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Samstag, 09. März 2019

Buchvorstellung: Die Flucht der Ameisen - von Ulrich C. Schreiber.

Ich hatte ja schon die Faszination angedeutet, die das Buch auf mich ausübt. Und promt war auch ein treuer Blogleser direkt so nett, es mir über die Wunschliste zukommen zu lassen.

Und nur eine Woche später habe ich die 450 Seiten auch schon durch - das kommt davon, wenn man Bahn statt Auto fährt.

Es liegt aber auch an dem Buch selber, das gleichzeitig sehr spannend, aber auch interessant ist.

Als Autor muss man sich normalerweise in eine Thematik gut einarbeiten, damit die anschließend entstehende Geschichte schlüssig und tiefgründig ist. Ich hatte ja mal Wegkreuzungen mit Michael Preute alias Jacques Berndorf, der auch immer intensiv recherchiert, bevor er seine Krimis zu Papier bringt. Er hatte da als Kriegsberichterstatter und Spiegel-Autor auch Recherche-Erfahrungen, auf die er zurückgreifen konnte.

Umgekehrt geht es aber auch: man ist Spezialist für ein bestimmtes Fachgebiet und eignet sich das Romanschreiben an. So hat es nämlich Ulrich Schreiber gemacht, der im normalen Leben den Professoren-Titel führt und an der Hochschule Duisburg-Essen Geologie lehrt. Und der auch den richtigen Nachnamen für diese Aufgabe hat.

Ich weiß nicht, wie es Euch ging, aber das Fach Geologie übte auf mich in der Schule keine besondere Faszination aus. Dabei ist es ein sehr spannendes Thema und eng mit unserer eigenen Geschichte verbunden.

Wir sind früher gerne von Andernach aus zum Laacher See gefahren - zum Schwimmen, Zelten, Joggen - die Gegend ist ein schönes Ausflugsziel. Auch zugefroren hat der See seine Reize, man muss ja nicht gleich mit dem Auto drauffahren.

Motocross-Fahren stand (steht!) immer hoch im Kurs, vorzugsweise in einheimischen Bimskaulen - so heißen die Baggerlöcher, die es rund um Andernach in großer Anzahl gibt. Bims, Lava, Basalt - alles reichlich vorhanden und auch in den Häusern vorzugsweise als Baumaterial im Einsatz.

Wenn man mit neuen Leuten zum ersten Mal nach Andernach fährt, dann wundern die sich immer, warum die Landstraßen überall höhergelegt sind. In Wirklichkeit sind die Felder neben den Straßen ausgebimst worden - so heißt das, wenn man 2-x Meter der oberen Schicht als Bims abträgt. Was vielen Bauern ordentlichen Wohlstand beschert hat.

Natürlich weiß man auch, dass Vulkane an den Bodenschätzen schuld sind, sie haben vor langer Zeit alles ausgespuckt. Muss ziemlich monströs gewesen sein, aber schon lange her. Lange? Wir reden beim Laacher See über etwas mehr als 10.000 Jahre und das ist erdgeschichtlich ein Wimpernschlag: Wären die 4 Milliarden Jahre, die etwa dem Alter der Erde entsprechen, umgerechnet 24 Stunden, dann wären 10.000 Jahre nur 2 Sekunden.

Und es brodelt im Laacher See auch immer schön - zwar kein aktiver Vulkan, aber inaktiv kann man das auch nicht nennen.

Ulrich Schreiber nimmt das zum Anlass, um das Szenario darzustellen, wenn aktuell ein Vulkan ausbrechen würde. Und er packt das auch in eine sehr schöne, spannende Geschichte - sein Geologe aus der Hauptrolle wohnt mit Familie sogar in Köln - noch eine Parallele zu meinem eigenen Leben.

Daher waren bei mir bei den Beschreibungen der Orte, dem Pendeln im Berufsverkehr usw. direkt die passenden Bilder im Kopf. Das ist natürlich keine Voraussetzung, um den Roman gut zu finden, aber es macht ihn für Einheimische nochmal extra fesselnd.

Ich habe sogar die Idee im Kopf, die beschriebenen Orte zu besuchen, um nach vulkanischen Artefakten gezielt Ausschau zu halten. Der Vulkan der Geschichte - die Hohe Buche - ist natürlich Pflichtprogramm. Bei der hohen Defenderdichte im Bekanntenkreis sollten sich eigentlich auch Exkursionswillige finden lassen.

Ihr merkt schon: das Buch hat sich einen festen Platz bei mir erobert und ich kann es wirklich sehr empfehlen. Ohne Vulkane gäbe es auch keinen Nürburgring und wenn Ihr Euren Horizont auf unterhaltsame Weise etwas erweitern wollt, dann ist Die Flucht der Ameisen eine lohnende Lektüre.

Buchvorstellung | UlrichSchreiber | Vulkan | LaacherSee | Ameisen | Vulkanausbruch |


Freitag, 01. März 2019

Mendig, Laacher See und die Vulkanologische Gesellschaft.

Nach diesem Podcast wollte ich mehr über diese Konferenz der vulkanologischen Gesellschaft in Mendig herausfinden.

Der Gast in dem Podcast ist Ulrich Schreiber - ein Geologe, der als Professor in Essen unterrichtet. Der aber auch einen Roman veröffentlicht hat:

Die Flucht der Ameisen.

Darin geht es um einen fiktiven Vulkanausbruch am Rhein in der Gegenwart. Aber nicht vom Laacher See ist die Rede, sondern von “Hohe Buche” - ziemlich harmloser Name für so etwas Mächtiges wie einen Vulkan und alles andere als fiktiv, sondern ziemlich real. War aktiv vor etwa 110.000 Jahren - ungefähr der Zeitpunkt, als der Mensch sich anatomisch zu der heutigen Form ausbildete. Zum Vergleich: die Sesshaftigkeit entwickelte sich vor gut 10.000 Jahren.

Hohe Buche liegt übrigens hier. Und obwohl ich in Namedy aufgewachsen bin (Grundschulzeit), war mir das nicht bekannt. Direkt mal auf die Wunschliste mit dem Roman.

Mike Frison / renn.tv

Zurück zur Konferenz: die habe nicht gefunden, dafür aber die Deutsche Vulkanologische Gesellschaft - gibt es seit über 30 Jahren und hat ihren Sitz in Mendig. Dort gibt es diese PM mit Verweis auf diese Publikation vom 7.Januar:

Garnicht so einfach zu messen oder gar vorherzusagen was in 10–40 km Tiefe in der Erde passiert - aber dass etwas passiert kann man schlecht verleugnen. Wird halt nie langweilig in der Eifel.

LaacherSee | Mendig | Vulkan |


Samstag, 28. Oktober 2017

Am Laacher See brodeln wieder kleine Erdbeben.

Die Vulkaneifel heißt ja nicht ohne Grund so.

Glees, Wassenach, Kruft, Brohl-Lützing, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Burgbrohl, Oberdürenbach, Schalkenbach ... überall werden kleine Beben registriert.

Vor Jahren hatte es der Laacher See und die Vulkanbedrohung sogar mal in die internationalen Medien geschafft.

Vulkan | Eifel | LaacherSee | Vulkaneifel |


Dienstag, 13. Januar 2015

Neuer VW GTE - aber nicht was Ihr denkt!

Wie kann man denn diesen Koffer GTE nennen? GTE ist für mich in erster Linie das hier :) Auf dem Laacher See rumfahren macht heute auch keiner mehr. Und dann ist GTE heutzutage natürlich das hier. Das sollte sich doch auch bis nach Wolfsburg rumgesprochen haben.

Tags: VWGTE | LaacherSee | AudiGTE |




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