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Sonntag, 16. Februar 2020

Cannondale Singlespeed Nummer Vier.

Das hätte ich auch nicht gedacht, dass ich mal 4 Cannondale Fahrräder in der Garage stehen habe - aber rückblickend haben sie sich mit der Zeit so angesammelt. Sie sind auch nicht mehr die jüngsten und nur zwei davon habe ich neu und nicht gebraucht gekauft. Und das ist auch schon 10 bzw. 20 Jahre her.

Mike Frison / renn.tv

Jedenfalls mag ich optisch die klobigen Alurahmen, aber auch das bocksteife Fahrverhalten, das typisch für Aluminium als Rahmenmaterial ist - da verwindet garnix.

Und weil ich inzwischen richtig Kilometer zur Arbeit schrubbe und hier in Köln sowieso alles ziemlich flach ist, bin ich großer Fan von Singlespeed geworden: läuft ruhig und rund, ist leicht, rappelt nix, kann weniger kaputt gehen, sieht besser aus und man kann richtig fett reintreten, ohne dass was knirscht oder knackt. Denn die Eingänger benutzen Komponenten der Bahnräder - Ritzel, Zahnrad, Kette - alles mal richtig stabil und belastbar.

Den Anfang machte das Capo: ein Bahnrahmen, der vor ungefähr 10 Jahren nochmal aufgelegt wurde. Mit dem bin ich vom Hansaring aus immer zu Ford gefahren - sind aber nur 10 km gewesen. Kürzlich habe ich die Übersetzung erhöht: von 46:16 auf 50:16. Das ist schon gut stramm - möchte man keinen Gegenwind haben.

Ein schönes Rad mit großem Rahmen - damit fährt sich auch mein Arbeitsweg gut - immerhin inzwischen 30 km (60 km hin und zurück).

Mike Frison / renn.tv

Dann ist mir bei meiner Stadtmöhre so nach und nach der Ritzelsatz kaputtgegangen - das ist das rote MTB, mit dem ich auch im Kreisverkehr abgeräumt wurde.

Da kam mir die Idee, doch direkt auf Gangschaltung zu verzichten - dann könnte ich auch wieder richtig reintreten.

Fragt sich nur noch, welche Übersetzung man wählen sollte - und da habe ich mir bei der Auswahl richtig Mühe gegeben und diese Excel (Numbers!) Tabelle erstellt:

Mike Frison / renn.tv

In Lila ist mein altes Rennrad mit all seinen Gängen - das hat mich ja schon nach Le Mans getragen. Und in Silber einmal das Capo mit seiner Originalübersetzung und dann mit der 16:50 Erhöhung. Dadurch hatte ich schonmal Referenzpunkte und das rote MTB sollte ein bequemes Rad für die Stadt werden - nicht zu lang übersetzt.

Fehlt mir nur noch der richtige Laden und da habe ich mit SORE Bikes in Ehrenfeld einen Volltreffer gelandet. Aber bitte nicht weitersagen, der Laden soll genau so bleiben, wie er ist!

Mike Frison / renn.tv

Was soll ich sagen - es fährt sich traumhaft - als hätte man ein neues Rad:

Mike Frison / renn.tv

Der Sattel ist übrigens extra so ramponiert geblieben: merkt man bei Fahren nicht und schreckt hoffentlich vor dem Klauen ab. Obwohl ich auch meistens mit 2 Schlössern unterwegs bin: so ordinaär das Rad auch aussieht, mir würde ganz schön das Herz bluten, wenn es weg käme.

Spätestens jetzt war klar, dass der Rest der Garage ebenfalls getriebeamputiert werden musste - und dank Tabelle - s.o. - konnte ich mir ja für jede Gelegenheit eine Übersetzung passend aussuchen. Während das Rote bequem auf 16:44 läuft, bekam das Schwarze die etwas längere 15:44 - hat genau gepasst und fährt sich top:

Mike Frison / renn.tv

Dank Scheibenbremsen und Platz für dicke Reifen kann ich mit dem Rad immer und überall fahren - das macht vor nichts Halt und ist relativ komfortabel. Die Gabel bekam auch noch einen Service bei Cannondale in Köln - schöne Grüße an Fränkie von Cyclewerx! Dort hatte ich das Rad mal neu gekauft - das muss jetzt um die 20 Jahre her sein. Hat mir auch als MTB gute Dienste geleistet und wird jetzt als Commuter noch ordentlich Kilometer fressen. Apropos fressen: das Sattelrohr muckst sich keinen Milimeter mehr - Alu auf Alu kaltverschweisst. Naja, die Höhe passt und klauen kann es jetzt auch keiner mehr.

Fehlt nur noch das Vierte - also das aus der Überschrift:

Mike Frison / renn.tv

Das hab ich mal als Baustelle günstig bei ebay ergattert - der große Rahmen hat mir gefallen. Es ist auch wieder ein 28 Zoll - also so wie das Capo - aber etwas komfortablere Geometrie. Und dank SORE jetzt voll einsatzbereit mit der Übersetzung, die das Capo original hatte (16:46). Das sei auch so ein Standardmaß bei Singlespeed Rädern hab ich mir sagen lassen.

Hab auch gelernt, dass die Schraubritzel hinten nicht kleiner als 16 gehen, weil sonst passt das nicht mehr. Aber die Steckritzel - also die, die man statt der Schaltungskassette nimmt - kann man kleiner als 16 wählen.

Falls da jetzt so etwas wie Singlespeed-Begeisterung durchklingt: ja, mir braucht keiner mehr mit Schaltung zu kommen. Macht viel mehr Spaß ohne, man bekommt einen runderen Tritt und wenn es mal anstrengt: ist doch super! Also wenn ihr noch irgendwo ein Oldschool Rad rumfliegen habt - und wer hat das nicht - bei dem die Schaltung nicht mehr so top ist: einfach umrüsten und zu neuem Leben erwecken. Wie man sieht, braucht es dafür keine flachen Ausfallenden, so eine fest installierte Spannrolle (mit Lager) ist eine feine Lösung.

Das weiße Rad hat mich unterm Strich keine 300 € gekostet und es fährt sich traumhaft. Damit werde ich noch viel Freude haben - eigentlich schade, dass morgen Home Office geplant ist.

Cannondale | Singlespeed | SORE | Cylcewerx | mdRzA |


Freitag, 14. Februar 2020

Bundesrat: Radfahrer sind Verkehrsbehinderung.

In der StVO soll sich ja einiges positiv verändern Richtung Radfahren - aber besser nicht zu früh freuen.

Mike Frison / renn.tv

Da wird tatsächlich und ernstgemeint davon gesprochen, dass Radfahrer den Verkehr nicht behindern dürfen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Radfahrer sind der Verkehr. Sogar sehr guter in jeder Beziehung, ob Adipositasvorbeugung, Platz - und Resourcenverbrauch oder Luftverpestung.

Aber um das zu erkennen erfordert es natürlich einen gewissen Intellekt und wir sprechen ja hier von Politikern - da darf man sich natürlich auch nicht zu viel Hoffnungen machen.

Sorry, aber mehr als Sarkasmus fällt mir dazu auch nicht mehr ein.

Und ich fahre trotzdem mit dem Rad zur Arbeit.

Hier meine Statistik für 2020 bisher:

  • 10 x Rad (600 km)
  • 8 x Bahn
  • 6 x Home Office
  • 2 x Auto

Mein Ziel ist es mehr km als letztes Jahr zu fahren (3.180 km / 53 Fahrten) und das sieht bisher ganz gut aus. Obwohl ich sturmbedingt diese Woche Radpause hatte.

Bundesrat | Radfahrer | Verkehrsbehinderung | Fahrradwetter | StVO |mdRzA |


Sonntag, 08. September 2019

Ruhig im Blog.

Ja - stimmt. Liegt wie immer im Leben an der Zeit und den Prioritäten. Die Gründe sind relativ einfach: zum einen fahre ich immer öfter meinen kompletten Arbeitsweg mit dem Rad (60 km hin- und zurück) - da sind mit Umziehen und Duschen leicht 4 Stunden vom Tag aufgebraucht. Dann der normale Arbeitsalltag und die Familie möchte man ja auch noch sehen.

Mike Frison / renn.tv

Mit dem Fahrrad einmal durch Köln ist zwar eine einzige Katastrophe, aber ich mache es trotzdem. Stehe extra früh auf (inzwischen 4:30 h), um dem Chaos zuvorzukommen. Abends bin ich natürlich gekniffen.

Mike Frison / renn.tv

Muss jeder für sich selber wissen, aber mir gibt es ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich solche Distanzen regelmäßig mit dem Rad fahren kann. Es muss ja nicht immer die Tour Le Mans sein - aber die Regelmäßigkeit macht sich enorm bemerkbar. Da kommt kein Fitnessstudio mehr mit.

Mike Frison / renn.tv

Und man nimmt seine Umgebung intensiver wahr. Köln ist ja doch sehr abwechslungsreich.

Mike Frison / renn.tv

Was ich bedauere: dass ich weniger lesen kann. Das habe ich in der Bahn gern genutzt, aber man kann nicht alles haben.

Mit dem Auto fahre ich nur noch selten - aber hier kommt noch ein Grund für die Blogmüdigkeit - und da bin ich froh den Transit zu haben: ich möchte beim Crossfahren Fuß fassen. Bin jetzt ein paarmal regelmäßig mit der KTM auf der Bahn in Satzvey unterwegs gewesen - sturzfrei :) Es läuft immer besser, der Muskelkater hält sich in Grenzen und die Hände bekommen zarte Schwielen - alles nach Plan. Bin auch der Lahmste auf der Bahn, aber bekomme schon 5 Stints à 20 Min. hin. Das ist mir im Moment wichtiger als die rote Laterne. Die Kondition passt, liegt wohl am Radfahren. Als strammer Ü50er soll man zwar nicht mehr so große Sprünge machen, aber ich arbeite trotzdem dran.

Mike Frison / renn.tv

Wollte ich schon immer - ist ein Riesenspaß. Bisher war die 300er eher als Fotomoped an der Nordschleife unterwegs - dieses Jahr auch:

Mike Frison / renn.tv

Dafür ist sie doch eigentlich viel zu schade.

Wie immer bei solchen Sachen: man muß am Anfang immer ein paar Hürden erklimmen, bis man so einigermaßen in den Rhythmus kommt.

Wenigstens wisst Ihr jetzt, wo ich meine Energie verbrate, wenn ich sie nicht im Blog einsetze.

Nächste Woche übrigens mit Ansage - Alpenglühen steht wieder auf dem Programm :)

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