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Dienstag, 29. Juli 2014

Die Lindner Hotels heissen nicht mehr Lindner Hotel.

Das ist die gute Nachricht.

Die Schlechte: Capricorn hat einen 3-Jahresvertrag zum Betrieb der Hotels und des Ferienparks abgeschlossen … mit Lindner.

Bei der Rock am Ring Nummer konnte man ja mit viel Wohlwollen noch an einen Ausrutscher glauben, das geht jetzt auch nicht mehr.

Eigentlich ändert sich sonst garnichts, denn so einen Managementvertrag hatte Lindner für diese Häuser vorher wohl auch schon.

Dass die “capricorn NÜRBURGRING GmbH (CNG)” aber munter langfristige Verträge macht, das überrascht mich schon. Was passiert, wenn die EU den Verkaufsprozess kippt? Ausstiegsklausel oder Schadensersatz durch den Steuerzahler?

Tags: LindnerCapricornManagementvertrag |


Donnerstag, 27. Oktober 2011

Stopp Greetland! Das ist Ostfriesisch und heißt in etwa Save The Ring.

Mit megalangen Teleskopen soll man ja in der Lage sein fernen Galaxien beim Entstehen zuzugucken. Genauso ein Gefühl hatte ich, als ich heute diese unglaubliche Geschichte gelesen hab. Ossi ist zufällig drübergestolpert:

Nicht Lichtjahre entfernt, sondern exakt 441 km nördlich vom Nürburgring kämpfen Anwohner eines kleines Örtchens gegen eine gigantische Freizeitanlage. Der Ort heißt Greetsiel, hat 1.500 Einwohner und wird konfrontiert mit Investoren, die eine Hotelkapazität von über 1.000 Betten aus dem Boden stampfen wollen.


(Quelle: stopp-greetland.de)

Es ist noch kein einziger Stein verbaut und eine Bürgerinitiative stemmt sich gegen den von der Politik forcierten Plan.

Einen Betreiber soll es auch schon geben …

… und jetzt haltet Euch fest: die Lindner Gruppe.

Das überrascht mich schon, daß man quasi jetzt erst so zufällig da drüber stolpert. Da bekomm ich es ein wenig mit der Angst, daß es noch weitere unschuldige Gegenden gibt, die zügellos zubetoniert werden.

Die Parallelen zum ring°grab sind so megaauffällig, man meint echt man sitzt in einem schlechten Film:

Hit-Radio antenne:

Rund 80 Millionen Euro will ein Investor in das Bauprojekt stecken. Auf der grünen Weise neben dem idyllischen Fischerdorf nördlich von Emden soll ein Touristenmagnet entstehen. Insgesamt 85.000 Quadratmeter sollen bebaut werden, 1.200 Betten sollen nach dem Willen des Investors kommen.

Der Westen:

Investor Kay Schwarz aus Dresden …

Das ist so krass, der Investor heißt echt Kay!

… und seine “Greetland Projektentwicklungsgesellschaft” wollen den Wohn- und Freizeitpark am Ortsrand von Greetsiel bauen. Auf 85.000 Quadratmetern sollen Ferienwohnungen, ein Vier-Sterne-Hotel mit Restaurant, Schwimmbad, Spielscheune und eine Wasserburg als architektonisches Highlight entstehen. Geplant sind fast 1.200 Betten.

Hinrich Barfs (DIE LINKE):

Herr Schwarz hat einen Managementvertrag mit der Hotelgruppe Lindner, die die Ferienanlage betreiben soll. Sie wirbt mit 64% Auslastung ihrer Hotels- u. Ferienanlagen. Ob diese Auslastung langfristig gesehen, vor allen Dingen in den Wintermonaten hier erreicht wird, ist fraglich. Für die Lindner AG stellt es kein Problem dar, um eine ausreichende Auslastung zu erreichen, die Preise zu diktieren. Das könnte zu einer Gefahr für die bereits ortsansässigen Gastronomiebetriebe werden.

Bürgermeister Johann Saathoff (SPD):

Schön wäre es gewesen, wenn die BI (Bürgerinitiative) mit uns gesprochen hätte. Es ist bedauerlich, dass sie alles in die Presse jagt, ohne wirklich die Hintergründe zu kennen.

Die Bürgerinitiative heißt Stopp Greetland und hat über 16.600 Unterschriften gesammelt. Auch wenn die Facebook Gruppe noch sehr übersichtlich ist. Eine Chance haben die Anwohner aber noch: am 20.Nov. ist Bürgerbefragung. Das ist den Nürburgern (AW’lern, Sportlern, …) leider verwehrt geblieben.

Hoffentlich haben die Greetsieler mehr Erfolg und können das greet°grab noch verhindern.




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