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Samstag, 20. Oktober 2018

Intermot 2018 - Ducati, Dainese und AGV.

Es sei - nach der EICMA in Italien - die zweitgrößte Motorradmesse der Welt und dann auch noch in Köln: da darf ich natürlich nicht fehlen.

Mike Frison / renn.tv

Ich hatte ja schon kurz Beiträge vom Aufbau-Samstag und von den Custombikes - heute geht es um Ducati, Dainese und AGV.

Mike Frison / renn.tv

Der Start war schon gut, denn direkt am Eingang bin ich schon Alex (kettenritzel.cc, hier sein Intermotbeitrag) und Sandra (bike-addicted.de) in die Arme gelaufen - die beiden waren kürzlich gemeinsam in Sachen BMW unterwegs. Wir sind dann in geschlossener Bloggerformation zu Ducati, gerade rechtzeitig um einen charismatischen Claudio Domenicalli zu erleben:

Mike Frison / renn.tv

… der die neuen Scambler-Modelle vorgestellt hat:

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

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Mein Interesse galt aber eher Andrea Dovizioso’s Rennmaschine, was für ein Gerät. Das Superbike von Chaz Davies stand auch direkt daneben.

Mike Frison / renn.tv

Der V4 Motor der Ducati Panigale hatte es mir ja schon letztes Jahr angetan und für die Intermot hatte Ducati sich etwas ganz Besonderes ausgedacht: ein Motorschnittmodell, dem man bei der Arbeit zugucken konnte. Was ich auch gefühlt stundenlang gemacht habe - hier ein kleines Video davon.

Direkt neben Ducati - kein Zufall - war Dainese zusammen mit AGV untergebracht.

Mike Frison / renn.tv

Die Italiener waren eine Weile nicht mehr auf der Messe - von daher war ich froh, denn es gab Einiges zu erfahren.

Lino Dainese ist eine spannende Persönlichkeit (hier ein Interview von 2013), hat die Motorradschutzbekleidung kreiert, als er selber als aktiver Fahrer eben diese vermisst hatte. Das war Anfang der 70iger und direkt zu Beginn wurden Rennfahrer unterstützt. Die Übersicht der aktiven Fahrer, die heutzutage unterstützt werden, ist schillernd und lang.

Doch umtriebig wie Lino Dainese nunmal gestrickt ist, gibt er sich mit klassischen Lederkombis nicht zufrieden. Erinnert Ihr Euch noch an 2007, als zum ersten Mal ein Airbag einen gestürzten Piloten in der WM schützte? Das war ein wulstiges Konstrukt und seitdem hat sich viel getan.

Nicht nur sind die Systeme viel kleiner und komfortabler geworden, sie sind inzwischen auch in allen Kombis der (Dainese-) Rennfahrer Standard. Und was im Rennsport gut funktioniert zieht auch in die Serie ein und so bietet Dainese inzwischen eine große Auswahl an Bekleidung, die mit dem “D-Air” System ausgestattet sind.

Mike Frison / renn.tv

Es arbeitet mit 1,9 bar und muss nach einer Auslösung im Austausch (ca. 250 €) gewechselt werden. Die Sensoren messen mit einer Frequenz von 1.200 mal / Sekunde und das Ganze steht auch unter Strom:

Mike Frison / renn.tv

Das funktioniert mit Akku und hält dann 48h. Aufladezeit ist 4h und vor der Fahrt muss der Airbag aktiviert werden. Die eingenähte Patrone hat immerhin 600 bar und das System löst in 30 ms aus, um dann den Druck - also die 1,9 bar - für 5 Sekunden zu halten. Dadurch wird die Energie beim Sturz um 90% (!) reduziert. Das Mehrgewicht hält sich in Grenzen, liegt bei plus 800 Gramm.

Man kann insgesamt inzwischen von einem ausgereiften System sprechen und wenn ich an meine zahlreichen Stürze aus der Vergangenheit zurückdenke, so wären mir mit einem komfortablen Kissen sicher einige Schmerzen erspart geblieben.

Für die Straßenfahrer wird der Brustkorb mitgeschützt, aber die Rennfahrer fallen als Erstes auf die Schulter:

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

In Sachen Stil macht Dainese sowieso keiner was vor:

Mike Frison / renn.tv

… und die Verarbeitung ist auch vom Feinsten:

Mike Frison / renn.tv

Kein Wunder, dass Pagani sich an Dainese gewandt hat, als es darum ging ein Verdeck für den Huayra Roadster zu entwickeln.

Die Einteilerkombi mit Airbag liegt bei etwa 2.200 € und Dainese hat einen schönen Konfigurator im Netz, über den man sich die Farben beliebig zusammenstellen kann.

Wer da ernstes Interesse hat, sollte mal schauen, ob einer der Werksniederlassungen in der Nähe sind. Sie heißen “Flagship Store” und es gibt welche in Hamburg, Dortmund, Düsseldorf, München und Berlin.

Dort gibt es auch die AGV Helme - seit etwa 10 Jahren eine Tochterfirma von Dainese und das AGV steht für Amisano Gino Valenza. Leider schon verstorben, aber die Helme zählen nach wie vor zur ersten Garde. Und Hingucker sind sie allemal.

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Vor ein paar Jahren hat auch ein Investor bei Dainese die Mehrheit übernommen: Investcorp aus Bahrain. Scheint der Firma und den Produkten jedenfalls nicht zu schaden!

Demnächst geht es dann hier weiter mit noch ein paar Intermot-Themen …

Intermot | Dainese | Ducati |


Samstag, 29. September 2018

IDM 2019 - Termine stehen - 8 Rennen geplant.

Kurz vor der Intermot, die nächste Woche ab Dienstag (Public: Mittwoch) startet, hat die IDM ihre Termine für 2019 veröffentlicht:

Lausitzring
17.-19.05.2019
Speedweek Oschersleben
06.-09.06.2019
Zolder (B)
21.-23.06.2019
Most (CZ)
12.-14.07.2019
Truck-GP Nürburgring (SBK 1000)
19.-21.07.2019
Schleizer Dreieck
02.-04.08.2019
Assen (NL)
06.-08.09.2019
Hockenheim
27.-29.09.2019

Schönes Programm und interessant auch, dass der Lausitzring trotz Verkauf noch dabei ist.

IDM1000 |


Sonntag, 11. März 2018

Ralf Waldmann verstorben.

Plötzlich und unerwartet - er wurde nur 51 Jahre alt.

Dieses Rennen müsst Ihr Euch ansehen - mit Dank an Toby Moody für den Link.

Günther Wiesinger hat in letzter Zeit einige Angriffsfläche geboten, aber den Nachruf hätte wohl kaum jemand besser schreiben können.

UPDATE:

Burkhard Bechtel’s Nachruf. (Via - danke!)


Freitag, 02. Februar 2018

Die IDM hat in letzter Sekunde noch die Kurve bekommen: alles unter Dach und Fach für 2018.

Zwischen der Arbeitsgruppe Motorsport des Industrieverbande Motorrad e.V. sowie der Wirtschaftsdienst GmbH des Deutschen Motorsportbundes e.V. wurden Kooperationen mit dem neuen Promoter der IDM geschlossen. Diese Funktion übernimmt erstmals die Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, die dafür das hauseigene Motorrad action Team in Position bringt.

8 Läufe sind es geworden, davon 0 am Nürburgring:

  1. bis 29. April 2018: Oschersleben
  2. bis 10. Juni 2018: Speedweek Oschersleben (Superbike 1000)
  3. bis 08. Juli 2018: Zolder
  4. bis 29. Juli 2018: Schleiz
  5. bis 26. August 2018: Lausitzring
  6. bis 09. September 2018: Assen
  7. bis 30. September 2018: Hockenheim

IDM1000 | MotorPresse |


Dienstag, 21. November 2017

Jonas Folger's mysteriöse Krankheit: Gilbert-Syndrom.


Freitag, 22. September 2017

Zakspeed kündigt die Partnerschaft mit AMG auf, nachdem AMG die Partnerschaft mit Zakspeed aufgekündigt hat.

Angefangen hat alles mit der Disqualifikation beim letzten GT Masters, nachdem man Platz 1 und 2 gefeiert hat. Grund unerlaubter Verstellbereich der Nockenwellen. Offensichtlich wird das über die Kennfelder geregelt und jetzt fragen sich natürlich alle: wie kommt die modifizierte Software in die Autos?

Fast ein kleines Dieselgate.


Mittwoch, 20. September 2017

Keine IDM mehr.

Die Meldung der zusammengeschlossenen Motorradindustrie war kurz und knapp, keine Fortsetzung der IDM in 2018:

Trotz zahlreicher intensiver Gespräche konnte kein Konzept gefunden werden, das eine erfolgreiche Umsetzung der IDM im Jahr 2018 gewährleistet würde.

Das ist bitter für den Motorradsport und über die Gründe brauchen wir gar nicht lange spekulieren: zu teuer. Der DMSB lehnt sich zurück bzw. rollte dem Autosport den roten Teppich aus, während der Zweiradsport am langen Arm verhungert. Man hat die Verantwortung auf die Hersteller abgewälzt, die sich in ihrer Not einen Veranstalter suchen mussten. Der das natürlich nicht umsonst macht.

Tschüss IDM.

Die Absage kann man irgendwo auch verstehen, so ein Motorradhersteller bzw. Importeur hat ja eigentlich andere Aufgaben, als eine nationale Rennserie zu organisieren. Man hat es immerhin probiert, das sollte man den Herstellern hoch anrechnen, denn es hat ordentlich Lehrgeld gekostet. Wer hat nochmal die Sporthoheit in Deutschland? Achja, die Linzenzabkassierer in Frankfurt.

Schade für den Sport, ich hatte mir ja extra den Auftakt am Ring angesehen, um mir ein eigenes Bild zu machen - und ich fand es super.

Aber nicht alle sind traurig, es gibt da jemanden der tanzt vor Freude. Selten habe ich zu so einem bitteren Thema einen so euphorischen Beitrag gelesen wie den von Günther Wiesinger in Speedweek.

IDM1000 | Wiesinger | DMSB |


Donnerstag, 07. September 2017

Ducati´s neuer V4 klingt schwer beeindruckend.

Das muss man Ducati ja lassen: ziemlich lässig einen neuen bärigen V4 zu entwickeln, während alle anderen von Elektro träumen und sogar der potentielle Verkauf der Firma an einen neuen Besitzer ständig Schlagzeilen macht.

1.100 Kubik mit 210 PS und 120 Nm - der rote Bereich jenseits der 14.000 an.

Hier ein Prüfstandslauf als Video - für den Soundcheck:

youtu.be/xRNq5YT_r38

Am Wochenende ist in Misano MotoGP und man hat die Gelegenheit genutzt das Triebwerk vorzustellen. Das ist kein Zufall, denn der Motor stammt auch direkt aus dem MotoGP Renner.

So gesehen bin ich ja ganz froh, dass ich das zweizylindrige Vorgängermodell noch testen durfte - quasi die letzte ihrer Art.

Ducati | Panigale |


Donnerstag, 10. August 2017

MotoGP in der Eifel? Ich bin da zwiegespalten, denn die Motorrad- und Motorsportbegeisterung aus dem Osten Deutschlands ist in dieser Form am Ring leider nicht zu finden.


Dienstag, 25. Juli 2017

Mercedes zieht den DTM Stecker.

Noch dieses und nächstes Jahr - und ab 2019 sind sie aus der DTM raus.

Kann man ihnen nicht verübeln, denn die DTM-Organisation ist so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass sie gar nicht mehr mitbekommt, was um sie rum passiert.

Es ist nicht mehr opportun mit stinkenden Verbrennungsmotoren auf Rennstrecken zu fahren - und damit nicht mehr massentauglich. Und genau das wollte die DTM immer sein, zusammen mit der steuerfinanzierten ARD hohe Reichweiten erreichen, um gute Argumente für die hohen DTM-Marketingausgaben der Hersteller zu haben.

Der Einstieg in die Formel E ist natürlich nicht der Grund, aber eine willkommene Ausrede. Nicht ganz so peinlich wie bei Audi’s Le Mans Ausstieg, aber es wird in der breiten Öffentlichkeit niemand hinterfragen und gibt der Formel E wieder etwas mehr Aufmerksamkeit. Die sich darüber natürlich freut, während man bei der ITR trotzig die Fahne von “einer der bedeutendsten Tourenwagen-Serien der Welt” hochhält.

Gestern dachte ich noch: die DTM ist auch nichts anderes als einer dieser Arbeitskreise der deutschen Automobilindustrie, wo in heimlichen Treffen Maßnahmen ausgeklüngelt werden, um den Kunden etwas vorzugaukeln.

Für die, die hier schon länger mitlesen, kommt die Geschwindigkeit, mit der sich aktuell die Ereignisse überschlagen, nicht überraschend. Und im Vergleich, was da in Zukunft auf uns zukommt, ist das bisher alles Kindergarten. Die Disruption hat noch gar nicht richtig Fahrt aufgenommen und wenn der Motorsport nicht unter die Räder kommen will, muss er sich schleunigst neu aufstellen. Aber so lange der DMSB das Sagen hat, brauchen wir uns hier bei uns über Veränderungen keine Sorgen zu machen - allerdings erledigt sich das Thema dann auch ziemlich schnell von selbst.

Das erklärt auch den seltsamen Zeitpunkt der Meldung: Montags abends mitten in der Saison - aus heiterem Himmel. Schwer vorzustellen, dass das von langer Hand geplant gewesen wäre.

Kleiner Realitätsabgleich: vor nicht einmal 3 Jahren hat die ITR noch von einem weltweiten Reglement geträumt - in Japan hat man das sogar ernstgenommen und das eigene Regelement angepasst. So schnell wird man heute von der Wirklichkeit eingeholt.

Früher hätte man sich über den Weggang von Mercedes tatsächlich noch freuen können, dann wäre der Einstieg leichter gewesen für andere Hersteller wie Toyota, Alfa oder Citroen. Die haben aber inzwischen auch ganz andere Sorgen und sehen natürlich die selbstgefällige Bräsigkeit, mit der sich ITR und DMSB selber im Weg stehen. Bei BMW und Audi wird das einige Diskussionen in Gang setzen - beide haben sich bereits für die Formel E verpflichtet: Audi in der kommenden Saison (17/18), BMW danach (18/19) und dann Mercedes (19/20).

Denn der Kalender der Formel E ist anders strukturiert: die Rennen gehen von Oktober bis Juli - in der aktuellen Saison steht der letzte Lauf bevor. Das heißt der Einstieg in den Elektrosport von Mercedes wird im Herbst 2019 vollzogen. Sie hatten sich eine Option offen gehalten und diese um ein Jahr verlängern können.

Wenn die DTM jetzt implodiert, hat das noch einen anderen Effekt: die Formel E macht alles anders und fährt absichtlich nicht auf Rennstrecken, sondern installiert Kurse dort, wo die Leute schon sind: in den Metropolen. Da können die Rennstreckenbetreiber nur mit den Schultern zucken und müssen zuschauen, wie ihnen die Felle davonschwimmen. Wenn die etablieren Rennserien nicht in der Lage sind, sich zu modernisieren - und zwar nicht irgendwann, sondern ganz schnell. Und die armen DMSB Funktionäre hätten auch keine Möglichkeit mehr um die Welt zu jetten und lecker Hospitality abzugreifen. Dass Werksfahrer keine zukunftssichere Berufswahl mehr ist, hatte ich ja auch schon öfter.

Jetzt rächt sich das, war wir immer kritisiert haben: in den verkrusteten Strukturen sind gravierende Veränderungen unmöglich, die Konflikte zwischen ITR-DMSB-ARD-OEMs lähmen sich gegenseitig und ersticken jede Revolution im Keim. Damit ist die DTM auch so etwas wie ein Sinnbild des Auslaufmodells der etablierten Autoindustrie: selbstgefällig, zurückgeblieben und unbeweglich.

Mercedes | FormulaE | DMSB | TourenwagenMasters | Arbeitskreis | Disruption | Elektro |


Mittwoch, 12. Juli 2017

Viele Fragen, viele Antworten: der Floersch-Formel-4-Vorfall kommentiert von ADAC und DMSB.

Das hat man selten erlebt, dass ein Formel 4 Rennen international soviel Aufmerksamkeit bekommt - zumal Mick Schumacher gar nicht mehr in der Serie mitfährt. Sophia Flörsch wurde von einem Sicherheitsfahrzeug fast von der Strecke gerammt, sie hat es per Onboardvideo über Social Media geteilt und international Fürsprache bekommen. Auch ich war geschockt, habe es aufgegriffen und bissig kommentiert. Allerdings sind für mich viele Fragen offen geblieben und ich habe - was bei mir eher selten vorkommt - einen Schwung Fragen formuliert und ADAC bzw. DMSB um Antwort gebeten.

Heute kamen zwei ausführliche Emails mit den aufgeteilten Antworten von ADAC (Oliver Runschke) und DMSB (Michael Kramp), die ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte:

1.) Welcher Vorfall hat die roten Flaggen erfordert?

ADAC: Ein Dreher von Tom Beckhäuser im zweiten freien Training in das Kiesbett in Kurve 10. Auf dem im Internet kursierenden Clip ist das im Kiesbett entgegen der Fahrtrichtung stehende Fahrzeug von Beckhäuser auf der Höhe des Bergungsfahrzeuges zu sehen.

2.) Wie waren die genauen zeitlichen Abstände dieses Vorfalls, das rote Flaggensignal und das Beinahe-Zusammentreffen von Bergungswagen und Sophia Floersch?

ADAC: Die Session wurde um 13.42 Uhr mit der roten Flagge unterbrochen. Zu dem Zeitpunkt als Sophia Flörsch Kurve 10 passierte, wurde seit rund 30 Sekunden rot gezeigt. Auf dem Video-Clip ist zu erkennen, dass Sophia Flörsch zwei Posten mit roten Flaggen passiert sowie eine Signalbrücke mit roten Lampen. Das Onboardvideo der Incident-Cam zeigt, dass Sophia Flörsch bei der Anfahrt zur Schikane Vollgas gibt, die Schikane mit Tempo 151 km/h durchfährt und im Scheitelpunkt Kurve in der Anfahrt auf die Gegengerade wieder beschleunigt.

3.) Welche offizielle Kommunikation kann man zu diesem Vorfall finden und wann wurde diese veröffentlicht? (Die Homepage schweigt sich jedenfalls aus: https://www.adac-motorsport.de/adac-formel–4/de/news-all/)

ADAC: Sämtliche Entscheidungen der Sportkommissare bei der ADAC Formel 4 werden im Media Center vor Ort ausgelegt. Gesammelt werden die Entscheidungen am Montag nach der Veranstaltung online veröffentlicht. Zu finden sind die Entscheidungen im frei zugänglichen ADA-Motorsport-Presseportal unter der Rubrik Ergebnisse. Entscheidungen, die direkte Auswirkungen auf den sportlichen Ablauf der Veranstaltung haben, werden entsprechend in Newstexten und Pressemeldungen erwähnt.

4.) Wie ist die Verantwortung bezüglich der Strafe aufgeteilt - welche Rollen spielen Veranstalter, ADAC und DMSB? Welche Person(en) verantworten die Strafe gegenüber Sophia Floersch?

DMSB: Der DMSB stellt bei der Formel 4 die Mitarbeiter der Race Control (Renndirektor etc.), die Technischen und die Sportkommissare. Die Besatzungen der S-Wagen sind Mitglieder der DMSB-Staffel. Die Strafen wurden von einem Dreiergremium der Sportkommissare verhängt. Vorsitzender ist Achim Loth, der seit mehreren Jahren permanent bei allen Formel–4-Veranstaltungen als Sportkommissar tätig ist.

5.) Gibt es bei der F4 Serie so etwas wie Race Stewards bei der Formel 1, die sich aus Fahrerkreisen rekrutieren, über solche Vorfälle beraten und zu einem Ergebnis kommen?

DMSB: Nein, Race Consultants gibt es in Deutschland derzeit nur in der DTM.

6.) Wie ist die weitere Vorgehensweise zu diesem Vorfall?

DMSB: Wie vom Reglement vorgesehen, ist der Fall von den Sportkommissaren vor Ort bestraft und darüber hinaus an das Sportgericht des DMSB weitergeleitet worden. Die Unterlagen sind inzwischen in der DMSB-Geschäftsstelle eingegangen und das Verfahren wird in Kürze eröffnet. Da verschiedene Fristen bei der Ladung der Beteiligten zu beachten sind, dauert es erfahrungsgemäß einige Wochen bis zur Verhandlung.

7.) Wird es von der F4 Organisation eine in Englisch verfasste Kommunikation geben, um die Bedenken der internationalen Motorsport-Community zu adressieren?

(Mike: hier gab es eine Rückfrage - also noch offen)

8.) Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um eine ähnlich brenzlige Situation in Zukunft zu verhindern? Nur auf diese F4 Serie bezogen oder serienübergreifend?

DMSB: Das Thema der roten Flaggen wird sicher in der Fahrerbesprechung der Formel 4 bei der nächsten Veranstaltung vom Renndirektor erneut zur Sprache gebracht. In Art. 10.3 b des Rundstreckenreglements heißt es u. a.
„Wenn das Zeichen zur Unterbrechung (rote Flagge) gegeben wird:
1) Während eines Trainings / einer Qualifikation / eines Warm-up: Alle Fahrzeuge müssen sofort ihre Geschwindigkeit verringern und langsam zu den Boxen zurückfahren;
3) Überholen ist verboten und die Fahrer sollten beachten, dass sich Renn- und Servicefahrzeuge auf der Strecke befinden können, dass die Strecke aufgrund eines Unfalls vollständig blockiert sein kann und die Strecke aufgrund der Witterungsbedingungen im Renntempo nicht mehr befahrbar ist.”
Erinnert sei in diesem Zusammenhang übrigens an den Unfall in Spielberg (Rennen 1, Kurve 3), wo die Strecke tatsächlich durch mehrere verunfallte Fahrzeuge blockiert war. Gerade weil ein Fahrer nicht wissen kann, welche Hindernisse sich hinter der nächsten Kurve auf der Strecke befinden, muss er bei roter Flagge „auf Sicht fahren“ und das Tempo entsprechend anpassen.

9.) Warum wird den jungen Serienteilnehmern nicht erlaubt, mit eigenem Videomaterial ihre Social Media Kanäle zu füttern, wo doch aktuell selbst die Formel 1 die Zeichen der Zeit erkannt hat?

ADAC: Grundsätzlich begrüßen wir wenn die Teilnehmer der ADAC Formel 4 aktiv Social-Media-Kommunikation betreiben. Deshalb gibt es auch spezielle Bewegtbildrichtlinien, die die Bedürfnisse von Social-Media-Kommunikation abdecken. Das im Umlauf gebrachte Material war allerdings kein Material aus einer klassischen Onboardkamera sondern Material aus der vom Reglement vorgeschriebenen „Incident Cam“. Diese Aufnahmen stehen dem DMSB zur Analyse von Zwischenfällen zur Verfügung sowie den Teams zur Unterstützung ihrer internen Analysen. Sie enthalten Daten wie Geschwindigkeit, Motordrehzahl, Gaspedalstellung etc.. Die Veröffentlichung dieses Materials ist den Teilnehmern laut ADAC Formel 4 Reglement (Artikel 27.10.) untersagt. Zuwiderhandlungen sehen entsprechende Strafen vor.

Soweit die Antworten - natürlich liegt mir wie immer viel daran, dass sich jeder seine eigene Meinung bildet - ergänzend biete ich hier auch meinen Kommentar dazu an:

Generell finde ich die Aufteilung ADAC / DMSB interessant - so ein konkreter Fall hilft es anschaulich zu erklären. An der Stelle auch herzlichen Dank an die beiden Herren für die ausführlichen und nüchternen Antworten und die detailreichen Hintergründe.

Zum Vorfall selber: Sophia hat die Diskussion heftig aufgeheizt, indem sie das Video ohne Erklärung der Umstände in Umlauf gebracht hat. Freies Training und Abbruch mit roter Flagge - das hätte geholfen, um die Situation zu verstehen. Ich werde auch den Eindruck nicht los, dass sie absichtlich Stimmung machen wollte - die Darstellung der Dinge ist schon sehr einseitig und oberflächlich betrachtet sieht es so aus, als wäre im Rennen ohne Vorwarnung ein Fahrzeug der Streckensicherung auf die Rennstrecke gefahren.

Natürlich muss sich auch die Streckensicherung Gedanken machen, wie das passieren konnte - auch bei rot muss man damit rechnen, dass noch eine Hitzköpfin angeflogen kommt.

Bei der Strafe für das Video hat Sophia die Umstände nicht erklärt, siehe Punkt 9.) oben. Erstmal wurden öffentlich die 20.000 € diskutiert, in Wirklichkeit sind es dann nur 5.000 € geworden. Ich bin jedenfalls davon ausgegangen, dass es sich um teaminterne Aufnahmen handelte - ich wusste bis heute gar nicht, was eine Incident Cam ist. Wieder was gelernt.

Und wie kommt die ganze Geschichte in die Bildzeitung, bzw. auf bild.de? Die generell und nach Mick Schumacher die Formel 4 ja nicht unbedingt auf dem Schirm haben? Sophia wird pressetechnisch von Georg Nolte betreut, der auch Nico Rosberg zu seinen Klienten zählt. Die Beziehungen wären also theoretisch da, um so eine Story sogar bei Bild zu platzieren.

Ich bin mal gespannt, wie Sophia - oder soll ich sagen Georg Nolte? - weiter mit der Sache umgeht. Spätestens zur Gerichtsverhandlung wird das Thema wieder aufleben. Auch die Reaktionen von Leena Gade, Marco Bonanomi, Peter Dumbreck, Damon Hill, David Heinermeier-Hansson, Filipe Albuquerque, …. würden mich interessieren - ob ihnen die Hintergründe bei ihren Kommentaren so klar waren?

Eure Kommentare sind auch willkommen - im Forum oder auf Twitter bzw. Facebook.

UPDATE:

ENGLISH SUMMARY

The original story with the video of the incident went viral internationally and has been discussed a lot. Here is a summary of what the organisers have to say - I asked them a couple of questions and they came back with detailed answers. They are pasted above in original form in German and are condensed by myself to the key facts here in English.

The incident happened in the second free practice session when a car got stranded in the gravel of corner 10 - right after the chicane - see track layout here. The stranded car can be seen in the video opposite the intervention car - facing into the wrong direction.

Due to the stranded car the session got stopped with red flags at 13:42 and when Sophia passed corner 10 the track was already red flagged for about 30 seconds. In the video it can be seen that she passes 2 posts with red flags and 1 red signal light.

The video was not an ordinary onboard video, as it was not recorded by the team’s own equipment, but contained in the so-called “incident cam”, which is required by regulations for every participant. These recordings shall allow the organisers to analyse incidents and are not allowed to publish, which is also part of the regulations (Artikel 27.10) as is the minimum penalty of 20.000 € in case of infringement. See the original Formula 4 regulations in English here for reference.

Flagging signals are part of “Rundstreckenreglement”, which states that one has to slow down immediately and slowly drive back to the pits.

In the short video Sophia posted it can be seen that she is on full throttle twice: approaching the chicane and after the chicane.

Concluding the summary of the details above, let me also add my personal view: the story made big highlights internationally, but also here locally in all motorsport publications. Surprisingly also in Bild Zeitung, which is German yellow press. Given that Sophia’s press officer is the same Georg Nolte who also looks after Nico Rosberg, the connections for placing such a story are theoretically given. Normally Bild Zeitung couldn’t care less about Formula 4 now that Mick Schumacher has moved on and left the series.

I’m not biased in any way, but I also picked up the story and I didn’t spare with criticism against the organisers. However now, after knowing more background, I feel sort of betrayed, as key facts have been suppressed. The way it went and also how it was handled afterwards with no or little intention to clarify the underlying details, I’m under the impression this was a welcomed little sensation to raise Sophia’s publicity.

Clearly the intervention car should operate much more sensible even under red flags - no question about that. But red flags should be strictly respected by drivers for their own safety, but also that of others.

Floersch | Formel4 | DMSB | ADAC |


Mittwoch, 05. Juli 2017

Günther Wiesinger hat wieder was zum IDM-Lästern gefunden.

Da hat er ganz schön suchen müssen:

Deshalb war es Ehrensache für Herrn Schröter, auf dem Weg zum IDM-Event in Zolder (das ist schon das zweite Rennen in diesem Jahr!) auf dem Nürburgring Station zu machen, genauer gesagt auf der Nordschleife.

Es geht um das M6 Safety Car - jetzt am Wochenende macht die IDM in Zolder Station. Viel verwerflicher wäre es doch, wenn er das NICHT gemacht hätte! Statt sich zu freuen, dass engagierte und benzinverrückte Macher die IDM am Laufen halten, wird jede Mücke aufgegriffen und polemisch durch’s Dorf getrieben - und der Organisator Schrotti zum “ominösen Herrn Schröter” runterstilisiert.

Kann man nicht mehr ernst nehmen.

Wiesinger | Schröter | IDM1000 |


Mittwoch, 07. Juni 2017

Cal Crutchlow befürchtet italienische Reifen-Verschwörung beim Mugello GP.

Er wurde im Rennen ausgerechnet von seinem Honda Teamkollegen Dani Pedrosa abgeräumt, war entsprechend geladen und hat Michelin beschuldigt, für Ducati gearbeitet zu haben. Weil Italien. Dabei sind die Michelinis doch Franzosen.

Da war Toto Wolff näher dran, als er kürzlich nach Monaco eine Ferrari-Pirelli Connection angedeutet hat. Beides Italien.

Wobei noch zu klären wäre, wie man denn ein Fabrikat bevorteilen kann, wenn doch die Reifen ausgelost werden. Oder werden sie nicht?

Crutchlow | MotoGP | Michelin | Pirelli | Verschwörung |


Sonntag, 28. Mai 2017

Bert Poensgen 70-jährig an Herzinfarkt verstorben.


Freitag, 19. Mai 2017

Günther Wiesinger´s Rachefeldzug?

Die Deutsche Superbike-Meisterschaft “IDM” ist gerettet und weil der erste Lauf letztes Wochenende bei uns vor der Haustür stattfand, habe ich es mir direkt mal angeschaut (siehe Mikebericht und Fotos).

Über die letzten Jahre wurde mehr als deutlich, dass der DMSB den Motorradsport eher lästig findet und hat - inklusive ADAC - alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Szene auszutrocknen und den Promotor “MotorEvents” am langen Arm verhungern zu lassen (Bert Poensgen, Josef Meier und Josef Hofmann). Was ihnen ja dann auch gelungen ist.

Das wollten die Hersteller sich aber nicht bieten lassen, vor allem weil gerade wieder eine schöne Supersport-Welle auf uns zurollt - von der beeindruckenden Fireblade durfte ich mir vor 2 Wochen selber einen Eindruck machen. Aber auch BMW, Yamaha, Kawasaki, Suzuki, Ducati, KTM - alle sind bei den 1000er Sportlern sensationell aufgestellt - das gab es in dieser Breite und Kompromisslosigkeit noch nie.

Vorgeprägt durch Günther Wiesinger’s heftige Vorberichte bin ich natürlich entsprechend skeptisch zum Ring gefahren.

Ich kenne aber auch Matthias “Schrotti” Schröter schon ewig und wir haben einige Schlachten zusammen geschlagen. Es kommt mir vor, als ob es gestern gewesen wäre, aber dieses Foto ist tatsächlich von 2001 - wir beide stehen sogar direkt nebeneinander. Wer erkennt es? OK - meine Frisur war schon damals aerodynamisch optimiert. Matthias kommt jetzt jedenfalls die schwere Aufgabe zuteil die IDM zu organisieren - und er hat das Geschäft quasi 1 Minute vor 12 übernommen.

Richtig - das Motorrad Action Team gehört zur Motor Presse Stuttgart Gruppe. D.h. ein Medium organisiert eine Veranstaltung. Ist das ein Konflikt? Natürlich, aber die Alternative wäre der Ausfall der IDM gewesen - das hilft auch niemandem. Und schaut man sich heutzutage in der Motorsport-Szene um, dann fallen einem schnell ähnliche Konstrukte ein: z.B. Eurosport und WTCC, ESPN und die X-Games - und da haben wir noch nicht über die mediale Übermacht RedBull gesprochen.

Womit wir wieder bei Günther Wiesinger wären: wusstet Ihr, dass Speedweek ein RedBull-Unternehmen ist?

Mein Bericht von letzter Woche endet mit einem positiven Fazit:

Ich bin ja gerne jemand, der einen kritischen Blick hinter die Kulissen wirft, aber ganz ehrlich: ich habe nichts Negatives finden können. Also nichts im Sinne von gar nichts.

Und ich hatte die Hoffnung, dass sich auch Günther Wiesinger erfreut an der erfolgversprechenden Entwicklung:

Auch der Speedweek würde kein Zacken aus der Krone brechen, wenn man das positive Fazit groß herausarbeitet - also auf Augenhöhe der Schlammschlacht der letzten Wochen und Monate.

Tja, Pustekuchen - hier sein Beitrag - quasi eine Woche später - von heute - mal in Stichworten:

… einige Schwachstellen … Kritik nicht willkommen … zwiespältiges Bild … Riesentheater … von verbesserter Öffentlichkeitsarbeit nichts zu sehen … Selbstbeweihräucherung … unterwürfige Berichterstatterin … schleppende Infos … totaler Blödsinn … schmalspurige Internet-Seite … Qualität Gruppenfoto erbärmlich … Selbstdarstellung … es wurde verzapft … eine langfristige Planung sieht anders aus … Juhu … alte Ideen aufgewärmt … Ahnungslose lassen sich blenden … Machern fehlt Wertschätzung … überschüssige Energie …

Gibt den Tenor ganz gut wieder.

Und er schreibt auch:

Diese ewigen Übertreibungen wirken peinlich.

Tja. Stimmt.

Was läuft da bei der Speedweek - bzw. Günther Wiesinger? Jedenfalls keine objektive Berichterstattung.

Speedweek | Wiesinger | IDM1000 | Superbike | Schröter |


Sonntag, 14. Mai 2017

Mikebericht vom 1. neuen IDM Motorrad-Rennwochenende.

Gut, dass ich heute meine NRW-Stimme schon per Briefwahl abgegeben hatte, denn so konnte ich mit gutem Gewissen und einem Tankstellenkaffee im Führerhaus das Bloggermobil Richtung Eifel zünden: IDM steht auf dem Programm!

Und was wurde im Vorfeld darüber hergezogen. Kein Wunder, denn vor 2 Monaten stand über der Fortführung der Deutschen Meisterschaft noch ein riesengroßes Fragezeichen. Die Veranstalter-Vorgänger reden nur noch über die Anwälte mit dem DMSB - in der Speedweek unter Günther Wiesinger vergeht gefühlt kein Tag an dem nicht irgendeine IDM bzw. DMSB bzw. ADAC Leiche aus dem Sumpf gezogen wird.

Da gibt’s für mich natürlich nur eins: hinfahren und sich selber ein Bild machen - zumal ausgerechnet der 1.Lauf dieser neuen IDM am Ring stattfindet.

IDM Motorrad 2017, Nürburgring

Um es kurz zu machen: ich find’s mega! Meine Wurzeln als Aktiver liegen ja im Motorradsport und mit dem aufgesetzten VIP-Gedöhne, das inzwischen auch VLN und N24h voll erfasst hat, kann ich überhaupt nichts anfangen. Oder anders ausgedrückt: genau das Gegenteil von Hans Joachim Stuck & Co.

IDM Motorrad 2017, Nürburgring

Jetzt kommt der Veranstaltung natürlich zugute, dass das Zuschauerinteresse zurückhaltend ist - Motorsport - und speziell die Motorradfraktion - haben es ja schon immer schwer in D. Aber aus Teilnehmer und Fahrersicht ist es ein perfektes langes Wochenende. Soviel Fahrzeit für’s Startgeld gibt es wohl nirgendwo - an allen 3 Tagen kommt die übersichtliche Anzahl von Klassen voll auf ihre Kosten mit Training, Qualifying und 2 Rennläufen. Mehr geht nicht.

Der MSC Freier Grund hatte nicht viel Zeit, um seine 150 Helfer zu mobilisieren: 5 Wochen. Auch die vollen Fahrerfelder sind beeindruckend für die kurze Vorbereitungszeit.

Als Klassen stehen auf dem Programm:

  • 300er, 600er und 1000er
  • Seitenwagen
  • 700er Twin
  • Suzuki Cup (1000er GSX-R)

Der 700er Twin Cup war für mich ganz neu - tolle Serie für den nicht ganz so prall gefüllten Geldbeutel. Und die mit dem besten Sound vom ganzen Wochenende.

Die Hersteller, die sich in ihrer Not zusammengeschlossen haben um die IDM in letzter Sekunde zu retten, werden froh sein, dass alles so glatt und super routiniert über die Bühne geht. Das Motorrad Action Team ist verantwortlich und man merkt überhaupt nicht, dass sie sowas zum ersten Mal machen. Obwohl: zum ersten Mal stimmt nicht ganz, die Erfahrung stammt aus der Durchführung des Triumph Cup z.B. oder die Motorrad Action Trackdays.

IDM Motorrad 2017, Nürburgring

Das erste 1000er Rennen am Sonntag war ziemlich unterhaltsam, weil das Eifelwetter die Hauptrolle spielen wollte und pünktlich nach der ersten Rennrunde kam ein kurzer, heftiger Schauer - mehr Drama geht natürlich nicht.

IDM Motorrad 2017, Nürburgring

So wie wir DMSB und ADAC kennen, werden sie jetzt alles dransetzen, den Erfolg zu torpedieren. Ich drücke die Daumen, dass das am geerdeten Organisationsteam abperlt. Auch der Speedweek würde kein Zacken aus der Krone brechen, wenn man das positive Fazit groß herausarbeitet - also auf Augenhöhe der Schlammschlacht der letzten Wochen und Monate. Oder hat Günther Wiesinger noch eine Rechnung mit seinem Ex-Arbeitgeber offen? Ich bin ja gerne jemand, der einen kritischen Blick hinter die Kulissen wirft, aber ganz ehrlich: ich habe nichts Negatives finden können. Also nichts im Sinne von gar nichts.

IDM Motorrad 2017, Nürburgring

Was mir auch gut gefallen hat: das überzogenen Nürburgring-Marketing inklusive Ringcard-Gängelei scheint komplett Schnee von gestern zu sein. Ich würde auch das sehr begrüßen - es würde den Sport wieder mehr in den Vordergrund rücken. Dabei war neben IDM noch Driftcup (Müllenbachschleife), eine Classic Veranstaltung und die Touristenfahrten am Ring - also ziemlich was los.

Einen Schwung passender Fotos zum Bericht gibt es hier.

IDM1000 | Superbike | Mikebericht | Motorradrennen |


Mittwoch, 08. März 2017

Speedweek´s DMSB Daily. Heute: der Automobilsport.

Die Speedweek arbeitet sich beim DMSB langsam von den Motorrädern zu den Autos vor:

Aber Präsident Stuck ist Motorsport-Berater und Botschafter des weltgrößten Automobilkonzerns – und soll gleichzeitig unabhängig die Geschicke eines Landesverbands lenken? Obwohl Marken wie Audi, Porsche, Seat, Skoda und VW in allen möglichen Meisterschaften mitwirken?

Lambo und Bentley fehlen noch. Aber wer wird denn schon bei so ein paar Interessenkonflikten so kleinlich sein - das ist schließlich ein gemeinnütziger Verein!


Mittwoch, 01. März 2017

DMSB zockt sogar seine eigenen WM-Fahrer ab.

Die Lizenzgelderpresser aus Frankfurt haben neue Opfer gefunden: die Motorrad-WM-Fahrer. Denn ohne nationale (!) Lizenz zum Schnäppchenpreis geht in der WM natürlich erstmal gar nichts.

Günther Wiesinger schreibt sich in der Speedweek vorbildlich politisch inkorrekt den Frust von der Seele und ich sehe in meinem geistigen Auge die Motorsportler alle nicken bei der Lektüre:

.. abzockt .. mit Wucherpreisen .. den bedauernswerten Untertanen (= Lizenznehmern) .. Überheblichkeit, mangelnder Hilfsbereitschaft und eitler Herablassung .. wegen des merkwürdigen DMSB-Gebarens .. einen unsauberen Beigeschmack .. eventuell ein paar stilvolle Orgien für die Funktionäre ..

Fazit:

Man muss dem DMSB zugute halten: Er will von den WM-Piloten nur das Beste – ihr Geld.

Aber Stritzel Stuck jodelt schön in’s Vorwort der eigenen Selbstbeweihräucherungs-Brochüre:

Wir wollen als Dachverband der deutschen Motorsportler näher an die Bedürfnisse der Rennfahrerinnen und Rennfahrer heranrücken, ihnen besser zuhören und einen besseren Service bieten.

Wenn sie zuhören würden, würden sie den Service des geschlossenen Rücktritts bieten.

Wer zieht endlich den Stecker?

Wo ich so in diesem Vorstart blättere: mitten in das versammelte Nordschleifen-Permitgedrisse ab Seite 24 hat Creventic eine ganzseitige Anzeige für seine 24H Series geschaltet. Sicher kein Zufall.


Sonntag, 20. November 2016

IDM 2017?

Zur nächsten Saison der Deutschen Motorradmeisterschaft gibt es weder beim DMSB noch beim IVM (Industrieverband Motorrad) irgendwelche Infos. Und die Trennung zwischen dem DMSB und seinem bisherigen Ausrichter/Vermarkter MotorEvents wird vor Gericht fortgesetzt.


Sonntag, 23. Oktober 2016

Gustl Farfus prügelt DTM M4 Renntaxi über die Nordschleife.

Ist zwar nur ein Renntaxi und mit Beifahrer an Bord, aber der Gustl lässt brennen - weil anders kann er nicht:

Die Aufnahmen sind vom 12.Sep., haben aber jetzt erst in dieser Form das Licht der Welt erblickt.

Der passende Shell Promofilm ist hier zu finden youtu.be/4T8OKtA1gDc, gehört zu der #helixheartbeat Challenge.

Farfus | Onboard | Shell |


Dienstag, 27. September 2016

IDM Promoter wirft hin - und rechnet kräftig mit DMSB und ADAC ab.

Es kommt ja nicht oft vor, dass Details der DMSB / ADAC Gepflogenheiten an die Oberfläche gespült werden. Doch das vorzeitige Abdanken der IDM Promoter war am Wochenende eine dieser seltenen Gelegenheiten.

Die Details sind - wie zu erwarten - nicht sehr appetitlich und ja, der DSMB ist tatsächlich die amtliche Motorsport Abschaffungsbehörde, für die wir sie halten.

Bert Poensgen:

Unser größter Fehler war, die verkrusteten Strukturen im DMSB und die fast schon mafiösen Verbindungen zwischen DMSB/ADAC und ADAC Veranstaltern völlig zu unterschätzen.

DMSB | ADAC | Poensgen |


Sonntag, 25. September 2016

Formel 1 wird nächstes Jahr wohl NOCH langweiliger werden - weil sie ca. 4,5 Sek. schneller werden sollen.

Wer gehofft hatte, dass die F1 nächstes Jahr schöner anzuschauen wäre -

das wird wohl nichts:

In der kommenden Formel-1-Saison werden die Autos gemäss unserer Berechnungen um 4,5 Sekunden pro Runde schneller. Von den Reifen kommen dabei 2,5 Sekunden, von der Aerodynamik die anderen zwei.

Na super.

Besser wäre: weniger mechanischer Grip (Reifen), aber noch viel wichtiger: weniger aerodynamischen Grip. Damit man auch als Zuschauer wieder eine Chance hat zu sehen, was passiert. Dass sich Autos bewegen, driften oder überfahren werden.

Aber das will von den abgehobenen F1-Machern natürlich niemand hören, denen geht es nur darum schneller als die LMP1 zu sein.


Montag, 19. September 2016

Misano MotoGP hatte 450.000 Zuschauer.

Aber nicht vor Ort, sondern hier in Deutschland war das die Eurosport Einschaltquote.

Ganz schön dünn für The Greatest Show on Earth. Und das war nicht etwa Eurosport 2, sondern Eurosport 1 ganz regulär im Free TV.


Donnerstag, 15. September 2016

Superbike-WM erstmals wieder am Lausitzring - jetzt am kommenden Wochenende.


Mittwoch, 14. September 2016

Nicht nur die Zuschauer, auch die Verantwortlichen blicken nicht mehr durch: falsche Flagge für Jamie Green bei der DTM am Nürburgring.


Donnerstag, 25. August 2016

Fällt die IDM dem DMSB zum Opfer?

speedweek.com:

Der IDM-Promoter MotorEvents hat beim DMSB seine Kündigung eingereicht.

Was auch kein Wunder ist, denn:

Bürokratische Hürden, geringe Einflussnahme, die schlechte finanzielle Ausstattung, die immer wieder den Einsatz privater Geldmittel durch den IDM-Promoter nötig machte und wenig Rückhalt durch den Verband führten die Geschäftsführer als Gründe für die Beendigung ihres Engagements an.

Der DMSB tut auch noch ganz unschuldig:

Trotz der zum Teil ja auch öffentlich gemachten Querelen sind wir von der Kündigung zum jetzigen Zeitpunkt überrascht.

Auch was für einem Planeten leben die eigentlich?

Aber mit dem Finger auf die anderen zeigen, das können sie beim DMSB ganz großartig:

Ich kann die Unsicherheit der Aktiven nachvollziehen, wenn der bisherige Promotor einer Serie unvermittelt aussteigt.

So ein Trauerspiel.

DMSB |


Donnerstag, 14. April 2016

Die IDM überlegt ernsthaft auf den DMSB zu verzichten.

Da reden wir nicht von irgendeiner Mofaserie, sondern vom höchsten Motorrad-Prädikat, das Deutschland zu bieten hat. Und so eine Überlegung kommt auch nicht von heute auf morgen, sondern hat eine entsprechend lange Vorgeschichte.

Doch inzwischen sind die Beteiligten so sauer gefahren worden, dass man den Frankfurter Getriebesand am liebsten los wäre:

Alle Jahre wieder geistert die Idee umher, eine Serie ohne den DMSB zu initiieren. Bis jetzt hat sich niemand so recht an das Thema herangetraut. Der Verband hat die sportlichen Rechte an der Serie, bestimmt über Reglements, vergibt Lizenzen und sitzt in Zusammenarbeit mit dem ADAC auch bei der Streckenvergabe und den Veranstaltern am längeren Hebel. Ein Machtspiel gegen ADAC und DMSB wäre wohl kaum zu gewinnen. Doch im Moment schrecken sowohl der Promoter als auch die Industriepartner nicht vor neuen Ideen zurück. Denn die Unterstützung der Industrie-Partner, allen voran aller grossen Hersteller, ist der IDM und dem Promoter sicher. (..) Denn die Hersteller wollen an der Serie festhalten. (..) Und so richtig Lust auf die Arbeitsweise des DMSB scheint keiner mehr zu haben.

​Meinen Segen hätten sie. Denn der Stein ist überfällig, der die Lawine in´s Rollen bringt. Und mit den Herstellern im Rücken sollte das sogar machbar sein.

DMSB | Motorrad | MotorEvents


Samstag, 02. April 2016

Lucy Glöckner gewinnt 1000km Hockenheim.

Das hat noch keine Frau vor ihr geschafft. Und die schnellste Runde des Rennens, das traditionell am Ostersamstag über die Bühne geht, verbucht sie auch auf ihr Konto.


Mittwoch, 13. Januar 2016

Stuck / Adorf: harte Probe für die Freundschaft.

Sie waren mal echte Freunde. Freunde in dem Sinne, dass man sich ein Auto teilt:

(Raeder Gallardo, 2008)

Oder ein Haus, denn die beiden wohnen quasi zusammen am Nürburgring:

Dieses Bild habe ich bei dem Sommerfest 2008 gemacht, das Dirk regelmäßig über das N Forum veranstaltet hat. Links HJ Stuck, daneben Dirk Adorf. Ein Herz und eine Seele.

Hat sich einiges verändert seitdem. Dirk war schon lange nicht mehr im N Forum, Eigenbauten wie der Gallardo wurden vom Reglement kastriert, der Nürburgring ist verbeckstaltet, als Folge insolvent und Stuck ist DMSB Präsident.

Anfang des Jahres haben beide zusammen das Tempolimit für die Nordschleife abgenickt. Stuck meint Jean Todt hätte das gefordert, ich meine man wollte die Teilnahme der GT3 beim 24h-Rennen nicht gefährden. Dirk Adorf als Fahrer mit Gesamtsiegchancen und HJ Stuck als Vertreter des VW Konzerns.

Viele Arbeitsgruppen wurden gebildet um das Tempolimit nach einem Jahr wieder abzulösen und mein Eindruck ist, dass ein Verbot der GT3 auf der Nordschleife im Vorfeld als nicht verhandelbar deklariert wurde. Denn die einzige Konstante in den umfangreichen Diskussionen ist der Start der GT3 Klasse, selbst wenn dafür die Strecke angepasst werden muss. Was ja dann auch an der Quiddelbacher Höhe passiert ist.

Womit man beim DMSB in Frankfurt allerdings nicht gerechnet hat: die Fahrer AG hat ihre Aufgabe ernst genommen und ist nicht bereit faule Kompromisse einzugehen. Denn sie sind es, die im Auto sitzen und sie wissen wie praxisfremd die aktuellen Regelungen sind. Dabei muss man sich vor Augen halten, dass die Abläufe, die in der Kritik stehen, alle relativ neu sind - von Code 60 bis Permit - alles Maßnahmen, die der DMSB erst kürzlich eingeführt hat.

Und nebenbei stehen die Fahrer, die Teams und die Veranstalter geschlossen hinter der Fahrer AG.

Um die Sache scheint es inzwischen auch gar nicht mehr zu gehen. Dieses Interview schlägt heute hohe Wellen, denn HJ Stuck nutzt seinen Auftritt für VW bei der Planai Classik, um Dirk Adorf eine reinzuwürgen:

Die Arbeitsgemeinschaft Fahrer hat aus meiner Sicht über das Ziel hinausgeschossen. Das muss man deutlich sagen. Das ist eine Arbeitsgemeinschaft die auf uns zuarbeitet. Wir nehmen ihre Ideen auf, präsentieren und diskutieren sie dann im Präsidium. Es ist ganz klar, dass ein Ergebnis einer AG nicht Eins zu Eins umgesetzt werden kann. Das ist unmöglich. Weil eben, wenn sie bei Code 60 mehr Streckenposten haben wollen – wo nimmst die her? Das muss schon alles machbar und umsetzbar sein. Da ist natürlich ein Mensch dabei, der Dirk Adorf, den ich auch selbst in die Gemeinschaft aufgenommen habe, aber der hat sich als sehr sehr schwierig erwiesen. Und manchmal etwas weit entfernt von der Realität. Er macht sicher seine Arbeit, aber er muss auch einsehen, dass es irgendwo Limits gibt. Ohne Kompromiss geht’s nicht.

Also in etwa: wenn der Kuchen spricht, haben die Krümel Pause.

Das Interview wird bemerkenswerterweise von der Planai Classic (Helmut Zwickel) als Pressemitteilung verbreitet, damit es auch jeder mitbekommt.

Alles kein Zufall.

In meinen Augen ist Hans Joachim Stuck als DMSB Präsident nicht mehr haltbar. Wenn er sich wenigstens auf die Grüßaugustrolle reduzieren würde, dann könnte er keinen Schaden anrichten. Wie im Kindergarten meint er öffentlich persönliche Animositäten abrechnen zu können - wenn der Schuss mal nicht nach hinten losgegangen ist.

Von der Peinlichkeit dieses Manövers ganz abgesehen.

Der DMSB muss dringend reformiert werden - und zwar von oben nach unten.

Und die Stuck-Adorf´sche Freundschaft hatte auch schon mal bessere Tage.

Für mich persönlich war HJS spätestens hier durch.

DMSB | Stuck | Adorf |


Donnerstag, 19. November 2015

Übrig Ns vom Donnerstag.

Was ist besser als eine 500er Vierzylinder 2Takt GP Maschine? Eine 576er Zweitakt! Oder besser gesagt: 99 Stück davon, die man einfach so kaufen kann. Dieses verrückte Projekt hat Eskil Suter auf die Räder gestellt: suter500.com. 195 Zweitakt-PS, 127kg. Shut up and take my money! Oooh, 120.000 Schweizer Franken. Möchte jemand Sponsorfläche kaufen? Ich verspreche auch eine schöne Flugkurve.

Die MotoGP ist in den Kurven schon so schnell geworden, dass bei Abflügen die Fahrer bzw. Mopeds in die Begrenzung knallen können. Deswegen will die Dorna jetzt was unternehmen, um die Kurvengeschwindigkeiten zu senken. Ist meines Wissens das erste Mal, das der Kurvenspeed z.B. durch maximale Reifendimension reduziert werden soll. Bisher war das rein durch den Performancegedanken optimiert worden. Schade eigentlich, dass es am Limit angelangt ist.

Citroen kehrt der WTCC den Rücken und setzt WRC 2016 auch aus. Dabei ist Citroen eine Firma, die keinen Abgasskandal an der Backe hat. Grund ist, um sich auf die WRC in 2017 zu konzentrieren - da gibt es neue, freiere Regeln. Damit bleiben als Teilnehmer der “Tourenwagen Weltmeisterschaft”: Volvo, Lada und Honda. Und wahrscheinlich private Citroens und Chevrolets. Uups.

Der Cayman GT4 Clubsport ist da, wurde gestern auf der LA Autoshow vorgestellt: rennfertige 1.300kg mit 385PS für 165.000 Dollar. In der VLN soll der kleine Feger in einer eigenen Klasse fahren - nach einem Upgrade Kit von Manthey / Raeder. Kann man sich auf der kommenden Essen Motorshow angucken (ab 27.11.).

Wenn Ihr mal einen Ausblick auf die Motorradmodelle des nächsten Jahres werfen wollt.

Romain Dumas sorgt immer wieder für schöne motorsportliche Überraschungen: hat dem Peugeot Werk einen 2008 DKR15+ abgekauft, um damit die Dakar Rallye zu fahren. Ist sein 2. Einsatz bei der Dakar - diesmal geht es durch Bolivien und Argentinien. Beruf: Rennfahrer, Hobby: auch Rennfahrer!

Läuft zwischen IDM und DMSB. Nicht.

Wer erinnert sich noch an die A1 Lückenschluss Planungen? Komisch, bei den Windrädern sind die Politikern mit viel mehr Einsatz bei der Sache, kaum ein Eifelhügel, der noch nicht zugespargelt ist. Liegt es an den Verdienstmöglichkeiten?

Ach der Herr Lewentz. Hat uns schon als Nürburgringminister von seinen Unfähigkeiten überzeugen können und jetzt als Innen- bzw. Terrorminister versucht er es wieder. Und zieht ausgerechnet die Sauerland Gruppe als Erfolgsmodell an.

Aus der Abteilung Dicke Männer im Anzug: Kurt Beck besitzt die Frechheit dem olympischen Komittee vorzuwerfen, es würde den Sport dem Kommerz unterordnen. Wer hat nochmal den Nürburgring geopfert, um sich ein persönliches denk°mal zu bauen? Und wieso sitzt der schwerkranke Mann eigentlich noch an oberster Stelle des öffentlich-rechtlichen Propagandaapparates? Warum kann der nicht einfach in’s Pflegeheim gehen, sich Essen bringen und uns in Ruhe lassen.

Suter | MotoGP | WTCC | Cayman | Dumas | Dakar | Lückenschluss | Lewentz | Beck |


Mittwoch, 18. November 2015

Übrig Ns vom Mittwoch.

Marcel Fässler und Mike Rockenfeller fahren für GM Corvette die Langstreckenrennen in Daytona (24h) und Sebring (12h). Allerdings keine Info darüber, inwiefern - und ob überhaupt - ihr Engagement bei Audi betroffen ist.

Die VLN hat die 2016er Termine veröffentlicht und nennt sich in dem Zusammenhang immer noch Breitensportserie.

Unter anderem wird Dirk Müller als neuer Ford GT Fahrer gerüchtelt.

In Wales wird eine neue Rennstrecke inklusive Drumherum gebaut. Veranschlagte Kosten: 315 Millionen Pfund. Hoffentlich haben die ihre Hausaufgaben gemacht, denn das Projekt wird teilweise über die Regierung finanziert. Kommt uns doch bekannt vor. Ist das jetzt Legal State Aid im Vergleich zum Ring?

Die neuen Porsche Junioren stehen fest: Dennis Olsen, Mathieu Jaminet, Matteo Cairoli und Sven Müller. Sind sind 19 bis 23 Jahre jung - und man wird die Namen sicher noch öfter hören! Erstmal gehen sie im Carrera und Supercup an den Start.

Zeretzke, Zeretzke … da war doch was? Oder klingelt’s bei La Tene Capital? Als die Insolvenzverkäufer am Ring sich - mal wieder! - komplett lächerlich gemacht haben? In Bayern ist man nicht so dämlich wie am Ring, da ist der Hochstapler schnell aufgeflogen. Siehe auch hier.

Wige hat sich über Bande bei motorsport-total.com eingekauft.

Kennt Ihr noch Darda?!

Man verliert ja in letzter Zeit gerne mal den Glauben an die Jugend - aber dann kommen Meldungen wie diese hier und es wird einem klar: es gibt noch Hoffnung!

Der Lausitzring angelt sich für die nächsten 3 Jahre die Superbike WM.

Von manchen Formel 1 Schwachsinnsregeln erfährt man erst, wenn jemand bestraft wird.

Beim Eifel Rallye Festival nächstes Jahr versuchen die Organisatoren die Gruppe S antreten zu lassen. Das wäre ein Coup! Diese Autos haben quasi nie das Licht der Öffentlichkeit gesehen - nachdem der Vorgänger - die Gruppe B - verboten wurde.

Fässler | Rockenfeller | Corvette | FordGT | Wales | Zeretzke | Wige | Darda | Crossbahn | GruppeS |


Donnerstag, 01. Oktober 2015

​Dieter Gass: DTM Fahrer sollen wieder gegeneinander fahren dürfen.

Ach?

Das glaube ich aber auch erst, wenn ich es sehe.

Dieter Gass im Donau Kurier:

Es wird kritisiert, dass wir zu wenig Unterhaltung und Show abliefern, dass wir Hersteller-Strategie-Spiele betreiben. Das wollen wir abstellen, damit wir einen puren, reinen Sport zeigen, bei dem die Fahrer gegeneinander mit möglichst gleichen Mitteln eine Meisterschaft ausfahren.

Allerdings gibt es noch ein paar Probleme zu lösen vorher, z.B. dass die Autos sich auflösen, wenn man sie böse anguckt:

Die Situation, dass die Autos relativ empfindlich sind, wird man wahrscheinlich kurzfristig nicht angehen und verändern können.

Und zusätzlich geht den DTM’lern langsam die Luft aus, denn die TV Quoten gehen zurück. Auf sowas guckt man im Vorstand. Nicht, dass ich diese Zahlen trotzdem in Frage stellen würde.

Und auch der Audi Einsatz 2016 scheint alles andere als besiegelt.

Gass |


Sonntag, 27. September 2015

Klaus Ludwig findet Strafgewichte ok.

Zumindest für die ersten 3 Fahrer.

Oftmals sind die einzelnen Rennwochenenden doch sehr markenlastig. Das liegt an den zu hohen Bestrafungen durch die Performance-Gewichte für einen Hersteller. Wenn man nur die ersten Drei eines Rennens mit Extragewicht belastet, würde sich das an den Renntagen mehr durchmischen.

Gibt es das eigentlich in irgendeiner anderen Sportart, dass Leistung bestraft wird? Mir fällt da auf Anhieb nichts ein.

Warum darf nicht einfach der Bessere gewinnen? Das liegt wohl an der DTM. Im Sinne des Marketing soll jeder mal auf dem Podest stehen dürfen.

KlausLudwig | Zusatzgewicht |


Freitag, 25. September 2015

Wieso - und seit wann ist die IDM eigentlich so im Sinkflug?

Da gibt es eine ganz einfach Erklärung.

Von 2007 bis zum Spätjahr 2013 war Michael Steiner einer der beiden DMSB-Generalsekretäre und hatte unter anderem die IDM unter sich. Ende 2013 hatte Steiner nach zwölf Jahren den DMSB auf eigenen Wunsch verlassen. Einen Nachfolger gab es nicht, stattdessen übernahm Christian Schacht, schon damals der andere Generalsekretär und für die Vierrad-Fraktion verantwortlich, die Motorradsport-Sparte noch gleich mit. Mit im Boot auch Sportdirektor Michael Günther. Danach ging es nach Aussagen Brauns mit der bis dahin vertrauensvollen Zusammenarbeit und mit der Kommunikation bergab.

Bei den ganzen Problemen im Bereich des DMSB fällt immer derselbe Name: Christian Schacht.

DMSB | Schacht |


Donnerstag, 24. September 2015

Dem DMSB laufen die IDM Ehrenamtlichen weg.

Die Organisation der IDM ist schon so dünn, dass das nächste Rennen gefährdet ist. Vielleicht ist es Zeit die OMK wieder aufleben zu lassen und den DMSB mit der ITR zusammenzulegen. Das scheint nämlich das Einzige zu sein, was Schacht und Co. interessiert: das Schaulaufen der DTM.

Als würde der Motorradsport in Deutschland nicht schon genug am Boden liegen.

DMSB | Schacht | Hommes |


Sonntag, 23. August 2015

Lieber Hans-Joachim Stuck: für wie naiv hälst Du uns.

Am Freitag abend war STRassenfest in Nürburg und das durfte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Mein erster Ringrennbesuch für dieses Jahr steht noch aus - da freue ich mich auf die WEC nächste Woche.

War ganz gut besucht, man beachte das standesgemäße SAVE THE RING Shirt:

Sabine darf natürlich nicht fehlen:

Wettertechnisch kein Grund zur Klage - die Lenzbühne vom Feinsten:

Nein, auch wenn es so aussieht - die Gesprächspartner wurden nicht der Größe nach aufgereiht:

Pünktlich zu Ossi’s Einführungen auf der Bühne habe ich mein Auto abgestellt und - man hätte es nicht besser inszenieren können - kam die tapfere Kämpferin Uschi Schmitz um die Ecke und als wir gemeinsam Richtung Lenz’schem mobilen Kundgebungstruck gingen ist Ossi kurz auf die STR Historie und das rot-weisse N eingegangen. Und bei der Gelegenheit ist auch mein Name gefallen.

Mein Gehirn hat noch eine der wenigen freien Schubladen Schlüsselmomente aufgemacht und die Situation abgeheftet. Danke Ossi.

Auch ohne diesen persönlichen Seelenbalsam fand ich Ossi’s Moderation und Einleitung richtig gut. Er hat den Gesprächspartnern den Raum gegeben, den sie brauchten - ohne sich selber in irgendeiner Form in den Vordergrund zu rücken.

Trotzdem ist es mir schwergefallen zu bleiben. Der Grund war Hans-Joachim Stuck, der erste der Redner von den insgesamt 9 Leuten auf dem Lenztruck.

Wisst Ihr, wer an dem Tempolimit jetzt Schuld sein soll? Jean Todt, der FIA Präsident.

Der hat nämlich - O-Ton HJS - ebendiesen schon am folgenden Sonntag nach dem folgenschweren Unfall angerufen und gedroht, dass das 24h-Rennen ausfällt, wenn keine einschneidenden Maßnahmen - wie z.B. Tempolimit - ausgesprochen werden.

Was soll man da machen? Da sind selbst dem DMSB Präsidenten die Hände gebunden. Nochmal O-Ton HJS: das ist der Oberchef, das 24h-Rennen ist international ausgeschrieben, dann hat die FIA die Verantwortung - kannste halt nix machen.

Bin ich der einzige, den das an das Vorgehen der RLP Regierung erinnert, die auch versucht hat von der eigenen Schuld abzulenken und den schwarzen Peter Richtung Brüssel bzw. EU geschoben hat?

HJS schiebt ihn noch ein bischen weiter bis nach Paris - Hauptsache: weg.

Und hier spanne ich nochmal den Bogen zurück zu der Überschrift, denn dass der Herr Motorsportpräsident die versammelten Motorsportler für so einfältig hält ihm diese Nummer abzukaufen, ist an Arroganz nicht mehr zu überbieten.

Denn zeitgleich zum 24h-Rennen sind im Rahmenprogramm die WTCC Piloten gefahren - eine direkt von der FIA ausgerichtete Weltmeisterschaft - OHNE TEMPOLIMIT.

Jean Todt ruft also extra an und fordert Maßnahmen für ein Rennen, das nicht in seiner Verantwortung liegt (N24h), während ausgerechnet das Rennen, das in seiner Verantwortung liegt (WTCC) nicht betroffen ist.

Die Begründung des Tempolimits für die arme Nordschleife ist nicht nur unlogisch, es ist auch superpeinlich. Selbst wenn es - hoffentlich bald - aufgehoben wird, die Nordschleife ist die erste Rennstrecke auf der ganzen Welt, die ein 24h-Rennen mit Tempolimit durchgeführt hat. Ausgerechnet die Nordschleife!

Danke an alle Beteiligten.

Wer hier länger mitliest weiss, dass ich ein Freund von Reverse Engineering bin. Manche Sachen werden erst im Nachhinein erklärbar, wenn mehr Informationen an die Öffentlichkeit gelangen bzw. wenn man ein komplexes Konstrukt auseinanderbaut und dabei feststellt, welche Rädchen ineinander greifen.

An dem tragischen Unglückstag war zufälligerweise der DMSB Geschäftsführer Christian Schacht persönlich vor Ort. Kommt nicht so oft vor bei der VLN.

Und um seinem Anspruch als Macher gerecht zu werden - oder aus Angst vor Staatsanwaltschaft? - hat er erstmal den Stecker gezogen und großflächig alles was irgendwie schnell ist von der Nordschleife verbannt. Angefangen von der SP10 (!) bis zur GT3 wurde alles gesperrt.

Ist mir zwar bis heute ein Rätsel wie der DMSB, der gar nicht für die Streckenabnahme zuständig ist, so etwas beschließen kann - aber Schwamm drüber.

Dieser Schnellschuß - noch am selben Tag oder einen Tag später - hat dann natürlich zu reger Betriebsamkeit aus Richtung ADAC Nordrhein geführt, denn das 24h-Rennen stand vor der Tür. Schlimmer noch, das Qualirennen war schon 2 Wochen später (11.–12.4.).

Und so wurden wir dann mit den Massnahmen beglückt, die bis heute gelten - inklusive Tempolimit. Alles wieder vom DMSB.

Dank Tempolimit war das GT3 Verbot vom Tisch, der Goldesel N24h gerettet und was mit der VLN und anderen passiert (sinkende Starterzahlen!) interessiert doch nach dem 24h-Rennen niemanden mehr.

Ebenso zufälligerweise hat ausgerechnet an dem Unfallort Audi seit einiger Zeit seine VIP-Base aufgeschlagen und - der nächste Zufall - ist HJS nach wie vor - neben seiner ehrenamtlichen DMSB-Präsidentschaft - in Lohn und Brot beim Volkswagenkonzern.

Auch diese Location wurde durch das Tempolimit gerettet.

Und wenn man jetzt- reverse engineered - diese ganzen Zufälle aneinanderreiht, dann machen die Entscheidungen auf einmal ganz viel Sinn.

Ich will damit nicht sagen, dass es auch so war - das können nur die Beteiligten offenlegen. Aber die Jean Todt Nummer klingt im Vergleich zu der oben aufgeführten alternativen Handlungsfolge so märchenhaft, dass man uns schon für sehr einfach denkend halten muss, diese Nummer zu kaufen.

Dabei hab ich den Mann mal verehrt :/ Gestern ist er einfach nur noch tiefer gesunken - ein Armutszeugnis. Das ging übrigens nicht nur mir so und der Applaus war eher Mitleid als Anerkennung.

Der CNG Geschäftsführer Carsten Schumacher meinte bei seiner Ansprache, dass die Veranstaltung ja eigentlich hinfällig sei. Und auf einmal wird es auch dem letzten klar, dass der Runde Tisch letzte Woche auch eine gute Gelegenheit darstellt, dem STRassenfest den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Nachdem ich die beiden aber überstanden hatte, hat sich noch eine sehenswerte Diskussion entwickelt - auch wenn nichts neues herausgekommen ist.

Immerhin haben Jürgen Alzen und Klaus Abbelen ihrem Ärger ordentlich Luft gemacht - Jürgen hat sich in keiner Weise vom Hans beeindrucken lassen und Klaus hat gewohnt hemdsärmelig noch Zebrastreifen und Verkehrskreisel in’s Spiel gebracht.

Leicht geschluckt habe ich, als sowohl Olaf Manthey als auch Klaus Abbelen den Nissan Leuten ordentlich eingeschenkt haben, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann war Stümper das Qualitätsmerkmal für deren technische Leistung das Aufsteigen in den Griff zu bekommen.

Als Karl Mauer zu Wort kam, war ihm auch nicht besonders zu lachen zumute, denn die VLN kämpft mit deutlich sinkenden Starterzahlen. Das ist keine Eintagsfliege, sondern scheint sich bedrohlich zu manifestieren. Gilt auch für die anderen Serien. Der Grund unisono: Tempolimit.

Die Veranstaltung wurde live gestreamt und hier kann man sich das auch im Nachhinein nochmal anschauen.

Es gibt sogar eine schriftliche Zusammenfassung der Redebeiträge.

STRassenfest | CarstenSchumacher | Stuck | Todt | Tempolimit | Nürburg | Schacht | DMSB |


Dienstag, 21. Juli 2015

DMSB Saga - nächste Runde.

Erstmal zu den Youngtimern.

Das Problem ist anscheinend die Anzahl pro Auslandsrennen einer nationalen Veranstaltung, weil man darf maximal nur 1x im Ausland fahren. Hat die FIA festgelegt - wahrscheinlich um mehr Geld zu verdienen mit internationalen Rennen - und darüber gab es 2012 auch schon mächtig Ärger.

Wie das übrigens Förderung des Motorsports sein soll, ist mir schleierhaft. Denn das sollte die Aufgabe der FIA sein - anstatt die Veranstalter zu schröpfen. Auch wie solche Gesetze (?) in die heutige politische Landschaft der EU mit ihrem gemeinsamen Markt passen soll, ist mir ein Rätsel. Aber das ist ein anderes Thema. Vielleicht klagt ja mal jemand in Brüssel.

Wie auch immer - die Veranstalter nicht dumm - haben für ihre Teilnehmer Auslandsrennen als Nicht-Wertungsläufe deklariert, damit man wenigstens kostengünstig und abwechselungsreich unterwegs sein kann. Für die Youngtimer also neben Nürburgring und Hockenheim auch Zandvoort, Spa und Zolder - wobei Zandvoort und Zolder im Kalendar klar mit * als Einladungsrennen deklariert sind.

Wir werden sehen, wie es sich entwickelt.

Weiter zur IDM, bzw. Rüdiger Merdes und seinen Erfahrungen.

Er hat sich jetzt ausführlich und chronologisch gegenüber Günther Wiesinger in der Speedweek geäußert.

Da bekommt man mal Einblicke, wie das so abläuft im deutschen (Motorrad-) Motorsport und die Herren, die sich jetzt gerne mal erklären dürfen sind Christian Schacht und Hermann Tomcyzk. Ich hoffe sie nehmen diese Gelegenheit wahr mit der interessierten Öffentlichkeit einen Dialog zu führen - das ist doch eine tolle Chance.

Alles andere - also klassisches Aussitzen - wird ebendiese interessierte Öffentlichkeit in ihrem Empfinden bestärken, dass die oberste deutsche Motorsportbehörde ein korrupter und verfilzer Haufen arroganter Funktionäre ist.

Wenn Ihr meint ich übertreibe, dann lest Euch mal in der Speedweek die Kommentare durch (unter dem Artikel) - da ist man sich einig und in der Sprache deutlich, dass der DMSB abgeschafft bzw. abgelöst werden muss.

Ein Punkt, der auch dringend der Klärung bedarf, ist die Zuwendung für den Nachwuchs in Höhe von 125.000 USD, die der GP Promotor jährlich an den DMSB überweist. Das Thema hatte ich vor genau 2 Jahren schon einmal und aktuell bringt es der einzige deutsche MotoGP Pilot und Moto2 Weltmeister von 2011 - Stefan Bradl - deutlich zur Sprache:

“Es ist an der Zeit, dass jemand die Wahrheit sagt, auch wenn ich mich beim ADAC und beim DMSB unbeliebt mache. Aber das ist es mir wert, weil ich glaube, ich kann es mir als deutsches Aushängeschild erlauben, einmal auf den Tisch zu hauen und zu sagen, dass wir deutschen Nachwuchs brauchen”, sagt Stefan Bradl am Mittwoch offen gegenüber ‘Motorsport-Total.com’. “Der DMSB und der ADAC sollen sich angesprochen fühlen, denn wenn große Erfolge da sind, stellen sie sich auch vorne hin.”

Was muss eigentlich noch passieren?

Meine Meinung zur Situation:

Im normalen Leben - die Fahrer als Kunden und der DMSB als Dienstleister - wäre diese DMSB Firma längst vom Markt. Nur durch die privilierte Monopolstellung ist solch ein Handeln erst möglich.

Dabei möchte ich gar nicht werten, wer jetzt im Recht ist und wer nicht - man muss immer beide Seiten anhören. Was ich konkret am DMSB kritisiere ist die Intransparenz und das Nicht-Reagieren auf lautstark vorgebrachte Kritik. Und durch die großen Kreise, die das aktuell zieht, wird der Motorsport in Deutschland durch diesen fehlenden Dialog beschädigt.

DMSB | Schacht | Tomcyzk | Bradl | Youngtimer | Merdes |


Sonntag, 19. Juli 2015

DMSB Einblicke.

Rüdiger Merdes wurde vom DMSB vor die Tür gesetzt und solche Ereignisse sickern dann auch mal an das Licht der Öffentlichkeit.:

Der DMSB und seine Mitglieder sind eher dafür bekannt, Dinge auszusitzen statt auszudiskutieren

… kann man unter anderem in der Speedweek lesen.

Was ist nur aus unserem geliebten Sport geworden? Verseucht von Selbstdarstellern und Profilneurotikern?

DMSB | Merdes | Motorrad | Schacht |


Montag, 18. Mai 2015

24h-Rennen 2016 vom 26. bis 29.Mai.

Gute Nachrichten für alle, die am Wochenende gefroren haben.

Speedweek:

Am gleichen Wochenende findet der Grand-Prix von Monaco statt und das Indy 500, das 2016 besonders im Interesse stehen wird, da es zum 100. Mal ausgetragen wird. Dazu wird geht am gleichen Datum voraussichtlich auch der Le-Mans-Testtag über die Bühne.

Später ist nicht automatisch besser.

N24h


Dienstag, 14. Oktober 2014

2015 soll die WEC am Ring fahren - nur FIA und DMSB wissen nichts davon.

Das Ganze ist leicht dubios, Speedweek:

  • Termin ist am Ring anderweitig belegt (ADAC GT Masters)

  • Rennen ist bei der FIA nicht angemeldet (Anmeldung kostet schlappe 150.000 Euro)

  • ADAC ist überrascht

  • DMSB weiss von nichts

“WM-Promoter Gerard Neveu hatte neben dem ADAC auch mit Capricorn verhandelt und nun offenbar direkt mit den neuen Nürburgring-Besitzern selbst einen Vertrag abgeschlossen.”

Und ich dachte zuerst, der WEC Lauf am Ring sei eine gute Nachricht.

Tags: FIAWEC | Capricorn |


Sonntag, 27. Juli 2014

Die ARD stellt sich der Kritik an der DTM TV Übertragung.

Das ist die gute Nachricht.

Die Schlechte: stimmt alles nicht, was die Zuschauer zu bemängeln haben, denn die ARD macht alles richtig:

“Das sehen wir anders.”

Tja, q.e.d. - sehr unsportlich solch ein arroganter Umgang mit Kritik von der Basis - da ändert sich so schnell gar nichts.

Tags: TourenwagenMastersFernsehübertragung |


Sonntag, 20. Juli 2014

Und auf einmal wundern sie sich, dass beim Formel 1 die Zuschauer ausbleiben?!

Beim Formel 1 Rennen in Hockenheim werden für den heutigen Rennsonntag nur knapp 50.000 Zuschauer erwartet - da waren in Silverstone selbst Freitags mehr (am Renntag 120k). Toto Wolff meint: das müssen wir analysieren und Niki Lauda rechnet in DIE WELT ab. Seiner Meinung nach liegt es u.a. daran, dass die Formel 1 nicht auf Facebook ist.

Mich fragt zwar keiner, aber ich biete mal ein paar Thesen, warum das - besonders in Deutschland - nicht funktioniert. Und da hat ein Arbeitgeber von Niki Lauda großen Anteil daran: RTL.

Furchtbare Fernsehübertragungen.

  • RTL bietet den unterirdischsten Kommentar, den man sich im Motorsport vorstellen kann. Für jemanden, der den Sport wirklich mag, ist es die reinste Folter. Schlimmer ist nur noch die DTM/ARD, ich glaube es gibt auf der ganzen Welt keine schlechteren Renn-Berichterstattungen.

    Es gibt nur ein Rennen in Deutschland (und eines um die Ecke in Spa), den Rest muss man sich also vor dem Fernseher anschauen, wenn man die Saison verfolgen will. Und das geht als Motorsport Anhänger bei RTL leider garnicht. Das ist anscheindend auch nicht das, was RTL will. Die machen mehr so eine Livestyle Geschichte in der Annahme, dass das die Leute sehen wollen. Auf die RTL Zuschauer mag das tatsächlich zutreffen, für Motorsportfans ist es die reinste Qual.

    Nicht nur die F1 ist in der Zeit stehengeblieben, RTL ist es auch und ich bekomme regelmässig Plaque, wenn Heiko Wasser irgenwelche unnützen Zahlen “für die Statistikfans unter Ihnen” zum besten gibt oder sich an den Positionen “der deutschen Piloten” aufgeilt. Für einen echten Race-Fan ist das doch total Nebensache! Wir wollen guten Sport sehen.

    Über Kai Ebel brauchen wir garnicht reden.

    Aber das werden die nie kapieren. Ich verfolge - wenn es mir die Zeit erlaubt - das ein oder andere Rennen bei BBC. Die Läufe, die bei denen aus Lizenzgründen nicht im Fernsehen ausgestrahlt werden, kann man dann per Radiostream hören und das deutsche Fernsehbild ohne Ton laufen lassen. Allan McNish und Live Timing dazu - läuft. Nichtmal die RTL-Werbung schafft es einen zu stören.

Schumi Mania - ein Relikt aus vergangenen Tagen.

  • In Deutschland war die Formel 1 in den vergangenen Jahren ein Michael-Schumacher-Phänomen (Keep fighting Michael!). Der Zug ist längst abgefahren, aber RTL klammert sich immer noch daran fest. Wenn man sich damals die Besucher angeschaute, dann konnte man sowieso nur mit dem Kopf schütteln. Das war eine ganz seltsame Spezies, so ein Zwischending aus Kegelclub und Rote Funken - hab ich zwar nie wirklich verstanden, aber war klar, dass das nicht ewig so laufen wird.

    Deutschland ist auch keine Motorsport Hochburg. RTL und ARD halten die Zahlen aufgrund ihrer Reichweite künstlich hoch und prügeln die Veranstaltungen in die Wohnzimmer. Ein gutes Indiz ist die Presselandschaft, die sich mit Rennsport beschäftigt: Speedweek hat die Segel gestrichen, Motorsport Aktuell hält sich gerade so über Wasser - das war’s. In UK, Spanien oder Italien sieht das mal komplett anders aus. Da sind die Leute noch richtig begeistert und folgen dem Sport aus eigenem Interesse. Da gibt es dann sogar eine Zeitung extra für Rennautos.

Langweilige Rennen.

  • Die Formel 1 vor Ort ist langweilig. Ja - der Speed ist beeindruckend und die Bremswege sind es auch - aber Rennverlauf und Action sind langweilig. Dieses Jahr wurde auch noch eine der wenigen übriggebliebenen Attraktionen gestrichen: der Sound. Witzigerweise nimmt die Werbeindustrie für ihre Clips den Sound vom letzten Jahr und denkt es merkt schon keiner.

Die F1 Autos sehen alle gleich aus.

  • Die Technik ist überdefiniert. Alle Autos sehen gleich aus, würde man sie neutral lackieren, man könnte sie nicht mehr auseinanderhalten. So wie bei GP2: identische Autos, unterschiedliche Lackierung. Die technischen Freiräume, die den Ingenieuren bleiben, sind für die Zuschauer im Inneren des Fahrzeugs verborgen.

Arroganz.

  • Die F1 ist arrogant. So richtig abgehoben und überheblich. Das passt einfach nicht mehr in die heutige Zeit.

    Nicht-arrogante Sportarten bemühen sich um Dialog mit ihrer Fanbasis - und da spielt natürlich Social Media eine große Rolle.

    So gesehen hat Niki Lauda - teilweise - Recht. Aber Facebook und Twitter alleine werden es nicht richten, denn - das haben viele Beispiele in der Vergangenheit bewiesen - eine erfolgreiche Social Media Strategie kommt in erster Linie von innen. Aufgesetzte Kanäle, die nicht glaubwürdig sind, können den Schuss sogar nach hinten losgehen lassen.

    Aber bei dem Level an Überheblichkeit, den die F1 heutzutage zur Schau stellt, sehe ich wenig Chancen. Die übriggebliebenen interessierten Zuschauer, die es hierzulande noch gibt, bekommen es regelrecht um die Ohren gehauen: abgeriegeltes steriles Fahrerlager, strategische Entscheidungen gesteuert von einer ebenso arroganten FIA - wer lässt das schon mit sich machen. Die Sache mit den Penisnasen war doch das beste Beispiel: gegen den Willen ALLER - sogar der Teams - wurde die peinliche Optik durchgedrückt. Resultat: die Autos sehen aus wie Clowns.

    Apropos Social Media: wie heisst eigentlich Niki Lauda’s Facebook Account? Siehste.

Aerodynamik mit viel zu viel Anpressdruck.

  • Der grösste Killer in meinen Augen ist jedoch die Aerodynamik. Heutige Formel 1 produzieren soviel Anpressdruck, sie könnten mit 200 km/h an der Decke fahren. Das ist zwar beeindruckend, aber was hat der Zuschauer davon?

    Im Gegenteil: Überholmanöver werden erschwert, weil man im Windschatten Downforce verliert. Und es gibt aufgrund der hohen Kurvengeschwindigkeiten nur eine Ideallinie, auch das erschwert das Überholen. Doch das Schlimmste an der ausgefeilten Aero: man kann als Zuschauer von aussen einen überragenden Fahrer nicht mehr ausmachen. Wenn man sich einmal an den irren Speed gewöhnt hat, dann gleicht ein Formel 1 Rennen einer Hochgeschwindigkeits-Parade auf Schienen. Und durch die Überrundungen verliert man sogar den Überblick, wer an welcher Stelle liegt. Handy kannste in so einem Fall vergessen, zuviele Leute - zu dünnes Netz.

    Letztes Jahr habe ich mir zufällig den Nürburgring F1 Lauf vor Ort angeschaut - hätte es nicht mittendrin eine Safety Car Phase gegeben, wo sich alle wieder nach Position einreihen mussten, ich hätte nichts mehr geblickt. Nicht weil ich zu doof dafür bin - würde ich jetzt nicht pauschal ausschließen ;) - aber die Leute um mich um wussten es auch nicht besser.

    Schonmal aufgefallen, dass die spannensten Rennen ausgerechnet die sind, wenn es regnet? Sollte eigentlich zu denken geben - macht es aber nicht. Jetzt könnte man die Strecke künstlich bewässern, was natürlich Quatsch ist - oder man schraubt die Aerodynamik - und damit den Grip - massiv runter.

    Das würde den herausragenden Fahrern wieder die Chance geben, ihre Talente zu zeigen, so dass es auch jeder sieht: Fahrgefühl, saubere Linie, Reflexe, Limit ausloten und den Portion Mut, den diese Piloten so besonders macht. Solange man das nicht von aussen als normaler Zuschauer sehen und bewerten kann, macht es wenig Sinn ein Rennen vor Ort zu besuchen.

    Und das erleben wir gerade: keine 50.000 Zuschauer, das ist Bundesliga-Fussball-Niveau.

Grosse Hoffnung, dass sich etwas ändert, habe ich nicht. Zwar haben die deutschen Hersteller/Sponsoren ein Problem, aber das wird B.Ecclestone - bzw. seinen Nachfolger - wenig jucken. Um fundamental etwas zu ändern, müsste es richtig wehtun und ich fürchte das werden wir nicht erleben.

Besser wäre es meiner Meinung nach, wenn andere Serien versuchen, die entstandene Lücke zu füllen und einen beeindruckenden und spannenden Wettbewerb etablieren, der allen Beteiligten - Zuschauern wie Aktiven - großen Spass macht!

Tags: MikeRant | Formel1NikiLauda | TotoWolffSocialMedia | Besucherzahlen | Hockenheim |


Mittwoch, 26. Februar 2014

Übrig Ns vom Mittwoch.

Tags: ÜbrigNs


Samstag, 11. Januar 2014

Überraschung in Dubai: Stadler Motorsport gewinnt 24h.

Nicht Black Falcon, auch nicht Schubert - heißt der Sieger beim 24h-Rennen in Dubai, das um 11 Uhr unserer Zeit heute am Samstag zuende gegangen ist.

Stadler Motorsport aus Reinach in der Schweiz hat gewonnen mit einem 997 GT3 R und den Fahrern:

  • Mark Ineichen
  • Rolf Ineichen
  • Marcel Matter
  • Adrian Amstutz
  • Christian Engelhart

Alles Schweizer, bis auf die Profiverstärkung Christian Engelhart (aus Deutschland).

Na wenn das mal keine Überraschung ist, Herzlichen Glückwunsch!

Zweiter wurde das Team Münnich/Basseng/Huff im SLS und Dritter der Black Falcon SLS Al Qubaisi/BLeekemolen/Al Faisal/Haupt/Christodoulou.

GT Corse im 458 wurden Vierter, der Walkenhorst Z4 Sechster und Zehnter das Team Schubert im Z4.

Das Gesamtergebnis gibt es unter live.24hseries.com/RESULTS und hier als PDF.

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tags: Dubei24h | Dubai


Sonntag, 20. Oktober 2013

Übrig Ns vom Sonntag.

Nteressante Netz-Fundstücke in lockerer Folge:

Tag: ÜbrigNs


Dienstag, 15. Oktober 2013

Felix Baumgartner will 24h-Rennen fahren.

Aus autorevue.at:

“ Ich habe jetzt ein sehr gutes Angebot von Audi bekommen, im kommenden Jahr beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring als vierter Fahrer dabei zu sein. Darauf werde ich mich sehr gewissenhaft vorbereiten, immerhin bin ich der Schwächste aus dieser Fahrergruppe. Wie immer, wenn ich etwas mache, suche ich mir die richtigen Leute, hole mir Tipps, trainiere viel am Simulator und nehme das Thema sehr, sehr ernst.”

Ich vermute mal das läuft über die Audi Race Experience rund um Sepp Haider, Marco Werner, usw. Da könnte man sich ja auch ganz normal als Kunde einbuchen und eventuell kam jemand bei Audi oder Red Bull auf die Idee.

Den Sprung hatte ich mir live angeschaut, das war der Kracher. Das ist jetzt genau 1 Jahr her (14.Okt.2012).

Dem N24h Rennen hilft es für mehr Publicity und es sind ganz bestimmt schon langsamere Leute mitgefahren als Felix Baumgartner.

Tags: Baumgartner | N24h


Donnerstag, 08. August 2013

Im Spiegel: angeregter Diskurs über die Zeitung an sich und wie es aussieht mit den Überlebenschancen (Spoiler: schlecht).

Die ganze Sammlung ist hier und bisher gelesen und für gut befunden habe ich:

Im Kleinen haben wir dieses Entwicklung ja schon mitbekommen, als die Speedweek ihre Druckübungen eingestellt hat.

Tags: Zeitung | Speedweek | ThomasKnüwer | RichardGutjahr | MarioSixtus


Donnerstag, 18. Juli 2013

´2,75 Millionen Dollar. Was ist damit geschehen, Herr Stuck, Herr Tomczyk?´

Stellt sich raus, der DMSB hat jährlich 125.000 Dollar für Nachwuchsförderung bekommen vom GP Promoter bekommen. Und ab hier verläuft sich die Spur von dem Geld.

Da gab’s - auch in der Speedweek - kürzlich einen interessanten Brief von Joachim Hüssner. Dessen Sohn Nico ist in den Förderkader berufen worden mit dem wohl klingenden Namen DMSB Deutsches Road Racing Junior Team.

Und wie sah die Förderung aus? Mussten Aufkleber aufpappen und haben nichtmal die Lizenzgebühren erlassen bekommen. Das müsst Ihr Euch mal durchlesen, un-glaub-lich.

Ich frag mich sowieso, was die mit den ganzen Lizenzgebühren machen. Versickert alles in diesem ehrenwerten, gemeinnützigen (!) Verein.

Tags: DMSB | Tomczyk | Stuck | Förderkader | Juniorteam


Freitag, 12. Juli 2013

Fernando Alonso = Ferrari 2016.

Fernando Alonso macht dann mal klar, daß er noch bis mindestens 2016 im Ferrari sitzt. Für ihn ist Ferrari etwas besonderes und er geht auch voll darin auf:

“Ich bin heute als Ferrari-Fahrer bekannter denn je, obwohl ich keinen weiteren Titel gewonnen habe.”

Meine Rede: bei dem großen Zirkus genannt Motorsport geht es zwar sportlich zur Sache, aber unter’m Strich zählen für die Geldgeber die Sympathiepunkte, die man nach so einem Wochenende mit nach Hause nimmt. Wer erinnert sich nach 2 oder 4 Wochen noch an das Ergebnis? Wisst Ihr noch, wie das GP2 Rennen am Sonntag ausgegangen ist? Aber Aktionen wie diese sind unvergesslich.

Audi z.B. hat das noch nicht verstanden, die jagen unerbitterlich einen Sieg nach dem anderen, machen sogar vor Einwirkungen auf das Reglement nicht Halt und meinen, der Fan bekommt davon nichts mit. Tut er doch!

Übrigens: es gibt intensive Instagram-Nutzer, das geht schon stark in Richtung Bloggen. Fernando Alonso ist so einer:

instagram.com/alo_oficial

Tags: Alonso | Ferrari | Formel1


Dienstag, 09. Juli 2013

Ohne Willi Bergmeister.

Diese Seite hier gäbe es ohne Willi Bergmeister garnicht. Denn ohne ihn gäbe es nicht den Audi 200 und ohne Audi 200 gäbe es nicht 20832.com

Leider ist Willi Bergmeister mit erst 63 Jahren auf der Uhr heute nacht unerwartet verstorben.

Mein herzliches Beileid an die Angehörigen und Freunde und natürlich an Jörg und Tim, die ein sehr inniges Verhältnis zu ihrem Vater haben. Der Motorsport wird bei den Bergmeisters inzwischen in der vierten Generation gepflegt.

Hier noch Aufnahmen, die ich dieses Jahr gemacht habe von einem Menschen, der Besonnenheit mit einem glühenden Motorsportherz vereinte wie kein Zweiter.


Samstag, 16. März 2013

Speedweek gibt Gas zum Thema IDM ...

… und schlüsselt uns mal die Einnahmen und Ausgaben einer IDM Saison auf:

speedweek.de/art_34593.html

2011:

Einnahmen: 488.900,00 €
Ausgaben: 500.324,66 €

2012:

Einnahmen: 443.793,36 €
Ausgaben: 508.491,76 €

“Der DMSB tut gerne so, als hätte er mit der Internationalen Deutschen Motorrad-Meisterschaft (IDM) nichts zu tun. Aber er hat diese Rennserie gemeinsam mit seiner Firma Deutsche Motor Sport Wirtschaftsdienst GmbH (DMSW) betrieben und vermarktet.”

Günther Wiesinger lässt sich nicht unterkriegen:

"«Ich weiss nicht, was dich veranlasst, die Superbike*IDM so massiv zu verunstalten», schrieb mir der Chef von alpha Technik, alpha Racing und Betreiber des EurospeedwayLausitz vor zwei Tagen.

In all den Jahrhunderten hat sich nicht viel geändert. Schon bei den alten Griechen gab es das Verhaltensmuster, den Überbringer der schlechten Nachrichten stellvertretend für deren Verursacher zur Verantwortung zu ziehen."

Respekt!

UPDATE:

Hier gibt es eine Ergänzung im Blog racing4fun.at:

“(..) Nachdem teilweise von uns, bezüglich der derzeitigen Zustände rund um die neue IDM-Führung und der daraus resultierenden Nachteile für Teams, Fahrer und Sponsoren gleichermaßen, der Stein ins Rollen gebracht wurde, fühlt sich anscheinend die Speedweek bemüßigt ihre Versäumnisse der letzten Jahre nachzuholen. (..)”

Finde ich gut, daß die Diskussion in Gang gehalten wird. Wenn jetzt noch der Autorenname dransteht …


Mittwoch, 13. März 2013

DMSB Präsident Stuck zur IDM: nicht zuständig.

Das ist schwer verdaulich, am besten Ihr sitzt gut:

Hans-Joachim Stuck:

“Ich bin im Präsidium für die Schwerpunkte Nachwuchs und Umwelt zuständig. Ich kann mich nicht noch um Pocket-Bike und Formel 3 kümmern; das ist nicht zu schaffen. (..)”

“Das IDM-Rennen auf dem Nürburgring musste abgesagt werden, weil die neuen Betreiber die Veranstaltungsgebühren für den Veranstalterclub in die Höhe getrieben haben.”

(… dem wird übrigens in den Kommentaren heftig widersprochen!)

Günther Wiesinger (Speedweek) meint dazu:

“Die DMSB-Funktionäre müssen endlich aufwachen. Sie können nicht so tun, als gingen sie die Probleme der IDM-Teams nichts an. Sonst erübrigt sich bald die Existenz des Verbands.”

Wie man Sport auch ohne Verband macht, zeigt in ganz großem Stil z.B. ESPN. Die X-Games sind deren Event und da lassen sie sich auch von keinem reinreden, sind Veranstalter und Vermarkter in Personalunion.

Kommen übrigens nach München dieses Jahr. Hallo DMSB? Die Einschläge kommen näher!

Ich sage mal voraus, da geht die Reise hin. Keine opportunistischen Funktionärs-Verhinderer, sondern Macher mit Benzin im Blut, die wissen was sich vermarkten lässt und veranstalten für Sportler und Zuschauer gleichermaßen eine große Show. Oder im kleinen Stil der lizenzfreie Sport ohne Zuschauer, der maximalen Spaß und Fahrzeit für minimales Startgeld bietet.


Sonntag, 10. März 2013

IDM am Nürburgring abgesagt.

Ausgerechnet der MSC Freier Grund, der immer mit viel Herzblut und Engagement das Nürburgringrennen gestemmt hat, wirft das Handtuch.

Dazu muß man wissen, daß der DMSB die Geschicke der IDM einem neuen Promoter übertragen hat.

Günther Wiesinger dazu:

“Der Fisch stinkt meistens am Kopf. In diesem Fall ist das der deutsche Verband DMSB, der die IDM in jahrelanger Mühsal mit grossteils unverständlichen Reglements, seltsamen Klassenanordnungen, dilettantischen Vermarktern, überforderten IDM-Funktionären und jugendlichen DMSB-Repräsentanten an die Wand fuhr.”

Und Dietmar Franzen:

“So wird die IDM sterben, was wir uns alle natürlich nicht wünschen. Ich hoffe die Verantwortlichen werden in ihren zukünftigen Entscheidungen ein glücklicheres Händchen beweisen. Die IDM, als eine der hochkarätigsten Meisterschaften in Europa, hätte es verdient.”

DSMB ist der int. Vertreter für den deutschen Motorsport, hat in Deutschland die Sporthoheit.

Hier mal Auszüge aus der Satzung:

  • “Der DMSB wahrt die Belange seiner Mitglieder …”
  • “Der DMSB fördert den Motorsport durch Unterstützung und Entwicklung des Spitzensports, des Amateur- und Freizeitsports unter besonderer Berücksichtigung der Ju- gendarbeit.”
  • “Der DMSB dient ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen Zwecken …”

Und wisst Ihr, wer die DTM ausrichtet? Dieses GEZ-finanzierte Audi-BMW-MB-Marketing-Schaulaufen, das die ARD aufwendig in HD in die Wohnzimmer schickt?

Richtig, der gemeinnützige Förderer des Motorsports - aka DMSB. Da sind die gaaanz vorne mit dabei. Aber wenn die Nordschleife zu Grabe getragen wird oder der Motorradsport organisiert werden will, dann springen sie schnell in Deckung.


Donnerstag, 07. März 2013

Porsche - Audi - Aston Martin, ..

.. das ist die Evolution von Bilstein am Ring.


Mittwoch, 13. Februar 2013

Scripted Reality.

Scripted Reality, Pseudo-Doku oder Pseudo-Doku-Soap ist ein Genre des Reality-TV, in dem eine Reality-Show nur vorgegeben wird, die Szenen jedoch von Schauspielern (meist Laiendarstellern) nach Regieanweisung (Skript) gespielt werden.

Daran musste ich denken, als ich das hier zur Formel 1 und deren Reifen gelesen hab:

“Da können sich die Teams auf einiges gefasst machen: Pirelli hat sein Versprechen wahr gemacht und stellt die Rennställe bei den ersten vier Rennen der Saison 2013 vor eine schwere Aufgabe. (..) Generell haben die Mailänder weichere Reifen gebaut, die weniger körnen sollen (die Bildung von Gummi-Rubbel auf der Oberfläche), schneller auf Temperatur kommen, aber auch stärker abbauen.”

So läuft das heutzutage im Motorsportshowgeschäft.


Sonntag, 06. Januar 2013

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Martin Wimmer.

“Seit September ist bei MZ in Hohndorf der Insolvenzverwalter am Ruder.”

“Der gescheiterte MZ-Geschäftsführer Martin Wimmer geht schweren Zeiten entgegen.”

(Martin Wimmer 2002 in Oschersleben.)

“Die Staatsanwaltschaft Chemnitz ermittelt gegen Wimmer wegen des Verdachtes auf Insolvenzverschleppung und schweren Betrug.”

(Günther Wiesinger in Speedweek.)


Freitag, 04. Januar 2013

Einmal bloggend quer durch die USA.

Wub ist ein Mann der ersten Stunde im N-Forum (ID 68!). Und auch einer der ersten, die rausgeflogen wurden! Heute können Björn und ich herzlich darüber lachen, vor 10 Jahren hab ich mir die Zähne ausgebissen ;)

Unterhaltung ist also garantiert, wenn er sich in ein paar Tagen aufmacht, um die Detroit Motorshow zu besuchen und auf dem Weg dorthin ein paar Autos probezufahren. Hat ja auch einen Ruf zu verlieren als Der Testfahrer!

Das Ganze lässt sich verfolgen unter mbrt13 und es stehen 4.000 km an. Wenn’s tröstet, das entspricht den WP Kilometern der Dakar mit ihren 14 Etappen. Ohne Straßen! ;)

Ausgedacht hat sich den bloggenden Spaß der Jan Gleitsmann. Mercedes stellt die Autos und durch einen beeindruckenden Zusammenschluß von 10 (!) Bloggern wird da eine ordentliche Delegation unterwegs sein: Heike, Jens, Teymur, Omar, Javier, Sébastian und noch zwei Daimlerleute.

Spannende Geschichte, freue mich schon sehr auf die Unterwegsberichte und natürlich auch auf die von der Messe! Normalerweise ist Detroit immer ziemlich weit weg, aber so wird es uns schnell und authentisch nach Hause gebracht. Und da ich im normalen Leben ja Ford’ler bin, hab ich auch eine gewisse familiäre Verbindung nach Motor City (war aber selber noch nie da).

Im Instagram Feed gibt es unter #mbrt13 schon die ersten schüchternen Bildchen, das wird ab Dienstag richtig voll! :)

Ganz im Sinne von Wir nennen es Arbeit! ;)


Freitag, 14. Dezember 2012

Speedweek geht, Top Gear kommt.

Während bei Red Bull das Experiment mit dem bedruckten Papier beendet wurde, plant Heise Auto ab April mit einem deutschen Ableger der Top Gear Zeitschrift. Test Auflage: 100.000.

Mit echtem Racing ist in D-Land halt nicht viel anzufangen.


Dienstag, 04. Dezember 2012

Jörg Müller.

Die Speedweek schreibt ihn schon ab, er selber aber nicht.

“Servus zusammen, das ist alles so nicht ganz richtig. Ich stehe natürlich weiterhin mit BMW in Verhandlungen. Meine Verträge hab ich, wie schon in der Vergangenheit, zu diesem Zeitpunkt noch nie unter Dach und Fach gehabt. Also Abwarten!!!”

Echter Racer eben!


Donnerstag, 01. November 2012

Die Lage ist ernst.

Auch wenn die Mehrzahl der Leute das völlig verpeilt hat - das ist sie schon seit mindestens 5 Jahren.

Guido Quirmbach - Speedweeker & Adenauer in Personalunion - war am Dienstag bei der CDU Veranstaltung mit Haug-Tomczyk-Meyersrenken - und fasst die Veranstaltung und die aktuelle Situation zusammen. So schlimm und verfahren die Lage inzwischen auch ist.

“Seit Juli ist der Nürburgring nun insolvent, mit dem heutigen 1.11. wird das Verfahren wohl offiziell eröffnet. Die Pächter sollten bis 31.10.2012 das Feld räumen. Ob Lindner und Richter damit endgültig draussen sind, hofft wohl jeder, dem etwas am Motorsport und dem Nürburgring liegt, aber will auch niemand so richtig glauben oder gar bestätigen. Dabei wäre es dringend notwendig, um das Land in Sachen Nürburgring handlungsfähig zu machen.”

“So forderten Tomczyk ebenso wie Mercedes-Motorsport-Chef Norbert Haug sich des «automobilen Kulturguts Nürburgring» (Tomczyk)und des «Grundwertes Nordschleife» (Haug) anzunehmen und das Problem Nürburgring als «nationale Angelegenheit» zu behandeln. Dafür müsse die Angelegenheit aus Mainz hinaus nach Berlin getragen werden, sprich, die Bundesregierung muss eingeschaltet werden.”


Montag, 02. Juli 2012

In der Speedweek ...

... hat Guido Quirmbach den Brief vom ADAC an den Herrn Beck aufgegriffen:

“Es ist bezeichnend für die Ernsthaftigkeit des Briefes, dass er vom ADAC-Präsident, er spricht für rund 18 Millionen Mitglieder, und nicht von der Sportabteilung unterzeichnet ist.”


Mittwoch, 15. Februar 2012

Übrig Ns vom Mittwoch.
  • Ach guck an, die auto motor und sport hat auch schon was mitbekommen. Gewohnt oberflächlich werden ein paar Sachen zusammengekratzt, mit NAG Propaganda ergänzt und ohne Hinterfragen zusammengeschüttet. Das Ganze wird dann noch garniert mit einem Bild von der Startaufstellung 24-Stunden Rennen. Echter Journalismus halt. Natürlich auch kein Wort davon, wer damals die “Manager mit Weitblick” auf das Schild gehoben hat.

Vor garnicht langer Zeit waren die so drauf.

  • Karneval - bzw. Fastnacht - das ist doch genau das Richtige, um von den Problemen abzulenken. Nur falls jemand der Bericht vom LRH nicht als Begründung für den plötzlichen Aktionismus reicht.

  • Meanwhile, at the Grünen Kreisverband Ahrweiler …

Rückbau des Ringracers, Umbau und Verkauf von einzelnen Gebäuden, mehrere Betreiber für die verschiedenen Bereiche: Grünen-Wirtschaftsministerin Eveline Lemke schließt am Nürburgring derzeit fast nichts aus.

Also wenn’s nach mir gänge, ich würd die Achterbahn ja weiterrosten lassen. Da kann man prima Sachen dran aufhängen und so ein Mahnmahl hindert hoffentlich für die weitere Zeit, daß nochmal irgendwann irgendjemand auf die bescheuerte Idee kommt, für über 10 Millionen Euro Steuergeld sowas dahin zu bauen.

DAS kann man so unterschreiben: “Deren Schwächen in Konzeptionierung und Umsetzung haben den Ring zu einer Sackgasse gemacht.”

Von den Grünen RLP.

Komisch, von diesen “Ring-Fans” hab ich noch keinen getroffen. Dafür aber viele, die Angst um die Nordschleife haben.

Das Ringwerk macht angeblich 1 Mio. Euro Verlust ohne Abschreibung. Frag mich wie das gehen soll.


Samstag, 08. Oktober 2011

Übrig Ns vom Samstag.

Das Problem ist nur, daß wir den Australiern völlig egal sind und die sich nichtmal im Traum an unsere Schlafenszeiten halten. Rennstart heute nacht von Samstag auf Sonntag um 1:00 Uhr.

  • Jacques Berndorf fürchtet, daß die Windenergie mit ihren kreiselnden Dingern den Wald zerstören:

"Ich lege großen Wert darauf, dass alle Leute hierhin kommen und die Seele baumeln lassen können. Stellen Sie sich vor, auf dem kurzen Stück zwischen Blankenheim und Hillesheim stehen 25 solcher Dinger mitten im Wald. Den Wald kann ich doch vergessen!

Zunächst musste die Veranstaltung um mehrere Stunden verschoben und schliesslich verkürzt werden, weil die angeforderten Rettungswagen nicht vor Ort waren.

Ging ja nur um die Meisterschaft.

Übrigens, SAVE THE RING setzt 57.968 dagegen. Ohne Marketingabteilung und Steuergeldbudget.

  • Na wenn die sonst keine Sorgen haben.

  • Es gibt kein undurchsichtiges Geflecht in sich verschachtelter Gesellschaften. Niemand macht mit sich selbst Geschäfte. Es wurden keine abgehobenen Projekte geplant. Und es gilt das Prinzip: Wer bestellt, der bezahlt auch.

Für Nürburgring mit (–1) multiplizieren.


Montag, 12. September 2011

Übrig Ns vom Montag.


Freitag, 01. Juli 2011

24h Rückblicke.
  • Speedweek, Guido Quirmbach: “Nimmt man diese Auswertung zu Grunde, dann hätte, wenn alle durchgekommen wären, wohl der Hybrid-Porsche gewonnen, da er als einziger Wagen Stints über 10 Runden fahren konnte, was mindestens ein Tankstopp weniger als der RSR bedeutet hätte.

  • Christian Menzel: “Generell können wir froh sein, ein solches Event in Deutschland zu haben. Wir müssen wie immer gut aufpassen, dass es auch so ein gutes Event bleibt und der Bogen nicht überspannt wird. Gleiches gilt für den Nürburgring selbst! Die “Bewölkung” nimmt immer weiter zu – schon wieder sind einige Herrschaften rund um den Ring in den Schlagzeilen – der Staatsanwalt lässt grüßen! Ich bin wie immer Optimist - und werde sicherlich noch eine bessere “Wetterlage” am Ring erleben. Hut ab vor allen Menschen, die hier sehr couragiert dafür kämpfen!

  • Christian Bollrath, Audi R8: “Wir waren das beste Amateurteam im Feld.” (..) “Unser Wagen war wohl der einzige, der nicht einen Kratzer hatte.” (..) Die fehlenden Trainingsrunden holte das Team einfach im Rennen nach.


Mittwoch, 06. April 2011

Übrig Ns vom Mittwoch.
  • Als wäre das mit dem Porsche Worldcup noch nicht genug, jetzt legen sie noch einen drauf: auch der Supercup - also die Porsche WM, die normalerweise beim Formel 1 fährt - zieht um auf die Nordschleife. Hätte eigentich in Valencia sein sollen. Das wird auf jeden Fall ein Riesenspektakel. Ich bin jetzt schon am überlegen, wo ich mich hinstelle. Werden auch nur 6 Runden gefahren wegen den kleinen Tanks.

  • Das 24h-Rennen rückt näher und das merkt man daran, daß das erste Bulletin veröffentlicht wurde. Betrifft die E1-XP (P 4/5, 911e und GT2 M3).

  • Der ehemalige Ver-Walter ist bei seiner Asylsuche jetzt in Indien fündig geworden.

  • Bei Focus haben sie eine Meldung von Continental über Löwenzahn als alternativen Rohstoff als Aprilscherz gedeutet - ist aber ernstgemeint.

  • Beim Start der LMS am Wochenende wurde die Ampel auf grün geschaltet, obwohl das Safety Car noch vor dem Feld war. Ein Rezept für Desaster, siehe Video.


Dienstag, 24. August 2010

Horst von Saurma wittert ein gutes Geschäftsmodell: der kalkulierende Kritiker.Horst von Saurma - der die sport auto als Chefredakteur verantwortet - meldet sich per Editorial zum Thema Erlebnispark zu Wort:

Sich hinterher aufzuregen ist destruktiv - für viele allerdings lohnend.

Darin meint er: Viele von denen, die erst abwarten, um sich in Kenntnis der vollendeten Tatsachen kalkuliert auf die Seite der Kritiker zu stellen, verbinden damit sogar ein gutes Gschäftsmodell. (..) Es wird gewettert und geschimpft. Ganze Romane werden verfasst, um die vermuteten Machenschaften in der Eifel an den Pranger zu stellen. Waren all die Kritiker auch schon da, als das ´Ring´-Projekt in der Planungsphase seinen Anfang nahm?

Wenn man sich im Mikrokosmos der sport auto bewegt, dann gab es tatsächlich keine Kritik. Im Gegenteil, man hat dankbar zur Eröffnung Juli 2009 einen lukrativen Sonderteil produziert und die Leistungen von Walter Kafitz hochachtungsvoll verehrt.

Außerhalb dieser künstlichen Alles-Toll-Welt gibt es Medien, die offensichtlich nicht im Wahrnehmungsfeld des Chefredakteurs liegen. Ich hab einfach mal ein paar Artikel ausgesucht, die weder motor-kritik, Rhein-Zeitung oder Eifelzeitung sind. Und auch ein paar sport auto Ring-Artikel zeitlich einsortiert.

15.März 2007, Bürgerinitiative Nürburg e.V., Offener Brief an Kurt Beck

22.Mai 2007, DER SPIEGEL, Luftschlösser am Nürburgring

30.Sep.2007, Bund der Steuerzahler, Schwarzbuch 2007, Steuerverschwendung Nürburgring

8.Nov.2007, DER SPIEGEL, Disneyland an der Nordschleife

9.Okt.2008, Bund der Steuerzahler, Schwarzbuch 2008, Steuerverschwendung Erlebnisregion

12.Feb.2009, STERN, Nürburgring: Rheinland-Pfalz versenkt Steuermillionen

13.Feb.2009, sport auto, Nürburgring-Ausbau: Neue Arbeitsplätze für die Eifel-Region (Der Ausbau des Nürburgrings zu einem ganzjährigen Freizeit- und Businesszentrum bringt in der Eifelregion auch 400 neue Arbeitsplätze, die ab dem 7. März 2009 ausgeschrieben werden.)

3.März 2009, DIE WELT, SPD auf riskanter Investorenjagd am Nürburgring

8.März 2009, SPIEGEL ONLINE, Nürburgring nimmt dubiose Finanztransaktionen vor

4.Juni 2009, SPEEDWEEK, Nürburgring ohne Bank?

18.Juni 2009, STERN, Mit Vollgas gegen die Pressefreiheit.

23.Juni 2009, sport auto, Projekt Nürburgring 2009: Die Rennstrecke wird zum Erlebnisareal (Bestandssicherung am Nürburgring: 2009 wird die Traditionsrennstrecke um ein ambitioniertes Freizeit- und Businesszentrum erweitert.)

1.Juli 2009, NDR Fernsehen, Schikane-Razzia bei einem kritischen Journalisten

7.Juli 2009, STERN, Finanzminister Deubel stürzt über Nürburgring-Affäre

9.Juli 2009, FAZ, Erlebnispark am Nürburgring Crash in der Grünen Hölle

9.Juli 2009, FINANCIAL TIMES, Zoff am Nürburgring

9.Juli 2009, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, Projekt Nürburgring Illusionen statt Millionen

10.Juli 2009, DER SPIEGEL, Nürburgring-Debakel blamiert Kurt Beck

Juli 2009, sport auto / Heft 07/2009, Topthema im Heft: Nürburgring-Spezial (Business, Sport und Spaß sind das neue Gesicht des Nürburgring. Zusätzlich gibt es ein Interview mit Nürburgring-Geschäftsführer Walter Kafitz über Tradition und Zukunft.)

(Danke für die vielen sport auto Leser, die mich angeschrieben haben zu dem Thema!)
Freitag, 21. Mai 2010

Laut Speedweek findet das 2011er 24h-Rennen vom 23.-26.Juni statt (Fronleichnam). Super, mitten im Sommer und so früh konnte ich auch noch nie den Countdown starten. Die schlechte Nachricht: noch 399 Tage!!
Dienstag, 04. Mai 2010

"Widerstand am Ring!" (SPEEDWEEK, 4.Mai 2010, S.37) und "Eine Gruppe von sechs Experten wehrt sich gegen die Zweckentfremdung des Nürburgrings." (MOTORSPORT aktuell, 4.Mai 2010, S.14) - so lauten die beiden Artikel, die heute in den größten deutsch-sprachigen Motorsport Zeitschriften erschienen sind und sich mit unserem Betreiberkonzept befassen, das wir vor einer Woche am letzten Dienstag in Mainz vorgestellt haben.

Zusammen mit den in Mainz ansässigen Presseagenturen und deren Berichte in den Tageszeitungen haben wir ein breites Medienecho erreicht.

Ich bekomme auch Zuschriften, wie man helfen könne. Darüber freuen wir uns sehr und ich bitte Euch mir weiter zu schreiben, wenn auch Ihr die Sache tatkräftig unterstützen möchtet.




Freitag, 06. November 2009

Uschi Schmitz - Mutter von Sabine und Inhaberin vom Hotel Tiergarten und der Pistenklause in Nürburg - macht ihrem Ärger im Regionalfernsehen Luft (ab 4:13 Minuten). Große Kunden müssen ihre Zimmerkontingente bei Lindner buchen und die 8 Fress°buden zur Verköstigung nutzen, wenn sie attraktive Termine auf der Rennstrecke erhalten wollen. Der Geschäfts°führer weiß natürlich von Nichts.
Leider hat bisher niemand das Rückgrat Belege für solche Geschäfte zu veröffentlichen.

UPDATE: Nürburg macht ernst und schaltet die Landeskartellbehörde ein.

UPDATE: Guido Quirmbach greift das Thema auch heute in der Speedweek nochmal auf.
Mittwoch, 21. Oktober 2009

Keine LeMans Series mehr am Nürburgring? Die neue GT1 Weltmeisterschaft hat den Platz des 1000km-Rennens eingenommen.
Dienstag, 13. Oktober 2009

Die Bergmeister / Magnussen Show (hatte ich das Video von der ALMS gestern gepostet) hat ein Nachspiel, die Rennleitung fand das garnicht so gut.
Sonntag, 11. Oktober 2009

Nachdem Dirk Werner letztes Wochenende zusammen mit Chris Mamerow den 8.VLN-Lauf gewonnen hat, konnte er sich gestern in Miami den Grand-Am GT Titel sichern. Starke Leistung!!
Montag, 05. Oktober 2009

Guido Quirmbach war fleißig in der Speedweek Online Redaktion und hat zwei schöne Artikel geschrieben: einen über König Ludwig und einen über seinen Besuch an der Nordschleife (Danke Patrik!)
Mittwoch, 30. September 2009

Dietmar Franzen (= 20832 Sponsor) fasst die Saison seines Teams zusammen und gibt auch einen Ausblick auf sein Moto2 Engagement für 2010 gemeinsam mit Arne Tode.
Sonntag, 27. September 2009

Das Petit Le Mans Rennen wurde seinem Namen gerecht, denn statt der geplanten 1000 km bzw. 10 Stunden wurde nur knapp 5 Stunden gefahren. Wegen heftigem Regen und stehendem Wasser auf der Straße mußte mit roter Flagge abgebrochen werden und Peugeot hat gewonnen. Ist deren erster ALMS Sieg. Pierre Kaffer hat auch gewonnen, und zwar die GT2. Sein Kollege Mika Salo hat einen cleveren frühen Boxenstopp hinterm Safety Car gemacht, eine Runde früher als die BMW-Konkurenz.
Der heftig verunfallte Highcroft Acura konnte repariert werden (!!) und wird 6. mit 4 Runden Rückstand auf die Sieger.
Eine Video-Zusammenfassung gibt's bei SPEED TV und vom Guido Quirmbach geschrieben bei Speedweek.
Montag, 14. September 2009

Jede Menge Nordschleifenpiloten in Portimão bei der FIA GT3 Europameisterschaft. Die beiden Christophers - Mies und Haase - haben dabei gewonnen und Chris Mamerow war auf der Zakspeed Viper im Einsatz, Florian Gruber und Thomas Mutsch im Ford GT oder auch Claudia Hürtgen im Alpina B6. Hier gibt's Ergebnisse.


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