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Montag, 03. Februar 2020

Bild Ehrung für Ingolf Deubel.

Im Januar 2010 war Walter Kafitz Verlierer des Tages bei der Bild - seinerzeit war er sogar noch unvorbestraft und hat große Töne gespuckt. Von dem hört man inzwischen überhaupt nichts mehr.

10 Jahre später kommt diese Auszeichnung Ingolf Deubel zugute - wobei der ja inzwischen bemitleidenswert kleinlaut geworden ist (Link / Screenshot).

Ganz schön ergiebig so ein Versagerpark. Wobei Kurt Beck immer noch viel zu gut wegkommt, den sollte man nicht aus den Augen verlieren.

Bild | Verlierer | Kafitz | Deubel |


Montag, 29. Juli 2019

Bitterböses Petrolbashing - in der Zeit.

Als im März die Fridays for Future Bewegung Fahrt aufgenommen hatte, war ja schon zu ahnen, dass für den Rennsport die Einschläge näher kommen.

Bitteschön, auf zeit.de gestern von Jan Freitag - maximal polemisch den Frust von der Seele geschrieben. Man spürt regelrecht, dass sich da was angestaut hat:

Kein Wunder, dass mit RTL damals der dümmste aller Kanäle auf Schumis Schlachtross sprang. Wundersamer ist es hingegen, dass bis heute selbst seriöse Medien von der ARD bis zur Süddeutschen Zeitung mitreiten, anstatt zu fordern, die denkbar größte Sauerei der gesamten Freizeitgeschichte endlich zu verbieten. Und zwar sofort.

Geistig schlichte Mannsbilder wie jene, die geliehene Boliden ungeachtet roter Ampeln und Tempolimits durch belebte Innenstädte jagen, sind ja nichts anderes als Sebastian Vettels in arm, der geliehene Boliden ungeachtet von Erderwärmung und Plastikmeeren über Parcours hetzt – nur, dass der dafür Reichtum, Ruhm, Respekt erntet, statt Schulden, Knast, Verachtung wie seine Karikaturen.

Sind noch ein paar mehr Klopper drin, z.B. die reaktionärste Menschheitsverachtung auf Rädern seit Erfindung des Panzers.

Allerdings weiß ich nicht, wie ein Team pro Rennenveranstaltung auf 1.600 L Spritverbrauch kommen will, die haben doch nur gut 100 L Tankinhalt - naja, Quelle: Focus - vielleicht deswegen.

Natürlich könnte man jetzt argumentativ in die Rolle fallen, dass das doch gar nicht stimmt und überhaupt die Zuschauer bei einem Fußballspiel viel mehr Sprit verbrauchen.

Könnt Ihr vergessen - darum geht es nicht.

Mike Frison / renn.tv

Es geht um den gesellschaftlichen Status des Sports. Die dekadente Zurschaustellung von Vergeudung und Verpestung, die der Sport für Außenstehende (!) darstellt. Egal war Ihr denkt, das ist das Bild, das vermittelt wird. Es geht nicht darum, zu argumentieren - es geht darum, dass die gesellschaftliche Aktzeptanz sowieso nur geliehen war und jetzt bröckelt.

Schumacher hat einen irren Boom ausgelöst, hat auch genau in die Zeit gepasst. Industrielle mussten ihr motorsportliches Hobby nicht mehr verstecken, sondern konnten es mit Sport-Fremden zelebrieren und sich feiern - VIP sei Dank.

Die Zeiten neigen sich dem Ende.

Nicht weil sich irgendetwas am Sport geändert hätte, sondern weil sich die Rahmenbedingungen verschieben. Hat man die Motorsportler früher machen lassen, so werden sie heute aggressiv geächtet - der Zeit Artikel ist bei aller Polemik ein strammer Schuss vor den Bug. Das muss nicht immer so heftig ablaufen, subtil reicht für manche empfindlichen Gemüter schon. Da stellt sich dann die Frage, ob man vielleicht doch nicht lieber auf den Golfplatz zurückgeht, einfach nur um keine unnötige Angriffsfläche zu bieten. Denn die Industrie ist beim Thema Compliance nervös geworden.

Und so wie der Sport aufgesetzt ist - Heldentaten rausposaunen und Marken zelebrieren - kann man sich nichtmal heimlich seinen Kick holen.

Denken wir ein paar Jahre weiter - mehr Hitze, mehr Flut, mehr Katastrophen - der Motorsport ist im gesellschaftlichen Umfeld nicht mehr zu vertreten.

Und selbst wenn es nicht ganz so schlimm kommt, nicht einmal abgeschwächte Szenarien werden von den Machern des Sports adressiert - sie laufen blind in’s offene Messer.

Das ist für den Sport noch viel schlimmer. Denn statt es sanft abzufangen und sich mit weniger zufrieden zu geben, lässt man die Konfrontation geschehen - und kann daraus nur als Verlierer hervorgehen. Und bitte kommt mir jetzt nicht mit Formel E - die kann ja schlecht den ganzen Sport ersetzen.

Seltsamerweise kann man mit Betroffenen, also Sportlern aus dem Motorsport-Umfeld, kaum sinnvoll über dieses Thema reden. Fühlen sich - von mir! - gleich angegriffen und nehmen die Verteidigungshaltung ein, statt einen Schritt zurückzugehen, um das große Ganze in’s Blickfeld zu rücken. Und damit meine ich den öffentlichen Druck, der nur entstehen kann, wenn man dagegenhält. Und genau das findet zur Zeit statt.

Eine Strategie, die zum Scheitern verurteilt ist.

Und wo wir gerade beim Thema sind - hier ein paar Vokabeln aus einem anderen Artikel:

Rennen … Kräftemessen … gerast … rechts und links überholt … Rennteilnehmer … Teilnehmer des Rennens …

Nein, nicht Formel 1 sondern Unfall auf der A3 mit 4 Verletzten und 20 km Stau.

Hat Jean Todt schon angerufen?

Zukunft | FridaysForFuture | PetrolBashing | DieZeit | Formel1 |


Dienstag, 26. Dezember 2017

Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer, wenn wir autonome Fahrzeuge nutzen?

Noch ist es zu früh, um Namen zu nennen. Aber selbst wenn nur die Hälfte dessen stimmt, was in diesem simplen Schaubild dargestellt wird, dann müssten sich einige Leute ziemlich dringend Sorgen machen.

Industrien wie Automobilfertigung, Ölproduktion und Versicherungen werden in den nächsten 15 Jahren bis zur Unkenntlichkeit zusammengedampft.

Es eröffnen sich auch neue Möglichkeiten, aber ist noch nicht genau abzuschätzen, wo diese liegen. Eine Reise in's Ungewisse - bedrohlich, aber gleichzeitig auch sehr spannend:

The value chain that was forged almost 100 years ago, sparked by the production of the Ford Model T, will be completely dismantled. In its place, there will be opportunities for whole new businesses to develop.

Leider zeichnet sich auch ab, dass viele der neuen Möglichkeiten in der Werbung liegen - als wäre sie heute nicht schon aufdringlich genug. Und im Sammeln von Daten. Denn: wir sind in den A-EV's gefangen:

The real money stands to be made by monetizing the user base by creating entirely new revenue streams from this low-cost transport system. TaaS platform operators will be able to sell these additional services at much higher margins - not only do they have a captive audience for the entirety of each journey, but they are collecting vast amounts of data from every passenger. Control of the customer relationship and data will be critical to realizing the opportunities on offer here.

Warum würden wir das freiwillig machen? Weil die Mobilität sogar kostenlos werden könnte. Glaubt Ihr nicht? Wir liefern uns heute schon Facebook und Google aus - weil die Dienste kostenlos sind:

In a competitive marketplace, the revenues generated from these additional services, which are potentially vast, are likely to be passed on to passengers in the form of lower prices, to the point where transport could ultimately be free, in the same way that Google and Facebook give away their services.

Und die ganzen Autofirmen, die es heute gibt? Was wird aus denen?

There is no guarantee that existing car manufacturers will have a place in the new autonomous order.

Uups.

Gilt auch für Versicherungen:

Current safety data suggest at least a 90% reduction in the number of accidents involving A-EVs compared with ICE vehicles. This is because 94% of collisions result from human error.

Das wussten wir schon - hier noch ein Aspekt:

A-EVs will also be much more difficult to steal. While hackers could in theory take remote control of a vehicle, the cars will have cameras, GPS and vibration sensors, so tracking and recovering them would be relatively simple.

Macht ja auch nicht viel Sinn ein A-EV zu stehlen - wer klaut heutzutage schon einen Bus? Oder einen Zug?

The combination of fewer accidents and thefts will have a devastating effect on insurance companies. The insurance market will be forced to move to a cost-per-mile model rather than an annual premium, resulting in a 90% reduction in revenues.

90% weniger Umsatz. Noch ein dickes Uups.

Tony Seba und James Arbib werden nicht müde den Finger in die Wunde zu legen.

Seba | autonom | Zukunft |


Montag, 23. Oktober 2017

VW´s Matthias Müller zu Tesla: Jetzt aber mal die Kirche im Dorf lassen.

Erinnert Ihr Euch an Gerhard Schröder, als Angela Merkel zum ersten Mal die Wahl gewonnen hat? Der große Verlierer sitzt realitätsverleugnend in der Interviewrunde und fordert bei dem Thema Angela Merkel und Bundeskanzler, dass man doch jetzt mal die Kirche im Dorf lassen müsse.

Heute fragen die Kinder schon, ob auch Männer Bundeskanzler werden dürfen - so lange ist sie jetzt schon im Amt.

An Gerhard Schröder´s Machogehabe musste ich bei diesem Interview von Matthias Müller denken, der süffisant die 80.000 Stück produzierter Teslas mit VW’s Jahresproduktion von 11 Mio. vergleicht:.

“Also da bitte ich jetzt wirklich mal die Kirche im Dorf zu lassen und nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen.”

Selten so einen arroganten und selbstgefälligen Auftritt gesehen:

youtu.be/wSklSKRkIpk

Und diesmal war das kein Versprecher wie bei der IAA.

Er spricht Tesla quasi ab, ein ebenbürtiger Autohersteller zu sein - Hochmut kommt vor dem Fall.

Und danach lacht sich der devote Matthias Wissmann einen Ast, dass ihm fast die Mütze in’s Wasserglas fällt. Und wo haben die denn den Phillip Rösler ausgebuddelt?

UPDATE:

Der Beitrag wird auf renn.tv-Facebook kontrovers diskutiert - aber das ist nichts im Vergleich zum Heise-Forum: fast 2.000 Kommentare!

UPDATE 2:

Die Geschichte zieht weite Kreise: z. B. motortrend.com oder watson.ch.

Für VW ein PR Desaster.

MatthiasMüller | Tesla | Wissmann | Volkswagen | Passau |


Bosch ist Dieselgate Verlierer und Gewinner gleichzeitig.

Natürlich ist Bosch völlig unschuldig im Dieselskandal - und die 327 Millionen Dollar haben sie freiwillig bezahlt, die waren halt gerade übrig.

Ist auch bestimmt nur Zufall, dass die EA189 alle Bosch Motorsteuerung an Bord haben und das mit der Akkustikfunktion - ja, das konnte doch keiner ahnen, dass das so mißbraucht würde.

Auf der anderen Seite ist Bosch natürlich hervorragend aufgestellt, wenn es um elektrische Mobilität geht - denn bei Anlassern und Lichtmaschine sind sie schon immer eine Macht und inzwischen hat gefühlt jedes E-Bike einen Boschmotor als Antrieb.

Kürzlich hat Bosch in London eine TranforMOTION Ausstellung gemacht mit allem, was sie so bei dem Thema anbieten können. Und das ist einiges.

Fully Charged hat sich das nicht entgehen lassen und ein Video mitgebracht.

Das neue Elmoto, was sie da fahren konnten, ist der Burner - in der 125er Klasse:

Elmoto

Heißer Feger - sieht aus, als könnte der was in der Stadt.

Die kleine Firma aus Stuttgart - also Elmoto, nicht Bosch - hat mich ja schon auf der Intermot letztes Jahr beeindruckt. Dort waren sie eins der Highlights, weil ansonsten die Messe in Bezug auf Elektro ja sehr enttäuschend war.

Aber Bosch liefert natürlich noch viel mehr - schaut Euch das Video an, ist unterhaltsam und gut gemacht.

Bosch | Elektro | Dieselgate | Akkustikfunktion | Elmoto |


Donnerstag, 02. April 2015

Spät, aber immerhin: es scheint ein Umdenken stattzufinden.

“Die Verlierer sind der Nürburgring selbst und die Fans, die auf dem Nürburgring kein Festival mehr erleben dürfen.”

Ich kann mich irren, aber so langsam scheinen die Leute zu begreifen, dass die Warnungen vor der Katastrophe wohl doch nicht so aus der Luft gegriffen waren.

Tags: RockAmRing | GrüneHölleRock | Volksfreund |


Mittwoch, 01. April 2015

GT3 gegen Nordschleife - der Verlierer steht schon fest.

Der DMSB hat tatsächlich in der Hektik die Cup Porsche vergessen - und die H4. Und dafür die SP10 (GT4) wieder rausgenommen.

“… sind die Fahrzeugklassen SP7, 
SP8, SP8T, SP9, SP-Pro, SP-X sowie Cup–2, die GT-Klassen der H4, die E1-XP1, E1-XP2 und E1-XP Hybrid bis auf Weiteres nicht mehr bei DMSB-genehmigten Veranstaltungen auf der Nordschleife startberechtigt. Die seriennahe Klasse SP10 ist hingegen ab sofort wieder zugelassen.”

Was für eine Kaspertruppe.

Aber was viel schlimmer ist: die Industrienutte der DMSB Präsident Stuck hat sich eingeschaltet mit der Drohung: “bei den Lösungsmöglichkeiten … wird es keine Denkverbote geben”.

Jetzt ratet mal wer oder was akut gefährdet ist. Die GT3? Ganz sicher nicht, die Funktionäre hacken doch nicht die Hand ab, die sie mit Hummer und Kaviar füttert. Die wissen schon, was sie den Herstellern schuldig sind.

“Rennstrecke, Zuschauerplätze, Fahrzeuge, sportliches Reglement: Alles kommt auf den Prüfstand.”

Nein - stattdessen wird denen schon was einfallen, wie sie sich die Nordschleife so zusammenmassakrieren können, damit die GT3 darauf fahren können. Wenn es sein muss auch unter Ausschluss der Zuschauer.

Die Schnellschüsse, die aus Frankfurt gerade abgefeuert werden, sollen vor allem eins: die eigene Haut retten. Bei so einem Horrorunfall geht denen verständlicherweise der Stift, dass man ihnen was anhängen könnte. Nordschleifenlizenz, Streckenlizenz, GT3 mit BOP usw. - alles vom DMSB genehmigt. Nicht, dass jetzt irgend so ein Staatsanwalt noch auf dumme Ideen kommt.

Aber ist das nicht bitter: erst haben die GT3 der gesunden Nordschleifen-SP-Szene den Hahn zugedreht - jetzt geht es dank dieser GT3 der Nordschleife an den Kragen.

Wusstet Ihr eigentlich wer Präsident der FIA GT Commission ist? Christan Schacht. Da schließt sich der Kreis.

Tags: DMSB | Schacht | Stuck |


Freitag, 31. Oktober 2014

Roman Abramowitsch?

Die Wirtschaftswoche legt nochmal nach:

"Doch der vermeintliche Verlierer Wild ist tatsächlich der heimliche Gewinner beim Einstieg des neuen Investors: Aus Dokumenten, die der WirtschaftsWoche vorliegen, geht hervor, dass der neue Ring-Chef Charitonin Wild zum stellvertretenden Aufsichtsratschef seiner NR Holding AG gemacht hat. Dieser gehören künftig die Anteile, die bislang von Wilds Capricorn Holding GmbH gehalten wurden. (..)

Wie die WirtschaftsWoche in ihrer Montagsausgabe berichtet, hat Capricorn-Chef Robertino Wild den Deal mit Charitonin selbst eingefädelt – über eine prominente Urlaubsbekanntschaft: den russischen Oligarchen Roman Abramowitsch. (..)

Abramowitsch soll das Konsortium zusammengestellt und sich in diesem auch selbst finanziell engagiert haben."

Roman Abramowitsch! Damit wäre das Kulturdenkmal dann tatsächlich zum Spielhündchen und Statussymbol des Superreichen verkommen.

Ach ja: lass ihn doch erstmal machen!

Tags: AbramowitschCharitonin | Capricorn |Ringverkauf | Oligarch |


Montag, 29. September 2014

Teure Zickerei um Rock am Ring.

Die Verkaufsbeauftragen der Landesregierung haben nichts besseres zu tun, als Marek Lieberberg eine Klage umzuhängen. Gegen die einstweilige Verfügung hatte er sich erfolgreich zur Wehr gesetzt und das kann der Kindergarten Zickenverein stolze Herr Wild sich natürlich nicht gefallen lassen.

Das Beispiel macht aber deutlich, was für Querulatenköpfen die Politiker den Nürburgring übereignen wollen. Denn eigentlich müssten die 4 Millionen Rheinland-Pfälzer - mehr sind es nicht, das sind alle zusammen gerade mal 4x Köln - froh sein, wenn sich in Mendig ein neues großes Rockkonzert etablieren lässt.

Das an sich wird schon nicht einfach, auch wenn die Rahmenbedingungen gut aussehen (kurze Wege bis zur Bühne, zelten direkt auf dem Festivalgelände, große ebene Fläche).

Aber wenn man im eigenen Lager (also RLP) nur 30km entfernt einen Giftzwerg sitzen hat, der wie ein beleidigtes Kind heulend um sich schlägt - na dann viel Spaß beim Schlichten.

Wie gesagt: das gibt nur Verlierer. Bis auf die Anwälte, die reiben sich schon die Hände!

Tags: RockAmRing | Lieberberg | Capricorn | RingverkaufKlage | ProzessMendig |


Montag, 02. Juni 2014

Zoff am Ring.

Die Rock am Ring Kündigung schlägt mächtig Wellen - alle großen Medien berichten darüber.

Capricorn will jetzt selber ein Konzert aufsetzen für 2015 und völlig ungeniert beschreibt man den Kopiervorgang.

Das erinnert mich an die Situation bei Rad am Ring 2012, als die NAG ebenso ungeniert den Kunden vor Ort einen neuen - eigenen - Event angepriesen hat.

Während man bei der Rhein-Zeitung wie gewohnt Lobeshymnen singt, kommt Marek Lieberberg bei Spiegel oder FAZ zu Wort:

“Die Verhandlungen mit Capricorn, den neuen Herren am Nürburgring, ziehen sich seit Januar hin.”

Wie geht das denn - die haben doch erst am 11.März den Zuschlag bekommen?

Lieberberg nutzt natürlich die mediale Aufmerksamkeit um klarzustellen, dass er weiter Rock am Ring veranstalten wird - nur Not auch einem anderen Ort. Immerhin besitzt er schon ewig die Markenrechte. Mönchegladbach rollt auch schon den roten Teppich aus.

Als neuen Nürburgring-Rock-Veranstalter hat man sich DEAG (Deutsche Entertainment AG) ausgeguckt, denn die haben schon Rock the Ring im Programm: mit Peter Maffay und Bryan Adams … im Autobahnkreisel in Hinwil (kein Witz!).

Der Schlagabtausch findet jetzt - also kurz vor dem Event - statt, der am Wochenende 5.–8.Juni steigt. So eine vergiftete Athmosphäre, wo Festivals doch zum Feiern da sein sollten.

Man kann sich leicht ausrechnen, wie das weiterläuft:

  • MLK und DEAG werden Druck auf ihre Bands/Agenturen machen, damit diese nicht überlaufen.

  • Sooo lukrativ ist die Festivallandschaft in Deutschland nicht, dass man gerade mal eben eine neues “größtes deutsches Festival” aus dem Boden stampft. Sowohl MLK als auch DEAG werden um die Kundschaft buhlen - da kann es nur Verlierer geben.

  • MLK meldet jetzt schon den 2015er Termin an (erstes Juni Wochenende - so wie immer) - das Ganze läuft ja seit einiger Zeit auch immer parallel in Nürnberg. Da darf man sich am Ring jetzt überlegen ob man parallel ein 3.Konzert auflegt (unwahrscheinlich) oder einen neuen Termin findet (ohne Tradition).

  • Die Fangemeinde ist nicht zu unterschätzen. Auch wenn der Ring eine kultive Austragungsstätte ist, spätestens wenn Rock am Ring in - z.B. - Mönchengladbach ausgetragen wird, will jeder die Hintergründe wissen - da kommt Capricorn nicht gut weg. Und wenn die Zuschauer MLK treu bleiben, dann darf man am Ring erstmal neue Festivalbesucher anwerben.

  • Die Signal für aussenstehende Geschäftspartner ist - mal wieder - veheerend. Wenn man die Rhein-Zeitung ausblendet der mediale Super GAU - garnicht gut für das neue Image, das quasi nahtlos an beste Richter/Lindner Manier anknüpft. In der Woche vor der Veranstaltung die Situation so eskalieren zu lassen, dass sie in voller Breite in der Öffentlichkeit diskutiert wird, ist ganz schlechter Geschäftsstil und wird keinem zukünftigen Geschäftspartner gefallen.

Marek Lieberberg ist sicher kein Kind von Traurigkeit - aber: er hat dem Ring die Treue gehalten - er hatte ein großes Risiko und hat 3 Jahrzehnte alle Höhen und Tiefen mitgemacht. Schaut Euch das Line Up von 1985 an, wie sehr sich die Musik und die Leute verändert haben. Hier ist übrigens meine Karte von damals. MLK war (fast) immer auf der Höhe der Zeit und der Ring hat finanziell, aber auch vom Image her, partizipiert.

Da geht man doch nicht im Streit auseinander.

Tags: RockAmRing


Montag, 05. Mai 2014

Mikebericht vom WEC 6h-Rennen in Spa.

Auf dieses Rennen hab’ ich mich sehr gefreut, denn es ist immer sehr gemütlich in Spa …

… und das mit der Akkreditierung klappt auch ganz gut. Nicht, dass ich die jetzt unbedingt bräuchte, um Spass bei einem Rennen zu haben, aber es macht die Sache einfacher.

Man trifft dann nämlich Leute, die einem sonst nicht so über den Weg laufen, z.B. Bruno Senna. Der ist auch gleich mal nfiziert worden! :)

Kennt Ihr den?

Schwer interessanter Mann: David Heinemeier-Hansson. Ist letztes Jahr bei OAK im LMP2 gefahren und dieses Jahr GTE bei Aston Martin.

Das ist aber eigentlich garnicht das spannende, sondern, dass er Programmierer ist, Ruby on Rails entwickelt hat, weiter bei 37signals an Basecamp arbeitet und auch schonmal ein Buch schreibt: Rework. Ein gutes Buch, hab es durch (als Audiobook in englisch) und kann es nur empfehlen!

Wer hätte es gewusst?

Ihn jedoch kennt Ihr alle: Dr. Wolfgang Ullrich. Hat sich geduldig den Fragen der Journalisten gestellt - gibt ja doch einige technische Neuerungen dieses Jahr.

Das ist natürlich auch für Gustav Büsing von Interesse …

… hier im Gespräch mit Ulrich Baretzky, Audi’s Motorenmann:

Gustav bei der Langstrecke zu treffen ist immer eine Freude - er hat immer ein paar Tipps und Geschichten auf Lager und auch immer ein paar Minütchen Zeit! :)

Bei dem Bild …

… konnte ich nicht anders, als TomK eine Teilnahme an DSDS anzudichten - Steilvorlage! :)

Während André Lotterer - der in Belgien aufgewachsen ist - hier mal eine Runde in Le Mans beschreibt:

Aber eins der größten Highlights des Rennens war André’s privater sport quattro, den er standesgemäss abstellen durfte:

Vor einem Jahr hat er sich den zugelegt, da kann natürlich kein aktueller Audi Dienstwagen mithalten!

Hier mal mein Versuch, soviel sport quattro wie möglich in ein Instagrambild zu bekommen:

Natürlich waren auch Eifeler vertreten, der Nicki zum Beispiel:

… oder Olaf Manthey:

… und Jörg Bergmeister:

Die Deko bei Porsche hätte ich am liebsten mitgenommen! :)

Oliver Hilger hat selber auch ein paar Fotos gemacht, sicher ist sicher:

Und das ist Harald Gallinnis, der Editor von GT-Eins.de. Auch überall anzutreffen, wo es um Langstrecke geht!

Als nächstes bei Porsche ist dann die LMP1 Fraktion aufgelaufen, Marc Lieb:

… Brendon Hartley:

… Romain Dumas:

… und natürlich Mark Aussie Grit Webber:

Er war immer heftigst umlagert:

Das ist Pascal Vasselon:

… von Toyota. Die kommen mit ihrer Hospitality relativ hemdsärmelig daher und ich muss sagen, das gefällt mir ganz gut. Ist bei den anderen manchmal schon etwas übertrieben.

An Technik wurde nicht gespart, so sieht die LED Wand im Fahrerlager von hinten aus:

Porsche hat sogar ein Austellungs-LMP1 mit dabei:

Was Einsatz angeht, so sind aber auch die Journalisten mit Vollgas dabei, das ist der neue schwere Gasfuss von John Dagys:

Die Audifahrer waren heftigst umlagert, TomK meinte, er habe 1.200 Karten unterschrieben!

… inklusive meinem Remote-Shutter :)

Dann ging’s aber los mit Action, das Rennen lief von 14:30 bis 20:30.

6 Ferrari hintereinander, das sah ziemlich scharf aus:

Die LMP 1 fahren in die Startaufstellung, der Audi R18 e-Tron Quattro:

der Toyota TS040 Hybrid:

… und der neue Porsche 919 Hybrid:

Normalerweise bin ja ich der, der die Fotos macht, aber Atze hat sich kurzerhand meine Kamera geschnappt …

… und dieses Erinnerungs-Bild gemacht! Danke Atze! :)

Auch sonst gut, dass der Atze wieder dabei ist, hat mir schon gefehlt. Achja - so sehen Sieger aus! Toyota auf 1 und 3 gelandet sechs Stunden später.

Schicken Helm hat der Loic Duval, …

… hier nochmal ohne Helm:

Den Mann kennt Ihr auch alle: Jochen Mass. Hat ’89 Le Mans gewonnen und durfte in Spa das Rennen starten:

Alex Wurz, BMX Weltmeister von 1986:

Und Hisatake Murata mit der besten Brille im Fahrerlager:

Die zwei kenne ich leider nicht vom Namen (weiss das jemand?), aber …

… kurze Zeit später haben sie das Rennen angeführt:

Ziemlich grosser Rummel an den Fotolöchern bei so einem WEC Lauf, ich hab mich dann mal in die 3.Reihe gestellt. Das reicht mir völlig, muss man halt improvisieren. Sind ja auch nur zur Doku für den Blog die Bilder! :)

Auch wenn ich sonst meine Nase überall reinstecke, mit dieser hier hatte ich etwas Mitleid:

Der Start gab schonmal einen Vorgeschmack auf Le Mans:

Die Tribünen in Spa waren alle voll, so sieht z.B. eine überdachte Tribüne aus, die ihren Namen verdient. Könnt Ihr mal mit dem Nürburgring vergleichen - für teuer Geld wurde eine Tribüne gebaut, die null Wetterschutz bietet.

Das ist nach der Spitzkehre:

Und man kann auch sonst sehr gut gucken:

Manche bauen sich auch schnell eine eigene Tribüne:

Und natürlich rumlaufen, ich habe die 6 Stunden Renndistanz genutzt, um tatsächlich einmal aussenrum zu gehen:

Unterwegs gab es immer wieder neue Blickwinkel:

… auch zum fotografieren:

Der kleine Zaun erinnert einen an den Ring von früher - schön auflehnen und Rennen gucken:

Aber es geht auch ohne Zaun:

Man sollte aber aufpassen, wo man steht, hier bin ich nicht lange geblieben:

In Belgien sieht man immer die dollsten Kreationen für Fotopunkte:

… und man lässt die Leute auch machen.

Auch durch den Zaun fotografieren geht:

Oder durch die Gitter. Moment mal! Die Gesichter kenn ich doch!! Richtig …

Ulli Andree und Andy Middendorf - zweite echte Nürburgring Urgesteine! :)

Und Bilder durch den Zaun müssen auch nicht schlechter sein, im Gegenteil:

Eine belgische Pommes darf natürlich nicht fehlen, bei dieser Bude war ich letztes Jahr auch, sehr lecker:

Zum Abschluss ging es dann …

… in die Eau Rouge:

Und als wäre die nicht schon spektakulär genug, der 919 hat jedesmal aufgesetzt und Funken geschlagen:

Endurance schön und gut, aber hier fehlt eine Strecke:

Duval / di Grassi und Kristensen sind nicht letzter geworden, aber als 2. fühlen sie sich zumindest optisch als erster Verlierer:

Ich fand das garnicht so schlimm - die 3 LMP1 sind trotz komplett unterschiedlicher Konzepte ziemlich gleichauf. Ich bin ja kein Freund des ganzen Balancegedrisse, aber was der ACO da hinbekommen hat, ist ziemlich beeindruckend.

Der nächste Rennen ist dann schon Le Mans und nach Le Mans werden die Fahrzeuge noch ein letztes Mal eingestuft, wenn nötig. Dann werden die Parameter nicht mehr angefasst bis nach Le Mans 2015. Das ist doch mal ’ne Ansage!

Meinen kompletten Foto-Report findet Ihr hier - inklusive der Bilder aus dem Mikebericht, die Ihr auch liken bzw. kommentieren könnt. :)

Tags: Spa6h | FIAWEC | LM24 | LeMans


Samstag, 15. März 2014

Stimmen-Sammlung zum Nürburgring Verkauf.

Florian Zerfaß / WiWo:

“Für die derart teuer errichteten Spaßbauten sind 77 Millionen Euro ein Schnäppchenpreis – erst Recht, wenn es dazu auch noch das Tafelsilber der beiden Rennpisten Nordschleife und Grand-Prix-Strecke obendrein gibt. Noch peinlicher wird es für das Land, wenn der Käufer Capricorn ankündigt, die kostspielige Achterbahn verschenken zu wollen und den für viel Geld errichteten Verlustbringer „Grüne Hölle“ mit Hotel, Disco und diversen Restaurants gleich ganz abzureißen.”

Olli Martini:

“Eine Sache ist doch klar: der Nürburgring hat nur dann eine Zukunftschance, wenn man den neuen Besitzern auch eine Chance gibt. (..) Ein Robertino Wild hat nicht ein Jahr lang hunderte Stunden damit verbracht, ein Konzept zu erstellen, nur um es zwei Jahre später gegen die Wand zu fahren. (..) Aber eine Chance haben sie wie oben gesagt nur dann, wenn diese Gespräche auch von der anderen Seite AKTIV mitgeführt werden, wenn Ideen, Ratschläge, Tipps, ectc. auch bei Capricorn ankommen und nicht nur Miesmacherparolen.”

Christoph Brune:

“Spielen wir also einmal mehr ”Goldgräber“ am Ring ? Ist es die Aufgabe der ”Allgemeinheit“, nur weil einer jetzt die vermeindlich größte, bunteste Murmel hat, jetzt zu kuschen ? Wer in direkter Abhängigkeit steht, wird wohl keine Wahl haben. Einige von uns aber schon. Echte Liebe hat nichts mit Zweckoptimismus zu tun, und die, die jetzt laut propagieren, das man doch erst mal wieder abwarten soll, haben nicht verstanden, was unser Ziel ist.”

Wilhelm Hahne:

“Seit der Pressekonferenz weiß ich, dass man diese Düsseldorfer Firma nun „Cäpricorn“ ausspricht. Wie man auch in Rundfunk und Fernsehen hören kann, wo man die „moderne“, so unternehmerisch bedeutend – und international (!) - klingende Aussprache der Insolvenz-Sachwalter übernommen hat. (Ein Umlaut passt auch hier besser, weil – schon in vergangenen Zeiten - ein Umlaut immer besser zu bestimmten Namen passte. - Oder können Sie sich einen Hauptmann von Kopenick vorstellen? (..) Nein, ich empfinde diesen Verkauf des Nürburgrings nicht als eine gute Lösung. Aber ich leide im Moment noch mehr mit den Mitarbeitern am Nürburgring, die mal wieder – wie eine Ware – verschachert wurden.”

Dieter Weidenbrück:

“Heute ist der Ring verkauft worden an ein kleines Unternehmen, das nur mit Mühe die Finanzierung nachweisen konnte, wie es heißt. Und das solll nun die langfristige Heimat für diese ehrwürdige Rennstrecke sein. Ein sehr trauriger Tag, auch wenn der Kaufvertrag die EU-Entscheidung erst durchstehen muss. Da helfen auch alle Versprechungen nichts…”

Tom Schwede / 1300ccm.de:

“Ich bleibe dabei. Der Verkauf des Nürburgrings ist keine gute Nachricht. Selbst wenn mit einem Autozulieferer vermutlich das kleinste Übel der möglichen Kandidaten den Zuschlag erhalten hat. Es ist meiner Meinung nach einfach falsch, eine öffentliche Sportstätte an einen privaten Investor zu verkaufen. (..) Das Wort „abzuschreiben“ klingt harmlos. Ist es aber nicht. Es bedeutet, dass das Geld (einfach) weg ist. Das kommt – nach dem Abschluss des Verfahrens – auch nicht wieder. Denn die Gewinne, die das Kerngeschäft Ring macht, fließen ja jetzt in die Kassen eines privaten Investors. (..) Ich wäre ja dafür, Kurt Beck und den anderen beteiligten Politikern die Pension zu pfänden. Das wäre zwar auch eine Rechnung mit der linken und der rechten Tasche, hätte aber eine große symbolische Bedeutung.”

Dietmar Brück / Rhein-Zeitung:

“Mit Capricorn besteht die Chance, dass endlich Ruhe am Nürburgring einkehrt. Robertino Wild muss eine faire Chance bekommen. (..) Robertino Wild und sein Team sind offensichtlich mit Geld und Leidenschaft bereit, für eine gute Zukunft der schönsten Rennstrecke der Welt zu kämpfen. Hilfe können sie gut gebrauchen. Mehr noch: Sie haben Unterstützung verdient.”

Frank Uhlig:

“Erst wird mit der Heuschrecke ein Investor hervorgezaubert, bei dem alle auf die Barrikaden gehen, dann kommt ein scheinbar nicht ganz so schlimmes Ergebnis und das gemeine Volk darf frohlocken ”ist ja nicht so schlimm wie es hätte kommen können“. Und die Versager in Mainz klopfen sich voller Stolz auf die Schulter und denken sich ”voll verarscht und keiner hats gemerkt“.”

Sebastian Bauer, passiondriving.de:

“Das klingt nun alles ziemlich gut und ich bin ehrlich: Capricorn und Robertino Wild traue ich einen erfolgreichen, nicht Rendite-getriebenen Betrieb des Ringes zu. Ohne Frage: der Privatbesitz birgt etliche Risiken und nach dem Massaker der ehemaligen Landesregierung am Ring ist das Vertrauen der “Eifelaner” zurecht erschüttert. (..) Und doch bin ich guter Dinge. Lieber den Ring unter privater und vernünftiger Führung (sofern nicht die Rendite im Vordergrund steht), als in der Hand einer in Bezug auf das Management einer Rennstrecke unfähigen Regierung.”

Volker Wissing, FDP:

"“Ein Fußballmanager der 28 Mio. Euro Steuern hinterzieht, wird zu 3 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt. SPD-Politiker, die 250 Mio. Euro Steuergelder verschwenden übernehmen noch nicht einmal die politische Verantwortung”, sagte der Vorsitzende der FDP Rheinland-Pfalz. Solange die SPD eine so groteske Form der Vernichtung von Steuergeldern, wie sie am Nürburgring praktiziert wurde, mit einem Achselzucken hinnimmt, ist sie nicht glaubwürdig, wenn es um Fragen der Steuermoral geht, so Wissing. Er bezeichnete die Ankündigung der Ministerpräsidentin als Hiobsbotschaft gegenüber der hart arbeitenden Bevölkerung."

Frank Giarra / Volksfreund:

“Bei der Frage, welche Lehren aus der Affäre zu ziehen sind, spielt das Landgericht Koblenz eine tragende Rolle. Im Untreueprozess gegen Ex-Finanzminister Deubel und einige Manager geht es um nicht weniger als die grundsätzliche Frage, was sich Politiker unter dem Ansinnen, Strukturpolitik zu betreiben und Arbeitsplätze zu schaffen, erlauben dürfen. (..) Sollte die Kammer um den Vorsitzenden Richter Winfried Hetger zu einem anderen Urteil kommen und den ehemaligen Minister sogar ins Gefängnis schicken, wäre dies ein Signal, das bundesweit Aufsehen erregen würde. Würde es doch bedeuten, dass sich nicht nur Landes-, sondern auch Kommunalpolitiker, die zum Beispiel in Tochtergesellschaften wie Stadtwerken in Aufsichtsräten aktiv sind, bei leichtfertigem Umgang mit Steuermitteln juristischer Konsequenzen bewusst sein müssten. Der Bund der Steuerzahler erwartet dementsprechend das Urteil mit großer Spannung. ”Ich hoffe, dass die verantwortlichen Personen eine harte Bestrafung erhalten werden“, sagt Geschäftsführer Quante.”

Hendrik Hering, SPD:

“Die Menschen in der Region haben Grund zum Aufatmen. Der Investor capricorn hat mit seinem Konzept für einen Neustart am Nürburgring überzeugt. Das mittelständische Unternehmen will Arbeitsplätze erhalten und die Rennstrecke für Fans und andere Nutzer weiterhin öffentlich zugänglich machen.”

Moritz Nolte, automobil-blog.de:

“Ich für meinen Teil glaube, nein, hoffe (sogar inständig), dass die Capricorn Nürburgring GmbH im Gegenteil durchaus an einem renditegetriebenem Betrieb interessiert ist. Anders kann es meiner Meinung nach gar nicht gehen. Es bleibt zu hoffen, dass Capricorn keine Luftschlösser baut, sondern realistisch, ja pragmatisch plant und sich vor allem auf die Basis der Fans und Fahrer sowie die Bedürfnisse der Automobilindustrie konzentriert und entsprechende Geschäftsmodelle entwickeln kann.”

Fabian Mechtel, autorevue.at:

“Für den Breitensport soll sich nicht viel ändern. Der Ring wird weiterhin die bekannten Veranstaltungen beherbergen und auch die Schranke für die Touristenfahrer geöffnet halten. Angst vor horrend steigenden Preise, weil ja nun ein privater Investor seine Kosten bedienen muss, sind auf den ersten Blick unbegründet. Das von capricorn vorgelegte Nutzungskonzept legt einen klaren Schwerpunkt auf langfristige Zusammenarbeit mit der Industrie. Die Schaffung besserer Rahmenbedingungen für die dortigen Entwickler ist den Konzernen bares Geld wert, mit dem sich die Einnahmenseite auf dem Nürburgring deutlich verbessern lässt. Auch die Überprüfung bisheriger Verträge wird wahrscheinlich für deutliche Mehreinnahmen sorgen – denn 80 Jahre Staatsbetrieb haben Netzwerke geschaffen, die den eigenen Vorteil suchten.”

Claus Mühlberger, auto-motor-und-sport.de:

"Denn anscheinend weigern sich Flimm und seine Gefolgsmänner zu akzeptieren, dass der insolvente Nürburgring nicht deswegen verkauft wurde, weil die Gläubigerbank der Geduldsfaden gerissen war. Vielmehr war die EU-Gesetzgebung daran schuld, dass ein Verkauf der Strecke unumgänglich war. Die Brüsseler Wettbewerbshüter werteten es als unzulässig, dass eine (bislang) staatliche Freizeiteinrichtung, der Nürburgring, von einer staatlichen ISB-Bank subventioniert wird."

Ich hab das alles mal absichtlich unkommentiert gelassen, damit Ihr Eurer Meinungsbildung freien Lauf lassen könnt.

Tag: Ringverkauf | Trauertag


Montag, 04. Februar 2013

Crash Settlement Gesellschaft.

Im Bundesanzeiger steht so knapp wie es nur geht:

Cash Settlement & Ticketing GmbH

Nürburg

Die Gesellschaft ist aufgelöst. Die Gläubiger der Gesellschaft werden aufgefordert, sich bei ihr zu melden.

Der Liquidator

Da freut sich der Landesrechnungshof, der hat mehr als einmal von einer unnötigen Firma gesprochen. Wer die Lektüre nicht kennt, hier der Link (PDF, Rhein-Zeitung).

Keine 5 Jahre ist die Firma alt geworden!

Was haben die uns mit diesem Plastikzwangsgeld gequält. Und den Steuerzahler geschröpft.

Wobei viele Fragen offen bleiben:

  • Wird die Karte jetzt abgeschafft?
  • Wer haftet für die offenen Forderungen?
  • Was macht die Bankenaufsicht und wer wird jetzt die neue Bank? Wie steht es mit den Pflichten, wer tritt dafür ein?
  • Wird jemand zur Verantwortung gezogen? (Ok, war ’ne rethorische Frage.)
  • Wer entschädigt uns für die Qualen der letzten 5 Jahre? (Noch eine.)

Doch bei der CST gab es nicht nur Verlierer. Die Skidata z.B. hat prächtig verdient, ebenso die payment solution AG. Gelitten hat dagegen das Image des Ring’s, das durch die offen zur Schau getragene Schröpfung der Besucher furchtbar durch den Schmutz gezogen wurde.

Geschäftsführer Kai Richter meinte mal gegenüber dem SWR: “Die unternehmerischen Entscheidungen der CST seien gut begründet.”

Das glaub ich ihm auf’s Wort.


Freitag, 25. Mai 2012

THX FANS. WIN 2013. MUST SEE.

Hier kommt der Film zum Bild:

Toller Film von der Hahne-Combo (stereoscreen) über einen tollen sportlichen Auftritt am Ring. Selten so einen fairen Verlierer gesehen, großer Respekt an BMW - das ist nicht selbstverständlich für ein Werksteam und die Fahrer und das Team Schubert haben sicher ihren Anteil daran.

Ich hatte mir schon vorgenommen, statt dem Stress auf der Start/Ziel-Geraden das 24h-Rennen in-style in der Eiskurve ausklingen zu lassen. Und war so wohl der einzige, der so ein Bild gemacht hatte, die Fotografen waren alle schon weg von der Strecke:

War ja auch ein Highlight in meiner Fotoauswahl und gibt es auch in groß.

Und das N ist auch im Film - das #SuchN, das der Lukas mit seiner Kamera gefunden hat (bei 0:36).


Freitag, 20. Januar 2012

Übrig Ns vom Freitag.
  • Ernsthafte Einigung - das muß die NAG jetzt schon extra hinschreiben, damit man’s glaubt. Witzig ist auch, daß jetzt auf einmal wieder von “Sie [die NAG] beschäftigt rund 350 Mitarbeiter …” die Rede ist, vor einer Woche waren es noch 338.

  • Gestern gab’s ein kleines Kartprogramm auf Schumi’s Aussenbahn im Regen. Kann man echt empfehlen - einfach Klamotten zum Wechseln mitnehmen und fleißig durch’s Wasser rutschen. Die lassen einen bei jedem Wetter fahren.

  • Interessanter Retweet von Eveline Lemke, quasi als Bestätigung.

  • Die Sendung gestern in “Zur Sache” über den Nürburgring gibt es auch jetzt in der Mediathek als Video.

  • Schön gemachte Infografik der Nordschleife von carbuzz.co.uk.

  • Die NAG argumentiert unter der Gürtellinie (Arbeitsplätze). Die SPD in RLP mit schwarzem Gürtel in Perfidie kann darüber nur lachen:

“Das habe man von jemandem, der aus einer renommierten Unternehmerfamilie kommt nicht erwartet.”

Gemeint ist Jörg Lindner mit seinem Familienclan und dieser Clemens Hoch, der bedauerlicherweise aus Andernach kommt, eröffnet im Landtag die Schlammschlacht, bei der es nur Verlierer geben wird - Nordschleife mit eingeschlossen.

  • Wer zur DSK Hauptversammlung fährt, kann ja mal fragen, ob der Christian Menzel aus dem Verein ausgetreten ist und wenn ja: warum?

  • Die Nasen haben tatsächlich gestern wieder 2 Geburtstage gepostet. NERV Haben die den Social Media Pratikanten jetzt durch einen BOT ersetzt?


Dienstag, 04. Januar 2011

Via Facebook in die Zeitung.Die Rhein-Zeitung ist zwar ´nur´ eine lokale Tageszeitung, doch wenn es um Social Media geht, sind sie ziemlich vorne mit dabei. Während andere Verlage auf die Barrikaden gehen und ein ´Leistungsschutzrechts´-Gesetz einfordern, erkennen die RZ´ler die neuen Möglichkeiten zur Verzahnung mit ihren Lesern. Ob Facebook oder Twitter, die Rhein-Zeitung mischt mit.

Was das mit dem Nürburgring zu tun hat? Die ´Save The Ring´ Bewegung schlägt grade ziemlich hohe Netz-Wellen: innerhalb von nichtmal 4 Wochen gibt es 36.000 Mitstreiter bei Facebook und Sabine´s Weihnachtsgrüße wurden 75.000 Mal auf youtube angeschaut. Die neue Petition hat in nur 3 Tagen 2.500 Unterschriften gesammelt, um die EU Kommission in Brüssel aufzurütteln.

Grund genug für die Rhein-Zeitung einen Artikel über die Proteste zu schreiben. Hoffentlich wird das auch in Mainz gelesen. Die lokalen Politiker haben den Ring samt Region nämlich schon abgeschrieben. O-Ton Hermann-Josef Romes (CDU):

´Es gibt Gewinner und Verlierer des Modells, dass die SPD-geführte Landesregierung gewollt hat. Geht sie ihn konsequent weiter, kann man Lindner nicht vorwerfen, dass er wirtschaftlich handeln muss.´

Der Mann ist Bürger(!!)meister der Verbandsgemeinde Adenau - und arbeitet von Anfang an für die andere Seite. Sogar das persönliche Grabschaufeln hat er sich nicht nehmen lassen.

International werden die Entwicklungen mit großer Spannung verfolgt, hier habe ich einige Quellen verlinkt, die sich mit den abenteuerlichen Vorgängen engagiert auseinandersetzen. Das werden hoffentlich noch viel mehr!
Dienstag, 25. Mai 2010

Audi hat das 24h-Rennen ... gewonnen!?

"Der Audi R8 LMS bleibt beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife der Klassenbeste: Auch bei seinem zweiten Einsatz in der "Grünen Hölle", der längsten und härtesten Rennstrecke der Welt, überquerte der Mittelmotor-Sportwagen die Ziellinie als Sieger der GT3-Klasse (SP9)."

Ziemlich schlechte Verlierer in meinen Augen. Keins der 4 Werksautos im Ziel und mit dem Porta-Audi die Ehre gerettet und auf dem Podium vertreten. Von einem privaten Ferrari gebügelt, der nichtmal mit blauer Lampe ins Rennen gegangen ist. Im Vorfeld hat man schon vor zwei Jahren massiv am Reglement mitgedoktert und die Langstrecken Specials (SP7 + 8) aus den ersten Startreihen rauskastriert. Die GT3 (SP9) wurde quasi vom Büro aus siegfähig gemacht.

Die Meldung vom Tag vorher gibt schonmal einen Vorgeschmack auf das was wir lesen dürfen, wenn Audi wirklich gewinnt:

"Der Audi R8 LMS ist bei der 38. Auflage des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring das Auto, das es zu schlagen gilt: Vier der faszinierenden Mittelmotor-Sportwagen gehen am Samstag um 15 Uhr von den ersten vier Startplätzen ins Rennen."

Uups!
Freitag, 15. Januar 2010

Wieder eine Auszeichnung für Walter Kafitz in der Bild am 12.Januar. Diesmal in der Online-Version der Bildzeitung, denn in der Print-Ausgabe wurde ihm der Titel schonmal am 16.Juli 2009 verliehen. Aber es spricht natürlich auch nichts dagegen, jeden Tag neu Verlierer des Tages zu werden.


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