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Sonntag, 15. März 2020

Fotos von der VLN Test- und Einstellfahrt.

Nein, nicht die von gestern - die von 2003. Als die VLN noch familiär war, die Autos noch nicht von der Stange waren und Exemplare wie der BMW M3 GTR die Szene aufgemischt haben.

2003 war ein guter Jahrgang und jetzt, wo wir alle etwas Zeit und Müßiggang übrig haben, ist eine gute Gelegenheit alte Fotos zu entstauben.

Ich schon krass, dass Leute, die heute 16 Jahre alt sind, damals® noch garnicht auf der Welt waren.

Kurz vorher hatte das Team Scheid übrigens zum ersten Mal im Eifelblitz Rollout mit dem neuen V8-Motor.

Mike Frison / renn.tv

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Langstrecke | Mikefotos | Einstellfahrt | M3GTR |


Freitag, 13. März 2020

Notwendige Veranstaltung.

Die VLN Einstellfahrt soll ohne Zuschauer stattfinden.

Die Nordschleife ist also dann abgeriegelt?

(..) die für den kommenden Samstag (14. März) geplante Fahrzeugpräsentation der Nürburgring Langstrecken-Serie im ring°boulevard abzusagen. Als weitere Maßnahmen werden auch die Tribünen und das Fahrerlager nicht für das Publikum geöffnet.

Kein Wort über die Nordschleife - und DA hält sich ja die Mehrzahl der Zuschauer auf.

Den Testtag trotz der Gesundheitsgefahren durchzuziehen trägt Züge der Borniertheit, die die F1 in Melbourne gezeigt hat. Angereichert mit Geldgier, Arroganz und Sturheit.

Am besten wäre, die Teams bleiben zuhause.

Zakspeed hat das schön formuliert:

Nachdem die Bundesregierung beschlossen hat und eindringlich empfiehlt, alle Veranstaltungen die nicht notwendig sind, abzusagen, kommen wir unserer Verantwortung als Unternehmen nach und nehmen nicht an den Einstellfahrten der NLS teil.

Die NLS hält es da eher wie Donald Trump: nicht verantwortlich.

Ich hatte ja am Mittwoch eine reine datenbasierte Prognose zum Coronavirus erstellt - da wäre die Million am 13. April erreicht. Inzwischen hat sich die Entwicklung weiter beschleunigt, allein 29% Wachstum von Mittwoch auf Donnerstag (Verdopplung alle 2,7 Tage) und die Million wäre jetzt rechnerisch schon am 3. April fällig. Und wir reden hier nur über Deutschland.

Natürlich hoffe ich wie alle, dass diese Entwicklung gebremst werden kann. Oder dass sich der Anstieg der Zahlen auch durch die vermehrten Tests begründet.

Der Kreis Mayen-Koblenz hat inzwischen schon heftige Corona-Einschläge zu verzeichnen inklusive Schulen, die betroffen sind - man wähnte sich ja gut vorbereitet und ich habe das extra abgespeichert.

Das hat aber nichtmal eine Woche gehalten - hier ist der Ereignisticker für diesen Landkreis in Ring-Rufweite. Man hat gestern eine Verfügung erlassen, die Veranstaltungen über 75 Personen strikt verbietet und alle anderen nur unter hohen Auflagen zulässt.

Für den Kreis Ahrweiler habe ich nur diese generelle Infoseite gefunden - mit einer Telefonnummer, die nicht einmal am Wochenende besetzt ist. Auch wurden keine Fallzahlen veröffentlicht. Laut dieser Karte gibt es in AW noch keine Infektion, dafür aber in den Nachbarlandkreisen.

Am heftigsten finde ich diese Meldung aus MYK von gestern:

Eine 87-jährige aus Brey wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Sie besuchte am 7. März die Veranstaltung Wonderfrolleins Musik der 50er und 60er Jahre in Brey.

Möchte nicht wissen, wie hoch da der Altersdurchschnitt bei der Veranstaltung war.

Zu COVID-19, also der Krankheit, die durch den Virus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, gab es heute hier bei New York Times einen interessanten Podcast.

Ich hatte mich immer gefragt, was unter "mildem Krankheitsverlauf" gemeint ist. Die Antwort kam im Podcast, das ist alles, was nicht ins Krankenhaus muss - also inklusive Lungenentzündung:

But there’s something I wanted to say that was important. I described, in our first interview, that 80% of all cases were mild, and the other 20% were either severe or critical. And that stuck in too many people’s minds as if, oh, 80% of cases are practically nothing. You don’t even have it. Maybe it’s asymptomatic. No. That’s wrong. The Chinese study that was based on — everything was either mild, severe, or critical. Mild included everything from “barely any symptoms” to pneumonia, but pneumonia not needing hospitalization or oxygen. Once you stepped over into needing oxygen, then you were severe. Once you were in organ failure, you were critical. So if people think this is a mild disease, get over that idea.

In Österreich bereiten sie übrigens gerade eine Messehalle in Wien vor als Groß-Lazarett, das im ersten Schritt 880 Betten Platz bieten soll. Die Notwendigkeit für solche monströsen Einrichtungen wurde auch im NYT Podcast klar:

If you have coronavirus, you’re going to go into isolation with a lot of other people who have coronavirus. Even if you have a very mild case, you’re going to go in with all the other mild cases, because they know cases can crash. It’s a pretty common phenomenon that people are going along OK with some breathing difficulty, and then in the second week, they crash. Their oxygen saturation drops, and they need oxygen. And in those cases, in the isolation centers in China, when you might be in a gymnasium with 1,000 other people, when you crashed, they recognized it right there. There was no wait, and they would move you to a hospital.

Die Krankheitsverläufe können von einem Moment auf den anderen kritisch werden - dann heißt es sofort ins Krankenhaus und an die Sauerstoffpumpe. Deshalb werden die infizierten Leute zu Hunderten einkaserniert, damit sie lückenlos überwacht werden können.

Also in China jetzt - nicht hier bei uns. Bei uns wird noch fröhlich Party gefeiert und Testfahrten veranstaltet. Weil - siehe oben - notwendige Veranstaltung.

Coronavirus | Langstrecke |


Donnerstag, 12. März 2020

Endlich legt sich die VLN mit Lindner ins Bett.

Jetzt wo alle so schön mit Virus beschäftigt sind, kann man ja gut eine Meldung zwischenschieben:

Lindner ist Hotelpartner der Nürburgring Langstrecken-Serie

Na wenn das kein Grund zum Feiern ist. Für Kai Richter und Jörg Lindner.

Man merkt wie langsam die Maske fällt und der russische Nürburgring nach und nach sein wahres Gesicht zeigt. Die Rennserie unter Kontrolle bringen, um sich auf den übrigen Geschäftsfeldern gesundzustoßen.

Ist ja auch nicht der erste Versuch - aber jetzt hält man die Zeit wohl für reif, um die Dämme einzureißen.

Konnte doch niemand ahnen!!1!

Langstrecke | Richter | Lindner | Koppelgeschäfte |


Dienstag, 18. Juni 2019

ACO knickt ein - neue Hypercar Kategorie für Le Mans.

Der Anfang vom Ende in Motorsportkategorien beginnt immer dann, wenn die Veranstalter nachgeben und hechelnd den Herstellern den roten Teppich hinterhertragen.

Der ACO wurde vom Rückzug von Audi und kurz danach Porsche kalt erwischt - Kollateralschäden der Heizölbomberabteilung. Blieb nur noch Toyota - die die Durchmärsche verständlicherweise kräftig abfeiern.

Und die Zukunft? Wurde jetzt bekanntgegeben:

(..) teams could bring a prototype hybrid, a prototype non-hybrid, a road car hybrid, and a road car non-hybrid, plus in year one they will also grandfather the current LMP1 cars that wish to race.

Erinnert so ein bisschen an den alten Spruch aus der VLN Langstrecke: bei uns darf alles fahren, was 4 Räder hat.

Aber der Sargnagel ist das hier:

The key to the 2020/21 Hypercar regulations will be the ability to performance balance the concepts.

Auch bekannt als BoP - Balance of Performance.

Die ersten Hypercars sind noch garnicht auf der Rennstrecke, da sehnt man schon die nicht zu alten Zeiten herbei, als Werkssport mit völlig unterschiedlichen Konzepten und Feuer frei in Le Mans in die Schlacht geschickt wurde.

Dekadent, aber geil.

Jetzt droht der Sport endgültig zum Marketing zu verkommen - ich schätze mal die Leute werden es sich trotzdem anschauen. Erleben wir ja auch am Ring: rennfertige Kaufautos für die Leute mit den dicken Schecks - Erfindergeist und Kreativität beschränkt sich auf die Gestaltung der Lackierung Folierung der ansonsten identischen Serienprodukte.

Es gibt Hardcorefans, die sich angewidert abwenden - aber das interessiert die Veranstalter nicht: zum einen werden sie zahlenmäßig kompensiert von weniger anspruchsvollen Nachzüglern und zum anderen stimmt die Kasse.

Erfolgreich die Leute für dumm verkauft und die finden es auch noch gut.

Gibt es eigentlich eine andere Sportart, die Performance balanciert - d.h. Können und Überlegenheit bestraft? Man sollte diese künstliche Perversion des sportlichen Gedankens umbenennen - Sport ist das nicht mehr.

LeMans | BalanceOfPerformance | Hypercar | LM24 |


Dienstag, 29. Januar 2019

Besuch bei Reifen Schlag in Leimbach (bei Adenau).

Das stand schon länger auf dem Programm: mal den Günter Schlag und seine Reifensammlung besuchen! Er ist auch schon lange als Unterstützer des Blogs hier an Bord - wofür ihm natürlich nochmal Extradank gebührt.

Am Wochenende war es dann soweit - wir waren verabredet und ein Ritt zum Ring ist immer ein lohnenswerter Ausflug.

Relativ unscheinbar versteckt sich seine Dependence hinter dieser nüchternen Fassade:

Mike Frison / renn.tv

… aber so ganz ohne Indizien präsentiert sie sich dann doch nicht:

Mike Frison / renn.tv

Während der Chef noch im Einsatz war:

Mike Frison / renn.tv

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… habe ich mal den Blick streifen lassen:

Mike Frison / renn.tv

… und die gute Seele im Büro kennengelernt:

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Das mit dem Kaffee hat Günter aber dann doch lieber persönlich gemacht:

Mike Frison / renn.tv

… und dann waren wir auch schon soweit:

Mike Frison / renn.tv

Das Besondere an Reifen-Schlag ist, dass man hier mit Rennreifen versorgt wird. NUR mit Rennreifen. Dazu gehört auch der Renn-Service an der Strecke - vorzugsweise im historischen bzw. FHR Motorsport.

Günter selber hat ebenfalls motorsportliche Wurzeln - genauer gesagt im Rallye-Sport. Vom Beruf Energieanlagen-Elektroniker hat er schon bald gemerkt, dass er mehr Zeit und Geld für das Rallyefahren braucht und hat bei einer Spedition angeheuert, um Tankzug zu fahren.

Er war dann in der Baden-Württembergischen und teilweise auch Deutschen Rallyemeisterschaft unterwegs - erst mit Opel C Kadett (Gruppe 2) und später B Manta (Gruppe A).

1979 kam auch ein dritter Platz in der BW-Meisterschaft dabei heraus.

Die Erfahrungen von damals helfen ihm auch heute noch die Zusammenhänge im Rennsport bezüglich der Reifen zu erkennen, aber auch zu erklären.

Kennt Ihr noch die Reifenmarke “Kleber”? Die suchten 1980 jemanden für den Renndienst. Das war quasi der Startschuß für Günter’s Reifenlaufbahn, denn er bekam den Job und damit die Aufgabe das Audi Rallye-WM-Team zu betreuen. Wie wir alle wissen wurde Michèle Mouton 1982 Vizeweltmeisterin - was man vielleicht nicht so auf dem Schirm hat: mit Kleber-Reifen.

Heute ist die Firma nicht mehr im Rennsport aktiv - damals waren sie die ersten, die einen Semi-Racing angeboten haben. Und das wandelnde Reifenlexikon in Leimbach hat auch sofort die Bezeichnung noch parat: V 10 RS.

Für den 23-jährigen Günter Schlag damals war das natürlich eine heftige Herausforderung: seinen Idolen aus dem Rallyesport sollte er auf einmal sagen, was sie zu verwenden haben. Hat ihm aber nicht geschadet - und seine Erinnerung an Michèle Mouton: Vulkan hoch zehn!

Schnell war sie! Aber auch aggressiv - die Reifen von Hannu Mikkola waren weniger zerrissen als ihre.

Als Kleber von Michelin aufgekauft wurde, hat sich Günter schnell wieder abgewendet - im Nachhinein die richtige Entscheidung, weil nicht zwei Sportabteilungen gleichzeitig aufrechterhalten wurden.

Seine nächste Station hieß Walter Lechner, der damals für Yokohama die Reifen importiert hat. Und auf der Suche war nach jemanden für den Rallye-Service - hat genau gepasst. Ziemlich bald kamen noch die Formel Ford Läufe dazu. Walter Lechner selber war in der Interserie unterwegs - und wurde 1985 auch Meister. Ihm war auch der Rennsport wichtiger, deshalb hat er kurzerhand dem Günter Schlag den Yokohama Vertrag für Deutschland überlassen.

Was dann von 1986 bis 2003 Günter’s Leben prägen sollte - aber auch die Motorsportszene, denn die Yokohama-Verbindung ist das, was die meisten mit Günter Schlag in Zusammenhang bringen. Und später den ATS PR-Einsatz für einige Jahre am Ring.

Mike Frison / renn.tv

Seit 2007 residiert er nun in Ring-Rufweite und sein Portfolio umfasst heute:

  • Hoosier - den Rennreifen von Continental aus USA - exklusiv als Markteinführung und EU Versand,
  • Michelin - dabei exklusiv die Klassik,
  • ebenfalls für Pirelli,
  • Toyo für die Semi-Racing,
  • und ebenfalls exklusiv und aktuell neu: die mehrteiligen BBS Felgen.

Bedient werden Fahrer aus dem historischen Sport, aber auch zum Beispiel Tourifahrer oder auch inzwischen 4 Teams aus der VLN-Langstrecke (mit Hoosier). Und die DMV BMW Challenge läuft schon im vierten Jahr auf Hoosier. Diese Marke wurde 2016 von Continental gekauft, aber es gab vorher schon eine jahrzehntelange Partnerschaft. Unter der Marke “General Tire”, die auch zu Continental gehört, wird künftig die European Nascar ausgestattet und auch von Reifen Schlag logistisch unterstützt.

Seine Kompetenz sieht Günter bei den historischen Reifen ab ’66 - dabei muss er nichtmal die Reifengröße wissen, Fahrzeug und Baujahr reichen meist schon aus. Und jede Menge Tipps gibt es natürlich noch dazu.

Aktuell werden keine Rennreifen verschickt - wegen dem Frost. Wusste ich auch noch nicht. Deswegen hat sein Lager auch immer erfrischende 6–7°C, damit es den Reifen gutgeht. Bei Frost drohen Risse in der Reifenschulter - technisch kein Problem, aber optisch suboptimal. Sind ja auch keine Schnäppchen solche Rennreifen, dann sollen sie auch gut aussehen.

Günter ist schon lange im Geschäft und ich konnte mir nicht verkneifen zu fragen, wo er den Motorsport in der Zukunft sieht. Und er stellt fest, dass er seit 36 Jahren von der Realität widerlegt wird. Denn Bedrohungen gab es für den Rennsport schon viele, aber er hat sich immer wieder neu behauptet. Damals gab es allerdings auch Argumente - wie z.B. den Technologietransfer in die Serienentwicklung - den es heute in dieser Form nicht mehr gibt. Dennoch hat er seit 36 Jahren die Angst, dass Motorsport verboten wird - schwingt immer so im Hintergrund mit. Irgendwann wird es auch so kommen, denn in der Form, wie es aktuell betrieben wird, sei es mit der Nachhaltigkeit, wie wir sie heutzutage brauchen in der Welt, nicht mehr vereinbar.

Einen Rundgang durch das Lager gab es natürlich auch noch. Überall frische Gummis mit:

Mike Frison / renn.tv

… und ohne Profil:

Mike Frison / renn.tv

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Die Toyo Ecke:

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Und sogar Kartreifen:

Mike Frison / renn.tv

… und das ist Günter’s historischer Toyota - einer von 15 in Deutschland:

Mike Frison / renn.tv

Kann man sich auch unter der Motorhaube anschauen:

Mike Frison / renn.tv

Der Wagen geht mit nach Bremen zur Classic Motorshow nächstes Wochenende.

Mike Frison / renn.tv

Und das ist Günter’s privater Renner - dem ein oder anderen vielleicht bekannt. Sieht exotisch aus, aber sehr wartungsfreundlich aufgebaut - z.B. identische Bremsanlage und Scheibe vorne und hinten. Und den Mittelmotor (vom 131er Mirafiori) in Kombination mit Heckantrieb sieht man ihm auf den ersten Blick auch nicht an:

Mike Frison / renn.tv

Wir kamen auch noch kurz auf den DMSB und den allseits beliebten KFP zu sprechen - was bei einem getüvten und zugelassenen Auto natürlich reine Geldmacherei extra daneben ist. Und was dem Günter den Sport auch ordentlich verleidet hat.

War ein netter und lohnender Besuch und Danke nochmal für den Kaffee!

Schlag | Reifenschlag | Leimbach | Adenau | Sponsor |


Montag, 07. Januar 2019

Hans-Joachim Stuck Video Interview.

Auch wenn man Strietzel-Stuck - aus Gründen - nicht mehr mag, dieses Interview vom BR ist sehens- und hörenswert.

Ich wollte es eigentlich nur kurz durchscannen, aber bin dann doch komplett hängengeblieben.

Interessante und kurzweilige Zeitreise.

Nur leider hat der gute Mann dem Ring den Sargnagel persönlich eingeschlagen:

Mike Frison / renn.tv

... und war sich auch nicht zu schade für ein Lindner/Richter Sponsoring für das 24h-Rennen mit seinen Söhnen.

Das hat ihn einige seiner treuesten Fans gekostet, aber offensichtlich ist ihm das egal, solange die Gage stimmt.

Stuck | Strietzel |


Sonntag, 08. Juli 2018

Ein denkwürdiges VLN Rennen.

Denn es gibt nur ein vorläufiges Ergebnis. Und die VLN nennt das “einen ganz normalen Vorgang”.

Ich nenne das so: die Regeln sind so kompliziert und unüberwachbar, dass die Veranstalter nicht mehr Herr der Lage sind.

Bei der 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy kam es kurz vor Ende der ersten Rennhälfte zu einer unübersichtlichen Situation auf der Döttinger Höhe. Dabei bildete sich ein Pulk von knapp 30 Fahrzeugen, in dem einige Fahrzeuge möglicherweise das Überholverbote missachteten.

Aufgrund des laufenden Rennbetriebs war es der Rennleitung unmöglich, die Situation direkt aufzuklären. Sie gab den Fall, wie es üblich ist, an die Sportkommissare des DMSB weiter, um nach dem Rennen für Klärung zu sorgen. Diese nutzten im Anschluss an das Rennen unterschiedliche Videoaufzeichnungen, um sich ein genaues Bild zu machen. Anspruch der Regelhüter ist nun, die Situation so weit wie möglich aufzuarbeiten und mögliche Vergehen zu ahnden. Da dieser Vorgang vor Ort nicht mehr abgeschlossen werden konnte, bleibt das Ergebnis des vierten Laufs vorläufig.”

Du weißt, dass Du verloren bist, wenn Du den DMSB bemühen musst. Dass die Verantwortlichen jetzt so tun, als würde sie das alles nichts angehen und mit “ganz normaler sportrechtlicher Prozess” argumentieren, ist schon eine mittelgroße Frechheit. Ist es dann also in Zukunft auch ganz normal, wenn die Rennleitung in ähnlichen Situationen ebenfalls überfordert ist? Die neue Normalität bei der Langstrecke?

Und das Ganze bei einem Rennen, bei dem übersichtliche 135 Fahrzeuge in’s Rennen gestartet sind.

Wieviel müssen die Teilnehmer nochmal für den GPS-Pflichtsender abdrücken?

Aber es gab auch tolle Nachrichten:

  • Leonard Weiss ist in dem Junior-Ferrari zusammen mit Nico und Christian Menzel mit einem 2. Platz auf das Podest gefahren. Und als wäre das nicht schon sensationell genug, ist Vater Georg Weiss im Senior-Ferrari 3. geworden mit Oli Kainz und Jochen Krumbach - und somit standen 2x Vater und Sohn und 2 Ferraris auf dem Podest. Bei einem Rennen, das Frikadelli gewonnen hat (Siedler/Arnold)!
  • Sabine ist wieder voll im Einsatz und 5. geworden! Mit Klaus und Felipe Fernández Laser.
  • Ralf Schall feiert seinen 100. VLN-Klassensieg - Christopher Gerhard war wieder zusammen mit ihm unterwegs.

VLNLangstrecke | Wochenspiegel | DMSB | Sabine | Schall |


Donnerstag, 04. Januar 2018

Zum dem Hockenheim-Thema gestern passt dieses Fundstück der Sportwagen WM 1985.


Sonntag, 17. Dezember 2017

Maxime Martin´s BMW-Jahre. Rückblick auf eine wilde Zeit.

Das war auch für mich eine aufregende Zeit - daher bin ich mal im renn.tv Archiv gewesen, um die Highlights rauszusuchen.

Das Ganze ging los 2013 - da war Maxime Martin für mich beim 24h-Rennen der Mann des Wochenendes.

Eigentlich hat es ziemlich harmlos angefangen mit dem MarcVDS BMW mitten zwischen den Werksautos und Werksfahrern:

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Das Rennen ging von Sonntag auf Montag und musste wegen starkem Regen in der Nacht unterbrochen werden. Aber die letzten beiden Rennstunden gehörten Maxime Martin - vom 4. auf den 2.Platz vorgefahren - ich bekomme jetzt noch Gänsehaut wenn ich daran denke. Oder meinen Bericht von 2013 durchlese.

Selbst die nachträgliche Analyse zeigte, er fuhr in diesem weltklasse Fahrerfeld in einer eigenen Liga.

Wer mal mitfahren möchte - bitteschön.

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

2014 war MarcVDS wieder am Start in der Langstrecke - erstmal ein paar VLN Rennen zum Eingewöhnen:

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Bei der 24h-Pressekonferenz zählte er schon zur Interviewrunde - sein 2013er Rennen hat ihn mit einem Schlag bekannt gemacht.

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Im Qualirennen dann letzte Vorbereitungen und Marco Wittmann war ebenfalls im Einsatz:

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Genauso wie Stefan Reinhold - die 3 bildeten nämlich 2014 das DTM Team RMG. Als das bekannt gegeben wurde, dass Maxime BMW Werksfahrer wird und ausgerechnet beim Steff in der DTM fährt, war ich - verständlicherweise - ziemlich aus dem Häuschen.

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Maxime ist, wenn er keinen Helm aufhat, eher der ruhige Vertreter. Fällt in der Boxengasse kaum auf:

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Kleiner Gegensatz zu seinen Teamkollegen vom 2014er 24h-Rennen: Jörg Müller, Uwe Alzen, und Marco Wittmann:

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Und Steff natürlich auch vor Ort - wünscht seinem Fahrer herzlichst gutes Gelingen:

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Da schließe ich mich an - und freue mich über die dezente Nfektion:

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Kurioserweise habe ich Maxime in Köln zum ersten Mal im DTM Auto gesehen:

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

In Köln? Ja, denn die DTM kam als Werbung für das Nürburgring-Rennen zu Besuch - das lasse ich mir natürlich nicht entgehen.

Zumal ich auch das Rennen am Ring besucht habe, um einen Bericht zu schreiben - mit Steff & Co. im Mittelpunkt.

In dessen RMG Team #pushpapy Maxime ein tolles Rookie-Jahr hingelegt hat: wurde 7. und Marco Wittmann Meister.

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Maxime Martin - renn.tv Rückblick auf die BMW Zeit.

Ein Jahr später - 2015 - konnte hat er sogar am Ring gewonnen!

Und jetzt verlässt er das BMW Werksteam - bzw. BMW lässt ihn gehen. Dass ich es für einen Fehler aus München halte - ausgerechnet jetzt - hatte ich ja schon geschrieben.

Umso mehr bin ich gespannt, was Maxime noch alles erreicht im Rennsport - Pushpapy!

MaximeMartin | Pushpapy | TeamRMG | StefanReinhold | Mikefotos |


Sonntag, 10. September 2017

Geburtstags-P(r)ost, 8 Jahre Mike´s Blog.

Wie die Zeit vergeht - heute hat mein Blog 8.Geburtstag.

Ich wusste damals nicht, auf was ich mich einlasse. Heute schon - ziemlich viel Arbeit! Ich bin dankbar dadurch viel zu erleben, spannende Events zu besuchen und tolle Menschen zu treffen. Und natürlich für alle, die hier mitlesen.

8 Jahre - da verliert man schnell den Überblick - so sah das auf der Langstrecke damals aus:

Raeder fuhr Ford …

8 Jahre Mike´s Blog

… der Eifelblitz war breit, laut und 8-zylindrig …

8 Jahre Mike´s Blog

… es gab grüne …

8 Jahre Mike´s Blog

… und rote Vipers:

8 Jahre Mike´s Blog

Ein Astra hatte damals so auszusehen:

8 Jahre Mike´s Blog

… aber immerhin der Manta ist sich und uns treu geblieben:

Ich freue mich schon auf die Events und Geschichten, die uns hier noch bevorstehen!

MikesBlog | Geburtstag |


Donnerstag, 03. August 2017

Für die GT Masters dieses Wochenende am Ring hat GT Eins alle Infos.

Ich bin ja nicht so der GT Freund, weil sie in der Langstrecke so viel Schaden angerichtet haben. Deshalb war ich auch noch nie bei der GT Masters, aber das soll sich am Samstag - beim 80. Rennen in der 11. Saison - ändern.


Sonntag, 25. Juni 2017

Erster VLN Gesamtsieg für Georg Weiss und den Wochenspiegel-Ferrari.

Schöne Überraschung bei VLN 3, so viele Höhen und Tiefen hat selten ein Langstreckenteam erlebt. Keiner wusste vor der diesjährigen Saison, wie sich der 488 auf der Nordschleife schlagen wird, da ist der Georg volles Risiko gegangen und hat mit Michele Rinaldi auch genau das richtige Team gefunden. Und in Padua wird sich Cristiano Michelotto freuen - dort verfolgt man die Eifeler Langstrecke mit großem Interesse, der Chef war sogar persönlich zum 24h-Rennen angereist.

Wochenspiegel | Ferrari | VLNLangstrecke |


Dienstag, 16. Mai 2017

Eine gemeinsame Nordschleifen-Langstrecken-Serie und -Wertung von VLN und ADAC Nordrhein?

Zu schön um wahr zu sein. Eigentlich ja grotesk, dass man sich als Konkurrenz sieht, anstatt im Sinne des Sports gemeinsame Sache zu machen. Aber die Egos und die wirtschaftlichen Interessen sind zu groß, um die Hürden zu überwinden. Auch die Ausrichtung ist zu unterschiedlich: während die VLN zumindest noch theoretisch sich selber als Breitensportserie sieht, hat sich der Nordrhein einen Hersteller nach dem anderen geangelt, die wollen sie jetzt - nachdem alle mitspielen - natürlich auch ordentlich melken.

Ich drücke trotzdem die Daumen, dass es klappt - dem Sport wäre damit geholfen. Aber wenn es schiefgeht, dann wird wieder viel Porzellan zerschlagen - und soviel ist jetzt davon auch nicht mehr übrig.

Vor Jahren hatte ich ja schon in Eigeninitiative eine gemeinsame Wertung geführt, die ohne Berücksichtigung der Klassen das Gesamtergebnis in der Langstrecke berücksichtigt - und das 24h-Rennen mit einschließt. Mit den bevorteilten GT3 ist mir aber der Spaß vergangen.

Inzwischen ist wohl jedem klar, dass die getrennte Durchführung von VLN & 24h ein Relikt aus alten Tagen ist - und damit die Rückständigkeit offen zur Schau getragen wird.

N24h | Nordrhein | VLNVV |


Donnerstag, 04. Mai 2017

Dodge Challenger SRT Demon - mit 840 PS und Wheelie-Modus.

Dodge hat sich gedacht, dass die 707 PS der Hellcat Version vom Challenger vielleicht doch etwas dünn sind.

Und obwohl sie damit sowieso schon beim Quartett alles gewinnen, packen sie noch einmal 133 PS drauf und legen die Demon Version mit 840 PS nach:

Da lässt sich der Verlust der Viper leichter verkraften und bei so viel Dampf wird sogar ein Muscle Car zum Sleeper!

Leichter haben sie das Auto auch gemacht:

In pursuit for every tenth of a second, engineers looked to cut as much weight as possible. The result: Equipment removed from the Challenger SRT Demon weighs more than 200 pounds.

Unnötiges Equipment rausschmeißen ist immer gut. Was denn zum Beispiel?

55 pounds: Removed rear seat, restraints and floor mats

OK - Rücksitzbank, Teppich - raus damit.

58 pounds: Removed front passenger seat and belt

Beifahrer? Völlig überbewertet!

Respekt, die machen keine halben Sachen. Schön, dass es dafür offensichtlich einen Markt gibt.

Ein leichtes Auto mit so viel Dampf und Heckantrieb - der hebt ja ab! Oh, warte …

The Challenger SRT Demon also is the world’s first production car to lift the front wheels at launch and set the world record for longest wheelie from a standing start by a production car at 2.92 feet, certified by Guinness World Records.

Was? Das Auto hebt ab? Hat Jean Todt schon angerufen?

Dodge | Challenger | Demon | Hellcat |


Samstag, 04. Februar 2017

Bathurst 12h - Top 10 Shoot Out.

Wurde heute morgen ab 5:40 unserer Zeit übertragen, aber auf Youtube lässt es sich nochmal anschauen. Ich verrate mal nix:

youtu.be/EbgHTw9bguU

Das 12h-Rennen startet heute abend - um 19:45 geht es los. Alle Infos dazu sind diesmal sogar im N-Forum gesammelt.

Das Top 10 Shoot Out gab es zum ersten Mal - also ein Qualifying ähnlich wie am Ring. Nur dass die Autos - wie immer - viel besser aussehen, weil sie nicht mit übergroßen Startnummermatten und Pflichtwerbung rundum zugekleistert sind:

Das ist übrigens das 488 Ferrari GT3 Modell, das Georg Weiss dieses Jahr in der Langstrecke ebenfalls einsetzen wird:

Bathurst |


Montag, 29. August 2016

Das N des Tages geht an Niederösterreich.

Dort wurde am Wochenende die Internationale Oldtimer Traktoren Langstrecken WM ausgetragen.

Ja, richtig gelesen - 24h-Rennen!

Hier der Filmbeitrag vom ORF dazu.

Traktor | Langstrecke | Niederösterreich | NdesTages |


Sonntag, 31. Juli 2016

Mikebericht: WEC 6h-Rennen Nürburgring.

Nach Spa und Le Mans durfte ich natürlich auch am Ring nicht fehlen, als die Langstrecke dort Station machte. Durch die Eifel Rallye musste ich mir die Zeitplanung etwas straffer gestalten - das hatte ich auch noch nie, dass ich an 1 Wochenende gleich bei 2 Veranstaltungen akkreditiert bin. Na, wollen wir uns mal nicht beschweren.

Die Fotos, die ich mitgebracht habe, könnt Ihr alle wieder durch Anklicken vergrößern.

Bei der WEC ist das immer so, dass man nur dann an der Strecke fotografieren darf, wenn man beim Fotografen-Briefing dabei war. Davon gab’s am Sonntag nur eins - und zwar um 8:30. Inklusive der Stunde Fahrzeit von Köln aus war ich also für einen Sonntag schon früh auf den Beinen.

Jeff Carter ist der Presse-Delegierte und auch wenn seine Einweisungen keine besonderen Neuigkeiten enthalten, so ist er doch immer sehr kurzweilig:

Eigentlich ist das auch in Ordnung so die Fotografen auf Spur zu bringen, für die Fahrer gibt es ja auch bei jedem Rennen ein Drivers Briefing.

Danach habe ich mir dann mal den Gridwalk angeschaut - das war ganz schön busy:

Wobei sich bei so mancher Tochter die Begeisterung doch eher in Grenzen hielt - im Vergleich zu den Vätern:

Das Ganze nennt sich zwar Autogrammstunde, aber heutzutage werden die Promis per Selfie erlegt:

Die Aktiven haben sich trotzdem die Finger wundgeschrieben:

Wenn man so durch die Boxengasse schlendert mit allem ihrem Prunk und Protz, dann fällt die Unterkunft der Feuerwehr durch ihre Bescheidenheit auf:

Hier ist Drew Gibson im Einsatz - seine Fotos finden sich hier und das Resultat meines Making-Off ist das hier:

Aber so richtig groß wurde das Gedränge bei Porsche:

Das war sogar so heftig, dass 2 Absperrzonen eingerichtet wurden: eine Gasse für die Autogrammjäger und eine um Fotos zu machen:

Das ist Strecki:

Er hat mir vor Jahren mal im Gegenzug für N-Aufkleber einen schicken Schlüsselanhänger geschenkt (Paracord selbstgemacht). Der mir so gut gefallen hat, dass er inzwischen zum Motorradschlüssel aufgestiegen ist. Ich wollte mich immer mal extra bedanken, aber wie das so ist mit Snailmail, man weiß nicht mehr, wer einem was geschickt hat. Da war ich sehr froh, dass er mich angequatscht hat … “Ich weiß nicht, ob Du Dich noch erinnerst …”. Und wie ich mich erinnere! Vielen Dank nochmal :)

Und weil die kleine Welt klein ist, kennt er den Typen, dessen Auto ich am Freitag vorher hier erwischt habe (Stephan Süsens, krasses Projekt!).

Hat mich auf jeden Fall sehr gefreut den Strecki mal kennengelernt zu haben, das lag mir nämlich schon lange auf der Seele. Quasi jedesmal, wenn ich das Motorrad gezündet habe.

Ein anderer Kämpfer, über den ich mich immer freue, wenn ich die WEC besuche, ist Pierre Kaffer:

Immer fokussiert und leicht kantig - sehr angenehm im Vergleich zu den weichgespülten Werksfahrern. Obwohl man sagen muss, dass es bei der WEC noch geht - bei anderen Serien sind die Maulkörbe größer. Schade für Pierre, das sein Team ByColles im Rennen leider ausgefallen ist.

Das ist das Alpine Straßenauto, dass es bis zur Marktreife schaffen soll:

Porsche ist jetzt im 5.Stock im TÜV Tower untergebracht - dort war vorher BMW. Die VIPs dort werden ordentlich verwöhnt, selbst Mark Webber gibt sich die Ehre:

Dann wurde es aber Zeit für mich, die Startaufstellung unsicher zu machen - es sind zwar nur 20 Minuten, aber man trifft immer ein paar Gesichter und allen ist die Anspannung anzumerken. Die Tribünen bei Start und Ziel sind zu diesem Zeitpunkt auch randvoll mit Zuschauern - dazu das gute Wetter - alles perfekt.

Audi Sport und Marcel Fässler:

René Rast:

Dominik Kraihamer:

Und hier noch ein paar mehr Schnappschüsse aus der Startaufstellung:

Es war auch schön Roelant de Waard und Wolfgang Kopplin wiederzusehen - das letzte Mal hatten wir uns in Le Mans getroffen:

Wolfgang hat sich dann die Kamera geschnappt und auch für mich ein Erinnerungsbild geschossen:

Mark Lieb hatte ich mal nach seiner Le Mans Rolex gefragt, aber die hat er zu Hause gelassen - käm’ wohl nicht zu gut an beim Sponsor Chopard:

Die Tribünen pickepackevoll:

… aber hier ist noch ein Platz frei!

Na? Erkannt?

Doch dann ging es los - Einführungsrunde und fliegender Start.

Die Fotofenster der ersten Kurve waren zum ersten Mal limitiert, nur 16 Leute bekamen Zugang. Aber nur für die ersten 3 Runden - also für die Startbilder.

Für mich war das jetzt kein Drama - ich habe mich innerhalb der Arena aufgehalten - dort hat man viele Möglichkeiten und entsprechend habe ich mich ausgetobt. Wieder einmal mit der zierlichen 100D und dem Kit-Teleobjektiv, allerdings diesmal was das 16–35 L Objektiv als Weitwinkel mit dabei.

Aber trotzdem: der Preis für die kleinste Kamera geht wieder mal an mich!

Die Action auf der Strecke war gut und dank Ringradio war ich auch gut informiert mit Olli und Lars auf dem Ohr. Die beiden haben einen Super Job gemacht - vor allem weil die WEC ja nur einmal im Jahr vor Ort ist.

Hier ein paar Eindrücke von der Strecke:

Zurück im Fahrerlager habe ich auch die Rennleitung gefunden - damit keiner zu schnell fährt:

Vom Boxendach kann man auch ganz gut Fotos machen, wobei der Ausschuss bei 1/40s entsprechend hoch ist:

Es gab noch eine Karte zuviel für den Sp(i)rit of Le Mans Club - die gehen normalerweise für 700 Tacken über die Theke:

Da habe ich dann auch Pierre Fillon - den ACO Präsidenten - beim Pokémonspielen erwischt:

Roelant de Waard war wieder voll in seinem Element. An der Rennstrecke fühlt sich der VP von Ford Europa richtig wohl, denn privat setzt er einen Radical RXC Turbo ein in der Supercar Challenge. Der wird befeuert von einem 3,7L V6 Ford-Motor - na das passt ja. Eine GSX-R 1100 hatte er früher übrigens auch - guter Mann.

Die Gewinner der GT AM:

Was DER Kinderkram soll, erschließt sich mir allerdings nicht ganz - Richter-Lindner-Style vom Feinsten:

Dafür habe ich den FWD Porsche gefunden, der mir auch schon in Le Mans über den Weg gelaufen ist:

Nach dem Rennen werden die Autos teilweise noch einmal gründlichst untersucht - und zwar nicht erst, wenn ein Mitstreiter Protest einlegt, sondern generell. Also so, wie man es normalerweise auch erwarten würde:

Ich bin dann noch um die Autos rumgeschlichen - auch im Parc Fermé - und habe ein paar Details der geschundenen Kämpfer eingesammelt:

Das wird jetzt eine Weile dauern, bis wir die WEC in Europa wiedersehen, denn den Rest der Saison geht es nach Mexiko, USA, Japan, China und Bahrain. Der ACO sorgt jedoch immer für einen guten Livestream und über die offizielle App lässt sich das prima zuhause am TV anschauen. Vor Ort ist es ja immer schwierig alle Details gut mitzubekommen. Von daher freue ich mich auch schon auf das ein oder andere Rennen von zuhause.

FIAWEC | Mikebericht |


Sonntag, 10. Juli 2016

DMSB Präsident zwischen Grüßaugust und Märchenonkel.

Hans Joachim Stuck - also der Industrie-Vertreter im Motorsport für VW-Audi-Porsche-Lamborghini-Bentley - auch bekannt als DMSB Präsident - will sich nicht damit abgeben, als Tempolimit-Erfinder in die Geschichtsbücher einzugehen.

Und enthüllt mal wieder, dass in Wirklichkeit Jean Todt der Schuldige sein soll.

Erinnert ein bischen an die LR RLP, die versuchen auch immer die Schuld der EU zu geben.

In der motorsport.com Geschichte steht dann weiter:

Kurz darauf beschlossen Vertreter von DMSB, Rennstrecke, Veranstalter, Hersteller, Teamchefs und Fahrer in einem Expertengremium die Einführung von Speedlimits auf der Nordschleife, um das angedrohte Aus der Rennstrecke abzuwenden.

Was da NICHT steht, dass an dem tragischen Wochenende zufällig Christian Schacht am Ring vor Ort war und in panischem DMSB Aktionismus jede Menge Klassen von SP7 bis SPX erstmal verboten wurden. Das war sogar so panisch, dass die aufgescheuchten Funktionäre die Cup Porsche vergessen haben.

Ich habe damals schon befürchtet, dass die Fahrzeuge unangetastet bleiben werden, während die Nordschleife bluten muss. Und genauso ist es gekommen, der Streckenabschnitt Quiddelbacher Höhe wurde massiv umgebaut, damit die Instustrieveranstaltung 24h-Rennen wir geplant durchgeführt werden konnte. Das Qualirennen stand nämlich vor der Tür - mit nur 2 Wochen Abstand zu den tragischen Ereignissen.

Es ist nicht das erste Mal, dass HJS Jean Todt in’s Spiel bringt. Beim STRassenfest im August letzten Jahres hat er die Theorie zum ersten Mal verbreitet - allerdings in der Variante, dass der Anruf am Sonntag erfolgte und nicht wie jetzt zusammengedichtet “noch am Tag des Unfalls”.

Witzerweise sind ausgerechnet Jean Todt’s Fahrzeuge - die FIA WTCC - vom Tempolimit NICHT betroffen, denn die durften beim 24h 2015 frei blasen.

Die schnellste Runde WTCC war 2015 eine 8:35 - auf dem großen Kurs. Damit hätte man sogar noch eine blaue Lampe bekommen - also gut genug für die 24h Top30.

Na DAS macht ja mal richtig Sinn, aber wer wird sich schon von solchen Details seine schöne Märchengeschichten gefährden lassen.

Hans Joachim Stuck möchte unbedingt als Nordschleifen-Retter in die Geschichte eingehen - da hat er sich ordentlich was vorgenommen als Totengräber aus der ersten Reihe.

Stuck | Tempolimit | Todt | WTCC | Quiddelbacher | Grüßaugust | Märchenonkel |


Montag, 06. Juni 2016

ADAC Nordrhein treibt VLN in die offenen Arme der Ringrussen.

Heute gab es eine kurze PM, dass die VLN - schon kurz vor dem 24h-Rennen - mit den neuen Nürburgring Besitzern eine Firma gegründet hat: die VLN Veranstaltungs- und Vermarktungsgesellschaft mbH.

Zur Einordnung hole ich mal etwas weiter aus: die VLN mit ihren 10 Rennen ist das Rückgrat des Nürburgrings, denn hier steht die einmalige Nordschleife im Mittelpunkt. Weltweit herausragend ist auch die hohe erlaubte Starterzahl, wenn auch die aktuellen Nennergebnisse die Möglichkeiten nicht ganz ausschöpfen.

Normalerweise würde man davon ausgehen, dass sich so ein Konstrukt professionalisiert und mit der Zeit auf der Suche nach Mehr und Größer dem internationalen Wettbewerb stellt. Aber nicht die VLN.

Irgendwie schrullig, wie die Veranstaltung sich immer treu geblieben ist und das meine ich überhaupt nicht negativ. Schon immer dem Breitensport gewidmet wird die VLN von 10 Motorsport-Clubs getragen, die sich auch bei der Ausrichtung der Samstags-Rennen abwechseln.

Eigentlich ist es ein kleines Wunder, dass es nach all den Kapriolen am Ring die VLN überhaupt noch gibt. Denn die Gier greift maßlos um sich und hat natürlich längst auch die Finger Richtung VLN ausgestreckt.

Das 24h Qualirennen ist so ein Indiz, das für jeden sichtbar ist. 2014 wurde es eingeführt und wildert ohne Hemmungen im VLN Revier. Und es gehört nicht viel Phantasie dazu sich auszumalen wie die feuchten Träume der 24h Veranstalter aussehen: weniger Rennen als bei der VLN bisher, dafür aber aufgeblasener - damit so schön gemolken werden kann wie beim 24h-Rennen: das wäre die VLN der Zukunft nach Nordrhein-Geschmack.

Das hätte die Langstrecke nicht verdient, so ausgebeutet zu werden und zum Glück gibt es Karl Mauer, der jetzt schon eine Weile die Geschicke der Serie leitet. Für die VLN ist er ein Riesen-Glücksfall, denn zum einen ist er lange genug dabei (z.B. Gesamtsieger 24h 1979 auf Ford Escort) und zum anderen ausgefuchster Stratege, der immer das große Ganze im Blick behält.

Und da hat der neue Nürburgring Besitzer ein Pfund, das der ADAC Nordrhein niemals bieten kann: nämlich die Nordschleife.

Eigentlich hätte ich erwartet, dass der Nürburgring selber eine Nordschleifen-Serie in’s Leben ruft - aber offensichtlich ist man zur Vernunft gekommen, dass das Ausrichten dieser Rennen - mit den vielen ehrenamtlich Beteiligten - in den Händen von Motorsport Clubs besser aufgehoben ist. Und das ist die eigentlich gute Nachricht bei diesem Deal: der Nürburging hat jetzt ein großes Eigeninteresse die Serie auf der Erfolgsspur zu halten. Und gegen Konkurenz zu schützen.

Da werden - ausgerechnet beim 24h-Rennen - einige Nordrhein’ler fassungslos in ihre VIP-Sessel geplumpst sein, denn der schöne Traum des Hostile Takeover ist geplatzt. Da nützen auch keine Intrigen oder Charitonin-Treffen mehr. Dass der Notartermin zur Vertragsunterzeichnung an einem Feiertag stattgefunden hat, dokumentiert die zeitliche Brisanz der Abläufe.

Man muss diese Entwicklungen nicht gut finden, aber nüchtern betrachtet war es die einzige Option. Und es sei ein fairer Vertrag mit langer Laufzeit.

Zum einen dient das natürlich in erster Linie der Sicherung der VLN als Rennserie. Zum anderen eröffnen sich aber auch bisher nicht dagewesene Möglichkeiten, denn der Bruch mit dem ADAC Nordrhein kann für den Sport nur Gutes bedeuten. Aus der ursprünglich übermächtigen Bedrohung könnten VLN und Sport als große Sieger hervorgehen.

Von mir aus darf sich die VLN jetzt auch gerne noch vom DMSB verabschieden!

VLNVV | Charitonin | Nordrhein | DMSB | Mauer | N24h |


Montag, 30. Mai 2016

N24h: der Sport als Opfer der Geschäftemacher.

Zugegeben: so schlimm hatte ich es mir nicht vorgestellt, denn ich hatte ja nur 1 Jahr Pause. Aber was da inzwischen an Kommerz aus dem Boden gestampft wird, das ist nur schwer zu ertragen.

Ob altes Fahrerlager …

… neues Fahrerlager …

… Auffahrt Nordschleife …

… oder Nordschleife an sich:

Überall verkaufte Fläche, mal mehr mal weniger hoch zugebaut.

Und es wird auch klar, warum der ADAC Nordrhein so scharf auf die WTCC ist: auch hier inzwischen mächtiger Platzbedarf und die Hersteller - schön komplementär zu den in der Langstrecke engagierten - wollen sich natürlich auch nicht lumpen lassen.

Das Symbolbild des Wochenendes ist für mich der Manta vor dem BMW Bunker - mit schwarzen Wolken obendrüber:

Ich war von Donnerstag bis Samstag vor Ort und konnte daher am Sonntag den Livestream verfolgen. Sowohl auf RTLNitro (geht gar nicht), als auch im Youtube-Stream - das ging gerade so mit Radio Le Mans als Kommentar.

Das Schockierende für mich war, dass die Nicht-GT3-Fahrzeuge hemmungslos ausgeblendet wurden. Für die Bildregie ist die Firma verantwortlich, die auch die Vermarktungsrechte besitzt: nämlich die Wige. Und die scheint von der Gier inzwischen so zerfressen, dass der Sport völlig in’s Hintertreffen gerät. Wieviel bezahlt Wige dem ADAC Nordrhein eigentlich für die Rechte und wird diese Selbstbedienung Leistung ausgeschrieben?

Noch krasser wird der Gegensatz, wenn man im Unwetter draußen an der Strecke ist, abseits der Partymeilen, den flauschigen Teppich und den Messebaugeruch der Herstellerwelten noch im Hinterkopf … und dann die Bedingungen der Streckenposten sieht:

Literweise Wasser von oben und von unten, aber nichtmal ein Dach über dem Kopf. Die Arbeitsbedingungen sind gerade so gut, wie es sich die Postenbesetzungen selber einrichten können. Eine Plane wird notdürftig am FIA Zaun befestigt, um wenigstens notdürftig dem Wetter zu trotzen. Dazu das Flutlicht an den Autos, das inzwischen zum guten Ton gehört - und hohe Konzentration um nichts zu verpassen und schnell richtig zu reagieren.

Die Gegensätze könnten größer nicht sein. Da wird genau der Alptraum wahr, den ich immer befürchtet habe. Und jetzt, da die Gier Fuß gefasst bzw. Blut geleckt hat, wird man sie auch nicht wieder wegbekommen. Genau wie bei der Erlebnisregion: genug Geld in die richtigen Taschen kanalisiert und alles läuft wie geschmiert.

Es ist weder Unvermögen noch Versehen, dass die bewegten Bilder nur die Fahrzeuge der zahlenden bzw. VIP- und Sponsoren-Fläche mietenden Industrie gezeigten werden - es ist eiskaltes Kalkül. Geld verdirbt den Charakter passt auch hier wie die Faust auf’s Auge: der Veranstaltung wird die Seele geraubt - ich empfinde es tatsächlich als Raubzug, der hier stattfindet. Zu Lasten der Ehrenamtlichen, der Amateure, der Zuschauer und Fans - all derer, die den Event zu dem gemacht haben, der er einmal war: ein Fest für alle, die daran teilnehmen wollten. Doch heute statt Augenhöhe nur noch Arroganz - und viele Geprellte haben sich schon angewidert abgewandt.

Die Erkenntnis fällt mir schwer, man hängt doch sehr an der Veranstaltung. Seit über 20 Jahren bin ich aktiv dabei, da geht man nicht einfach so wortlos. Ich weigere mich auch die Machenschaften unkommentiert geschehen zu lassen, denn nach so langer Zeit fühle mich als Teil des Ganzen und habe ein Recht mich - im Rahmen der Möglichkeiten - zur Wehr zu setzen. Und wenn es nur darin besteht, meine Ablehnung in Worte zu fassen.

Mein Weg bis hierhin war im wahrsten Sinne des Wortes ein steiniger, denn am Donnerstag habe ich zum ersten Mal die Strecke zu Fuß umrundet. Das ist weiter als ich dachte - ich bin bei 28,6 km rausgekommen. Dank App (Galileo in meinem Fall) kann man das heute ja genau aufzeichnen:

Den Umweg bei Breidscheid ging auf meine Kappe - das war unnötig. Bin ja fast bis Herschbroich zurück gegangen - aber ich bin dem Weg gefolgt und hätte den Trampelpfad nehmen sollen. Naja, vielleicht gibt es nächsten Jahr einen neuen Versuch ;)

Gestartet bin ich jedenfalls in Meuspath, nachdem ich sowohl Wilhelm Hahne als auch Björn Habegger beim Retti getroffen hatte. Leichtsinnigerweise hatte ich ihnen von meinem Plan erzählt - tja, jetzt gab es kein Zurück mehr. Da dachte ich: wenn schon, denn schon - und habe mich per Video noch weiter unter Druck gesetzt.

Um das Gepäck klein zu halten habe ich die 100D und das passende 55–250 eingepackt - zusammen 1.100 Gramm. Aber nicht nur vom Gewicht her übersichtlich, sondern auch vom Preis - wir reden hier alles komplett über weniger als 600 Euro.

Und tatsächlich bin ich mit diesem leichten und flexiblen Setup so gut zurecht gekommen, dass ich es das ganze Wochenende über im Einsatz hatte. Also ALLE Bilder, die Ihr hier seht, sind damit gemacht. Nach einer Weile habe ich es sportlich genommen und versucht möglichst viel rauszuholen - inklusive Lightroom Tuning, daher auch in RAW fotografiert.

Zum Beispiel am Galgenkopf, ich kam nämlich mittags zum WTCC Training an:

(1/60, 55mm)

(1/40, 55mm)

Ich wollte entgegen der Fahrtrichtung wandern, um unterwegs auch Fotos auf der Strecke zu machen, und so bin ich dann als nächstes im Schwalbenschwanz gelandet. Der sah eigentlich auf den ersten Blick so aus wie immer:

… aber auf den zweiten Blick konnte man ziemlich viel freien Platz sehen. Das hat der Atmosphäre gut getan, denn die Parzellen waren dadurch großzügiger und hingen nicht so dicht aufeinander. Anders als z.B. in Le Mans, wo jeder eine genaue Quadratmeterfläche zugewiesen bekommt, ist das am Ring ja eher eine Verhandlungs- bzw. Flatterbandfrage.

Und so konnte der freie Platz für viele sinnvolle Sachen verwendet werden. Zum Beispiel für ein Blumenbeet:

… oder ein beheizten Swimmingpool:

… ein Bett in Mercedes-Style …

… das auch durchaus burnoutfähig war:

… oder - komplett abgefahren - ein Endurance-Mofa, das passend zur Veranstaltung rund um die Uhr im Kreis gefahren ist:

Lattenzäune waren dieses Jahr auch hoch im Kurs:

Für mich ging es dann weiter Richtung Pflanzgarten - unterwegs trifft man dann auf solche Enduristen:

Hier bin ich richtig!

Bei den Kollegen:

… war ich mir nicht so ganz sicher, die haben wohl für Le Mans trainiert?

Der Weg jedenfalls war komfortabel:

… und die Ausblicke sehenswert:

(1/25, 18 mm - durch den Zaun durch)

Die Youngtimer waren zu schön, um sie unfotografiert zu lassen:

(1/200, 250 mm - alles ohne Einbein)

(1/60, 233 mm)

(1/60, 250 mm)

Am Pflanzgarten ein ähnlich geringes Zuschauer-Aufkommen wie schon im Schwalbenschwanz:

Wobei gering natürlich relativ ist.

Oder vielleicht waren die Leute ja einfach nur am Kochen:

… diskutieren:

… oder chillen:

Jedenfalls kann sich keiner beschweren, dass die Deko zu kurz kam:

Am Brünnchen angekommen waren die Youngtimer immer noch im Einsatz und ich habe dieses Foto vom Zuschauerbereich gemacht:

(1/100, 250 mm)

Auch das Brünnchen übersichtlich:

… und dünn besiedelt:

Moment mal:

N Fan Zone! Wie originell!

Aber da nützt alles Wedeln mit dem Zaunpfahl nichts:

Wobei die Koreaner sich ja traditionell einen guten Ruf als Kopierer erarbeitet haben.

Weiter ging es auf der Brünnchen-Innenseite, nachdem ich den Tunnel zum Seitenwechsel genutzt habe. Wobei solche Fotos:

(1/100, 18 mm)

MIT Zuschauern viel besser ausgesehen hätten.

Bei diesem Anblick wurde mir dann aber wieder warm um’s Herz:

… und nachdem wir heute wissen, dass Bernd Schneider die 24h gewonnen hat, wird einem erstmal klar, wie lange der Mann schon alles eintütet!

In Eschbach hat sich für mich eine Perspektive ergeben, die ich noch nicht kannte:

(1/160, 200 mm)

… muss ich mir mal merken:

(auch 1/160, 200 mm)

In Wippermann habe ich dann keine Fotos auf der Strecke gemacht, nur einmal so durch den Wald:

Ich bin dann weiter über die Hohe Acht Richtung Karussell. Die Youngtimer waren dann soweit durch und während ich versuchte Kilometer zu machen, haben andere erstmal Kraft getankt:

So ein Ländie ist schon ein vielseitiges Automobil.

Am Karussell angekommen war ich erstmal baff, denn der Parkplatz war voll. Hab ich so auch noch nicht gesehen:

Dann ist mir wieder eingefallen, dass beim 24er ja immer die Engländer am Karussell sind:

Hätte ich mir die Nummer mit dem Tunnel sparen können.

Was die wohl gedacht haben, als ich zwar mit Weste, aber mit Spielzeugkamera im Einsatz war?

Na mir egal, die Fotos müssen die auch erstmal hinkriegen:

(1/250, 163 mm)

(1/60, 183 mm)

(1/60, 113 mm)

(1/60, 100 mm)

In der Klostertalkurve konnte ich weiter experimentieren:

(1/125, 18 mm)

(1/60, 18 mm)

Ich war aber nicht der Einzige, der auf der Jagd nach Bildern war, denn diese Jungs:

… hatten diese Drohne im Einsatz:

Auf meine Frage, ob die denn HD könne, haben sie trocken mit 4K gekontert. Bin mal gespannt auf die Bilder!

Es gab auch bauliche Veränderungen:

Da ist kürzlich nämlich ein Auto bei der VLN im Hang geparkt worden.

Ich musste aber jetzt mal langsam weiter, denn es war schon 17h und ich hatte nichtmal die Hälfte hinter mir.

Der Weg war jetzt nicht soo einladend, aber watt willste maache:

Das Kesselchen war zu meiner Überraschung sogar bewohnt:

… und es war schön den Bierdosenmann nochmal zu treffen nach langer Zeit. Seinen wilden Capri hat er auch noch, aber der bräuchte jetzt mal H-Kennzeichen. Steht im Moment rum. Zitat: Das sind Schmerzen!

Die kleine Canon durfte sich mal im Topspeedbereich ausprobieren - geht auch:

(1/125, 183 mm)

Nach einem langen und matschigen Weg der Blick vom Berg Richtung Breidscheid:

Die dünne Besiedlung war inzwischen keine Überraschung mehr. Nach Umwegen bin ich dann auch im Ort gelandet - erstmal Pause gemacht. Und festgestellt, dass ein Imbiss schon die Grätsche gemacht hat:

Die meisten Besucher waren ja sowieso Selbstversorger - ist ja auch kein Problem, wenn man einen 2er Golf dabei hat:

Wenn ich mich recht erinnere ist das SAVE THE RING jetzt 3 Jahre alt - kann man noch gut erkennen, wenn man es weiss:

Da ist Michael Schumacher noch mit dem F1 drüber - Keep Fighting Michael!

Ohne große Umwege bin ich dann zum Forst:

… wo der beheizte Pool ebenfalls Standard ist:

Dann gab’s einen Knall, denn Rob Huff hatte einen heftigen Einschlag in der Fuchsröhre:

Einige Zuschauer haben auch einen Knall, was man sich da als engagierter Streckenposten anhören muss ist doch nicht mehr normal.

Ich bin dann mal weiter, damit ich nicht in’s Dunkle komme und Richtung Aremberg kreuzte dieses stolze Tier meinen Weg:

Ich könnte ja jetzt sagen dass das eine Riesen-Schlange war - man hat keine Referenz für die Größe. War aber nur eine Blindschleiche, aber trotzdem sehr schön anzusehen.

Am Schwedenkreuz ist jetzt abgeschlossen:

… und man hat den rückwärtigen Weg ausgebaut:

Offensichtlich hat man sich aber nicht getraut das Denkmal zuzubauen, was die Pilgerer dankbar zur Kenntnis nehmen:

So sieht das Tor am Eingang aus:

Der Burg ist es wurscht, die hat schon ganz andere Sachen erlebt:

Der Hatzenbach war auch liebevoll dekoriert, Blümchen gehen immer:

Inzwischen war es halb Zehn und doch schon ziemlich dunkel - also bin ich zügig weiter.

Um dann die Burg so zu sehen - mein Gott ist das hässlich:

Muss das denn sein überall rumzufummeln? Nur weil es geht? Das erinnert mich an die ersten WYSIWYG Editoren in den 90ern, da mussten die Leute in einem Brief auch alle Schriften einsetzen, die es gab.

Ich bin dann Richtung Meuspath noch in einen kräftigen Regen gekommen, war aber nicht schlimm, denn ich hatte trockene Sachen im Auto und fand das ganz erfrischend. Die Distanz und der teilweise schlechte Weg haben es jedoch in sich - ich merke es in meinen Füssen noch heute - 4 Tage später! Aber ich kann die Tour nur jedem an’s Herz legen - so sieht man alles einmal und man kommt auch überall ohne Probleme durch.

Aber feste Schuhe solltet Ihr haben:

Nachdem ich draußen viel gesehen habe, war es Freitag / Samstag Zeit für das Fahrerlager, denn Gespräche mussten geführt, Kaffee getrunken und Fotos gemacht werden:

Auch von den letzten (?) Artefakten des Breitensports:

… während Zakspeed sich ziemlich breit machen durfte:

Dieses Foto von Kaz Yamauchi habe ich vom Laubengang an den VIP Lounges gemacht - er saß ganz hinten vor dem Fenster im Dunkeln. Geht:

Martin hat den TCR Golf dezent Nfiziert:

Das Auto macht einen guten Eindruck:

Manche Probleme lösen sich von alleine:

… und mit solchen Bildern werden immer die Hunderttausende von Zuschauern verkauft:

Ich bin entgegen dem Trend ganz nach hinten in die Startaufstellung und was soll ich sagen: es war super!

Der Calibra macht es sich bequem:

… inklusive Save The Ring auf dem Dach:

Ich hatte auch Ns im Anschlag, aber keiner hat gefragt und ich will mich ja auch nicht aufdrängen.

Diese Damen waren völlig aus dem Häuschen:

… was bei diesem Auto auch kein Wunder ist:

Diese Herrschaften haben ihren Toyota abgelichtet:

Und Titus lässt keine Gelegenheit aus, auf sich aufmerksam zu machen:

Und er findet jede Kamera, sei sie noch so klein:

Meyrick Cox hatte ich auch lange nicht mehr gesehen:

Es war sein 34. 24h-Rennen und noch nie ist er von ganz hinten gestartet. Das muss natürlich archiviert werden:

Der Grund war irgendeine Bestrafung - habe schon wieder vergessen was es war. Das Team ist am Ende in’s Ziel gekommen als 100. mit 73 Runden.

Wir hatten auch eine interessante Unterhaltung wegen Brüssel - das ist noch lange nicht zu Ende.

Mein N bin dann doch noch losgeworden:

… wobei das älteste N im Feld wohl dieses ist:

Das hat mal locker 10 Jahre auf dem Buckel.

Hier kümmert sich der Chef auch noch persönlich um Alles:

Leider hatte der Manta im Rennen ein Problem mit der Getriebeglocke.

Auf dem Weg zur Strecke noch kurz mit dem Gustav geplaudert - bzw. in Erinnerungen geträumt - viel zu früh ist er gegangen:

Ich bin dann mal zur T13:

Die platzt aber nicht wegen den Zuschauern aus allen Nähten, sondern wegen der Baufälligkeit.

Mit Fotografieren war aber nicht soviel, denn schon nach weniger als einer Stunde wurde das Rennen wegen Wetter abgebrochen:

Teilweise gab es soviel Hagel, dass die Autos quer von der Bahn gerutscht sind. Ich hab dann das gemacht, was man am besten immer in so einem Fall macht: ab zum Retti und auftanken. Sowohl Kaffee als auch Infos.

Als klar war, dass das Rennen um ca. 20h weitergeht, war ich mir nicht sicher, ob ich mir das in dem Sauwetter antun soll. Hab es dann doch gemacht, denn ich wollte auch wissen, wie sich die kleine Kamera unter solchen Bedingungen schlägt.

Hat sich gelohnt:

Leider habe ich mir dabei auch ein zeckiges Haustier eingefangen und es erst am nächsten Tag bemerkt. Echt übel die Biester. Ich hab sie aber mit so einem Spezialding ganz rausbekommen, hoffe mal das bleibt unauffällig:

Ich wünsche dem 24h-Rennen, dass es noch die Kurve bekommt. Ich weiss natürlich, dass nicht alle Leute meine Meinung teilen. Besonders die nicht, die im Moment mehr oder weniger offensichtlich finanziell partizipieren an der jetzigen Situation. Aber der Ring muss wieder raus aus der Rolle des Selbstbedienungsladens und zurück zur Rolle als Sportstätte, sonst bleiben am Ende nur noch rauchende Trümmer und die Erinnerung an vergangene Zeiten.

N24h | Mikebericht | FIAGT3 |


Montag, 23. Mai 2016

Die große 24h-Fake?-Show.

Die N24h versprechen wieder ein großes Fest zu werden. Das Tempolimit ist vom Tisch, also werde ich mir es dieses Jahr auch wieder reinziehen. Ganz entspannt - soll ja Spaß machen. Ich freue mich auch auf’s Berichten - Schnappschüsse auf Instagram und ausführlicher später im Blog.

Wir dürfen bei aller Euphorie aber nicht aus den Augen verlieren, wohin sich die Veranstaltung in den letzten 10 Jahre entwickelt hat: zu einer großen Marketing- und Geld-Umverteilungs-Maschinerie.

Die Situation um die GT3s habe ich schon oft hier angesprochen - meine ursprünglichen Befürchtungen haben sich noch weiter verstärkt, denn die Prototypen-Kaufautos sind wieder schneller geworden, noch austauschbarer und noch zahlreicher. Allein 9 (!) der brandneuen Mercedes werden in die Schlacht geschickt.

In den meisten Fällen besetzt von Bezahlfahrern - so nenne ich die Werksfahrer mal - denn die Profis schreiben für ihren Einsatz eine Rechnung an den jeweiligen Hersteller bzw. das Team.

Momentmal: Marketingveranstaltung, Prototypen, Bezahlfahrer - das kommt einem doch bekannt vor? Stimmt, DTM. Und tatsächlich: die 24h sind gar nicht mehr so weit von der DTM entfernt. An Stelle der bei der DTM vereinheitlichten Technik tritt bei der Langstrecke die BoP, die alle Autos auf einen gemeinsames Level bringt. Zumindest theoretisch.

Das sind keine Prototypen meint Ihr? Und wie soll der Bentley dann 1.000kg (!) von der Straßenversion zum Rennwagen verlieren?

Das mit Porsche habt Ihr sicher mitbekommen. 25kg weniger Gewicht waren nicht genug, Frikadelli droht mit Rückzug. Ein Update erlaubt jetzt 1mm mehr Ansaugluft. Und Frikadelli fährt dann doch mit. Die Werksporsche haben sich bei der Diskussion schön bedeckt gehalten, profitieren aber automatisch auch von dem Millimeter.

Ok, ein Millimeter - ist ja nicht viel. Oder?

Was schätzt Ihr, wieviel Prozent mehr Fläche im Ansaugkanal dieser klitzekleine Millimeter ausmacht?

Der Porsche hat 2 davon und die sind von 33,5mm auf 34,5mm gewachsen - das sind 6% mehr in der Fläche. Klingt doch schon ganz anders.

Aber eigentlich ist es egal ob mehr oder weniger - man hat den Eindruck, dass sowieso alle gewaltig bluffen - wie beim Poker. Warum? Weil hinterher sowieso keiner mehr Fragen stellt. Die Konzernvorstände nicht, der Veranstalter sowieso nicht, und die angereisten Zuschauer (Partygäste?) haben - nachdem der Kater mühevoll auskuriert ist - erstmal genug damit zu tun, die Ausrüstung wieder sauber zu bekommen. Wird schon alles seine Richtigkeit haben. Hauptsache Party.

Oder kräht heute noch irgendein Hahn danach, dass das letztjährige Rennen unter Tempolimit veranstaltet wurde?

Was mich zugegebenermaßen nervt, ist die gegenseitige Beweihräucherung, wie super und spannend alles sei - dabei ist es mehr gescriptet als Schwiegertochter Gesucht.

Alle einmal im Kreis aufstellen, 90° im Uhrzeigersinn drehen und dem Vordermann auf die Schulter klopfen.

Dabei würde etwas mehr Ehrlichkeit ausgerechnet dem Nürburgring gut zu Gesicht stehen. Stattdessen wird der große Sport vorgegaukelt - und alle machen mit. Bzw. liken sich gegenseitig bis der Arzt kommt und merken gar nicht, dass sie sich freiwillig selber zur Marionette derjenigen machen, die die dicken Rechnungen schreiben.

Die gefakten 200.000 Zuschauer passen zu der Unterhaltungs-Show - wer will es schon nachprüfen? Das Gedränge in der Startaufstellung wirkt beeindruckend, die Zeltstädte nehmen viel Raum ein und eine sechsstellige Zahl ist sowieso Pflicht.

Alle die mitmachen - Fahrer, Teams, Hersteller, Sponsoren, Veranstalter, … - greifen die hohe Zahl dankbar auf, um ihr Engagement in einem besseren Licht dastehen zu lassen. Die Sieger werden argumentieren, dass das Serienprodukt ebenfalls ein Siegertyp ist - vom großen Bluff spricht dann niemand. Und die Fahrer machen das, was man ihnen sagt - wessen Brot ich ess, …

Unter der Hand wird mir das auch von allen bestätigt, aber in der Öffentlichkeit traut sich keiner was zu sagen.

Teuer war der Spaß schon immer. Nur die Vorzeichen haben sich umgekehrt: früher hat man Geld verdient, um Motorsport zu machen. Heute macht man Motorsport, um Geld zu verdienen.

Ich liebe den ursprünglichen, ehrlichen Sport, doch den muss man inzwischen in der Langstrecke mit der Lupe suchen. Quasi eine gefährdete Tierart, die kurz vor der Ausrottung steht. Was aber niemanden zu interessieren scheint. Mein Herz schlägt für die Außenseiter: die Selberbauer, die Underdogs, die Unbezahlten. Wann fährt ein Privatteam den Werken nochmal so richtig um die Ohren - so wie damals Edgar Dören?

N24h | Besucherzahlen | scripted | Marketing | FIAGT3 | Böhmermann |


Sonntag, 07. Februar 2016

Spannendes Bathurst 12h-Rennen.

John Hindhaugh hat es nach dem Rennen passend zusammengefasst: This is a world class event! … und damit meine Theorie bestätigt, dass sich auf Dauer weltweit pro Wochenende jeweils ein Highlight herauskristallisieren wird, auf das sich die Aufmerksamkeit konzentriert.

Und dieses Wochenende war das - zu Recht - das 12h-Rennen in Australien.

Spannend bis zur letzten Runde, am Ende trennten die Verfolger (Nissan GT-R) vom Gewinner (McLaren 650S) genau 1,267 Sekunden. Nach 12 Stunden Rennen!

Bentley wurde Dritter und der Phoenix Audi aus Meuspath Vierter - und alle Vier waren noch in der Runde der Gewinner.

Wer das Rennen verpasst hat, kein Problem - hier kann man sich die kompletten 12 Stunden noch einmal anschauen. Was für ein Service!

Überhaupt, die Übertragung war vom Feinsten.

Bei mir lief der Stream - in 1.080p HD - auf dem iPad, Timing und Twitter auf dem Computer. Bin auch nicht der einzige mit so einem Setup.

Es gab sogar jemanden, der hat sich die Mühe gemacht den per Scanner abgefangenen Funk der Teams und der Racecontrol zu streamen. Wow. Aber da war ich überfordert - braucht man ja 3 Paar Ohren! Trotzdem, je mehr Info desto besser. Die internationale Community sorgt mit diesem Input dafür, dass keine Frage unbeantwortet bleibt.

Twitter hat im Moment die Nase vorne, wenn es darum geht die Renngemeinde zu vereinen. Ein gemeinsamer Hashtag - in diesem Falle B12Hr - reicht, damit alle zueinander finden.

Da gesellen sich dann auch schonmal so Leute dazu wie die Franchittis - das wäre bei einem Forum oder ähnlichem nicht so problemlos möglich.

Bathurst wird gerne mit der Nordschleife verglichen - zwar nicht so lang, aber ähnlich in die Natur und Berge eingebettet.

Diese Einstellung:

könnte auch von der Antoniusbuche stammen.

Oder die hier Metzgesfeld?

Im Gewinner McLaren saß u.a. Shane van Gisbergen aus Neuseeland - diesen Artikel über ihn bei Jalopnik hatte ich hier schon einmal verlinkt.

Krasser Typ, bei dem sich McLaren schonmal bedanken darf, nach über 20 Jahren ein Langstreckenrennen zu gewinnen. Man kann auch nicht gerade sagen, dass es einfach gewesen sei. Der Wagen hat auch einmal ordentlich gezickt und musste während dem Rennen auf der Strecke rebootet werden - kein Witz! Der Neustart hat 45 Sekunden gedauert.

Twitter Handle der Fahrer werden heute übrigens schon völlig selbstverständlich eingeblendet - das gehört zum guten Ton und ist wichtiger als z.B. die Homepage:

Also bei Rennen im Ausland von Leuten, die etwas davon verstehen. Beim DSMB unvorstellbar - wie soll man da auch einen Eingangsstempel draufmachen und abheften?

Der McLaren hat optisch eine gute Figur abgegeben:

und ist - wie in der VLN die Dörr McLaren auch - auf Pirelli gelaufen.

Bentley war mit 2 Autos am Start - meine Güte sind das Kühlschränke. Da wird sogar der GT-R blaß.

Ich habe mal aus Spaß aus diesem Bild - als im Stream der Audi auf der gleichen Höhe mit dem Bentley war - die beiden übereinandergelegt:

Ist doch nicht normal.

Die GT3 sind inzwischen reine Werks-Prototypen. Die Teams werden reduziert auf ihre Rolle als Einsatzteam, denn wenn einmal homologiert, dann darf der Wagen nicht mehr verändert werden.

So wurde schon am Nürburgring die Selbstbauerszene ausgerottet, weil die SP7/8 vom Reglement her den SP9 (= GT3; das ist ein Witz, dass die auch SP genannt werden) untergeordnet wurden. Damit kein Privatteam gegen die Werke gewinnen kann - wo kämen wir denn da hin!

Ich bin immer neidisch auf die australische V8 Serie, die mit dem Konzept Blechautos mit viel Leistung und wenig Aero sagenhafte Rennaction bietet.

Ihr habt vielleicht mitbekommen, dass Romolo Liebchen den Audi GT Bereich verlässt. Aber nicht ohne der V8 noch einen mitzugeben: wenn es nach ihm ginge, dann würden sie durch GT3 ersetzt werden. Das muss man sich mal vorstellen. Natürlich geht es wieder mal nur darum möglichst viel Geld für Audi zu verdienen - je mehr GT3 Meisterschaften umso besser. Ich hoffe in Down Under sind sie weise genug zu erkennen, was für eine geile Rennserie sie mit den V8 haben. Damit sie nicht den Fehler wie in der Nürburgring Langstrecke begehen, wo die sündhaft teuren GT3 inzwischen lähmend über den Privatteams liegen und zusätzlich durch ihren Speed die Nordschleife als Rennstrecke gefährden.

Apropos VLN: Patrick Simon war auch am Start in einem privaten Mercedes (der mit der Martini Beklebung) - ist aber leider verunfallt. Ansonsten war er gut unterwegs, das war schade.

War sowieso ein hartes Rennen - von den 36 Startern sind nur 20 ins Ziel gekommen.

Was mich auch überrascht hat, dass kein BMW und nur 2 Porsche (Cup S) bei den GT3 dabei war.

Das Bathurst Rennen zählt nämlich zur neuen International GT Challenge, die Stephane Ratel ins Leben gerufen hat. Es sind nur 3 Rennen und 24h Spa gehört dazu ebenso wie Sepang 12h. Es ist das erste Jahr in dem das stattfindet, soll in Zukunft weiter ausgebaut werden. Eingetragen sind Audi, Bentley, McLaren und Mercedes - sie dürfen jeweils 4 Autos pro Rennen nominieren. Und darum geht’s natürlich wieder einmal: dass die Hersteller mehr GT3 Autos verkaufen bzw. einsetzen und ihre Erfolge vermarkten können.

Trotzdem - unter´m Strich war Bathurst nach den grandiosen Rolex24 in Daytona schon das nächste Highlight im Endurance Kalender, so kann es ruhig weitergehen!

Dass inzwischen einige Veranstalter erkannt haben, dass mittelfristig nur über eine internationale Audience ein Rennen fest etabliert werden kann, das stimmt mich positiv. Auch wenn das Schnarchen des ADAC Nordrhein mit seinem selbst gefeierten RTL TV Vertrag die deutsche Rennsport-Landschaft erschüttert - international wird inzwischen in einer anderen Liga gespielt und wer nicht abgehangen werden will, wird sich zwangsläufig den geänderten Anforderungen stellen müssen.

Bathurst | Gisbergen | Liebchen |


Sonntag, 24. Januar 2016

Treffen von Interessengemeinschaft Langstrecke und Streckensicherung.

ILN:

Ein großer Schritt für ein besseres und verständnisvolleres Miteinander. Am gestrigen Freitag gab es eine erste gemeinsame Sitzung aller Abschnittsleiter Streckensicherung Nürburgring mit Teilnehmern der Fahrer AG, ILN, VLN und CNG. Unter anderem wurde der Code 60 Vorschlag der Fahrer AG besprochen. Nach Erklärung durch die Fahrer AG und anschließender intensiver Diskussion wurde der Code 60 Vorschlag ohne Gegenstimme von den Abschnittsleitern angenommen. Somit ist der Weg für die neue Code 60 Regelung geebnet (doppelt Gelb max 120 km/h, ab Code 60 Flagge max 60 km/h). Es war wichtig, dass neben den Fahrern auch die Streckensicherung für die neue Regelung Code 60 steht. Der DMSB wurde über diese Entscheidung informiert. Wir gehen davon aus, dass eine Bestätigung des DMSB nunmehr kurzfristig erfolgen wird.

DMSB | Langstrecke | Interessengemeinschaft |


Dienstag, 12. Januar 2016

Auf Initiative des DSK.

BOOH, wenn ich das schon sehe, dann will ich eigentlich gar nicht mehr weiterlesen.

Die einzige Initiative des DSK besteht doch darin das Fähnchen zu ölen, das sie in den Wind hängen. Damit sie - und Präsident Ziegahn vorneweg - jede Windrichtungsänderung sofort mitbekommen.

Stellt Euch vor, es gäbe im Motorsport nur den DSK und den DMSB, dann würde sich kein Rad mehr drehen.

Christian Menzel regt sich über den Trittbrettfahrerverein auch schon seit zwei Tagen auf.

Womit wir schon bei Thema wären, denn gestern gab es ja dieses Gespräch zwischen DMSB und Interessengemeinschaft Langstrecke (Olaf Manthey) in Frankfurt. Während die einen jubeln, sind andere eher kritisch.

Sucht Euch was aus.

Neben den bürokratischen Auswüchsen, die man wieder auf Normal bringen möchte, sind die wahren Probleme eigentlich ganz andere. Nämlich zum einen die ungesund hohe Quote an Kaufautos und zum anderen die Zulassung der zu schnellen GT3 Flugzeuge für die Nordschleife.

Auf Initiative des DSK macht sich dieser übrigens heute Abend ein Bier auf. Und legt die Füsse hoch. Denn morgen wird wieder ein anstrengender Tag, das Fähnchen will frisch geölt werden!

DMSB | DSKeV | Ziegahn |


Dienstag, 29. Dezember 2015

Front der Teams gegen DMSB.

Nach der erstaunlichen Ignoranz des DSMB blieb den Teams eigentlich nichts anderes mehr übrig: heute hat sich eine Interessengemeinschaft gebildet, deren Mitglieder zusammen über 100 Rennfahrzeuge in der Langstrecke repräsentieren.

Und die fahren direkt mal schwere Geschütze auf: man will erst wieder bei Nordschleifen-Rennen starten, wenn der DMSB die Ergebnisse der Fahrer AG umsetzt - also hauptsächlich eine pragmatischere Code 60 Lösung, die Entbürokratisierung des gerade erst eingeführten Permits und die Übernahme von eLearning inklusive Abschlusstest.

Als Außenstehender könnte man jetzt meinen das seien doch eher Details, wieso soll das ein Grund sein für die Teams auf die Barrikaden zu gehen?

Es ist die Konsequenz dessen, was sich bereits lange abzeichnet: der DMSB hat sich zu einem geldgierigen Bürokratiemonster entwickelt, dessen ursprüngliche Aufgabenstellung - die Förderung des Sports - nicht mehr erkennbar ist.

Der gesamten Szene droht der Kollaps, doch in Frankfurt bei den Stucks und Schachts dieser Welt will man davon nichts wissen.

Jetzt sind sie da, die Geister, die der DMSB rief.

Gut zu sehen, dass die fünf Engagierten in der Fahrer AG nicht im Regen stehengelassen werden.

Die Langstrecke ist nicht die einzige Sparte, die unter dem Diktat des DMSB leidet. Doch aufgrund der hohen Anzahl an Sportlern ist sie in der Lage dem Verein Paroli zu bieten.

Ich hoffe, dass das Gewitter eine reinigende Wirkung in Frankfurt hat. Und wenn ein paar Egos ausgetauscht werden müssen - dann soll das halt so sein. Die sturen Betonköpfe stehen nämlich kurz davor dem Motorsport in D den Saft abzudrehen.

DMSB | Langstrecke | Interessengemeinschaft | Stuck | Schacht |


Donnerstag, 09. April 2015

Warum die GT3 an allem schuld sind.

Ja ja, die bösen GT3! Natürlich sind nicht die GT3 schuld, das Problem ist viel komplexer. Da wir aktuell den Tiefpunkt der GT3 Problemtik erleben mit der Entscheidung ein Tempolimit auf einer Rennstrecke einzuführen, möchte ich mal etwas weiter ausholen.

Erstmal ein kleiner Rückblick: 2005 wurden die GT3 von Stéphane Ratel und der SRO in’s Leben gerufen als günstige Alternative zu GT1/GT2, die dem Werkssport vorbehalten bleiben sollten. Leistungs- und Preismäßig sollten sie sich in der Region vom Porsche Cup ansiedeln - was am Anfang auch so war. Inzwischen sind über 30 verschiedene Fahrzeuge homologiert.

Auf der Nordschleife wurden die Autos zum ersten Mal 2009 zugelassen, dafür wurde die SP9 erschaffen - eine 1:1 Übernahme der homologierten GT3 Klasse. Die Mintgen Viper war in 2009 das erste GT3 Auto auf der Strecke.

Und jetzt wird’s kompliziert - ich versuche das mal einzeln aufzubröseln.

Die Hersteller haben immer neidisch auf Porsche geschaut, die es tatsächlich fertig bringen mit dem Motorsport Geld zu verdienen. Auf der Suche nach einem Geschäftsmodell ist bei Audi die Idee geboren, basierend auf dem schon sportlichen R8 einen günstigen, aber trotzdem schnellen, Rennwagen zu erschaffen, der dann - und das ist der wichtige Teil - in großen Stückzahlen verkauft werden soll. Und bei einem Rennwagen reden wir schon von großen Stückzahlen bei 50 oder so. 50 mal 400.000 € Kaufpreis sind immerhin 20 Millionen Euro.

Gesagt - getan! Und weil bei der Langstrecke so viele potentielle Kunden unterwegs sind, sollte das auch der große Aufschlag vom R8 werden. Dazu musste man das neue Auto aber auch schmackhaft machen und das geht natürlich am besten, wenn man das 24h-Rennen gewinnt.

Audi war sich nichtmal zu schade Einfluss auf das Reglement zu nehmen, um dieses Ziel zu erreichen.

Win on Sunday - sell on Monday - allerdings nicht auf die Serienfahrzeuge bezogen, sondern die Kunden sollten den Renn-R8 kaufen, mit dem das Werk so erfolgreich Motorsport betreibt.

Black Falcon hatte damals freudig auf den R8 gesetzt und nach den ersten Fahrten den Audi ganz schnell wieder entsorgt.

Es war wie verhext - 4 Anläufe brauchte Audi, um endlich den Gesamtsieg feiern zu können. Der Aufwand wurde in schwindelerregende Höhen getrieben - nichts dem Zufall überlassen.

Die anderen Hersteller - auch nicht blöd - haben gesehen, was Audi vorhat und haben ähnliche Programme in kleinerem Maßstab gestartet. Die GT3 Szene fing an sich auszubreiten, allerdings nicht aus sportlichen, sondern vielmehr aus geschäftlichen Gründen.

Und als die Hersteller einmal Blut geleckt hatten, wurden sie auch schnell die eigentlichen Kräfte hinter Reglement und Veranstalter.

Peter Geishecker reibt sich die Hände - auf einmal stehen die zahlungskräftigen Industriekunden bereit für VIP und LKW Flächen, Filmproduktionen und sonstige Leistungen, die von der Wige angeboten werden. Endlich! Auch haben die Hersteller ihre ausgefahrenen Kommunikationskanäle mit N24h Meldungen gefüttert - ein Traum für Wige/Geishecker, dem die Vermarktungsrechte für das Rennen zugesprochen wurden.

Die VLN war zur Tatenlosigkeit verurteilt und durfte die Bühne bereiten für die 24 Stunden. Hersteller und ADAC Nordrhein haben mit DMSB & Co leichtes Spiel, Audi wurde mit Spezialregeln wettbewerbsfähig gemacht. Auf einmal wurden Tankkannen und Boxenstopp Mindestzeiten zur Pflicht - ein eigener Technikausschuss durfte von Rennen zu Rennen neue Gesetze für einzelne Fahrzeuge erlassen.

Eine VLN BOP (Balance of Performance) wurde über die GT3 Homologations-BOP gestülpt. Witzigerweise betraf das hauptsächlich Porsche, deren Leistungs- und Verbrauchsvorteil einfach rausgekürzt wurde - als Stellschrauben gibt es Gewicht, Restriktor, Leistung, Tankinhalt (!) und Tankkannenrestriktor (!).

Mit sportlichem Wettbewerb hat das Ganze natürlich nichts mehr zu tun, mit Breitensport schonmal garnicht. Rennsieger werden von Norbert Kreyer am Mischpult zusammengemixt und im Hintergrund sorgt eine undurchschaubare Gemengelage von monetären Einzelinteressen zu einem Politikdickicht, das kaum zu durchschauen ist.

Wenn Ihr jetzt meint das seien weltfremde Verschwörungstheorien, dann habe ich hier einen praktikablen Sanity Check für Euch: die Entscheidungen von vorgestern - aber auch der vergangenen Monate und Jahre kamen vielen Leuten unlogisch und geradezu dumm vor. Als hätten die Entscheider keine Ahnung vom Motorsport. Wenn Ihr jetzt meine Erklärung als Antrieb für die Entscheidungen anzieht, dann sind sie auf einmal gar nicht mehr so dumm und unerklärlich. Reverse Engineering nennt man das.

Ab und zu führen einige Leute vertrauliche Gespräche mit mir, man ist sogar der Meinung, dass meine freche Schnauze wichtig ist als Gegengewicht zu den Bücklingen in der Motorsport Presselandschaft. Die habe ich dann auch genutzt, um meine Theorie auf Wahrheitsgehalt abzuklopfen. Und sie hat immer gehalten.

Wir haben uns Schritt für Schritt vom Sport verabschiedet, Marketing und Unternehmensinteressen haben das Sagen. DMSB und ADAC Nordrhein haben es forciert, die VLN hat sich nicht gewehrt - und jetzt ist es zu spät.

Meiner Meinung waren die GT3 auf der Nordschleife ein Desaster waiting to happen. 20 Autos in irrer Geschwindigkeit, die um jeden technischen Vorteil untereinander beraubt wurden, jagen im Verkehr um die Strecke. Die Risiken, um sich einen kleinen Vorteil zu verschaffen, werden automatisch größer und die hohe Dichte an Fahrzeugen fordert einen Unfall mit mehreren Beteiligten geradezu heraus. Meiner Meinung nach ist die fatale Nissan Katastrophe diesem viel wahrscheinlicheren Szenario einfach nur zuvorgekommen.

Die Langstrecke ist längst zum Spielball von Konzernen geworden und so passiert tatsächlich das Lächerlichste, was man sich auf einer - auf DER - Rennstrecke vorstellen kann: Tempolimit. Einzig und allein geschuldet den Geschäftsplänen von Unternehmen. Viele davon mit hohem Ansehen im Motorsport: BMW, Audi, Porsche, usw. Es muss weitergehen - der große Marketingaufschlag 24h-Rennen steht vor der Tür!

Wenn man dann noch weiß, das Hans-Joachim Stuck Repräsentant des VW Konzerns ist (Audi, Porsche, Bentley), dann schließt sich der Kreis.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: diese Unternehmen haben schon tatenlos mit angesehen wie der Nürburgring von Politik und Gier zerfressen wurde - jetzt sind sie sich nicht zu schade dem halbtoten Komapatienten noch ein Clownsgesicht zu malen - nur damit die Euro wie geplant in der Kasse klingeln.

Was ich davon halte? Es widert mich einfach nur noch an.

Save The Ring.

Tags: Tempolimit | DMSB | FIAGT3 |


Freitag, 22. August 2014

VLN 6 Stunden Rennen steht vor der Tür.

Volles Haus beim 6h-Rennen, 193 Starter gemeldet und der Manta feiert sein 100.Rennen!

Leider kann ich selber nicht dabei sein, das ist besonders schade, weil Freitags auch noch Fahrerlagerfete ist.

Aber die kleine Mia braucht ein Kinderzimmer und so haben wir uns in das Abenteuer Hausrenovierung gestürzt. Falls hier also Türen-, Fenster- oder Trockenbauer unterwegs sind, ich hätte da gerne mal ein Problem und würde mich freuen, wenn ihr euch meldet, falls ihr auf dem Gebiet Connections habt :)

Auch wenn ich selber Ringpause einlege heisst das nicht, dass es hier nicht weitergeht: im Tippspiel gibt es für den Tagessieger wieder ein 24h-Rennen oder Schnitzer-Buch zu gewinnen und ich hoffe im Forum ein paar Fotos zu finden und Eindrücke lesen zu können.

Ich wünsche allen viel Spass und packt warme Regensachen ein! Aber ohne die fährt man ja sowieso nie zum Ring ;)

Tags: Langstrecke | VLN7 | Fahrerlagerfete | Manta |


Freitag, 08. August 2014

VLN Sensation: Karl Mauer ist wieder da!

Das ist eine kräftige Überraschung und zur Abwechselung mal eine richtig gute Nachricht: Karl Mauer ist wieder zurück! Und nicht nur das, die VLN hat ihre Gesellschaftsform von GBR zu OHG geändert und mit Karl Mauer hat sie auch nur noch einen Geschäftsführer.

Weitere Personalien: Peter Bröcher kümmert sich um Sport, Dietmar Busch um die Geschäftsstelle. Rolf Krimpmann und Bernd Burkhardt sind ausgeschieden.

Ohne jetzt die Details oder den Verlauf der außerordentlichen Gesellschafterversammlung am Mittwoch zu kennen - ich halte das für das reinigende Gewitter, das überfällig war. Wenn Karl Mauer jetzt mit der nötigen Machtfülle ausgestattet ist Entscheidungen zu treffen, dann hat die VLN eine gute Chance für die Zukunft!

Endlich mal eine richtig schöne Nachricht, ich gebe zu, damit habe ich nicht gerechnet. Die Clubs, die die VLN ausmachen, stehen hinter Karl Mauer und das lässt hoffen. Großen Respekt und ein dickes Danke an alle, die diese Entscheidung mitgetragen haben.

Mehr unter VLN und bei Wilhelm Hahne.

Tags: Langstrecke | KarlMauer |


Donnerstag, 31. Juli 2014

Die VLN hat große Aufgaben zu bewältigen.

Und der überraschende Weggang von Karl Mauer macht die Sache ganz bestimmt nicht einfacher.

Dieter Weidenbrück hat mal die Gedanken kreisen lassen und einige Punkte zu Papier gebracht auf Facebook gepostet:

“(..) Alle Gedanken, die VLN auf ”die nächste Stufe“ heben zu wollen, sind irrsinnig meiner Meinung nach. Profisport hat auf der Nordschleife nur noch dann etwas zu suchen, wenn man sich klar ist über das Miteinander und den nötigen gegenseitigen Respekt. Die VLN hat noch nicht einmal den Ansturm der letzten Jahre verkraftet. Rennleitung und Organisation sind permanent überfordert mit den immer professioneller agierenden Teams. (..)”

Da kann ich nur zustimmen. Leider.

Die VLN hat sich selber in eine Situation manövriert, die kaum noch zu beherschen ist. Eingeleitet wurde dies durch die massive Bevorteilung der SP9 (GT3 Fahrzeuge).

30–40 Autos, die alle in der Lage sind 8:20 zu fahren und deren Fahrer enorme Risiken eingehen müssen, um einen direkten Konkurenten zu überholen, weil die Autos so dicht beieinander liegen. Dazu kommt die Aggressivität der Werksfahrer - die ganze Athmosphäre scheint inzwischen wie vergiftet. Die Fahrer berichten davon, dass es kaum noch eine Runde ohne Gelbphase gibt.

Und die VLN arbeitet sogar noch aktiv daran, die wenigen technischen Vorteile, die ein Modell hätte, wegzufeilen. Tankkannen, Boxenstoppzeiten, BoP … immer tiefer gräbt man sich in die Sackgasse ohne es zu merken.

Und dann kam Code 60. Erst einfach gelb, dann doppelt-gelb mit 60 km/h Begrenzung. An vielen Ecken und Enden nicht zuende gedacht und einfach mal probiert.

Meiner Meinung nach hat man es sich zu leicht gemacht, die Verantwortung an die Streckenwarte auszulagern. Die haben sich vorher schon nicht über Langeweile beschwert und müssen immer mehr Verantwortung übernehmen. Als Ehrenämtler!! Während die VLN sich brüstet, die größte Breitensport-Serie Europas zu sein.

Da darf man als Teilnehmer und Zuschauer schon Professionalität erwarten - wie sieht es damit aus? Fehlanzeige.

Auch wenn ich die Bodenständigkeit, das Familiäre und die Improvisation sehr mag (!!) - die Entwicklung auf der Strecke führt die Organisation ad absurdum. Hier nur ein paar Beispiele, denn das soll jetzt kein VLN-Rant werden:

  • Bei jeder Veranstaltung neues Personal - jedesmal ein anderer Club als Ausrichter mit eigenen Leuten, Abläufen und Ideen.

  • Keine wirkliche technische Abnahme, die Fahrzeuge werden nicht auf ihre Konformität gegenüber dem Reglement geprüft. Das überlässt man den Teilnehmern, die dann gegeneinander protestieren dürfen (und die Kosten erstmal tragen sollen).

  • Keine Strategie. Die VLN lässt sich von Rennen zu Rennen treiben und hofft einfach, dass alles gut wird. Wo sie in 3 oder 5 Jahren sein wollen, wissen sie selber nicht.

  • Fahrerbesprechung: ohne Worte. Guckt Euch mal eine an.

Ich könnte noch endlos weiterschreiben, aber ich hör auf.

An VLN’s Stelle hätte ich nach allen Kräften versucht Karl Mauer zu halten. Dass sie das nicht gemacht haben, zeigt der maximal knappe Text, den sie veröffentlicht haben. Kein guter Stil - und für mich wenig Hoffnung, dass sie ahnen, was um sie herum gerade passiert.

Tags: LangstreckeKarlMauerDieterWeidenbrück |


Donnerstag, 24. Juli 2014

Harald Müller hat einen neuen Drift-Weltrekord aufgestellt: 2h 25 Min.

Harald Müller kennt Ihr vom FSZ und aus der Langstrecke.

rallye-magazin.de:

“Mit einem 200 PS starken Toyota GT86 stellte er in der Türkei eine neue Bestmarke auf und schaffte es, exakt 2:25:18 Stunden quer zu fahren. Dabei legte er stolze 144,126 Kilometer zurück und übertraf die alte Bestmarke (84,13 km) deutlich.”

Steht auch schon im Guinnesweb.

Tags: Drift | HaraldMüller | Weltrekord |


Montag, 05. Mai 2014

Mikebericht vom WEC 6h-Rennen in Spa.

Auf dieses Rennen hab’ ich mich sehr gefreut, denn es ist immer sehr gemütlich in Spa …

… und das mit der Akkreditierung klappt auch ganz gut. Nicht, dass ich die jetzt unbedingt bräuchte, um Spass bei einem Rennen zu haben, aber es macht die Sache einfacher.

Man trifft dann nämlich Leute, die einem sonst nicht so über den Weg laufen, z.B. Bruno Senna. Der ist auch gleich mal nfiziert worden! :)

Kennt Ihr den?

Schwer interessanter Mann: David Heinemeier-Hansson. Ist letztes Jahr bei OAK im LMP2 gefahren und dieses Jahr GTE bei Aston Martin.

Das ist aber eigentlich garnicht das spannende, sondern, dass er Programmierer ist, Ruby on Rails entwickelt hat, weiter bei 37signals an Basecamp arbeitet und auch schonmal ein Buch schreibt: Rework. Ein gutes Buch, hab es durch (als Audiobook in englisch) und kann es nur empfehlen!

Wer hätte es gewusst?

Ihn jedoch kennt Ihr alle: Dr. Wolfgang Ullrich. Hat sich geduldig den Fragen der Journalisten gestellt - gibt ja doch einige technische Neuerungen dieses Jahr.

Das ist natürlich auch für Gustav Büsing von Interesse …

… hier im Gespräch mit Ulrich Baretzky, Audi’s Motorenmann:

Gustav bei der Langstrecke zu treffen ist immer eine Freude - er hat immer ein paar Tipps und Geschichten auf Lager und auch immer ein paar Minütchen Zeit! :)

Bei dem Bild …

… konnte ich nicht anders, als TomK eine Teilnahme an DSDS anzudichten - Steilvorlage! :)

Während André Lotterer - der in Belgien aufgewachsen ist - hier mal eine Runde in Le Mans beschreibt:

Aber eins der größten Highlights des Rennens war André’s privater sport quattro, den er standesgemäss abstellen durfte:

Vor einem Jahr hat er sich den zugelegt, da kann natürlich kein aktueller Audi Dienstwagen mithalten!

Hier mal mein Versuch, soviel sport quattro wie möglich in ein Instagrambild zu bekommen:

Natürlich waren auch Eifeler vertreten, der Nicki zum Beispiel:

… oder Olaf Manthey:

… und Jörg Bergmeister:

Die Deko bei Porsche hätte ich am liebsten mitgenommen! :)

Oliver Hilger hat selber auch ein paar Fotos gemacht, sicher ist sicher:

Und das ist Harald Gallinnis, der Editor von GT-Eins.de. Auch überall anzutreffen, wo es um Langstrecke geht!

Als nächstes bei Porsche ist dann die LMP1 Fraktion aufgelaufen, Marc Lieb:

… Brendon Hartley:

… Romain Dumas:

… und natürlich Mark Aussie Grit Webber:

Er war immer heftigst umlagert:

Das ist Pascal Vasselon:

… von Toyota. Die kommen mit ihrer Hospitality relativ hemdsärmelig daher und ich muss sagen, das gefällt mir ganz gut. Ist bei den anderen manchmal schon etwas übertrieben.

An Technik wurde nicht gespart, so sieht die LED Wand im Fahrerlager von hinten aus:

Porsche hat sogar ein Austellungs-LMP1 mit dabei:

Was Einsatz angeht, so sind aber auch die Journalisten mit Vollgas dabei, das ist der neue schwere Gasfuss von John Dagys:

Die Audifahrer waren heftigst umlagert, TomK meinte, er habe 1.200 Karten unterschrieben!

… inklusive meinem Remote-Shutter :)

Dann ging’s aber los mit Action, das Rennen lief von 14:30 bis 20:30.

6 Ferrari hintereinander, das sah ziemlich scharf aus:

Die LMP 1 fahren in die Startaufstellung, der Audi R18 e-Tron Quattro:

der Toyota TS040 Hybrid:

… und der neue Porsche 919 Hybrid:

Normalerweise bin ja ich der, der die Fotos macht, aber Atze hat sich kurzerhand meine Kamera geschnappt …

… und dieses Erinnerungs-Bild gemacht! Danke Atze! :)

Auch sonst gut, dass der Atze wieder dabei ist, hat mir schon gefehlt. Achja - so sehen Sieger aus! Toyota auf 1 und 3 gelandet sechs Stunden später.

Schicken Helm hat der Loic Duval, …

… hier nochmal ohne Helm:

Den Mann kennt Ihr auch alle: Jochen Mass. Hat ’89 Le Mans gewonnen und durfte in Spa das Rennen starten:

Alex Wurz, BMX Weltmeister von 1986:

Und Hisatake Murata mit der besten Brille im Fahrerlager:

Die zwei kenne ich leider nicht vom Namen (weiss das jemand?), aber …

… kurze Zeit später haben sie das Rennen angeführt:

Ziemlich grosser Rummel an den Fotolöchern bei so einem WEC Lauf, ich hab mich dann mal in die 3.Reihe gestellt. Das reicht mir völlig, muss man halt improvisieren. Sind ja auch nur zur Doku für den Blog die Bilder! :)

Auch wenn ich sonst meine Nase überall reinstecke, mit dieser hier hatte ich etwas Mitleid:

Der Start gab schonmal einen Vorgeschmack auf Le Mans:

Die Tribünen in Spa waren alle voll, so sieht z.B. eine überdachte Tribüne aus, die ihren Namen verdient. Könnt Ihr mal mit dem Nürburgring vergleichen - für teuer Geld wurde eine Tribüne gebaut, die null Wetterschutz bietet.

Das ist nach der Spitzkehre:

Und man kann auch sonst sehr gut gucken:

Manche bauen sich auch schnell eine eigene Tribüne:

Und natürlich rumlaufen, ich habe die 6 Stunden Renndistanz genutzt, um tatsächlich einmal aussenrum zu gehen:

Unterwegs gab es immer wieder neue Blickwinkel:

… auch zum fotografieren:

Der kleine Zaun erinnert einen an den Ring von früher - schön auflehnen und Rennen gucken:

Aber es geht auch ohne Zaun:

Man sollte aber aufpassen, wo man steht, hier bin ich nicht lange geblieben:

In Belgien sieht man immer die dollsten Kreationen für Fotopunkte:

… und man lässt die Leute auch machen.

Auch durch den Zaun fotografieren geht:

Oder durch die Gitter. Moment mal! Die Gesichter kenn ich doch!! Richtig …

Ulli Andree und Andy Middendorf - zweite echte Nürburgring Urgesteine! :)

Und Bilder durch den Zaun müssen auch nicht schlechter sein, im Gegenteil:

Eine belgische Pommes darf natürlich nicht fehlen, bei dieser Bude war ich letztes Jahr auch, sehr lecker:

Zum Abschluss ging es dann …

… in die Eau Rouge:

Und als wäre die nicht schon spektakulär genug, der 919 hat jedesmal aufgesetzt und Funken geschlagen:

Endurance schön und gut, aber hier fehlt eine Strecke:

Duval / di Grassi und Kristensen sind nicht letzter geworden, aber als 2. fühlen sie sich zumindest optisch als erster Verlierer:

Ich fand das garnicht so schlimm - die 3 LMP1 sind trotz komplett unterschiedlicher Konzepte ziemlich gleichauf. Ich bin ja kein Freund des ganzen Balancegedrisse, aber was der ACO da hinbekommen hat, ist ziemlich beeindruckend.

Der nächste Rennen ist dann schon Le Mans und nach Le Mans werden die Fahrzeuge noch ein letztes Mal eingestuft, wenn nötig. Dann werden die Parameter nicht mehr angefasst bis nach Le Mans 2015. Das ist doch mal ’ne Ansage!

Meinen kompletten Foto-Report findet Ihr hier - inklusive der Bilder aus dem Mikebericht, die Ihr auch liken bzw. kommentieren könnt. :)

Tags: Spa6h | FIAWEC | LM24 | LeMans


Sonntag, 16. März 2014

Der Dicke von Manthey macht Pause.

Leider dieses Jahr kein Dicker von Manthey am Start. Dafür vestärkt Jochen Krumbach das Wochenspiegel Team. Hat Georg Weiss gestern bei seiner Team-Saisonstart-Party erzählt.

Kann man gut nachvollziehen die Entscheidung: der Einsatz kostete den Olaf immer eine Stange Geld und die 20 Porsche Werksfahrer können sich dieses Jahr nicht über Langeweile beklagen. Dazu kommt der sanfte Stabswechsel von den Mantheys zu den Raeders, der Einstieg von Porsche in der Firma und der nach wie vor intensive Kundeneinsatz bei der Langstrecke - und natürlich das weltklasse Werksengagement in der WEC.

Manchmal muss man sich halt von liebgewonnenen Engagements trennen, um zu neuen Ufern aufzubrechen! :)

Ich bin gespannt, wer jetzt den schnellsten Porsche am Ring stellt. Ich würd mal sagen, die Frikadellichancen stehen nicht schlecht, die Rolle konnte das Team schon ein paarmal einnehmen.

Tags: Manthey | Wochenspiegel


Donnerstag, 06. Februar 2014

Neues von Jürgen Alzen: Ford GT weiter am Start.

Das sind doch mal gute Nachrichten, aktuell versucht er ein Design zu finden - können gerne Vorschläge gemacht werden.

Und auf der Startseite - ganz prominent - der Aufruf zur #ringdemo am 15.Feb:

“Neue Aktion!!! Bitte alle mitmachen!!! Wir haben nicht mehr viel Zeit und müssen Druck machen!!”

Den Jürgen verbiegt keiner - schön, daß er wieder in der Langstrecke attackiert! Und immer für eine Überraschung gut, das ist es doch, was die VLN ausmacht.

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tags: JürgenAlzen


Mittwoch, 22. Januar 2014

Nfizierter Nico Otto in Zolder.

Jörg Otto kennt Ihr ja von der Langstrecke, jetzt kommt der Nachwuchs: Nico Otto im verregneten Zolder am Steuer eines Formel Renault 1.6.

Nfiziert, was sonst!

(Danke Sebastian!)

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tags: NicoOtto


Donnerstag, 17. Oktober 2013

Wie sehr durch die GT3 die VLN-Specials ausgerottet wurden, ...

… kann man gut an den bisher gefeierten Gesamtsieger-Podesten sehen:

VLN 1 (ausgefallen)
VLN 2: SP9 / SP9 / SP9
VLN 3: SP9 / SP9 / SP9
VLN 4: SP9 / SP9 / SP9
VLN 5: SP 9 / SP 9 / SP 7
VLN 6: SP9 / SP9 / SP9
VLN 7: SP 8 / CUP2 / CUP2
VLN 8: SP9 / SP9 / SP9
VLN 9: SP9 / SP9 / SP9

Nur einmal war ein SP8 Auto Gesamtsieger und nur zweimal waren nicht nur GT3 Autos auf den Plätzen 1 bis 3 (VLN 5 und 7).

Vielleicht bin ich ja altmodisch, aber ich finde diese Entwicklung sehr traurig. Die Autos unterscheiden sich nur noch in der Lackierung (bzw. Beklebung), eine eigene Konstruktion eines von vornerein kastrierten Wagen für die Specials lohnt sich nicht. Dabei hatte die Szene der Nürburgring-Langstrecke bis dahin sensationelle Eigenbauten hervorgebracht.

Dieses Bild ist schon 10 Jahre alt:

(Aus meinem renn.tv Archiv vom 25.Okt.2003, aufgenommen in der Lauda-Links.)

… doch man hat den Eindruck, die Eifel bebt noch immer! Da kommen die heutigen Autos vom Fließband nicht mehr mit, obwohl die Rundenzeiten inwzischen schneller sind.

Tags: Reglement | GT3Klasse | Turbinchen | Eigenbauten


Sonntag, 21. Juli 2013

Mikebericht von VLN 5. // renn.tv Coverage Nürburgring Endurance VLN 5.

After my Le Mans adventures 4 weeks ago it was time for Nürburgring Endurance again!

(Nach meinen Le Mans Abenteuern von vor vier Wochen war es wieder Zeit für VLN Langstrecke!)

First thing to say hello to me in the paddock was this, Save The Ring!

(Komm ich im Fahrerlager an und erstmal das: Finger weg!)

Olaf Manthey fully relaxed after his Le Mans double victory in GT-PRO.

(Ein entspannter Olaf Manthey mit Le Mans Doppelsieg in der Tasche.)

Nice to see some Ja zum Nürburgring stickers on some cars.

(Schön auch ein paar JzN Sticker auf den Autos zu sehen.)

Cozy racecar.

(Picknickdecke im Rennauto lässt aber auch tief blicken.)

Uwe Alzen, we had some very entertaining discussions about politics. His arguments are as uncompromising as his driving.

(Habt Ihr Euch mal mit Uwe Alzen über Politik unterhalten? Da macht er genauso wenig Gefangene wie auf der Rennstrecke, sehr empfehlenswert.)

Transit van with Porsche wheels/brakes? Want!!

(Transit mit Porschefelgen und -bremsen? Muss ich haben.)

Ralf Schall and his DTM Mercedes 190.

(Die Schalls bleiben ihrem 190er treu.)

A situation I know from Le Mans too well: Pierre Kaffer signing autographs.

(Wie in Le Mans: Pierre Kaffer beim Autogrammeschreiben.)

I used the chance to get some inside tipps from the social media guru Pierre!

(Hab ich mir vom Social Media Experten Pierre direkt mal ein paar Tipps abgeholt.)

Tire Pressure (Luftdruck)

Christopher won in court against his manager when he arrived at the Ring. And he won the class Cup Porsche while being here.

(Christopher Mies kam schon mit einem Sieg am Nürburgring an und ist mit noch einem wieder nach Hause gefahren.)

You always wonder how I do these pictures? That's how, thanks Bjoern! :)

(Ihr fragt Euch, wie ich immer diese Selbstportraits mache? Geheimnis gelüftet dank Bjoern! :) Lange Arme können allerdings nicht schaden.)

This is Helmut Kissling, who I know back from the days when working at Opel DTM 20 years ago. After the Kissling company took over responsibilities in the Astra Cup, he does not enter racing cars anymore. I have to admit I like his new role, especially as Helmut celebrated his 70th birthday in January!

(Helmut Kissling kenn ich schon ewig, das geht zurück bis zu meinen Laufversuchen als Dateningenieur bei Opel. Aber eigentlich kannte ich ihn immer nur in oder unter einem Auto steckend! Ich muss sagen seine neue Rolle gefällt mir auch ausgesprochen gut. Mit 70 ist es ja auch lange noch nicht zu spät mal was neues auszuprobieren!)

This is the Opel Gang with Volker Stryek, Stefan and Helmut Kissling.

(Die Opel Truppe mit Volker Strycek, Stefan und Helmut Kissling.)

Nice and tidy. (Akurat das Werkzeug.)

Ring Coach René Wolff, looks after the French part of Kremer Racing.

(René Wolff kümmert sich um den Franzosen-Porsche, den Kremer Racing einsetzt.)

Can you guess why the numbers on the steering wheel?

(Könnt Ihr raten, was die Nummern auf dem Lenkrad sollen?)

Proper TAPE job! (Sauber abgeklebt!)

Uwe just out of his car, after his qualifying record lap in 8:02,418. Watch it onboard here: renn.tv/2199. Which reminds me of his 8:09,949 race record lap that I released as DVD 8 years ago - the pre-GoPro era.

(Uwe gerade aus dem Auto nach seiner Rekordrunde für die Pole Position. Die Onboard dazu könnt Ihr Euch hier anschauen: renn.tv/2199. Erinnert mich an meine renn.tv DVD von 2005, auch schon wieder 8 Jahre her. Das war noch in der Vor-GoPro-Era.)

Unbelievable, sunshine at the Ring! One driver - Herbert von Danwitz - mentioned to me he managed 3 dry laps so far this year. And now this!

(Sonne? Am Ring? Herbert von Danwitz meinte, er hätte bisher 3 trockene Runden zusammengebracht. Und jetzt so!)

Some samples of the machinery used at the Ring's paddock, like this aircooled Suzuki 2 stroke ...

(Aus der Kategorie Grundehrlichefahrzeuge war einiges am Ring im Fahrerlager im Einsatz, diese luftgekühlte 2-Takt Suzi, ...)

... a very nice Zündapp Mofa ...

(... Zündapp Mofa ...)

... and what is "Klapprad" in English?

(... und Klapprad!)

We always had to drive with MYK numberplate, because they united KO (Koblenz) and MY (Mayen). That was decades ago, but recently they allowed the old combinations again. I'm born in Mayen, so this is really nice.

(MY Nummernschild! Daß ich das noch erleben darf. Muss dazusagen, daß ich in Mayen geboren bin.)

Kissling Corvette got new owner.

(Neuer Besitzer für die Kissling Corvette.)

Was talking to Georg Weiss, when his car got pushed to the grid. Good to have the camera handy, I like that picture.

(Hab mich mit Georg unterhalten, als sein Auto in die Startaufstellung kam. Gut die Kamera griffbereit zu haben, mir gefällt das Bild!)

Do you know Masseur Axel? A must see movie, not only because I did that, but it's just hilarious. Thats's the man himself and here is his movie: youtu.be/IXvsiFgWX7Y.

(Wisst Ihr noch? Masseur Axel? Das isser!)

While we are talking about Dirk Adorf: we watched the start together, which was fun. He has a new role, offering his help to BMW teams. Both as a driver and consulting any way they want.

(Wo wir gerade über den Dirk sprechen - haben uns schön den Start zusammen angeguckt. Er hat sich einer neuen Aufgabe verschrieben, nämlich BMW Teams seine Hilfe als BMW Mann anzubieten. Sowohl was das Fahren angeht, als auch sonstige Tipps und Tricks. Kommt gut an in der Szene!)

Pohlen racing is back!

I spent some time at Wehrseifen ...

(Hab mich ein bisschen im Wehrseifen rumgetrieben ...)

I was prepared to run for cover! That was close.

(Ich bin gedanklich schon hinter die Leitplanke gesprungen, das war knapp.)

Different kind of Mercedes battle.

(Eine etwas andere Art von Mercedes Kampf.)

Umbrellas: yes. Rain: no!

(Regenschirme ja, aber kein Regen!)

Nice message für Wolf Silvester: Tschüss für alles.

Hot temperatures leads Ferraris to strip!

(Kaum gehen die Temperaturen hoch, ziehen die Italienerinnen die Klamotten aus!)

Ever heard of Dennis Trebing? Look at this!!

(Dennis Trebing? Schonmal gehört? Schaut Euch dieses Bild an!!)

That was Dirk Adorf's drive.

(Den ist der Dirk gefahren.)

Dieter Weidenbrück - my regular talk partner in the hangouts we do - drove the 991 to victory in class V6.

(Klassensieg für den Dieter Weidenbrück!)

Class victory for the 458 as well. Check GT Corse on Facebook.

(Klassensieg in der SP8, GT Corse ist auch auf Facebook.)

Great to meet Aziz again, finished 2nd overall!

(Schönes Wiedersehen mit Aziz, ist 2. geworden!)

The leading car: Frikadelli Racing. Coming into the pits ...

(Frikadelli führt und kommt in die Boxen zum Fahrerwechsel ...)

... and all mechanics photographer jump at it!

(und sofort stürzen sich alle Mechaniker Fotografen auf das Auto!)

Off goes Klaus Abbelen ...

(Jetzt fährt Klaus die Schlußrunden ...)

... while Patrick Pilet checks back with race control some incident.

(... während Patrick Pilet bei der Rennleitung vorspricht.)

Patrick Huisman looking foward to win this race and hard to believe: Sabine couldn't take part due to some minor injury on her ancle!

(Patrick Huisman hofft auf den Sieg und kaum zu glauben: Sabine konnte nicht mitfahren, weil sie sich den Knöchel verstaucht hat!)

Teammanager Frank Lynn not always citable! :)

(Frank Lynn auch nicht immer zitierfähig!)

Look at this: first and second place next to each other at the pitwall: Frikadelli and Schubert. I did this little Video, when Klaus crossed the line for the first overall victory of Frikadelli Racing.

(Lustig zu sehen, Frikadelli - 1. - und Schubert - 2. - waren direkt nebeneinander. Hier auf Video, als Klaus über die Ziellinie fährt.)

Off to the ceremony ...

(Auf zur Siegerehrung ...)

... of course with crate of beer!

(... natürlich mit Kasten Bier!)

No idea how that happened.

(Hab keine Ahnung, wie das passiert ist.)

Johannes Stuck had some argument with Jochen Krumbach.

(Johannes Stuck hat mit Jochen Krumbach wohl noch was offen.)

But it wasn't this. Watch this video how it happened.

(Das kann's nicht gewesen sein, hier ist ein Video vom Unfall.)

 

Happy Karl Mauer to see Frikadelli, Schubert and Wochenspiegel on the podium.

(Karl Mauer freut sich, was für ein tolles Podium: Frikadelli, Schubert, Wochenspiegel.)

Champagne!

Sabine's mother Uschi couldn't stay at home and watched this live, Audi's Werner Frowein was one of the first to congratulate.

(Uschi hat es zuhause nicht mehr ausgehalten und live vor Ort mitgefiebert - Werner Frowein von Audi war einer der ersten Gratulanten.)

Next VLN is in 5 weeks time, but I'm not sure Team Frikadelli has recovered from their party until then! :)

Thank you for reading my report - check out my full picture set here and keep the feedback coming on the renn.tv Facebook page.

(Das nächste VLN Rennen ist zwar erst in 5 Wochen, aber ich bin mir nicht sicher, ob die Frikadelli's sich bis dahin von der Siegerfeier erholt haben!

Danke für das Lesen dieses Mikeberichts - hier gibt es das komplette Foto Set. Und über Rückmeldungen freue ich mich im N-Forum oder auf der renn.tv Facebook Seite.)

Tags: Mikebericht | VLNLangstrecke | Coverage | English


Dienstag, 12. März 2013

Die Otto Flimm Parade zieht mächtig Kreise.

Die Motorsportler rücken zusammen, aus Konkurenten werden Mitstreiter - viele Serien rufen zum Mit-Demonstrieren auf:

Das hätte Otto Flimm wirklich verdient, wenn in Mainz nächsten Dienstag so richtig breite Unterstützung aufläuft.

Otto Flimm und der gerade aussteigende Sieger vom 24h-Rennen 2011: Timo Bernhard.

Und es sieht gut aus, daß es so kommt.

Wenn schon die Einstellfahrten ausfallen, dann machen wir eben eine Riesen-Saisoneröffnungsparty vor dem Landtag. Die müssen spüren, daß wir den Ring so schnell nicht im Stich lassen und wenn die uns weiter ver*****en wollen, dann können wir auch ruhig öfter mal vorbeikommen! Hätten wir alle ja viel Zeit, wenn sich am Ring nix mehr dreht.


Freitag, 18. Januar 2013

Die Manthey-Raeder-Allianz ...

… wurde heute bei einem Kaffee in Meuspath nochmal vorgestellt. Und auch erzählt, wie es dazu kam.

Manthey (Box 25+26) und Raeder (Box 24) sind ja traditionell Nachbarn am Ring und als 2011 der Raeder TT das 6-Stunden Rennen gewonnen hat, hat der Olaf eine Glückwunschmail zu den Raeders geschickt. Den Stein in’s Rollen gebracht hat aber Raeder’s Mama Edith, die gerührt und stolz war über den “Ritterschlag” und das dann dem Olaf auch geschrieben hat. Der auch wieder geantwortet hat und so nahm die Sache ihren Lauf …

Durch die Verwandtschaft der Marken (Raeder: Audi, Manthey: Porsche) hat die Idee auch bei den wichtigen Leuten Zustimmung gefunden.

Die Firmen Raeder Automotive und TZN werden in Manthey Racing integriert und soll die 3 auch als Geschäftsführer haben. Und 42 festangestellte Mitarbeiter.

Den R8 wird Raeder nicht mehr einsetzen, dafür aber weiter den TT und auch Support bieten für alle anderen TT-Kunden in der VLN.

Die neue Halle in Meuspath (Raeder / KW) soll so ca. um das 24h-Rennen herum fertigwerden. Da gibt’s auch Möglichkeiten, (Renn-) Autos unterzustellen.

Die WEC ist erstmal nur für 2013 geplant, Nicki wird für ein Fahrzeug der Ingenieur, Martin organisiert die Einsätze und Olaf ist Team-Manager. Für die Fahrzeugvorstellung gibt es noch keinen Termin.

Für die Langstrecke wird es 5 Mantheyporsche geben: WTM mit ’12er RSR, Illbruck mit ’13er R, 2 x Cup (Kohler, Kräling) und das beste: wieder ein richtiger gelb-grüner Mantheyporsche, nämlich der RSR aus der GT-Open! Wie in der Vergangenheit mit Lenkern aus dem Werkskader.

In die GT Open ist Olaf gegangen, weil er sich den Ärger in der VLN nicht mehr antun wollte. Hoffentlich wird das dieses Jahr besser. Und WEC: Das GTE Reglement hat im Vergleich zur GT3 wenigstens eine technische Grundlage, von daher gibt es noch Optimismus auf einen sportlichen Wettkampf.

Ansonsten plädiert auch Olaf dafür, daß der Ring unbedingt in Landeshand bleiben muß.

Und die gewachsene Manthey-Raeder-Firma sucht neue Mitarbeiter für die Werkstatt! Eine gute Gelegenheit in einem Team mit echten Racern einzusteigen.


Sonntag, 22. Juli 2012

Nürburgring Insolvenz: Verleugnung als Mittel der Gefahrenabwehr?

Am VLN Wochenende war ich gespannt, wie wohl die Szene auf den offiziellen Kollaps reagieren würde. Zum einen ist meiner Meinung nach die Langstrecke mit VLN und 24h das Rückgrat des Nürburgrings und zum anderen kann man jetzt die Probleme nicht mehr wegdiskutieren, jetzt sind sie offiziell. Denn am Freitag wurde der Antrag zur Insolvenz beim zuständigen Amtsgericht eingereicht.

Die Reaktionen - bzw. das Nichtvorhandensein dieser - hat mich überrascht. Nachdem ich in der Vergangenheit gegen Windmühlen gekämpft habe, scheint man es sich heute genauso einfach zu machen und kommentiert lapidar: “Mußte ja so kommen.”

Verstehe.

Wann wachen denn die Leute auf und warum nicht? Das Problem wird weiter verdrängt und so eine Insolvenz ist doch was Gutes: hat am Lausitzring auch funktioniert. Ein Statement (!) von der VLN nach dem Motto: Bitte gehen sie weiter, hier gibt es Nichts zu sehen. Die Insolvenz wird in der Überschrift zur “Situation”. Und bei der Fahrerbesprechung: kein Wort! Kein einziges, nichtmal in einem Nebensatz. Und das, obwohl es außer dem obligatorischen Guten Tag … gute Fahrt keine Themen gab. Man sagte mir dann hinterher, daß sowas auch nicht in eine Fahrerbesprechung gehört.

Wenn es nicht in die Besprechung der Nürburgring Langstreckenfahrer gehört - wohin denn dann?

Am Mittwoch war die Ring-Insolvenz Thema in der 20:00 Uhr Tagesschau - quasi den deutschen Nachrichten, deren Auswahl alleine schon die Nachrichten nach relevant / nicht relevant sortiert. (Was natürlich wieder Probleme in sich birgt, aber das ist ein anderes Thema.) Sie hat von ihrer begrenzten Sendezeit von 15 Minuten 1:30 Min. lang das Problem am Ring skizziert. Nicht als “Situation”, sondern klipp und klar für die Fernseher in Deutschland:

Nürburgring-Insolvenz: Rheinland-pfälzische Nürburgring-GmbH steht vor Pleite

Ich bin kein Psychologe und will auch keiner werden, aber Probleme lösen durch “Ausblenden” oder “Schönreden” erlebe ich am Nürburgring die letzten fünf Jahre. Das geht von “Laß die doch lieber hier die Steuermillionen versenken, als woanders.” über “Da kann man sowieso nichts machen.” bis zu dem Gipfel am Wochenende, daß man sogar in der Lage ist, die endgültig amtliche Insolvenz wegzublenden. Verleugnung laut Wikipedia:

Mittels Verleugnung lässt sich die Wahrnehmung realer Sinneseindrücke und deren Bedeutung für das Individuum ignorieren. Bedrohliche Stücke äußerer Wirklichkeit können auf diese Weise als nicht existent anerkannt (oder durch wunscherfüllende Phantasien ersetzt) werden. Bei der Verleugnung handelt sich also um das innerpsychische Pendant zum Abwenden des Blickes von einer Gefahrenquelle. Dieser Mechanismus ermöglicht es dem Individuum, bewusste oder vorbewusste bedrohliche Inhalte notfallmäßig dem Bewusstsein zu entziehen. Die Abwehr der Verleugnung ist also eine spontan einsetzbare Schutzreaktion, mit der die Person einer unangenehmen Wahrheit die Aufmerksamkeit, ja sogar den Realitätsstatus, entziehen kann.

Es ist nie zu spät die Barrikaden zu stürmen. Alleine da oben zu stehen ist zwar schön stürmisch, aber irgendwie auch grotesk.


Mittwoch, 14. März 2012

Dirk Riebensahm Rallye-Onboard.

Dirk ist 20832’ler der allerallerallerersten Stunde.

Hier Kohlhaas/Riebensahm 1995 im MTM Audi 200:

Er hat sich letztes Jahr aus der Langstrecke verabschiedet Richtung Rallye und jetzt könnt Ihr ihm mal beim Fahren zugucken:

Danke an Frank für den Film!! :)


Sonntag, 15. Januar 2012

Übrig Ns vom Sonntag.
  • Bei der Verdi-Kundgebung heute war richtig was los in der Nürburger Gemeindehalle - 600 Leute muß man da schon feste reindrücken. Bei der NAG hersche ein Regime der Angst gepaart mit Planlosigkeit - also soweit wenig Neues. Man solle sich von den Pächtern Richter / Lindner trennen, so eine Forderung hätten die mal besser bei dieser Veranstaltung hier damals gemacht:

Zukunftskonzept Nürburgring - Vertrag mit Lindner-Gruppe unterschrieben - Neuordnung schafft transparente Strukturen - bis zu 1000 neue Arbeitsplätze - keine Belastung für Landeshaushalt.

Ja nee iss klar.

Ich komm auf 156.

(Mit Video von heute.)


Montag, 19. September 2011

Übrig Ns vom Montag.
Freitag, 06. Mai 2011

Mehr Bewegtbild vom Übergolf.

Jürgen Alzen war auch so nett den Übergolf zu filmen beim VLN Rennen letzte Woche. Neben Raeder, Scheid, Getrag, usw. war Jürgen Alzen einer derer, die in der SP Klasse immer wieder sensationelle Autos an den Start gerollt hat. Bis Audi sich überlegt hat mit dem R8 in die Langstrecke einzusteigen. Dann wurden die SP-Autos derart streng zugeschnürt, daß ein Einsatz gegenüber einem GT3 Auto keinen Sinn mehr machte. In der Langstrecke wird die GT3 auch noch frech als SP(!)9 bezeichnet, das “SP” steht für “Specials”, obwohl die GT3 alle von der Stange kommen.

Jetzt fährt also ausgerechnet Jürgen Alzen hinter einem echten SP Auto hinterher (der Golf startet mit 2,6 L Turbo-Hubraum in der SP8T). Ich hab sicher nichts gegen das Golfprojekt, im Gegenteil, das ist ein Kracherauto. Aber als Werk den Privaten die Spielzeuge wegnehmen, um dann selber damit zu spielen - das ist nicht sauber.


Dienstag, 29. März 2011

Hallo Rallye - Tschüß Langstrecke!

Dirk Riebensahm ist Nordschleifenfan durch und durch. Er ist auch 20832’ler der ersten Stunde, hat den Audi 200 mit aus der Taufe gehoben. Daß er auch fahren kann, hat er mit dem 3.Platz auf der Zakspeedviper beim 24h-Rennen bewiesen, auch 2010 war er erfolgreich mit der Mintgen GT3 Viper unterwegs.

Mit dem ganzen Zirkus am Ring kann er jedoch im Moment nichts mehr anfangen und die Antworten von Minister Hering auf seine Fragen kann man nur als ausweichend beschreiben.

Jetzt wendet er sich wieder der Rallye zu und hatte am Wochenende einen erfolgreichein Einstand in der Deutschen Meisterschaft: Platz 8 bei der ADAC Wikinger Rallye.

Schade mit Dirk (vorerst?) einen Nordschleifenracer zu verlieren - aber Glückwunsch zu dem tollen Einstand!!


Sonntag, 27. März 2011

Übrig Ns vom Sonntag.
  • Gewählt wurde heute in RLP, die beiden Großen SPD und CDU haben fast gleich viele Stimmen erhalten und die Grünen ziehen mit strammen 15% neu in den Landtag ein. Spannender als die Wahl werden allerdings die jetzt folgenden Koalitionsverhandlungen.

  • Randale Dorf? Schlägereien in der neuen Staatsdisko zu schlichten ist für die Rennleitung aus Adenau schon öfter vorgekommen. Jetzt ziehen die anderen Retortekneipen nach:

“In der Nacht auf Samstag wurde die Polizei Adenau gegen 03.40 Uhr zu einer Schlägerei zwischen betrunkenen Gästen einer im Eifeldorf am Nürburgring befindlichen Lokalität gerufen.”

  • Kurt Beck sieht die Aktivitäten der EU Kommission zum Vergaberecht gelassen.

  • Gab wohl letzte Woche einen Feuerunfall auf der GP-Strecke. Ich hoffe dem Fahrer geht’s gut, die Gerüchte hören sich nicht so gut an. Offizielles dazu hab ich bisher vergeblich gesucht.

  • Die VLN hat in Zukunft zwei SP3’s (“Special bis 2.000 ccm”): eine Klasse für die Renault Clio und eine für den Rest. Bei den sich anbahnenden Starterzahlen bei den Clio’s kann es für ein konstantes Team die Meisterschaft bringen. Sportlich kann ich dieser Regeländerung nichts abgewinnen.

  • Noch zwei Wochen, dann ist Rudi Adams wieder heile.

  • 3 x 3 = 4. Schubert bleibt der Langstrecke treu - mit 3 Need for Speed GT 3 Z4.

  • Sein Auto konnte er beim Rollout fast live verfolgen über Facebook, nächste Woche möchte Mr.Glickenhaus sein Baby live in Action sehen.

  • Schön Patrick Simon am Ring zu sehen! Neben seinen steigenden Aufgaben im Bewegtbildbereich hat das Nachwuchstalent auch einen schönen Rennsitz für 2011.

  • SAVE THE RING liest man jetzt nicht nur auf Rennautos, sondern auch auf Gartenzäunen. Immer weiter.

  • Ron Simons war für die Scuderia Glickenhaus die Fahrschule der Wahl:

“Larini & Giovinardi where the first guys to use an RSRNurburg car in tourist driving today after RSRNurburg won their court case against the Nurburgring earlier this week.”

“Mika Salo will complete the trio who will run the Glickenhaus Ferrari P4/5 in the Nurburgring 24hour race later this year.”

“Nicola off course won the famous ’90 ‘s DTM race against a fleet of Mercedes on home ground. Fabrizio did the play station thing so he can use a little help.”

Hier die passenden Fotos dazu.

  • Der Neue von Pohlen Racing ist aus jedem Betrachtungswinkel ein technischer Leckerbissen. Schwer zu glauben bei der Kombo Mercedes, Diesel und Dachdeckerfirma. Aber Heftig!!

  • Letztes Jahr wurden wir von R8’s überschwemmt, dieses Jahr sind es die SLS. Müssen 7 oder 8 Stück sein. Bei den Farben geben sich die Benze noch zurückhaltend: weiß, silber oder schwarz sind in freier Wildbahn.

  • Armin Hahne ist auch auf Mercedes umgestiegen und pilotiert den weißen Mamerow SLS zusammen mit Chris Mamerow. Schnelle Paarung das ist.

  • Ist der SLS eigentlich schon ein GT3?

  • Ralf Schall war zwar im SLS unterwegs, hab aber das Comeback des 190er versprochen. Auch wenn er dann manchmal in zwei Autos startet.


Freitag, 19. März 2010

Da geht einem das Herz auf, die Winterpause ist mit einem Schlag komplett vergessen. Hier gibt es schonmal erste Fotoeindrücke vom Testtag heute am Ring: flickr.com/renntv.

Strahlender Sonnenschein, optimale Bedingungen auf der Strecke - ok, bis auf Baustelle Breidscheid - und fast alle mit Rang und Namen fleißig im Testeinsatz. Werksteams von Porsche, Toyota, BMW und Audi gemischt mit vielen Privaten und trotz allem völlig entspanntes Fahrerlager, weil kaum Zuschauer gekommen sind.

Philipp Leisen wird wieder häufiger am Ring auftauchen und für Black Falcon fahren, da konnte er im Seat Cup letztes Jahr schön auf sich aufmerksam machen (2 x gewonnen). Dirk Adorf und Uwe Alzen haben sich offensichtlich schneller an das BMW Outfit gewöhnt als ich. Markus Oestreich hat über den Winter auch fleißig an sich gearbeitet und abgespeckt, denn er fährt jetzt als "Östreich". Mit Shampoowerbung, da kann er seine Gegner ordentlich einseifen. Michael Düchting setzt wie angekündigt einen Seat ein, doch sein Eigenbau R8 ist auch sofort einsatzbereit, falls jemand noch kurzfristig was sucht.

Ein toller Ferrari 599 hat ein paar Runden gedreht, ein weiterer war kräftig beklebt und ließ sich ungern fotografieren. Und der Farnbacher 430, soviele Ferrari auf einmal sind auch selten bei der Langstrecke. Porsche hat den Hybrid dabei und einen Schwung Werksfahrer und Schubert testet den neuen schicken Z4 in Werksbemalung. Die Mintgen Viper sieht relativ unverändert aus, aber sie hat über den Winter verdächtig viele Knöpfe am Lenkrad bekommen. Und unser "Fahrer des Jahres" Chris Mamerow braucht nur 2-3 Runden, um sich mit seinem neuen Arbeitsgerät anzufreunden: "Ist ein neues Auto, ok - aber hab mich schnell dran gewöhnt. .. So, jetzt fahr ich noch ein bischen."
Mittwoch, 16. Dezember 2009

Klaus-Dieter Frers war erfolgreich in der Langstrecke unterwegs und wurde zum Beispiel 6. beim 24h-Rennen 2007. Inzwischen ist seine Paragon AG insolvent und der von ihm entwickelte "Artega" Sportwagen wurde heute an Mexikaner verkauft. Im beton°klotz gibt es unter "Nürburgring Partner" auch eine Artega-Ecke. Ist ein schickes, leichtes und günstiges Auto und vor einem Jahr konnte man noch hoffen, daß Herr Frers den 997 RSR gegen sein eigenes Fahrzeug tauscht und auf der Nordschleife ausführt. Würde ich aktuell nicht mehr drauf wetten.
Dienstag, 15. Dezember 2009

Richard Göransson listet auf seiner Webseite die Resultate der BMW Sports Trophy 2009. Er selber wurde 2. und damit bester BMW Pilot aus der Langstrecke. Die weiteren VLN/24h Platzierungen mit der Nordschleifenbrille betrachtet:
2 - Richard Göransson - STCC; VLN - 488,00
7 - Robin Rudholm - STCC; VLN - 395,00
12 - Christer Jöns - VLN - 349,50
13 - Rolf Derscheid - VLN; 24h Nürburgring - 340,80
13 - Michael Flehmer - VLN; 24h Nürburgring - 340,80
16 - Sean Paul Breslin - VLN - 336,30
17 - Alexander Böhm - VLN - 333,20
25 - Christian Leutheuser - VLN; 24h NRB - 275,11
28 - Daniel Schwerfeld - VLN - 255,00
29 - Roland Dietz - VLN - 254,50
30 - Mirko Keller - VLN - 253,78
31 - Rudi Adams - VLN; 24h Nürburgring - 252,80
34 - Duncan Huisman - Dutch GT4; VLN - 236,50
36 - Marco Schelp - VLN; 24h Nürburgring - 234,73
37 - Daniel Zils - VLN - 232,32
37 - Matthias Unger - VLN - 232,32
39 - Martin Tschornia - VLN - 231,13
40 - Carsten Knechtges - VLN; 24h Nürburgring - 229,78
43 - Schlehecker Werner - VLN; 24h Nürburgring - 212,23
45 - Josef Knechtges - VLN; 24h Nürburgring - 211,78
47 - Claudia Hürtgen - GT3; 24h Nürburgring; 24h Series - 204,00

Da ist wohl was schiefgelaufen, daß die VLN-Meister nicht auch hier den Pokal abgeräumt haben - trotz guter 24h Ergebnisse.
Mittwoch, 04. November 2009

Gestern war Gala Dinner der Motorsport Expo in Köln und da ich nur 1 S-Bahn Haltestelle entfernt wohne, war ich beim Preis für die weiteste Anreise leider nicht unter den Finalisten. Dafür hatte ich aber ein sehr lustiges Abendessen, eingerahmt von Armin Schwarz und Kai Kruse. Auch Olaf Manthey war vor Ort, sodaß wir uns noch gepflegt über die Langstrecke austauschen konnten.
Sonntag, 20. September 2009

Michael Düchting (www.donkervoort.de) hat ein neues Projekt am Start: Seat Leon Supercopa Mk2. Dafür sucht er noch Fahrer, die Details werden grade ausgetüfftelt. Soll aber ein Rundum-Sorglos-Paket werden mit einmal Alles (Reifen, Versicherung, Catering, usw.). Wer Lust hat beim Michael mitzufahren kann ihn gerne mal anrufen.

Der einzige Specials Audi R8 bleibt der Langstrecke aber trotzdem erhalten und wurde in der Zwischenzeit weiter verbessert. Wenn alles klappt, soll er dieses Jahr nochmal zum Einsatz kommen, um sich mit den GT3-Audis zu messen. Ein Top-10 Ergebnis wäre im Bereich des Möglichen.


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