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Donnerstag, 20. August 2020

700 bar.

Hier hat Toyota mal einen Mirai aufgeschnitten - das ist deren Wasserstoffauto.

Wobei, eigentlich ist es ja ein Elektroauto.

Der Wasserstoff in den beiden Tanks steht unter dem sagenhaften Druck von 700 bar. Alleine das müsste doch ausreichen, um diese Technik als unsinnig einzustufen. Denn 700 bar drückt man nicht mal eben mit der Luftpumpe zusammen.

Und der Druck muss ja auch in der gesamten Logistikkette - von Wasserstoff-Herstellung über Tankstelle bis zum Auto - aufrecht erhalten werden. Und eigentlich auch im Auto aufrecht erhalten werden. Sinkt der Druck, wenn das Auto mal 2 Wochen steht?

Noch unsinniger wird diese Technik im Motorsport, denn ob ich Batterien lade oder Wasserstoff zusammendrücke ist aus sportlicher Sicht komplett Latte. Da spielt Sicherheit eine viel größere Rolle und bei 700 bar winkt jeder normal denkende Sportler dankend ab.

Also genau die richtige Spielwiese für DMSB & Co., die Unsinn als Wappentier stolz vor sich hertragen. Und dabei natürlich immer fleissig die Hand aufhalten. Ich frage mich, ob einer der großen Ölkonzerne dahintersteckt. Hier bei uns im Kölner Süden sattelt die Shell nämlich auch gerade auf Wasserstoff um, damit die alten Anlagen weiter Geld verdienen können, auch wenn es keine Verbrenner mehr gibt. Und in dem Moment gibt es natürlich auch ein großes (monetäres) Interesse Wasserstoff(elektro)autos als große Heilsbringer zu vermarkten.


Freitag, 24. April 2020

Gute Zeit zum Hamstertanken: Diesel zweistellig.

Coronawochen bei Shell:

Mike Frison / renn.tv

Unter 1 € / L habe ich lange nicht mehr gesehen.


Dienstag, 11. Februar 2020

Nach den zaghaften Anfängen kommt der Ausbau bei Shell für Ladestationen so langsam in Schwung:

Manchmal reibt man sich die Augen aber es sieht tatsächlich so aus, als ob ausgerechnet ein Ölkonzern zu den größten Gewinnern der Verkehrswende werden könnte. Shell erhöht seine Investitionen in die Elektromobilität. Von 100 neuen Ladepunkten ist die Rede. Darunter sollen auch 40 Ultraschnellladesäulen mit bis zu 175 kW-Leistung geplant sein.

Strom haben die Tankstellen ja genug - sind nachts beleuchtet wie ein Fußballstadion. Habe ich mir sogar mal zunutze gemacht, um im Dunkeln Fotos zu schießen. Von einem Elektroroller!

Elektro | Shell | Ladestationen |


Donnerstag, 29. August 2019

Das Märchen über die Wasserstoff-Autos.

Aus dem Luftballon kann man auch langsam mal die Luft rauslassen:

Bei unserem Test dauerte der gesamte Tankvorgang zehn Minuten. Das ist zwar schneller, als die 30 Minuten beim Elektroauto, aber deutlich langsamer, als die zwei Minuten beim konventionellen Verbrenner. Außerdem ist die Tankzeit nur beim ersten Auto so kurz, danach muss die Tankstelle erstmal wieder die 700 bar Druck aufbauen. Die Kapazität der aktuell installierten Wasserstofftankstellen wird mit “über vierzig Autos pro Tag” angegeben, mehr als zwei Autos pro Stunde schleust man da also in keinem Fall durch.

Hier um die Ecke in Wesseling soll noch dieses Jahr eine Riesen-Anlage entstehen - inklusive Tankstelle. Das schau ich mir dann natürlich mal genauer an.

Wobei man sich echt fragen muß, was der Hokuspokus soll. Hilft es die alten Anlagen zu amortisieren? Gibt es Rohstoff-Verträge die ausgeschöpft werden müssen? Man weiß es nicht.

Elektro | Wasserstoff |


Freitag, 19. April 2019

Shell hat mal wieder die Fackel am Brennen.

Vorgezogenes Osterfeuer.

Shell hat mal wieder die Fackel am Brennen.

Die Informationen kommen bei solchen Vorfällen im Süden von Köln immer spärlich und spät:

Durch den Ausfall des Kraftwerks im Werkteil Godorf der Rheinland Raffinerie kommt es derzeit zu Fackeltätigkeit mit deutlich sichtbarer Rauchentwicklung.

Dieses Jahr schon die 6. PR-Meldung dieser Art - die Raffinerie scheint außer Kontrolle. Allein die Tatsache, dass ein Kraftwerk ausfallen kann und dann nichtmal abgesichert ist, spricht Bände.

Hier in Köln Godorf und Wesseling werden über 10% des deutschen Benzinbedarfs raffineriert und egal was für Unfälle man sich leistet, Konsequenzen hat es keine.

Und die Informationen für die Bevölkerung laufen in dem Stil ab: bitte gehen sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.

Die erboste Bevölkerung postet dann auch wütende Bilder, aber ein paar Tage später stehen sie dann trotzdem wieder an der Tankstelle und laden ihr Auto auf.

Shell | Godorf | Raffinerie | Kraftwerk | Ausfall | Prozesskontrolle |


Donnerstag, 21. März 2019

Shell hat offensichtlich den Knall gehört - kauft die deutsche Batteriespeicher-Firma Sonnen.


Sonntag, 17. März 2019

Buchvorstellung: Built for Speed - von John McGuinness.

Mein Besuch in der Fahrwerksabteilung vom St.Vinzenz in Köln war erfolgreich: ich halte immer noch zusammen, obwohl fünf Schrauben rausgekommen sind!

Mike Frison / renn.tv

Zum Glück bin ich auch ausreichend mit Lesestoff bewafffnet worden - und dank John McGuinness ging die Zeit auch um wie im Flug.

Das Buch ist stark: ein authentischer Racer, der mehr mit dem Herzen erzählt, als frisch aus dem Rethoriker Fortgeschrittenenkurs. Manchmal für einen Non-Native nicht einfach zu entschlüsseln, aber immer noch um Welten verständlicher als Guy Martin im Fernsehen.

Der natürlich auch in dem Buch vorkommt. Eigentlich hatte ich nicht erwartet in dem Text Bekannte zu treffen, aber es gab 3 Überraschungsmomente für mich:

John McGuiness hatte mal die Fuß in der Tür ganz am Anfang bei Shell und war damit Teamkollege von Sean Emmett. Und da wurde ich hellhörig, denn bevor ich zum Studium 1992 nach London übersiedelte, war ich großer Fan der englischen Fast Bikes - wo Sean Emmett der Schnelle Mann vom Dienst war.

Auf der Insel angekommen hatte ich auch mal die Fährte aufgenommen und ihm bei einem Superbikerennen in Brands Hatch zugeschaut. Von meiner Unterkunft in Hertfordshire war die Firma Harris um die Ecke und so hat es sich ergeben, dass ich denen damals als Studentenjob ihren Teilekatalog ge-layoutet habe. Damals hatte ja noch kaum jemand einen Computer - die freuten sich über einen Geek wie mich. Da waren sie kurz vor dem Einstieg in die 500er WM und ich war verblüfft mit welchen bodenständigen Mitteln dort die WM in Angriff genommen wurde. Jedenfalls haben Sean Emmett und Harris dann das Shell Sponsoring abgegriffen und John McGuinness durfte erstmal wieder neue Geldgeber aktivieren.

Mike Frison / renn.tv

Ein weiterer bekannter Name war Gehard Lindner - einige kennen ihn vielleicht besser als “Gegesch”:

Mike Frison / renn.tv

Er ist inzwischen in den Diensten von BMW Motorrad und ich wette immer noch pfeilschnell. Ich war ein paarmal als Schrauber damals mit dabei, u.a. beim Sieg 24h-Rennen Moto Aktiv in Magny Cours 1997 - eine serienmäßige GSX-R 600 reichte für Platz 1. Christian Kohlhaas war damals übrigens auch am Start - im privaten Boxerteam von Romolo Liebchen (wurden Gesamt 9. - war eine kleine Sensation mit dem Boxer). Da schließt sich ja dann der Kreis wieder zu BMW.

Und ich hätte ja mit viel gerechnet, aber nicht mit einem in Macau fahrenden Gegesch im John McGuiness Buch.

Und ganz am Ende noch jemand, den ich eher zufällig in Goodwood getroffen hatte: Dave Hancock (auf diesem Frozenspeed-Foto rechts):

Mike Frison / renn.tv

Man muss dankbar sein für dieses Buch (amzn.to/2ComPHD) und John’s offenherzige Art und Weise der Erzählung - auf jeden Fall eine lohnende Lektüre, sehr zu empfehlen - nicht nur für IOMTT Fans.

Um John McGuinness zu folgen und seinem harten Heilungsweg zurück auf das Rennmotorrad empfiehlt sich Twitter, dort ist er regelmäßig anzutreffen: @jm130tt.

McGuinness | Buchvorstellung |


Sonntag, 21. Oktober 2018

Muss man auch erstmal sacken lassen: Shell neuer Sponsor für Nissan Formel E Team.


Mittwoch, 07. März 2018

Pennzoil Werbefilm mit Rhys Millen.

Wenn Adenau´s Bürgermeister sich mal wieder über Hobbyraser beschwert, die die öffentlichen Straßen unsicher machen - vielleicht liegt es auch an solchen Werbefilmen.

Ich kann dem Ganzen ehrlich gesagt nicht so viel abgewinnen wie The Drive, aber die Macher geben sich überzeugt, dass das die Leute sehen wollen.

Wenn es um das Driften auf der Nordschleife geht, dann müssen sich sowieso alle hinter Franz Fabian anstellen - da nützt auch der ganze Qualm und die Dramamusik nichts.

Ich wundere mich allerdings bei dem Pennzoil Film darüber, dass sie für einen Werbefilm die öffentlichen Straßen absperren durften. Und natürlich muss man im Zusammenhang mit der Nordschleife und einer werbewirksamen Verkasperung die Frage stellen: wo war Pennzoil, als der Ring Hilfe dringend nötig hatte?

UPDATE:

Stellt sich raus, dass Pennzoil eine Marke von Shell ist.

Nordschleife | Drift | Millen | Pennzoil |


Donnerstag, 11. Januar 2018

New York City verklagt Ölindustrie wegen Klimaveränderung.

Today, the city of New York joined a number of California cities in suing a group of major oil companies for the costs of climate change.

Alles dabei, was Rang und Namen hat. Und natürlich finanzielle Mittel:

Chevron, ConocoPhillips, ExxonMobil, BP, and Royal Dutch Shell.

Wieso klagen bei uns eigentlich noch keine Städte wegen der drohenden Fahrverbote?

NewYork | Klage | Ölindustrie | GlobalWarming |


Donnerstag, 12. Oktober 2017

Mobilität der Zukunft: Medien hinken noch schwer hinterher.

Selten habe ich so einen schlechten Artikel gelesen, wie diesen hier gestern in der Washington Post.

Ich greife mal ein paar Argumentationen auf.

Eigentlich fängt es ganz gut an, indem 2017 rückblickend als der Wendepunkt betrachtet werden könnte, an dem Elektromobilität so richtig Fahrt aufgenommen hat.

Aber da bleibt die Entwicklung natürlich nicht stehen - der Artikel aber schon. Das autonome Fahren wird die Straßen erobern und damit auch neue Geschäftsmodelle, die den individuellen Fahrzeugbesitz ad absurdum führen, weil viel zu aufwendig und teuer. Kürzlich habe ich aufgeschnappt, dass wir hier in Deutschland ca. 14.000 km im Jahr fahren. Wenn man mal von einer konservativ angenommenen Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h ausgeht, dann fährt ein Auto im Schnitt 350 Stunden pro Jahr. Bzw. 4%. Und steht 96% der Zeit rum - bzw. im Weg.

Das autonome Fahren wird dieses Verhältnis umkehren, weil die Autos maximal ausgelastet werden - also immer unterwegs sind statt rumzustehen. Und dadurch natürlich die Kosten dramatisch senken - man kauft in Zukunft den Service, nicht das Auto. Das gilt für alle 46 Millionen PKW in Deutschland. Das würde sich meiner Rechnung dann auf 1,8 Millionen reduzieren. Bei gleicher Mobilität, aber höherer Auslastung der Fahrzeuge. OK, das ist noch ein weiter Weg, aber würde 660 km2 an Fläche freigeben. Zum Vergleich: Berlin - die größte Stadt - hat eine Fläche von knapp 900 km2.

Urging caution about the impact of EVs on the oil industry, John Eichberger, executive director of the Fuels Institute, said he doesn’t expect to see significant changes in demand for another 15 years or so. “We don’t know how fast EV sales will pick up, but what we do know is that no matter how fast they pick up, the inventory in the market will turn over more slowly, and this will delay the impact on liquid gallon demand,” he said.

Es ist nicht die Anzahl der Fahrzeuge auf der Straße, die Öl oder Strom verbrauchen. Es ist die gefahrene Strecke. In 15 Jahren - also 2032 - haben die neuen Konzepte längst gegriffen und den alten Fahrzeugbestand überflüssig gemacht. Nicht weil auf einmal so viele neue elektrische Fahrzeuge verkauft werden, sondern weil der Großteil der Strecken damit zurückgelegt wird. Es wird übrigens auch teuer werden die alten Autos zu entsorgen. Bzw. günstig sich einen Verbrenner für’s Hobby zu kaufen :)

Die nächste steile These:

“The idea is that for hospitality-type venues — restaurants, gas stations, coffee shops — electric vehicle charging could be an attractive way for them to attract customers the way WiFi was a decade ago, when it caused a lot of people to hang out at Starbucks.”

Das mit dem autonomen Verkehr scheint in den Köpfen nicht anzukommen. Wenn es einmal aussortiert ist, lässt es sich spielend leicht skalieren, denn dann reden wir nur noch von Copy/Paste - die Software, die das Auto schlau macht.

Und autonome Autos machen bestimmt nicht Pause, um Kaffee zu trinken ;)

Paradoxerweise zitiert der Artikel sogar Tony Seba, allerdings um das Verschwinden der Werkstätten zu untermauern:

Seba pointed out that there are thousands of department store and dealer repair locations — as well as about 70,000 mom-and-pop repair shops — that will be significantly affected by a decline in business.

Hätten sie dem Forscher mal besser insgesamt zugehört.

Übrigens, auch eine Meldung von heute: Shell hat sich NewMotion einverleibt, über die 50.000 Ladestationen in Europa zugänglich sind. Das zeigt a), dass jetzt langsam die Panik ausbricht und b), dass das mit den umgebauten Tankstellen vielleicht doch nicht die beste Idee ist.

Die Meldungen überschlagen sich im Tagestakt, aber der Mainstream ist immer noch festgefahren in alten Gedankenmodellgängen.

Zukunft | Elektro | Seba | WashingtonPost | autonom | Fläche | PeakOil |


Mittwoch, 01. Februar 2017

Nach Shell plant jetzt auch Total Ladestationen aufzubauen.


Montag, 30. Januar 2017

Ach, wacht man bei der Ölindustrie doch auf? Shell plant erste Ladestationen.


Sonntag, 23. Oktober 2016

Gustl Farfus prügelt DTM M4 Renntaxi über die Nordschleife.

Ist zwar nur ein Renntaxi und mit Beifahrer an Bord, aber der Gustl lässt brennen - weil anders kann er nicht:

Die Aufnahmen sind vom 12.Sep., haben aber jetzt erst in dieser Form das Licht der Welt erblickt.

Der passende Shell Promofilm ist hier zu finden youtu.be/4T8OKtA1gDc, gehört zu der #helixheartbeat Challenge.

Farfus | Onboard | Shell |


Freitag, 21. Mai 2010

Die Stuntshow in der ring°arena ist abgesagt, obwohl die halbe Eifel damit zugekleistert ist.Die Stunt Show in der Arena ist kurzfristig abgesagt worden. Zwar wird im Internet die Veranstaltung immer noch beworben und die halbe Eifel ist mit Plakaten zugekleistert, aber wenn man die Hotline anruft bekommt man nur die Info, daß alle Mai-Termine abgeblasen sind. Eigentlich sollten morgen und übermorgen (Sa/So) noch Vorführungen stattfinden. Einen Grund für die Absage konnte mir die freundliche Dame am Telefon nicht nennen: "Das weiß ich auch nicht.".



Sogar Shell schmückt sich noch stolz mit dem Flop - und listet nach wie vor die Mai Termine:



Im Gegensatz zu der sonst typisch lauten und kumpelhaften Kommunikation verbreitet man von Seiten der ring°betreiber Lindner/Richter keine Nachrichten zu der Absage, ist vielleicht zu peinlich nach dem Riesenbrimborium, das man im Vorfeld für die Quietscheparty veranstaltet hat. Und obwohl die 24h-Besucher überschwemmt wurden mit Freikarten (die lagen stapelweise rum!), waren die Vorstellungen nur mäßig besucht. Inklusive Beifall vom Band. Was für ein jämmerlicher Zirkus - und zeitgleich läuft auf der Nordschleife das 24h-Rennen.

Ende April mußte ich mir von offizieller Seite u.a. wortwörtlich anhören: "Ich habe das Gefühl, dass in Deinen Augen immer alles doof ist, was neu ist."



Ganz ehrlich: dööfer geht nimmer.


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