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Freitag, 26. Juli 2019

Probleme bei der IAA.

Nicht nur, dass der IAA die Aussteller und Besucher weglaufen - jetzt kündigen Aktivisten auch noch eine Blockade an.

In Genf im Frühjahr konnte man sich von vielen Elektro-Premieren beeindrucken lassen. Das kam relativ überraschend und ist normalerweise kein Genf-Kriterium. Aber die Neuigkeiten drängen auf den Markt und wollen in die Schlagzeilen gebracht werden.

Von daher wird es spannend sein zu sehen, ob sich bei der IAA im September in Frankfurt überhaupt jemand mit einem Mainstream-Verbrenner in das Rampenlicht traut.

Dass Aktivisten jetzt die Messe als Ziel ausmachen, dürfte den neuerdings grün-gewaschenen OEMs auch Kopfzerbrechen bereiten. Denn diese Schlagzeilen wollen sie natürlich vermeiden. Und idealerweise auch ihre klobigen Mir-doch-egal-Panzer verkauftsmäßig ankurbeln, weil da die Gewinne am kräftigsten sprudeln.

Messe | Frankfurt | IAAMesse | SandImGetriebe |


Sonntag, 17. Februar 2019

Kurt Beck: Ich habe keine Feinde mehr.

Na wenn das so ist, kann er ja mal probieren in Nürburg Kaffee trinken zu gehen. Ich glaube nicht, dass er ihm gut bekommt.

(Achtung: Link geht zu Bild.)

Sein selbstgeschaffenes beck°ruine Mahnmal wird jedenfalls noch viele Generationen an den größenwahnsinnigen Versager erinnern.


Donnerstag, 25. Oktober 2018

emobly - neue Elektroauto-Seite von Richard Gutjahr and Friends.

Wenn Blogger sich einem neuen Thema widmen und die Bühne betreten, dann ist ihnen von mir immer Applaus sicher. Denn Blogger kann es nicht genug geben: unabhängig und niemandem verpflichtet können sie Themen bearbeiten - gerne auch frech und pointiert.

Richard Gutjahr ist hier kein Unbekannter - daher habe ich mich sehr gefreut, heute über LinkedIn auf die neue Seite aufmerksam gemacht zu werden.

Sie ist schon kräftig befüllt - z.B. mit einer Übersicht aller für Deutschland erhältlichen BEVs.

Und ein ebenso kräftiges Autorenteam hat sich auch versammelt - Don Dahlmann kennen einige vielleicht von seinem racingblog.de.

Aber auch sonst geht es knackig los - Mitbegründer Georg Konjovic rechnet - kräftig - ab:

Die deutsche Autoindustrie und ihre Beifall klatschenden Mitläufer sind am Ende.

Die Einschläge kommen immer öfter, stärker und näher.

Nur Angela Merkel hat den Knall noch nicht gehört.

emobly | Elektro | Gutjahr | Konjovic | Dahlmann |


Montag, 02. Juli 2018

Schöner Motorsport ohne den DMSB.

Die deutschen Motorsportbehinderer bekommen jetzt das, worauf sie lange hingearbeitet haben: die Aktiven lassen sich nicht mehr länger aus Frankfurt gängeln, laufen weg und organisieren sich einfach selber.

Der Rallyesport macht den Anfang, dort drohte schon fast der Kahlschlag nach Verbot Gruppe H und Einführung KFP.

Den Auftakt machte am Wochenende die Rallye Grabfeld und damit kein Zweifel aufkommt hat man auf der Homepage direkt mal die Termine der nächsten 5 Jahre gepostet: grabfeldrallye.de.

Anscheinend droht der DMSB den Teilnehmern, dass sie bei DMSB Veranstaltungen gesperrt werden. Gilt auch für die Autos - WTF? Da wünscht man sich doch fast, dass das passiert und jemand dagegen klagt. Zustände wie im Mittelalter sind das.

Demnächst werden dann noch Fotografen, Journalisten, Streckenwarte, Zuschauer, … gesperrt, wenn sie auf einer DMSB Konkurrenzveranstaltung waren?

Wenn der DMSB so weitermacht - und danach sieht es aus - trocknen deren Veranstaltungen sowieso aus und dann erledigt sich das Problem von selber.

Trotzdem hat die Drohung dafür gesorgt, dass einige unter Pseudonym gestartet sind. Georg Berlandy ist auch gestartet, hatte zwar Pech bei der Rallye, aber kein Problem damit stolz unter seinem eigenen Namen zu starten.

Es war die erste Veranstaltung des neuen Motorsportverbandes Rallye Supercup e. V. (RSC e. V.), der es leid war, sich vom DMSB weiter nötigen zu lassen. Und die Sache jetzt selber in die Hand nimmt:

“Mit ganz wenigen Ausnahmen, näheres ist in der Motorsportordnung des RSC e. V. unter www.rallye-supercup.de zu finden, passen alle Fahrzeuge aus den DMSB-, NAVC- und FIA- Gruppen in das Reglement des RSC e. V. Getreu dem Motto vom Gruppe G bis zum WRC kann nahezu jedes Fahrzeug starten.”

Hier gibt es ein Video - sieht nach mächtig Spaß aus - so wie es sein soll. Viel Spielraum für phantasievolle Umbauten und das macht es doch aus.

Rallye | Grabfeld | DMSB | RSCeV |


Freitag, 30. März 2018

Not the Onion: neue Kontrolleinheit der Polizei Frankfurt gegen Autoposer, Raser und Tuner - kurz: KART.

Wir haben ja sonst keine Sorgen.


Donnerstag, 25. Januar 2018

Vor 80 Jahren: Caracciola mit 432 km/h auf der Autobahn.

Mir war gar nicht klar, dass der Koenigsegg Rekord mit 445.63 km/h für den fliegenden Kilometer einen Caracciola Rekord abgelöst hat, der am Sonntag 80. Geburtstag feiert:

The established record for a flying kilometer on a public road was set by Mercedes Benz on the 28th January, 1938. Rudolf Caracciola recorded an average speed of 432.7 km/h (268 mph) over the flying kilometre, driving a modified version of the Mercedes W125 racecar along a section of the German autobahn between Frankfurt and Dormstadt.

Da war in Stuttgart bestimmt schon eine schöne PR-Party vorbereitet. Ob Mercedes am 4.Nov. dem Christian von Koenigsegg gratuliert hat?

Natürlich schon sehr krass, was die damals 1938 mit dem abenteuerlichen Material angestellt haben. Da braucht nur mal eine falsche Windböe kommen.

UPDATE:

Erinnerung an Bernd Rosemeyer - von Andrew Frankel / Goodwood.

Caracciola | Koenigsegg | Rekord |


Dienstag, 23. Januar 2018

David Richards übernimmt Vorsitz der UK Motor Sports Association.

Und legt direkt mal den Finger in der Wunde:

Over the last decade we've seen a drop in MSA licence-holders of nearly 10%; that's more than 3000 fewer people participating in motorsport in the UK. This has contributed to a 15% drop in entries so the warning signs are already there and cannot be ignored."

Er verspricht in seiner Antrittsrede sich um die Belange der Aktiven und der Veranstalter zu kümmern.

David Richards hat einen beeindruckenden Motorsport Lebenslauf: Rallyeweltmeister als Beifahrer von Ari Vatanen (1981, Ford Escort), hat mit seiner Firma Prodrive Subaru an die Spitze der Rallye WM gebracht und gewann mit Ferrari und Aston Martin in Le Mans und der WEC. Selbst das ist nur ein Auszug.

Hier ist er mir vor die Linse gefahren im Le Mans Fahrerlager 2016:

Mike Frison / renn.tv

Ich wette in Deutschland ist der Rückgang der aktiven Sportler noch dramatischer - aber da redet man natürlich nicht drüber. Lieber so tun, als sei alles in Ordnung. Oberflächlich ist es das ja auch, die Hersteller verdienen mit ihren Rennwagen aus dem Regal (GT3, GT4, Cup) so viel wie nie. Aber wenn die Basis wegbricht, dann ist das alles nur noch eine leere Hülle.

Der Motorradsport ist schon so gut wie beerdigt, Yamaha hat nach 40 Jahren den R6 Cup beendet und beim DMSB in Frankfurt sieht man die Zweiradler sowieso nur als lästiges Anhängsel. Viel wichtiger ist dort die DTM, für die kein Mittel und Weg zu unsinnig wäre, sie weiter künstlich am Leben zu halten.

Wenn man David Richards und DMSB Pendant Hans Joachim Stuck vergleicht, dann drängt sich die Frage auf: was sind eigentlich HJS's Fähigkeiten? Seine rennfahrerischen stehen außer Frage - aber sonst? Mir fällt trotz langem Nachdenken nur Jodeln und Intrigieren ein. Gut - auf der anderen Seite deckt sich das auch in etwa mit dem Anforderungsprofil, das ich vom DMSB erwartet hätte.

Wenn man die Herausforderungen, die auf den Sport zukommen, gegenüberstellt mit den Fähigkeiten des obersten Verbandes diese zu meistern, dann kann man eigentlich jetzt schon den Deckel zumachen.

Richards | MotorSportAssociation | Großbritannien | Prodrive |


Mittwoch, 06. Dezember 2017

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen ADAC/DMSB und NAVC/DAM?

NAVC Sportpräsident Joseph Limmer:

Bei uns hat keine Industrie oder ähnliches etwas zu sagen. Das hat natürlich für uns finanziell keine Vorteile, doch ist es für die Offenheit und Transparenz unseren Mitglieder gegenüber doch sehr förderlich und fördert die Akzeptanz unserer Entscheidung deutlich. Ohne jetzt dabei der Konkurrenz etwas Böses nachsagen zu wollen, aber es hat sich für mich schon oft der Eindruck erweckt, dass der Grundvater manches Gedanken nicht in Frankfurt sitzt, obwohl es nach außen den Anschein haben soll.

Hört, hört!

Der DMSB hat viele Mitarbeiter in seinen Trägervereinen und seiner eigenen Geschäftsstelle, die wollen ja auch jeden Tag beschäftigt sein und müssen eine Daseinsberechtigung nachweisen.

Also ich finde, dass der Nachweis dieser Daseinsberechtigung nach wie vor offen ist.

NAVC | DMSB |


Sonntag, 01. Oktober 2017

Bitterer Besucherrückgang bei der IAA:

Wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) mitteilte, wurden etwa 810 000 Besucher gezählt; 2015 hatten laut VDA 932 000 Menschen die Messe in Frankfurt besucht.

q.e.d.


Mittwoch, 20. September 2017

Keine IDM mehr.

Die Meldung der zusammengeschlossenen Motorradindustrie war kurz und knapp, keine Fortsetzung der IDM in 2018:

Trotz zahlreicher intensiver Gespräche konnte kein Konzept gefunden werden, das eine erfolgreiche Umsetzung der IDM im Jahr 2018 gewährleistet würde.

Das ist bitter für den Motorradsport und über die Gründe brauchen wir gar nicht lange spekulieren: zu teuer. Der DMSB lehnt sich zurück bzw. rollte dem Autosport den roten Teppich aus, während der Zweiradsport am langen Arm verhungert. Man hat die Verantwortung auf die Hersteller abgewälzt, die sich in ihrer Not einen Veranstalter suchen mussten. Der das natürlich nicht umsonst macht.

Tschüss IDM.

Die Absage kann man irgendwo auch verstehen, so ein Motorradhersteller bzw. Importeur hat ja eigentlich andere Aufgaben, als eine nationale Rennserie zu organisieren. Man hat es immerhin probiert, das sollte man den Herstellern hoch anrechnen, denn es hat ordentlich Lehrgeld gekostet. Wer hat nochmal die Sporthoheit in Deutschland? Achja, die Linzenzabkassierer in Frankfurt.

Schade für den Sport, ich hatte mir ja extra den Auftakt am Ring angesehen, um mir ein eigenes Bild zu machen - und ich fand es super.

Aber nicht alle sind traurig, es gibt da jemanden der tanzt vor Freude. Selten habe ich zu so einem bitteren Thema einen so euphorischen Beitrag gelesen wie den von Günther Wiesinger in Speedweek.

IDM1000 | Wiesinger | DMSB |


Samstag, 09. September 2017

Super Diesel: VW´s 8-Punkte Flyer für IAA Diskussionen.

So wirklich entspannt ist man bei VW vor der IAA nicht - ich hatte ja schon den denkbar ungünstigen Zeitpunkt thematisiert.

Damit das Standpersonal der Dieselthematik nicht komplett schutzlos ausgeliefert ist, hat man einen Flyer entworfen, der sich liest, als wäre er frisch aus Facebook kopiert.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, nächste Woche startet in Frankfurt die IAA, die wichtigste Automobilmesse der Welt. Neben Fahrzeugneuheiten und den großen Zukunftsthemen unserer Branche dürfte dort auch die Diskussion um den Dieselantrieb weitergehen. In der öffentlichen Debatte fallen wesentliche Fakten leider häufig unter den Tisch. Hier sind sie:

Fakten-Check Diesel. (Kopie hier.)

Zusammengefasst:

  • Die Luft ist viel sauberer als früher.
  • Schiffe sind noch schlimmer.
  • Die neuen Diesel sind jetzt aber super.
  • Diesel ist wichtig für CO2 Ziele.
  • 160.000 Jobs in Gefahr.
  • Diesel-Gipfel, Software Updates und Umweltprämie - was will man mehr.
  • Software Update löst die Probleme.
  • (Sorry - den Bla konnte ich nicht zusammenfassen - weil nichtssagend.)

Nicht Neues, dafür aber die Stammtischdiskussionen gesellschaftsfähig gemacht und für die IAA in einen schicken Flyer gedruckt.

Das mit den Schiffen ist ein gutes Beispiel - und wo wir gerade bei “Fakten-Check” sind: die Zeit hat das mal geprüft. Und veröffentlicht bevor VW seinen Flyer erstellt hat. Fazit: ja, die Schiffe sind dreckig, aber der gezogene Vergleich ist unseriös.

Bei dem CO2 Argument stellen sich bei mir regelmäßig die Nackenhaare hoch: der Diesel hat einen höheren Wirkungsgrad, daher weniger Verbrauch als der Benziner und weniger CO2 - ein Produkt der Verbrennung. Aber: was nützen die ganzen Ersparnisse, wenn immer dickere Motoren in immer dickere SUVs gesteckt werden? Richtig, nichts. Wenn der geringere Verbrauch nur dazu genutzt wird, um die Ersparnis mit einem noch dickeren Panzer kompensieren zu können, dann hat die Umwelt herzlich wenig davon.

Dieselgate | Faktencheck |


Mittwoch, 01. März 2017

DMSB zockt sogar seine eigenen WM-Fahrer ab.

Die Lizenzgelderpresser aus Frankfurt haben neue Opfer gefunden: die Motorrad-WM-Fahrer. Denn ohne nationale (!) Lizenz zum Schnäppchenpreis geht in der WM natürlich erstmal gar nichts.

Günther Wiesinger schreibt sich in der Speedweek vorbildlich politisch inkorrekt den Frust von der Seele und ich sehe in meinem geistigen Auge die Motorsportler alle nicken bei der Lektüre:

.. abzockt .. mit Wucherpreisen .. den bedauernswerten Untertanen (= Lizenznehmern) .. Überheblichkeit, mangelnder Hilfsbereitschaft und eitler Herablassung .. wegen des merkwürdigen DMSB-Gebarens .. einen unsauberen Beigeschmack .. eventuell ein paar stilvolle Orgien für die Funktionäre ..

Fazit:

Man muss dem DMSB zugute halten: Er will von den WM-Piloten nur das Beste – ihr Geld.

Aber Stritzel Stuck jodelt schön in’s Vorwort der eigenen Selbstbeweihräucherungs-Brochüre:

Wir wollen als Dachverband der deutschen Motorsportler näher an die Bedürfnisse der Rennfahrerinnen und Rennfahrer heranrücken, ihnen besser zuhören und einen besseren Service bieten.

Wenn sie zuhören würden, würden sie den Service des geschlossenen Rücktritts bieten.

Wer zieht endlich den Stecker?

Wo ich so in diesem Vorstart blättere: mitten in das versammelte Nordschleifen-Permitgedrisse ab Seite 24 hat Creventic eine ganzseitige Anzeige für seine 24H Series geschaltet. Sicher kein Zufall.


Sonntag, 13. November 2016

Ist ein elektrischer Porsche noch ein Porsche?

bloomberg.com:

With 600 horsepower, 0–62 mph acceleration in 3.5 seconds, and a top speed of about 150 mph, the car “will be a real Porsche,” Weckbach says. A real Porsche in everything but the growl. Weckbach says in early trials, customers groused about how quiet the car was. With no pistons firing, rattles and squeaks that otherwise might go unnoticed will be heard—which has spurred Weckbach’s team to look for ways to more firmly anchor cables and seal the passenger compartment to keep out previously inaudible wind and tire noise. And they’ve been flirting with ways to make the car louder, either with a recorded sound heard in the cabin but not outside or an amplification of the high-pitched humming of the electric motors. When the car was first shown in Frankfurt, he says, die-hard Porsche fans had another suggestion to overcome any such problems. “A lot of people told us, ‘I like it,’ ” Weckbach says, “ ‘but can I get it with a V8 engine?’ ”

Das ist mir schon bei der Kumpan Probefahrt aufgefallen, dass man aufgrund der relativ geräuschlosen Fortbewegung jedes Klappern und Knirschen hört. Im Auto ist das mit Sicherheit noch empfindlicher als auf dem Roller.

Wo wir bei Porsches Kernproblem wären: die Kunden erwarten einen Porsche-typischen-Sound. Verständlich, wenn man überlegt, wer Porsches Stammkundschaft ist. Weniger der 25-jährige Digital Native, vielmehr der etablierte Unternehmer, der sich ein Statussymbol gönnen will, nachdem die Kinder aus dem Haus sind. Ist ja auch eine Preisfrage. Und je älter man wird, umso schwieriger wird es Neuem gegenüber aufgeschlossen zu sein.

Da möchte ich nicht in Porsches Haut stecken - egal was sie machen, sie verlieren: entweder wird der technologische Fortschritt verwässert, indem künstlicher Sound über das ansonsten lautlose Auto gelegt wird - oder sie lassen es leise, haben aber - vermeintlich - keine zahlungskräftige Kundschaft für das Produkt.

Persönlich hoffe ich, dass sich die Ingenieure nicht vom Marketing aus der Spur bringen lassen und die Vorteile, die das technologische Konzept mit sich bringt - darunter auch die geräuschlose Fahrt - komplett ausschöpfen. Alles andere wäre nämlich auch ein fauler Kompromiss - und dadurch erst recht nicht Porsche-würdig.

MissionE | Elektro |


Freitag, 23. September 2016

Eine echte Built-not-Bought Story: Chris Runge und seine selbstgebauten Frankfurt Flyer.

In dieser Folge von Jason Drives geht es um selbstgebaute Autos, die den damals ebenfalls selbstgebauten deutschen Nachkriegsautos nachempfunden sind:

youtu.be/p_pTll87Lzc

Eine verrückte Idee wunderbar umgesetzt, die fertigen Autos liegen bei 600kg, d.h. man braucht gar nicht so viel Leistung:

“But it’s also not too much power like so many cars - it’s just that right amount, where you really wring it out and you are not going crazy fast or you get dead or your licence will go.”

Denn die Geschwindigkeiten der heutigen Sportwagen sind gigantisch - das hilft zwar der Rundenzeit, schadet aber dem Punktekonto. Besser ist ein Gefährt, das den Fahrer integriert und fordert, ohne dass man mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs ist.

Mega Sitze gibt es auch, quasi Fendt Deluxe:

Diesen Artikel aus dem Spiegel habe ich auch noch dazu gefunden.

An einigen Stellen, sagt Runge, sieht man an der Karosserie noch die Abdrücke seiner Hammerschläge. Er weiß, dass das nicht den gängigen Vorstellungen von Perfektion entspricht. Aber am Frankfurt Flyer wirken sie wie Schönheitsflecken: ´Für mich machen sie dieses Auto erst perfekt; man erkennt das Handwerk darin, das Selbsterschaffene.´

Lustiger Typ der Chris, hat sich freiwillig ein ü verpasst:

Für seine Manufaktur hat Runge einen weiteren Eigenbau vorgenommen: An seinem Namen. Er firmiert unter Rünge Karosserie Flyer Motorwerks. Ein kleiner Marketing-Trick - ´It’s called an Umlaut, right?´ - deutsche Ingenieurskunst genießt in den USA nun mal einen exzellenten Ruf und Runges Vorfahren stammen aus der alten Welt, deshalb über dem ´u´ noch zwei Pünktchen.

Ich muss zugeben ich bin Patinafan und mit Handwerkskunst inklusive einer Portion Perfektion Selbstgebautes ist für mich das Größte.

Je mehr wir mit Großserienprodukten überschüttet werden, die millionenfach gebaut werden, umso mehr steigt die Sehnsucht nach Individuellem. Denn das hat vor allem eins: Charakter.

Rünge | Eigenbau | BuiltNotBought |


Samstag, 23. April 2016

Stuck alter und neuer DMSB Präsident.

Falls jemand gehofft hatte, dass sich beim DMSB etwas zum Besseren wendet, den muss ich leider enttäuschen:

Der frühere Formel-1-Rennfahrer Hans-Joachim Stuck bleibt für weitere vier Jahre Präsident des Deutschen Motor Sport Bundes. Der 65-Jährige wurde am Samstag in Frankfurt/Main von den Delegierten der DMSB-Mitgliederversammlung im Amt bestätigt. Er ist seit 2012 Chef des Verbandes.

Hätten statt den Delegierten die Sportler gewählt, wäre das Ergebnis anders ausgefallen.

So jedoch ist es ein klares Zeichen, dass niemand der verantwortlich handelnden Funktionäre möchte, dass sich irgendetwas ändert. Das lässt ja tief blicken.

Stuck | DMSB | Delegierte |


Mittwoch, 13. Januar 2016

Stuck / Adorf: harte Probe für die Freundschaft.

Sie waren mal echte Freunde. Freunde in dem Sinne, dass man sich ein Auto teilt:

(Raeder Gallardo, 2008)

Oder ein Haus, denn die beiden wohnen quasi zusammen am Nürburgring:

Dieses Bild habe ich bei dem Sommerfest 2008 gemacht, das Dirk regelmäßig über das N Forum veranstaltet hat. Links HJ Stuck, daneben Dirk Adorf. Ein Herz und eine Seele.

Hat sich einiges verändert seitdem. Dirk war schon lange nicht mehr im N Forum, Eigenbauten wie der Gallardo wurden vom Reglement kastriert, der Nürburgring ist verbeckstaltet, als Folge insolvent und Stuck ist DMSB Präsident.

Anfang des Jahres haben beide zusammen das Tempolimit für die Nordschleife abgenickt. Stuck meint Jean Todt hätte das gefordert, ich meine man wollte die Teilnahme der GT3 beim 24h-Rennen nicht gefährden. Dirk Adorf als Fahrer mit Gesamtsiegchancen und HJ Stuck als Vertreter des VW Konzerns.

Viele Arbeitsgruppen wurden gebildet um das Tempolimit nach einem Jahr wieder abzulösen und mein Eindruck ist, dass ein Verbot der GT3 auf der Nordschleife im Vorfeld als nicht verhandelbar deklariert wurde. Denn die einzige Konstante in den umfangreichen Diskussionen ist der Start der GT3 Klasse, selbst wenn dafür die Strecke angepasst werden muss. Was ja dann auch an der Quiddelbacher Höhe passiert ist.

Womit man beim DMSB in Frankfurt allerdings nicht gerechnet hat: die Fahrer AG hat ihre Aufgabe ernst genommen und ist nicht bereit faule Kompromisse einzugehen. Denn sie sind es, die im Auto sitzen und sie wissen wie praxisfremd die aktuellen Regelungen sind. Dabei muss man sich vor Augen halten, dass die Abläufe, die in der Kritik stehen, alle relativ neu sind - von Code 60 bis Permit - alles Maßnahmen, die der DMSB erst kürzlich eingeführt hat.

Und nebenbei stehen die Fahrer, die Teams und die Veranstalter geschlossen hinter der Fahrer AG.

Um die Sache scheint es inzwischen auch gar nicht mehr zu gehen. Dieses Interview schlägt heute hohe Wellen, denn HJ Stuck nutzt seinen Auftritt für VW bei der Planai Classik, um Dirk Adorf eine reinzuwürgen:

Die Arbeitsgemeinschaft Fahrer hat aus meiner Sicht über das Ziel hinausgeschossen. Das muss man deutlich sagen. Das ist eine Arbeitsgemeinschaft die auf uns zuarbeitet. Wir nehmen ihre Ideen auf, präsentieren und diskutieren sie dann im Präsidium. Es ist ganz klar, dass ein Ergebnis einer AG nicht Eins zu Eins umgesetzt werden kann. Das ist unmöglich. Weil eben, wenn sie bei Code 60 mehr Streckenposten haben wollen – wo nimmst die her? Das muss schon alles machbar und umsetzbar sein. Da ist natürlich ein Mensch dabei, der Dirk Adorf, den ich auch selbst in die Gemeinschaft aufgenommen habe, aber der hat sich als sehr sehr schwierig erwiesen. Und manchmal etwas weit entfernt von der Realität. Er macht sicher seine Arbeit, aber er muss auch einsehen, dass es irgendwo Limits gibt. Ohne Kompromiss geht’s nicht.

Also in etwa: wenn der Kuchen spricht, haben die Krümel Pause.

Das Interview wird bemerkenswerterweise von der Planai Classic (Helmut Zwickel) als Pressemitteilung verbreitet, damit es auch jeder mitbekommt.

Alles kein Zufall.

In meinen Augen ist Hans Joachim Stuck als DMSB Präsident nicht mehr haltbar. Wenn er sich wenigstens auf die Grüßaugustrolle reduzieren würde, dann könnte er keinen Schaden anrichten. Wie im Kindergarten meint er öffentlich persönliche Animositäten abrechnen zu können - wenn der Schuss mal nicht nach hinten losgegangen ist.

Von der Peinlichkeit dieses Manövers ganz abgesehen.

Der DMSB muss dringend reformiert werden - und zwar von oben nach unten.

Und die Stuck-Adorf´sche Freundschaft hatte auch schon mal bessere Tage.

Für mich persönlich war HJS spätestens hier durch.

DMSB | Stuck | Adorf |


Dienstag, 12. Januar 2016

Auf Initiative des DSK.

BOOH, wenn ich das schon sehe, dann will ich eigentlich gar nicht mehr weiterlesen.

Die einzige Initiative des DSK besteht doch darin das Fähnchen zu ölen, das sie in den Wind hängen. Damit sie - und Präsident Ziegahn vorneweg - jede Windrichtungsänderung sofort mitbekommen.

Stellt Euch vor, es gäbe im Motorsport nur den DSK und den DMSB, dann würde sich kein Rad mehr drehen.

Christian Menzel regt sich über den Trittbrettfahrerverein auch schon seit zwei Tagen auf.

Womit wir schon bei Thema wären, denn gestern gab es ja dieses Gespräch zwischen DMSB und Interessengemeinschaft Langstrecke (Olaf Manthey) in Frankfurt. Während die einen jubeln, sind andere eher kritisch.

Sucht Euch was aus.

Neben den bürokratischen Auswüchsen, die man wieder auf Normal bringen möchte, sind die wahren Probleme eigentlich ganz andere. Nämlich zum einen die ungesund hohe Quote an Kaufautos und zum anderen die Zulassung der zu schnellen GT3 Flugzeuge für die Nordschleife.

Auf Initiative des DSK macht sich dieser übrigens heute Abend ein Bier auf. Und legt die Füsse hoch. Denn morgen wird wieder ein anstrengender Tag, das Fähnchen will frisch geölt werden!

DMSB | DSKeV | Ziegahn |


Dienstag, 29. Dezember 2015

Front der Teams gegen DMSB.

Nach der erstaunlichen Ignoranz des DSMB blieb den Teams eigentlich nichts anderes mehr übrig: heute hat sich eine Interessengemeinschaft gebildet, deren Mitglieder zusammen über 100 Rennfahrzeuge in der Langstrecke repräsentieren.

Und die fahren direkt mal schwere Geschütze auf: man will erst wieder bei Nordschleifen-Rennen starten, wenn der DMSB die Ergebnisse der Fahrer AG umsetzt - also hauptsächlich eine pragmatischere Code 60 Lösung, die Entbürokratisierung des gerade erst eingeführten Permits und die Übernahme von eLearning inklusive Abschlusstest.

Als Außenstehender könnte man jetzt meinen das seien doch eher Details, wieso soll das ein Grund sein für die Teams auf die Barrikaden zu gehen?

Es ist die Konsequenz dessen, was sich bereits lange abzeichnet: der DMSB hat sich zu einem geldgierigen Bürokratiemonster entwickelt, dessen ursprüngliche Aufgabenstellung - die Förderung des Sports - nicht mehr erkennbar ist.

Der gesamten Szene droht der Kollaps, doch in Frankfurt bei den Stucks und Schachts dieser Welt will man davon nichts wissen.

Jetzt sind sie da, die Geister, die der DMSB rief.

Gut zu sehen, dass die fünf Engagierten in der Fahrer AG nicht im Regen stehengelassen werden.

Die Langstrecke ist nicht die einzige Sparte, die unter dem Diktat des DMSB leidet. Doch aufgrund der hohen Anzahl an Sportlern ist sie in der Lage dem Verein Paroli zu bieten.

Ich hoffe, dass das Gewitter eine reinigende Wirkung in Frankfurt hat. Und wenn ein paar Egos ausgetauscht werden müssen - dann soll das halt so sein. Die sturen Betonköpfe stehen nämlich kurz davor dem Motorsport in D den Saft abzudrehen.

DMSB | Langstrecke | Interessengemeinschaft | Stuck | Schacht |


Samstag, 19. Dezember 2015

DMSB weiter auf Freundetour - diesmal bei den Endurofahrern.

Lass mal überlegen, welcher Motorsport Variante hat der DMSB noch nicht in den Rücken geschossen? Rundstrecke, Rallye, die Nordschleife - sogar die Motorrad IDM - alles liegt japsend am Boden, nachdem die Funktionäre aus Frankfurt gewütet haben.

Man mag es kaum glauben, aber es sind noch Restbereiche übrig, die auch vor die Wand gefahren werden sollen. Wie wäre es mit der Deutschen Enduromeisterschaft?

Denn was liegt näher, als die Hoheit über die Deutschen Meistertitel zu besitzen, um dann die Deutschen Meister durch DMSB Meister zu ersetzen. Natürlich werden die Sportler aus heiterem Himmel von dieser Umstellung getroffen. Ohne vorher gefragt zu werden. Schließlich hat der DMSB einen Ruf zu verlieren!

Wie bitter, dass man jetzt auch noch Namen des Anti-Motorsport-Vereins im Titel tragen soll, um den man das ganze Jahr fährt.

Beim DMSB scheint man mit guten Worten tatsächlich nicht mehr weiterzukommen. Den Laden müsste man einmal komplett trockenlegen und von Grund auf sanieren.

DMSB | Enduro |


Samstag, 31. Oktober 2015

Übrig Ns vom Samstag.

Guy Martin hat ein Buch geschrieben: When You Dead, You Dead.

Valentino Rossi hat dann mal Einspruch eingelegt.

Am Wochenende ist wieder WEC und die Audikutscher haben diesen netten Clip mitgebracht.

Die Chance stehen nicht schlecht, dass Juan Pablo Montoya für Porsche in Le Mans startet.

Darren Cox verlässt Nissan nach 18 Jahren.

Für Rock nicht am Ring ist der Vorverkauf gestartet worden - ab 170€ ist man am 3.–5.Juni 2016 mit dabei. Nicht am Ring, da hat man Lieberberg mit maximaler Arroganz den Stinkefinger gezeigt - sondern In Mendig, wo man die Veranstaltung mit offenen Armen empfängt.

Der getarnte Regierungssprecher Dietmar Brück hat in seiner Rhein-Zeitung wieder mal einen Jubelartikel untergebracht - zum Glück gibt es Wilhelm Hahne, der die Alles-super-Alles-toll-Märchen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt.

Von Jörg Lindner haben wir lange nichts mehr gehört. Wie wäre es mit einer Insolvenz eines seiner Medico Fonds?

Schwer verdaulicher Lesestoff zur Deutschen Bank - die kennen wir ja auch aus dem unrühmlichen Nürburgring Verkaufsversuch. Ein paar Einblicke hinter die Kulissen, wie die Vorstände da so ticken.

Der Börsengang von Ferrari hat einige Details das Licht der Welt erblicken lassen: die Einkünfte von Sponsoring, Merchandising und Licensing liegen in der Region von $473m pro Jahr - quasi ein Formel 1 Programm für umsonst.

GuyMartin | Rossi | Montoya | RockAmRing | DarrenCox | Medico | Ferrari | DeutscheBank |


Mittwoch, 01. April 2015

GT3 gegen Nordschleife - der Verlierer steht schon fest.

Der DMSB hat tatsächlich in der Hektik die Cup Porsche vergessen - und die H4. Und dafür die SP10 (GT4) wieder rausgenommen.

“… sind die Fahrzeugklassen SP7, 
SP8, SP8T, SP9, SP-Pro, SP-X sowie Cup–2, die GT-Klassen der H4, die E1-XP1, E1-XP2 und E1-XP Hybrid bis auf Weiteres nicht mehr bei DMSB-genehmigten Veranstaltungen auf der Nordschleife startberechtigt. Die seriennahe Klasse SP10 ist hingegen ab sofort wieder zugelassen.”

Was für eine Kaspertruppe.

Aber was viel schlimmer ist: die Industrienutte der DMSB Präsident Stuck hat sich eingeschaltet mit der Drohung: “bei den Lösungsmöglichkeiten … wird es keine Denkverbote geben”.

Jetzt ratet mal wer oder was akut gefährdet ist. Die GT3? Ganz sicher nicht, die Funktionäre hacken doch nicht die Hand ab, die sie mit Hummer und Kaviar füttert. Die wissen schon, was sie den Herstellern schuldig sind.

“Rennstrecke, Zuschauerplätze, Fahrzeuge, sportliches Reglement: Alles kommt auf den Prüfstand.”

Nein - stattdessen wird denen schon was einfallen, wie sie sich die Nordschleife so zusammenmassakrieren können, damit die GT3 darauf fahren können. Wenn es sein muss auch unter Ausschluss der Zuschauer.

Die Schnellschüsse, die aus Frankfurt gerade abgefeuert werden, sollen vor allem eins: die eigene Haut retten. Bei so einem Horrorunfall geht denen verständlicherweise der Stift, dass man ihnen was anhängen könnte. Nordschleifenlizenz, Streckenlizenz, GT3 mit BOP usw. - alles vom DMSB genehmigt. Nicht, dass jetzt irgend so ein Staatsanwalt noch auf dumme Ideen kommt.

Aber ist das nicht bitter: erst haben die GT3 der gesunden Nordschleifen-SP-Szene den Hahn zugedreht - jetzt geht es dank dieser GT3 der Nordschleife an den Kragen.

Wusstet Ihr eigentlich wer Präsident der FIA GT Commission ist? Christan Schacht. Da schließt sich der Kreis.

Tags: DMSB | Schacht | Stuck |


Sonntag, 09. November 2014

Neue Abgründe beim Ringverkauf.

Das ist kein Artikel, den Florian Zerfaß heute für die WiWo geschrieben hat - das ist ein knallharter Wirtschaftskrimi!

“Einen europaweiten, offenen, transparenten und diskriminierungsfreien Bietprozess durchzuführen hat aber wenig Sinn, wenn der Verkäufer einen nicht solventen Bieter auswählt, später mittels eines Treuhänder die Kontrolle über die Anteile des Käufers zurückbekommt und diese dann unter der Hand weiter verkauft. Genau darauf deutet einiges hin. (..)”

“Der Treuhänder, der Wilds Anteile übernommen hatte und den Lieser und Schmidt partout nicht preis geben wollen, ist nach den der WirtschaftsWoche vorliegenden Dokumenten die W Special Situations GmbH aus Frankfurt. Sie sitzt in denselben Büros wie die Kanzlei Weil, Gotshal & Manges. Zufälligerweise sind das genau die Anwälte, die die Insolvenzverwalter beraten. (..)”

Zufälle gibt’s.

Tags: WiWo | FlorianZerfaß | Ringverkauf | Lieser |


Samstag, 02. August 2014

Die Aufgabe des DMSB hab ich nie verstanden.

Eigentlich zocken die doch nur Lizenzgebühr ab und sonst hört man nichts aus Frankfurt.

Es sei denn es ergibt sich eine Chance, noch mehr Lizenzgebühr abzuzocken.

Die Nordschleifen/VLN Probleme löst das nicht. Aber keiner kann behaupten, sie hätten nichts gemacht! Und das DMSB Konto freut sich auch.

Wie wär’s denn, wenn die Zusatzeinnahmen 1:1 in einen Fonds für die Sicherheit auf der Nordschleife fliessen?

Tags: DMSBLizenz


Donnerstag, 22. November 2012

Kuchenstücke größer als der Kuchen.

Zumindest wenn es nach der neuen Gebührenordnung des DMSB geht.

1300ccm.de hat das mal zusammengefasst:

(..) Der „ATS Formel 3 Cup“ hat in diesem Jahr 2.500,00 Euro Genehmigungsgebühren an den DMSB gezahlt. In der nächsten Saison sollen Organisator Bertram Schäfer und die Formel–3-Vereingung e. V. einen Betrag von 52.990,00 Euro zahlen. Weil man in Paris und Frankfurt bereits die Steigerung der Gebühren in den nächsten Jahren beschlossen hat, wird dieser Betrag bis zum Jahr 2017 auf 75.670,00 Euro steigen. (..)"

(..) Am 16. November haben sich am Nürburgring knapp 40 Vertreter deutscher Veranstaltungen, Rennserien, der Industrie und Presse getroffen, um sich über das weitere Vorgehen auszutauschen. Der erste Schritt ist ein offener Brief, den 34 Serien heute an den DMSB-Präsidenten Hans-Joachim Stuck versenden werden. Mit diesem Schritt stellen sie Fragen und fordern auf, die Gebühren für 2013 auszusetzen, um gemeinsam eine für alle Parteien tragfähige Lösung zu finden. Die deutschen Veranstalter und Motorsportserien verstehen diesen Brief als Beitrag zu einem Dialog. Wir sind gespannt, ob der DMSB gesprächsbereit ist. (..)

Den offenen Brief gibt es auch hier bei den Dreizehnhunderten.

Wen vertritt der DMSB nochmal?


Samstag, 11. August 2012

Kurt Filzland-Beck und die böse EU Kommission.

Am 16.Mai 2012 veröffentlicht die Staatskanzlei über die Sprecherin der Landesregierung Monika Fuhr die Zwischenbilanz zu “Ein Jahr rot-grün”:

Ziel der gemeinsamen Anstrengungen muss es sein, am Nürburgring zukunftsfähige Strukturen zu schaffen. Die Kündigung der bisherigen Pächter am Nürburgring war ein wichtiger und richtiger Schritt auf diesem Weg. Alle weiteren Maßnahmen werden wir in enger Abstimmung mit der EU-Kommission durchführen.”

Alle weiteren Maßnahmen kann natürlich alles mögliche sein, aber am 12.Mai - also 4 Tage früher …

“… erging an die Beratungsfirma Ernst & Young der konkrete Auftrag, den Antrag auf Rettungsbeihilfe vorzubereiten. Das Unternehmen hatte Mitte April in einem Papier auf diese Möglichkeit hingewiesen. Das sagte gestern der Sprecher des Infrastrukturministeriums, Christoph Gehring, auf Anfrage.”

Steht in der RHEINPFALZ von gestern.

Die Zeitung hat sich mal die Mühe gemacht, die Zeitabläufe rund um das Thema EU Kommission und Nürburgring Insolvenz auseinanderzubröseln - ist ein lesenwerter Artikel, der sich nicht mit den sonst üblichen Oberflächlichkeiten zufrieden gibt.

Am 15.Mai wurde der Nürburgring nämlich schon einmal “gerettet” und durch Aussetzung von Krediten die Insolvenz abgewendet. “Toleriert” von der EU sagt die Regierung.

Das sieht die EU anders und hat letzten Dienstag (7.Aug.) entschieden diese Rettungsaktion vom 15.Mai in die große Prüfung (siehe Beschluss der EU vom 20.März 2012) mit einzubeziehen.

(Wer sich wirklich ernsthaft mit dem Thema Nürburgring beschäftigen möchte, sollte die 52 Seiten des EU Beschlusses SA.31550 aufmerksam lesen - ich habe den Eindruck, das haben viele Leute die laut mitreden noch garnicht gemacht. Ist schwer verdaulich, aber erhellend.)

Jetzt gibt es also schon 2 Case Numbers in Brüssel für den Ring, SA.31550 und SA.34890. (Ich schätze SA steht für “State Aid”.)

Und die Regierung so? Auf der Pleitekonferenz am 18.7. - also komplett 2 Monate später (!!) - gab es deutliche Worte in Richtung Brüssel, sogar per Pressemitteilung:

Die Rettungsbeihilfe hatte dazu dienen sollen, die Liquidität der Nürburgring GmbH vorläufig und für einen begrenzten Zeitraum (sechs Monate) zu sichern. Das Ausbleiben der Genehmigung vor Ende Juli 2012 wird, wie der Kommission bekannt ist, zur Insolvenz der Nürburgring GmbH und ihrer Tochtergesellschaften führen.

oder via Kurt Beck:

“Das ist eine Vorgehensweise der Europäischen Kommission, die ich für bedenkenswert halte. (..) Und auf einmal sind wir in diese Schere geraten, dass man nicht entscheidet, nicht entscheiden auf der europäischen Ebene heißt Handlungsunfähigkeit für das Land Rheinland-Pfalz.

… der mit einer schauspielerischen Glanzleistung die Opferrolle besetzte:

“Das ist eine bittere Wahrheit und es ist ein Stück Rechtsgeschichte. Weil keine Entscheidung getroffen wird, ist das in der Wirkung so, als würde negativ entschieden. In Deutschland würde es Rechtsmittel dagegen, in der EU gibt’s keine. In Deutschland wäre das ein klarer Verfassungsverstoß, wegen der Vermutung eines Fehlverhaltens einen solchen Schritt zu gehen.”

Eveline Lemke:

“Ich erwarte, dass uns geholfen wird. Ich möchte, dass mit gleichen Maßstäben gemessen wird. Wir wären ja in der Lage, uns selbst zu helfen, wenn man uns lässt.”

Carsten Kühl:

“Die ISB muss die Bürgschaft nun ziehen. (..) Das Land hat für ein solches Szenario eine Rückstellung von 254 Millionen Euro gebildet.”

(Eine Bürgschaft, die es laut Clemens Hoch ja garnicht gibt und was es mit der “Rückstellung” auf sich hat, siehe gestern.)

Jetzt könnte man ja meinen, bei der Nürburgringkirmes hat sich die Regierung mitlerweile so verrannt, daß sie garnicht anders mehr kann als hilflos rumzurudern. Das ist zwar so richtig, aber was mich dann doch überrascht, die haben da noch mehr Sachen bei denen in Brüssel laufen. Und was einen vom Hocker haut: das könnten Kopien der Nürburgring-Saga sein.

Sowohl in Hahn, als auch in Zweibrücken, laufen State Aid Untersuchungen:

  • SA.32833 - Flughafen Frankfurt Hahn, Verfahren eröffnet am 17.Juni 2008
  • SA.27339 - Flughafen Zweibrücken, läuft ab 22.Januar 2009.

Genau wie beim Freizeitpark sind auch hier ISB bzw. Liquditätspool mit im Spiel und - Überraschung - die Antworten kommen nicht bei.

“Nachdem das Land Rhein­land-Pfalz Mehrheitseigner der FFHG geworden war, wurden deren langfristige Darlehen im Laufe des Jahres 2009 durch die ISB umgeschuldet”

”.. werden die ISB-Darlehen durch eine Garantie des Lan­des Rheinland-Pfalz besichert.”

“Gegenstand der Beschwerde sind die angeblichen Infrastruktur- und Betriebsbeihilfen zugunsten der Flughafen Zweibrücken GmbH und die Zweifel an der Erforderlichkeit der Flughafens Zweibrücken, der sich 39 km entfernt vom Flughafen Saarbrü­cken befindet. Ferner hat die Kommission auf der Grundlage der ihr vorliegen­ den Informationen beschlossen, auch die folgenden Aspekte zu prüfen: die ermäßigten Flughafenentgelte, die Germanwings, TUIfly und Ryanair für die Nutzung des Flughafens Zweibrü­cken zahlen; die Marketingvereinbarungen zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und der Airport Marketing Services Limited; einen staatlich besicherten Kredit und eine Kreditlinie zugunsten der Flughafen Zweibrücken GmbH.”

usw. usw.

Wenn man die Beschlüsse durchliest, bekommt man ein Déjà Vu nach dem anderen. Und die Bezeichnung “Verfahren” gleich eine andere Bedeutung.

Dieses Amtblatt der EU beinhaltet 4 Fälle: 3 aus Rheinland-Pfalz und 1 aus Italien.

3:1

Gegen Kurt Beck sieht selbst Silvio Berlusconi alt aus.


Donnerstag, 19. Juli 2012

Hörspiel.

Kurt Beck’s Freizeitpark gibt es jetzt auch als Hörspiel. Ist heute rausgekommen:

bit.ly/hoerspiel (MP3 Download, 20 MB)

45 Minuten, die sich jeder anhören sollte. Ich hoffe das gibt es auch als Transkript.

Hier gibt es mehr Infos dazu:

SWR2 Forum Totalschaden – Das Desaster am Nürburgring

Sendung vom Donnerstag, 19.7. | 17.05 Uhr | SWR2

Es diskutieren:

  • Dietmar Brück, Landeskorrespondent der Rhein-Zeitung, Mainz
  • Wilm Hüffer, SWR Redaktion “Reporter und Recherche”, Baden-Baden
  • Florian Zerfaß, Redakteur, WirtschaftsWoche, Frankfurt am Main 


Gesprächsleitung: Ursula Nusser


Samstag, 30. Juni 2012

Chaos, Kirmesmeile, FIA-Fristen: Offener Brief von ADAC Präsident Peter Meyer an Kurt Beck.

ADAC Präsident Peter Meyer schreibt - breits zum zweiten Mal! - einen offen Brief an Kurt Beck:

29.06.2012

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Beck,

mit Sorge betrachtet der ADAC die aktuelle Entwicklung am Nürburgring und seine damit zusammenhängenden Motorsportveranstaltungen.

Hintergrund ist die ungeklärte Pachtsituation zwischen der weitgehend landeseigenen Nürburgring GmbH und der privaten Pächterin des Nürburgrings, der Nürburgring Automotive GmbH. Die damit verbundenen Planungsunsicherheiten für Motorsportveranstaltungen haben gravierende Auswirkungen, denn die Frist für die Anmeldung Internationaler Motorsportveranstaltungen bei der internationalen Motorsportbehörde FIA in Paris endet am 31. Juli 2012, die nationale Frist beim Deutschen Motorsport Bund (DMSB) in Frankfurt läuft am 13. August 2012 ab. Veranstalter wie der ADAC brauchen daher umgehend Rechts- und Planungssicherheit.

Der ADAC erwartet deshalb von der Landesregierung, dass sie schnellstmöglich dafür sorgt, dass rechtsverbindliche Verträge mit eindeutigen Zusagen für die Ausrichtung all seiner Motorsportveranstaltungen, wie zum Beispiel für das ADAC Zurich 24h-Rennen oder den Int. ADAC Truck-Grand-Prix kurzfristig geschlossen werden können. Dabei geht der ADAC davon aus, dass Sie, Herr Ministerpräsident, umgehend einen kompetenten Entscheidungsträger benennen, der zunächst die angemeldeten Veranstaltungstermine bestätigt, in der Folge die vertraglichen Konditionen verbindlich mit dem ADAC verhandelt und somit die notwendige Rechtssicherheit geschaffen wird.
Dabei kann es sich beim künftigen Vertragspartner nicht um die gekündigte private Pächterin Nürburgring Automotive GmbH handeln, denn diese wird entweder zeitnah freiwillig oder zukünftig gezwungenermaßen den Nürburgring zurückgeben müssen.
Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz muss endlich klare Verhältnisse schaffen, ansonsten wird es zumindest 2013 keine großen ADAC Motorsportveranstaltungen am Nürburgring geben. Dies würde nicht nur wirtschaftliche Verluste in Millionenhöhe für die Region bedeuten, sondern auch weitere Arbeitsplätze gefährden.

Nach Auffassung des ADAC muss der Nürburgring als Sportstätte ohnehin öffentlich-rechtlich mit dem klar definierten Auftrag als Infrastruktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft betrieben werden, um so für die Region und für eine Vielzahl von Veranstaltungen wieder attraktiv zu sein.

Ich bin sicher, dass es nicht in Ihrem Interesse liegt, den Ring zu einer Kirmesmeile verkommen zu lassen. Deshalb fordere ich Sie auf, den Nürburgring zur Chefsache zu machen, das Chaos zu beenden und so auch in Zukunft professionellen Motorsport sowie bezahlbaren Breitenmotorsport möglich zu machen.

Geben Sie, Herr Ministerpräsident, eine klares Votum für die Region, für den Motorsport und für den Breitenmotorsport am Nürburgring ab.

Aufgrund des oben erwähnten Termindrucks erwarte ich gern Ihre Nachricht.

Mit freundlichen Grüßen

 
Peter Meyer

Die Medien greifen das auch auf, z.B. Rhein-Zeitung, dort gibt es auch den Brief als PDF, Rheinpfalz oder Volksfreund.

Was mich bei der Berichterstattung ein bisschen stört ist, daß es jetzt so dargestellt wird, als würde der ADAC drohen. Ich mein - was soll er denn machen? Ohne Verträge keine Rennen. Komische Drohung.

Hoffentlich drückt da bald in Mainz mal jemand den Startknopf! Die scheinen Beamtenmikado zu spielen.


Freitag, 11. Mai 2012

24h Film im Kino ...

... für die Leute, die das bisher noch nicht hatten. (Ich hatte.) Morgen in München, Stuttgart und Frankfurt. Gucken!


Dienstag, 21. Juni 2011

Übrig Ns vom Dienstag.
Samstag, 23. April 2011

Übrig Ns vom Samstag.

Zumindest Hockenheim hat bis 2018 alles eingetütet.

  • Die Chancen, den neuen McLaren MP4-12C auf der Nordschleife zu sehen, steigen: durch Rainer Dörr. Als einer von vier Vertriebspartnern wird er den Raum Frankfurt betreuen und bei seiner Nordschleifen-Leidenschaft kann das eigentlich nicht lange dauern.

Donnerstag, 14. April 2011

Übrig Ns vom Donnerstag.
Mittwoch, 08. September 2010

Einblick in die Social Media Aktivitäten von BMW.Stellt sich BMW so die Möglichkeiten von Social Media vor? Dieser Eintrag ist heute 3 mal (!) in verschiedenen Unterforen im N-Forum gepostet worden:

Bei der Recherche nach Motorsport-Communities bin ich auf euer Forum gestoßen. (..)

Hintergrund ist bmw.de/coolestjob, da darf man dann als Hiwi bei einem Fahrertraining handlangern.

Ich hätte dem jetzt garkeine Beachtung geschenkt, aber wenn BMW persönlich im Forum mitspielt, steig ich doch mal tiefer ein:

den identischen Beitrag habe ich noch öfter gefunden, hier, hier, hier oder hier.

Das Ganze gibt es auch als Segel-Thema:

Bei der Recherche nach Segel-Communities bin ich auf euer Forum gestoßen .., z.B. hier, hier oder hier.

Oder wie wär´s mit Golf?

Die Hansel haben sich noch nichtmal die Mühe gemacht den Text zu ändern. Es gibt auch eine Pressemitteilung dazu, aber offensichtlich will man die Resonanz noch etwas pushen.

Die Kampagne wird ausgeführt von LoeschHundLiepold Kommunikation GmbH, die nennen das dann ´Consumer- / Lifestyle-Marketing´. Für so mit Kreativität Bewaffnete gelten unsere Regeln natürlich nicht.

Ich nenn den Eintrag ganz unverkrampft so: unerwünschte, auf elektronischem Weg übertragene Nachricht, die unverlangt zugestellt wird und werbenden Inhalt hat.
Oder kurz: Spam.
Montag, 15. Februar 2010

Nachdem sich der Aktienkurs der Wige Media (WKN 634770) in 24 Monaten von 3 Euro auf 40 Cent reduziert hat und von dem Emissions-Geld auch nicht mehr viel übrig ist, hatte sich die Konzernleitung unter Stefan Eishold zu drastischen Rettungsmethoden entschieden. Die Aktionärsversammlung hatte 25 Aktionäre und Gäste mobilisiert - was aber immerhin knapp 70% des Grundkapitals bedeutete. Peter Geishecker selber hält etwa ein Drittel. Damit konnten die Abstimmungen durchgeführt werden und das Ergebnis war megaknapp. Jetzt wird das Grundkapital im Verhältnis 6:1 auf 1 Mio. Euro heruntergesetzt.

Bei Wilhelm Gerner kann man nachlesen: "Man begann -völig ungewöhnlich- sofort mit den Abstimmungen und erst dann den Bericht des Vorstandes zur Lage. Der Finanzvorstand der Constantin Medien AG protestierte sofort gegen dieses Vorgehen und der Protest wurde zu Protokoll genommen. Die Beschlüsse sind bekannt und um 9:40 Uhr wurde die HV offiziell geschlossen."

In 2010 soll auf 132 Mitarbeiter reduziert werden, in 2001 waren es noch 385. Wer noch ein paar Unternehmensberichte lesen will, hier sind sie alle gesammelt.
Mittwoch, 16. September 2009

Nach 2 Pressetagen startet am Donnerstag die IAA in Frankfurt. Wieviel Aufwand in so einer Messe steckt, zeigt ein Zeitrafferfilm vom Aufbau des Ford Messestandes.


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