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Dienstag, 22. Dezember 2020

Es gerüchtet mal wieder zum Apple-Auto.

Die halten den Ball weiter in der Luft - und wenn sie kommen, dann kann sich die Industrie warm anziehen.

Aber hatte ich ja vor 2,5 Jahre schon vor gewarnt.


Freitag, 05. Juni 2020

Eigentlich dachte ich, diese neue Abwrackprämie sei schon durch.

Gut, dass ich mich geirrt habe.


Freitag, 21. Februar 2020

Erkenntnis des Tages: Tesla ist der Industrie um Jahre voraus.

Da kommen die Japaner aber auch früh drauf:

What stands out most is Tesla's integrated central control unit, or "full self-driving computer." (..) The module -- released last spring and found in all new Model 3, Model S and Model X vehicles -- includes two custom, 260-sq.-millimeter AI chips. Tesla developed the chips on its own, along with special software designed to complement the hardware. The computer powers the cars' self-driving capabilities as well as their advanced in-car "infotainment" system.

Im Oktober 2016 hat Tesla seine Pläne vorgestellt zum autonomen Fahren.

Mein Kommentar damals:

Das sind ziemlich sensationelle Nachrichten und da wird es heute einige Krisensitzungen bei der Konkurenz - also quasi der gesamten restlichen Automobilindustrie - gegeben haben.

Tja, offensichtlich war dem nicht so und alle haben sich wieder schlafen gelegt.

Mike Frison / renn.tv

Geht aber noch weiter.

Nvidia CEO Jen-Hsun "Jensen" Huang im November 2016 ( - und hier im Blog zu lesen):

And I think what Tesla has done by launching and having on the road in the very near-future here, a full autonomous driving capability using AI, that has sent a shock wave through the automotive industry. It’s basically five years ahead.

Nvidia ist die AI-Chip-Hersteller-Firma. Denn sie haben früh erkannt, dass die Kapazitäten aus der Grafik-Chip-Industrie, wo sie ursprünglich herkommen, auch gute Dienste bei rechenintensiver AI leistet.

Geht aber noch weiter!

Denn für Tesla war Nvidia nicht gut genug und da haben sie einfach ihren eigenen AI Chip designed. Was da so harmlos steht, ist eine ziemliche Sensation, aber irgendwie hat es keiner mitbekommen. Außer den Lesern hier natürlich.

Und falls man jetzt meinte, Tesla sei damit überfordert, der sollte mal Jim Keller googeln - den konnte man nämlich als Chipdesigner gewinnen.

Viel aussagekräftiger allerdings war der Lobgesang von Nvidia selber, die in einem eigenen Blogpost tief den Hut vor dem Design gezogen haben - das war im April letzten Jahres. Um natürlich auch Werbung für sich selber zu machen:

Indeed Tesla sees this approach as so important to the industry’s future that it’s building its future around it. This is the way forward. Every other automaker will need to deliver this level of performance. There are only two places where you can get that AI computing horsepower: NVIDIA and Tesla. And only one of these is an open platform that’s available for the industry to build on.

Das heißt, Tesla treibt nicht nur die klassische Autoindustrie vor sich her, sondern auch die Computerindustrie.

Und dann kommen die Japaner - Jahre später - bauen ein Model 3 auseinander und kriegen die Mund nicht mehr zu? In welchem Erdloch waren die all die Jahre versteckt?

Das bisschen Infotainment macht der Supercomputer natürlich im Schlaf so nebenher - da braucht man nicht noch eine Extrabox einzuschrauben. Dadurch steigt die Fertigungstiefe - solche Lösungen kann man nirgendwo einkaufen.

Was ebenfalls im Gegensatz zur klassischen Autoindustrie steht, denn hier hat man in den letzten Jahren und Jahrzehnten die Fertigungstiefe immer weiter reduziert und Lieferanten für die Modulbauweise rund um die Fließbänder angesiedelt - Stichworte Supplier Parks und Just in Time. Das fällt den Herstellern jetzt alles bleischwer auf die Füße. Da braucht man nur die Anzahl der Module - bzw. ECUs (Electronic Control Unit) - zu zählen. Kostet alles Geld, erhöht die Komplexität und natürlich auch die Fehleranfälligkeit. Und man kann auch nicht von heute auf morgen gegensteuern, weil mit sinkender Fertigungstiefe natürlich auch das Know How verloren geht.

Hier ein Foto von der Cebit 2003, da dachte man noch man könne einfach etwas Microsoft dranklatschen und fertig ist der Computer auf Rädern:

Mike Frison / renn.tv

Als der Tesla S im Jahr 2011 vorgestellt wurde, machten wir uns hauptsächlich über die Bauqualität und die Spaltmaße lustig.

... meint Karl-Thomas Neumann inzwischen ehrlich zurückblickend.

Aber irgendwie so richtig verstanden, was hier gerade passiert, haben sie alle noch nicht. Dafür braucht man als CEO eigenen IT Hintergrund und nicht ein Heer von Leuten, denen man dann glauben muss, was sie einem sagen.

(Siehe auch electrive.net, emobly.com, und electrek.co.)

Tesla | Nvidia | ArtificialIntelligence | Chip | Chiphersteller |


Dienstag, 11. Februar 2020

Nach den zaghaften Anfängen kommt der Ausbau bei Shell für Ladestationen so langsam in Schwung:

Manchmal reibt man sich die Augen aber es sieht tatsächlich so aus, als ob ausgerechnet ein Ölkonzern zu den größten Gewinnern der Verkehrswende werden könnte. Shell erhöht seine Investitionen in die Elektromobilität. Von 100 neuen Ladepunkten ist die Rede. Darunter sollen auch 40 Ultraschnellladesäulen mit bis zu 175 kW-Leistung geplant sein.

Strom haben die Tankstellen ja genug - sind nachts beleuchtet wie ein Fußballstadion. Habe ich mir sogar mal zunutze gemacht, um im Dunkeln Fotos zu schießen. Von einem Elektroroller!

Elektro | Shell | Ladestationen |


Dienstag, 12. November 2019

Tesla wird nach Amerika und China auch in Deutschland Autobauer - genauer gesagt in Berlin.


Freitag, 06. September 2019

Neuer Porsche Taycan - fast so groß wie mein Transit Kastenwagen LKW.

Wurde jetzt offiziell vorgestellt - war ja im Vorfeld schon öfter hier im Blog Thema.

Spannend waren in erster Linie die technischen Daten, denn nachdem Tesla von der Industrie immer belächelt worden war, hat man die Latte quasi selbst hochgelegt.

Stellt sich raus: ist wohl doch nicht so einfach.

Oder anders ausgedrückt:

Range-wise, the Porsche Taycan is the only car to come close to the 2012 Model S 265/312 mile range and it has next to nothing in interior space. Jaguar and Audi which have more robust interiors were barely able to eclipse 200 miles of EPA range while Chevy and Kia/Hyundai have now gotten into the 240–250s with their smaller more efficient cars.

Um den Taycan überhaupt konkurrenzfähig darstellen zu können, muss man einen 2012er Tesla bemühen.

Audi und Jaguar haben schon bei der Reichweite enttäuscht - jetzt kommt Porsche dazu. Vielleicht der Grund, warum Porsche seine Anteile bei Rimac weiter erhöht hat: von 10% auf 15,5%.

Was mich aber am meisten verdutzt hat, sind die äußeren Abmessungen des Taycan: 2,15 Meter breit und 5 Meter lang!

Kein Druckfehler:

Mike Frison / renn.tv

Und das Ganze bei 2,3 Tonnen Gewicht - was für ein Panzer.

Da nützen Design und niedriger Schwerpunkt auch nicht mehr viel, das Ding ist ja ein LKW. Und das soll jetzt die Zukunft sein?

Mal zum Vergleich: mein Transit Bloggermobil ist ein FT350 mit hohem Dach und langem Radstand. So mit das Größte, was es gibt. Länge: 5,68 Meter - Breite: 2,37 Meter (mit Riesenspiegeln, ohne: 1,98 Meter). Das ist ein LKW. Leergewicht übrigens 2,2 Tonnen.

Mike Frison / renn.tv

Hier noch eine Vorstellung des neuen Porsche bei emobly, die dem Taycan eigentlich wohlgesonnen sind und sich freuen, dass er endlich da ist - denen es aber schwerfällt positive Merkmale herauszuarbeiten. Immerhin - sie versuchen es.

Porsche | Taycan | Elektro |


Donnerstag, 29. August 2019

Das Märchen über die Wasserstoff-Autos.

Aus dem Luftballon kann man auch langsam mal die Luft rauslassen:

Bei unserem Test dauerte der gesamte Tankvorgang zehn Minuten. Das ist zwar schneller, als die 30 Minuten beim Elektroauto, aber deutlich langsamer, als die zwei Minuten beim konventionellen Verbrenner. Außerdem ist die Tankzeit nur beim ersten Auto so kurz, danach muss die Tankstelle erstmal wieder die 700 bar Druck aufbauen. Die Kapazität der aktuell installierten Wasserstofftankstellen wird mit “über vierzig Autos pro Tag” angegeben, mehr als zwei Autos pro Stunde schleust man da also in keinem Fall durch.

Hier um die Ecke in Wesseling soll noch dieses Jahr eine Riesen-Anlage entstehen - inklusive Tankstelle. Das schau ich mir dann natürlich mal genauer an.

Wobei man sich echt fragen muß, was der Hokuspokus soll. Hilft es die alten Anlagen zu amortisieren? Gibt es Rohstoff-Verträge die ausgeschöpft werden müssen? Man weiß es nicht.

Elektro | Wasserstoff |


Dienstag, 02. Juli 2019

Habt Ihr das auch gehört: das Wasserstoff-Auto wird die Welt retten?

Viiieeel besser als Elektroautos!!1!

Tja, stellt sich raus, ist doch nicht alles Gold was glänzt.

Ein Wasserstoff-Auto ist konzeptionell nichts anderes als ein Elektroauto, braucht sogar eine Batterie. Aber das ist erst der Anfang. Von der Effizienz her betrachtet vergeudet man die Energie lieber nicht im Wasserstoff.

Hier ist ein ausführlicher Text - und hier eine übersichtliche Grafik:

BEV: 73%
Fuel Cell: 22%
Power to Liquid: 13%

Verbrenner übrigens bei ca. 35%.

Wasserstoff | Elektro | Effizienz |


Sonntag, 20. Januar 2019

Don Dahlmann ist den Audi e-tron probegefahren.

Das sind die Fakten: 2,5 Tonnen, 95 kWh Batterie, Max. 150 kW Ladestrom, 79.000 € Einstandspreis. Puuh.

Ansonsten ein eher konventionell anmutender Audi, offensichtlich zieht man bei der Konkurrenz die Lehren aus BMW's Designeskapaden. Immerhin der Antrieb ist eine Audi Eigenentwicklung.

Audi | etron | Dahlmann |


Mittwoch, 09. Januar 2019

In Österreich gilt das Umwelt-Tempolimit nicht, wenn man ein Elektroauto fährt.


Donnerstag, 25. Oktober 2018

emobly - neue Elektroauto-Seite von Richard Gutjahr and Friends.

Wenn Blogger sich einem neuen Thema widmen und die Bühne betreten, dann ist ihnen von mir immer Applaus sicher. Denn Blogger kann es nicht genug geben: unabhängig und niemandem verpflichtet können sie Themen bearbeiten - gerne auch frech und pointiert.

Richard Gutjahr ist hier kein Unbekannter - daher habe ich mich sehr gefreut, heute über LinkedIn auf die neue Seite aufmerksam gemacht zu werden.

Sie ist schon kräftig befüllt - z.B. mit einer Übersicht aller für Deutschland erhältlichen BEVs.

Und ein ebenso kräftiges Autorenteam hat sich auch versammelt - Don Dahlmann kennen einige vielleicht von seinem racingblog.de.

Aber auch sonst geht es knackig los - Mitbegründer Georg Konjovic rechnet - kräftig - ab:

Die deutsche Autoindustrie und ihre Beifall klatschenden Mitläufer sind am Ende.

Die Einschläge kommen immer öfter, stärker und näher.

Nur Angela Merkel hat den Knall noch nicht gehört.

emobly | Elektro | Gutjahr | Konjovic | Dahlmann |




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