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Mittwoch, 01. Juli 2020

Nordschleifewerbung ist wieder opportun.

Wisst Ihr noch - damals - als STR industrielle Mitstreiter suchte und alle einen Riesenbogen um das Thema Nürburgring gemacht haben?

Nun, diese Zeiten scheinen vorbei, denn die Leute haben ein kurzes Gedächtnis und die Nordschleife ist wieder gesellschaftsfähig. Das lassen sich die Marketingleute nicht zweimal sagen und schöpfen aus dem Vollen:

Auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings demonstriert das stärkste und schnellste jemals für den Straßenverkehr zugelassene Modell der britischen Traditionsmarke das vollständige Potenzial seiner mit Rennsport-Knowhow von John Cooper Works entwickelten Antriebs- und Fahrwerkstechnik.

Sie scheinen allerdings etwas berauscht von ihren eigenen Texten:

Seine eigentliche Bezeichnung verdankt der „Ring“ natürlich der im 12. Jahrhundert erbauten Nürburg, die heute auf einem Hügel inmitten der Nordschleife liegt. Der schönste Blick auf die Ruine der Burg ergibt sich in der gleichnamigen Ortschaft unweit der Zufahrt zur Rennstrecke. Ansonsten ist es der neue MINI John Cooper Works GP, der schon bei der Anreise zur sogenannten Touristenfahrt über die Nordschleife zum Fotomotiv wird. Je näher er dem „Ring“ kommt, desto mehr Motorsport-Enthusiasten stellen mit Begeisterung und gezückten Smartphones fest, dass ihnen gerade eine echte Rarität begegnet.

Ich kenne nur einen Mini, der am Ring oft fotografiert wird, und der ist ringminiblau.

Ist ja auch kein Wunder, am Ring ist quasi Sportwageninflation, da dreht man sich nichtmal mehr nach einem GT3 RS um (heißen die so?).

Während des Spurts in Richtung Tiergarten vergehen 5,2 Sekunden, bis im digitalen Instrumentendisplay das Erreichen der Tempo-100-Marke angezeigt wird. Ein Vierzylinder-Turbomotor mit 225 kW/306 PS und einem maximalen Drehmoment von 450 Nm erzeugt diesen unwiderstehlichen Vorwärtsdrang. An die mit modellspezifischen High-Performance-Reifen bestückten Vorderräder gelangt die geballte Kraft über ein 8-Gang Steptronic Getriebe, das mit einer integrierten Differenzialsperre dafür sorgt, dass das Antriebsmoment verlustfrei in begeisternde Performance umgesetzt wird.

Die texten sich tatsächlich in diesem Stil einmal um die Nordschleife. Ich hoffe für die Marketingabteilung, dass sich die beworbenen Ringtool-Qualitäten auch so bewahrheiten, denn nach solchen Ansagen darf sich niemand wundern, wenn das Auto auch mit hoher Erwartungshaltung am Ring als Tool eingesetzt wird.

Geht aber noch weiter aus München, denn zeitgleich gibt es dieses Video vom neuen M4, das einen im Prototyp noch während der Entwicklung und den Abstimmungsarbeiten über die Nordschleife kutschiert.

Da scheinen endgültig alle Hemmungen zu fallen. War irgendwas?

SaveTheRing | Werbung | Insolvenz | Ringverkauf | Flimm |


Dienstag, 26. November 2019

Glickenhaus Buggy gewinnt die Baja 1000. Als Vorletzter.

Vor einem Jahr hat Jim Glickenhaus den SGC 2DR Boot als Konzept vorgestellt - jetzt hat er schon Klassensieg bei der Baja 1000 eingefahren.

War nicht sooo schwer, weil der einzige Konkurrent - ein Ford Bronco Prototyp - ausgefallen ist. Im Gesamt ist der Glickenhaus-Buggy als 123. Vorletzter geworden. Aber sie haben das Ziel gesehen und sind sogar auf Achse an- und abgereist.

Inspiriert wurde das Projekt übrigens von Steve McQueen, der den originalen Baja Boot vor 50 Jahren rennmäßig eingesetzt hat. Und den Jim Glickenhaus 2010 ersteigert hat.

Ohne Jim Glickenhaus wäre die Welt inzwischen um einige automobile Sensationen ärmer!


Montag, 01. Juli 2019

Carlin Dunne beim Pikes Peak tödlich verunglückt mit Ducati V4 Naked Prototyp.

Pikes Peak war in älterer (Audi Quattro) und jüngerer Geschichte (VW Elektrorenner) immer ein lohnendes Ausflugsziel für den VW Konzern. Der Über-919 Porsche wäre da sicher auch gefahren, wenn nicht das VW Batteriewagenprojekt schon geplant gewesen wäre.

VW's Motorradableger Ducati war dieses Jahr dran, wollte mit der gerüchteten Naked-V4 ordentlich Schlagzeilen machen. Das Bike ist der Hammer, unverkleidete Superbike bzw. MotoGP Technik - so wie man es sich wünscht.

Für den Ritt engagiert wurde Carlin Dunne, der hat das Bergrennen schon 4x gewinnen können ('11, '12, '13 und '18), war 2012 der Erste unter 10 Minuten - auf Ducati. Und 2013 mit dem Lightening Elektro-Bike nur 7/10tel über der 10 Minutengrenze.

Tragischerweise ist Carlin Dunne gestern - nur ca. 20 (!) Meter vor dem Ziel - tödlich verunglückt.

Hier ein Tribute-Video, da liegt noch ziemlich viel Schnee an der Seite und die Fahrer haben teilweise dicke Jacken über dem Lederkombi. Nicht die besten Bedingungen.

PikesPeak | Ducati | Dunne | Volkswagen |


Mittwoch, 01. Mai 2019

Honda stellt elektrischen Crosser vor.

Die japanischen Giganten wachen so langsam auf - hier der Prototyp in Action - sieht schon ziemlich reif aus:

youtu.be/Yj3U3G75QuY

Ist ungewohnt, aber hat was.

Der Klassiker am Anfang: ein Fotograf peilt nicht, dass der gerade losfahren will - will beinahe umgesäbelt. Silent Power.

Honda | Elektro | Motocross | Prototyp |


Montag, 21. Mai 2018

Besuch bei der Formel E und dem Berlin Grand Prix.

So eine Email hat man auch nicht alle Tage im Posteingang und beinahe hätte ich sie sogar in den Spam-Ordner verschoben:

Wir laden Sie herzlich ein zum Formel E Berlin E-Prix, auf dem Gelände des Berliner Flughafen Tempelhof, am 18. und 19. Mai 2018. Bitte geben Sie uns zeitnah eine Rückmeldung, ob Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten.

Wo ist der Haken? Die Mail kam mit freundlichen Grüßen aus Zuffenhausen - von Porsche und wie sich rausstellte völlig hakenlos. Im Gegenteil.

Aber wieso Porsche? Die fahren doch noch nicht in der Formel E mit? Kommen auch nicht nächste Saison, sondern erst übernächste!?

Egal - dachte ich mir - ich werde es in Berlin schon rausfinden - schauen wir uns den Spaß einmal an. Wobei ich das 24h-Rennen noch halb in den Knochen hatte (Do, Fr, Sa) und außerdem am Donnerstag noch Hondas in allen Gewichtsklassen durch die Gegend scheuchen durfte.

Und nachdem ich am Ring viel gelaufen und in Erlensee viel gefahren war, durfte ich in Berlin mal Passagier spielen. Ein Panamera Turbo S stand zur Abholung bereit und wie es sich gehört für einen Formel E Event gleich in der Hybrid Version:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Blenden wir mal für einen Augenblick die Kostenseite aus - das ist schon ein schwer beeindruckendes Automobil, wenn man mal die Gelegenheit hat in einem mitzufahren. Hat auch eine erwähnenswerte elektrische Reichweite von 40–50 km mit voller Batterie, die immerhin 14 kWh Energie bevorratet. Kann man extern laden (Plug-In) und lädt sich auch während der Fahrt relativ fix auf. Und Rekuperation gibt es auch.

Wisst Ihr noch die Porsche-Austellung in Berlin, die ich im Blog hatte? Das hätte ich damals beim Schreiben auch nicht gedacht, dass ich mir das selber anschauen könnte, aber es war unser erster Programmpunkt.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das ist der Bugatti-Motor. Der hat nicht einen, sondern 2 dicke Turbos:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Pro Seite!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Also insgesamt vier ausgewachsene Aufpuster - das ist doch mal Boost.

Ist eine witzige Ausstellung, aber nur noch diesen Monat. Der Grund für die Austellung:

Am 8. Juni 1948 erhielt der erste Porsche-Prototyp mit der Fahrgestellnummer 356–001 seine allgemeine Betriebserlaubnis. Es war die Geburtsstunde einer Marke, die seit 70 Jahren weit mehr als nur Automobile produziert.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Der Mission E war auch da:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und wie man sieht hat der Wagen sogar schon Patina:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und ein Easter Egg:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und dicke 22-Zöller:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Mark Webber war vor Ort:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und hat erzählt, dass er kürzlich auch schon Mission E gefahren ist.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Hier ist Mark’s Bericht inklusive Video!

Rod Chong probiert eine Virtual Reality Brille aus, mit der man sich das Antriebssystem im Panamera Hybrid erklären lassen kann:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Rod kannte ich von früher, als er noch bei Speedhunters / EA war - da hat er mir mal die Gelegenheit gegeben die Situation am Nürburgring zu erklären. Das war 2012 - kleine Welt! Und schön sich mal in echt zu treffen.

Am nächsten Tag war aber dann Rennstrecke angesagt - bzw. Flugplatz Tempelhof:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Sogar ein klitzekleiner Hinweis auf Porsche war zu finden:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Außerhalb des Geländes haben die Berliner eine riesengroße Ovalbahn, auf der sie mit allem möglichem rollenden Gerät unterwegs waren - sowas würde ich mir für zuhause auch wünschen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Als ich relativ früh morgens ankam, war es noch ruhig:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Sollte sich aber bald ändern - später waren die Eventflächen, das Fahrerlager und die Tribünen rappelvoll:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Denn alle waren gekommen, um die Formel E zu sehen - mitten in der Stadt:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Eigentlich wollte ich mit dem Gehörschutz einen Gag machen - hatte ich mir zuhause schon überlegt:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Aber dann habe ich Zuschauer mit Ohrstopfen gesehen und wurde stutzig. Und tatsächlich - die Autos sind ziemlich laut. Das Geräusch ist schwer zu beschreiben - eine Mischung aus Zischen und Pfeifen - aber alles andere als leise. Und dazu die Boxen mit Kommentar und Musik - die waren so laut, dass ich echt froh war den Hörschutz dabei zu haben. Die sind übrigens Maßanfertigung und super komfortabel - da wollte ich mal einen eigenen Artikel drüber schreiben - watch this space.

Bei den Zuschauern sind einige Pros dabei - dieser hier hat schon jedes Rennen in Berlin besucht und konnte mir Anfänger alles beantworten. Und er hatte einige Utensilien, die noch auf ein Autogramm warteten.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Aber auch sonst gab es viel zu sehen und zu entdecken, selbst der Nürburgring hat sich eingeschlichen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Der schicke Audi aus der virtuellen Rennwelt - in der Realität angekommen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Die Official Cars ungewohnt, aber elektrisch:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Skurril den Maibaum erklärt zu bekommen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und den Naschtisch bei den VIPs versteckt in der Dunkelkammer:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Viele Anbieter haben die Gelegenheit genutzt sich in dem Umfeld zu präsentieren, z.B. dieses witzige Unimoke Fahrrad:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Sind Berliner

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und konnte man auch probefahren:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Wie man so einiges fahren konnte. Für Kinder:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und Erwachsene:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das mit der Kartbahn zeigt mal wieder, wie unsinnig und kurzsichtig die ganzen fixen Installationen am Ring sind mit ihrem riesigen Investionsvolumen. Heutzutage baut man sowas temporär dort, wo es gebraucht wird.

Hier wurde auch ein Fahrer gesucht, aber bei dem Einsatzgebiet bin ich mir nicht so ganz sicher:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Seit dem StreetScooter bin ich ja DHL Fan - es ist sehr beeindruckend eine so große Firma zu sehen, die es schafft Innovationen zu entdecken, zu fördern und auf den Markt zu bringen.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Die hatten dort auch ein neues Lastenrad in Kooperation mit einem holländischen Hersteller und ich muss ja alles Mobile auszuprobieren, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Die T-Shirt Farbe passt ja schonmal. Muss ich mir merken, falls ich mal auf Jobsuche bin!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Oh oh - Mellowboard - Pulsschlagverdopplung!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Ich erkläre das mal: mein Ideal der mobilen Fortbewegung ist ein elektrisches Skateboard, weil es klein, schnell und trotzdem ausdauernd ist. Das Problem: die Dinger sind noch sauteuer und man braucht ein paar Skills, um am Zielort und nicht im Spital anzukommen. Auf meinem Weihnachtswunschzettel vor ein paar Jahren stand ein kleines Pennyboard, das ich auch bekommen habe. Und mit dem ich seitdem mehr oder weniger erfolgreich übe. Und darauf warte, dass die elektrischen Versionen im Preis fallen. Oder ich vielleicht mal irgendwo ein elektrisches Skateboard ausprobieren kann.

Und da ist dann auf einmal dieser Mellow-Stand vor mir - da war klar: jetzt wird es ernst!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das Ding ist der Hit - Johannes Schewe, Gründer und CEO - hat sich viel Zeit genommen alles zu erklären:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und dann bin ich tatsächlich gefahren!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das Ding geht stramm zur Sache, traut man dem kleinen Apparat nicht zu. Jedenfalls schneller, als es für mich vernünftig wäre. Da waren andere sicherer unterwegs und haben direkt mal das Aufgabengebiet erweitert:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Danke Johannes für die geduldigen Erklärungen - ich bin jetzt Fan:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Leider richtig teuer das gute Stück mit knapp 2.000 € - aber inzwischen bin ich überzeugt, dass es sein Geld wert ist. Super hochwertig und durchdacht, läuft fast unhörbar leise mit Direktantrieb - genau mein Fall, ich fürchte ich muss das haben.

Zurück beim Sport war Formel 1 Weltmeister Nico Rosberg oft umlagert und beliebtes Selfie-Opfer. Das war ziemlich lustig, denn er schnappt sich dann immer das Handy der Jagenden und macht das Foto selber - ich schätze er hat rausgefunden, dass das dann schneller geht und ist ja auch ganz cool zu wissen, dass er das Foto gemacht hat:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Zwei Monegassen unter sich:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Selbst El Presidente gab sich die Ehre - der Stellenwert der Formel E ist überall zu spüren:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Nico war aber nicht nur zum Gucken da, denn das Generation 2 Auto …

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… wurde zum ersten Mal fahrend ausgeführt - von Nico Rosberg:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Nico hat die Ausfahrt schon verarbeitet in seinem Vlog - passend zum Porsche Bezug startet die Sequenz bei 9:11:

youtu.be/XyxVnW-YBKM?t=9m11s

Von der Formula E Orga gibt es auch ein Video dazu.

Spannend auch das Roborace Projekt - hatte ich ja schon öfter hier im Blog.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Jetzt war die Gelegenheit alles erklärt zu bekommen …

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und Timo hat sich die Mühe gemacht:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das Team ist gut im Stress alles fertig zu bekommen. Das Problem sei dabei nichtmal die Schwierigkeit der einzelnen technischen Herausforderungen, sondern vielmehr alles zusammenzufügen und Kontrolle über die Komplexität zu erhalten.

Sie hatten in Berlin einen kleinen Wettbewerb, wo auf der Strecke zwei Teams gegeneinander angetreten sind. Ich dachte immer, die Autos würden mit AI gesteuert, aber es sind vielmehr Algorithmen, die von konkurrierenden Teams unterschiedlich umgesetzt werden. Am Ende fährt das Auto aber nach wie vor autonom, es wird also nicht einfach nur die Strecke einprogrammiert.

Und da es Traditionen zu wahren gilt, gab es wie beim Hondafahren auch in Berlin einen schönen Stickertausch - diesmal mit Roborace-Rod:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Daniel Abt hatte beim deutschen Heimspiel eine große Fangemeinde:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… konnte nach Pole auch das Rennen für sich entscheiden. Es wurde sogar ein Audi-Doppelsieg.

Hier sind die Race-Highlights im Video:

youtu.be/X_A-cUtbgSQ

André Lotterer hätte ich es auch gegönnt …

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… aber er kämpft noch weiter nach vorne zu kommen.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Der André ist ein gutes Stichwort, denn beim Abendessen mit den Porscheleuten kamen wir auch auf die Rekordrunde in Spa zu sprechen. Da ist nämlich nicht nur das Auto am Limit, sondern auch der Fahrer. Die hatten alle mächtig Respekt vor der Nummer, es stehen ab und zu immerhin 5G auf der Fliehkräfteuhr. Leider können wir auf das Onboardvideo lange warten: keine Kamera im Auto.

Pikes Peak war für den Chef–919 übrigens auch im Gespräch - eh klar. Aber das ist inzwischen konzernintern schon besetzt - schade.

Und extra zur Gestaltung meiner eleganten Übergänge war Maren Braun auch in Berlin:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und Fritz Enzinger, der inzwischen den Motorsport für die gesamte Volkswagen-Gruppe leitet:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Lange nicht getroffen habe ich Romolo Liebchen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Meiner Meinung nach ist er der Grund, warum BMW Motorräder vom biederen Rentnerboxer inzwischen zum gefragten Rennmotorrad avanciert sind. Mit einer privat eingesetzten BMW Boxer in der Motorrad-Langstrecken-WM hat er den Münchnern gezeigt, dass es geht. Zum Beispiel mit einem Sieg in der Proto-B-Klasse, bei der auch ein gewisser Christian Kohlhaas mitgewirkt hat.

BMW ist inzwischen die Marke, die es zu schlagen gilt - aber Romolo’s Initialzündung kaum bekannt. Schön, dass er wieder an den Rennstrecken anzutreffen ist - bekleidet bei Audi Sport jetzt das Amt als Leiter Beschaffung, Qualitätssicherung und Partnerschaften. Da kann ich mir vorstellen, dass einige Lieferanten in’s Schwitzen kommen, wenn er anfängt Fragen zu stellen.

Nicht in Frage stellen lässt sich die Bedeutung der Formel E, wenn jetzt sogar schon WTF1 vor Ort ist:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und das ist Matt, arbeitet im Porsche Drive Tribe Team:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das war ganz lustig, denn als Mark Webber dieses Video für Drive Tribe auf der Heimfahrt zum Hotel gemacht hat, saß ich im Sitz daneben :)

Das ist der Formula Student aus Zürich - 4 Radnabenmotoren, die je nur 3 kg wiegen, aber jeweils 50 PS haben. Nicht schlecht für ein 180 kg Fahrzeug!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und der Jaguar I-Pace eTrophy Renner wurde vorgestellt:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Da bin ich sehr gespannt, wie der performt. Ernstzunehmender elektrischer Rennwagen!

Hier habe ich noch Ergebnisse meiner eigenen Selfie-Jagd: der Zuschauer, der mir so viel erklärt hat (und dessen Namen ich vergessen habe), Volker Strycek und Jürgen Vogel - beide Meister ihres Fachs und wusstet Ihr, dass Volker an der Uni in Berlin Vorlesungen gibt? Schon seit 2006.

Wenn Euer Bilderbedarf noch nicht gedeckt ist - hier noch eine Galerie vom Event:

Das liebevolle und gemütliche Hotel, in dem wir untergebracht waren, ist das Orania - hat erst im August 2017 eröffnet. Und eine eigene Galerie verdient:

Mitten in Kreuzberg - daher auch die eingeschlagenen Fenster. Sie hätten sie längst repariert, aber der Staatsschutz ermittelt und das dauert. Ich finde es authentisch - aber ziemlich schwierige Fotografieraufgabe!

Diese Leihräder findet man oft in Berlin - Megadesign für meinen Geschmack. Sehr clean - alle Züge innenliegend und das Ganze mit einem Art Kardan als Antrieb. Dadurch vorne und hinten “Lefties”. Und Aluminium mit ansehnlichen Schweißnähten:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Ich hatte zeitlich noch etwas Luft nach dem Renntag, also bin ich noch durch die Gegend gezogen und habe mich in Street Photography erprobt:

Am Sonntag war dann Rückflug - und ich wurde wieder am Hotel abgeholt. Durfte sogar selber fahren!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

In einem Tunnel wollte ich einen Soundcheck machen, also gucken ob hinten frei, Fenster runter, Getriebe auf manuell, Modus Sport+, 1.Gang - Vollgas!

Herrjeh - der war so schnell im Begrenzer, so schnell kam ich im Denken gar nicht nach! Hätte ich vielleicht mal vorher in die Spec schauen sollen: 680 PS, Drei Komma Vier auf Hundert. Jau, kann ich bestätigen. Das drückt nicht, das explodiert! Und ich dachte Hybrid sei was für Rentner, großer Irrtum.

Vom Flieger aus konnte man nochmal auf das Gelände schauen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und das große Freizeitoval, wo die Leute geradelt und geskatet sind.

Am Flughafen hatte ich dann noch versucht Prinzessinnen oder Einhörner zu finden, aber ich schwöre die waren aus:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

FormelE | Mikebericht | Berlin | Porsche |


Montag, 27. November 2017

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Eigentlich war ich ja erst vor 2 Wochen auf der Messe Köln - zur Motorsport Expo. Aber wenn sie einem schon die Messen nach Hause tragen, dann nehm ich das natürlich mit.

Die Retro Classics war noch nie in Köln und wurde auch von der Messe Stuttgart durchgeführt - bzw. dort musste ich mich akkreditieren.

Bei einer Stadt mit soviel Benzin im Blut - was kann da schon schiefgehen?

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Das Problem war: man konnte sich stundenlang bei den einzelnen Exponaten aufhalten.

Ob Unimog:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… oder Lanz Bulldog - nach meiner 1.Stunde war ich erst einen Messestand weit gekommen.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Diese wuchtige Maschine hat mich mächtig in ihren Bann gezogen - es ist ein mobiler Dampfmaschinenantrieb.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Von Lanz. Und kann man sogar kaufen.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Und an dem Stand wurde man in feinstem Eifler Dialekt über die technischen Raffinessen des Monsters aufgeklärt. Wie z.B. die Holzsorte der Bremsbeläge.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Das Schöne ist, dass man die Firma auch besuchen kann: Herbert Durben residiert in Rüber und Samstags ist Besuchstag.

Sie hatten aber noch was Feines an dem Stand, nämlich dieses Kettcar:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Mit verstellbarer Lenksäule:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… und einstellbarem Sitz:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Natürlich auch einstellbarer Power:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Da haben schon einige Artisten dran gedreht:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… und es gibt sogar einen Ken Block Hebel:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

MADE IN HOLLAND sieht man auf Reifen auch eher selten - könnte noch die Originalausrüstung sein:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Natürlich konnte man das Exponat direkt vor Ort probefahren:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Der kartende Sprössling gehört übrigens zu Hobscotch - einem bloggenden Kölner, mit dem ich in’s Gespräch gekommen bin. Schaut Euch mal bei ihm um - hobscotch.de - hat interessante Themen am Start. Hier ist er im Einsatz:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

So richtig vorwärts gekommen auf der Messe war ich zwar noch nicht - war aber auch nicht schlimm, es gab immer was zu gucken und zu erzählen. Zum Beispiel diese Isetta, die keine Isetta ist sondern ein BMW 600:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Wer errät denn die Funktion dieses Schlüssels?

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Und Automatik war das seltene Stück auch noch:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Das Ganze auf zierlichen 12 Zoll Reifen rollend:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Weiter bei BMW das hier - und ich dachte: Faltenbälge habe ich auch lange nicht mehr gesehen.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Bei dem BMW 600 hörte ich von einem elektrischen Microlino, der um die Ecke stehen soll. Nix wie hin:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Stellt sich raus, der ist von der schweizer Firma Micro Mobility Systems, von der wir auch Tretroller hier zuhause im Einsatz haben.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Dieser Tretroller ist allerdings elektrisch und zaubert stramme 500 Watt an das unauffällige Hinterrad:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Ihr wisst schon was jetzt kommt:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Hört auf den Namen eMicro One und im Fahrerlager wohl kaum zu übertreffen. Reichweite in etwa so viel wie er wiegt und ist mit 7,5 kg sehr leicht.

Den Microlino konnte ich leider noch nicht probefahren - aber probesitzen ging:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Das ist der erste Prototyp - ist ein schickes Auto:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… und die Ursprünge unverkennbar:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Soll 15kW bekommen, ist vorbestellbar und schon im Frühjahr soll die Auslieferung beginnen: microlino-car.com.

Der Urahn - also die Isetta - ist kein Bug, sondern ein Feature. Das sei auch OK, weil wenn ein Patent bzw. ein Design 50 Jahre nicht genutzt wurde, entfällt es. Da hat sich BMW offensichtlich gut den Rang ablaufen lassen.

Direkt neben dem zierlichen Microlino hatte Tesla sein Model X aufgebaut:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Schöner elektrischer Kontrast:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Für mich steht die Testfahrt im Tesla immer noch aus - der extravagante Siebensitzer hat mich wieder daran erinnert.

Zurück zum eigentlich Thema der Messe habe ich aber ganz schnell wieder gefunden:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Der schicke Kremer Porsche powered by dp Motorsport hat eine irre Präsenz:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Und wenn ein Aufkleber seit den 70ern im Einsatz ist, darf er sich ruhig etwas Patina zulegen:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Ich habe sogar noch ein zweites N gefunden - ebenfalls auf einem Kremer Porsche:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

So nahe am Auspuff kommt es gut in’s Schwitzen - hält aber tapfer durch.

Porsche gab es auf der Messe natürlich einige - einer schöner als der andere:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Wobei inzwischen auch die Zettis so langsam auf die Ausstellungsfläche finden:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… zumindest für die armen Säcke, die sich keinen M1 leisten können:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Der hatte damals übrigens schon WLAN:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Manchen Gebrauchtwagenhändlern sieht man ihren Beruf schon auf den ersten Blick an:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… bei manchen Gebrauchtwagen das Alter aber erst auf den zweiten oder dritten Blick:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Bei dieser Zündapp wurde ich stutzig:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Erstmal, weil sie so neu war - und dann wegen der Wasserkühlung. Aber als ich die Pedale gesehen habe, wusste ich nicht mehr weiter.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Stellt sich raus, das war ein spezielles Modell für Holland, da galt das dann als Fahrrad. Hätte ich auch selber drauf kommen können. Absolute Augenweide - muss aber erst noch eingefahren werden:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Es wurde dann doch noch etwas sportlicher - ich kann ja auch nicht raus aus meiner Haut:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Bei diesem Formel 1:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… sehe ich im Hintergrund auf einmal diesen Herren:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… und es stellt sich raus, dass Formel 1 und Marco Werner zusammengehören: es ist sein eigener. Er hat schöne Geschichten erzählt - von damals und heute - und das Permitgedrisse geht ihm genauso auf den Sack wie mir. Den Formel 1 hatte er sich heftiger vorgestellt - da merkt der LMP1 Fahrer dann auf einmal, dass die Prototypen schon irre schnelle Fahrzeuge sind.

Auch wenn es im Cockpit ziemlich eng zugeht:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… das Gerät ist der Hammer:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Als dann auch noch die Schillers aufgeschlagen sind:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… war für mich klar: mehr Messestände sind heute nicht mehr drin.

Fabian hat eine beeindruckende Saison hingelegt - und in der Blancpain Sprint Serie den Silver Cup gewonnen. Und auf der Nordschleife 8:21 im Cup Porsche gefahren. Den Namen werden wir noch öfter hören, denn er ist erst 20.

Richtung Ausgang ist mir dann noch aufgefallen, dass ein Ferrari auch so aussehen kann:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… die Autos früher einfach mehr Charakter hatten:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… der Porsche Diesel damals noch nicht ahnte, wie er einmal Betrugswerkzeug werden könnte:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… und ich wohl auch langsam zum alten Eisen gehöre, wenn unsere Autos von damals inzwischen auf der Oldtimermesse stehen:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Fast überflüssig zu erwähnen, dass sich der Ausflug voll gelohnt hat. Ich hoffe die Messe etabliert sich als fester Bestandteil im Kalender!

RetroClassics | Messe | Mikebericht | Mikefotos | Köln |


Sonntag, 19. November 2017

Neues Glickenhaus Modell: SCG 004S.

Soll 400.000 Dollar kosten und erstmalig eine höhere Serienproduktion von 250 Fahrzeugen pro Jahr ermöglichen - allerdings dauert es bis dahin noch 3 bis 4 Jahre.

Neues Glickenhaus Modell: SCG 004S.

Zur Finanzierung hat sich Jim Glickenhaus von Tesla inspirieren lassen:

To Order: Pre Order Purchase Option requires 40K against purchase price upon signing.

40.000 Dollar Anzahlung bei Vorbestellung - also 10%.

Auch N24h ist wieder geplant, diese Werbemöglichkeit nutzt J.G. seit Anfang an. Zumal im auch immer der rote Teppich ausgerollt wird und das Fahrzeug, obwohl es keiner Klasse zugehörig ist, immer zugelassen wird. Von dem neuen Modell ist allerdings auch eine GT3 Homologierung geplant - sogar von GTE ist die Rede!

Der erste Prototyp soll erst Mitte 2018 rollen - die Bilder stammen bisher alle aus dem Computer.

Neues Glickenhaus Modell: SCG 004S.

Die Spec liest sich jedenfalls ganz gut:

  • Carbon fiber chassis and body
  • Weight around 2600 pounds
  • Three seats, driver center
  • 5 liter TT engine around 650HP and 720 NM of torque, red line around 8200rpm

Neues Glickenhaus Modell: SCG 004S.

Bleibt nur noch die Frage, ob der Vierer schon 2018 beim N24h auftritt.

Glickenhaus | N24h | SCG004S |


Dienstag, 14. November 2017

Der neue BMW M5 wird auch MotoGP Safety Car.

„Die Herausforderungen an ein MotoGP Safety Car sind enorm. Denn es gilt, ein Feld aus weltweit einzigartigen und leistungsstarken Rennprototypen sicher durch alle Bedingungen zu führen“, sagt Frank van Meel, Vorsitzender der Geschäftsführung der BMW M GmbH. „Dabei sind innovative Technologien aus dem Motorsport unverzichtbar.

Was für “innovative Technologien aus dem Motorsport“ das sind fragt Ihr?

Da muss man sich im Pressetext durch viel Material lesen, bis man hier ankommt:

Komplettiert wurde die Verwandlung des BMW M5 in ein MotoGP Safety Car durch den Einbau spezieller Racing-Features und der notwendigen Sicherheitseinrichtungen. Beim Frontsplitter handelt es sich um einen eigens für das BMW M5 MotoGP Safety Car entwickelten Prototyp. Die Motorhauben-Verschlüsse stammen direkt aus dem Rennsport. Die Schalensitze aus dem BMW M4 GTS garantieren den Insassen die nötige Kombination aus Komfort und höchster Sicherheit im Einsatz auf der Rennstrecke.

Also wenn ein MotoGP Safety Car eins braucht, dann ja wohl “Motorhauben-Verschlüsse direkt aus dem Rennsport“ - wahrscheinlich für den schnellen Motorwechsel zwischen Einführungsrunde und Rennstart!

Ich habe sicher nichts gegen solche Features, auch wenn sie völlig sinnlos sind. Wie könnte ich auch, ich denke ja sogar dass Aufkleber ein Auto schneller machen. Aber muss man da so den Kahn aufreissen?

BMWM5 | MotoGP |


Samstag, 28. Oktober 2017

Video: Mission E Prototyp auf der Nordschleife.

Die Porsche Versuchsfahrzeuge drehen fleißig ihre Runden, nach den Fotos gibt es jetzt auch ein Video vom Mission E.

Eigentlich erstaunlich, weil es das Auto erst in 2 Jahren zu kaufen geben wird (Ende 2019) - also nach der nächsten IAA.

Porsche | MissionE | Prototyp | Norschleife | Video |


Freitag, 18. August 2017

Acura ARX-05 Prototyp für IMSA vorgestellt.

Wird von Penske eingesetzt und soll ab 2018 u.a. gegen den Mazda antreten, der von Joest an den Start gerollt wird:

Alta Motors

Mehr Bilder hier. Schicke Geräte, weltklasse Teams - die IMSA mausert sich.

Acura | Penske | IMSA |


Samstag, 22. Juli 2017

Eifel-Rallye mit Gruppe B in Daun - für Rennsport-Gourmets.

Auf die Eifel ist auch kein Verlass mehr: schon wieder strahlender Sonnenschein für die Motorsportfreunde!

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Ein Traumwochenende aber nicht nur wettermäßig, auch für die Sinne wurde einiges geboten: Vollausschlag für Augen und Ohren - und wenn der zweitaktende Trabi vorbeikam dann sogar für die Nase.

Daun und die umliegenden Ortschaften stehen natürlich Kopf, wenn der Rennzirkus kommt und alle packen mit an, damit es ein schönes Fest wird. Immerhin werden die 8.000 Ureinwohner bei der Rallye mal locker verdoppelt oder sogar verdreifacht. Die Gastronomie macht auch ordentlich Umsatz - aber Samstags um halb drei schließt die Pizzeria: Mittagspause! Kann man ihr nichtmal verübeln, denn die Überbleibsel aus ruhigen Tagen machen die Atmosphäre erst so besonders ehrlich und sympathisch.

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Mit Goodwood hat Daun nicht nur die Fläche von 50 km2 gemeinsam - Autos, Atmosphäre und Action sind ebenfalls vergleichbar. Teilweise sogar identisch, die Aufkleber von Lord March verbleiben als Trophäen stolz am Fahrzeug.

Die 7D Mk2 Testkamera hat sich gut geschlagen - natürlich braucht man immer etwas Eingewöhnungszeit, aber als alter Canonianer kam ich mit den Menus direkt klar. Ich werde noch einen detaillierteren Testbericht nachliefern - aber die Bildeindrücke hier sind schonmal ein guter Vorgeschmack: alles mit der 7D - allerdings auch mit meinen bewährten EF-Objektiven.

Im Fahrerlager gibt es immer was zu Sehen, z.B. einen RS 200 wie frisch aus dem Laden:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Oder diesen Toyota Prototyp, den man bisher unter Verschluss gehalten hat:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

… mit interessantem Fahrwerkslayout:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Die Autos sind auch immer in Bewegung:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

… und die Ernährung fahrerlagertypisch:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

An der Strecke wurden die Sportgeräte von fachkundiger Hand bewegt und Georg Berlandy wird den Tag wohl nie vergessen, an dem er den S1 fahren durfte:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Das war auch für die Zuschauer - bzw. fotografierenden Blogger - ein Genuss:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Sein ehemaliger Ascona war auch dabei - wie es sich gehört mit originaler Nfektion:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Und wo wir gerade bei Nfektionen sind, Dirk Riebensahm hat sich den Spaß auch nicht entgehen lassen:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Speedmäßig völlig den Vogel abgeschossen hat Thierry Neuville, Wahnsinn wie schnell das ist:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Da gingen auch alle Handys hoch und es gab Szenenapplaus:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Mein Lieblingsbild ist dieses - war tatsächlich auch mein Letztes! Da werden die Emissionen kurzerhand als Emotionen abgefackelt:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Hier die komplette Galerie - ich freue mich schon auf nächstes Jahr!

Eifelrallye | GruppeB | 7DMk2 | Mikebericht | Mikefotos |


Dienstag, 08. November 2016

KTM Duke 790 Prototype mit 2-Zylinder Twin.

Rattenscharf - was die wohl wiegt? Aktuell läuft die EICMA Motorradmesse in Mailand. Man könnte jetzt schön darüber streiten, ob es Sinn macht erst in Köln die Intermot und Wochen später nochmal Großaufgebot in Italien.


Freitag, 05. August 2016

Mikebericht: Eifel Rallye Festival mit Gruppe B.

Bei der Eifel Rallye war ich lange nicht mehr - großer Fehler! Was da in Daun - bei bestem Sonnenschein - auf dem Marktplatz und den WPs aufgefahren wird, alle Achtung. Also mit Kamera bewaffnet und ab in die Eifel - den Weg kenn ich ja. Ihr könnt übrigens die Bilder wieder anklicken, um sie zu vergrößern.

Das ging für mich schon richtig los, als ich gerade in den Ort reingekommen bin: da steht dieser R5 unschuldig vor der Bäckerei.

Na DEN Kollegen muss ich mir aber mal genauer angucken:

Auf dem Marktplatz dann richtig großes Kino:

Das Auto habe ich das letzte Mal 1989 gesehen - mit Michèle Mouton am Steuer. Schön, dass sowas wieder dem Publikum vorgeführt wird.

Und direkt daneben dieser Kraftzwerg aus dem Hause Peugeot:

Von mir aus könnten alle Autos den Motor hinter den Vordersitzen haben - so gixxerkartmäßig halt.

Weiter ging der Rundgang und ich glaube so viele Rallye Quattros waren noch nie gleichzeitig auf einem Haufen. Normalerweise verrenkst du dir den Hals, wenn irgendwo einer um die Ecke kommt, aber in Daun waren die so selbstverständlich wie Porsche GT3 an der Zufahrt Nordschleife:

Aber an Quattros sattsehen geht ja sowieso nicht, also laß ruhig kommen.

Die Gruppe S war ja so ein Thema bei der Rallye. Das sollte mal der Nachfolger der Gruppe B werden, aber dazu kam es nicht, als die Gruppe B verboten wurde. Daher sind diese Fahrzeuge nie zum Einsatz gekommen und auch bisher der Öffentlichkeit ziemlich vorenthalten geblieben.

Toyota hat gleich 2 dieser Prototypen mitgebracht: MR2 mit schlappen 700 PS.

Der eine hat den Motor quer, der andere längs eingebaut:

Und um das nochmal in die Perspektive zu setzen: alles mitten in Daun auf dem Marktplatz!

Meine Neugierde kannte natürlich kein Ende - gut wenn man kompetente Gesprächspartner findet:

So sieht der Innenraum der Toyotas aus:

Ich liebe diese handgearbeiteten Renncockpits der Vor-Mickey-Maus-Ära, alles analog und selbstgedengelt.

Am liebsten würde ich darin baden!

Natürlich hat auch Porsche schöne Rallyeautos:

Wer hätte gedacht, dass Audi auch zurückhaltend auftreten kann. Ist doch viel kultiger als die VIP Paläste, die zeitgleich beim WEC Rennen am Ring hochgezogen wurden:

Lancias dürfen natürlich nicht fehlen, die hatten ungefähr den Seltenheitswert wie die Quattros - also überall:

Dann habe ich Tyrone Johnson getroffen, der sich intensiv mit John Wheeler ausgetauscht hat. Da hab ich dann einfach mal nur zugehört:

Während der ein oder andere Quattro an uns vorbei auf die Startrampe gefahren ist:

Pikes Peak Quattros sind normalerweise selten - bzw. einmalig - aber das gilt nicht für die Eifel Rallye. Da gab es 2 davon - kein Witz:

Wer jetzt meint das sei ja langweilig, immer nur Quattros - weit gefehlt, hier ein paar Eindrücke:

In der Fordecke gab es eine hohe RS200 Dichte:

… und da darf der neue RS natürlich nicht fehlen. Dass ich sogar dessen Chefingenieur mit auf’s Bild bekomme, das hätte ich mir nicht träumen lassen:

Dieser Allrad hier von unten:

… ist von oben ein Escort:

OK - genug Ford - ich seh’s ja ein - was haben wir den sonst noch so im Programm? Ach ja, Lancia:

Martinifarben gehen immer:

Weiter geht der Rundgang:

Das ist Rainer mit seinem Quattro, früher ist er mit dem Ringmini Achim auf der Nordschleife unterwegs gewesen in einem orangenen 16V-Corsa - wer erinnert sich?

Aber mit einem Quattro sich das Wochenende auf Rallyes rumschlagen ist auch nicht das Schlechteste:

Nach so vielen Eindrücken erstmal Pause: Kaffee und Nußeckchen!

… während im Hintergrund immer weiter die Schönheiten auf die Startrampe gefahren sind. Während meiner Pause habe ich diesen Kollegen getroffen:

… dem ich den Preis für das korrekteste Gruppe B Outfit verliehen habe. Worauf er sich gelassen eine HB angesteckt hat. Und dieses Fahrzeug zur Startrampe gefahren ist:

Da bin ich dann auch mal hingegangen, denn ich hatte den Eindruck über Lautsprecher etwas von Audi 200 gehört zu haben. Da bin ich sensibel. Und tatsächlich:

Hach Eifel Rallye, wie konnte ich Dich nur so lange vernachlässigen!

Nicht nur die Rallyeautos sind sehenswert, auch die Zuschauer lassen nichts anbrennen:

Ich hab mich mal auf’s Mäuerchen gesetzt und geguckt - fotografiert - was da so alles die Startrampe runterkommt. Bzw. eingesaut wieder zurück von der WP in’s Fahrerlager fährt:

Dann wollte ich aber auch mal WP gucken - die einzige für mich bei der Rallye. Es war Freitag und für Sonntag hatte ich WEC eingeplant. Um den Samstag der Familie widmen zu können. Das hat auch alles prima funktioniert, aber es gab ordentlich Eindrücke zu verdauen.

Natürlich habe ich auf dem Weg zum Auto den Walter Röhrl vor der Eisdiele getroffen - was denn sonst:

So eine Rallye veranstaltet sich auch nicht von selber, also mussten Parkgebühren kassiert werden. Sage und schreibe 1 €. Das tut schon gut, mal nicht immer und überall abgezockt zu werden, so wie man es vom Ring inzwischen kennt:

Das Nummernschild des Tages geht an diesen Vieat 126:

Und Tyrone Johnson wäre nicht Tyrone Johnson, wenn er nicht mit einem Mustang GT 350 zur Rallye gekommen wäre:

Die übrigens gigantisch besucht war. Jede Menge Leute und nur beste Stimmung:

Witzigerweise ging mein WP Besuch genauso los, wie der Rundgang in Daun:

Das hier ist der Audi Gruppe S Prototyp:

Und das der Moment kurz bevor Walter Röhrl den Motor zündet und das Auto zum allerersten Mal überhaupt und weltweit fahrend der Öffentlichkeit gezeigt wird:

Das war schon nicht schlecht. Ging gut der kleine Renner:

Das war die Nacht-WP mit der Sprungkuppe und natürlich habe ich mich fleissig mit der Kamera ausgetobt - bitteschön:

Als es langsam dunkel wurde war nichts mehr mit Fotografieren und ich bin wieder Richtung Heimat. Ich wäre gerne länger geblieben, aber es war schon 21:30 und ich hatte ja 1 Std. Heimfahrt. Die WP war auf jeden Fall noch lange nicht zu Ende.

Eigentlich unnötig zu erwähnen, aber die Eifel Rallye hat sich ganz entspannt einen festen Stammplatz in meinem Motorsport-Terminkalender erobert!

EifelRallye | Rallye | GruppeB | Röhrl | Mikebericht |


Montag, 18. April 2016

[Update 2] eMXM: Ein ernstzunehmender Elektrocrosser.

Natürlich bin ich Zweitaktfan - schließlich sind wir alle damit großgeworden. Ich würde mir auch nie eine Elektroheckenschere kaufen, solange es die auch in der knatternden Variante noch gibt. Da freut man sich selber beim Gartenwerkzeug, wenn das rasselnd sauber am Gas hängt. Schlimm genug, dass man Rasenmäher nicht mehr als Zweitakt bekommt.

Und die Einschläge für die stinkende Spezies kommen immer näher - hier kommt der nächste Destroyer angeschlichen:

Die eMXM.

Ein Prototyp, der das Zeug hat in (Klein-) Serie zu gehen. Und mit dem inzwischen beim ganz normalen Motocross Rennsiege eingefahren werden. Ja - richtig gelesen - die Säuselrakete tütet regelmäßig die versammelten Krachmeier ein.

Die technischen Daten verschlagen einem die Sprache: 750 Nm am Hinterrad. Zum Vergleich: die 1300er Hayabusa - das Referenzmotorrad schlechthin - ist mit 155 Nm angegeben. Da muss man sich schon im Sportautobereich umschauen, aber selbst der 6,2L Mercedes SLS kommt nur auf 650 Nm. Kann man gar nicht glauben!? Hab ich da was missverstanden? Falsch gelesen?

Im Netz bin ich dann auf dieses Video gestoßen und ganz ehrlich: wer da nicht Lust bekommt der Spannung freien Lauf zu lassen, der fährt halt weiter mit Benzin (hinterher).

youtu.be/juH-DIsGZOY

Ich find’s rattenscharf und würde gerne mal selber ausprobieren, wie sich sowas anfühlt.

Und natürlich eine Riesenchance für den Cross-Sport, da kann sich keiner mehr über den Lärm aufregen.

Starkes Projekt, da werden wir sicher noch von hören. Also jetzt nicht hören im Sinne von hören … Ihr wisst schon was ich meine.

UPDATE:

Zu dem Thema Drehmoment sind diese Emails reingekommen, wusste doch dass da was faul ist ;)

Ich vermute mal, die angegeben 750 Nm Drehmoment beziehen sich explizit auf das Hinterrad, nicht auf den E-Motor. Und ich spekuliere mal, dass dieser Wert durch die Übersetzung zustande kommt, das effektive Moment des Motors dürfte deutlich niedriger liegen. Wenn es so ist, wäre das ein cleverer Marketingtrick ;-)

Die angegebenen Referenzfahrzeuge Hayabusa und MB SLS haben an den Antriebsrädern auch deutlich mehr als das Drehmoment des Motors. Die Übersetzungen des Getriebes und der HA müssen mit eingerechnet werden.

Ja, stimmt - am Hinterrad - steht auch so auf der Webseite.

Und die zweite Mail:

Du vergleichst allerdings Äpfel und Birnen, wenn du das Hinterraddrehmoment mit dem Motordrehmoment vergleichst.

Es gilt: Hinterraddrehmoment = Gesamtübersetzungsverhältnis * Motordrehmoment (* Wirkungsgrad)

Deswegen ist die Angabe des Motordrehmoments ohne Angabe des Übersetzungsverhältnisses, wie es die “Fachmagazine” gerne machen, meistens sinnlos. Die meisten drehmomentstarken Motoren drehen oftmals niedriger als zB Saugmotoren, damit ist dann bei gleicher Leistung (=proportional zu Drehmoment*Drehzahl) natürlich das Übersetzungsverhältnis deutlich anders ausgeführt. Im Bild siehst du ja auch, dass das Kettenblatt am Hinterrad gewaltig ist!

Ja, das Monsterkettenrad hat mich auch stutzig gemacht, hab ich soo groß auch noch nie gesehen vorher.

Danke für Eure Mails!

UPDATE 2:

Ich habe auch die eMXM Leute mal angeschrieben für ein paar Hintergründe und die Antwort von Sebastian kam sofort:

Am Motor liegen ca. 125Nm an. Letztendlich ist entscheidend was am Rad ankommt und da haben wir 44PS und über 700Nm, es ginge mehr, aber wir haben aus Kostengründen, nicht das aktuellste an Akkus an Bord. Im Rennen fahren wir teilweise 1/3 weniger damit wir über die Runden kommen:-) Mal sehen was sich für nächstes Jahr tut, diese Rennsaison muss es nochmal so gehen.

Jaja, die Kosten. Wieviele Akkus hätte man wohl hierfür kaufen können? Aber ich bin mir sicher, dass die Akku-Industrie für die nächsten Jahre noch ein paar Überraschungen für uns auf Lager hat - dann geht´s richtig ab! :)

eMXM | Strom | Elektro | Motocross |


Dienstag, 12. April 2016

Honda Civic und Nordschleife - wo sind die 25 Sekunden geblieben?

Honda hat bereits im Mai 2004 ein Video veröffentlicht, das die Rundenzeit mit dem Civic Type R auf der Nordschleife mit 7:50,63 angibt.

So weit, so schnell.

In der aktuellen sport auto (4/2016) hat sich Christian Gebhardt bemüht, die Zeit mit dem jetzt vorgestellten Civic Type R Serienmodell so gut wie möglich zu bestätigen, doch die Uhr blieb erst 25 Sekunden später bei 8:15 stehen.

Wie ist das möglich?

Liegt es am Fahrer? Im Video von Honda ist der Helm von Christian Menzel deutlich zu erkennen und der andere Christian schreibt vom “japanischen Testfahrer, der aus Kelberg stammt”. Was die Auswahl an schnellen Kelbergern mit Christian-Menzel-Helm ziemlich übersichtlich reduziert.

Und so begibt sich der Gebhardt’sche Christian auf Spurensuche nach der verlorenen Zeit:

Gehen wir im aktuellen Fall mal davon aus, dass ich auf den japanischen Testfahrer aus Kelberg, der den potenten Prototyp im Video beeindruckend über den Ring hetzt, zwischen fünf und zehn Sekunden verliere, dann stellt sich immer noch die Frage, wo die restlichen 15 bis 20 Sekunden zwischen Testwagen und Prototyp geblieben sind.

Liegt es vielleicht an der Leistung? Der nominell 310 PS starke Type R, den die sport auto zur Verfügung gestellt bekommen hat, drückte auf dem Prüfstand nur 276 PS auf die Rolle. Das erklärt zwar einiges, aber immer noch nicht alles. Und man fragt sich natürlich, was sich die Honda Presseabteilung dabei gedacht hat, so ein verschnupftes Exemplar ausgerechnet an die sport auto für den Supertest zu liefern.

Top Speed war im Video laut Tacho 273 km/h auf der Döttinger Höhe - die sport auto kommt nur auf 243 km/h. Da liegen Welten dazwischen.

Sieht ganz so aus, dass der Schuss mit dem schnellen Vorabvideo kräftig nach hinten losgegangen ist. Völlig unnötig, denn da hätte man auch vorher drauf kommen können, dass eine Zeit im Prototyp mit Profi am Steuer nur dann einen Sinn macht, wenn sie sich später auch mit einem talentierten Amateur im Serienauto bestätigen lässt.

sportauto | Civic | Gebhardt | Menzel | Rundenzeit | Onboard |


Freitag, 30. Oktober 2015

Übrig Ns vom Freitag.

Natürlich bin ich Zweitaktfan - schließlich sind wir alle damit großgeworden. Ich würde mir auch nie eine Elektroheckenschere kaufen, solange es die auch in der knatternden Variante noch gibt. Da freut man sich selber beim Gartenwerkzeug, wenn das rasselnd sauber am Gas hängt. Schlimm genug, dass man Rasenmäher nicht mehr als Zweitakt bekommt.

Und die Einschläge für die stinkende Spezies kommen immer näher - hier kommt der nächste Destroyer angeschlichen:

Die eMXM.

Ein Prototyp, der das Zeug hat in (Klein-) Serie zu gehen. Und mit dem inzwischen beim ganz normalen Motocross Rennsiege eingefahren werden. Ja - richtig gelesen - die Säuselrakete tütet regelmäßig die versammelten Krachmeier ein.

Die technischen Daten verschlagen einem die Sprache: 750 Nm am Hinterrad. Zum Vergleich: die 1300er Hayabusa - das Referenzmotorrad schlechthin - ist mit 155 Nm angegeben. Da muss man sich schon im Sportautobereich umschauen, aber selbst der 6,2L Mercedes SLS kommt nur auf 650 Nm. Kann man gar nicht glauben!? Hab ich da was missverstanden? Falsch gelesen?

Im Netz bin ich dann auf dieses Video gestoßen und ganz ehrlich: wer da nicht Lust bekommt der Spannung freien Lauf zu lassen, der fährt halt weiter mit Benzin (hinterher).

youtu.be/juH-DIsGZOY

Ich find’s rattenscharf und würde gerne mal selber ausprobieren, wie sich sowas anfühlt.

Und natürlich eine Riesenchance für den Cross-Sport, da kann sich keiner mehr über den Lärm aufregen.

Starkes Projekt, da werden wir sicher noch von hören. Also jetzt nicht hören im Sinne von hören … Ihr wisst schon was ich meine.

UPDATE:

Zu dem Thema Drehmoment sind diese Emails reingekommen, wusste doch dass da was faul ist ;)

Ich vermute mal, die angegeben 750 Nm Drehmoment beziehen sich explizit auf das Hinterrad, nicht auf den E-Motor. Und ich spekuliere mal, dass dieser Wert durch die Übersetzung zustande kommt, das effektive Moment des Motors dürfte deutlich niedriger liegen. Wenn es so ist, wäre das ein cleverer Marketingtrick ;-)

Die angegebenen Referenzfahrzeuge Hayabusa und MB SLS haben an den Antriebsrädern auch deutlich mehr als das Drehmoment des Motors. Die Übersetzungen des Getriebes und der HA müssen mit eingerechnet werden.

Ja, stimmt - am Hinterrad - steht auch so auf der Webseite.

Und die zweite Mail:

Du vergleichst allerdings Äpfel und Birnen, wenn du das Hinterraddrehmoment mit dem Motordrehmoment vergleichst.

Es gilt: Hinterraddrehmoment = Gesamtübersetzungsverhältnis * Motordrehmoment (* Wirkungsgrad)

Deswegen ist die Angabe des Motordrehmoments ohne Angabe des Übersetzungsverhältnisses, wie es die “Fachmagazine” gerne machen, meistens sinnlos. Die meisten drehmomentstarken Motoren drehen oftmals niedriger als zB Saugmotoren, damit ist dann bei gleicher Leistung (=proportional zu Drehmoment*Drehzahl) natürlich das Übersetzungsverhältnis deutlich anders ausgeführt. Im Bild siehst du ja auch, dass das Kettenblatt am Hinterrad gewaltig ist!

Ja, das Monsterkettenrad hat mich auch stutzig gemacht, hab ich soo groß auch noch nie gesehen vorher.

Danke für Eure Mails!

UPDATE 2:

Ich habe auch die eMXM Leute mal angeschrieben für ein paar Hintergründe und die Antwort von Sebastian kam sofort:

Am Motor liegen ca. 125Nm an. Letztendlich ist entscheidend was am Rad ankommt und da haben wir 44PS und über 700Nm, es ginge mehr, aber wir haben aus Kostengründen, nicht das aktuellste an Akkus an Bord. Im Rennen fahren wir teilweise 1/3 weniger damit wir über die Runden kommen:-) Mal sehen was sich für nächstes Jahr tut, diese Rennsaison muss es nochmal so gehen.

Jaja, die Kosten. Wieviele Akkus hätte man wohl hierfür kaufen können? Aber ich bin mir sicher, dass die Akku-Industrie für die nächsten Jahre noch ein paar Überraschungen für uns auf Lager hat - dann geht´s richtig ab! Von dem Motorrad gibt es bisher übrigens 2 Stück - ich hoffe die vermehren sich. :)

eMXM | Strom | Elektro | Motocross |


Dienstag, 22. September 2015

Honda NSX schon als Prototyp Nfiziert.

Das Auto meint es ernst und zeigt schon als Prototyp Flagge:

Feiner Zug der Honda-Ingenieure, daran erkennt man die Guten!

Bei dem Namen NSX hätte ich mir das auch nicht entgehen lassen ;)

Ich dachte erst: na gut, schnell mal für’s Foto draufgeklebt.

Doch dieses Video ist von letzter Woche:

youtu.be/jZQzLOwmY60

… und wenn man genau hinschaut, kann man es erkennen:

Die fahren das schon eine Weile spazieren - bzw. testen, ob es auch hält, was es verspricht ;)

Eigentlich nur eine kleine Geste, aber trotzdem tun sich gerade die Hersteller schwer, mal nicht alles so bierernst zu nehmen - schließlich entwickelt man doch auf der Nordschleife Autos, die Spaß machen sollen!

Ich finde gerade diese kleine Geste zeigt die Menschlichkeit und den N’thusiasmus, die hinter so einem Projekt stecken.

Denn am Ende sind es Menschen wie Du und ich - ringverseucht bis in die Haarspitzen - die so einem Auto das Laufen beibringen.

Normale Leute also.

Mit Erk-N-ungszeichen!

HondaNSX | Nfiziert | Prototyp |


Montag, 01. Juni 2015

Cayman GT4 bei Testfahrten verunfallt (Update).

Wilhelm Hahne berichtet von einem Unfall am großen Pflanzgarten Sprunghügel, bei dem der Porsche GT4 Prototyp komplett ausgebrannt ist angefangen hat zu brennen. Fahrer Sven Müller ist zum Glück nichts passiert - und er konnte den Brand löschen.

Er stellt dabei die Frage, warum man sonst nirgendwo etwas darüber liest.

Und er gibt auch gleich die Antwort: weil es nicht in das Marketingkonzept passt.

Er schlägt auch die Brücke zur GT3 Geschäftemacherei und dem damaligen Unfall im Kesselchen, als eine Motorradfahrerin das Zusammentreffen mit dem BMW Ringtaxi mit dem Leben bezahlt hat.

Wie eine versteckte Botschaft ist an der GT4 Unfallstelle deutlich - und mahnend - der STR Schriftzug zu lesen. Den Sven Müller quasi durchgestrichen hat.

UPDATE:

Wilhelm Hahne korrigiert, dass der GT4 nicht ausgebrannt ist, sondern nur gebrannt hat und von Sven Müller selber gelöscht werden konnte.

Ich habe auch heute erfahren, dass der GT4, der sich hier in Entwicklung befindet, ein budgetfreundliches Rennauto werden soll. Das GT4 Reglement wird dabei noch nicht einmal ausgereizt und es sollen möglichst viele Serienteile Verwendung finden.

Bei der starken Basis, die der Cayman GT4 schon in der Straßenversion liefert, könnte das ein netter Racer werden!

Hahne | MotorKritik | Porsche | CaymanGT4 | Pflanzgarten | STRLogo |


Mittwoch, 20. Mai 2015

Neuer Über-GTI mit 5-Zylinder?

Da dreht wohl aktuell ein VW Prototyp seine Nordschleifenrunden.

ams Webseite:

Wer den kehligen Fünfzylinder-Sound der Audi- und VW-Modelle kennt, weiß wenn er ihn hört. So auch unsere verlässlichen Ohrenzeugen am Nürburgring, als der jüngste Golf R-Prototyp seine Runden zog.

Dass der Wagen in Ford-Focus-RS-blau unterwegs ist, dürfte kein Zufall sein - der Kampf unter den Kompakten ist eröffnet! :D Kleine Autos mit großem Motor - so muss das.

VWGTI | FocusRS | 5Zylinder |


Donnerstag, 24. Juli 2014

Der NSX Prototyp von gestern ist schon Geschichte.

Sieht aus, als wäre er ausgebrannt. Und wenn man sieht, was da alles verbrannt ist, dann scheint auch ziemlich viel Verbundwerkstoff bei dem Auto verbaut zu sein.

(Via reddit.)

Tags: HondaNSX | ausgebranntIndustriepool |


Freitag, 25. April 2014

Mikebericht von VLN 3 - Freitagstraining

Wettermässig werden wir ja echt verwöhnt am Ring, auch heute wieder verstärkte Sonnenbrandgefahr. Das soll aber nicht heissen, dass weniger Viren unterwegs sind - die neuen Anzüge von Racing One sind heftig nfiziert!

Wie widerstandsfähig so eine Nfektion ist, kann man gut am Wochenspiegelporsche sehen, egal wer oder was einschlägt, das N wehrt sich hartnäckig:

Neue Autos gab es auch, z.B. diesen Nissan GT3 …

… der von keinem Geringeren als Lucas Ordonez pilotiert wird. Wer den Lucas nicht kennt, lest Euch mal schlau über seinen Werdegang von der Playstation bis auf das Le Mans Siegerpodest! :)

Ebenfalls neu, dieser 2.LFA, der noch mehr kohlegefasert sein soll, als sein Vorgänger. Angeblich absoluter Prototyp und Einzelstück:

Hab ich am Ring auch noch nicht getroffen: Chris Harris aka @harrismonkey. Fährt bei Aston Martin - ich denke seinen Videoblog bei drive kennt Ihr alle - ich hatte ihn auch schön öfter hier im Blog.

Haben uns ganz nett unterhalten, ist ein feiner Kerl, der auch mal sagt was er denkt.

Das Duo Sepp Haider und Felix Baumgartner wieder unzertrennlich:

Kaum aus dem Auto wird schon Onboard-Video geguckt. Hier bei Hofor Racing aus der Schweiz - dort redet man übrigens französich - wusste ich auch noch nicht. Nette Truppe mit 2 M3 am Start.

GT Corse meldet sich aus der Winterpause zurück mit diesem weissen Ferrari, der jetzt von Michele Rinaldi und seiner Mannschaft betreut wird. Das Team fährt dieses Jahr auch in der Blancpain Endurance Serie mit.

Arno Klassen kann man immer gut am nfizierten Helm erkennen - ich finde nach wie vor lustig, dass das Taxi mehr Leistung hat als das Rennauto:

Und hier noch etwas ganz Besonderes für die Kenner unter Euch:

Spa 24h-Rennen 2004:

… und 10 Jahre später immer noch TEAM:

Und was für eins! Daniel Lemm und Jürgen Bach - BALE Motorsport aus Andernach.

Morgen gibt es dann ein paar Eindrücke aus dem Rennen - stay tuned … :)

Tags: Mikebericht | VLNLangstrecke


Freitag, 28. Februar 2014

Übrig Ns vom Freitag.

Tags ÜbrigNs


Donnerstag, 09. Januar 2014

Woran erkennt man einen LMP1?

Motorvision:

“(Er) hat aber zusätzlich einen sehr großen festen Heckspoiler und viele Lufteinlässe an Front, Seite, Heck und Dach.”

(Danke Oli Ver!)


Donnerstag, 07. November 2013

VIDEO: 850 PS, 4.000 Nm und alles im 1.Gang - der elektrische Drayson LMP1.

Da ist sogar Chris Harris sprachlos, Lord Drayson’s Elektroauto schiebt, das ist nicht mehr normal. Ich mag die Performance und ganz ehrlich: ich mag auch, daß es so unspektakulär leise ist - oder genauer gesagt regelrecht geräuschlos!

Wie gerne würde ich dieses Auto mal probefahren!

Großen Respekt an Paul Drayson diesen Prototyp real werden zu lassen, es war ihm wichtig unter 1.000 kg zu bleiben - was er auch geschafft hat. Auch wenn die Batterien erst 15 Minuten halten, in Zukunft werden sie leistungsfähiger sein und solche beeindruckenden Gefährte werden zahlreicher.

Was ich auch spannend fand: das Auto lässt sich anscheinend sehr angenehm bei langsamer Geschwindigkeit bewegen - also 5 bis 10 km/h zum Beispiel. Das probier mal mit einem hochgezüchteten Verbrenner!

Auf jeden Fall ein beeindruckender Film, unbedingt anschauen - oder um Chris Harris zu zitieren:

“Mindblowing - this is the future!”

Tags: Drayson | ChrisHarris


Freitag, 08. Juli 2011

Übrig Ns vom Freitag.

So sieht die Starterliste aus.

Wundert mich, daß die vor zwei Jahren soviel damit rumfahren durften und heute heißt es, daß die Betriebsgenehmigung noch aussteht.

Stadio? Arena? Nur falls mal irgendjemand meint Ihr dürftet mit Eurem Banner nicht auf die Tribüne. Da hat der BGH sich mit beschäftigt und das Hausrecht eingeschränkt.

Pföhler hat alle Entscheidungen mitgetragen und noch bei der Eröffnung geschwärmt: „Eine Vision wird Wirklichkeit“.


Donnerstag, 07. April 2011

Conti-Reifen-Retro mit 993 Prototyp (Video).

Ein älterer Conti-Werbefilm featuring Porsche 993 Prototyp, Dieter Röscheisen, den Contiturm, die alten grünen Kurvenschilder und Walter Röhrl:

(Via.)




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