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Freitag, 01. März 2019

Straßenverkehr in Deutschland.

Innerhalb des letzten Jahres haben in Deutschland zusätzliche 621.190 Autos auf die Straße gefunden.

Gesamt jetzt 47.095.784.

So richtig verstehen kann man das nicht, man kommt doch auch schon heute kaum noch voran auf den Straßen. Vor allem in der Stadt. Wer kauft sich denn dann noch zusätzliche Autos?

Und noch eine Statistik mit steigenden Zahlen:

3.265 Tote gab es auf deutschen Straßen letztes Jahr - 85 mehr als im Jahr davor. Die zusätzlich getöteten Opfer rekrutieren sich aus Fahrrad- und Motorradfahrern - siehe hier.

Insgesamt gab es letztes Jahr knapp 398.000 Verletzte und 2.600.000 Unfälle im deutschen Straßenverkehr - was für gigantische Zahlen. Entspricht rechnerisch 5 Unfällen pro Minute mit einem Toten alle 3 Stunden - rund um die Uhr bei einem 24h Tag.

Mike Frison / renn.tv

Im Gegensatz dazu hat man nicht das Gefühl, dass diese Toten und Verletzten die Nachrichten erreichen. Das wird inzwischen lokal als Nebenmeldung unter den Teppich gekehrt. Denn es passiert … nichts.

Stellt Euch mal vor es würden jährlich 4.000 Menschen im Flugverkehr sterben - nur in Deutschland?! Oder in der Bahn?! Aber beim Straßenverkehr wird es schulterzuckend in Kauf genommen.

Radfahrer und Fußgänger werden durch die immer voluminöseren SUV-Wohnlandschaften weiter zurückgedrängt - obwohl ihnen sowieso kaum noch Platz zugestanden wird.

Auch das Verhalten wird ständig verantwortungsloser - ohne Konsequenzen. In Köln - das ich jeden Tag morgens und abends in Nord-Süd-Richtung mit wechselnden Verkehrsmitteln durchquere - beobachte ich inzwischen, dass Radfahrern nicht mal mehr die Rechts vor Links Vorfahrt gestattet wird: Autos fahren einfach durch, die Fahrer gucken demonstrativ weg und geben sich immun für nachfolgende Beschimpfungen. Das vergiftet nicht nur die Atmosphäre - Stichwort: harmonisches Miteinander - sondern sorgt dann auch für die oben genannten Statistiken.

Eigentlich müsste dringend etwas passieren, aber leider glänzt das Verkehrsministerium mit allem Möglichen, nur nicht mit Kompetenz. Siehe die frisch vorgestellte “Zulassungsverordnung für Elektrokleinstfahrzeuge” - aber das wird besser ein eigener Blog-Post.

Straßenverkehr | Statistik | Unfälle | Verkehrstote |


Sonntag, 25. September 2016

In Japan treffen sich aktuell die G7 Verkehrsminister und selbstfahrende Autos stehen ganz oben auf der Agenda.

Trotz der einzelnen Unfälle, auf die sich die Presse gierig stürzt, scheint es zu dämmern:

“One of the things I think that autonomous vehicles suffer from is that they get compared to perfection, and not to the 94 percent of car crashes that are attributable to human factors. We have to make the right comparisons,” Foxx said, while declining comment on the ongoing investigation on Tesla. “These vehicles will not be absolutely perfect in terms of having no accidents, but by comparison they can be markedly better.”

Diese Erkenntnis wird sich hoffentlich bald durchsetzen. In Deutschland gab letztes Jahr knapp 3.500 Verkehrstote.

Prognosen gehen schon davon aus, dass es das Potential gibt die Unfälle um 90% zu reduzieren. D.h. es wird dann immer noch 350 Verkehrstote geben, aber 3.150 tödliche Unfälle könnten irgendwann in D vermieden werden.

autonom | selbstfahrend |




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