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Mittwoch, 10. Juni 2020

Honda hat sich Ransomware eingefangen - muss Produktion runterfahren.

Betrifft mehrere Fabriken weltweit sowohl für die Auto-, als auch für die Motorradfertigung:

Bloomberg News reported on Tuesday evening that production was suspended at car factories in Ohio and Turkey as well as at motorcycle plants in India and South America. The company, according to Bloomberg, was working to fix systems. The news outlet also said that Japanese operations weren’t affected and that other Honda plants in the United States have already resumed manufacturing.

Das ist der Fluch der Digitalisierung, denn durch die global vernetzten Systems, die gerne zentral verwaltet werden - Kosteneinsparung! - sind diese natürlich auch global anfällig, wenn ein Computer krank wird, bzw. sich einen Virus einfängt.

Produktionsstillstand ist dabei die Höchststrafe.

Kunden- und Finanzcenter sind auch nicht erreichbar, das hat Honda selber getweetet. Sie nennen das "technical difficulties".

In diesem speziellen Fall wurde die Subdomain "mds.honda.com" referenziert, die es im Internet gar nicht gibt, sondern vermutlich nur im Honda-eigenen Intranet.

Felix von Leitner - aka Fefe und von Beruf IT Security Auditor -meint dazu:

Das ist vor allem ein Indikator dafür, dass die Malware extra für den Angriff auf Honda customized wurde, und zwar von jemandem mit Insiderwissen über deren Netzwerkstruktur.

Ich hoffe stark, dass sich die IT-Abteilung bei Honda jetzt nicht samuraimäßig ins Messer stürzt.

Honda | Ransomware | Malware | Virus | Hacker |


Dienstag, 09. Juni 2020

Kurz vor Ende der ersten Jahreshälfte soll am 27. Juni der erste VLN Lauf stattfinden.

vln.de:

Mit der aktuellen Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz, die den Wettkampfbetrieb in kontaktfreien Sportarten wieder erlaubt, ist der Weg für Rennen in der Grünen Hölle frei.

Ich verfolge die VLN nicht mehr so intensiv, aber als kontaktfreie Sportart habe ich sie nie wahrgenommen.


Diess gedisst.

Die Überschrift kann man sich aufgrund der Ereignisse nicht nehmen lassen - bei VW scheinen die Nerven ordentlich blank zu liegen

Was war passiert?

Letzte Woche hat Herbert Diess in einem riesigen Management-Meeting den VW Aufsichtsrat kritisiert, man habe Interna nach draußen geleitet.

Also entweder

a) hat Diess gemeint, den Aufsichtsrat in seine Grenzen weisen zu können, oder
b) hat er diesen Eklat absichtlich provoziert, um zu wissen, wo genau er selber im Machtgefüge steht.

Nun, a) ist relativ unwahrscheinlich - das hat nichtmal Ferdinand Piëch geschafft.

Und die Antwort für b) hat er jetzt schneller, als im lieb ist - man hat ihn kaltblütig degradiert.

Im VW-Speak hört sich das so an:

Der Volkswagen Konzern ordnet die Zuständigkeiten bei der Führung von Marke und Konzern neu. Die Kernmarke Volkswagen Pkw wird ab dem 1. Juli 2020 vom bisherigen COO der Marke, Ralf Brandstätter, geführt. Der Vorstandsvorsitzende des Volkswagen Konzerns, Dr. Herbert Diess, der bisher beide Funktionen in Personalunion verantwortet hatte, erhält damit mehr Freiraum für seine Aufgaben als Konzernchef. Im Konzernvorstand behält er die Gesamtverantwortung für den Bereich Volkswagen Pkw sowie die Markengruppe Volumen. Ziel ist eine stärkere Fokussierung auf die jeweiligen Aufgaben an der Spitze von Konzern und Marke in der laufenden Transformationsphase der Automobilindustrie.

Insgesamt eine sehr dramatische Situation bei VW, denn der große Umbruch ist in seinen zarten Anfängen und könnte schnell wieder in sich zusammenfallen. Fällt ja nicht tief. Da kommen solche hektischen Rochaden äußerst ungelegen - zumal sie meistens auch ordentlich Geld kosten für Beförderungen bzw. Abfindungen. Und sie reißen natürlich Lücken, die erst einmal wieder geschlossen werden müssen.

Mike Frison / renn.tv

Also das Gegenteil von Besonnenheit und Stabilität, auf die man als Basis für gravierende Veränderungen und Transformationen zurückgreifen möchte. Bis sich die aufgewühlte See wieder beruhigt hat, ist das nächste halbe Jahr vergangen - ein halbes Jahr, das man nicht hat.

Wenn das stimmt, dass VW nur 10% der Fahrzeugsoftware selber verantwortet, dann steht noch ein langer und steiniger Weg bevor - wir reden hier nicht über irgendwelche Anbauteile, sondern das zentrale Nervensystem, das in der Zukunft eine immer dominierendere Rolle einnehmen wird: Elektrifizierung, Vernetzung, User Interface, autonomes Fahren - der Computer auf Rädern ist absolut der passende Ausdruck.

Und ich hatte das Gefühl, dass sich Herbert Diess dessen bewusst ist - im Gegensatz zu dem Rest des Konzerns. Oder des Aufsichtsrates. Wer sitzt denn da drin?

Hauptsächlich Politiker, Familienmitglieder der Porsche und Piëch Clans und natürlich Betriebsrat und Gewerkschaft. Ich sag mal salopp, die Reichen und Bräsigen der Das-Haben-Wir-Schon-Immer-So-Gemacht Fraktion. Nicht die Idealbesetzung für tiefgreifende Reformen.

Mike Frison / renn.tv

Da gibt es genau zwei Möglichkeiten: entweder es geht gut und die satten Herrschaften entwickeln ungeahnte Dynamik und Vorstellungskraft - oder es geht krachend schief.

Hier geht es gerade krachend schief.

Kürzlich gab es einen "Alte Schule" Podcast mit Wolfgang Porsche und seinem Sohn (Ferdinand) - siehe hier. Da kann man gut raushören, was ich meine. Zwei Ritter der Eitelkeit - selig in der dünnen Luft des Milliardärsadels. Das ist zwar schön oldschool, wenn es um Porsche, Rennsport und luftgekühlt geht - das ist aber auch furchtbar oldschool, wenn es um Zukunftsvisionen, EDV-Hintergrund und digitale Transformation geht.

Und da haben wir jetzt noch nicht über Integrität gesprochen. Und ob sich Herbert Diess das alles so gefallen lässt? Ihm wurden einige, große Rechnungen aufgemacht in kurzer Zeit - und wenn eines noch mächtiger ist als solche Großkonzerne, dann ist es das Ego ihrer Lenker.

Mike Frison / renn.tv

Bei VW gibt es die nächsten Monate einiges aufzupolieren.

Volkswagen | Diess | Brandstätter |


Montag, 08. Juni 2020

Rupert Stadler stehen bis Weihnachten 176 Verhandlungstage bevor.

Wir reden hier über Weihnachten 2022.

Gilt auch für Wolfgang Hatz, Giovanni Pamio und Henning L.

Dieselgate | Stadler | Hatz | Pamio |


Rennleitung greift auf Telemetriedaten zu.

Mitten in Berlin:

Im Fall des 233 km/h-Rasers von der Stadtautobahn lieferte ein vom Vermieter des Sportwagens eingebauter GPS-Tracker den Beweis: Das mit der Motorsteuerung gekoppelte Gerät protokollierte nicht nur permanent die Positionsdaten, sondern auch Fahrmanöver.

Bei Teilnehmern mit einem Tesla gehen sie sogar noch weiter:

Mit richterlichem Durchsuchungsbeschluss konnten sie sich nicht nur in die europäische Datenzentrale von Tesla einloggen, sondern auch in den internen Speicher des mit einer Frontkamera bestückten Autos. Darin fand sich ein Video der Tour, das vor dem Unfall zwei Rotlichtverstöße zeigt und, wenn man ganz an den Anfang spult, den Fahrer und seine Begleiterin beim Einsteigen vor Beginn der wilden Tour. Anhand der Bildfrequenz und der Fahrbahnmarkierungen ließe sich das Tempo errechnen, aber es ging noch einfacher: Der Tesla funkte im Halbsekundentakt seine Geschwindigkeit – maximal 163 km/h bei erlaubten 50 – und die Gaspedalstellung – 100 Prozent – an die Herstellerfirma.

Soll nochmal einer sagen der Motorsport würde nichts zur Serienentwicklung beitragen!


Sonntag, 07. Juni 2020

DTM in Spa und Nürburgring großer Kurs.

Die DTM soll zwar ohne Zuschauer fahren, aber immerhin in Spa und seit 2005 zum ersten Mal wieder auf dem großen GP Kurs.

Dass die DTM Kurzanbindung fahren muss, habe ich eh nie verstanden. Angeblich, damit die Zuschauerränge voller aussehen - also die wenigen Zuschauer sich wenigstens auf wenig Plätze verteilen.

Gut - bei komplett OHNE Zuschauer wäre das ja jetzt tatsächlich egal.

Eigentlich könnten sie doch jetzt auch den ganz großen Kurs - also Nordschleife - fahren. So als Abschiedsgeschenk.


Cookies und Werbung - bzw. deren Abwesenheit.

Fällt das eigentlich auf, dass ich hier weder Cookies einsetze, noch Werbung schalte?

Bei manchen Seiten werde ich so kirre, da ist der eigentliche Inhalt unter mehreren Lagen (!!) Werbung versteckt. Und klickt man eine Sache weg, dann poppen zwei neue Sachen auf.

Bei solchen Seiten mache ich mir nichtmal mehr die Mühe - Fenster zu und weg. Wer so seine Leser quält hat auch keine Leser verdient.

Cookies sind im Grunde noch schlimmer: Für ein optimales Surferlebnis setzen wir Cookies ein - ich lach mich schlapp. Für ein nahtloses Consumer Verhalten Tracking werden die eingesetzt - und damit man zielgerichtete Werbung verkaufen kann. Am besten noch unterstützt mit Facebook Plugin, das dann eine eindeutige Identifikation zulässt.

Wie geht das Euch? Abgehärtet, Augen zu und durch? Oder genervt?

Und fällt das überhaupt auf, dass es das hier nicht gibt?


Die Volkswagengruppe verabschiedet sich nach und nach vom Werkssport - nächstes Opfer: Bentley.


Samstag, 06. Juni 2020

Gelbe Schrift auf schwarzer Straße.

Als ich das hier gesehen habe:

‘Black Lives Matter’: In giant yellow letters, D.C. mayor sends message to Trump

… musste ich an das hier denken:

Mike Frison / renn.tv


Corona treibt seltsame Blüten, bei der VLN sollen jetzt die Fahrer Eintrittskarten kaufen.

VLN Teilnehmer-Info:

Die Tickets für Eure Fahrer und Teammitglieder werden von Euch zum Preis von voraussichtlich 15 EUR brutto gesondert bei der VLN VV bestellt werden müssen.

Das Rennen am 27. Juni ist aber noch nicht abgesegnet:

Sobald wir die Genehmigung zur Durchführung der Rennen zur Nürburgring Langstrecken-Serie erhalten, werden wir Euch über weitere Details des Organisationskonzeptes informieren.

Veranstalter ist der MSC Adenau, die sind in vielerlei Hinsicht wirklich nicht zu beneiden: organisatorisch, gesundheitlich und finanziell.

Der aufgelistete Zeitplan ist wohl noch der aus besseren Zeiten:

08:30 – 10:00 Uhr Zeittraining
10:30 – 11:00 Uhr Pitwalk
11:00 – 11:40 Uhr Startaufstellung
12:00 – 16:00 Uhr Rennen (4 Stunden)
16:15 – 16:30 Uhr Siegerehrung (Podium)
18:00 – 19:00 Uhr Ehrung der Klassensieger (Media Centre)

Pitwalk? Siegerehrung? Media Centre?

Zuschauer und Gäste sind auf dem gesamten Gelände sowie rund um die Nordschleife noch nicht zugelassen.

TV? Fotografen? Journalisten? Catering?

Generell muss man die Kreativität und den Tatendrang ja wirklich bewundern. Aber die Grenzen zum spielenden Orchester auf der sinkenden Titanic sind fließend.

Langstrecke | Coronavirus |


Freitag, 05. Juni 2020

Aus der Reihe Alles kommt wieder: Mofas.

Mit Mofa und Moped bin ich großgeworden, ist aber schon eine Weile her - ich sag nur: schwarz/weiß-Fernsehen.

Hab mich gefreut gestern bei uns im Dorf eine Hercules Prima zu sehen - mit jungem Piloten. Solche Anblicke sind doch heutzutage eher die Ausnahme und typischerweise in traktorreicheren Gegenden beheimatet.

Aber dank Elektro erleben die Motorräder mit Hilfspedalen einen zweiten Frühling - find ich gut!

Mofa | Moped | Elektro |


Die sonntägliche Polizeibilanz am Ring steht im leichten Widerspruch zur gähnenden Leere.


Eigentlich dachte ich, diese neue Abwrackprämie sei schon durch.

Gut, dass ich mich geirrt habe.


Porsche Works hat nicht nur Le Mans zusammengestrichen, sondern auch zusätzlich noch IMSA komplett.


Eigentlich wäre jetzt Rock am Ring.

Das Nicht-Festival ist den ARD Tagesthemen einen Beitrag wert.

Eigentlich sollte man ja froh sein, wenn wenigstens das Fernsehen noch zum Ring fährt. Aber das sind schon surreale Bilder, die die senden - so einsam war es in der Eifel nur vor 1927.

Wie Beat im Beitrag sagt, das Virus kam zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Bildlich gesprochen: alle stehen startklar zum Saisonbeginn getankt und mit laufendem Motor vor der roten Boxengassenampel ... und dann Rennabbruch. Ohne Re-Start. Ohne Alles eigentlich.

Das gilt natürlich auch für Meuspath und der DTM Rückzug von Audi bzw. von GT-Porsche im Langstreckensport belastet die Stimmung noch zusätzlich.

Was ich schade finde ist die auffallende Kreativitätslähmung des Nürburgrings. Mir würden mit einer leeren Rennstrecke und ein paar Videokameras viele verrückte Sachen einfallen, die gerade jetzt auf darbende Zuschauer treffen würden. Und weil die Strecke ja eh leer ist, könnte man sie kostenlos nutzen. Für einen Rundenrekord mit einem autonomen Fahrzeug zum Beispiel. Da hätten die Geeks genug Zeit ihre Algorithmen zu tunen.

Nicht, dass das Uschi oder Retti helfen würde, aber man würde immerhin im Gespräch bleiben.

Aber digital und gedanklich setzt die große Ideenlosigkeit direkt hinter Sim-Racing ein - das hat inzwischen auch schon schmerzhaften Seuchencharakter.

Zur Ehrenrettung vielleicht noch, dass es die anderen Strecken auch nicht besser machen. Alle warten darauf, dass es morgen oder zumindest bald weitergeht - um dann bequem wieder in das alte Raster zu fallen. Dass es vielleicht nie wieder normal weitergeht ist mental zu anstrengend, um überhaupt darüber nachzudenken.

Gilt natürlich auch für Rock am Ring, die einfach stupide absagen. Da hätte man sich auch was Witziges in digitaler Live-Form einfallen lassen können, um die Community am Leben zu halten und den Leuten eine kleine Entschädigung zu bieten. Und - Achtung: Panikmache! - mit Formaten zu experimentieren, die als Alternative dienen könnten, wenn solche Großveranstaltungen in der bisher bekannten Form einfach nie wieder stattfinden können.

Das legendäre 24-Stunden-Rennen, das auf der rund 26 Kilometer langen Nordschleife und dem Grand-Prix-Kurs gefahren wird, musste bereits auf September verschoben werden: 800 Fahrer, 200 Autos, Zehntausende Zuschauer, die viel Geld in der Region lassen.

Lese ich richtig? Zehntausende Zuschauer? Woher die plötzliche Demut, das sind doch sonst immer Hunderttausende? Wo soll das noch hinführen, wenn nichtmal die Zuschauerlüge aufrechterhalten wird?

Immerhin ist Andy Gülden noch Chefinstruktor. Eine Wortschöpfung fast so schön wie Hauptgeschäftsführer.

RockAmRing | Coronavirus | Tagesthemen |


Dienstag, 02. Juni 2020

Das kleine Schwarze.

In diesen verrückten Zeiten ist es manchmal nicht einfach den Überblick zu behalten. Eigentlich habe ich ja Urlaub - Feiertags-Pfingsten war noch zusätzlich. Aber statt mit der Familie in Urlaub zu fahren - Corona - oder auch der Crossbahn endlich die Saison einzuläuten - auch Corona - habe ich mal das kleine Schwarze ausgepackt, um es mir richtig zu besorgen.

Inzwischen haben sich ja 4 Cannondales angesammelt, war eher Zufall, aber ist jetzt halt so. Drei davon habe ich auf Singlespeed umgerüstet, eins hatte sowieso noch nie Gänge.

Die Übersetzungstabelle hat alle schön ordentlich ihrem Einsatzzweck zugeordnet - und da kommt jetzt auch das kleine Schwarze ins Spiel.

Mike Frison / renn.tv

Den Fake-Arbeitsweg konnte ich ganz gut aufrecht erhalten, zwar nicht so viele Kilometer wie bei normalen Bürotagen, dafür aber auch regelmäßig und um einiges schöner.

Durch Köln zu fahren kann man wirklich keinem wünschen.

Mike Frison / renn.tv

Inzwischen habe ich hier schöne Runden für 20, 30 oder 60 km - aber ich wollte ja mehr und dachte 100 km wären doch mal eine Messlatte. Das Schwarze ist inzwischen gut eingefahren, ich kenne das Tempo und die Wald- und Feldwege hier sind nett befestigt und die Höhenmeter übersichtlich.

Was soll ich sagen, war eine traumhafte Tour, die auch einer kleinen Motorradrunde gut zu Gesicht gestanden hätte:

Mike Frison / renn.tv

Man bekommt immer einiges Neues zu sehen ...

Mike Frison / renn.tv

... becauseracecar sogar auch dabei ...

Mike Frison / renn.tv

... und die Wege sind kaum bevölkert und sehr entspannend.

Landstraße bin ich früher gefahren, aber das ist heutzutage unmöglich geworden. Die Autos breiter, lauter (die Reifen), rücksichtsloser und schneller - ich weiß nicht, was mit den Leuten los ist. Den Kampf habe ich inzwischen aufgegeben, hoffnungslos. Das ziehe ich mich lieber zurück in die Gebiete, die einladend, leise und nett sind.

Mike Frison / renn.tv

Und da kommt das Cannondale F700 - so hieß das nämlich, als ich es vor 20 Jahren neu gekauft hatte - richtig gut in Fahrt. Dabei habe ich neben keinen Gängen auch keine Stollen. Stattdessen stabile, breite und hart aufgepumpte Marathon Plus:

Mike Frison / renn.tv

47 mm - d.h. wenn man die neu aufzieht, benehmen sie sich fast so störrisch wie Motorradreifen. Sehr guter Pannenschutz, durch die Breite auch relativ komfortabel und mit 5 bar auch recht schnell, wenn es sein muss.

Und so radele ich vor mich hin, nicht schalten zu müssen trägt auch zur Entspannung bei. Und wenn mal ein Berg kommt, dann tritt man halt fester rein - die dicke Kette ist jedenfalls nicht die Schwachstelle.

Mike Frison / renn.tv

Nach der 100er Runde war ich zwar platt, aber inklusive Mittagspause und gemütlich fahren unter 6 Stunden - kann man also gut mal an einem freien Tag einschieben.

Inzwischen sind auch viel mehr E-Bikes unterwegs - das Verhältnis hat sich quasi umgedreht: man ist schon froh, wenn jemand ausnahmsweise ohne Strom unterwegs ist. Mir soll es recht sein, man sieht den Leuten an, dass sie ohne die Unterstützung wohl eher nicht fahren würden, also haben wieder mehr Leute zum Radfahren gefunden.

Vielleicht hat da noch jemand einen Tipp für mich, was die Routenplanung angeht: ich klicke mir das immer in Google My Maps zusammen und exportiere als kmz-File auf ein ausrangiertes iPhone (5er, geht gut), das mir als Offline-Navi dient (die App heißt Guru Maps, geht auch gut). Ist etwas umständlich und ich hatte mit Google auch schon Pech bei der Routenwahl (zugewachsener Waldweg z.B.). Jetzt habe ich mal Komoot reaktiviert, wieder exportiert und auf das 5er geladen.

Für so lange Touren nehme ich mir einen Zusatzakku mit, dann ist man auf der sicheren Seite (laden in der Mittagspause), zumal das Handy auch Offline relativ batterie-schonend benutzt wird. Aber ist halt nicht mehr das Jüngste - so ganz ohne Strom geht es dann doch nicht.

Wie macht Ihr das - hat jemand einen guten Tipp? Die Routenplanung würde ich am Mac zuhause machen wollen (Rundkurs) und unterwegs wäre es gut, wenn man besonders gute - aber auch besonders schlechte Wege - markieren könnte. Dann wüsste man bei der nächsten Planung diese zu bevorzugen oder halt zu meiden.

Der Garten würde sich zwar freuen, wenn es mal wieder regnet, aber solange wir südspanisches Wetter haben, werde ich sicher noch ein paar Feldwege gangwechselschonend unter die Räder nehmen.

Cannondale | Singlespeed | Radfahren | Fahrradtour | Navigation |


Grüne Hölle Rock Rock-am-Ring-Fake Nichtkonzert-Plakat.

Was haben sie vor 5 Jahren getönt am Nürburgring, dass es ohne Ring keinen Rock gäbe.

Hier das Poster von dem Nichtkonzert, denn es hat nie stattgefunden:

Mike Frison / renn.tv

Konnte ich nicht in den Müll werfen, quasi ein Geldgierfossil.

Was war das für ein Disaster, wie so oft in der jüngeren Ringgeschichte. Die URL (der-ring.de) läuft in's Leere, sogar die Domaingrabber winken danken ab.

RockAmRing | GrüneHölleRock |


Dienstag, 26. Mai 2020

Audi entsorgt Daniel Abt.

Weil der sein Simracing outgesourced hatte:

Abt was disqualified from the virtual Berlin E-Prix and fined €10,000 after he was found to have let professional Esports sim racer Lorenz Hoerzing take his place. Although Audi has formally ‘suspended’ Abt over the stunt, Motorsport.com understands he will lose his FE drive.

Es gibt nicht viele Leute, die an jedem Formel E Rennen teilgenommen haben, seitdem die Serie 2014 erfunden wurde. Waren 4, demnächst dann noch 3.

Audi entsorgt Daniel Abt.

Dabei dachten die Äbte, dass es nach dem Audi-DTM-Ausstieg schlimmer nicht mehr kommen kann.


Montag, 25. Mai 2020

Rock am Ring Nummer 1.

War genau heute vor 35 Jahren.

Da kann man zur Feier des Tages ruhig mal die alte Eintrittskarte ausgraben:

Mike Frison / renn.tv

Da hatte ich gerade mal ein Jahr den Führerschein - und es war auch sonst eine wilde Zeit. Das Line Up damals war sensationell, vor allem für so Eifelgeister wie uns. Wir kannten ja bisher eigentlich nur die Fraukircher Kirmes oder das Weinfest in Winningen. Und das Pi in Engers, wer erinnert sich? OK, das Logo in Koblenz muss dann auch noch hier in die Sammlung.

Jedenfalls haben wir dann - live! - gesehen und gehört:

  • U2
  • Foreigner
  • Saga
  • Joe Cocker
  • Marillion
  • Gianna Nannini
  • Chris de Burgh
  • Westernhagen
  • The Alarm
  • Rick Springfield
  • REO Speedwagon
  • Huey Lewis
  • Shakatak
  • Mink DeVille

Ich erinnere mich gut. Weil es so mega war. Und einige der Bands - U2 z.B. - haben einen dann auch nach diesem grandiosen Start auf dem weiteren Lebensweg begleitet. Wir sind zusammen gereift, älter geworden, haben Weitblick gewonnen.

Damals war das auch noch keine Mehrfachbühnenveranstaltung.

Bühne, Sound, Band, fertig.

Es gab auch gute Rock am Rings (Rocks am Ring?) danach - aber nie mehr so gut wie 1985. Das hat wirklich alles in den Schatten gestellt. Weiß man natürlich auch erst hinterher, damals dachte ich das sei normal und das geht jetzt immer so weiter. Inzwischen habe ich ein besseres Gespür entwickelt für historische Ereignisse, denen man gerade aktuell beiwohnt.

Wie aktuell Corona - was für eine elegante Überleitung. Denn der kleine Winzvirus hat die großen Großveranstaltungen voll im Griff. Im Würgegriff. Das betrifft natürlich reine Veranstaltungsfirmen - wie der Nürburgring eine ist - maximal hart. Erst wurden Rennen nach hinten verlagert, als hinten raus das Jahr ausging auch abgesagt und inzwischen sind die Sommerveranstaltungen vom Tisch. Zumindest für dieses Jahr. Die für den Herbst - noch - nicht.

Wie Anfang des Jahres gehofft wurde, dass es kurzfristig vorbei ist, so hofft man, dass es dann aber spätestens nächstes Jahr vom Tisch ist.

In der realen Welt, also außerhalb des glamourösen alles-super Motorsports, ist inzwischen Kurzarbeit die Realität in Kombination mit Durchhalteparolen. Fußball auch nur mit der Brechstangen, weil muss ja weitergehen.

Ich frage mich bei solchen Eskapaden, wie das wohl aussehen würde, wenn man die betreffende Veranstaltungen gerade erst erfinden würde. Ob sie überhaupt eine Chance hätte. Die Antwort lautet eher: nein.

Gäbe es das 24h-Rennen noch nicht, würde es aktuell jemand erfinden wollen? Wohl eher nicht.

Oder ein Stadion bauen? Ich glaube kaum.

Das ebbt noch nach, in der Hoffnung, dass alles so wird wie Pre-Corona. Das ist legitim, aber den ersten geht schon die Luft aus. Audi anybody?

Wir können dann versuchen unseren Nachfahren zu erklären, wie das damals war, als wir mit 50.000 oder 100.000 beim Konzert waren, alle gleichgeschaltet durch die Rocker auf der Bühne.

Damals, als wir noch zu den Büros zum Arbeiten gefahren sind.

RockAmRing | Coronavirus |


Sonntag, 17. Mai 2020

Auf einem frisierten Einrad möchte man nicht stürzen.

Hat so 60 Sachen drauf und ist ein Video aus New York - hier die (französische) Quelle:

youtu.be/RwcxT4lOnpo

Der Youtube-Kanal heißt übrigens Kamikaze Joe - direkt mal abonnieren.


Kostenvergleich Motocross vs Auto-Rennsport.

Schon im Vergleich mit dem Motorrad-Straßenrennsport ist das zweirädrige Dreckfahren richtig günstig, aber wenn man es mit dem GT- oder Tourenwagensport vergleicht, dann wird einem schwindelig.

Kim Irmgartz, eine crossfahrende Podcasterin - oder war es umgekehrt? - hatte John und Max zu Gast, die eher zur Autofraktion gehören. John ist bei Phoenix in Meuspath im Einsatz und hat mal aus dem Nähkästchen geplaudert, was die Einsatzkosten angeht. Abartig.

Hier die Folge - wurde von Kim am Freitag veröffentlicht.

Im Gegenzug wird sie bei John und Max ebenfalls als Gast eingeladen werden - hier der AUF DEN POD Podcast der beiden. Kannte ich bisher nicht - werde ich mal öfter zuhören.

Und Kim's Holeshot MX Podcast dürft Ihr auch gerne abonnieren - sie ist sehr umtriebig, von ihrem Beruf als Polizistin bis zur Miss Germany Teilnahme, alles dabei. Natürlich nach dem Crossfahren.

Motocross | Irmgartz | Holeshot | AufDenPod | Podcast |


Samstag, 16. Mai 2020

In Singapur patrouillieren Roboterhunde in den Parks.

Wegen Corona.

Das sind die Versionen von Boston Dynamics - hatte ich hier schon öfter.

Bei CNBC war deren Chairman Marc Raibert zum Interview und er meint, dass man sich bald einen eigenen im Internet klicken kann. Hat zwar kein Preis genannt, aber soll nur noch ein paar Wochen dauern.

Was so ein Gerät wohl kostet? Oder wie nennt man so ein Tier? Ich schätze 5k wäre noch günstig.

Da gibt es dann bestimmt auch billige Nachzüchtungen aus China.

Insgesamt hätten sie schon 1.000 produziert, von denen es 120 in die freie Wildbahn geschafft hätten. Die in Singapur sind aber die ersten, die man draußen frei rumlaufen sieht.


Das neue E-Bike von GM … ist schon wieder Geschichte.


Freitag, 15. Mai 2020

Neue Motorräder sollen bei 80 dB(A) eingeregelt werden.

Wenn das so kommt, gehen dem Verbrenner langsam die Argumente aus.

Würde auch den Gebrauchtmarkt positiv beflügeln, Old School Noise kostet extra.



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