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Donnerstag, 17. Oktober 2019

Ralf Schumacher Interview - im Beyond The Grid Podcast.

Interessante Einsichten, z.B. über Williams oder Toyota. Aber auch über die Ambitionen seines Sohnes David.

Wobei Ich ihn ja eher nach der Kartbahn in Kerpen Manheim befragt hätte. Oder warum er damals die Aktion auf der Nordschleife im Toyota abgelehnte - was ja dann Nick Heidfeld im BMW F1 übernommen hat.

Schumacher | BeyondTheGrid | Manheim | Toyota | Formel1 |


Mittwoch, 16. Oktober 2019

Tesla lässt nicht locker und wildert weiter in Porsche´s Vorgarten.


Der Deppen°Kringel findet Nachahmer.

Da platzt der vorbestrafte Walter Kafitz bestimmt vor Stolz.


Dienstag, 15. Oktober 2019

Harte Zeiten für The German Car Thing.

Kleiner Blick über den Tellerrand - genauer gesagt nach Amerika:

The ugly reality is that greed ultimately killed The German Car Thing, and now they can put their sunglasses away, because their day in the sun is officially over.

Hintergrund sind die sinkenden Restwerte.

Die Einschläge für die deutsche Autoindustrie kommen schneller und näher als befürchtet.

Und wo wird am liebsten der Rotstift angesetzt, wenn die See rauer wird? Richtig, beim Motorsport.

DeLorenzo | Autoextremist | Restwerte | Autoindustrie |


Thyssenkrupp - das sind doch die Stahlkocher?

Weit gefehlt - können auch Carbonfelgen. Mit ABE.

Pro Satz ab 3.500 € - uups. Da habe ich für meine Hornet weniger bezahlt.

Hier das Ganze auch auf der Hersteller-Webseite.

Thyssenkrupp | Carbonfelgen |


Künstliche Intelligenz - Zwischenstand.

Autonomes Fahren ist die größte AI Aufgabenstellung, die es aktuell zu lösen gilt.

Einhändiges Zauberwürfeln funktioniert inzwischen schon.

youtu.be/vCA57nyTbGE

Dann bekommt der Roboter an der roten Ampel schonmal keine Langeweile.

ArtificialIntelligence | Zauberwürfel |


35 Städte mit insgesamt 140 Mio. Einwohnern schließen sich zum Klimaschutz zusammen.

Da muß man kein Hellseher sein um zu prophezeien, dass der individuelle Autoverkehr in der Prioritätenliste eher unten angesiedelt ist. Denn man spricht von ehrgeizigen Ziele zur Verringerung der Verschmutzung.

Apropos ehrgeizige Ziele und Städte: in Köln ist ja seit Juli offiziell Klimanotstand. Aber keine Sorge: für die autogerechte Stadt steht das persönliche Kraftfahrzeug nach wie vor an erster Stelle.

Klimaschutz | Klimanotstand | Köln | autogerecht |


Mate Rimac blickt in die Zukunft.

Auf newsweek.com:

The average car is used about 3 percent of the time. It’s sitting around doing nothing for 97 percent of the time which is totally insane.

Scheint sich ja doch langsam rumzusprechen.

Und weiter:

The question is, who produced those cars in the end? Do you care about the badge? Do you care about the performance, about the battery size, about the brakes, you don’t care about that. You don’t care about that in your train today and you also don’t care about that in your future autonomous driving pod. That comes from a car guy, I’m a car guy making electric supercars.

Ebenfalls meine Rede - und weil die Hersteller-Brands in der Versenkung verschwinden werden, macht auch (Hersteller-) Motorsport keinen Sinn mehr. Der ja genau diese Brands verstärken soll.

Wobei ich mir einen MotorSPORT ohne Hersteller sehr gut vorstellen kann.


(K)ein Opfer der Mobility-Disruption: Aus für Kettcar.

Dem Bobbycar geht’s hoffentlich gut? Weil sonst gäbe es Probleme mit dem Rahmenprogramm vom N24h-Mittwoch.


Flugtaxiexperimente im VW Konzern.

Während Audi sein Flugtaxi Projekt mit Airbus aufgibt, verkündet Porsche ein neues Projekt mit Boeing.

Wirkt nach außen leicht unkoordiniert.

Flugtaxi | Audi | Airbus | Porsche | Boeing |


Mittwoch, 09. Oktober 2019

Das N-Forum hat eine bewegte Geschichte mit einigem Auf und Ab - doch jetzt naht die Zeit den Stecker zu ziehen.


Abschied in Raten vom Autosport Magazin.

Nachdem sich das Motorsport Network alles einverleibt hat, was nicht bei 3 auf den Bäumen war, kommt jetzt was kommen musste: das große Blutvergießen - aka Keep, Dissolve, TBD.

Begleitet vom ebenso großen Jammern, dabei ist das einzige Überraschende daran: dass es überhaupt so lange gedauert hat.

Interessant finde ich in dieser Darstellung den fließenden Übergang zum Gaming. Weil die Tage des realen Motorsports gezählt sind?

Die gedruckte Autosport ist verdammt für die Dissolve Kategorie - aber offen zugeben wollen sie das nicht, sondern verdreifachen erstmal den Preis (von GBP 3,99 auf 10,99).

Jedenfalls passt die Vorgehensweise zu den übrigen Entwicklungen in der heutigen Motorsportlandschaft: schön klingende PR Meldungen verbreiten, während im Hintergrund die Zitronen ausgepresst und die Gewinne maximiert werden.

Zeitgleich und nicht zufällig wirft auch Zak Brown das Handtuch.

MotorsportNetwork | Autosport | Magazin | ZakBrown |


Sonntag, 08. September 2019

Ruhig im Blog.

Ja - stimmt. Liegt wie immer im Leben an der Zeit und den Prioritäten. Die Gründe sind relativ einfach: zum einen fahre ich immer öfter meinen kompletten Arbeitsweg mit dem Rad (60 km hin- und zurück) - da sind mit Umziehen und Duschen leicht 4 Stunden vom Tag aufgebraucht. Dann der normale Arbeitsalltag und die Familie möchte man ja auch noch sehen.

Mike Frison / renn.tv

Mit dem Fahrrad einmal durch Köln ist zwar eine einzige Katastrophe, aber ich mache es trotzdem. Stehe extra früh auf (inzwischen 4:30 h), um dem Chaos zuvorzukommen. Abends bin ich natürlich gekniffen.

Mike Frison / renn.tv

Muss jeder für sich selber wissen, aber mir gibt es ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich solche Distanzen regelmäßig mit dem Rad fahren kann. Es muss ja nicht immer die Tour Le Mans sein - aber die Regelmäßigkeit macht sich enorm bemerkbar. Da kommt kein Fitnessstudio mehr mit.

Mike Frison / renn.tv

Und man nimmt seine Umgebung intensiver wahr. Köln ist ja doch sehr abwechslungsreich.

Mike Frison / renn.tv

Was ich bedauere: dass ich weniger lesen kann. Das habe ich in der Bahn gern genutzt, aber man kann nicht alles haben.

Mit dem Auto fahre ich nur noch selten - aber hier kommt noch ein Grund für die Blogmüdigkeit - und da bin ich froh den Transit zu haben: ich möchte beim Crossfahren Fuß fassen. Bin jetzt ein paarmal regelmäßig mit der KTM auf der Bahn in Satzvey unterwegs gewesen - sturzfrei :) Es läuft immer besser, der Muskelkater hält sich in Grenzen und die Hände bekommen zarte Schwielen - alles nach Plan. Bin auch der Lahmste auf der Bahn, aber bekomme schon 5 Stints à 20 Min. hin. Das ist mir im Moment wichtiger als die rote Laterne. Die Kondition passt, liegt wohl am Radfahren. Als strammer Ü50er soll man zwar nicht mehr so große Sprünge machen, aber ich arbeite trotzdem dran.

Mike Frison / renn.tv

Wollte ich schon immer - ist ein Riesenspaß. Bisher war die 300er eher als Fotomoped an der Nordschleife unterwegs - dieses Jahr auch:

Mike Frison / renn.tv

Dafür ist sie doch eigentlich viel zu schade.

Wie immer bei solchen Sachen: man muß am Anfang immer ein paar Hürden erklimmen, bis man so einigermaßen in den Rhythmus kommt.

Wenigstens wisst Ihr jetzt, wo ich meine Energie verbrate, wenn ich sie nicht im Blog einsetze.

Nächste Woche übrigens mit Ansage - Alpenglühen steht wieder auf dem Programm :)

MikesBlog | Fahrrad | mdRzA | Blogger | MotoCross | 300EXC |


Rennwagen für die Straße.

Wie passt StGB §315d (“Raserparagraph”) mit solchen Werbetexten zusammen:

“RENNSPORT-DNA
(..) die perfekte Sportmaschine für Strasse und Rennstrecke (..)”

Hersteller lass ich mal weg - das kommt ja so oder so ähnlich öfter vor.


Autofreie Stadtviertel werden langsam gesellschaftsfähig.


Spannende IAA 2019 nächste Woche - aber nicht wegen der neuen Fahrzeugmodelle.

Am Dienstag öffnet die IAA für 2 Pressetage die Türen, bevor die normalen Besuchertage vom 11. bis 22. September starten. Das wird eine spannende Messe. Nicht wegen Elektro, was Anfang des Jahres großen Raum in Genf eingenommen hat, sondern wegen Klima und Resourcenumgang.

Die Städte und die Straßen sind am Limit, doch der Wunsch nach individueller Mobilität wird immer größer. Größer auch im Sinne der Fahrzeuge, das nimmt inzwischen aberwitzige Dimensionen ein.

Mike Frison / renn.tv

Gestern gab es eine schreckliche Katastrophe mit in Berlin: ein Autofahrer steuert mit hoher Geschwindigkeit auf den Gehweg und tötet 4 Menschen. Vier! Stellt Euch das mal als Terroranschlag vor. Oder jemand stößt 4 Menschen vor einen Zug. Was da in den Nachrichten los wäre. Und so? Gehen Sie weiter, es gibt nichts zu sehen, tragischer - aber ansonsten normaler - Verkehrsunfall. Die Gefahr, die von Autos ausgeht, wird einfach als Status Quo hingenommen.

Oder noch ein Gedankenspiel: was wäre los, wenn das ein autonomes Roboterauto gewesen wäre? Das hätte weltweit Schlagzeilen gemacht. Obwohl ich bezweifle, dass jemals ein autonomes Fahrzeug 4 (!) Menschen auf dem Gehweg killt. Das werden wir wohl nicht erleben.

SUVs schwingen sich auf, den Gipfel der Ego-Mobilität zu erobern - eins größer, breiter und schwerer als das andere. Was zählt, ist die aggressive und dominierende Erscheinung, mit der die Insassen ihre Dominanz über den Rest der Bevölkerung zum Ausdruck bringen wollen. Platz da! Und Platz brauchen sie reichlich. Beim Parken, beim Fahren - und diesem stationären Zustand der persönlichen Mobilität, die man Stau nennt.

Die Süddeutsche schreibt heute über SUVs von einem instinktiven Recht des Stärkeren - passend zu dem Rest unseres heutigen gesellschaftlichen Zusammenlebens in Deutschland, wo Rücksichtnahme und Verantwortung kaum noch Platz eingeräumt wird.

In meiner Kindheit gab es mal den Spruch “Mercedes mit eingebauter Vorfahrt”, weil die zumeist betagten, aber auch betuchten Mercedesfahrer gerne für sich eine Sonderstellung im Verkehr beansprucht haben. Heute hat man das Gefühl, dass jeder auch gerne diesen Status für sich reklamieren möchte, einem Hochrüsten von Größe, Dominanz, Masse und Leistung wird keine Obergrenze eingezogen.

Mike Frison / renn.tv

Ich bin bekennender Autofan - schon immer gewesen. Das kommt davon, wenn man seine Kindheit an Tankstelle und Werkstatt der Eltern verbringt. Aber ich bin auch jemand, der mit offenen Augen durchs Leben geht - und ich erlebe den Verkehr in Köln, seit ich 1993 aus London dorthin gezogen bin. Der öffentliche Raum wird ständig enger, die Anzahl der Fahrzeuge steigt unaufhörlich und der Platz wird auch dadurch kleiner, weil die Autos immer fetter werden. Adipositas im Fahrzeugbau. Behäbige Dickschiffe, denen mit Steroiden - also Monstermotoren - nachträglich eine Dynamik eingeredet werden soll. Die Fahrzeuglenker passen sich diesem Schema gerne an: kommen sich wichtig vor, aber schaffen es nichtmal zu Fuß bis zum Bäcker.

Das Ganze nimmt inzwischen Dimensionen an, die man nur noch als grotesk bezeichnen kann. Wie dämlich muss eine Gesellschaft sein, sich solchen Götzen bereitwillig hinzugeben - den eigenen Körper aber behandeln wie eine Müllkippe? Verpestet von Abgasen, gefoltert von Bewegungsmangel und gestresst von hektischem Verkehr?

Der Bürgermeister von Berlin spricht von panzerähnlichen Fahrzeugen, was ja nicht von der Hand zu weisen ist. Sie haben in der Stadt nichts zu suchen - und so sehe ich das auch. In der Innenstadt von Köln geht es manchmal schlimmer zu als beim 24h-Rennen in der Boxengasse zum ersten Boxenstopp - als stände tatsächlich der Rennsieg auf dem Spiel. Und die Autoindustrie, mit ihrer Werbung, die der Kundschaft auch genau diese Gewinnermentalität suggeriert, ebnet den Weg und gibt das Rennen frei.

Nicht ohne Grund unterschreibt man beim Motorsport als Fotograf z.B. eine Enthaftung, weil man sich bewusst in die Gefahr des Rennens begibt und als ungeschützter Mensch gegen tonnenschwere Autos natürlich keine Chance hat. Aber was sagt das über unser Zusammenleben aus, wenn diese Gefahr ständig um uns herum lauert? Überforderte Fahrzeuglenker, die hochgerüstet ihrem Anspruch auf individuelle Mobilität mit Rücksichtslosigkeit Raum verschaffen. Deren unschuldige Opfer zwar betrauert werden, die aber eine Änderung des Systems auch nicht bewirken. Täglich wird in Deutschland mindestens 1 Radfahrer getötet - übersehen - oh, das tut mir aber leid. Muss ihr Kind halt ohne Vater aufwachsen.

Und quasi auf dem bisherigen Gipfel des Zusammentreffens von Klimaschutz vs Rücksichtslosigkeit, in der ein Auto vier Menschen auf dem Bürgersteig überfährt, will die IAA das Auto mit Hilfe einer großen Party abfeiern. Da muss man schon sehr abgestumpft sein, um den Widerstand in der breiten Bevölkerung zu ignorieren, die immer mehr Abneigung gegen das Auto entwickelt.

Oder sind es nur Außenseiter ohne Stimme und Lobby?

Letzten Freitag bin ich bei der Critical Mass hier in Köln mitgefahren - zusammen mit 1.000 anderen Radfahrern. Das ist keine angemeldete Demo, sondern ein Treffen von Radfahrern, die gemeinsam eine Ausfahrt machen. Die Route ist spontan - die Spitze gibt die Richtung vor. Und weil es ein geschlossener Verbund ist, zählen diese 1.000 Radfahrer als 1 Fahrzeug, d.h. Ampeln zählen nur für die Vorderen. Ist ein großer Spaß und findet schon recht lange weltweit in vielen großen Städten statt. Kai und Markus sind auch mitgeradelt und wir hatten unterwegs viel Spaß, Zeit zum Quatschen und uns die Stadt anzusehen.

Mike Frison / renn.tv

Und natürlich auch, um uns über Mobilität zu unterhalten - die beiden sind auch Autofreaks durch und durch. Trotzdem waren wir uns einig, dass die individuelle automobile Mobilität einen Perversionsgrad erreicht hat, der korrigiert werden muss. Und wenn man sich umschaut, wer da alles gutgelaunt mitradelt, dann sind das keine Ökospinner, sondern Leute aus allen Schichten der Gesellschaft, denen es einfach wichtig ist, angenehm in ihrer Stadt leben zu können.

Und diese - sympathischen - Protestbewegungen nehmen zu. Für die IAA hat sich einiges angekündigt, der Veranstalter VDA tut sich schwer, dem Rechnung zu tragen. Geht ja auch nicht, SUVs und Klimaschutz werden nie kompatibel sein. Und den übertriebenen Raumbedarf des neuen Taycan - der Zukunft! - hatte ich ja erst aufgegriffen.

Deutschland ist ein spezielles Pflaster, wenn es um Autos geht, denn hier sind die Premiummarken zuhause, die ihre Leistungsschau in die Welt exportieren wollen: Porsche, BMW, Mercedes, Audi … und da gehört es natürlich zum guten Ton, beim Heimspiel besonders zu glänzen. Wir vergessen das leicht, weil wir hier wohnen, aber der einstige Segen der glorreichen Autoindustrie entwickelt sich langsam zum Fluch: lähmende Aufklärung bei Dieselgate, peinliche Bahn- und ÖPNV Anbindung, künstliche Erhaltung der Verbrenner-Technologie. Man braucht nicht weit zu schauen, der Vergleich der Raumaufteilung im Verkehr in Holland spricht Bände und die Gegensätze könnten deutlicher nicht sein.

Das zaghafte Umdenken scheint jedoch - sogar! - in Deutschland um sich zu greifen. Von daher wird es eine spannende IAA 2019. Auch lustig, dass die Fahrzeugmodelle an sich fast schon als nebensächlich untergehen.

Und über den Motorsport haben wir in dem Zusammenhang noch gar nicht gesprochen - der könnte schneller die allgemeine öffentliche Ächtung erfahren, als ihm lieb ist.

IAAMesse | Mobilität | CriticalMass | Zukunft | Protest | Klima |


Freitag, 06. September 2019

Neuer Porsche Taycan - fast so groß wie mein Transit Kastenwagen LKW.

Wurde jetzt offiziell vorgestellt - war ja im Vorfeld schon öfter hier im Blog Thema.

Spannend waren in erster Linie die technischen Daten, denn nachdem Tesla von der Industrie immer belächelt worden war, hat man die Latte quasi selbst hochgelegt.

Stellt sich raus: ist wohl doch nicht so einfach.

Oder anders ausgedrückt:

Range-wise, the Porsche Taycan is the only car to come close to the 2012 Model S 265/312 mile range and it has next to nothing in interior space. Jaguar and Audi which have more robust interiors were barely able to eclipse 200 miles of EPA range while Chevy and Kia/Hyundai have now gotten into the 240–250s with their smaller more efficient cars.

Um den Taycan überhaupt konkurrenzfähig darstellen zu können, muss man einen 2012er Tesla bemühen.

Audi und Jaguar haben schon bei der Reichweite enttäuscht - jetzt kommt Porsche dazu. Vielleicht der Grund, warum Porsche seine Anteile bei Rimac weiter erhöht hat: von 10% auf 15,5%.

Was mich aber am meisten verdutzt hat, sind die äußeren Abmessungen des Taycan: 2,15 Meter breit und 5 Meter lang!

Kein Druckfehler:

Mike Frison / renn.tv

Und das Ganze bei 2,3 Tonnen Gewicht - was für ein Panzer.

Da nützen Design und niedriger Schwerpunkt auch nicht mehr viel, das Ding ist ja ein LKW. Und das soll jetzt die Zukunft sein?

Mal zum Vergleich: mein Transit Bloggermobil ist ein FT350 mit hohem Dach und langem Radstand. So mit das Größte, was es gibt. Länge: 5,68 Meter - Breite: 2,37 Meter (mit Riesenspiegeln, ohne: 1,98 Meter). Das ist ein LKW. Leergewicht übrigens 2,2 Tonnen.

Mike Frison / renn.tv

Hier noch eine Vorstellung des neuen Porsche bei emobly, die dem Taycan eigentlich wohlgesonnen sind und sich freuen, dass er endlich da ist - denen es aber schwerfällt positive Merkmale herauszuarbeiten. Immerhin - sie versuchen es.

Porsche | Taycan | Elektro |


Donnerstag, 29. August 2019

Aktivisten zerschlagen Dutzende Autos bei Jaguar Deutschland.

Polizei Pressemitteilung:

Auf einige Hunderttausend Euro wird der Sachschaden geschätzt, den Unbekannte in der Nacht auf Montag in Kronberg verursachten. Eine Gruppe von ca. zehn maskierten Personen begab sich gegen 02.15 Uhr auf das Gelände eines Autohandels in der Eschborner Straße. Dort sowie auf einem angrenzenden Betriebsgelände, auf dem ebenfalls Fahrzeuge des Autohauses stehen, beschädigten die Täter unter Zuhilfenahme von Schlagwerkzeugen über vierzig hochwertige Pkw, hauptsächlich indem sie Front- und Seitenscheiben zerstörten oder Dellen in die Karosserie schlugen.

Wenn es Leute gibt, die so wütend auf das Auto an sich sind, dann möchte ich nicht wissen, was die wohl von Motorsport halten.

Zukunft | Automobil | Aktivisten |


Das Märchen über die Wasserstoff-Autos.

Aus dem Luftballon kann man auch langsam mal die Luft rauslassen:

Bei unserem Test dauerte der gesamte Tankvorgang zehn Minuten. Das ist zwar schneller, als die 30 Minuten beim Elektroauto, aber deutlich langsamer, als die zwei Minuten beim konventionellen Verbrenner. Außerdem ist die Tankzeit nur beim ersten Auto so kurz, danach muss die Tankstelle erstmal wieder die 700 bar Druck aufbauen. Die Kapazität der aktuell installierten Wasserstofftankstellen wird mit “über vierzig Autos pro Tag” angegeben, mehr als zwei Autos pro Stunde schleust man da also in keinem Fall durch.

Hier um die Ecke in Wesseling soll noch dieses Jahr eine Riesen-Anlage entstehen - inklusive Tankstelle. Das schau ich mir dann natürlich mal genauer an.

Wobei man sich echt fragen muß, was der Hokuspokus soll. Hilft es die alten Anlagen zu amortisieren? Gibt es Rohstoff-Verträge die ausgeschöpft werden müssen? Man weiß es nicht.

Elektro | Wasserstoff |


In Adenau war am Wochenende großes Heuchler-Hurra, denn Malu Dreyer war zu Besuch.


Mittwoch, 28. August 2019

Mika Häkkinen ist bei seinem Renn-Comeback letztes Wochenende bei den 10h Suzuka 22. geworden.

Ist zwar das typische ge-BoP'te GT3 Gedrisse - G³ quasi. Daher für Zuschauer so spannend und interessant wie eine Zaubervorführung. Aber für die Teilnehmer sicher eine große Gaudi. Falls man nicht zu sehr benachteiligt wurde.

Für den 50-jährigen Mika freut mich der Einsatz - aber mich selber kann kein GT3 Rennen hinterm Ofen hervorlocken. Oder aus dem Garten - da ist es spannender den Tomaten beim Wachsen zuzuschauen.


F1 Grand Prix Spanien 2020 - mit Hilfe der Regierung.

In Spanien freut man sich, dass der Formel 1 Vertrag mit Barcelona verlängert werden konnte:

After Catalan government officials confirmed last month that the funding would continue to aid the race, F1 announced on Monday that Spain had kept its place on the calendar for next year.

Ist schon interessant, was alles keine verbotene EU Beihilfe ist - jetzt, nachdem der Nürburgring abgewickelt wurde.


Sonntag, 18. August 2019

Alleinrennen.

Diesen Begriff gibt es wirklich, obwohl man ja normalerweise für ein Rennen Gegner braucht.

Bin ich hierüber gestolpert, wo ein Raser jemanden überfahren hat.

Die Formulierung wurde im Zusammenhang mit dem relativ neuen §315d des StGB als neues Wort geschöpft - das ist der Raserparagraph.

Betonung liegt auf StGB - für Strafgesetzbuch. Denn da droht statt Punkten oder Geldstrafe direkt Gefängnis.

Nicht nur für den der fährt, sondern auch für den der ausrichtet oder durchführt.

Da können wir ja echt froh sein, dass bei den Touristenfahrten keiner dabei ist, der

"(..) sich als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen."

Denn wer möchte schon gerne ins Gefängnis?

Auch gut, dass BMW keinen 315d im Programm hat, weil da wären die Kalauer vorprogrammiert!

Fehlt jetzt nur noch, dass in der Öffentlichkeit ein allgemeines Tempolimit diskutiert wird, weil das kann die freie Kraftfahrstraße Nordschleife überhaupt nicht gebrauchen.

Oh ... warte ...

StGB | Alleinrennen | 315d | Gefängnis | Touristenfahrten |


Autofahren in Deutschland: Mobilität oder persönliche Freiheit?

Immer häufiger wird im Mainstream - also abseits unserer exklusiven Motorsport-Blase - das Thema Straßenverkehr und dessen zunehmende Aggressivität behandelt.

Zum Beispiel aktuell in dieser Quarks Sendung mit Mai Thi Nguyen-Kim:

Wem gehört die Straße? - Aggressionen im Verkehr

Dort werden dann Zahlen genannt, die ich hier auch gerne bringe. Zum Beispiel, dass Autos generell 23 Stunden pro Tag ungenutzt rumstehen. Beziehungsweise eine Kapazitätsauslastung von 4% haben, für die beispielsweise eine Firma nie eine Investition tätigen würde. Meine Rechnung von vor 2 Jahren ist nach wie vor gültig.

Das bedeutet bei 47 Mio. Autos in Deutschland, dass deren Parkraum aneinandergereiht 7x rund um die Erde reichen würde! 6 Meter x 47 Mio. ≈ 7 x 40.000 km.

Tendenz steigend.

Dazu gesellt sich, dass wir heute alle aggressiver und mehr gegeneinander unterwegs sind. Es ist eine schleichende Entwicklung, aber die Autos wurden viel größer und wuchtiger, stärker und zahlenmäßig mehr. Auch wurden sie viel komfortabler, man merkt heute gar nicht mehr den Unterschied, ob man mit 130 oder mit 200 unterwegs ist. Der öffentliche Raum allerdings wurde nicht größer, sondern eher kleiner - besonders in Städten. Kein Wunder, dass sich heute alle Verkehrsteilnehmer - von Fußgänger bis LKW - um diesen Raum prügeln.

Das war vor gut 30 Jahren, als z.B. ich meinen Führerschein gemacht habe, noch ein komplett anderes Szenario. Hier ist ein herrliches Symbolbild dazu (von @jasoncammisa).

Was mich inzwischen aber noch mehr ärgert ist die Tatsache, dass der Motorsport, der durch die Förderung des Wettbewerbs an dieser gegeneinander Entwicklung nicht ganz unschuldig ist, a) weder Verantwortung übernimmt und b) keinerlei Perspektiven aufzeigt, wie sich das Dilemma in der Zukunft lösen lassen könnte.

Wo wir gerade so schön am Erzählen sind, eine Sache nervt mich inzwischen auch tierisch im Zusammenhang mit Energie und Emissionen: das Bremsen. Gibt es eine größere Energieverschwendung als Bremsen? Mal davon abgesehen, dass viele Fahrten insgesamt völlig unnötig sind, weil man die auch locker zu Fuß oder mit dem Rad absolvieren könnte. Aber lassen wir das mal außen vor.

Beim Bremsen wird die vorher mühevoll aufgebaute Bewegungsenergie völlig sinnlos vernichtet und nicht einmal zurückgeführt, sondern in Verschleiß (Beläge und Scheibe), Wärme und zusätzliche Emissionen (Feinstaub) umgewandelt. Daran muß ich immer häufiger denken, wenn ich aggressive Verhalten beobachte, die das komplette Gegenteil von vorausschauender Fahrweise sind. Der Horizont reicht maximal bis zum nächsten Verkehrsteilnehmer - bzw. Konkurrenten - der noch schnell überholt werden muß, bevor es zackig und ankernd in die Ausfahrt geht. WTF?

Mit etwas erweitertem geistigen Horizont könnte der Motorsport hier eine schöne Vorbildfunktion einnehmen, z.B. durch Verbrauchsformeln, die eine vorausschauende und energiesparende Fahrweise belohnen. Wo es gilt Bremsmanöver zu vermeiden, um genügend Energie für den Wettbewerb aufzusparen. Es muss ja nicht so extrem sein wie bei den Dirt Tracks in Amerika, wo die Motorräder gar keine Bremse mehr verbaut haben. Obwohl ich zugeben muss, dass ich das sehr reizvoll finde!

Mobilität | Aggressionen | Straßenverkehr | Bremsen | gegeneinander |



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