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Freitag, 09. Oktober 2020

Wann können wir mit erstem autonomen Verkehr rechnen?

In 10 Jahren vielleicht? Oder in 20?

Stellt sich raus: gestern.

Starting today, Waymo is immediately ramping up their fully driverless service to 100% of rides in Phoenix. To make sure this can be done safely and effectively, at first only existing Waymo One customers will be able to hail a driverless ride. After that, Waymo will begin allowing more and more people to sign up for Waymo One through the Android and iOS apps.

Können wir uns den 8. Okt. 2020 mal im Kalender vermerken.

Schöne Beispiele kognitiver Dissonanz - es kann nicht sein, was nicht sein darf - habe ich hier gesammelt.

autonom | Waymo | Google |


Freitag, 07. August 2020

18 Monate Gefängnis für Anthony Levandowski.

Und über 750.000 Dollar Schadenersatz:

He resigned from Google to co-found Otto, an autonomous truck startup. It wasn’t until 2017, after he had sold Otto to Uber for $680m, that Levandowski landed himself in hot water with the internet search giant. He was accused of walking out of Waymo with more than 14,000 files detailing its proprietary Lidar technology and sharing them with his new employer Uber, where he led its autonomous driving team after the Otto acquisition.

Für Google ist die Sache aber noch nicht vom Tisch:

Meanwhile, Levandowski has declared bankruptcy as he's facing a lawsuit from Google for $179m in damages.

Die Größenordnung der Gier ist nur schwer zu begreifen.


Sonntag, 21. Oktober 2018

In der fahrerlosen Langstreckenwertung führt mit weitem Abstand Waymo (der Google-Ableger).


Mittwoch, 28. März 2018

Waymo gönnt sich 20.000 Jaguar I-PACE.

Haben sie gerade bestellt.

We’ll add up to 20,000 I-PACEs to Waymo’s fleet in the next few years — that’s enough to drive about a million trips in a typical day. With this partnership, we can offer our self-driving service to many communities across the country with vehicles that are safe, quiet and eco-friendly.

Geht schon gut zur Sache mit den Mega-Deals - Uber hatte bei Volvo im November auch 24.000 Autos geordert. (Obwohl die ja jetzt andere Probleme haben.)

This is just the beginning. The self-driving products of the future will be designed around passengers, not drivers. That means riders will be able to choose from a broad array of options that will match their very specific needs: one for working remotely as you commute, one for dining with friends, even one designed for napping! The ultimate goal: with Waymo as the driver, products tailored for every purpose and every trip.

Reaching that goal starts with partnerships with innovative automakers and OEMs, like Jaguar Land Rover. Their team truly shares our vision of a self-driving future where roads are safer and transportation is accessible for all.

Gestern noch von Ford an Tata verkauft - und heute ein "innovativer Autohersteller".

Waymo | Jaguar | IPace | Tata |


Dienstag, 30. Januar 2018

Wann kommen endlich die autonomen Autos?

Ich kann es kaum abwarten. Die Verkehrsdichte nimmt immer weiter zu, aber ebenso auch die Unaufmerksamkeit der Fahrzeuglenker. Und der Stress - man hat den Eindruck hier in Köln wird das Verhalten täglich aggressiver.

Ich wohne seit 25 Jahren in Köln - der Verkehr hat sich massiv zum Schlechten gewandelt. Von wegen Fortschritt.

Gekniffen sind die Schwächsten in der Kette: Fußgänger und Radfahrer - sowohl platzmäßig als auch im verzweifelten Versuch zwischen den ganzen Aggro-Abgelenkten mit ihren 1,5 bis 2,5 Tonnen Gefährten nicht unter die Räder zu kommen.

Woran ich heute morgen krachend gescheitert bin.

Dieser übersichtliche Kreisverkehr hat den von rechts kommenden PKW offensichtlich so überfordert, dass er den ordnungsgemäß fahrenden Radfahrer mit heller Beleuchtung morgens um 6 Uhr übersehen hat. Ohne die abrupte Flugbahnänderung wäre ich eigentlich geradeaus gefahren:

Wann kommen endlich die autonomen Autos?

Warum sind Straßen nur so verdammt hart? Ich habe zum Glück nur Schürfwunden und Prellungen - ebenso wie mein bedauernswertes Rad:

Wann kommen endlich die autonomen Autos?

Herzlichen Dank an die beiden Damen, die mir zur Hilfe gekommen sind - sie waren sicher auch zu spät auf der Arbeit. Und an den Unfallverursacher die Gedankenanregung, dass man einem Verletzten, den man auf dem Gewissen hat, auch gerne gute Besserung wünschen kann, statt mit vereinten Kräften ihn so schnell wie möglich an Armen und Beinen von der Straße zu ziehen (Real Story).

Menschen haben evolutionsbedingt ein eingeschränktes Sichtfeld von geschätzten 160°. OK, die muss man natürlich erstmal einsetzen, aber geschenkt. Computer - also autonome Fahrzeuge - haben keine Einschränkung. 360° Panoramablick - immer. Mit mehreren Kameras und Radarsystemen (Lidar) und viel schnelleren Reaktionszeiten, als dies ein Mensch je könnte. Kollisionen sind so gut wie ausgeschlossen, während sie heute an der Tagesordnung sind.

Gerade für die Schwächsten - also Fußgänger und Radfahrer - gute (Überlebens-) Aussichten. Und auch für die ganzen noch sinnlos sterbenden Auffahrunfallopfer. Keine Woche, an der hier am Kölner Autobahnring nicht so ein Unfall passiert. Gestern ist auf der A61 ein Polizeiauto in ein Stauende gekracht.

Als Radfahrer würde ich mich jedenfalls im autonomen Verkehr viel sicherer fühlen als mit den menschlichen Honks, die heutzutage hinter’s Steuer gelassen werden.

In other news: Waymo kauft FCA Tausende (!) Chrysler Pacifica ab, um sie autonom fahrend einzusetzen.

Fahrrad | Unfall | Kreisverkehr | Autonom |


Mittwoch, 08. November 2017

Waymo (Google) startet als Erster einen Taxiservice mit autonomen Fahrzeugen - komplett ohne Fahrer.

Der 7.November 2017 wird in die Geschichte eingehen:

Starting now, Waymo’s fully self-driving vehicles  (..)  are test-driving on public roads, without anyone in the driver’s seat. To date, Waymo vehicles have been operating on public roads with a test driver at the wheel. Now, in an area of the Phoenix metro region, a subset of our fleet will operate in fully autonomous mode, with Waymo as the sole driver. Over time, we’ll cover a region that’s larger than the size of Greater London, and we’ll add more vehicles as we grow.

Also nicht irgendwann, sondern jetzt. Also sofort. Am 7.November 2017.

Damit hat Google die erste Runde in diesem Rennen schonmal gewonnen.

autonom | Waymo |


Donnerstag, 02. November 2017

Autonomes Fahren? Allan McNish: Not in our lifetime.

Die Motorsportler leben ja gerne in ihrer eigenen Welt. Kann man auch ruhig machen, ist nicht weiter schlimm: die Benzinverrückten bleiben vorzugsweise unter sich und bemühen sich erst gar nicht sich bei den normalen Autofahrern sowas wie Verständnis zu erarbeiten.

Inzwischen sind wir allerdings auf der Schwelle zum autonomen Fahren - wir werden in Zukunft normalerweise unsere Fahrzeuge nicht mehr selber bewegen. Und da halte ich es für den Motorsport schon für sinnvoll, mal aus dem Schneckenhaus herauszuschauen.

Denn während in Phoenix Arizona sich die Bewohner schon an die Selbstfahrer gewöhnt haben und sie dort bereits zum normalen Straßenbild gehören, macht der Sport einfach so weiter als würde das alles gar nicht passieren.

Markus Schurig z.B. schreibt Google ab, obwohl sie in Wirklichkeit mit Waymo eine große Flotte im Testeinsatz haben. Und vor ein paar Tagen meinte Allan McNish auf Twitter, dass wir beide das autonome Fahren wohl selber nicht mehr erleben werden.

Muss man IT'ler sein um zu verstehen, dass die Lösungen, die gerade in der Entstehung sind, blitzschnell skalierbar sind? Die Entwicklung eines autonomen Fahrzeugs ist sehr aufwändig und kostenintensiv - zugegeben eine der größten Herausforderungen, an der die Menschheit aktuell arbeitet. Aber sobald das Konzept steht und ausgereift ist, macht es nur einen marginalen Unterschied, ob man es in 1 oder in 100.000 Fahrzeugen zum Einsatz bringt. Denn die Software wird lediglich kopiert - wenn sie irgendwann mal serienreif ist. Sobald dieser Zeitpunkt erreicht ist, geht alles ganz schnell. Was sollte die Verbreitung aufhalten, zumal ein gigantischer Wettbewerbsvorteil und damit Profit auf dem Spiel steht?

Natürlich kann man argumentieren: was hat das mit dem Motorsport zu tun? Der könnte ja nach wie vor genauso stattfinden wie heute auch. Das Problem: wenn die Hersteller das Interesse verlieren, werden große Geldflüsse versiegen und ich wüsste nicht, was dies kompensieren sollte. Und die Hersteller werden das Interesse verlieren, weil sie keine "dynamischen Fahrer" mehr umwerben müssen in ausgerechnet ihr Fahrzeug zu steigen.

Auch wenn die Akzeptanz für Petrol Heads heute schon sehr gering ist - sie wird weiter sinken. Denn die Renndynamik steht im Widerspruch zur Mobilität von morgen - und die betrifft die Gesellschaft als Ganzes.

Zukunft | Mobilität | McNish | Schurig | autonom | nachgedacht |


Freitag, 22. September 2017

China´s Baidu Suchmaschine investiert 1,5 Milliarden Dollar in autonomes Fahren.

Die fahrerlose Mobilität scheint bei Suchmaschinen hoch im Kurs zu stehen, Google bzw. Alphabet Inc. greift auf dem Gebiet über seinen Ableger Waymo an.


Donnerstag, 17. August 2017

Marcus Schurig: Deutschland sollte sich hüten, die Autoindustrie in den Untergang zu schreiben.

Marcus Schurig hat sich in der sport auto auch mal am Dieselgate versucht:

Deutschland sollte sich als Industrie- und Autonation davor hüten, eine Sparte, die bisher ein wesentlicher Treiber von Wachstum und Wohlstand war, in den Untergang zu schreiben.

Sich dem Wandel entgegen zu stemmen und in Alles-wird-gut Melancholie zu verfallen kann es aber auch nicht sein.

Audi in Le Mans raus, VW und WRC, Porsche und Le Mans, Mercedes und DTM … wieviel Einschläge braucht es denn noch?

Nur eine starke Autoindustrie kann Antworten auf die Fragen der Zukunft finden. Google und Apple haben ihre Autopläne nämlich schon wieder begraben.

Die starke Autoindustrie ist so mit sich selbst und ihren Altlasten beschäftigt, dass sie den abgefahrenen Zug gar nicht mitbekommen haben.

Und beerdigt ist bei den “halbgaren Internetfirmen” überhaupt nichts - im Gegenteil:

Bei Google - bzw. Alphabet Inc. - ist Waymo unterwegs:

In October 2015, we achieved the world’s first fully self-driving trip on public roads, in a car without a steering wheel or pedals. We refine Waymo technology through 1 billion miles of simulation testing each year, and our cars have self-driven more than 3 million miles on public roads across four U.S. cities.

Und Apple’s Tim Cook hat ja kürzlich erst bestätigt, dass es in Cupertino unter der Oberfläche kräftig brodelt.




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