspiegel:

Ring-Demo: Menzel beklagt das Fernbleiben der Politik

Gegensätzlicher konnte die Resonanz nicht sein: Während über 2.000 Menschen jüngst gegen den drohenden Verkauf des Nürburgrings am Nordschleifen-Streckenabschnitt Parkplatz Brünnchen demonstrierten, blieb die Politik bis auf ganz wenige Ausnahmen der Veranstaltung fern.

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Die Insolvenzverwalter haben eine alte neue Marke angemeldet.

Und wie ich finde, sehr frech:

register.dpma.de/../3020130598032/DE

Das ist das Layout nur der Nordschleife, das war eigentlich immer den Communities vorbehalten. Sozusagen als Erkennungsmerkmal, um was es wirklich geht. So wie 20832. Die, die keine Ahnung haben, fahren auf ihren Prollbüchsen ja immer noch die Grand Prix Strecke inklusive Haughaken mit spazieren.

Und das meldet die insolvente Nürburgring GmbH am 15.11. 2013 an. Zum zweiten Mal! Denn beim ersten Mal wurde keine Unterscheidungskraft festgestellt.

Ich hoffe mal, daß es da Widersprüche hagelt, denn dieses Bild wird von vielen Leuten verwendet, ohne daß es dafür eine Marke braucht.

Aber wo wir schon dabei sind: insgesamt hat die Nürburgring GmbH 98 Marken angemeldet.

Die älteste ist von 1982 - das war noch cool.

2006 kam das neue Nürburgring-Logo, die Entwicklung hatte damals viel Geld gekostet und Walter Kafitz hat sich in diesem Logo verewigt. Deswegen kann ich auch nicht verstehen, daß es trotzdem so viele Leute freiwillig benutzen, sie unterstützen damit quasi Kafitz’sches Gedankengut.

2008 wurde es albern, da wurden alle Nordschleife-Streckenabschnitte geschützt, z.B. Karussell. Verstehe zwar nicht, wie man sowas eintragen kann, aber geschenkt.

Und natürlich viel schlimmer, 2009 kam die heutige Freizeitpark- und Insolvenz-Era mit Ring°elpietz und Schimmel°pilz, als mit dem Beck°Werk alles be°ringt wurde.

Und nicht zu vergessen 2009, als sich auch Kai Richter auf Steuerkosten verewigen durfte.

Aber die affigste aller affigen Markenanmeldungen der Nürburgring GmbH ist mit Abstand diese hier von 2011. Was für eine Steuergeldverschwendung!

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Wer mich alles auf Facebook geblockt hat.

Nach der Heringnummer dachte ich, ich mach mal eine Liste. Ist zwar übersichtlich, aber so ein gewisser roter Faden zieht sich da durch:

Ausgesperrt bin ich von:

Was haben diese Leute wohl gegen mich? :)

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Freund des Nürburgring Fred Pretz.

Ich habe mich immer gefragt, was Fred Pretz wohl dafür bekommt, daß er sich bei Hendrik Hering’s Blendgranatenverein “Freunde des Nürburgring” so engagiert.

(Aus dem “Geschäftsbrief” der NAG vom März 2011, Fred Pretz rechts neben Kai Richter.)

Er ist vorher noch nie mit dem Thema Nürburgring in Erscheinung getreten, aber wurde von heute auf morgen Vereinsvorsitzender von diesem Club.

Na - wie wär’s denn mit einer neuen Stadthalle?

Fred Pretz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde, hofft auf eine Einweihung der neuen Halle im ersten Halbjahr 2015. Kosten soll der Bau nach Berechnungen des rheinland-pfälzischen Innenministeriums rund 10,5 Millionen Euro. Das Land hat bereits 2010 einen Zuschuss von 5,2 Millionen Euro bewilligt, weitere 1,5 Millionen Euro kamen in diesem Jahr dazu.

Wem Vallendar nichts sagt: das ist ein kleiner Ort gegenüber von Koblenz auf der schääl Sick, hat 8.500 Einwohner.

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Donnerstag, 02. Januar 2014

Meine Kommentare zu der Facebook-Antwort von Hendrik Hering.

Hendrik Hering - der Ex-Wirtschaftsminister von RLP, der 2010 die Richter-Immobilien verstaatlich hat (die heute wieder privatisiert werden sollen) und den 30-jährigen NAG Pachtvertrag ausgehandelt hat - war ja zum Jahreswechsel hier Thema.

Er hat tatsächlich sogar in der Sylvesternacht fleissig Posts auf seiner Facebookseite gelöscht und massig User geblockt. Mich hat er auch auf seine persönliche Blacklist gesetzt.

Und jetzt gibt es auch ein Statement von ihm, das ich zwar selber nicht lesen kann (Blacklist), das mit aber zugeschickt wurde.

Der Text ist ein Spiegelbild der aktuellen Argumentationslinie und deshalb habe ich mir mal die Mühe gemacht, das Satz für Satz zu kommentieren.

Das ist zwar ein sehr trauriger Start in das Jahr 2014 und ich könnte mir meine freie Zeit sicher angenehmer vorstellen - z.B. spielend mit unserer 10 Wochen alten süßen Maus im Zimmer nebenan. Aber ich konnte das einfach nicht so unkommentiert stehen lassen:

In den letzten Tagen werden auf meinem Facebook-Account sachliche und weniger sachliche Posts zum bevorstehenden Verkauf des Nürburgrings hinterlassen, die ich sehr genau gelesen habe.

Soviel zu der Vermutung, jemand anders würde die Seite für Hendrik Hering pflegen.

Ich erlaube mir auch zukünftig, auf meiner persönlichen Facebook-Seite Posts zu löschen, die nicht der in den Notizen noch einmal dargestellten Netiquette entsprechen.

Da gibt’s direkt mehrere Punkte:

  • Nicht nur Posts zu löschen, sondern auch die User zu blocken! Ich und gefühlt das halbe Facebook können nach seiner Hexenverbrennung die Seite nicht mehr sehen.
  • Meinen Post kann ja jeder hier nachlesen: renn.tv/2367. Ich kann kein Problem mit der Netiquette feststellen.
  • “die nicht der in den Notizen noch einmal dargestellten Netiquette” - noch einmal? Dieses Hendrik-Hering-Facebook-Gesetz hat die große Säuberungsaktion nachträglich legitimieren wollen.

“Einer Diskussion über die Zukunft des Rings habe ich mich seit ich 2006 als Minister damit befasst wurde, nie entzogen.”

HAHAHA! Darf ich mal laut lachen?

Also

  • 2006? Das ist ja das Allerneueste! Nachdem Ingolf Deubel über die Klinge springen musste, der als Finanzminister und Aufsichtsratsvorsitzender der Nürburgring GmbH in Personalunion das Sagen hatte, wurde die Verantwortung in Hendrik Hering’s Wirtschaftsministerium geschoben. Das war 2009.
  • Über die Köpfe aller Betroffenen wurde entschieden, gleich einer Diktatur. Ich war live dabei, als Richter/Lindner in Adenau von Hendrik Hering als Pächter mit 30 Jahre Vertrag vorgestellt wurden. Alle Bedenken von Sportlern und Bevölkerung wurden - wie auch die Jahre davor - herrschaftlich vom Tisch gewischt! Im SWR sagte Hering im März 2010:

Wir haben dort Partner, mit denen es gemeinsam betrieben werden muß. Wir können das nicht wie in anderen Fällen einer Ausschreibung zuführen, und werden das umsetzen, was wir im Abwägungsprozess für die Zukunft des Nürburgring am sinnvollsten halten.

“Was WIR am sinnvollsten halten!” Klarer kann man dem Volk doch garnicht mehr sagen, daß es zu kuschen hat.

“Daher hier, für alle, die sich in den letzten Tagen mit ihren sachlichen Posts gemeldet haben, meine ausführliche Stellungnahme zum Ring:”

Nach ja - für alle, die noch nicht geblockt sind - und das ist die Minderheit würde ich sagen.

“Anders, als von einigen Interessengruppen suggeriert, ist ein Verkauf des Rings durch die Insolvenzverwalter nicht zu verhindern.”

Alternativlos! Das ist doch mal ein Argument!

“Wir haben klare Vorgaben aus Brüssel, die wir nicht verneinen können.”

Klare Vorgaben - und warum sagt er dann nicht, worum es sich bei den klaren Vorgaben handelt? Ein Verkauf ist es nämlich nicht! Die EU hat nicht vorgeschrieben, daß der Nürburgring verkauft werden muss. Das hat sich die Landesregierung als Märchen ausgedacht, damit sie sich dahinter verstecken kann.

Was die EU gemacht hat: sie hat ein Verfahren wegen verbotener Beihilfen eröffnet. Ergebnis: offen. Da ist noch überhaupt nichts entschieden und besonders Herr Hering hat ja als Jurist und Wirtschaftsminister immer hartnäckig argumentiert, daß alles EU-konform abgelaufen sei. Also müsste er auch dem Beihilfeverfahren gelassen entgegen sehen.

“Ich gehöre nicht zu den Menschen, die mit der Möglichkeit, den Ring in Landeshand zu belassen, spekulieren und in der Region falsche Hoffnungen wecken.”

Was heißt hier spekulieren und falsche Hoffnungen wecken! Es geht um Volkseigentum von unermesslichem kulturellen Wert, da würde man von jedem verantwortungsvollen Politiker erwarten, daß er es mit dem Messer zwischen den Zähnen bis auf den letzten Tropfen Blut verteidigt! Was für eine perfide Umkehrung der Argumentation!

“Mir ist durchaus bewusst, dass das nicht die Antwort ist, die die Mehrzahl der Userinnen und User, die sich bei mir gemeldet haben, lesen wollen.”

… und auch nicht lesen können. Vielleicht weiß Herr Hering garnicht, was das bedeutet, wenn man einen User auf die Blacklist setzt.

“Durch die Insolvenz hat die Landespolitik nur noch geringen Einfluss auf das Verfahren.”

Da ist sie ja wieder: die Insolvenz, die wie von Geisterhand vom Himmel gefallen ist. Kein Wort darüber, daß er - Hendrik Hering - durch den Kaufvertrag über die privaten Immobilien maßgeblich zum Bankrott beigetragen hat! Hätte er meinen Kommentar nicht gelöscht, dann hätte er auch darauf antworten können - hier habe ich das Thema im Detail beleuchtet.

“Der Verkauf der Vermögenswerte an Investoren ist bei einer Insolvenz unvermeidbar.”

Da - wieder: alternativlos. Wieso sollte das unvermeidbar sein? Eine Involvenz bietet viele Möglichkeiten die Gläubiger zu befriedigen, vor allem da der Hauptgläubiger das Land selber ist! Eine Trennung von Beck°Park und den Rennstrecken mit anschließendem Verkauf der Hotel- und Freizeitimmobilien wäre doch ein hervorragender Weg. Die Anlagen haben vor 4 Jahren über 330 Mio Euro gekostet, da muß doch noch ein Wert übrig sein. Wenn nicht, dann frage ich mich, wo das Geld hin ist?

“Wir haben allerdings dafür gesorgt, dass nach dem Verkauf ein öffentliches Zugangsrechts am Nürburgring gesetzlich geregelt ist. Dadurch wird der Ring für die Region und für den Motor- und Breitensport erhalten bleiben.”

Das Nürburgring Gesetz. Das ist das Papier nicht wert, auf dem es steht. Das sagen eigentlich alle Beteiligten, nur die Regierung schiebt es immer wieder als Ausrede vor sich her.

Hier ein paar Stellungnahmen:

Ja zum Nürburgring:

“Um fünf nach zwölf wurde dann ein Landesgesetz zur Erhaltung der Zweckbestimmung des Nürburgrings verabschiedet, das den freien Zugang zur Rennstrecke zu angemessenen Kosten garantieren sollte. Das Gesetz ist allerdings so weit gefasst, dass es den gewünschten Zweck nicht erreicht. Es ist nicht mehr als eine leere Hülle und stellt keinen konkreten und bindenden Rahmen für einen zukünftigen Eigentümer/Betreiber dar. Vielfältige und langjährige Rechtsstreitigkeiten sind absehbar, wenn die Rennstrecke in die falschen Hände gerät. Es fehlt vollständig der Bezug zur Region, zu deren Unterstützung der Nürburgring einst gebaut und fast 90 Jahre lang betrieben wurde. Auch von dem Ziel „angemessene Kosten“ für den Motorsport ist nichts geblieben. Nach dem Gesetz ist der Betreiber vollkommen frei in seiner Preisgestaltung. Damit werden ohne Not wesentliche Zielvorgaben der legendären Sportstätte des Nürburgrings dem Gutdünken eines privaten Investors preisgegeben.”

Julia Klöckner:

“Die CDU-Landtagsfraktion hat das heute von den Regierungsfraktionen verabschiedete Gesetz abgelehnt – aus Solidarität mit der Region! Wir haben unsere Position auch in einem eigenen Entschließungsantrag deutlich gemacht. (..) Bis heute haben die Regierungsfraktionen nicht plausibel darlegen können, warum ein derart hoher Zeitdruck aufgebaut werden musste.”

Dieter Weidenbrück:

“Ich halte das Gesetz für unbrauchbar. Der Anspruch, mit diesem Gesetz die Nutzung des Nürburgrings auch weiterhin kontrollieren zu wollen, kann nicht erfüllt werden.”

Das Gesetz könnt Ihr hier und die Nutzungsordnung hier nachlesen.

“Historisch war der Ring schon immer ein Ort, der sowohl für die Region als auch für Rennbegeisterte offen stand. Das ist in dem Landesgesetz, dass mit rot-grüner Mehrheit verabschiedet wurde, auch für die Zukunft so geregelt.”

Reine Augenwischerei - nichts ist geregelt, im Gegenteil, es wurde so schwammig formuliert, daß es nur den zukünftigen Besitzer schützt.

“Niemandem nutzt eine private Rennstrecke mit der Region und den Menschen vor Ort als Zaungäste.”

Ach?

“Deswegen haben wir für ein öffentliches Zugangsrecht und dessen gesetzliche Absicherung gesorgt.”

Die einzige Absicherung scheint die der Regierung zu sein, erlässt schnell ein Gesetz, damit es damit den Leuten Sand in die Augen streuen kann.

“Über die positiven Signale für unser Gesetz von Seiten der EU-Kommission freuen wir uns und wissen, dass dies Ministerpräsidentin Malu Dreyer und den Sanierern am Nürburgring durch die ständige Rückkopplungen mit der EU-Kommission gelungen ist.”

Da sind sie ja wieder, die Sanierer! Immer schön wiederholen, vielleicht glaubt es ja dann jemand. Das sind ganz normale Insovlenzverwalter, die erst einmal das Wohl ihrer eigenen Kanzlei im Auge haben. Sanierer würden sanieren, nicht verkaufen!

“Für Infrastrukturprojekte wie den Nürburgring werden auch zukünftig Steuergelder in die Hand genommen werden müssen.”

Das ist ein seltsame Aussage und hat überhaupt nichts mit dem Problem zu tun. Witzigerweise ist das auch die Passage, die von der Agentur dpa aufgegriffen wurde. Irgendwie ein Ablenkungsmanöver, das sogar funktioniert hat.

“Diese Aussage gilt unabhängig davon, dass die Bauten am Nürburgring überdimensioniert sind.”

Äh - ja - stimmt. Das hat wirklich nichts miteinander zu tun. WTF?

“Freizeitpark und Boulevard würden heute in dieser Größenordnung nicht mehr gebaut werden.”

Das ist doch der Wortlaut von Kurt Beck? Damit hat er sich auch immer das Problem kleinreden wollen, daß das ja nicht nochmal gemacht wird.

“Es ist nicht gelungen, deren Kosten zu refinanzieren.”

Nicht nur das. Es war auch von vorneherein absehbar, daß das ein komplettes Disaster wird. Und es gab viele laute und warnende Stimmen, die vom Tisch gewischt wurden.

“Das ärgert keinen mehr als mich selbst.”

Noch so ein Kurt-Beck-Textbaustein. Herr Hering, denken Sie sich doch mal was eigenes aus.

“Betrachtet man den Refinanzierungsbedarf handelsrechtlich, waren die damaligen Berechnungen des Landesrechnungshofs nachvollziehbar.”

Des Landesrechnungshofes? Der jahraus jahrein der Nürburgring GmbH und der Landesregierung Geldverschwendung nachgewiesen hat? Aber immer ignoriert wurde? Dieser Landesrechnungshof?

“Ernst & Young, die von der damaligen Landesregierung beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hat den Refinanzierungsbedarf für das Investment am Nürburgring auf anderer betriebswirtschaftlicher Grundlage kalkuliert als der Rechnungshof dies tut.”

Achja, die Auftragsgutachten. Die waren ja auch immer als Argument herangezogen worden. Damals wurde aber immer von renommierter Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gesprochen. Die Zeiten sind wohl vorbei.

“Darüber hinaus wurden Ertragsaussichten aufgezeigt, die diesen Refinanzierungsbedarf decken und die auch von den Pächtern durch die Unterzeichnung der Verträge als realistisch anerkannt wurden.”

Und von denen jeder Außenstehende gesagt hat, daß die Rechnung vorne und hinten nicht aufgeht.

“Aus heutiger Sicht waren die 2010 gemachten Annahmen eindeutig zu optimistisch.”

Ah - jetzt wird es interessant - das ist der 30-jährige Richter/Lindner Vertrag und der Abkauf für 100 Mio Euro (?) der privaten Richter Immobilien.

“Auch hat sich das in die Vertragspartner gesetzte Vertrauen nicht in der erhofften Weise erfüllt und wurde in den letzten Wochen vor der Vertragskündigung schwer erschüttert.”

Ach nee. Die Schuld der Anderen.

“Auf der Grundlage heutiger Kenntnisse und den gemachten Erfahrungen würden die Entscheidungen für die Zukunft des Nürburgrings anders als in 2009 und 2010 getroffen werden.”

Diese Erkenntnisse lagen damals - also auch 2007, als die Erlebnisregion beschlossen wurde - auf der Straße! Jeder - JEDER! - hat gesagt das geht in die Hose. Nur die arrogante Landesregierung hat alle Kritik überhört und ist mit dem Kopf durch die Wand.

“Die Trennung von Besitz und Betrieb war allerdings eine richtige Entscheidung.”

What? Hab ich was verpasst? Fehlt da ein Stück? Den Betrieb aus der Hand zu geben und die Richter-Immobilien zu kaufen war die richtige Entscheidung? Weil … ?

Das war die garantierte Nürburgring-Insolvenz mit Ansage und Anlauf! Was redet der Mann da für ein wirres Zeug!?

“Dadurch wurde zudem auch die Kündigung des Betriebspachtvertrags möglich gemacht.”

Ach - jetzt versteh ich - das war ein Witz! Hahaha - der ist gut!

Ja, das stimmt natürlich - die Kündigung des Pachtvertrages ist erst durch die Entstehung des Pachtvertrages möglich geworden.

Au weia.

“Die Menschen in der Eifelregion rund um den Ring sind mir und sind der Landesregierung ganz sicher nicht egal.”

Doch, völlig - leider. Ihr interessiert Euch nur für Euren warmen Bürostuhl auf Steuerzahlerkosten - und das wird jedem aufmerksamen Leser alleine schon bei diesem Text deutlich.

“Die enorme strukturpolitische Bedeutung der Rennstrecke für die Eifel muss trotz der Insolvenz mit dem Ziel gesichert werden, die Arbeitsplätze in der Region zu erhalten.”

Zum Schluß noch was Staatstragendes, das kommt immer gut. Und Arbeitsplätze gehen immer.

Sorry, aber diese Ausflüchte sind ein einziges Trauerspiel. Und zusammen mit der Vorgeschichte einfach nur noch furchbar erbärmlich. Keinen Arsch in der Hose, Rumgeeiere bis zum Anschlag - dabei hätte ausgerechnet Hendrik Hering einiges wieder gutzumachen.

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Dienstag, 31. Dezember 2013

Hendrik Hering, Facebook und die Meinungsfreiheit.

Hendrik Hering ist gelernter Jurist und war Wirtschaftsminister in Rheinland-Pfalz, bis er 2011 von Eveline Lemke abgelöst wurde. (Wir hatten damals große Hoffnungen in diesen Wechsel gesetzt, aber das ist ein anderes - ebenso trauriges - Kapitel.) Er hat entscheidend die Weichen für den Nürburgring gestellt, denn sowohl der Pachtvertrag mit Lindner/Richter als auch den gleichzeitigen staatlichen Aufkauf der privaten Richter-Projekte hat er zu verantworten.

Das Thema hatte ich vor 2 Wochen nochmal aufgegriffen, denn für mich waren das die entscheidenden Katastrophen, die die Nürburgring GmbH unweigerlich in die Insolvenz - nur 2,5 Jahre später - geführt haben. Will nur heute niemand mehr was von wissen, besonders nicht Herr Hering.

Nachdem er seinen Stuhl im Wirtschaftsministerium räumen musste, hat man ihm den SPD Fraktionsvorsitz üerlassen, Landtagsmitglied ist er natürlich auch.

Und da es heutzutage chic ist auf Facebook zu sein, wird das auch im Westerwald umgesetzt.

Das ist seine Homepage - inklusive dem Facebooklink (Wer-kennt-wen? WFT?):

Thema Nummer 1 auf seiner Seite ist der Umzug seines Bürgerbüros von Bad Marienberg nach Hachenburg und da habe ich mir gestern erlaubt diesen Kommentar einzustellen (das eigene Verfassen von Beiträgen ist nicht erlaubt, man kann aber auf Beiträge antworten):

“Wie wär’s denn mal zur Abwechslung mit einem Abstecher an den Nürburgring Herr Hering? Immerhin waren Sie es, der den Vertrag vom 8.April 2010 ”ausgehandelt“ hat, der mit der Übernahme der MSR die Insolvenz der Nürburgring GmbH herbeigeführt hat. Wie viele Steuermillionen hat der Deal gekostet? 100?
Und jetzt soll eine der berühmtesten Sportstätten der Welt verkauft werden, um Ihre fatalen Fehler zu überdecken. ”Verantwortung“ ist in der RLP Politik wohl aus dem Wortschatz gestrichen?
http://renn.tv/2357”

Das sah dann gestern abend so aus:

(Anklicken für groß.)

Und wie geht man als Politiker mit so einem Dialogwunsch um? Na klar, löschen! Ganz schnell löschen!

Sehr Ihr - ganz einfach! - heute morgen alles wieder (fast) sauber:

Dabei hatte mein Kommentar innerhalb einer Stunde schon 47 Likes, so viele sammelt Hendrik Hering nichtmal mit seinen eigenen Einträgen.

Das ist also das Dialogverständnis der rheinland-pfälzischen Politiker: die Frau Dreyer erklärt ihre Facebookseite kurzerhand zur Privatsache und Hendrik Hering hält sich erst garnicht lange mit Erklärungen auf, er fegt da einmal kräftig mit dem Zensurbesen durch.

Das Bürgerbüro wäre doch mal was für unsere Westerwälder Motorsportler: das ist Euer Vertreter im Mainzer Landtag! Vielleicht mal einen schönen Nachmittag machen und alle mit den Trucks vorfahren.

Aber so sind sie die Zöglinge von Kurt Beck: erst reiten sie uns mit Ansage in die Vollkatastrophe und dann wollen sie damit nichts mehr zu tun haben.

Was wollen diese Politikerdarsteller denn dann auf Facebook? Sollen sie sich doch einigeln, meterhohe Sicherheitszäune um ihre Büros ziehen und Security vor die Tür stellen. Aber dann auch die Finger von Entscheidungen lassen, die unser aller Leben massiv beeinflussen.

UPDATE:

(Klick für groß.)

Hendrik Hering hat seine Facebookseite kurzerhand abgeschaltet. Dialog 2.0. Der Link zu Facebook auf seiner Homepage ist noch da. Da kann er aber froh sein, daß er mich hat, der alles so schön dokumentiert. Und auf Twitter gibt es ihn auch (noch): @hendrikhering.

Der hat wohl noch nie von Barbra Streisand gehört! :)

UPDATE 2:

Anscheinend nicht gelöscht, sondern nur mich blockiert. Kommt Ihr noch auf die Seite drauf? Wenn ja, dann könnt Ihr ihm ja mal ein paar Takte da lassen.

UPDATE 3:

Hendrik Hering hat reagiert. Und zwar indem er Regeln erlassen hat, die quasi jede Meinungsäußerung von Usern untersagen. Sein eigenes Facebook-Gesetz!

Ich hab mal die wichtigen Passagen zusammengefasst:

Liebe Facebook-Freundinnen und -Freunde, … unzulässig sind … sie werden von mir entfernt, die Userin oder der User werden gesperrt … führt zur Sperrung der Userin bzw. des Users … Kommentare, die … werden gelöscht … unerwünscht sind … sie werden gelöscht … die Userin oder der User von mir gesperrt … Beiträge, die … werden von mir gelöscht … wird die Userin oder der User von mir gesperrt … werden umgehend gesperrt … sind untersagt … unzulässig sind … die Userin oder der User wird gesperrt … es ist nicht erlaubt …

Glaubt Ihr nicht? Bitte sehr. (Hendrik Hering’s Seite kann ich ja nicht mehr sehen, ich bekomme als gesperrter User eine Fehlerseite.)

Und weil’s so schön ist - Hendrik Hering’s Facebookgesetz als Wordle:

(Klick! für gross.)

Und aktuell - an Sylvester! - hat er tatsächlich nichts anderes zu tun, als Beiträge am Fließband zu löschen und User (Bürger!!) zu sperren. Könnt Ihr gerne mal testen.

UPDATE 4:

Die Rhein-Zeitung hat das Thema aufgegriffen (und die dpa recht oberflächlich).

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Montag, 30. Dezember 2013

Michael Schumacher´s Unfall.

Es hat ihn leider sehr schwer erwischt, habt Ihr sicher alle mitbekommen. Das ist ja wirklich in allen Medien, heute waren die Titelseiten der Zeitungen damit voll.

Das Motorsportjahr 2013 ist echt ein Jahr zum Vergessen, eine Hiobsbotschaft jagt die nächste. Beim Skifahren. BEIM SKIFAHREN!! Nach 300 Formel 1 Rennen. Ist mit dem Kopf so heftig gegen einen Fels gefallen, daß der Helm kaputtgegangen ist und auch wohl einiges im Kopf. Hier gibt es Details vom Mediziner. Nach Schädel-OP jetzt künstliches Koma und abwarten.

Manche Leute sind so makaber, denen sind Likes wichtiger als Charakter - gut, daß Sascha sich da mal ordentlich auskotzt, dann muss ich das nicht machen. E-kel-haft. Ähnlich gelagert greift der Postillion das Thema auch auf, allerdings auf seine eigene sachliche Art.

Hoffen wir das Beste - das wird ein ganz hartes Rennen.

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Freitag, 27. Dezember 2013

Wie sich der SWR bemüht aus Kurt Beck einen Ehrenbürger zu machen.

Kam gestern zur Prime Time:

Was macht eigentlich Kurt Beck?

Die rollen ihm nach wie vor den roten Teppich aus, damit er sich produzieren kann.

Eigentlich müssten sie einen Beitrag machen, wie er jämmerlich versagt hat und sich feige davongestohlen hat.

Hier ist seine Neujahrsansprache von 2009:

“Deshalb bleibt unser wichtigstes Ziel: die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen. [..] Was in diesem Zusammenhang den Nürburgring betrifft: Ja, es sind Fehler passiert. Aber der Nürburgring eröffnet neue Chancen für Arbeit und für Wertschöpfung und keine Belastung für den Steuerzahler. Er ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor für die Region und ein internationales Aushängeschild unseres Landes.”

Keine Belastung für den Steuerzahler? Internationales Aushängeschild unseres Landes? Und jetzt? Bankrott und fast verschachert an den Meistbietenden, wenn wir den Verkaufsprozess nicht in letzter Sekunde stoppen.

Und DEN zeigen die noch im Fernsehen. Für mich gehört so ein Mann weggesperrt!

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Donnerstag, 26. Dezember 2013

Das kann doch kein Zufall sein - STR Porsche im Nürburgring Video von 1995.

Werbevideo vom 928 GTS von 1995 - auf dem Nürburgring mit STR auf dem Nummernschild: S-TR 75.

Hier das Video:

(Via.)

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Bei Malu Dreyer vor der Haustür.

(Via.)

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Dieter Weidenbrück an Malu Dreyer.

Nachdem auf der Facebook-Seite der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz über Weihnachten so richtig was los ist zum Thema Nürburgring, hat Dieter ihr auch einen Brief geschrieben (gibt’s auch als Text).

“Wie wollen Sie erklären, dass das Land wertvolles Eigentum aufgibt, nur um über die Insolvenz einen Bruchteil des Wertes wieder einzunehmen und auf diese Weise den Schaden für das Land noch zu vergrößern? Das Land ist der Verursacher allen Übels, der unerlaubten Beihilfen, der Insolvenz, des großen Fehlers, die Neubauten in die Nürburgring GmbH einzubringen und damit die Rennstrecke in das Beihilfeverfahren und schließlich die Insolvenz hineinzuziehen. Und alles, was Sie den Bürgern zu sagen haben, ist, man solle sich keine Sorgen machen, es würde schon der ”seriöse Investor“ kommen?”

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Mittwoch, 25. Dezember 2013

Malu Dreyer, Nürburgring und Weihnachten.

Zum zweiten Mal meldet sich die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz zum Thema Nürburgring - diesmal persönlich auf Facebook und nicht wie beim ersten Mal in der Zeitung - und wieder versucht sie die öffentliche Diskussion kurzerhand für beendet zu erklären:

“Liebe Freundinnen und Freunde, Viele haben mir zum Thema Nürburgring geschrieben. So zum Beispiel Herr Thomas Waebs, Herr Stefan Cologne oder auch Frau Hanna Breuer. Ich habe die Beiträge gelesen und möchte auch hier noch einmal meine Zuversicht zum Ausdruck bringen, dass ein seriöser und guter Partner für die Zukunft des Nürburgrings gefunden werden wird.”

Seht Ihr? Alles in Ordnung, macht Euch keine Sorgen, alles wird gut.

Bitte weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen!

Und vor allen Dingen: nicht auf Facebook schreiben. Weil - festhalten:

“Weiter kann ich mich hier auf dieser Seite nicht äußern, da dieses meine private Facebook-Seite ist. Für weitere Fragen bitte ich Sie, die Facebook-Seite der Staatskanzlei oder die Kontaktdaten der Staatskanzlei zu verwenden, weil ich meine Funktion als Privatperson und Ministerpräsidentin trennen muss. Ich versichere Ihnen aber, dass das Thema Nürburgring bei uns eine hohe Priorität besitzt.”

Privat! Da muß man doch Verständnis für haben.

Diese Trennung zwischen der “Funktion als Privatperson und Ministerpräsidentin” nach Malu-Dreyer-Definition sah die letzten Tag zum Beispiel so aus:

  • “SPD hat starke Ressorts und starkes Personal! …”
  • “Eine starke Basis für die Regierungsarbeit …”
  • “Danke liebe Genossen und Genossinnen für die hohe Wahlbeteiligung!”

usw. usw. Malu Dreyer so richtig privat unter Freunden.

Dazu muß man wissen, Seiten sind nach Facebook-Definition für Firmen, Künstler, Sportler, öffentliche Personen usw., die kann man als Fan liken - und im Gegensatz dazu gibt es persönliche Profile, die dazu dienen sich mit Freunden zu verbinden.

Nur in Rheinland-Pfalz wird passend gemacht, was nicht passt: über die Seite angeblich den Freundeskreis pflegen. Alles privat! Da ist man doch höflich und stört die nette Dame nicht weiter. Oder?

Ach ja, da war doch noch was:

“Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.”

Ich hatte mich vor 10 Tagen gefragt, wie sie wohl mit der Flut von Einträgen auf ihrer Seite umgeht - da standen ihr noch alle Optionen offen.

Entschieden hat sie sich für Schönreden in Kombination mit für beendet erklären.

Schade.

Ich habe den Eindruck Frau Dreyer hat den Ernst der Lage nicht erkannt.

UPDATE:

Lars Wienand von der Rhein-Zeitung hat das Thema aufgegriffen.

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Freitag, 20. Dezember 2013

Ich glaube das wird ganz gut morgen!

Alles in allem doch eine garnicht so schlechte Ausgangsposition. Bis morgen im Brünnchen!

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Der Insolvenzverdiener aus der Otto-Flimm-Straße 1.

Thomas B. Schmidt in volksfreund.de:

“Noch ein Wort zu Otto Flimm: Er hat sich ohne Zweifel durch sein hohes persönliches Engagement am Nürburgring und in der Region verdient gemacht. Sein Verhalten ist aber unverantwortlich, denn er schürt gezielt Ängste bei Motorsportfans. Er fordert jetzt die Einstellung des Investorenprozesses und droht mit Klage, womit er die Stilllegung des Nürburgrings riskiert. Fakt ist: Das Beihilfeprüfverfahren haben wir maßgeblich Otto Flimm zu verdanken! Er und der Verein Ja zum Nürburgring haben es durch eine Beschwerde bei der EU Kommission 2011 mit angestoßen.”

Zum einen ist es ja gut, daß Doppelpromovierte so mit dem Rücken an der Wand steht, daß er zu solchen Mitteln greifen muß.

Auf der anderen Seite ist es aber unverschämt / perfide / hinterhältig / erbärmlich / unsportlich / charakterlos (sucht Euch was aus), wie er versucht Otto Flimm - OTTO FLIMM - irgendeine Schuld für die Abläufe der Vergangenheit in die Schuhe zu schieben. Da zeigt sich doch das wahre Gesicht des Mannes, von dem immer noch viele sagen, daß der arme Kerl doch nur seinen Job macht.

Ich sage Euch, der sieht seine Felle davonschwimmen - diese Reaktion auf Otto Flimm einzuprügeln ist ja schon fast panisch. Vielleicht liegt es daran, daß jeder Brief, den er bekommt, an die Otto-Flimm-Straße 1 adressiert ist und er inzwischen an chronischer Flimmophobie leidet. Da kann ich nur ganz dringend eine fachärztliche Behandlung empfehlen!

Auch wenn es alle wissen, man kann es nicht oft genug aufzählen: ohne Otto Flimm gäbe es den Nürburgring garnicht, denn er hat in den 80igern alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die GP-Strecke bauen zu können, die vor genau 30 Jahren in Betrieb genommen wurde. Und er hat sich aufgerieben wie kein anderer beim Kampf gegen den Freizeitpark: während der Planung, der Erstellung, des Betriebes, der unseeligen Linder/Richter Verpachtung und jetzt dem Höhepunkt: der Insolvenz mit dem drohenden Rennstreckenverkauf.

Der Weg nach Brüssel war der einzig mögliche, um die Problematik über die Grenzen von Rheinland-Pfalz zu transportieren und hätte er das nicht gemacht, dann wäre der Ring jetzt trotzdem mindestens genauso pleite. Vielleicht wäre Kurt Beck noch Ministerpräsident und Lindner/Richter die Pächter, dann sähe alles noch viel düsterer aus.

Lieber Herr Schmidt:

Netter Versuch, aber der Einzige, der hier Ängste schürt, sind Sie! Die ewige Leier mit der drohenden Nürburgring-Schließung, wenn er nicht verkauft wird - weil die EU das angeblich so vorgibt. Ihnen glaubt doch niemand mehr! SIE sind mit Ihrer Faktenverdrehung die wahre Bedrohung für den Nürburgring - für die Jahre und Jahrzehnte, die nach dem Verkauf kommen werden. Für die illegalen Beihilfen, die in staatliche Hotels, Restaurants, Achterbahn, Disko, … geflossen sind, dürfen Sie sich bei Ihrem Kumpel Kurt Beck bedanken - die Rennstrecken haben von den Millionen keinen einzigen Cent gesehen und Otto Flimm hat die Bedrohung von Anfang als solche erkannt und bekämpft. Und hätten Sie nicht nur Ihr Bankkonto, sondern das Wohl des Rings im Kopf gehabt, dann hätten Sie Otto Flimm nicht in Brüssel ausgebootet, sondern hätten Seite an Seite mit ihm die Optionen ausgelotet. Aber das war ja garnicht in Ihrem Interesse und Ihr tatsächliches Handeln entlarvt Sie bis auf die Unterhose.

Es stehen aber auch ein paar richtige Sachen in dem Interview:

Thomas B. Schmidt: