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Dienstag, 15. Oktober 2019

Harte Zeiten für The German Car Thing.

Kleiner Blick über den Tellerrand - genauer gesagt nach Amerika:

The ugly reality is that greed ultimately killed The German Car Thing, and now they can put their sunglasses away, because their day in the sun is officially over.

Hintergrund sind die sinkenden Restwerte.

Die Einschläge für die deutsche Autoindustrie kommen schneller und näher als befürchtet.

Und wo wird am liebsten der Rotstift angesetzt, wenn die See rauer wird? Richtig, beim Motorsport.

DeLorenzo | Autoextremist | Restwerte | Autoindustrie |


Montag, 16. Oktober 2017

Smart auch in Europa ab 2020 nur noch elektrisch.

In Amerika gibt es das neue 2018er Smart Modell schon ab jetzt nur noch elektrisch - für Europa ab 2020 - also nach der nächsten IAA (die wäre 2019).

Smart auch in Europa ab 2020 nur noch elektrisch.

Ich glaube die Konzerne würden gerne schneller, wenn sie könnten, aber die Verbrenner für das neue Modell laufen gerade ganz frisch vom Band - das ist in den großen Konzernen alles zäh und langatmig.

Man kann den Smart mit Electric Drive auch heute schon kaufen, allerdings passt in so ein kleines Auto natürlich keine Riesenbatterie. Ohne Kompromisse geht es nicht, die Batterie muß mit 17,6 kWh auskommen. Das liest sich im PR Speak dann so:

Eine komplette Batterieladung genügt für eine stadtverkehrsgerechte Reichweite. Der smart electric drive kann an der Haushaltssteckdose aufgeladen werden – mit dem leistungsstarken On-Board-Lader je nach Länderversion bis zu doppelt so schnell wie bisher.

Der Stromverbrauch ist mit 12,9 kWh pro 100 km angegeben, das könnte passen, dann das Auto wiegt nur 1.085 kg (s. technische Daten). Also rein rechnerisch sind das dann 136 km Reichweite. Das stimmt: so groß ist keine Stadt und zum Einkaufen oder für die Fahrt in’s Büro ist das genug. Und normale Steckdosen sind nicht wirklich Mangelware, in 6h ist das Auto wieder an der normalen Steckdose mit dem Onboard-Ladegerät aufgeladen. Jede Straßenlaterne hat Strom - da gibt es bestimmt bald Steckdosen, wenn die Nachfrage weiter zunimmt. Sonst kommt wieder das stammtischmäßige: soll ich dann vom 5.Stock die Kabeltrommel vom Balkon werfen?

Ohne Extras kostet der Mini-Daimler allerdings knapp 22.000 € - also im Moment für den normalen Verbraucher noch kein Kaufargument über die Kosten - das ist allerdings nur eine Frage der Zeit. Auch halten sich die Restwerte auf hohem Niveau, weil inzwischen erprobt ist, dass die Batterie kaum nachlassen.

Smart | Daimler | Elektro |


Donnerstag, 14. September 2017

VW´s Matthias Müller: Nichts verschlafen und Dieselthema jetzt zu den Akten legen.

Die diesjährige IAA hat schon 2 Pressetage hinter sich, morgen 2 “Fachbesucher” Tage und am Samstag für alle geöffnet bis nächste Woche Sonntag (24.Sep. = Wahltag Bundestag).

Ich hatte schon die historische Brisanz angesprochen, die auch in den Rückmeldungen aus den Medien so reflektiert wird. Die Hersteller hängen schwer in der Luft und man könnte die Messe auch als Konzeptschau bezeichnen, weil alle nur elektrische Zukunftsmusik präsentieren, die man meistens erst in 2 oder 3 Jahren kaufen können wird. Und dann ist 2019 schon wieder die nächste IAA.

Vor diesem Hintergrund ein spannendes Interview mit Matthias Müller, der nach der großzügigen Beurlaubung von Martin Winterkorn seit 2 Jahren den Vorsitz im VW Konzern hat und nach diesem entlarvenden Patzer ordentlich in n-tv von deren Ulrich Reitz gegrillt wird. Und der ihm diese gewagten Statements zu der Dieselthematik entlocken konnte (ab 7:34 Min.):

Ich denke wir sollten das Thema jetzt auch mal zu den Akten legen - wir haben in Amerika ein weitreichendes Settlement mit den Behörden gefunden im Frühjahr - das setzen wir sehr konsequent - und ich glaube auch sehr erfolgreich - um.

Wir haben nichts verschlafen - Volkswagen nicht und die deutsche Autoindustrie auch nicht - wir sind nach wir vor führend, insbesondere was Premiumprodukte anlangt. Dass wir aufholen müssen, das ist klar - wir müssen das Ganze forcieren - weil sich ganz offensichtlich das Bewusstsein der Menschen zur Mobilität verändert - mit dem müssen wir Schritt halten.

Interessante Sichtweise, das jetzt zu den Akten legen zu wollen, während in Amerika langgediente VW Mitarbeiter mit brutalem Strafmaß eingelocht werden - Ende offen, was Anklagen und Prozesse angeht. In Deutschland duckt sich VW weg und fordert von jedem Kunden einzeln einen Gerichtsprozess anzustrengen. Die übrigens zunehmend erfolgreich ausgehen, d.h. Rückkauf des betroffenen Fahrzeugs durch den Konzern. Eine europäische Lösung wird vermieden, hier nutzt VW aus, dass Europa durch die einzelnen Länder fragmentiert ist und man dadurch den Effekt klein halten will. Aber einige Klagen nehmen erst jetzt Anlauf und das weiß natürlich auch Matthias Müller. Ich glaube er versucht den Tenor zu setzen, dass irgendwann ja auch mal gut sein muss und hofft dabei, dass die Öffentlichkeit ebenfalls müde wird von dem Thema. Dabei gibt es hierzulande keinerlei Konsequenzen, außer der Verteufelung des Diesels allgemein, dessen Restwerte für Gebrauchte im Sinkflug sind und der Effekt in den Leasing- und Finanzierungsgesellschaften noch aussteht.

Ich lese übrigens gerade die Aufarbeitung der Ereignisse von Jack Ewing, der dieses Dieselgate-Buch geschrieben hat. Habe das erste Viertel durch - der Autor holt ziemlich weit aus und geht auch lange auf die Ursprünge und den Einfluß von Ferdinand Piëch ein - spannend. Denn die Ära, als Audi durchgestartet ist und VW ebenfalls ähnlich im Premiumbereich positioniert wurde, haben viele von uns damals live miterlebt. Interessant dazu die Hintergründe genauer dargelegt zu bekommen. Jack Ewing arbeitet im normalen Leben bei der New York Times - ich glaube das ist sogar ein Vorteil, dass es sich nicht um einen Autor aus Deutschland handelt.

Dieselgate | Volkswagen | MatthiasMüller | IAA2017 | Piëch | JackEwing | UlrichReitz |


Donnerstag, 24. Oktober 2013

Kurt Beck´s Zukunftskonzept für den Nürburgring - aka die große Geld- und Rennstreckenvernichtung.

Hier sind ein paar Restwerte aufgeführt:

  • Kongresshotel: 10,22 Mio Euro
  • Eifeldorf plus Hotel, Ferienpark und Personalhaus: 6,91 Mio Euro.

Also insgesamt etwas über 17 Millionen Euro.

Und wieviel hat es gekostet?

Kurt Beck beschreibt das auf seiner Homepage majestätisch so:

“Die Nürburgring GmbH erwirbt alle Anteile an der Motorsport Resort Nürburgring GmbH für je einen Euro bei gleichzeitigem Verzicht der bisherigen Gesellschafter auf die Rückzahlung ihrer Gesellschafterdarlehen.”

Oder in Zahlen: stramme 115 Millionen Euro hat der Teilbereich 2, von dem hier die Rede ist, gekostet (siehe Kostenaufstellung renn.tv/1714). Also der Teil, der jetzt - 3 Jahre nach Neubau - noch ca. 17 Millionen Euro wert ist.

Nur falls mal jemand wissen will, wie der Nürburgring in die Insolvenz geritten wurde - so ein “Deal” hätte auch ganz andere Firmen in die Pleite getrieben.

Mir konnte auch noch keiner die Frage beantworten, warum vor 3 Jahren die Verstaatlichung der Immobilien - also DER KAUF - so ein tolles Zukunftskonzept sein soll, wenn 3 Jahre später und ca. 100 Millionen Euro weniger das jetzt wieder AN PRIVAT VERKAUFT werden soll.

Natürlich werden Kurt Beck oder sein Spannmann Hendrik Hering für die 100 Millionen NICHT zur Verantwortung gezogen, was habt Ihr denn gedacht. Das ist Strukturpolitik!

Tags: Erlebnisgrab | Mediinvest | KurtBeck | HendrikHering | Insolvenz




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