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Donnerstag, 30. April 2020

Das VLN-Rennen im Vorprogramm zur Formel 1 Demo (2007).

Zu der Geschichte Formel 1 auf der Nordschleife vom Dienstag - bzw. von vor 13 Jahren - gibt es noch einen Nachtrag.

Solche Bilder kennt man eigentlich eher aus den 50ern - Fotograf und Zuschauer direkt am Formel 1 Auto - Hammerfoto:

Mike Frison / renn.tv

Dirk Adorf und Hermann Tilke haben sich auch den Hatzenbach zum Gucken ausgesucht - und auch gleich den Mike gespottet:

Mike Frison / renn.tv

Sagte ich schon, dass viel los war?

Aber es gab ja auch einen VLN Lauf vor dem Nick Heidfeld Auftritt - und wie ich mir so die Bilder anschaue, dachte ich das kann ich Euch unmöglich vorenthalten.

So sah das vor genau 13 Jahren zur VLN aus, keine Achterbahn, aber dafür hohe N-Dichte:

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mikefotos |


Dienstag, 28. April 2020

Die Geschichte zum Foto - Nick Heidfeld im F1 auf der Nordschleife - heute vor 13 Jahren.

Das war ein bewegender Moment und es gab richtig viele Zuschauer - keiner wollte den Formel 1 auf der Nordschleife verpassen.

Es war zwar meine Idee, aber an der Durchführung selber war ich nicht mehr beteiligt.

Dafür konnte ich mir in Ruhe überlegen, wo und wie ich das wohl als Foto festhalte.

Da es nach dem VLN Lauf geplant war, war es schon recht spät - der Stand der Sonne spielt auf der Nordschleife beim Fotografieren immer eine große Rolle. Also entschied ich mich für Hatzenbach in Fahrtrichtung links von der Strecke, um etwas Zuschauer und Atmosphäre einfangen zu können.

Und es war klar: der Schuss musste sitzen - diese Gelegenheit kommt nie wieder.

Mein bestes Objektiv - das 300 / 2.8 - erlaubt auch nicht soviele Varianten, zu nah darf man damit nicht an der Strecke sein.

Es ist schon erstaunlich, was einem alles gelingt, wenn man konzentriert arbeitet und im Vorfeld gut plant.

Hier ist das Resultat - 1/640 bei 3,5er Blende und ISO 100 (Canon 1D MkII) - ohne Crop und Nachbereitung:

Nick Heidfeld im F1 auf der Nordschleife - heute vor 13 Jahren.

Bin ich heute noch mächtig stolz drauf - das können wahrscheinlich eher Leute nachvollziehen, die selber schonmal versucht haben etwas ernsthafter zu fotografieren. Man wächst mit seinen Aufgaben! Zumal ich ja nur zum Spaß fotografiere.

Ein kleines Video hatte ich auch erstellt bei der Gelegenheit - aber da ging es mir mehr um die akustische Kulisse. Man ahnt aber auch die Geschwindigkeit - also wegen dem Foto jetzt ;)

Was man alles so findet, wenn man etwas Zeit hat im Müßiggang und die Festplatte durchforstet.

SauberF1 | Nordschleife | Heidfeld | Mikefotos |


Donnerstag, 16. April 2020

Die Werksfahrer von BMW hatten sich die Saison sicher anders vorgestellt.

Müssen bei dem schönen Wetter zuhause in der Bude (z)hocken:

Zuerst Laguna Seca (USA), dann die Nürburgring-Nordschleife (GER) – und dann der virtuelle Formel-E-Pretest: Auf die BMW Werksfahrer warten in den kommenden Tagen drei Sim-Racing-Großereignisse.


Freitag, 27. März 2020

Kinozeit.

Bier auf, Chips raus - Le Mans und Nordschleife in einem Film.

Von Porsche:

youtu.be/Lvbkr-nXpjE

UPDATE:

... nachdem ich mir direkt den Film angesehen habe: 11 von 10 Punkten - richtig gut. Sehr geerdet, 100%ig die Stimmung sowohl in Le Mans als auch am Ring eingefangen und keine Scheu, auch mal Niederlagen einzugestehen oder Probleme zu dokumentieren.

Sag ich doch immer: Motorsport ist nicht das Siegerpodest, es sind die Stories. Und hier wurden viele sehr geschickt miteinander zu einer tollen Dokumentation verwoben. Kennt man so von Porsche eigentlich nicht, aber die Freude so einen Film zu sehen ist viel größer, wenn es authentisch ist.

Unbedingter Guckbefehl und zur jetzigen Zeit auch das perfekte Timing, um die Racing-Gemeinde etwas aufzumuntern. Danke an Porsche, Manthey & Hochkant Film - ganz stark.

LeMans | LM24 | N24h | Porsche | Manthey |


Freitag, 13. März 2020

Notwendige Veranstaltung.

Die VLN Einstellfahrt soll ohne Zuschauer stattfinden.

Die Nordschleife ist also dann abgeriegelt?

(..) die für den kommenden Samstag (14. März) geplante Fahrzeugpräsentation der Nürburgring Langstrecken-Serie im ring°boulevard abzusagen. Als weitere Maßnahmen werden auch die Tribünen und das Fahrerlager nicht für das Publikum geöffnet.

Kein Wort über die Nordschleife - und DA hält sich ja die Mehrzahl der Zuschauer auf.

Den Testtag trotz der Gesundheitsgefahren durchzuziehen trägt Züge der Borniertheit, die die F1 in Melbourne gezeigt hat. Angereichert mit Geldgier, Arroganz und Sturheit.

Am besten wäre, die Teams bleiben zuhause.

Zakspeed hat das schön formuliert:

Nachdem die Bundesregierung beschlossen hat und eindringlich empfiehlt, alle Veranstaltungen die nicht notwendig sind, abzusagen, kommen wir unserer Verantwortung als Unternehmen nach und nehmen nicht an den Einstellfahrten der NLS teil.

Die NLS hält es da eher wie Donald Trump: nicht verantwortlich.

Ich hatte ja am Mittwoch eine reine datenbasierte Prognose zum Coronavirus erstellt - da wäre die Million am 13. April erreicht. Inzwischen hat sich die Entwicklung weiter beschleunigt, allein 29% Wachstum von Mittwoch auf Donnerstag (Verdopplung alle 2,7 Tage) und die Million wäre jetzt rechnerisch schon am 3. April fällig. Und wir reden hier nur über Deutschland.

Natürlich hoffe ich wie alle, dass diese Entwicklung gebremst werden kann. Oder dass sich der Anstieg der Zahlen auch durch die vermehrten Tests begründet.

Der Kreis Mayen-Koblenz hat inzwischen schon heftige Corona-Einschläge zu verzeichnen inklusive Schulen, die betroffen sind - man wähnte sich ja gut vorbereitet und ich habe das extra abgespeichert.

Das hat aber nichtmal eine Woche gehalten - hier ist der Ereignisticker für diesen Landkreis in Ring-Rufweite. Man hat gestern eine Verfügung erlassen, die Veranstaltungen über 75 Personen strikt verbietet und alle anderen nur unter hohen Auflagen zulässt.

Für den Kreis Ahrweiler habe ich nur diese generelle Infoseite gefunden - mit einer Telefonnummer, die nicht einmal am Wochenende besetzt ist. Auch wurden keine Fallzahlen veröffentlicht. Laut dieser Karte gibt es in AW noch keine Infektion, dafür aber in den Nachbarlandkreisen.

Am heftigsten finde ich diese Meldung aus MYK von gestern:

Eine 87-jährige aus Brey wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Sie besuchte am 7. März die Veranstaltung Wonderfrolleins Musik der 50er und 60er Jahre in Brey.

Möchte nicht wissen, wie hoch da der Altersdurchschnitt bei der Veranstaltung war.

Zu COVID-19, also der Krankheit, die durch den Virus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, gab es heute hier bei New York Times einen interessanten Podcast.

Ich hatte mich immer gefragt, was unter "mildem Krankheitsverlauf" gemeint ist. Die Antwort kam im Podcast, das ist alles, was nicht ins Krankenhaus muss - also inklusive Lungenentzündung:

But there’s something I wanted to say that was important. I described, in our first interview, that 80% of all cases were mild, and the other 20% were either severe or critical. And that stuck in too many people’s minds as if, oh, 80% of cases are practically nothing. You don’t even have it. Maybe it’s asymptomatic. No. That’s wrong. The Chinese study that was based on — everything was either mild, severe, or critical. Mild included everything from “barely any symptoms” to pneumonia, but pneumonia not needing hospitalization or oxygen. Once you stepped over into needing oxygen, then you were severe. Once you were in organ failure, you were critical. So if people think this is a mild disease, get over that idea.

In Österreich bereiten sie übrigens gerade eine Messehalle in Wien vor als Groß-Lazarett, das im ersten Schritt 880 Betten Platz bieten soll. Die Notwendigkeit für solche monströsen Einrichtungen wurde auch im NYT Podcast klar:

If you have coronavirus, you’re going to go into isolation with a lot of other people who have coronavirus. Even if you have a very mild case, you’re going to go in with all the other mild cases, because they know cases can crash. It’s a pretty common phenomenon that people are going along OK with some breathing difficulty, and then in the second week, they crash. Their oxygen saturation drops, and they need oxygen. And in those cases, in the isolation centers in China, when you might be in a gymnasium with 1,000 other people, when you crashed, they recognized it right there. There was no wait, and they would move you to a hospital.

Die Krankheitsverläufe können von einem Moment auf den anderen kritisch werden - dann heißt es sofort ins Krankenhaus und an die Sauerstoffpumpe. Deshalb werden die infizierten Leute zu Hunderten einkaserniert, damit sie lückenlos überwacht werden können.

Also in China jetzt - nicht hier bei uns. Bei uns wird noch fröhlich Party gefeiert und Testfahrten veranstaltet. Weil - siehe oben - notwendige Veranstaltung.

Coronavirus | Langstrecke |


Sonntag, 08. März 2020

VLN lässt den Breitensport-Deckmantel fallen.

Passt zur feindlichen Übernahme:

"Die größte Motorsportmeisterschaft der Welt"

Drunter machen sie es heutzutage nicht mehr.

Ist das die neue Sprachregelung? Dabei ist das einzige Pfund, das sie haben, die Nordschleife. Das wissen die russischen Besitzer natürlich auch. Nicht erst jetzt, sondern bereits als sie die 70 Mio. dafür auf den Tisch gelegt haben.

Um die VLN unter Kontrolle zu bringen, mussten sie nichtmal großartig Geld investieren - da reichte klassisches Unterwandern.

Inzwischen ist von der ehemals familiären VLN nur noch eine seelenlose Hülle übrig - aber da kann man ja auch den letzten Funken Leben rauspressen.

Der große Erwachen kommt spätestens, wenn die Hersteller den Verbrenner-Motorsport nicht mehr als Marketing unterbringen können. Dauert auch nicht mehr lange.


Sonntag, 23. Februar 2020

Aus arbeitslosem Fernseher wird Nürburgring-Fenster.

Das ist mir viel zu stürmisch draußen für Karneval, also habe ich die Zeit genutzt um die Wetterseite zu aktualisieren. Da waren ein paar Webcams ausgefallen - leider geht auch der schöne Regenradar der Uni Bonn immer noch nicht.

Gibt aber immer noch genug Info: 20832.com/wetter.

Und wo ich gerade so schön dabei war, hab ich mir auch noch ein Nürburgring-Fenster für Arme gebastelt fürs Büro:

Mike Frison / renn.tv

Der arbeitslose Fernseher hatte sich sowieso gelangweilt.

Könnt Ihr auch mal probieren, skaliert auf 100% in der Breite bei Refresh alle 60 Sekunden - synchron zu Rettis Upload.

Da wird einem trotz Usselwetter doch gleich wieder warm ums Herz!

Retticam | Wetter | Webcam | Nordschleife |


Mittwoch, 19. Februar 2020

Stuck nicht mehr DMSB Präsident.

Hat von jetzt auf gleich hingeschmissen und der DMSB versucht die Fassung zu bewahren.

Nichtmal das Ende seiner Amtszeit konnte er abwarten - das wäre am 18. April der Fall.

In das Amt eingesetzt wurde er am 21. April 2012.

Auch wenn man sich bemüht irgendwelche Glanzleistungen aus dieser Zeit hervorzuheben: da war nicht viel.

dmsb.de:

Das Thema Sicherheit, das ihm schon als Aktiver sehr am Herzen lag, trieb er dabei mit zahlreichen Initiativen voran – neben vielen Detailverbesserungen wird dabei insbesondere sein Engagement rund um die Nürburgring-Nordschleife in Erinnerung bleiben. Unter Stucks Leitung setzte sich der DMSB stark für den Erhalt der Streckenlizenz der Nordschleife ein, die in dieser Zeit auch durch viele bauliche Maßnahmen sicherer wurde.

Bei dem Thema gehen die Meinungen aber weit auseinander.

Kleiner Rückblick auf 2015, als er die Mär vom Anruf von Jean Todt verbreitete. Damit er nicht in die Geschichte eingeht, als der DMSB Präsident, unter dessen Ägide ein Nordschleifen-Rennen mit Tempolimit ausgetragen wurde.

Vermerk für die Geschichtsbücher: 2015 wurde unter der Präsidentschaft von Hans-Joachim Stuck das 24h-Rennen auf der Nordschleife unter Tempolimit ausgetragen.

Dann erzählen sie noch was von:

Zu den vielen Neuerungen in Stucks Amtszeit gehört beispielhaft auch die Einführung einer DMSB-App für Smartphones, die zunehmend als wichtiges Kommunikations- und Informationsmittel sowie als elektronischer Lizenznachweis dient.

Da müssen sie schon die Themen bei den Haaren herbeiziehen, um überhaupt irgendetwas positiv klingendes in den Abschiedstext zu bekommen.

Mike Frison / renn.tv

Und weil ihnen dann schon die Luft ausgegangen ist, haben sie noch weitläufig Stuck´s Motorsporterfolge zelebriert. Die sind zwar beeindruckend, nützen der Förderung des Motorsports unter seiner Präsidentschaft aber herzlich wenig.

Er hinterlässt jedenfalls einen motorsportlichen Totalschaden in Deutschland und die Sportler können froh sein, dass er weg ist. Ich fürchte nur, dass die Nachfolge nicht viel besser werden wird. Der DMSB hat schließlich einen Ruf zu verlieren.

Stuck | DMSB |


Montag, 10. Februar 2020

Otto Flimm heute verstorben.

Traurige Nachricht, Otto Flimm ist heute von uns gegangen.

Oder besser gesagt gefahren - das war irgendwie auch nicht anders von ihm zu erwarten. Denn nicht eine Krankheit oder gar Altersschwäche haben sein langes und aufregendes Leben beendet, sondern ein Unfall. Natürlich war er trotz seiner 90 Jahre und amputiertem Bein fahrend unterwegs - und da ist ihm mit seinem Elektromobil ein Schlagloch zum Verhängnis geworden, weil es ihm ein Rad abgerissen hat:

Nach all den Herausforderungen der letzten Jahre, in denen sich Otto Flimm immer wieder mit schweren Erkrankungen auseinandersetzen musste und sie überlebt hat, war es ein simples Schlagloch, in dem ein Rad seines Mobiles abbrach und so seinen schweren Sturz herbeiführte.

Wenn man hier im Blog Flimm in der Suche eingibt, dann ist die Ergebnisliste fast endlos. Und reicht zurück bis in meine bloggenden Anfänge. Im Mai hatte ich noch die Ehre bei seiner grandiosen Geburtstagsfeier zum 90. teilzunehmen - und nichtmal ein Jahr später sitze ich traurig vor dem Bildschirm, um einen Nachruf zu verfassen.

Otto Flimm

Otto Flimm ist einer der einzigartigen Menschen, die einem nur selten im Leben begegnen. Wenn überhaupt! Voller Tatendrang und Lebensfreude, aber auch integer und dem Gemeinwohl verpflichtet. Und ein zäher und ausdauernder Kämpfer - das haben wir Freunde der Nordschleife und des Nürburgrings immer wieder feststellen dürfen.

Die Otto-Flimm-Straße als offizielle Adresse des Nürburgrings ist eigentlich ein viel zu schüchterner Hinweis darauf, was der Ring ihm zu verdanken hat.

Otto Flimm

Denn eigentlich müsste die komplette Grand Prix Strecke seinen Namen tragen - ohne ihn gäbe es sie nicht.

Otto Flimm

Er hat da nie großen Wind drum gemacht - aber wir wissen alle, dass es stimmt.

Denn auf ihn war Verlass, wenn es darum ging sich schützend vor die Nordschleife oder den Nürburgring stellen.

Otto Flimm

Er hatte die besten Verbindungen, war finanziell unabhängig und hatte ein großes Herz für den Rennsport. Und wenn es stürmig wurde, war er in vorderster Reihe zu finden. Und egal was passiert ist: klein beigeben war für ihn keine Option.

Otto Flimm

Otto Flimm

Otto Flimm

Otto Flimm

Otto Flimm

Otto Flimm

Otto Flimm

Otto Flimm

Otto Flimm

Otto Flimm

Otto Flimm

Ich selber habe ihn ja erst erlebt, als es dem Ring an den Kragen ging. Aber als Baujahr 1929 und erfolgreicher Motorsportler war sein Leben viel mehr als das.

Otto Flimm

Auch wenn er das selber wahrscheinlich vehement abgelehnt hätte, so hoffe ich doch sehr, dass man ihm irgendwann mal ein Denkmal setzt.

Wenn nicht ihm, wem dann?

Otto Flimm

Danke lieber Otto Flimm - am Nürburgring und in unseren Herzen wirst Du ewig weiterleben.

Flimm |


Donnerstag, 07. November 2019

Rekorde werden auf der Nordschleife jetzt nach Gewichtsklassen eingestuft.

Den Anfang macht der Audi Q8 in der Klasse über 2,5 Tonnen.


Dienstag, 05. November 2019

Penske kauft Indianapolis Rennstrecke.

Und die Indy Car Rennserie gleich mit dazu.

Das ist ja so, als würde ein reicher Russe die Nordschleife kaufen und die VLN gleich mit vereinnahmen.

Oh ... warte ...


Donnerstag, 17. Oktober 2019

Ralf Schumacher Interview - im Beyond The Grid Podcast.

Interessante Einsichten, z.B. über Williams oder Toyota. Aber auch über die Ambitionen seines Sohnes David.

Wobei Ich ihn ja eher nach der Kartbahn in Kerpen Manheim befragt hätte. Oder warum er damals die Aktion auf der Nordschleife im Toyota abgelehnte - was ja dann Nick Heidfeld im BMW F1 übernommen hat.

Schumacher | BeyondTheGrid | Manheim | Toyota | Formel1 |


Sonntag, 08. September 2019

Ruhig im Blog.

Ja - stimmt. Liegt wie immer im Leben an der Zeit und den Prioritäten. Die Gründe sind relativ einfach: zum einen fahre ich immer öfter meinen kompletten Arbeitsweg mit dem Rad (60 km hin- und zurück) - da sind mit Umziehen und Duschen leicht 4 Stunden vom Tag aufgebraucht. Dann der normale Arbeitsalltag und die Familie möchte man ja auch noch sehen.

Mike Frison / renn.tv

Mit dem Fahrrad einmal durch Köln ist zwar eine einzige Katastrophe, aber ich mache es trotzdem. Stehe extra früh auf (inzwischen 4:30 h), um dem Chaos zuvorzukommen. Abends bin ich natürlich gekniffen.

Mike Frison / renn.tv

Muss jeder für sich selber wissen, aber mir gibt es ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich solche Distanzen regelmäßig mit dem Rad fahren kann. Es muss ja nicht immer die Tour Le Mans sein - aber die Regelmäßigkeit macht sich enorm bemerkbar. Da kommt kein Fitnessstudio mehr mit.

Mike Frison / renn.tv

Und man nimmt seine Umgebung intensiver wahr. Köln ist ja doch sehr abwechslungsreich.

Mike Frison / renn.tv

Was ich bedauere: dass ich weniger lesen kann. Das habe ich in der Bahn gern genutzt, aber man kann nicht alles haben.

Mit dem Auto fahre ich nur noch selten - aber hier kommt noch ein Grund für die Blogmüdigkeit - und da bin ich froh den Transit zu haben: ich möchte beim Crossfahren Fuß fassen. Bin jetzt ein paarmal regelmäßig mit der KTM auf der Bahn in Satzvey unterwegs gewesen - sturzfrei :) Es läuft immer besser, der Muskelkater hält sich in Grenzen und die Hände bekommen zarte Schwielen - alles nach Plan. Bin auch der Lahmste auf der Bahn, aber bekomme schon 5 Stints à 20 Min. hin. Das ist mir im Moment wichtiger als die rote Laterne. Die Kondition passt, liegt wohl am Radfahren. Als strammer Ü50er soll man zwar nicht mehr so große Sprünge machen, aber ich arbeite trotzdem dran.

Mike Frison / renn.tv

Wollte ich schon immer - ist ein Riesenspaß. Bisher war die 300er eher als Fotomoped an der Nordschleife unterwegs - dieses Jahr auch:

Mike Frison / renn.tv

Dafür ist sie doch eigentlich viel zu schade.

Wie immer bei solchen Sachen: man muß am Anfang immer ein paar Hürden erklimmen, bis man so einigermaßen in den Rhythmus kommt.

Wenigstens wisst Ihr jetzt, wo ich meine Energie verbrate, wenn ich sie nicht im Blog einsetze.

Nächste Woche übrigens mit Ansage - Alpenglühen steht wieder auf dem Programm :)

MikesBlog | Fahrrad | mdRzA | Blogger | MotoCross | 300EXC |


Sonntag, 18. August 2019

Alleinrennen.

Diesen Begriff gibt es wirklich, obwohl man ja normalerweise für ein Rennen Gegner braucht.

Bin ich hierüber gestolpert, wo ein Raser jemanden überfahren hat.

Die Formulierung wurde im Zusammenhang mit dem relativ neuen §315d des StGB als neues Wort geschöpft - das ist der Raserparagraph.

Betonung liegt auf StGB - für Strafgesetzbuch. Denn da droht statt Punkten oder Geldstrafe direkt Gefängnis.

Nicht nur für den der fährt, sondern auch für den der ausrichtet oder durchführt.

Da können wir ja echt froh sein, dass bei den Touristenfahrten keiner dabei ist, der

"(..) sich als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen."

Denn wer möchte schon gerne ins Gefängnis?

Auch gut, dass BMW keinen 315d im Programm hat, weil da wären die Kalauer vorprogrammiert!

Fehlt jetzt nur noch, dass in der Öffentlichkeit ein allgemeines Tempolimit diskutiert wird, weil das kann die freie Kraftfahrstraße Nordschleife überhaupt nicht gebrauchen.

Oh ... warte ...

StGB | Alleinrennen | 315d | Gefängnis | Touristenfahrten |


Die Classic Isle of Man TT musste ihre heute Session absagen, weil nicht genug Marshals gekommen sind.

Das Problem ist durch die Länge 3x größer als an der Nordschleife - ihnen fehlen heute über 80 Marshals! Wieviele brauchen die wohl insgesamt? Und eine Überfahrt ist ja auch ziemlich teuer und die Marshals immer nur von der Insel zu rekrutieren ist nicht so einfach.

Gary Thompson:

What I don’t want to do is close the road, get everyone in place, have everyone waiting and then find we can’t hold the qualifying session, so we have decided to give everyone plenty of notice and cancel today’s session and concentrate on getting Marshal numbers in place for Monday night.

Und natürlich ist es eine - die eine! - öffentliche Straße, die man nicht umsonst sperren möchte.

IOMTT | ClassicTT | Marshals |


Mittwoch, 03. Juli 2019

Neben der inoffiziellen Lauda-Links auf der Nordschleife ...

... bekommt Niki Lauda auch ganz offiziell eine Rechtskurve in Spielberg.


Sonntag, 23. Juni 2019

24h-Rennen 2019 - Mikebericht.

Eigentlich wollte ich am Donnerstag wieder um die Nordschleife wandern - so wie in den Vorjahren. Aber nachdem keiner mitwandern wollte, ich mir auch schon dachte, dass ich es sowieso mir schon vorstellen könnte, was mich erwartet - und … am wichtigsten: die KTM war frisch inspektioniert und ich war echt heiß drauf, damit zu fahren.

Also Plan B, Moped einladen und ab zum Ring. Wo ich natürlich von Regen empfangen wurde - war ja klar. Ich hatte mir vorgenommen zur Hohen Acht zu fahren, wo ich auch - pitschnass - angekommen bin. Die Aussicht hat aber entschädigt, pünktlich zum Training der Classic war ich da:

Mike Frison / renn.tv

Sowieso: die Classic - früher “Egon’s 500” - sollte mein Highlight werden. Meine Einstellung zu den BoP’ten Kaufautos der 24h ist ja inzwischen bekannt.

Auch an der Hohen Acht blieb es nicht ohne Zwischenfälle - und Abbruch:

Mike Frison / renn.tv

Ging aber bald weiter - der Ausflug hatte sich gelohnt.

Mike Frison / renn.tv

Für die Startaufstellung musste ich früh aufstehen, konnte dafür aber ein paar Bekannte treffen. Marc …

Mike Frison / renn.tv

… Olaf …

Mike Frison / renn.tv

… aber auch Walter Hornung:

Mike Frison / renn.tv

Bin dann zum Schwalbenschwanz, Olaf ließ ordentlich fliegen:

Mike Frison / renn.tv

Das Rennen war der Hit, die Autos ziemlich sensationell - von Golf 1 bis Ford GT - alles dabei.

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Dieser Peugeot ist witzig, …

Mike Frison / renn.tv

… denn da fährt Carlos Tavares mit. Wie auch später im 24h auf einem Astra. Der CEO von Peugeot, der Opel gekauft hat, fährt mit Brot-und-Butter Autos des Konzerns - und kaum einer bekommt es mit. Lässig - kann man nicht anders sagen.

Michael Küke hat das Rennen gewonnen, was mich sehr gefreut hat. Hab versucht ihm zu gratulieren, aber habe ihn das ganze Wochenende nicht zu Gesicht bekommen.

Dafür aber dieses geile Setup:

Mike Frison / renn.tv

Die 300 EXC ist sein Fahrerlagerroller.

Mike Frison / renn.tv

Schnelle Pause beim Retti - ui, was ist das?

Mike Frison / renn.tv

Ein Dakar Mini - hat 100 Liter Diesel getankt. Durch das Seitenfenster. Damit war der Tank 1/3 voll. 3L 6-Zylinder, drückt 1000Nm.

Treffpunkt für das Top Qualifying war Hohe Acht, hatte sich ja schon bewährt. Chris Kohlhaas gab sich die Ehre - natürlich auch mit 300 EXC.

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Sollte sich lohnen, die Aussicht war Hammer und die GT3 nehmen die Passage voll:

Mike Frison / renn.tv

Damit waren die ersten zwei Tage schon durch - und mein Zweitaktöl alle. Bin zu Albert Schmitz gefahren - Mechernich liegt ja auf dem Weg zum Ring. Da sollte man sich nicht zu lange aufhalten, sonst kommt man auf dumme Gedanken!

Mike Frison / renn.tv

Ich hatte mir überlegt, was ich wohl beim Rennstart mache. Auf jeden Fall nicht das, was alle machen - also keine Startaufstellung. Wo hat man eine gute Übersicht - und kommt man gut hin? Mit der KTM kommt man überall gut hin, also habe ich mich für Metzgesfeld entschieden - gute Wahl:

Mike Frison / renn.tv

Denn da sitzt auch die wahre Rennleitung:

Mike Frison / renn.tv

Und die Szene dort hat sich einen Stromanschluß organisiert - es läuft kein einziger Generator. Welch Wohltat.

Vor dem Start ist auch VW’s Elektroauto ausgerückt, wollte ich unbedingt sehen:

Mike Frison / renn.tv

Ist schon ein Geschoss, lautlos und schnell - wie aus einem Science Fiction. War den Zuschauern aber irgendwie egal. Der Publikumsliebling war - natürlich …

Mike Frison / renn.tv

… der Manta!

Und eine ganz besondere Spezies, die gibt es nur am Metzgesfeld:

Mike Frison / renn.tv

Der Code 60 Hase!

Der Vorsprung von Maxi Götz nach einer halben Runde:

Mike Frison / renn.tv

Hab mir den Spaß noch eine Weile angeguckt und dann ab nach Breidscheid.

Mike Frison / renn.tv

Ich finde, man sollte es ihnen nicht sagen - bin gespannt, ob das Schild so wieder nächstes Jahr dort hängt:

Mike Frison / renn.tv

Nach schönen Fotomotiven:

Mike Frison / renn.tv

… und fetter Action:

Mike Frison / renn.tv

… hieß der Treffpunkt - ihr ahnt es schon - Hohe Acht. Diesmal aber andere Seite. Von da aus noch zur Steilstreckenkurve:

Mike Frison / renn.tv

Top Stimmung überall!

Als es dunkel wurde, dachten wir es wäre nochmal Zeit bei der Rennleitung vorbeizuschauen:

Mike Frison / renn.tv

Die wurde auch direkt mal N-fiziert - und wir kulinarisch verwöhnt:

Mike Frison / renn.tv

Die haben dort alles schwer im Griff:

Mike Frison / renn.tv

Ich bin dann noch im Fahrerlager abgehangen, bis es langsam wieder hell wurde. Das Mantadrama hat über Nacht die Welt auf Spannung gehalten:

Mike Frison / renn.tv

Meinen Kaffee nach der Nacht auf der Bus-Ladefläche habe ich mir im Pressezentrum gezogen, da waren noch nicht alle einsatzbereit:

Mike Frison / renn.tv

Aber es gab unterhaltsame Geschichten - das Rennen hatte ja auch genug an Drama zu bieten:

Mike Frison / renn.tv

Dieser Roller ist bemerkenswert - der erste Sticker ist von 2003:

Mike Frison / renn.tv

Und dieser - ich war an meiner letzten Station, am Hatzenbach für die Abschluss-Pommes, angekommen:

Mike Frison / renn.tv

Elektrisch, aber schon 10 Jahre alt. Wolfgang Weber vertreibt sie sogar - und er war ebenfalls traurig, dass es Alta Motors nicht mehr gibt.

Es war ein beeindruckender Event und dieses Jahr hat er mich gut mitgerissen - hat riesig Spaß gemacht. Ich musste aber auch daran denken, dass zeitgleich direkt um die Ecke mit Ende Gelände mächtig demonstriert wurde - CO2, Braunkohle, unser Energiehunger, Verantwortung für nachfolgende Generationen - es hat schon etwas von Dekadenz, wenn man dies völlig ignoriert. Immerhin geht es morgen wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit - ich habe mir die Sachen schon rausgelegt.

Und ich hatte auch den Eindruck, dass die Leute mehr auf ihren Müll achten - besser wäre natürlich man würde ihn ganz vermeiden.

Mike Frison / renn.tv

Hier noch meine Fotoauswahl - sind wieder ein paar nette Aufnahmen dabei:

N24h | Mikebericht |


Mittwoch, 05. Juni 2019

Rundenrekord: 6:05 (!) im VW Elektro-Rennwagen mit Romain Dumas.

Vor ziemlich genau einem Jahr hat VW bei dem Pikes Peak Rennen für heftige Schlagzeilen und eine schnelle Rundenzeit gesorgt: der hektisch zusammengedengelte und “ID-R” getaufte Rennwagen, der auf dem Norma basierte, den Romain Dumas schon selber in Pikes Peak privat eingesetzt hatte (mit Gesamtsieg!), hatte den Fabelrekord von Sébastien Loeb gebrochen.

Wir erinnern uns: damals hatte Peugeot den Le Mans Stecker ziehen müssen und so standen sie ohne Motorsportprogramm, aber mit ganz vielen LMP1 Ersatzteilen arbeitslos in der Werkstatt rum. Was lag näher, als einen 208 T16 Pikes Peak zu bauen.

Ob das schon der Zenit des Verbrennermotors war?

Jedenfalls meinte ich letztes Jahr im Juni, dass die 19,99 km von Pikes Peak ziemlich genau den 20,832 km der Nordschleife entsprechen - und VW sieht das wohl ähnlich. Denn gestern - nach akribischer Vorbereitung - haben sie mit 6:05 die Eifel elektrisiert. 6:05! Gäbe es nicht die 5:19 vom Porsche LMP1 und Timo Bernhard vom letzten Jahr - man würde vor dem Elektroauto auf den Knien rutschen. Denn bisher war Stefan Bellofs 6:11 das Maß der Dinge - und diese Zeit ist von 1983. Unvorstellbar!

Die Stefan Bellof Runde bleibt für mich persönlich das Größte - egal was passiert - aber der Respekt vor den VW-Konzern-Runden wird dadurch nicht geschmälert. Ob die 5:19 jemals unterboten werden wird? Ich glaube nicht.

Dass es jedoch noch einmal gelingt, die 6:11 zu schlagen, das hat schon Klasse. Und ist eigentlich nur mit Konzern-Power möglich - echtem Werkssport also. VW hatte für den Rekord 2 (!) identische Autos vor Ort, da wurde nichts dem Zufall überlassen.

In den Diskussionen, die natürlich jetzt emotional entbrannt sind, sollte man nicht vergessen, dass die 20,832 km Streckenlänge tatsächlich 1983 zum letzten Mal vom Top-Motorsport benutzt wurde (Langstrecken WM / Gruppe C). Weil nebenan die Grand Prix Strecke gebaut wurde - dank Otto Flimm! - die dann 1984 eingeweiht wurde. Da kamen also einige Zufälle zusammen - später wurde diese Streckenvariante von der sport auto für ihren Supertest entdeckt. Und hat bis heute einen hohen Stellenwert - die Grenzen zum Touristenverkehr sind fließend und in so manchem Ringtool wird leider auch die Stoppuhr aktiviert.

Brendan Keirle - leider nicht mehr unter uns - hat es mit BTG noch einmal vereinfacht - Dale Lomas führt die Tradition fort.

Und wo wir schon bei dem Thema Rundenzeiten sind: der Nürburgring - oder wie auch immer sie sich heute offiziell nennen - will es jetzt sogar als Geschäftsmodell ausschlachten. Wer mich länger kennt, weiß dass ich seit den Anfängen hier (2000) gegen Rundenzeiten argumentiere. Aus einfachem Grund: den Touristenfahrten den Renncharakter und damit die Schärfe zu nehmen, ist nicht einfach - man fährt auf einer RENNstrecke, mit Zuschauern, Curbs, Start + Ziel - inzwischen sogar Streckenposten. Jede Maßnahme, die den Charakter entschärft, ist sinnvoll. Wenn jetzt der Veranstalter und Organisator der Touristenfahrten ebenfalls Rekordfahrten durchführt, dann schneidet er sich in´s eigene Fleisch - langfristig gedacht ist das jedenfalls nicht. Sind wir wieder auf Richter-Lindner-Niveau? Mitnehmen was geht?

In zwei Wochen wissen wir mehr, dann wird in Luxemburg beim EuG das Ja zum Nürburgring Urteil erwartet.

Jetzt bin ich ordentlich abgedriftet, aber allgemein werden die Zusammenhänge leider auch zu oberflächlich betrachtet. Etwas Einordnung kann ja nie schaden - und 6:05 sind ein gigantischer Erfolg. Es wird auch der Elektromobilität helfen, denn die volle Leistung für diese Distanz abzurufen, erfordert einige technische Klimmzüge. Wir stehen erst am Anfang der Entwicklung, aber eine elektrische Rennserie würde dem Ring gut zu Gesicht stehen. Die bräsige VLN wird das nicht gebacken bekommen - modern kommt in deren Wortschatz nicht vor.

Vielleicht erkennen Andere die Zeichen der Zeit besser - wie wäre es mit einem 4 Runden Rennen? WTCC oder die alte DTM fahren auch kurze Distanzen - Spannung pur. Energiemanagement wäre die große Herausforderung, nachtanken kommt ja eher nicht in Frage aufgrund der Zeitdauer. Und einen zakspeedmäßigen Tankwechsel würde ich vom Reglement her auch ausschließen - zu einfach.

Die Formel E fährt inzwischen ihre Rennen durch - immerhin schnell genug für Stadtkurse. Da müsste es doch auch für den Tourenwagensport Varianten geben. Ich fände es jedenfalls sehr spannend und technisch reizvoll: dicke Batterien und schweres Auto - oder lieber Leichtbau?

Viele elektrische Rundenrekorde werden wir jedenfalls erstmal nicht mehr sehen, dafür hat VW die Latte zu hoch gelegt. Also niedrig - bezogen auf die Rundenzeit. Ihr wisst was ich meine. Oder verschiebt die elektrische Ära die Dimensionen? Müssen wir uns an solche Zeiten gewöhnen? Die 6 Minutengrenze, die geknackt werden will? Ich kann es mir nicht vorstellen.

VW hat auch eine Onboard veröffentlich - jedenfalls nennen sie es so:

youtu.be/9iZY5IMn0wg

Bei Pikes Peak hatten sie ja ordentlich verwachst - Ton und Bild asynchron. Da kennt sich der renn.tv Mike aus! Aber warum müssen die das mit Hubschrauberaufnahmen mixen? Gerade dann umblenden, wenn man anfängt sich einzugrooven? Warum fragen die nicht jemand, der Ahnung hat? Besser als nichts - aber das kann ja wohl nicht der Maßstab sein. Bitte VW: pure ungeschnittene Onboard ohne alles, ok?

Volkswagen | Rundenrekord | Elektro | Dumas |


Freitag, 24. Mai 2019

Niki Lauda.

Dieses Interview ist von 2003 - die Chance hatte sich bei den Ferrari Days ergeben.

Mike Frison / renn.tv

Daran musste ich denken, als ich die Bilder von den Nikifizierten Toro Rosso's aus Monaco gesehen habe:

Danke NIKI - Toro Rosso Monaco 2019

War ein Guter - und wird ewig mit der Nordschleife verbunden bleiben. Das mit dem Schriftzug ist wahrscheinlich österreichischer Zufall - aber die Idee, dass sich die Freunde der Nordschleife verbinden - siehe Interview - gefällt mir viel besser. Und überhaupt: es gibt keine Zufälle.


Freitag, 05. April 2019

Die Tempolimit Befürworter haben die benötigten 50.000 Unterschriften für den Bundestag erreicht.

Wir werden also jetzt öfter über dieses Thema lesen.

Auch solche Sachen wie:

... dann sollen die Raser doch auf dem Nürburgring fahren.

Wie schon früher erwähnt wird das nicht viel nützen, denn die Nordschleife ist als Kraftfahrstraße deklariert und daher auch vom Tempolimit betroffen.

Wer es nicht glaubt, kann ja mal einen scharfen Blick auf die Webcam in Breidscheid werfen - man erkennt das Schild ganz gut.


Freitag, 15. März 2019

VLN bekämpft die GT3-Geister, die sie rief.

Der VLN gleitet das Heft des Handelns aus der Hand - und das sollte niemanden überraschen. Das ist der Preis, wenn man sein Reglement auslagert, so wie es die VLN 2009 gemacht hat, als sie nicht nur mit der SP9 den internationalen GT3s den roten Teppich ausgerollt hat - sie hat auch noch dafür gesorgt, dass der Gesamtsieg nur mit einem solchen Auto eingefahren werden kann, denn die Konkurrenzklassen wurden entsprechend kastriert.

Das erste GT3-Auto war die Mintgen Viper - und inzwischen haben so ziemlich alle Hersteller Werkseinsätze am Ring in der engeren Auswahl - besonders beim 24h-Rennen. Angefangen hat also alles vor genau 10 Jahren:

Mike Frison / renn.tv

Das war quasi der Anfang vom Ende - genau wie der Sarkophag, der zeitgleich am Ring entstanden ist:

Mike Frison / renn.tv

Zugegeben, ich hänge emotional an den SP-Autos, die damals rausgekegelt wurden. Aber man muss sich auch erinnern, dass dieser Wandel ohne Not vollzogen wurde, nur dem Profitgedanken der Riege um Peter Geishecker folgend. In den GT3 Jahren haben sich nach und nach alle namhaften Hersteller am 24h-Rennen abgearbeitet - zum Wohle der beteiligten Organisationen und Dienstleister.

Und nachdem man mit der GT3 so gute (= profitable) Erfahrungen gemacht hatte, wurde der Spielplatz auch für weitere Klassen (GT4, TCR) geöffnet - wodurch natürlich die Kontrolle über das technische Reglement immer weiter aus der Hand gegeben wurde. Freiwillig.

Mike Frison / renn.tv

Dabei waren die SP-Klassen eine tolle Erfindung: 11 Rennen im Jahr (VLN + 24h) reichten als Betätigungsfeld für einen extra aufgebauten Rennwagen, die Fahrzeuge waren perfekt für die Nordschleife optimiert und die Vielfalt sorgte für einen stabilen Unterbau. Das Reglement war dabei immer selbstbestimmt und wenn es eine sinnvolle Änderung gegeben hätte, dann wäre das die Abnabelung vom DMSB gewesen. Denn den braucht eine Rennserie, die sowieso nur auf einer Rennstrecke unterwegs ist, noch weniger als die anderen.

Heute gibt es kaum noch Eigenbauten, neben den FIA Klassen haben zahlreiche CUP Engagements der Hersteller die Handwerkskunst des Rennwagenbauens weiter vertrieben.

Natürlich ist solch ein Kartenhaus wackelig, denn ohne Kontrolle über das Reglement ist man Entwicklungen hilflos ausgeliefert - was immer das auch für Entwicklungen sind. Dabei ist das Schnellerwerden der GT3 noch die Vorhersagbarste.

Die VLN kommt mir schon seit Jahren vor wie ein Hase in Schockstarre - ich habe es hier oft genug erwähnt. Ich kann mich auch gar nicht mehr aufregen über die jüngsten Entwicklungen - denn das habe ich schon hinter mir und mein Aufregungspotential ist irgendwann auch erschöpft. Da der reinigende Knall auch nicht zugelassen wird und man flickt und schustert, bis nichts mehr geht, habe ich auch für die Zukunft wenig Hoffnung.

Strategisch gesehen ist die VLN nämlich eine komplette Nullnummer. Würde man die Verantwortlichen fragen, wo sie sich in 5 oder 10 Jahren sehen, dann gucken sie einen mit großen Augen an, völlig irrtiert, weil doch alles läuft und idealerweise einfach alles so bleibt wie immer. Dass der Mobilität große Umwälzungen bevorstehen und die OEMs längst die Weichen umstellen, scheint die isolierten Lenker nicht im Geringsten zu beunruhigen - wenn sie es denn überhaut mitbekommen. Ob sich jemand aus der VLN die VW Pressekonferenz diese Woche angeschaut hat?

Strategie heißt für die VLN sich von Rennen zu Rennen zu hangeln, dabei ist die Winterpause mit der Siegerehrung und der Messe Essen dazwischen noch die größte Herausforderung. Dass der Zeithorizont keine Woche weiter reicht, sieht man an den aktuellen Reaktionen der Getriebenen, die allen Ernstes die GT3 - und NUR die GT3 - per Giesskannen-BOP um weitere 5% Leistung reduzieren wollen - eine Woche vor dem ersten Rennen:

Die Balance of Performance (BoP) der GT3-Fahrzeuge für den ersten VLN-Lauf sorgt aktuell in den sozialen Netzwerken für Aufregung. Auf eine Forderung der obersten internationalen Motorsportbehörde FIA unterrichtete der Deutsche Motor Sport Bund (DMSB) die in der GT3-Klasse vertretenen Hersteller Anfang vergangener Woche darüber, dass die Leistung aller Fahrzeuge um fünf Prozent zu reduzieren sei, um die Rundenzeiten zu senken.

Sie meinten wohl, “um die Rundenzeiten zu erhöhen”, aber man darf das ruhig als weiteres Zeugnis der um sich greifenden Hektik deuten.

Damit ist natürlich die Gesamtsieggarantie für die teuren SP9-Autos ebenso gefährdet wie die Sicherheit auf der Strecke - was selbstredend dem Kartenhaus massiv zusetzt. Denn die abtriebsstarken GT3 werden motorseitig leistungsschwächer und müssen immer waghalsigere Manöver einsetzen, um die Autos aus den kleinen Klassen in den Kurven zu überholen, nachdem sie vorher lässig von ihnen auf der Döttinger Höhe einkassiert wurden.

Und die böse FIA vorzuschieben, damit hat man ja inzwischen Erfahrung beim DMSB. Dass der Präsident der FIA GT Commission der wohlbekannte Christian "Tempolimit" Schacht vom DMSB ist, das muss man ja nicht explizit erwähnen - gibt nur unnötigen Ärger.

Man kann als Außenstehender nicht die Gedankengänge nachvollziehen, die dazu führen, dass man sich das eigene Standbein wegtritt. Die schneller werdenden Fahrzeuge, die Limits der Nordschleife und das massive Mobilitäts-Umdenken der OEMs und der Öffentlichkeit - all dies prallt am VLN Bollwerk ab, als würde es gar nicht stattfinden.

Vielleicht wären die Verantwortlichen im historischen Motorsport besser aufgehoben, denn der verfolgt tatsächlich das Ziel die Zeit stillstehen zu lassen.

VLNLangstrecke | FIAGT3 | Schacht | BalanceOfPerformance |


Sonntag, 03. März 2019

Der Deubel-Nicht-Prozess hat bald 5-jährigen Geburtstag.

So langsam fällt nicht nur mir auf, dass in RLP ein potenzieller Verbrecher frei herumläuft.

Kleine Anfrage im Landtag: Verurteilung des früheren Finanzministers Ingolf Deubel.

Die Antwort ist natürlich das Papier nicht wert auf dem sie steht, denn sie wurde von Clemens Hoch verfasst, der selber damals knietief mit drinsteckte. Das übliche Blabla - unabhängige Justiz - ausgerechnet in RLP - selten so gelacht.

Schön auch, wie in der Presse die Ecken und Kanten nachträglich glattgeschliffen werden - Geschichtsverzerrung während man dabei ist:

Auch fast fünf Jahre nach dem Untreue-Urteil gegen den früheren rheinland-pfälzischen Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) lebt er juristisch weiter in Ungewissheit.

Viel gravierender ist, dass die Bevölkerung nach wie vor in der Gewissheit lebt, dass ein Verbrecher immer noch frei herumläuft.

2009 war in der Eifel die Privatfinanzierung des zu großen Ausbaus des Nürburgrings spektakulär gescheitert. Dieser kostete rund 330 Millionen Euro. Als sich kein Investor fand, musste das Land einspringen und Deubel zurücktreten.

Auch eine schöne Verdrehung der Tatsachen. Die gesamte Regierung hat der Bevölkerung kackdreist in's Gesicht gelogen, dass Heilsbringer Kai Mediinvest Richter privat investiert, während sie ihm hintenrum die Steuer-Millionen mit der Schubkarre rangekarrt haben. Das war kein spektakuläres Scheitern, sondern ein Reinfall mit Anlauf & Ansage. Siehe auch den FAZ-Beitrag.

Mike Frison / renn.tv

Wenn man schon über Katastrophen reden will, bitteschön - hier mein Textvorschlag:

Nach der Insolvenz der Nürburgring GmbH ist der sinnlose Freizeitpark-Ausbau inklusive der GP-Strecke und der historischen Nürburgring Nordschleife für ein Bruchteil der investierten Summe - über ein paar Umwege und mit EU-rechtlich fragwürdigen Abläufen - in Privatbesitz mit unbekannten russischen Geldgebern übergegangen.

Deubel | Erlebnisgrab | Prozess | Gefängnis | Landtag |


Jubelartikel zum Nürburgring - ist es wieder soweit?

So langsam glaubt man wohl in Ringrufweite, dass es an der Zeit ist den Namen Nürburgring wieder gesellschaftsfähig zu machen. Das hat sich in der Vergangenheit schon bewährt einen “Alles wieder gut” Artikel in die Welt zu setzen - bzw. in die Frankfurter Allgemeine.

Der Autor aktuell ist Benjamin Fischer und wie man liest hat er eine Mainzer Vergangenheit.

Aber darüber bin ich erst später gestolpert, nachdem es mir beim Lesen des Artikels immer schwieriger gefallen ist mit meine anfängliche Unvoreingenommenheit aufrechtzuerhalten.

Im besten Relotius Storytelling wird versucht anhand von Belegen und eingestreuten Zeitzeugen ein Bild zu formen, dass der Ring zwar eine Durststrecke zu überwinden hatte, dies aber der Vergangenheit angehört und heute alles bestens ist.

Das Ganze noch schön aufgehübscht mit historischen und aktuellen Ringbildern - und ganz subtil wird uns dann noch so im Vorbeigehen hier und da eine Geschichtsumschreibung untergejubelt.

Ich pick mal ein paar Zitate raus:

Doch die teure Formel 1 und ein überdimensionierter Vergnügungspark stürzten den Nürburgring in die Insolvenz.

Das geht schon gleich am Anfang los: die böse Formel 1 und der böse Freizeitpark. Walter Kafitz wird mit keiner Silbe in dem Artikel erwähnt und sein Mißmanagement gepaart mit Größenwahnsinn natürlich auch nicht. Ebensowenig, dass ihn auch nur die Bewährungsauflage vor dem Gefängnis bewahrt hat.

Nach dem Verlust des Publikumsmagneten Formel 1 brachen in der Region die Einnahmen weg, denn auch anderen Renn-Serien wurde die Nordschleife allmählich zu heikel. Erst die neue, sogenannte „Grand Prix“-Strecke sorgte für Entspannung. 1984 kehrte die Formel 1 zurück an den Ring und mit ihr die Zuschauermassen. Der moderne Kurs lässt sich mit der legendären Nordschleife verbinden. Auf ihr fahren seitdem aber nur noch langsamere Serien.

Natürlich kein Wort von Otto Flimm oder Ja zum Nürburgring, die damals erst den Bau der GP Strecke in politisch schwerem Umfeld durchgeboxt haben. Traurig wie solche historischen Kraftakte weggeglättet werden.

Die aktuellen GT3 langsam zu nennen bestätigt natürlich die Nicht-Kompetenz des Autors - aber die Selbstverständlichkeit, mit der solche Fakten in einem Medium rausgehauen werden, dem die Leute normalerweise glauben, zeugt schon von großer Dreistigkeit.

Über die Jahre stieg das Antrittsgeld für die Königsklasse des Motorsports stetig an und brachte die staatseigene Nürburgring GmbH finanziell immer stärker in Bedrängnis. Allein in den Jahren 2004 und 2005 fiel jeweils ein Verlust von mehr als neun Millionen Euro an – hauptsächlich verursacht durch die etwa 16 Millionen Euro Gebühr für die Formel 1.

Da ist sie ja wieder die böse Formel 1. Dass dieser Vertrag von jemandem unterschrieben worden war - vorher! - ist wohl nebensächlich. Und dass die Kafitz’schen Abenteuer große Löcher in die Kasse rissen - auch ohne Formel 1 - brauche ich hier wohl niemandem erklären. Wisst Ihr noch, Bike World zum Beispiel?

Aber es ist ja viel praktischer, wenn die Probleme nicht hausgemacht sind, sondern einfach so vom Himmel fallen - wie zum Beispiel die lächerlichen Schecks von Kurt Beck’s “ganz großem Geldadel”:

Was folgte, war ein Trauerspiel. Zwei Schecks eines dubiosen Geldgebers platzten, der rheinland-pfälzische Finanzminister Ingolf Deubel musste zurücktreten und statt der avisierten Kosten von 150 Millionen Euro flossen fast 500 Millionen Euro von den Steuerzahlern.

Das Trauerspiel startete natürlich viel früher - da rollte noch kein einziger Bagger. Denn der damalige Aufsichtsrat: Deubel - Pföhler - Härtel - Kühl, hat den Bau der Erlebnisregion abgenickt - entgegen aller Kritik von … ja eigentlich von ALLEN. Niemanden habe ich getroffen, der das in Ordnung fand.

Mike Frison / renn.tv

Und bereits ein halbes Jahr später - im Mai 2008 - wurde Mediinvest mit einer stillen Beteiligung aus der Staatskasse beglückt, die so still war, dass die Regierung diese Geldflüsse erst Jahre später zugegeben hat. Über 85 Mio. Euro wurden so transferiert, um der Bevölkerung eine Privatbeteiligung vorzutäuschen.

Mike Frison / renn.tv

Trotzdem wurde gebaut, eröffnet und gejubelt - gegen Kritik wurden PR Agenturen und sogar die Staatsanwaltschaft in Stellung gebracht. Denn in Rheinland-Pfalz gibt es starken Schulterschluss, wenn es darum geht dubiose Geldflüsse zu vertuschen.

Mike Frison / renn.tv

Heute, nach Untersuchungsausschuss, Mega-Prozess und Landesrechnungshof sind wir schlauer - die FAZ natürlich ausgenommen. Dass ein deutscher Finanzminister zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wird, ist zwar in Deutschland bisher noch nie passiert, aber der FAZ keine Silbe wert.

Und dass Kurt Beck sich nur wenige Tage nach Deubels Rücktritt vor die Kameras stellt und erklärt, dass dem Land kein Schaden entstanden ist, braucht man ja auch nicht nochmal aufzuwärmen. Das ist doch jetzt schon 10 Jahre her, also Schwamm drüber.

Kurt Beck (in ARD)

Endgültig den Schweinen zum Fressen vorgeworfen wurde der Ring, als Richter / Lindner im Handstreich zu den neuen Pächtern erklärt wurden. Von deren Auftreten hat sich die Anlage bis heute nicht erholt, obwohl sie nichtmal 2 Jahre in dieser Funktion wirkten. Und dass Rainer Mertel im Anschluss an seine Aussage im Untersuchungsausschuss eine tödliche Herzattacke erlitten hat, interessiert offensichtlich auch niemanden mehr.

Mike Frison / renn.tv

Als Kurt Beck im Juli 2012 die Insolvenz verkündete, war damals die böse EU Schuld. Er selber hat natürlich seine Hände in Unschuld gewaschen. Was folgte war ein Tal der Tränen in Eigenverwaltung - inklusive abenteuerlichen Abläufen während der Ausschreibung und Zuschlagserteilung. Dass dadurch nach wie vor 2 unabhängige Prozesse beim Europäischen Gericht anhängig sind, darüber will die FAZ - bzw. Benjamin Fischer - auch lieber nicht reden.

Dann könnte er ja nicht mehr die Mär der heilen Welt verbreiten.

Dann lieber die aktuelle Geschäftsführung in Watte baden:

Auch Mirco Markfort will über die Vergangenheit am liebsten gar nicht mehr reden. Er ist seit März 2016 Geschäftsführer der Nürburgring-Betriebsgesellschaft. Von 2009 bis 2015 hat er das Drama als Mitarbeiter im Veranstaltungsmanagement miterlebt. Das meiste erfuhr er jedoch aus der Presse.

Hach der Arme - es konnte ja wirklich niemand ahnen!

Bei den Zuschauern wird es richtig abenteuerlich:

Knapp 80.000 Zuschauer zog die Deutsche Tourenwagen-Masters (DTM) im vergangenen Jahr an.

Schon klar, dass die DTM auf der Kurzanbindung fährt? Und dass die Hälfte der Tribünen sowieso geschlossen ist?

117.500 wollten den Truck Grand Prix sehen.

Dabei lässt der ADAC Mittelrhein aufgrund der Thematik inzwischen offiziell die Hosen runter. Aber das liest sich natürlich nicht so gut, da haben Zeitungen anscheinend ein Problem mit.

Das alljährliche Highlight aber ist das 24-Stunden-Rennen auf der Kombination aus altehrwürdiger Nordschleife und Grand Prix-Strecke. 210.000 Menschen pilgerten dafür in die Eifel.

Ja nee iss klar.

Mike Frison / renn.tv

Das muss dieses Wochenende sein, das beim ADAC so etwa Montags anfängt.

“Water under the Bridge” nennt es der Engländer, wenn Vergangenem hinterhergetrauert wird. Und eigentlich ist mir meine Zeit dafür auch zu schade. Aber wenn einem solche Artikel prominent aufgetischt werden, dann wird man regelrecht gezwungen den Rotstift zu zücken.

Oder andersrum gefragt: müssen Werbeartikel heutzutage nicht mehr als solche gekennzeichnet werden?

Erlebnisgrab | Insolvenz | Zuschauerzahlen | KurtBeck | BFCHR |


Freitag, 01. März 2019

MotoGP führt eine Long Lap Penalty ein.

At every circuit a route will be defined and marked at a safe point around the track, (usually an asphalt runoff area outside of a turn), which is some seconds slower than the normal racing line. The penalised rider must ride through the defined area within 3 laps of being notified (..).

Ich wüsste gerne, wie sie das signalisieren.

Und wieso fällt mir dazu spontan Emmanuel Collard ein? :)

Direkt mal die Bilder raussuchen - das war am 23.April 2005 (VLN 3) und ich hatte es mir in der Hohenrain gemütlich gemacht:

Mike Frison / renn.tv

... als der Manthey Porsche auf einmal HINTER MIR vorbeigefahren ist! Falsch zum Boxenstopp abgebogen, wie sich später herausstellte.

Interessanterweise auf der Extrarunde Nordschleife nicht mit Spritmangel liegengeblieben - und sogar noch auf's Podest gefahren:

Mike Frison / renn.tv

Die Gesichter von Timo und Lucas sprechen Bände :)

DAS ist mal eine Long Lap Penalty - und die Hohenrain wird unter Insidern seitdem gerne auch mal Collard Corner genannt. Das ist übrigens der bedröppelte Kandidat ganz rechts.


Montag, 04. Februar 2019

Jetzt wo Kurt Beck 70 wird, erinnern sich alle wieder daran, dass er sich am Nürburgring verhoben hat und Hunderte Millionen Steuergelder versenkt wurden.

Was ich viel schlimmer finde und worüber nie geredet wird: die Nordschleife inklusive des restlichen Nürburgrings war vor dem Kurtbeckwahn ein öffentliches Gut, das uns allen gehörte - jetzt ist es in Privatbesitz.

Das sollte man ihm eigentlich im Minutentakt um die Ohren hauen - von morgens acht bis abends um sechs. Und am Geburtstag doppelt. Es wäre eh keine Strafe hart genug für dieses Verbrechen.


Freitag, 25. Januar 2019

Charly Lamm verstorben.

Oh wie traurig. Einer der Großartigsten der Motorsportszene, der schon den Tod seines viel zu früh gestorbenen Zwillingsbruders verkraften musste und erst vor Kurzem das Ruder übergeben hat, ist am Donnerstag - mit 63 ebenfalls viel zu jung - von uns gegangen.

Charly mit Worten zu beschreiben fällt schwer: er war zurückhaltend und auf eine ganz eigene Art unaufgeregt - dabei aber gleichzeitig total präsent und immer unter Vollgas. Ihn im Fahrerlager zu treffen hatte etwas ganz Besonderes, weil ihm zwar keiner das Wasser reichen konnte, er aber trotzdem nahbar und zugänglich war. Obwohl er schon zu Lebzeiten eine Legende war, war seine Herzlichkeit noch größer als seine Erfolge.

Und würde er das jetzt hier lesen, würde er verlegen abwinken und das Thema wechseln.

Ich glaube ich hab da gerade was im Auge.

Servus Charly.

Diese Bilder sind aus der 2004/2005 Epoche, als ich die Ehre hatte in seinem Umfeld arbeiten zu dürfen:

Mike Frison / renn.tv

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Charly | Lamm |


Freitag, 18. Januar 2019

Tempolimit auf Autobahnen? Würde auch die Nordschleife Touristenfahrten betreffen.

Geistert gerade durch die Nachrichten:

Eine hochrangige Regierungskommission hat einen Katalog mit spürbaren Eingriffen für Autofahrer erstellt. Die Experten der "Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität" sehen unter anderem ein generelles Tempolimit von 130 Kilometer pro Stunde auf Autobahnen vor.

Hier mal ein historisches Bild von der Einfahrt Nordschleife (2001):

Mike Frison / renn.tv

Seht Ihr das Kraftfahrtstrassen-Schild? Zwei baulich voneinander getrennte Fahrbahnen, mehrspurig - das ist zwar keine Autobahn, aber auch vom Tempolimit befreit. Und der einzige Grund auch heute noch, warum auf der Nordschleife bei den Touristenfahrten freies Fahren gilt und trotzdem die Polizei bei Unfällen anrückt.

Ich brauche ja wohl nicht weiter ausführen was das bedeutet, wenn eine generelles Tempolimit in Deutschland eingeführt wird.

Nordschleife | Tempolimit | Kraftfahrstrasse |


Sonntag, 13. Januar 2019

Kommt der Pikes Peak Volkswagen auf die Nordschleife?

Im Juni hatte ich Hoffnung, dass VW mit dem Pikes Peak Renner auf der Nordschleife antritt.

Scheint schon im Mai der Fall zu sein.

5:30 Min?! Herrschaftszeiten!


Dienstag, 01. Januar 2019

Top 10 Fotos von 2018.

Da habe ich mir keine einfache Aufgabe gestellt - nicht weil nicht genug Kandidaten zusammengekommen wären - habt Ihr das mal mit Eurer Fotosammlung versucht? Die 10 Favoriten auszuwählen, die bei Euch selber am meisten Eindruck hinterlassen haben?

Das geht am Anfang leicht von der Hand, aber wenn Ihr dann vor 50 oder 100 Bildern sitzt und sollt das auf 10 reduzieren, dann wird es schwer.

Hintergrund ist, dass wir hier zuhause so eine kleine Tradition haben: an Silvester macht der Papa (also ich) immer einen Jahresrückblick als Diashow. Dank Lightroom ist ja immer alles schön chronologisch sortiert und in 20 Minuten kann man bequem um die 200 Bilder durchlaufen lassen. Wir sind immer wieder verblüfft, was alles in so ein Jahr passt und viele Sachen kommen einem viel älter vor - oder man hat sie gar nicht mehr auf dem Schirm. Ist eine schöne Familienbeschäftigung - vielleicht mal so als Anregung. Die Bilder im Digitalformat machen es einem ja in der Beziehung leicht.

Jedenfalls dachte ich, dass ich bei der Gelegenheit ja auch gut ein paar Bilder für den Blog raussuchen kann - wenn ich schonmal komplett durch das Jahr stiefele.

Ich war sogar versucht meine Top 10 in eine Top 25 zu erhöhen, aber das wäre ja unfair. Also nehmen wir es mal als Challenge und hier sind DIE 10 Fotos, die es für mich in 2018 ausgemacht haben.

Und weil es nur 10 sind, habe ich auch zu jedem etwas dazugeschrieben, auch die Kamera und die Settings. Die Reihenfolge orientiert sich an der zeitlichen Chronologie, also keine Einordnung von 1 bis 10 von meiner Seite aus.

Los geht’s!

Ihr kennt das vielleicht, man hat eine Szenerie vor Augen und möchte ein bestimmtes Bild schießen - so wie in diesem Fall hier. Das war das 24h-Rennen am Samstag um kurz nach 18h - ich hatte mich von Nürburg aus in Fahrrichtung schon bis zur Anfahrt Schwedenkreuz vorgekämpft.

Normalerweise hämmern die Autos Krachgas den Berg runter, aber diesmal war ziemlich viel Volk unterwegs: die Leute, die den Start auf der GP Strecke geguckt haben, machten sich wieder zurück in Richtung Zeltplätze.

Ich musste etwas Ausdauer mitbringen, um das Bild dann so hinzubekommen - immerhin 1/90 Sek. mit knapp 150 mm aus der Hand. Scharfgestellt mit manuellem Fokus auf das Auto und die Zuschauer als Bewegungsunschärfe - das Foto ist dann tatsächlich so geworden, wie ich mir das vor meinem gedanklichen Auge vorher ausgemalt habe:

Mike Frison / renn.tv

24h-Rennen, 12. Mai 2018, 18:15 Canon EOS 100D, EF-S 55–250 (146 mm), ISO 100, 1/90 Sek., f 9,5.

Ich bin weiter in Fahrrichtung die Nordschleife entlang und dank Elektroroller war ich gegen 20h im Karussell. Gerade noch rechtzeitig, damit genügend Licht zum Fotografieren übrig ist.

Zufälligerweise ist mir der Gesamtsieger technisch mit am besten gelungen - das ist wieder eine 1/90 Sek. aus der Hand, diesmal sogar mit 235 mm.

Das Foto gefällt mir so gut, weil das Auto mit den starken Kontrasten ein schönes Objekt darstellt - aber auch weil Samstags abends bei dem Rennen die Wagen noch nicht so abgekämpft sind wie Sonntags - trotzdem sind auf dem frischgeputzten Auto schon einige Kampfspuren zu sehen.

Dass das Bild am Ende so gut geworden ist, war natürlich auch wieder Glückssache, aber im Karussell kann man sich prima warmschießen und irgendwann passt es dann.

Ich bin auf meinen Touren übrigens immer noch mit der kompakten 100D von Canon unterwegs - bei mir muss ja nicht zwingend jedes Foto sitzen und inzwischen habe ich mich mit dem Leichtgewicht gut angefreundet und weiß was ich rausholen kann, wenn alles passt:

Mike Frison / renn.tv

24h-Rennen, 12. Mai 2018, 20:18 Canon EOS 100D, EF-S 55–250 (235 mm), ISO 400, 1/90 Sek., f 5,6.

Das war’s dann auch schon mit bewegten Motorsportbildern in dieser Auswahl - interessanterweise haben mich persönlich andere Motive mehr bewegt.

Wie zum Beispiel dieses Treppenhaus - das hat mich nämlich mächtig beeindruckt. Das war in Berlin, als Porsche so nett war mich zur Formel E einzuladen und wir waren im Hotel Orania untergebracht. Ein irres Renovierungsobjekt liebevoll bis in’s letzte Detail umgesetzt - wo sonst würde man so ein Treppenhaus finden.

Zumal die Gäste immer den Aufzug nehmen, aber ich habe immer diesen Weg genommen - und es sehr genossen.

Das Zusammenspiel von fachmännisch bearbeitetem Holz mit dem rustikalen Schmiedegitter - dazu die geometrische Wiederholung und der großzügige Platz - sehr beeindruckend.

Witzigerweise ist das ein iPhone Foto - und weil es so gut gepasst hat habe ich es im Lightroom auch komplett unbearbeitet gelassen:

Mike Frison / renn.tv

19.5.2018, 00:51 h, Berlin Hotel Orania Apple iPhone 5s, 4.15 mm, f/2.2, 1/17 Sek., ISO 320

Wenn man ein Foto macht, versucht man eine bestimmte Stimmung oder ein spezielles Licht für später zu bewahren. So wie in diesem Fall, wo mich die Farben direkt beeindruckt haben, als wir in dem kleinen Shop im Urlaub noch kurz zum Einkaufen abgebogen sind.

Eigentlich reiner Kommerz und Marketing, aber clever gemacht und sagte ich schon, dass mich geometrische Perfektion anzieht? Und wieder ein iPhone Foto - denn die beste Kamera ist die, die man dabei hat:

Mike Frison / renn.tv

4.6.2018, 19:41h, Belgien, Center Parc Erperheide (Peer) Apple iPhone 5s, 4.15mm, f 2.2, 1/50 Sek., ISO 50

Seit einer Weile habe ich eine GoPro Hero6 Black am Start und experimentiere damit so vor mich hin.

Hier ziehe ich motivsuchend durch Köln in Dom-Rufweite und lasse die Kamera bei Gelegenheit im Videomodus mitlaufen. Mir reichen für Schnappschüsse dann die Standbilder aus dem Video.

Der Typ hier hatte gut Schlagseite, war ordentlich vom Leben gezeichnet und beanspruchte auch eine stramme Bürgersteigbreite. Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich ihn unauffällig erwischen könnte - je nach Stimmung reagieren die Leute dann schonmal gereizt bis aggressiv.

Von daher finde ich das Foto gut gelungen: aus dem Leben gegriffen, die Szene gut eingefangen, sogar kultiges Lensflare durch die blendende Sonne - aber trotzdem die Privatsphäre der Personen gewahrt:

Mike Frison / renn.tv

2.7.2018, 18:11h, Köln Altstadt GoPro Hero6 Black (HD Video-Standbild)

Ebenfalls mit der GoPro, aber diesmal im Fotomodus, ist dieses Bild - auch aus Köln. Auf meinem Weg zur Arbeit lasse ich mich gerne schonmal treiben, um langsam und kreativ in den Tag zu kommen.

So lag dieser Blickfang auf dem Weg vom Hauptbahnhof Richtung Ebertplatz und eigentlich wollte ich nur die GoPro im Fotomodus etwas testen. Dass zufällig kein Auto fährt und durch den Weitwinkel schöne geschwungene geometrische Formen zustandegekommen sind, habe ich erst später beim Betrachten des Fotos festgestellt, denn ich hatte ein paar Serienaufnahmen durchlaufen lassen:

Mike Frison / renn.tv

11.7.2018, 6:38h, Köln Hbf / Nord-Süd-Fahrt GoPro Hero6 Black, 1/290 Sek., f 2.8, ISO 100, 3 mm

Die Eifel-Rallye in Daun ist immer ein lohnender Event, denn als bekennender Patinafreund komme ich dort voll auf meine Kosten. Ich weiß auch nicht warum, aber ich liebe solche Details: Kampfspuren aus Schlachten vergangener Tage.

Mike Frison / renn.tv

20.7.2018, 10:53h, Eifel-Rallye in Daun Canon EOS 100D, EF-S 55–250 (250 mm), 1/350 Sek., f 6.7, ISO 100

Die nächsten drei Fotos sind zufällig alle von der Intermot - wobei dieses hier auf dem Weg dorthin entstanden ist.

Die strenge geometrische Form gepaart mit den verbogenen Spiegelungen - da zücke ich die Kamera! Ich hatte mir einen Spaziergang über die Zoobrücke gegönnt - bei bestem Sommerwetter ein lohnender Umweg:

Mike Frison / renn.tv

29.9.2018, 12:56h, Köln / Zoobrücke Canon EOS 100D, EF-S 55–250 (250 mm), 1/350 Sek., f 6.7, ISO 100

Sagte ich Patina? Das ist Andrea Dovizioso’s Werks-Ducati - bzw. deren Anker. Was für ein Kunstwerk.

Da ist alles echt, schaut Euch mal die Kabel an. Und ich wette ich habe sie im Einsatz gesehen, denn ich habe (fast) kein MotoGP Rennen in 2018 verpasst.

Die Carbonbremse, die aus dem vollen gefräste und einteilige Gabel-, Rad-, und Bremsaufnahme, der Michelinslick, Titan, noch mehr Kohlefaser, … Form follows Function at its best:

Mike Frison / renn.tv

2.10.2018, 10:29h, Köln / Intermot Canon EOS 100D, EF-S 18–55 (18 mm), 1/30 Sek., f 3.5, ISO 160

Eigentlich nur eine gestripte Kawasaki, aber wie sie da nackt und stolz über dem Messestand tronte - absolut majestätisch.

Nackte Motorräder üben auf mich auch eine große Anziehungskraft aus - schade, dass sie heutzutage potthässlich aus den Designerabteilungen kommen. Wie frisch aus dem Transformerfilm - Kanten, Effekte und Zacken soweit das Auge reicht. Dabei sind sie untendrunter nach wie vor eine Augenweide - warum kann das nicht erhalten werden?

Mike Frison / renn.tv

2.10.2018, 13:41h, Köln / Intermot Canon EOS 100D, EF-S 55–250 (146 mm), 1/180 Sek., f 4.5, ISO 250

Ich hoffe Euch hat meine Foto-Auswahl genauso viel Spaß gemacht wie mir! Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie viele und wie unterschiedliche Motive über ein Kalendarjahr gesammelt zusammenkommen. Entsprechend freue ich mich auch schon wieder auf das kommende Jahr!

Vielleicht kann ich ja andere Blogger bzw. Fotografen verführen, auch eine Top 10 Auswahl aus ihrem 2018er Archiv zu filtrieren? Würde ich mir gerne anschauen wollen!

Top10Fotos | Mikefotos |


Sonntag, 09. Dezember 2018

24h-Buch 2018.

Pünktlich für die Winterpause frisch aus der Druckerei vom Gruppe C Verlag:

Mike Frison / renn.tv

Knapp 2 Kilo Lesestoff - inklusive großformatiger Fotos:

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Aber auch die Rahmenrennen kommen nicht zu kurz:

Mike Frison / renn.tv

Und das sonstige Nebenprogramm:

Mike Frison / renn.tv

Sogar die Nordschleife wird nochmal erklärt - kann man nicht oft genug machen:

Mike Frison / renn.tv

Werbung gibt es natürlich auch, aber das hält zum einen den Preis konstant - 40€ - und zum anderen ist die Werbung immer rennbezogen:

Mike Frison / renn.tv

Zweisprachig in deutsch/englisch mit großem Statistikteil - das Rennen zum Nachlesen wie immer tiptop aufbereitet - auch dank Autor Jörg Ufer, der die Szene kennt wie kein anderer.

Mike Frison / renn.tv

Das Buch ist inzwischen vorrätig bei den üblichen Verdächtigen oder direkt über den Gruppe C Verlag. Ein Bundle inklusive 2 Tickets für das 2019er Rennen gibt es auch - kostet komplett mit dem Buch 129,00 €.

An der Stelle sei auch ein dankeschön erlaubt an den Gruppe C Verlag, die uns immer mit Buchgewinnen beim Tippspiel unterstützen.

GruppeCVerlag | Upietz | JörgUfer | N24h | Buchvorstellung |


Sonntag, 11. November 2018

Samstagsbesuch bei der Rallye Köln-Ahrweiler.

Heute war wieder Renntag in der Eifel und nachdem ich gestern schon mit dem Zug nach Mayschoß gefahren bin, ging es heute standesgemäß als Beifahrer mit Youngtimer zu ein paar WPs.

Mike Frison / renn.tv

Kai’s neuer / alter 535i wird noch diese Woche H-jährig, ist also qualifiziert für die K-AW. Obwohl die Öffnung für neue Baujahre nicht unbedingt gut in der Szene angekommen ist - zumal nur wenige Autos das dezimierte Feld ergänzt haben: 64 Starter ist für eine K-AW doch ziemlich übersichtlich - genau so viele (so wenige) wie letztes Jahr.

Schöne Grüße von den verstaubten Gruppe H Fahrzeugen, die gerne gefahren wären!

Vorher musste Kai aber noch das elektrische Mellow Skateboard probefahren und hat sich ganz wacker geschlagen. Wer vorher mal mit Surfen oder ähnlichem zu tun hatte, hat es definitiv einfacher mit der Balance.

Mike Frison / renn.tv

Und weil Wochenende war und man da dünn machen soll, sind wir erstmal zum Retti für die neuesten Updates:

Mike Frison / renn.tv

… um danach am Brünnchen auch erstmal einen Kaffee zu trinken:

Mike Frison / renn.tv

Wir waren auch genau pünktlich für die Vorwagen und der Führende der Wertungsautos hatte sich schon lange im Vorfeld im feisten M3 Sound durch die Wälder bemerkbar gemacht. Kam dann auch mächtig quer in’s Brünnchen geflogen - um sich abzuspulen.

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Bzw. um den Zuschauern zu zeigen, dass das Auto ziemlich fritte war:

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Was Mats van den Brand nicht gestört hat alles zu geben!

Mike Frison / renn.tv

War schon eine Show und das Highlight des Tages. Ist wohl schon am Galgenkopf passiert, also auf der ersten Kurve auf der Nordschleife.

Da fährt Georg Berlandy doch um einiges runder:

Mike Frison / renn.tv

… und hat das Ding - wieder - gewonnen. Hier das Endergebnis. Das ist jetzt schon sein 13. Gesamtsieg!

Michael Küke war auch sehr sauber unterwegs und schön anzuschauen. Das erste nicht-Youngtimer Auto war der Evo 8 von Färber / Schaaf auf Platz 9 - ist wohl doch nicht so einfach die alten Autos zu schlagen. Bin mal gespannt, ob das nächstes Jahr auch so bleibt, weil wirklich gelohnt hat es sich ja nicht.

Wir sind dann erstmal nach Meuspath - lange keinen Kaffee mehr getrunken! Und der Meuspather Garagenkaffee ist sowieso der beste.

Mike Frison / renn.tv

Rallye | KölnAhrweiler | Meuspath | RKAW |


Freitag, 02. November 2018

Audi stemmt sich gegen das autonome Fahren.

Audi sieht überhaupt nicht ein, dass ihre potenten Kunden die Straße für den autonomen Verkehr räumen sollten:

He notes many Audi products appeal to driving enthusiasts, and Volkswagen’s luxury brand is not about to turn its back on such consumers by making only autonomous vehicles in the foreseeable future.

Auch eine Art Zukunftsverweigerung, einfach dagegen stemmen.

Meiner Meinung nach mehr Wunschdenken als alles andere. Da bleiben nur solche Selbstfahr-Areale wie Nordschleife oder vielleicht auch die Eifel insgesamt - aber da dürfen dann sowieso alle selber fahren. Bis dahin (2030 +/-) kommt aber keiner mehr auf die Idee sich ein neues Auto zu kaufen, weil der Markt der Gebrauchtwagen längst implodiert ist und man die tollsten Geräten zu symbolischen Preisen erwerben kann. Und dann bietet auch kein namhafter OEM mehr neue Selbstfahrer an, weil die Volumen homöopathische Größenordnungen angenommen haben.

Audi | autonom | Selbstfahrer | Nordschleife | Wunschdenken |


Donnerstag, 01. November 2018

Rheinische Silberhochzeit.

Heute vor 25 Jahren - am 1.11.93 - habe ich meine Abenteuer bei Ford in Köln begonnen. Und halte dem Laden nach wie vor die Treue. (Wer sich für meinen Werdegang interessiert: LinkedIn Profil.)

Zur Feier des Tages ein DSF Mitschnitt aus den 90ern vom 6h Rennen.

Das hieß damals noch Veedol Langstreckenpokal bzw. Großer Preis der Tourenwagen.

youtu.be/FOc2duEkW5M

DSF? Kennt Ihr noch? Glory Days.

Bezeichnend, dass der VLN Rekordsieger Jürgen Alzen - der auch das verlinkte Rennen gewonnen hat (‘95?) - inzwischen der VLN Serie den Rücken gewandt hat: Faxen dicke. Trotz Nordschleife, das will was heißen. Fühlt sich in der STT wohler.

Womit ich zwar etwas vom Hauptthema abgedriftet wäre, aber durch Jürgen’s Ford GT schließt sich ja wieder der Kreis.


Sonntag, 21. Oktober 2018

Motorradfahrer auf der Nordschleife gestorben.

Aus dem Polizeibericht:

Tödliche Verletzungen erlitt ein 29-jähriger Motorradfahrer aus dem Rhein-Erft-Kreis, als er am Samstag, den 13.10.2018 gegen 13:30 Uhr, die Nordschleife im Rahmen einer Touristenfahrt im Streckenabschnitt Wehrseifen/Breidscheider Brücke befuhr. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen kam der Kradfahrer alleinbeteiligt, bedingt durch überhöhte Geschwindigkeit, im Bereich einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte hier mit der Fahrbahnbegrenzung. Trotz eingeleiteter Rettungsmaßnahmen erlag der Kradfahrer am Samstagabend im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.


Sonntag, 07. Oktober 2018

Am 27. Okt. ist Season End Party in Breidscheid.

An der Auffahrt Nordschleife, organisiert von der Familie Strack:

Mike Frison / renn.tv
Samstag, 29. September 2018

Mal so richtig Krachgas auf der Nordschleife: Begrenzer, quer, Qualm.

youtu.be/oLXXL3SK3o8

Aber sicher nicht das erste Mal, dass die Nordschleife im Drift überrundet wird. Wer erinnert sich noch an Franz Fabien - der damalige Leiter des FSZ - und den Drift-M5? Konnte man seinerzeit ganz offiziell buchen und war Lenkradakorbatik vom Feinsten.

Hier ein Onboardvideo von 2002 (!!).

VaughnGittin | Mustang | FranzFabian | Drift |


Donnerstag, 27. September 2018

Der Vantage GT3 wird bei VLN 8 auf der Nordschleife ausgeführt.

Hat Aston Martin gerade angekündigt.

Fahren werden Maxime Martin und Darren Turner.

Mike Frison / renn.tv

Gut, dass es die SPX gibt, denn der Wagen ist noch nicht homologiert für die GT3.


Montag, 27. August 2018

Regen in England - MotoGP Rennen fällt aus.

Was war denn in Silverstone los? Beim Training eine heftige Unfallserie, dann das Rennen für Sonntag zeitlich 90 Minuten vorgezogen, um es nach endloser Warterei abzusagen.

Kennt man eigentlich nur von den Nebel- und Schneerennen auf der Nordschleife, wo alles darauf wartet, dass es besser wird und der Veranstalter die offensichtliche Entscheidung abzusagen quälend lange hinauszögert, um eventuellem Schadenersatz vorzubeugen.

Quälend war auch die Berichterstattung im Fernsehen - da konnten die professionellen Laberhannesse mal richtig zeigen, warum sie ihr Geld wert sind: nichtssagend stundenlang erzählen. Wieso man heutzutage immer noch die Nachteile des programmgesteuerten Fernsehens mit seinen festen Sendezeiten in Kauf nimmt, ist mir ein Rätsel - warum verzichtet man nicht einfach auf die Zwänge und streamt, wenn es soweit ist? Natürlich wegen dem schnöden Mammon. Die Zuschauer vor Ort wurden auch über die Belastungsgrenze hingehalten, das konnten nicht die Drifteinlagen des Safety Car ausgleichen.

Der Witz war ja, dass der Asphalt für dieses Jahr neu aufgetragen wurde und da gibt es jetzt sicher Gesprächsbedarf. Denn Regen in England ist jetzt ein nicht sooo überraschendes Wetterereignis, aber die frisch renovierte Bahn war nicht in der Lage das Wasser abzuleiten. Stichwort Drainage, Rennstreckenbauwesen erstes Semester.

Die offizielle MotoGP PM ist auch deutlicher, als man das erwarten würde:

We’ve had a number of years here in very wet conditions recently with the old surface and been able to run races. This year, with the new surface, it’s the first time we’ve encountered quite so much standing water in critical places on the track. Yes, it’s a direct result of the track surface, I must say from the circuit point of view, the staff have done an unbelievable effort over the whole weekend, not just today, but an enormous effort to make the track safe. Until the last minute that was still working but unfortunately, we couldn’t battle nature.

The climate of the area means we’ve got to expect rain and the surface has to be able to handle it. They’ve done an enormous job over this weekend to try and improve things, which they have, but the nature of the surface means we’ve reached this point.

Mit Besen und Kehrmaschinen haben sie versucht, das Wasser von der Bahn zu bekommen. Alles live im TV, eine bemitleidenswerte Situation.

Übel erwischt hat es Tito Rabat im FP4, der von Franco Morbidelli’s Motorrad getroffen wurde: 3-facher Beinbruch.

Ob da jetzt ein paar Leute wenigestens ein schlechtes Gewissen haben? Oder wird flächendeckend die Schuld der anderen bemüht?

So eine blamable Vorstellung hat die MotoGP, die dieses Jahr alle anderen Rennserien in den Schatten stellt, wirklich nicht verdient.

MotoGP | Rabat | Morbidelli | Silverstone |


Dienstag, 17. Juli 2018

Pikes Peak Elektro VW könnte eine 6:40 am Ring fahren.

Die Fahrt des Nio EP9 in Goodwood mit Peter Dumbreck am Steuer ist auch ziemlich spektakulär.

Mal zum Vergleich die Goodwood Zeiten:

VW 43,86 Sek.
EP9 44,32 Sek.

Die Strecke ist 1,86 km lang und ich weiß, der Vergleich hinkt mächtig: aber der EP9 ist am Ring 6:45,9 Min. gefahren und rein (dreisatz-) rechnerisch würde der Elektro-VW demnach auf der Nordschleife für 6:40,8 Min. gut sein.

Das ist ziemlich genau die Liga vom Alzen-Turbinchen.

Es gibt übrigens immer noch keine Onboard von der VW Pikes Peak Rekordfahrt - und keine Erklärung warum nicht.

Also falls VW und Romain Dumas am Ring starten: ohne Onboard braucht ihr gar nicht daran zu denken!

Goodwood | NioEP9 | Volkswagen | Elektro | Rekord |


Freitag, 29. Juni 2018

Onboard Video Nordschleife - 919 in 5:19 - Schnellster für immer?

Mike Frison / renn.tv

Ich habe mir ja schon einige Onboards angeschaut, unter renn.tv auch fleißig selber Onboardvides veröffentlicht - aber so etwas habe ich auch noch nicht gesehen.

Schnell war Porsche mit dem 919 Evo nicht nur auf der Nordschleife, sie waren auch schnell im Veröffentlichen der Onboardrunde - hier ist sie - schaut sie euch an - dauert ja nicht lange:

youtu.be/PQmSUHhP3ug

5:19,546 - war für eine unglaubliche Zeit. Kann man sich auch gut merken, denn die 9 vorne beim Porsche 919 ist umgedreht eine 5.

Die Leistung von Timo Bernhard ist mega - bei den Geschwindigkeiten wirken Riesenkräfte.

Mal ein paar Geschwindigkeiten:

  • Anfahrt Quiddelbacher Brücke: 307 km/h
  • Schwedenkreuz langsamste Stelle: 293 km/h
  • Fuchsröhre Senke: 328 km/h
  • Brücke Breidscheid: 210 km/h an der Einfahrt
  • Lauda Links: voll mit 308 km/h
  • Kesselchen schnellste Stelle: 349 km/h
  • Karussell wird außen gefahren
  • Mutkurve Hohe Acht: voll mit 270 km/h
  • Eschbach mit 180 km/h
  • Pflanzgarten großer Sprung - der Bellof Hügel: voll mit 270 km/h
  • Schwalbenschwanz kurz innen reingehangen
  • Galgenkopf Bremspunkt langsamste Stelle: 201 km/h
  • Döttinger Höhe: 369 km/h ausgedreht
  • Antonius Buche fast voll mit 350 km/h

Die Zeit wurde übrigens für eine volle Runde gestoppt und nicht so wie bei sport auto mit der fehlenden Gerade an T13.

Von den Temperaturen her war es relativ warm, d.h. theoretisch würde das noch schneller gehen. Aber ich bin ehrlich gesagt froh, dass die das im Kasten haben und nichts passiert ist. Das ist schon alles sehr grenzwertig. Anfahrt Schwalbenschwanz drehen mal kurz alle 4 Räder durch - auch ingesamt hat Timo ordentlich fliegen lassen.

Wie man es von einem 5-fachen N24h-Gewinner auch nicht anders erwarten würde!

Wenn BMW das 2007 mit dem Formel 1 und Nick Heidfeld voll durchgezogen hätte, das wäre wahrscheinlich schneller gewesen. Die Soundwertung gewinnen sie jedenfalls mit Abstand - hier ist mein Video von damals.

Ich für meinen Teil finde es stark, dass Porsche die Aktion gemacht hat. Zwar viel Marketing mit dabei, aber es sind doch die verrückten Sachen, die am meisten Freude machen. Und verrückt ist diese Geschichte ja wohl bis zum Anschlag. Ich meine: 1.160 PS bei 849 kg im Renntempo auf der Nordschleife losgelassen - auf die Idee muss man auch erstmal kommen!

Schade nur, dass Timo nicht diesen Helm genommen hat.

Ist das jetzt die schnellste Runde EVER? Schwer vorstellbar, dass jemand die Zeit jemals knacken kann - da hat heute und auch in der Konstellation mit dem LMP 1 und dem 919 Tribute Programm vom Porsche Motorsport Werksteam wirklich alles zusammengepasst.

Zusammen mit Pikes Peak war das ja eine heftige Rekordwoche bei der VW Gruppe.

Große Verneigung und danke für die Show!

Porsche | 919Tribute | LMP1 | TimoBernhard | Rekord | Rundenrekord | Onboard | 919Evo |


Porsche LMP 1 fährt 5:19,546 - Familie Bellof distanziert sich vom neuen Nordschleife Rekord.

Allerdings nicht freiwillig, sie wurden quasi genötigt, weil ein anderer Eindruck erweckt wurde:

Aus diesem Grund war es nicht nur Porsche, sondern auch Timo Bernhard ein wichtiges Anliegen, die Unterstützung der Bellof-Familie zu erhalten. Die Angehörigen von “Stibbich” haben keinerlei Einwände gegen den Rekordversuch und unterstützen das Vorhaben.

Hört sich gut an, stimmt aber nicht:

Nur wenn Toyota & Co. zu einem 1000 Kilometer-Rennen auf der Nordschleife antreten, könnte jemand Stefan Bellofs Rekord toppen. Dies wird dort nie passieren, weil die 1927 eröffnete Rennstrecke für die Langstrecken-Weltmeisterschaft und die Formel 1 nicht mehr sicher genug und damit diesbezüglich nicht in Gebrauch ist. Aus diesem Grund unterstützt die Familie Bellof den Versuch von Porsche nicht. Entsprechende Meldungen in der Presse sind falsch. Die Familie Bellof hat dazu kein offizielles Statement abgegeben und wurde vor Bekanntmachung des Laborversuchs von niemandem dazu befragt.

Qualitätsjournalismus!

Timo Bernhard ist jedenfalls bekennender Stefan Bellof Fan - nur damit kein falscher Eindruck entsteht.

Generell stellt sich natürlich die Frage: Was soll Porsche machen mit einem arbeitslosen, aber einsatzbereiten LMP 1 Team?

Natürlich einsetzen, ich sehe das so wie Alexander Kraß:

Seien wir doch froh: Nach dem Ausstieg von Porsche aus der WEC hätten die ganzen Hybridmonster ja auch in irgendwelchen Museen oder verschlossenen Hallen verschwinden können. Nee, hat Porsche aber nicht gemacht, zur Freude aller: Einfach mal kucken, was ohne Reglementbeschränkungen aus dem Gerät so rauszuholen ist und dann ab auf die Strecke damit.

35 Jahre ist eine unglaublich lange Zeit für einen Rekord im Motorsport - und den Marketing Stunt kann man Porsche ruhig gönnen.

Mercedes ist natürlich jetzt gekniffen, die hatten auch die Idee. Wäre also sowieso gefallen der Rekord, nur nicht ganz so heftig.

Hoffentlich war aber diesmal eine Onboardkamera im Auto - nicht so wie in Spa! Im Gegensatz zu Spa hat Porsche diesmal auch jede Menge Journalisten eingeladen, sowohl national als auch international.

Und während ich das so schreibe, fährt Timo Bernhard 5:19,546!

Porsche | 919Tribute | 919Evo | Rekord | Rundenrekord |


Porsche ist mit dem 919 Evo heute wieder auf der Nordschleife - neuer Rekord?

UPDATE:

5:24!

UPDATE 2:

5:19!


Sonntag, 24. Juni 2018

VW unterbietet Loeb´s Pikes Peak Rekord - in einem Elektroauto!

VW und Romain Dumas haben nicht nur den elektrischen Rekord gebrochen, sondern auch Loeb's 8:13,9 pulverisiert: 7:57,148 lautet der neue Rekord!

Wow - Gratulation - über 16 Sekunden schneller als Loeb's Rekord - wenn das keine Zeitenwende ist. Das ist mit einem Nicht-Elektro-Auto wohl überhaupt nicht mehr zu knacken (den 919 Evo mal ausgenommen).

Nordschleife als nächstes?! Die Streckenlänge passt ja perfekt.

Ich hoffe wir bekommen noch eine schöne Onboard nachgeliefert.

Elektrorenner brauchen jetzt auch nicht mehr in einer eigenen Kategorie starten - sie sind das neue Maß der Dinge.

PikesPeak | Dumas | Volkswagen | Elektro |


Montag, 11. Juni 2018

Isle of Man TT mit neuem Rundenrekord, Schnitt von 218 km/h.

Es gibt einen Videoausschnitt von Peter Hickman - abartig:

youtu.be/BVyIZD4Dn-o

Hier ein kurzer Überblick der diesjährigen Ausgabe.

Bei der Senior TT werden 6 Runden gefahren und Gewinner Peter Hickman brauchte knapp 1h 45m für die 360 km (6 x 37,73 Meilen = 226,38 Meilen = 364,32 km). Der Langsamste der 40 Starter ist immerhin auch knapp unter den 2h geblieben.

Mal zum Vergleich: diese Distanz wären 17,5 Runden Nordschleife. Allerdings bei der Zeit mit einer Rundenzeit von jeweils unter 6 Minuten (5:53,4 Min.).

IOMTT |


Donnerstag, 07. Juni 2018

Zu dem Video des LMP1+ von Porsche auf der Nordschleife gibt es noch zwei andere Aufnahmen hier und hier.


Mittwoch, 06. Juni 2018

Porsche und Timo Bernhard waren mit dem 919 Evo auf der Nordschleife.

Aber nicht für Demorunden, sondern für einen ernsthaften Rekordversuch (kurzes Video).

Das waren bisher nur Testfahrten, die nehmen die Sache ernst.

Wird aber vorher wohl nicht angekündigt, das handhaben die so wie in Spa. Ist nicht ohne und kann immer was schiefgehen.

Das wird dann für Mercedes eher schwer mit einem frisierten LMP1 mitzuhalten.

Porsche | 919Evo | Rundenrekord |


Sonntag, 13. Mai 2018

Beim 24h-Rennen hat es einen Todesfall gegeben.

Traurige Sache:

Ein 40-jähriger Mann aus Duisburg hatte in der Nähe der Nordschleife in seinem Auto übernachtet und einen Gasbrenner im Fahrzeug in Betrieb genommen. Laut Angaben der Adenauer Polizei ist der Mann erstickt.


Freitag, 11. Mai 2018

Schöner N24h Freitag.

Heute hat für mich der Tag am Ring erst nachmittags angefangen, weil ich ja noch den Beitrag über gestern schreiben musste. Also entspannt im Kesselchen mit dem Elektroroller hochgesurft - und es hat sich gelohnt: noch etwas Qualifying vom N24h mitbekommen …

N24h 2018 - Freitag.

N24h 2018 - Freitag.

.. auch wenn ich hier keinen Mut hätte zu campen:

N24h 2018 - Freitag.

Und dann die WTCR über die letzte Kurve fliegen zu sehen, um für die Steilstreckenkurve zu ankern - das ist schon ein Spektakel.

Ich wollte mal den Roller an der Steilstrecke testen - aber das kannste vergessen. Ich schätze da bräuchte er doppelte Leistung:

N24h 2018 - Freitag.

Über den normalen Weg hat es aber gut geklappt - und der ist ja auch nicht unsteil.

Das Top 30 Qualifying dann an der Hohen Acht bzw. Wippermann angeschaut und es ist beängstigend, wie schnell die Autos dort dank Aerodynamik um’s Eck pfeilen.

Das Wetter war Hammer - wird immer besser und es war noch genau so wenig los wie gestern.

N24h 2018 - Freitag.

Was gut ist, denn man hat am Zaun freie Auswahl was den Sichtplatz angeht und mit dem Fahrrad oder Roller kann man prima am Zaun langfahren - sehr angenehm.

N24h 2018 - Freitag.

Auch sind die Leute alle sehr entspannt, weil man sich nicht so dicht auf der Pelle hockt und alle sich streßfrei ordentlich breit machen können. Das hebt die Stimmung.

Zum Abschluss noch ein Bierchen im Brünnchen …

N24h 2018 - Freitag.

... und der Rückweg wurde standesgemäß über die Nordschleife angetreten - super Erlebnis und der Roller ist jetzt offiziell eingeweiht worden.

N24h 2018 - Freitag.

N24h | WTCR | Elektroroller |


N24h - Nordschleifenwanderung.

Als Karl Mauer sich Ende letzten Jahres von der VLN verabschiedet hat, fand ich das verständlich - aber auch etwas traurig. Uns verbinden viele Erlebnisse - das reicht zurück bis 1990, seit er mir als Student ein Praktikum in der Opel Motorsport-Abteilung ermöglicht hat. Und so waren meine Wünsche für die Zukunft auch begleitet mit der Hoffnung, dass wir uns trotzdem wiedersehen.

Gerne - meinte er - wie wäre es bei meiner traditionellen Nordschleife-Umwanderung beim 24h-Rennen? OK - sage ich - 24h Donnerstag um 9h bei Uschi zum Kaffee und los geht’s.

Gestern hab ich erstmal standesgemäß auf dem Grosse-Ford-Parkplatz das Bloggermobil einquartiert:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

… und mich Richtung Nürburg aufgemacht. Eine Mann - ein Wort und so sitzt Karl um 9h im Hotel Tiergarten.

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Und weil es so schön ist, hat sich auch Christian Kohlhaas dazugesellt - mit dem mich natürlich auch einiges verbindet. So sind wir vor 30 Jahren beim 24h-Rennen aufgelaufen. Von der gemeinsamen Fahrt AUF dem Laacher See ganz zu schweigen. Er wäre zwar lieber selber beim 24h-Rennen am Start gewesen, hat sich aber dieses Jahr nicht ergeben. Da kommt so ein Wandertermin genau richtig als Plan B.

Nach einem Kaffee ging es los entgegen der Fahrtrichtung - für mich nach 2016 und 2017 die dritte 24h-Do-Umwanderung - also inzwischen zementierte Tradition.

Wir wussten auch sofort, dass wir hier richtig sind:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Harald Grohs residiert dieses Jahr auch lieber neben der Strecke:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Wenn man nicht alleine wandert, vergeht die Zeit viel schneller - es gibt viel zu erzählen.

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Kein Wunder bei diesen Autos …

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

… und diesen Streckenabschnitten:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Hier noch mehr Eindrücke vom Schwalbenschwanz:

Weiter ging es Richtung Pflanzgarten und Brünnchen und wir waren verblüfft vom Zuschaueraufkommen. Bzw. das Fehlen dessen:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Zum Wandern war das super, man hatte immer freien Blick auf die Strecke und auch keine Wartezeiten an den Büdchen:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Und konnten die phantasievollen Aufbauten bewundern, vom Profi-Container bis Rettungskapsel:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Und es gab nie Zweifel, dass wir richtig sind:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Am Brünnchen …

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

… bot sich uns dieses Bild. Sagte ich schon, dass wenig los war?

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Am Wippermann haben wir dann auch das Nummernschild des Tages gefunden:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

… und uns zu einem Bierchen überreden lassen. Wer kann schon Nein sagen zu Mühlen Kölsch?

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Was Chris zu völlig neuen Talenten beflügelt hat:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Gut gelaunt und durstig - so kennen wir das Wippermann Veedel:

Richtung Karussell war der Weg gut ausgeleuchtet:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

… und während die Wanderpraktikanten im Gespräch vertieft waren:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

… dachte ich es wird mal Zeit für ein paar Rennfotos. Denn inzwischen war nach der WTCR und das 24h Feld auf der Strecke:

Wie man auf den Bildern sieht, waren wir inzwischen schon im Kesselchen auf dem Weg zur Mittagspause in Breidscheid.

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Wo für diesen Boliden tatsächlich eine Garage eingerichtet war:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Durch den Tunnel oberhalb Wehrseifen:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

… Richtung Adenauer Forst. Wo die Prioritäten klar zu erkennen waren:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Aber auch an die Kinder wurde gedacht:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

… und dieses Häuschen-Kunstwerk erfreute das Auge:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Die Krönung war aber das hier:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Ich war ja schon oft beim 24h-Rennen und habe viel gesehen - aber ein Boot ist neu. Das Rätsel war schnell gelöst: die Frage war Boot oder Wohnwagen, weil beides gerade rumstand. Die Wahl fiel auf Boot und es stellte sich raus, dass der auch viel billiger auf dem Zeltplatz ist als ein Wohnwagen. Ich schätze die Bootquote wird in Zukunft zunehmen. Den Bootbewohner ausfindig zu machen war auch nicht schwer:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Weiter ging es für uns Richtung Schwedenkreuz und hier waren schon fast fertig mit unserer Runde. Dort im Hatzenbach haben wir uns in Ruhe das erste WTCR Rennen anschauen können - ging gut ab.

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

War ein toller Tag und diesmal bin ich ohne Zecken (2016) und Blasen an den Füßen (2017) durchgekommen - und freue mich schon auf nächstes Jahr!

Vielen Dank an Karl und Chris für die nette Begleitung, das hat die Sache noch einmal extra aufgewertet. Jetzt kann das Rennen kommen.

Ringwalk | N24h | Mikebericht | KarlMauer | Kohlhaas |


Montag, 07. Mai 2018

Der DMSB Präsident gibt sich beim 24h-Rennen die Ehre.

Ob er nur 956 fährt und im Porsche-Jäckchen rumläuft - oder auch für die Aktiven und deren Probleme ansprechbar ist?

Stuck | Porsche | N24h |


Montag, 23. April 2018

WFT1 hat Nick Heidfeld´s Formel 1 Nordschleife-Fahrt aufgegriffen.

Ein unvergessliches Erlebnis am 28.April 2007 - wie es dazu kam hatte ich ja schon einmal erwähnt.


Samstag, 21. April 2018

Der Honda NSX hatte am Wochenende seine GT Masters Premiere - mit Schubert als Einsatzteam.

Bisher nur ein Auto, das Zweite wartet noch auf Fahrer (mit Budget).

Ab 2019 ist auch Nordschleife geplant, JAS war mit einem Auto bei VLN 2 schon beim Freitagstest.

Honda | HondaNSX | Schubert | GTMasters |


Freitag, 20. April 2018

VIDEO: Neuer 911 GT3 RS in 6:56,4 auf der Nordschleife.

Mit Kévin Estre am Steuer - der quetscht den Elfer wirklich aus:

VIDEO: Neuer 911 GT3 RS in 6:56,4 auf der Nordschleife.

(Foto: Porsche)

Die Zeit bezieht sich natürlich auf die 20,6 km Variante - also die alte Zuvi-Zeitnahme.

Der Rundenrekord bei der RCN steht bei 6:58 - nur um das mal in’s Verhältnis zu setzen.

Hier ein Screenshot vom großen Pflanzgartensprung - 200 Sachen auf der Uhr:

VIDEO: Neuer 911 GT3 RS in 6:56,4 auf der Nordschleife.

OK - genug getextet - zieht es Euch rein:

youtu.be/65jW-FVAd2o

Von außen sah das dann so aus.

Rundenrekord | Porsche | GT3RS | Estre |


Donnerstag, 19. April 2018

Porsche-Werk bietet Turbienchen zum Verkauf an.

Aber nicht was Ihr denkt, sondern:

Porsche erweitert das Engagement für den Naturschutz und siedelt weitere 1,5 Millionen Honigbienen im werkseigenen Offroad-Gelände an. Auf der 132 Hektar großen Naturfläche leben jetzt rund drei Millionen Bienen.

„Nach der erfolgreichen Ansiedlung der ersten Bienenvölker im vergangenen Jahr setzen wir mit dem Ausbau unseres Engagements ein weiteres Zeichen für den Erhalt der Tier- und Pflanzenwelt“, sagt Gerd Rupp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Leipzig GmbH. „Die diesjährige Ernte wird von Sommer an wieder unter dem Namen ‚Turbienchen‘ im Shop unseres Kundenzentrums erhältlich sein. Wir rechnen mit einer Honigernte von rund 1.000 Kilogramm.“

Im vergangenen Jahr war die Ernte von 400 Kilogramm Lindenblütenhonig bereits nach wenigen Tagen ausverkauft.

Ich habe direkt mal die Gelegenheit genutzt und bin in mein Fotoarchiv gestiefelt.

Alzen Turbienchen

24h-Rennen 2005 - hach was war das geil!

Und was den Honig angeht: der Schnellste kommt aus Ringminihausen.

Porsche | Turbienchen | Turbinchen | Alzen |


Donnerstag, 12. April 2018

René Rast startet beim WTCR Rennen auf der Nordschleife mit Wild Card.

Das wird interessant!


Dienstag, 10. April 2018

Neel Jani im Porsche 919 in Spa schneller als Lewis Hamilton im F1.

Was macht man eigentlich, wenn man einen LMP 1 übrig hat inklusive arbeitsloser Motorsportabteilung?

Wenn man cool ist, zieht man ein paar zusätzliche Register und geht auf die Jagd von Formel 1 Rundenrekorden.

So gesehen ist Porsche ziemlich cool, denn genau das haben sie vor und Neel Jani hat mit dem Über-Porsche schonmal eine 1:41,770 in die Ardennen gehämmert:

youtu.be/AyWkj3yvfWs

Zum Vergleich: Lewis Hamilton stand mit 1:42,553 letztes Jahr in Spa auf Pole. Da hätte er aber doof geguckt, wenn ein LMP 1 auf einmal vor ihm steht! Die WEC Pole beim Spa 6h 2017 war sogar 12 Sekunden langsamer, so viel Reserven haben sie aus dem Auto freigekitzelt.

Die nennen das Ganze lässig 919 Tribute Tour - da werden wohl einige Rennstrecken beben demnächst.

Auch die Nordschleife? 6,11 minus X?

Das fände ich auch eleganter, wenn Porsche sich den Bellof-Rekord selber abjagt. Denn da sind noch mehr in Stuttgart scharf drauf.

Was ich noch nicht gefunden habe: die Onboard aus Spa. Ich hoffe da kommt noch was. Und bei den 1.200 PS kann man sicher noch ein paar Pferdchen draufrechnen, wir wissen ja, wie in diesem Gewerbe tiefgestapelt wird.

Und wer hätte gedacht, dass Dieselgate doch noch zu etwas nützlich sein kann? Und die Nützlichkeit von unrestriktierten Rennautos steht ja wohl außer Zweifel. Porsche Motorsport gehört halt auch zur Rubrik: endlich normale Leute.

Porsche919 | FIAWEC | Rundenrekord | Jani |


Mittwoch, 04. April 2018

Karfreitag und Nordschleife.

Der Karfreitag ist ein großer Feiertag für die christliche Gemeinde - oder sollte man besser sagen: ein großer Trauertag. Es ist die Erinnerung an den Tag, an dem Jesus an das Kreuz genagelt gestorben ist und zwei Tage später, wenn an Ostern die Fastenzeit beendet wird, feiern die Christen seine Auferstehung.

Die Eifel ist generell eher konservativ geprägt, der Glaube an Gott fest verankert und hat mit Barweiler direkt am Nürburgring sogar einen Wallfahrtsort.

Daran musste ich denken, als viele Autoverrückte wieder am Carfreitag am Ring die Sau rausgelassen haben. Was mögen die Gläubigen denken, die die Traditionen pflegen und die am Ende der Fastenzeit und kurz vor Ostern ein tiefes Gefühl der Trauer überkommt? Und sind sich die Tuningfreaks darüber bewusst, dass sie mit ihrer ungezügelten Feier die Gefühle anderer Menschen durchkreuzen?

Erinnert ein bisschen an den Tanz um das goldene Kalb - oder um im Motorsport Jargon zu bleiben: an das Rennen um die goldene Ananas.

Die Bilder sind jedes Jahr gleich: Show & Shine soweit das Auge reicht, die Herausforderung des Tages ist der Brünnchen Parkplatz, der für Viele sowohl aufgrund des Verkehrsaufkommens als auch der Tiefe der Fahrwerke unerreichbar bleibt.

Auf die Strecke trauen sich die Wenigsten und wenn, dann kommen sie nicht mal bis zum Adenauer Forst. Ich hoffe den Beteiligten ist nichts passiert und wenn man nur den Ausgang der einschlägigen Videos sieht - pun intended - dann kann man nicht unbedingt auf den Unfallhergang schließen. Aber wer Ausgang Fuchsröhre stumpf in die Leitplanke einschlägt - oder sogar vorher mit einem Überschlag abrundet - noch ein pun intended - der braucht eigentlich nicht mit dem Finger auf andere zeigen.

Neben den Einzelschicksalen gibt es aber noch andere - viel gravierendere - Auswirkungen, die die traditionelle Touristenfahrt insgesamt gefährden. Und damit das Wohl einer ganzen Region, denn ohne den Touristenverkehr zwischen den großen Veranstaltungen sind die vielen Betten und Bewirtungen nicht aufrecht zu erhalten.

Ich weiß ja nicht, in welchem Paralleluniversum die Nürburgring Betreiber - Besitzer - oder wie sie sich heutzutage nennen wollen - unterwegs sind, aber die Gier siegt nach wie vor über die Vernunft. Ich will nicht wieder mit dem Arbeitskreis anfangen, den ich zwar mitbegründet habe, in dem man mich aber nach 2004 lieber nicht mehr sehen wollte. Die Argumentation ist aber gleich geblieben: der Veranstaltung Touristenfahrt muss der Renncharakter genommen werden, um sie in Zukunft ohne Ärger weiter fortführen zu können.

Das ist eine große Herausforderung, denn immerhin fährt man auf einer Rennstrecke, mit rennähnlichen Fahrzeugen, oft mit Helm und vor Publikum. Links und rechts die Curbs, auf der Suche nach der Ideallinie - und dann bitteschön kein Renncharakter.

Doch was machen die Verantwortlichen? Stellen Streckenposten mit gelben Flaggen auf! Fehlt tatsächlich nur noch die Klasseneinteilung und die Zeitnahme.

Ich kann über so viel Leichtsinn nur den Kopf schütteln und eigentlich wäre es mir ja egal, wenn mir die Tradition der Touristenfahrten nicht so am Herzen liegen würde. Das können wahrscheinlich nur Leute nachvollziehen, die noch den Geruch von verrauchten Kupplungen in der alten Auffahrt in der Nase haben und das lässige Winken des grimmigen Personals an Start und Ziel, wenn man an der T13 noch eine Runde gefahren ist und den Jahreskartenaufkleber auf der Verkleidung hatte.

Vielleicht hat es sich auch noch nicht herumgesprochen, dass es seit September 2017 eine neue Gesetzgebung gibt, die drakonische Strafen für Rennen im öffentlichen Verkehrsraum vorgibt. Ich bin zwar kein Rechtsexperte, aber wenn ich mir den Text durchlese, dann wird sowohl für Veranstalter als auch für Fahrer die Luft ziemlich dünn. Selbst die Polizei geht hohes Risiko, wenn sie den öffentlichen Raum Nordschleife anders bewertet als den öffentlichen Raum Autobahn. Und wenn es die Amtsträger nicht durchsetzen, dann die Versicherer. Die immer bemüht sind Zahlungen zu vermeiden und dafür selbst die kleinsten Unregelmäßigkeiten bemühen.

Die Nürburgring Verantwortlichen mit höchster Priorität Lösungen erarbeiten. Sonst heißt es bald, dass die Touristenfahrten an einem Carfreitag an’s Kreuz genagelt wurden.

Touristenfahrten | Nordschleife | Karfreitag | Carfreitag |


Sonntag, 25. März 2018

Besuch bei VLN 1.

Am Samstag war ich seit langer Zeit nochmal bei der VLN - das Tempolimit hatte mir damals den Rest gegeben. Immerhin für 3 Jahre, ohne dass ich groß etwas vermisst hätte. Das 24h-Rennen habe ich zwar immer mitgenommen, aber für mich persönlich war bei der VLN irgendwie die Luft raus.

Die Starterliste macht dieses Jahr jedenfalls einen interessanten und abwechslungsreichen Eindruck - also Akkus geladen und warme Klamotten eingepackt, die Warnungen waren ja deutlich.

Ich hatte mich auch auf einige Überraschungen vorbereitet - und wurde nicht enttäuscht.

André Lotterer musste sich den Permit erfahren:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… den KTM hatte ich auch noch nicht von Nahem …

VLN 1/2018 - Mikebericht

… bzw. im Einsatz gesehen:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… und an die rosanen Mücke-Autos müssen sich wohl alle erst noch gewöhnen:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Schön, dass auch Uwe Alzen wieder ein eigenes Auto am Start hat - auch wenn es der einzige Alzen ist:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Das Dorint ist eingerüstet und wird auf Vordermann gebracht:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… was interessante Motive bietet, die man sonst eher von den Gerüsten auf der Nordschleife kennt:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Als einer, der noch mit Kamera fotografiert, fühlt man sich irgendwie oldschool:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… und bei dem L konnte ich auf die Schnelle nicht raufinden, ob es für langsam, laut oder Linkslenker steht:

VLN 1/2018 - Mikebericht

In der Box teilweise eine Atmosphäre wie im VIP-Biergarten:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Der Dörr-Lambo sieht von vorne scharf aus:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… aber von hinten noch viel schärfer:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Schön auch, dass der Renault wieder dabei ist:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Ein exotischer und ziemlich purer Rennwagen:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Und Lexus sorgt auch immer wieder für schöne Farbtupfer im Feld:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Farbe ist ein gutes Stichwort, denn da gibt Manthey den (Grell-) Ton an:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Die haben am Ende auch das Ding gemacht.

Nicht mehr bei Manthey ist der Wochenspiegel-Porsche Ferrari:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Georg Weiss:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… hat ja vor einer Weile zu Michele Rinaldi gewechselt:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Der gleich zwei der 488 GT3 einsetzt, einen Gelbspiegel und einen Rotspiegel:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Dass es gut läuft merkt man gleich, wenn Georg den Zeiten-Screen abfotografiert:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Nicht gewechselt hat die Mannschaft in seinem Ferrari mit Weiss/Kainz/Krumbach - ebenso wenig wie Jochen seine Frisur:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Und Oli seine gute Laune:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Er hat übrigens den Start-Stint gefahren und gegen die ganzen Werksfahrer eine Megaleistung gezeigt.

Ich schwöre, dass dieses Bild in der Reihenfolge das Nächste war und nichts mit dem davor zu tun hat:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Vom Klima her war es ziemlich frisch - hier zwei Symbolbilder, eins für Zivilisten:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… und eins für normale Leute:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Schön, dass FEV auch wieder/noch dabei ist:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… inklusive Erkennungszeich-N:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Der Martin Kohlhaas:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… hat dieses Jahr ein strammes Programm: deutsche TCR und europäische GT4 mit jeweils 2 Autos - da ist die VLN mit dem bewährten 458er Ferrari fast schon wie Urlaub:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Das Team hat am Wochenende wieder die SP8 gewonnen - ich weiss jetzt auch das Erfolgsgeheimnis:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Sehr geschmeckt hat mir auch die Vielfalt der Autos:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Die H2 war mit 12 Startern richtig stramm besetzt und hatte einiges an Patina zu bieten:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Fehlende Leistung wird durch unterdimensionierte Hinterachsbremsen kompensiert:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… und wann gab es das letzte Mal einen Jetta bei der VLN?

VLN 1/2018 - Mikebericht

Was kommt als nächstes? Ein Käfer?

Calibra ist jedenfalls schon da, sogar mit Carlos Tavares am Steuer:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Und ein Kadett war auch mit dabei:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… aber der Chef im Ring ist und bleibt der Manta:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Der erste Unter–8-Fahrer Jens Klingmann ist nach wie vor eine Bank bei BMW:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… und Land Motorsport fest etabliert bei Audi:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Bei der Altreifenentsorgung werden bewährte Methoden eingesetzt:

VLN 1/2018 - Mikebericht

“Historic of Nürburgring” klingt irgendwie unflüssig:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Ich kenne nur den Original Gerri:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Patchwork mal anders:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Und was ist das? Bushubschrauber? Hubschrauberbus?

VLN 1/2018 - Mikebericht

Und was empfängt man wohl hiermit?

VLN 1/2018 - Mikebericht

Aber es wurde auch Tacheles geredet - Jörg und Mackie können halt nicht raus aus ihrer Haut:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Blogger und Bus haben sich jedenfalls wohl gefühlt am Fuße der Nürburg:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Die VLN Seite ist ja neu und ich hatte schon Befürchtung, dass das Archiv darunter gelitten hätte. Keine Sorge: die alten Daten werden noch migriert - prima!

Nicht so prima war, daß der Audio-Stream nicht mehr scharfgeschaltet wurde - die Nachfrage war verglichen mit dem Video Livestream zu gering und man überlegt die Audio Variante wegzulassen. Fände ich persönlich schade. Ich hoffe man kann noch auf die englische Variante zurückgreifen von Radio Le Mans.

Wer zum Abschluss noch ein paar von meinen Bildern sehen möchte - bitteschön - alle wieder sehr bandscheibenschonend mit der inzwischen schon 5 Jahre alten zierlichen Canon 100D geschossen:

VLNLangstrecke | Mikebericht |


Mittwoch, 07. März 2018

Der erste Model 3 Tesla auf der Rennstrecke: Laguna Seca.

Die 9 Runden am Stück (knapp 20 Min.) waren überhaupt kein Problem - dürften also 2 Runden Nordschleife auch locker drin sein. Bin gespannt, wenn die ersten Teslas aufkreuzen.

Das Auto scheint das alles gut zu verkraften, sieht entspannt aus, aber ist alles andere als langsam.

Man hat im Film den Eindruck, dass der Wagen stabil liegt, ohne viel Rollneigung. Er muss zwar ein hohes Gewicht schleppen, das zum Glück aber sehr niedrig - im Fahrzeugboden - positioniert ist: die Batterien.

Tesla | Model3 | LagunaSeca |


Pennzoil Werbefilm mit Rhys Millen.

Wenn Adenau´s Bürgermeister sich mal wieder über Hobbyraser beschwert, die die öffentlichen Straßen unsicher machen - vielleicht liegt es auch an solchen Werbefilmen.

Ich kann dem Ganzen ehrlich gesagt nicht so viel abgewinnen wie The Drive, aber die Macher geben sich überzeugt, dass das die Leute sehen wollen.

Wenn es um das Driften auf der Nordschleife geht, dann müssen sich sowieso alle hinter Franz Fabian anstellen - da nützt auch der ganze Qualm und die Dramamusik nichts.

Ich wundere mich allerdings bei dem Pennzoil Film darüber, dass sie für einen Werbefilm die öffentlichen Straßen absperren durften. Und natürlich muss man im Zusammenhang mit der Nordschleife und einer werbewirksamen Verkasperung die Frage stellen: wo war Pennzoil, als der Ring Hilfe dringend nötig hatte?

UPDATE:

Stellt sich raus, dass Pennzoil eine Marke von Shell ist.

Nordschleife | Drift | Millen | Pennzoil |


Donnerstag, 22. Februar 2018

Toyota baut eine Mini-Nordschleife in Japan nach.

Die 5,3 km lange Zwillingsstrecke der Nürburgring Nordschleife soll bergige Straßen mit vielen Kurven und einem Höhenunterschied von etwa 75 Metern beinhalten.

Insgesamt soll das neue Testgelände in Aichi 650 Hektar groß sein.


Donnerstag, 18. Januar 2018

An Hohn nicht mehr zu überbieten: der Nürburgring Totengräber André Schmidt von Dederichs Reinecke hängt sich auch noch prahlend stolz die Nordschleife um den Hals.

Hintergrund, Screenshot.


Sonntag, 07. Januar 2018

Kurt Beck versucht sich in Geschichtsverdrehung zum Thema Nürburgring.

Entgegen aller Gutachten und wirtschaftlicher Prognosen ging dort schief, was schiefgehen konnte.

Meint er in einem Artikel von heute in der Rheinpfalz (Achtung: Link enthält Fotos von Kurt Beck.).

Natürlich ist genau das Gegenteil der Fall: alle, die irgendwie mit dem Nürburgring zu tun haben, haben eindringlich und früh vor den desaströsen Konsequenzen gemahnt. Lange BEVOR am 19.Nov.2007 die Entscheidung zum Bau der Erlebnisregion durchgewunken wurde.

Nur wurde diese unbequeme Kritik in unerträglicher Arroganz von Leuten wie Kurt Beck vom Tisch gewischt.

Von wegen “Nah bei de Leut”. Eher: “Nah bei de Kameras.”

Was ist eigentlich mit seinem Finanzminister Ingolf Deubel? Der im April 2014 zu 3,5 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, aber immer noch frei herumläuft?

Nun laufe das Projekt ganz gut.

Das Denkmal Nordschleife wurde auf zwielichtige Art und Weise in private - russische - Hände verschachert, über 500 Millionen Euro Steuergeld das Klo runtergespült. Und der bräsige Egomane versucht gewohnt herablassend so zu tun, als sei alles in Ordnung.

Dass die Rheinpfalz das kritiklos durchgehen lässt spricht auch Bände.

Wer Becks Zeit als Ministerpräsident auf solche Affären verkürzt, leidet an politischer Amnesie. Wie wenige hat er sich für das Land der Reben und Rüben eingesetzt. Zu seinen großen Verdiensten zählt die Einführung kostenloser Kitaplätze, was ihm viele Eltern nicht vergessen haben dürften. Rheinland-Pfalz ist damit zum Vorreiter in der Bundesrepublik geworden.

Hier ist mal eine Tabelle (Quelle), wie Rheinland-Pfalz über die Jahre Geber- und Nehmerland im Länderfinanzausgleich war. Ich schreibe das als Einwohner in NRW, der jeden Monat brav für den Kindergarten bezahlen darf. Stellt sich raus: Rheinland-Pfalz war noch nie Geberland!

Womit die Frage berechtigt ist, WER hier an politischer Amnesie leidet. Auf Kosten anderer den großen Gönner spielen, das passt gut in das Bild, das ich von Kurt Beck habe.

KurtBeck | Rheinpfalz | Erlebnisgrab | Insolvenz |


Freitag, 29. Dezember 2017

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

Es war für mich ein aufregendes Jahr aus Blogger-Perspektive, denn im Mai habe ich das Layout für den Auftritt hier ziemlich umgekrempelt. Obwohl es harmlos aussieht, war es für mich ein Kraftakt, denn die Programmierung für den Blog hier ist alles Handarbeit: built, not bought.

Nicht nur das Layout ist angepasst, auch das Einstellen von Texten konnte ich besser auf meine Bedürfnisse anpassen. Und mir ein Ziel gesetzt: jeden Tag neue Inhalte.

Für so eine hohe Schlagzahl neben der normalen Berufstätigkeit musste ich auch einiges an meinem Tagesablauf optimieren - inzwischen nutze ich öffentliche Verkehrsmittel und morgens klingelt mein Wecker um Fünf. Warum das Ganze? Ich konsumiere gerne Inhalte - aber ebenso gerne schreibe ich auch selber - ich würde es nicht machen, wenn es keinen Spaß macht. Ich nutze meinen langen Arbeitsweg als Pendler (einmal von Süden nach Norden quer durch Köln) und weiß inzwischen auch in welchen Cafés ich Stromanschluss und gute Netzverbindung habe.

So ein Jahresrückblick ist immer eine gute Zeit zur Reflexion - und da möchte ich die Gelegenheit nutzen meiner Frau und unserem unbeschreiblichen Töchterchen zu danken: Familie und Gesundheit sind der Anker in meinem Leben, ohne den ich die Muße und Energie für den Blog nicht aufbringen könnte. Ein dicker Kuss für meine wunderbaren Frauen!

Und was ist inhaltsmäßig hier so gelaufen in 2017?

Auch wenn das Archiv die Themen schon vorsortiert, die Höhepunkte verdienen noch einmal das Rampenlicht.

An erster Stelle natürlich die Motorsport-lastigen Veranstaltungen, die ich 2017 besuchen konnte: IDM, 24h-Rennen, Le Mans, Goodwood Festival of Speed, Eifel-Rallye, GT-Masters, Rallye Köln-Ahrweiler, Motorsport Expo, und die Retro Classics.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

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Strammes Programm, aber auch ebenso strammer Spaß!

Es gab aber noch mehr Gelegenheiten für Mikeberichte: Bas Keep und das Fiesta ST Behind-the-Scenes, mein Besuch beim Kölner Startup Evopark, das ZO832 Treffen, und FC Köln gegen Arsenal London.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

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Getestet habe ich dieses Jahr auch: Honda Fireblade + CB 1100 + X-ADV, Ducati 959 Panigale und zwei Canon Kameras: die 7D MkII und die 200D im Vergleich zur 100D.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

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renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

Wobei ich nicht vor die Tür gehen muss, um mich mit Themen auseinander zu setzen. Dieselgate ist im Blog sehr präsent, die hohen Gefängnisstrafen für James Liang und Oliver Schmidt konnte ich nicht unkommentiert lassen - war mir sogar eine Zeichnung wert:

Mike Frison / renn.tv

Lange wurde sie vermisst, endlich ist sie wieder da: die 20832.com/wetter Seite mit Webcams und Regenradar von GP-Strecke und Nordschleife.

Sehr gefreut habe ich mich über den 70. Geburtstag von Walter Röhrl und Maxim Martin’s Wechsel zu Aston Martin war mir ein Rückblick auf seine wilden BMW-Jahre wert. Für beides habe ich mich tief in meinem renn.tv Fotoarchiv eingebuddelt. Auch als der Nordschleifen-Unfall von Toto Wolff wieder thematisiert wurde, habe ich mal in der Vergangenheit gekramt.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

Etwas zwielichtig war der Floersch Formel 4 Vorfall - solche fragwürdigen Ereignisse wecken schnell meine Neugier. Ebenso wie die Fragestellung wieviel solare Dachfläche man benötigt, um 10.000 km mit dem E-Auto zu fahren. Und dass N-Aufkleber vom Auto geklaut werden, das hatten wir bisher auch noch nicht.

Ein intensives 2017 neigt sich dem Ende - und ich freue mich schon auf 2018! Große Pläne habe ich keine, läuft!

Kommt gut rein! Und lasst mir doch ein Feedback zukommen, würde mich sehr freuen.

renn.tv Blog - 2017er Jahresrückblick.

Rückblick | Jahresrückblick | MikesBlog | Blogger |


Donnerstag, 30. November 2017

Jetzt gibt es schon einen Nordschleife-Rekord für Autos mit Anhänger.

Von Moetefindt Fahrzeugbau - Patrick Simon am Steuer. 12:06 Min. sind dabei rausgekommen - als Video gibt es aber nur eine editierte Kurzfassung. (Via.)

Rekord | PatrickSimon | Moetefind |


Webcams und Wetter für Nürburgring und Nordschleife.

Alles auf einen Blick - auch über 20832.com/wetter zu erreichen:

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

Nordschleife:

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

Breidscheid:

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

Breidscheid / E-Unit:

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

GP-Strecke:

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

Döttinger Höhe:

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

Nürburg:

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

Adenau, Kaufhaus Fabry:

EDIT:

Leider lässt die Bandbreite der Fabry-Kamera keine Einbettung zu, daher hier der Link.

Deutschlandwetter heute, morgen, die nächsten Tage, Video.

Regenradar Deutscher Wetterdienst:

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

Wetter | Webcam | Nürburgring | Nordschleife | Regenradar | Adenau | Nürburg | Breidscheid | DöttingerHöhe |


Montag, 27. November 2017

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Eigentlich war ich ja erst vor 2 Wochen auf der Messe Köln - zur Motorsport Expo. Aber wenn sie einem schon die Messen nach Hause tragen, dann nehm ich das natürlich mit.

Die Retro Classics war noch nie in Köln und wurde auch von der Messe Stuttgart durchgeführt - bzw. dort musste ich mich akkreditieren.

Bei einer Stadt mit soviel Benzin im Blut - was kann da schon schiefgehen?

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Das Problem war: man konnte sich stundenlang bei den einzelnen Exponaten aufhalten.

Ob Unimog:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… oder Lanz Bulldog - nach meiner 1.Stunde war ich erst einen Messestand weit gekommen.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Diese wuchtige Maschine hat mich mächtig in ihren Bann gezogen - es ist ein mobiler Dampfmaschinenantrieb.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Von Lanz. Und kann man sogar kaufen.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Und an dem Stand wurde man in feinstem Eifler Dialekt über die technischen Raffinessen des Monsters aufgeklärt. Wie z.B. die Holzsorte der Bremsbeläge.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Das Schöne ist, dass man die Firma auch besuchen kann: Herbert Durben residiert in Rüber und Samstags ist Besuchstag.

Sie hatten aber noch was Feines an dem Stand, nämlich dieses Kettcar:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Mit verstellbarer Lenksäule:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… und einstellbarem Sitz:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Natürlich auch einstellbarer Power:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Da haben schon einige Artisten dran gedreht:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… und es gibt sogar einen Ken Block Hebel:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

MADE IN HOLLAND sieht man auf Reifen auch eher selten - könnte noch die Originalausrüstung sein:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Natürlich konnte man das Exponat direkt vor Ort probefahren:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Der kartende Sprössling gehört übrigens zu Hobscotch - einem bloggenden Kölner, mit dem ich in’s Gespräch gekommen bin. Schaut Euch mal bei ihm um - hobscotch.de - hat interessante Themen am Start. Hier ist er im Einsatz:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

So richtig vorwärts gekommen auf der Messe war ich zwar noch nicht - war aber auch nicht schlimm, es gab immer was zu gucken und zu erzählen. Zum Beispiel diese Isetta, die keine Isetta ist sondern ein BMW 600:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Wer errät denn die Funktion dieses Schlüssels?

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Und Automatik war das seltene Stück auch noch:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Das Ganze auf zierlichen 12 Zoll Reifen rollend:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Weiter bei BMW das hier - und ich dachte: Faltenbälge habe ich auch lange nicht mehr gesehen.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Bei dem BMW 600 hörte ich von einem elektrischen Microlino, der um die Ecke stehen soll. Nix wie hin:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Stellt sich raus, der ist von der schweizer Firma Micro Mobility Systems, von der wir auch Tretroller hier zuhause im Einsatz haben.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Dieser Tretroller ist allerdings elektrisch und zaubert stramme 500 Watt an das unauffällige Hinterrad:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Ihr wisst schon was jetzt kommt:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Hört auf den Namen eMicro One und im Fahrerlager wohl kaum zu übertreffen. Reichweite in etwa so viel wie er wiegt und ist mit 7,5 kg sehr leicht.

Den Microlino konnte ich leider noch nicht probefahren - aber probesitzen ging:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Das ist der erste Prototyp - ist ein schickes Auto:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… und die Ursprünge unverkennbar:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Soll 15kW bekommen, ist vorbestellbar und schon im Frühjahr soll die Auslieferung beginnen: microlino-car.com.

Der Urahn - also die Isetta - ist kein Bug, sondern ein Feature. Das sei auch OK, weil wenn ein Patent bzw. ein Design 50 Jahre nicht genutzt wurde, entfällt es. Da hat sich BMW offensichtlich gut den Rang ablaufen lassen.

Direkt neben dem zierlichen Microlino hatte Tesla sein Model X aufgebaut:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Schöner elektrischer Kontrast:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Für mich steht die Testfahrt im Tesla immer noch aus - der extravagante Siebensitzer hat mich wieder daran erinnert.

Zurück zum eigentlich Thema der Messe habe ich aber ganz schnell wieder gefunden:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Der schicke Kremer Porsche powered by dp Motorsport hat eine irre Präsenz:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Und wenn ein Aufkleber seit den 70ern im Einsatz ist, darf er sich ruhig etwas Patina zulegen:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Ich habe sogar noch ein zweites N gefunden - ebenfalls auf einem Kremer Porsche:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

So nahe am Auspuff kommt es gut in’s Schwitzen - hält aber tapfer durch.

Porsche gab es auf der Messe natürlich einige - einer schöner als der andere:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Wobei inzwischen auch die Zettis so langsam auf die Ausstellungsfläche finden:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… zumindest für die armen Säcke, die sich keinen M1 leisten können:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Der hatte damals übrigens schon WLAN:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Manchen Gebrauchtwagenhändlern sieht man ihren Beruf schon auf den ersten Blick an:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… bei manchen Gebrauchtwagen das Alter aber erst auf den zweiten oder dritten Blick:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Bei dieser Zündapp wurde ich stutzig:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Erstmal, weil sie so neu war - und dann wegen der Wasserkühlung. Aber als ich die Pedale gesehen habe, wusste ich nicht mehr weiter.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Stellt sich raus, das war ein spezielles Modell für Holland, da galt das dann als Fahrrad. Hätte ich auch selber drauf kommen können. Absolute Augenweide - muss aber erst noch eingefahren werden:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Es wurde dann doch noch etwas sportlicher - ich kann ja auch nicht raus aus meiner Haut:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Bei diesem Formel 1:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… sehe ich im Hintergrund auf einmal diesen Herren:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… und es stellt sich raus, dass Formel 1 und Marco Werner zusammengehören: es ist sein eigener. Er hat schöne Geschichten erzählt - von damals und heute - und das Permitgedrisse geht ihm genauso auf den Sack wie mir. Den Formel 1 hatte er sich heftiger vorgestellt - da merkt der LMP1 Fahrer dann auf einmal, dass die Prototypen schon irre schnelle Fahrzeuge sind.

Auch wenn es im Cockpit ziemlich eng zugeht:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… das Gerät ist der Hammer:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Als dann auch noch die Schillers aufgeschlagen sind:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… war für mich klar: mehr Messestände sind heute nicht mehr drin.

Fabian hat eine beeindruckende Saison hingelegt - und in der Blancpain Sprint Serie den Silver Cup gewonnen. Und auf der Nordschleife 8:21 im Cup Porsche gefahren. Den Namen werden wir noch öfter hören, denn er ist erst 20.

Richtung Ausgang ist mir dann noch aufgefallen, dass ein Ferrari auch so aussehen kann:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… die Autos früher einfach mehr Charakter hatten:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… der Porsche Diesel damals noch nicht ahnte, wie er einmal Betrugswerkzeug werden könnte:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… und ich wohl auch langsam zum alten Eisen gehöre, wenn unsere Autos von damals inzwischen auf der Oldtimermesse stehen:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Fast überflüssig zu erwähnen, dass sich der Ausflug voll gelohnt hat. Ich hoffe die Messe etabliert sich als fester Bestandteil im Kalender!

RetroClassics | Messe | Mikebericht | Mikefotos | Köln |


Dienstag, 21. November 2017

Nordschleife ist ein gefragter Strava Spot.

Strava - die Sport App - hat eine Heatmap veröffentlicht.

Der Nabel der Welt ist deutlich zu erkennen:

Strava Heatmap mit Nordschleife.

Strava | Kottke | Heatmap | Nordschleife |


Samstag, 04. November 2017

Das neue 2017er N24h-Buch.

Kommt am Donnerstag raus und kann ab jetzt beim Gruppe C Verlag für 40€ bestellt werden.

N24h | GruppeCVerlag | Upietz | 24hRennen | Jahrbuch |


Mittwoch, 01. November 2017

Kurze Durchsage der Touristenfahrten Rennleitung: auch auf der Nordschleife muss auf Sicht gefahren werden.

Grund ist die gestrige Gruppenkaltverformung Anfahrt Hatzenbach (PM der Polizei, Videoszenen nach dem Unfall).

Touristenfahrten | Nordschleife |


Samstag, 28. Oktober 2017

Video: Mission E Prototyp auf der Nordschleife.

Die Porsche Versuchsfahrzeuge drehen fleißig ihre Runden, nach den Fotos gibt es jetzt auch ein Video vom Mission E.

Eigentlich erstaunlich, weil es das Auto erst in 2 Jahren zu kaufen geben wird (Ende 2019) - also nach der nächsten IAA.

Porsche | MissionE | Prototyp | Norschleife | Video |


Donnerstag, 19. Oktober 2017

VW entwickelt Elektrorenner für Pikes Peak.

Auf der Suche nach einer elektrischen Herausforderung für die gelangweilte Sportabteilung ist man also beim berühmten amerikanischen Bergrennen gelandet:

Laut der Pressemitteilung wollen sie sich am elektrischen Rekord messen:

Der Rekord in der Klasse der Elektro-Prototypen liegt derzeit bei 8.57,118 Minuten und wurde 2016 vom US-Amerikaner Rhys Millen (e0 PP100) aufgestellt.

Das ist zwar richtig, aber es gab schon den Fall, dass ein Elektroauto den Gesamtsieg einfährt (2015) - dafür reichte eine 9:07 Min. Wenn Peugeot mitfährt, dann muss man allerdings mit 8:14 Min. rechnen. Vor allem wenn - wie 2013 - Sébastien Loeb im Cockpit sitzt. Walter Röhrl´s Quattro Auftritt vor 30 Jahren war übrigens nach 10:48 Min. beendet - der Erste unter 11 Min. Damals allerdings noch auf Schotter.

Die Länge der Pikes Peak Strecke ist übrigens 20 km - also in unserer Währung eine Runde Nordschleife. Und natürlich wollen wir den Pikes Peak VW auch auf einer Rekordrunde in der Eifel sehen! Ich wette das steht schon im Lastenheft.

Volkswagen | PikesPeak | Elektro |


Montag, 09. Oktober 2017

Wer ist schuld an den Problemen der DTM?

Da sind sich die beiden Österreicher - Gerhard Berger und Hans Joachim Stuck - einig:

Zu meinen Zeiten waren wir auch immer regelmäßig in den 3. Programmen, aber da läuft so gut wie nichts. Warum?"

Die 3.Programme sind schuld!

Sportlich gehe es so eng zu wie vermutlich nie zuvor in der Geschichte der DTM. "16 Autos in einer Sekunde - wo gibt es denn sowas?", fragt Stuck.

Auf der Nordschleife sicher nicht. Das geht nur, wenn man GP Strecke Kurzanbindung fährt. Und das mit den 16 Autos wird bald schwierig.

Und Berger freut sich über die gemeinsame Richtung, die er und der DMSB-Präsident eingeschlagen hätten: "Wir beide denken zuerst Sport, dann das andere. Also nicht zuerst das Geschäft. Was macht den Sport geil - darum geht's."

Da habe ich aber eine komplett andere Wahrnehmung.

Wer noch ein paar Kracher verkraftet, hier noch ein aktueller Text.

Stuck | Berger | TourenwagenMasters |


Mittwoch, 27. September 2017

Video: Porsche 911 GT2 RS mit Lars Kern in 6:47,3 Min.

Das Schönste an einer Rekordfahrt ist immer das Onboardvideo:

youtu.be/Fh8_2zQZ3xM

Hier der Porschetext dazu - tolle Geste den Entwicklungsfahrer Lars Kern vorzustellen, der die Runde fährt. Ist nicht selbstverständlich, weil die Automarken normalerweise immer nur sich selber im Rampenlicht sehen wollen. Ein Schnitt von 184 km/h - das ist schon schwer stramm. Die 700 PS von dem Auto bei vollgetankt unter 1.500 kg aber auch.

Verglichen mit der VLN-Runde wohl so in der Gegend von 8:25 würde ich schätzen.

Allerdings ist der Über-McLaren 6:43,2 gefahren und Peter Dumbreck im elektrischen NIO EP9 war mit 6:45,9 auch schneller.

Dass die Porsche-Speerspitze sich mal bei einem Elektroauto hinten anstellen muss!

Onboard | Rekord | LarsKern | Porsche | 911GT2RS |


Samstag, 23. September 2017

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest mit Wanderung durch Köln.

Meine Waffe der Wahl ist die Canon EOS 100D - und das schon ein paar Jahre lang. Eigentlich war das nicht geplant, ich wollte ursprünglich was Kleines und Kompaktes, das trotzdem viele Möglichkeiten bietet. Denn bei den Events, die ich besuche, geht es auch darum flexibel und beweglich zu sein - man weiß nie, was auf einen zukommt.

Mein Exemplar ist von 2013, sieht aus wie neu und hat mich noch nie im Stich gelassen. Ich passe zwar auf mein Material auf, aber am Ende ist es ein Werkzeug, das auch im harten Einsatz Leistung zeigen muss. In der Praxis hat mich die Vielseitigkeit dann so sehr überzeugt, dass ich mehr und mehr die große Kamera mit den fetten Objektiven zuhause gelassen habe.

Bei meinen 24h-Donnerstag-Wanderungen um die Nordschleife kann man das ja noch verstehen - wer will schon ein 300er 2.8 beim Wandern schleppen. Aber auch in Le Mans oder Goodwood war ich nur mit der 100D ausgerüstet und ich fand es mega. Es ist aber auch immer eine schöne Herausforderung, trotz des Spiegelreflexzwerges und den Kitobjektiven schöne Bilder zu schießen. Und mit den riesigen Speicherchips heute und einem 2.Akku - der ja auch schön klein ist - kommt man auch nicht an Kapazitätsgrenzen.

Inzwischen hat die 100D einen Nachfolger: die 200D. Und als ich kürzlich von Canon die 7D MkII zum Testen bekommen habe, hab ich mich natürlich direkt im Anschluss mal für die 200D gemeldet. Hat etwas gedauert, weil das neue Modell ist aktuell bei den Magazinen begehrt, aber letzte Woche kam die Nachricht - ich hatte gar nicht mehr dran gedacht und umso schöner, dass Canon mich noch auf dem Zettel hatte. Ein Tag später war das Paket zuhause - voilá:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Der große Unterschied zur 100er: Ausklappbildschirm und eingebautes WLAN:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Und für mich natürlich am spannendsten: ist sie größer geworden? Schwerer?

Der Formfaktor hat sich tatsächlich leicht geändert - der Griff ist jetzt griffiger - links die EOS 200D und rechts im Vergleich meine 100D:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Für meine großen Hände nicht so wirklich von Vorteil, aber wenn man die Kamera in der Hand trägt, dann kann man sie sicher greifen - ist auf jeden Fall auch kein Nachteil und ich habe mich schnell dran gewöhnt. Ich schätze mal, die brauchten bei Canon etwas mehr Raum zur Unterbringung von Komponenten - kann man so machen.

Ansonsten von der Größe her sind die beiden Modelle vergleichbar - von vorne:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

… ebenso wie von hinten:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Und wie sieht es jetzt aus mit dem Gewicht? In der Hand merkt man, dass die Neue schwerer geworden ist - was sich auch auf der Waage bestätigt:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

48 Gramm hört sich jetzt nicht viel an, aber es sind 12% die man merkt. Der Akku ist auch leicht größer geworden - und minimal schwerer - hat jetzt 1.040 mAh und hört auf den Namen LP-E17. Und ist natürlich nicht kompatibel zu dem alten LP-E12 der 100er, der 875 mAh hat:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

In der 200er kam ich mit voller Akkuladung 250 Bilder weit, allerdings hatte ich auch beim Fotografieren den Monitor immer Einsatz, nachdem ich mich mal dran gewöhnt hatte.

Zum Testen war ich diesmal im Gegensatz zur 7D nicht bei einem Rennevent - ich musste nach Köln und hatte den ganzen Nachmittag Zeit - also hab ich mich mal umgesehen und dabei die Kamera ausprobiert:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Das mit dem Ausklappmonitor ist ein großer Zugewinn. Mit ist wieder eingefallen, wie gerne ich über den Monitor arbeite. Das kommt aus der Videofilmerei - statt sich das Gerät vor’s Gesicht zu halten kann man bequem aus der Hüfte arbeiten. Gerade in der Stadt hat das den Vorteil, dass die Leute sich nicht so fotografiert vorkommen und man unbemerkt schöne Schnappschüsse schießen kann:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Sogar Mitzieher sind mit etwas Übung kein Problem. Hier noch einer:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Das Bild mit der Straßenbahn hab ich im Sitzen gemacht - wieder über den Monitor fotografiert - kleine Kaffeepause vor der Bäckerei:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Dieses Selfie-Selfie habe ich natürlich auch über den Monitor ausgerichtet - das wäre mit der 100D eigentlich gar nicht gegangen - dadurch eröffnen sich wieder neue Gestaltungsmöglichkeiten.

WLAN habe ich auch hinbekommen, aber es war etwas fummelig:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Ähnlich kompliziert wie mit meiner WLAN SD Karte, aber dafür überträgt es ziemlich schnell und das ist ja auch schon was. Und noch ein großer Vorteil: man kann nur in RAW fotografieren und trotzdem die Bilder im Handy in JPEG empfangen. Ich schätze das wird vor der Übertragung konvertiert. Mir ist eigentlich auch egal wie sie es machen - dass man nicht JPEG und RAW gleichzeitig aufnehmen muss, nur um ab und zu was auf Instagram hochzuladen, ist schon ein Vorteil - besonders in der Geschwindigkeit. Klar, die Kamera hat ja auch weniger zu tun.

Apropos RAW: wenn ihr es noch nicht macht, solltet ihr unbedingt umstellen. Die Fülle an Bildinformationen ist ungleich höher und man kann viel besser nachträgliche Korrekturen für Belichtung oder Farbe anwenden. Ich benutze Lightroom für Archivierung und Nachbearbeitung, die Integration der RAW Bilder funktioniert nahtlos - merkt man garnicht.

Doch zurück zur 200D. Eigentlich dachte ich, ich würde wie gehabt meine beiden Objektive einsetzen, aber Canon hat mir den Kit mit dem 18–135mm Objektiv geschickt - das kannte ich bisher noch nicht. Also ausprobieren! Aber erstmal auf die Waage damit, denn wie schon die 200D kam es mir recht schwer vor:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Sogar schwerer als mein 55–250mm Tele, aber es hat dafür auch einen größeren Durchmesser - geht also mehr Licht durch. Und das merkt man - besonders in Situationen mit großem Hell-Dunkel-Spielraum:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Säuft lange nicht so schnell ab, wie ich das eigentlich gewohnt war.

Ist schon eine andere Liga und mit 18–135mm ist man sowohl nah als auch fern super ausgestattet. Besonders auf so einer Sightseeingtour, wie ich das gemacht habe:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Noch viele weitere Bilder findet ihr unten in der Galerie - mit hat es viel Spaß gemacht damit zu arbeiten. Besonders der Ausklappmonitor hat es mir angetan. Sollte auch den Videofilmern gefallen - bis dahin habe ich mich noch gar nicht vorgerobbt - bin erstmal nur beim Fotografieren geblieben.

Und weil ich das Testexemplar wieder zurückschicken muss, steht für mich jetzt die Frage im Raum: kauf ich mir eine?

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Hier wie versprochen noch mehr Beispielbilder und zugleich auch ein kleiner Stadtrundgang durch Köln Sülz und Weyertal. Die Bilder habe ich dezent über Lightroom in der Belichtung angepasst - das wäre sonst unfair der Kamera gegenüber. Die Automatik belichtet tadellos, aber manchmal setzt man nicht den richtigen Belichtungspunkt und das lässt sich am Computerbildschirm dann gut optimieren.

Die Canon EOS 200D gibt es seit Juli bei Amazon z.B. im Programm - entweder nur der Body (540 €) oder mit Kitobjektiv 18–135mm, das ich hier benutzt habe (885 €). Mit dem 18–55mm Objektiv gibt es sie auch für 620 €.

Falls hier auch jemand mit der 100er bzw. 200er fotografiert, würde ich mich über Rückmeldung freuen - natürlich auch, wenn euch der Test gefallen hat oder ich euch Anregungen geben konnte.

Canon | EOS200D | EOS100D | Miketest | Köln | Sightseeing | Mikefotos |


Mittwoch, 20. September 2017

Rennabbruch wegen Schulbus auf der Strecke.

OK - auf der Nordschleife sind wir Busse gewohnt bei den Tourist Trophies um die goldene Ananas. Aber auf der Rundstrecke?!


Freitag, 25. August 2017

Audi´s Elektrotrumm - kurz ´E-Tron´ - dreht schon auf der Nordschleife seine Abstimmungsrunden.


Dienstag, 15. August 2017

Onboard: BMW HP4 Race mit Peter Hickman bei der Isle of Man.

Mega - wieviele Kameras haben die denn da eingebaut!?

youtu.be/ugZKd4mqvwQ

Von IOMTT Videos kann ich nicht genug kriegen - quasi die Ersatzdroge, weil auf der Nordschleife keine Motorradrennen mehr gefahren werden.

IOMTT | Onboard | Hickman | HP4Race |


Wenn auf der Nordschleife bei Touristenfahrten ein Unfall passiert und zeitgleich auf der GP-Strecke der OGP stattfindet, dann lautet die Überschrift natürlich: Schwerer Unfall beim Oldtimer Grand Prix auf dem Nürburgring.


Donnerstag, 03. August 2017

Kaum ist Sommerloch, da soll die Formel 1 auf der Nordschleife fahren. Bitte nicht im Traum dran denken - wir wissen ja was die Formel 1 aus Rennstrecken macht: klinisch tote Betonwüsten.


Donnerstag, 20. Juli 2017

BMW M8 GTE für Le Mans: Schlachtschiff oder Rennwagen?

Heute hat BMW erste Bilder veröffentlicht ihrer Le Mans Waffe - den M8:

BMW M8 GTE

Ausgerechnet am Lausitzring wurde der 3-tägige Rollout gemacht - die Strecke braucht sich ja über fehlende Schlagzeilen im Moment nicht beschweren.

BMW M8 GTE

Natürlich ist die Freude groß, dass BMW wieder in Le Mans bzw. in der FIA WEC an den Start gehen wird. Das sind gute Nachrichten. Aber das Auge fährt doch mit?!

BMW M8 GTE

Der M6 GT3 war schon dick, aber der M8 setzt noch ordentlich einen drauf. Balance of Performance macht’s möglich - heutzutage müssen Rennautos nicht mehr wie Rennautos aussehen, sie werden einfach konkurrenzfähig ge-BOP’d.

Rein optisch scheint der Wagen relativ kleine Räder zu haben, aber ich fürchte das täuscht: die Riesenräder sehen einfach so klein aus, weil das Auto einfach noch riesiger ist.

Erinnert ihr euch noch an den X5, mit dem HJS mal über die Nordschleife gefahren ist? Mit Le Mans Motor? Hier das Video. Der SUV wirkt ja richtig zierlich verglichen mit dem neuen M8 Panzer:

BMW M8 GTE

BMWM8 | LeMans | FIAGTE |


Donnerstag, 13. Juli 2017

Der Oldtimer Grand Prix findet auf der Nordschleife quasi nicht mehr statt - nur ein Trackday am Freitag.


Mittwoch, 05. Juli 2017

Günther Wiesinger hat wieder was zum IDM-Lästern gefunden.

Da hat er ganz schön suchen müssen:

Deshalb war es Ehrensache für Herrn Schröter, auf dem Weg zum IDM-Event in Zolder (das ist schon das zweite Rennen in diesem Jahr!) auf dem Nürburgring Station zu machen, genauer gesagt auf der Nordschleife.

Es geht um das M6 Safety Car - jetzt am Wochenende macht die IDM in Zolder Station. Viel verwerflicher wäre es doch, wenn er das NICHT gemacht hätte! Statt sich zu freuen, dass engagierte und benzinverrückte Macher die IDM am Laufen halten, wird jede Mücke aufgegriffen und polemisch durch’s Dorf getrieben - und der Organisator Schrotti zum “ominösen Herrn Schröter” runterstilisiert.

Kann man nicht mehr ernst nehmen.

Wiesinger | Schröter | IDM1000 |


Sonntag, 25. Juni 2017

Ducatifiziert: Eine Woche 959 Panigale Miketest - Tag 7 von 7 - und Fazit.

Für den Sonntag - und damit den letzten Tag meiner Panigalewoche - habe ich mir etwas Besonderes aufgehoben:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Auf der Nordschleife war ich bestimmt 10 Jahre nicht mehr. Das hatte mehrere Gründe, aber hauptsächlich in Ermangelung eines geeigneten Fahruntersatzes. Richtung Eifel war ich schon gestern unterwegs, aber heute hatte ich mehr Zeit und mir extra für 6 Uhr den Wecker gestellt. Denn wenn ich fahren sollte, dann direkt früh morgens, wenn der Verkehr auf der Strecke noch dünn und entspannt ist.

Am Motorsport-Tempel angekommen:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

… waren die Bedigungen perfekt und das erfahrene Personal wie immer glänzender Laune:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Schön, dass es beiden - also der Nordschleife und Strack’s Rainer - den Umständen entsprechend gut geht! Nachdem ich das Kleingedruckte weggeklickt hatte …

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

…zog ich mir ein Ticket für 2 Runden - inklusive der halben Runde ab Breidscheidauffahrt. Stramme 77 Euro sind dafür fällig - ein Haufen Kohle für 50 km Landstrasse. Aber ich wollte mir und der Duc zum Abschluss was Gutes gönnen, also drauf geschi**en.

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Natürlich ohne dass uns beiden nur ein Haar gekrümmt wird und entsprechend vorsichtig bin ich über die Bahn gerollt. Was mit der 959 sehr gut funktioniert, zum einen natürlich wegen dem unerschütterlichen Fahrwerk und zum anderen wegen dem drehmomentstarken Motor, der schön aus dem Keller zieht, wenn man nicht unbedingt auf Zeitenjagd unterwegs ist.

Wobei sich die Rundenzeiten mit dem Griff zur Rechten gut runterschrauben lassen: einfach die Gänge länger ausdrehen - kein Problem trotz faustdicker Kolben.

Sonntags morgens ist der Verkehr wirklich überschaubar und im Grunde hat sich auf der Nordschleife das bestätigt, was sich auf der Landstraße schon angedeutet hat: unerschütterliches Fahrwerk mit starker Vorderradführung.

Die Strecke war noch etwas rutschig wegen der VLN am Tag vorher - die ja der Wochenspiegel Ferrari gewonnen hat - und entsprechend vorsichtig war ich unterwegs. Es war auch nicht so warm - 17°C scheint die optimale Umgebungstemperatur zu sein, damit es einem nicht zu heiß wird vom Motor her.

Obwohl verhalten unterwegs, gingen auch diese zwei Runden wieder viel zu schnell rum und trotz meiner langen Pause fühlte ich mich sofort wieder zuhause. Quiddelbacher Höhe ist ungewohnt, aber es macht die Zufahrt zum Schwedenkreuz spannender. Nicht nur dort hat mir der Wheelie gefehlt: die Motronic hat auch die anderen unterdrückt, z.B. Anfahrt Karussell. Ich hätte auch von “Sport” auf Race" Setting erhöhen können, aber das habe ich mir gespart - sollte ja eine Genussfahrt werden und kein Rundenrekord.

Zurück oben an der Touri-Einfahrt erstmal Kaffeepause:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

… und gucken was sonst so geht:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Wie immer ein Mix Verrückter - im positiven Sinne - man könnte stundenlang nur sitzen und gucken. Schön auch, dass den Zweirädern Zimmer mit Aussicht zugestanden werden:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Wobei natürlich am Wochenende zu den teureren Preisen bevorzugt die Non-Locals unterwegs sind:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Jedenfalls fühlt sich die Duc hier am wohlsten - Rennstrecke, das ist ihr Metier.

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Zurück zum Huth sing Buhd hat es pünktlich angefangen zu regnen - Prima! - denn das fehlte mir noch zur Komplettierung meiner Testwoche. Also WET gewählt und ab die Post:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Man kann ja zu dem elektronischen Schnickschnack sagen was man will, aber bei solchen Gelegenheiten sage ich auch nicht nein. Der Motor läuft in einem anderen Setting, genauso wie Traktionskontrolle und ABS. Man kann zwar alles beliebig verstellen einstellen, aber standardmäßig ist nur bei WET das Hinterrad-ABS aktiv. Keine sooo schlechte Strategie im Regen.

Ich hatte mich gewundert, dass der Achim gar nicht auf der Bahn war - das ist eigentlich Ringminiwetter:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Für mich hieß es noch eine Abschiedspommes und ab nach Hause:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

… um pünktlich ab Mittag den Sonntag der Familie zu widmen.

Dieser Hinterreifen:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

… hat exakt 836,4 km auf der Uhr:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Dafür sieht der doch gar nicht schlecht aus.

Damit geht sie zu Ende meine Ducatiwoche und auch die erste Begegnung mit diesen brummigen Zweizylindern.

Fazit:

Ein echtes Männermotorrad das gebändigt werden will, dann aber mit Motor und Fahrwerk begeistert.

Inzwischen ist sie schon wieder eingeladen, morgen geht sie zum Ducati-Fuhrpark zurück:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Ein bisschen fehlt sie mir jetzt schon - sowas würde ich auch nicht von der Garageneinfahrtskante stoßen!

Ducati | 959Panigale | Miketest |


Erster VLN Gesamtsieg für Georg Weiss und den Wochenspiegel-Ferrari.

Schöne Überraschung bei VLN 3, so viele Höhen und Tiefen hat selten ein Langstreckenteam erlebt. Keiner wusste vor der diesjährigen Saison, wie sich der 488 auf der Nordschleife schlagen wird, da ist der Georg volles Risiko gegangen und hat mit Michele Rinaldi auch genau das richtige Team gefunden. Und in Padua wird sich Cristiano Michelotto freuen - dort verfolgt man die Eifeler Langstrecke mit großem Interesse, der Chef war sogar persönlich zum 24h-Rennen angereist.

Wochenspiegel | Ferrari | VLNLangstrecke |


Freitag, 23. Juni 2017

Onboard: Camaro ZL1 1LE in 7:16,04 Min. auf der Nordschleife.

Das ist ziemlich schnell, Fahrer Bill Wise gibt alles:

youtu.be/t4zSIVpVMaw

Camaro | Chevrolet | Onboard |


Donnerstag, 22. Juni 2017

Boris Becker - die ehemalige Nürburgring-Lichtgestalt - für zahlungsunfähig erklärt.

Aus der Nürburgring Pressemitteilung von 2012:

Boris Becker ist einer der international bekanntesten deutschen Spitzensportler und er besitzt eine hohe Affinität zu Motorsport und automobilem Lifestyle. Boris Becker verkörpert wie der Nürburgring Leistungsbereitschaft, Stärke, Herausforderung und Erfolg“, erläutert Dr. Walter Kafitz, Hauptgeschäftsführer der Nürburgring GmbH, die Wahl Boris Beckers.

Inzwischen ist Walter Kafitz offiziell Verbrecher, Boris Becker droht die Pleite - und die Nordschleife haben die Möchtegerns natürlich mit in den Abgrund gerissen.

Oder wie ein Blogger damals formulierte:

Die Boris-Becker-Nummer war eine der vielen kleinen und großen Sargnägel, die in die Nordschleife getrieben wurden.

BorisBecker | Kafitz | pleite | Insolvenz |


Dienstag, 20. Juni 2017

So sieht übrigens aktuell mein Fuß aus, nachdem ich am 24h-Donnerstag mit falscher Reifenwahl um die Nordschleife gewandert bin. Nur damit Ihr mal seht, was ich auf mich nehme, um Euch mit Bildern zu versorgen ;)


Dienstag, 13. Juni 2017

Zur 90. Nürburgring-Geburtstagsfeier kommt die Nürburgring Classic mit dem Eifelrennen.

Falls am kommenden Wochenende jemand nicht in Le Mans, am Sachsenring oder beim Erzbergrodeo ist: zuhause am Ring ist es auch ganz schön, denn da steht zum ersten Mal die Nürburgring Classic auf dem Programm.

Dicht gepackter Zeitplan besonders auch auf der Nordschleife von Freitag bis Sonntag - also jede Menge Gründe persönlich vorbeizukommen um zu gratulieren.

Classic | Eifelrennen | Geburtstag |


Montag, 12. Juni 2017

Viper per Crowdfunding zum Nordschleifen-Rundenrekord?

Die Viper ACR soll den Nordschleife-Rekord zurückholen - zumindest wenn es nach den Unterstützern einer Kampagne geht, die bereits 170.000 Dollar dafür gesammelt hat. Dominik Farnbacher ist auf der Viper 2012 eine 7:12 gefahren, aber inzwischen wurde die benötigte Zeit für den Rekord ja schon auf 6:43 runtergeschraubt.

Rundenrekord | Viper | Crowdfunding | Farnbacher |


Freitag, 09. Juni 2017

Glickenhaus SCG003 mit 6:33,20 Min. Nordschleifen-Zeit?

Jim Glickenhaus und sein SCG003 war ja beim 24h-Rennen auf der Pole und das Team hat die Runde jetzt nochmal hochgeladen. Und leiten aus der 8:15,427 Min. für die 24h-Variante eine 6:33,20 Min. für die Nordschleife ab.

Sie haben dabei nur gut 2 Sekunden aufgeschlagen für Anfang T13 bis Ende T13. Das ist natürlich etwas wenig, zumal man nach der Hohenrain-Schikane ordentlich in die Eisen steigen muss, um rechts abzubiegen. Konservativ würde man 5 Sek. aufschlagen und dann wäre man mit 6:36 Min. der Sache schon näher, was natürlich immer noch schnell genug ist.

So habe ich es auch damals bei der Uwe Alzen Rekordrunde gemacht, der wäre 2005 etwa 6:40 Min. gefahren mit 5 Sekunden Zuschlag. Und bei der 7:40 Min. vom Audi 200 vor 10 Jahren habe ich sogar 8 Sekunden genommen, um auf der sicheren Seite zu bleiben.

Glickenhaus | Rundenzeit | SCG003 |


Dienstag, 30. Mai 2017

WTCC hatte auch mit Reifenschäden zu kämpfen.

Nicht nur beim N24h, auch beim WTCC Lauf gab es Reifenprobleme:

Die Nürburgring-Nordschleife bleibt für WTCC-Reifenlieferant Yokohama ein schwieriges Pflaster. Auch 2017 traten in den Trainings und den Rennen mehrere Reifenschäden auf, woraufhin der japanische Hersteller im Kreuzfeuer der Kritik steht.


Montag, 29. Mai 2017

Michael Bully Herbig als Beifahrer auf der Nordschleife - mit Uwe Alzen am Steuer.

Hier das Video davon.

Wenn RTL Nitro das nächste Mal was Lustiges machen will, dann brauchen sie nur Uwe Alzen - ohne Beifahrer - in einem schnellen Auto mit viel Verkehr auf der Nordschleife. Bei den Sprüchen bleibt dann garantiert kein Auge trocken - fragt einfach mal jemanden, der ihn schonmal am Funk hatte! Aber das wäre dann vielleicht auch untauglich für dieses RTL-Nitro-Mainstream-Kirmes-Konzept, das sie sich offensichtlich als Ziel gesetzt haben.

Alzen | Onboard |


Freitag, 26. Mai 2017

Mikewalk: 1 x zu Fuß die Nordschleife entlang.

Wie letztes Jahr auch schon hatte ich am 24-Stunden-Donnerstag meine ganz private Vatertagstour: einmal um den kompletten Kurs.

Während unsere Kleine also zuhause das Setup optimiert hat, hat der Papa sich die Füsse wund gelaufen. Sogar wörtlich, weil ich bei der Reifenwahl daneben gegriffen habe: die Socken waren nix. Hab mich durchgebissen, kuriere jetzt meine Blasen aus und habe heute quasi meinen persönlichen Erholungstag. Hat sich trotzdem gelohnt, denn so kommt man überall mal vorbei und auf der Strecke ist auch immer was los - da konnte ich natürlich wieder gigabyteweise Bilder mitbringen.

Los ging es diesmal in Nürburg statt beim Retti, weil ich die Döttinger Höhe lieber am Anfang hinter mich bringe und gepflegt am Hatzenbach im Ziel einlaufen kann.

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Rennaction gab es dann ab Schwalbenschwanz, ich kam noch pünktlich zur RCN, also erstmal am Posten 184 gemütlich gemacht und warmgeknipst:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Auch die RCN hat schöne Autos im Angebot!

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

An der Strecke ging’s dann weiter und noch mehr als letztes Jahr muss sich der Veranstalter natürlich nicht an seine eigenen Vorgaben halten und die Strecke zugänglich machen:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Aber die VIPs sind auch selber schuld, verpassen sie so doch das beste, z.B. die gefährdeten Eifler Tierarten:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

… oder Transportmittel:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Unimogs waren dieses Jahr höher im Kurs als Defender, dieser hier hat sogar das superpassende Nummernschild dazu, MO-G 1958:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Darauf sind sogar die versammelten GT3 neidisch, eine Manta Rennreplika auf dem Campingplatz:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Beim Merchandising war das neue Logo noch nicht wirklich angekommen:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

… und das alte wertstabil:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Weiter Richtung Brünnchen - was mir schon vom Pflanzgarten aus ziemlich evakuiert vorkam:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Der Veranstalter wird es trotzdem irgendwie schaffen, eine Rekordbesucherzahl in Umlauf zu bringen.

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Wie wär’s, wenn man statt Gesamtwochenende einfach das Gesamtjahr nimmt? Vielleicht deswegen diese Überlegungen.

Was soll’s - die, die da waren, hatten ihren Spaß:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Weiter Richtung Wippermann, wo schon die WTCC auf mich wartete:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Und Radio Wippermann! Sehr geil:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Manche hatten allerdings überhaupt keine Probleme damit, denn Weg komplett zuzubauen:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Aber nicht nur das Radio wird inzwischen selbstgemacht, aus die Musik kommt nicht mehr vom Band:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Im Karussell war dann mein persönliches Youngtimer Festival:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

… und dank der coolen UK Streckenposten dort, kann mal als Knipser die Strecke überqueren:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Zur Steilstrecke bin ich auch runter, Pflichtprogramm:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Der Weg entlang unterhalb vom Kesselchen zieht sich ganz gut und dann ist man froh, endlich wieder in der Zivilisation und bei alten Bekannten aufzuschlagen:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

“Bierdose” habe ich genau 1 Jahr nicht gesehen - und wir haben uns letztes Jahr exakt an der selben Stelle getroffen.

Wenn andere in die Oper gehen, lauschen wir der Vollgas-Symphonie im Kesselchen. Hier auch ein kleiner Videoeindruck davon - Lautsprecher aufdrehen!

In Breidscheid wird inzwischen die Wand nicht nur einfach besprüht, sondern stilecht getaggt:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Rutschen waren auch hoch im Kurs, sind die Kinder aus dem Alter raus?

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Weiter Richtung Forst habe ich ein wenig mit der Kamera gespielt - 1/20 funktioniert manchmal:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Das war unterwegs ein Riesen-Ameisenhügel - sehr beeindruckend:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Vorbei am Schwedenkreuz:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

… wird man erstmal von der Beck°Bahn begrüsst. Unterwegs dachte ich, dass sie sich doch eigentlich mal gepflegt in Grund und Boden schämen könnte:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Super Stimmung auch am Hatzenbach:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Und für mich oben angekommen noch Zeit für die WTCC und die abschließende Finisher Pommes!

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Eine pralle Galerie gibt es natürlich auch, klickt mal durch - alle Bilder lassen sich durch Anklicken auf HighRes vergrößern:

Teil 2 der Galerie meiner Nordschleifen-Wanderung gibt es hier.

Mikebericht | N24h | Mikefotos |


Mittwoch, 24. Mai 2017

Eindrücke vom Adenauer Racing Day.

Heute habe ich für mich das 24h-Wochenende gestartet - wie viele andere auch mit dem Adenauer Racing Day. Ein gemütlicher Einstieg, denn morgen wird es wieder ernst für mich: 1 Runde Nordschleife zu Fuß über die Campingplätze außenrum - so wie letztes Jahr auch schon.

Mit Sonnenbrille getarnt habe ich mich auf den Weg gemacht:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

… dann direkt mal über diesen Kandidaten zu stolpern:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Auf einmal ist alles N am Ring - wie unkreativ sind die Leute denn, dass sie sich nichts eigenes ausdenken können? Man meint wir sind mitten in China, Hyundai reitet ja auch voll die N-Welle.

Es gab aber auch stilechte Aufkleber:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Apropos Aufkleber, der könnte aber auch nochmal neu:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Die Geschäfte in Adenau, die noch übrig sind, freuen sich über den Besucheransturm und trauen keiner Wettervorhersage:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Es war gut was los:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

… und Olli & Patrick wie immer fachwissend am Mikro:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

… wobei es schwer werden wird, in der Eifel mehr versammeltes Fachwissen auf engstem Raum zu finden, wie bei diesen beiden hier.

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Erkannt? Jörg Ufer & Marcel Ebeling - sie werden das Rennen wieder am Ticker begleiten (siehe Essential Links).

Nick Catsburg caught gramming:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Ein Autogramm auf einer Bierdose, sowas bringt nur Jörg Müller:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Ich glaube aus dem Jungen wird mal was:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Timo Scheider scheint mich auf seinem Film zu haben:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Ralf Zensen wieder im Mini dabei, der Gesichtsausdruck spricht Bände:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Der Ferrari ist wieder aufgebaut, die Wochenspiegel-Truppe guter Dinge:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

… und haben natürlich die geilsten Poster im ganzen Fahrerlager - Weiss Druck halt:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Insgesamt großes Kino wieder auf der Hauptstraße, klickt auch mal durch die Galerie. Ich bereite mich mal auf morgen vor - 30 km zu Fuß laufe ich auch nur einmal im Jahr! Immerhin sind die Energiespeicher gefüllt - dank Eis mit Oese.

N24h | Mikebericht | Mikefotos | RacingDay | Adenau |


Mittwoch, 17. Mai 2017

Onboardvideo der NIO EP9 Rekordrunde (6:45,9 - elektrisch!)

Am Samstag hatte ich noch gehofft, dass wir auch das Onboardvideo der Runde zu sehen bekommen und 4 Tage später ist es da:

youtu.be/c4MRydmz86E

Mal zum Vergleich: die Rekordrunde von Uwe Alzen, die ich 2005 als DVD produziert habe, ist auf die Nordschleife umgerechnet etwa eine 6:41 Min. Wenn Uwe Alzen im Turbinchen damals jemand erzählt hätte, dass ihm auf so einer Runde 12 Jahre später ein elektrisches Straßenauto im Nacken sitzt, der hätte ihn für ganz schön bekloppt erklärt. Auf der VLN Variante war Uwe’s Runde damals eine offizielle 8:09,949. Die NIO / NextEV Runde jetzt mit Peter Dumbreck also auf VLN umgerechnet irgendwas unter 8:20 Min.

NextEV | NIOEP9 | Rundenrekord | Onboard | Dumbreck |


Dienstag, 16. Mai 2017

Eine gemeinsame Nordschleifen-Langstrecken-Serie und -Wertung von VLN und ADAC Nordrhein?

Zu schön um wahr zu sein. Eigentlich ja grotesk, dass man sich als Konkurrenz sieht, anstatt im Sinne des Sports gemeinsame Sache zu machen. Aber die Egos und die wirtschaftlichen Interessen sind zu groß, um die Hürden zu überwinden. Auch die Ausrichtung ist zu unterschiedlich: während die VLN zumindest noch theoretisch sich selber als Breitensportserie sieht, hat sich der Nordrhein einen Hersteller nach dem anderen geangelt, die wollen sie jetzt - nachdem alle mitspielen - natürlich auch ordentlich melken.

Ich drücke trotzdem die Daumen, dass es klappt - dem Sport wäre damit geholfen. Aber wenn es schiefgeht, dann wird wieder viel Porzellan zerschlagen - und soviel ist jetzt davon auch nicht mehr übrig.

Vor Jahren hatte ich ja schon in Eigeninitiative eine gemeinsame Wertung geführt, die ohne Berücksichtigung der Klassen das Gesamtergebnis in der Langstrecke berücksichtigt - und das 24h-Rennen mit einschließt. Mit den bevorteilten GT3 ist mir aber der Spaß vergangen.

Inzwischen ist wohl jedem klar, dass die getrennte Durchführung von VLN & 24h ein Relikt aus alten Tagen ist - und damit die Rückständigkeit offen zur Schau getragen wird.

N24h | Nordrhein | VLNVV |


Sonntag, 14. Mai 2017

Tragischer Unfall heute auf der Nordschleife, den Brendan Keirle mit dem Leben bezahlen musste. Er ist kein Unbekannter am Ring, hat sich vor Jahren in der Region niedergelassen und das Sliders Guest House betrieben. Er war auch ein guter Freund von Jørund und hat - wenn ich mich recht erinnere - die Bridge-to-Gantry Methode erfunden. In Youtube sind einige seiner schnellen Onboardrunden archiviert.

UPDATE:

Die Ereignisse waren viel dramatischer, als man das für möglich halten konnte. Dale Lomas hat die Hintergründe:

Bren had just sold his beloved Sliders Guesthouse, and was set to leave tomorrow morning. Off to Spain.

Sein letzter Tag am Ring, bevor er der Eifel den Rücken kehrt?

Der Fahrzeugdefekt passierte in der Mutkurve im Klostertal - eine schnelle unübersichtliche Links. Und Dale vermutet, dass Brendan eventuell ankommende Motorradfahrer warnen wollte, weil Öl auf der Fahrbahn sein könnte von dem Defekt:

This afternoon he’s in a car that’s burning oil, maybe even dropping it. Reports are fairly consistent, the affected car pulled over the other side from Mutkurve(Angstkurve) at the top of Klostertal. This is a fast, blind left-hander with more than its fair share of fatalities. Bren knew this. And he knew bikes were behind, maybe going fast.

Sein eigenes Leben geopfert für andere - auf der Strecke, die er liebte - an seinem letzten Tag in der Eifel.


Samstag, 13. Mai 2017

Peter Dumbreck fährt 6:45,9 Min. Rundenrekord im NIO EP9 Elektro-Supersportler.

Damit unterbieten sie nicht nur den Rekord für Elektroautos, den sie übrigens im Oktober selber mit 7:05,12 Min. aufgestellt haben (Onboardvideo), sondern den inoffiziellen Rekord für Produktionsfahrzeuge generell. Denn den hatte vorher Marco Mapelli für Lamborghini im Huracán in 6:52,01 Min. (Onboardvideo), davor war Marc Lieb 2013 mit dem 918 Spyder eine 6:57 Min. Runde gefahren (Onboardvideo).

Peter Dumbreck auf Twitter:

The NIO EP9 and I broke the production car record around the Nordschleife today. Mega (Watt) effort by all in production of this car!

Von der NIO Rekordfahrt gibt's außer der 7:05’er Runde oben noch kein Video - kommt hoffentlich noch.

Der EP9 fährt jedenfalls alles im 1.Gang - mehr hat er nicht. Das war ja auch schon bei der Toyota Rekordfahrt mit Jochen Krumbach so - das war 2012 und da reichte eine 7:22 Min. für Rekord-Schlagzeilen. Die Geräuschkulisse ist jedenfalls krass - hört sich an, als würde das Geschoss jeden Moment Raum und Zeit durchbrechen!

Halten wir den historischen Moment fest - jetzt ist es passiert: ein Elektroauto stellt zum ersten Mal auch auf der Rennstrecke die versammelte weltweite Sportwagen-Elite in den Schatten. Zumindest für eine Runde und mit einem Auto, das nur ein paarmal gebaut wird und 1,5 Mio. US $ kostet.

Schade, dass Martin Leach das nicht mehr erleben durfte.

UPDATE:

NIO hat jetzt auch das Onboardvideo nachgereicht.

NextEV | NioEP9 | Rundenrekord | Elektro | Dumbreck |


Dienstag, 09. Mai 2017

Die Goodwood Rekordfahrt vom McLaren P1 LM ist ziemlich furchterregend.

Wenn man weiss, dass das Geschoss 3 Mio. Pfund kostet - wurde frisch auf dem Youtube-Kanal von Goodwood veröffentlicht:

youtu.be/vnXz7Mqha0A

Via motor1.com - die erwähnen in ihrem Artikel auch Nordschleife Aktivitäten vom P1 - mit Video. Fahrer ist übrigens Kenny Bräck.

Goodwood | McLarenP1 |


Sonntag, 07. Mai 2017

Beim Hondafahren gestern ist mir aufgefallen, dass meine Jacke schon ziemlich alt ist:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

2001 habe ich die GSX-R 1000 ganz neu bekommen. Jørund Seim - der ja leider nicht mehr unter uns ist - hat mich trotz Frosttemperaturen am Ring überredet eine Runde Nordschleife zu drehen. Mal ganz davon abgesehen, dass der Gixxer noch gar nicht eingefahren war. Egal - hier ist die Runde - und guckt mal, welche Jacke ich anhabe:

youtu.be/m5fWceQ6Lko

Ist erstaunlich, wie lange sie das schon mitmacht. Ist von Held. Offensichtlich bin ich noch nicht bei kaltem Wetter gestürzt :)


Donnerstag, 04. Mai 2017

Dodge Challenger SRT Demon - mit 840 PS und Wheelie-Modus.

Dodge hat sich gedacht, dass die 707 PS der Hellcat Version vom Challenger vielleicht doch etwas dünn sind.

Und obwohl sie damit sowieso schon beim Quartett alles gewinnen, packen sie noch einmal 133 PS drauf und legen die Demon Version mit 840 PS nach:

Da lässt sich der Verlust der Viper leichter verkraften und bei so viel Dampf wird sogar ein Muscle Car zum Sleeper!

Leichter haben sie das Auto auch gemacht:

In pursuit for every tenth of a second, engineers looked to cut as much weight as possible. The result: Equipment removed from the Challenger SRT Demon weighs more than 200 pounds.

Unnötiges Equipment rausschmeißen ist immer gut. Was denn zum Beispiel?

55 pounds: Removed rear seat, restraints and floor mats

OK - Rücksitzbank, Teppich - raus damit.

58 pounds: Removed front passenger seat and belt

Beifahrer? Völlig überbewertet!

Respekt, die machen keine halben Sachen. Schön, dass es dafür offensichtlich einen Markt gibt.

Ein leichtes Auto mit so viel Dampf und Heckantrieb - der hebt ja ab! Oh, warte …

The Challenger SRT Demon also is the world’s first production car to lift the front wheels at launch and set the world record for longest wheelie from a standing start by a production car at 2.92 feet, certified by Guinness World Records.

Was? Das Auto hebt ab? Hat Jean Todt schon angerufen?

Dodge | Challenger | Demon | Hellcat |


Samstag, 22. April 2017

Toto Wolff über seinen Nordschleife-Crash in der aktuellen Auto Motor und Sport (9/2017).

Was war Ihr schlimmster Unfall?

Ich habe mir auf der Rennstrecke alle möglichen Teile gebrochen. Ich bin gleich in meinem ersten Rennen in der Formel Ford in Brünn mit einem anderen kollidiert. Dabei brach ich mir die Hand. Mein Unfall auf der Nordschleife war vom Verletzungsgrad her aber der schlimmste.

Das war der Rekordversuch 2009, oder?

Ich fuhr den Rekord in der Aufwärmrunde und gar nicht in der eigentlichen Rekordrunde. Das Auto hat sich den ganzen Tag komisch angefühlt. Irgendwie giftig. Ich wollte die Runde schon abbrechen. Die Lauffläche löste sich vom Reifen. In der Senke der Fuchsröhre war die Kraft so groß auf dem rechten Hinterrad, dass es platzte. Das passierte bei über 280 Sachen.

Das klingt ziemlich heftig.

Der erste Einschlag war mit 27g. Ich habe eine Verwüstung auf 400 Metern hinterlassen. Gott sei Dank bin ich nicht in den Wald geflogen. Mein Sitz hing nur noch an einer Schraube. Danach hatte ich einen Filmriss. Es gibt eine Aufnahme, die zeigt, wie ich das Auto abdrehe und aussteige. Gefunden haben sie mich mit Helm und HANS-System hinter der Leitplanke. Ich habe mir ein paar Wirbel gebrochen und außerdem eine Gehirnerschütterung zugezogen, konnte zwei Monate nur im Sitzen schlafen. Ich habe mir auch die Geschmacks- und Geruchsnerven abgerissen. Alles was ich aß, schmeckte wie Pappe. Aber es kam wieder zurück.

Ich war damals vor Ort, um den angesprochen Film für ihn zu erstellen.

Das war vor ziemlich genau 8 Jahren - am 15.April 2009.

So sah der Landporsche vor dem Unfall aus:

Und so der heutige Mercedes Formel 1 Chef:

Eigentlich hatte er vor wie Niki Lauda unter 7 Minuten zu fahren. Im Grunde ein Marketing Stunt, denn Lauda´s Rundenzeiten war auf dem wesentlich längeren alten Nürburgring zustande gekommen und nicht nur auf der Nordschleife.

Meine Kameras haben den Unfall leider nicht überlebt - GoPro gab es damals noch nicht.

Man bekommt aber einen Eindruck von dem Einschlag - in der Fuchsröhre möchte man nicht verunfallen. Und auch Toto´s Fahrkünste sind nicht ohne, er hatte den Porsche trotz der zickigen Hinterachse sauber im Griff.

Wolff | Fuchsröhre | Landporsche |


Montag, 27. März 2017

VLN 1 geht nach Frankreich.

Rein französischer Gesamtsieg bei VLN 1 mit dem Fahrertrio Romain Dumas, Frédéric Makowiecki und Patrick Pilet. Witzige Fahrerbesetzung für das Porsche Team aus Meuspath. Ob man im Opellager schon leicht französischen Nationalstolz entwickelt hat?

Meine Männergrippe hat die Nordschleife vor einem Frisonbesuch bewahrt - gute Gelegenheit mal den englischen Livestream auszuprobieren. Da waren zwar noch ein paar Lücken was Fahrer-, Team- und Streckenkenntnis angeht, aber eigentlich passt das ganz gut, weil so das internationale Publikum quasi auf Augenhöhe abgeholt wird: die fangen ja auch ganz unten was in Bezug auf VLN.

Trotzdem will man natürlich die neuen Autos sehen, also ab in die Fotoabteilung. Ich weiß ja nicht, ob es an den Fotografen liegt oder ob das einen realistischen Eindruck vermittelt: gefühlt 90% des Fahrzeugfeldes ist von der Stange - also Kaufautos. Den Fahrern kann man keinen Vorwurf machen, billiger und einfacher kommt man nicht an bzw. in ein Rennauto. Aber als Von-Außen-Zuschauer fände ich das ziemlich öde.

Das 24h-Rennen wird auf jeden Fall wieder eine Herstellerschlacht unter den GT3 - da müssen alle anderen Teilnehmer höllisch aufpassen nicht zwischen die Fronten zu geraten.


Dienstag, 07. März 2017

70 Jahre Walter Röhrl - Herzlichen Glückwunsch! [Update]

Auch wir können uns freuen, denn so ein runder Geburtstag fördert so viele Interviews, Anekdoten und Kommentare zutage, dass man mit dem Lesen kaum noch hinterherkommt.

Zum Beispiel diese tolle Serie in der Mittelbayerischen - mit so Zitaten wie:

  • Für einen normalen Menschen ist es unverständlich, was mit einem Auto geht.
  • Womit er gerade fährt:
    Mit meinem Porsche Panamera Turbo mit bescheidenen 550 PS. Wenn ich auf der Landstraße so fahre, wie es sich gehört, verbraucht er 9,6 Liter. Wenn ich auf der Rennstrecke Vollgas gebe, sind es 50 Liter. Das ist aber in Ordnung, 500 Pferde trinken einfach mehr als eins.
  • Ein Baum geht halt beim Rallyefahren nicht auf die Seite.
  • Wie er seinen Geburtstag feiert:
    Ich bin ja ein begeisterter Ski-Touren-Geher. Alle letzten Geburtstage habe ich mit Ski-Touren verbracht. Wenn jemand von meinen Freunden der Meinung ist, dass er mithalten kann, darf er gern mitgehen. Die meisten haben aber eingesehen, dass es wenig Sinn macht.

Und das Porsche-Museum hat sogar eine Sonderausstellung vorbereitet.

Gleichzeitig so spektakulär und dennoch immer entspannt wirkender Herr der Lage - das kann nur der Lange aus Bayern.

Unsere Wege haben sich mehrfach gekreuzt und immer war er geerdet und gradlinig - auch schonmal kantig und leicht schroff - aber immer ist er auf seine eigene Art liebevoll, ehrlich und enthusiastisch mit dem was er macht - und auch was er sagt.

Das Gruppe B Festival in Daun scheint in seiner Gunst inzwischen der Köln-Ahrweiler den Rang abgelaufen zu haben, aber die beiden Veranstaltungen in Rufweite zur Nordschleife stehen bei ihm nach wie vor ganz hoch im Kurs.

Hier meine aktuellste Aufnahme von ihm beim Smalltalk in Daun:

… und später am Steuer des Audi Gruppe S - kurz bevor der Wagen zum ersten Mal in der Öffentlichkeit im Einsatz gezeigt wurde:

Ihr kennt alle dieses Video, das ich vor 10 Jahren gemacht habe?

youtu.be/E93ag4Rp-Gg

Als die Passagiere durch waren, durfte ich auch mal mitfahren: unvergessliches Nordschleifen-Erlebnis. 911er GT3 mit abgefahrenen Michelin Cup auf nasser Piste!

Aber auf eine Sache bin ich besonders stolz: Walter Röhrl hat für Bilstein ein Fahrwerk für den 964 RS entwickelt in Papenburg und ich durfte ‘Behind the Scenes’ dabei sein - meine Lieblingsrolle.

Das war am 13.Februar 2007 - also ziemlich genau vor 10 Jahren zu seinem 60.Geburtstag.

Ich hatte ein ganz bestimmtes Bild im Kopf: Walter Röhrl konzentriert im 911er RS - fahrend - driftend - das Limit auslotend.

Also hab ich es mir im Fußraum bequem gemacht und er hinter’m Lenkrad - und alles ist so abgelaufen, wie ich mir das im Vorfeld gewünscht habe:

Das hat den Bilsteinleuten so gut gefallen, dass sie Autogrammkarten davon gemacht haben:

Und jetzt kommt mein persönlicher Stolz-Teil ;) Walter Röhrl haben die Karten auch so gut gefallen, dass er sie eine ganze Weile lang selber benutzt hat. Kein Wunder also, dass diese Karte für mich eine ganz besondere Bedeutung hat:

Ein Beitrag geteilt von renn.tv (@renntv) am

Eigentlich könnte ich jetzt diesen Post hier beenden und alles wäre gut. Aber mir liegt da noch eine Sache am Herzen, die ich unbedingt loswerden möchte.

Jeder hat es selber in der Hand, wie er (oder sie) sein Leben nach der Motorsport-Laufbahn gestaltet: ob ehrenhaft und genügsam oder geldgeil und machtbesessen. Man kann seinen Wohnort aus steuerlichen Gründen in’s Ausland verlegen - z.B. nach Österreich - oder man bleibt heimatverbunden in Bayern. Man kann versuchen sich lautstark in die erste Reihe zu jodeln - oder man bleibt als Freund der leisen Töne unaufdringlich im Hintergrund. Selbst als offizieller Porsche Repräsentant hat man die Wahl, ob man sich den Kameras in der Le Mans Startaufstellung aufdrängen möchte - oder eben nicht. Man sucht es sich auch selber aus, ob man sich aus Profit- und Profilneurose um Ämter bemüht, die zwar intellektuell ein paar Nummern zu groß sind, aber die eigenen Privatbedürfnisse prima befriedigen.

Auch wenn der schnelle 70-jährige über die Jahrzehnte ein paar Hundertstel verloren hat: auf dem Gebiet von Moral, Anstand und Ehrlichkeit hat Walter Röhrl einen Vorsprung auf einige seiner Kollegen wie damals vor genau 37 Jahren in Arganil. Und er bleibt sich nach wie vor gnadenlos treu - was für ein wertvoller Mensch.

UPDATE:

Schöner Nachtrag von Kleine Zeitung aus Österreich, der Reporter erinnert sich an das erste Rendevouz - direkt als Beifahrer:

Sein Beifahrer schnallte mich auf den Beifahrersitz und Sekunden später verendete meine vorbereitete erste Frage bei der Einfahrt in ein enges, von massiven Eichen flankiertes Waldstück. Dann folgte ein ungefähr zehn Minuten langer Stummfilm, und als mich danach Röhrls Mechaniker aus dem Porsche klaubten, war ich mir sicher, dass dieser Mann entweder lebensmüde, völlig durchgeknallt oder ein Genie sein musste. Nach einer kurzen Stabilisierungsphase verfügte ich mich jedenfalls zurück in die Redaktionsstube nach Graz, entschied mich für die Definition Genie und schrieb für die Kleine Zeitung meine erste Röhrl-Story.

Das war ein Glücksfall und der Start einer langen Zusammenarbeit:

So testet Röhrl für uns seit nunmehr 35 Jahren die neuesten Modelle, kommentiert und kritisiert Entwicklungen und hat uns als Mentor der Motorredaktion so manche Tür geöffnet. Unantastbar in seiner Kompetenz sind es seine Autorität und Glaubwürdigkeit, die uns Glanz und Ansehen verleihen.

Schon über 800 Autos sind so von Walter Röhrl getestet worden.

Röhrl | Geburtstag |


Dienstag, 21. Februar 2017

Windkraftpark am Ring.

Rund um die Nordschleife könnten in der VG Adenau 30 Windkrafträder aufgestellt werden. Da haben wir noch nicht über die VG Kelberg gesprochen.

Sturm im Wald e.V. stemmt sich gegen diese überzogenen Pläne und versucht zu retten, was zu retten ist.

Was mir persönlich bei diesen Planungen immer fehlt, ist die geplante Stromgewinnung durch diese Anlagen. Und wie der Bürger, der ja die Nachteile in Kauf nehmen muss, davon profitiert. Wird der Strom für die Eifler dann billiger? Das wäre doch das mindeste. Oder kostenloses Tanken für Elektroautos. Warum werden nicht mal solche Vorschläge gemacht? Als Kompromiss? Statt immer nur bräsig durchzuboxen.

Wie vergleicht sich z.B. so ein Eifel Windpark gegenüber einem in der Nordsee? Oder einem Solarkraftwerk? Von der Effizienz und der Ausbeute her.

Und wenn die Annahmen für die Kraftwerke falsch waren, werden sie dann wieder abgebaut?

Und was mir auch noch keiner erklären konnte: wenn dem Wind die Energie entzogen wird, hat das dann nicht auch Einflüsse? Zum Beispiel auf das Wetter? Oder ist das marginal?


Dienstag, 07. Februar 2017

Ist die Nordschleife öffentliche Straße oder privater Grund- und Boden?

Bisher wurde die Nordschleife ja immer als eine Art Mautstraße betrachtet mit einem gewissen öffentlichen Charakter: bei Unfällen kommt die Polizei, an den Auffahrten ist sie offiziell als Kraftfahrstraße gekennzeichnet, man braucht sich nicht zu enthaften wie bei einem Trackday - und es gilt die StVO.

So wie die Nürburgring GmbH immer eine Art Landesbehörde war, so war auch die Nordschleife immer eine Art Landstraße.

Das hat sich aber mit dem Verkauf grundlegend geändert, denn wir reden jetzt von einer Straße in Privatbesitz.

Und was sagt die Landesregierung dazu? Wilhelm Hahne hat mal nachgebohrt:

Die Nordschleife ist keine öffentliche Straße im Sinne des Straßenrechts.

Natürlich wollen die Mainz mit der ganzen Sache nichts mehr zu tun haben.


Kein Rock-am-Ring Camping auf der Nordschleife.

Aus der FAQ:

Wird es die Möglichkeit geben auf der Nordschleife zu campen und Tickets dafür zu erwerben?

Nein, dies ist nicht mehr möglich.

So ganz verstanden hatte ich diese Möglichkeit sowieso nie.


Freitag, 03. Februar 2017

Kennt Ihr diesen AMG Werbespot: Beast of Green Hell? Da jagt Lewis Hamilton den GT über eine Endzeit-Urwald-Nordschleife.

Ist mir gerade bei der Bathurst-Übertragung durch’s Bild gerauscht.


Mittwoch, 04. Januar 2017

Tony Seba: ab 2025 werden nur noch elektrische Autos gebaut.

Tony Seba - den hatte ich hier schon öfter - prognostiziert, dass ab 2025 nur noch EVs gebaut werden und ab 2030 die gesamte Flotte aller Fahrzeuge weltweit elektrisch unterwegs ist:

youtu.be/Kxryv2XrnqM

Das Video ist zwar von März 2016, aber aktueller denn je. Zusätzlich können einige seiner Annahmen dadurch bereits heute auf Gültigkeit abgeklopft werden. Dauert knapp eine Stunde, aber ich verspreche es wird nicht langweilig, denn er kann sehr schlüssig argumentieren, um seine steile These zu untermauern.

Es lässt sich absehen, dass in der Zukunft der eigene Fahrzeugbesitz ein Luxusgut wird, denn die gewünschte Mobilität an sich lässt sich bereits für ein Zehntel der Kosten realisieren, wenn man stattdessen Dienstleister nutzt. Also durchaus vergleichbar mit der Situation der heutigen Pferdebesitzer.

Welche Auswirkungen hat das eigentlich auf die Nordschleife? Ob es dann noch Touristenfahrten geben wird? Berechtigte Frage. Dieses Hobby ist ja heute bereits ein Luxusgut, von daher wird sich die Veränderung in Grenzen halten. Aber das Interesse der OEMs wird massiv zurückgehen, weil der Markt für selbstgefahrene Autos zusammenschrumpft und sich nur noch auf die übriggebliebenen Enthusiasten beschränken wird, die das Autofahren als Vergnügen aufrechterhalten.

Ein weiterer Gedanke beschäftigt mich: wann werden wir das erste elektrische Fahrzeug bei der VLN sehen? Meiner Meinung nach ist es überfällig. Ebenso wie die dafür notwendige Infrastruktur mit Ladestationen, die längst vorhanden sein könnte. Aber wenn man sich mal den Zustand der Zapfsäulen in der Boxengasse anschaut, dann bekommt man eine Idee davon, mit welchem Tempo am Ring modernisiert wird.

Für den Betrieb am Ring ist diese Bedrohung natürlich durchaus real und die Weichen für die Zukunft müssen früh gestellt werden. Es gibt großes Potential die Nordschleife trotz zunehmendem autonomen Verkehr als letzte große Selbstfahr-Bastion zu etablieren. Zumindest für die Generationen, die aufgrund der Mobilität den Führerschein machen musste. Denn das wird in Zukunft nicht mehr nötig sein und dann wird es nochmal teurer mit dem Hobby Selberfahren.

Seba | Elektro | autonom |


Samstag, 17. Dezember 2016

Der große renn.tv Jahres-Rückblick-Blog.

Als Blogger hat man es einfach, das Jahr Revue passieren zu lassen: man braucht nur den Blog zu durchforsten.

Zu Jahresbeginn mach ich mir immer einen Plan, welche Events ich mir genauer anschauen möchte. Irgendwas kommt zwar immer dazwischen, aber wenn ich die vergangenen 12 Monate sehe, dann hat meine kleine One-Man-Show doch wieder einige Bits und Bytes für die Nachwelt hinterlassen.

In erster Linie die aufwendigeren Mikeberichte:

… und der Miketest mit dem:

Gedanken habe ich mir gemacht, wie das mit den Motorsport-Übertragungen in der Zukunft aussehen soll.

Und diese Meldungen sind es wert noch einmal aufgegriffen zu werden:

… und in eigener Sache bekommt Mike’s Blog ein Responsive Design verpasst. Da passt der Rückblick im Rückblick: wie Mike vor 15 Jahren gebloggt hat. Auch die renn.tv URL ist schon 15 Jahre alt.

Und so neigt sich wieder ein aufregendes Jahr zu Ende.

Bei meinen Unterstützern bedanke ich mich für die Treue - ebenso bei den N Spazierenfahrern, die sich großzügig revanchieren für die verschickten Ns und natürlich bei Euch Lesern und Euren Rückmeldungen, die ich über Social Media oder Email bekomme.

Ich freue mich schon auf 2017 - und das ein oder andere Highlight!

Rückblick | Blogger | Mikebericht | Miketest |


Montag, 21. November 2016

Next EV stellt NIO EP9 vor - schnellstes Elektroauto der Welt.

Heute hat Next EV das Auto offiziell vorgestellt, das vorher schon auf der Nordschleife gesichtet wurde.

Am 14.Okt. will man damit 7:05,12 Min. gefahren sein - aber ein Onboardvideo gibt es (noch?) nicht. Trotzdem verbreiten die Medien die Zeit bereitwillig als Tatsache - hinterfragen gehört sich wohl nicht.

Zwischen dem 14.Okt. (Rekordfahrt) und dem 21.Nov. (heute) liegt der 1.Nov. - der Tag an dem Martin Leach verstorben ist. Sehr traurig, dass er das alles jetzt nicht mehr miterleben kann - er ist eigentlich der Erfinder dieses Autos.

Renningenieur Nic Perrin im Video:

When I met with Martin Leach at the beginning of the project, he explained how he wanted that car to be the fastest electric car on earth - and still look like a really beautiful road car.

Die Daten sind beeindruckend, 1 MW Leistung, 313 km/h und 0–200 km/h in 7,1 sec. Das ist 0,1 Sek. schneller als die GSX-R 1000 - also ziemlich schnell. Es gibt 4 x 408 mm Bremsscheiben, aber leider keine Angabe zum Fahrzeuggewicht.

Anfang des Jahres meinte Martin Leach zu mir:

Our Supercar at the end of the year will surprise a few people.

Auf jeden Fall! Aber ich habe da gerade was im Auge.

NextEV | NioEP9 | Leach |


Samstag, 05. November 2016

Wenn Du meinst Du hast auf der Nordschleife alles gesehen, dann kommt ein Chinese und fährt eine Runde im Mini auf 2 Rädern.

So harmlos das aussieht - das ist schon mächtig spektakulär was Han Yue da veranstaltet.

Der Mann hat´s auch sonst ganz gut drauf.


Donnerstag, 27. Oktober 2016

Wenn sich Formel 1 Designer selbstständig machen: Super Scooter von PiperMoto.

Wer würde diesem Roller zutrauen, dass er 200 Sachen fährt?

Wenn man weiss, dass John Piper ihn konstruiert hat und man unter die Verkleidung gucken kann, dann vielleicht:

Verkleidung im wahrsten Sinne des Wortes, denn dass heiße Eisen verkleidet sich als Retro Roller. Wie der sich wohl auf der Nordschleife schlägt?

Starkes Projekt - klar, dass sowas aus England kommt. Wer wäre hier schon so verrückt? OK - Wirft ausgenommen.

Mehr unter pipermoto.com. (Hier gefunden.)

Piper | SuperScooter | Roller |


Sonntag, 23. Oktober 2016

Gustl Farfus prügelt DTM M4 Renntaxi über die Nordschleife.

Ist zwar nur ein Renntaxi und mit Beifahrer an Bord, aber der Gustl lässt brennen - weil anders kann er nicht:

Die Aufnahmen sind vom 12.Sep., haben aber jetzt erst in dieser Form das Licht der Welt erblickt.

Der passende Shell Promofilm ist hier zu finden youtu.be/4T8OKtA1gDc, gehört zu der #helixheartbeat Challenge.

Farfus | Onboard | Shell |


Freitag, 21. Oktober 2016

NextEV´s 1 MW Elektrorenner war schon auf der Nordschleife.

Bisher gibt es nur diesen Leak als Bild:

… aber auf der Nordschleife kann man nicht unbeobachtet ausrücken.

Ich war schon gespannt Bilder zu finden, nachdem ich über das hier in Instagram gestolpert war.

NextEV ist eine interessante Firma, haben die erste Saison der Formula E mit Nelson Piquet Jr. gewonnen und wollen mit dem neuen Supercar erst einmal zeigen, dass sie es drauf haben. Der Wagen soll eine Leistung von 1 MW haben, an diese Kenngröße sollten wir uns schon einmal gewöhnen. Das sind schlappe 1.000 kW bzw. etwa 1.360 PS. Martin Leach - den kennen wir - arbeitet dort und inzwischen auch Padmasree Warrior, die vorher CTO bei Motorola und Cisco war. Vor ein paar Tagen wurde das neue Office in Silicon Valley eröffnet.

NextEV | Elektro |


Montag, 26. September 2016

Doug Lampkin fährt neue Isle of Man Rekordrunde: komplett auf dem Hinterrad!

Doug Lampkin ist gestern - live auf Redbull-TV - eine Runde Isle of Man komplett auf dem Hinterrad gefahren. Wir reden hier über 60 km! Das Ganze auch noch in Style, sieht aus als wäre er in Jeans und Regenjäckchen gefahren:

Aber ein paar Register musste der 12-fache (!) Trial-Weltmeister schon ziehen: die Fussrasten sind auf Höhe der hinteren Achse angebracht, das erleichtert die Sache. Aber leicht wird es dadurch noch lange nicht:

It feels fantastic, the last 15 seconds were really lovely. The rest of it was a challenge. In fact it was ridiciulous!

Schaut Euch auf jeden Fall das Ende des Film bei Redbull-TV an, dann wird klar, dass ihm das so schnell keiner nachmacht:

Konnte sich hinterher kaum auf den Beinen halten - kein Wunder nach 1 Stunde und 35 Minuten!

Mit allen möglichen Hindernissen, z.B. Bussen:

… oder mächtig Wind:

Wie kommt man auf so Ideen? Er wohnt dort, die Luft ist gut, die Leute normal - also im Grunde nur eine Frage der Zeit. Was für eine Mega-Leistung, von Dougie´s Wheelie werden die Leute noch lange erzählen.

Gibt es das eigentlich schon für die Nordschleife? Eine Runde auf dem Hinterrad? Stell ich mir ziemlich schwer vor, besonders die steilen bergab-Stücke wie Fuchsröhre oder Wehrseifen.

IsleOfMan | Lampkin | Wheelie |


Donnerstag, 22. September 2016

Nürburgring bleibt FIA Grade 1 Rennstrecke.

Die Nürburgring Grand Prix Strecke ist aktuell nach wie vor Grade 1 zertifiziert. Die Kurzanbindung sogar auch.

Für die WEC wäre das gar nicht nötig, da reicht Grade 2.

Auf der Nordschleife dürften die WEC aber leider nicht fahren, denn die hat nur Grade 3.

Wieviele Grade 1 Strecken gibt es eigentlich insgesamt auf der Welt? Antwort: 32.


Dienstag, 20. September 2016

Rob Holland testet den neuen Audi TT RS.

Und wer könnte das besser, wenn nicht er? Nicht nur wegen seines Schreibstils, sondern weil er auch TTs zum Rennen ausführt, auch auf der Nordschleife.

Und die Krönung des Autos ist natürlich der Motor - feinster Ingolstädter Fünfzylinder:

The one thing that remains from the original engine is the 1–2–4–5–3 ignition firing sequence that gives the five-cylinder powerplant such a unique sound, and makes it abundantly clear that it is not just a V10 cut in half. It is one of the top 10 very best sounding engines in the world, and Audi knows that; they made sure to pipe that sound back into the cabin completely unaltered. (..)

Getting the car to rotate mid corner takes a bit of work, but when you get it right the TT RS’s quattro system rewards you with the ability to be able to get the power down early with a massive amount of grunt that slingshots you very rapidly to the next corner.

At speed the five-cylinder motor makes all the right sounds, and with the amount of torque available down low, it’s actually more effective to shift early. It’s just that the soundtrack is so good you’ll want to run it to the limiter every time just to hear the noise this thing makes.

Ich hatte während der Testphase mal einen im Industriepool gehört - Gänsehaut. Kann es kaum erwarten welche davon im Einsatz zu sehen - bzw. zu hören.


Donnerstag, 25. August 2016

Nachtrag zu VLN und GT3.

Diese Mail erreichte mich und bestärkt mich in dem Eindruck, dass sowohl die Nordschleife als auch der Sport immer weiter entkernt werden:

Hallo Mike….vielen Dank für deinen Blog über die GT3 und die VLN. Du sprichst mir aus dem Herzen. Ich habe von 1994 bis März 2015 so gut wie jedes VLN Rennen an der Strecke verfolgt. Erst als Streckenposten und danach als Zuschauer. Die Jahre davor war ich leider nur sporadisch am Ring. Ich wohnte einige Jahre im tiefsten Bayern.Seit März 2015 war ich nicht mehr am Ring. Die Grand Prix Strecke hab ich in meinem Leben vielleicht 10 mal besucht. Die GT3 finde ich einfach nur noch ätzend. Diese Gleichmacherei hat mit Rennsport rein gar nichts mehr zu tun. Ich fahre nur noch nach Belgien. Da wird noch richtiger Rennsport geboten, mit kleinen Teams und selbst aufgebauten Fahrzeugen. Ganz toll sind die historischen Veranstaltungen in Spa. …LG aus Bonn

Entkernt in dem Sinne, dass die Hardcorefans vergangener Tage nach und nach enttäuscht die Szene meiden. Übrig bleibt dann nur noch die äußere Hülle um den Schein zu wahren, während im Inneren alles beliebig und austauschbar geworden ist.

FIAGT3 | VLNLangstrecke | BalanceOfPerformance |


Mittwoch, 24. August 2016

VLN und GT3.

Natürlich sind die GT3 tonangebend in der VLN, läuft doch gerade so gut. Der Bereich Flugplatz ist umgebaut und die versprochenen aerodynamischen Beschränkungen haben sich buchstäblich in Luft aufgelöst. Zeiten unter 8 Min. sind inzwischen selbstverständlich - da redet keiner mehr drüber.

Wenn man mal die GP Strecke grob mit 1:30 Min. abzieht, dann sind wir bei 6:30 Min. Rundenzeiten für die Nordschleife, das wäre 1983 ein guter Startplatz beim 1000km Rennen der Gruppe C gewesen.

Die Langstrecken-Serie fährt immer weiter in die Sackgasse, aus der sie aus eigener Kraft nicht mehr herauskommen wird.

Oder um Wilhelm Hahne’s Fazit zu zitieren:

Die GT3 sind das „Krebsgeschwür“ des Basis-Motorsports und der DMSB ist sein Totengräber. (..) Die VLN-Serie steuert – wenn man die bisherige Richtung beibehalten sollte – in den Ruin!

Mir persönlich ist jemand bekannt, der in den letzten 10 Jahren kein Rennen der VLN ausgelassen hat und immer schon Freitags angereist ist. Ein richtiger Hardcore VLN’ler. Der aber in der aktuellen Phase der GT3 Übernahme das letzte Mal 2014 ein Rennen verfolgt hat und keine Anstalten macht, sich das verlängerte Hersteller-Marketing in der aktuellen Form anzuschauen. Dieser Jemand sitzt übrigens gerade hier hinter der Tastatur.

Wusstet Ihr, dass die jämmerlichen Tankkannen immer noch im Einsatz sind? Zusätzlich zur Sprit-Beschränkung und Boxen Mindeststandzeiten? Was für ein Armutszeugnis.

Was ich nicht ganz nachvollziehen kann: wieviele Leute, denen ich Rückgrat zugetraut hätte, immer noch gute Miene zum bösen Spiel machen. Ich kann gut nachvollziehen, dass man als Fahrer in einem GT3 viel Freude auf der Nordschleife haben kann. Ausgereifte Rennfahrzeuge aus den Entwicklungsabteilungen der Hersteller - echte Werks-Prototypen. Was ich aber peinlich finde, das dann als den heiligen Gral des Motorsports verkaufen zu wollen, der spannend und fesselnd sei, obwohl der Wettkampf längst nicht mehr auf der Rennstrecke ausgetragen wird, sondern beim Bluffen am Pokertisch.

FIAGT3 | VLNLangstrecke | BalanceOfPerformance |


Freitag, 05. August 2016

Mikebericht: Eifel Rallye Festival mit Gruppe B.

Bei der Eifel Rallye war ich lange nicht mehr - großer Fehler! Was da in Daun - bei bestem Sonnenschein - auf dem Marktplatz und den WPs aufgefahren wird, alle Achtung. Also mit Kamera bewaffnet und ab in die Eifel - den Weg kenn ich ja. Ihr könnt übrigens die Bilder wieder anklicken, um sie zu vergrößern.

Das ging für mich schon richtig los, als ich gerade in den Ort reingekommen bin: da steht dieser R5 unschuldig vor der Bäckerei.

Na DEN Kollegen muss ich mir aber mal genauer angucken:

Auf dem Marktplatz dann richtig großes Kino:

Das Auto habe ich das letzte Mal 1989 gesehen - mit Michèle Mouton am Steuer. Schön, dass sowas wieder dem Publikum vorgeführt wird.

Und direkt daneben dieser Kraftzwerg aus dem Hause Peugeot:

Von mir aus könnten alle Autos den Motor hinter den Vordersitzen haben - so gixxerkartmäßig halt.

Weiter ging der Rundgang und ich glaube so viele Rallye Quattros waren noch nie gleichzeitig auf einem Haufen. Normalerweise verrenkst du dir den Hals, wenn irgendwo einer um die Ecke kommt, aber in Daun waren die so selbstverständlich wie Porsche GT3 an der Zufahrt Nordschleife:

Aber an Quattros sattsehen geht ja sowieso nicht, also laß ruhig kommen.

Die Gruppe S war ja so ein Thema bei der Rallye. Das sollte mal der Nachfolger der Gruppe B werden, aber dazu kam es nicht, als die Gruppe B verboten wurde. Daher sind diese Fahrzeuge nie zum Einsatz gekommen und auch bisher der Öffentlichkeit ziemlich vorenthalten geblieben.

Toyota hat gleich 2 dieser Prototypen mitgebracht: MR2 mit schlappen 700 PS.

Der eine hat den Motor quer, der andere längs eingebaut:

Und um das nochmal in die Perspektive zu setzen: alles mitten in Daun auf dem Marktplatz!

Meine Neugierde kannte natürlich kein Ende - gut wenn man kompetente Gesprächspartner findet:

So sieht der Innenraum der Toyotas aus:

Ich liebe diese handgearbeiteten Renncockpits der Vor-Mickey-Maus-Ära, alles analog und selbstgedengelt.

Am liebsten würde ich darin baden!

Natürlich hat auch Porsche schöne Rallyeautos:

Wer hätte gedacht, dass Audi auch zurückhaltend auftreten kann. Ist doch viel kultiger als die VIP Paläste, die zeitgleich beim WEC Rennen am Ring hochgezogen wurden:

Lancias dürfen natürlich nicht fehlen, die hatten ungefähr den Seltenheitswert wie die Quattros - also überall:

Dann habe ich Tyrone Johnson getroffen, der sich intensiv mit John Wheeler ausgetauscht hat. Da hab ich dann einfach mal nur zugehört:

Während der ein oder andere Quattro an uns vorbei auf die Startrampe gefahren ist:

Pikes Peak Quattros sind normalerweise selten - bzw. einmalig - aber das gilt nicht für die Eifel Rallye. Da gab es 2 davon - kein Witz:

Wer jetzt meint das sei ja langweilig, immer nur Quattros - weit gefehlt, hier ein paar Eindrücke:

In der Fordecke gab es eine hohe RS200 Dichte:

… und da darf der neue RS natürlich nicht fehlen. Dass ich sogar dessen Chefingenieur mit auf’s Bild bekomme, das hätte ich mir nicht träumen lassen:

Dieser Allrad hier von unten:

… ist von oben ein Escort:

OK - genug Ford - ich seh’s ja ein - was haben wir den sonst noch so im Programm? Ach ja, Lancia:

Martinifarben gehen immer:

Weiter geht der Rundgang:

Das ist Rainer mit seinem Quattro, früher ist er mit dem Ringmini Achim auf der Nordschleife unterwegs gewesen in einem orangenen 16V-Corsa - wer erinnert sich?

Aber mit einem Quattro sich das Wochenende auf Rallyes rumschlagen ist auch nicht das Schlechteste:

Nach so vielen Eindrücken erstmal Pause: Kaffee und Nußeckchen!

… während im Hintergrund immer weiter die Schönheiten auf die Startrampe gefahren sind. Während meiner Pause habe ich diesen Kollegen getroffen:

… dem ich den Preis für das korrekteste Gruppe B Outfit verliehen habe. Worauf er sich gelassen eine HB angesteckt hat. Und dieses Fahrzeug zur Startrampe gefahren ist:

Da bin ich dann auch mal hingegangen, denn ich hatte den Eindruck über Lautsprecher etwas von Audi 200 gehört zu haben. Da bin ich sensibel. Und tatsächlich:

Hach Eifel Rallye, wie konnte ich Dich nur so lange vernachlässigen!

Nicht nur die Rallyeautos sind sehenswert, auch die Zuschauer lassen nichts anbrennen:

Ich hab mich mal auf’s Mäuerchen gesetzt und geguckt - fotografiert - was da so alles die Startrampe runterkommt. Bzw. eingesaut wieder zurück von der WP in’s Fahrerlager fährt:

Dann wollte ich aber auch mal WP gucken - die einzige für mich bei der Rallye. Es war Freitag und für Sonntag hatte ich WEC eingeplant. Um den Samstag der Familie widmen zu können. Das hat auch alles prima funktioniert, aber es gab ordentlich Eindrücke zu verdauen.

Natürlich habe ich auf dem Weg zum Auto den Walter Röhrl vor der Eisdiele getroffen - was denn sonst:

So eine Rallye veranstaltet sich auch nicht von selber, also mussten Parkgebühren kassiert werden. Sage und schreibe 1 €. Das tut schon gut, mal nicht immer und überall abgezockt zu werden, so wie man es vom Ring inzwischen kennt:

Das Nummernschild des Tages geht an diesen Vieat 126:

Und Tyrone Johnson wäre nicht Tyrone Johnson, wenn er nicht mit einem Mustang GT 350 zur Rallye gekommen wäre:

Die übrigens gigantisch besucht war. Jede Menge Leute und nur beste Stimmung:

Witzigerweise ging mein WP Besuch genauso los, wie der Rundgang in Daun:

Das hier ist der Audi Gruppe S Prototyp:

Und das der Moment kurz bevor Walter Röhrl den Motor zündet und das Auto zum allerersten Mal überhaupt und weltweit fahrend der Öffentlichkeit gezeigt wird:

Das war schon nicht schlecht. Ging gut der kleine Renner:

Das war die Nacht-WP mit der Sprungkuppe und natürlich habe ich mich fleissig mit der Kamera ausgetobt - bitteschön:

Als es langsam dunkel wurde war nichts mehr mit Fotografieren und ich bin wieder Richtung Heimat. Ich wäre gerne länger geblieben, aber es war schon 21:30 und ich hatte ja 1 Std. Heimfahrt. Die WP war auf jeden Fall noch lange nicht zu Ende.

Eigentlich unnötig zu erwähnen, aber die Eifel Rallye hat sich ganz entspannt einen festen Stammplatz in meinem Motorsport-Terminkalender erobert!

EifelRallye | Rallye | GruppeB | Röhrl | Mikebericht |


Samstag, 23. Juli 2016

Schlechte Nachrichten.

Der Jahreshöhepunkt der CNG ist das WEC 6h-Rennen, das morgen um 13h startet. Dort tritt sie als Veranstalter auf. Ebenso wie bei den gleichzeitig stattfindenden Touristenfahrten auf der Nordschleife und da gab es heute einen schrecklichen Unfall.


Montag, 18. Juli 2016

Nordschleife hat Koenigsegg abgeworfen.

Und zwar heftig. Fahrer OK.

Koenigsegg Statement dazu:

Koenigsegg Automotive AB can confirm reports online that a Koenigsegg One:1 was involved in a crash during testing as part of Industry Pool at the Nurburgring on Monday, 18 July. The driver was taken to hospital as per standard procedures in such situations and was released the same afternoon. Koenigsegg has participated in Industry Pool testing for a week in each of the last two months, working primarily on vehicle setups both for ongoing vehicle development and for an attempt at a Nurburgring lap record at some time in the future.

Koenigsegg |


Sonntag, 10. Juli 2016

DMSB Präsident zwischen Grüßaugust und Märchenonkel.

Hans Joachim Stuck - also der Industrie-Vertreter im Motorsport für VW-Audi-Porsche-Lamborghini-Bentley - auch bekannt als DMSB Präsident - will sich nicht damit abgeben, als Tempolimit-Erfinder in die Geschichtsbücher einzugehen.

Und enthüllt mal wieder, dass in Wirklichkeit Jean Todt der Schuldige sein soll.

Erinnert ein bischen an die LR RLP, die versuchen auch immer die Schuld der EU zu geben.

In der motorsport.com Geschichte steht dann weiter:

Kurz darauf beschlossen Vertreter von DMSB, Rennstrecke, Veranstalter, Hersteller, Teamchefs und Fahrer in einem Expertengremium die Einführung von Speedlimits auf der Nordschleife, um das angedrohte Aus der Rennstrecke abzuwenden.

Was da NICHT steht, dass an dem tragischen Wochenende zufällig Christian Schacht am Ring vor Ort war und in panischem DMSB Aktionismus jede Menge Klassen von SP7 bis SPX erstmal verboten wurden. Das war sogar so panisch, dass die aufgescheuchten Funktionäre die Cup Porsche vergessen haben.

Ich habe damals schon befürchtet, dass die Fahrzeuge unangetastet bleiben werden, während die Nordschleife bluten muss. Und genauso ist es gekommen, der Streckenabschnitt Quiddelbacher Höhe wurde massiv umgebaut, damit die Instustrieveranstaltung 24h-Rennen wir geplant durchgeführt werden konnte. Das Qualirennen stand nämlich vor der Tür - mit nur 2 Wochen Abstand zu den tragischen Ereignissen.

Es ist nicht das erste Mal, dass HJS Jean Todt in’s Spiel bringt. Beim STRassenfest im August letzten Jahres hat er die Theorie zum ersten Mal verbreitet - allerdings in der Variante, dass der Anruf am Sonntag erfolgte und nicht wie jetzt zusammengedichtet “noch am Tag des Unfalls”.

Witzerweise sind ausgerechnet Jean Todt’s Fahrzeuge - die FIA WTCC - vom Tempolimit NICHT betroffen, denn die durften beim 24h 2015 frei blasen.

Die schnellste Runde WTCC war 2015 eine 8:35 - auf dem großen Kurs. Damit hätte man sogar noch eine blaue Lampe bekommen - also gut genug für die 24h Top30.

Na DAS macht ja mal richtig Sinn, aber wer wird sich schon von solchen Details seine schöne Märchengeschichten gefährden lassen.

Hans Joachim Stuck möchte unbedingt als Nordschleifen-Retter in die Geschichte eingehen - da hat er sich ordentlich was vorgenommen als Totengräber aus der ersten Reihe.

Stuck | Tempolimit | Todt | WTCC | Quiddelbacher | Grüßaugust | Märchenonkel |


Mittwoch, 29. Juni 2016

GT3 zu schnell für die Nordschleife.

Na so eine Überraschung!

Hätte doch bloß jemand vorher gewarnt.

FIAGT3 | Schurig | sportauto |


Samstag, 25. Juni 2016

Le Mans 24 Hours - Mike´s Report.

Here I am - back from Le Mans and I really needed a couple of extra days to let the event sink in. So many impressions, even though I only have been there for 2,5 days.

There are two major differences to my usual reports:

  • it’s in English only this time and
  • you can click on all pictures to enlarge them.

This was only my 3rd Le Mans visit after the bicycle trip 2012 and 2013, when I have been granted asylum at the Audi Sport Camp. As often the original plan was completely different: I handed in 1 week vacation and wanted to drive over for Sunday to Thursday. Then back home to enjoy the complex action on a multi-screen setup.

Then this happened: PR of Ford of Germany - the Director Ralph Caba to be precise - got in contact and asked if I want to join their trip from Friday to Monday. Wait - WHAT?

Let me offer some background to put this into perspective: I work for Ford since many years - I joined the organisation after my MSc in 1993 and had to move from London to Cologne. Where I stayed ever since - Ford is my first and only employer. It’s a great company and I work for Dealer IT Strategies for Europe, which I enjoy a lot.

On the other side I work in the Motorsport area in one way or another since even longer. I run my own little business, which is nice because it’s so different to the big corporation. And it contributes to feed the family too.

There was never a link between the two and I made efforts to keep it that way. Work is work and private is private. I would have loved to cover more Ford content in the past, but there wasn’t much happening from Ford in the sport I love so much.

In January 2015 it changed big time when the Ford GT got introduced. Back then it was only a supercar, no mentioning of Le Mans even though everybody hoped it will take part. When Raj Nair came to Cologne one month later for the Focus RS introduction I asked him about Le Mans, but he kept the answer open. At last year’s Le Mans there suddenly appeared a Ford hospitality and then in June at the Le Mans 24 it became official: Ford will race in Le Mans.

Suddenly it was all dreams come true for me and I first met the GT at Spa 6h.

Being a Ford guy I got super-excited, my desktop at work changed to GT in no time ever since it got introduced. I had no connection to Ford Performance though, they are based in US and subject-wise pretty far from Dealer IT too.

And then - out of nowhere - came this call asking if I want to join their flight to France. As you can imagine I made my decision faster than Williams makes a pit stop!

Originally I would have taken my Transit, bike in the back and all equipment properly sorted to deal with anything, which might come up. But flying is a different story - also you have no van on site to quickly alter the equipment.

I had a long thought about how to be able to do my usual photographing and blogging. With the great experiences I had with the 100D both in Spa als well as during the Nürburgring 24 Hours I decided to stick with that: lightweight and flexible beats heavy and bulky.

Ein von renn.tv (@renntv) gepostetes Foto am

This is the kit, which made it into my bag and I carried these items with me all the time:

Proved out to be the right decision, with a schedule packed like this you need to be able to use spare time to get productive. I got myself a larger WLAN SD card just in time. That way the best pictures from the 100D could go straight into my Instagram feed.

I’ve never joined a race based on an invitation and I was really looking forward to what might happen. My journey started at Brühl train station, which has a direct connection to Düsseldorf airport from where we got on a flight to Paris. Once there it took a while to find our shuttle, but eventually this nice Ford Edge turned up:

… and we had a long, but smooth ride through Paris traffic:

In Le Mans I was really impressed by the location of the Ford hospitality. Look at this picture I uploaded to Facebook. Did you know that a smartphone panorama picture is automatically converted by Facebook into the new 360° experience? Give it a try - great feature!

When I looked to the right I got instantly reminded that this will be the first Le Mans without Gustav Büsing. These are the containers, where all the commentators live:

It made me sad - Le Mans will never be the same without him.

Porsche has a permanent base these days, which clearly does come in handy during race weekend:

There was still some final preparation in progress and this picture is another demo of the great tiny 100D: 250mm in 1/60s free hand - shot from pretty far from the other side of the race track:

Little camera keeps impressing me.

Funny to see spectators around, even though there is no track action on Friday:

I would rather do it like these guys and try to sneak into the pits:

Somebody you know maybe?

The small airport is located directly next to the track and there was a constant stream of private jets coming in:

For us it was time to check in into the hotel - which pretty much blew my mind:

Quite a contrast to my usual Transit flat! It was really nice and also silent, but as you can imagine there was no time to enjoy this. We had not a single breakfast there. However it was really nice to the eye. I wonder how long it takes to mow the lawn.

There was a barbecue in the evening and some drivers came along for a chat:

Including Andy Priaulx, who I will always remember for his first appearance at the Nordschleife. Not only because he did it with the beautiful Ja zum Nürburgring Design, but also because he was the first one I remember, who came to the Ring and was directly up-to-speed. It’s pretty normal these days, but it was different back then. He went on to win the Nürburgring 24h that year with Dirk Müller coming in in second - on the mighty BMW GTR, for which I produced that well-know DVD movie.

Andy confirmed he prepared well for that race - to make a difference these days you have to become even more professional.

Billy Johnson - here on the right - played a major part in the development of the GT and it’s GTE version:

Next to him is Dave Pericak - head of Ford Performance - with Mark Truby on the left - VP for Ford of Europe PR.

Sébastien Bourdais came around too, he is actually born in Le Mans:

Did I mention that the hotel was rather nice?

After some sleep it was already race day and we decided to leave early to try to avoid some traffic:

Back at the track Mark Fields was already there and was looking forward to the race:

He is Ford’s CEO since July 2014, when Alan Mulally left the company. I never met him in person, so this was a bit special. He is more or less the boss of 200.000 people - including myself - so I thought I better behave for a change!

It was time for free practice and for us it was the first time to see the cars in action:

GT obviously got a lot of attention:

This is Roelant de Waard:

Europe’s VP for Sales and Marketing. He too is a proper petrol head and seeing him standing there and watching the GTs on track was a real special moment. A kid on Christmas couldn’t be happier and for me it felt really good that we have racers up there in senior management positions.

Track action was nice and the cars came pretty close to the viewing point when they were about to enter the pits:

Next on the agenda was something I was looking forward to: a lap on the race track with a couple of Mustangs. I read about these hot laps before on the agenda and all of us got registered. But again it went completely different: Wolfgang Kopplin - on the right - joined the company in a similar time period as myself and we actually used to work together back then. He went on a steep career path and by now is MD of Ford of Germany. He wanted to know if there is something he shouldn’t miss and clearly these hot laps were my recommendation - can’t get much better right before the start. Only that no places were left anymore and there went my plan: I offered my seat. I actually enjoyed doing that because the more racing finds it’s way into our organisation, the better.

It’s Wolfgang on the right and Matthias Mederer on the left. Matthias works as photographer for RAMP - can’t wait to see his pictures. He was part of our group of 5 from Germany and even though I didn’t hear of RAMP before, it got my attention now.

My change of plans meant that I pulled the garage tour ahead, which was originally planned for the evening:

Even though no pictures were allowed in the pits, this one was fine:

Once in the paddock I had a look around, plenty of known faces like Benoît Tréluyer:

… or Jörg Bergmeister:

If TV viewers could see how it looks on the other side:

The support race was GT3 with LMP3:

The LMP3 were at 3:55, which is GTE level - while the GT3s were at 4:02,7 on this snapshot.

The Rebellion hospitality was rather classy and they had matching beats for this setup:

It was good to catch up with Pierre Kaffer:

Further down the road was another Ford hospitality, which was more geared towards drivers and team. For example Harry Tincknell:

Inside Raj Nair was present:

… as well as Chip Ganassi:

Allan McNish came by too:

By now it was 13:20 and the grandstand packed already:

Grid walk was about to start and I was lucky to sneak in, that’s the trophy they’re all chasing:

I love the way ACO is celebrating the grid walk, people get a chance to experience the atmosphere:

And the team members, who are enjoying the build-up too:

Even kids!

Some took extra risks for that special picture:

While the cars were hidden in the crowd. Yes, that’s a Porsche LMP1 hidden there somewhere:

Rather difficult to make pictures of these cars, one is mostly shooting pictures of people shooting pictures:

Jacky Ickx has been around too - supporting Porsche:

I have to admit I didn’t mind that HJS didn’t cross my way at all during the weekend, as I expected him being super-present all time.

Long arms came in handy:

Loïc Duval was around - I find him very photogenic:

Remember that shot I did back in 2013? It’s one of my all-time favorites - especially as he went on to win the race:

Needless to say that the Audi looked much nicer back then.

It was time to say good-bye to the front row and by moving down the grid it became less busy:

Much nicer.

Especially as I met Mackie Messer - always nice chatting together:

When I finally reached the GT grid it was time to meet Dirk Müller, but also Henry Ford III, who looks after the Marketing side of Ford Performance:

I’m sure we will hear more of Henry Ford in the future!

Since I arrived I was in the hunt for symbolic Ford vs Ferrari pictures and this out turned out nicely: Dirk talking to Sam Bird and Toni Vilander. Toni was part of the no. 82 car, which kept close contact to Dirk´s winning no. 68 Ford until the end:

That’s Sam’s car next to the Ford GTs:

Yes, I’m biased, but the beauty of the Ford is incredible. Even more so as it is a form-follows-function car - just stunning from every angle:

The GT has seen Le Mans the first time 2 weeks prior the race on test day and there wasn’t much data available for them. Other compete since many years and they know what to expect, but this racer needed to learn a lot. I might be wrong, but to me this looks more like trial-and-error than science. Nothing wrong with that, but also illustrates the steep learning curve:

Time for Mackie to join the party:

I continued with my photo hunt and I like that one a lot:

For the team members grid walk can be boring, as it takes so long - on the other side tension is high - this is just 1h before race start!

Which meant everybody but team members had to leave the grid for that classic Le Mans setup:

On my way back to the hospitality I went shopping first:

Daddy can’t come home with empty hands! I really like the 24h logo - it’s such a clever and beautiful layout - and timeless too. And our little girl enjoys it too!

Back home it started to rain - just in time for race start - and umbrellas went up everywhere:

The rain became that strong that the race director decided to start behind the safety car. At Ford people were looking forward to the race - no matter what!

The installation laps became a pretty wet affair, but later the race as such remained dry:

I was a bit surprised to see the marshals without any weather protection, at Nordschleife they a least are allowed to install some kind of roof between the fences:

I did have the luxury of a roof, which was nice and allowed me to concentrate on shooting nice pictures - like this one:

I always miss the Air France parade 5 minutes before the start and this year was no exception:

When you hear them it’s already too late!

The rain was no surprise, as it was forecasted and people came prepared:

All grandstands were packed! What a massive crowd:

It took a while before the race got started properly, but then even the sun came out. The no. 68 car was the one to look out for - here it is already in the lead in the early stages of the race:

After 2 hours it was dry throughout and time for a pit stop:

While we got a chance to visit Michelin:

As a French company Le Mans for them is really important and they supply tires to 33 teams. So how many tires would that be? As it turns out: 6.000! That’s a lot.

We have been fortunate to meet Jérôme Mondain (left) - the Endurance Racing Program Manager - many thanks to Michelin’s Michael Küster (right) for organising this:

I kept asking questions - here is my take out:

  • Tires need to stay 1 hour at 80°C before they can go onto the race car.
  • Pressure is 1,2 bar cold and 1,8 bar hot.
  • In GT they usually drive 3 stints and in 4 in LMP 1. Not because the tire wouldn’t allow more, but everything longer might destroy their strategy due to the maximum allowed driving times of the drivers.
  • The GT3 tires they use elsewhere are the same as the GTE tires they use here.
  • Even though the works teams develop their own tire, they can only choose from a set of options. Michelin does not keep that secret, but instead would allow the competition to test the choice of the others too. However hardly a team makes use of that.

While I did that I noticed some bloke gaining attention:

… which turned out to be Keanu Reeves - Selfie time!

I’ve never heard about Arch Motorcycle Company though - it is actually his own! How cool is that.

But wait, it gets even better:

Co-founder Keanu Reeves has logged tens of thousands of miles on all manner of motorcycles, all over the world. (..) In fact, he’s only ever owned a couple of autos – a vintage Volvo and a contemporary Porsche.

They certainly got a new follower on Instagram now!

Back in the paddock we first went to the team hospitality:

… and to the lounge above the Ford pits afterwards:

You could see pit stops from above - see the GT on the monitor at the time everybody is trying to catch some action.

Back in the paddock I came across more known faces - like Dave Richards:

… or Fritz Enzinger:

Porsche had their engine on display - really nice:

By now it became dark and beauties like this looked even nicer than during the day:

How about a Lego GT40?

They even had a Carrerabahn in the hospitality and the level of detail was amazing:

I used the time for some night action shots:

… and it was good to see that Mark Fields was still around:

We even had a little chat and it was nice to see that he really enjoyed the atmosphere.

Conditions obviously became difficult for pictures, but the little Canon still managed to deliver:

This one was funny, the flash from the grandstand came synchronised with my shot:

I love pictures of people shooting pictures:

We then went back for some sleep and it was another early day in the morning to avoid traffic. I did however see a right hand drive Mustang for the first time - would love to try that:

Back in the paddock I had the best coffee since some time:

I enjoyed shooting - this Ferrari at 1/15s - and followed the race via Radio Le Mans:

It looked good for Ford - but also for Toyota, which I liked a lot.

The second place Ferrari had a problem with the position signal light - but besides that I like the fact that it’s going through the Ford curves on this picture:

After lunch:

… we had the chance to visit Hunaudières:

… which was pretty exciting. Usually you can’t get there as a spectator, but Ford installed a pretty nice visitor point:

Thanks to Radio Le Mans I’ve been in the known throughout and kept my fingers crossed for the no. 68, but also for the no. 5 Toyota:

When we came back I headed back to the paddock - however I was a bit undecided on where to watch. The lounge above the pits was packed:

It was already 15:40 - funny enough it’s 15:40 now too while I write this! - and the grandstand was packed as well:

So I tried to sneak into a pit - preferably the Ford one. Not easy, but I managed (thanks John!).

And what an experience that was! Tension was really high - especially when the Toyota no. 5 broke down right at the finish line - 5 mins before the race ended. That’s Dave Pericak, Raj Nair, Henry Ford and Mark Fields standing in front of the monitors:

That all burst into joy, when the no. 68 crossed the line:

… and needless to say it was very special for me too!

I even got soaked in Champagne, which was an unforgettable moment:

These pictures don’t need any explanation:

However, it was really sad to see the tough luck that hit Toyota, while at the ceremony everything was ready to go:

That’s the moment when everything is flooded with people - and I have been part of it:

Clearly Porsche guys were happy:

… but what I loved most was the way Porsche handled the tragic events after the race.

The no. 5 Toyota, which had a clear advantage and was ready to take the win, didn’t even classify, because it exceeded the maximum time of 6 minutes for the last lap. From the biggest success in Toyota’s history to nothing - within 5 minutes.

While these guys started National Selfie Day:

… I thought it’s time for me too:

I waited for the GT podium and it was nice to see Mark Fields with his son as part of the crowd too:

I’ve never seen equipment like that before:

When I tried to upload something it mostly failed due to the network overload. Lucky us that we had WLAN in the hospitality!

Then they came and it was good to see Dirk up there - now with a Le Mans class win under his belt:

And because Risi Competizione is US based as well, it was an all American affair:

Here they are again: Toni Vilander and Dirk Müller - remember the picture from the grid?

One proud Mr Ford:

… correction: 2 proud Mr Ford!

… and Sébastien Bourdais knew what to do:

Funny that, because the Champagne shower got invented exactly 50 years ago - when the Ford GT first won Le Mans!

It was great to see Sébastien Bourdais up there - the man born in Le Mans:

Only after reading this you realise what a tough job this has been.

The biggest applause however came for this man: Fred Sausset managed to finish Le Mans despite having no legs or arms:

Such a remarkable achievement!

Nothing is safe when the fans assist the teams in getting ready for the journey back home:

And over it was, the race went in no time and it took me a while to sort through all of the impressions I had in such a concentrated form!

Ford’s performance has been a discussion point during and after the event. Clearly I’m biased - who wouldn’t after 22 years of service. Graham Goodwin just published this piece yesterday, which is an interesting read.

Bottom line I’m proud that I was able to witness the race in such intensity and very much look forward to the things to come.

If you made it to here: thank you for reading and I’m always interested to hear your feedback via social or email!

LeMans | LeMans24 | LM24 | FordGT | Mikebericht |


Montag, 06. Juni 2016

ADAC Nordrhein treibt VLN in die offenen Arme der Ringrussen.

Heute gab es eine kurze PM, dass die VLN - schon kurz vor dem 24h-Rennen - mit den neuen Nürburgring Besitzern eine Firma gegründet hat: die VLN Veranstaltungs- und Vermarktungsgesellschaft mbH.

Zur Einordnung hole ich mal etwas weiter aus: die VLN mit ihren 10 Rennen ist das Rückgrat des Nürburgrings, denn hier steht die einmalige Nordschleife im Mittelpunkt. Weltweit herausragend ist auch die hohe erlaubte Starterzahl, wenn auch die aktuellen Nennergebnisse die Möglichkeiten nicht ganz ausschöpfen.

Normalerweise würde man davon ausgehen, dass sich so ein Konstrukt professionalisiert und mit der Zeit auf der Suche nach Mehr und Größer dem internationalen Wettbewerb stellt. Aber nicht die VLN.

Irgendwie schrullig, wie die Veranstaltung sich immer treu geblieben ist und das meine ich überhaupt nicht negativ. Schon immer dem Breitensport gewidmet wird die VLN von 10 Motorsport-Clubs getragen, die sich auch bei der Ausrichtung der Samstags-Rennen abwechseln.

Eigentlich ist es ein kleines Wunder, dass es nach all den Kapriolen am Ring die VLN überhaupt noch gibt. Denn die Gier greift maßlos um sich und hat natürlich längst auch die Finger Richtung VLN ausgestreckt.

Das 24h Qualirennen ist so ein Indiz, das für jeden sichtbar ist. 2014 wurde es eingeführt und wildert ohne Hemmungen im VLN Revier. Und es gehört nicht viel Phantasie dazu sich auszumalen wie die feuchten Träume der 24h Veranstalter aussehen: weniger Rennen als bei der VLN bisher, dafür aber aufgeblasener - damit so schön gemolken werden kann wie beim 24h-Rennen: das wäre die VLN der Zukunft nach Nordrhein-Geschmack.

Das hätte die Langstrecke nicht verdient, so ausgebeutet zu werden und zum Glück gibt es Karl Mauer, der jetzt schon eine Weile die Geschicke der Serie leitet. Für die VLN ist er ein Riesen-Glücksfall, denn zum einen ist er lange genug dabei (z.B. Gesamtsieger 24h 1979 auf Ford Escort) und zum anderen ausgefuchster Stratege, der immer das große Ganze im Blick behält.

Und da hat der neue Nürburgring Besitzer ein Pfund, das der ADAC Nordrhein niemals bieten kann: nämlich die Nordschleife.

Eigentlich hätte ich erwartet, dass der Nürburgring selber eine Nordschleifen-Serie in’s Leben ruft - aber offensichtlich ist man zur Vernunft gekommen, dass das Ausrichten dieser Rennen - mit den vielen ehrenamtlich Beteiligten - in den Händen von Motorsport Clubs besser aufgehoben ist. Und das ist die eigentlich gute Nachricht bei diesem Deal: der Nürburging hat jetzt ein großes Eigeninteresse die Serie auf der Erfolgsspur zu halten. Und gegen Konkurenz zu schützen.

Da werden - ausgerechnet beim 24h-Rennen - einige Nordrhein’ler fassungslos in ihre VIP-Sessel geplumpst sein, denn der schöne Traum des Hostile Takeover ist geplatzt. Da nützen auch keine Intrigen oder Charitonin-Treffen mehr. Dass der Notartermin zur Vertragsunterzeichnung an einem Feiertag stattgefunden hat, dokumentiert die zeitliche Brisanz der Abläufe.

Man muss diese Entwicklungen nicht gut finden, aber nüchtern betrachtet war es die einzige Option. Und es sei ein fairer Vertrag mit langer Laufzeit.

Zum einen dient das natürlich in erster Linie der Sicherung der VLN als Rennserie. Zum anderen eröffnen sich aber auch bisher nicht dagewesene Möglichkeiten, denn der Bruch mit dem ADAC Nordrhein kann für den Sport nur Gutes bedeuten. Aus der ursprünglich übermächtigen Bedrohung könnten VLN und Sport als große Sieger hervorgehen.

Von mir aus darf sich die VLN jetzt auch gerne noch vom DMSB verabschieden!

VLNVV | Charitonin | Nordrhein | DMSB | Mauer | N24h |


Montag, 30. Mai 2016

N24h: der Sport als Opfer der Geschäftemacher.

Zugegeben: so schlimm hatte ich es mir nicht vorgestellt, denn ich hatte ja nur 1 Jahr Pause. Aber was da inzwischen an Kommerz aus dem Boden gestampft wird, das ist nur schwer zu ertragen.

Ob altes Fahrerlager …

… neues Fahrerlager …

… Auffahrt Nordschleife …

… oder Nordschleife an sich:

Überall verkaufte Fläche, mal mehr mal weniger hoch zugebaut.

Und es wird auch klar, warum der ADAC Nordrhein so scharf auf die WTCC ist: auch hier inzwischen mächtiger Platzbedarf und die Hersteller - schön komplementär zu den in der Langstrecke engagierten - wollen sich natürlich auch nicht lumpen lassen.

Das Symbolbild des Wochenendes ist für mich der Manta vor dem BMW Bunker - mit schwarzen Wolken obendrüber:

Ich war von Donnerstag bis Samstag vor Ort und konnte daher am Sonntag den Livestream verfolgen. Sowohl auf RTLNitro (geht gar nicht), als auch im Youtube-Stream - das ging gerade so mit Radio Le Mans als Kommentar.

Das Schockierende für mich war, dass die Nicht-GT3-Fahrzeuge hemmungslos ausgeblendet wurden. Für die Bildregie ist die Firma verantwortlich, die auch die Vermarktungsrechte besitzt: nämlich die Wige. Und die scheint von der Gier inzwischen so zerfressen, dass der Sport völlig in’s Hintertreffen gerät. Wieviel bezahlt Wige dem ADAC Nordrhein eigentlich für die Rechte und wird diese Selbstbedienung Leistung ausgeschrieben?

Noch krasser wird der Gegensatz, wenn man im Unwetter draußen an der Strecke ist, abseits der Partymeilen, den flauschigen Teppich und den Messebaugeruch der Herstellerwelten noch im Hinterkopf … und dann die Bedingungen der Streckenposten sieht:

Literweise Wasser von oben und von unten, aber nichtmal ein Dach über dem Kopf. Die Arbeitsbedingungen sind gerade so gut, wie es sich die Postenbesetzungen selber einrichten können. Eine Plane wird notdürftig am FIA Zaun befestigt, um wenigstens notdürftig dem Wetter zu trotzen. Dazu das Flutlicht an den Autos, das inzwischen zum guten Ton gehört - und hohe Konzentration um nichts zu verpassen und schnell richtig zu reagieren.

Die Gegensätze könnten größer nicht sein. Da wird genau der Alptraum wahr, den ich immer befürchtet habe. Und jetzt, da die Gier Fuß gefasst bzw. Blut geleckt hat, wird man sie auch nicht wieder wegbekommen. Genau wie bei der Erlebnisregion: genug Geld in die richtigen Taschen kanalisiert und alles läuft wie geschmiert.

Es ist weder Unvermögen noch Versehen, dass die bewegten Bilder nur die Fahrzeuge der zahlenden bzw. VIP- und Sponsoren-Fläche mietenden Industrie gezeigten werden - es ist eiskaltes Kalkül. Geld verdirbt den Charakter passt auch hier wie die Faust auf’s Auge: der Veranstaltung wird die Seele geraubt - ich empfinde es tatsächlich als Raubzug, der hier stattfindet. Zu Lasten der Ehrenamtlichen, der Amateure, der Zuschauer und Fans - all derer, die den Event zu dem gemacht haben, der er einmal war: ein Fest für alle, die daran teilnehmen wollten. Doch heute statt Augenhöhe nur noch Arroganz - und viele Geprellte haben sich schon angewidert abgewandt.

Die Erkenntnis fällt mir schwer, man hängt doch sehr an der Veranstaltung. Seit über 20 Jahren bin ich aktiv dabei, da geht man nicht einfach so wortlos. Ich weigere mich auch die Machenschaften unkommentiert geschehen zu lassen, denn nach so langer Zeit fühle mich als Teil des Ganzen und habe ein Recht mich - im Rahmen der Möglichkeiten - zur Wehr zu setzen. Und wenn es nur darin besteht, meine Ablehnung in Worte zu fassen.

Mein Weg bis hierhin war im wahrsten Sinne des Wortes ein steiniger, denn am Donnerstag habe ich zum ersten Mal die Strecke zu Fuß umrundet. Das ist weiter als ich dachte - ich bin bei 28,6 km rausgekommen. Dank App (Galileo in meinem Fall) kann man das heute ja genau aufzeichnen:

Den Umweg bei Breidscheid ging auf meine Kappe - das war unnötig. Bin ja fast bis Herschbroich zurück gegangen - aber ich bin dem Weg gefolgt und hätte den Trampelpfad nehmen sollen. Naja, vielleicht gibt es nächsten Jahr einen neuen Versuch ;)

Gestartet bin ich jedenfalls in Meuspath, nachdem ich sowohl Wilhelm Hahne als auch Björn Habegger beim Retti getroffen hatte. Leichtsinnigerweise hatte ich ihnen von meinem Plan erzählt - tja, jetzt gab es kein Zurück mehr. Da dachte ich: wenn schon, denn schon - und habe mich per Video noch weiter unter Druck gesetzt.

Um das Gepäck klein zu halten habe ich die 100D und das passende 55–250 eingepackt - zusammen 1.100 Gramm. Aber nicht nur vom Gewicht her übersichtlich, sondern auch vom Preis - wir reden hier alles komplett über weniger als 600 Euro.

Und tatsächlich bin ich mit diesem leichten und flexiblen Setup so gut zurecht gekommen, dass ich es das ganze Wochenende über im Einsatz hatte. Also ALLE Bilder, die Ihr hier seht, sind damit gemacht. Nach einer Weile habe ich es sportlich genommen und versucht möglichst viel rauszuholen - inklusive Lightroom Tuning, daher auch in RAW fotografiert.

Zum Beispiel am Galgenkopf, ich kam nämlich mittags zum WTCC Training an:

(1/60, 55mm)

(1/40, 55mm)

Ich wollte entgegen der Fahrtrichtung wandern, um unterwegs auch Fotos auf der Strecke zu machen, und so bin ich dann als nächstes im Schwalbenschwanz gelandet. Der sah eigentlich auf den ersten Blick so aus wie immer:

… aber auf den zweiten Blick konnte man ziemlich viel freien Platz sehen. Das hat der Atmosphäre gut getan, denn die Parzellen waren dadurch großzügiger und hingen nicht so dicht aufeinander. Anders als z.B. in Le Mans, wo jeder eine genaue Quadratmeterfläche zugewiesen bekommt, ist das am Ring ja eher eine Verhandlungs- bzw. Flatterbandfrage.

Und so konnte der freie Platz für viele sinnvolle Sachen verwendet werden. Zum Beispiel für ein Blumenbeet:

… oder ein beheizten Swimmingpool:

… ein Bett in Mercedes-Style …

… das auch durchaus burnoutfähig war:

… oder - komplett abgefahren - ein Endurance-Mofa, das passend zur Veranstaltung rund um die Uhr im Kreis gefahren ist:

Lattenzäune waren dieses Jahr auch hoch im Kurs:

Für mich ging es dann weiter Richtung Pflanzgarten - unterwegs trifft man dann auf solche Enduristen:

Hier bin ich richtig!

Bei den Kollegen:

… war ich mir nicht so ganz sicher, die haben wohl für Le Mans trainiert?

Der Weg jedenfalls war komfortabel:

… und die Ausblicke sehenswert:

(1/25, 18 mm - durch den Zaun durch)

Die Youngtimer waren zu schön, um sie unfotografiert zu lassen:

(1/200, 250 mm - alles ohne Einbein)

(1/60, 233 mm)

(1/60, 250 mm)

Am Pflanzgarten ein ähnlich geringes Zuschauer-Aufkommen wie schon im Schwalbenschwanz:

Wobei gering natürlich relativ ist.

Oder vielleicht waren die Leute ja einfach nur am Kochen:

… diskutieren:

… oder chillen:

Jedenfalls kann sich keiner beschweren, dass die Deko zu kurz kam:

Am Brünnchen angekommen waren die Youngtimer immer noch im Einsatz und ich habe dieses Foto vom Zuschauerbereich gemacht:

(1/100, 250 mm)

Auch das Brünnchen übersichtlich:

… und dünn besiedelt:

Moment mal:

N Fan Zone! Wie originell!

Aber da nützt alles Wedeln mit dem Zaunpfahl nichts:

Wobei die Koreaner sich ja traditionell einen guten Ruf als Kopierer erarbeitet haben.

Weiter ging es auf der Brünnchen-Innenseite, nachdem ich den Tunnel zum Seitenwechsel genutzt habe. Wobei solche Fotos:

(1/100, 18 mm)

MIT Zuschauern viel besser ausgesehen hätten.

Bei diesem Anblick wurde mir dann aber wieder warm um’s Herz:

… und nachdem wir heute wissen, dass Bernd Schneider die 24h gewonnen hat, wird einem erstmal klar, wie lange der Mann schon alles eintütet!

In Eschbach hat sich für mich eine Perspektive ergeben, die ich noch nicht kannte:

(1/160, 200 mm)

… muss ich mir mal merken:

(auch 1/160, 200 mm)

In Wippermann habe ich dann keine Fotos auf der Strecke gemacht, nur einmal so durch den Wald:

Ich bin dann weiter über die Hohe Acht Richtung Karussell. Die Youngtimer waren dann soweit durch und während ich versuchte Kilometer zu machen, haben andere erstmal Kraft getankt:

So ein Ländie ist schon ein vielseitiges Automobil.

Am Karussell angekommen war ich erstmal baff, denn der Parkplatz war voll. Hab ich so auch noch nicht gesehen:

Dann ist mir wieder eingefallen, dass beim 24er ja immer die Engländer am Karussell sind:

Hätte ich mir die Nummer mit dem Tunnel sparen können.

Was die wohl gedacht haben, als ich zwar mit Weste, aber mit Spielzeugkamera im Einsatz war?

Na mir egal, die Fotos müssen die auch erstmal hinkriegen:

(1/250, 163 mm)

(1/60, 183 mm)

(1/60, 113 mm)

(1/60, 100 mm)

In der Klostertalkurve konnte ich weiter experimentieren:

(1/125, 18 mm)

(1/60, 18 mm)

Ich war aber nicht der Einzige, der auf der Jagd nach Bildern war, denn diese Jungs:

… hatten diese Drohne im Einsatz:

Auf meine Frage, ob die denn HD könne, haben sie trocken mit 4K gekontert. Bin mal gespannt auf die Bilder!

Es gab auch bauliche Veränderungen:

Da ist kürzlich nämlich ein Auto bei der VLN im Hang geparkt worden.

Ich musste aber jetzt mal langsam weiter, denn es war schon 17h und ich hatte nichtmal die Hälfte hinter mir.

Der Weg war jetzt nicht soo einladend, aber watt willste maache:

Das Kesselchen war zu meiner Überraschung sogar bewohnt:

… und es war schön den Bierdosenmann nochmal zu treffen nach langer Zeit. Seinen wilden Capri hat er auch noch, aber der bräuchte jetzt mal H-Kennzeichen. Steht im Moment rum. Zitat: Das sind Schmerzen!

Die kleine Canon durfte sich mal im Topspeedbereich ausprobieren - geht auch:

(1/125, 183 mm)

Nach einem langen und matschigen Weg der Blick vom Berg Richtung Breidscheid:

Die dünne Besiedlung war inzwischen keine Überraschung mehr. Nach Umwegen bin ich dann auch im Ort gelandet - erstmal Pause gemacht. Und festgestellt, dass ein Imbiss schon die Grätsche gemacht hat:

Die meisten Besucher waren ja sowieso Selbstversorger - ist ja auch kein Problem, wenn man einen 2er Golf dabei hat:

Wenn ich mich recht erinnere ist das SAVE THE RING jetzt 3 Jahre alt - kann man noch gut erkennen, wenn man es weiss:

Da ist Michael Schumacher noch mit dem F1 drüber - Keep Fighting Michael!

Ohne große Umwege bin ich dann zum Forst:

… wo der beheizte Pool ebenfalls Standard ist:

Dann gab’s einen Knall, denn Rob Huff hatte einen heftigen Einschlag in der Fuchsröhre:

Einige Zuschauer haben auch einen Knall, was man sich da als engagierter Streckenposten anhören muss ist doch nicht mehr normal.

Ich bin dann mal weiter, damit ich nicht in’s Dunkle komme und Richtung Aremberg kreuzte dieses stolze Tier meinen Weg:

Ich könnte ja jetzt sagen dass das eine Riesen-Schlange war - man hat keine Referenz für die Größe. War aber nur eine Blindschleiche, aber trotzdem sehr schön anzusehen.

Am Schwedenkreuz ist jetzt abgeschlossen:

… und man hat den rückwärtigen Weg ausgebaut:

Offensichtlich hat man sich aber nicht getraut das Denkmal zuzubauen, was die Pilgerer dankbar zur Kenntnis nehmen:

So sieht das Tor am Eingang aus:

Der Burg ist es wurscht, die hat schon ganz andere Sachen erlebt:

Der Hatzenbach war auch liebevoll dekoriert, Blümchen gehen immer:

Inzwischen war es halb Zehn und doch schon ziemlich dunkel - also bin ich zügig weiter.

Um dann die Burg so zu sehen - mein Gott ist das hässlich:

Muss das denn sein überall rumzufummeln? Nur weil es geht? Das erinnert mich an die ersten WYSIWYG Editoren in den 90ern, da mussten die Leute in einem Brief auch alle Schriften einsetzen, die es gab.

Ich bin dann Richtung Meuspath noch in einen kräftigen Regen gekommen, war aber nicht schlimm, denn ich hatte trockene Sachen im Auto und fand das ganz erfrischend. Die Distanz und der teilweise schlechte Weg haben es jedoch in sich - ich merke es in meinen Füssen noch heute - 4 Tage später! Aber ich kann die Tour nur jedem an’s Herz legen - so sieht man alles einmal und man kommt auch überall ohne Probleme durch.

Aber feste Schuhe solltet Ihr haben:

Nachdem ich draußen viel gesehen habe, war es Freitag / Samstag Zeit für das Fahrerlager, denn Gespräche mussten geführt, Kaffee getrunken und Fotos gemacht werden:

Auch von den letzten (?) Artefakten des Breitensports:

… während Zakspeed sich ziemlich breit machen durfte:

Dieses Foto von Kaz Yamauchi habe ich vom Laubengang an den VIP Lounges gemacht - er saß ganz hinten vor dem Fenster im Dunkeln. Geht:

Martin hat den TCR Golf dezent Nfiziert:

Das Auto macht einen guten Eindruck:

Manche Probleme lösen sich von alleine:

… und mit solchen Bildern werden immer die Hunderttausende von Zuschauern verkauft:

Ich bin entgegen dem Trend ganz nach hinten in die Startaufstellung und was soll ich sagen: es war super!

Der Calibra macht es sich bequem:

… inklusive Save The Ring auf dem Dach:

Ich hatte auch Ns im Anschlag, aber keiner hat gefragt und ich will mich ja auch nicht aufdrängen.

Diese Damen waren völlig aus dem Häuschen:

… was bei diesem Auto auch kein Wunder ist:

Diese Herrschaften haben ihren Toyota abgelichtet:

Und Titus lässt keine Gelegenheit aus, auf sich aufmerksam zu machen:

Und er findet jede Kamera, sei sie noch so klein:

Meyrick Cox hatte ich auch lange nicht mehr gesehen:

Es war sein 34. 24h-Rennen und noch nie ist er von ganz hinten gestartet. Das muss natürlich archiviert werden:

Der Grund war irgendeine Bestrafung - habe schon wieder vergessen was es war. Das Team ist am Ende in’s Ziel gekommen als 100. mit 73 Runden.

Wir hatten auch eine interessante Unterhaltung wegen Brüssel - das ist noch lange nicht zu Ende.

Mein N bin dann doch noch losgeworden:

… wobei das älteste N im Feld wohl dieses ist:

Das hat mal locker 10 Jahre auf dem Buckel.

Hier kümmert sich der Chef auch noch persönlich um Alles:

Leider hatte der Manta im Rennen ein Problem mit der Getriebeglocke.

Auf dem Weg zur Strecke noch kurz mit dem Gustav geplaudert - bzw. in Erinnerungen geträumt - viel zu früh ist er gegangen:

Ich bin dann mal zur T13:

Die platzt aber nicht wegen den Zuschauern aus allen Nähten, sondern wegen der Baufälligkeit.

Mit Fotografieren war aber nicht soviel, denn schon nach weniger als einer Stunde wurde das Rennen wegen Wetter abgebrochen:

Teilweise gab es soviel Hagel, dass die Autos quer von der Bahn gerutscht sind. Ich hab dann das gemacht, was man am besten immer in so einem Fall macht: ab zum Retti und auftanken. Sowohl Kaffee als auch Infos.

Als klar war, dass das Rennen um ca. 20h weitergeht, war ich mir nicht sicher, ob ich mir das in dem Sauwetter antun soll. Hab es dann doch gemacht, denn ich wollte auch wissen, wie sich die kleine Kamera unter solchen Bedingungen schlägt.

Hat sich gelohnt:

Leider habe ich mir dabei auch ein zeckiges Haustier eingefangen und es erst am nächsten Tag bemerkt. Echt übel die Biester. Ich hab sie aber mit so einem Spezialding ganz rausbekommen, hoffe mal das bleibt unauffällig:

Ich wünsche dem 24h-Rennen, dass es noch die Kurve bekommt. Ich weiss natürlich, dass nicht alle Leute meine Meinung teilen. Besonders die nicht, die im Moment mehr oder weniger offensichtlich finanziell partizipieren an der jetzigen Situation. Aber der Ring muss wieder raus aus der Rolle des Selbstbedienungsladens und zurück zur Rolle als Sportstätte, sonst bleiben am Ende nur noch rauchende Trümmer und die Erinnerung an vergangene Zeiten.

N24h | Mikebericht | FIAGT3 |


Montag, 25. April 2016

*Jemand* hat den Nürburgring gekauft.

Jemand deswegen, weil nach wie vor unbekannt ist, welche Personen sich hinter der Käuferfirma verbergen und gekauft, weil die restliche Kaufsumme bezahlt wurde und damit der Vertrag abgeschlossen ist. Wenn man mal die paar Milliönchen außen vor lässt, die gemäß Vertrag auf Raten abgestottert werden.

Und wo Anglizismen im Spiel sind, da ist auch Nuvoloni nicht weit - das von ihm so geliebte Closure ist fast so sexy wie Stresslevelmonitoring und da liegt es doch nahe, dass der Vertrag jetzt geclosed wurde.

Die Rheinlandpfälzer lehnen Mitleid vehement ab und schaufeln sich lieber voller Naivität ihr eigenes Grab.

Logisch betrachtet hat der Käufer jetzt das Risiko an der Backe die 500+ Mio. € Beihilfen zurückzuzahlen, falls eine der beiden Klagen beim Europäischen Gericht gegen den Verkauf Erfolg haben sollte. Da jedoch in der kompletten Beck´schen Ringverkaufsaga überhaupt nichts logisch abgelaufen ist - angefangen bei der wahnwitzigen Idee des Erlebnisparks insgesamt - sind auch meine Hoffnungen auf logische Abläufe relativ weit unten angesiedelt.

Am 19.Nov.2007 wurde die Erlebnisregion beschlossen - am 25.April 2016 ist die Nordschleife russisches Eigentum.

Aber auf mich hört ja keiner.

Nur mein Weltbild hat sich in den vergangenen Jahren stark verschoben. Damit stehe ich auch nicht alleine, das hört man in den Gesprächen am Ring deutlich heraus. Also wenn man die lass-sie-doch-erstmal-machen Delegation ausblendet. Das sind die Leute, die sich mit jeder Situation zufrieden geben, denn damit begründet dieser Personenkreis vor sich und anderen jede Handlungsnotwendigkeit abzulehnen.

Und leider gab es von diesen lethargisch und obrigkeitshörig geprägten Charakteren mehr, als ich das vorher erwartet hätte.

Schwer zu sagen, ob ich mich trotzdem so aufgerieben hätte, wäre mir das Ergebnis vorher bekannt gewesen. Wahrscheinlich hätte ich meine Zeit angenehmer verbringen können, aber ich hätte mir vorwerfen müssen, nicht alles probiert zu haben.

Die Ringgemeinde war früher eine große Familie und ich hatte den Eindruck sie ist zu allem fähig. Heute bin ich schlauer und muss feststellen, dass die meisten erstmal an sich selber denken und danach lange nichts kommt.

Aber es gibt auch aufrechte Kämpfer, die sich nicht den Blick vernebeln lassen und bereit sind für die richtige Sache Opfer zu bringen. Und das ist eigentlich der größte Gewinn in all den frustrierenden Jahren: diese Leute kennengelernt zu haben, die sich nicht unterkriegen lassen und Kontra geben, obwohl sie genau wissen, dass sie im David - Goliath Spiel theoretisch nur eine kleine Chance haben.

Ich gebe auch nach wie vor die Hoffnung nicht auf - auch wenn ich Realist genug bin um zu sehen, dass ein großes Tal der Tränen vor uns liegt.

Ringverkauf | Nuvoloni | Closure | russisch | SPDRLP |


Sonntag, 17. April 2016

Heftiger Unfall von Nico Bastian beim N24h Qualirennen.

Quasi ungebremst in der Hohenrain Schikane in die Reifenstapel (Video) - der Alptraum an der schnellsten Stelle der Nordschleife. Gut, dass er ..



.. unverletzt aussteigen konnte und sich auch schon gemeldet hat, dass es ihm gut geht.

Er erwähnt auch, dass nach der Unfallursache geforscht wird, wodurch ein Fahrfehler ja mehr oder weniger ausgeschlossen ist.

Wie sieht das eigentlich mit der Haftung des Herstellers aus bei diesen Kaufautos?

Die Ergebnisse der 72 (!) Starter sind hier und die Rundenzeiten sind ziemlich exakt auf dem Niveau des Vorjahres (schnellste Runde 8:19,226 gegenüber 8:18,690 von N24h 2015).

FIAGT3 | N24h | AMGGT3 | Bastian |


Dienstag, 12. April 2016

Honda Civic und Nordschleife - wo sind die 25 Sekunden geblieben?

Honda hat bereits im Mai 2004 ein Video veröffentlicht, das die Rundenzeit mit dem Civic Type R auf der Nordschleife mit 7:50,63 angibt.

So weit, so schnell.

In der aktuellen sport auto (4/2016) hat sich Christian Gebhardt bemüht, die Zeit mit dem jetzt vorgestellten Civic Type R Serienmodell so gut wie möglich zu bestätigen, doch die Uhr blieb erst 25 Sekunden später bei 8:15 stehen.

Wie ist das möglich?

Liegt es am Fahrer? Im Video von Honda ist der Helm von Christian Menzel deutlich zu erkennen und der andere Christian schreibt vom “japanischen Testfahrer, der aus Kelberg stammt”. Was die Auswahl an schnellen Kelbergern mit Christian-Menzel-Helm ziemlich übersichtlich reduziert.

Und so begibt sich der Gebhardt’sche Christian auf Spurensuche nach der verlorenen Zeit:

Gehen wir im aktuellen Fall mal davon aus, dass ich auf den japanischen Testfahrer aus Kelberg, der den potenten Prototyp im Video beeindruckend über den Ring hetzt, zwischen fünf und zehn Sekunden verliere, dann stellt sich immer noch die Frage, wo die restlichen 15 bis 20 Sekunden zwischen Testwagen und Prototyp geblieben sind.

Liegt es vielleicht an der Leistung? Der nominell 310 PS starke Type R, den die sport auto zur Verfügung gestellt bekommen hat, drückte auf dem Prüfstand nur 276 PS auf die Rolle. Das erklärt zwar einiges, aber immer noch nicht alles. Und man fragt sich natürlich, was sich die Honda Presseabteilung dabei gedacht hat, so ein verschnupftes Exemplar ausgerechnet an die sport auto für den Supertest zu liefern.

Top Speed war im Video laut Tacho 273 km/h auf der Döttinger Höhe - die sport auto kommt nur auf 243 km/h. Da liegen Welten dazwischen.

Sieht ganz so aus, dass der Schuss mit dem schnellen Vorabvideo kräftig nach hinten losgegangen ist. Völlig unnötig, denn da hätte man auch vorher drauf kommen können, dass eine Zeit im Prototyp mit Profi am Steuer nur dann einen Sinn macht, wenn sie sich später auch mit einem talentierten Amateur im Serienauto bestätigen lässt.

sportauto | Civic | Gebhardt | Menzel | Rundenzeit | Onboard |


Dienstag, 05. April 2016

Manfred Förster gestorben.

Soeben erreicht mich die traurige Nachricht, dass Manfred Förster verstorben ist.

(Klick! für gross.)

Manfred war ein herzensguter Mensch, bis in die Haarspitzen fasziniert von Nordschleife, der Fotografie und seinem Manta 400.

Ich wünsche seinen Angehörigen und Freunden viel Kraft diesen Verlust zu verarbeiten.

Seine Fotos - von denen auch viele hier zu sehen sind - und seine Videos - Rhapsody in Blech - machen ihn unsterblich.

Und wenn ihr das nächste Mal am Forst seid: denkt an ihn und schickt ihm einen Gruß. Dort war lange Zeit sein zweites (erstes?) Zuhause.

UPDATE:

Der Trauergottesdienst findet am Dienstag den 12.April um 13:00 in St.Nikolaus / Barrenstein statt:

Pfarrkirche St. Nikolaus
Wevelinghovener Strasse 25
41515 Grevenbroich


Sonntag, 06. März 2016

Wer erinnert sich nicht gerne zurück an den Nordschleife GP 1963?

OK - zugegeben, ich bin zwar nicht mehr der jüngste, aber so alt dann doch nicht. Aber wenn man diese Zeilen liest, dann fühlt man sich fast zeitreisend. Eine schöne Serie hat das Motor Sport Magazine da in´s Leben gerufen und natürlich darf die Nordschleife bei den 100 besten Rennen All Time nicht fehlen.

Vielleicht gibt es ja Leser, die tatsächlich damals dabei waren und die Erinnerungen wachrufen.

Formel1 | 1963 | Surtees | Clark |


Sonntag, 07. Februar 2016

Spannendes Bathurst 12h-Rennen.

John Hindhaugh hat es nach dem Rennen passend zusammengefasst: This is a world class event! … und damit meine Theorie bestätigt, dass sich auf Dauer weltweit pro Wochenende jeweils ein Highlight herauskristallisieren wird, auf das sich die Aufmerksamkeit konzentriert.

Und dieses Wochenende war das - zu Recht - das 12h-Rennen in Australien.

Spannend bis zur letzten Runde, am Ende trennten die Verfolger (Nissan GT-R) vom Gewinner (McLaren 650S) genau 1,267 Sekunden. Nach 12 Stunden Rennen!

Bentley wurde Dritter und der Phoenix Audi aus Meuspath Vierter - und alle Vier waren noch in der Runde der Gewinner.

Wer das Rennen verpasst hat, kein Problem - hier kann man sich die kompletten 12 Stunden noch einmal anschauen. Was für ein Service!

Überhaupt, die Übertragung war vom Feinsten.

Bei mir lief der Stream - in 1.080p HD - auf dem iPad, Timing und Twitter auf dem Computer. Bin auch nicht der einzige mit so einem Setup.

Es gab sogar jemanden, der hat sich die Mühe gemacht den per Scanner abgefangenen Funk der Teams und der Racecontrol zu streamen. Wow. Aber da war ich überfordert - braucht man ja 3 Paar Ohren! Trotzdem, je mehr Info desto besser. Die internationale Community sorgt mit diesem Input dafür, dass keine Frage unbeantwortet bleibt.

Twitter hat im Moment die Nase vorne, wenn es darum geht die Renngemeinde zu vereinen. Ein gemeinsamer Hashtag - in diesem Falle B12Hr - reicht, damit alle zueinander finden.

Da gesellen sich dann auch schonmal so Leute dazu wie die Franchittis - das wäre bei einem Forum oder ähnlichem nicht so problemlos möglich.

Bathurst wird gerne mit der Nordschleife verglichen - zwar nicht so lang, aber ähnlich in die Natur und Berge eingebettet.

Diese Einstellung:

könnte auch von der Antoniusbuche stammen.

Oder die hier Metzgesfeld?

Im Gewinner McLaren saß u.a. Shane van Gisbergen aus Neuseeland - diesen Artikel über ihn bei Jalopnik hatte ich hier schon einmal verlinkt.

Krasser Typ, bei dem sich McLaren schonmal bedanken darf, nach über 20 Jahren ein Langstreckenrennen zu gewinnen. Man kann auch nicht gerade sagen, dass es einfach gewesen sei. Der Wagen hat auch einmal ordentlich gezickt und musste während dem Rennen auf der Strecke rebootet werden - kein Witz! Der Neustart hat 45 Sekunden gedauert.

Twitter Handle der Fahrer werden heute übrigens schon völlig selbstverständlich eingeblendet - das gehört zum guten Ton und ist wichtiger als z.B. die Homepage:

Also bei Rennen im Ausland von Leuten, die etwas davon verstehen. Beim DSMB unvorstellbar - wie soll man da auch einen Eingangsstempel draufmachen und abheften?

Der McLaren hat optisch eine gute Figur abgegeben:

und ist - wie in der VLN die Dörr McLaren auch - auf Pirelli gelaufen.

Bentley war mit 2 Autos am Start - meine Güte sind das Kühlschränke. Da wird sogar der GT-R blaß.

Ich habe mal aus Spaß aus diesem Bild - als im Stream der Audi auf der gleichen Höhe mit dem Bentley war - die beiden übereinandergelegt:

Ist doch nicht normal.

Die GT3 sind inzwischen reine Werks-Prototypen. Die Teams werden reduziert auf ihre Rolle als Einsatzteam, denn wenn einmal homologiert, dann darf der Wagen nicht mehr verändert werden.

So wurde schon am Nürburgring die Selbstbauerszene ausgerottet, weil die SP7/8 vom Reglement her den SP9 (= GT3; das ist ein Witz, dass die auch SP genannt werden) untergeordnet wurden. Damit kein Privatteam gegen die Werke gewinnen kann - wo kämen wir denn da hin!

Ich bin immer neidisch auf die australische V8 Serie, die mit dem Konzept Blechautos mit viel Leistung und wenig Aero sagenhafte Rennaction bietet.

Ihr habt vielleicht mitbekommen, dass Romolo Liebchen den Audi GT Bereich verlässt. Aber nicht ohne der V8 noch einen mitzugeben: wenn es nach ihm ginge, dann würden sie durch GT3 ersetzt werden. Das muss man sich mal vorstellen. Natürlich geht es wieder mal nur darum möglichst viel Geld für Audi zu verdienen - je mehr GT3 Meisterschaften umso besser. Ich hoffe in Down Under sind sie weise genug zu erkennen, was für eine geile Rennserie sie mit den V8 haben. Damit sie nicht den Fehler wie in der Nürburgring Langstrecke begehen, wo die sündhaft teuren GT3 inzwischen lähmend über den Privatteams liegen und zusätzlich durch ihren Speed die Nordschleife als Rennstrecke gefährden.

Apropos VLN: Patrick Simon war auch am Start in einem privaten Mercedes (der mit der Martini Beklebung) - ist aber leider verunfallt. Ansonsten war er gut unterwegs, das war schade.

War sowieso ein hartes Rennen - von den 36 Startern sind nur 20 ins Ziel gekommen.

Was mich auch überrascht hat, dass kein BMW und nur 2 Porsche (Cup S) bei den GT3 dabei war.

Das Bathurst Rennen zählt nämlich zur neuen International GT Challenge, die Stephane Ratel ins Leben gerufen hat. Es sind nur 3 Rennen und 24h Spa gehört dazu ebenso wie Sepang 12h. Es ist das erste Jahr in dem das stattfindet, soll in Zukunft weiter ausgebaut werden. Eingetragen sind Audi, Bentley, McLaren und Mercedes - sie dürfen jeweils 4 Autos pro Rennen nominieren. Und darum geht’s natürlich wieder einmal: dass die Hersteller mehr GT3 Autos verkaufen bzw. einsetzen und ihre Erfolge vermarkten können.

Trotzdem - unter´m Strich war Bathurst nach den grandiosen Rolex24 in Daytona schon das nächste Highlight im Endurance Kalender, so kann es ruhig weitergehen!

Dass inzwischen einige Veranstalter erkannt haben, dass mittelfristig nur über eine internationale Audience ein Rennen fest etabliert werden kann, das stimmt mich positiv. Auch wenn das Schnarchen des ADAC Nordrhein mit seinem selbst gefeierten RTL TV Vertrag die deutsche Rennsport-Landschaft erschüttert - international wird inzwischen in einer anderen Liga gespielt und wer nicht abgehangen werden will, wird sich zwangsläufig den geänderten Anforderungen stellen müssen.

Bathurst | Gisbergen | Liebchen |


Montag, 18. Januar 2016

Nürburgring - damit auch die Nordschleife - jetzt komplett unter russischer Kontrolle.

Bisher musste Getspeed mit dem 2. Nürburgring Geschäftsführer Adam Osieka alle Entscheidungen am Nürburgring mittragen. Das ist jetzt Geschichte, weil sich die russische Holding freigekauft hat und jetzt niemanden mehr um Erlaubnis fragen muss.

Zwischen den beiden Geschäftsführern bzw. Beteiligungen haben sich einige Gerichtsprozesse aufgetürmt - nicht gerade üblich, wenn es doch beiden um den gemeinsamen Geschäftserfolg gehen sollte.

nuerburgring.de:

Die beiden Gesellschafter der capricorn NÜRBURGRING Besitzgesellschaft mbH (cNBG), GetSpeed GmbH & Co. KG und NR Holding AG, haben ihre Differenzen und rechtlichen Auseinandersetzungen einvernehmlich beigelegt. GetSpeed GmbH & Co. KG hat seinen Geschäftsanteil an der capricorn NÜRBURGRING Besitzgesellschaft mbH deutlich reduziert. Damit gibt GetSpeed GmbH & Co. KG auch ihre Rolle in der Geschäftsführung der Nürburgring-Gesellschaften auf. Eine entsprechende Vereinbarung haben die beiden Gesellschafter am Freitag, 15. Januar 2016, unterzeichnet.

Wieviel das die Russen gekostet hat weiss man nicht. Axel Heinemann dürfte froh sein, wenn er mit einem blauen Auge davongekommen ist - man konnte lesen, dass er seine Beteiligung durch einen Bankkredit erst möglich gemacht hat.

In den Sternen steht auch wie es mit Getspeed weitergeht, die kurze Meldung der CNG lässt vermuten, dass die Beteiligung nicht kompett aufgelöst wurde. Florian Zerfaß meint in der WiWo sie sei auf unter 5% gesunken.

Ist Euch mal aufgefallen, dass bei vornehmlich gut klingenden Nachrichten seitenweise aufgebauscht wird - am besten noch mit tollen Handschlagsfotos begleitet. Hier zum Beispiel. Aber wenn es beendet wird, dann eher heimlich - da müssen wir schon froh sein, dass sie überhaupt was schreiben.

Und was bedeutet das Ganze jetzt für den Ring? Noch bevor es zur Landtagswahl im März geht ist Maria Luise Dreyer’s Versprechen (kein Oligarch!) hinfällig. Falls die EU Klagen erfolglos bleiben, geht der Ring in russische Hand über. Bis dahin gehört er - ja wem gehört er denn? - und wird von den Russen gepachtet.

Wer diese Russen sind? Streng geheim, sogar der Vorzeigefrontmann und Fast-Milliardär Viktor Charitonin hat es nicht für nötig gehalten, sich auch nur einmal der Öffentlichkeit vorzustellen.

Übrigens, wenn man heute nach Russland googelt, landet man erstmal auf diesem Artikel: Ohne Schmiergeld geht gar nichts.

Ok, den Gag mit der Schmierstoffindustrie spar ich mir jetzt.

UPDATE:

Dieter fasst die Situation einmal zusammen:

Ein Armutszeugnis für Landesregierung, die in beispielloser Unfähigkeit den Nürburgring aus recht stabiler Lage erst in die Insolvenz getrieben hat, wie auch für die Insolvenzverwalter, die den Ring dann an einen Käufer ohne die nötigen Mittel verschleuderten, um ihn dann in einem fragwürdigen Zweitverkauf in die Hände russischer Investoren zu spielen.

Charitonin | Getspeed | Osieka | Heinemann |


Mittwoch, 13. Januar 2016

Stuck / Adorf: harte Probe für die Freundschaft.

Sie waren mal echte Freunde. Freunde in dem Sinne, dass man sich ein Auto teilt:

(Raeder Gallardo, 2008)

Oder ein Haus, denn die beiden wohnen quasi zusammen am Nürburgring:

Dieses Bild habe ich bei dem Sommerfest 2008 gemacht, das Dirk regelmäßig über das N Forum veranstaltet hat. Links HJ Stuck, daneben Dirk Adorf. Ein Herz und eine Seele.

Hat sich einiges verändert seitdem. Dirk war schon lange nicht mehr im N Forum, Eigenbauten wie der Gallardo wurden vom Reglement kastriert, der Nürburgring ist verbeckstaltet, als Folge insolvent und Stuck ist DMSB Präsident.

Anfang des Jahres haben beide zusammen das Tempolimit für die Nordschleife abgenickt. Stuck meint Jean Todt hätte das gefordert, ich meine man wollte die Teilnahme der GT3 beim 24h-Rennen nicht gefährden. Dirk Adorf als Fahrer mit Gesamtsiegchancen und HJ Stuck als Vertreter des VW Konzerns.

Viele Arbeitsgruppen wurden gebildet um das Tempolimit nach einem Jahr wieder abzulösen und mein Eindruck ist, dass ein Verbot der GT3 auf der Nordschleife im Vorfeld als nicht verhandelbar deklariert wurde. Denn die einzige Konstante in den umfangreichen Diskussionen ist der Start der GT3 Klasse, selbst wenn dafür die Strecke angepasst werden muss. Was ja dann auch an der Quiddelbacher Höhe passiert ist.

Womit man beim DMSB in Frankfurt allerdings nicht gerechnet hat: die Fahrer AG hat ihre Aufgabe ernst genommen und ist nicht bereit faule Kompromisse einzugehen. Denn sie sind es, die im Auto sitzen und sie wissen wie praxisfremd die aktuellen Regelungen sind. Dabei muss man sich vor Augen halten, dass die Abläufe, die in der Kritik stehen, alle relativ neu sind - von Code 60 bis Permit - alles Maßnahmen, die der DMSB erst kürzlich eingeführt hat.

Und nebenbei stehen die Fahrer, die Teams und die Veranstalter geschlossen hinter der Fahrer AG.

Um die Sache scheint es inzwischen auch gar nicht mehr zu gehen. Dieses Interview schlägt heute hohe Wellen, denn HJ Stuck nutzt seinen Auftritt für VW bei der Planai Classik, um Dirk Adorf eine reinzuwürgen:

Die Arbeitsgemeinschaft Fahrer hat aus meiner Sicht über das Ziel hinausgeschossen. Das muss man deutlich sagen. Das ist eine Arbeitsgemeinschaft die auf uns zuarbeitet. Wir nehmen ihre Ideen auf, präsentieren und diskutieren sie dann im Präsidium. Es ist ganz klar, dass ein Ergebnis einer AG nicht Eins zu Eins umgesetzt werden kann. Das ist unmöglich. Weil eben, wenn sie bei Code 60 mehr Streckenposten haben wollen – wo nimmst die her? Das muss schon alles machbar und umsetzbar sein. Da ist natürlich ein Mensch dabei, der Dirk Adorf, den ich auch selbst in die Gemeinschaft aufgenommen habe, aber der hat sich als sehr sehr schwierig erwiesen. Und manchmal etwas weit entfernt von der Realität. Er macht sicher seine Arbeit, aber er muss auch einsehen, dass es irgendwo Limits gibt. Ohne Kompromiss geht’s nicht.

Also in etwa: wenn der Kuchen spricht, haben die Krümel Pause.

Das Interview wird bemerkenswerterweise von der Planai Classic (Helmut Zwickel) als Pressemitteilung verbreitet, damit es auch jeder mitbekommt.

Alles kein Zufall.

In meinen Augen ist Hans Joachim Stuck als DMSB Präsident nicht mehr haltbar. Wenn er sich wenigstens auf die Grüßaugustrolle reduzieren würde, dann könnte er keinen Schaden anrichten. Wie im Kindergarten meint er öffentlich persönliche Animositäten abrechnen zu können - wenn der Schuss mal nicht nach hinten losgegangen ist.

Von der Peinlichkeit dieses Manövers ganz abgesehen.

Der DMSB muss dringend reformiert werden - und zwar von oben nach unten.

Und die Stuck-Adorf´sche Freundschaft hatte auch schon mal bessere Tage.

Für mich persönlich war HJS spätestens hier durch.

DMSB | Stuck | Adorf |


Dienstag, 12. Januar 2016

Auf Initiative des DSK.

BOOH, wenn ich das schon sehe, dann will ich eigentlich gar nicht mehr weiterlesen.

Die einzige Initiative des DSK besteht doch darin das Fähnchen zu ölen, das sie in den Wind hängen. Damit sie - und Präsident Ziegahn vorneweg - jede Windrichtungsänderung sofort mitbekommen.

Stellt Euch vor, es gäbe im Motorsport nur den DSK und den DMSB, dann würde sich kein Rad mehr drehen.

Christian Menzel regt sich über den Trittbrettfahrerverein auch schon seit zwei Tagen auf.

Womit wir schon bei Thema wären, denn gestern gab es ja dieses Gespräch zwischen DMSB und Interessengemeinschaft Langstrecke (Olaf Manthey) in Frankfurt. Während die einen jubeln, sind andere eher kritisch.

Sucht Euch was aus.

Neben den bürokratischen Auswüchsen, die man wieder auf Normal bringen möchte, sind die wahren Probleme eigentlich ganz andere. Nämlich zum einen die ungesund hohe Quote an Kaufautos und zum anderen die Zulassung der zu schnellen GT3 Flugzeuge für die Nordschleife.

Auf Initiative des DSK macht sich dieser übrigens heute Abend ein Bier auf. Und legt die Füsse hoch. Denn morgen wird wieder ein anstrengender Tag, das Fähnchen will frisch geölt werden!

DMSB | DSKeV | Ziegahn |


Sonntag, 10. Januar 2016

Eine anspruchsvollere Strecke als die Nordschleife?

WTF1 Tommy hat sie gefunden: Mario Karts Rainbow Road.

WTF1 | MarioKart | AssettoCorsa |


Samstag, 09. Januar 2016

Für Georg Link (SWR) ist das Nürburgring Disaster die größte RLP Pleite.

Der Landeskorrespondent meint rückblickend (!) zu dem Nürburgring Disaster, dass es von den Dimensionen her das Größte in der rheinland-pfälzischen Politik der letzten Jahrzehnte ist.

Zum einen finde ich das rückblickend unangebracht, denn das Disaster ist noch lange nicht ausgestanden. Fragt mal jemanden, ob er weiss, wem der Nürburgring aktuell gehört. So verworren ist die Informationslage. Oder wer weiss schon, wie die Klage in Brüssel ausgeht? Sowieso darf eine Nordschleife in Privatbesitz nicht das erstrebenswerte Ziel sein.

Zum anderen versucht er etwas verworren Kurt Beck in Schutz zu nehmen. Weil der ja immerhin seit 20 Jahren starke Mehrheiten erreicht habe und ihm jetzt das Ring°Grab an den Fersen hafte. Dabei ist es doch ganz einfach: gerade WEIL er so lange an der Macht war und dank feinmaschiger Netzwerke nichts dem Zufall überlassen hat, IST er der Hauptschuldige in der Ring-Katastrophe. Ob leichtgläubig oder nicht: er hat die ihm übertragene Verantwortung maßlos mißbraucht und sowohl den öffentlichen Kassen großen Schaden zugefügt als auch den Nürburgring Bewahrern unerträgliche Qualen beschert.

Immerhin bestätigt mich dieses Interview in meiner Ansicht, dass der SWR - bzw. die gesamte rheinland-pfälzische Presselandschaft inklusive Rhein-Zeitung usw. - mit den Dimensionen dieses mutmaßlichen Verbrechens weit überfordert war. Und immer noch sind. Weinfeste - ok, ein paar Skandälchen auch - aber ein waschechter Politkrimi? Das ist dann doch ein paar Nummern zu groß. Das wussten die Akteure auch und haben entsprechend selbstbewusst und kriminell gehandelt. Dass ein paar davon - vielleicht - verurteilt werden, ist nur ein kleiner Kollateralschaden.

GeorgLink | KurtBeck |


Sonntag, 03. Januar 2016

Tom Schwede: Rekordfahrten auf der Nordschleife sind Blödsinn.

1300ccm.de:

Rekord auf der Nordschleife für Straßenfahrzeuge: Ich halte das alles für ziemlichen Blödsinn. Natürlich kann man nicht alle Autos über einen Kamm scheren. Aber niemand erwartet, dass eine Limousine schneller als ein Sportwagen ist. Deshalb ist das teilweise willkürliche Zuschneiden von Fahrzeug- und damit Rekordkategorien in meinen Augen zu viel Waldorf-Pädagogik. Getreu nach dem Motto: Wir sind alle schnell. Nein, sind sie nicht! Denn am Ende ist eine einfache Geschichte. Wirklich der Schnellste ist und bleibt Stefan Bellof – 6:11,13 siehe oben.

Dass die Industrie die Erste ist, die auf den Marketingzug aufspringt - aber die Letzte, wenn es darum geht die Nordschleife zu beschützen, ist mir schon lange ein Dorn im Auge. Im Gegensatz zu Tom finde ich aber nicht, dass im Moment Zurückhaltung geübt würde mit den Rundenzeiten - im Gegenteil. Ansonsten volle Zustimmung: die Rekordfahrten sind Blödsinn.

Und was noch nicht angesprochen wurde: weil Rundenzeiten dadurch immer gesellschaftsfähiger gemacht werden, wird bei den Tourifahrten immer häufiger auch die Rundenzeit gestoppt. Schließlich sind sie inzwischen sowas wie ein Marketingversprechen. Meine Meinung zu dem Thema: Stoppuhren haben im Straßenverkehr nichts zu suchen. Wer meint besonders schnell zu sein kann gerne Rennen fahren - gegen die Uhr und die anderen.

Rekorde | Bellof |


Freitag, 01. Januar 2016

Überraschungsteilnehmer beim Roar Before 24h Daytona: Sabine und Klaus.

Lustig inmitten der der internationalen Teams auf einmal Frikadelli Racing zu lesen (Startnummer 39).

Auch wenn die GT3 auf der Nordschleife nichts (mehr) verloren haben - um etwas von der Welt zu sehen sind sie gar nicht schlecht.

Daytona | Frikadelli | Sabine | FIAGT3 |


Dienstag, 29. Dezember 2015

Nordschleife, iRacing und Oculus Rift.

Incredible!

youtu.be/8jgXkNU77lU

SimRacing | iRacing | OculusRift |


Donnerstag, 24. Dezember 2015

Die Tieferlegung der Quiddelbacher Höhe ...

... wurde erfolgreich abgeschlossen. Botox für die Nordschleife - passt leider in die heutige Zeit.


Mittwoch, 23. Dezember 2015

DMSB: Deutschen Motorsport Schnellstens Beenden?

Als im April das Tempolimit für die Nordschleife beschlossen wurde, war das zwar eine hochgradig peinliche Maßnahme, aber man wollte Zeit gewinnen und besonders von Aktiven-Seite die Dinge positiv korrigieren.

Dirk Adorf konnte einige seiner Mitstreiter gewinnen aus Fahrersicht Vorschläge zu erarbeiten. Es ist ihm gelungen sachliche und klar denkende Leute zur Mitarbeit zu gewinnen: Marc Lieb, Markus Oestreich, Arno Klasen und Altfrid Heger. Gar nicht so einfach, so eine Breite an Erfahrungen bei so wenig Leuten unterzubringen!

Jetzt - nur 8 Monate später - ist bei den Sportlern allerdings die Motivation der Frustration gewichen. Denn der DMSB denkt nicht daran, die 5 Herren ernst zu nehmen, sondern weiß es - wieder einmal - besser.

Es würde inzwischen auch niemanden mehr überraschen, wenn die Entscheidungen beim DMSB - bzw. bei Stuck, Schacht & Co. - längst gefallen waren, bevor die Fahrer AG ihre Ergebnisse beendete. Dass man beim DMSB pikiert ist, dass die Fahrer AG nun die Öffentlichkeit mit einbindet, rundet die ganze Sache - nach unten - ab.

Unverschämt ist noch milde ausgedrückt, wie die ehrenamtliche Arbeit der Aktiven mit den Füßen getreten wird. Wenn die Sportler ihren Sport nicht verlieren wollen, dann wird es höchste Zeit sich alternativ zu organisieren, um die alten Zöpfe abzuschneiden. Denn anders scheint eine Richtungsumkehr nicht möglich.

DMSB | Adorf | Klasen | MarcLieb | Oestreich | Heger | Tempolimit |


Samstag, 19. Dezember 2015

Stuck gibt zu, dass Quiddelbacher Höhe entschärft wird.

Da ist dem HJ Stuck rausgerutscht, womit man eigentlich alle vor vollendete Tatsachen stellen wollte.

Im Interview mit Philip Monse / motor-talk.de:

Es gibt vor der eigentlichen Kuppe am Flugplatz zwei Bodenwellen, die dafür verantwortlich sind, dass die GT3-Autos ausgehebelt werden können. Nur die werden entfernt – und das ist auch gut so. Die Kuppe selbst, und damit der Charakter der Nordschleife, bleibt erhalten. (..) Wenn Bodenwellen am Flugplatz für jemanden dazu gehören und er unbedingt mit einem Rennauto fliegen will, dann ist er am Ring falsch. Dann muss er zum Rallyecross gehen.

Achja? Ist das so? Ich sage: wenn ein Auto unbedingt auf der Nordschleife fahren will, dann muss es damit klarkommen. Denn sonst ist DAS AUTO am Ring falsch. Soll es doch Grand Prix Strecken fahren. Denn davon gibt es genug - die Nordschleife jedoch nur einmal!

Das kommt davon, wenn man einen Autokonzernberater zum Motorsport Präsidenten macht. Denn während das Präsidentenamt ehrenamtlich bleibt, lässt sich der Konzern kräftig zur Kasse bitten. Und jetzt ratet mal, welche Interessen dann mehr Gewicht haben. Und dass einem HJS völlig egal ist, wer ihn da im Spiegel anschaut, das dürfte sich inzwischen bis in den letzten Winkel rumgesprochen haben.

Stuck | Flugplatz | DMSB | Sprungkuppe |


DMSB weiter auf Freundetour - diesmal bei den Endurofahrern.

Lass mal überlegen, welcher Motorsport Variante hat der DMSB noch nicht in den Rücken geschossen? Rundstrecke, Rallye, die Nordschleife - sogar die Motorrad IDM - alles liegt japsend am Boden, nachdem die Funktionäre aus Frankfurt gewütet haben.

Man mag es kaum glauben, aber es sind noch Restbereiche übrig, die auch vor die Wand gefahren werden sollen. Wie wäre es mit der Deutschen Enduromeisterschaft?

Denn was liegt näher, als die Hoheit über die Deutschen Meistertitel zu besitzen, um dann die Deutschen Meister durch DMSB Meister zu ersetzen. Natürlich werden die Sportler aus heiterem Himmel von dieser Umstellung getroffen. Ohne vorher gefragt zu werden. Schließlich hat der DMSB einen Ruf zu verlieren!

Wie bitter, dass man jetzt auch noch Namen des Anti-Motorsport-Vereins im Titel tragen soll, um den man das ganze Jahr fährt.

Beim DMSB scheint man mit guten Worten tatsächlich nicht mehr weiterzukommen. Den Laden müsste man einmal komplett trockenlegen und von Grund auf sanieren.

DMSB | Enduro |


Mittwoch, 11. November 2015

Übrig Ns vom Mittwoch.

McLaren MP4/4 geht immer.

In Amerika liegt der staatliche Zuschuss für den COTA bei 19,5 Mio USD. Reicht aber nicht, damit die Strecke überleben kann - besonders wenn es ein verregnetes Wochenende war.

Toyota’s Toyoda hat das WRC Projekt von Köln nach Finnland zum Tommi Mäkinen verlagert. Hat - Überraschung! - ordentlich Unruhe reingebracht.

Du weisst, dass die Saison schon wieder vorbei ist, wenn Race of Champions vor der Tür steht. Kommendes Wochenende in London.

Facebook ist stolz auf 8 Milliarden Video Views pro Tag. Stellt sich raus, dass über die Hälfte davon illegale Rips / Uploads sind. Aber wer wird sich schon an so einem Detail stören.

Alex Wurz geht in Rente. Bin schon gespannt, was er dann macht! Wer mit 12 schon BMX Weltmeister war und seine Helme nach wie vor selber designed / lackiert - da können wir sicher sein, dass sein Einsatz und seine Kreativität weiter die Welt bereichern werden.

Wilhelm Hahne mit einem schönen Beitrag zu Anstand und Moral - Eigenschaften, die heute kaum noch jemand zu verteidigen scheint. ADAC, FIFA, DFB, VW, MotoGP - was kommt als nächstes?

Aus dem kleinen Massa wird mal was! Und der Pokal für den Vater der Woche geht natürlich an Felipe!

Der neue 911er kann ja vielleicht alles besser, aber: I have long said that, crazy GT3 versions aside, the 911 is now a car for people who don’t actually want a 911, just the image that goes with it. This new 911 takes that idea and doesn’t so much run with it as sprint off the pitch, out the gate, down the road, over the hills and far away. It is at once the most impressive and least-charming new 911 I have driven in the last 10 years.

Dieter Scharnagl ist verstorben. Er wurde 74 Jahre alt.

Zandvoort möchte die Formel 1 zurückholen.

Video: 24h-Rennen 1986. Genial!

Video: RUF CTR Nordschleife Onboard mit Stefan Roser. Ganz offiziell von RUF hochgeladen. Witziger Zufall, hatte ich nämlich vor kurzem erst hier.

Und dann war da noch die Maschine, die ganze Autos frisst!

McLaren | Toyota | Wurz | MotorKritik | Massa | Porsche | RUFCTR | Scharnagl | Zandvoort | Roser |


Donnerstag, 29. Oktober 2015

Übrig Ns vom Donnerstag.

Neues Gordon Murray Auto - Yamaha Sportwägelchen mit dem Namen Sports Ride Concept. Natürlich mit Schwerpunkt auf Kohlefaser - Ausgangspunkt ist eine neue Methode, die eine effiziente Serienfertigung ermöglicht. Gordon Murray ist sowieso einer der Größten - schöne Aussichten, wenn man bald zu günstigem Kurs ein Auto von ihm kaufen kann.

Nigel Mansell Podcast von Motorsport Magazine - sehr unterhaltsam, schöne Hintergründe. Man glaubt garnicht, dass dieser besonnen redende Gentleman so ein raubeiniger Haudegen sein kann. Ich sag nur 1.350 PS!

Midweek Motorsport mit langer Diskussion über Rossi vs Marquez. Ich bin da eher bei John, der beide disqulifiziert hätte - aber die Offiziellen Stewards wären nicht auf der Höhe des Geschehens und zögern zu lange. Graham (?) meinte Marquez sei absichtlich gestürzt. Ich glaube dazwischen liegt die Wahrheit, er meinte ja selber, dass Rossi an seinen Bremshebel gekommen sei. Plötzliche Vorderradbremse in Schrägelage war noch nie eine gute Idee.

In Zeiten von folierten Autos tut es gut auch noch echtes Kunsthandwerk zu sehen - sogar mit Nordschleifen-Bezug.

No Limits heißt der neue Film von Hahne Brothers aka Stereoscreen mit Alex Zandardi in der Hauptrolle. Hier ist der Trailer. Release Datum ist der 24.Nov. - starkes Projekt, freue mich sehr auf den Film!

Christian Menzel startet am Wochenende bei Jim Glickenhaus - obwohl die Starterliste für VLN10 recht dünn ausfällt (141). Dann bleibt mehr Platz zum Fahren. Sollte unser DMSB Präsident sein Versprechen halten, dann wäre das das letzte Tempolimitrennen auf der Nordschleife. Ich glaub’s erst wenn ich es sehe.

So, und jetzt kann ich wieder ein Häkchen machen, denn das wollte ich schon immer machen: Mansell und Menzel in einem Blogpost! :D

ÜbrigNs | Mansell | RadioLeMans | Stereoscreen | Menzel |


Donnerstag, 22. Oktober 2015

Sensationelles MotoGP Rennen in Australien letztes Wochenende.

Es gibt so ein paar Rennen, die brennen sich in´s Gedächtnis und der letzte MotoGP Lauf war so ein Highlight.

Wenn Ihr es gesehen habt, werdet Ihr mir sicher zustimmen. Und wenn Ihr es verpasst habt, solltet Ihr das UNBEDINGT nachholen, das werdet Ihr nicht bereuen. Da kann kein Krimi mithalten.

Über den Eurosport Player könnt Ihr den Wahnsinn - im positiven Sinne - noch einmal im Original genießen.

Den Eurosport Player habe ich jetzt schon einige Monate am Start und muß sagen, das lohnt sich wirklich. Ob man live dabei sein will oder im Nachhinein Rennen schauen möchte - beides möglich zu einem übersichtlichen Kurs (aktuell 7€ / Monat).

Mit MotoGP und WEC halte ich mich dieses Jahr motorsportlich über Wasser, an der Nordschleife war ich aus diversen Gründen noch nicht.

Ich hoffe der restliche Motorsport besinnt sich wieder zurück zu seinen Wurzeln - weg vom aktuellen Gleichmacher- und Balance-Wahn. Eigentlich sollte man doch von einigermaßen intelligenten Machern erwarten können, dass sie sich den MotoGP Erfolg im Detail anschauen und davon lernen. Bei der DTM z.B. hat man das Gefühl, die schauen sich das an, meinen alles besser zu wissen und machen dann das genaue Gegenteil.

Da kann man nur raten: Aufwachen, bevor es zu spät ist.

MotoGP | PhillipIsland | EurosportPlayer |


Mittwoch, 07. Oktober 2015

Nordschleifen-Rundenzeit etabliert sich als 3.Messgröße neben 0-100 und Top Speed.

Zumindest für Autos, die sportlich was auf sich halten.

In diesem Video bewirbt BMW den neuen M4 GTS. Noch ist die Nordschleifenzeit nur im Video, bald haben wir sie im Prospekt:

Man bekommt den Eindruck: je mehr die Nordschleife Hilfe in der Not benötigt, umso mehr wird sie für kommerzielle Zwecke ausgeschlachtet.

Auf den OEM, der sich mit vergleichbarem Engagement schützend vor die Nordschleife stellt, warten wir bisher vergeblich. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf.

Save The Ring.

Unabhängig davon halte ich die Rundenzeiten-Poserei für verantwortungslos. Denn was macht wohl der stolze GTS Besitzer mit seinem neuen Auto? Auf zur Nordschleife und mal ein paar Rundenzeiten nehmen. Die wenigsten buchen sich in einen Trackday ein dafür - die Touristenfahrten sind doch viel zugänglicher. Und billiger.

Die Zeitenmessung im Touriverkehr (= Straßenverkehr) überfordert die Veranstaltung und setzt Handelnde - aber auch Unbeteiligte - unnötigem Risiko aus.

Aber was kümmert das schon BMW?

M4GTS | Rundenzeit | Werbung |


Dienstag, 06. Oktober 2015

Wütender Marc van der Straten zieht den Auto-Rennsport-Stecker.

Erst haben wir uns im August gewundert, dass Bas Leinders direkt nach dem 24h-Sieg in Spa plötzlich gegangen ist, dann hat das Team seinen Z4 zum Verkauf angeboten.

Dem Z4 wird aber kein M6 nachfolgen, denn der Teamchef/-besitzer Marc van der Straten hat heute dem Automobilsport ziemlich wütend den Rücken gekehrt.

Und zwar 4-sprachig! EN, FR, NL und DE.

Auszüge aus einer denkwürdigen marcvds.com Pressemitteilung:

… Kosten wegen finanzieller Misswirtschaft zu stark in die Höhe getrieben werden, verursacht durch jene, die mit der Führung des Team vertraut wurden …

… aufgrund moralischer Bedenken …

… Leidenschaft verloren …

… nur auf den eigenen Vorteil bedacht …

… mein Vertrauen missbraucht …

… Respektlosigkeit gegenüber moralischen Prinzipien …

… unser Geschäft finanziell zu gefährden …

Wow. Was für eine Abrechnung.

Die Blancpain GT Serie bekommt auch noch einen mit:

“Natürlich habe ich unseren schönen Sieg mit dem BMW Z4 GT3 bei den 24 Stunden von Spa in dieser Saison nicht vergessen, aber es wird sich nicht wiederholen. Wie kann ich akzeptieren, an einer gesamten Meisterschaft teilnehmen zu müssen, nur um bei diesen einem Event an den Start gehen zu dürfen? Derjenige ist noch nicht geboren, der mir sagen kann, was ich zu Hause machen kann, zu Hause in Belgien!”

Immerhin: über mangelndes Selbstbewusstsein müssen wir uns keine Sorgen machen.

Und es geht weiter mit MarcVDS:

"Das Auto ist tot, lange lebe das Motorrad!

Denn:

Seit Beginn unseres Abenteuers in der Moto2 Weltmeisterschaft vor sechs Jahren haben wir eine Weltmeisterschaft und zwei Vize-Titel gewonnen. Ich habe diese aussergewöhnlichen Erfolge genossen, die von professionellen Menschen erzielt wurden, für die nur der Erfolg im Vordergrund steht. Es ist eine Mannschaft, die sich grossartige Ergebnisse gesichert hat und neue Projekte gut gelaunt und fröhlich in Angriff nimmt, was könnte ich mehr verlangen?”

Hört sich so an, als hätte jemand, der viel zu sagen hat, einen ziemlich dicken Hals.

Die Z4 werden jedenfalls in die Geschichte eingehen als die geilsten Designs, die die Nordschleife je gesehen hat.

Und die Maxime Martin Schlussattacke beim 24h-Rennen 2013 werde ich ganz sicher nicht mehr vergessen - habe ich im skurril-leeren Brünnchen verfolgt:

Schade, dass so einem Vollblutmotorsportler wie dem Marc vdS der Spass genommen wurde.

MarcVDS |


Samstag, 03. Oktober 2015

WTCC führt Mannschaftszeitfahren ein.

Kein Witz.

The World Touring Car Championship will introduce a new, cycling-inspired team time trial in 2016, as part of a renewed focus on the manufacturers´ championship. Each manufacturer will nominate three cars after qualifying to contest the new session, dubbed MAC3 and inspired by the team component of cycling events such as the Tour de France. The drivers will start side-by-side and complete two or three laps - one on the Nurburgring Nordschleife - with the third driver´s total time representing each brand, in a fight for additional manufacturers´ championship points.

Ich bin der Letzte, der was gegen Neuerungen hat - aber das ist Blödsinn. Man möchte die Hersteller bei der Stange halten und eiert jetzt rum, dass alle was davon hätten.

Ist das jetzt eine Tourenwagen Weltmeisterschaft oder eine Automarken Weltmeisterschaft?

Teamsport gibt es doch leider im Motorsport oft genug, da sollte man froh sein, wenn ab und zu noch die Fahrer gegeneinander fahren.

WTCC | MAC3 |


Samstag, 26. September 2015

Zwei neue BMW M6 GT3 für die VLN und Team Walkenhorst.

Hat das Team gerade bei Facebook gepostet.

Scheint ziemlich besiegelt zu sein, dass die GT3 auch 2016 weiter auf der Nordschleife fahren werden. Es ist kein Geheimnis, dass ich Bedenken an dieser Entwicklung habe.

FIAGT3 | Walkenhorst | M6GT3 |


Donnerstag, 24. September 2015

Wolfgang Reip, Katsumasa Chiyo und Alex Buncombe sind die neuen Champions der Blancpain Serie.

Mit dem Nissan GT-R konnten sie auf der GP Strecke den Titel einfahren - über den GT-R auf der Nordschleife reden wir jetzt besser mal nicht. Mit Wolfgang Reip ist wieder ein echtes Playstation-Academy-Eigengewächs hervorgekommen - nach dem Le Mans und Nordschleifen Desaster eine kleine Genugtuung für die Nissan`ianer.

Pünktlich zum Titel kann man den GT-R jetzt auch als GT3 kaufen, wie üblich für diese Breitensport-Turngeräte zum sportlichen Preis von etwa 400.000 €.

NissanGTR | Nissan | Reip | Academy | Blancpain |


Dienstag, 22. September 2015

Honda NSX schon als Prototyp Nfiziert.

Das Auto meint es ernst und zeigt schon als Prototyp Flagge:

Feiner Zug der Honda-Ingenieure, daran erkennt man die Guten!

Bei dem Namen NSX hätte ich mir das auch nicht entgehen lassen ;)

Ich dachte erst: na gut, schnell mal für’s Foto draufgeklebt.

Doch dieses Video ist von letzter Woche:

youtu.be/jZQzLOwmY60

… und wenn man genau hinschaut, kann man es erkennen:

Die fahren das schon eine Weile spazieren - bzw. testen, ob es auch hält, was es verspricht ;)

Eigentlich nur eine kleine Geste, aber trotzdem tun sich gerade die Hersteller schwer, mal nicht alles so bierernst zu nehmen - schließlich entwickelt man doch auf der Nordschleife Autos, die Spaß machen sollen!

Ich finde gerade diese kleine Geste zeigt die Menschlichkeit und den N’thusiasmus, die hinter so einem Projekt stecken.

Denn am Ende sind es Menschen wie Du und ich - ringverseucht bis in die Haarspitzen - die so einem Auto das Laufen beibringen.

Normale Leute also.

Mit Erk-N-ungszeichen!

HondaNSX | Nfiziert | Prototyp |


Sonntag, 30. August 2015

Mikebericht WEC 6h-Rennen.

Endlich wieder Autorennen - das war mein erster Rennstreckenbesuch für dieses Jahr! Das Tempolimit auf der Nordschleife hat mir kräftig den Spaß versaut - na gut, anderes Thema.

Dieses Wochenende war Le Mans Atmosphäre angsagt und das ist natürlich Rennsport genau nach meinem Geschmack. In Spa und Le Mans hatte ich die Serie schon mehrfach besucht und bin nie enttäuscht worden.

Am Ring habe ich zur Abwechselung mal Heimspiel und passend zur Eifel wurde ich direkt mal von einem Traktor begrüßt:

Aber auch Sonnenuntergänge wie diese sind Eifel und zusammen mit dem stylischen Setup der WEC ein großartiges Schauspiel:

Wie gewohnt hat Audi dicker aufgetragen als alle anderen und diesen Palast in das Fahrerlager geklotzt:

Und zur Vollendung der Romantik gab es am Wochenende sogar Vollmond:

Ich selber war Freitag und Samstag vor Ort. Während es am Freitag noch übersichtlich war und man sich gemütlich auch in der Boxengassen abends das Treiben angucken konnte, war es am Samstag schon richtig voll:

Und das, obwohl am Samstag nur eine Stunde morgens (Freies Training) und 20 Minuten nachmittags (Qualifying) die LMP zu sehen waren.

Auf den Zuschauerrängen ebenso wie im Fahrerlager:

Diese Audiwerbung wirkte irgendwie deplaziert:

Und erinnert auch daran, dass Audi nichts unternommen hat, um die Nordschleife vor dem Ausverkauf zu bewahren.

Und weil wir schon im alten Fahrerlager sind - hier ist die Webcam untergebracht:

Und Andre Lotterer’s sport quattro - hab ich ihn doch gefunden:

Adventure GmbH? Ich dachte das ganze verschachtelte Sub-Firmen Konstrukt sei aufgelöst? Das sind die Relikte der Zakspeed Rennfahrerschule, die den Nürburgring bzw. den Steuerzahler viel Geld gekostet haben:

Im Pressezentrum war ich froh zu sehen, dass Gustav Büsing würdig vertreten war. Hat mich positiv überrascht und eine schöne Ergänzung zu der Beerdigung in Oldenburg, wo ich einige bekannte Gesichter vermisst habe:

Aber nicht nur eine kleine Gedenkfeier, sondern sogar einen eigenen Baum - die Gustav-Büsing-Blutbuche - ist zu seinen Ehren gepflanzt (?) worden:

Der Jochen ist jetzt auch feuerfest, aber dass meine kleine Kamera mit ihrem billigen Kitobjektiv so weitwinkelig kann, damit hat er wohl nicht gerechnet ;)

Und so ein N im prall gefüllten Presseraum macht sich natürlich immer gut - Olli’s Berichte könnt Ihr hier lesen, wenn sie fertig getippert sind:

Als ich im Juni vorletztes Jahr zum ersten Mal alleine nach Le Mans gefahren bin nach unserer Radtour in 2012, war Lorens der erste, den ich im Fahrerlager gesprochen habe.

Da habe ich mich natürlich sehr gefreut, ihn am Ring wiederzutreffen. War sein erster Besuch in der Eifel!

Mit Franz Konrad lässt sich natürlich prächtig fachsimpeln.

Nicht nur, dass KCMG ein glänzend schönes Auto haben, sie haben auch beim 6h-Rennen die LMP2 gewonnen! Sind Gesamt 7. geworden hinter den Werks-LMP1.

So gemütlich sieht das Freitags abends in der Boxengasse aus - also wenn das nächstes Jahr wieder stattfindet und ihr mal nahe an die Autos kommen wollt, den Termin solltet Ihr mitnehmen:

Da wurden dann die letzten Vorbereitungen getroffen. Allerdings habe ich auch noch nie vorher gesehen, dass jemand Klebestreifen auf den Boden hämmert:

Markus Schurig war auch da - natürlich. Ein WEC Rennen lässt er sich nicht entgehen - von daher praktisch, dass mal eins in Deutschland stattfindet:

Ich habe die Gelegenheit genutzt, um ihm zu diesem Artikel über die DTM zu gratulieren. Da hat er mal richtig ausgeholt und Wahrheiten ausgesprochen, die man so bisher nicht in der Zeitung lesen konnte:

“Wird sich die DTM jetzt ändern? Nein. Das primäre Ziel ist nicht Rennsport, sondern Marketing. Den Ansatz hat man so lange weitergedreht, dass man sich ziemlich weit vom Rennsport entfernt hat. Sportlichkeit ist das hübsche Gewand, in das sich die DTM kleidet. Blöd ist halt nur, wenn der Rock hochrutscht.”

Das passt gut zu diesem Text, den ich zu dem Thema geschrieben habe.

Grund war natürlich die Schieb-ihn-raus Nummer. Dass er sich mit so einem Text nicht nur Freunde macht, dürfte klar sein. Aber gerade deswegen bewundere ich seinen Mut und die Aufrichtigkeit, das gibt mir den Funken Hoffnung, dass vielleicht doch nicht alles verloren ist.

Die sport auto hat in der Industrie nach wie vor ein Standing und vielleicht ist das der Weckruf für ein paar Entscheidungsträger die aktuelle Sportlandschaft zu überdenken. Von DMSB über DTM bis hin zu GEZ.

Und falls jemand Dr.Wolfgang Ullrich in Moskau beim DTM Rennen vermisst hat - wo er ja Boxenverbot hat - hier ist er:

Die Pose passt. Vor seinem Audi-Palast trotzt er der öffentlichen Meinung und zieht gnadenlos sein Ding durch.

Das soll mir mal einer erklären: da wird jemand von dem deutschen Sportgericht verurteilt, während der DTM keine Boxengasse mehr betreten zu dürfen. Die Strafe ist übrigens rechsgültig, keine Revision eingelegt. Und zeitgleich tritt er bei einer anderen Rennserie auf, als wäre nichts passiert?

Das ist so, als würde man seinen Führerschein verlieren, aber nur für die Strecke, wo man zu schnell gefahren ist.

Andre Lotterer war am Ring voll in seinem Element. Rattenschnell und super geerdet - für jeden Zeit für ein Foto oder Schwätzchen. Und dann noch mit dem eigenen sport quattro angereist, was will man mehr. OK - gewinnen - da war Porsche dann doch schneller.

Die haben im Ringboulevard mal ein paar Gewinner ausgestellt, davon haben sie ja genug. Schöner Fuhrpark, angeführt vom diesjährigen Le Mans Sieger:

Wer nicht weiss, was DMG MORI so macht - die Infografik hilft:

Coole Frästeile, das liebe ich am Werkssport:

Ich wollte dann aber auch mal wissen, wie die Autos auf der Strecke abgehen und habe mir die Dunlopkehre ausgesucht. Waren auch ein paar Zuschauer da:

Aber die T8 (Dunlopkehre) und T9 (Schumacher S) waren leider zu:

Verstehe ich nicht - sind die baufällig oder was? Gerade das Schumacher S halte ich mit diesen schnellen Autos für einen der besten Zuschauerpunkte.

Erinnert Ihr Euch noch an das alte Logo? Hier ist es:

Da war die Welt noch in Ordnung.

Anders als beim Einchecken, da wurde man nämlich in die Akkreditierungsstelle der Kai-Richter-Dorfkulisse gezwungen:

Überhaupt fällt auf, dass an vielen Stellen der Lack ab ist:

Wie war das noch mal mit den Premiummarken auf der Flaniermeile? Die Träumerei ist jetzt in der Realität angekommen:

Warum ist denn in der Retti-Außenstelle das Presse abgeklebt? Haben die Fotografen versucht sich da zu akreditieren? Werde ich wohl hoffentlich beim nächsten Mal Tanken erfahren :)

Widerwillig bin ich auch mal in den Boulevard, eigentlich nur um ein paar Fotos mitzubringen. Neudeutsch heißen die Imbisse da jetzt Food - ich musste an den Begrüßungstraktor denken:

Beim Tritt in den Allerwerten läuft alles höflich ab mit Bitte und Danke:

Welches Verständnis?

Selbst bei Mertens gibts es Food. Aber auch Nachwuchs - Glückwunsch an den schnellen Mario mit dem Vorschlaghammerhändedruck! Alle gesund und munter und die kleine Familie ist jetzt zu Viert!

Der Ringroster - hier das Beweisbild:

Lack ab oder Patina?

Kreativer Kabelkanal:

Das ist die Müllenbachschleifen-Kurzanbindung.

Was machen eigentlich diese grünen Säulen da? Von der F1 übriggeblieben?

Ich hab dann auch mal die Reifenstapellackiererei gefunden:

Auf der Strecke sehen die LMP super aus, sind ja auch mächtig schnell und vielseitig mit den unterschiedlichen Konzepten. Aber aus manchen Perspektiven sind sie auch grottenhässlich. Die Lackierung kaschiert da einiges, aber stellt den Euch mal in einer anderen Farbe vor - und guckt mal wo der Fahrer sitzt:

Dass ein Rennauto mit Platten in die Rettungsstrasse abbiegt, kommt wohl auch eher selten vor:

Da waren die Fotografen verdutzt - um mit der großen Brennweite drauf natürlich auch leicht überfordert ;)

FCY - Full Course Yellow:

Dann müssen alle 80 fahren, das soll das Safety Car ablösen.

Keep Fightig Michael:

Habt Ihr an dem Audi mal die Rückspiegel gesehen? Krass:

Das Qualifying habe ich mir vom 6.Stock des TÜV Tower angeschaut. Und mich gewundert, dass einige die NGK Schikane (Motorradvariante) im Adenauer-Forst-Stil genommen haben:

Und so kommt zusammen, was zusammen gehört: Radio Le Mans und 87,7 Ringradio mit Lars und Olli. Daran könnte ich mich gewöhnen!

Unter’m Strich eine Mega-Veranstaltung, man hat gemerkt, dass die Mannschaft am Ring alle Register gezogen hat, damit es ein Erfolg wird. Das mächtige Zuschauerinteresse wird für die Anstrengungen entschädigen - ich hoffe es sind sich alle einig, dass das nächstes Jahr fortgesetzt werden muss! :)

Bei so einer sonnigen Paradeveranstaltung denkt natürlich jeder, dass es mit dem Ring wieder aufwärts geht. Aber realistisch betrachtet ist der Komapatient immer noch zwangsbeatmet und die Heilungschancen sind nicht vorhersehbar.

Oder wisst Ihr, wer aktuell Besitzer ist? Was aus den Gerichtsprozessen zwischen den jetzigen Geschäftsführern wird? Wer hinter dem russischen Konsortium steckt, wenn schon der Vorzeigekopf selber Oligarch ist? Wie der Prozess beim Europäischen Gericht ausgeht? Und wann?

LeMans | FIAWEC | Mikebericht |


Montag, 24. August 2015

DTM redet von der Nordschleife, fährt aber auf der Kurzanbindung.

Kam im Zusammenhang mit der DTM Vertragsverlängerung bis 2015.

Hans Werner Aufrecht:

Der Nürburgring ist sozusagen die Mutter aller Rennstrecken in Deutschland (..)

Also die Kurzanbindung GP Kurs ist ganz sicher nicht die Mutter aller Rennstrecken, wenn dann ist das die Nordschleife.

In der DTM äffen sie doch sonst auch alles nach, was die Formel 1 macht. Dann sollten sie wenigstens den kompletten großen Kurs fahren.

Oder so wie die WTCC direkt Nordschleife fahren.

Aufrecht


Sonntag, 23. August 2015

Lieber Hans-Joachim Stuck: für wie naiv hälst Du uns.

Am Freitag abend war STRassenfest in Nürburg und das durfte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Mein erster Ringrennbesuch für dieses Jahr steht noch aus - da freue ich mich auf die WEC nächste Woche.

War ganz gut besucht, man beachte das standesgemäße SAVE THE RING Shirt:

Sabine darf natürlich nicht fehlen:

Wettertechnisch kein Grund zur Klage - die Lenzbühne vom Feinsten:

Nein, auch wenn es so aussieht - die Gesprächspartner wurden nicht der Größe nach aufgereiht:

Pünktlich zu Ossi’s Einführungen auf der Bühne habe ich mein Auto abgestellt und - man hätte es nicht besser inszenieren können - kam die tapfere Kämpferin Uschi Schmitz um die Ecke und als wir gemeinsam Richtung Lenz’schem mobilen Kundgebungstruck gingen ist Ossi kurz auf die STR Historie und das rot-weisse N eingegangen. Und bei der Gelegenheit ist auch mein Name gefallen.

Mein Gehirn hat noch eine der wenigen freien Schubladen Schlüsselmomente aufgemacht und die Situation abgeheftet. Danke Ossi.

Auch ohne diesen persönlichen Seelenbalsam fand ich Ossi’s Moderation und Einleitung richtig gut. Er hat den Gesprächspartnern den Raum gegeben, den sie brauchten - ohne sich selber in irgendeiner Form in den Vordergrund zu rücken.

Trotzdem ist es mir schwergefallen zu bleiben. Der Grund war Hans-Joachim Stuck, der erste der Redner von den insgesamt 9 Leuten auf dem Lenztruck.

Wisst Ihr, wer an dem Tempolimit jetzt Schuld sein soll? Jean Todt, der FIA Präsident.

Der hat nämlich - O-Ton HJS - ebendiesen schon am folgenden Sonntag nach dem folgenschweren Unfall angerufen und gedroht, dass das 24h-Rennen ausfällt, wenn keine einschneidenden Maßnahmen - wie z.B. Tempolimit - ausgesprochen werden.

Was soll man da machen? Da sind selbst dem DMSB Präsidenten die Hände gebunden. Nochmal O-Ton HJS: das ist der Oberchef, das 24h-Rennen ist international ausgeschrieben, dann hat die FIA die Verantwortung - kannste halt nix machen.

Bin ich der einzige, den das an das Vorgehen der RLP Regierung erinnert, die auch versucht hat von der eigenen Schuld abzulenken und den schwarzen Peter Richtung Brüssel bzw. EU geschoben hat?

HJS schiebt ihn noch ein bischen weiter bis nach Paris - Hauptsache: weg.

Und hier spanne ich nochmal den Bogen zurück zu der Überschrift, denn dass der Herr Motorsportpräsident die versammelten Motorsportler für so einfältig hält ihm diese Nummer abzukaufen, ist an Arroganz nicht mehr zu überbieten.

Denn zeitgleich zum 24h-Rennen sind im Rahmenprogramm die WTCC Piloten gefahren - eine direkt von der FIA ausgerichtete Weltmeisterschaft - OHNE TEMPOLIMIT.

Jean Todt ruft also extra an und fordert Maßnahmen für ein Rennen, das nicht in seiner Verantwortung liegt (N24h), während ausgerechnet das Rennen, das in seiner Verantwortung liegt (WTCC) nicht betroffen ist.

Die Begründung des Tempolimits für die arme Nordschleife ist nicht nur unlogisch, es ist auch superpeinlich. Selbst wenn es - hoffentlich bald - aufgehoben wird, die Nordschleife ist die erste Rennstrecke auf der ganzen Welt, die ein 24h-Rennen mit Tempolimit durchgeführt hat. Ausgerechnet die Nordschleife!

Danke an alle Beteiligten.

Wer hier länger mitliest weiss, dass ich ein Freund von Reverse Engineering bin. Manche Sachen werden erst im Nachhinein erklärbar, wenn mehr Informationen an die Öffentlichkeit gelangen bzw. wenn man ein komplexes Konstrukt auseinanderbaut und dabei feststellt, welche Rädchen ineinander greifen.

An dem tragischen Unglückstag war zufälligerweise der DMSB Geschäftsführer Christian Schacht persönlich vor Ort. Kommt nicht so oft vor bei der VLN.

Und um seinem Anspruch als Macher gerecht zu werden - oder aus Angst vor Staatsanwaltschaft? - hat er erstmal den Stecker gezogen und großflächig alles was irgendwie schnell ist von der Nordschleife verbannt. Angefangen von der SP10 (!) bis zur GT3 wurde alles gesperrt.

Ist mir zwar bis heute ein Rätsel wie der DMSB, der gar nicht für die Streckenabnahme zuständig ist, so etwas beschließen kann - aber Schwamm drüber.

Dieser Schnellschuß - noch am selben Tag oder einen Tag später - hat dann natürlich zu reger Betriebsamkeit aus Richtung ADAC Nordrhein geführt, denn das 24h-Rennen stand vor der Tür. Schlimmer noch, das Qualirennen war schon 2 Wochen später (11.–12.4.).

Und so wurden wir dann mit den Massnahmen beglückt, die bis heute gelten - inklusive Tempolimit. Alles wieder vom DMSB.

Dank Tempolimit war das GT3 Verbot vom Tisch, der Goldesel N24h gerettet und was mit der VLN und anderen passiert (sinkende Starterzahlen!) interessiert doch nach dem 24h-Rennen niemanden mehr.

Ebenso zufälligerweise hat ausgerechnet an dem Unfallort Audi seit einiger Zeit seine VIP-Base aufgeschlagen und - der nächste Zufall - ist HJS nach wie vor - neben seiner ehrenamtlichen DMSB-Präsidentschaft - in Lohn und Brot beim Volkswagenkonzern.

Auch diese Location wurde durch das Tempolimit gerettet.

Und wenn man jetzt- reverse engineered - diese ganzen Zufälle aneinanderreiht, dann machen die Entscheidungen auf einmal ganz viel Sinn.

Ich will damit nicht sagen, dass es auch so war - das können nur die Beteiligten offenlegen. Aber die Jean Todt Nummer klingt im Vergleich zu der oben aufgeführten alternativen Handlungsfolge so märchenhaft, dass man uns schon für sehr einfach denkend halten muss, diese Nummer zu kaufen.

Dabei hab ich den Mann mal verehrt :/ Gestern ist er einfach nur noch tiefer gesunken - ein Armutszeugnis. Das ging übrigens nicht nur mir so und der Applaus war eher Mitleid als Anerkennung.

Der CNG Geschäftsführer Carsten Schumacher meinte bei seiner Ansprache, dass die Veranstaltung ja eigentlich hinfällig sei. Und auf einmal wird es auch dem letzten klar, dass der Runde Tisch letzte Woche auch eine gute Gelegenheit darstellt, dem STRassenfest den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Nachdem ich die beiden aber überstanden hatte, hat sich noch eine sehenswerte Diskussion entwickelt - auch wenn nichts neues herausgekommen ist.

Immerhin haben Jürgen Alzen und Klaus Abbelen ihrem Ärger ordentlich Luft gemacht - Jürgen hat sich in keiner Weise vom Hans beeindrucken lassen und Klaus hat gewohnt hemdsärmelig noch Zebrastreifen und Verkehrskreisel in’s Spiel gebracht.

Leicht geschluckt habe ich, als sowohl Olaf Manthey als auch Klaus Abbelen den Nissan Leuten ordentlich eingeschenkt haben, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann war Stümper das Qualitätsmerkmal für deren technische Leistung das Aufsteigen in den Griff zu bekommen.

Als Karl Mauer zu Wort kam, war ihm auch nicht besonders zu lachen zumute, denn die VLN kämpft mit deutlich sinkenden Starterzahlen. Das ist keine Eintagsfliege, sondern scheint sich bedrohlich zu manifestieren. Gilt auch für die anderen Serien. Der Grund unisono: Tempolimit.

Die Veranstaltung wurde live gestreamt und hier kann man sich das auch im Nachhinein nochmal anschauen.

Es gibt sogar eine schriftliche Zusammenfassung der Redebeiträge.

STRassenfest | CarstenSchumacher | Stuck | Todt | Tempolimit | Nürburg | Schacht | DMSB |


Samstag, 18. Juli 2015

3 Jahre Nürburgring Insolvenz.

Heute vor 3 Jahren hat Kurt Beck die Nürburgring GmbH der Insolvenzverwaltung zum Fraß vorgeworfen. Und wie sie den Ring seitdem ausgeweidet haben!

Florian Zerfaß hat die komplexen Vorgängen seit dem traurigen 18.Juli 2012 noch einmal so übersichtlich wie möglich zusammengefasst:

Der Nürburgring in lähmender Starre

Da sind einige neue brisante Informationen dabei:

  • Zwischen Getspeed (20% Anteil) und Charitonin / Russenholding (80%) laufen aktuell etwa 10 Gerichtsprozesse.

  • Insolvenzer Schmidt streicht wohl Monat für Monat 17.850 Euro ein. Wohlgemerkt: aus der Insolvenzmasse. Für was eigentlich?

  • Die Hintermänner der russischen Holding sind nach wie vor unbekannt, aber es gibt im Aufsichtsrat einen Platz für einen gewissen Andrej Osipov - nie gehört den Namen, aber wie man lesen kann kein Unbekannter in Oligarchenkreisen.

Ich bin froh, das Florian am Ball bleibt. Sein umfangreiches Hintergrundwissen steigt immer weiter und er hält auch mit Wertungen nicht hinter’m Berg. Davon profitiert man als Leser auf der Suche nach einer eigenen persönlichen Meinung.

Wobei mir Kai Richter viel zu gut wegkommt - für mich gibt es einen großen Unterschied, ob man seine Cleverness perfide zur Mehrung des persönlichen Wohlstandes einsetzt oder ob man sein Geld eben ehrenhaft verdient, ohne ein Schlachtfeld zu hinterlassen.

Natürlich bleibt mir nicht verborgen, dass in unserer heutigen Gesellschaft die hemmungslose Gier kein gesellschaftlicher Makel mehr ist - aber meine Werte sind das nicht. Glücklicherweise habe ich besonders auch durch den Ringk(r)ampf viele wertvolle Menschen kennengelernt, die das Herz am rechten Fleck tragen. Für mich stellt ein aufrechter Charakter jedes Bankkonto in den Schatten und ich empfinde es als große Ehre Seite an Seite mit Gleichgesinnten dem Kampf um den Erhalt der Nordschleife ein Gesicht zu geben.

Wie ist der Nürburgring eigentlich in die katastrophale Situation gekommen, in der er sich heute befindet?

Die Wurzel allen Übels ist die Entscheidung Ende 2007 die Erlebnisregion an die Rennstrecke zu betonieren.

Schon die damals offiziell veranschlagten 215 Mio € hätten den Ring in ein fatales Schuldengrab gestürzt - in Wirklichkeit lag die Gesamtsumme eher 3x so hoch! Damit war die Insolvenz von Anfang an besiegelt, denn alleine die Zinslast war unmöglich zu erbringen.

“Mein hoffentlich gesunder Menschenverstand verurteilt die letzten 5 Jahre am Ring als kriminell, ob das durch Gerichte bestätigt wird oder nicht.”

… habe ich vor 3 Jahren geschrieben, als die Insolvenz bekanntgegeben wurde.

“Ein nicht wiederbringliches Erbe unserer Vorfahren wurde mit Füßen getreten und hoffnungslos in die Pleite geritten. Die Profiteure haben sich hemmungslos bedient und ihre politische Karriere oder den persönlichen Wohlstand gefördert.”

Ich stehe felsenfest hinter meiner damals niedergeschriebenen Meinung, lest Euch den Text vom 17.Juli 2012 gerne noch einmal in Ruhe durch:

Wie konnte es dazu kommen, daß der Nürburgring in nur 5 Jahren in den Bankrott getrieben wird?

Und lässt man die jetzt zusätzlich vergangenen 3 Jahre ebenfalls Revue passieren - so wie es Florian in seinem Artikel akribisch gemacht hat - dann stellen wir fest: es wird immer schlimmer, je länger es dauert.

Wann erreichen wir endlich die Talsohle?

Ich wage es nicht zu prognostizieren. Ich fürchte jedoch wir können uns noch nicht vorstellen, wie weit es noch bergab gehen wird.

Ich bin von Natur aus Optimist - sehe immer das Gute in Ereignissen - egal was passiert. Aber am Ring bin ich am Ende mit meinem Optimismus. Die Faktenlage ist zu erdrückend, als dass man sich vormachen könnte, es würde bald wieder aufwärts gehen.

Die erste Jahreshälfte ist vorbei, doch mein erster Ringbesuch für dieses Jahr muss erst noch stattfinden. Selbst wenn HJS in der Fahrerbesprechung das Tempolimit salopp für den Rest der Saison ausruft gibt es niemanden, der ihn mal nachhaltig einnordet. Die zweck-pragmatische Lass-uns-so-weitermachen-als-wäre-nichts-passiert Atmosphäre stinkt zum Himmel - aber alle so: “Ich rieche nichts!?

Ein kleiner Lichtblick ist der neue 3-jährige VLN-Vorvertrag, der dem emsigen Karl Mauer zu verdanken ist. Wenn man dann jedoch liest, wie sehr der ADAC bemüht ist seinen Machtanspruch durchzusetzen, dann bekommt man sofort wieder Bauchschmerzen.

Aber es würde mich freuen, wenn sich die VLN endlich emanzipiert und auch strategisch den Ton für den Motorsport auf der Nordschleife angibt - anstatt sich wie in der Vergangenheit vor den Kommerzkarren des N24h ADAC Nordrhein spannen zu lassen. Dafür sollten wir Karl Mauer die größtmögliche Rückendeckung geben.

Der Nordschleife stehen schwere Zeiten bevor - deshalb hat sie unsere Unterstützung nötiger denn je. Was vor 3 Jahren passiert ist, ist heute schon Geschichte - so wie unsere Handlungen, die wir heute anstrengen, bald auch als Geschichte festgeschrieben sein werden.

Save The Ring!

Insolvenz | WiWo | Zerfaß |


Freitag, 17. Juli 2015

1955 Onboard Video Nordschleife.

Herrliche Einblicke in die Nordschleife vor 60 Jahren. Man stellt fest, dass sich eigentlich nichts verändert hat:

youtu.be/91Yx3b_Eets

Anfahrt Flugplatz:

Anfahrt Wehrseifen:

Ausfahrt Wehrseifen:

Wippermann:

Außer Brünnchen - da fällt man fast vom Glauben ab - ist kaum wiederzuerkennen. Hier die Anfahrt von Eschbach:

Und hier das Brünnchen selber - alles voller Bäume und ein mächtiger Sprunghügel:

Am besten gefällt mir der überholende Motorradfahrer Richtung Galgenkopf - ob das auch Touristenfahrten waren?

Und der kurze Einblick in’s Fahrerlager ist natürlich auch ein Traum:

Am Steuer der Onboardrunde sitzt kein Geringerer als Geoff Duke - 5facher TT Sieger und 6facher Motorradweltmeister:

Er ist leider verstorben im Mai diesen Jahres - immerhin 92jährig. Hier gibt es ein eindrucksvolles Video der Ehrenrunde des aufgebahrten Sarges auf der Isle of Man kürzlich:

youtu.be/b86YJ3fLYpE

Das Duke in Duke Video hat übrigens auch seinen Ursprung hier, denn es ist die Firma von Geoff’s Sohn Peter.

Und da schließt sich der Kreis, denn ich bin nicht unstolz, dass meine Onboard(!)-Filme (z.B. der hier) auch über Duke vertrieben werden. Bzw. vertrieben wurden, denn stückzahlmäßig ist das vernachlässigbar - trotzdem schön dort aufgeführt zu sein.

Peter Duke ist übrigens schon persönlich beim 24h-Rennen mitgefahren, hier habe ich ihn 2006 abgelichtet:

Was für eine tolle Story rund um diese wunderschönenen historischen Aufnahmen. Danke an Jan-Christoph für den Tipp!

1955 | Onboard | Duke |


Sonntag, 12. Juli 2015

Tom Schwede: Finger weg von der Nordschleife!

Tom redet nicht lange drumherum - ein Umbau der Nordschleife kommt überhaupt nicht in Frage:

Ich glaube, dass ein Umbau der Nordschleife nicht die richtige Lösung ist! Denn für mich definiert die bestehende Strecke „nur“ die Aufgabe. Sie zu verändern, ist nicht die Lösung. Denn sonst bauen wir alle paar Jahre die Strecke um. Und damit rauben wir der Nordschleife langsam aber sicher ihre Einzigartigkeit. Irgendwann sind dann alle Randstreifen asphaltiert und zahlreiche Schikanen unterbrechen den Fluss der Strecke. Besser wäre ein Bann der GT3 von der Nordschleife. Dennsie haben mit ihrer ausgetüftelten Aerodynamik die natürliche Grenze der Nordschleife hinter sich gelassen. Mit der GT4-Klasse steht längst eine Alternative in den Startlöchern – bis auch diese Fahrzeugklasse in ein paar Jahren der Nordschleife entwächst. Ich halte das für den natürlichen Lauf der Dinge.

GT3 gegen (!) Nordschleife - die Situation spitzt sich zu.

TomSchwede | 1300ccm | Umbau | Schikanen | FIAGT3 |


Wolfgang Kaufmann stinksauer auf Tempolimit.

Das hat mich sowieso schon überrascht, warum Fighter Wolfgang sich noch nicht zu Wort gemeldet hat.

Dafür legt er jetzt umso kräftiger nach:

„Die nach dem Unfall beim ersten Saisonlauf getroffenen Maßnahmen und die daraus resultierenden Folgen auf der Rennstrecke führen den Motorsport ad absurdum“, so Kaufmann nach dem vierten Lauf. „Die Einführung von Tempolimits auf einer Rennstrecke (!) sind nur schwer begreiflich und haben auch nicht auf jeden Teilnehmer die gleichen Auswirkungen. Für die großen Werke ist es einfach. Ihre hochmodernen GT3-Renner sind mit Elektronik vollgestopft, da wird dann einfach ein Tempobegrenzer programmiert. Aber was sollen die vielen kleinen Teams, sofern sie nicht schon aufgegeben haben, machen. In manchen Autos gibt es keine Speelimiter, oft auch nur sehr kleine Displays. Dazu kommt, dass man schon bei unterschiedlichen Reifentypen, Slicks oder Regenreifen, andere Abrollumfänge und damit Geschwindigkeiten hat“, sagte Kaufmann.

Einmal Racer - immer Racer. Ich würde mir wünschen, dass sich viel mehr Fahrer gegen das Tempolimit zur Wehr setzen, statt sich pragmatisch zu arrangieren. Eine unglaubliche Beleidigung für die Nordschleife vor unseren Augen, aber keiner steht ihr bei.

WolfgangKaufmann | Tempolimit |


Donnerstag, 25. Juni 2015

Wilhelm Hahne rechnet mit den DMSB Ausschüssen zum Nürburgring ab.

Der Rant des Tages kommt vom rüstigen Nicht-Rentner, der nichts für die “Ritter der Schwafelrunde” übrig hat und dem die Machenschaften zuwider sind aus dem Nürburgring eine Nicht-Rennstrecke zu machen:

“Dieses ganze Getue mit Fachgremien und speziellen Arbeitsgruppen dient doch dem DMSB nur dazu, die Verantwortung für Entscheidungen deligieren zu können. - Verantwortung? - Bitte nicht!”

Der Lösungsansatz wird auch gleich mitgeliefert: keine GT3 - bzw. wenn dann seriennah, keine Bezahl- / Werksfahrer, keine Nordschleife-Umbauten. Tempolimit sowieso nicht und Nordschleifen-Permit wieder abschaffen.

WilhelmHahne | MotorKritik | Tempolimit | DMSB |


Dienstag, 23. Juni 2015

Wenn sie nicht mehr weiterwissen, schicken sie die Anwälte los.

Das war bei Wilhelm Hahne so - das war bei mir so - und wir erleben es aktuell bei Gerri.

Die feinen Herren Insolvenzbeauftragte sind so darauf bedacht ihre Ehrenhaftigkeit zu verteidigen, dass sie sogar schon Facebook-Posts hinterherhecheln!

Mehr Details gibt es hier bei Occupy Nordschleife:

Es hat sich seit der Abmahnung gegen 20832.com und der Hausdurchsuchung gegen Wilhelm Hahne leider nichts geändert. Die Herren versuchen uns mit unserem eigenen Steuergeld mundtot zu machen und es geht ihnen dabei niemals um den vorgeschobenen Dialog mit den Fans. Offensichtlich ist unser gerne kleingeredeter Protest wohl doch so effektiv, dass man sofort die großen Geschütze auffährt, um den Widerstand im Keim zu ersticken.

Lasst Euch nicht irritieren, WIR sind auf der richtigen Seite. Und lasst Euch nicht den Mund verbieten, noch haben wir das Grundrecht der freien Meinungsäußerung.

Aber eine Bitte habe ich: lasst den Gerri spüren, dass er großen Hinterhalt hat und zeigt Euch spendabel, wenn Ihr ein Never-Give-Up T-Shirt bei ihm bestellt. Er muss in Bestellungen untergehen, dass er nicht mehr weiss wo vorne und hinten ist! :D Finde ich sehr sympathisch die Idee das Ganze mit einem Gedenkshirt zu krönen.

Gerri stellt sich als Vorkämpfer für viele von uns freiwillig in den Wind - da ist finanzielle Rückendeckung das Mindeste. Da bin ich noch heute jedem einzelnen von Euch mit Herzen dankbar dafür, dass ihr mir damals auch so schnell die Kriegskasse gefüllt habt.

Lieser | Abmahnung | Occupy | Gerri | NeverGiveUp


Montag, 01. Juni 2015

Christian Krognes erklärt, warum er das Tempolimit bei seinem N24h Bericht nicht erwähnt.

Auf seiner Homepage:

"As a driver, my job was to make sure that I pushed that button on the steering wheel every lap to limit my speed, and after a lap or two the fact that I drove through zones with speed limitations blended in among all other factors you need to consider as a driver during a lap on the Nordschleife.

It was just part of the whole package this weekend. Indirectly, that answers point 1 as well; I had fun, heaps of fun. The field still felt just as competitive as before, everyone were just as hungry for results as before, and generally I heard very little to no chat about it in the paddock.

It resulted in me forgetting the whole thing, even in the report that I posted on Monday – it didn’t play any role with need of much mentioning. Had it been a frustrating factor I am sure I would have posted it, but it just wasn’t."

Fair enough - schön, dass er sich die Zeit genommen hat das zu erklären und seinen Bericht zu ergänzen.

Krognes | N24h | Tempolimit |


Sonntag, 31. Mai 2015

Porsche Cayman GT4 im sport auto Supertest.

Am besten finde ich …

… das Zitat aus dem Porsche-Handbuch:

Während des Entwicklungsprozesses, kommt es im Falle einer notwendigen Kompromissfindung zwischen Sportlichkeit und Komfort, im Zweifel zu einer Tendenz in Richtung Sportlichkeit. Hieraus können sich unter anderem die folgenden Komforteinschränkungen ergeben: Bremsenquietschen bei leichtem Pedaldruck kurz vor dem Anhalten, rauerer Motorlauf im Drehzahlbereich unter 3.000/min, Knackgeräusche im Bereich der Vorderachsschraubenfedern, aerodynamisch bedingte sehr tiefe Fahrzeuglage mit Einschränkungen bezüglich Bodenfreiheit.

Aber auch ansonsten ein schöner Bericht von Christian Gebhardt. Wobei ich mich wundere, dass die Supertests doch bisher immer von dem Horst gefahren wurden - wegen Vergleichbarkeit und so. Oder habe ich da was verpasst?

UPDATE:

Da hab ich tatsächlich was verpasst: mehrere Leute haben sich gemeldet mit der Nachricht, dass beim sport auto Supertest Horst von Saurma raus ist. Diese Rolle hat jetzt Christian Gebhardt übernommen.

Danke für die Info - find ich gut!

Porsche | CaymanGT4 | Gebhardt | sportauto | Supertest |


Samstag, 23. Mai 2015

Loveparade auf der Nordschleife?

Nicht ganz, aber man spekuliert über ein Elektrofestival am Ring.

Stellt sich raus Lieberberg hat einen 5-Jahresvertrag in Mendig abgeschlossen und Rock am Ring an sich steht am Ring nicht mehr zur Diskussion.

Jetzt kommt das Ring-Management auf einmal angekrochen und gibt sich kleinlaut, aber es ist zu spät.

RockAmRing | Mendig | Lieberberg | Elektrofestival |


Donnerstag, 21. Mai 2015

Otto Flimm hat durchgeladen: Klage gegen den Nürburgring-Verkauf von JzN.

Auf Ja zum Nürburgring:

„Wir wollen erreichen, dass das gesamte Verkaufsverfahren auf den Prüfstand kommt, und nicht etwa nur die Vorgänge rund um das Zuschlagsverfahren“, erklärt Otto Flimm. „Es ist höchste Zeit, dass reiner Tisch gemacht wird.“

Jetzt wird scharf geschossen, denn nach Beschwerden, Briefen und Eingaben reicht der Ja zum Nürburgring e.V. Klage beim Europäischen Gericht ein.

Respekt!

Diese Entscheidung haben die Beteiligten und Otto Flimm sicher nicht leicht getroffen - das wird ein langatmiger, aufreibender und geldverzehrender Gerichtsprozess.

Aber es ist der richtige Weg um mit legalen Mitteln zu versuchen das betrügerische Sumpfmonster trockenzulegen.

Es werden auf alle Beiligten schwierige Zeiten zukommen, denn jetzt hängt der Verkauf erstmal für lange Zeit in der Luft. Das heißt das aktuelle Pachtmodell an den Oligarchen-Stammtisch mit Capricorn Schleiermantel wird bis zur Gerichtsentscheidung Bestand haben. Falls die Russen nicht entnervt das Handtuch werfen.

Ich könnte mir vorstellen, dass auch erstmal nichts abgerissen oder umgebaut wird - wer will in so einem Konstrukt schon finanziell in Vorleistung gehen.

Aber es ist der richtige Weg zur Rettung der Nordschleife vor der entgültigen Privatisierung. Der Prozess wird hoffentlich Abläufe an’s Tageslicht spülen, die die Handelnden bisher vor der Öffentlichkeit geheim halten konnten. Was an sich ja schon eine Frechheit für uns Bevölkerung ist, denn es geht um nicht weniger als Volkseigentum von herausragender historischer Bedeutung.

Wünschen wir Otto Flimm viel Kraft und die nötige Gelassenheit, um die vermuteten Betrügereien aufzudecken. Und der Nordschleife die Zukunft zu geben, die sie verdient hat.

JaZumNürburgring | Flimm | Weidenbrück | Frey | Prozess | Klage | Ringverkauf |


Mittwoch, 20. Mai 2015

Der neue Porsche GT3 kostet eine halbe Million Euro.

Kann man ab jetzt bestellen - insgesamt sollen 20–30 Stück verkauft werden.

Ich würd’ mich schwer wundern, wenn nächstes Jahr das 24h-Rennen ohne GT3s stattfindet - zuviele Business Cases würden in sich zusammenklappen. Eher bauen die die Nordschleife um, als auf die schönen Verkaufszahlen zu verzichten.

Wer schon Tempolimit als nicht blamabel genug ansieht, um die Finger davon zu lassen - wozu sind die dann noch fähig?

PorscheGT3


Klaus Ludwig war überrascht, wie schnell die WTCC auf der Nordschleife sind.

Er vergleicht sie mit den GT3:

“Für mich war erstaunlich, wie schnell diese Jungs sind. Eigentlich unglaublich, wenn man es mit den GT-Autos vergleicht”, meint Ludwig. Der Unterschied betrage im Renntrimm nur etwa 25 Sekunden, wenngleich die WTCC-Fahrer nicht an das neue Nordschleifen-Tempolimit gebunden waren. “Die WTCC-Fahrzeuge haben aber auch eine begrenzte Aerodynamik und einen kleinen Heckflügel”, sagt Ludwig. “Die GT-Autos kommen da schon ganz anders daher.”

Wenn man den Carrera-Cup als Maßstab nimmt, dann hätten sich die WTCC munter unter’s Feld gemischt!

WTCC | KlausLudwig |


Dienstag, 19. Mai 2015

Doch kein Tempolimit beim Industriepool.

Die ignorieren das einfach. (Die Temposchilder sieht man im Film.)

Hat sich Lamborghini eigentlich mal irgendwann stark gemacht für den Nürburgring-Erhalt? Aber Werbung mit der Nordschleife machen. Das können sie alle.

Wer ist denn der Fahrer? Ist eine gute Runde!

(Via.)

Tags: Lambo | Lamborghini | Aventador | Onboard |


Bilstein hat jetzt eine eigene Kurve.

Wurde beim 24h-Rennen eingeweiht:

Als Partner des Eifelkurses ist das Unternehmen dort freilich auch deutlich sichtbar präsent etwa in Form der Bilstein-Tribüne T4 oder neuerdings der Bilstein-Kurve hinter dem Schumacher S auf der Grand-Prix-Strecke, deren offizielle Einweihung kurz vor dem 24-Stunden-Rennen stattfand.

Diese Kurvenumbennerei finde ich ziemlich nervig. Dauernd neue Namen. War das nicht mal die RTL-Kurve? Und gibt es die Bitkurve noch? Oder wieder? Coca-Cola-Kurve? Oder doch Pepsi-Kurve? Oder nur die Rechts vor Start-und-Ziel?

Fehlt nur noch, dass das auf der Nordschleife auch Einzug hält. Mit Caracciola und Bellof wurde das Tabu schon vorsichtig angetastet - ob das schonmal jemandem angeboten wurde?

Bilstein | Kurvennamen |


Donnerstag, 14. Mai 2015

24h Livetiming mit Sektorzeiten.

Das ist das erste Mal, dass ich Sektorzeiten sehe für die Nordschleife:

livetiming.tracktime.info/nurburgring#screen-results

Ich schätze das hat mit dem WTCC Rennen zu tun? Wäre aber schön, wenn uns das für die VLN erhalten bleibt.

N24h | Livetiming | Sektorzeiten |


Sonntag, 10. Mai 2015

Für mich fällt das 24h-Rennen dieses Jahr aus.

Das hätte ich auch nicht gedacht, dass ich das mal sage / schreibe. Das Rennen war für mich immer der Jahresmittelpunkt - so wie für normale Leute Weihnachten. Nach dem Rennen war vor dem Rennen und ich habe regelmäßig die Tage gezählt, bis es wieder losgeht.

Kaum vorstellbar, aber die ersten Rennbesuche liegen soweit in der Vergangenheit, da hatte ich sogar noch Haare!

Mit 16 ging der erste Ausflug mit der 50er in die Eifel - das ist jetzt über 30 Jahre her. Dann kam die glorreiche Zeit des Audi 200, der von uns zum ersten Mal 1994 an den Start geschoben wurde.

Seitdem hat sich viel verändert - leider hauptsächlich zum Schlechten. Das, was für mich persönlich die große Anziehungskraft damals ausgemacht hat, ist nur noch als Überbleibsel vorhanden - manchmal sogar nur noch aus Überlieferungen.

Mir fallen so Begriffe ein wie: Fairness, Sportsgeist, Kameradschaft, Ursprünglichkeit, Herausforderung, Erfindungsgeist, Purismus, Rennsport mit Herzblut und dem gewissen Extra, das die Nordschleife in ihrer weltweiten Alleinstellung so besonders und anspruchsvoll gemacht hat.

Leider bin ich nie in den Genuss gekommen, auf der Nordschleife Rennen zu fahren - das letzte Motorradrennen war 1994 und damit vor meiner eigenen aktiven Zeit. Die VLN zu verfolgen war für mich als nicht-mehr-Aktiver die beste Möglichkeit, so hautnah wie möglich dabei zu sein. Und ich habe keine Gelegenheit ausgelassen - seit über 20 Jahren.

Im vergangenen Jahr habe ich das Rennen verfolgt und viel Spaß gehabt - siehe Mikebericht - um mich danach komplett in den Haus(um)bau zu stürzen. Dadurch war ich quasi gezwungen die Dinge mit Abstand zu betrachten.

Natürlich gibt es immer Sachzwänge und besondere Umstände zu berücksichtigen - aber spätestens, wenn Probleme Handlungen erfordern erlauben die Ergebnisse deutliche Rückschlüsse auf die Intention der Handelnden.

Was früher einmal durch den sportlichen Ehrgeiz begründet war, reduziert sich heute immer mehr auf ein Geschäft. Oder Neudeutsch: den Business Case.

Die Teams - die Fahrer - die Hersteller - alle scheinen nur noch ein Ziel zu verfolgen: Geld zu verdienen.

Das klingt erst einmal paradox, denn normalerweise ist besonders der Motorsport dafür bekannt Geld zu verbrennen. Und das nicht zu knapp.

Aber die Gemengelage aus GT3 und deren Vermarktung lässt die eigenartige Situation entstehen, dass es auf einmal einen Markt gibt, für den es sich lohnt, Produkte und Dienstleistungen anzubieten.

Auf die GT3 Problematik an sich bin ich ja schon vor 4 Wochen detailiert eingegangen.

Die vergangenen Jahre haben den Ring, seinen Mythos und die Region in einem mächtigen Strudel immer weiter in die Tiefe gezogen. Ihr wisst was ich meine, das beck°werk wird den kommenden Generationen als mahnender Koloss für durchgeknallte Politiker erhalten bleiben.

Parallel dazu hat aber auch in der Sportlerszene ein Wandel stattgefunden: früher sind die Rennfahrer angetreten, weil sie die Herausfoderung liebten - heute geht es immer mehr um den pünktlichen Gehaltsscheck.

Dazu kommt, dass die Fahrzeuge größtenteils nur noch aus Kaufautos bestehen, denn die überwiegende Anzahl des Starterfeldes setzt sich aus GT3 und Cup Fahrzeugen zusammen. Die nicht verändert werden dürfen.

Und jetzt kommt das Wort, auf das alle schon warten: Tempolimit. Mein Problem an der ganzen Sache ist, dass die Fahrer, die so große Stücke auf sich halten, diese Demütigung einfach über sich ergehen lassen.

Protest dagegen kann man an einer Hand abzählen - alle fügen sich unkritisch dem Schicksal, weil das so von ihren Geldgebern erwartet wird.

Werksfahrer verkommen zu beliebig austauschbaren Arbeitnehmern, die sich kritikfrei durch die Mikrofone aalen.

Das erinnert mich an die Gleichgültigkeit, mit der die Entscheidungen zur Erlebnisregion und deren Bau kommentiert wurde: keine Kritik - kein Widerstand, stumpfsinniges Hinnehmen hirnrissiger Entscheidungen - die Erwartungen des Arbeitgebers stehen an erster Stelle und dann kommt erstmal lange nichts. Vor allem keine eigene Meinung.

Dem Langstreckensport wird die Seele genommen und alle finden es super. Was für eine Enttäuschung.

Stellt Euch mal vor, in einem anderen Sport gäbe es diese Situation: alle 5 Minuten eine kurze Pause. Im Radsport z.B. die Beine hängen lassen - das gesamte Feld neutralisiert. Die würden doch - zu Recht - ziemlich ausgelacht werden.

Früher wurden im N-Forum die ehrlichen Rennberichte aus erster Hand geteilt - heute gibt es kaum noch ein Team ohne ‘Pressesprecher’ - egal wie klein das Team ist. Dort werden weichgespülte Presseberichte produziert - einer erfolgreicher als der andere mit gefühlt Dutzenden von Gesamtsiegern pro Rennen.

Und macht Euch bitte nichts vor: auch die Zuschauer sind längst nicht mehr das, was sie früher einmal waren. Aus der VLN-Familie, die durch dick und dünn geht ist nur noch eine Kulisse geworden, mit deren Hilfe man in den Vorständen die neuen Programme durchdrücken kann.

Die Klimmzüge, mit denen beim 24h-Rennen irgendwie 200.000 Zuschauer zusammengerechnet werden, sind längst allen bekannt und trotzdem werden sie von den Marketingabteilungen wieder rausposaunt werden, weil große Zahlen immer toll klingen. Dass bei dem Rennen tatsächlich nicht mehr Zuschauer vor Ort sind, als bei jedem x-beliebigen Bundesligaspiel, wird von niemandem hinterfragt.

Für mich jedenfalls ist mit dem Tempolimit das Fass übergelaufen, das in den letzten Jahren stetig gefüllt wurde. Wenn man gefühlt etwas schon immer gemacht hat, heißt das nicht, dass es nicht auch einmal auf den Prüfstein gestellt wird.

Der Bogen wurde - quasi mit Ansage - überspannt. Die sogenannten Sicherheitsmaßnahmen, die in erster Linie das Ziel haben, das Rennen auf Biegen und Brechen durchführen zu können, haben meiner Meinung nach das Unfallrisiko sogar noch weiter erhöht.

Der typische GT3 Nordschleifenunfall - das Disaster waiting to happen - ist meiner Meinung nach ein anderer, als der, den wir so tragisch erlebt haben.

Aufgrund der künstlich zusammengestauchten Leistungsdichte werden höhere Risiken in Kauf genommen, um einen kleinen Vorteil zu erkämpfen. Jetzt wird die Döttinger Höhe vom Renngeschehen ausgeklammert, d.h. dort kann man nicht mehr überholen - man kann aber - und das ist das Entscheidende - auch nicht mehr überholt werden.

Vor dem Tempolimit musste man die Aerodynamik so einstellen, dass man auf der langen Geraden nicht zur leichten Beute wird. Das fällt jetzt weg und die GT3 haben große Einstellmöglichkeiten für ihre mächtigen Flügelwerke. Resultat: noch höhere Kurvengeschwindigkeiten, anspruchsvolleres Fahrverhalten und höhere Belastungen für die Reifen. Gepaart mit der hohen Verkehrsdichte, den Herausforderungen bei Nacht und Wetter und teilweise Gentlemanfahrern hinter dem Lenkrad, eine tickende Zeitbombe.

Ich halte es einfach nur für Glück, falls nichts passieren sollte und möchte nicht erleben, dass meine Befürchtung wahr wird. Deren Ursache nur im Geldverdienen Einzelner begründet ist, die ihr Geschäftsmodell nicht aufgeben wollen, bevor zu Ende gemolken ist.

Wenn der Jahreshöhepunkt quasi zum Tiefpunkt wird, dann läuft etwas gewaltig verkehrt. Das ist nicht mehr meine Welt. Da erhalte ich mir lieber die Erinnerung wach an Zeiten, als der Ring und seine Aktiven mich wie ein Monstermagnet in seinen Bann gezogen hat. Widerwillig zum Ring zu fahren, einfach nur weil es immer schon so war, macht nüchtern betrachtet keinen Sinn.

Und damit geht für mich eine Ära zu Ende, die mein Leben bestimmt hat, wie nichts anderes auf der Welt.

Natürlich bin ich nicht glücklich über diese Situation - aber auf der anderen Seite bin ich froh das erkannt zu haben und ohne irgendwelche Abhängigkeiten die Schlüsse ziehe, die ich für richtig halte.

Tags: N24h | Tempolimit | Mikebericht |


Freitag, 24. April 2015

Heute ist um 11 Uhr Trauerfeier am Flugplatz.

“Auf Wunsch der Lebensgefährtin des am 28. März im Bereich ”Flugplatz“ der Nürburgring Nordschleife tödlich verunfallten Rennbesuchers findet am 24. April ab 11 Uhr am Unfallort eine zwanglose Möglichkeit der Begegnung und des gemeinsamen Gedenkens statt.”

Und es gibt ein Spendenkonto.

Tags: Trauerfeier | Flugplatz |


Mittwoch, 22. April 2015

Der 28.März und die Folgen.

Alexander Kraß hat auf seiner Webseite nordschleifologie.de seine Sicht der Dinge aufgeschrieben. Er war Augenzeuge bei dem tragischen Unfall am Flugplatz - ist gleichzeitig aber auch Nordschleifen-Liebhaber und Verfechter für Tradition und Erhalt.

“Die Nordschleife wird immer - zu recht - als die schönste, vor allem aber auch als die schwierigste Rennstrecke der Welt beschrieben und beworben. Das ist der Anspruch, den der Nürburgring auch weiterhin nach außen tragen muss: wirklich eine absolute Herausforderung für Fahrer und Fahrzeug zu sein. Der Nürburgring und insbesondere die Nordschleife darf und muss mit diesem Anspruch, die schwierigste Rennstrecke der Welt zu sein, dastehen und muss ihn weiter verteidigen, sonst werden aus der vielzitierten Einzigartigkeit und Schwierigkeit der Strecke nur Makulatur, nur Phrasen, nur Worthülsen unter den vielen Superlativen, die in der heutigen Medienwelt zur Beschreibung noch so banaler Dinge verwendet werden.”

Nehmt Euch die 10 Minuten Zeit zum Lesen - Alex hat ein Vielfaches an Zeit benötigt, um seine Gedanken in Worte zu fassen.

Tags: Nordschleifologie | Flugplatz | Tempolimit |


Samstag, 11. April 2015

Hast Du einen besseren Vorschlag?

Ja, hab’ ich - und erzähle ich seit Jahren. Immer und immer wieder. Will aber keiner hören. VLN & 24h hatten sie sogar mal konkurenzfähig im Einsatz: die SP Klassen.

Auf die Nordschleife hin entwickelte Rennwagen, die es so auf der ganzen Welt nur einmal gibt und die auf der Nordschleife am besten funktionieren. Mit der Technikhoheit in den eigenen Händen - und nicht wie die GT3 ausgelagert an SRO/FIA.

Mit Hilfe dieser Technikhoheit die Aeropakete runtergeschraubt, keine Unterböden - Jahr für Jahr die Leistung und Geschwindigkeit behutsam im Griff behalten - eingepegelte Rundenzeiten bei 8:30 im Auge behalten.

Ganz einfach.

Warum das nicht gemacht wird, bzw. nicht schon längst gemacht wurde?

Zum einen weil dann das Risiko besteht, dass ein ambitionierter Amateur die Werksteams blamiert mit seiner Eigenkonstruktion. Und das geht ja mal gar nicht.

Und zum anderen, weil dann das tolle Geschäftsmodell der OEMs zusammenbricht, mehr GT3 Autos verkaufen zu können.

Tags: FIAGT3 | N24h | Tempolimit |


Donnerstag, 09. April 2015

Warum die GT3 an allem schuld sind.

Ja ja, die bösen GT3! Natürlich sind nicht die GT3 schuld, das Problem ist viel komplexer. Da wir aktuell den Tiefpunkt der GT3 Problemtik erleben mit der Entscheidung ein Tempolimit auf einer Rennstrecke einzuführen, möchte ich mal etwas weiter ausholen.

Erstmal ein kleiner Rückblick: 2005 wurden die GT3 von Stéphane Ratel und der SRO in’s Leben gerufen als günstige Alternative zu GT1/GT2, die dem Werkssport vorbehalten bleiben sollten. Leistungs- und Preismäßig sollten sie sich in der Region vom Porsche Cup ansiedeln - was am Anfang auch so war. Inzwischen sind über 30 verschiedene Fahrzeuge homologiert.

Auf der Nordschleife wurden die Autos zum ersten Mal 2009 zugelassen, dafür wurde die SP9 erschaffen - eine 1:1 Übernahme der homologierten GT3 Klasse. Die Mintgen Viper war in 2009 das erste GT3 Auto auf der Strecke.

Und jetzt wird’s kompliziert - ich versuche das mal einzeln aufzubröseln.

Die Hersteller haben immer neidisch auf Porsche geschaut, die es tatsächlich fertig bringen mit dem Motorsport Geld zu verdienen. Auf der Suche nach einem Geschäftsmodell ist bei Audi die Idee geboren, basierend auf dem schon sportlichen R8 einen günstigen, aber trotzdem schnellen, Rennwagen zu erschaffen, der dann - und das ist der wichtige Teil - in großen Stückzahlen verkauft werden soll. Und bei einem Rennwagen reden wir schon von großen Stückzahlen bei 50 oder so. 50 mal 400.000 € Kaufpreis sind immerhin 20 Millionen Euro.

Gesagt - getan! Und weil bei der Langstrecke so viele potentielle Kunden unterwegs sind, sollte das auch der große Aufschlag vom R8 werden. Dazu musste man das neue Auto aber auch schmackhaft machen und das geht natürlich am besten, wenn man das 24h-Rennen gewinnt.

Audi war sich nichtmal zu schade Einfluss auf das Reglement zu nehmen, um dieses Ziel zu erreichen.

Win on Sunday - sell on Monday - allerdings nicht auf die Serienfahrzeuge bezogen, sondern die Kunden sollten den Renn-R8 kaufen, mit dem das Werk so erfolgreich Motorsport betreibt.

Black Falcon hatte damals freudig auf den R8 gesetzt und nach den ersten Fahrten den Audi ganz schnell wieder entsorgt.

Es war wie verhext - 4 Anläufe brauchte Audi, um endlich den Gesamtsieg feiern zu können. Der Aufwand wurde in schwindelerregende Höhen getrieben - nichts dem Zufall überlassen.

Die anderen Hersteller - auch nicht blöd - haben gesehen, was Audi vorhat und haben ähnliche Programme in kleinerem Maßstab gestartet. Die GT3 Szene fing an sich auszubreiten, allerdings nicht aus sportlichen, sondern vielmehr aus geschäftlichen Gründen.

Und als die Hersteller einmal Blut geleckt hatten, wurden sie auch schnell die eigentlichen Kräfte hinter Reglement und Veranstalter.

Peter Geishecker reibt sich die Hände - auf einmal stehen die zahlungskräftigen Industriekunden bereit für VIP und LKW Flächen, Filmproduktionen und sonstige Leistungen, die von der Wige angeboten werden. Endlich! Auch haben die Hersteller ihre ausgefahrenen Kommunikationskanäle mit N24h Meldungen gefüttert - ein Traum für Wige/Geishecker, dem die Vermarktungsrechte für das Rennen zugesprochen wurden.

Die VLN war zur Tatenlosigkeit verurteilt und durfte die Bühne bereiten für die 24 Stunden. Hersteller und ADAC Nordrhein haben mit DMSB & Co leichtes Spiel, Audi wurde mit Spezialregeln wettbewerbsfähig gemacht. Auf einmal wurden Tankkannen und Boxenstopp Mindestzeiten zur Pflicht - ein eigener Technikausschuss durfte von Rennen zu Rennen neue Gesetze für einzelne Fahrzeuge erlassen.

Eine VLN BOP (Balance of Performance) wurde über die GT3 Homologations-BOP gestülpt. Witzigerweise betraf das hauptsächlich Porsche, deren Leistungs- und Verbrauchsvorteil einfach rausgekürzt wurde - als Stellschrauben gibt es Gewicht, Restriktor, Leistung, Tankinhalt (!) und Tankkannenrestriktor (!).

Mit sportlichem Wettbewerb hat das Ganze natürlich nichts mehr zu tun, mit Breitensport schonmal garnicht. Rennsieger werden von Norbert Kreyer am Mischpult zusammengemixt und im Hintergrund sorgt eine undurchschaubare Gemengelage von monetären Einzelinteressen zu einem Politikdickicht, das kaum zu durchschauen ist.

Wenn Ihr jetzt meint das seien weltfremde Verschwörungstheorien, dann habe ich hier einen praktikablen Sanity Check für Euch: die Entscheidungen von vorgestern - aber auch der vergangenen Monate und Jahre kamen vielen Leuten unlogisch und geradezu dumm vor. Als hätten die Entscheider keine Ahnung vom Motorsport. Wenn Ihr jetzt meine Erklärung als Antrieb für die Entscheidungen anzieht, dann sind sie auf einmal gar nicht mehr so dumm und unerklärlich. Reverse Engineering nennt man das.

Ab und zu führen einige Leute vertrauliche Gespräche mit mir, man ist sogar der Meinung, dass meine freche Schnauze wichtig ist als Gegengewicht zu den Bücklingen in der Motorsport Presselandschaft. Die habe ich dann auch genutzt, um meine Theorie auf Wahrheitsgehalt abzuklopfen. Und sie hat immer gehalten.

Wir haben uns Schritt für Schritt vom Sport verabschiedet, Marketing und Unternehmensinteressen haben das Sagen. DMSB und ADAC Nordrhein haben es forciert, die VLN hat sich nicht gewehrt - und jetzt ist es zu spät.

Meiner Meinung waren die GT3 auf der Nordschleife ein Desaster waiting to happen. 20 Autos in irrer Geschwindigkeit, die um jeden technischen Vorteil untereinander beraubt wurden, jagen im Verkehr um die Strecke. Die Risiken, um sich einen kleinen Vorteil zu verschaffen, werden automatisch größer und die hohe Dichte an Fahrzeugen fordert einen Unfall mit mehreren Beteiligten geradezu heraus. Meiner Meinung nach ist die fatale Nissan Katastrophe diesem viel wahrscheinlicheren Szenario einfach nur zuvorgekommen.

Die Langstrecke ist längst zum Spielball von Konzernen geworden und so passiert tatsächlich das Lächerlichste, was man sich auf einer - auf DER - Rennstrecke vorstellen kann: Tempolimit. Einzig und allein geschuldet den Geschäftsplänen von Unternehmen. Viele davon mit hohem Ansehen im Motorsport: BMW, Audi, Porsche, usw. Es muss weitergehen - der große Marketingaufschlag 24h-Rennen steht vor der Tür!

Wenn man dann noch weiß, das Hans-Joachim Stuck Repräsentant des VW Konzerns ist (Audi, Porsche, Bentley), dann schließt sich der Kreis.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: diese Unternehmen haben schon tatenlos mit angesehen wie der Nürburgring von Politik und Gier zerfressen wurde - jetzt sind sie sich nicht zu schade dem halbtoten Komapatienten noch ein Clownsgesicht zu malen - nur damit die Euro wie geplant in der Kasse klingeln.

Was ich davon halte? Es widert mich einfach nur noch an.

Save The Ring.

Tags: Tempolimit | DMSB | FIAGT3 |


Mittwoch, 08. April 2015

Jürgen Alzen fackelt nicht lange - ein Kommentar von einem Racer!

Während sich die Pragmaten so langsam wieder hinter den Hecken hervorwagen und in das Seid-doch-froh-dass-sie-überhaupt-fahren Horn blasen, holt Jürgen Alzen mal tief Luft und lässt Dampf ab.

Ehrlichen Herzblut Racer Dampf:

Unter dem Titel:

“Anpassung ist die Stärke der Schwachen!”

lässt er seiner Meinung freien Lauf:

"Nachdem ich die neuesten Verordnungen zu „Erhöhung der Sicherheit auf der Nordschleife“ auf der VLN Seite gelesen hatte, ist mir jeder, aber wirklich jeder Spaß und Interesse an „RENNEN“ auf der Nordschleife vergangen. Unsere Familie betreibt bereits in der 2.Generation Motorsport, das aus Leidenschaft und nicht aus Geldgier.

Es war, als hätte man bei mir den Schalter von ON auf OFF umgelegt….

Ich für meine Person, will Rennen fahren, Geschwindigkeitsbeschränkungen auf einer Rennstrecke akzeptiere ich generell nicht!

Sorry, so angepasst werdet Ihr mich nicht erleben. (..)"

Müsste Ihr zuende lesen auf seiner Homepage.

Was für eine Erfrischung im Vergleich zu den Angepassten und Genügsamen. Die Nordschleife ist das geilste Stück Asphalt auf diesem Planeten und soll ohne Gegenwehr der Lächerlichkeit preisgegeben werden? Damit ein paar Automarken ihr Programm wie geplant durchziehen können?

“Hier am Ring, wo noch der letzte Rest puristischen Motorsports ausgetragen wurde, beerdigt man eine der geilsten Rennserien der Welt selbst! Das ist der DMSB generierte Nordschleifen Suizid!”

Liebe Racer, nehmt Euch ein Beispiel am Jürgen und jagt die korrupte Bande von Eurer Rennstrecke!

Tags: Alzen | JürgenAlzen | Tempolimit | DMSB |


Dienstag, 07. April 2015

Rennsport und Tempolimit? Ich bin dann mal weg.

Der DMSB hat es tatsächlich geschafft den Nordschleifensport ad absurdum zu führen, nur um die GT3 nicht nach Hause schicken zu müssen.

Statt das Problem zu lösen wird eine komplette Meisterschaft in Schutzhaft genommen. Der Cunning Plan vom DMSB ist nämlich - Festhalten! - Tempolimit. Kein Witz.

Für die Rennfahrer empfinde ich das schon als Demütigung, wenn das wirklich so kommt. Ausgerechnet die fahrerischen Schlüsselstellen wie Schwedenkreuz oder Metzgesfeld - oder eine der wenigen Stellen zum Überholen (Döttinger Höhe) werden quasi vom Renngeschehen ausgeklammert - Runde für Runde.

Da verliert man doch als Fahrer den Fluss und selbst die Nordschleife - die größte und schönste Rennstrecke auf der ganzen Welt - kann dann auf einmal nur noch nervig werden.

Der DMSB hat zwar Motorsport im Namen, aber er sollte sich lieber umbennen in DHVB - Deutscher Herstellervertreter Bund oder so. Die Interessen des Sport werden mit den Füssen getreten zugunsten Marketing & Co - mir tun die Leute leid, die dieses Trauerspiel auch noch gut finden.

Ich habe den Nordschleifensport noch erlebt, als er richtig geil war, das was wir jetzt vorgesetzt bekommen sollen ist nur noch das kastrierte Überbleibsel. Mag sein, dass es Leuten gefällt, die es nicht anders kennen, aber ich leide zu sehr.

Auch wenn ich mich innerlich sträube mich mit dem Tempolimitthema überhaupt auseinanderzusetzen, so wirft es doch mehr Fragen auf, als es beantwortet:

  • Was ist mit dem Pflanzgarten? Bellof hat vor über 30 Jahren schon vorgeführt, dass man dort Unterluft bekommen kann.
  • Was ist bei den Touristenfahrten? Auch Tempolimit? Wer kontrolliert das? Was passiert, wenn man zu schnell fährt - auf einer Privatstraße?
  • Wenn die GT3 wegen der fehlenden Döttinger Höhe die Flügel nicht mehr flach zu stellen brauchen, sind die dann in den Kurven nicht viel schneller als jetzt? Und ist das dann nicht sogar gefährlicher?
  • Wieso gibt es zusätzlich ein Zuschauerverbot, wenn die Autos sowieso nur Halbgas fahren? Damit sich das Elend keiner angucken muss?
  • Mit was für Umbaumaßnahmen wird denn da gedroht - sollen etwa Schikanen eingebaut werden auf dem Kulturgut Nordschleife?
  • Was machen die jetzt mit der WTCC?
  • Wie will man bei einem GT3 5% weniger Motorleistung einbauen? Sollen jetzt neue - homologierte? - Kennfelder rausgefahren werden? Und wie will man das dann nachprüfen?

Die haben sich verzockt mit Ansage - 2009 ging das los, als der GT3 Tür und Tor geöffnet wurde. Eine Klasse, die nicht kontrollierbar von einer anderen Organisation homologiert wird, um dann auf der Nordschleife Rennen zu fahren: Rezept für Desaster und jetzt - wie gesagt - ist die Can of Worms sperrangelweit offen und statt eine Lösung zu finden, die echten SPORT ermöglicht, werden Fahrer, Strecke und Zuschauer vergewaltigt, damit die Hersteller ihren Präsentierteller nicht verlieren.

Ganz ehrlich: ich bin raus.

Ich verkrafte nicht Rennfahrern zuzuschauen, die Runde für Runde kastriert werden und den rechten Fuss nicht auf das Bodenblech pressen dürfen.

Der Reiz der Nordschleife liegt darin mit ihr zu kämpfen - ob mit dem Fahrrad oder einem 600 PS Auto. Runde für Runde und im Langstreckensport einen möglichst langen Stint - echter Sport. Schlimm genug, dass es kaum eine freie Runde ohne Unfall (= Gelbphase) gibt - jetzt werden die Gelbphasen schon fest eingebaut. Das ist doch eine Zumutung für jeden Vollblutracer.

Richtig wäre gewesen die Leistung der Fahrzeuge so zu balancieren, dass sie nicht unendlich weiterentwickelt und schneller werden, aber gleichzeitig eine Herausforderung für Fahrer und Strecke bleiben.

Man hatte diese Möglichkeit eines Nordschleife-spezifischen Reglements mit den SP-Klassen - eine über Jahrzehnte gewachsene Szene, denen man mit der priviligierten GT3 die Pistole an den Kopf gesetzt hat.

Jetzt sind den Machern die GT3 fatal über den Kopf gewachsen und statt die falsche Entwicklung zu korrigieren und gegenzusteuern wird im Schnellschuss eine Hindernisbahn aufgebaut, die einfach nur ätzend ist und die einzige Herausforderung, die übrig bleibt, ist es bei dieser Gängelei nicht die Nerven zu verlieren. Da ist ja jeder Stau im Kreuz Köln West besser zu ertragen.

Man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist und die schönste Zeit haben wir schon eine Weile hinter uns gelassen. Artur mit der Diva und Drosselklappe auf Vollanschlag über Flugplatz und Schwedenkreuz - das möchte ich im Gedächtnis behalten. Und keine bunten €400k Kaufautos, die im 200 km/h Limiter Angst haben müssen kalt zu werden.

Wer lupft verliert und hier wird eine ganze Szene zum lupfen verdonnert. Und verliert gewaltig.

Dieser Kommentar trifft es:

Vom Mythos zur Lachnummer in … 3 … 2 … 1 ….

Ich komme gerne wieder zurück, wenn sich die Fahrer ihre geliebte Herausforderung zurückerkämpft haben.

Save The Ring.

Tags: DMSB | Tempolimit | VLNLangstrecke | N24h |


Montag, 06. April 2015

Räumt die Polizei jetzt auf der Nordschleife die linke Spur für die BMW Fahrer?

Aus dem Pressebericht vom Wochenende, Hervorhebung von mir:

“So., 05.04.15/ 13:35 h Verkehrsunfallflucht Nordschleife – Abschnitt Flugplatz Im Rahmen des Touristenverkehrs fährt ein 27-jähriger Unfallbeteiligter mit seinem PKW BMW auf einen vorausfahrenden weißen Kleinwagen auf, der im vorgenannten Streckenabschnitt nicht äußerst weit rechts fährt, sondern am linken Fahrbahnrand. Der BMW-Fahrer erkennt dies zu spät und lenkt seinen PKW nach links von der Fahrbahn, um nicht auf den vorausfahrenden weißen PKW aufzufahren. Hierbei kollidiert er jedoch mit der Leitplanke. An seinem Fahrzeug entsteht ein Schaden von ca. 6500 Euro. Der weiße Kleinwagen setzt seine Fahrt ohne anzuhalten fort.”

Tags: Polizei | Rechtsfahrgebot | Fahrerflucht |


Freitag, 03. April 2015

Auch Robb Holland stellt sich beschützend vor die Nordschleife.

Sagte ich der Ring hat zuwenig Beschützer? Hier ist noch einer - Robb Holland:

“For those who are calling to change the track, stop it. Just stop. This is the last bastion of the great race tracks in the world. I believe in personal responsibility. If you think the track is too dangerous, then don’t drive here or spectate.”

Aber auch sonst ein lesenwerter Artikel.

Tags: RobbHolland | FIAGT3 |


Marcus Schurig: Die Nordschleife ist schützenswertes Kulturgut.

Es gibt sie, die ein paar Wenige, die sich schützend vor die Nordschleife stellen in der aktuellen GT3 Diskussion.

Marcus Schurig gehört dazu:

“Bei den Sofortmaßnahmen muss zwischen Strecke und Autos unterschieden werden. Eines ist klar: weder kann der Streckenverlauf der Nordschleife kurzfristig geändert werden, noch die GT3-Rennautos. Die Strecke sollte meines Erachtens auch nicht verändert werden, sie ist schützenswertes Kulturgut.”

Ein wirkliche Lösung hat er aber auch nicht, er schlägt als kurzfristen Kompromiss allen Ernstes vor:

“Man könnte zum Beispiel eine permanente Gelbphase über 200 oder 300 Meter hinter dem Streckenabschnitt Hocheichen einrichten, die die Geschwindigkeiten auf dem Weg zum Flugplatz und Schwedenkreuz wirkungsvoll begrenzen.”

Gut, wenn es das 24h-Rennen rettet, bleibt wohl auch nicht viel anderes übrig.

Denn soviel ist mal sicher:

“Eine solche Tragödie darf sich nicht noch einmal wiederholen, denn das könnte unter Umständen dazu führen, dass der gesamte Motorsport von der Nordschleife verbannt wird.”

Tags: N24h | Schurig |


Updates on the Nürburgring Situation.

So much going on, hard to keep track. Find some facts plus my comments on ownership, Formula 1, Rock am Ring and the Nissan GT3 accident.

Ownership

One year ago the Ring has been sold for €77m to Capricorn/Getspeed. It turned out they didn’t have the required funds and in fact failed to pay the 2nd rate. Instead of revisiting the sale process the administrators sold Capricorn’s stake to a Russian investment group, of which only Viktor Charitonin has been made public. As the full sale price is pending, the Ring is now rented out to the Russians and Getspeed. These two stakeholders are fighting each other and have met in court already.

Comment: the sale process was a fake from the start. Government decided behind the scenes to whom to sell and Capricorn did sound like a nice automotive and regional company. As they never had the financial backing they should have never been in the position to buy. It collapsed soon and now it’s all in pieces and the two potential owners fighting each other. We even don’t know who precisely is that Russian group of investors. Recent business decisions and 2016 discussions with organisers however indicate that they are only interested in one thing: money.

Formula 1

The Nürburgring F1 race has been scheduled by FIA for July this year - in line with the alternating Hockenheim agreement. Nürburgring - or rather the Russian/Getspeed group - failed to find an agreement with Ecclestone and the race got cancelled by FIA.

Comment: I’m not a big fan of F1, but the worldwide attention is enormous. Every 2 years media did jump to any F1 related news and Nürburgring participated a lot. As did the region, because the international attendance left a lot of money in the otherwise not-so-busy Eifel region. This is now all gone. Ecclestone’s conditions come as no surprise, but the sudden reluctance to accept them does. Once F1 is gone it’s hard to bring it back - Nürburgring has been without F1 in the 90s and it was tough. If F1 is feasible every two years in Hockenheim, why not at the Ring? I blame the new management and the general lack of promotion skills for losing this important event.

Rock am Ring

This music festival got invented in the 80s and has been a huge success story since. It has been organized by Marek Lieberberg and the Ring got its portion of the profit. New Capricorn/Getspeed management decided that their profit share should be higher - however they failed to seal a contract with Lieberberg. As a consequence Lieberberg moved “Rock am Ring” to nearby Mendig airfield, while Capricorn/Getspeed partnered with DEAG, who invented the “Grüne Hölle Rock”. While Lieberberg’s festival is sold out (>80k tickets), DEAG failed big time. Yesterday they announced to move “Grüne Hölle Rock” to Gelsenkirchen/Schalke04 football arena. For the first time since 20 years Nürburgring is without music festival.

Comment: Thanks to the greedy attitude of (Capricorn)/Russians/Getspeed management they lost it all. Their communication concerning their festival decisions could not have been more arrogant - and their failure they are now faced with could not have been bigger. The Nürburgring brand name has been damaged a lot and the region loses another big turnover generator. Lieberberg couldn’t be happier - it turns out Mendig is much better suited for his event. He is gone for good.

Nissan GT3 Accident.

In the first hour of the first VLN endurance race Jann Mardenborough caught air going over the Quiddelbacher Höhe crest, which ended in a nasty accident. The car hit the tire wall and got catapulted over the FIA fence, killing a spectator and injuring others as a consequence. It was the first time a spectator got harmed or even killed during VLNs long history.

Comment: That accident is a nightmare coming true. GT3s are allowed on Nordschleife only since 2009 and they have build up great performance since then. What was planned as a low budget GT alternative has quickly developed into high level manufacturers sport. While this might be a good idea for modern GP courses, it’s disaster waiting to happen for Nordschleife. GT3 is a homologated international class, which means organizers at Nürburgring have limited influence into the year-over-year development. We now are facing the threat that the track needs to be adopted to the race cars - rather than the other way round. Manufacturers have full control over the organizers decisions and works GT3s racing on Nordschleife pose much risk to the track itself. I’m a big fan of sports cars, but I’m a bigger fan of Nordschleife and I don’t see anybody powerful enough to protect the track against OEM business decisions.

Overall the situation for Nürburgring and Nordschleife in particular couldn’t be worse. The downward spiral is picking up speed and it is becoming increasingly hard to find any remaining optimistic people. Save The Ring.

Tags: English | Insolvency | Formula1 | RockAmRing | Nissan |


Leseempfehlung: Wilhelm Hahne´s Wort zu Ostern.

Diesmal geht es über den runden Alibi-Tisch des DMSB …

“Man lässt einen „Runden Tisch“ entscheiden, was sich die Herren bei der Präsidiumssitzung des DMSB ausgedacht haben.”

… über den Niclas Kentenich Unfall …

“Motor-KRITIK findet es nicht gut, wenn sich bei einem Aufprall in die Leitplanken ein Stück dieser Sicherheitseinrichtung im Fahrzeug wieder findet.”

… den schon im Vorfeld ausgeguckten Bentley als 24h-Gewinner …

“Aus meiner Sicht wird alles getan, um einen solchen Erfolg darzustellen.”

… die Atmosphäre bei den Leuten rund um den Ring …

“Die erlebte Stimmung war immer depressiv, die Situation des Rings wurde – unter diesen Bedingungen – als aussichtslos empfunden.”

… die aktuelle Schachmattsituation der Gesellschafterstruktur und den sich anbahnenden Gerichtsprozessen mit dem Fazit:

“Im Moment – um es ganz volkstümlich zu formulieren – wird die gute alte Nordschleife „an die Wand gefahren“. (..)”

“Steht nun der Nürburgring, die Nordschleife vor dem Exidus? - Ja! - Wenn man jetzt nicht in Mainz – und das möglichst umgehend – eine Kursänderung vornimmt. Man sollte nicht jede Verantwortung, für das was aktuell geschieht, weit von sich weisen. Man sollte sich der Aufgabe stellen, sie annehmen. - Mainz hat schließlich den Nürburgring nicht nur in eine Insolvenz geritten, sondern auch gegen EU-Gesetze verstoßen. - Die Politik ist hier zum Täter geworden. - Und flüchtig!”

Ein attraktiver Lösungsansatz darf nicht fehlen, man wird doch noch träumen dürfen!

“Eine Stiftung, die zu je einem Drittel von der Landesregierung, dem ADAC und der deutschen Automobilindustrie (VDA) ins Leben gerufen wird.”

“Aber so positiv kann man wirklich nur kurz vor Ostern denken. Dieses Fest erinnert uns an das Wunder, bei dem jemand den Tod besiegte.”

Amen.

Tags: WilhelmHahne | MotorKritik | Ostern | Karfreitag |


Donnerstag, 02. April 2015

Zitat des Tages.

D’Aste erklärt: “Für einen Rennfahrer ist die Nordschleife so etwas wie Disneyland für ein kleines Kind. In jeder Runde entdeckst du etwas Neues.”

Nordschleife und Disneyland?

o_O

Tags: DAste | WTCC | Disneyland |


Mittwoch, 01. April 2015

GT3 gegen Nordschleife - der Verlierer steht schon fest.

Der DMSB hat tatsächlich in der Hektik die Cup Porsche vergessen - und die H4. Und dafür die SP10 (GT4) wieder rausgenommen.

“… sind die Fahrzeugklassen SP7, 
SP8, SP8T, SP9, SP-Pro, SP-X sowie Cup–2, die GT-Klassen der H4, die E1-XP1, E1-XP2 und E1-XP Hybrid bis auf Weiteres nicht mehr bei DMSB-genehmigten Veranstaltungen auf der Nordschleife startberechtigt. Die seriennahe Klasse SP10 ist hingegen ab sofort wieder zugelassen.”

Was für eine Kaspertruppe.

Aber was viel schlimmer ist: die Industrienutte der DMSB Präsident Stuck hat sich eingeschaltet mit der Drohung: “bei den Lösungsmöglichkeiten … wird es keine Denkverbote geben”.

Jetzt ratet mal wer oder was akut gefährdet ist. Die GT3? Ganz sicher nicht, die Funktionäre hacken doch nicht die Hand ab, die sie mit Hummer und Kaviar füttert. Die wissen schon, was sie den Herstellern schuldig sind.

“Rennstrecke, Zuschauerplätze, Fahrzeuge, sportliches Reglement: Alles kommt auf den Prüfstand.”

Nein - stattdessen wird denen schon was einfallen, wie sie sich die Nordschleife so zusammenmassakrieren können, damit die GT3 darauf fahren können. Wenn es sein muss auch unter Ausschluss der Zuschauer.

Die Schnellschüsse, die aus Frankfurt gerade abgefeuert werden, sollen vor allem eins: die eigene Haut retten. Bei so einem Horrorunfall geht denen verständlicherweise der Stift, dass man ihnen was anhängen könnte. Nordschleifenlizenz, Streckenlizenz, GT3 mit BOP usw. - alles vom DMSB genehmigt. Nicht, dass jetzt irgend so ein Staatsanwalt noch auf dumme Ideen kommt.

Aber ist das nicht bitter: erst haben die GT3 der gesunden Nordschleifen-SP-Szene den Hahn zugedreht - jetzt geht es dank dieser GT3 der Nordschleife an den Kragen.

Wusstet Ihr eigentlich wer Präsident der FIA GT Commission ist? Christan Schacht. Da schließt sich der Kreis.

Tags: DMSB | Schacht | Stuck |


Sonntag, 29. März 2015

DMSB Nordschleifen-Verbot für GT3 & Co, aber Cup Porsche nicht.

War klar, dass man der Untätigkeit der Vergangenheit jetzt umso mehr Aktionismus entgegensetzt. Sonst könnte ja jemand auf die Idee kommen, dass schon viel früher hätte gehandelt werden müsste.

“Fahrzeuge der Klassen SP7, SP8, SP8T, SP9, SP10, SP-Pro und SP-X sind damit bei DMSB-genehmigten Veranstaltungen auf der Nordschleife des Nürburgrings bis auf weiteres nicht startberechtigt.”

Das wären beim letzen Lauf 58 Autos gewesen.

Inklusive GT4 (SP10), aber ohne Cup Porsche (CUP2). Liegt es an der Hektik der Entscheidung? Hat niemand in die Rundenzeitentabelle geschaut? Weil sie keinen glatten Unterboden haben?

Wie auch immer, der DMSB kann jetzt alle Schuld von sich weisen und die OEMs werden Wege finden sich die Funktionäre wieder gefügig zu machen. So kurz vor dem 24h-Rennen.

Aber nicht, um die Nordschleife und den Motorsport zu retten, sondern ihre Geschäftsmodelle.

Tags: DMSB | VLNLangstrecke |


Das war sowas von klar, dass die Springermedien jetzt den Todesfahrer verschlagzeilen.

Jann Mardenborough ist eines der größten Talente des Motorsports und Nissan hat mit seiner Academy einen Weg gefunden, diese Talente zu entdecken. Dass das über die Playstation geht ist überraschend und beeindruckend, aber man steigt nicht vom Sofa auf und fährt dann in Le Mans in einem Prototypen auf’s Podest.

Der 23-Jährige hat sogar so beeindruckt, dass er dieses Jahr den neuen LMP1 Nissan fahren wird.

Und was macht die Springerpresse daraus?

BILD: Horror-Crash auf der Nordschleife | Auto rast Zuschauer tot

(Link)

DIE WELT: Todesfahrer kam durch Playstation-Sieg ans Steuer

(Link)

Mit Journalismus hat das nichts zu tun, das ist ein elendes Hetzergesindel - ohne Rücksicht auf Verluste sabernd und gierig auf der Suche nach Klickzahlen.

Tag: Springer


Samstag, 28. März 2015

Jann Mardenborough bekam bei seinem Flugplatzunfall Unterluft.

Wir kennen die Bilder, wenn die Autos auf der Kuppe vorne abheben. Und bei einem 1.500kg GT Auto ist man wohl davon ausgegangen, dass sie immer wieder runterkommen.

Stellt sich raus das war ein Tanz auf der Rasierklinge und heute ist es schiefgegangen.

Es gibt ein Video und natürlich macht das jetzt einmal komplett die Runde um den Erdball.

Tragischerweise sieht man auf dem Jalopnikfoto, dass sogar hinter den Zuschauern ein Zaun war - man ist an dieser Stelle quasi eingesperrt.

Auf dem Video ist gut zu erkennen, daß der Nissan die komplette Strecke vom Abheben an der Kuppe bis zum Einschlag im Flug zurückgelegt hat:

So sehen eigentlich alle GT3 Autos heutzutage von unten aus:

Die VLN bzw. der ADAC Nordrhein haben sich und die Nordschleife heute ziemlich schach matt gesetzt:

  • behält die Nordschleife ihre Lizenz?
  • ist das 24h-Rennen gefährdet?
  • kann das noch an anderen Stellen passieren? (Schwedenkreuz, Pflanzgartensprung?)
  • betrifft das alle Autos mit Unterboden - also nicht nur die GT3?

Jetzt ist auf tragische Weise die Dose der Würmer (can of worms) geöffnet worden, die man immer ignoriert hat. Unterboden verbieten geht auch nicht, denn die GT3 funktionieren nur so, wie sie homologiert wurden.

Idealerweise hätte man eine Szene, die Autos speziell für die Anforderungen an die Nordschleife entwickelt. Ach stimmt ja - die hat man ja vom Hof gejagt.

Tags: Mardenborough | VLNLangstrecke |


Ein schlimmer Unfall hat die neue VLN Saison schon nach 70 Minuten gestoppt.

Eigentlich hatte ich mich gefreut meinen ersten Blogpost nach längerer Zeit mit etwas Erfreulichem zu füllen - aber das wird im Umfeld des Rings zunehmend schwerer.

Heute haben wir unsere alte Wohnung in Köln an den Vermieter übergeben, um nach 8 Monaten Renovierung unser neues Zuhause zu beziehen. Deshalb kann ich VLN auch nur online verfolgen.

Unterwegs habe ich schon versucht ein paar Infos aufzuschnappen - aber es kam von 11 bis 12 Uhr nur Musik - bittere Umsetzung eines “Livestreams”. Wie man unterwegs das iPhone für VLN Streaming nutzen kann: renn.tv/2269.

Bei Twitter das gleiche Trauerspiel: die VLN hat ungelogen 5 Tweets dieses Jahr abgesetzt - mit “Das Rennen wurde gestartet” hat die Follower für 2015 begrüsst.

Nach 70 Min. ist das Rennen abgebrochen, ich höre dass der Nissan GT3 am Flugplatz über den FIA Zaun in die Zuschauer geflogen ist.

Ganz bittere Geschichte, da hat man sofort einen Kloß im Hals. Als Fotograf geht man freiwillig einige Risiken ein, aber als Zuschauer?!

Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist, wie es sich anhört. Da rollt jetzt schon - nach nur 70 Minuten - eine Lawine auf VLN, Nürburgring und das 24h-Rennen zu: ist die Nordschleife noch sicher genug für GT3s? Sollen GT3s verbannt werden - oder die Zuschauer? Wie sieht es mit der Haftung aus bei einer privat betriebenen Rennstrecke: haftet der Veranstalter oder der Betreiber?

Da wackelt nach nur 70 Minuten schon wieder das ganze Kartenhaus.

UPDATE:

Sehr traurig - bei dem Unfall hat es unter den Zuschauern mehrere Verletzte und ein Todesopfer gegeben (vln.de).

Tags: VLNLangstrecke | N24h |


Freitag, 27. Februar 2015

Präsidiumsmitglied Jutta Beisiegel hat sich mit klaren Worten aus dem DSK verabschiedet.

An sich ist ein Austritt aus dem DSK jetzt nicht so bemerkenswert, dafür kommt das zu oft vor. Aber Jutta war im Präsidium des DSK.

Sie schreibt:

Meine persönlichen Schwerpunkte, wie auch bei der Mitgliederversammlung 2014 dargelegt: „Das Fortbestehen des Nürburgrings in verantwortungsvollen Händen und die Verbesserung der Situation um den Breitensport allgemein + speziell auf der Nordschleife.“

Für mich ist dies eine Herzensangelegenheit. Leider konnte ich die Präsidiumsmitglieder nicht von der Notwendigkeit zum Handeln überzeugen + sehe hier auch kein Licht am Horizont.

Hätte doch bloß jemand vor dem DSK gewarnt!

Sabine kommentiert auch ziemlich trocken und abgeklärt:

Da hast du absolut Recht. Das Ausmaß des Desasters bekommen die relevanten Leute jetzt erst mit… Hoffentlich - aber sei es drum - der Ring hat’s hinter sich. Tausend Dank an die, die mitgekämpft haben!!!! Ein Versuch war es wert! Danke Jutta, ich vermisse dich jetzt schon da oben …

Es gibt nicht viele Zeichen, die wir setzen können. Aber ein DSK-Austritt mit der Begründung den Nürburgring im Stich gelassen zu haben, ist eins von den wenigen, die noch übrig sind.

Tags: DSKeV | Beisiegel | Ziegahn |


Sonntag, 15. Februar 2015

Nordschleife-Einstellfahrten in Zolder.

Bei 1.700,- € (1.400,- € Frühbucher) für einen einzigen Testtag auf der Nordschleife (capricorn NÜRBURGRING GmbH(CNG) Probe- und Einstellfahrt am 14. März 2015) fällt die Entscheidung für echte belgische Fritten leicht:

Trackday Zolder am 26.Feb. 2015 - ohne DB Grenze für 450,- € (bzw. 300,- € nur nachmittags).

Tags: Einstellfahrten | Zolder |


Sonntag, 01. Februar 2015

Glückwunsch Sabine!

Verdient die Fahrerwahl gewonnen! Wenn man sich die Frage stellt: Wer hat der Nordschleife in 2014 seinen Stempel aufgedrückt? - dann führt kein Weg an Sabine vorbei.

Aber auch wenn es darum geht die Nordschleife zu verteidigen führt kein Weg an der Kämpferin vorbei.

Tags: Sabine | Fahrerwahl |


Dienstag, 27. Januar 2015

Jutta Beisiegel sagt der VLN Adieu.

Sie hat sich ihre Entscheidung nicht einfach gemacht:

"Nun wird die Lösung aller Probleme in einer Zusatz-Nordschleifenlizenz (Permit) gefunden. Die Kosten trägt natürlich wieder der Fahrer (wie auch zuvor alle Kosten für GPS usw). Unter dem Aspekt Sicherheit (!!!) ? da kann doch keiner was dagegen haben.

Für mich persönlich habe ich nun die Konsequenzen gezogen, da ich keinen roten Faden erkennen kann, wie die Rennen der VLN sinnvoll auf einen guten Weg gebracht werden können. Die VLN ist für mich nicht mehr attraktiv: Racing mit Spaß vermisse ich schon seit einigen Rennen. Statist für das GT3-Feld: NEIN DANKE."

Man muss die Veranstaltung schon ordentlich gegen die Wand fahren, um eine Herzblut-Rennfahrerin von ihrer geliebten Nordschleife zu vertreiben.

Die GT3 haben gar nicht so lange gebraucht, um die VLN zu vereinnahmen: sie gibt es erst seit 2009.

Auf Facebook zeigen alle Kommentare jedenfalls Verständnis für Jutta’s Entscheidung.

Ich prognostiziere mal, dass da noch einige Teilnehmer und Teams folgen werden.

Denn statt die Probleme im Kern anzupacken, flickt die VLN bzw. der DMSB nur hilflos drumherum. Hektischer und nicht zuende gedachter Aktionismus, der von der Überforderung ablenken soll.

Tags: Permit | Zusatzlizenz | VLNLangstrecke |


Sonntag, 18. Januar 2015

DMSB und Nordschleife.

Die neue Nordschleifenlizenz treibt tolle Blüten: Artur Deutgen wäre z.B. nicht startberechtigt.

DMSB:

“Der Maßnahmenkatalog wurde in enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der VLN und des 24h-Rennens erarbeitet. Ziel war es dabei, die Sicherheit auf der Rennstrecke zu erhöhen, in dem vor allem Nordschleifen-Neulinge besser geschult und intensiver auf die besonderen Gegebenheiten der Nordschleife vorbereitet werden.”

Aber auch sonst ist das Permit ein ziemliches Verwaltungsmonster. Von daher nichts neues für die Lizenzverschickungsorganisation.

Tags: Nordschleifenlizenz | Permit | Deutgen |


Dienstag, 13. Januar 2015

Johannes Stuck versteht die Welt nicht mehr.

Was haben denn auf einmal alle gegen seinen tollen Papa Strietzel Stuck?

Auf Facebook (bzw. für die FB Verweigerer hier als Text kopiert):

“Das Thema dieses Beitrags ist die angespannte Situation rund um den Nürburgring, da wir besonders viele Nachrichten und Beiträge in diesem Zusammenhang erhalten. Viele dieser Nachrichten und Beiträge kritisieren uns persönlich und besonders meinen Vater Strietzel Stuck in Bezug auf ein mangelhaftes Engagement für die Rettung des Nürburgrings.”

Soweit stimme ich da ja noch zu, aber dann wird’s ziemlich haarsträubend:

“(..) nur sehr wenig Zeit geblieben ist, mich mit der Thematik und den aktuellen Geschehnissen zu beschäftigen und somit wäre jeder Kommentar unfundiert und ”Klugscheisserei“.”

“(..) Fakt ist jedoch, dass es keinem gelungen ist diese Rennstrecke profitabel und wirtschaftlich nachhaltig zu betreiben.”

Das ist gelinde gesagt Bullshit. Dazu reicht ein Blick in die historischen Bilanzen. Ohne F1 Zuschüsse und Kafitz Experimente war die Nürburgring GmbH ein gesundes und profitables Unternehmen.

“Ich kann mir leider kein Szenario vorstellen und mir wurde auch noch nie eines vorgelegt, welches den Fortbestand des Nürburgrings sichert (..)”

Noch so ein nächste Klopper.

“(..) Das Schicksal des Nürburgrings liegt aus meiner Sicht nicht alleine in den Händen des nächsten Betreibers, sondern in den Händen der Macher des Motorsports, um die Ränge wieder zu füllen und die Begeisterung für den Motorsport wieder aufleben zu lassen.”

Dieser Zusammenhang erklärt sich mir nicht - der Nürburgring ist ausgebucht!

“Ich freue mich wirklich, wenn Ihr Eure Meinung und Gedanken teilt, mich und meine Ansichten kritisiert, ergänzt oder teilt, (..)”

Na aber immer doch! :)

Ohne das Beck°Werk und Aussaugen durch Richter/Lindner - unterstützt von den Stucks! - wäre der Ring gesund und munter wie eh und je.

“Zum Schluss möchte ich jetzt noch eine Lanze für meinen Vater brechen, der sich dessen sehr bewusst ist, was er dem Sport und der Nordschleife zu verdanken hat und nach bestem Wissen und Gewissen handelt. Um Prozesse anzuschieben und Missstände zu ändern zählt nicht die Lautstärke der Botschaft, sondern der Inhalt!”

Jau.

Hier mal ein Beispiel von bestem Wissen und Gewissen. Und hier, und hier, und hier, und hier, und hier, …

Tags: Stuck | Strietzel | Ringverkauf |


Donnerstag, 18. Dezember 2014

Great 1979 BFGoodrich movie of 24 Hours Race.

Watch the 1st American team to enter the Nürburgring 24 Hours - this was back in 1979. 35 years ago - as you can tell from both the music and the cars.

youtu.be/qNPk_9nxfiQ

I once had this clip on CD, but couldn’t find it anymore - so glad somebody uploaded to youtube (where WTF1 picked it up). The cars are nice little V8s (AMC Spirit AMX, more details here, here and here). Including classy BFGoodrich sponsoring - and driven by “Team Highball” prinicpals Amos Johnson, Dennis Shaw, factory Mazda driver Jim Downing, actor James Brolin, IndyCar driver Lyn St James and journalist Gary Witzenburg:

“Two street-stock cars (both with AMC 5.0 L V8 and four-speed transmission) were supplied to ”Team Highball“ for Group One race modifications less than three weeks before a transport ship would sail to Europe.” (Wikipedia)

Also having a part in the movie is Heinz Hennerici, brother of Günther “Eifelland” Hennerici and grandfather of Marc Hennerici. Watch him explaining the track with one arm while driving - and he only got one arm!

Fantastic movie and great documentary, amazing how little the actual track has changed.

Tags: N24h1979 | Onboard | BFGoodrich | AMCSpiritTeamHighballHennerici |


Mittwoch, 10. Dezember 2014

Otto Flimm legt nach.

Heute hat Otto Flimm zum Pressegespräch nach Nürburg gebeten und - unterstützt auch von einigen Versprengten - die EU Beschwerde von Jzn im Detail begründet.

Sie richtet sich gegen den Verkaufsprozess und da ist einiges an Zunder drin. Wir dürfen froh sein, dass der rüstige Kämpfer für uns und den Nürburgring in den Ring steigt!

“Es ist unsere Auffassung, dass die Europäische Kommission durch die Insolvenzverwalter und die Landesregierung nur unrichtig über ausschlaggebende Fakten informiert wurde.”

Unrichtig informiert. Also ich finde man könnte auch salopp sagen, dass die EU nach Strich und Faden beschissen und belogen wurde. Und das nicht nur einmal.

  • die Zahlungsschwierigkeiten von R.Wild wurden verschleiert
  • Abläufe geheim gehalten
  • Auswahlkriterien erst hinterher bekanntgegeben

Das ach-so-tolle Nürburgring-Gesetz wurde auch treffend auseinandergenommen, denn es hilft nicht

“… wie die Ereignisse des Jahres 2014 mit dem Verlust von Rock am Ring und den Schwierigkeiten der Veranstalter beim Abschluss von sinnvollen Verträgen zeigen.”

Florian Zerfaß hat sich auch nochmal die Mühe gemacht, einen ausführlichen Hintergrundartikel zu schreiben.

Neben JzN befasst er sich auch mit den HIG/Cox und Nexovation Beschwerden:

  • Capricorn wurde trotz fehlender Transaktionssicherheit als Käufer gewählt
  • Nach dem Capricorn-Ausfall haben die Insolvenzverwalter & KPMG das Verkausverfahren wieder ans sich gerissen und eigenmächtig einen Käufer ausgesucht - sogar ein Datenraum sei von KPMG wieder zur Verfügung gestellt worden.
  • Die Treuhänder-Nummer mit der W Special Situations GmbH ist der Hit.
  • “Selbst der Gläubigerausschuss wurde über die Weiterveräußerung der Vermögensgegenstände des Nürburgrings nicht informiert.”

Meyrick Cox redet nicht lange drumherum:

“Aus Sicht unserer Gruppe scheint der einzige Weg, auf dem die Beihilfen beseitigt werden können, der Start eines neuen Verkaufsprozesses zu sein, mit einem anderen Insolvenzverwalter und einem neuen Dienstleister, der den Verkaufsprozess organisiert. Herr Lieser und Herr Schmidt haben gezeigt, dass sie außerstande sind, einen offenen, fairen und transparenten Verkaufsprozess zu überwachen; KPMG hat sich selbst als unfähig herausgestellt, den Verantwortlichen in solch einem Prozess adäquaten Rat zur Verfügung zu stellen.

Oops. Der sitzt.

Allerdings müssen wir Geduld haben. Das Ganze kann sich noch Monate hinziehen, vielleicht sogar bis Ende 2015.

Margrethe Vestager - die neue EU Wettbewerbskommissarin - hat es nicht leicht: entweder lehnt sie die Beschwerden ab und riskiert, dass bei Klagen ihr alles noch schwerer auf die Füsse fällt oder sie setzt den Prozess neu auf und brüskiert ihren Vorgänger Almunia.

Naja, verdient hätte er es, so schlampig wie das durchgewunken wurde im Schulterschluss der Sozis inkl. Sigmar Gabriel - aber ohne ausreichende Prüfung.

Das Gute ist: wir alle können ihr helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

So wie ich gestern solltet Ihr auch ein Schreiben aufsetzen und begründen, warum der Verkaufsprozess wiederholt werden muss und warum der Nürburgring bzw. die Nordschleife für Europa eine so große Bedeutung haben.

Dass die Frau erst seit einem Monat ihr Amt bekleidet müssen wir als Chance wahrnehmen.

Tags: JaZumNürburgring | Flimm | Vestager | Ringverkauf | WiWo | Zerfaß


Dienstag, 09. Dezember 2014

My Open Letter to EU Commissioner Margrethe Vestager.

(Please find the English version further down.)

Sehr geehrte Frau Vestager!

Ich schreibe Ihnen als Bürger von Deutschland, der in Rheinland-Pfalz geboren und aufgewachsen ist und heute in Köln Nordrhein-Westfalen lebt.

Ich bin 49 Jahre alt und seitdem ich einen Führerschein besitze und mobil bin, beschäftige ich mich mit dem Nürburgring und insbesondere mit der historischen Nordschleife als Sportstätte. Rückblickend waren es sehr schöne 33 Jahre - doch die letzten 7 Jahre waren sehr nervenaufreibend und frustrierend.

Der Grund liegt im Freizeitpark-Projekt “Nürburgring 2009”, mit dem man die völlig funktionierende Anlage und deren öffentliche Besitzgesellschaft von 1925 innerhalb von nur 5 Jahren (!) in die Insolvenz getrieben hat.

Von Seiten der Politik gab es leider keinerlei Bemühungen die Rennstrecken vor dem Verkauf in Privathand zu bewahren. Die eingesetzten Insolvenzverwalter haben geradlinig den möglichst schnellen Verkauf gesucht. Als Beobachter bleibt einem nichts anderes übrig, als die Abläufe mit hektisch und chaotisch zu umschreiben.

Als Bürger war es unmöglich Kenntnisse über die im Geheimen ablaufenden Ereignisse zu erhalten. Allerdings haben Presseberichte regelmäßig im Nachhinein Verfehlungen während des Verkaufsprozesses öffentlich gemacht.

Der Nürburgring - und ganz besonders die Nordschleife - sind von hoher weltweiter Bedeutung für Fahrzeugentwicklung und Motorsport. Es gibt keine vergleichbare Anlage auf der ganzen Welt und dieses Alleinstellungsmerkmal hat innerhalb Europas eine hohe Anziehungskraft.

Sowohl die wirtschaftliche Zukunft als auch der Erhalt des kulturellen Erbes sind nur möglich, wenn eine gemeinwohlorientierte Betriebsform gewählt wird. Das Profitstreben eines Privaten bedeuten mittel- und langfristig das Ausbluten der Eifelregion und das Plündern eines kulturell herausragenden Denkmals.

Ich habe auf die Bedeutung schon einmal eindringlich hingewiesen während meines Besuches in Brüssel bei der Wettbewerbskommission am 25.Feb.2011. Gerne stehe ich jederzeit für weiterführende Gespräche zur Verfügung.

Um Ihrer europäischen Verantwortung gerecht zu werden, bitte ich Sie eindringlich die bisherigen Entwicklungen zu überdenken und den Nürburgring-Verkaufsprozess neu aufzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen,
Michael Frison


English version:

Dear Ms Vestager!

I’m contacting you as citizen of Germany, born and raised in Rhineland-Palatinate who is now living in Cologne North Rhine-Westphalia.

I’m 49 years old and since I have my driving licence and thus am mobile, I’m active at the Nürburgring and especially at the historic Nordschleife as sports venues. Looking back this have been great 33 years - however the last 7 years have been very exhausting and frustrating.

The reason is the Leisure Park project “Nürburgring 2009”, with which the absolutely functional property and its public owner company of 1925 have been led into insolvency within only 5 years!

Our politicians unfortunately have made no efforts whatsover to protect the Race Tracks against sale into private hands. The Insolvency Administration has not followed any other options except quickly selling the property. As observer one was left with the only option to describe the process as hectic and chaotic.

As a citizen is was not possible to gain knowledge on the procedures, which were carried out in secret. Only press reports have regulary published misconduct after the event during the sale process.

The Nürburgring - and Nordschleife in particular - are of worldwide importance for Automotive Engineering and Motorsport. There is no comparable site globally and this uniqueness has huge attraction within Europe.

Both the economical future and the conservation of the cultural heritage are only possible within a non-profit-making type of business. Profit seeking ventures of privateers will mid- and longterm lead to bleeding of the Eifel region and plundering of the cultural heritage.

I already had the chance to highlight the special significance during my visit in Brussels at Feb.25th, 2011 at the Competition Department (http://renn.tv/1016). I’m happy to join further discussions any time.

To serve your European responsibility I urge you to rethink the development and start the Nürburgring sale process all over again.

Yours sincerely,
Michael Frison


Die EU hat übrigens 24 Amtssprachen! Wenn Ihr auch Magrethe Vestager kontaktieren wollt:

By the way, EU has 24 official languages! In case you also want to contact Magrethe Vestager:

Adresse:

COMMISSIONER
Margrethe Vestager
European Commission
Rue de la Loi / Wetstraat 200
1049 Brussels
Belgium

Facebook: fb.com/margrethevestager

Twitter: @vestager

Email: margrethe.vestager@ec.europa.eu

Tags: VestagerMagretheVestager | EUKommission | RingverkaufOffenerBrief |


Sonntag, 07. Dezember 2014

Strietzel Stuck kaum zum Aushalten.

Hans-Joachim Stuck - Ihr wisst schon, das ist der, der beim 24h-Rennen auf einem Richter-Lindner-Lamborghini gefahren ist und zum Dank die beiden in der F1 Live-Übertragung als “tüchtige Unternehmer” beschrieben hat - möchte mal eben die Nürburgring-Geschichte umschreiben.

Auf die Frage in seinem Gästebuch (Link/Screenshot), warum er sich nicht für die Nordschleife stark macht:

“(..) Sie können aber sicher sein dass ich an vielen Lösungsvorschlägen aktiv mitgearbeitet habe und auch weiterhin mitarbeiten werde. (..)”

Stimmt:

Wir sind an Dreistigkeit ja schon viel gewohnt von unseren Politikern, aber Strietzel setzt da ganz entspannt noch einen obendrauf.

Im Januar hatte er sich zu dem Thema schonmal geäußert:

wir hätten ja alle keine Ahnung.

Tags: Stuck | StrietzelRingverkauf |


Dienstag, 02. Dezember 2014

Freibrief für Kühl und Hering.

Der Staatsanwalt hat sie vom Haken gelassen:

“(..) hat keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für eine Straftat ergeben. Die Staatsanwaltschaft Koblenz wird daher keine Ermittlungen aufnehmen.”

Da hat der neue Justizminister Gerhard Robbers sich ja glänzend eingeführt und schon dicke Pluspunkte sammeln können!

Wie ich schon auf der SWR Seite kommentiert habe:

“Einen feinen Rechtsstaat haben wir da, wo wir um 500 Millionen Euro und ein Weltkulturerbe innerhalb von 7 Jahren erleichtert werden - und alle machen weiter, als wäre nichts passiert.”

Oder Gerri so: Insider Geschäfte

(Klick! für gross.)

Natürlich phantasieren Grüne und SPD jetzt wieder von dem Märchen, dass das mit dem Nürburgring jetzt dann doch endlich beendet ist - ja, das hätten sie gerne!

Aber zum Glück haben wir Bevölkerung da auch noch ein Wörtchen mitzureden und beendet ist da gar nichts - das hat nichtmal richtig angefangen.

Auch bitter, dass sich das Establishment jetzt darüber freut, dass zwei der ihren angeblich keine Verbrecher seien - damit ist man in der RLP Politiker anscheinend ganz vorne.

Aus meiner Sicht ist nach wie vor nicht geklärt, wieso Hendrik Hering die privat errichteten Immobilien gekauft hat, die sich 4 Jahre später als quasi wertlos herausstellen. Auch das Verramschen der Nordschleife um von der eigenen Schuld abzulenken stellt in meinem Augen eine Riesen Untreue dar.

Der Text der Staatsanwaltschaft liest sich so, als hätten ihn Kühl und Hering selber verfasst. Nur auf das “renomierte” bei “Wirtschaftsprüfungsgesellschaft” hat man verzichtet.

“Auch haben sich keine Hinweise dafür ergeben, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus der Sicht der Jahre 2009/2010 für die Verantwortlichen das Landes oder seiner Gesellschaften erkennbar zu optimistische Annahmen zu dem zu erwartenden Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung am Nürburgring getroffen hätte.”

Ach nein? Das ist ja das Allerneueste. Wer redet denn seit Jahren davon, dass die Zuschauerzahlen erstunken und erlogen sind? Und alle Kalkulationen genau auf diesem Lügengerüst aufbauen?

Keine Hinweise!? WTF!?

Stefan Rota hat am 27.April 2010 klare Worte gefunden in unserer damaligen Pressekonferenz extra in Mainz - hier könnt Ihr Euch den kompletten Mitschnitt nochmal anhören.

“Allerdings ergeben sich aus den hier geprüften Unterlagen keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte dafür, dass die Verantwortlichen die Rechtslage nach dem EU-Beihilferecht in strafrechtlich vorwerfbarer Weise falsch eingeschätzt hätten.”

Das wird ja immer wilder! Einen Monat vorher - im März 2010 - hat Hendrik Hering seine tolle Zukunftskatastrophe in Adenau vor versammelter Bevölkerung vehement verteidigt und ausdrücklich - es sei schließlich Jurist! - die EU Konformität bestätigt. Das kann mir keiner erzählen, dass er nicht genau wusste, auf welch dünnem Eis er wandelte! Auch das könnt Ihr nachhören, wenn Ihr wollt.

“Zu keiner Zeit ist offenbar innerhalb der zuständigen Ministerien das rechtliche Risiko gesehen worden, dass eine Unvereinbarkeit mit EU-Beihilferecht - wie letztlich geschehen - das „Ob“ der Förderung insgesamt in Frage stellen könnte.”

Offenbar? OFFENBAR? Geht’s noch? Wie wäre es denn mal mit ERMITTLUNGEN liebe Staatsanwaltschaft, um das zu prüfen?

Was für eine Frechheit, ein Schlag in’s Gesicht jedes rechtstreuen Bürgers.

“Dies gilt jedoch in erster Linie für wahrheitswidrige oder durch bewusste Weglassungen unvollkommene Unterrichtungen durch die Geschäftsführung, die hier nicht vorliegen.”

“… die hier nicht vorliegen.” Jetzt sparen sie sich das “offenbar” sogar und wollen dadurch ihre Annahme zu einem Fakt machen. Ohne Ermittlungen!

“ Die wesentlichen Entscheidungen wurden hier auf der Ebene des Landes Rheinland-Pfalz getroffen, das Mehrheitsgesellschafter der Nürburgring GmbH war, und dessen Verantwortliche über alle Elemente des „Zukunftskonzepts Nürburgring“ umfassend unterrichtet waren.”

Was die Staatsanwaltschaft alles weiss - ohne Ermittlungen!

“Zusammenfassend hat die Prüfung der hier vorliegenden Unterlagen mithin keine zureichenden tatsächlichen Hinweise darauf ergeben, dass die Verantwortlichen des Landes oder ihrer Gesellschaften vorsätzlich pflichtwidrig fremdes Vermögen geschädigt haben. Von der Aufnahme von Ermittlungen war daher abzusehen.”

Dass die sich nicht schämen, diese Volksverarschung auch noch schwarz auf weiss aufzuschreiben. Willkommen im Unrechtsstaat Rheinland-Pfalz!

Tags: HendrikHeringCarstenKühlGerhardRobbers | Staatsanwaltschaft


Samstag, 29. November 2014

Mikebericht von SWR4 Klartext in Adenau.

Gestern - am Donnerstag - gab es eine Live Radiosendung von SWR4 unter dem Titel Klartext.

Ich hatte im Vorfeld kein gutes Gefühl, denn wir hatten vor 18 Monaten diese Sendung schon einmal - damals in Nürburg - und das war eine sehr peinliche Geschichte.

Um es vorwegzunehmen: diesmal war es eine gute Veranstaltung. Moderator Thomas Meyer hat zwar - wie auch in der 1.Ausgabe - deutlich Partei ergriffen, aber es war so offensichtlich, dass es jedem bewusst wurde. Quasi eine gute Schulung zur Meinungsbildung! Denn normalerweise kommen solche Beeinflussungen viel subtiler daher.

Wilhelm Hahne und Christian Menzel haben einen ganz starken Job gemacht auf dem Podium, während die Vertreter von SPD (Marc Ruland) und Grünen (Nils Wichmann) sich bis auf die Knochen blamiert haben.

Von der CDU war Alexander Licht gekommen - die Opposition hat es in RLP wirklich nicht einfach, aber er hat sich nicht provozieren lassen und ist sachlich mit der Diskussion umgegangen.

Hier könnt Ihr Euch die 2 Stunden komplett anhören:

youtu.be/iAmyK_3Alxo

UPDATE:

Hier auch der Link zur SWR Mediathek inklusive Video.

Ich bin dankbar, dass ich auch zu Wort kommen durfte. Das ist keine Selbstverständlichkeit, immerhin hat man mir den Vorzug gegeben vor den Nisiussen und Sattlers dieser Welt. Bei 1h 24:55 geht’s los, wer will kann über diesen Link direkt dort hinspringen bzw. hier direkt anschauen:

youtu.be/_LBaP-pS2Fs

Die Halle in Adenau war gut …

… und schwergewichtig ;) besucht:

Das Moderatorenteam Steffi Lingscheidt und Thomas Meyer:

Das ist Marc Ratlos Ruhland aus Andernach. Seine Gesichtsfarbe war ziemlich schnell ziemlich weiß und er hatte ein Dauerabo auf am-liebsten-im-Erdboden-versinken:

Zwischendrin hat er immer wieder in seinen Notizen gekritzelt - aber das ändert alles nichts an seinem Totalausfall.

Jetzt könnte man sagen: och, der arme Kerl. Voll ausgenutzt von den SPD Hyänen, haben ihn der Meute zum Frass vorgeworfen.

Auf der anderen Seite möchte ich aber zu bedenken geben: dieser Junge Mann Mensch ist MdL - bei 101 Abgeordneten und 4 Mio RLP’ern vertritt er sage und schreibe 40.000 Leute. Das ist 3x die VG Adenau. Also bitte kein Mitleid - bei soviel Verantwortung sind Könner gefragt und keine Loser.

Obwohl das Ganze ab und zu auch seine komischen Momente hatte:

Der Ernst der Lage war aber allen klar - Christian’s Schild hat die letzten Zweifel ausgeräumt:

Bei Uli Adams muss ich sagen: Respekt! Das hätte ich nicht erwartet: klare Ansage von dem RZ-Mann aus der lokalen AW Redaktion, hat passend zum Abend tatsächlich Klartext geredet.

Da stellt sich für mich dann zwangsläufig die Frage: warum liest man solche Töne nicht in der Rhein-Zeitung?

Auch Hanna Breuer verdient Respekt: morgens eine Elbogen-Operation über sich ergehen lassen und abends die Nordschleife verteidigt!

Wilhelm Hahne hat dann - zur Überraschung des Moderators - unsere sogenannte Demokratie in Frage gestellt:

Ihr könnt das auch nochmal genauer in seinem Eintrag von heute nachlesen.

Ich weiß aus Gesprächen, dass es inzwischen vielen Leuten genauso geht wie mir: das Vertrauen in die Politik ist komplett aufgebraucht. Die Erwartungshaltung ist inzwischen so weit, dass man von Vorteilsnahme und Verbrechern ausgeht und eher überrascht ist, wenn man mal eine fähige Person in der Politik trifft. So weit sind wir schon.

Die Fraktion “Begossene Pudel” durfte nicht fehlen, hier in Gestalt der Bürgermeister Hoffmann (Stadt Adenau) und Nisius (VG Adenau):

Einmal kam während der Sendung das abgegriffene “Jatzt muss doch mal Ruhe einkehren” zur Sprache und die beiden waren unterstützt von Peter Nett tatsächlich die Einzigen, die zum Klatschen angesetzt haben. Was sie dann natürlich schnell wieder sein gelassen haben, als keiner mitklatschen wollte.

Das war für mich so ein Schlüsselmoment, dass ein Umbruch stattgefunden haben könnte. Ich bleib mal vorsichtshalber im Konjunktiv. Aber wenn jetzt die Adenauer ihren Kommunalpolitikern klarmachen, dass sie gefälligst zu kämpfen haben, statt sich mit Milliardären zu treffen oder aus Ja zum Nürburgring auszutreten, dann wäre das zwar spät, aber trotzdem erfreulich.

Hintergangen von den Politikern war es dann wieder am Volk die Stimme zu erheben, Dieter Weidenbrück zum Beispiel, der das Thema Stiftungsmodell in’s rechte Licht gerückt hat.

Mein persönliches Highlight war gegen Ende Alexander Kraß, der den taumelnden Marc Ruland endgültig k.o. knockte. Die Vorgeschichte war, dass Christian Menzel ihm eine glatte 6 gegeben hat für die moralischen Abgründe, die seine SPD vorführt und Marc Ruland meinte entgegnen zu müssen, dass es ihm nicht zustehe Noten zu verteilen. 90 Minuten später stellt sich der Alex als Lehrer vor - legitimiert Noten zu verteilen - und vergibt hochoffiziell die glatte 6 noch einmal. Da war der Saal am Toben - man freut sich inzwischen über jede noch so kleine Genugtuung.

Dieser Marc Ruland übrigens, der Christian Menzel das Recht absprechen will über ihn nach Noten zu urteilen, studiert seit 12 Jahren. In Worten: zwölf. Das sind 24 Semester. Kann man auf seiner Homepage nachlesen. Zitat: “Uni Bonn, Abschluss avisiert”.

Keine weiteren Fragen.

Dank Social Media gibt es natürlich schon jede Menge Rückmeldungen, z.B. diesen lesenswerten hier von Christoph Brune oder die Kommentare bei WsN.

Nach meinem Auftritt meinte ein Ur-Eifler zu mir: “Sie haben mir voll aus der Seele gesprochen - vielen Dank dafür!“ Da war ich sehr gerührt und dankbar für die Rückendeckung, damit habe ich eigentlich nicht gerechnet. Bisher fühlte ich mich eher so wie der Revoluzzer, den man besser zurückpfeift, statt ihn zu unterstützen. Also in Adenau jetzt, nicht in Nürburg.

Als die Sendung vorbei war habe ich mich zu diesem Statement hinreissen lassen:

“Was man einmal einem Eifeler antut, das merkt der sich für’s ganze Leben.”

… das ich aber auch wirklich so meine. Wenn ich die gestrige Veranstaltung mit meinem bisher einzigen anderen Besuch in der Hocheifelhalle vergleiche - nämlich Hendrik Hering’s Vorstellung des Richter-Lindner-Vertrages im März 2010 - dann war da gestern doch einiges mehr an Stimmung. Und das wird noch mehr Stimmung, wenn die Folgen des katastrophalen Ringverkaufs bei den Leuten ankommen. Und das werden sie.

Occupy Nordschleife empfiehlt Malu Dreyer schonmal den Helm anzuziehen, denn der Widerstand nimmt Fahrt auf.

Tags: SWR4 | KlartextHocheifelhalle | Ringverkauf |


Montag, 24. November 2014

Der schlechteste Film der Welt.

Zumindest kommt man sich manchmal so vor, dass man aktuell in diesem sitzt.

Jetzt gibt es auch das passende Filmplakat dazu:

(Klick! für gross.)

Schaut Euch das Plakat genau an - großes Kino! :)

Ja, der Ton wird rauer.

Nein, das kommt nicht überraschend.

(Via Occupy Nordschleife.)


Sonntag, 23. November 2014

SWR 4 Klartext wieder am Ring.

Die glauben anscheinend wir hätten das Schauspiel vor 18 Monaten schon vergessen (damaliger Mikebericht und kompletter Mitschnitt).

Am meisten hat mich damals geärgert, wie sie Otto Flimm abserviert haben und wie die Moderatoren statt neutral zu begleiten die Diskussion massiv beeinflusst haben.

Die neue Sendung ist für nächsten Donnerstag geplant (27.Nov, 19–21 Uhr, Adenau Hocheifelhalle).

Das Podium lässt leider wenig hoffen: 3 x Politiker und der Axel Heinemann. Die SPD hatte zuerst Carsten Pörksen geschickt, aber der hat wohl zuviel Schiss vor den Versprengten. Jetzt kommt für ihn Marc Ruland - komplett unbedarft was den Ring angeht und auch aus Andernach wie Clemens Hoch.

Leider niemand, der die Bevölkerung, die Anwohner, die Unternehmer, die Sportler und Rennfahrer, die Veranstalter, die Historiker, die Anhänger der Nordschleife, die Gegner des Verkaufes oder andere Betroffene vertreten dürfte.

Ich werde trotzdem da sein und versuchen ausreichend Redezeit zu bekommen und es wäre natürlich gut, wenn der Verkaufsprotest gut hörbar vertreten ist - das ist eine Radio Livesendung.

Die laufen dann wieder mit Mikrofon rum und dann “darf man Fragen stellen”. Nur damit die Rollenverteilung schonmal vorab geklärt ist - das an sich ist ja Frechheit genug.

So soll unsere Lautstärke kleingehalten werden. Hendrik Hering hat es längst nicht mehr nötig, irgendeinen Dialog einzugehen - da wird dann auf Facebook großzügig gesperrt. Das kann der Landesverband der SPD inzwischen auch ganz gut, sperrt Kritiker einfach aus. Oder lässt die Polizei auffahren, wenn man ihnen zu nahe auf die Pelle rückt.

Wenn wir uns diesen Umgang gefallen lassen, dann haben wir es auch nicht besser verdient. Ich warte ja noch auf den Tag, wenn Adenau geschlossen auf den Putz haut. Aber der Guido Nisius trifft sich lieber mit dem Milliardär Chartonin, damit kein Zweifel an seiner Demut aufkommt.

Manchmal habe ich den Eindruck, die VG Adenau sehnt sich den Feudalismus aus dem Mittelalter zurück - die Zeichen dafür stehen aktuell ganz gut.

Das letzte Mal in der Hocheifelhalle war ich übrigens an jenem traurigen Tag, als Hendrik Hering versucht hat, die Richter-Lindner-Verpachtung zu verkaufen.

Tags: Klartext | SWRKlartext | Hocheifelhalle |


Mittwoch, 19. November 2014

Heute ist Ringtrauertag.

Genau vor 7 Jahren wurde der Bau des Freizeitparks vom Aufsichtsrat der Nürburgring GmbH beschlossen (Ingolf Deubel, Jürgen Pföhler, Roland Härtel, Carsten Kühl).

Herzliches Beileid liebe Nordschleife.

Tags: Erlebnisgrab | DeubelPföhler | HärtelKühl |


Sonntag, 09. November 2014

VIDEO: Nordschleife Touri Onboard 1979.

1979, das war kurz bevor die Bauarbeiten für die GP Strecke begonnen haben. Soviel hat sich garnicht geändert in den letzten 35 Jahren.

Leider kann man nicht rausfinden, wer der Fahrer ist oder womit da gefahren wird (kein Ton), aber die Linie ist schön flott und flüssig:

youtu.be/zmap6LIDr8c

Was sofort ziemlich krass auffällt: keine Graffitis!

Wunderschönes historisches Material, via bridgetoganty.com.

Tags: Onboard | historisch | Touristenfahrten |


Donnerstag, 30. Oktober 2014

Der Russe kommt.

Das ist der Super GAU für unser Kulturdenkmal:

Der Nürburgring hat einen neuen Eigentümer: Der russische Milliardär Viktor Charitonin kauft sich nach Informationen der WirtschaftsWoche anstelle des in Schieflage geratenen Düsseldorfer Automobilzulieferers Capricorn bei der Rennstrecke ein. (..) Der 41 Jahre alte Russe ist Großaktionär und Aufsichtsratschef des Unternehmens Pharmstandard, das er 2003 gemeinsam mit dem Oligarchen Roman Abramowitsch gegründet und inzwischen zum größten heimischen Arzneimittelhersteller in Russland ausgebaut hat. Sein Vermögen verwaltet er unter anderem über zwei Briefkastenfirmen auf Zypern. Das Magazin Forbes listete ihn 2013 mit einem geschätzten Vermögen von gut einer Milliarde Dollar auf Platz 1342 der reichsten Menschen der Welt.

Das muss man sich mal reinziehen: 500 (!) Mio Euro Steuergeld versenkt UND das weltbekannte Denkmal Nordschleife an einen russischen Privatier verschachert.

Erstaunlich viel Chemie im Spiel bei diesem Geschäft: Kurt Beck wird geschmiert als Berater bezahlt von Boehringer Ingelheim, Axel Heinemann ist von Haus aus Berater in der Pharmaindustrie und Viktor Charitonin ist Großaktionär von Russlands größtem Pharmakonzern (Pharmstandard). Das ist doch kein Zufall!

Und was haben sie getönt, um das Volk bei Laune zu halten:

Februar 2013:

Sachwalter Jens Lieser betonte: “Es ist kein Oligarch oder reicher Scheich darunter, der eine Privatrennstrecke will, sondern alle haben eine Beziehung zum öffentlichen Rennsport.”

Und die Verbrecherbande Volksvertreter verkaufen das auch noch eiskalt als gute Nachrichten. E-kel-haft!

Ein weiterer schwarzer Tag für unsere Nordschleife, es ist tatsächlich mal wieder noch schlimmer gekommen.

Otto Flimm kocht vor Wut:

"Die Landesregierung muss dem unkontrollierten Treiben der Insolvenzverwalter unmittelbar Einhalt gebieten. Über ihre Vertreter im Gläubigerausschuss muss sie alles tun, um diesen Ausverkauf zu stoppen.“ Alle, die eine Beziehung zum Nürburgring haben, müssen nun auf die Barrikaden gehen, um diesen bisher unvorstellbaren, größtmöglichen Schaden vom Nürburgring abzuwenden!

In zwei Wochen wäre eine gute Gelegenheit, um Dampf abzulassen. In Mainz!

Tags: Ringverkauf |