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Donnerstag, 29. März 2018

Tesla verabschiedet sich als erster Autohersteller aus Facebook.

Natürlich nicht einfach so, sondern mit Musk’scher Inszenierung über Twitter - und am Ende dann doch einfach so. Trotz Millionen von Followern.

Und weil es so schön war, klinkt sich SpaceX auch direkt mit aus.

Ich selber habe Facebook schon seit über einem Jahr gemieden - habe jetzt die Gelegenheit genutzt einen Strich drunter zu ziehen, inklusive der Seiten (Facebook Pages). Instagram sowieso und WhatsApp benutze ich nicht. Diese 3 gehören zur Zeit zum Zuckerberg-Imperium, das sich zum Ziel gesetzt hat die persönlichen Daten der Menschheit zu kommerzialisieren.

Falls jemand noch zögert, hier ist eine Argumentationshilfe - zwar Google-lastig, aber darüber muss ja auch gesprochen werden. Ich habe übrigens letzten Samstag die Möglichkeit benutzt, um meine Facebook Daten anzufordern - bisher keine Reaktion. Ob ich dann auch so einen Schreck bekomme? Inspirator Fefe hat auch ein lesenswertes Interview über Facebook gegeben.

Natürlich - ich als IT’ler war mir dessen vorher bewusst. Aber ich habe unterschätzt, wie naiv meine Umwelt mit dem Thema umgeht. Und durch meine Facebook Aktivitäten - und sei es nur ein Like hier und da - habe ich das System quasi approved - jedesmal. Vielleicht gibt es ja Leute, die sich denken: “Wenn der Mike es benutzt, dann kann es so schlimm ja nicht sein.” Doch - es ist so schlimm und ich benutze es jetzt auch nicht mehr.

Tesla | Facebook | Instagram | Google | SpaceX | Fefe | SocialMedia |


Sonntag, 31. Dezember 2017

Lewis Hamilton geht im Shitstorm unter - und löscht aus Verzweiflung sein Instagram Konto.

Das Konto ist zwar noch da, aber wie sie sehen, sie sehen nichts:

Lewis Hamilton geht im Shitstorm unter - und löscht sein Instagram Konto.

Was war passiert? Sein Neffe war an Weihnachten im Prinzessinenkleid unterwegs und Lewis Hamilton meinte, sowas machen Männer nicht. Und postet ein lustiges Video auf Instagram. Das war natürlich ein Eigentor mit Anlauf und ohne Tormann. Und bei strammen 5,7m Followern ein ordentliches Pfund.

Viel Erfolg, DEN Geist wieder zurück in die Flasche zu bringen - keine Chance. Das ist zwar jetzt müssig zu sagen: aber sowas überlegt man sich vorher. Hätte man eigentlich auch selber drauf kommen können. Mit so einer Reichweite und Durchschlagskraft kommt auch eine ordentliche Portion Verantwortung. Und wenn man noch nichtmal sich selber postet, sondern andere Leute, dann sollte man schon genau wissen, was man tut.

Womit wir beim Thema Kinder wären: viele Eltern gehen meiner Meinung nach zu leichtfertig mit dem Thema Kinder und Social Media um. Posten die süßen Kleinen bei jeder Gelegenheit und die Likes und Herzchen lassen auch nicht lange auf sich warten.

Ich sammele auch gerne Likes, gar keine Frage. Aber Ihr werdet bei mir kein Foto unserer (unendlich süßen!) Tochter finden - höchstens angedeutet oder ohne das Gesicht zu erkennen. Umso mehr so, wenn ich andere Kinder poste.

Warum? Ganz einfach: aus Respekt. Den Kindern gegenüber. Denn sie ist nicht unser Eigentum, sondern ein kleine heranwachsende Menschen, denen wir den Weg in’s Leben ebnen dürfen. Dadurch leiten sich für mich aber nicht irgendwelche Post-Rechte ab, dass ich meine Tochter nach Belieben in die Welt hinaustragen dürfte. Was, wenn sie später nicht so mitteilsam ist, wie ich? Wenn sie lieber ohne Facebook und Instagram an der Welt teilnehmen möchte? Dann würde ich den Geist auch nicht mehr in die Flasche bekommen.

Die Entscheidung, wie sehr sie sich mitteilen möchte, überlasse ich ihr. Sie ist jetzt noch zu jung dafür (4 J.), aber sie soll einen sauberen Start haben dürfen, wenn es soweit ist.

Das war auch mein erster Gedankengang, als ich das Video von Hamilton’s Neffen gesehen habe (als es noch online war). Das Prinzessinenkleid? Geschenkt. Aber dass er den kleinen Jungen in die Öffentlichkeit zerrt - 5,7m! - ohne ihm die Chance zu geben das selber zu entscheiden, das war wieder einmal ein unschönes Beispiel für den leichtfertigen Umgang mit diesem Thema. Und jetzt dreht zu allem Überfluss auch noch das halbe Internet durch - DIE Weihnachten werden die beiden so schnell nicht vergessen.

Vielleicht gelingt es mir ja auch, den ein oder anderen Erwachsenen zum Nachdenken anzuregen - Silvester ist ja immer eine willkommene Gelegenheit für gute Vorsätze.

Übrigens: Lewis Hamilton’s eigene Kleiderwahl ist auch eher kein Maßstab.

Hamilton | SocialMedia | Eltern | Verantwortung | Prinzessin |


Sonntag, 08. Oktober 2017

Sind wir Sklaven unserer digitalen Geräte? Like-Button Erfinder Justin Rosenstein reflektiert.

Interessanter Artikel im Guardian - wahrscheinlich haben wir es alle schon längst vermutet, aber in echt ist es doch noch erschreckender als erwartet. Dabei ist der Like-Button erst 8 Jahre alt.

He was particularly aware of the allure of Facebook “likes”, which he describes as “bright dings of pseudo-pleasure” that can be as hollow as they are seductive. And Rosenstein should know: he was the Facebook engineer who created the “like” button in the first place.

“It is very common,” Rosenstein says, “for humans to develop things with the best of intentions and for them to have unintended, negative consequences.”

Das hat inzwischen heftige Ausmaße angenommen:

(..) the psychological effects on people who, research shows, touch, swipe or tap their phone 2.617 times a day.

2.617!? OMG. Das müsste ein Zähler dran sein, damit man das selber für sich bemerkt und reglementieren kann.

Selbst unser gesellschaftliches Konzept und die Demokratie als solches werden auf den Kopf gestellt:

Drawing a straight line between addiction to social media and political earthquakes like Brexit and the rise of Donald Trump, they contend that digital forces have completely upended the political system and, left unchecked, could even render democracy as we know it obsolete.

Und die Kinder sollen es mal besser haben:

It is revealing that many of these younger technologists are weaning themselves off their own products, sending their children to elite Silicon Valley schools where iPhones, iPads and even laptops are banned.

Elite-Schule sind jetzt die OHNE Geräte - das war auch mal umgekehrt.

Und kommt Euch das hier bekannt vor?

“The technologies we use have turned into compulsions, if not full-fledged addictions,” Nir Eyal writes. “It’s the impulse to check a message notification. It’s the pull to visit YouTube, Facebook, or Twitter for just a few minutes, only to find yourself still tapping and scrolling an hour later.” None of this is an accident, he writes. It is all “just as their designers intended”.

Unsere menschlichen Schwächen werden ausgenutzt - aus kommerziellen Gründen.

Sucht, Droge, Abhängigkeit - diese Begriffe fallen heutzutage schon selbstverständlich im Zusammenhang mit Social Media und sollten bei uns - den Usern - alle Alarmglocken läuten lassen.

McNamee chooses his words carefully. “The people who run Facebook and Google are good people, whose well-intentioned strategies have led to horrific unintended consequences,” he says. “The problem is that there is nothing the companies can do to address the harm unless they abandon their current advertising models.”

Na da werden sie sich ganz sicher nicht freiwillig von verabschieden, denn das ist ja ihr Geschäftsmodell.

SocialMedia | Gesellschaft | Rosenstein | Eyal |


Samstag, 06. Juni 2015

Social Media Revolution in der F1?

Gerade beim Quali gesehen, dass der Hashtag #CanadianGP eingeblendet wurde. Das war im World Stream, bei dem sich auch RTL bedient, d.h. das wird rund um den Globus promotet.

Kann natürlich sein, dass ich das vorher nie gesehen habe, weil ich zu wenig F1 gucke - aber das wär’ mir aufgefallen, wenn die sich so reinhängen.

Besser spät als nie!

Formel1 | SocialMedia |


Sonntag, 20. Juli 2014

Und auf einmal wundern sie sich, dass beim Formel 1 die Zuschauer ausbleiben?!

Beim Formel 1 Rennen in Hockenheim werden für den heutigen Rennsonntag nur knapp 50.000 Zuschauer erwartet - da waren in Silverstone selbst Freitags mehr (am Renntag 120k). Toto Wolff meint: das müssen wir analysieren und Niki Lauda rechnet in DIE WELT ab. Seiner Meinung nach liegt es u.a. daran, dass die Formel 1 nicht auf Facebook ist.

Mich fragt zwar keiner, aber ich biete mal ein paar Thesen, warum das - besonders in Deutschland - nicht funktioniert. Und da hat ein Arbeitgeber von Niki Lauda großen Anteil daran: RTL.

Furchtbare Fernsehübertragungen.

  • RTL bietet den unterirdischsten Kommentar, den man sich im Motorsport vorstellen kann. Für jemanden, der den Sport wirklich mag, ist es die reinste Folter. Schlimmer ist nur noch die DTM/ARD, ich glaube es gibt auf der ganzen Welt keine schlechteren Renn-Berichterstattungen.

    Es gibt nur ein Rennen in Deutschland (und eines um die Ecke in Spa), den Rest muss man sich also vor dem Fernseher anschauen, wenn man die Saison verfolgen will. Und das geht als Motorsport Anhänger bei RTL leider garnicht. Das ist anscheindend auch nicht das, was RTL will. Die machen mehr so eine Livestyle Geschichte in der Annahme, dass das die Leute sehen wollen. Auf die RTL Zuschauer mag das tatsächlich zutreffen, für Motorsportfans ist es die reinste Qual.

    Nicht nur die F1 ist in der Zeit stehengeblieben, RTL ist es auch und ich bekomme regelmässig Plaque, wenn Heiko Wasser irgenwelche unnützen Zahlen “für die Statistikfans unter Ihnen” zum besten gibt oder sich an den Positionen “der deutschen Piloten” aufgeilt. Für einen echten Race-Fan ist das doch total Nebensache! Wir wollen guten Sport sehen.

    Über Kai Ebel brauchen wir garnicht reden.

    Aber das werden die nie kapieren. Ich verfolge - wenn es mir die Zeit erlaubt - das ein oder andere Rennen bei BBC. Die Läufe, die bei denen aus Lizenzgründen nicht im Fernsehen ausgestrahlt werden, kann man dann per Radiostream hören und das deutsche Fernsehbild ohne Ton laufen lassen. Allan McNish und Live Timing dazu - läuft. Nichtmal die RTL-Werbung schafft es einen zu stören.

Schumi Mania - ein Relikt aus vergangenen Tagen.

  • In Deutschland war die Formel 1 in den vergangenen Jahren ein Michael-Schumacher-Phänomen (Keep fighting Michael!). Der Zug ist längst abgefahren, aber RTL klammert sich immer noch daran fest. Wenn man sich damals die Besucher angeschaute, dann konnte man sowieso nur mit dem Kopf schütteln. Das war eine ganz seltsame Spezies, so ein Zwischending aus Kegelclub und Rote Funken - hab ich zwar nie wirklich verstanden, aber war klar, dass das nicht ewig so laufen wird.

    Deutschland ist auch keine Motorsport Hochburg. RTL und ARD halten die Zahlen aufgrund ihrer Reichweite künstlich hoch und prügeln die Veranstaltungen in die Wohnzimmer. Ein gutes Indiz ist die Presselandschaft, die sich mit Rennsport beschäftigt: Speedweek hat die Segel gestrichen, Motorsport Aktuell hält sich gerade so über Wasser - das war’s. In UK, Spanien oder Italien sieht das mal komplett anders aus. Da sind die Leute noch richtig begeistert und folgen dem Sport aus eigenem Interesse. Da gibt es dann sogar eine Zeitung extra für Rennautos.

Langweilige Rennen.

  • Die Formel 1 vor Ort ist langweilig. Ja - der Speed ist beeindruckend und die Bremswege sind es auch - aber Rennverlauf und Action sind langweilig. Dieses Jahr wurde auch noch eine der wenigen übriggebliebenen Attraktionen gestrichen: der Sound. Witzigerweise nimmt die Werbeindustrie für ihre Clips den Sound vom letzten Jahr und denkt es merkt schon keiner.

Die F1 Autos sehen alle gleich aus.

  • Die Technik ist überdefiniert. Alle Autos sehen gleich aus, würde man sie neutral lackieren, man könnte sie nicht mehr auseinanderhalten. So wie bei GP2: identische Autos, unterschiedliche Lackierung. Die technischen Freiräume, die den Ingenieuren bleiben, sind für die Zuschauer im Inneren des Fahrzeugs verborgen.

Arroganz.

  • Die F1 ist arrogant. So richtig abgehoben und überheblich. Das passt einfach nicht mehr in die heutige Zeit.

    Nicht-arrogante Sportarten bemühen sich um Dialog mit ihrer Fanbasis - und da spielt natürlich Social Media eine große Rolle.

    So gesehen hat Niki Lauda - teilweise - Recht. Aber Facebook und Twitter alleine werden es nicht richten, denn - das haben viele Beispiele in der Vergangenheit bewiesen - eine erfolgreiche Social Media Strategie kommt in erster Linie von innen. Aufgesetzte Kanäle, die nicht glaubwürdig sind, können den Schuss sogar nach hinten losgehen lassen.

    Aber bei dem Level an Überheblichkeit, den die F1 heutzutage zur Schau stellt, sehe ich wenig Chancen. Die übriggebliebenen interessierten Zuschauer, die es hierzulande noch gibt, bekommen es regelrecht um die Ohren gehauen: abgeriegeltes steriles Fahrerlager, strategische Entscheidungen gesteuert von einer ebenso arroganten FIA - wer lässt das schon mit sich machen. Die Sache mit den Penisnasen war doch das beste Beispiel: gegen den Willen ALLER - sogar der Teams - wurde die peinliche Optik durchgedrückt. Resultat: die Autos sehen aus wie Clowns.

    Apropos Social Media: wie heisst eigentlich Niki Lauda’s Facebook Account? Siehste.

Aerodynamik mit viel zu viel Anpressdruck.

  • Der grösste Killer in meinen Augen ist jedoch die Aerodynamik. Heutige Formel 1 produzieren soviel Anpressdruck, sie könnten mit 200 km/h an der Decke fahren. Das ist zwar beeindruckend, aber was hat der Zuschauer davon?

    Im Gegenteil: Überholmanöver werden erschwert, weil man im Windschatten Downforce verliert. Und es gibt aufgrund der hohen Kurvengeschwindigkeiten nur eine Ideallinie, auch das erschwert das Überholen. Doch das Schlimmste an der ausgefeilten Aero: man kann als Zuschauer von aussen einen überragenden Fahrer nicht mehr ausmachen. Wenn man sich einmal an den irren Speed gewöhnt hat, dann gleicht ein Formel 1 Rennen einer Hochgeschwindigkeits-Parade auf Schienen. Und durch die Überrundungen verliert man sogar den Überblick, wer an welcher Stelle liegt. Handy kannste in so einem Fall vergessen, zuviele Leute - zu dünnes Netz.

    Letztes Jahr habe ich mir zufällig den Nürburgring F1 Lauf vor Ort angeschaut - hätte es nicht mittendrin eine Safety Car Phase gegeben, wo sich alle wieder nach Position einreihen mussten, ich hätte nichts mehr geblickt. Nicht weil ich zu doof dafür bin - würde ich jetzt nicht pauschal ausschließen ;) - aber die Leute um mich um wussten es auch nicht besser.

    Schonmal aufgefallen, dass die spannensten Rennen ausgerechnet die sind, wenn es regnet? Sollte eigentlich zu denken geben - macht es aber nicht. Jetzt könnte man die Strecke künstlich bewässern, was natürlich Quatsch ist - oder man schraubt die Aerodynamik - und damit den Grip - massiv runter.

    Das würde den herausragenden Fahrern wieder die Chance geben, ihre Talente zu zeigen, so dass es auch jeder sieht: Fahrgefühl, saubere Linie, Reflexe, Limit ausloten und den Portion Mut, den diese Piloten so besonders macht. Solange man das nicht von aussen als normaler Zuschauer sehen und bewerten kann, macht es wenig Sinn ein Rennen vor Ort zu besuchen.

    Und das erleben wir gerade: keine 50.000 Zuschauer, das ist Bundesliga-Fussball-Niveau.

Grosse Hoffnung, dass sich etwas ändert, habe ich nicht. Zwar haben die deutschen Hersteller/Sponsoren ein Problem, aber das wird B.Ecclestone - bzw. seinen Nachfolger - wenig jucken. Um fundamental etwas zu ändern, müsste es richtig wehtun und ich fürchte das werden wir nicht erleben.

Besser wäre es meiner Meinung nach, wenn andere Serien versuchen, die entstandene Lücke zu füllen und einen beeindruckenden und spannenden Wettbewerb etablieren, der allen Beteiligten - Zuschauern wie Aktiven - großen Spass macht!

Tags: MikeRant | Formel1NikiLauda | TotoWolffSocialMedia | Besucherzahlen | Hockenheim |


Montag, 18. Oktober 2010

Adrian Newey mal so richtig von der Leine lassen!Ohne Limit mal was richtig Krasses auf die Räder stellen, quasi das schnellste Auto des Universums. Was für ein scharfes Gefährt.

Soon at a Playstation next to you:




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