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Samstag, 25. Januar 2020

Elektrischer Pohlbock Crosser.

Letzten Sonntag habe ich anläßlich der KTM Jungfernfahrt noch geschrieben, dass ein elektrischer Crosser mit 30 Min. Fahrzeit völlig ausreicht - und schon einen Tag später stolpere ich über diesen Artikel:

Die deutsche Firma Pohlbock (von Romano Pohl und Florian Bockstaller) entwickelt den eBock - einen elektrischen Crosser vergleichbar mit einer 250er Viertakt. Mit 8 Mappings und 350h wartungsfreier Laufzeit für den Motor.

Bei meiner neuen KTM steht nach 50h ein Kolbenwechsel an und nach 100h die große Revision: Ventile, Federn, Auflage und Teller neu, ebenso Pleuel mit Lager und Hubzapfen, dann noch Saugpumpe, Steuerkette, Motorlager und Freilauf.

Leider kostet die E-Variante noch 14.000 € - also quasi das Doppelte meiner aktuellen Investition.

Bemerkenswert wäre doch das spezielle Werbevideo ebenso wie die spezielle Location von Pohlbock.

Tolles Projekt - würde ich gerne mal testen!

Pohlbock | Motocross | Elektro |


Sonntag, 19. Januar 2020

Aus dem Fuhrpark: erste Ausfahrt mit dem neuen Viertakt-Crosser.

Der Zuwachs machte sich zwar schon 2 Wochen in der Garage breit, aber zünden konnte ich die KTM noch nicht, weil noch keine Strecke aufhatte. Bis gestern, da konnte ich in Andernach / Plaidt - also quasi meiner alten Heimat - auf der kleinen, aber anspruchsvollen Bahn mitfahren.

Da kamen also mehrere Sachen direkt auf einmal zusammen: seit 7 Wochen nicht mehr MX gefahren, ein funkelnagelneues Motorrad, zum ersten mal einen richtigen Crosser bewegt, dann noch mit Viertakt statt Zweitakt und das alles auf einer neuen Bahn.

Mike Frison / renn.tv

Als Anfänger in dem Sport war ich einigermaßen aufgeregt - immer spannend, wenn man sich neuen Situationen aussetzt. Aber im schönen Sinne.

Die Bahn war leicht zu finden, hatte eine etwas abenteuerliche Anfahrt, aber insgesamt eine schöne, gemütliche Anlage. Also genau das, was ich mir gewünscht hätte, als ich noch in Andernach gewohnt habe. Bin dort aufgewachsen - erst das Studium hat mich 1987 auswandern lassen.

Mike Frison / renn.tv

Im Vergleich zu dem Zweitakter ist der Viertakter schon um einiges pflegeleichter: kein Öl zum Benzin mischen, Kickstarter gibt es nicht mehr - nur noch elektrisch und dank Einspritzer ist sie bei jeder Temperatur auch direkt auf Knopfdruck einsatzbereit. Manchmal würde ich mir einen On-/Off Schalter wünschen, denn ein Zündschloss gibt es natürlich nicht und beim Rangieren kommt man schonmal aus Versehen an den Startknopf - bekommt man einen Schreck, wenn sie auf einmal losbollert.

Und Bollern kann die 350er ganz gut - steht kräftig im Futter und das hört man ihr auch an. Optisch sind die 250er/350er/450er kaum zu unterscheiden, da muss man sich schon auskennen und auf die Details achten.

Von der ersten Fahrt sind mir zwei Sachen in Erinnerung geblieben: die starke Motorbremse im Vergleich zum 2-Takt und die kräftige Traktion untenraus. Meine alte EXC 300 hatte zwar auch Bumms, aber brauchte schon eine Handvoll Gas und etwas Drehzahl. Das ist bei der 350er angenehmer: die viertaktet schön kräftig von unten raus aus den Kurven. Und wenn man Leistung braucht: einfach das Gas stehen lassen und Drehzahl sammeln, dann fährt das Motorrad ganz schnell mit mir - statt ich mit dem Motorrad. Und Drehzahl gibt es reichlich: der Begrenzer setzt erst bei schwindelerregenden 13.400 U/min. ein.

Mike Frison / renn.tv

Insgesamt war es eine schöne, problemlose Ausfahrt und ich konnte entspannt erste Erfahrungen sammeln und die Wintermüdigkeit aus den Knochen schütteln. Nicht schlecht für Mitte Januar. So ein neues Motorrad hat schon Vorteile: Reifen, Kette, Lager, Federung, Bremsbeläge … alles neu und spielfrei.

Mike Frison / renn.tv

Nach der ersten Fahrt bin ich mit der Wahl für die 350er sehr zufrieden: beeindruckend satte Leistung, aber nicht, dass man überfordert wäre - so wie es der 450er schonmal nachgesagt wird.

Mike Frison / renn.tv

Dank neuem Waschpark direkt um die Ecke habe ich uns noch vor der Heimfahrt eine Runde Beauty gegönnt. Eine schöne Anlage mit allem, was das Männerherz an einem matschigen Samstagnachmittag so braucht. Mit Herz für Crossfahrer - auch nicht selbstverständlich.

Mike Frison / renn.tv

Hört sich jetzt komisch an, aber der Dreck in Plaidt ist ein komplett anderer als der, in dem ich mich bisher gewälzt habe. Der Arnoldsweiler- oder Satzveymatsch ist im Vergleich richtig klebrig und aggressiv, darf man auch nicht über Nacht am Motorrad lassen, das greift gerne das Aluminium an. Könnte man in schlechten Zeiten wahrscheinlich als Betonersatz verwenden.

Die Crossmotorräder von heute sind schon feine Gefährte: haltbare Sportgeräte, leistungsfähig und pflegeleicht - das war nicht immer so.

Was mich wundert: dass die Elektronik noch so sparsam eingesetzt wird. Das hört sich jetzt widersprüchlich an, denn eigentlich bin ich ein Freund von einfacher und purer Mechanik. Aber bei einem solchen Sportgerät und weil sowieso schon Einspritzung am Start ist, wären konfigurierbare Einstellmöglichkeiten schon eine tolle Verbesserung. Jemand wie ich könnte den Drehzahlbegrenzer runtersetzen und eventuell auch die Leistung begrenzen - das würde mir den Einstieg erleichtern und auch das Material schonen. Dann wäre auch eine 450er kein Problem und man hätte Reserven nach oben.

Wenn wir in ein paar Jahren elektrisch diesen Sport ausüben können, dann wird das Standard sein, denn so ein Elektromotor lässt sich viel einfacher konfigurieren und per Software anpassen. Selbst mein Mellow Skateboard hat schon 4 Fahrmodi von Rookie bis Pro und in Kombination mit Computer oder Handy-Anschluss sind die Möglichkeiten quasi unbegrenzt. Das würde so einem aggressiven Crosser auch gut zu Gesicht stehen. Denn aktuell muss der Motor den Bereich von Einsteiger bis Rennfahrer ohne Einstellmöglichkeit abdecken. Zusätzlich zu der stufenlosen Leistungswahl mit der rechten Hand gibt es die Möglichkeit aus 2 Settings zu wählen (Map 1 und Map 2), aber ich bin aus Versehen erst mit Map 2 gefahren, konnte aber keinen Unterschied zu Map 1 feststellen.

Yamaha hat das wohl als Erster erkannt - die YZ Modelle erlauben vielfältige Einstellmöglichkeiten und man kann die Settings auch über Userforen untereinander austauschen. Sehr sinnvoll und bringt die Wettbewerber in Zugzwang - da wird die nächsten Jahre einiges passieren. Und wann wird es komplett elektrisch? Schwer zu sagen - optimistisch vielleicht in 3 oder 5 Jahren.

Wenn ich trainiere, komme ich an einem normalen Samstag so auf etwa 100 Minuten Fahrzeit bei 3–5 Turns. Mit Wechselakkus könnte man 30 Minuten Fahrzeit ins Motorrad stecken - das würde Gewicht sparen und man wäre für 1 Turn ausreichend befeuert. Aber Nachladen ist vor Ort wohl kaum möglich und die aktuellen Preise lassen es nicht zu, dass man sich mehrere Akkus anschafft. Da hat die Industrie noch einiges zu tun, damit die Preise purzeln.

Aber wenn es dann soweit ist, dann ist die Antriebsart natürlich nicht mehr aufzuhalten. Und der lautlose Sport würde auch niemanden mehr stören, sodaß die aktuellen Beschränkungen (z.B. nur 2 Tage pro Woche) wegfallen können.

Bis dahin also noch fossile Energie. Muss ich ein schlechtes Gewissen haben? Immerhin habe ich als Offset anzubieten nicht mehr mit dem Auto zur Arbeit zu fahren und in den Urlaub fliege ich eher sporadisch.

Fuhrpark | KTM350SXF | Motocross |


Sonntag, 12. Januar 2020

Ken Roczen gewinnt wieder!

Zweiter Lauf zur 2020er Supercross Meisterschaft - und der Sieger heißt Ken Roczen.

Der Superstar aus Deutschland hat einen heftigen Leidensweg hinter sich - auch schön zu sehen, dass Honda ihm treu geblieben ist.

Nachdem er im Januar 2017 und im Februar 2018 übelste Unfälle hatte, hoffen wir mal, dass er 2020 unbeschadet übersteht.

Roczen | Supercross | Motocross | Honda |


Sonntag, 05. Januar 2020

Kleiner Update von der KTM 350 SX-F.

Als Newbie im Motocross lass ich mich natürlich auch gerne beraten von Leuten, die das schon länger machen. Und wenn man schon weiß, dass man das Gerät nach einem Jahr wieder abgibt, dann legt man die originale Plastik auf Seite und schraubt günstige Nachbauteile dran zum Fahren.

Taadaa - blau/orange:

Kleiner Update von der KTM 350 SX-F.

So ein Satz neue Optik kostet übersichtliche 140 € und passt praktischerweise auf alle aktuellen KTM SX-F Modelle. Kann ich also bei der Neuen auch wieder verwenden, dann haben die Teile wahrscheinlich entsprechend Patina.

Das wäre die originale Optik:

Kleiner Update von der KTM 350 SX-F.

Dazwischen gab es etwas Striptease, habe ich ein paar Fotos gemacht, weil sooo sauber wird sie nie wieder:

Mike Frison / renn.tv

Kleiner Update von der KTM 350 SX-F.

Die schicke Kombo waren (sind?) Werksfarben.

Allez le bleu! :)

Fuhrpark | KTM350SXF | Motocross | Striptease |


Samstag, 04. Januar 2020

Neu im Fuhrpark: KTM 350 SX-F.

So eine nüchterne Zahlenkombination, aber so viele Emotionen, die für mich damit verbunden sind.

Ich komme gerade von Motocross Schmitz in Wißkirchen und habe diese Crossmaschine nagelneu in Empfang genommen:

KTM 350 SX-F

Und direkt eingeladen:

KTM 350 SX-F

Als ich heute morgen losgefahren bin, wusste ich selber noch nicht, welche es werden wird.

Ich wusste nur, dass ich sie beim Albert Schmitz kaufen wollte - nach dem Motto: Support Your Local Dealer - und ich mag auch seinen originalen Charakter, hat immer einen Spruch parat. Vielleicht kennen einige noch sein vorheriges Geschäft in Walberberg - da hingen die Trikots an einem Riesen-Kleiderständer im Wohnzimmer.

Jetzt also in Wißkirchen und während der Albert mir so die in Frage kommenden Modelle in die Halle schiebt, kommen die VLN-Größen Jörg Otto und Peter Becker durch die Tür. Na wenn das kein gutes Omen ist und ein großes Hallo gab es natürlich auch.

KTM 350 SX-F

Bei der Suche nach einem geeigneten Ersatz für meine 300er EXC dachte ich erst an eine 250er Zweitakt. Und musste feststellen, dass es eigentlich nur noch 2 Hersteller gibt: KTM (250 SX) und Yamaha (YZ 250). Auf dem Papier der 300er vielleicht garnicht so unähnlich - aber ein 2T Crosser ist mit einer 2T Enduro nicht zu vergleichen. Mit der 300er kann ich bequem im 3. Gang den ganzen Cross-Kurs fahren - Anfängertempo - das geht mit einer 250er Cross nicht. Die braucht Drehzahl und will fleißig geschaltet werden.

Bei den Viertaktern stehen eigentlich nur noch 250er und 450er zur Verfügung - jedenfalls bei Honda, Yamaha, Suzuki und Kawasaki. Nur KTM bietet auch eine 350er (seit 2011) - und Husqvarna, zu KTM gehörend, ebenfalls.

Mir hätte auch eine 250er genügt, die haben inzwischen auch als Viertakter 40 PS. Und starten im Wettbewerb sogar als Zweitakter und Viertakter direkt gegeneinander, da gibt es für die Viertakter keinen Hubraumbonus mehr. Die Dinger drehen heutzutage bis 13.000 U/min - das ist weit über Zweitaktniveau.

Die 450er haben richtig Bumms, gut 50 PS. Die 350er haben witzigerweise auch über 50 PS, aber die Kurve verläuft viel flacher. Hier habe ich mal ein Dynochart gefunden. Mit offiziellen PS Angaben halten sich die OEMs seit jeher zurück - auch so eine MX Spezialität.

Und das mit den Modelljahren muss man auch erstmal verstehen. KTM hat seine 2020er Modelle im Mai 2019 vorgestellt. Meine Neue ist eine 2019er - dadurch günstiger (7.290 €) - aber im Wesentlichen baugleich mit der 2020er. Und das ist auch der Grund, warum es keine 250er geworden ist - da waren die Vorjahresmodelle schon alle weg.

Der Plan ist ja sie ein Jahr im Training einzusetzen und dann wieder gegen eine Neue zu tauschen. Bin mal gespannt, wieviel ich drauflegen muss dafür. Und wieviel Betriebsstunden ich ihr aufbrumme.

Bis jetzt sind es nur 10 Warmlaufminuten:

KTM 350 SX-F

Die Motorräder starten nackt, was die Software angeht. Die muss erst aufgespielt werden, vorher weiß die Maschine noch nicht, was sie mal werden soll.

Hier habe ich noch ein Foto gefunden von meiner ersten KTM:

KTM 350 SX-F

Das war 1987 - da war ich zarte 22 Jahre alt und habe mich mit diesem Eisenhaufen rumgeschlagen. Die alten Rotaxmotoren konnten einen in den Wahnsinn treiben - aber als Wehrdienstleistender war ich damals froh mir überhaupt ein Motorrad kaufen zu können. Wie man sieht war ich aber mehr am Schrauben als am Fahren. Ich hoffe das wird mit dem neuen Maschinchen nicht so - inzwischen sind die Crosser wirklich zuverlässig geworden.

Das Motorrad hatte damals übrigens ein Freund gekauft - und er hat sie heute noch. Habe sie kürzlich wiedergesehen in einer Kölner Tiefgarage - original so wie auf dem Foto - da bekam ich aber weiche Knie.

Und wo wir gerade bei würdigen Zuhause meiner Ex-Motorräder sind, dieses Foto hat mir der Käufer der 300er EXC geschickt von ihrer neuen Heimat:

Mike Frison / renn.tv

Ziemlich sozialer Aufstieg zu meiner Rumpelkammer würde ich sagen! In der jetzt also ein funkelnagerneuer Crosser steht - das erste Mal in meinem Leben - und meine 3. KTM:

KTM 350 SX-F

Vielleicht sollte ich mal die Garage aufräumen?

Kann es jedenfalls kaum erwarten sie auszuprobieren - auf der anderen Seite eigentlich viel zu schade, um im Matsch eingesaut zu werden.

Fuhrpark | KTM350SXF | Motocross | Schmitz |


Sonntag, 08. September 2019

Ruhig im Blog.

Ja - stimmt. Liegt wie immer im Leben an der Zeit und den Prioritäten. Die Gründe sind relativ einfach: zum einen fahre ich immer öfter meinen kompletten Arbeitsweg mit dem Rad (60 km hin- und zurück) - da sind mit Umziehen und Duschen leicht 4 Stunden vom Tag aufgebraucht. Dann der normale Arbeitsalltag und die Familie möchte man ja auch noch sehen.

Mike Frison / renn.tv

Mit dem Fahrrad einmal durch Köln ist zwar eine einzige Katastrophe, aber ich mache es trotzdem. Stehe extra früh auf (inzwischen 4:30 h), um dem Chaos zuvorzukommen. Abends bin ich natürlich gekniffen.

Mike Frison / renn.tv

Muss jeder für sich selber wissen, aber mir gibt es ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich solche Distanzen regelmäßig mit dem Rad fahren kann. Es muss ja nicht immer die Tour Le Mans sein - aber die Regelmäßigkeit macht sich enorm bemerkbar. Da kommt kein Fitnessstudio mehr mit.

Mike Frison / renn.tv

Und man nimmt seine Umgebung intensiver wahr. Köln ist ja doch sehr abwechslungsreich.

Mike Frison / renn.tv

Was ich bedauere: dass ich weniger lesen kann. Das habe ich in der Bahn gern genutzt, aber man kann nicht alles haben.

Mit dem Auto fahre ich nur noch selten - aber hier kommt noch ein Grund für die Blogmüdigkeit - und da bin ich froh den Transit zu haben: ich möchte beim Crossfahren Fuß fassen. Bin jetzt ein paarmal regelmäßig mit der KTM auf der Bahn in Satzvey unterwegs gewesen - sturzfrei :) Es läuft immer besser, der Muskelkater hält sich in Grenzen und die Hände bekommen zarte Schwielen - alles nach Plan. Bin auch der Lahmste auf der Bahn, aber bekomme schon 5 Stints à 20 Min. hin. Das ist mir im Moment wichtiger als die rote Laterne. Die Kondition passt, liegt wohl am Radfahren. Als strammer Ü50er soll man zwar nicht mehr so große Sprünge machen, aber ich arbeite trotzdem dran.

Mike Frison / renn.tv

Wollte ich schon immer - ist ein Riesenspaß. Bisher war die 300er eher als Fotomoped an der Nordschleife unterwegs - dieses Jahr auch:

Mike Frison / renn.tv

Dafür ist sie doch eigentlich viel zu schade.

Wie immer bei solchen Sachen: man muß am Anfang immer ein paar Hürden erklimmen, bis man so einigermaßen in den Rhythmus kommt.

Wenigstens wisst Ihr jetzt, wo ich meine Energie verbrate, wenn ich sie nicht im Blog einsetze.

Nächste Woche übrigens mit Ansage - Alpenglühen steht wieder auf dem Programm :)

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Samstag, 27. Juli 2019

Mein alter Crosser hat ein neues Zuhause gefunden.

Bei Herbert Machnitzki:

Mike Frison / renn.tv

Da ist sie in guten Händen - und wird sich wahrscheinlich selber wundern über den Speed, den sie auf ihre alten Tage noch freisetzt! Wobei - ist erst 29 das Maschinchen - also im besten Alter :)

Übrigens - eine Adresse, die Ihr Euch auch ruhig mal merken könnt, wenn Ihr eine gute und ehrliche Motorradwerkstatt im Raum Kerpen sucht:

www.hm-moto.de

Leider bekomme ich jetzt aber dadurch nicht mehr Platz in der Garage, weil die war eh schon ausgelagert.

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Samstag, 18. Mai 2019

90. Geburtstag von Otto Flimm.

Am 18. Mai 1929 wurde Otto Flimm in Köln geboren - und er kann nicht nur auf ein langes, sondern auch sehr bewegtes Leben zurückblicken.

Und damit der Blick nach vorne nicht zu kurz kommt, hat er diesen Lebensabschnitt - seinen heutigen 90. Geburtstag - gebührend gefeiert.

Mike Frison / renn.tv

In der feinen Festhalle des Phantasialandes - und über 200 Weggefährten sind seiner Einladung gefolgt. Sogar eine persönliche Videobotschaft von Jean Todt wurde eingespielt - und die großen Lebensbaustellen von Otto Flimm sind neben seiner Familie, vielen lokalen Engagements in Brühl und der Firma Kabänes: Motocross, ADAC und Nürburgring.

Mike Frison / renn.tv

Selbst mit stolzen 90 Jahren ist er sich immer treu geblieben: ein Unruhepol mit großem Herz und feuriger Leidenschaft - vehemment stemmt er sich gegen die gesundheitlichen Rückschläge der jüngsten Zeit. Und feiert erstmal eine große Party!

Mike Frison / renn.tv

Vielen Dank Otto Flimm für die vielen Kämpfe für die richtige Sache - möge noch eine lange und schöne Zeit vor Ihnen liegen!

Dem 19. Juni fiebern jetzt alle gespannt entgegen - dann soll das Urteil in der Klage von Ja zum Nürburgring verkündet werden. Das ist genau am Mittwoch, bevor es Donnerstags mit dem 24h-Rennen losgeht - hätte man nicht besser einplanen können. Ja gut - haben sich auch immerhin 4 Jahre Zeit gelassen.

Flimm | Brühl | Phantasialand | JaZumNürburgring |


Mittwoch, 01. Mai 2019

Honda stellt elektrischen Crosser vor.

Die japanischen Giganten wachen so langsam auf - hier der Prototyp in Action - sieht schon ziemlich reif aus:

youtu.be/Yj3U3G75QuY

Ist ungewohnt, aber hat was.

Der Klassiker am Anfang: ein Fotograf peilt nicht, dass der gerade losfahren will - will beinahe umgesäbelt. Silent Power.

Honda | Elektro | Motocross | Prototyp |


Samstag, 09. März 2019

Buchvorstellung: Die Flucht der Ameisen - von Ulrich C. Schreiber.

Ich hatte ja schon die Faszination angedeutet, die das Buch auf mich ausübt. Und promt war auch ein treuer Blogleser direkt so nett, es mir über die Wunschliste zukommen zu lassen.

Und nur eine Woche später habe ich die 450 Seiten auch schon durch - das kommt davon, wenn man Bahn statt Auto fährt.

Es liegt aber auch an dem Buch selber, das gleichzeitig sehr spannend, aber auch interessant ist.

Als Autor muss man sich normalerweise in eine Thematik gut einarbeiten, damit die anschließend entstehende Geschichte schlüssig und tiefgründig ist. Ich hatte ja mal Wegkreuzungen mit Michael Preute alias Jacques Berndorf, der auch immer intensiv recherchiert, bevor er seine Krimis zu Papier bringt. Er hatte da als Kriegsberichterstatter und Spiegel-Autor auch Recherche-Erfahrungen, auf die er zurückgreifen konnte.

Umgekehrt geht es aber auch: man ist Spezialist für ein bestimmtes Fachgebiet und eignet sich das Romanschreiben an. So hat es nämlich Ulrich Schreiber gemacht, der im normalen Leben den Professoren-Titel führt und an der Hochschule Duisburg-Essen Geologie lehrt. Und der auch den richtigen Nachnamen für diese Aufgabe hat.

Ich weiß nicht, wie es Euch ging, aber das Fach Geologie übte auf mich in der Schule keine besondere Faszination aus. Dabei ist es ein sehr spannendes Thema und eng mit unserer eigenen Geschichte verbunden.

Wir sind früher gerne von Andernach aus zum Laacher See gefahren - zum Schwimmen, Zelten, Joggen - die Gegend ist ein schönes Ausflugsziel. Auch zugefroren hat der See seine Reize, man muss ja nicht gleich mit dem Auto drauffahren.

Motocross-Fahren stand (steht!) immer hoch im Kurs, vorzugsweise in einheimischen Bimskaulen - so heißen die Baggerlöcher, die es rund um Andernach in großer Anzahl gibt. Bims, Lava, Basalt - alles reichlich vorhanden und auch in den Häusern vorzugsweise als Baumaterial im Einsatz.

Wenn man mit neuen Leuten zum ersten Mal nach Andernach fährt, dann wundern die sich immer, warum die Landstraßen überall höhergelegt sind. In Wirklichkeit sind die Felder neben den Straßen ausgebimst worden - so heißt das, wenn man 2-x Meter der oberen Schicht als Bims abträgt. Was vielen Bauern ordentlichen Wohlstand beschert hat.

Natürlich weiß man auch, dass Vulkane an den Bodenschätzen schuld sind, sie haben vor langer Zeit alles ausgespuckt. Muss ziemlich monströs gewesen sein, aber schon lange her. Lange? Wir reden beim Laacher See über etwas mehr als 10.000 Jahre und das ist erdgeschichtlich ein Wimpernschlag: Wären die 4 Milliarden Jahre, die etwa dem Alter der Erde entsprechen, umgerechnet 24 Stunden, dann wären 10.000 Jahre nur 2 Sekunden.

Und es brodelt im Laacher See auch immer schön - zwar kein aktiver Vulkan, aber inaktiv kann man das auch nicht nennen.

Ulrich Schreiber nimmt das zum Anlass, um das Szenario darzustellen, wenn aktuell ein Vulkan ausbrechen würde. Und er packt das auch in eine sehr schöne, spannende Geschichte - sein Geologe aus der Hauptrolle wohnt mit Familie sogar in Köln - noch eine Parallele zu meinem eigenen Leben.

Daher waren bei mir bei den Beschreibungen der Orte, dem Pendeln im Berufsverkehr usw. direkt die passenden Bilder im Kopf. Das ist natürlich keine Voraussetzung, um den Roman gut zu finden, aber es macht ihn für Einheimische nochmal extra fesselnd.

Ich habe sogar die Idee im Kopf, die beschriebenen Orte zu besuchen, um nach vulkanischen Artefakten gezielt Ausschau zu halten. Der Vulkan der Geschichte - die Hohe Buche - ist natürlich Pflichtprogramm. Bei der hohen Defenderdichte im Bekanntenkreis sollten sich eigentlich auch Exkursionswillige finden lassen.

Ihr merkt schon: das Buch hat sich einen festen Platz bei mir erobert und ich kann es wirklich sehr empfehlen. Ohne Vulkane gäbe es auch keinen Nürburgring und wenn Ihr Euren Horizont auf unterhaltsame Weise etwas erweitern wollt, dann ist Die Flucht der Ameisen eine lohnende Lektüre.

Buchvorstellung | UlrichSchreiber | Vulkan | LaacherSee | Ameisen | Vulkanausbruch |


Freitag, 09. Februar 2018

Prof. Pennig die Zweite.

Wer schon mal Ärger mit dem Schlüsselbein hatte weiß, dass dieser Knochen fast bei jeder Bewegung zum Einsatz kommt. Umso unangenehmer, wenn er durchgebrochen ist. Oder zertrümmert - so wie das bei meinen Motocross Eskapaden im Herbst 2013 hinbekommen habe.

Damals war ich sehr froh in guten Händen gelandet zu sein, denn 5 Einzelteile zusammenzupuzzeln ist auch für erfahrene Chirurgen eine Herausforderung.

Heute - 4,5 Jahre später - weiß ich wie gut diese Operation tatsächlich verlaufen ist, denn das Schlüsselbein ist so gut wie neu - nicht die geringsten Probleme.

Hier ist mein Eintrag von damals - Prof. Pennig, der Chefarzt des St. Vinzenz in Köln - hatte witzigerweise auch schon Kai und Gerri auf dem OP Tisch.

Nachdem ich letzte Woche von einem nicht-autonomen Fahrzeug aus dem Kreisverkehr torpediert wurde und eigentlich die Tapferkeitsmedaille verdient hätte, weil mich das KH Wesseling mit gebrochenem Querlenker zur Arbeit geschickt hatte, war mir natürlich sehr gelegen an einer akkuraten Wiederherstellung.

Also habe ich mich wieder in die Obhut des St. Vinzenz begeben, um mich von Prof. Pennig zusammenschrauben zu lassen. Hier die Aufnahme: für die fünf Schrauben werden 5 Löcher gebohrt, die 5 Gewinde geschnitten, um die kleine Platte mit den 5 Schrauben zu fixieren - da ist echtes Handwerk und Präzision gefragt.

Prof. Pennig die Zweite.

Morgen soll ich wieder entlassen werden und in echter Fanboy Manier musste ich natürlich noch ein Selfie mit dem Chefarzt machen:

Prof. Pennig die Zweite.

Ich bin ja fast schon Stammkunde. Der Doc meinte auch er hätte sich bemüht die beiden Narben schön symmetrisch anzuordnen. Aber so angenehm das auch ist, sanft zur Vollnarkose einzuschlafen, um dann zusammengeschraubt wieder aufzuwachen - mein Bedarf an OPs und mein Vorrat an Schlüsselbeinen wäre jetzt erschöpft. Von daher hätte ich nichts dagegen, wenn die jetzt bis zu meiner Entsorgung nicht mehr zerbrochen werden.

Apropos Entsorgung: in den paar Tagen, in denen ich hier war, haben sie unten im Hof 3 Särge verladen (Korrektur während ich schreibe: 4) - der Leichenwagen parkt immer zwischen den gelben Tonnen und den Altglascontainern. Die hohe Frequenz hat aber eher mit der angeschlossenen Hospiz als mit der Qualität des Krankenhauses zu tun.

Jedenfalls kann ich meine Empfehlung von damals heute nur wieder bestätigen: falls ihr mal so eine Verletzung habt und Wert darauf legt, dass das ordentlich gemacht wird - meldet Euch bei Prof. Pennig und seinem Team - Ihr werdet keine besseren Fahrwerksspezialisten finden.

Schlüsselbein | Clavicula | Pennig | Vinzenz | Fahrrad | Unfall | Kreisverkehr |


Mittwoch, 01. November 2017

KTM: Motocross Weltmeister Tony Cairoli testet MotoGP Bike.


Mittwoch, 02. August 2017

Das Wahlen-Theater beim DMSB.

Das Wahlergebnis steht, aber für Kart, Rallye und Motorrad Straßensport hat der DMSB die Fahrervertreter selber bestimmt - entgegen dem Wahlergebnis.

Weil die so eine Klausel haben, dass der Fahrervertreter mindestens 25% (!) der Stimmen auf sich versammeln muss. Und mindestens müssen 50 Stimmen insgesamt abgegeben worden sein.

Bei 25% wäre z.B. die SPD längst raus.

Hier alle Ergebnisse:

  • Bergrennen - gewählt Wolfgang Glas (41%).
  • Kart - gewählt Jürgen Grondahl (12 Stimmen / 100%) - vom DMSB bestimmt: Gerd Noack.
  • Rallye - gewählt Klaus Osterhaus (31 Stimmen / 16% - vom DMSB bestimmt: Christian Riedemann (26 Stimmen / 13%).
  • Rundstrecke - gewählt Pierre Kaffer (31 Stimmen / 23%) - vom DMSB gnädigerweise auch so abgenickt.
  • Slalom - gewählt Hans-Martin Gass (133 Stimmen / 83%).
  • Off-Road - 0 abgegebene Stimmen - Uwe Amm und Björn Urbach vom DMSB bestimmt.

Und bei Motorrad:

  • Bahnsport - auch 0 abgegebene Stimmen.
  • Enduro - gewählt Derrick Görner (24 Stimmen / 100%) - vom DMSB auch so abgesegnet.
  • Motocross - gewählt Christian Brockel (27 Stimmen / 100) - so vom DMSB abgesegnet.
  • Straßensport - geteilt in Klassik und Rundstrecke, gewählt Thilo Wotzka (17 Stimmen / 39%) und Peter Schulte Wien (13 Stimmen / 30%) - vom DMSB Thilo Wotzka bestätigt, aber Dario Giuseppetti für Rundstrecke bestimmt. Der sich nichtmal die Mühe gemacht hat, sich zur Wahl aufzustellen.
  • Trial - gewählt und bestätigt Lisa Marie Eck (24 Stimmen / 80%).

Große Unterschiede zwischen den Sportarten, da scheinen einige besser untereinander organisiert und vernetzt zu sein als andere.

DMSB | Fahrerwahl |


Donnerstag, 20. Juli 2017

Ken Roczen sitzt wieder auf dem Motorrad!

Er hat seit seinem Unfall vor 6 Monaten einiges an Operationen über sich ergehen lassen müssen.

Roczen |


Montag, 18. April 2016

[Update 2] eMXM: Ein ernstzunehmender Elektrocrosser.

Natürlich bin ich Zweitaktfan - schließlich sind wir alle damit großgeworden. Ich würde mir auch nie eine Elektroheckenschere kaufen, solange es die auch in der knatternden Variante noch gibt. Da freut man sich selber beim Gartenwerkzeug, wenn das rasselnd sauber am Gas hängt. Schlimm genug, dass man Rasenmäher nicht mehr als Zweitakt bekommt.

Und die Einschläge für die stinkende Spezies kommen immer näher - hier kommt der nächste Destroyer angeschlichen:

Die eMXM.

Ein Prototyp, der das Zeug hat in (Klein-) Serie zu gehen. Und mit dem inzwischen beim ganz normalen Motocross Rennsiege eingefahren werden. Ja - richtig gelesen - die Säuselrakete tütet regelmäßig die versammelten Krachmeier ein.

Die technischen Daten verschlagen einem die Sprache: 750 Nm am Hinterrad. Zum Vergleich: die 1300er Hayabusa - das Referenzmotorrad schlechthin - ist mit 155 Nm angegeben. Da muss man sich schon im Sportautobereich umschauen, aber selbst der 6,2L Mercedes SLS kommt nur auf 650 Nm. Kann man gar nicht glauben!? Hab ich da was missverstanden? Falsch gelesen?

Im Netz bin ich dann auf dieses Video gestoßen und ganz ehrlich: wer da nicht Lust bekommt der Spannung freien Lauf zu lassen, der fährt halt weiter mit Benzin (hinterher).

youtu.be/juH-DIsGZOY

Ich find’s rattenscharf und würde gerne mal selber ausprobieren, wie sich sowas anfühlt.

Und natürlich eine Riesenchance für den Cross-Sport, da kann sich keiner mehr über den Lärm aufregen.

Starkes Projekt, da werden wir sicher noch von hören. Also jetzt nicht hören im Sinne von hören … Ihr wisst schon was ich meine.

UPDATE:

Zu dem Thema Drehmoment sind diese Emails reingekommen, wusste doch dass da was faul ist ;)

Ich vermute mal, die angegeben 750 Nm Drehmoment beziehen sich explizit auf das Hinterrad, nicht auf den E-Motor. Und ich spekuliere mal, dass dieser Wert durch die Übersetzung zustande kommt, das effektive Moment des Motors dürfte deutlich niedriger liegen. Wenn es so ist, wäre das ein cleverer Marketingtrick ;-)

Die angegebenen Referenzfahrzeuge Hayabusa und MB SLS haben an den Antriebsrädern auch deutlich mehr als das Drehmoment des Motors. Die Übersetzungen des Getriebes und der HA müssen mit eingerechnet werden.

Ja, stimmt - am Hinterrad - steht auch so auf der Webseite.

Und die zweite Mail:

Du vergleichst allerdings Äpfel und Birnen, wenn du das Hinterraddrehmoment mit dem Motordrehmoment vergleichst.

Es gilt: Hinterraddrehmoment = Gesamtübersetzungsverhältnis * Motordrehmoment (* Wirkungsgrad)

Deswegen ist die Angabe des Motordrehmoments ohne Angabe des Übersetzungsverhältnisses, wie es die “Fachmagazine” gerne machen, meistens sinnlos. Die meisten drehmomentstarken Motoren drehen oftmals niedriger als zB Saugmotoren, damit ist dann bei gleicher Leistung (=proportional zu Drehmoment*Drehzahl) natürlich das Übersetzungsverhältnis deutlich anders ausgeführt. Im Bild siehst du ja auch, dass das Kettenblatt am Hinterrad gewaltig ist!

Ja, das Monsterkettenrad hat mich auch stutzig gemacht, hab ich soo groß auch noch nie gesehen vorher.

Danke für Eure Mails!

UPDATE 2:

Ich habe auch die eMXM Leute mal angeschrieben für ein paar Hintergründe und die Antwort von Sebastian kam sofort:

Am Motor liegen ca. 125Nm an. Letztendlich ist entscheidend was am Rad ankommt und da haben wir 44PS und über 700Nm, es ginge mehr, aber wir haben aus Kostengründen, nicht das aktuellste an Akkus an Bord. Im Rennen fahren wir teilweise 1/3 weniger damit wir über die Runden kommen:-) Mal sehen was sich für nächstes Jahr tut, diese Rennsaison muss es nochmal so gehen.

Jaja, die Kosten. Wieviele Akkus hätte man wohl hierfür kaufen können? Aber ich bin mir sicher, dass die Akku-Industrie für die nächsten Jahre noch ein paar Überraschungen für uns auf Lager hat - dann geht´s richtig ab! :)

eMXM | Strom | Elektro | Motocross |


Freitag, 30. Oktober 2015

Übrig Ns vom Freitag.

Natürlich bin ich Zweitaktfan - schließlich sind wir alle damit großgeworden. Ich würde mir auch nie eine Elektroheckenschere kaufen, solange es die auch in der knatternden Variante noch gibt. Da freut man sich selber beim Gartenwerkzeug, wenn das rasselnd sauber am Gas hängt. Schlimm genug, dass man Rasenmäher nicht mehr als Zweitakt bekommt.

Und die Einschläge für die stinkende Spezies kommen immer näher - hier kommt der nächste Destroyer angeschlichen:

Die eMXM.

Ein Prototyp, der das Zeug hat in (Klein-) Serie zu gehen. Und mit dem inzwischen beim ganz normalen Motocross Rennsiege eingefahren werden. Ja - richtig gelesen - die Säuselrakete tütet regelmäßig die versammelten Krachmeier ein.

Die technischen Daten verschlagen einem die Sprache: 750 Nm am Hinterrad. Zum Vergleich: die 1300er Hayabusa - das Referenzmotorrad schlechthin - ist mit 155 Nm angegeben. Da muss man sich schon im Sportautobereich umschauen, aber selbst der 6,2L Mercedes SLS kommt nur auf 650 Nm. Kann man gar nicht glauben!? Hab ich da was missverstanden? Falsch gelesen?

Im Netz bin ich dann auf dieses Video gestoßen und ganz ehrlich: wer da nicht Lust bekommt der Spannung freien Lauf zu lassen, der fährt halt weiter mit Benzin (hinterher).

youtu.be/juH-DIsGZOY

Ich find’s rattenscharf und würde gerne mal selber ausprobieren, wie sich sowas anfühlt.

Und natürlich eine Riesenchance für den Cross-Sport, da kann sich keiner mehr über den Lärm aufregen.

Starkes Projekt, da werden wir sicher noch von hören. Also jetzt nicht hören im Sinne von hören … Ihr wisst schon was ich meine.

UPDATE:

Zu dem Thema Drehmoment sind diese Emails reingekommen, wusste doch dass da was faul ist ;)

Ich vermute mal, die angegeben 750 Nm Drehmoment beziehen sich explizit auf das Hinterrad, nicht auf den E-Motor. Und ich spekuliere mal, dass dieser Wert durch die Übersetzung zustande kommt, das effektive Moment des Motors dürfte deutlich niedriger liegen. Wenn es so ist, wäre das ein cleverer Marketingtrick ;-)

Die angegebenen Referenzfahrzeuge Hayabusa und MB SLS haben an den Antriebsrädern auch deutlich mehr als das Drehmoment des Motors. Die Übersetzungen des Getriebes und der HA müssen mit eingerechnet werden.

Ja, stimmt - am Hinterrad - steht auch so auf der Webseite.

Und die zweite Mail:

Du vergleichst allerdings Äpfel und Birnen, wenn du das Hinterraddrehmoment mit dem Motordrehmoment vergleichst.

Es gilt: Hinterraddrehmoment = Gesamtübersetzungsverhältnis * Motordrehmoment (* Wirkungsgrad)

Deswegen ist die Angabe des Motordrehmoments ohne Angabe des Übersetzungsverhältnisses, wie es die “Fachmagazine” gerne machen, meistens sinnlos. Die meisten drehmomentstarken Motoren drehen oftmals niedriger als zB Saugmotoren, damit ist dann bei gleicher Leistung (=proportional zu Drehmoment*Drehzahl) natürlich das Übersetzungsverhältnis deutlich anders ausgeführt. Im Bild siehst du ja auch, dass das Kettenblatt am Hinterrad gewaltig ist!

Ja, das Monsterkettenrad hat mich auch stutzig gemacht, hab ich soo groß auch noch nie gesehen vorher.

Danke für Eure Mails!

UPDATE 2:

Ich habe auch die eMXM Leute mal angeschrieben für ein paar Hintergründe und die Antwort von Sebastian kam sofort:

Am Motor liegen ca. 125Nm an. Letztendlich ist entscheidend was am Rad ankommt und da haben wir 44PS und über 700Nm, es ginge mehr, aber wir haben aus Kostengründen, nicht das aktuellste an Akkus an Bord. Im Rennen fahren wir teilweise 1/3 weniger damit wir über die Runden kommen:-) Mal sehen was sich für nächstes Jahr tut, diese Rennsaison muss es nochmal so gehen.

Jaja, die Kosten. Wieviele Akkus hätte man wohl hierfür kaufen können? Aber ich bin mir sicher, dass die Akku-Industrie für die nächsten Jahre noch ein paar Überraschungen für uns auf Lager hat - dann geht´s richtig ab! Von dem Motorrad gibt es bisher übrigens 2 Stück - ich hoffe die vermehren sich. :)

eMXM | Strom | Elektro | Motocross |


Sonntag, 08. September 2013

Wer Ken Roczen mal live erleben möchte: 28./29.Sep. in Teutschenthal.

Dann ist nämlich Motocross of Nations.

Hat übrigens einen tollen Instragram-Feed: instagr.am/KenRoczen94.

Tags: KenRoczen | Motocross | Teutschenthal


Clubrennen vom MSC Arnoldsweiler.

Gestern war wieder einer dieser Samstage, wo man sich entscheiden musste: bei einem Event zugucken (Mofarennen Kell mit Brings) oder bei einem Event mitmachen. Ich hab mich für letzteres entschieden und bin mit der 300 EXC im Gepäck nach Arnoldsweiler gefahren, um weiter an meiner Kondition zu arbeiten. Schaffe immerhin schon 10 Runden am Stück, so langsam ist Land in Sicht. Weil der Club auch internes Rennen hatte, hab ich die Kamera mit eingeladen und ein paar Fotos gemacht.

So sehen Sieger aus, der kleine unerschrockene Nachwuchsstar hat beide Rennen für sich entscheiden können.

Aus den paar Bildern sind dann doch 400 geworden, habe sie der Einfachheit halber in ein renn.tv Facebook Album gepackt.

Tags: Arnoldsweiler | Motocross




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