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Dienstag, 12. Januar 2016

Auf Initiative des DSK.

BOOH, wenn ich das schon sehe, dann will ich eigentlich gar nicht mehr weiterlesen.

Die einzige Initiative des DSK besteht doch darin das Fähnchen zu ölen, das sie in den Wind hängen. Damit sie - und Präsident Ziegahn vorneweg - jede Windrichtungsänderung sofort mitbekommen.

Stellt Euch vor, es gäbe im Motorsport nur den DSK und den DMSB, dann würde sich kein Rad mehr drehen.

Christian Menzel regt sich über den Trittbrettfahrerverein auch schon seit zwei Tagen auf.

Womit wir schon bei Thema wären, denn gestern gab es ja dieses Gespräch zwischen DMSB und Interessengemeinschaft Langstrecke (Olaf Manthey) in Frankfurt. Während die einen jubeln, sind andere eher kritisch.

Sucht Euch was aus.

Neben den bürokratischen Auswüchsen, die man wieder auf Normal bringen möchte, sind die wahren Probleme eigentlich ganz andere. Nämlich zum einen die ungesund hohe Quote an Kaufautos und zum anderen die Zulassung der zu schnellen GT3 Flugzeuge für die Nordschleife.

Auf Initiative des DSK macht sich dieser übrigens heute Abend ein Bier auf. Und legt die Füsse hoch. Denn morgen wird wieder ein anstrengender Tag, das Fähnchen will frisch geölt werden!

DMSB | DSKeV | Ziegahn |


Montag, 25. Mai 2015

DSK - der neutrale Partner.

So kann man das natürlich auch formulieren, wenn man sich geschmeidig um jede Verantwortung drückt und geselliges Fassbier wichtiger ist als klar Stellung zu beziehen.

DSK e.V.:

„Mit dem Bürgermeister-Stammtisch bieten wir allen Beteiligten Akteuren beim 24h-Rennen eine Plattform für ungezwungene Gespräche“, erklärt Dr. Ziegahn. „Wir freuen uns, dass die Ortsbürgermeister, die Organisatoren des Rennens und Vertreter des Nürburgrings unsere Einladung angenommen haben und den DSK als kompetenten und neutralen Partner verstehen.“

Gibt es nur einen einzigen in der illustren Liste, der nicht mit eigener Agenda unterwegs ist?

Und wieso nimmt der ehemalige N24h Organisationsleiter teil statt dem jetzigen?

DSKeV | Ziegahn | Geishecker | PeterMeyer | ChristianSchacht |


Freitag, 27. Februar 2015

Präsidiumsmitglied Jutta Beisiegel hat sich mit klaren Worten aus dem DSK verabschiedet.

An sich ist ein Austritt aus dem DSK jetzt nicht so bemerkenswert, dafür kommt das zu oft vor. Aber Jutta war im Präsidium des DSK.

Sie schreibt:

Meine persönlichen Schwerpunkte, wie auch bei der Mitgliederversammlung 2014 dargelegt: „Das Fortbestehen des Nürburgrings in verantwortungsvollen Händen und die Verbesserung der Situation um den Breitensport allgemein + speziell auf der Nordschleife.“

Für mich ist dies eine Herzensangelegenheit. Leider konnte ich die Präsidiumsmitglieder nicht von der Notwendigkeit zum Handeln überzeugen + sehe hier auch kein Licht am Horizont.

Hätte doch bloß jemand vor dem DSK gewarnt!

Sabine kommentiert auch ziemlich trocken und abgeklärt:

Da hast du absolut Recht. Das Ausmaß des Desasters bekommen die relevanten Leute jetzt erst mit… Hoffentlich - aber sei es drum - der Ring hat’s hinter sich. Tausend Dank an die, die mitgekämpft haben!!!! Ein Versuch war es wert! Danke Jutta, ich vermisse dich jetzt schon da oben …

Es gibt nicht viele Zeichen, die wir setzen können. Aber ein DSK-Austritt mit der Begründung den Nürburgring im Stich gelassen zu haben, ist eins von den wenigen, die noch übrig sind.

Tags: DSKeV | Beisiegel | Ziegahn |


Dienstag, 13. November 2012

Die NAG hätte auch gern Insolvenz.

Am Freitag war noch tolle Lavagrubeneinweihung (die wurde angeblich für 400.000 Euro mit Beton NAG’d), jetzt auf einmal das:

NAG Insolvenz zum 1.Dezember

Und zwar in Eigenverwaltung. Und Schutzschirmverfahren.

Damit kommen sie meiner Meinung nach nicht durch, weil:

“… die Sanierung des Schuldners darf nicht offensichtlich aussichtslos sein.”

Der Aufschlag kam von der NAG über den Spiegel und die Insolvenzverwaltung hampelte sich in der Defensive dann das hier zusammen. Stellt sich raus, L/R wollten noch bis 2014 den Ring weiterschröpfen - können wir nur froh sein, daß DAS nicht unterschrieben wurde.

Dann ging auf einmal alles ganz plötzlich und die Verlegung des NAG Firmensitzes nach Düsseldorf vor zwei Wochen ist sicher reiner Zufall. Und daß die 2010er Bilanz auch noch nicht veröffentlicht wurde bestimmt ein bedauerliches Versehen.

Der Herr Steinkühler sagt schonmal definitiv die Formel 1 ab. Wähnt sich wohl schon im Schutzschirmverfahren, da kann ihm dann keiner was. Jetzt schadensersatzmäßig und so.

Zumindest erklärt das jetzt, warum der Nürburgring Eventkalender so abrupt im Oktober aufhört. Also der, der im November 2011 veröffentlicht wurde.

Das war in der Ganzjahresdestination auch schon mal anders, inklusive Wunschdenken. Da wurden Fußball, Judo, Karneval und echte Kamele angeschleppt auf Deubel komm raus. Und natürlich Weihnachtsmarkt, der Riesenspaß für die ganze Familie. Mit Schlittschuhbahn und Weihnachtsmann. Aus echtem Plastik.

Und Spastelruther Katzen - oder noch schlimmer Sissi & Ludwig.

“m Dezember 2010 gibt der Nürburgring den Auftakt für die neue Veranstaltungsreihe ring°kultour. Künstler aus verschiedenen Musikrichtungen wie Musical, Swing oder Gospel präsentieren eigene Stücke und sorgen für Sonntagnachmittage voller Emotionen, Klänge, die berühren und jede Menge Spaß. Mit dabei sind Swing-Star Tom Gaebel, Musiklegende Thomas Anders, sowie Kathy Kelly, die Frontfrau der Erfolgsband The Kelly Family.” (NAG Pressemitteilung)

Und die neue Falken Motorsport Agentur Dederichs Reinecke hat so getextet:

“ Für Shows, Konzerte und Sportveranstaltungen jenseits der Rennstrecke bietet die ring°arena den perfekten Rahmen. Nachdem hier bereits im Januar ein großes Hallenfußballturnier und ein Abba-Konzert für Begeisterung sorgten, werden Ende Februar Deutschlands beste Judo-Kämpfer bei der 1. Offenen Deutschen Meisterschaft auf die Matte gehen.”

Und wir so.

Im Gegensatz zum DSK Verein bzw. dessen Vorstand Karl-Friedrich Ziegahn, der den Ringbestattern unterwürfig die Füße geküsst hat:

“Am schönsten aber war erneut, dass sich alle beim DSK bildlich gesprochen ‚die Klinke in die Hand gaben’. (..), Jörg Lindner, Jockel Hilgeland und viele, viele weitere Macher des Motorsports (..)”

Da war Peter Meyer vom ADAC deutlicher, hat in seinem Brief an Hendrik Hering und Kurt Beck deutliche Worte gefunden:

“Mit zunehmender Sorge muss ich als Präsident des ADAC zur Kenntnis nehmen, dass die ´Privatisierung´ des Nürburgrings an branchenfremde Dritte zu Lasten der Veranstalter von Motorsportveranstaltungen ungehindert fortschreitet.”

Wie gesagt - vor zwei Jahren.

Und Kurt Beck? Phantasierte davon, den Nürburgring “auf einen guten Weg gebracht” zu haben. Das Hirngespinst hab ich ihm damals auch schon vorgerechnet.

Aber er gibt der NAG mit Jörg Lindner und Kai Richter grünes Licht den Ring kaputt-zu-experimentieren:

“Wir müssen jetzt experimentieren und herausfinden, mit welchen Formaten können wir in der Region erfolgreich sein.”

Einige wussten damals schon, daß das nichts wird - den anderen dürfte es so langsam dämmern. Und die berechnenden Profiteure stricken sich schon die Ausreden passend. Ich hör in letzter Zeit häufiger “Wenn ich’s nicht mache, macht’s doch ein anderer.” Quasi der selbstausgestellte Freibrief für alle Schandtaten.

Das wird nur noch getoppt durch das SPD Rudelklatschen am Wochenende. Kein - KEIN! - Wort über den Ring, während sich die Heuchler durch die Hintertür schleichen. Was für eine feine, feige Gesellschaft:

Schießen von hinten und gehen nichtmal zur Beerdigung.


Dienstag, 24. Juli 2012

Erinnert Ihr Euch an den DSK?

Der DSK, der dem Walter Kafitz die Füße geküsst hat für einen Tag freies Fahren? Und der sich nichtmal zu schade war, das sogar bei der NAG zu machen?

Und dessen Mitgliederschwund ich hier mal aufgegriffen habe und vom “Präsidenten” des Vereins dazu Stellung genommen wurde?

(..) Und wenn ich sehe, was im Rahmen der Konjunkturpakete so alles verbuddelt oder hingeklotzt wird, dann brauchen wir uns als Motorsportler eigentlich nicht zu beschweren. Schlimmer wäre es, wenn der Ring nichts abbekommen hätte.

Daß es einen ganze Reihe von Ring-Fans (wie wir es ja auch sind) gibt, die sich über den Finanzskandal und die Machenschaften hinter den Kulissen ärgern, verstehe ich sehr gut. Allerdings bin ich persönlich halt ein Pragmatiker:

Jetzt ist das Zeugs da, wir fahren gern auf dem Ring - laßt uns versuchen, das Beste daraus zu machen. Die meisten unserer Mitglieder denken so ähnlich, denn bei uns steht die Freude am Motorsport und der Spaß am sportlichen Fahren im Mittelpunkt.

Der laßt-uns-das-Beste-draus-machen-Spaß-haben-und-Pragmatiker-DSK?

Jetzt wo die Pleite nicht mehr weggeleugnet werden kann, wird sich - festhalten - POSITIONIERT:

Positionspapier des DSK zur Zukunft des Nürburgrings

Alle Akteure aus Politik, Wirtschaft und Verbänden müssen zugunsten der Zukunft des Nürburgrings ihre Grabenkämpfe beenden und sich konstruktiv bei der Entwicklung von Lösungen einbringen. Uneinsichtige Streithähne sind durch erfahrene und ergebnisorientierte Macher zu ersetzen. (..)

Nein, das geht sogar noch weiter, aber ich bring’s nicht fertig, das hier zu posten.

Ganz grotesk formuliert in einer Kombination aus “man muß” und Befehlsform: müssen - sind .. zu ersetzen - ist … weiterzuentwickeln - muss … gestaltet werden - ist … unabdingbar - müssen … verhandelt werden … - usw.

Nicht den Hauch der Spur einer Einsicht, daß man durch die selbstgewählte Schosshündchen-Rolle das Disaster mitzuverantworten hat. Und statt auf die Barrikaden zu gehen, wie es sich die ausgetretenen Mitglieder gewünscht hätten, gehorsam mit den Wölfen geheult hat.

Der DSK sieht sich selbst als die “europaweit größte Vereinigung von aktiven Fahrern und Motorsport-Fans” und gibt an 13.000 Mitglieder zu haben.

Wer sich bei dem “die meisten unserer Mitglieder denken so ähnlich” nicht mehr wiederfindet ist übrigens in guter Gesellschaft.


Samstag, 18. Juni 2011

Übrig Ns vom Samstag.

“Am 14. Mai 2011 kam es während der Testläufe zur Inbetriebnahme des Ring°Racer am Nürburgring durch den Hersteller S&S zu einer Betriebsstörung an der pneumatischen Beschleunigungsanlage.”

Wurde im Landtag besprochen. (Via.) Da kann man auch lesen:

  • daß die Nürburgring GmbH und nicht die Nürburgring Automotive GmbH zuständig ist
  • daß es der TÜV Süd ist, der die Abnahme macht
  • daß S&S nach wie vor der Hersteller ist
  • daß die Bahn bei dem Unfall beschädigt wurde
  • daß man nicht weiß, wann die Bahn eröffnet wird.

Die NAG bewirbt nach wie vor “Juni 2011” als Starttermin.

“Alles was den Motorsport würzt, die Nähe zwischen Fahrern und Fans, die Improvisation, das gemeinsame Fahrerlager, die Kameradschaft, der Funktionär mit eigener Sporterfahrung, der Sportwart mit Vernunft und Hilfsbereitschaft – all das bleibt auf der Strecke, wenn der Tsunami der VIP-Tickets, das englische Marketing-Gesülze und die von Anwaltskanzleien ausgearbeiteten Verträge eine erfolgreiche Breitensport-Disziplin überrollen.

Erinnert sehr an das überdimensionierte Erlebnis°Grab am Ring, das er - Dr.Ziegahn als DSK Präsident - noch vor 2 Jahren in höchsten Tönen gelobt hat:

“Für ihren unternehmerischen Mut in diesen schwierigen Zeiten gebührt den Investoren und Planern des Projekts Nürburgring 2009 höchstes Lob. Immerhin haben sie rund 500 neue Arbeitsplätze geschaffen. Ich wünsche ihnen, dass sich ihre Investitionen auszahlen. Denn dann wird nicht nur die Nürburgring GmbH allein von dieser mutigen Entscheidung profitieren, sondern die gesamte Region.”

Grade so ein Verein wie der DSK hätte die Möglichkeit gehabt, den Hirngespinsten schon in der Planung Paroli zu bieten. Aber man hat es vorgezogen den roten Teppich auszurollen. Kann man doch nicht ernstnehmen sowas. (Danke Thomas!)


Donnerstag, 23. September 2010

Mail vom DSKDer DSK war ja hier ein paarmal Thema und dazu hat sich der Vereins-Präsident - Karl-Friedrich Ziegahn - bei mir gemeldet. Schön, daß hier der Dialog gesucht wird. Ich hab vorher gefragt, ob das mit dem Veröffentlichen der Mail ok ist - ist es.

Zum dem Thema:

Jetzt ist das Zeugs da, wir fahren gern auf dem Ring - laßt uns versuchen, das Beste daraus zu machen.

hab nicht nur ich eine ganz andere Meinung.
Dienstag, 14. September 2010

DSK Mitglieder treten aus dem Verein aus - Grund: die sport auto.Als DSK Mitglied bekommt man ein sport auto Abo gratis, das ist dann quasi deren Mitgliederzeitung. Der DSK darf sich im Gegenzug auf 2 Seiten austoben, bzw. seine Sponsoren abdrucken. Zu den beiden Themen kürzlich kopiere ich mal diese Betroffenen-Emails - beide Motorsportler sind aus dem DSK ausgetreten:

"Leider bin ich als DSK Mitglied Zwangsabonnent dieser Zeitung. Bei mir wandert das Schmierblatt jedoch unverzüglich und ungelesen direkt aus dem Briefkasten in die blaue Tonne. Wenn man sich die Mitgliedsbeiträge des DSK mal genauer ansieht, kann man durchaus zu dem Schluss kommen, dass man mehr die Sport Auto subventioniert als die satzungsmäßigen Ziele, wegen derer ich einmal Mitglied in diesem Verein geworden bin. Ich jedenfalls habe für meinen Teil beschlossen, Die Rakete Visselmann nicht mehr mit meinem sauer verdienten Geld zu subventionieren und habe meine Mitgliedschaft gekündigt. Ansonsten Respekt, seit Sie bloggen schau ich fast täglich bei Ihnen rein."

"Finde Ihre Seite mitsamt Blog extrem informativ und schaue regelmäßig ´drauf. Zu der Sport Auto-Berichterstattung. Ich habe das Blatt als DSK-Mitglied bezogen und habe meine DSK-Mitgliedschaft aufgrund der Ausgabe Juli? 2010 - Werbung für die ehrbaren Kaufleute Lindner/Richter mit Nordschleifengutschein – und des wirklich irrlichtigen Kommentars von v. Saurma in der Folgeausgabe gekündigt."


Neugierig hab ich dann mal nach der Satzung des DSK Ausschau gehalten und hab das hier gefunden.

Dort liest man dann als allererstes:

Der DSK erstrebt den Zusammenschluß aller, die - in lebendiger Bewahrung einer verpflichtenden Tradition - den Motorsport Deutschlands aktiv oder fördernd pflegen.

Oberstes Gebot ist die Förderung des Motorsports auf gemeinnütziger Grundlage sowie die Wahrnehmung aller hiermit im Zusammenhang stehenden Aufgaben.

Der DSK nimmt insbesondere Fahrerinteressen wahr und betrachtet sich als neutrale Institution.


Dagegen die sport auto, alles andere als neutral und klar (kommerziell!) Stellung beziehend. Aber vielleicht ist auch der DSK garnicht so neutral. Sein Präsident Ziegahn meint:

"Für ihren unternehmerischen Mut in diesen schwierigen Zeiten gebührt den Investoren und Planern des Projekts Nürburgring 2009 höchstes Lob."

Kein Wunder, daß dem DSK die Mitglieder davonlaufen.

(Danke für die Emails zu diesem Thema!)


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