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Dienstag, 19. Februar 2019

Wenn es darum geht das Geld anderer Leute einzusammeln, sind die Lindners um keine Idee verlegen.

Kennt man ja bereits von deren Medico Fonds bzw. Gebau.

Man muss schon genau hinschauen, aber Jörg Lindner und Kai Richter haben den Betrug mit großer Selbstverständlichkeit im Wortschatz:

Mike Frison / renn.tv

Mit schönem Gruß an Sigmund Freud!


Samstag, 31. Oktober 2015

Übrig Ns vom Samstag.

Guy Martin hat ein Buch geschrieben: When You Dead, You Dead.

Valentino Rossi hat dann mal Einspruch eingelegt.

Am Wochenende ist wieder WEC und die Audikutscher haben diesen netten Clip mitgebracht.

Die Chance stehen nicht schlecht, dass Juan Pablo Montoya für Porsche in Le Mans startet.

Darren Cox verlässt Nissan nach 18 Jahren.

Für Rock nicht am Ring ist der Vorverkauf gestartet worden - ab 170€ ist man am 3.–5.Juni 2016 mit dabei. Nicht am Ring, da hat man Lieberberg mit maximaler Arroganz den Stinkefinger gezeigt - sondern In Mendig, wo man die Veranstaltung mit offenen Armen empfängt.

Der getarnte Regierungssprecher Dietmar Brück hat in seiner Rhein-Zeitung wieder mal einen Jubelartikel untergebracht - zum Glück gibt es Wilhelm Hahne, der die Alles-super-Alles-toll-Märchen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt.

Von Jörg Lindner haben wir lange nichts mehr gehört. Wie wäre es mit einer Insolvenz eines seiner Medico Fonds?

Schwer verdaulicher Lesestoff zur Deutschen Bank - die kennen wir ja auch aus dem unrühmlichen Nürburgring Verkaufsversuch. Ein paar Einblicke hinter die Kulissen, wie die Vorstände da so ticken.

Der Börsengang von Ferrari hat einige Details das Licht der Welt erblicken lassen: die Einkünfte von Sponsoring, Merchandising und Licensing liegen in der Region von $473m pro Jahr - quasi ein Formel 1 Programm für umsonst.

GuyMartin | Rossi | Montoya | RockAmRing | DarrenCox | Medico | Ferrari | DeutscheBank |


Sonntag, 09. März 2014

Rote Zahlen am Bilster Berg.

Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpf wird ja im Moment oft in den Medien genannt, weil er über Bande mit der Heuschrecke HIG Capital bei dem Nürburgring-Kauf mitbietet.

Sozusagen der Vorzeige-Motorsportler-Investor, weil er es geschafft hat, eine privat finanzierte Rennstrecke in Betrieb zu nehmen und Rennen fährt er ja auch fleissig.

Wer die Genehmigungen in Deutschland kennt, weiß was da für Hürden überwunden werden mussten.

Aber die Sache steht, 172 Investoren haben mit privatem Geld 34 Millionen Euro aufgebracht und die Strecke wurde im April 2013 in Betrieb genommen. Es gibt keine Bankenfinanzierung, denn die Banken haben sich zurückgezogen. Ganz so reibungslos ist das Genehmigungsverfahren allerdings auch nicht durchgelaufen.

Für die neuen Mitbesitzer gibt es freies Fahren und eine Rendite von 5–10% wurde in Aussicht gestellt.

Stellt sich jetzt allerdings raus, daß die Anlage für 2013 ein sattes Minus gemacht hat: 2,8 Millionen bei 3,4 Millionen Umsatz. Und für 2014 sieht der Ausblick nicht viel besser aus: weitere 1,4 Millionen Minus.

Linear umgerechnet auf die 172 Privatinvestoren sind 4,2 Millionen Kapitalbedarf knapp 25.000 Euro pro Nase.

Autsch.

Ich weiss zwar nicht, wie das technisch abläuft, ob die Mitbesitzer jetzt zur Kasse gebeten werden, so wie das Jörg Lindner bei seinen Medico-Fonds praktiziert, aber gute Nachrichten sehen anders aus.

Tags: Bilster | Oeynhausen


Donnerstag, 26. Juli 2012

Übrig Ns vom Donnerstag.

Im SWR kam eben auch ein größerer Beitrag zum Ring bei Zur Sache RLP und ein Beitrag hat sich mit der brodelnden Unzufriedenheit an der grünen Parteibasis beschäftigt. Was man denn besser machen könne?

Kurt Beck soll abdanken und mit einem Teil seiner Pension helfen die Schulden zu tilgen.

Das finde ich ist ein vertiefenswerter Ansatz!

  • Einen ausführlichen Post mit Hintergründen zur Freizeitparkpleite hatte ich am Dienstag geschrieben für die nicht-deutsch-sprechenden Leute - hab ihn heute nochmal aktualisiert. Könnt Ihr Euch ja mal angucken, um ihn zu verlinken, wenn Ihr ihn mal braucht: mikefrison.com/1666.

Hab mich auch über die Verlinkung bei SPEEDHUNTERS gefreut.

  • Wenn ich das lese frage ich mich, warum Hendrik Hering - ebenfalls unter größter Geheimhaltung - für viele Millionen Euro Steuergeld die Kai-Richter-Immobilien gekauft hat. Die nur zwei Jahre danach einen Bruchteil der Kaufpreises wert sind. War das nicht auch völlig überteuert?

Aus dem EU Schreiben:

  • Bis zum 25. März 2010 waren Anteilseigner der MSR die Mediinvest GmbH (49,5 %), Geisler & Trimmel General Contractor GmbH (33,8 %), die NG (10 %) und die Weber Projektierungs- und Realisierungs GmbH (6,7 %).

  • Seit dem 25. März 2010 befindet sich die MSR zu 93,3 % im Eigentum der NG und zu 6,7 % im Eigentum der Rheinland-Pfälzische Gesellschaft für Immobilien und Projektmanagement GmbH („RIM“).

Was wollen wir mit dem schimmelnden Plunder und warum?

  • Wieder kein Wort von Nordschleife oder Kulturdenkmal.

  • Toto Wolff ist bei Williams jetzt geschäftsführender Direktor.

  • Mister Medico aka Jörg Lindner kann schonmal Rückabwicklung üben. 160.000 - stramme Einlage. Muß aber nicht er rückabwickeln, sondern Bonnfinanz.

“Aufgrund der durchgeführten Beweisaufnahme steht für das Gericht fest, dass die Beklagte diese Pflicht verletzt hat, als sie dem Kläger und der Zeugin auf deren ausdrückliche Nachfrage, in Bezug auf eine Veräußerungsmöglichkeit, erklärte, dass sie die Anlage jederzeit und auch nach 12 Jahren “mit Handkuss” loswürden.”

Iss klar.


Mittwoch, 29. Februar 2012

29. Februar, Lindner und die Community.

Heute war also der angekündigte 29.Feb., an dem die NAG das Feld räumen sollte. Und was ist passiert? Leider sind sie noch nicht weg. :/

Otto Lindner hatte einen schönen Kaffeeklatsch und meine Frage auf der Facebookseite, warum er nicht beim Kofferpacken hilft, wurde statt zu beantworten kommentarlos gelöscht. Ein paar andere Leute haben daraufhin auch Kommentare geschrieben, die sind inzwischen ebenfalls wegradiert.

Das pannemässige an den neuen Lindnerschen “me and all hotels” ist deren Zielsetzung:

Deine Ideen. Deine Community. Dein Hotel.

Man macht einen auf Hip und Cool:

me and all ist mehr als nur ein Hotel. me and all bietet Euch als Traveller Freiräume auf Reisen und erfüllt höchste Ansprüche an moderne Kommunikationstechnologien. (..) Unsere Community-Lounges sind stadtoffenes, authentisches und lebendiges Herzstück der me and all hotels und verbinden Euch mit Eurer Community.

Und noch weiteres Bla.

Wenn man bei so harmlosen Community-Begegnungen schon so unentspannt reagiert bei der Firma Lindner, dann wüßte ich gerne mal, was die von diesem Artikel aus der Wirtschaftswoche halten. Ich hoffe mal die WiWo liegt weit verbreitet aus in den Lindner Hotels:

Nürburgring, Ein Desaster für Lindner
Die Düsseldorfer Hoteldynastie Lindner ruiniert mit dem scheiternden Rennstrecken-Engagement ihren Namen.

Ein paar Highlights:

Der Lindner-Clan hat das Risiko, das Sammelsurium von Indoor-Freizeitpark, Disco, Veranstaltungsarena, Kartbahn, Kino, Ladenpassage, sieben Restaurants sowie zwei Hotels und einem Ferienpark, massiv unterschätzt.

„Jörg ist nicht der leuchtende Stern der Familie“, sagt ein Düsseldorfer Immobilien-Unternehmer, „am Nürburgring wollte er zeigen, dass in ihm auch ein Lindner steckt.“

Doch das eigentliche Sagen hat nach Wahrnehmung der NAG-Mannschaft Richter.

Die Familie zeigt Einigkeit auch in der Krise. Keiner distanziert sich vom Nürburgring-Engagement, das ihnen ihr schwarzes Schaf Jörg eingebrockt hat. „Nach außen zeigen sie Solidarität“, bestätigt ein Kenner des Clans, „aber hinter den Türen fliegen die Fetzen.“

Aber die Lindners haben noch gaaanz andere Probleme:

Mit Bezug auf den Medico Fonds Nr. 20 kann man aktuell bei den Anwälten Sternisko/Lehrieder lesen:

Mit Schreiben vom 17.02.2012 werden Sie ultimativ zur Vermeidung eines Insolvenzverfahrens und der Inanspruchnahme durch das finanzierende Kreditinstitut aufgefordert Ihre Haftsumme aufzufüllen um so ihre Haftentlassung sicherzustellen.

und

“Auch in den Fonds Nr. 30, 31, 32 u. 37 hat die Geschäftsführung mehr oder minder aus heiterem Himmel die Kommanditisten vor die Alternative einer freiwilligen Zahlung – in der Form einer Kapitalerhöhung – oder der Rückzahlung gewinnunabhängiger Ausschüttungen gestellt, andernfalls werde das jeweilige Kreditinstitut das Darlehen kündigen, mit der Folge, dass die Fondsobjekte mit einer Zwangsverwaltung belegt oder versteigert werden müssten. Im Ergebnis würde dies die Liquidation der Gesellschaft bedeuten.

Geschäftsführer der Gebau Fonds GmbH ist Jörg Lindner, der eigentlich heute aus der Eifel abreisen sollte.

Hoffentlich sind die bald weg - Save The Ring!


Mittwoch, 15. Februar 2012

Übrig Ns vom Mittwoch.
  • Ach guck an, die auto motor und sport hat auch schon was mitbekommen. Gewohnt oberflächlich werden ein paar Sachen zusammengekratzt, mit NAG Propaganda ergänzt und ohne Hinterfragen zusammengeschüttet. Das Ganze wird dann noch garniert mit einem Bild von der Startaufstellung 24-Stunden Rennen. Echter Journalismus halt. Natürlich auch kein Wort davon, wer damals die “Manager mit Weitblick” auf das Schild gehoben hat.

Vor garnicht langer Zeit waren die so drauf.

  • Karneval - bzw. Fastnacht - das ist doch genau das Richtige, um von den Problemen abzulenken. Nur falls jemand der Bericht vom LRH nicht als Begründung für den plötzlichen Aktionismus reicht.

  • Meanwhile, at the Grünen Kreisverband Ahrweiler …

Rückbau des Ringracers, Umbau und Verkauf von einzelnen Gebäuden, mehrere Betreiber für die verschiedenen Bereiche: Grünen-Wirtschaftsministerin Eveline Lemke schließt am Nürburgring derzeit fast nichts aus.

Also wenn’s nach mir gänge, ich würd die Achterbahn ja weiterrosten lassen. Da kann man prima Sachen dran aufhängen und so ein Mahnmahl hindert hoffentlich für die weitere Zeit, daß nochmal irgendwann irgendjemand auf die bescheuerte Idee kommt, für über 10 Millionen Euro Steuergeld sowas dahin zu bauen.

DAS kann man so unterschreiben: “Deren Schwächen in Konzeptionierung und Umsetzung haben den Ring zu einer Sackgasse gemacht.”

Von den Grünen RLP.

Komisch, von diesen “Ring-Fans” hab ich noch keinen getroffen. Dafür aber viele, die Angst um die Nordschleife haben.

Das Ringwerk macht angeblich 1 Mio. Euro Verlust ohne Abschreibung. Frag mich wie das gehen soll.


Donnerstag, 09. Februar 2012

Übrig Ns vom Donnerstag.
  • Das mit dem Steinkühler-Spott ist jetzt auch der Rhein-Zeitung aufgestossen.

  • Der Landesrechnungshof hat seinen 2012er Jahresbericht vorgelegt. Siehe gestern.

  • Die Nürburgring GmbH will da wohl bei dem Herrn Lippelt nochmal nachhaken.

  • Den Eintrag mit dem NAG Rausschmiss hab ich mit weiteren Links als UPDATE ergänzt.

  • “Hat die Landesregierung vor der Landtagswahl 2011 in Bezug auf den Nürburgring mit geschönten Zahlen versucht, die Öffentlichkeit zu beruhigen?” - Jetzt wirklich? Das ist ja nicht zu fassen!!

  • Die wahrscheinlich einzigste Staatsdisko auf der ganzen Welt macht zu - wenn auch (erstmal) nur für ein paar Wochen.

  • Als Politiker ist zumindest auf eins Verlass: auf die Staatsanwaltschaft.

  • Wer sagt denn, man könne nicht bei Schnee auf die Nordschleife? Im Formelauto? Das Love The Ring ist wohl nicht mehr so beliebt. Bläst da etwa schon ein laues Lüftchen auf die Fähnchen?

  • Die Freunde des Nürburgrings sind wieder da! Erst lassen sie sich im Eifeldorf abfüttern und im Lindner betagen, jetzt wollen sie die großen Versöhner spielen.

  • Manche machen sich das Leben eben passend - oder lassen es sich für ein paar VIP Kärtchen mit Käsebrötchen passend machen:

“Bisher hat sich ring1.de immer darauf gestützt nur über den Sport am Nürburgring zu berichten (einzige Ausnahme war die Eröffnung 2009). Dieser Position sind wir stets treu geblieben und werden ihr auch weiterhin treu bleiben.”

Die Äffchen von Ring1.


Dienstag, 20. Dezember 2011

Übrig Ns vom Dienstag.
  • Tolle Überschrift gewählt vom Markus Kompa:

Nürburgring Forum wieder im Rennen.

Ring bekommt Sicherheitszentrum: Mit dem Bau des gemeinsamen Gebäudes für DRK, Feuerwehr und Polizei soll noch im ersten Halbjahr 2010 begonnen werden. [..] Das hat Wirtschaftsminister Hendrik Hering auf einer SPD-Veranstaltung erklärt. Mit rund vier Millionen Euro ist die neue Heimstätte für Rettungskräfte, DRK und Polizei veranschlagt, die an der B 256 in der Nähe der Fahrsicherheitszentren entstehen soll. Die Kosten trägt das Land. [..] Zumal der Bedarf an Sicherheit und Sanitätsleistungen durch die neuen Einrichtungen wie Erlebnisboulevard und Gastronomiedorf gewachsen ist. [..] Jetzt kommen alle unter ein Dach in einem modernen Haus”, so Landrat Jürgen Pföhler.

NACH den Landtagswahlen (also heute):

Jahrelang wurde geplant - und jetzt wird kräftig abgespeckt: Für die vorgesehene Sicherheits- und Einsatzzentrale der Rettungskräfte am Nürburgring fehlt das Geld. Die Verantwortlichen haben sich von einem Millionen Euro teuren Neubau mit sicheren Abstellmöglichkeiten für die Einsatzfahrzeuge im kleinen Örtchen Balkhausen verabschiedet und planen nun ein Gebäude, das bei Bedarf um Container erweitert wird. (beides aus der Rhein-Zeitung)

Die das nicht kennen: damit “verdient” der Jörg Lindner in seinem normalen Leben sein Geld.

Für die schönen neuen Bauten brachte der vermeintliche Investor auch gleich einen Nutzer mit: die renommierte Düsseldorfer Hotelkette Lindner und in ihrem Schlepptau Jörg Lindner, einen von fünf Söhnen des Gründers und Seniorchefs Otto Lindner. Richters Partner ist Chef der zum Familienunternehmen gehörenden Finanzierungsgesellschaft Gebau. Weder Landesvater Beck noch sonst jemanden in Mainz störte, dass Gebau negative Schlagzeilen machte und im Clinch mit Anlegern liegt, weil rund ein Dutzend der 55 von der Gebau aufgelegten geschlossenen Medico-Immobilienfonds in Schwierigkeiten steckt. (Quelle: wiwo)

  • Bilster Berg? Läuft.

  • Nürburgring-Rückblick in der Rhein-Zeitung:

    Skandalgeschichte … Schleuder- und Schlingerkurs … Teilzeitpark … Abriss? … leere Gebäude … eingemottet … Prozesse … am Ring brennt es … Erpressung … Täuschung … aggressive Kampagne … Mahnbescheid … brüchiges Zweckbündnis … schwerer Schlag … schillernde Seifenblasen … Rechnungshof … Staatsanwaltschaft … Finger am Abzug …

    das sind so die Vokabeln, mit denen heutzutage über den Ring berichtet wird.

  • Die ZDF Reportage von neulich gibt es jetzt auch mit englischen Untertiteln. Bitte in Eurem internationalen Bekanntenkreis verteilen - gibt einen relativ balancierten Überblick zur aktuellen Situation.

  • Im Forum ist wieder richtig Leben in der Bude - prima!

  • SAAB hat Insolvenz angemeldet (via).

  • Wilhelm Hahne über Verschaukeln statt Transparenz - die Nürburgring Verpachtung und die Gutachter.


Donnerstag, 20. Oktober 2011

Mr. Medico.

Geschlossene Immobilienfonds haben den Nachteil, daß sie nur schwer wieder zu verticken sind. Zumindest nicht so einfach wie Aktien. Es hat sich aber ein Zweitmarkt gebildet um Anteile trotzdem zu handeln. Wie ich darauf komme? Jörg Lindner ist in seinem anderen Leben Geschäftsführer der Gebau Fonds GmbH und im Vorstand der Gebau AG, das sind die Firmen hinter den “Medico Fonds”.

Heute konnte man bei Wallstreet:Online etwas zur September Performance von geschlossenen Fonds lesen:

“Der niedrigste Kurs liegt im September bei 0,5 Prozent: Je ein Anteil am Medico 31, 32 und 33 konnte zu diesem Kurs vermittelt werden.”

Ich wußte ja, daß es um die Fonds nicht gut bestellt ist - aber 0,5 Prozent?! Das heißt wenn jemand 50.000 Euro über die Theke geschoben hat, “vermittelt” ihm der Zweitmarkt 250 Euro dafür. Hab mich sowieso schon gewundert, was ein Hotelier mit Immobilienfonds zu tun hat. Oder ist das umgekehrt?

Wie auch immer, zumindest die Landesregierung hat Qualifikationen gefunden, um geschätzte 640 Millionen Volkseigentum für die nächsten 20 Jahre verwalten zu lassen.


Freitag, 29. Juli 2011

Übrig Ns vom Freitag.
  • In England hat das Bezahlfernsehen zugeschlagen und die Hälfte der F1 Rennen der BBC abgegriffen. Die müssen sich die Übertragung jetzt aufteilen, d.h. die halbe Saison gucken die Nicht-Sky-Abonnierer in die Röhre. Die Grenzen zur Erpressung sind fließend. Bei uns laufen die ja (noch) parellel in RTL/Sky.

  • Marc Hennerici's Team steht beim 24h Spa auf Pole.

  • Aus der Reihe: "Kein Tag ohne Medico Nachrichten" gibt es hier wieder einen gewonnen Gerichtsprozess um Anspruch auf Schadensersatz.

    Wer die Zusammenhänge grad nicht so parat hat kann sich hier einlesen, Jörg Lindner ist im Vorstand der GEBAU AG. Neben seinen anderen Geschäftsführer- und Gesellschafterfunktionen bei Treufinanz und Lindner Firmen.


Samstag, 23. Juli 2011

Übrig Ns vom Freitag.
  • Bei den Aussagen von Jörg Lindner habe ich mir eine gesunde Skepsis angewöhnt, aber das hier kauf ich ihm sofort ab:

“Wir sind nicht dazu da, wenigen Menschen die Ausübung ihres Sports zu ermöglichen.”

Doch die Automotive richtet das Rennen nicht allein aus. Nach dem Zuschlag ließen Lindner und Richter zwei neue Firmen eintragen: Die Grand Prix Rheinland-Pfalz GmbH & Co. KG und als Komplementärin die Grand Prix Rheinland-Pfalz Verwaltungs-GmbH. Lindner und Richter sind jeweils einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer.

Im Klartext heißt das: Richter und Lindner verschieben mit der Konstruktion einen Teil ihres Geschäfts an andere Firmen und dennoch an sich selbst. Die Nürburgring Automotive GmbH muss laut Betriebspachtvertrag einen Großteil ihres Gewinns an die Nürburgring GmbH und somit das Land abführen. Ein Teil der Gewinne aber fällt nun bei anderen Firmen an – das Land geht leer aus.


Samstag, 18. Juni 2011

Samstags Übrig Ns Nachschlag.

Auffällig ist bei den ganz NAG-nahen Accounts, daß die sich nie mit ihrem Namen zu erkennen geben, sondern immer hinter solchen “Wir sind hier ein Social Media Team” Floskeln verstecken. Das ist so, wie wenn man als Kunde in ein Geschäft geht und der Verkäufer einen mit Maske und verzerrter Stimme begrüßt. Das ist doch mal eine Unterhaltung auf Augenhöhe:

Wir arbeiten im Team und führen die Diskussion auf diesem Account im Namen des Nürburgrings. Es handelt sich hier um unsere Social Media Abteilung, die zur Unternehmenskommunikation des Nürburgrings gehört. Da wir als Team zusammen arbeiten, werden keine einzelnen Mitarbeiter in den Vordergrund gestellt.


Freitag, 27. Mai 2011

Übrig Ns vom Freitag.
Mittwoch, 18. Mai 2011

Geschäftsführerinflation.

Der Geschäftsführer der Hockenheim-Ring Gmbh - Dr. Karl-Josef Schmidt - meldet in einer Rundmail, daß er ab 1.Juli 2011 als Geschäftsführer in die NAG eintritt.

Der Mann ist nicht zu beneiden, zumal die Legalität des aktuellen Pachtvertrages angezweifelt wird. Vielleicht haben die ja auch jemanden gesucht, der schon Ecclestone-Verhandlungserfahrung hat - hat das nicht geklappt in Australien?

Und was passiert mit dem jetzigen Geschäftsführer Jörg Lindner? Muß der sich um seine anderen Geschäfte kümmern?

UPDATE:

So ganz friedlich war der Abgang in Hockenheim wohl doch nicht. Hier auch noch was dazu.


Samstag, 19. März 2011

6-seitiger Wirtschaftswoche Bericht über das Erlebnis°Grab: Avanti Dilettanti!

Bei der Wirtschaftswoche, die zur Verlagsgruppe des Handelsblatt gehört, ist man tief in das Thema Nürburgring eingestiegen. Ganze 6 Seiten arbeiten das Thema aufwendig ab! Sowohl die jetzige Betreiberstruktur als auch die Historie der mysteriös verschleierten Finanzierung werden aufbereitet. Den Handelnden wird sachlich und unaufgeregt der Spiegel vorgehalten, ein aufwendig recherchierter Bericht zu den Machenschaften, die unsere Lieblingsrennstrecke so tief mit runter gezogen hat.

Das Heft gibt es seit heute am Kiosk zu kaufen, ich habe mir mal schnell ein’s besorgt, nicht daß irgendein Landgericht auf die Idee kommt es zu verbieten.

Hier schonmal eine kleine Vorschau mit ausgewählten Zitaten, im Gesamt-Zusammenhang liest es sich natürlich flüssiger:

Die Überschrift lautet:

“Bessere Investitionsruine”

und die Chronik ist betitelt mit:

“Avanti Dilettanti. Wie aus dem Neuanfang am Nürburgring ein Wirtschaftsskandal wurde.”

In der Einleitung:

“Noch redet Beck sich alles schön. (…) Davon wird nach der Landtagswahl am 27. März keine Rede mehr sein. Ist der Urnengang vorbei, werden die von der Regierung beauftragten Unternehmer Kai Richter und Jörg Lindner – Eigentümer des privaten Ring-Betreibers Automotive GmbH – dem Land die bittere Mitteilung machen, dass sich die Chose nicht rechnet.”

Zur Achterbahn-Reperatur:

“Selbst wenn es klappt, wird der Ring-Racer zumindest im ungemütlichen Eifel-Winter kaum mehr Besucher anlocken als ein Freibad.”

Zu den neuen Verwaltern:

“Richters Partner ist Chef der zum Familienunternehmen gehörenden Finanzierungsgesellschaft Gebau. Weder Landesvater Beck noch sonst jemanden in Mainz störte, dass Gebau negative Schlagzeilen machte und im Clinch mit Anlegern liegt, weil rund ein Dutzend der 55 von der Gebau aufgelegten geschlossenen Medico-Immobilienfonds in Schwierigkeiten steckt.”

“Der smarte Firmenjongleur war nicht nur mit seiner Projektfirma Mediinvest, sondern mit mindestens sieben weiteren Firmen am Ring aktiv. Zwischen diesen Unternehmen schob er, wie der Landesrechnungshof aufdeckte, Gelder munter hin und her.”

Zu Protest, Widerstand und Save The Ring:

“Unter den Gästen der „Blauen Ecke“ im nahen Eifel-Städtchen Adenau macht schon seit jeher das Wort „Ring-Mafia“ die Runde. Becks „Leuchtturmprojekt“ zur Förderung der Region stößt dort, wo es seinen Segen entfalten sollte, auf Unverständnis und eine Welle des Widerstands.”

In der „Grünen Hölle“ ist der Teufel los und in Brüssel stapeln sich die Beschwerden – von Europaabgeordneten der CDU und Grünen, der Fan-Initiative „Save The Ring“ sowie dem Verein „Ja zum Nürburgring“, hinter dem der frühere ADAC-Präsident Otto Flimm steckt.”

Alles prima Lesestoff - die Hoffnung auf einen so umfangreichen Artikel hatte ich eigentlich schon aufgegeben. Jetzt könnte es durchaus sein, daß die Diskussion neu befeuert wird.




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