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Freitag, 13. März 2020

Notwendige Veranstaltung.

Die VLN Einstellfahrt soll ohne Zuschauer stattfinden.

Die Nordschleife ist also dann abgeriegelt?

(..) die für den kommenden Samstag (14. März) geplante Fahrzeugpräsentation der Nürburgring Langstrecken-Serie im ring°boulevard abzusagen. Als weitere Maßnahmen werden auch die Tribünen und das Fahrerlager nicht für das Publikum geöffnet.

Kein Wort über die Nordschleife - und DA hält sich ja die Mehrzahl der Zuschauer auf.

Den Testtag trotz der Gesundheitsgefahren durchzuziehen trägt Züge der Borniertheit, die die F1 in Melbourne gezeigt hat. Angereichert mit Geldgier, Arroganz und Sturheit.

Am besten wäre, die Teams bleiben zuhause.

Zakspeed hat das schön formuliert:

Nachdem die Bundesregierung beschlossen hat und eindringlich empfiehlt, alle Veranstaltungen die nicht notwendig sind, abzusagen, kommen wir unserer Verantwortung als Unternehmen nach und nehmen nicht an den Einstellfahrten der NLS teil.

Die NLS hält es da eher wie Donald Trump: nicht verantwortlich.

Ich hatte ja am Mittwoch eine reine datenbasierte Prognose zum Coronavirus erstellt - da wäre die Million am 13. April erreicht. Inzwischen hat sich die Entwicklung weiter beschleunigt, allein 29% Wachstum von Mittwoch auf Donnerstag (Verdopplung alle 2,7 Tage) und die Million wäre jetzt rechnerisch schon am 3. April fällig. Und wir reden hier nur über Deutschland.

Natürlich hoffe ich wie alle, dass diese Entwicklung gebremst werden kann. Oder dass sich der Anstieg der Zahlen auch durch die vermehrten Tests begründet.

Der Kreis Mayen-Koblenz hat inzwischen schon heftige Corona-Einschläge zu verzeichnen inklusive Schulen, die betroffen sind - man wähnte sich ja gut vorbereitet und ich habe das extra abgespeichert.

Das hat aber nichtmal eine Woche gehalten - hier ist der Ereignisticker für diesen Landkreis in Ring-Rufweite. Man hat gestern eine Verfügung erlassen, die Veranstaltungen über 75 Personen strikt verbietet und alle anderen nur unter hohen Auflagen zulässt.

Für den Kreis Ahrweiler habe ich nur diese generelle Infoseite gefunden - mit einer Telefonnummer, die nicht einmal am Wochenende besetzt ist. Auch wurden keine Fallzahlen veröffentlicht. Laut dieser Karte gibt es in AW noch keine Infektion, dafür aber in den Nachbarlandkreisen.

Am heftigsten finde ich diese Meldung aus MYK von gestern:

Eine 87-jährige aus Brey wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Sie besuchte am 7. März die Veranstaltung Wonderfrolleins Musik der 50er und 60er Jahre in Brey.

Möchte nicht wissen, wie hoch da der Altersdurchschnitt bei der Veranstaltung war.

Zu COVID-19, also der Krankheit, die durch den Virus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, gab es heute hier bei New York Times einen interessanten Podcast.

Ich hatte mich immer gefragt, was unter "mildem Krankheitsverlauf" gemeint ist. Die Antwort kam im Podcast, das ist alles, was nicht ins Krankenhaus muss - also inklusive Lungenentzündung:

But there’s something I wanted to say that was important. I described, in our first interview, that 80% of all cases were mild, and the other 20% were either severe or critical. And that stuck in too many people’s minds as if, oh, 80% of cases are practically nothing. You don’t even have it. Maybe it’s asymptomatic. No. That’s wrong. The Chinese study that was based on — everything was either mild, severe, or critical. Mild included everything from “barely any symptoms” to pneumonia, but pneumonia not needing hospitalization or oxygen. Once you stepped over into needing oxygen, then you were severe. Once you were in organ failure, you were critical. So if people think this is a mild disease, get over that idea.

In Österreich bereiten sie übrigens gerade eine Messehalle in Wien vor als Groß-Lazarett, das im ersten Schritt 880 Betten Platz bieten soll. Die Notwendigkeit für solche monströsen Einrichtungen wurde auch im NYT Podcast klar:

If you have coronavirus, you’re going to go into isolation with a lot of other people who have coronavirus. Even if you have a very mild case, you’re going to go in with all the other mild cases, because they know cases can crash. It’s a pretty common phenomenon that people are going along OK with some breathing difficulty, and then in the second week, they crash. Their oxygen saturation drops, and they need oxygen. And in those cases, in the isolation centers in China, when you might be in a gymnasium with 1,000 other people, when you crashed, they recognized it right there. There was no wait, and they would move you to a hospital.

Die Krankheitsverläufe können von einem Moment auf den anderen kritisch werden - dann heißt es sofort ins Krankenhaus und an die Sauerstoffpumpe. Deshalb werden die infizierten Leute zu Hunderten einkaserniert, damit sie lückenlos überwacht werden können.

Also in China jetzt - nicht hier bei uns. Bei uns wird noch fröhlich Party gefeiert und Testfahrten veranstaltet. Weil - siehe oben - notwendige Veranstaltung.

Coronavirus | Langstrecke |


Mittwoch, 22. Juli 2015

Stephan Cimbal ist wieder da - bei Falken.

Eigentlich dachte ich, bei Falken Tires wäre man zur Vernunft gekommen, nachdem man sich von der Agentur Dederichs Reinecke getrennt hat.

Da habe ich mich wohl zu früh gefreut, mit wehenden Fahnen übernimmt Stephan Cimbal den Posten als Marketingdirektor Europa.

Wenn Ihr Euch nicht mehr erinnert, wer das war: er kam als Totengräber der ersten Stunde frisch vom Bremer Botanika Flop - zusammen mit den Space Park Erfolglosen.

Hat als Marketingleiter am Ring viele der peinlichen Aktionen zu verantworten, die uns so viel Schmerzen bereitet haben.

Um - nachdem der Ring am Boden lag - 2010 zu Dederichs Reinecke zu wechseln.

Na dann schließt sich ja der Kreis.

Um Falken werd’ ich auf jeden Fall (wieder) einen großen Bogen machen - sehr enttäuschend.

Falken | Cimbal |


Sonntag, 31. Mai 2015

250.000 Zuschauer am Nürburgring?

Beim 24h-Rennen? Werden ja immer mehr.

Zum Beispiel bei GQ in England:

N24h is a weekend-long celebration of racing, beer, and burning things where over 250,000 spectators stay up all night to watch 150 overpowered and stripped down racing cars loop a 14 mile long track.

Vom Tempolimit natürlich kein Wort.

Zuschauerlüge | Tempolimit | N24h | GQMagazine |


Donnerstag, 16. April 2015

Wie fährt sich das denn so mit ´Tempozone´?

Tempozone ist das neue Wort für Geschwindigkeitslimit - und von Falken gibt es eine Onboard vom Start des Qualirennens:

youtu.be/zrACnE8KXQY

Da beisst Du als Fahrer doch in’s Lenkrad.

Tags: Tempolimit | N24h | Qualirennen | Falken | Onboard |


Samstag, 12. April 2014

Warum ich ein Problem mit Falken Motorsport habe - und was das mit Kai Richter und Mediinvest zu tun hat.

Kai Richter gilt nicht nur für mich als der Totengräber des Nürburgrings, seine weltfremden Investitionen, die am Ende der Steuerzahler bezahlen musste, sollen nach nur ein paar Jahren wieder abgerissen werden. Doch die Folgen sind katastrophal: Insolvenz der Nordschleife mit anschließendem Verkauf des öffentlichen Eigentums.

Nichtmal vor dem N-Forum hat er haltgemacht - und es kurzerhand verklagt.

Unterstützt wurde er bei seinen Aktivitäten von einer Kommunikationsagentur in Hamburg: Dederichs Reinecke.

Hier ein paar Beispiele der professionellen Schönredner:

“Den geschäftsführenden Gesellschafter der Mediinvest GmbH und Leiter der Investorengruppe, Kai Richter, überzeugten insbesondere die Alleinstellungsmerkmale des Projektes: ”Das was hier entsteht, ist weltweit einmalig. Der Nürburgring ist emotional enorm aufgeladen und für Motorsport-Fans auf allen Kontinenten ein Muss. Keine Rennstrecke ist so stark traditionell verankert und bietet gleichzeitig auf eine moderne Art und Weise so viele unterschiedliche Angebote. Prof. Dr. Ingolf Deubel sieht den Nürburgring-Ausbau auch als Resultat der regionalen Verantwortung: “Der Nürburgring ist der wichtigste Frequenzbringer und Wirtschaftsmotor in der Region. Diese wird im hohen Maße profitieren. Der Ausbau verbessert nicht nur die wirtschaftliche Stellung des Rings, sondern stärkt auch alle anderen touristischen Angebote in der Region.”

"Für Shows, Konzerte und Sportveranstaltungen jenseits der Rennstrecke bietet die ring°arena den perfekten Rahmen. Nachdem hier bereits im Januar ein großes Hallenfußballturnier und ein Abba-Konzert für Begeisterung sorgten, werden Ende Februar Deutschlands beste Judo-Kämpfer bei der 1. Offenen Deutschen Meisterschaft auf die Matte gehen.”

“Erstmalig bot der Nürburgring am Grand-Prix-Wochenende auch für Besucher ein Abendprogramm, das sich hinter keiner Großstadt-Partymeile verstecken muss. Am Donnerstag flossen zum Fassanstich im Eifeldorf Grüne Hölle 500 Liter Freibier - natürlich vom eigenen Nürburger Bräu. Und im Eifel Stadl feierten nicht nur Prominente wie Boris Becker oder Giulia Siegel bis spät in die Nacht. ”Nach einer rekordverdächtigen Bauzeit konnten wir das Eifeldorf Grüne Hölle, das Lindner Congress & Motorsport Hotel sowie den Lindner Ferienpark Nürburgring in Dress/Eifel bereits einige Tage vor dem offiziellen Startschuss in Betrieb nehmen und insbesondere auch der regionalen Bevölkerung präsentieren“, freut sich Kai Richter, Investor und Projektentwickler der Hotel- und Gastronomiebausteine am Ring.”

Schön die Taschen voll gemacht und den Leuten Honig um den Mund geschmiert, ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als der Nürburgring Unterstützung am nötigsten hatte.

Immer wenn Kai Richter einen Auftritt hatte …

… war Dederichs Reinecke - hier in Person von “Senior PR Berater” André Schmidt - nicht weit:

Der Nürburgring wurde immer tiefer reingeritten, doch was kümmert einen schon die Not der Nordschleife, wenn man Kai Richter die Tasche hinterhertragen darf?

Doch was hat das jetzt mit Falken Motorsport zu tun?

Seit 2011 vertraut die Reifenfirma auf die Dienste von Dederichs Reinecke

(Klick! für gross.)

… und ganz ehrlich: damit ist Falken für mich untendurch. Business as usual ist mit mir nicht drin, besonders wenn es um den Nürburgring geht.

Aktuell feiert man sich mit 100.000 Facebook Likes und hat auch einen entsprechenden Aufkleber auf dem Auto:

Ob diese 100.000 Facebooker wissen, daß sie - über Bande - dem Totengräber des Nürburgrings ihre Stimme geben?

Tags: Dederichs | Reinecke | Falken


Sonntag, 18. August 2013

Steinreich oder hochverschuldet? WDR Düsseldorf über den Düsseldorfer Kai Richer.

WDR Lokalzeit: “Düsseldorf geniesst den Ruf die Stadt mit den meisten Menschen zu sein, bei denen man sich nicht sicher ist, ob sie steinreich oder hochverschuldet sind. Zu diesen Menschen zählt auch der Projektentwickler Kai Richter.”

Hier der Beitrag, der sich mit dem - ausnahmsweise mal in NRW stattfindenden - Zivilprozess um Schadenersatz beschäftigt. (Schnell anschauen, bevor es wieder depubliziert wird.) Wilhelm Hahne - der den Prozess besucht hat - kommt auch zu Wort. (siehe auch renn.tv/2234 vom Mittwoch.)

So einen Satz hätte es meiner Meinung nach im SWR nie gegeben, in RLP habe ich den Eindruck, daß Kai Richter Protektion durch die Politiker und Regierung erhält. Und der SWR das macht, was ihm gesagt wird. Die Staatsanwaltschaft in Koblenz ermittelt, ermittelt, ermittelt, … aber von Anklage keine Spur.

Auf dem Bild da hinter Kai Richter ist übrigens sein damaliger Berater André Schmidt von der Agentur Dederichs Reinecke & Partner. Die waren in der Folgezeit Auffangbecken für Stephan Cimbal und haben heutzutage überhaupt kein Problem damit weiter (im Namen von Falken Motorsport) auf dem Nürburgring rumzureiten - großmütig ausblendend, daß sie tatkräftig mitgeholfen haben, ihn trotz aller Widersprüche in die Insolvenz zu treiben.

Tags: KaiRichter | Erlebnisgrab | Schadenersatz | Mediinvest | AndreSchmidt | Dederichs | Reinecke | WilhelmHahne | Lokalzeit | Düsseldorf


Dienstag, 11. Dezember 2012

Was lag da näher, als sich mit Boris Becker in Verbindung zu setzen.

Meinte Walter Kafitz vor über 3 Jahren - ohne natürlich auch nur ansatzweise zu erwähnen, wieviel es den Steuerzahler kostet sich mit ihm in Verbindung zu setzen. Kann man sich alles auf youtube.com/MariusAlthof angucken:

Mein Gefühl sagt mir, daß sich eher Werner Heinz mit Kumpel Walter in Verbindung gesetzt hat - da er als Fahrermanager seine Wurzeln im Renngeschäft hat und am Ring gab (gibt?) es auch eine WH Sport VIP Lounge. Die RZ schreibt:

Der dreifache Wimbledonsieger sollte das Gesicht des neuen Nürburgrings samt Freizeitpark werden. Dafür war der Trierer Vermarktungsgesellschaft „WH Sport international“, die die Tennis-Legende in die Eifel vermittelte, ein Honorar von 450 000 Euro netto zugesagt worden.

Begründet sich auf dem NAG-Go-Home-Vertrag, der geleakt wurde. Von dem Wilhelm Hahne allerdings den Eindruck hat, da sei nicht die endgültige Fassung veröffentlich worden - aber das ist ein anderes Thema.

Die Boris-Becker-Nummer war eine der vielen kleinen und großen Sargnägel, die in die Nordschleife getrieben wurden. Stück für Stück wurde die Überschuldung besiegelt und alle haben sie fleissig mitgemacht: der Nürburgring Geschäftsführer ebenso wie Sportmanager oder Propaganda-Filmer, die im Film aufgeregt rumspringende Stefanie eine-ganz-normale-PR-Kampagne Hohn oder der später bei Dederichs Reinecke sanft gelandete Stephan Cimbal. Das ist die Agentur, die damals die Volksverarsche in blumige Worte packte

“Und im Eifel Stadl feierten nicht nur Prominente wie Boris Becker oder Giulia Siegel bis spät in die Nacht. ”Nach einer rekordverdächtigen Bauzeit … bla … bla … bla", freut sich Kai Richter, Investor und Projektentwickler der Hotel- und Gastronomiebausteine am Ring.

… und heute ganz unschuldig versteckt hinter Falken Motorsport einen auf Ringfan-Kumpel machen.

Und natürlich die ach-so-schuld-und-ahnungslose Lokalpolitik, Hauptsache die eigenen Schäfchen im Trockenen.

Der Mann in der Mitte ist der, der am längsten im Aufsichtsrat sitzt.

Boris Becker kommt in dem historischen Stück übrigens auch zu Wort und sagt so etwas Bedeutendes wie:

Man muß nicht Formel 1 Weltmeister sein, es geht nicht nur um die Formel 1.

Man muss wahrscheinlich Boris Becker sein, um das zu verstehen. Und Walter Kafitz, um mit den Steuergeldern nutzlos herumzuwerfen: 200.000 Euro auf Kosten der Nordschleife, inzwischen amtlich:

Die fälligen 200 000 Euro wurden denn auch bereits an die Managementgesellschaft „WH Sport international“ überwiesen.

Heute - nichtmal 3 Jahre später - tun sie dann alle so, als hätten sie damit garnichts zu tun und der jetzt drohende Verkauf des Nürburgrings sei vom Himmel gefallen.

Kognitive Dissonanz at it’s best.


Dienstag, 13. November 2012

Die NAG hätte auch gern Insolvenz.

Am Freitag war noch tolle Lavagrubeneinweihung (die wurde angeblich für 400.000 Euro mit Beton NAG’d), jetzt auf einmal das:

NAG Insolvenz zum 1.Dezember

Und zwar in Eigenverwaltung. Und Schutzschirmverfahren.

Damit kommen sie meiner Meinung nach nicht durch, weil:

“… die Sanierung des Schuldners darf nicht offensichtlich aussichtslos sein.”

Der Aufschlag kam von der NAG über den Spiegel und die Insolvenzverwaltung hampelte sich in der Defensive dann das hier zusammen. Stellt sich raus, L/R wollten noch bis 2014 den Ring weiterschröpfen - können wir nur froh sein, daß DAS nicht unterschrieben wurde.

Dann ging auf einmal alles ganz plötzlich und die Verlegung des NAG Firmensitzes nach Düsseldorf vor zwei Wochen ist sicher reiner Zufall. Und daß die 2010er Bilanz auch noch nicht veröffentlicht wurde bestimmt ein bedauerliches Versehen.

Der Herr Steinkühler sagt schonmal definitiv die Formel 1 ab. Wähnt sich wohl schon im Schutzschirmverfahren, da kann ihm dann keiner was. Jetzt schadensersatzmäßig und so.

Zumindest erklärt das jetzt, warum der Nürburgring Eventkalender so abrupt im Oktober aufhört. Also der, der im November 2011 veröffentlicht wurde.

Das war in der Ganzjahresdestination auch schon mal anders, inklusive Wunschdenken. Da wurden Fußball, Judo, Karneval und echte Kamele angeschleppt auf Deubel komm raus. Und natürlich Weihnachtsmarkt, der Riesenspaß für die ganze Familie. Mit Schlittschuhbahn und Weihnachtsmann. Aus echtem Plastik.

Und Spastelruther Katzen - oder noch schlimmer Sissi & Ludwig.

“m Dezember 2010 gibt der Nürburgring den Auftakt für die neue Veranstaltungsreihe ring°kultour. Künstler aus verschiedenen Musikrichtungen wie Musical, Swing oder Gospel präsentieren eigene Stücke und sorgen für Sonntagnachmittage voller Emotionen, Klänge, die berühren und jede Menge Spaß. Mit dabei sind Swing-Star Tom Gaebel, Musiklegende Thomas Anders, sowie Kathy Kelly, die Frontfrau der Erfolgsband The Kelly Family.” (NAG Pressemitteilung)

Und die neue Falken Motorsport Agentur Dederichs Reinecke hat so getextet:

“ Für Shows, Konzerte und Sportveranstaltungen jenseits der Rennstrecke bietet die ring°arena den perfekten Rahmen. Nachdem hier bereits im Januar ein großes Hallenfußballturnier und ein Abba-Konzert für Begeisterung sorgten, werden Ende Februar Deutschlands beste Judo-Kämpfer bei der 1. Offenen Deutschen Meisterschaft auf die Matte gehen.”

Und wir so.

Im Gegensatz zum DSK Verein bzw. dessen Vorstand Karl-Friedrich Ziegahn, der den Ringbestattern unterwürfig die Füße geküsst hat:

“Am schönsten aber war erneut, dass sich alle beim DSK bildlich gesprochen ‚die Klinke in die Hand gaben’. (..), Jörg Lindner, Jockel Hilgeland und viele, viele weitere Macher des Motorsports (..)”

Da war Peter Meyer vom ADAC deutlicher, hat in seinem Brief an Hendrik Hering und Kurt Beck deutliche Worte gefunden:

“Mit zunehmender Sorge muss ich als Präsident des ADAC zur Kenntnis nehmen, dass die ´Privatisierung´ des Nürburgrings an branchenfremde Dritte zu Lasten der Veranstalter von Motorsportveranstaltungen ungehindert fortschreitet.”

Wie gesagt - vor zwei Jahren.

Und Kurt Beck? Phantasierte davon, den Nürburgring “auf einen guten Weg gebracht” zu haben. Das Hirngespinst hab ich ihm damals auch schon vorgerechnet.

Aber er gibt der NAG mit Jörg Lindner und Kai Richter grünes Licht den Ring kaputt-zu-experimentieren:

“Wir müssen jetzt experimentieren und herausfinden, mit welchen Formaten können wir in der Region erfolgreich sein.”

Einige wussten damals schon, daß das nichts wird - den anderen dürfte es so langsam dämmern. Und die berechnenden Profiteure stricken sich schon die Ausreden passend. Ich hör in letzter Zeit häufiger “Wenn ich’s nicht mache, macht’s doch ein anderer.” Quasi der selbstausgestellte Freibrief für alle Schandtaten.

Das wird nur noch getoppt durch das SPD Rudelklatschen am Wochenende. Kein - KEIN! - Wort über den Ring, während sich die Heuchler durch die Hintertür schleichen. Was für eine feine, feige Gesellschaft:

Schießen von hinten und gehen nichtmal zur Beerdigung.


Mittwoch, 08. August 2012

Armer insolventer Nürburgring.

Und wieder gibt es eine Schlagzahl an Nürburgring Ereignissen, daß man kaum noch mitkommt.

Geht damit los, daß Kurt Beck den Insolvenzverwalter für die Insolvenz in Eigenverwaltung (s.hier) zur Chefsache macht und gestern persönlich besuchte. Für 1,5 Stunden. Und wie Markus Lachmann treffend kommentierte:

Infos für die Öffentlichkeit: Keine.

Da bleibt uns jetzt nichts anderes übrig, als zu spekulieren und ich rate mal, daß sie sich nicht über das Wetter unterhalten haben. Und ich rate weiter, daß er ihm nahegelegt hat, daß er das Gefühl von Transparenz und Bürgerbeteiligung vermitteln soll - aber in Wirklichkeit bliebe natürlich nichts anderes übrig, als möglichst viel zu versilbern. Falls sich kein Käufer für die Rennstrecke findet kann man immer noch sagen, daß es gelungen sei sie in Volksbesitz zu halten. Natürlich trage er - also der Insolvenzverwalter - jetzt die Verantwortung, dafür sei er ja da und die Politik sei jetzt raus aus der Nummer. Und natürlich soll das alles nicht zu seinem Schaden sein.

Wie gesagt, reine Spekulation, aber was bleibt mir übrig bei den Geheimniskrämern? Die mit Volkseigentum so umgehen, als sei es ihr eigenes? Denen das Denkmal Nordschleife am Arsch vorbeigeht völlig egal ist? Und immer war?

Passend zu der per Spekulation gemutmassten Unterhaltung zwischen Ringkiller Beck und dem als vermeintlichen Retter auftretenden Restezusammenkehrer gab es dann heute wieder Insolvenzkommunikation. Wie mir diese ganzen Profikommunikateure im Zusammenhang mit dem Nürburgring auf die Nerven gehen. Angefangen von Dederichs Reinecke (die sich jetzt bei Falken Motorsport als Ringfans ausgeben) über Steinkühler zu jetzt Pietro Nuvoloni. Wieso sagt einem immer noch keiner gradeaus mitten in’s Gesicht einfach was Sache ist?!

“Bei der Rettung des insolventen Rings will der Sanierungsgeschäftsführer alle Beteiligten einbinden. “Es soll auf jeden Fall der Eindruck vermieden werden, dass im stillen Kämmerlein eine Entscheidung getroffen wird”, so Schmidt.”

Und eine tolle Webseite gibt es, die Zeitungen linken sogar darauf:

www.nuerburgring-dialog.de

Das ist jetzt kein Witz, die machen allen Ernstes eine Presseinformation für eine leere Internetseite, für die es grade mal eine URL gibt.

Bei mir wird mit diesem Aktionismus nur der Eindruck verstärkt, daß der Ausgang dieses Schauspiels ohnehin längst feststeht. Und die Nordschleife vor unseren Augen verkauft werden soll. Und Schuld ist dann wieder die EU, damit hat man ja schon Erfahrung in Mainz:

“Es kann sein, dass das EU-Recht uns zwingt, in einen Versteigerungs- und Verkaufsprozess einzusteigen.”

Aber Hauptsache “Jeder kann Vorschläge einbringen” und ein “transparenter Dialog mit Workshops”. Die Nutzer (Motorsportverbände) und die Region (Anwohner, Gewerbebetriebe) werden damit gleichgestellt mit Hinz und Kunz im Internet - was für eine Farce. Vielleicht lassen sie die Seite besser blanko - man könnte alternativ über die leere Seite noch schreiben: “Die Nürburgring Businesspläne 2007-2012” - wenn es sie überhaupt geben sollte, sind die nämlich auch das Papier nicht wert, auf dem sie stehen.

Damit seine Meldungen auch schön die Runde machen, wird auch noch die F1 provoziert - die könne nämlich gerne kommen, aber für umsonst - das ist doch klar. Ich hätte nicht gedacht, daß man einen am Boden liegenden Nürburgring noch weiter zusammentreten kann. Wie sieht es denn mit Instandhaltung aus? Gestrichen? Ich würd mir gerne die Haare ausraufen, wenn ich welche hätte. Was haben die in den letzten Jahren mit dem Geld um sich geworfen.

Apropos Geld: wieso geben wir Steuerzahler Kai Richter seinen Plunder eigentlich nicht wieder zurück? Geht doch bei Amazon auch, wenn was nicht funktioniert. Toxischer Schimmel steht bestimmt im Verkaufsprospekt. Hätten wir mit einem Schlag 115 Mio. Euro mehr in der Kasse - soviel hat er dafür bekommen.

Stattdessen erlöst das Land die ISB und überweist mal locker aus der Hüfte keine 254 Mio. Euro sondern die gesamten 330 Mio. Euro. Da bin ich doch jetzt sehr überrascht, wahrscheinlich denken die sich: wenn schon Beihilfeverstoss, dann richtig.

Von der Medienlandschaft bin ich auch enttäuscht, die machen sich nämlich garnicht mehr die Mühe, die Ereignisse zu hinterfragen. Die Ablösung der ISB wird als Rettung für den Nürburgring gefeiert, dabei ändern sich an den 330 Mio. Euro Schulden für den Ring und dem Insolvenzantrag Null Komma Null. Nur der Gläubiger wurde ausgetauscht.

Hier kann man das ja noch ahnen, weil wenn jemand Eau Rouge als Nürburgring verkaufen will, kann das nicht weit her sein. Aber autosport?

Immerhin Marc Surer spricht eine deutliche Sprache: Alles abreissen.

Willkommen in der Realität - soweit waren wir schon vor 2 Jahren.

Ach was soll’s, lasst uns feiern! Und die paar toxischen Schimmelpilze, die saufen wir uns einfach schön!


Donnerstag, 05. Juli 2012

Fahrerlagerparty morgen.

Erinnert Ihr Euch noch an das “traditionelle Sommerfest”, mit dem die die Fahrerlagerparty gekapert haben?

Mehr als 2.000 Besucher brachten die Grüne Hölle zum Beben und feierten gemeinsam bis in die frühen Morgenstunden.

So hat die damalige Propagandaabteilung Krisen-Agentur Dederichs das seinerzeit versucht zu verkaufen. Die kümmern sich inzwischen ürigens um Falken - wer drauf reinfällt ist selber schuld. Yeah.

Auf jeden Fall war die Nummer mit der Auslagerung aus dem Fahrerlager eher ein tiefer Griff in die sanitären Anlagen, jetzt ist die Party wieder im Fahrerlager.

Leider hat ausgerechnet beim Bier Kai Richter seine Finger mit im Spiel:

Als Getränkesponsor konnte in diesem Jahr Nürburgring TV gewonnen werden.

Bitterer Beigeschmack. Daß die Fa. mehr oder weniger dem großen Investor gehört wisst Ihr ja schon lange.


Montag, 02. Januar 2012

Erste Übrig Ns von 2012.

1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, …

Wird soweit ich weiß von denen gefüttert, die durften wir ja zum Thema Ring schon kennenlernen. Schöne Grüße vom Schulterblatt Bla und so.

  • Einen kleinen Ausblick in die Arroganz Psyche der Lindners bekommt man im Fußballstadion, da werden Fans gleich mitverkauft:

Bay Arena VIP Package .. Direkt vor Ihnen unterstützen die eingefleischten Bayer-Fans die Werks-Elf auf dem Platz. Die zu öffnenden Oberlichter der großzügigen Glasfront vor Ihnen lassen Sie gefühlt mitten im Block stehen .. Sie sind also live dabei und fast mittendrin! Zusätzlich genießen Sie aber das komfortable Ambiente des Lindner Hotels BayArena, den ausgezeichneten Service und die Annehmlichkeiten eines VIP-Bereichs!

Zu doof, daß am Ring die VIPs den Autos nur beim Tanken zugucken dürfen. Vielleicht merkt’s ja keiner.

  • Die NAG spielt ein komisches Spiel - meinen die Blitzmerker von Verdi, die auch beim Nürburgring mitspielen wollen. Kann da bitte mal einer den Stecker ziehen. (Hab ich auch im Kommentareforum angesprochen - was haltet Ihr von der Nummer?)

  • Die Dakar läuft - hier eine kleine Vorschau.

  • Bei der Dakar sind die Minis gut dabei (sogar Siegfavorit), aber bei der WRC sieht’s garnicht gut aus. Dafür ist Ford für die nächsten 2 Jahre wieder mit Werksteam und Jari-Matti Latvala am Start - freut mich persönlich natürlich besonders (bin schon 18 Jahre bei dem Verein!). Und neu dazu kommt Petter Solberg - das wird lustig. Los geht’s bei der Monte ab 17.Januar.

Beim 2.WRC Lauf - Schweden - wird Richard Göransson Mini fahren. Der ist ja inzwischen echter Nordschleifen Haudegen. (Danke Marcel!)


Dienstag, 21. Juni 2011

Übrig Ns vom Dienstag.
Samstag, 18. Juni 2011

Samstags Übrig Ns Nachschlag.

Auffällig ist bei den ganz NAG-nahen Accounts, daß die sich nie mit ihrem Namen zu erkennen geben, sondern immer hinter solchen “Wir sind hier ein Social Media Team” Floskeln verstecken. Das ist so, wie wenn man als Kunde in ein Geschäft geht und der Verkäufer einen mit Maske und verzerrter Stimme begrüßt. Das ist doch mal eine Unterhaltung auf Augenhöhe:

Wir arbeiten im Team und führen die Diskussion auf diesem Account im Namen des Nürburgrings. Es handelt sich hier um unsere Social Media Abteilung, die zur Unternehmenskommunikation des Nürburgrings gehört. Da wir als Team zusammen arbeiten, werden keine einzelnen Mitarbeiter in den Vordergrund gestellt.


Samstag, 10. April 2010

Das war Leistungswetter eben beim Training und obwohl alle noch tiefstapeln vorm 24h-Rennen fahren 14 Autos unter 8:30. Der M1 ist ganz am Schluß auch noch auf der Strecke aufgetaucht und ich meine auch aus dem Augenwinkel einen "Team Schrick" Aufkleber auf einem Aston gesehen zu haben. Die Optik ist leicht geändert, aber das Auto immer noch weiß. Sieht doch garnicht schlecht aus für die 24h. Der Flieder-M3 ist auch wieder unterwegs, das Auto gefällt mir persönlich sehr! Ein Herr Porsche ist heute auch mit am Start. Dieter Götz und Team haben einen tollen RS4 gebaut, eine Eigenkonstruktion mit V8 Turbo. Und die Getrag Truppe mit dem schicken Falken-Evo haben eine coole Stelle für die N-Aufkleber gefunden!

Bei flickr.com/renntv hab ich wieder ein paar Highlights hochgeladen.


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