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Sonntag, 03. März 2019

Jubelartikel zum Nürburgring - ist es wieder soweit?

So langsam glaubt man wohl in Ringrufweite, dass es an der Zeit ist den Namen Nürburgring wieder gesellschaftsfähig zu machen. Das hat sich in der Vergangenheit schon bewährt einen “Alles wieder gut” Artikel in die Welt zu setzen - bzw. in die Frankfurter Allgemeine.

Der Autor aktuell ist Benjamin Fischer und wie man liest hat er eine Mainzer Vergangenheit.

Aber darüber bin ich erst später gestolpert, nachdem es mir beim Lesen des Artikels immer schwieriger gefallen ist mit meine anfängliche Unvoreingenommenheit aufrechtzuerhalten.

Im besten Relotius Storytelling wird versucht anhand von Belegen und eingestreuten Zeitzeugen ein Bild zu formen, dass der Ring zwar eine Durststrecke zu überwinden hatte, dies aber der Vergangenheit angehört und heute alles bestens ist.

Das Ganze noch schön aufgehübscht mit historischen und aktuellen Ringbildern - und ganz subtil wird uns dann noch so im Vorbeigehen hier und da eine Geschichtsumschreibung untergejubelt.

Ich pick mal ein paar Zitate raus:

Doch die teure Formel 1 und ein überdimensionierter Vergnügungspark stürzten den Nürburgring in die Insolvenz.

Das geht schon gleich am Anfang los: die böse Formel 1 und der böse Freizeitpark. Walter Kafitz wird mit keiner Silbe in dem Artikel erwähnt und sein Mißmanagement gepaart mit Größenwahnsinn natürlich auch nicht. Ebensowenig, dass ihn auch nur die Bewährungsauflage vor dem Gefängnis bewahrt hat.

Nach dem Verlust des Publikumsmagneten Formel 1 brachen in der Region die Einnahmen weg, denn auch anderen Renn-Serien wurde die Nordschleife allmählich zu heikel. Erst die neue, sogenannte „Grand Prix“-Strecke sorgte für Entspannung. 1984 kehrte die Formel 1 zurück an den Ring und mit ihr die Zuschauermassen. Der moderne Kurs lässt sich mit der legendären Nordschleife verbinden. Auf ihr fahren seitdem aber nur noch langsamere Serien.

Natürlich kein Wort von Otto Flimm oder Ja zum Nürburgring, die damals erst den Bau der GP Strecke in politisch schwerem Umfeld durchgeboxt haben. Traurig wie solche historischen Kraftakte weggeglättet werden.

Die aktuellen GT3 langsam zu nennen bestätigt natürlich die Nicht-Kompetenz des Autors - aber die Selbstverständlichkeit, mit der solche Fakten in einem Medium rausgehauen werden, dem die Leute normalerweise glauben, zeugt schon von großer Dreistigkeit.

Über die Jahre stieg das Antrittsgeld für die Königsklasse des Motorsports stetig an und brachte die staatseigene Nürburgring GmbH finanziell immer stärker in Bedrängnis. Allein in den Jahren 2004 und 2005 fiel jeweils ein Verlust von mehr als neun Millionen Euro an – hauptsächlich verursacht durch die etwa 16 Millionen Euro Gebühr für die Formel 1.

Da ist sie ja wieder die böse Formel 1. Dass dieser Vertrag von jemandem unterschrieben worden war - vorher! - ist wohl nebensächlich. Und dass die Kafitz’schen Abenteuer große Löcher in die Kasse rissen - auch ohne Formel 1 - brauche ich hier wohl niemandem erklären. Wisst Ihr noch, Bike World zum Beispiel?

Aber es ist ja viel praktischer, wenn die Probleme nicht hausgemacht sind, sondern einfach so vom Himmel fallen - wie zum Beispiel die lächerlichen Schecks von Kurt Beck’s “ganz großem Geldadel”:

Was folgte, war ein Trauerspiel. Zwei Schecks eines dubiosen Geldgebers platzten, der rheinland-pfälzische Finanzminister Ingolf Deubel musste zurücktreten und statt der avisierten Kosten von 150 Millionen Euro flossen fast 500 Millionen Euro von den Steuerzahlern.

Das Trauerspiel startete natürlich viel früher - da rollte noch kein einziger Bagger. Denn der damalige Aufsichtsrat: Deubel - Pföhler - Härtel - Kühl, hat den Bau der Erlebnisregion abgenickt - entgegen aller Kritik von … ja eigentlich von ALLEN. Niemanden habe ich getroffen, der das in Ordnung fand.

Mike Frison / renn.tv

Und bereits ein halbes Jahr später - im Mai 2008 - wurde Mediinvest mit einer stillen Beteiligung aus der Staatskasse beglückt, die so still war, dass die Regierung diese Geldflüsse erst Jahre später zugegeben hat. Über 85 Mio. Euro wurden so transferiert, um der Bevölkerung eine Privatbeteiligung vorzutäuschen.

Mike Frison / renn.tv

Trotzdem wurde gebaut, eröffnet und gejubelt - gegen Kritik wurden PR Agenturen und sogar die Staatsanwaltschaft in Stellung gebracht. Denn in Rheinland-Pfalz gibt es starken Schulterschluss, wenn es darum geht dubiose Geldflüsse zu vertuschen.

Mike Frison / renn.tv

Heute, nach Untersuchungsausschuss, Mega-Prozess und Landesrechnungshof sind wir schlauer - die FAZ natürlich ausgenommen. Dass ein deutscher Finanzminister zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wird, ist zwar in Deutschland bisher noch nie passiert, aber der FAZ keine Silbe wert.

Und dass Kurt Beck sich nur wenige Tage nach Deubels Rücktritt vor die Kameras stellt und erklärt, dass dem Land kein Schaden entstanden ist, braucht man ja auch nicht nochmal aufzuwärmen. Das ist doch jetzt schon 10 Jahre her, also Schwamm drüber.

Kurt Beck (in ARD)

Endgültig den Schweinen zum Fressen vorgeworfen wurde der Ring, als Richter / Lindner im Handstreich zu den neuen Pächtern erklärt wurden. Von deren Auftreten hat sich die Anlage bis heute nicht erholt, obwohl sie nichtmal 2 Jahre in dieser Funktion wirkten. Und dass Rainer Mertel im Anschluss an seine Aussage im Untersuchungsausschuss eine tödliche Herzattacke erlitten hat, interessiert offensichtlich auch niemanden mehr.

Mike Frison / renn.tv

Als Kurt Beck im Juli 2012 die Insolvenz verkündete, war damals die böse EU Schuld. Er selber hat natürlich seine Hände in Unschuld gewaschen. Was folgte war ein Tal der Tränen in Eigenverwaltung - inklusive abenteuerlichen Abläufen während der Ausschreibung und Zuschlagserteilung. Dass dadurch nach wie vor 2 unabhängige Prozesse beim Europäischen Gericht anhängig sind, darüber will die FAZ - bzw. Benjamin Fischer - auch lieber nicht reden.

Dann könnte er ja nicht mehr die Mär der heilen Welt verbreiten.

Dann lieber die aktuelle Geschäftsführung in Watte baden:

Auch Mirco Markfort will über die Vergangenheit am liebsten gar nicht mehr reden. Er ist seit März 2016 Geschäftsführer der Nürburgring-Betriebsgesellschaft. Von 2009 bis 2015 hat er das Drama als Mitarbeiter im Veranstaltungsmanagement miterlebt. Das meiste erfuhr er jedoch aus der Presse.

Hach der Arme - es konnte ja wirklich niemand ahnen!

Bei den Zuschauern wird es richtig abenteuerlich:

Knapp 80.000 Zuschauer zog die Deutsche Tourenwagen-Masters (DTM) im vergangenen Jahr an.

Schon klar, dass die DTM auf der Kurzanbindung fährt? Und dass die Hälfte der Tribünen sowieso geschlossen ist?

117.500 wollten den Truck Grand Prix sehen.

Dabei lässt der ADAC Mittelrhein aufgrund der Thematik inzwischen offiziell die Hosen runter. Aber das liest sich natürlich nicht so gut, da haben Zeitungen anscheinend ein Problem mit.

Das alljährliche Highlight aber ist das 24-Stunden-Rennen auf der Kombination aus altehrwürdiger Nordschleife und Grand Prix-Strecke. 210.000 Menschen pilgerten dafür in die Eifel.

Ja nee iss klar.

Mike Frison / renn.tv

Das muss dieses Wochenende sein, das beim ADAC so etwa Montags anfängt.

“Water under the Bridge” nennt es der Engländer, wenn Vergangenem hinterhergetrauert wird. Und eigentlich ist mir meine Zeit dafür auch zu schade. Aber wenn einem solche Artikel prominent aufgetischt werden, dann wird man regelrecht gezwungen den Rotstift zu zücken.

Oder andersrum gefragt: müssen Werbeartikel heutzutage nicht mehr als solche gekennzeichnet werden?

Erlebnisgrab | Insolvenz | Zuschauerzahlen | KurtBeck | BFCHR |


Montag, 13. August 2018

Zuverlässige Schlagzeilen jedes Jahr beim OGP: geklaute Autos.

Wenn man sich auf eine Sache verlassen kann, dann auf gestohlene Fahrzeuge beim Oldtimer Grand Prix.

Jedes Jahr. Auch 2018 wieder - kann man die Uhr nach stellen.

Muss man aber nicht glauben, dass der Veranstalter das aufgreifen würde - da verbreitet man lieber wie immer zusammenaddierte Zuschauerzahlen:

Mit mehr als zwei Dutzend Rennen und Gleichmäßigkeitsprüfungen hat der AvD-Oldtimer-Grand-Prix an diesem Wochenende knapp 51.000 Zuschauer auf dem Nürburgring in die Historie des Motorsports entführt.

Zurückgerechnet ergibt das 17.000 Zuschauer pro Veranstaltungstag (Fr-So) - also eigentlich vernachlässigbar. Wieso trägt man das stolz vor sich her - wahrscheinlich Relikte einer vergangenen Zeit. Passt ja zum OGP.

Da hat jedes Bundesligaspiel mehr Zuschauer - und davon finden pro Wochenende 9 Stück statt.

Was ich auch nicht verstehe: wieso spendieren die reichen beklauten Unternehmer ihren Schätzchen keinen GPS-Tracker?


Montag, 21. Mai 2018

105.203 Zuschauer beim Le Mans Frankreich MotoGP.

Und zwar am Renntag:

Mike Frison / renn.tv

Eine Formulierung und Definition, die ich mir auch für die schöngerechneten deutschen Rennen wünschen würde. Die das ganze Rennwochenende zusammenaddieren.

So ein Wochenende dauert beim 24h-Rennen zum Beispiel 4 (!) Tage, um die Zahlen zusammenzukratzen, die das Marketing gerne hätte.

Was natürlich totaler Quatsch ist, denn die Person, die Donnerstags anreist, ist genau die selbe Person, die dann bis Sonntag vor Ort bleibt. Aber in der Aufblähsprache werden daraus 4 "Zuschauer".

Bewegt sich meiner Meinung nach hart am Rande der Legalität, denn es gibt das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, das irreführende Werbung verbietet.

Zuschauerzahlen | MotoGP | N24h | LeMans |


Dienstag, 04. Juli 2017

Zuschauerzahlen nach Tagen aufgeschlüsselt.

Die MotoGP hat da kein Problem mit - nur der ADAC Nordrhein.

Wäre schön, wenn sich diese Transparenz generell bei allen Rennveranstaltungen durchsetzt - ein Anfang ist gemacht.


Montag, 29. Mai 2017

ADAC Nordrhein meldet 205.000 Zuschauer für das 24h-Rennen.

„Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, für mich war das Rennen eigentlich schon verloren“, sagte ein fast sprachloser Markus Winkelhock nach seinem insgesamt dritten Nürburgring-Triumph nach 2012 und 2014, den 205.000 Zuschauer am gesamten Wochenende miterlebten.

Schwer nachzuvollziehen, wenn man sich wie ich ein komplettes Bild vor Ort gemacht hat, aber die Presseabteilungen werden es wieder dankbar aufgreifen.

Zuschauerzahlen | N24h |


Donnerstag, 22. September 2016

Liberty Media´s Cunning Plan für die Formel 1: mehr Pay TV.

Wenig überraschend plant Liberty Media genau das Gegenteil dessen, was gut für die F1 wäre:

I think there´s an opportunity to grow that broadcast stream. Much of it comes from moving potentially from free-to-air to competitive pay services, that´s for example what happened in the UK, when BSkyB recently bought the rights.

Pay TV statt den Sport zu verbessern und die Zuschauerzahlen zu maximieren.

So wird das nichts.


Mittwoch, 09. September 2015

Übrig Ns vom Mittwoch.

ÜbrigNs


Montag, 29. Juni 2015

ADAC Mittelrhein macht Schluss mit dem Zuschauermärchen.

Die Pressemitteilung des ADAC Mittelrhein zum Truck Grand-Prix fängt so an:

“Bestes Sommerwetter und gut gelaunte Besucher haben den 30. Internationalen ADAC Truck-Grand-Prix zu einer prächtigen Jubiläumsausgabe gemacht. Von Freitag bis Sonntag herrschte am Nürburgring beste Stimmung. Am Freitag zählte der Veranstalter ADAC Mittelrhein 24.000 Zuschauer, am Samstag 40.000 und am Sonntag knapp 50.000. …”

Nein, kein Fake - Ihr habt richtig gelesen: die Besucherzahlen sauber nach Tagen getrennt, kein Gesamtwochenende, Schluß mit der Zuschauerlüge.

Dass ich das noch erleben darf! Hut ab vor den Entscheidern, dieses antike Schönfärbeüberbleibsel aus vergangenen Tagen endlich über Bord zu werfen und reinen Tisch zu machen.

Bitte alle anderen Rennserien jetzt auch übernehmen, die Zeit ist überreif.

Achja, und was schreibt die Rhein-Zeitung nach dieser Transparenzoffensive?

“114.000 Besucher feiern 30.Truck Grand-Prix”

Au Mann.

TruckGP | Zuschauerzahlen | RheinZeitung |


Freitag, 15. Mai 2015

FIA hat einen Cunning Plan für die Formel 1 entwickelt: mehr schnell, mehr laut.

Die F1 sehen alle gleich aus, fahren wir auf Schienen und hören sich an wie Staubsauger. Die Starterfelder schrumpfen und die Zuschauerzahlen brechen ein.

Schlimmer geht’s nimmer? Doch. Man darf halt nie die Rechnung ohne die FIA machen: die Autos sollen noch mehr Aero bekommen! Damit sie schneller werden. Weniger Gewicht und breitere Reifen bekommen sie auch - ab 2017.

Und statt so bescheuerte Maßnahmen wie Klappflügel und Reifenwechsel abschaffen, wird nachtanken wieder eingeführt. WTF?

Achja, und mehr Krach - wörtlich: “increased noise”.

Wenn’s nach mir ginge sollten die Ingenieuren wieder viel mehr Freiraum gewährt werden, Aero runtergeschraubt und Pflichtboxenstopps abgeschafft werden.

Aber mich fragt ja niemand ;)

Formel1 | CunningPlan |


Freitag, 03. April 2015

12.000 bis 15.000 Besucher am Carfreitag.

Wenn am Ring so richtig viel los ist - also jetzt mal RICHTIG VIEL - so wie heute am Carfreitag als nichts mehr ging und sich kilometerlange Staus gebildet haben, dann sind das nach Polizeiangaben etwa 12.000 bis 15.000 Besucher.

Nur mal so als Vergleich zu den sonst üblichen Hochrechnungen der Veranstalter.

Tags: Carfreitag | Zuschauerzahlen | Besucherzahlen |


Dienstag, 02. Dezember 2014

Freibrief für Kühl und Hering.

Der Staatsanwalt hat sie vom Haken gelassen:

“(..) hat keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für eine Straftat ergeben. Die Staatsanwaltschaft Koblenz wird daher keine Ermittlungen aufnehmen.”

Da hat der neue Justizminister Gerhard Robbers sich ja glänzend eingeführt und schon dicke Pluspunkte sammeln können!

Wie ich schon auf der SWR Seite kommentiert habe:

“Einen feinen Rechtsstaat haben wir da, wo wir um 500 Millionen Euro und ein Weltkulturerbe innerhalb von 7 Jahren erleichtert werden - und alle machen weiter, als wäre nichts passiert.”

Oder Gerri so: Insider Geschäfte

(Klick! für gross.)

Natürlich phantasieren Grüne und SPD jetzt wieder von dem Märchen, dass das mit dem Nürburgring jetzt dann doch endlich beendet ist - ja, das hätten sie gerne!

Aber zum Glück haben wir Bevölkerung da auch noch ein Wörtchen mitzureden und beendet ist da gar nichts - das hat nichtmal richtig angefangen.

Auch bitter, dass sich das Establishment jetzt darüber freut, dass zwei der ihren angeblich keine Verbrecher seien - damit ist man in der RLP Politiker anscheinend ganz vorne.

Aus meiner Sicht ist nach wie vor nicht geklärt, wieso Hendrik Hering die privat errichteten Immobilien gekauft hat, die sich 4 Jahre später als quasi wertlos herausstellen. Auch das Verramschen der Nordschleife um von der eigenen Schuld abzulenken stellt in meinem Augen eine Riesen Untreue dar.

Der Text der Staatsanwaltschaft liest sich so, als hätten ihn Kühl und Hering selber verfasst. Nur auf das “renomierte” bei “Wirtschaftsprüfungsgesellschaft” hat man verzichtet.

“Auch haben sich keine Hinweise dafür ergeben, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus der Sicht der Jahre 2009/2010 für die Verantwortlichen das Landes oder seiner Gesellschaften erkennbar zu optimistische Annahmen zu dem zu erwartenden Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung am Nürburgring getroffen hätte.”

Ach nein? Das ist ja das Allerneueste. Wer redet denn seit Jahren davon, dass die Zuschauerzahlen erstunken und erlogen sind? Und alle Kalkulationen genau auf diesem Lügengerüst aufbauen?

Keine Hinweise!? WTF!?

Stefan Rota hat am 27.April 2010 klare Worte gefunden in unserer damaligen Pressekonferenz extra in Mainz - hier könnt Ihr Euch den kompletten Mitschnitt nochmal anhören.

“Allerdings ergeben sich aus den hier geprüften Unterlagen keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte dafür, dass die Verantwortlichen die Rechtslage nach dem EU-Beihilferecht in strafrechtlich vorwerfbarer Weise falsch eingeschätzt hätten.”

Das wird ja immer wilder! Einen Monat vorher - im März 2010 - hat Hendrik Hering seine tolle Zukunftskatastrophe in Adenau vor versammelter Bevölkerung vehement verteidigt und ausdrücklich - es sei schließlich Jurist! - die EU Konformität bestätigt. Das kann mir keiner erzählen, dass er nicht genau wusste, auf welch dünnem Eis er wandelte! Auch das könnt Ihr nachhören, wenn Ihr wollt.

“Zu keiner Zeit ist offenbar innerhalb der zuständigen Ministerien das rechtliche Risiko gesehen worden, dass eine Unvereinbarkeit mit EU-Beihilferecht - wie letztlich geschehen - das „Ob“ der Förderung insgesamt in Frage stellen könnte.”

Offenbar? OFFENBAR? Geht’s noch? Wie wäre es denn mal mit ERMITTLUNGEN liebe Staatsanwaltschaft, um das zu prüfen?

Was für eine Frechheit, ein Schlag in’s Gesicht jedes rechtstreuen Bürgers.

“Dies gilt jedoch in erster Linie für wahrheitswidrige oder durch bewusste Weglassungen unvollkommene Unterrichtungen durch die Geschäftsführung, die hier nicht vorliegen.”

“… die hier nicht vorliegen.” Jetzt sparen sie sich das “offenbar” sogar und wollen dadurch ihre Annahme zu einem Fakt machen. Ohne Ermittlungen!

“ Die wesentlichen Entscheidungen wurden hier auf der Ebene des Landes Rheinland-Pfalz getroffen, das Mehrheitsgesellschafter der Nürburgring GmbH war, und dessen Verantwortliche über alle Elemente des „Zukunftskonzepts Nürburgring“ umfassend unterrichtet waren.”

Was die Staatsanwaltschaft alles weiss - ohne Ermittlungen!

“Zusammenfassend hat die Prüfung der hier vorliegenden Unterlagen mithin keine zureichenden tatsächlichen Hinweise darauf ergeben, dass die Verantwortlichen des Landes oder ihrer Gesellschaften vorsätzlich pflichtwidrig fremdes Vermögen geschädigt haben. Von der Aufnahme von Ermittlungen war daher abzusehen.”

Dass die sich nicht schämen, diese Volksverarschung auch noch schwarz auf weiss aufzuschreiben. Willkommen im Unrechtsstaat Rheinland-Pfalz!

Tags: HendrikHeringCarstenKühlGerhardRobbers | Staatsanwaltschaft


Freitag, 13. Juni 2014

Die alljährliche Zuschauerlüge.

“… startet das Team am 21. Juni 2014 vor über 200.000 Besuchern beim diesjährigen ADAC 24h-Rennen auf der traditionellen Nürburgring-Nordschleife.”

Das werden wir vor, während und nach N24h noch öfter hören leider. Mir wär’s ja egal, aber unsere Nürburgring-Enteignung hat ihren Ursprung in den gefälschten Zuschauerzahlen und der doppelten Buchführung. Damit wurde von Kafitz & Co die Begründung gebastelt, so überdimensioniert zu bauen und als dann - Überraschung!! - keine Zuschauer kamen, hat man einfach Insolvenz angemeldet für alles komplett.

(Rhein-Zeitung, Nov. 2011)

Tags: Zuschauerlüge | Besucherzahlen | Zuschauerzahlen


Mittwoch, 19. Februar 2014

Jetzt hat der ADAC Skandal auch das 24h-Rennen erreicht, nämlich die Zuschauerzahlen.

DIE ZEIT macht gerade ein Fass auf, dass der ADAC Nordrhein die Besucherzahlen für das 24h-Rennen schönrechnet:

“Der ADAC Nordrhein hat nach Informationen der ZEIT über Jahre hinweg Zuschauerzahlen seiner Veranstaltungen übertrieben hoch ausgewiesen. Der Zeitung liegen Dokumente zu Fällen vor, bei denen vom ADAC genannte Besucherzahlen von Veranstaltungen wie dem 24-Stunden-Rennen am Nürburgring bis zu viermal höher ausfallen als die Zahl der Ticketverkäufe.”

Damit kommen die jetzt? Wieso nicht 2010 oder 2011?

Geht aber noch weiter:

“Die früheren Betreiber des Nürburgrings kritisierten schon 2012 in einem Schreiben an den gerade zurückgetretenen ADAC-Präsidenten Peter Meyer, dass es ”eine Tradition der falschen und weit überhöhten Angabe von Besucherzahlen“ gebe. Konkret nehmen die Autoren des Briefes Bezug auf das 24-Stunden-Rennen von 2012. ”So hat der ADAC Nordrhein in diesem Jahr 235.000 Besucher beim 24-Stunden-Rennen vermeldet, obwohl nur 49.048 Eintrittskarten und 16.418 Karten für das Camping an der Rennstrecke verkauft wurden.“ Meyer ist nach wie vor Vorsitzender des Regionalclubs ADAC Nordrhein.”

Die Betreiber, die der Artikel nicht namentlich nennt, waren Kai Richter und Jörg Lindner. Das war vor nicht allzulanger Zeit die heiße Phase, als sie gekündigt waren (7.Feb.2012), aber nicht gehen wollten. Dann wurde fleißig steingekühlert, wie z.B. am 6.Juli 2012 mit dieser Pressemitteilung (!!), die die DIE ZEIT jetzt als große Recherche verkauft. Und das sogar von allen anderen Blättern willenlos übernommen wird.

Wobei man sagen muß, der ADAC eiert aber auch kräftig durch die Gegend mit dieser Darstellung:

Der ADAC erklärt die Diskrepanz zwischen der verbreiteten Zuschauerzahl und den Ticketverkäufen mit den vielen Extrazugängen für die Teilnehmer: “Neben den verkauften Tickets fließen ebenso Tickets für Fahrer, Teams und deren Gäste, Freikarten, Fia- oder Permanent-Pässe in die Statistik ein. Aufgrund des weitläufigen Gebietes einer Rallye werden darüber hinaus auch Luftaufnahmen und entsprechende Schätzungen der Behörden in die Ermittlung der Zuschauerzahlen miteinbezogen und entsprechend abgestimmt.”

Das kann sich doch jeder Laie an 2 Fingern abzählen, daß es nicht 4x mehr Aktive als Zuschauer gibt. Und was hat das 24h-Rennen denn bitte mit einer Rallye zu tun?

Die Erklärung, die ich mir immer anhören muß: die 4 Tage werden zusammengezählt und nennen sich dann “Gesamt-Wochenende”. Geht mir schon ewig gegen den Strich - also quasi immer - denn die Medien lassen das mit dem “Gesamt-Wochenende” dann einfach weg und Porsche gewinnt vor 250.000 Zuschauern. Wer käme schon auf die Idee, daß so ein “Gesamt-Wochenende” Donnerstags anfängt und die Camper tageweise addiert werden?

Wann verabschiedet man sich endlich von diesen Tricksereien? Der Beck°Beton wurde schon mit solchen Wunschzahlen begründet und jetzt fällt es sogar dem ADAC selber auf die Füße. Ob es was nützt? Am 22.Juni werden wir es wissen.

Tags: ADAC | N24h | Zuschauer | Zuschauerzahlen


Dienstag, 16. Juli 2013

Die Zuschauerverzigfacher mal wieder.

Beim Formel 1 wurden erfrischenderweise realistische Zahlen für das Rennen verbreitet (52.000), aber bei Truck GP vergangenes Wochenende war’s schon wieder vorbei mit der Ehrlichkeit: 165.000 - “… wie der ADAC Mittelrhein am Sonntag mitteilte …”.

Nicht zu vergessen: Formel 1 auf dem ganzen Kurs, Truck GP nur Kurzanbindung.

Nicht nur ist die Zuschauerlüge einer der Hauptgründe für die Gigantomanie und dadurch die Insolvenz, inzwischen ist auch allen klar, was da gespielt wird. Bis auf Kurt Beck vielleicht, dem ist das zu hoch.

Die Rhein-Zeitung hatte da vor knapp 2 Jahren einen großen Artikel drüber, hier der Screenshot für den Truck GP bis 2008:

Wilhelm Hahne nimmt sich auch des Themas an.

Das wäre am Wochenende eine prima Chance gewesen, um die alten Zöpfe abzuschneiden.

Tags: TruckGP | Erlebnisgrab | Zuschauerlüge | Besucher | Zuschauerzahlen


Montag, 19. November 2012

Die Hinrichtung - heute vor 5 Jahren.

Auf den Tag genau wurde heute vor 5 Jahren der Nürburgring zerstört.

Am 19.Nov.2007 hat der Mini-Aufsichtsrat vom Nürburgring - nur 4 Leute - den Bau der Erlebnisregion beschlossen. Und nur kurz später - am 10.Dezember - wurde dann auch die Haupttribüne gesprengt.

Obwohl es damals Leute mit Durchblick und Courage gab, aber das Diktat aus Mainz war stärker. Und so wurde über die Köpfe hinweg entschieden, die CDU Lokalpolitik im treuen Gleichklang mit der SPD Landesregierung.

Zuschauerzahlen als auch Privatinvestoren wurden vorgestellt, aber real wurde beides nie. Die Frage ist, ob es das jemals war. Bei den Zuschauerzahlen kann man angesichts der faustdicken Pleite meiner Meinung nach nicht mehr von Beschönigen sprechen, zumal fast eine halbe Milliarde Euro Steuergeld aufgrund dieser Prognosen den Besitzer gewechselt hat. Und der Nürburgring in eine faustdicke Pleite geritten wurde, die noch von unseren Nachfolgegenerationen ausgebadet werden darf.

Die mahnenden Stimmen in den letzten 5 Jahren wurden wahlweise beleidigt, diffamiert, verspottet, unter Druck gesetzt, isoliert oder mit professionellen Propangandamaschinen bearbeitet. Machmal auch alles zusammen. Es hat zwar nachgelassen, aber auch ich kann ein Lied davon singen.

Und die 4 Hinrichter? Der Aufsichtsrat?

Ingolf Deubel, SPD

Zurückgetretener Finanzminister von RLP. Der Einzige der Vier, der sich vor Gericht verantworten muß. Aber nicht wegen diesem Beschluß.

Carsten Kühl, SPD

Befördert worden, damals Staatssekretär, heute Finanzminister von Rheinland-Pfalz.

Jürgen Pföhler, CDU

Nach wie vor Landrat vom Kreis Ahrweiler. War er 2007 auch, er ist das schon seit 2000. Also kein Unbedarfter.

Roland Härtel, SPD

War Staatsekretär wie Kühl und hat ein trockenes Plätzchen im Lotto Verwaltungsrat gefunden. Ist aber in der Nähe vom Ring nicht mehr auffällig geworden. (Falls da einer Infos für mich hat?)

Darauf hab ich auch beim 4.Jahrestag hingewiesen, ich werde auch nicht müde das weiterhin in die Erinnerung zu rufen.

Walter Wirz (CDU) meinte übrigens damals, daß das Scheitern des Projekts ein Desaster für die Region wäre. Also bevor gestartet wurde:

“Die CDU-Landtagsfraktion steht nach wie vor zu diesem Projekt. Wir wollen, dass es im Sinne der Menschen verwirklicht wird. Alles andere würde einen massiven wirtschaftlichen Schaden bedeuten.”

Davon will er und der Rest der CDU heute natürlich nichts mehr wissen.

Vergleicht mal die Sprüche von damals:

Noch im September hatte der Aufsichtsrat den Baubeschluss vertagt, um weitere Gutachten zu Kosten und Risiken des Projekts abzuwarten. Das Ergebnis dieser «sehr kritischen Überprüfung» sei äußerst positiv gewesen, betonte Deubel. Insbesondere stehe die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Pläne in keiner Weise in Frage.

mit der Realität von heute. Und dann hört Euch mal an, was Politiker heutzutage so von sich geben.

Das Land nehme allerdings kein Geld in die Hand, betonte Deubel.


Donnerstag, 12. Juli 2012

Jetzt wirklich? Ministerpräsident bekommt Besuch vom Staatsanwalt.

Heute in der Sueddeutschen:

“Amtlich beglaubigt steht nun ein ungeheuerlicher Verdacht im Raum: dass sich ein Ministerpräsident zum Schaden seines Landes strafbar gemacht hat. Weil er nur das eigene Wohl im Blick hatte.”

Die Staatsanwaltschaft hat tatsächlich Ermittlungen gegen den Regierungschef aufgenommen.

Aber nicht den von Rheinland-Pfalz, sondern den von Baden-Württemberg. Und das auch erst, als er im Amt abgelöst war.

Da fallen mir spontan zwei denkwürdige Termine ein:

Dankbares Thema wären auch die gefälschten Zuschauerzahlen, um den Gigantismus schönzurechnen. Oder die Reihenfolge: erst Tribüne sprengen bzw. anfangen zu bauen, obwohl die Finanzierung noch unausgegoren war und wie wir inzwischen wissen auch immer geblieben ist. Viele Sachen wissen wir noch garnicht, Staatsanwälte aber schon - wenn sie denn wollen. Zum Beispiel die Verträge, mit denen der Steuerzahler dem Privatinvestor Mediinvest erst mit 85 Mio. Euro ausgeholfen hat, um dann später die realisierten Alpträume mit der Landesgesellschaft Nürburgring GmbH aufzukaufen. Und warum überhaupt.

Gibt es in RLP denn noch Staatsanwälte mit Rückgrad? Oder sind die nach 18 Jahren Beckherrschaft ausgerottet? Der Artikel in der Sueddeutschen ist von heute und zu Kurt Beck gibt es heute diese Nachrichten:

Beck will wieder als SPD-Landesvorsitzender antreten.

Im November wählt die SPD nämlich intern ihren Chefsozi und offentlich will Kurt Beck noch eine Weile Ministerpräsident bleiben. Weil er die Riesenschiebung am Ring noch nicht in trockenen Tüchern hat? Wenn die Macht erstmal abgegeben ist steht man auf einmal im Regen. Wilhelm Hahne hat das heute auch kommentiert. Dann scheint die Lage wirklich schlimm zu sein, wenn Beck gezwungen ist die Zügel stramm in der Hand zu halten.

Was auf der anderen Seite Anlass zur Hoffnung gibt, daß ihm sein ganzer Filz mit einem Riesenknall um die Ohren fliegt.

Und was meint Eveline Lemke dazu?

“Beck will bleiben. Erwartungsgemäße, gute Entscheidung!”


Sonntag, 01. April 2012

Kurt Beck im ZDF zum Nürburgring: keine Landesmittel geflossen und hunderte von Arbeitsplätzen entstanden.

Kurt Beck war am Donnerstag (29.März) im ZDF zu Besuch bei Maybrit Illner’s Talkrunde und siehe da: auch der Nürburgring wurde angesprochen. Das Thema am Abend war ausgerechnet “Sparen” und Kurt Beck’s Aussagen zum Thema waren so bemerkenswert, daß ich mir die Mühe gemacht habe sie abzuschreiben. Hier ist der Link zur Sendung, ab 47:30 geht’s los.

Das ist der Mann, der soviel Leid und Elend in die Eifelregion und zu den Nürburgringfans weltweit gebracht hat und immer noch selbstherrlich seine irre Realtitätsferne und den Größenwahn vor den Fernsehzuschauern verteidigt.

Maybrit Illner: Herr Beck: der Landesrechnungshof hat das grade nochmal alles bestätigt - das Land Rheinland-Pfalz hat eine Menge Geld ausgegeben für den Nürburgring. Fehlt das anderswo und wenn ja: wo?

Christopher Lauer: Schlecker?

(Publikum Gelächter.)

Christopher Lauer: Ich hab nichts gesagt …

Kurt Beck: Bisher haben wir überhaupt kein Geld dafür ausgegeben, sondern die Gesellschaft, die den Nürburgring trägt. Jetzt ist die Frage, ob man das rentabel kriegt oder nicht.

Der Nürburgring ist gebaut worden 1928 in der Eifel, wo nicht viel los ist, damit dort Arbeitsplätze hinkommen. Es ist zu Zeiten von Bernhard Vogel investiert worden zu 100% aus Steuermitteln.

Wir versuchen jetzt ein Teil, daß der sich refinanziert. Da haben wir einige Schwierigkeiten in der Umsetzung, das ist richtig, aber wir werden das in den Griff bekommen.

(Das ist Christopher Lauer, @schmidtlepp, Piraten)

Kurt Beck: In dieser Region in der Eifel nichts zu tun hieße eben, daß wir die ganzen Unternehmen, die auf Tourismus aufgebaut sind ecetera dort natürlich mit einem wichtigen Impuls nicht mehr versehen. Also so einfach ist es nicht, wie es dargestellt wird. Es gibt gelegentlich auch mal Probleme mit einem Projekt, das ist garkeine Frage, aber das kriegen wir in den Griff und darüber hinaus …

Einwurf Maybrit Illner: … darf ich nochmal zitieren, der Landesrechnungshof sagt bis 2030 - also die nächsten 2 Jahrzehnte - drohen dem Land in der Eifel Fehlbeträge von 210 Millionen Euro.

Kurt Beck: Das ist eine solche Rechnung wie wenn man das an dem Theater über das wir grad geredet haben hochredet. Wenn sie Infrastrukturprojekte zu 100% refinanzieren und die Abschreibung refinanzieren wollen, dann kommen sie auf solche Zahlen. Das ist bei Infrastrukturprojekten NIE der Fall.

Oder - sie müssen sie ja nicht machen als staatliche Gesellschaft, wenn’s ein Privater machen würde - wir haben ja einen Privaten als Betreiber dort - das macht man, damit Geldströme und Menschen in eine Region kommen - und das macht man an ganz vielen Stellen - das gibt’s bei uns an 600 Stellen - wo vorher Kasernen und Militärflugplätze waren … vorbildlich gelungen und an einer Stelle haben wir ein Problem in der Umsetzung …

Christopher Lauer: Haben Sie an allen Stellen 330 Millionen investiert oder ist das jetzt hier nur an der einen Stelle?

Kurt Beck: Ich hab’s ihnen grade erklärt, wenn sie zugehört hätten, könnten sie zumindest die Frage …

Christopher Lauer: Ich hör die ganze Zeit zu.

Kurt Beck: Nein, sie können jetzt nicht zugehört haben …

Chritopher Lauer: Doch.

Kurt Beck: … ich habe ihnen grade gesagt, daß eine Gesellschaft - die Nürburgring Gesellschaft - das investiert hat. Das ist eine 90%-ige Tochter des Landes und Landesmittel sind NICHT geflossen bisher! Ich sage nur, daß in der Zukunft man sehen muß, was ordnet man dem Infrastruktureffekt zu und was ist eben wirtschaftlich hereinzuholen durch Pachten und Mieten für die Hotels und das was dort gestanden ist.

Christopher Lauer: Was ist denn da zu holen?

Kurt Beck: Das sind wir grad dabei das hinzukriegen und nach unserer Rechnung - nach unserer Rechnung - ist ein Löwenanteil dessen hereinzuholen.

Christopher Lauer: Irre.

Kurt Beck: (wird laut) Ja sie sagen “irre” - sie haben doch KEINE Ahnung jetzt wovon sie reden. Entschuldigung: wieso nennen sie das irre? Sagen sie das mal. Es sind hunderte von Arbeitsplätzen dort entstanden - auch wenn’s ein Problem gibt - warum ist denn das irre?

Christopher Lauer: Der Herr Beck der Unterschied zwischen uns …

Kurt Beck: Nicht alles was man nicht weiß kann man beurteilen!

Christopher Lauer: Herr Beck, ich glaub der Unterschied zwischen uns beiden ist, daß ich wirklich zu meinen Lücken hier offen stehe und garnicht den Eindruck erwecke ich hätte davon Ahnung - sie es noch immer verzweifelt tun. Und das ist der Witz. Ich finde es bemerkenswert, wie sie auf die Piraten hier zum Beispiel draufhauen - wie sie auf uns hier irgendwie draufhauen - und so naja und BGE und sie haben von Schlecker keine Ahnung - und lalalalala - und dann mit so einer Leichtigkeit - ja - ach - 210 Millionen - ja - das hat der Rechnungshof jetzt hier gemacht - das erklärt dann auch einiges - wie gesagt, vielleicht haben sie ja auch Recht - ich konnte ihnen wie gesagt folgen - verstanden habe ich es noch immer nicht - aber ihre Wähler und Wählerinnen und Bürger von Rheinland-Pfalz finden das bestimmt großartig …

Kurt Beck: Sie haben mich auf jeden Fall die Wähler schon fünfmal wiedergewählt.

Christopher Lauer: Vielleicht war das ein paarmal zu oft.

Maybrit Illner: Herr Beck, vielleicht können wir die …

(Publikum lacht höhnisch.)

Kurt Beck: (zu Christopher Lauer) Ihre Arroganz wird ihnen auch noch vergehen, das versprech ich ihnen. Wenn sie mal ernsthaft versuchen Politik zu machen und für die Menschen da zu sein, statt so’n Schnickschnack von sich zu geben, dann werden sie mal erleben, wie schwer dieser Job ist. Glauben sie mir das.

Christopher Lauer: Ja.

Kurt Beck: … wie schwer dieser Job ist.

Christopher Lauer: Mach ich gerne. Mach ich gerne.

Kurt BeckIch hab ‘ne ganze Nacht wieder hinter mir - mit anderen telefoniert, um Schlecker zu retten.

Christopher Lauer: Hat gut funktioniert, ne?

Kurt Beck: Ja es hat nicht funktioniert wegen der FDP.

Christopher Lauer: Ja, iss ok.

Kurt Beck: Aber glauben sie mir, das war …

Christopher Lauer: Ja, immer die anderen.

Kurt Beck: Glauben sie mir, daß man da lustig ist, wenn man mit den Betriebsräten von Schlecker geredet hat - jetzt - und die Frauen VÖLLIG VERZWEIFELT SIND und da kann ich nicht so’n Schnickschnack mitmachen und jetzt heute abend hier lachen und lächeln.

Mir geht’s DRECKIG, weil’s tausenden von Menschen dreckig geht, denen wir hätten helfen können. Deshalb bin ich zornig und wütend und deshalb bin ich auch engagiert und innerlich empört und da kann ich so’n Schnickschnack einfach nicht ertragen - das sag ich ihnen.

(Kurt Beck lehnt sich zufrieden zurück, Publikum applaudiert.)

UPDATE:

Weil hier grade Leute von außerhalb - also aus dem Nicht-Nürburgring Dunstkreis - landen bzw. entern, ganz knapp eine kleine Executive Summary:


Mittwoch, 09. November 2011

Die wundersame Zuschauervermehrung.

Vor ziemlich genau 1 Jahr - am 4.Nov.2010 - hat die Eifelzeitung die doppelte Buchführung aufgedeckt, die die Nürburgring GmbH verwendet hat bei der Veröffentlichung von Zuschauerzahlen. Penibel wurde Buch geführt und nach “verkauft” und “publiziert” unterschieden. An’s Licht gekommen waren damals die Zahlen von 1994 bis 2001.

Vor einem Jahr sprach ich von einer Verdreifachung, das muß ich jetzt korrigieren.

Denn heute veröffentlicht die Rhein-Zeitung exakt die selben Zahlen, allerdings aktualisiert für den Zeitraum bis 2008.

x 3,7 - das ist doch mal sportlich. Interessanterweise hat in der Phase der Vorbereitung zur Erlebnisregionsplanung die Dreistigkeit systematisch zugenommen, siehe rote Linie mit dem “Korrekturfaktor” (Hallo Staatsanwaltschaft: Wink! Wink!).

Aber das Beste kommt erst noch: Jörg Lindner und Kai Richter tun völlig überrascht.

UPDATE:

Bin beim Eintippern verrutscht und mußte das nochmal korrigieren. Gesamteindruck ist aber geblieben


Samstag, 05. November 2011

Zurück auf Anfang: Thema Zuschauerlüge.

Ich hab mir mal den Artikel in der Sueddeutschen durchgelesen, der zwar überall referenziert wird, aber wohl nur gestern (Freitag) in Papierform verbreitet wurde. Es ist ein Interview mit Richter/Lindner und auf mich macht es einen sehr gescripteten Eindruck. Die gestellten Fragen scheinen wie eine Vorlage, um die aktuelle Strategie - Wir sind nur Opfer und wurden mit falschen Zahlen auf’s Kreuz gelegt - zu verstärken.

Ein paar Statements sind dabei, da dreht’s einem echt den Magen um:

“Wir können nicht zaubern. Wir können einen Blinden nicht sehend machen.”

Gemeint ist Nürburgring 2009 und gesagt hat das ausgerechnet Kai Richter, der maßgeblich an Planung und Umsetzung beteiligt war. Und der Schwarze Peter ist auch schon gefunden: die Besucherzahlen.

SZ: Was läuft schief? Wo bleiben die vorhergesagten Besucher?

Richter: Das ist das generelle Problem, das wir hier vorgefunden haben: Der frühere Betreiber, die Nürburgring GmbH, wie auch die Veranstalter haben mit Besucherzahlen operiert, die allesamt falsch waren. Man hat die offiziell gemeldeten Zahlen einfach addiert und dann noch mit zwei multipliziert, weil manche Veranstaltungen ja über mehrere Tage gehen. So ist man auf eine irrsinnige Zahl von vier Millionen Gästen gekommen. Heute wissen wir, nach zwei Saisons, dass wir nicht mal mit einem Viertel davon rechnen können.

SZ: Also nur eine Million im Jahr?

Richter: Nein, viel weniger.

Da muß man sich echt die Augen reiben, das sind ja mal völlig überraschende Einsichten.

Stinknormale Bürger wie Du und ich haben sich lange vor den Ausgrabungen mit den Zahlen beschäftigt und sie für völlig übertrieben befunden. Grade die Tatsache, daß die oft geschönten Veranstalterzahlen Einzug gehalten haben in einen Businessplan, aufgrund dessen dann Beton vergossen wurde, war von Anfang an Kritikpunkt Nummer 1 aller öffentlichen Diskussion.

Weit VOR Vertragsunterzeichnung - am 4.Okt.2008 - wurde von der MSR (Motorsport Resort Nürburgring GmbH) diese Pressemitteilung unter die Leute gebracht.

Da ist zu lesen:

Der Nürburgring ist als Rennstrecke eine lebende Legende und wird von seinen Anhängern ehrfurchtsvoll Grüne Hölle genannt. Er ist heute einer der traditionsreichsten und gleichzeitig innovativsten Motorsportplätze der Welt. Und eines der beliebtesten Nationalmonumente in Deutschland. Rund zwei Millionen Besucher erleben hier jedes Jahr rund 100 Rennen und 200 weitere Veranstaltungen. Formel 1, DTM, 24h-Rennen, Rock am Ring sowie Truck- und Oldtimerrennen gehören ebenso dazu wie Fahrertrainings, Offroad-Touren und Touristenfahrten.

Kai Richter war zu diesem Zeitpunkt Geschäftsführer dieser GmbH (zusammen mit Erich Geisler).

Von den 4 Millionen war tatsächlich mal die Rede, aber davon hat man schnell wieder verabschiedet.

Zum Zeitpunkt der Grundsteinlegung im April 2008 wurde verbreitet, daß man die aktuellen 2 Mio. Besucher um 500.000 auf 2,5 Millionen steigern möchte.

Mit dem Projekt „Nürburgring 2009“ soll nun die jährliche Besucherzahl an der Rennstrecke, die 2007 seit 80 Jahren bestand, um eine halbe Million auf 2,5 Millionen steigen.

Diese Zahlen - 2 Mio. plus 0,5 Mio. - wurden über die Jahre dann aufrechterhalten.

VOR Vertragunterzeichnung wird Kai Richter am 25.Sep.2009 so wiedergegeben:

Und er sei überzeugt, dass auch das Gesamtkonzept am Nürburgring aufgehe. Die öffentliche, größtenteils negative Diskussion um das Eifel-Projekt hat er satt. “Lasst uns doch einfach mal ein Jahr in Ruhe und zeigen, ob das Projekt ein Erfolg wird oder nicht."

Und zum Jahreswechsel 2009/2010 so:

Mediinvest-Geschäftsführer Kai Richter sieht sein Konzept für den Ring als ganzjährige Freizeitattraktion in der Eifel vor allem durch die Besucher-Resonanz bestätigt. Das neben der Rennstrecke Nürburgring hochgezogene „Eifeldorf Grüne Hölle“ (benannt nach dem Spitznamen der Rennstrecke) mit seiner Diskothek „Eifel-Stadl“ und zahlreichen weiteren Gaststätten, das neue Congresshotel und die motorsportlich geprägten Attraktionen um Ring-Arena, -Boulevard und -Werk hätten in ihrem ersten Jahr bereits erfolgreich eingeschlagen, befindet Richter. Nicht nur von weiter her angereiste Touristen, sondern auch Gäste aus der Eifel selbst hätten für erfreuliche Umsätze gesorgt, die teils deutlich über den Erwartungen lagen.

Allein die Diskothek zählte in ihren ersten sechs Monaten 100 000 Gäste, so der Investor. Das steht in unübersehbarem Widerspruch zu den Angaben früherer Geschäftsführer am Ring, die in ihrer Befragung in Mainz aussagten, die Besucherzahlen seien - auch infolge verspäteter Fertigstellung einiger Attraktionen - bisher weit unter den Prognosen geblieben. Ins „Ring-Werk“ kamen in diesem Jahr nur halb so viele Besucher wie erwartet. Der Mediinvest-Chef sieht es eben einfach anders.

Die Besucherzahlen - sowohl die verbreiteten als auch die darauf basierenden Prognosen - wurde von der Öffentlichkeit immer wieder in Frage gestellt.

Allen voran Wilhelm Hahne, der sich sogar mal die Mühe gemacht hat, die einzelnen Veranstaltungen aufzubröseln, um dann eine konservative Schätzung mit allem Aufrunden von 750.000 Besuchern abzugeben. Das war bereits im Jahr 2007 - genau am 13.Dez.2007 und damit auch in einem Formel 1 Jahr.

Am 2.Feb.2010 - also auch VOR Vertragsunterzeichnung - hat Norbert Hanhart im Untersuchungsausschuß Klartext gesprochen und die RZ hat darüber geschrieben:

“Die Prognose, mit dem im Sommer 2009 eröffneten Freizeitpark an der Rennstrecke jährlich 500 000 Besucher mehr anlocken zu können, sei auf fragwürdiger Basis zustande gekommen, kritisierte Hanhart. Teils sogar mit ”Taschenspielertricks“. So seien damalige Besucher zweier schon vorhandener Attraktionen am Nürburgring einfach doppelt gezählt worden. ”Das war eine Art wundersamer Besuchervermehrung.“ [..] Fatalerweise waren die ”überzogenen Prognosen“ nach Darstellung des Zeugen aber die Grundlage des Ausbaukonzepts. ”Wenn die Basis nicht stimmt, kann das Haus nicht halten“, sagte Hanhart. Am Ring sei eine landschaftsverschandelnde ”Gigantomanie“ geplant worden.”

Später kam es noch doller, als ein Excelpapier geleakt ist, das die doppelte Buchführung der Zuschauerzahlen dokumenieren soll. Das habe ich seinerzeit auch aufgegriffen - am 4.Nov.2010.

Daß die Besucherzahlen nicht nur leicht geschönt, sondern massiv nach oben phantastiert wurden, war in der Öffentlichkeit stets Kritikpunkt Nummer 1 für den völlig überdimensionierten Größenwahnsinn namens “Nürburgring 2009”. Solange man seine eigenen Bauprojekte damit in große Dimensionen schieben konnte, war das opportun. Jetzt - wo das wackelige Kartenhaus Stück für Stück kollabiert - möchte man sich reinwaschen und sucht verzweifelt nach Auswegen.

Daß man den Ausweg über die Zuschauerlüge wählt, zeigt eigentlich nur die Größe der Verzeifelung.


Dienstag, 06. September 2011

Übrig Ns vom Dienstag.
  • In der MSa werden neue Rahmenbedingungen für das 24h-Rennen gelistet: nur noch 190 Teams (statt bisher 210–220), Top 30 Qualifying und Nenngelderhöhung von 4.500 auf knapp 5.800 Euro. Grund für Steigerung seien auch höhere Preisen der NAG.

Meiner Meinung eine nicht zu vermeidende Entwicklung, da das Rennen immer professioneller wird. Da schaukeln sich mehere Sachen gegenseitig auf - teils gesteuert (GT3 und auch sonst steigendes Hersteller-Engagement) und teils zufällig bzw. Zeitgeist (Nordschleife, weltweites Interesse, Playstation).

Das 24h-Rennen liebäugelt mit der Profiliga und eigentlich müßte unten jetzt wieder was nachwachsen. Ein 24h-Rennen für den echten Breitensport / Tourenwagen nur für Amateure, dafür ist die Zeit reif. Bis die Werke merken, daß ihr generalstabsmäßiger Ablauf viel zu steril geworden ist und die Abenteurlichkeit fehlt - und sie die Amateure wieder langsam unterwandern.

Irgendwie der ewige Motorsportkreislauf halt.

  • Hat jemand Zuschauerzahlen von der Superbike WSB letztes Wochenende? Ich war nicht vor Ort (war beim Mofarennen) und im TV sah es doch sehr leer aus - obwohl die sich bei den Schwenks bemüht haben, die Tribünen nicht zu zeigen.

  • Für die Öffentlichkeit ist der Nürburgring keine Rennstrecke mehr, sondern Millionengrab. Das gefährdet den Motorsport massiv, der in Deutschland sowieso einen schweren Stand hat. Die Zockerei mit der historischen Anlage hat jetzt schon ein nachhaltiges Trümmerfeld hinterlassen.

In dem SPIEGEL Beitrag von heute wird neu Jochen Hartloff und die Firma IGM GmbH aus Medard in’s Spiel gebracht. Die machen Fenster und Fassaden und am Nürburgring wohl sieben Mio. Euro Umsatz. Und sind aus Hartloff’s Wahlkreis Kusel. Der “liebe Ingolf” weist natürlich jede Schuld weit von sich.

Ein schönes Beispiel für das Politikverständnis in Rheinland-Pfalz, schaut Euch mal das SWR Video an. Der jetzige Justizminister und damalige Abgeordnete empfindet es als völlig normal von Unternehmern umgarnt zu werden - Tagesgeschäft und quasi seine Aufgabe als Abgeordneter. Der redet so selbstverständlich, ich habe die Befürchtung er glaubt das sogar selber, daß das seine Aufgabe sei. Der “gewählte” Herr Volksvertreter.

Das Video hat aber noch ein paar schöne Details, der Brief listet die Reihenfolge der Angebote (woher weiß er das?) und die Konkurenzfirma stammt aus “Bayer”.

Vielleicht bin ich einfach zu doof, um die schlauen Politiker zu verstehen: nach einem verlorenen Bieterverfahren bittet ein Unternehmer seinen Abgeordneten sicherzustellen, daß man berücksichtigt wird. Und das ist dann ganz normal. Ja nee iss klar.

Es ver-schanzen sich dort aber noch mehr Mediinvest-nahe Firmen:

Zum Beispiel die Grüne Hölle Betriebsgesellschaft, das sind die hier.

Oder die nürburgring.tv Media Services GmbH von Pathe/Althof.

Oder die Marketing & Facility Management Nürburgring GmbH.

Muß irgendwie ein (das?) Nest sein. (Danke für die Hinweise!)


Donnerstag, 04. November 2010

Geschönte Zuschauerzahlen oder systematischer Betrug?Heute veröffentlicht die Eifelzeitung im Stil von Wikileaks ein Dokument, das die Zuschauerzahlen am Nürburgring von 1994 bis 2001 nach Veranstaltung auflistet. Das Brisante dabei ist die doppelte Buchführung, die systematisch vorgenommen wurde: publizierte und tatsächliche Besucherzahlen. Unterm Strich wurden die realen Werte fast verdreifacht:



Für 2001 ergibt sich die Summe von 370.000 verkauften Tickets - weit entfernt von den 2 Millionen, die bei jeder Gelegenheit von den Verantwortlichen genannt wurden und immer noch aktuell genannt werden. Und die auch Ausgangslage sind für das 350 Millionen Invest, das uns jetzt so schwer auf dem Magen liegt.

Kriminell - anders läßt sich nicht mehr beschreiben - wie hier Öffentlichkeit und Geschäftspartner gleichermaßen belogen wurden. Und basierend auf diesen Traumzahlen wurde ein Geschäftsmodell vorangetrieben, das von Anfang an nie den Hauch einer Chance hatte.

Auch wenn wir im April in Mainz schon energisch auf die faulen Zahlen hingewiesen haben, so offenbart die systematische Verdreifachung die berechnende Verlogenheit, die am Nürburgring offensichtlich zur Kultur gehörte. Und immer noch gehört? Jörg Lindner zumindest fabuliert im Interview weiterhin von siebenstelligen Besucherzahlen. Obwohl er inzwischen Zugang zu allen Interna hat.
Donnerstag, 17. Juni 2010

Die ring°arena braucht eine Küche?In der ring°arena fehlt angeblich die Küche. Weil man bei Stuntshow oder Boxkampf natürlich die Leute aufwendig bekochen muß.

Meine Version geht so: Broich hat die Lücke zwischen den realen und den geträumten Zuschauerzahlen schnell erkannt und das Weite gesucht. Ohne die Großküche zu installieren, die für das Catering geplant war. Jetzt übernehmen wir Steuerzahlen das, generös inszeniert von Herrn Hering, damit das Catering jemand anders machen darf. Ich tippe auf die Firma Lindner, lasse mich aber gerne überraschen. Da hätten bestimmt auch die erfahrenen lokalen Caterer ein großes Interesse in einer schönen neuen Großküche für Umme den Ring zu bekochen.


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