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Montag, 25. September 2017

VW’s Matthias Müller ist schockiert über das kräftige AfD Ergebnis.

Ob die Empörung echt ist?

“Deutschland ist in den vergangenen Jahrzehnten politisch und wirtschaftlich erfolgreich gewesen, weil wir ein weltoffenes, tolerantes und international orientiertes Land sind”, sagte Müller der Mitteilung zufolge. “Dafür gilt es weiter zu kämpfen.”

Vielleicht weil die Vorzeichen in Wolfsburg nicht zu spüren waren? Heile Welt in VW City?

Hier das Wahlergebnis: Grüne, Linke und FDP auf niedrigem Niveau - CDU und SPD nicht so abrasiert wie in anderen Gegenden - sogar ein SPD’ler die Erststimme gewonnen.

Der Wolfsburger Wahlkreis hat knapp 184.000 Wähler - davon haben 15.000 der AfD ihre Stimme gegeben, mit großem Abstand dritt-stärkste Partei mit 10,9%.

Also auch in Wolfsburg jeder 10. stramm-rechts, aber sowas dringt wohl nicht durch bis in die Vorstandsvorsitzendenvilla.

UPDATE:

Hier gibt es noch einige Kommentare zu diesem Thema.


Dienstag, 05. September 2017

Mein Aufruf zur Wahl - und zum Nachdenken.

In 3 Wochen sind ja Wahlen und alle reden uns ein wir hätten eine Wahl - die Wahl als Zenit der Demokratie.

Was aber, wenn das alles nur Fassade ist? Gerade jetzt gibt es wieder viel zu lesen, zu sehen, zu hören. Dabei fällt auf, dass die wirklichen Probleme unter den Teppich gekehrt werden und im Vergleich dazu werden aber Banalitäten zur nationalen Debatte aufgebläht: nach wie vor sitzt die NSA schnorchelnd an unseren wichtigen Datenverkehrsknoten, die Bildung für die heranwachsende Generation ist im Sinkflug, an jeder Ecke kollabiert vernachlässigte Infrastruktur - während die Industrie die gewählte Regierung am Nasenring durch die Manege zieht.

Das kann doch jeder mit eigenen Augen sehen, wieso wird das nicht prinzipiell in Frage gestellt? Haben wir alle schon kapituliert? Trägt die tägliche Gehirnwäsche durch das Fernsehen endlich Früchte?

Und wenn das so ist: wer zieht im Hintergrund die Fäden und worauf soll das hinauslaufen?

Während mir diese Fragen durch den Kopf spuken, fällt mir dieser Text in die Hände, der zum Nachdenken anregt:

Endziel ist die Schaffung eines globalen Feudalsystems – Verelendung breiter Bevölkerungsschichten, finanzielle Privilegien einer mächtigen Minderheit, Absicherung der Beute durch einen autoritären Überwachungsstaat.

Politik | Gesellschaft | nachgedacht | Rubikon |


Mittwoch, 02. August 2017

Das Wahlen-Theater beim DMSB.

Das Wahlergebnis steht, aber für Kart, Rallye und Motorrad Straßensport hat der DMSB die Fahrervertreter selber bestimmt - entgegen dem Wahlergebnis.

Weil die so eine Klausel haben, dass der Fahrervertreter mindestens 25% (!) der Stimmen auf sich versammeln muss. Und mindestens müssen 50 Stimmen insgesamt abgegeben worden sein.

Bei 25% wäre z.B. die SPD längst raus.

Hier alle Ergebnisse:

  • Bergrennen - gewählt Wolfgang Glas (41%).
  • Kart - gewählt Jürgen Grondahl (12 Stimmen / 100%) - vom DMSB bestimmt: Gerd Noack.
  • Rallye - gewählt Klaus Osterhaus (31 Stimmen / 16% - vom DMSB bestimmt: Christian Riedemann (26 Stimmen / 13%).
  • Rundstrecke - gewählt Pierre Kaffer (31 Stimmen / 23%) - vom DMSB gnädigerweise auch so abgenickt.
  • Slalom - gewählt Hans-Martin Gass (133 Stimmen / 83%).
  • Off-Road - 0 abgegebene Stimmen - Uwe Amm und Björn Urbach vom DMSB bestimmt.

Und bei Motorrad:

  • Bahnsport - auch 0 abgegebene Stimmen.
  • Enduro - gewählt Derrick Görner (24 Stimmen / 100%) - vom DMSB auch so abgesegnet.
  • Motocross - gewählt Christian Brockel (27 Stimmen / 100) - so vom DMSB abgesegnet.
  • Straßensport - geteilt in Klassik und Rundstrecke, gewählt Thilo Wotzka (17 Stimmen / 39%) und Peter Schulte Wien (13 Stimmen / 30%) - vom DMSB Thilo Wotzka bestätigt, aber Dario Giuseppetti für Rundstrecke bestimmt. Der sich nichtmal die Mühe gemacht hat, sich zur Wahl aufzustellen.
  • Trial - gewählt und bestätigt Lisa Marie Eck (24 Stimmen / 80%).

Große Unterschiede zwischen den Sportarten, da scheinen einige besser untereinander organisiert und vernetzt zu sein als andere.

DMSB | Fahrerwahl |


Mittwoch, 31. Mai 2017

Heute ist letzter Tag der DMSB Fahrervertreter Wahl.

Als Lizenz-Käufer kann man online abstimmen unter: mein.dmsb.de.

Im Auto-Bereich stellen sich 14 Bewerber zur Wahl, mit dabei so illustre Namen wie Pierre Kaffer und Kai Kruse.

Leider wird am Ende nur 1 Vertreter berücksichtigt. Auch würde ich mir Wahlbeobachter wünschen - denn dem DMSB traue ich alles zu.

DMSB | Fahrervertreter | Kaffer | Kruse |


Montag, 14. März 2016

30 Jahre SPD Regierung.

Die Rheinland-Pfälzer wollten es nicht anders - ziemlich eindeutig haben sie ihre Peiniger wiedergewählt. Jetzt gibt es 5 weitere Jahre SPD Regierung, also bis 2021. Darf man gar nicht länger drüber nachdenken.

Was bedeutet das für den Nürburgring? Filz und Intrige werden weiter manifestiert - obwohl noch mehr, geht das überhaupt? - und um die Spuren zu verwischen werden sie alles mögliche und unmögliche anstellen, damit der Ring in (russische) Privathand verschoben wird.

Leider sind nichtmal die Grünen wieder aus dem Parlament geflogen - dafür haben sie 0,3% zuviel. Immerhin haben die Nürburger ziemlich deutlich zum Ausdruck gebracht, was sie von Eveline Lemke halten:

Richtig: Null.

Original keiner der 118 wählenden Nürburger hat den Grünen seine Stimme gegeben. Das ist deutlich. Könnte damit zu tun haben, wie sie die Nürburger nur als Sprungbrett in’s Parlament benutzt hat und zeitgleich mit den damaligen Koalitionsgesprächen und dem lukrativen Ministerposten eine starke Nürburgamnesie erlitt.

Ahrweiler sieht so aus:

Und die 10.550 Wähler der VG Adenau verteilen sich so:

Aber auf den Boden der Tatsachen kommt man ziemlich schnell wieder zurück - z.B. in Mainz:

Oder in Andernach, wo in Rufweite zum Ring der perfide Clemens Hoch das Direktmandat erreicht hat.

Traurig ist natürlich auch, mit welcher Wucht Hass und Stolztum in das Parlament einziehen wird und wie sehr diese Gesinnung in der Gesellschaft verankert ist.

Wenn man sich die Zahlen anschaut, dann fällt auf, dass die Wahlbeteiligung von 61,8% in 2011 auf beeindruckende 70,4% in 2016 gestiegen ist. Und dieser Anstieg von 262.233 Wählern entspricht ziemlich genau den 267.813 Stimmen der AfD. Ist natürlich Quatsch, dass die AfD-Wähler alle vorher Nichtwähler gewesen wären. Aber trotzdem, so würde das aussehen, wenn man sie rauskürzt:

Die Rolle der CDU ist eher peinlich als bemitleidenswert, denn sie haben beim Elfer ohne Torwart weit daneben geschossen. Als fairer Sportler gesteht man seine Niederlage ein, als CDU gibt man eine Pressemitteilung raus, die dem Sieger gut zu Gesicht gestanden hätte.

Insgesamt alles eine große Enttäuschung und bitter für die weitere Nürburgring-Entwicklung.

Und sehr ernüchternd, was den RLP IQ angeht.

Landtagswahl | Dreyer | Klöckner |


Samstag, 09. Januar 2016

CDU versucht in Mainz rechts außen zu überholen.

Heute hatte der Bundesvorstand der CDU getagt. Das Ganze ausgerechnet in Mainz, wo in 2 Monaten (13.März) die Landtagswahlen stattfinden. Julia Klöckner im Rampenlicht - bzw. in Merkel´s Windschatten - damit da kein Zweifel aufkommt.

Im Kern geht es um die Vorfälle in Köln und die Flüchtlingspolitik allgemein und die - nachdem sie kräftig umgerührt wurden - mit strengeren Gesetzen adressiert werden sollen. Erinnert mich an die Wahlen 2011, als die Grünen überraschend mit 16% neu in den Landtag eingezogen sind. Damals bestimmte die Fukushima Katastrophe die Schlagzeilen.

Ist schon paradox, dass die CDU neue Gesetze fordert. Wo sie doch selber an der Regierung ist.

Klöckner | Landtagswahl |


Sonntag, 20. Dezember 2015

ADAC 3-Jahres-Vertrag ist in Wirklichkeit ein Misstrauensbeweis.

Ach schau an, Hendrik Hering´s Jubelperser sind auch wieder da.

Freunde des Nürburgrings, Manfred Sattler:

Die langfristige Vereinbarung zeigt auch das Vertrauen, dass der größte Veranstalter in das Nürburgring-Management setzt.

Umgekehrt wird ein Schuh draus: weil der ADAC keine Lust hat nach den Wahlen über den Tisch gezogen zu werden, hat man auf einen 3-Jahres-Vertrag bestanden. Das ist ein Misstrauensbeweis lieber Manfred Sattler.

FreundeDesNürburgrings | Sattler | HendrikHering |


Montag, 11. Mai 2015

Landratswahl: Eine überwältigende Mehrheit von 78,7% hat Jürgen Pföhler nicht gewählt.

Soweit die gute Nachricht. Die Schlechte: trotzdem bleibt der Ring-Totengräber für die nächsten 8 Jahre weiter Landrat in AW.

Wie das geht?

Ganz einfach:

Von den insgesamt 103.560 Wahlberechtigen

  • sind 72.789 nicht zur Wahl gegangen (70.3%)
  • haben 1.389 ungültig gewählt (1,3%)
  • und 7.279 haben den Gegenkandidaten Axel Ritter gewählt (7,0%).

Bleiben 22.103 oder 21,3%, die Jürgen Pföhler gewählt haben. Das sind genau 22.103 zuviel.

Es gibt auch einige Bezirke, die Axel Ritter gewinnen konnte:

  • Dorsel
  • Müllenbach
  • Nürburg (75%!)
  • Ohlenhard
  • Winnerath

(Quelle.)

UPDATE: Zahlen aktualisiert.

Tags: Pföhler | Wahlen | AxelRitter | Landratswahl |


Montag, 26. Januar 2015

Was haben Wilhelm Hahne und Robertino Wild gemeinsam?

Eine Hausdurchsuchung der Staatsanwaltschaft Koblenz. Das war’s dann auch mit den Gemeinsamkeiten. Eventuell noch, dass beide keinen Doktortitel haben - aber das sieht der Herr (Doktor?) Wild mal so - mal so.

Es gab letzte Woche jede Menge Hausdurchsuchungen, WiWo / Florian Zerfaß informieren - mal wieder - umfassenst!

Wild hatte Haus und Hof verpfändet, um den Fuß in die Tür zu bekommen und Malu Dreyer hatte ihn seinerzeit ja schon auf dem Sockel durch die Eifel getragen.

Die 2.Kaufrate für den Nürburgring konnte er aber schon nicht mehr beibringen - da war die Luft raus. Schwer nachzuvollziehen, wie jemand dann trotzdem als der große Zampano durch die Gegend stolzieren kann - aber genau das hat er gemacht.

Auf einer Fandiskussion - das kommt immer gut, wenn man die Öffentlichkeit gewinnen will - meinte er am 13.9.2014:

“Wenn wir scheitern, dürfen Sie mich teeren und federn und aus dem Dorf jagen.”

Und wie er gescheitert ist: Totalschaden.

Ich weiss nicht, was das für Bildchen waren, die der Sachwalter Lieser als Sicherheit akzeptiert hat. Es heisst immer nur “private Kunstsammlung”. Hört sich doch toll an. Vielleicht ist es nur eine selbstgemalte Doktorurkunde - wer weiss das schon.

Das Problem ist jedenfalls, da hatte schon jemand die Hand drauf. Und Kreditbetrug ist kein Kavaliersdelikt - also ist die Staatsanwaltschaft Monate später (!) ausgerückt. Und hat großflächig Büros gefilzt.

Da schließt sich dann der Kreis zu Wilhelm Hahne. Den wollten sie damals, als Deubel und Beck noch das herrschaftliche Zepter geschwungen haben, ruhigstellen. Na der Schuß ist aber mächtig nach hinten losgegangen.

Ich war noch nie bei der Staatsanwaltschaft in Koblenz, aber ich stelle mir das so vor, dass die da ein eigenes Nürburgring-Resort haben. Den Flur lang und hinten gleich hinter “Rauschgift” links. Leider ist die Abteilung chronisch unterbesetzt, sodass die Abläufe nur nacheinander abgearbeitet werden können. Gleichzeitig wäre der richtige Weg. Mir fallen auf Anhieb 3 Bälle ein, die sie aktuell in der Luft halten wollen: Deubel, Barandun und jetzt Wild.

Wie wurde das so schön auf Twitter kommentiert:

“Mit R.Wild hat’s am Nürburgring sicher nicht den Falschen getroffen - aber keinesfalls den Richtigen!”

Ordentlich Druck im Kessel ist bestimmt nicht das, was Malu Dreyer mit ihrem brutalen Ministerkahlschlag erhofft hatte. Der Boomerang holt ordentlich Anlauf und das Frühjahr 2016 (neue Wahlen) rückt unaufhaltsam näher.

Wer weiss, was die Fahnder an brisantem Material rausgetragen haben. Soll Wild nur zum Sündenbock gemacht werden oder ist es die Spitze des Eisbergs? Wir wissen, was alles unter der Decke schmort und dem Herrn Lieser hat es sicher nicht geschmeckt, dass sie bei ihm Material abgesaugt haben. Propaganda Nuvoloni hat auch gleich verniedlicht, aber Oberstaatsanwalt Kruse hat nochmal den Besuch der Behörde bestätigt.

Bisher ist Jens Lieser nur als Zeuge Teil der Ermittlungen und natürlich hat er ein starkes Interesse, dass das so bleibt.

Ob die Aktionen in Brüssel zur Kenntnis genommen werden? Man hat den Eindruck die EU’ler wollen im starken Schulterschluss mit der RLP Regierung jeden Sturm aussitzen. Bisher kommen sie damit durch, aber wenn noch mehr Wind aufzieht könnte es eng werden.

Wenn es nach mir geht, dann dürfen sie gerne aussitzen: für ein paar Jahre bei Wasser und Brot auf der Kartause.

Tags: Wild | Robertino | Kreditbetrug | Staatsanwaltschaft | Kunstsammlung | Hausdurchsuchung |


Dienstag, 14. Januar 2014

Eveline Lemke: Sell The Ring statt Save The Ring.

Früher hat Eveline Lemke Seite an Seite für den Nürburgring und die Region Stellung bezogen, aber heute gibt es für sie nur noch eins: weg damit, verkaufen, so schnell es geht.

Früher war sie weder im Landtag, noch in der Regierung - heute bekleidet sie als stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin hohe Regierungsverantwortung.

Vergangenen Samstag meldet sie sich auf ihrer Homepage - nach ewig langer Zeit des Schweigens - überraschend zum Thema Nürburgring:

“Viele Menschen in meiner Heimat um den Nürburgring haben Sorge, dass nach Abwicklung des Insolvenzverfahrens die Region nicht mehr vom Rennsport profitiert oder die Öffentlichkeit vom Zugang zum Mythos Nürburgring ausgeschlossen sein könnte.”

Dazu muss man wissen, daß sie in Bad Bodendorf bei Sinzig zuhause ist - von dort sind es nur 50 km zum Ring.

Und wie adressiert sie in dieser hohen Regierungsfunktion die Sorge ihrer Mitbürger?

“Damit sich die Menschen nicht Sorgen machen müssen, hat der Landtag das Nürburgring-Gesetz beschlossen.”

Schon im Mai 2013 habe ich dazu geschrieben: Das Nürburgring-Gesetz. Oder: wie die Landesregierung dem Volk Valium verabreicht. Dieter Weidenbrück hat es kommentiert und auch Ja zum Nürburgring. Bei der Auseinandersetzung mit Hendrik Hering bin ich auch noch einmal detailliert auf das Gesetz eingegangen - egal, von welcher Seite man es betrachtet: es ist Valium für’s Volk und öffnet dem neuen Besitzer Tür und Tor zum Dehnen der Formulierungen. Industriepool oder Einbeziehung der Region kommen zusätzlich zu den Schwächen überhaupt nicht vor.

Das Gesetz hat sich die Politik nur ausgedacht, um den geplanten Verkauf der Rennstrecken weiter planmäßig durchziehen zu können. Der Alles-wird-gut-Keks für den besorgten Bürger.

Umso enttäuschender, daß Eveline Lemke 1:1 die Hendrik Hering Argumentation aufgreift, obwohl der unwirksame Schutz längst dargestellt wurde.

“Die rot-grüne Landesregierung ist 2011 in dem Bewusstsein und mit der Verabredet gestartet, die Verhältnisse am Nürburgring neu zu ordnen und dies im Einvernehmen mit der EU-Kommission zu tun.”

Ja - daran kann ich mich gut erinnern. Sogar noch nach der Wahl - im Juli 2011 - hat sie die SAVE THE RING Demonstration unterstützt.

Aber als sie am geplanten Ende des Demonstrationsweges auf einmal neben Jörg Lindner auf uns wartete, da witterten nicht Wenige eine Falle. Kaffee und Kuchen hätte es geben sollen, dabei richtete sich der Protest ausdrücklich gegen die NAG von Kai Richter und Jörg Lindner und ihr Unterdrücker-Regime.

Der Umzug machte 100m vor den Beiden kehrt - die einzig richtige Entscheidung.

“Etwas polemisch sind wir GRÜNE damals mit der Forderung in den Landtagswahlkampf gezogen, dass das ”Fass“ endlich einen ”Boden“ erhalten solle. Einer Abwägung vor Ort, wo Schwimmbäder wegen fehlender Haushaltsmittel geschlossen werden müssen oder die Löcher in den Straßen nicht geflickt werden können, hält keine Argumentation FÜR Millionen am Nürburgring stand.”

Ganz einfach: das Fass ohne Boden ist der Freizeitpark und nicht die Rennstrecke. Trennen von Rummel und Rennen - und schon hat der Nürburgring wieder eine Zukunft! Und noch einmal: warum hat Hendrik Hering die privaten Bestandteile für ca. 100 Mio Euro innerhalb der Nürburgring GmbH verstaatlicht? Dieser Schritt war quasi die Insolvenzgarantie!

“Vor der Insolvenz bestand der Wille, den notwendigen Transformationsprozess seitens der Landesregierung noch aktiver ausgestalten zu können.”

Oder auf deutsch: weitere Millionen in das Fass ohne Boden zu pumpen!

“Dafür hat die Landesregierung bei der EU Kommission eine Beihilfe beantragt, die nicht genehmigt wurde.”

Kurt Beck’s Lieblingsargument: die böse EU! Kein Wunder, daß die EU RLP erstmal auferlegt hat, kein WEITERES Geld in die Nürburgring GmbH zu pumpen, wenn gleichzeitig eine große Beihilfeuntersuchung läuft. Gängige Praxis, daß vor Beantwortung der Fragen alle weiteren Zahlungen (Beihilfen!) ausgesetzt werden.

“Statt dessen ging dann der Nürburgring in die Insolvenz.”

Naja, ging ist relativ: die Regierung inklusive Eveline Lemke hat ihn dahin geschickt, am 18.7.2012.

“Das Deutsche Insolvenzrecht hat klare Vorgaben, an die sich alle halten müssen, auch die Politik.”

Ja? Und das heißt jetzt genau was?

Es heißt auf jeden Fall NICHT, daß der Nürburgring verkauft werden MUSS und vor allem nicht mit der Hektik, in der das aktuell abgewickelt wird.

Genausogut könnte die Firma auch SANIERT werden, aber da redet niemand drüber. Die Verkaufsprospekte preisen ein rentables Unternehmen an und man fragt sich zwangsläufig: warum sollte jemand auf die Idee kommen, sowas freiwillig zu verkaufen? Die defizitären Bestandteile sind Kurt Beck’s in Beton gegossene Träume - die Rennstrecke hat gute Chance auf eigenen Beinen zu stehen.

Ihr Text geht noch weiter, könnt Ihr ja selber mal schauen. Das Gesetz muß ein zweites Mal als Argument herhalten und Otto Flimm wird auch abgebügelt.

Alles in allem ein sehr bitterer Aufsatz - und auch eine große Enttäuschung. Das einzige, woran die Regierung interessiert zu sein scheint: verkaufen! So schnell wie möglich verkaufen!

Und warum? Man möchte damit der Entscheidung aus Brüssel zum Beihilfeverfahren zuvorkommen. Anscheindend hat man mehr Angst vor einem negativen Bescheid, als man zugeben möchte. Das kommt einem Eingeständnis gleich, gegen EU Gesetze verstoßen zu haben und deshalb möchte man das Urteil erst garnicht hören.

Das Ganze natürlich nur, wenn der Verkaufsprozess auch EU-sauber abläuft. Und da haben Otto Flimm und Dieter Frey massive Zweifel und die 50-seitige Beschwerde scheint mächtig Staub aufzuwirbeln. Bester Beweis dafür ist, daß Insolvenzlautsprecher Nuvoloni der Beschwerde gelassen entgegen sieht.

So kann man sich natürlich fein aus der Affäre ziehen und wenn die Nordschleife dafür über die Klinge springen muss, so what? Die Politiker fahren Samstags nicht zum Brünnchen, denen ist das egal.

Wenn man sich mal die finanziellen Größenordnungen anschaut: 500 Mio Euro sind in den Freizeitpark geflossen und angeblich hat Capricorn 50 Mio Euro FÜR ALLES geboten. Der ADAC hat nur für die Rennstrecken angeblich 37 Mio Euro geboten (und wurde dafür vor die Tür gesetzt: zu niedrig). Das heißt der Freizeitpark mit Kosten von 500 Mio Euro Steuergeld vor 5 Jahren hat einen Marktwert von 13 Mio Euro. Mit Hotels und Feriendorf und allem drum und dran.

Das muß man erstmal sacken lassen.

Und um diese läppischen 13 Mio Euro nach oben abzurunden soll jetzt die Nordschleife verkauft werden! Die für die ganze Katastrophe am allerwenigsten kann.

Das macht doch alles überhaupt keinen Sinn, weder logisch - noch betriebswirtschaftlich!

Liebe Eveline Lemke, liebe Landesregierung: kommt zur Vernunft und stoppt diesen Amoklauf! Die Nordschleife ist kulturelles Erbe, weltberühmte Sportstätte und Lebensnerv einer ganzen Region. Wir müssen verhindern, daß dies alles der Ausbeutung zum Opfer fällt!

UPDATE:

Eveline Lemke hat über Facebook geantwortet:

“Lieber Mike Frison, danke für Dein Eingehen, ich finde es wichtig, dass wir uns bei aller Unterschiedlichkeit der Haltung trotzdem korrekt im Umgang miteinander auseinandersetzen. Sobald es aus meiner Sicht eine neue Erkenntnis, ein neues Argument oder eine Entscheidung gibt, werde ich mich wieder zu Wort melden. BG Eveline”

Und ich auch nochmal:

“ Eveline, zu warten halte ich für keinen guten Vorschlag, denn die Zeit drängt enorm. Ist der Verkauf erst einmal vollzogen, wird sich dieser wohl kaum rückgängig machen lassen. Und dann folgt nach den grausamen Jahren erst mit NAG und jetzt mit den Insolvenzverwaltern der nächste, der sich hemmungslos am Nürburgring bedient: der Privatbesitzer.”

“Wie viele andere auch, sehe ich nur die Chance des gemeinnützigen Betriebes, am besten in Landeshand - und den Verkauf verhindern wir besser heute als morgen. Bitte lass diese Chance nicht ungenutzt und öffne Dich dringend für die Gespräche, die Dir angeboten wurden - sonst ist es schnell zu spät.”

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tags: EvelineLemke | Lemke | Insolvenz | Erlebnisgrab


Montag, 23. September 2013

In Adenau und Umgebung ist jedem 6. nicht mehr zu helfen.

1.726 Leute haben gestern SPD und Grüne gewählt - also die politischen Parteien, die den Nürburgring auf dem Gewissen haben.

Insgesamt Wahlberechtige: 10.651 - also grob jeder 6. (!!), der in der Nürburgring-Region wohnt - hat seinen eigenen Metzger gewählt.

Die SPD hat übrigens gegenüber der letzten Wahl 289 Stimmen dazu gewonnen.

Da kann man sich echt nur an den Kopf fassen.

Tags: Bundestagswahl | Wahlergebnis


Dienstag, 09. April 2013

Die SPD und Gemeinwohl?

Ratet mal, von wem das stammt:

.., daß wir in einer Situation sind, wo wir mehr sozialen Zusammenhalt brauchen, wo etwas aus dem Lot geraten ist, wenn (..) wir viele haben, die ihre Gewinne privatisieren, aber die Verluste sozialisieren.

Festhalten: von der SPD. Genauer gesagt von Andrea Nahles aus Mendig - sie ist deren Generalsekretärin. Aus Mendig!

Ausgerechnet die SPD, die aktuell die Gemeinwohl-Sportstätte Nordschleife hektisch verschachern will, um eigennützig ihre Freizeitpark-Fehler zu kaschieren, hat ihren Bundestags-Wahlkampf unter das Motto Gemeinwohl und soziale Gerechtigkeit gestellt.

Dann können sie jetzt ja mal zeigen, was sie auf dem Gebiet draufhaben und sofort den Verkaufsprozess der Sportstätte stoppen. Und das Sozialisieren der Verluste rückgängig machen, indem ein paar Nasen haftbar gemacht werden!


Samstag, 16. März 2013

Am Dienstag schlägt der Ring in Mainz auf.

Bei der Otto Flimm Veranstaltung vor genau 2 Wochen am 2.März in Nürburg waren breit gefächert alle verantwortlichen Politiker aus der Mainzer Landesregierung eingeladen - und keiner ist gekommen.

Das war nicht nur eine bittere Enttäuschung, sondern (wieder einmal) ein überdeutliches Signal, daß man ausgerechnet mit denen, die diese Sportstätte am meisten angeht, nämlich DIE SPORTLER, nicht gewillt ist zu reden.

Doch Otto Flimm gibt nicht nach und daraus ist die Idee der Demo in Mainz geboren. Es haben sich Viele solidarisiert und inzwischen ist klar:

Wenn die Politiker nicht zum Nürburgring kommen, dann kommt der Nürburgring zu den Politikern!

Der Aufstand in der Region um den Ring ist zwar nach wie vor eine bittere Enttäuschung, aber ich hatte ja 5 Jahre Zeit mich daran zu gewöhnen, von daher keine Überraschung.

Was mich aber positiv stimmt, daß zum letzten Gefecht auch reichweiten-gewaltige Personen wie Peter Meyer aufbrechen oder Organisationen wie der ADAC-Nordrhein. Die wissen genau, daß der deutsche Motorsport schon mächtig auf Kante genäht ist und jeder private, gewinnorientierte Betrieb mit den Folgen für Streckenmiete und Zugänglichkeit das Fass zum Überlaufen bringt.

So wird dann auch ohne lang drumrum zu reden der Abzug der ADAC Veranstaltungen in Aussicht gestellt, sollten GP-Strecke und Nordschleife tatsächlich den Besitzer wechseln.

Dann gehen am Ring nicht nur für die Zuschauer mächtig die Lichter aus, sondern auch für die Breitensportler. Wer aktiv mit etwas Dynamik und Wettbewerb auf solchen Veranstaltungen unterwegs ist, weiß wieviel ehrenamtliches Engagement nötig ist, um einigermaßen mit einer schwarzen Null solche Rennen zu stemmen. Und trotzdem muss mit ordentlichem Startgeld das Fahrerfeld zur Kasse gebeten werden.

Zwei deutliche Artikel heute, einmal in der Rhein-Zeitung mit Bezug auf Otto Flimm:

“Finger weg von der Nordschleife: Demo gegen Verkauf des Nürburgrings”

Zum ersten Mal lese ich etwas in den Medien, das den Bezug zur Nordschleife deutlich herstellt! Das hatte ich ja schon im Talk erwähnt, daß durch gezielte Wortverdrehungen die Öffentlichkeit eingelullt werden soll:

Die Verscherbler nennt man lobend Sanierer und der gescheiterte Beck°Park wird allumfassend Nürburgring genannt.

Beides völlig an den Haaren herbeigezogen, aber wenn man es lange genug macht, glaubt man es irgendwann sogar selber.

Das Ziel dieser Manipulation ist ganz klar: die Nordschleife ist das wertvollste Asset im Nürburgring-Angebot und man möchte es sich unauffällig zunutze machen, um mit dem Verkauf Geld für die Freizeitpark-Insolvenz herbeizuschaffen.

Bisher sah es auch so aus, als kämen sie damit durch. Buchstäblich in letzter Sekunde scheint es langsam durchzusickern, was das für den Ring und den Sport bedeuten würde und der Widerstand formt sich viel massiver und geschlossener als vorher.

Das ist auch für die Regierenden eine neue Situation und wer die Motorsportler kennt: einmal in Bewegung gesetzt hält die so schnell keiner auf. Die tragen auch ein 2. oder 3.mal den Ring nach Mainz und auch wenn die nächsten Wahlen noch 3 Jahre entfernt scheinen im Frühjahr 2016 - wenn man jetzt weiter versucht, die Ring-Nutzer zu übergehen bzw. zu übertölpeln, könnte das für die jetzt Handelnden bei den nächsten Wahlen noch ein ziemlich bitteres Ende bedeuten.

Dietmar Brück - den wir versuchen auch mal für einen Talk zu gewinnen - schreibt heute morgen:

“Der ADAC-Ehrenpräsident hat Expertise einholen lassen und ist fest davon überzeugt, dass das EU-Beihilfeverfahren keinen schnellen Verkauf nötig macht. „Wir haben Zeit für eine gute Lösung, die auch in Zukunft Breitensport zu bezahlbaren Preisen am Nürburgring garantiert“, so Flimm. Den Ring-Sanierern unterstellt er Profitstreben. Und: Nach einem Verkauf, fürchtet Flimm, „kann der neue Besitzer machen, was er will“. Ein öffentliches Zugangsrecht wird einen Investor seiner Ansicht nach kaum daran hindern, vorrangig auf seinen eigenen Profit zu schauen.”

(Da waren sie ja wieder, die Sanierer - habt Ihr’s gemerkt?)

Und später heute dann dieser Artikel in der WiWo vom ringerprobten Florian Zerfaß:

“Nürburgring Verkauf: Die große Koalition gegen die Regierung.”

"(..) Jetzt hat Meyer die Notwendigkeit gesehen, sich nach langer Zeit mal wieder zu Wort zu melden: Wegen des anstehenden Verkaufs der Rennstrecke attackiert der ADAC-Boss die rot-grüne rheinland-pfälzische Landesregierung um Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) – und droht mit dem Wegzug aller ADAC-Rennveranstaltungen aus der Eifel.

„Ich habe den Eindruck, dass sich die Regierung mit einem Verkauf einfach des Problems entledigen will. Zu Lasten der Automobilindustrie, die auf dem Nürburgring testet, zu Lasten des Motorsports und der Großregion Eifel“, sagt Meyer im Gespräch mit der WirtschaftsWoche."

Das tut gut, Rückendeckung zu bekommen, wenn man auf die Straße geht.

Denn die Argumente sind da:

"Doch der ADAC verweist auf ein Gutachten, das der gemeinnützige Verein „Ja zum Nürburgring e.V.“ bei dessen Rechtsanwalt, Dieter Frey aus Köln, in Auftrag gegeben hat. Das Gutachten kommt zu einem ganz anderen Ergebnis: Die Sportstätte sei grundsätzlich förderungsfähig, anders etwa als die mit Landesgeld erbauten Hotels und der Freizeitpark. Mehr noch: Die Sportförderung genieße in Rheinland-Pfalz sogar Verfassungsrang, und europarechtlich „spiegelt besonders Art. 165 AEUV die besondere Bedeutung des Sports und die Verpflichtung der Union, zu seiner Förderung beizutragen, wider.“

Die Veranstaltungen auf dem Nürburgring sind laut Frey zu mehr als 90 Prozent Breitensportveranstaltungen, zudem sind in die Rennstrecken selbst praktisch keine Beihilfen geflossen."

Und auch die Demo mit ihrer Entstehungsgeschichte wird angesprochen:

"Dem immer lauter werdenden Protest wird die Landesregierung vor der eigenen Haustür in Mainz nicht so leicht ausweichen können wie der Mitgliederversammlung von „Ja zum Nürburgring“ vor zwei Wochen in Nürburg. Mehrere Regierungsmitglieder waren eingeladen, unter anderem auch Ministerpräsidentin Dreyer und ihre Stellvertreterin Eveline Lemke (Grüne), der für den Nürburgring zuständige Innenminister Roger Lewentz (SPD) und SPD-Fraktionschef Hendrik Hering.

Dem Verein um seinen Vorsitzenden, den früheren ADAC-Chef Otto Flimm, stieß bitter auf, dass alle eingeladenen Regierungsvertreter absagten, mitunter sogar recht kurzfristig."

Es braut sich was zusammen, nur noch 3x schlafen!

Das hatten wir in der Form erst einmal, am 24.Juli 2011:

Das ist auch nicht das erste Mal, daß Sabine mit ihrer tapferen Mutter Uschi auf die Straße geht:

Damals dachten wir noch, wir hätten Verbündete in Mainz:

Hat sich rausgestellt: iss nich wegen iss nich.

War auch so eine Lektion. Für uns.

Die Lektion für die Regierung kommt dann am Dienstag! Daher nochmal mein Appell: alles was Beine hat in alles was Räder hat und auf zum Regierungssitz am Dienstag! So eine Chance, zu zeigen wer wir sind und wieviele wir sind bekommen wir nicht so schnell nochmal.


Donnerstag, 12. Juli 2012

Jetzt wirklich? Ministerpräsident bekommt Besuch vom Staatsanwalt.

Heute in der Sueddeutschen:

“Amtlich beglaubigt steht nun ein ungeheuerlicher Verdacht im Raum: dass sich ein Ministerpräsident zum Schaden seines Landes strafbar gemacht hat. Weil er nur das eigene Wohl im Blick hatte.”

Die Staatsanwaltschaft hat tatsächlich Ermittlungen gegen den Regierungschef aufgenommen.

Aber nicht den von Rheinland-Pfalz, sondern den von Baden-Württemberg. Und das auch erst, als er im Amt abgelöst war.

Da fallen mir spontan zwei denkwürdige Termine ein:

Dankbares Thema wären auch die gefälschten Zuschauerzahlen, um den Gigantismus schönzurechnen. Oder die Reihenfolge: erst Tribüne sprengen bzw. anfangen zu bauen, obwohl die Finanzierung noch unausgegoren war und wie wir inzwischen wissen auch immer geblieben ist. Viele Sachen wissen wir noch garnicht, Staatsanwälte aber schon - wenn sie denn wollen. Zum Beispiel die Verträge, mit denen der Steuerzahler dem Privatinvestor Mediinvest erst mit 85 Mio. Euro ausgeholfen hat, um dann später die realisierten Alpträume mit der Landesgesellschaft Nürburgring GmbH aufzukaufen. Und warum überhaupt.

Gibt es in RLP denn noch Staatsanwälte mit Rückgrad? Oder sind die nach 18 Jahren Beckherrschaft ausgerottet? Der Artikel in der Sueddeutschen ist von heute und zu Kurt Beck gibt es heute diese Nachrichten:

Beck will wieder als SPD-Landesvorsitzender antreten.

Im November wählt die SPD nämlich intern ihren Chefsozi und offentlich will Kurt Beck noch eine Weile Ministerpräsident bleiben. Weil er die Riesenschiebung am Ring noch nicht in trockenen Tüchern hat? Wenn die Macht erstmal abgegeben ist steht man auf einmal im Regen. Wilhelm Hahne hat das heute auch kommentiert. Dann scheint die Lage wirklich schlimm zu sein, wenn Beck gezwungen ist die Zügel stramm in der Hand zu halten.

Was auf der anderen Seite Anlass zur Hoffnung gibt, daß ihm sein ganzer Filz mit einem Riesenknall um die Ohren fliegt.

Und was meint Eveline Lemke dazu?

“Beck will bleiben. Erwartungsgemäße, gute Entscheidung!”


Sonntag, 15. Januar 2012

Übungsstunde bei Rethorik Steinkühler.

In der neuesten Folge von Rethorik Steinkühler geht es ausnahmsweise mal nicht um Schön-schreiberei, sondern Schön-rechnerei.

In der Vergangenheit ging es ständig darum die Arbeitsplätze möglichst hoch zu rechnen, um mit dem Arbeitsplätze-schaffen-Scheinargument der Regierung möglichst viele Milliönchen aus den Taschen zu leiern. Hat ja auch super funktioniert.

Zwei Jobbörsen wurden inszeniert und so hat sich das damals am 7.März und 5.April 2009 angehört, als für 400 neue Stellen die große Leutesuche durch den Propagandawolf gedreht wurde.

Walter Kafitz:

Wir haben heute vor Ort bewiesen, dass wir ein Konjunkturpaket zum Anfassen sind.

Gleichzeitig sind wir uns der Verantwortung, die daraus erwächst, voll bewusst.

Wir setzen auch in Zukunft alles daran, die bestehenden Arbeitsplätze am und um den Ring zu sichern.

Der “begeisterte” Projektentwickler Kai Richter:

Die neu gegründete Grüne Hölle Betriebsgesellschaft benötigt Mitarbeiter für insgesamt 167 vollzeitäquivalente Arbeitsplätze.

Das Gesamtprojekt Nürburgring 2009 kann nur in der Vernetzung perfekt funktionieren.

Bei der Bewerbungsbörse hat sich gezeigt, wie gut die einzelnen Bausteine bereits jetzt zueinander passen.

Für Bewerber aus dem weiteren Umfeld können wir im Lindner Boardinghouse in Adenau komfortable Personalwohnungen zur Verfügung stellen.

Bernd Schiffarth, Bürgermeister Adenau:

Wir brauchen dringender denn je innovative Menschen mit Mut, die am Großprojekt Nürburgring 2009 mitwirken und es mitgestalten.

Otto Lindner (Vorstand von Lindner und Jörg’s Bruder):

Für unser außergewöhnliches Projekt direkt an der Rennstrecke des Nürburgrings suchen wir Bewerber, die für den Motorsport brennen.

Mit [unseren Hotels] ziehen wir Gäste an, die die spannungsgeladene Luft des Mythos Nürburgring atmen wollen.

Mitarbeiter genießen eine Reihe von Sonderleistungen: ein Personalhaus vor Ort, eine übertarifliche Bezahlung und Karrierechancen in einer führenden deutschen Hotelgruppe mit internationalem Wachstum.

Leider alles nur warme Luft und die reingelegten angeworbenen Leute werden nicht mehr gebraucht: die Wahlen sind inzwischen gewonnen, die Pachtverträge unterschrieben und die tollen Powerpointpläne nichts als teuer bezahlte Hirngespinste.

Die Leute müssen entlassen werden, aber die Auftraggeber wollen unbedingt gut-klingende Nachrichten vom Ring.

Ein Fall für Wir-helfen-in-Notlagen Super-Steinkühler!

Ausgangssituation, Mitte Dez.:

141 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.

Insgesamt sind 380 Beschäftige bei der NAG, diese hängt die Leute kurz vor Weihnachten aus dem Fenster und stellt die Landesregierung unter Druck.

Heutige Situation - steingekühlert und gehorsam von Agenturen und Presse verbreitet:

NAG optimiert Zukunftskonzept und reduziert den Personalabbau um 49 Stellen.

Welches Zukunfskonzept? 49 Stellen weniger - das hört sich doch toll an!

Bei der NAG müssen jetzt noch 92 von 338 Stellen abgebaut werden.

Augenblick mal: 338? Wo ist der Rest von 380?

Es ist jetzt aber erforderlich, mit Konsequenz und ohne Verzögerung das Zukunftskonzept umzusetzen, um die verbleibenden 224 Arbeitsplätze zu sichern.

Oha - 224!! Kurz überschlagen:

 380 NAG'ler Dez 2011
-224 NAG'ler Zukunft
 ===
 156 Entlassungen

Steingekühlert sieht die Rechnung so aus:

 380 NAG'ler Dez 2011
- 42 Wo sind die geblieben?
- 92 "Abbau" lt. PM
- 22 Was passiert mit denen?
 ===
 224 "verbleibende Arbeitsplätze"

Es ist typisch für die Katastrophe am Ring, daß solche Fragen von einem dusseligen Blogger wie mir gestellt werden, aber die Medien einfach übernehmen und verbreiten, was sie als PM serviert bekommen. Sogar die Ring-erfahrene Rhein-Zeitung und selbst die CDU Opposition.

Das Team Richter / Lindner / Steinkühler hat leichtes Spiel und versteht sich blind. Wie praktisch auch, daß alle 3 Nachbarn sind (A: Lindner, B: Richter, C: Steinkühler).

Armer Nürburgring :/


Samstag, 03. Dezember 2011

Mit Vollgas in die Zukunft.

Vor gut einem Jahr ging es am Ring auch schonmal um Arbeitsplätze - das war im November 2010 und damit natürlich noch VOR den Wahlen. Da brauchte man gute Nachrichten und entsprechend wurde die Propagandamaschine angeworfen.

Die Pressemitteilung der Nürburgring Automotive GmbH sah am 2.Nov.2010 so aus:

Jobmotor Nürburgring

“Seit 2008 hat sich die Zahl der Mitarbeiter am Nürburgring mehr als verdreifacht.”

Inklusive tollem Gewinnerchart. Und Sprüchen wie:

… über 200 zusätzliche Arbeitsplätze …

… Steigerung von über 180 Prozent …

… als einen ersten Schritt auf dem Weg, das vorhandene Potenzial des Nürburgrings als Freizeit- und Erlebnisdestination voll zu erschließen.”

Jörg Lindner:

“Unsere motivierten und engagierten Mitarbeiter sind ein wesentlicher Bestandteil der Erfolgsgeschichte Nürburgring. Das Unternehmen profitiert von ihren Erfahrungen und Vorschlägen.

Neue Mitarbeiter, die wir auf zusätzlich geschaffenen Stellen einsetzen, bringen weitere Impulse und Ideen. In dieser Kombination können wir das vorhandene Wachstumspotenzial des Nürburgrings optimal ausschöpfen”.

Jetzt hat es sich anscheinend schon nach kurzer Zeit aus-profitiert und wie das mit dem Erschließen und Ausschöpfen des Potentials aussieht, ist dann gestern so die Zeitungen gegangen:

Sozialpläne und Entlassungen.

Aber das ist ja auch NACH den Wahlen.

Am Ring werden übrigens auch aktuell noch Leute geworben:

Ok, Teilzeit / Aushilfe / Wochenende - aber dafür verantwortungsvolle Tätigkeiten in einer stark wachsenden Unternehmensgruppe.

Und ich fürchte auch darauf werden wieder Leute reinfallen - die können einem jetzt schon leidtun.


Donnerstag, 01. Dezember 2011

Niemand hat die Absicht … die Wahrheit zu sagen.

Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten.

(Walter Ulbricht, 15.Juni 1961)

Oder alternativ:

“Niemand verliert seinen Arbeitsplatz”

(Hendrik Hering, 26.März 2010)

Aus aktuellem Anlass.

VOR den Wahlen wurden da ganz andere Sprüche gekloppt:

Harald Hallerbach schreibt dazu:

Wird von den Verantwortlichen in der Landesregierung der Einsatz immenser öffentlicher Mittel immer wieder mit dem Argument „Jobmotor für die Region„ verteidigt, so sieht es doch in der Realität eher nach einem kapitalen Motorschaden aus. (…)

Es wurden weder Kosten noch Mühen gescheut, den Arbeitsuchenden, aber vor allem dem Steuerzahler eine vorher versprochene, hohe Anzahl von neu geschaffenen Arbeitsplätzen zu suggerieren, obwohl man wissen musste, dass alles mit “sehr heißer Nadel“ gestrickt und absehbar schon im Vorfeld zum Scheitern verurteilt war. Vermutlich nach den Prinzipien : “Augen zu und durch“ sowie “die Hoffnung stirbt zuletzt“, nahm man von Anfang an billigend in Kauf, mit den Hoffnungen und Gefühlen von Menschen “Schindluder“ zu betreiben.

Allerdings nicht heute, sondern vor fast 2 Jahren (23.Jan.’10).

Wer jetzt noch nicht beim Verachtungsmaximum angekommen ist: man dachte wohl, so eine Demo in Mainz wäre noch eine feine taktische Maßnahme zur Mietminderung.

Da geht Schindluder ja noch als Kompliment durch.


Montag, 21. November 2011

Übrig Ns vom Montag.
  • Beim Grünen Parteitag am Samstag wurde ein Beirat für den Nürburgring in’s Spiel gebracht. In einem Atemzug mit so Themen wie Basisdemokratie und Transparenz.

Das würde ich sehr begrüßen und am liebsten direkt mit Livestream, der von den Sitzungen des Beirats für die interessierte Öffentlichkeit bereitgestellt wird. Und nicht so ein Gedönse wie bei dem “Dialogforum”, wo der Wunsch nach Audiomitschnitt völlig irritierte Reaktionen bewirkt hat.


Samstag, 16. Juli 2011

Überraschung! Überdimensionierter Gebäudekomplex nicht profitabel zu betreiben.

Am Donnerstag den 25.März 2010 hat das Land Rheinland-Pfalz die Verträge für die Verpachtung des Nürburgring unterschrieben, am Tag darauf - Freitag den 26.März - wurde das der Bevölkerung in Adenau kundgetan. Der Vertrag ist hier einzusehen und hat eine Laufzeit von 20 Jahren mit Option für weitere 10 Jahre.

v.l.n.r.: Peter Nett, Hermann-Josef Romes, Hendrik Hering, Hans Joachim Koch, Kai Richter, Jörg Lindner (am 26.März 2010 in Adenau, siehe Chronik).

Die nicht-ausgeschriebene Vergabe wurde mit blumigen Worten begleitet, die Landesregierung wörtlich:

Zukunftskonzept Nürburgring - Vertrag mit Lindner-Gruppe unterschrieben - Neuordnung schafft transparente Strukturen - bis zu 1000 neue Arbeitsplätze - keine Belastung für Landeshaushalt

“Der Vertrag stellt sicher, dass die Gesamtinvestition ohne Belastung für den Landeshaushalt finanziert wird“, betonten Beck und Hering.

Jörg Lindner, geschäftsführender Gesellschafter der Lindner Unternehmensgruppe, betonte: “Für mich und meinen Partner Kai Richter ist heute ein besonderer Tag. Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, gemeinsam mit dem Land Rheinland-Pfalz die Basis für eine erfolgreiche Zukunft des Nürburgrings zu schaffen, und ich bedanke mich für das Vertrauen.“

Und vor den Wahlen hat man sich mit 7-stelligen Erfolgsmeldungen gegenseitig auf die Schulter geklopft:

“Bereits im September hatte Hering erklärt, es werde schon im ersten Geschäftsjahr Pacht in Millionenhöhe fließen. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young habe den Nürburgring-Businessplan überarbeitet und erwarte 2015 bereits eine Zahlung von 23 Millionen Euro.

Heute - nach den Wahlen - kehrt die Realität zurück. Die Betreiber fordern weitere Millionen vom Steuerzahler, wie in der Wirtschaftswoche zu lesen ist:

“Die privaten Betreiber des Nürburgrings fordern weitere 20 Millionen Euro. Sonst seien die Großbauten am benachbarten Freizeitpark nicht profitabel zu managen.

Doch nach nur zwei Jahren sind die Bauten zu Investitionsruinen verkommen. Sie müssten radikal umgebaut werden, fordern die vom Land beauftragten privaten Betreiber Kai Richter und Jörg Lindner. In der derzeitigen Form könne ihre Nürburgring Automotive GmbH den überdimensionierten Gebäudekomplex „nicht profitabel betreiben“, klagen die Düsseldorfer Unternehmer.

Was der Umbau kosten soll, offenbarten Richter und Lindner jetzt der grünen Wirtschaftsministerin Eveline Lemke: 27 Millionen Euro, um vor allem die schlecht ausgelastete Veranstaltungshalle Ring-Arena und die meist menschenleere Shopping-Meile Boulevard nach neuem Konzept mit Leben zu füllen.

Neues Konzept? Hat es überhaupt jemals ein altes Konzept gegeben? Ich habe nie eins gesehen. Was ich aber gesehen habe ist eine peinliche Veranstaltungsexperimentiererei, bei der man von einem Flopp in den nächsten gestrauchelt ist.

Laut Spiegel gibt es einen üppig bezahlten “Projektentwickler”:

“Mehr als 85 Millionen Euro schleuste die Beck-Regierung so nach und nach in Richters Firmengruppe, während der gleichzeitig - so steht es in vertraulichen Unterlagen - sich von einer seiner gepäppelten Firmen ein stattliches Honorar von etwa 50 000 Euro im Monat auszahlen ließ. Er habe sich nie als Investor, sondern immer als “Projektentwickler” verstanden, verteidigte sich Richter vergangene Woche.


Freitag, 08. April 2011

Übrig Ns vom Freitag.
Montag, 28. März 2011

Übrig Ns vom Montag.

Siehe auch in Spon: Kurt Beck unter Schock

oder dieses Video ab 0:56 Min.:

“Es gibt für Rheinland-Pfalz und auch für Baden-Würtemberg einen klaren Auftrag an die Sozialdemokratie zu regieren und diesen Auftrag werden wir auch wahrnehmen.”

Aber Zahlen scheinen für K.Beck ja sowieso eher etwas Nebensächliches zu sein. Total erreicht die SPD exakt 666.666 Stimmen, das kann doch kein Zufall sein. Vor der eigenen Türe kehren ist natürlich alternativlos unmöglich, da wird lieber von “überlagerten Wahlen” gesprochen. Wieder mal schöne Fälle Kognitiver Dissonanz.

  • Auffällig finde ich auch, wie man versucht, die erfolgreichen kleinen Parteien in den offiziellen (steuerbezahlten!!) Meldungen totzuschweigen unter dem Sammelbegriff “Übrige Parteien”. Dabei haben die Piraten oder FWG teilweise gute lokale Erfolge erziehlt. Da hat man wohl Schiss vor der heranwachsenden Konkurenz - genauso hat man den Grünen in den Anfangsjahren auch mitgespielt und wieder nichts dazugelernt.

  • Der in Mainz streitbare und umstrittene Michael Billen genießt bei seinem Wahlvolk große Rückendeckung und hat souverän seinen Wahlkreis 21 “Bitburg” gewonnen.

  • Tolle Visualisierung der RLP-Wahl: Wahlatlas. (Via).


Sonntag, 27. März 2011

Übrig Ns vom Sonntag.
  • Gewählt wurde heute in RLP, die beiden Großen SPD und CDU haben fast gleich viele Stimmen erhalten und die Grünen ziehen mit strammen 15% neu in den Landtag ein. Spannender als die Wahl werden allerdings die jetzt folgenden Koalitionsverhandlungen.

  • Randale Dorf? Schlägereien in der neuen Staatsdisko zu schlichten ist für die Rennleitung aus Adenau schon öfter vorgekommen. Jetzt ziehen die anderen Retortekneipen nach:

“In der Nacht auf Samstag wurde die Polizei Adenau gegen 03.40 Uhr zu einer Schlägerei zwischen betrunkenen Gästen einer im Eifeldorf am Nürburgring befindlichen Lokalität gerufen.”

  • Kurt Beck sieht die Aktivitäten der EU Kommission zum Vergaberecht gelassen.

  • Gab wohl letzte Woche einen Feuerunfall auf der GP-Strecke. Ich hoffe dem Fahrer geht’s gut, die Gerüchte hören sich nicht so gut an. Offizielles dazu hab ich bisher vergeblich gesucht.

  • Die VLN hat in Zukunft zwei SP3’s (“Special bis 2.000 ccm”): eine Klasse für die Renault Clio und eine für den Rest. Bei den sich anbahnenden Starterzahlen bei den Clio’s kann es für ein konstantes Team die Meisterschaft bringen. Sportlich kann ich dieser Regeländerung nichts abgewinnen.

  • Noch zwei Wochen, dann ist Rudi Adams wieder heile.

  • 3 x 3 = 4. Schubert bleibt der Langstrecke treu - mit 3 Need for Speed GT 3 Z4.

  • Sein Auto konnte er beim Rollout fast live verfolgen über Facebook, nächste Woche möchte Mr.Glickenhaus sein Baby live in Action sehen.

  • Schön Patrick Simon am Ring zu sehen! Neben seinen steigenden Aufgaben im Bewegtbildbereich hat das Nachwuchstalent auch einen schönen Rennsitz für 2011.

  • SAVE THE RING liest man jetzt nicht nur auf Rennautos, sondern auch auf Gartenzäunen. Immer weiter.

  • Ron Simons war für die Scuderia Glickenhaus die Fahrschule der Wahl:

“Larini & Giovinardi where the first guys to use an RSRNurburg car in tourist driving today after RSRNurburg won their court case against the Nurburgring earlier this week.”

“Mika Salo will complete the trio who will run the Glickenhaus Ferrari P4/5 in the Nurburgring 24hour race later this year.”

“Nicola off course won the famous ’90 ‘s DTM race against a fleet of Mercedes on home ground. Fabrizio did the play station thing so he can use a little help.”

Hier die passenden Fotos dazu.

  • Der Neue von Pohlen Racing ist aus jedem Betrachtungswinkel ein technischer Leckerbissen. Schwer zu glauben bei der Kombo Mercedes, Diesel und Dachdeckerfirma. Aber Heftig!!

  • Letztes Jahr wurden wir von R8’s überschwemmt, dieses Jahr sind es die SLS. Müssen 7 oder 8 Stück sein. Bei den Farben geben sich die Benze noch zurückhaltend: weiß, silber oder schwarz sind in freier Wildbahn.

  • Armin Hahne ist auch auf Mercedes umgestiegen und pilotiert den weißen Mamerow SLS zusammen mit Chris Mamerow. Schnelle Paarung das ist.

  • Ist der SLS eigentlich schon ein GT3?

  • Ralf Schall war zwar im SLS unterwegs, hab aber das Comeback des 190er versprochen. Auch wenn er dann manchmal in zwei Autos startet.


Freitag, 09. Oktober 2009

Der Landkreis Ahrweiler hat die geringste SPD-Wähler Quote in ganz Rheinland-Pfalz. Von 100.000 Wahlberechtigen haben nur 13.000 die jetzige Landesregierung unterstützt (also 13%). Die Übersicht zeigt (auf S.31) den Landkreis Ahrweiler an letzter Stelle: 24. von 24 Landkreisen in Rheinland-Pfalz.
Je näher man von Mainz an den Nürburgring kommt, desto geringer wird die Unterstützung für die aktuelle Regierung. Um dann in Nürburg ungefähr bei Null Prozent anzukommen.
Montag, 28. September 2009

In Nürburg haben 5 Leute SPD gewählt. Bei 145 Wahlberechtigten ergibt das einen SPD-Anteil von 3,4% (Zweitstimme).
Im Vergleich dazu:

9,7% Verbandsgemeinde Adenau
20,6% Rheinland-Pfalz gesamt
16,1% Deutschland gesamt

Verständlicherweise sind die Rheinland-Pfälzer insgesamt sauer auf die (Landes-)Regierung, die Skandale um das Erlebnisgrab haben sicher ihren Beitrag dazu geleistet.
Aber die Eifler, für die diese Investitionen aus Sicht der Regierung so wichtig sind, haben die SPD noch stärker abgestraft als der Rest der Republik.
Ich hab mir mal die detaillierten Zahlen zu Gemüte geführt und Excel gefüttert, um die Verluste der SPD regional zu vergleichen:

VG Adenau: 41,8% Verlust
Rheinland-Pfalz: 32,8% Verlust
Deutschland gesamt: 38,6% Verlust

[zur Erklärung: Verlust = 100% - (SPD Wähler 2009 / Stimmberechtigte 2009) / (SPD Wähler 2005 / Stimmberechtigte 2005)]

Das heißt, die Verluste der SPD gegenüber 2005 sind in Rheinland-Pfalz zwar geringer als im Bundesdurchschnitt, doch in der Verbandsgemeinde Adenau auffallend hoch.
Das Beispiel von Nürburg (3,4%) gibt es auch noch in anderen Gemeinden: Wirft (4,7%), Herschbroich (5,8%), Wimbach (6,6%), Adenau (6,1%), .. nur um ein paar Beispiele rund um den Nürburgring zu nennen.
Die wahren Gestraften, die diesen Betonklotz jetzt am Bein hängen haben, sind die Anwohner und Gemeinden rund um den Nürburgring, und das haben sie den Regierenden jetzt deutlich gemacht.


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